2:0-Arbeitssieg gegen Al-Ahly! Bayern im Finale der FIFA-Klub-WM

Christopher Trenner 08.02.2021

Nachdem im Vorfeld die Anreise-Bedingungen die größte Aufmerksamkeit genossen haben, ging es am Montagabend (endlich) wieder um das sportliche Geschehen.

Dinge, die auffielen

1. Kein Kielbruch

Hansi Flick will den sechsten Titel der Saison gewinnen – das ließ sich bereits in der Aufstellung ablesen. Boateng und Davies standen wieder in der Startelf. Hinzu kam Roca, der erneut Minuten sammeln durfte. Experimente oder gar Rotation gegen einen vermeintlich unterlegenen Gegner wollte Flick nicht riskieren. Dies mag verständlich sein, aber gleichzeitig bleibt die Frage, in welchem Spiel sollen Eric Maxim Choupo-Moting und Douglas Costa sonst starten?

2. Konzentrierter Start

Die Bayern begannen mit viel Tempo und Risiko. Das Steil-und-Klatsch der vergangen Saison ist zurück. Die Flügelstürmer spielen zum Teil sehr eingerückt und versuchen meist im Zusammenspiel mit Müller sich in den Strafraum zu kombinieren. Oftmals mit viel Tempo.

Eigentlich kam dadurch das Stilmittel der Flanke nur selten zum Einsatz. Beim 1:0-Führungstreffer durch Lewandowski war dennoch eine abgefälschte Flanke von Pavard Ausgangspunkt einer guten Kombination im Strafraum.

Das Pressing der Münchner unterstrich die gute Anfangsphase. In vielen Szenen hatten die Bayern hohe Ballgewinne. Al-Ahly kam spielerisch kaum zur Entfaltung. Nur selten zeigte sich der Champions-League-Sieger zu passiv und erlaubte dem Gegner so Möglichkeiten. Roca ließ in der Folge zwei gute Möglichkeiten zur Erhöhung aus.

3. Roca flockig

Der Spanier steht nach wie vor im Fokus. Keine Frage. Die Erwartungshaltungen sind naturgemäß hoch beim FC Bayern. Der Mittelfeldspieler kämpft damit von Beginn an. Gegen Al-Ahly sah man, warum Flick auf seine Dienste vertraut und er dennoch häufig nur die letzte Option im Zentrum ist. Sein Aufbauspiel ist gut bzw. seine vertikalen Pässe nach vorne sogar sehr gut. Hier bringt Roca aber nur wenig mit, was der FC Bayern nicht ohnehin schon von Kimmich bekommt – und Kimmich spielt immer. Häufig versuchten Roca und Kimmich sogar den gleichen Raum zu besetzen.

Defensiv interpretiert Roca die Rolle im Mittelfeld nicht aggressiv genug. Zu häufig rückt er im Pressing nicht raus und eröffnet so dem Gegner Handlungsspielräume. Ein Punkt, der angesichts des fehlenden Trainings erklärbar ist. Aber eben dennoch dazu führt, dass Roca häufig nicht spielt. Zu anfällig ist sonst das defensive Konstrukt.

4. Passive zweite Halbzeit

Zwar hatte die Flick-Elf 13 Torschüsse in den ersten 45 Minuten, aber sie verpasste es die Führung komfortabler zu gestalten. Ein Phänomen, welches die gesamte Saison charakterisiert. In diesem Kalenderjahr fallen die Spiele gegen Augsburg und Freiburg in diese Kategorie. Auffällig war in beiden Spielen, dass die Münchner es nicht mehr vermochten, in den zweiten 45 Minuten ihre Offensive ins Laufen zu bringen. Im Gegenteil: Die Bayern wurden passiv. So auch in diesem Spiel. Die Luft war scheinbar mit dem Halbzeitpfiff raus. Das galt auch für das Halbfinale der Klub-WM. Ohne großen Druck spielten die Münchner nach Hause. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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  1. Also ich habe den Roca sehr gut gesehen. Unser Trainer auch, denn er hat ihn ja fürs Finale geschont. Kimmich braucht ja keine Pausen. Über die Chancenverwertung sag ich lieber gar nix.

