40!Lewandowski stellt beim 2:2 in Freiburg mit Müller gleich

Christopher Trenner 15.05.2021

Ehrlicherweise ging es für den FC Bayern um nicht mehr viel. Die Meisterschaft wurde letzte Woche eingetütet. So spielte die Mannschaft vor allem für den Torrekord in der Bundesliga von Robert Lewandowski.

Dinge, die auffielen:

1. 4Ever Gerd

Mit einem Elfmeter-Treffer in der 26. Minute zog Robert Lewandowski mit Gerd Müller gleich. Unter seinem Trikot trug er ein T-Shirt mit dem Konterfei von Müller und dem Aufdruck “4Ever Gerd”. Eine tolle Geste.

Es war eine überragende Saison von Lewandowski. 40 Tore in 28 Bundesliga-Spielen sind ein Eintrag in die Geschichtsbücher wert. Der Bayern-Stürmer schaffte es über all die Jahre im Trikot der Münchner immer besser zu werden. Er verfeinerte sein Spiel und trainierte sich Fähigkeiten wie seine besondere Art des Elfmeterschießens an. Im Fokus standen dabei nicht individuelle Rekorde, sondern das Teamergebnis. Nicht von ungefähr kommen neun Torvorlagen alleine in der Bundesliga.

Das er in der zweiten Halbzeit drei große Möglichkeiten liegen ließ, ist löblich, aber nächste Woche gibt es eine neue Chance auf den alleinigen Rekord.

2. Beste Mannschaft

Natürlich lassen sich 40 Tore in einer Bundesliga-Saison nicht ohne individuelle Klasse erzielen. Was dabei aber häufig zu kurz kommt: Es ist eine Mannschaftsleistung. Über die Jahre hinweg entwickelte sich ein Konstrukt, in dem Lewandowski immer besser funktionierte. Das Zusammenspiel mit Thomas Müller hat der Pole perfektioniert, aber nicht nur er. Der Flügelfokus und das Steil-und-Klatsch-Spiel unter Hansi Flick haben Lewandowski ebenfalls geholfen, diesen Rekord zu erreichen.

3. Fußball wurde auch gespielt

Freiburgs 4-4-2 Mittelfeldpressing machte den Bayern wie erwartet Probleme. Gerade in der Anfangsphase konnten sich die Münchner nur mit langen Bällen befreien. Gelang ihnen eine Passstafette, ergaben sich größere Räume, die häufig nicht gut genug bespielt wurden. Meist fehlte es am letzten bzw. vorletzten Pass. Freiburg wiederum kam zu einigen Kontersituationen, die die Restverteidigung der Bayern aber nicht vor ernsthafte Probleme stellte. Die beiden Tore in der ersten Halbzeit fielen folgerichtig nach Standardsituationen.

In der zweiten Halbzeit gelang es den Bayern direkt hintereinander ihre individuelle Klasse auszuspielen. Zunächst war es Sané der mit einem Solo ein Gnabry Tor vorbereitete, welches der VAR einkassierte. Nur eine Szene später traf Sané selbst nach einer klasse Kombination und Müller-Vorlage.

4. Spielzeit für Nübel, Tolisso, Roca und Sarr

Hansi Flick nutzte die Chance und gab einigen Spielern, die in dieser Saison selten gespielt haben, einige Spielminuten. So kamen früh in der zweiten Halbzeit Tolisso und Roca. Der Franzose feierte nach langer Verletzungspause sein Comeback. Auch Sarr bekam auf der Rechtsverteidigerposition noch einiges an Spielzeit.

Nübel feierte bereits mit dem Anpfiff sein Bundesligadebüt für den FC Bayern. Gerade nach den vielen Wechseln zeigte er seine Klasse auf der Linie und warum ihn der FC Bayern verpflichtete. An beiden Gegentoren war er schuldlos.

♥ Artikel teilen

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

Du willst Miasanrot Supporter werden?

Anzeige
Munich Legend
  1. Warum wird eigentlich in so einem Spiel das Wechselkontingent nicht ausgeschöpft? Für die Schlussphase hätte man mit Musiala und Choupo-Moting noch zwei Alternativen gehabt, die beide Jokerqualitäten haben. Gerade Gnabry wirkte jetzt nicht wirklich so, als würde er mit jeder Aktion Gefahr versprühen und er deshalb unbedingt draufgelassen werden müsste. Flick hätte auch z.B. Martinez noch ein paar Minuten für Boateng geben können. Wenn man sah, wie Haberer ihn austanzte, dann wäre auch dieser Wechsel nachvollziehbar gewesen. Gerade, wenn es um nicht mehr so viel geht, könnte man doch das Wechselkontingent ausschöpfen, oder?
    Insgesamt fand ich die Leistung heute in Ordnung. Ich hatte mir angesichts der Voraussetzungen (kein Druck, Pause unter der Woche, mitspielender Gegner) allerdings ehrlich gesagt vor dem Spiel ein bisschen mehr erhofft. Man spielte sich zwar viele klare Chancen heraus, aber dennoch war viel Leerlauf drin. Am Ende einer solchen Saison ist das aber auf jeden Fall verzeihlich.

  2. Perfekte Dramaturgie. Heute den Rekord einstellen, bleibt noch ein Ziel für das nächste Spiel. Den Rekord zu überbieten, das erhält den Spannungsbogen für den letzten Spieltag.
    Und als Lewy diese Überchance vergeben hat, schien es für den Moment, ob er doch kurz ins Zweifeln gekommen wäre. Wenn er das so absichtlich gemacht hat, war das die technisch perfekteste Aktion der Saison ;-)
    Ansonsten ein seriöses Spiel der Mannschaft, nicht abgeschenkt, die Saison anständig zu Ende spielen.
    Und man muss sagen, wenn wir die “Dankeschön-Wechsel” nicht gemacht hätten, hätten wir das wohl mit Sicherheit gewonnen. Zu dem Zeitpunkt als die Wechsel begannen, hatten wir das Spiel jedenfalls völlig im Griff. Aber ist natürlich auch o.k. Wird wohl auch am letzten Spieltag so sein.
    Ist so ein wenig auch ein Zeichen und vielleicht ein kleiner Wermutstropfen, wieder zu sehen, wie groß die Unterschiede zwischen der ersten Garnitur und dem Rest doch sein können.

    Für mich überragender Mann diesmal Sane. Nehmen wir das mal als Versprechen, was wir nächste Saison von ihm zu erwarten haben.
    Wenn wir schon bei Sane und damit natürlich bei Körpersprache sind, kommen wir zu Süle. Der einzige der aus der ersten Mannschaft abfiel. Wirkte manchmal fast etwas geistesabwesend und musste immer wieder von seinen Mitspielern “ermuntert” werden, in gewissen Situationen auch hin zu gehen.
    Gut dass Nübel am Schluss noch 1,2 Bälle zu halten hatte. Das hätte sonst ein sehr trauriger Tag für ihn werden können. Kaum geprüft, ein paar Pässe gespielt und dann zweimal den Ball aus dem Netz holen dürfen.

