FC Bayern München – AS Rom 2:0 (1:0)

Christopher Trenner 06.11.2014

Falls ihr es verpasst habt:

Guardiola musste kurzfristig auf den zuletzt glänzenden Arjen Robben verzichten. Für ihn rückte Ribéry in die Mannschaft. Auch Rafinha bekam erneut die Chance von Beginn an – Müller saß dagegen nur auf der Bank. Die Roma etwas überraschend ohne Totti und Hinspiel-Torschütze Gervinho. Mit dem defensiven Mittelfeld bestehend aus de Rossi, Keita und Nainggolan wählte Garcia die Spieler aus, die wohl die größte defensive Stabilität versprachen. Das Ziel war klar: Die Rehabilitation für die 1:7 Heimniederlage. Der FC Bayern fand gegen das 4-1-4-1 bzw 4-4-2 Konstrukt der Roma zunächst nicht ins Spiel. Vor allem die beiden Flügelspieler Ribéry und Götze waren nicht ausreichend ins Spiel eingebunden. Beide zogen zu früh in die Mitte und verknappten den Raum zusehends. Bayern begann mit einer für Guardiola-Verhältnisse fast konservativen Viererkette. Rom versuchte es zunächst mit recht engagiertem Pressing – zog sich aber spätestens ab der 10. Minute weiter zurück. Die Gäste agierten mit zwei eng verknüpften Viererketten und stellten die Passwege in den 10er Raum geschickt zu. Es dauerte bis zur 38. Minute bis es Alaba endlich einmal in den Rücken der Abwehr schaffte und prompt für Torgefahr sorgte. Es war die erste echte Chance der Münchner, die Ribéry selbst vorbereitet hatte und nach Hereingabe von Alaba zum 1:0 abschloss. Gleichbedeutend mit dem Pausenstand.

In der zweiten Halbzeit gab es keine taktischen Änderungen, so dass die Partie über weite Strecken dahinplätscherte. Die angetretenen Römer verloren dann vollends den Mut und Bayern beherrschte das Spiel komplett. Die erste gefährliche Szene entwickelte sich nach einem Eckball(!). Skorupski, der Torhüter der Roma, verschätzt sich und Benatia brachte den schwer zu kontrollierenden Ball noch Richtung Tor, aber leider nicht über die Linie. Wenig später spielt Boateng einen guten Pass auf Lewandowski. Der scharfe vertikale Pass überspielte beide Abwehrreihen und der Stürmer konnte den Ball mit einer scharfen Flanke von der linken Seite auf Götze zurücklegen. Götze verwandelte dann akrobatisch zum 2:0. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war das Spiel gelaufen. Es passierte nicht mehr viel, die Halbchancen gegen Ende der Partie wurden auf beiden Seiten nicht genutzt.

3 Dinge, die auffielen:

1. Probleme mit 4-4-2 und engen Ketten

Es wurde wieder einmal deutlich, welches Problem der FC Bayern mit einem 4-4-2 und einer engen Staffelung hat. Insbesondere dann, wenn es dem Gegner gelingt, die Räume im Mittelfeld knapp zu halten. Das Spiel der Bayern verlagert sich zusehens auf die Flügelpositionen, ohne aber wirklich durckvoll zu sein. Besonders in den ersten 30 Minuten wurden zu viele individuelle Fehler gemacht, was diesen Eindruck noch verstärkte.

Zum einen wurde deutlich, dass Götze nicht besonders viel auf der rechten Außenbahn ins Spiel der Bayern einbringen kann. Seine Läufe zwischen den Linien verpufften weitestgehend. Ribéry auf der Gegenseite konnte dies nicht abfangen, da er zu selten das direkte Duell mit seinem/seinen Gegenspieler(n) suchte. Die Folge war viel Ballbesitz, aber wenig Tempo und raumschaffende Aktionen. Nahezu sinnbildlich entstand das 1:0 durch eine “Kontersituation” nach einem Abschlag, als die letzte Abwehrkette der Römer nicht sortiert stand und zu viel Raum auf dem Flügel bot. Alaba und Ribéry nutzten in diesem Moment die Schwächen ihrer Gegenspieler aus. Die Probleme mit der taktischen Ausrichtung der Roma entwickelten sich auch durch das frühe Abkippen von Alonso, was meist sehr ausrechenbar war und schuf nur wenig bis gar keinen Raum im zweiten Angriffsdrittel. Da Alonso überraschenderweise in diesem Spiel recht wenig mit dem Ball anfangen konnte, gab es folglich auch zu wenig Druck aus der Mittelfeldzentrale. Dies war insofern noch bemerkenswerter, da die Roma überhaupt kein Druck auf ihn ausübte. Vielleicht gibt es nach vier Spielen in kürzester Zeit erste Anzeichen der Übermüdung. Nichtsdestotrotz muss Pep Guardiola für die Zukunft eine Lösung entwickeln, die die Abhängigkeit von Robben (und Müller als Raumdeuter) reduziert, will man nicht aufgrund von möglichen Verletzungen taktische Schwächen offenbaren bzw. die Abhängigkeit von einem Spieler auf die Spitze treiben.

