Ist schon wieder Umbruch?

Lukas Trenner 01.05.2021

Aktueller Kader

Nach und nach wird klarer, wie der FC Bayern in der kommenden Saison 2021/22 aufgestellt sein wird. Die wohl größte Baustelle nach dem feststehenden Abgang von Hansi Flick wurde mit Julian Nagelsmann schnell wieder geschlossen. Zudem steht bereits seit längeren der Zugang von Dayot Upamecano fest. Dieser Transfer ist dringend notwendig, da mit David Alaba und Jérome Boateng bereits zwei sichere Abgänge in der Verteidigung feststehen.

Ein Blick auf Dienstalter und Einsatzzeiten des aktuellen Kaders (die besonders treuen Leser werden sich an eine Variation dieser Grafik noch erinnern: https://miasanrot.de/stats-im-umbruch/) macht deutlich, dass der Verlust von Boateng und Alaba schwerwiegend sein könnte. Würde Javi Martínez sich den beiden noch anschließen und die Bayern im Sommer verlassen, hätte der FCB drei der aktuell fünf dienstältesten Spieler auf einen Schlag verloren. Aus dem Team, welches 2012/13 das erste Triple nach München holte, blieben nur noch Thomas Müller und Manuel Neuer erhalten.

Insbesondere Alaba und Boateng sind jedoch nicht nur aufgrund ihrer langen Zeit im Bayerntrikot ein folgenreicher Verlust. Beide gehören zudem seit Jahren zur Stammbesetzung und haben so maßgeblich zu den erzielten Erfolgen der vergangenen Jahre beigetragen. Jérome Boateng spielt in der aktuellen Saison im Schnitt 63.4 Minuten pro Spiel. David Alaba sogar 72.2 Minuten.

Spieler-Abgänge

Um diese Zahlen besser ins Verhältnis zu setzen, lohnt sich ein Blick auf die Veränderungen der durchschnittlichen Spielzeit der Spieler im Laufe der Jahre. In der folgenden Tabelle abgebildet finden sich die drei Spieler mit dem jeweils höchsten Rückgang an Spielzeit im Vergleich zur Vorsaison. Spieler, bei welchen dieser Rückgang hauptsächlich durch eine Verletzung erklärt werden kann, sind zusätzlich mit (✚) markiert.

Top Verluste nach Spielzeit

2016/172017/182018/192019/202020/21
M. Benatia
(-28.7)
P. Lahm
(-61.5)
S. Ulreich
(-54.5)
N. Süle (✚)
(-59.1)
Thiago Alcântara
(-52.1)
M. Götze
(-28.1)
M. Neuer (✚)
(-60.9)
S. Rudy
(-44.4)
M. Hummels
(-52.2)
Philippe Coutinho
(-41.6)
K. Coman (✚)
(-22.8)
Xabi Alonso
(-56.1)
C. Tolisso (✚)
(-43.4)
F. Ribéry
(-34.3)
I. Perišić
(-35.4)

Ein genauerer Blick auf diese Tabelle liefert nun einige interessante Einblicke. So ist beispielsweise von dem viel zitierten Umbruch der Bayern nach den Abgängen von Arjen Robben und Franck Ribéry nicht wirklich viel zu sehen. Robben musste seine Spielzeit in seinen letzten beiden Saisons verletzungsbedingt reduzieren und auch Ribéry spielte in seiner letzten Saison nur noch rund ein Drittel der möglichen Spiele.

Ebenfalls auffällig sind die jeweils stärksten Rückgänge in Spielzeit. Der Abgang von Philipp Lahm zur Saison 2017/18 wiegt hier noch am stärksten mit einem Rückgang von etwas über 60 Minuten pro Spiel. Dieser Wert zeigt auch nochmals auf, wie einschneidend die Abgänge von David Alaba und Jérome Boateng sein könnten. Mit 72.2 und 63.4 Minuten liegen sogar beide über dem bisherigen Höchstwert von Lahm. Selbst im Vergleich mit den letzten 15 Bundesliga-Saisons ist dies noch auffällig hoch (die Grafik zeigt jeweils den Spieler mit dem stärksten Rückgang pro Saison):

Kein Verkaufsverein

Seit Lúcio haben die Bayern keinen Spieler mehr verloren, welcher im Schnitt mehr als 70 Minuten pro Spiel auf dem Platz stand. Die Feststellung von Karl-Heinz Rummenigge: “Wir sind ein Einkaufsverein – und kein Verkaufsverein” scheint also auch empirisch schwer widerlegbar. Selbst der Abgang von Kroos ist mit ~60 Minuten noch im mittleren Bereich. Thiago verließ die Bayern nach einer Saison mit knapp über 50 durchschnittlich gespielten Minuten, wobei hier selbstverständlich zu bemerken ist, dass die vergleichsweise geringen Spielanteile hier nur begrenzt mit Qualität und Einfluss korrelierten. Mit Oliver Kahn, Philipp Lahm und Hans-Jörg Butt haben zudem gleich drei Spieler in dieser Liste nach Vertragsende direkt ihre Karriere beendet.