  2. Nordish Bayern Nature Seite 08.02.2021 - 21:28

    Guten Abend!
    Die zweite Hälfte war tatsächlich zum Einschlafen, aber das 2:0 könnte ja trotzdem noch erwähnt werden… =)

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Auch völlig verdient,sollte man auch erwähnen :)
      Aber mein Kommentar wird ja erst gefühlt in 4 Tagen freigeschaltet….:(

  3. GestrandetinBerlin Seite 08.02.2021 - 21:43

    Die Inklusion von Rocca ist für mich momentan etwas frustrierend.
    Den Punkt oben, der ja auch im Podcast erwähnt wurde, mit der defensiven Schwäche kann ich zwar in der Theorie nachvollziehen, ich kann aber nicht sehen, wo es bisher praktische Konsequenzen hatte. Im Vergleich dazu haben heute das Aufbauspiel von Alaba und Kimmich den Gegner das ein oder andere Mal eingeladen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob Kimmich die Rolle des Deep lying playmaker so gut draufhat (Tempo Bestimmung finde ich sehr schwierig, Verlagerungen im Spielaufbau finde ich bei Rocca besser), vielleicht will man die Rolle gar nicht so stark haben aber de facto existiert sie ja ständig, egal wer spielt. Will sagen, ich denke schon, dass es eine Rolle für Rocca gäbe (oder von mir aus auch für jemand Neues, wenn Rocca nicht überzeugt aber jemand anderen gibt der aktuelle Kader jedenfalls nicht her).

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    1. Vielleicht hätte Flick gerne mehr Kontrolle im ZM, sieht aber bei Roca nicht die nötige Qualität, um ihn dauerhaft aufzustellen. Sollte Flick auch nächste Saison Trainer sein, wird die nächste Transferphase schon zeigen, wie man sich die künftige Ausrichtung vorstellt. Derzeit sehe ich im Kader jedenfalls nicht die benötigten Spielertypen für Positions- und Ballbesitzspiel.
      Dazu kommt mMn. ein genereller Abfall bzgl. der Qualität am Ball, was die Kaderentwicklung der letzten Zeit betrifft.

    2. Roca hat solide gespielt, aber es war auch kein Gegner, der die Klasse eines Top-Bundesligisten oder CL-Viertelfinalisten hat. Wenn er den Ball hat, dann spielt er brauchbare Pässe, aber defensiv ist er nicht sehr stark. Gestern war auch wieder eine Szene drin, in der ich gedacht habe, dass er deutlich zu spät kommt. Und damit holt er sich halt immer wieder seine Karten ab. Das kann einem Trainer nicht gefallen, weil ein Spieler, der im Zweifelsfall immer wieder rabiate, aber nicht absichtliche Fouls abholt, einfach ein Sicherheitsrisiko ist, denn man muss dann immer damit rechnen, dass er sich mindestens eine gelbe Karte, aber ggf. auch eine zweite im Spiel abholt. In der Hinsicht erinnert er mich an den jungen Boateng, der da in der Hinsicht ja auch nicht immer clever genug war.

      1. Habe Roca gestern auch eher positiv gesehen. Es ist m.E. sehr schwierig abzuschätzen, ob seine Timingprobleme auf fehlende Spielpraxis oder grundsätzliche Mängel zurückzuführen sind (Auch Boateng – und nicht nur der junge – hatte immer mal wieder Phasen, die isoliert betrachtet den geneigten Betrachter schon eine Sekunde vor der Grätsche gnädig die Augen schließen ließen, wie oben zu recht erwähnt.). Ich weiß, dass es langsam nervt: Aber: Thiago wird er nicht so schnell allein ersetzen.