2. Ribéry meldet Ansprüche an – kann man ihn jetzt auf die Bank setzen?

Franck Ribéry meldet so langsam Ansprüche auf einen dauerhaften Stammplatz im Team an. Allerdings wurde am Mittwochabend offenkundig, dass noch reichlich fehlt für einen dauerhaften Einsatz auf der linken Außenbahn. Wie bereits erwähnt fehlen gegenwärtig noch die Tempodribblings und direkten Duelle mit seinem Gegenspieler, die ihn vor einem Jahr unverzichtbar gemacht haben. Zu sehr war die linke Außenbahn verwaist, zu früh zog Ribéry in die Mitte. Dort kann er seine Stärken nicht in gewohnter Form ausspielen. Meist endete sein Ballbesitz im Zentrum mit einem ungenauen Pass oder einem verlorenen Zweikampf. Die Zeit wird klären, ob es Alterserscheinungen sind oder nur ein Fitnessrückstand, der sich aufgrund seiner langen Verletzung ergeben hat. Überdies hat Mario Götze die Latte im linken Mittelfeld verdammt hoch gelegt. Durch kluges Zusammenspiel und Ausnutzen der Räume hat er eine sinnvolle Ergänzung zum Tempodribbler Arjen Robben gegeben. Mit Franck Ribéry konnte Götze in diesem Champions League Spiel nicht so gut harmonieren. Zudem ist die hier bereits diskutierte taktische Variante, Ribéry als zwölften Mann zu bringen, zur Zeit wohl die bessere Möglichkeit. Das Spiel gegen Dortmund und Rom hat den Eindruck nochmals verfestigt.

3. Individuelle Qualität

Das Spiel wurde am Abend aufgrund der besseren individuellen Qualität gewonnen. Wie eine Woche zuvor gegen Hamburg genügte eine Halbchance, ein kleiner taktischer Fehler des Gegners, um den Fuß in die Tür zu bekommen. In beiden Spielen war auffällig, dass der FC Bayern wenig Torchancen brauchte, um sich ein Tor zu erspielen. Gegen die Roma fielen zwei Tore aus drei Chancen. Gegen den HSV waren es drei Tore aus drei Chancen. Die Mannschaft lässt aktuell den Geist der Jupp-Heynckes-Triple-Mannschaft aufleben. Aus einer guten Grundordnung heraus versucht sich das Team Chancen zu erspielen, ohne aber zu viele Möglichkeiten für den Gegner zuzulassen, wie es vor allem im ersten Herbst unter Guardiola der Fall war. Erst gegen Ende der Partie kam die Roma zu ihrem ersten Torschuss. Das Verhältnis bzw. die Balance zwischen Offensive und Defensive ist nach 1 1/2 Jahren Pep Guardiola viel besser geworden. Ein Fortschritt, der vor allem in den Spielen deutlich wird, in denen die Mannschaft sicherlich nicht an ihre Leistungsgrenze geht. Den Gegner, immerhin zweiter der Seria A, bei 23:6 Torschüssen zu halten, spricht für die Qualität dieser Mannschaft. Insbesondere dann, wenn sie solche Spiele durch ihre individuelle Qualität lösen kann. Beim 1:0 waren lediglich zwei Spieler involviert, beim 2:0 waren es drei Bayern. Es reichten somit zwei kluge Aktionen von Einzelakteuren, um das Spiel zu entscheiden.