Während der FC Bayern seit 2010 keinen Abgang mit in der Vorsaison mehr als 65 durchschnittlich gespielten Minuten verzeichnete, weißt Borussia Dortmund im Vergleich im selben Zeitraum (seit 2010) nur zwei Jahre auf, in welchen KEIN Spieler mit diesen Kriterien verloren wurde (und selbst in diesen beiden Jahren lagen Roman Weidenfeller und İlkay Gündoğan jeweils nur knapp unterhalb der Marke von durchschnittlich 65 gespielten Minuten).

Eine Erklärung dafür, dass der FC Bayern dies verhindern konnte, ist sicherlich auch der inzwischen deutlich breitere Kader als in der Vergangenheit, wodurch es ganz einfach weniger Spieler gibt, welche an sämtlichen 34 Spieltagen die vollen 90 Minuten spielen müssen. Dennoch finden sich seit 2010 in den Reihen der Bayern immerhin noch 54 Fälle von Spielern mit im Schnitt mindestens 65 gespielten Minuten pro Spiel.

Bleibt die Frage nach dem ersten Halbsatz des eingangs erwähnten Zitats von Rummenigge: “Wir sind ein Einkaufsverein”. Werfen wir also einen kurzen Blick auf die Zugänge, beziehungsweise auf die Spieler, welche ihre Spielanteile signifikant erhöhen konnten.

Top Zugewinne nach Spielzeit

2016/172017/182018/192019/202020/21
M. Hummels
(+64.1)
S. Ulreich
(+63.5)
M. Neuer (✚)
(+59.8)
B. Pavard
(+82.1)
L. Sané
(+49.2)
Javi Martínez (✚)
(+30.4)
N. Süle
(+56.4)
L. Goretzka
(+59.4)
A. Davies
(+63.5)
E. Choupo-Moting
(+23.3)
A. Robben (✚)
(+21.4)
J. Rodríguez
(+47.8)
S. Gnabry
(+52.1)
Philippe Coutinho
(+41.6)
N. Süle (✚)
(+23.2)

Den Top 3 der Triple-Saison 2019/20 ist hier schon zu entnehmen, dass die Premierensaisons von Benjamin Pavard und Alphonso Davies auch im Vergleich mit den Vorsaisons außergewöhnlich erfolgreich waren. Andererseits fällt für die laufende Saison auch auf, dass außer Leroy Sané kein anderer Neuzugang signifikante Spielanteile bekam und Flick somit zu großteilen auf die selben Spieler wie in der Vorsaison baute.

Mit Mats Hummels, Niklas Süle, Leon Goretzka, Serge Gnabry sowie den drei bereits erwähnten Spielern konnte der “Einkaufsverein” im betrachteten Zeitraum insgesamt sieben Spieler verpflichten, welche direkt mindestens ~50% der möglichen Spielzeit erreichten. Es was den Bayern also möglich pro Saison etwas mehr als einen neuen Spieler direkt in das bestehende System einzubinden. Unter Berücksichtigung der nationalen und internationalen Erfolge, sowie der relativ geringen gezahlten Ablösesummen (laut transfermarkt.de im Schnitt 22 Mio. € für die sieben erwähnten Neuzugänge) spricht diese Statistik klar für ein gutes Händchen der jeweils Verantwortlichen (wobei es natürlich auch Negativbeispiele mit höheren Ablösen und/oder geringeren Einsatzzeiten in diesem Zeitraum zu verbuchen gibt).

Kontinuität

Für einen Vergleich der Mannschaftszusammenstellung zwischen verschiedenen Vereinen bedarf es einer aggregierten Kennzahl. Folgende Grafik zeigt die “Kontinuität” im Laufe der Zeit. Ein Wert von 100% bedeutet hierbei, dass jeder einzelne Spieler die exakt gleiche Spielzeit bekommt, wie in der Vorsaison. Ein Wert von 0% steht dementsprechend für das gegenteilige Extrem, dass kein Spieler aus der Vorsaison auch nur eine Minute Spielzeit in der folgenden Saison erhält.