  4. Ein Halbfinale und weitergekommen. Soll erfüllt, jetzt im Endspiel alles nachhause bringen, den Cup holen.

    Am Anfang sind wir absolut seriös gestartet, mit viel Druck. Das Spiel schnell gemacht, oft zu schnell für Al Ahly.
    Folgerichtig die Führung und die absolute Spielkontrolle. Nach einer halben Stunde haben wir dann das Tempo etwas gedrosselt, der Gegner kam etwas besser ins Spiel. Aber kein Problem. Das einzige Problem war der Spielstand. Nach so einer Halbzeit muss man eigentlich höher führen.

    Die Überraschung in der 2.HZ waren dann deutlich mutigere Ägypter, die andeuteten es doch noch mal versuchen zu wollen. Währenddessen ist es uns nicht mehr so richtig gelungen ins Tempo und in die Intensität zu kommen. Altes Fußballregelbuch §3 (oder so) “Runterschalten ist leicht, hochschalten ist schwer.”

    Es entwickelte sich dann ein Spiel, phasenweise fast auf Augenhöhe, ohne das Al Ahly allerdings ernsthafte Torgefahr hätte entwickeln können. Wir leider allerdings auch nicht.
    Erst in der zweiten Hälfte der 2 HZ drehte sich das Ganze wieder deutlich zu unseren Gunsten, da den Ägytern sichtbar die Kräfte schwanden. Von da an war es dann wieder mehr ein Spiel auf ein Tor, allerdings auch ohne größere Torchancen für uns.
    Was wir da teilweise anboten war ein Stück weit dann auch schwere Kost. Eine unfassbare Anzahl an unforced errors, Unkonzentriertheiten etc.
    Letztlich natürlich ein hochverdienter Sieg. Wie erwähnt, wir müssen da eindeutig mehr Tore machen, während Al Ahly über 90 Minuten keine ernsthafte Torchance hatte.

    Die Abwehr souverän, aber auch nicht auf hohem Niveau gefordert. Die AV, über die ja zur Zeit gerne diskutiert wird, bestätigen alle Vorurteile.
    Pavard hinten ziemlich klar und souverän, konnte aber offensiv wenig aus seinen Möglichkeiten machen.
    Davies mit einigen guten Szenen nach vorne, aber defensiv mit einigen fast schon rätselhaft verlorenen Zweikämpfen.
    Kimmich und Roca in der 1.HZ die Dominatoren des Mittelfelds, in der 2.HZ deutlich weniger präsent. Roca deshalb durchaus folgerichtig ausgewechselt, Kimmich mit einer Ansammlung von Fehlern, die bei einem anderen Spieler einen Untersuchungsausschuss zur Folge hätten.

    Offensiv entscheidet der Weltfussballer standesgemäß die Klub-WM. Die Welt wird es registriert haben.

    Gnabry? Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, weil ich mich frage ob das von meiner Seite schon böses Bashing ist. Aber sorry, kannst du dir nicht mehr anschauen. Ich frage mich mittlerweile, ob man ihm mit den permanenten Startelfeinsätzen, trotz Nullleistung einen Gefallen tut. Das ist jetzt zumindest mal mein Versuch, das zu Tode zu jinxen.
    Sane, sicher auch nicht perfekt, wieder mit besserer Leistung. Positiv bleibt natürlich vor allem sein Assist zum zweiten Tor.
    Müller heute auch mit einem gebrauchten Spiel. Irgendwie gingen alle seine Pläne und Bemühungen leider immer daneben. Man muss sagen, Choupo-Moting war heute vergleichsweise eine Verbesserung, mit einigen wirklich schönen Aktionen. Bringt mich zu der These, die ich schon bei seiner Verpflichtung aufgestellt hatte. ECM ist für mich nicht der Spieler der für Lewy spielt, sondern derjenige der an seiner Seite, dahinter oder daneben, spielt.