  3. OT: Es ist schon interessant zu beobachten, wie sehr sich namhafte Mannschaften, die trotz einer für ihre Verhältnisse eher schwachen Saison, am Ende doch noch auf die patzende Konkurrenz und ihre eigene Stärke verlassen können. In Deutschland war der BVB eigentlich schon so weit von der CL-Quali entfernt, dass es absolut undenkbar schien, dass sie nächstes Jahr dort auflaufen dürfen. Frankfurt holte aber zuletzt 4 Punkte aus 5 Spielen und machte dem BVB die Tür auf. In England kann Liverpool die CL mittlerweile auch wieder aus eigener Kraft erreichen, weil insgesamt 4 Teams (Leicester, Chelsea, Tottenham und West Ham) zuletzt zu viele Schwächen zeigten. Auch in Italien würde es mich nicht wundern, wenn Juve noch die Kurve kriegt. So gesehen brauchen die Topklubs eigentlich gar keine Wild Card für die CL beantragen oder auch keine Super League, weil sie sicher sein können, dass die Konkurrenz am Ende doch patzt, selbst wenn man ihnen die CL-Teilnahme quasi auf dem Silbertablett präsentiert.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich glaube ohne die 2 Reus-Schwalben die zu recht kritischen Strafstößen in 2 Spielen hintereinander führten, wäre Dortmund nicht mehr so in die Spur gekommen. Immerhin hat der BVB im Pokalfinale eine wirklich gute Partie abgeliefert und mit Terzic und Piszczek ein für den Verein emotional rundes Ende gefunden.

      Ansonsten gilt bei uns doch seit Jahren das Leverkusen-Syndrom. Monatelang heranschnuppern, kurz vor Torschluss versagen die Nerven. Wer 4:3 gegen Schalke untergeht, der ist nicht bereit für die große Bühne. Wolfsburg konnte sich zumindest noch über die Ziellinie schleppen. Mich würde es aber nicht wundern, wenn sie nächste Woche noch Platz 3 mit Dortmund tauschen. Das sah vor 4 Wochen wirklich komplett anders aus. Aber überrascht uns das am Ende wirklich?

    2. Der BVB hat mal wieder in bewährter Manier die Konkurrenz geschwächt.
      Erst Rose abgeworben und Gladbach in die Krise geschickt. Gladbach braucht Ersatz und holt Hütter. Daraufhin kollabiert Frankfurt. Dortmund ist auf einmal in der CL.
      Wahrscheinlich haben sie auch noch den Nagelsmann-Transfer irgendwie eingefädelt.

      1. Hallo BM,
        naja, das “Unser-Trainer-verlässt-uns-vorzeitig”-Alibi ist mir denn doch etwas zu dünn, um schlechte Leistungen zu begründen. Wenn etwa die Eintracht einen Sieben-Punkte-Vorsprung auf den BVB noch verdaddelt, wäre ich als SGE-Fan megasauer auf die Spieler – und null auf Hütter. Die Herren Spieler hatten die Chance, nach 1959/60 erstmals wieder in der Königsklasse aufzuschlagen. Ob der Trainer geht oder nicht – die Spieler müssen das für sich wollen – eben weil sie ja größtenteils bleiben.

      2. @Mitschnacker: Sehe ich auch so. Übrigens: Frankfurt hat in der Rückrunde die meisten Punkte aus einer internen Tabelle der Top 5 der Liga geholt. Sie haben Bayern, Wolfsburg und den BVB geschlagen und in Leipzig Unentschieden gespielt. Diese 10 Punkte erreichen nicht mal wir. Sie verspielen die CL-Teilnahme somit eindeutig deswegen, weil sie in den Spielen, in denen sie klar in der Favoritenrolle waren, ihre Leistung nicht abgerufen haben. Das hat für mich auch etwas mit Charakter und Eigenmotivation zu tun und deshalb kann man den Trainerwechsel sicherlich nicht als alleinigen Grund anführen.

      3. @Mitschnacker
        Eine Erklärung ist keine Entschuldigung. Und die Korrelation ist schon sehr auffällig. Die spannende Frage ist warum das so ist.
        Und auf wen die Eintracht-Fans sauer sind müssen wir wohl nicht diskutieren. Ob das gerechtfertigt ist oder nicht.

  4. Großer Moment, 15:56 Uhr. Der Elfer war vollauf gerechtfertigt.
    Schade, dass es mit dem kollektiven Torekord (101) wohl nix wird. Gegen die geretteten Augsburger müssten’s schon sieben Dinger sein.

  5. OT: Bei aller Freude über Lewandowski und die Meisterschaft ist der Termin heute um14.00Uhr an der Grünwalder so so bitter. Nach den gestrigen Ergebnissen bleibt nur bei einem Sieg gegen den Gegner eine theoretische Chance auf den Nichtabstieg. Das wirft uns insbesondere in der Campuspflege um Jahre zurück.

    Schade auch für Martin Demichelis und Danny Schwarz.

    Die Einzige Hoffnung, die ich noch habe, dass zwei Mannschaften zurückziehen oder keine Lizenz bekommen.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich sehe die Thematik mittlerweile anders.

      1. Die Fallhöhe
      Zwischen dem Niveau einer 3. & dem einer Regionalliga besteht ein deutlicher Unterschied – so viel ist klar.
      Trotzdem bietet eine Regionalligamannschaft zu haben die Möglichkeit Jugendspielern Einsätze gegen Erwachsene auf einem soliden Niveau zu ermöglichen.
      Da ist für meinen Geschmack zu viel Schwarz-Weiss-Denken in der aktuellen Diskussion.

      2. Die Qualität
      Was hilft eine 3. Liga in der sich nur mit Mühe und erfahrenen Spielern (weit über 3. Liga Niveau) gehalten werden kann? Augenscheinlich entspricht das Niveau unserer Jugendspieler aktuell nicht dem der 3. Liga.

      3. Die Rotationsmöglichkeit
      Ein Vorteil gegenüber der Situation in dieser 3. Liga Saison ist, dass einem breiteren Spektrum an Spielern die Chance auf Einsätze gegeben werden kann.
      3. Liga heißt ich muss die beste 11 auf dem Feld haben, um Punkte und den Klassenerhalt zu sichern.

      4. Die strategische Entsprechung
      Regionalliga heißt ein Spielverlauf der dem der Profis näher kommt als es in der 3. Liga der Fall ist.
      Die strategische Ausrichtung eines Ballbesitzspiels (welches der Situation der Profis entspricht) kann beibehalten werden & kommt so den spezifischen Anforderungen der Profis näher.