Kurz nach Abpfiff gab Markus Hörwick bekannt, dass sich der in der 81. Minute ausgewechselte David Alaba eine Verletzung am rechten Knie zugezogen hat, wie der Kicker berichtet. Am Donnerstag soll eine Untersuchung stattfinden. Die Folgen dieses Ausfalls und ihre Analyse wird uns in den nächsten Tagen begleiten.

FC Bayern München – AS Rom 2:0 (1:0)
FC Bayern Neuer – Rafinha, Benatia, Boateng, Bernat – Lahm (88. Hojbjerg), Alonso (72. Shaqiri), Alaba (81. Rode) – Götze, Ribéry – Lewandowski
Bank Zingerle, Dante, Müller
AS Rom Skorupski – Torosidis, Manolas, Yanga-Mbiwa, Holebas (46. Cole) – Nainggolan, Keita, De Rossi – Florenzi (58. Pjanic), Destro, Iturbe (74. Gervinho)
Bank De Sanctis, Ljajic, Totti, Somma
Tore 1:0 Ribéry (38.), 2:0 Götze (64.)
Karten Gelb: Alonso / –
Schiedsrichter Cüneyt Cakir (Türkei)
Zuschauer 68.000

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  1. Ich finde die Bayern habend as sehr clever gemacht und auch nach vorne ordentlich gespielt. Vielleicht sind wir alle mittlerweile zu verwöhnt von einigen Spielen und dem 90min Dauerpower vom Spiel gegen Dortmund.

    Es gab keinen Grund nach dem kräfteraubendem Spiel vom Wochenende und er Tabellensituation wie wird zu spielen zumal man den Römern sicherlich nicht unbedingt noch mal 7 Tore einschenken wollte. Rom hat hinter gut gestanden und dich darauf konzentriert es den Bayern so schwer wie möglich zu machen und nicht noch mal unter die Räder zu kommen und ‘sauber’ aus der Partie raus zu kommen (was ja auch die zufriedenen Stimmen nach dem Spiel zeigen).

    Bayern hat eine gute Mischung gehabt aber ich habe nicht den Eindruck gehabt das sie bewußt mit angezogener Handbremse gespielt hätten bzw. nur bedingte Offensive (auch wenn das evtl. bei den beiden Toren der Fall war, kann ich jetzt nicht beurteilen).

    Aber die Abwehr steht schon gut zur Zeit so wie Du schreibst (Benatia strahlt deutlich mehr Sicherheit aus als Dante) wobei sie auch nicht wirklich geprüft wurde. Überraschenderweise auch nicht gg. den BVB ab der 2. HZ. Anders sah es da schon gegen Gladbach aus und vor dem Hintergrund bin ich da eher vorsichtig. Aber es stimmt schon, die Balance zwischen Offensive und Defensive sieht besser aus zur Zeit.

    Das Thema Ribery sehe ich aber komplett anders. Für mich ist er ganz klar einer der wichtigsten Spieler neben Robben und ihn von der Bank kommen zu lassen ist nur eine Option wenn seine Fitness eben noch nicht reichen würde. Die komplette Diskussion kann ich überhaupt nicht nachvollziehen (letzte Woche vor dem BVB Spiel schon). Er hat 20 + 90 Min. gespielt (in 2 Spielen) und 3 Tore herbeigeführt obwohl ihm Spielpraxis fehlt und er natürlich nicht nicht voll fit ist und noch etwas Luft nach oben hat (Ribery hat in 20 min gegen den BVB mehr bewirkt als Götze in 70 min vorher).

    Dazu solltest Du berücksichtigen das Guardiola vermehrt von ihm fordert mehr nach innen zu ziehen und sich von seiner geliebten Außenbahn zu lösen, Ribery selbst würde lieber verstärkt an der Linie bleiben. Ribery hier als ‘Auslaufmodell’ hinzustellen der nur noch die Kraft hat als 12. Mann zu kommen ist schon komisch. Vor 12 Monaten war er noch Europas Bester und sollte Weltfussballer werden und wenn er nicht verletzt war hat er immer Leistung gebracht.