Hier bestätigt sich das allgemeine Bild, wonach es den Bayern in letzter Zeit recht gut gelang den “Umbruch” zu managen und gleichzeitig kompetitiv zu bleiben. Nach dem Motto “never change a winning team” wurde die Mannschaft seit 2010 stets nur punktuell verstärkt.

Insbesondere im Vergleich zu anderen Vereinen der Bundesliga sticht die hohe Kontinuität hervor. Von den Top-Clubs befinden sich einzig Borusisia Dortmund und in letzten Jahren auch Leverkusen in ähnlichen Sphären. Dortmund konnte hierbei trotz des Verlustes einiger Top-Spieler im Laufe der Jahre einen konstanten Kern an Spielern beibehalten. Einzig die Saison 2018/19 sticht hier negativ hervor, als annähernd 10 Spieler abgegeben und durch neue Spieler ersetzt wurden.

Auch liefert die Grafik einen schönen Nachweis für die Arbeit von Felix Magath beim VfL Wolfsburg in der Saison 2007/08, als nahezu die gesamte Mannschaft ausgetauscht wurde. Ebenfalls schön zu sehen ist, dass man sich in Wolfsburg nach dem Gewinn der Meisterschaft in der darauffolgenden Saison offensichtlich dachte, keine personellen Veränderungen durchführen zu müssen, nur um dann die nächste Saison auf Tabellenplatz 9 abzuschließen.

Wie schon nach der letzten Triple-Saison 2012/13 setzte Hansi Flick zwar auch auf Kontinuität, konnte aber dennoch einige neue Akzente setzen. Es wird spannend sein zu sehen, ob und wie sich dieser Trend in der kommenden Saison unter Julian Nagelsmann fortsetzen wird. Die Abgänge insbesondere in der Verteidigung werden den Trainer zwar einerseits zu Anpassungen zwingen, der Corona-bedingt geringe finanzielle Spielraum wird auf der anderen Seite jedoch eine größere Anzahl an Zugängen verhindern.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich der FC Bayern gerade tatsächlich im Umbruch befindet. Dieser Umbruch wird jedoch so gestaltet, dass er keinesfalls von einer Saison auf die nächste vollendet ist. Vielleicht angefangen mit dem Wechsel von Bastian Schweinsteiger 2015 gelang es die Abgänge von Leistungsträgern der letzten Generation über Jahre hinweg zu verteilen. Philipp Lahm, Franck Ribéry und Arjen Robben folgten später. Nun also David Alaba, Jérome Boateng und vielleicht Javi Martínez.

Hervorzuheben ist jedoch, dass es dem FC Bayern nun erstmals seit längerer Zeit nicht mehr gelang, sich schon vor dem Abgang eines oder mehrerer Leistungsträger langsam von diesem zu lösen und dessen Einsatzzeit auf andere Schultern zu verteilen. Julian Nagelsmann wird demnach mit der Aufgabe die Abgänge von Boateng und Alaba wettzumachen vor eine ähnliche Herausforderung gestellt, wie Louis van Gaal damals vor 12 Jahren als Lúcio nach Mailand wechselte.

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— Oliver Kahn

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Munich Legend
  1. Interessante Analyse.
    Das Halten von Leistungsträgern hat den FCB immer von dem Rest der Liga unterschieden. Wenn KHR sagt, der FC Bayern ist kein Verkaufverein, dann meint er sicher nicht das, was gerade passiert: Mit Thiago, Alaba, Boateng (und Trainer Flick) hat der Verein in sehr kurzer Zeit Leistungsträger gehen lassen, die tragende Säulen des Vereins waren. Das ist per se schonmal eine kleine Abkehr von der Philosophie. Hinzu kommt, dass man für diese Spieler fast keinen Gegenwert erhalten hat. Für Thiago gab es eine Ablöse unter Marktwert, Alaba ist sogar der wertvollste Spieler der Fußball-Geschichte, der im Sommer ablösefrei wechseln darf.

    Teilweise kompensiert haben das – wie die Zahlen schön zeigen – eine vergleichsweise günstige Coutinho-Lösung, sowie Pavard und Davies, die voll eingeschlagen haben. Daher ist die Zukunft von Hernandez auch so kritisch für den Verein, denn er muss dringend auf der Minuten-Liste nachrücken, angesichts dessen, was der Verein für ihn investiert hat und er an anderer Stelle nun nicht mehr kann (siehe 6er, 8er Position). Auch der Verbleib von Süle ist hier eine Schlüssel-Personalie, um den anhaltenden qualitativen Aderlass ohne Gegenwert zu stoppen.