      5. Der Wiederaufstieg
      Why not?

      1. Interessante Punkte!
        Nachteilig ist aber, dass du einen Musiala, Singh etc. aus der Regionalliga in die Buli sehr hoch holen musst. Umgekehrt musst du ein junges Profi Talent 3 Ligen abwärts parken. Nicht glücklich. Ich sehe die Chancen der 3. Liga größer als die Nachteile.

  6. Ausgerechnet Hr. Ahrens machte gestern einen Vorschlag, der zwar Zerrissen wurde, mich aber zum Nachdenken brachte. Was wäre, wenn Lewandowski freiwillig auf den neuen Torrekord verzichtet? Aus Respekt vor der Geschichte des Vereins und der Person Gerd Müller.

    Ich persönlich fand seine Aktion gestern mit dem Trikot sehr stark und hätte ihm das überhaupt nicht zugetraut. Ich kann die Logik etwas nachvollziehen: Lewa ist eine perfekt geölte Maschine und 100%-Profi, wird aber vermutlich nie in den Top 50 der Lieblingsspieler bei den Bayern-Fans sein. Mit so einer Aktion würde er sich auf eine eigene Art und Weise unsterblich machen, von der man 40 Jahre später vermutlich immer noch sprechen wird. Und das nicht bemitleidenswert, denn jeder weiß, welche historische Leistung Lewa vollbracht hatte. Aber in Zeiten der nie endenden Rekorde und “immer besser immer weiter” wäre das eine seltene Geste der Bescheidenheit.
    Ich persönlich habe die Zeit Gerd Müllers nie erlebt, bin hier also nicht biased und freue mich auch, wenn ich Zeitzeuge der 41 Tore sein darf. Ich fand es trotzdem einen interessanten Gedanken. Was meint Ihr?

    Antwortsymbol16 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Mit einem freiwilligen Verzicht von Lewandowski wäre mMn der dann weiterbestehende Rekord von Müller mit einem Makel behaftet. Er wäre dann nämlich weiterhin in der Rekordliste, weil ein anderer ihm das “geschenkt” hat. Für Lewandowskis Standing wäre es möglicherweise gut. Er muss trotzdem mMn versuchen, am Samstag noch einmal so zu spielen, wie er es die ganze Saison über getan hat. Wenn er dabei leer ausgeht, ist es in Ordnung und wenn er noch ein Tor oder mehrere erzielt, dann ist er eben alleine Rekordhalter.
      Gerd Müller wird doch auch nicht aus den Geschichtsbüchern gestrichen, wenn Lewandowski ihn überbieten sollte. Er bleibt zu 100% der erfolgreichste Torschütze in der Geschichte des FCB und er wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch der erfolgreichste Torschütze der Bundesligageschichte bleiben. Das sind doch viel wichtigere und aussagekräftigere Auszeichnungen für einen Torjäger, oder?
      Ich versuche mal, ein Beispiel aus einer anderen Sportart zu finden:
      Roger Federer kündigt an, dass er sein letztes Wimbledon spielen wird und zieht noch einmal ins Finale ein. Dort trifft er auf Djokovic. Djokovic gewinnt die ersten beiden Sätze und liegt auch im dritten Satz vorn. Er beschließt aus Respekt vor Federer, das Spiel nicht zu gewinnen und gibt auf. Würde Federer sich über seinen Titel dann genauso freuen? Djokovic würde dafür wohl gefeiert werden. Im Sinne des Sportes ist es nicht.
      Ich verstehe jeden, der sagt, er möchte, dass Gerd Müller für immer den Rekord über die meisten Tore in einer Saison hält. Sollte sich Lewandowski diese Woche verletzen und nicht spielen können, wäre das bitter, würde aber eine etwas im Sport normales darstellen. Sollte er spielen und nicht treffen, dann wäre das auch in Ordnung. Sollte er allerdings freiwillig nicht spielen oder absichtlich Chancen vergeben, dann wäre das für mich nicht angemessen.

    2. Man kann das eine wie das andere nachvollziehen. Es kommt wie es kommt.
      Von einem Leistungssportler kann man nicht erwarten das er zurückzieht. Hätte Gerd Müller auch nicht gemacht. Ob Lewa nun den Rekord bricht wird auch nicht den Legendenstatus von Müller ändern. Er ist und bleibt der grösste. Thomas Müller hat es doch gestern perfekt beschrieben.
      Man muss ja nur die Quoten ansehen und nicht die absoluten Zahlen.
      Würde mich eher freuen wenn Lewa bei seinen Gehaltsforderungen für eine Verlängerung bescheiden bleibt, was ich aber nicht glaube. Er wird als Ballon d‘or und Weltfussballer sehr hohe Forderungen stellen und der Club wird sich überlegen müssen ob man ihn 2022 bei entsprechendem Angebot verkauft und dann Haaland verpflichtet, oder ihn bis 2023 hält und ablösefrei gehen lässt.

      Wäre doch schön wenn Haaland dann den Rekord wieder brechen würde- bei uns im Team natürlich.

    3. Was würde Gerd Müller dazu sagen?
      Vermutlich: Ja, spinnts ihr denn??
      Ehrlich gesagt empfinde ich den Gedanken geradezu als eine Verhöhnung alles dessen was Gerd Müller war und wofür er stand.
      Lewandowski wird das letzte Spiel wie immer als Sportsmann angehen. Danach gibt es entweder zwei Rekordler oder einen neuen Rekord. Beides wird wunderbar sein.

      1. Sehr gut beschrieben BM, denn genau so sieht’s aus!!!!

        Hab den Müller noch aktiv spielen sehen und er und Sepp Maier waren immer meine Lieblingsspieler zu der Zeit.

        Ich glaub auch, dass der Gerd das nicht gewollt hätte, dass Lewy freiwillig auf das 41. Tor verzichtet. Wobei Turbo Batzi nicht ganz Unrecht hat, der Legendenstatus von Lewy würde sprunghaft nach oben schießen. Allerdings hat die T-Shirt Aktion, ihm schon einiges an Sympathie eingebracht! Fand ich echt stark von ihm!