    Noch kurz zu Al Ahly. Respekt, ich denke sie haben das Beste für sich herausgeholt. Auch sehr angenehm, keine fiesen Fouls, oder Drama-Einlagen. Man merkt, dass sie in ihrer Liga eher Bayern als Atletico sind. Wenn sie noch einen oder zwei durchschlagskräftigen Angreifer gehabt hätten, hätte das durchaus schwieriger werden können.
    In der BL hätten sie sicher größere Probleme, obwohl ich nicht sicher bin, ob sie jetzt weniger Punkte als Schalke, Mainz oder Bielefeld geholt hätten :-)
    Für mich Klub-WM, oder Weltpokal, wie sie sein muss. Jetzt bin ich auf die Mexikaner gespannt.

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    1. Auch so ein Spiel muss man erst mal souverän gewinnen.(5€ fürd Phrasenschwein)
      Palmeiras Sao Paulo hatte dem FCB Rache geschworen – und dann hat es nicht einmal für die Mexikaner gereicht.
      Man hat sich eben schon im Finale gesehen.
      Mal sehen, wie das im Finale mit drei Tagen normalem Ablauf so aussieht.

    2. Ja, die Unkonzentriertheiten waren schon frappierend – evtl. doch ein Folge der holprigen Anreise?

      1. Der Hinweis auf Pavard ist richtig, er macht nicht so viel falsch, aber noch vorne ist das doch sehr dürftig. Dass aus seiner missglückten Flanke ein Tor entsteht, ist doch eher Zufall. Besonders extrem ist der Vergleich mit Kimmich (Ich weiß, der spielt nicht mehr Rechtsverteidiger): Kimmich bringt noch in seinen schlechtesten Phasen aus vergleichbaren Positionen bessere Flanken als Pavard in Hochform.

  5. Servus,

    ich habe mir das Spiel auch angesehen und musste feststellen, dass auch Stimmung in der Bude war, was an den ägyptischen Anhängern gelegen hat. War mal wieder schön, ein Spiel mit richtiger Stimmung zu erleben, als die ohne wie es derzeit ist.

    Ich finde, um nochmal die Diskussion um die Klub WM nochmal aufzunehmen, dass es durchaus ein interessantes Turnier für alle Fans einer Mannschaft sein kann. Der Stellenwert in Europa und in Deutschland ist aber sehr gering, dadurch bedingt fliegt es öfter unter dem Radar.

    ich behaupte, dass so eine Klub WM, wenn sie nicht gerade in Katar stattfindet, sondern z.B. wie 2013 in Marokko, dass das Turnier sowohl für die Fanszene (neues Land, neue Leute, neue Kultur und auch Fankultur), als auch für den Taktikfreund (Unterschiedliche Spielsysteme, Interpretationen, je nach Kontinent usw.) ist.

    Somit wären sicherlich einige Anhänger unseres Vereins zur Klub WM hingefahren, wenn es kein Corona gegeben hätte und es nicht in Katar stattfinden würde.

    Zum Spiel ist anzumerken, dass mir Rocca gut gefallen hat, hatte einige gute Verlagerungen und Aktionen gehabt. Alaba hatte für mich den einen oder anderen Ballverlust zu viel. Coman sehr bemüht und Gnabry war heute recht glücklos, genauso wie Thomas Müller. Pavard hat meiner Meinung nach viel versucht, aber hatte leider kein Glück heute.

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    1. Ich finde auch, dass das Turnier durchaus seine Berechtigung hat. Den Weltpokal gab es ja schon seit 60 Jahren, und ihn zu erweitern mit entsprechenden Meistern aus anderen Kontinenten ist letztlich nur logisch. Bzw. es ist schon gerechtfertigt, dass man da bspw. den afrikanischen Klubmeister miteinbezieht und den “Welt”-pokal nicht nur zwischen Südamerika und Europa ausspielt. Das Format hat daher schon eine gewisse Tradition und ist nicht unbedingt ein neu erfundener Gimmmickpokal.

      Andererseits muss ich auch sagen, dass mich Weltpokal bzw. Klub-WM nie sonderlich interessiert, es sei denn Bayern war mit dabei. Dazu noch Corona/Katar, dann ist natürlich jede Kritik dabei berechtigt.