    Nagelsmann als Trainer der Rotation kommt dem Verein nun sicherlich entgegen, in der Hoffnung, dass vielleicht ein günstiger Spieler auftaucht, der die Lücken füllt. Allerdings ist die Kader-Situation aus meiner Sicht nicht ganz ohne, und ich bin inzwischen deutlich kritischer, als vor 3 Jahren. Aktuell besteht der Kader aus einer Rumpf-Elf plus 2. Dass ich da Geld für Upa angesichts der bitteren Hernandez Erfahrungen woanders eingesetzt hätte, habe ich mehrmals erwähnt.

    Es bleibt auf jeden Fall spannend und insbesondere Brazzo und Nagelsmann sollten besser seh4 eng abgestimmt sein, angesichts der Weichen, die die nächsten Monate gestellt werden müssen.

  2. Ja sehr guter Artikel mit vielen wichtigen Hinweisen.
    Man sollte nicht vergessen das in der langfristigen Kaderplanung Alaba und Thiago eine wichtige Rolle gespielt haben.
    Alaba wird durch Lucas und Boa durch Upa ersetzt. Omar Richards ist der Backup für Davies. Musiala ersetzt Costa.
    Allein Thiago wurde bisher nicht ansatzweise ersetzt. Es ist jetzt jedem klar das weder Tolisso und Roca nicht den Part des gleichwertigen Rotationsspieler sein können. Es ist absolut notwendig einen erfahrenen guten Spieler für das DM/ZM zu verpflichten. Wenn man jetzt nicht kaufen kann dann zumindest für eine Saison leihen oder ablösefreie Qualität holen.
    Sarr kann noch ein Jahr als Backup versucht werden.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das Problem mit dem Mittelfeldspieler sehe ich genauso. Man hätte es wohl letzten Sommer sogar schon lösen können, denn während des gesamten Sommer-Transferfensters und sogar noch in der Winterpause suchte Inter Mailand händeringend nach einem Abnehmer für Christian Eriksen. Der ist zwar kein 1:1 Ersatz für Thiago, weil er offensiver agiert. Er wäre aber ein sehr spielstarker Mittelfeldspieler gewesen, der uns sicherlich weitergeholfen hätte. Warum er nie ernsthaft in Erwägung gezogen wurde, weiß ich auch nicht. Eine Leihe hätte wohl auch nicht unwesentlich mehr gekostet als die Leihe von Costa. Möglicherweise lag es auch daran, dass Flick stur auf einem vierten Flügelspieler beharrte und alle Transferbemühungen deshalb in diese Richtung liefen. Dabei muss man eigentlich nüchtern betrachtet feststellen, dass wir im Triplejahr auch nur 3 reine Flügelspieler hatten, nämlich Gnabry, Coman und Perisic. Coutinho war definitiv kein reiner Flügelspieler, sondern in der offensive Dreierreihe flexibel einsetzbar mit der Option ihn auch im zentralen Mittelfeld einzusetzen. Durch den Kauf von Sane und den Weggang von Perisic war man wieder bei 3 Flügelspielern und deshalb wäre es mMn sinnvoller gewesen, einen Spieler zu holen, der in der Offensive vielseitig verwendbar ist, aber eben auch im Mittelfeld spielen kann. Auf dem Flügel hätte man neben den drei fest eingeplanten Spielern mit Musiala, Choupo-Moting und im Notfall Müller und Davies sicherlich auch so genug Spieler im Kader gehabt. Eriksen hat sich mittlerweile in Mailand durchgesetzt und wird nicht mehr zu haben sein. Im Sommer hätte man ihn mit Leihe plus Kaufoption für ca. 20 Millionen im Folgejahr bestimmt kriegen können.

      1. Oder Höjbjerg der 15 Mio gekostet hat.
        Zakaria wird jetzt auch nicht mehr kosten.

    2. Bei Alaba würde ich “langfristige Planung” noch mitgehen, Thiago ist mittlerweile allerdings 30, da ist die Zeit auf höchtstem Niveau sicherlich nicht mehr allzu lang. Zwei oder drei Jahre wären aber wahrscheinlich noch drin gewesen. Daher sind beide Agänge natürlich in der Form sehr ärgerlich. Andererseits finde ich es im Fall Alaba schon richtig, dass man dem Zahavi nicht alles durchgehen lässt. Muss sich ja nicht jeder Verein von Typen der Marke Zahavi und Raiolas auf der Nase herumtanzen lassen.