    4. Abgesehen davon, dass der Gedanke an sich schon absurd ist.
      Aber wie sollte das praktisch aussehen? Lewy teilt der Mannschaft und dem Trainer vor dem Anpfiff mit, er wolle aus irgendwelchen Gründen heute kein Tor schießen. Was macht man dann mit einem solchen Spieler?
      Alle spielen also wie gewohnt, nur Lewy versemmelt absichtlich alle Toraktionen? Schießt absichtlich vorbei, tritt über den Ball? Abgesehen davon, dass jahrelang geübte Reflexe sich nicht so einfach abstellen lassen, was für ein unwürdiges Schauspiel wäre das denn?
      Oder soll man ihn besser gar nicht anspielen? Steht er dann am besten bewegungslos am Mittelkreis, damit auch ja nix passiert?
      Nur mal so, in einem anderen Zusammenhang würde man das Spielmanipulation nennen und gegen den Betreffenden ermitteln.
      Funktionieren würde das nur, wenn er erklärt freiwillig nicht spielen zu wollen. Und wäre das dann noch so toll? Ein Spieler der 20 Miox verdient, will nicht spielen wegen irgendwelcher Befindlichkeiten? Und was wäre mit den Millionen Bayernfans, die diese Befindlichkeit ganz und gar nicht teilen? Dürften die sich dann veralbert vorkommen?
      Also für mich ein vollkommen undenkbarer Vorgang. Würde man da übrigens auch nur eine Sekunde drüber diskutieren, wenn es für uns am letzten Spieltag noch um die Meisterschaft ginge?

      1. Könnte nur funktionieren, wenn er gar nicht spielt. Sollte er allerdings fit sein und freiwillig auf die Möglichkeit verzichten, alleiniger Rekordhalter zu werden, würde ich mir Sorgen um ihn machen.

    5. Gerd Müller hat seinerzeit auch nicht zurückgesteckt, um den Rekord von jemand anderem zu schonen. Allein der Gedanke daran ist mit Leistungssport völlig unvereinbar, und ein freiwilliger Verzicht auf das Brechen eines Rekords hätte etwas total aufgesetztes, was den Spieler nicht unbedingt sympathischer machen würde. Lewandowski hat es meiner Ansicht nach absolut richtig gemacht: spielen wie immer, Torchancen nutzen, und wenn es am Ende reicht, dem bisherigen Rekordhalter einen persönlichen Tribut zollen. Dessen Stellung in der Vereinsgeschichte wird dadurch ja auch überhaupt nicht gemindert.

      1. Rekorde sind dazu da, um gebrochen zu werden. Also für Leistungssportler auch als Motivation und Ziel. Zudem nimmt es dem großen Gerd kein bisschen was von seinem Legendenstatus, wenn Lewy jetzt 41 oder 42 Tore schießt.

      2. Ohne den Rekord der meisten erzielten Tore in einer Saison irgendwie schmälern zu wollen:
        Es ist nicht der wichtigste Rekord den es in der Bundesliga gibt. Ein fußballbegeisterter Fan aus dem Ausland oder ein Kind, das beginnt, sich für Fußball zu interessieren, wird sicherlich nicht als erstes Fragen: “Wer schoss eigentlich in der Bundesliga die meisten Tore in einer Saison?”
        Da stehen andere Fragen weiter vorne im Ranking, z.B.:
        “Wer hat die meisten Spiele gemacht?”
        “Wer hat die meisten Tore überhaupt geschossen?”
        “Wer wurde am öftesten Meister?”
        “Wer schoss die meistens Tore für Verein xy?”
        Alleine deshalb bleibt Müller unsterblich, weil Lewandowski Müller wohl seine 365 Tore nicht abspenstig machen wird. Selbst wenn er das auch noch schaffen sollte, wird Müller zumindest der Rekordtorschütze des FC Bayern bleiben.
        Ich würde es Lewandowski gönnen, zumindest diesen einen Rekord alleine zu beanspruchen. Ein paar Dinge, die Müller schaffte werden sowieso unerreichbar bleiben. Hat es eigentlich schon jemand anderes geschafft, das entscheidende Tor zum WM-Gewinn im Stadion des Heimatvereins zu erzielen?

      3. Individualrekorde haben damals im Fußball eine etwas geringere Rolle als heute gespielt. Bei den 40 Toren war auf jeden Fall die Stimmung eher “super; Mund abputzen; weitermachen”. Was wirklich zählte, waren Titel. Zudem wusste man ja nicht, ob Müller, der damals mit 26 Jahren keineswegs bereits den Zenit seiner Karriere überschritten und zwei Jahre zuvor schon 38 Treffer erzielt hatte, nicht mit weiteren Bestmarken nachlegen würde. Also einen Riesen-Hype gab’s nicht deswegen. Im Rückblick mag Gerd Müller sich gelegentlich daran erwärmt haben, aber ewig hält die Genugtuung darüber sicher auch nicht. Und dann kommen andere mit neuen Rekorden – oder auch nicht; der normale Gang der Dinge.

        Schön ist es, dass er nicht in Vergessenheit gerät. Und dass Lewandowski ihn gestern zum genau richtigen Zeitpunkt gewürdigt hat. Wenn er es selbst wohl nicht mehr mitbekommt (was kein Grund gewesen wäre, es zu unterlassen), so ist es doch auch für seine Familie eine schöne Geste. Gut gemacht!

      4. @Willi, den Status hat Müller meiner Recherche nach tatsächlich alleine. Ist v.a. schwierig zu schaffen, weil so viele Stadien ausschliesslich für die Nationalelf benutzt werden oder früher speziell für die WMs gebaut wurden. 1930 haben zwei Uruguayer im damals brandneuen Stadion in Montevideo getroffen, deren Vereine dann auch am selben Ort gespielt haben, aber eben erst später. So gesehen hatte Müller Glück, dass das Münchner Stadion schon für Olympia gebaut worden war, und er sich noch zwei Jahre dort eingewöhnen konnte. Geographisch am nächsten ist dem ansonsten Geoff Hurst gekommen, der sein Wembley-Tor einige Kilometer von der Vereinsspielstätte erzielte.

      5. @Horst Mohammed: danke für deine Recherche. Mario Kempes passt auch noch mit zwei zugedrückten Augen in diese Statistik. Das Finale 1978 fand im Stadion von River Plate statt. Kempes spielte allerdings erst später in der Saison 1981/82 für River Plate.

      6. @willythegreat Wobei die 365 Tore jetzt auch nicht mehr völlig unrealistisch sind. Lewy fehlen noch 90, ich würde ihm durchaus noch 4 Spielzeiten (dann ist er 36) mit im Schnitt 22,5 Toren zutrauen – sein Körper ist ja prädestiniert dafür relativ lange ein sehr hohes Niveau zu bringen. Und bei Bayern drängt sich ja bisher auch kein Spieler auf wegen dem man von einer Verlängerung absehen sollte.
        Wenn ihn keine größere Verletzung aus der Bahn wirft wäre das durchaus denkbar…

    6. Denke auch das Lewa ganz sicher nicht mit Absicht auf den alleinigen Rekord verzichten wird und das auch vollkommen zurecht, da er sich diesen redlich verdient hat. Die Geste an Gerd war genau das Richtige, viel besser als aus Respekt kein Tor für den Verein zu erzielen den eben jener Müller mit groß gemacht hat.
      Ich werde ihm jedenfalls gegen den FCA die Daumen drücken, dass er erneut trifft und sich den Rekord schnappt. Wie lange dieser dann bestand hat? Wer weiß, wobei ich mir leider vorstellen kann, dass sofern Rose nicht grandios scheitert und Haaland verletzungsfrei bleibt, es schon nächste Saison erneut eng für die 40 Tore werden kann und dann werden wir uns über jedes Tor dass den Rekord bei unseren Bayern hält sehr freuen. Wobei ich mir auch gut Vorstellen kann das gerade Haaland Lewi auch ein Stück weit gepusht hat, einfach um zu Zeigen ich bin noch immer besser als das neue Wunderkind.