  6. Das Spiel war symptomatisch für unser Spiel in den letzten Wochen. Chancenwucher en masse. Angriff um Angriff rollte auf das Tor der tapfer verteidigenden und kämpfenden Ägypter aber am Schluss springen nur 2 mickrige Törchen raus. So einen passiven Gegner hätten wir noch im Sommer mit 4-6:0 weggemacht. Ich habe das schon vor Wochen angemerkt: Das Problem ist weniger unsere Defensive, als die Tatsache, dass unsere hochgelobten Offensivspieler, auch schon gegen die Hertha übrigens, das “Lineup of Death” verbreitete da schon lediglich ein laues Lüftchen anstatt eines Offensivsturmes, ihre Überlegenheit nicht in Tore ummünzen. Da passt es entweder im Kopf nicht oder an der Strukturiertheit der vorgetragenen Angriffe. Und so muss man im Prinzip bis zum Schluss zittern, ob der eigentlich an Spielanteilen grotesk unterlegene Gegner nicht doch noch einen Lucky Punch schafft und Kräfte vergeuden, dagegen anzukämpfen anstatt sich auf einem beruhigenden Torevorsprung auszuruhen.

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    1. Derzeit liegt die Torausbeute eher niedriger, als man es von den Chancen her erwarten müsste. Wir hatten in dieser Saison gerade im November und Dezember aber auch einige Spiele drin, in denen wir mehr Tore geschossen haben, als man laut expected goals hätte erwarten dürfen. Mir fällt das von dir angesprochene Problem auch auf, aber noch würde ich sagen, dass das in einen normalen Schwankungsbereich innerhalb einer Saison fällt. Es ist ja glücklicherweise so, dass sich die Mannschaft die Chancen erspielt.

  7. Erste Halbzeit königlich. Zweite Halbzeit königsblau.
    Sa(h)ne-Flanke nötigt Lewi zum 2:0.
    Gegen die Tigres muss eine Steigerung her.

  8. Die Zweikampfquote von Roca ist unterirdisch schlecht. Genauso die von Davies. Die wirklich vielen unnötigen Abspielfehler und Ballverluste von Gnabry Müller und teilweise auch Kimmich kann man sich nicht leisten. Alle laufen mit dem Ball viel zu lange. Das Passspiel ist immer noch unzureichend. Anstatt Al Ahly gnadenlos auszupassen und laufen zu lassen macht man sich die Sache unnötig kompliziert.
    Und dennoch kann das Spiel 5:1 ausgehen.

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    1. Da könnte Roca helfen.
      Spox:
      “Allein in Hälfte eins brachte Roca 95 Prozent seiner Pässe an seine Mitspieler, löste viele Situationen klug und präzise. Nach gut 70 Minuten war sein Arbeitstag beendet. Ein Arbeitstag, der sich als weiterer Schritt nach vorne einordnen lässt, hatte der Oktober-Neuzugang doch schon zuletzt in der Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim eine mehr als zufriedenstellende Leistung abgeliefert und sich ein Sonderlob von Flick abgeholt.”

    2. sicherlich ist eine zweikampfquote von 25% für roca nicht toll, aber er hat eine gute übersicht und ein sicheres passspiel mit einer quote von 93%, was in unserem mittelfeld sehr wichtig für den strukturierten spielaufbau und die beruhigenden ballbesitzphasen ist. gerade defensiv muss roca sich aber noch verbessern, die zweikampfhärte holt man sich am ehesten über spielpraxis…

      1. 25%? Echt jetzt? Das ist für einen 6er schon schwach und bestätigt eher meinen Eindruck, dass ihm da einfach die Cleverness abgeht.

      2. @…..“ zweikampfquote von 25%“
        Wo steht das? Hast Du eine Quellenangabe? Würde mich echt Interessieren. Auch die absolute Zahl.
        3 von. 4 kann eher Zufall sein als 4 von 16.