      Persönlich fände ich ja einen Ansatz “So Spieler, wir bieten dir Summe X. Was du davon deinem Berater abgeben möchtest/musst, ist nicht unser Problem.” sehr charmant, ist aber leider wohl nicht realistisch. Auch interessant, dass Real bei dem Gehalt auch ohne SL mitgeht, man aber andererseits von der drohenden Pleite redet. Passt auch irgendwie nicht zusammen.

      Falls Süle bleibt, sind wir in der Abwehr zumindest auf dem Papier gut aufgestellt. Hernandez wird sich auf Dauer schon bewähren, sofern er gesund bleibt. Trotzdem ist er keine 80 Millionen Wert, aber dafür kann er ja nichts. So um die 40, ähnlich wie bei Upamecano, wären da schon realistischer gewesen.

      Was das Mittelfeld angeht, Nagelsmann soll ja Interesse an Wijnaldum haben. Mal sehen, ob Brazzo da mitgeht, so quasi als Einstandsgeschenk ;)

  3. Hör doch mal auf zu heulen wegen Thiago. Der wird nicht wieder kommen.

  4. Eine qualitative Alternative auf der 6/8 fehlt mir am meisten. Bin schon gespannt, wie Nagelsmann die Personalien Tolisso und Roca bewertet.

    ECM als Lewa backup und Musiala als MF Allrounder sind gute Varianten. Für li. hinten wurde ohnehin schon ein Ersatz geholt.

    Sarr könnte man eine volle Vorbereitung durchaus zugestehen und dann bewerten. Persönlich würde ich hier lieber einen “jungen Wilden” sehen.

    Somit würde ich als Entscheidungsträger diese Transferperiode gar nicht mehr soviel machen und die Entwicklungen der diversen Spieler im Herbst beurteilen und nach Corona dann im Sommer 2022 richtig nachschärfen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Nachtrag: die Achse Neuer-Kimmich/Goretzka-Müller-Lewandowski ist ja noch vorhanden.

      In der IV wird man sehen auf wen Nagelsmann als Leader setzt bzw. welcher Spieler von selbst mehr Verantwortung übernimmt.

      In meinen Überlegungen hoffe ich doch sehr auf Entwicklungsschritte von Musiala und Nianzou.

  5. Ich würde jetzt gerade in diesen Zeiten antizyklisch handeln. Viele Vereine benötigen dringend Transfereinnahmen um den Kader für die kommende Spielzeit überhaupt zu finanzieren. Da wird es auch viel zu Leihe+HKaufoptionsgeschäften kommen. Vereine deren Saisonziel nicht annähernd erreicht wurden, müssen deshalb Spieler abgeben.

    Beispiel Juve. Deren Geschäftsmodell „alte“ Spieler ablösefrei mit hohen Gehälter zu ködern ist durch Corona torpediert. Dazu tragen sie den Ronaldo Rucksack mit sich rum. Da gibt es einige Interessante Optionen.

    Beispiel BMG. Plea und Thuram sind nicht zu halten und Neuhaus würde ich mir mit Kaufoption sichern.

    Auch bei LFC kann ich mir vorstellen, dass man sich wieder von Spielern trennt, die man erst vor kurzem geholt hat und ich meine ausdrücklich nicht Thiago ! Minamino wäre zum Beispiel so ein Spieler.

    Wenn der Trainer 5 Jahre da sein sollte, dann kann man schon von einer mittelfristigen Kaderplanung ausgehen.

    Es bleibt spannend und ich freu mich auf jeden 2002er+ , der es in Zukunft von den Amas zu den Profis schafft. Deshalb wünsch ich mir, dass sie die Saison in der 3.Liga auch noch erfolgreich gestalten.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Für die die verkaufen müssen bringt es aber nur etwas wenn es dann auch einen Käufer gibt der das bezahlen kann was man braucht sonst kann man es auch lassen, oder es ist so dramatisch das man einen Spieler unbedingt von der Liste haben muss das man ihn quasi verschenkt wie letzte Saison Suarez James Vidal .

      Auf das verkaufen müssen hat der FCB schon letzten Sommer gesetzt und dann waren da kaum Spieler die zu welchen Preis auch immer verkauft werden mussten die interessant waren.