      1. Ich verstehe nicht, wie man überhaupt auf den Gedanken kommen kann, es sei “respektvoll” oder etwas warum auch immer wertvolles, den Rekord von Gerd Müller nicht zu übertreffen. Ist für mich mit dem Gedanken von fairem sportlichem Wettbewerb nicht zu vereinbaren.
        Und der “Bomber” selbst sieht das mit Sicherheit genauso, auch wenn er es wohl leider nicht mehr artikulieren kann.

    7. wird aber vermutlich nie in den Top 50 der Lieblingsspieler bei den Bayern-Fans sein

      Wie kommst Du zu dieser exklusiven Einschätzung? Er ist sicher nicht der volksnahe Typ wie Schweini oder Fronck, aber das waren Lahm und Robben auch nicht.

      Für die Top 10 wird es sicher nicht reichen – einverstanden. Für die Top50 aber locker.

      Ein “freiwilliger Verzicht” wäre mMn eine Art von Mitleidsbonus und daher nicht sportlich.

      Ich denke, dass Gerd für 90% aller Bayern-Fans immer der Stürmer Nummer 1 bleiben wird, auch ohne diesen Rekord.

  7. Daniel Bertoni markierte 1978 den 3:1 Endstand. Er war somit wie Hurst 1966 in seiner Heimatstadt erfolgreich, wenngleich eben nicht im Heimatstadion, denn er spielte für Indipendiente Bueonos Aires und nicht für River Plate.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sollte als Ergänzung weiter oben stehen, sorry. Horst Mohammed und ich haben recherchiert und rausgefunden, dass Gerd Müller als einziger Spieler der Geschichte bisher das Siegtor bei einer WM im eigenen Stadion erzielt hat. Diesen Rekord wird er wohl noch eine zeitlang behalten.

      1. Die Nationalmannschaftshistorie wird etwas sein, wobei Lewy nie mit Gerd wird mithalten können. Logisch.
        Nicht nur das Tor im Endspiel ist beeindruckend. Seine Bilanz in Entscheidungsspielen bei Turnieren ist unglaublich.
        Gerd hat an drei großen Turnieren teilgenommen. Bei den ersten beiden (WM 70, EM 72) war er Torschützenkönig.
        Bei der WM 70 traf er dabei im Viertelfinale und im Halbfinale. Bei der EM 72 traf er im VF, HF und Finale.
        1974 traf er im (faktischen) HF gegen Polen und im Endspiel.
        Einzig das Spiel um Platz 3 in Mexiko verlief ohne Müllertor.
        Wäre interessant, ob es noch einen anderen Spieler gibt, der ähnliches erreicht hat.

      2. Zwischen 1966 und 1976 hat Gerd Müller an 10 Endspielen teilgenommen und alle (mit-)gewonnen. Treffer: ebenfalls 10.
        DFB-Pokal: 4 Finals/ 4 Tore
        Europapokal: 4 / 3
        WM/EM: 2 / 3

      3. @Jep und Jo: Und daran sieht man mMn, dass verlorene Rekorde am Status von Gerd Müller nicht kratzen können. Rein beim Blick in die Statistik des DFB steht da folgendes: meiste Länderspieltore: Miroslav Klose, meiste Tore bei Weltmeisterschaften: Miroslav Klose. Wir alle wissen natürlich, wie man diese Rekorde bewerten muss: Klose machte 71 Tore in 137 Spielen, während Müller bei seinen 68 Tore nur 62mal für den DFB auflief. Klose spielte bei 4 Weltmeisterschaften mit und machte 16 Tore in 24 Spielen, während Müller nur 2 Turniere vergönnt waren, bei denen er 14 Tore in 13 Spielen machte.
        Was ich damit eigentlich sagen will: Der Verlust dieser Rekorde hat Müller keinen Millimeter von seinem Sockel bewegt. Es käme niemand auf die Idee, Klose deswegen als besten Stürmer der DFB-Geschichte zu bezeichnen. So würde es auch sein, wenn Lewandowski am Samstag noch mindestens ein Tor gelingen sollte.

      4. @willythegreat: “Klose spielte bei 4 Weltmeisterschaften mit und machte 16 Tore in 24 Spielen, während Müller nur 2 Turniere vergönnt waren, bei denen er 14 Tore in 13 Spielen machte.”

        Die Steigerung der Rekorde geht so:
        Just Fontaine (FRA) 13 Tore in 1 WM (’58)
        Gerd Müller  14 Tore in 2 WM (’70, ’74)
        Ronaldo (BRA) 15 T. in 3 WM (’98, ’02, ’06)
        Klose 16 Tore in 4 WM (’02, ’06, ’10, ’14)

        Hier spielt natürlich die erheblich höhere Trefferquote bei den länger zurückliegenden Turnieren eine Rolle. Zum Beispiel:
        1958 3,6 Tore pro Spiel
        1970 2,97
        2010 2,27

  8. Versteh das Problem nicht. Lewy hat den Rekord geknackt mit harter Arbeit und Gerd Tribut gezollt. Warum sollte er darauf verzichten? Vollkommen unlogisch.

  9. Glückwunsch an den HSV!
    Zum dritten Mal in Folge den Klassenerhalt geschafft. :-D

  10. Es ist zwar jetzt völlig bedeutungslos, aber dass Gnabrys Treffer wegen “abseits” annulliert wurde, ist völlig hirnrissig. So was muss einfach gleiche Höhe sein, eine Kalibrierungslinie am großen Zehennagel ist absurd. Und irgendwann gab’s doch noch die Anweisung “im Zweifel für den Stürmer”, oder?!

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Hatten wir schon mehrmals. Die Anzahl der aberkannten Tore aufgrund von “Abseits” ist gelinde gesagt, absurd.
      Fällt bei unserem Team meist nicht so ins Gewicht, deswegen interessiert es auch niemanden. Aber wehe, Bayern erzielt den Siegtreffer mit einer knappen Entscheidung.