      3. die 25% zweikampfquote für roca steht bei der spielstatistik auf kicker.de, allerdings ohne absolute werte. so oder so ist sein defensivspiel noch verbesserungswürdig…

  9. Roca fand ich auch eigentlich gut und das Spiel strukturierend, was wir wirklich nötig haben. Ich hoffe, seine Auswechslung war ein Zeichen, dass er auch am Donnerstag ran darf. Hab mich jedenfalls gefreut, ihn in der Startelf zu sehen.
    Andererseits ist es schon richtig zu bemerken, dass alle zu viel mit dem Ball laufen und es zu wenig Pass-Spiel gibt. Das führt zu einer Menge von unnötigen und frühen Ballverlusten schon im Aufbau, auch bei Kimmich – schaut etwas orientierungslos aus, finde ich, und wenig nach Plan. Kein gutes Zeichen im Hinblick auf die CL.

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    1. Alle laufen mit dem Ball zu lange. Das spiegelt sich darin, dass alle ohne den Ball zu wenig laufen.
      So viele Gesten des Ballführenden “wo soll ich denn jetzt hinspielen?” wie gestern habe ich lange nicht gesehen.

      Wobei das in der ersten halben Stunde durchaus gut war. Da wurde schnell gespielt und Al Ahly fast durchweg in Bewegung und außer Atem gehalten.
      Dann wohl die nicht untypische Reaktion: Wir führen. Wir haben das hier total unter Kontrolle. Wir haben bewiesen, dass wir die bessere Mannschaft sind. Da lass uns mal ein wenig langsamer machen, da muss ich doch nicht mehr jeden Laufweg machen oder mich immer anbieten.
      Und so beginnen Spiele zu versanden und einem zwischen den Fingern zu zerinnen.

      1. Wobei ich hier auch anmerken würde, dass zwar der ein oder andere Sprint nicht mehr ganz so intensiv durchgezogen wurde, Al-Ahly zum Ende der ersten und zum Anfang der zweiten Hälfte aber auch einfach viel Glück hatte. Da waren einige Aktionen dabei, wo der Ball ziemlich günstig für sie wegsprang, obwohl sie schlechter gestaffelt waren. Wo Fifty-Fifty Zweikämpfe zu ihren Gunsten ausgingen, wo der Schiedrichter auch die ein oder andere komische Entscheidung traf. Das ist schon ätzend, wenn du gefoult wirst, dann auf einmal mit 4 Mann vorm Ball stehst und wieder zurück wetzen musst, obwohl du genau gesehen hast, dass hier hätte gepfiffen werden müssen – obwohl du vorn liegst und eine Klasse besser bist.

  10. Sieht ausser mir noch jemand ein Problem in unserer Offensive? Wenn man einen Lewandowski hat macht es Sinn die Offensive auf ihn auszurichten. Der Typ trifft und trifft. Andererseits habe ich das Gefühl, dass er wieder vermehrt auf eigene Rechnung spielt (im Gegensatz zum Weltfußballerjahr). Gerade in der Liga habe ich das Gefühl, dass er auf Rekordjagd ist. Auch das weiträumige mitspielen geht ihm nicht mehr so leicht von der Hand.
    Sane ist für mich ein Spieler, der richtig eingesetzt werden muss. Das bedeutet, daß man den Ball so vortragen muss, dass Sane den Ball möglichst erst im letzten Drittel und in einer für ihn guten Position erhält. Als weiträumiger Freigeist taugt er mMn. nicht.
    Unseren Angreifern geht generell ein bisschen die Genialität am Ball ab. Gnabry ist eher geradlinig, aber sehr torgefährlich, wenn in Form. Coman ist am Ball sehr gut, kann gut mitspielen, ist aber dafür nicht so der Torschütze.

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    1. Man darf natürlich auch eines nicht außer Acht lassen – Lewandowski ist der amtierende Weltfußballer. Da hat natürlich jeder Abwehrspieler und jede Abwehr den besonderen Ehrgeiz zu beweisen, dass der kein Tor schießt.

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