    2. Ich würde mir ebenfalls eine Kaderplanung mit einem moderat aggressiven Transfersommer 2021 wünschen. Nach derzeitigen Stand wird es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in der Saison 2021/22 wieder Zuschauer im Stadion geben. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Ablösesummen ab der Transferperiode 2022 wieder deutlich steigen. Somit wäre jetzt der Zeitpunkt für ein antizyklisches Handeln gekommen.
      Zumal die Umsatzrückgänge ja eher aus den Margenschwächeren Kanälen wie Zuschauereinnahmen (vergleichsweise hohe Lohn- und Betriebskosten beim Stadionbetrieb) und Merchandising (Warenbezug & Personalkosten). Somit dürfte sind die Umsätze stark rückläufig, aber vermutlich wird der Rückgang beim EBITA bei weitem nicht proportional sein

  6. Tue mir schwer, die Aufbruchseuphorie zu teilen. Die Bayern stolpern zu deutlich von einem vermeidbaren Managementdesaster ins andere, das dann wieder mit sehr viel Geld mühsam zugekleistert wird. Beim ablösefreien Alaba Abgang lässt sich der Verlust ziemlich genau mit dem Preis für Upamecano beziffern. Bei Nagelsmann natürlich die (international!) einmalig hohe Ablösesumme und dazu die Vertragslaufzeit. Letztere könnte bei einer empirisch nachgewiesenen durchschnittlichen Trainerverweildauer von ca 1,5 Jahren über drei Jahrzehnte schon fast den Straftatbestand der Untreue erfüllen. Aber natürlich lasse ich mich gern vom Gegenteil überzeugen. Wenn unter Nagelsmann plötzlich die teuren Transferflops der letzten Jahre aufblühen und er am Ende gar noch verlängert, happy to go…

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Noch zwei Jahre dann ist es vorbei

  7. Also zum Thema Umbruch würde ich auch den Namen Haaland nennen, dieser kann wohl nach nächstem Jahr für 75 Millionen gehen…

    Ansonsten fühle ich mich etwas wie Cato,wenn ich abermals anmerke, dass wir dringend einige Verträge verlängern müssten, nicht nur Goretzkas uns Süles, sondern auch bereits die, die 2023 enden.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ja, bei den Vetragsverlängerungen stehen noch dringende Hausaufgaben an. In welcher Richtung auch immer.
      Aktuell stehen Choupo (21), Goretzka, Süle und Tolisso (alle 22) auf der Liste vom Zeitablauf her weit oben.
      Bei Choupo scheint es wohl nach einer Verlängerung auszusehen. Verschiedenen Äußerungen von Goretzka zufolge, scheint das auch nur noch eine Formsache zu sein.
      Bei Süle und Tolisso ruht der der See dagegen still. Nicht mal die professionellen Gerüchtemacher haben da die Ambition größere Wellen hervorzurufen.
      Egal wie wichtig man Süle und Tolisso hält, beide binden beträchtliche finanzielle Mittel und bei einem evtl. Ersatz auf dem Niveau würde das genauso sein.
      Also wäre es für jede weitere Planung elementar zu wissen was mit den beiden wird.

      1. Tolisso steht bei uns tief in der Schuld. Unzählige Verletzungen, die auch gerne mal länger gedauert haben. Dazu die grenzenlose Dummheit mit dem Besuch beim Tätowierer unter der Saison während des Lockdowns. M.E. muss der bei uns um mind. 1 Jahr zu den Konditionen des Vereins verlängern, damit man ihn noch 1 Jahr unter Nagelsmann beobachten kann und danach dann langfristig verlängert oder ihn für eine Ablöse verkaufen kann.

  8. Aus meiner Sicht wird sich zunächst nichts an der Dominanz des FCB in der BuLi ändern.

    In der CL wird viel davon abhängen, ob der aktuelle Kader noch um 2-3 alltagstaugliche Spieler verstärkt werden kann – das Problem im MF sehe ich auch.

    Die größte Herausforderung seit vielen Jahren wird mMn darin bestehen, in ca. 2-4 Jahren die Karriereenden der 3 absoluten Unterschiedsspieler abzufedern: Neuer, Müller, Lewa.

    Wenn da nicht 3 andere Topspieler nachkommen – als Führungsspieler, nicht positionsgetreu – dann kann auch ein anderer Verein wieder Meister werden.

  9. […] Platz 2 der Spieler mit den meisten Minuten folgt David Alaba. Wie bereits in einem früheren Artikel aufgezeigt, verlieren die Bayern mit ihm also ungewohnterweise einen sehr zentralen Spieler. […]

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