  11. Anderes Thema: Das 2:2 im Derby leider nur ein Achtungserfolg – reicht vielleicht, um den Aufstieg der Turner zu verhindern aber wohl nicht den eigenen Abstieg…

    … und Hermann Gerland verläßt den Verein ganz. Ich dachte, der geht halt zurück “in den Campus”.
    Ob das sportlich auf Sicht irgendwelche negativen Auswirkungen hat – er wird ja auch nicht jünger – weiß ich nicht. Eher nicht. Schlau finde ich das dennoch nicht von Verein und, wenn er denn seine Finger im Spiel hatte, Nagelsmann. Die Entrüstung unter den “Traditionalisten” wird riesig sein (ich prophezeie, dass wir das hier auch schon zu lesen bekommen). Und das neue Trainerteam startet sympathie-mäßig “below zero” – was das in Verbindung mit dem unter den emotional aufgeladenen Fans besonders ausgeprägten confirmation bias bewirken kann, haben wir hier auch schon mehrmals erlebt.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Jo in Bezug auf Gerland hätte man der “confirmation bias” vorbeugen können, indem man Gründe dafür kundtut, warum er den Verein verlässt. Vielleicht kommt dies ja auch noch. So macht es einen wirklich traurigen Eindruck, zusammen mit dem Ausscheiden von Klose, welches ebenfalls (Kloses Aussagen nach) kaum bzw. schlecht kommuniziert wurde, präsentiert sich der Verein momentan doch sehr unglücklich.
      Ich finde es ehrlich gesagt traurig, dass Hermann den Verein verlässt, sicherlich lässt sich unsererseits nicht feststellen welchen “Mehrwert” er noch hatte, aber rein emotional ist das eine unschöne Nummer.

    2. Es wird elementar sein, wie man das kommuniziert bekommt. Bisher offensichtlich gar nicht.
      Objektiv gesehen sollte es jetzt keinen allzu großen Unterschied machen, wenn ein Co-Trainer geht. Allerdings ist Gerland auf seine Weise natürlich eine Vereinslegende und da wird man sehr genau beobachten, wie man seinen Abschied gestaltet.
      Da er seinen Vertrag nicht zu Ende bringt und offenbar auch nicht noch an den Ruhestand denkt, wirft das natürlich Fragen bezüglich des Abgangs auf. Der Oldtimer Gerland wird wohl sicher nicht spontan eine neue Herausforderung suchen. Ich hoffe das endet nicht ähnlich angefressen wie bei Klose.
      Und ja das könnte durchaus den Start von Nagelsmann trüben. Wenn der Eindruck rüberkommt, dass Gerland von Nagelsmann “rasiert ” wurde? Naja. Dazu muss man auch im Hinterkopf haben, dass Gerland zumindest auch bei der alten Garde in der Mannschaft ein gutes Standing hat.
      Wahrscheinlich wäre es klüger gewesen, man hätte Gerland seinen Vertrag erfüllen lassen, ihn mit Nagelsmann zusammenarbeiten lassen und ihn nächstes Jahr in allen Ehren verabschiedet.
      Außer natürlich, und das wäre die schlechteste Version, das Tischtuch zwischen dem ganzen Trainerteam (Flick, Klose, Gerland) und gewissen Vereinsverantwortlichen wäre derart zerschnitten, dass das gar nicht mehr infrage käme.

  12. Weshalb Martinez keine Einsatzminuten bekommen hat ist mir unbegreiflich. Der Spielstand bei 2:1 hätte es locker hergegeben. Ein derart verdienstvoller Spieler hat zum Abschied weit mehr verdient.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Was hier abläuft ist der unwürdigste Umgang mit einem verdienstvollen Spieler, den ich seit langem erlebt habe. In seinem ausführlichen Interview im kicker hat Martinez gesagt, dass ihm auch die Kurzeinsätze in dieser Saison noch Spaß gemacht haben, vor allem weil er so zeigen konnte, dass er der Mannschaft noch helfen kann. Ihm nicht einmal diese Freude zu gönnen obwohl das Wechselkontingent nicht ausgeschöpft war, lässt sich für mich durch nichts entschuldigen.

    2. Konnte das auch nicht nachvollziehen. Hat der Hansi das nicht auf der Uhr, dass nicht nur seine beiden Lieblinge Jerome und David, sondern auch der Javi geht? Aus meiner Sicht gehört Javi im letzten Spiel in die Startelf.

      1. Aufgrund seiner Verdienste und seiner tadellosen Einstellung auch in für ihn widrigen Zeiten hätte er von den drei Abgängen den Startelfeinsatz sogar mit Abstand am meisten verdient. Die Gründe für Alabas Wechsel brauchen wir hier nicht noch einmal aufwärmen und das für Boateng der Erfolg der Mannschaft über allem steht, hat er zumindest 2019 in der Endphase der Saison nicht bewiesen. Wenn Flick Alaba und Boateng von Beginn an bringt und Martinez nicht, dann würde das auch viel über ihn aussagen.

    3. Ich gehe schon davon aus, dass der Javi am Samstag in der Startelf steht. Alles andere wäre nicht vermittelbar.

      1. Ich hoffe es sehr. Aber nachdem Alaba die letzten Spiele im MF gemacht hat, wird die 6 wohl Kimmich/Alaba sein.

        Dass Boateng in der IV starten wird, denke ich ist fix. Ich fürchte dass somit in Hansis Welt kein Platz für Javi ist.

        Ich sage es nochmals: absolut unwürdig, was sich Martinez hier zum Schluss noch anschauen lassen muss.

      2. @Roland: ich wage sogar zu behaupten, dass es bei einer einigermaßen vernünftigen Anzahl an Einsätzen über die Saison hinweg evtl sogar noch die Möglichkeit für eine Vertragsverlängerung gegeben hätte.
        Wann durfte er denn spielen?
        Entweder als Abräumer bei einer knappen Führung oder als Brecher gegen PSG, weil es aus Verletzungsgründen keine andere Option gab.
        Der einzige Startelfeinsatz war gegen Union in Folge einer Totalrotation, die sogar Dantas und Stanisic in die Startelf spülte. Wäre das Spiel eine Woche später gewesen, dann wäre wahrscheinlich auch hier Nianzou statt Javi aufgelaufen.
        In Mainz war es übrigens wie in Freiburg. Javi 90 Minuten auf der Bank, obwohl er ausgeruht war und fast die gesamte Mannschaft bodenlose schwach spielte.

      3. Könnte mir das auch vorstellen. Also dass es einen Deal gibt, dass Javi am Samstag von Beginn an randarf. Etwas anderes wäre ein wirklicher Schlag ins Gesicht für einen verdienten Spieler unseres Teams.

      4. Es liegt in der Hand genau eines Mannes ob Martinez den Abschied bekommt, den er verdient oder eben nicht.
        Ich bin gespannt.

      5. @willythegreat:

        Kann dir nur beipflichten.

        Wirklich schade. Habe in den letzten Jahren selten charakterfestere Spieler als Martinez gesehen. Super Typ!

  13. https://www.kicker.de/nach-25-jahren-gerland-verlaesst-fc-bayern-vorzeitig-805050/artikel

    >> Gerland, für den der neue Bayern-Trainer Julian Nagelsmann angeblich keinen Platz sieht, wird keinen neuen Posten im Klub übernehmen, sondern den Verein verlassen und für einen anderen Job bereitstehen. Für den Ruhestand fühlt sich dieser nimmermüde Fußballliebhaber sicher noch zu fit… <<

    Sollte das stimmen, und Nagelsmann keinen Platz für den Tiger sieht, fände ich das extrem bedenklich und traurig. Schließlich galt Gerland bei jedem neuen Trainer immer als Bindeglied zwischen Mannschaft, Staff und dem ganzen Verein!
    Brazzo, Kahn und Nagelsmann scheinen alles auf links drehen zu wollen. Erinnert mich ein bissl an Klinsmann :(
    Hoffentlich nicht mit dem gleichen Ergebnis!

    Antwortsymbol20 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Brazzo MUSS weg!

      Mehr will und brauch ich nicht zu sagen/schreiben.

    2. Sehr seltsam.
      Liegt es an Salihamidzic würde es mich nicht überraschen wäre fast schon o.k. da ich da sowieso nichts mehr erwarte.
      Liegt es an Nagelsmann wäre es bedenklich. Das wäre ein denkbar schlechter Einstand und würde von erstaunlich wenig Einfühlungsvermögen zeugen.

    3. Wenn der Tiger nicht mit Nagelsmann oder Nagelsmann nicht unbedingt mit dem Tiger arbeiten möchte, finde ich das legitim. Die beiden kennen sich nicht, die Beziehung Trainer-CoTrainer ist aber eine recht enge, wo man persönlich und fachlich auf einer Wellenlänge sein sollte.

      Der springende Punkt ist ja eher, dass er den Verein nach zig Jahren und unterschiedlichsten Aufgaben verlässt – und das nicht um in Rente zu gehen. Wie ist das zu verstehen? Warum nicht zurück zum Campus? Warum nicht ins Trainerteam der Ammas? Soll es hier etwa um eine “neue Herausforderung” samt Umzug mit Mitte 60 gehen?! Kann ich mir schwer vorstellen. Es schwirrten ja schon nach Eskalation des Brazzo-Flick-Theaters und der Äußerung Kloses Gerüchte durch die Gegend, dass der Tiger keine Lust mehr hätte.

      Da ja nun neulich lang und breit kommuniziert wurde, dass beim FC Bayern Entscheidungen stets sachorientiert und gemeinsam getroffen werden, bin ich doch höchst gespannt, was hierzu verlautbart werden wird. Oder ob man das Feld am Ende doch wieder den Medien überlassen wird, um dann völlig entrüstet auf das Feuerwerk zu reagieren.

      Mein Tipp: “Die Entscheidung hat der Aufsichtsrat getroffen”. ;)

    4. Miro Klose dürfte wohl Hansi Flick zum DFB folgen.
      Der Brazzo-Mähdrescher macht auch vorm Tiger nicht halt.
      Wenn der Sportvorstend sich auch mit Nagelsmann verkracht, sollten Brazzos Tage gezählt sein. Als Ex-HSV-Spieler kann er vielleicht im Norden eine sinnvolle Anschlussverwendung finden.

      1. Brazzo-Mähdrescher :-)

    5. Ganz so einfach ist es vielleicht nicht. Das Interview von Klose fand ich zumindest befremdlich. Entweder muss da gravierendes vorgefallen sein oder Klose ist dann vielleicht doch übers Ziel hinaus geschossen.

      Zu Gerland: hier kann man nur Vermutungen anstellen. Eine, die man nicht so gerne hört, ist folgende: Gerland wurde im Zuge des Rassismus Vorwurf auch genannt als derjenige, der die Hand über den Trainer gehalten haben soll. Ihn jetzt wieder dort als Leiter einzusetzen, wäre zumindest schwierig. Dass Nagelsmann ihn nicht in seinem Team sieht, kann man bedauern, sollte man ihm aber zugestehen.

      1. @Fänger

        Ich schließe mich dir an. Der Campus wäre neben der Co Trainertätigkeit die einzigen Arbeitsbereiche des Tigers.

        Ob er bei den Amas unterkommen könnte ist angesichts dessen das einige neue Trainer in die Jugendbereiche kommen, ziemlich schwierig. Zumal auch die Co Trainer von Holger Seitz, Martin Lanzinger und Dirk Teschke auch derzeit ohne genauere Angaben für nächste Saison da sind.

        Einer Rückkehr als alter Leiter des Campus steht aus meiner Sicht das was im Sommer letztes Jahr aufgedeckt wurde, entgegen.

        Vielleicht findet der Verein einen neuen Job für den Tiger, wäre schön.

        Das Interview von Klose wirkt für mich befremdlich. Ich denke er geht mit Flick zum DFB.

        Aber das kann man auch entspannter kommunizieren, als nur über den kicker..

      2. Man kann im Sinne der handelnden Personen im Verein nur hoffen, dass sie aus Rücksicht auf Klose und Gerland nicht die Hintergründe nennen und offensiver kommunizieren. Die Spekulationen um Gerland gefallen mir zwar gar nicht, ich würde ihn auch gerne als den identitätstiftenden Tiger in Erinnerung behalten, der er immer war. Aber wenn da etwas dran ist, dann wäre es konsequent, hier einen Neuanfang zu machen. Und dass der Verein nicht kommuniziert: “Er war in den Rassismus Skandal am Rande verwickelt” ist ja bei so einem verdienten Mitarbeiter auch klar. Also schweigst du, lavierst rum…Apropos Lavieren: Wenn Kahn sagt er könne “Klose noch nichts versprechen” und Klose daraufhin pikiert reagiert (“er weiß doch, dass ich gehe”), dann kann doch Kahns Aussage auch bedeuten, dass er Klose die Möglichkeit geben wollte, selbst zu kommunizieren und nicht den Eindruck entstehen zu lassen, dass man ihn vor die Tür gesetzt habe. ABER: All das könnte, nein müßte, man doch intern abstimmen: Wer sagt was wann den Medien? Und alleine, dass das nicht offensichtlich nicht passiert, irritiert.

    6. Der Sportvorstand-Azubi Brazzo hat also nicht nur den Hansi vergrault, sondern nun auch Miro und den Tiger. Wenn das nächste Saison nicht läuft, MUSS er weg. Mit diesem Kompetenzgerangel schadet er dem Verein enorm.

      1. Nach fast vier Jahren im Amt ist er kein Azubi mehr. Ergo: Der Welpenschutz, den hier einige ihm ja noch immer gewähren, sollte dann auch endlich mal vorbei sein.

      2. “Der Welpenschutz, den hier einige ihm ja noch immer gewähren, sollte dann auch endlich mal vorbei sein.”
        Wieso? Alle blöd außer Brazzo! So zumindest der Chor seiner Fans.

      3. Komisch.
        “Alle blöd außer Brazzo!” lese ich hier eigentlich gar nicht.
        “Alle blöd außer ich”, das lese ich hier ständig von den üblichen Verdächtigen.

      4. @wohlfarth
        Das ist leserfreundlich zusammengefasst. Manche verfassen seitenlange Beiträge. Ich schaffe das mit vier Worten.

      5. Eindeutig falsch zusammengefasst, was auch Wohlfarths Punkt sein dürfte. ;)

      6. @Tobi
        Vielleicht bist du auch nicht die Zielgruppe? :-)

      7. Die Zusammenfassung ist, völlig unabhängig von Zielgruppen, falsch. ;)

    7. Hier das offizielle Statement:

      https://fcbayern.com/IAous

  14. Da haben unsere Amateure den Abstieg noch mal um eine Woche verschieben können. Mehr dürfte angesichts der Ausgangsposition nicht mehr drin sein.
    Schade, aber mit dem Spiel gestern hat man sich zumindest ein wenig mit erhobenem Haupt verabschieden können. Wie so oft gelingt im Derby eine der besten Saisonleistungen. Während die Blauen in diesem Spiel, auch wie fast immer, ein wenig neben der Spur wirkten.
    Das war über weite Strecken sehr konzentriert, sehr bissig, sehr agil. Chancen aus dem Spiel haben wir erst in den letzten 10 Minuten zugelassen, als so etwas der Tank leer war und die Blauen merkten, dass es auch für sie noch um was ging.
    Wirklich bezeichnend für diese Saison die Gegentore durch die beiden Elfer, die man zwar irgendwie geben kann, aber auch maximal unglücklich waren.
    Auch in diesem Spiel erkennt man wieder das klare Merkmal dieser U23 Mannschaften, die mangelnde Abgezocktheit. Spielen wir schlecht verlieren wir sowieso, spielen wir gut, reicht das noch lange nicht zum Sieg.
    Die Mannschaft wirkt auch so lieb und brav, wenn man z.B. sieht wie wenig da aus gegnerischen Fouls gemacht wird. War übrigens auch neben dem Spielfeld zu sehen. Als man erkennen konnte, wie sehr sich der Schiri an diesem Tag vom Gebrüll auf und jenseits des Platzes beeinflussen ließ, hat die Bank und der Staff der Sechzger durchgehend bei fast allen Aktionen Alarm gemacht, während von unserer Seite sehr wenig kam.
    Sehr unglücklich von unserer Seite auch der Doppelwechsel nach einer Stunde, der unserem Offensivspiel so ziemlich den Stecker gezogen hat.
    Nach dieser Trainerschelte auch mal ein Lob für das Duo. Immerhin haben sie es in ihrer kurzen Amtszeit geschafft, einige Namen neu in die Verlosung zu bringen.
    Sieb schlägt sich auf der undankbaren Position der Sturmspitze nicht schlecht.
    Motika mit einigen hübschen Aktionen in den letzten beiden Spielen.
    Che wirkt vielversprechend und erinnert tatsächlich, wenn es nach seiner Herkunft nach auch fast schon langweilig klingt, ein wenig an Chris Richards.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Hallo Jo,
      während Chris Richards die 11-Freunde-Rubrik “Spieler mit Schlagersängernamen” komplettiert, beflügelt Che eher die Revolutionsromantik… ;-)

      1. Der Fußball der große Völker- und Menschenverbinder. Woanders könntest du sonst Chris Richards und Che in einem Satz unterbringen? ;-)
        Ich sehe da schon große Möglichkeiten am Marketing-Horizont. Der bayrische Che, der Junge der den Fußball revolutionierte!

  15. @Jo

    Gute Zusammenfassung des Spiels :)

    Was ich mich frage ist, auch in Bezug zu Manuel Gräfe, wie um Himmels Willen sollen den die Unparteiischen aus Liga 3 sich für die Bundesliga oder 2.Liga qualifizieren, wenn sie keine Elfmeter erkennen, Tätlichkeiten auch nicht, Vorteil laufen lassen nicht kennen usw.

    Die Amas haben sich selbst in die Situation gebracht, aber was die Saison für Sachen gepfiffen wurden, da kannst du nur den Kopf schütteln.

    Grauenvoll.Da muss es auch nach Leistung gehen und nicht anders.

    Nun zum Positiven:

    Gutes Spiel, endlich wurde gefightet und gekämpft und die Wechsel in der Startelf waren sehr gut.

    Die Wechsel im Spiel nicht wirklich verständlich, aber egal.

    Komisch ist für mich aber, dass keiner der blauen von Platz geflogen ist, weil da haben einige darum gebettet.

    Mund abwischen und so dämlich das anhört, mit so einer Leistung wie gestern geht auch gegen Halle was.

    Ich habe nun etwas Hoffnung geschöpft.

    Che gefällt mir gut, weiter so

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. “Komisch ist für mich aber, dass keiner der blauen von Platz geflogen ist, weil da haben einige darum gebettet.”
      Wie ich schon oben erwähnte, dazu haben wir zu wenig rumgebrüllt und Alarm gemacht. Und das ist leider kein Scherz.

      Die Wechsel hatte ich ja schon kritisiert. Aber eines war dabei klar und auch richtig: Welzmüller musste definitiv vom Platz. Der wäre unweigerlich bei der nächsten Aktion geflogen, weil die Bank von Blau dann wieder derart gepusht hätte, dass der Schiri mit Sicherheit in die Knie gegangen wäre. Das haben Schwarz/Demichelis richtig gelesen.

      Vielleicht lernen wir daraus etwas für den letzten Spieltag. Ich würde da jeden der im Stadion anwesenheitsberechtigt ist mit Kochlöffeln, Mülleimerdeckeln, oder was auch immer Krach machen kann, ausstatten. Wenn schon absteigen, dann mit Schmackes.

  16. […] 40!Lewandowski stellt beim 2:2 in Freiburg mit Müller gleich | ChristopherMSR 206: Klosed Chapters | Justin & ChristopherTränen & Rekorde: 5:2 in der Kür gegen Augsburg | DanielAwards: Nicht eingelöstes Versprechen der Saison 2020/21 | MauriceMSR 207: Hallesta la vista | Justin & ChristopherMiaSanRot-Awards: Instagram-Voting zum Spiel der Saison | Georg […]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Mit dem Absenden deines Kommentars erklärst du dich einverstanden, unsere Community Guidelines zu beachten.