    Robben, Ribery und Thiago sind die drei Spieler die den Unterschied machen können wenn sie fit sind. Das sind die Spieler die für die außergewöhnlichen Momente gegen Mannschaften wie Barca oder Real oder Chelsea sorgen können. Nichts gegen Götze und ich freue mich das er endlich mehr Selbstvertrauen bekommt und Tore macht aber ich finde da kann und muss noch deutlich mehr kommen und ich würde Ribery jederzeit vorziehen.

    Wenn es wirklich eng wird braucht du Spiel die Eins gegen Eins gehen können und Lücken reißen und für Verwirrung sorgen. Messi kann das, Robben kann das und Ribery kann das. Götze ist (noch)nicht der Typ Spieler der in schwierigen Spielen die Mannschaft mitreißt oder seine Technik so nutz wie es Guardiola eigentlich von ihm erwartet. Aber er macht dieses Jahr seine Tore und ist im richtigen Moment am richtigen Platz (was ihn aber eher gg Müller stellt) und das Zusammenspiel mit Lewandowski tut ihm auch gut.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das Thema Ribery sehe ich aber komplett anders. Für mich ist er ganz klar einer der wichtigsten Spieler neben Robben und ihn von der Bank kommen zu lassen ist nur eine Option wenn seine Fitness eben noch nicht reichen würde. Die komplette Diskussion kann ich überhaupt nicht nachvollziehen (letzte Woche vor dem BVB Spiel schon). Er hat 20 + 90 Min. gespielt (in 2 Spielen) und 3 Tore herbeigeführt obwohl ihm Spielpraxis fehlt und er natürlich nicht nicht voll fit ist und noch etwas Luft nach oben hat (Ribery hat in 20 min gegen den BVB mehr bewirkt als Götze in 70 min vorher).

      Die aktuelle Idee von mir/uns ist, dass er von der Bank aus aufgrund seiner Tempodribblings und Schnelligkeit Impulse bringen kann die erst gegen Ende einer Partie, wenn die Kräfte schwinden, wertvoller werden. Zudem war es von der taktischen Position aus gegen die Roma weitesgehend nicht so gut gelöst, wie wir es von ihm noch vor 1-2 Jahren gesehen haben. Das kann angesichts der langen Pause auch nicht überraschen. Der Alaba Ausfall wird diese Diskussion natürlich etwas erübrigen, da Ribery nun noch einen Schritt näher an der Startelf dran ist.

      1. Also Freunde, ich finde, Ihr unterschlagt völlig, daß das zwei blitzsaubere Traumtore waren. 2x von Boateng fantastisch in die Spitze durchgesteckt. Und beides Traumkombinationen – wie an der Playstation. Boateng wird mehr und mehr zum Ankurbler aus der Tiefe, vor allem wenn Alonso zugedeckt ist und etwas schwächelt wie gestern. Und klar sind wir ohne Robben ausrechenbar, aber zumindest bei den beiden Toren waren wir traumhaft unterwegs.

      2. Die Argumentation würde genauso auch auf Robben zutreffen. Wenn alle fit sind wird Guardiola die Spieler dosiert einsetzten und situationsabhängig rotieren so wie wir es kennen und wie es auch im letzten Jahr schon war (wo es sehr oft Müller getroffen hat).

        Was ja gerade auch der Vorteil bei diesem Kader und Belastung ist, das die Spieler Pausen bekommen nicht nur für den Körper sondern auch den Kopf um frisch zu sein und solch eine Saison stabil auf diesem Niveau zu bestreiten. Aber Ro Ri Gö Mü und Le alle zusammen wird es wohl eher sehr selten geben :)

      3. “Die Argumentation würde genauso auch auf Robben zutreffen.”

        bezog sich auf:

        “Die aktuelle Idee von mir/uns ist, dass er von der Bank aus aufgrund seiner Tempodribblings und Schnelligkeit Impulse bringen kann die erst gegen Ende einer Partie, wenn die Kräfte schwinden, wertvoller werden.”

        (Löscht die Kopie unten bitte. thx)

      4. Also ich bin auch klar der Meinung, dass Ribery aus den genannten Gründen momentan als 12.Mann wertvoller ist. Auf Robben trifft das eben gerade nicht zu, da dieser 100% fit ist, Spielpraxis hat und in die Offensivmaschine perfekt eingebunden ist. Bei Ribery machte es gestern ein paar mal den Eindruck, als wüsste er nicht, was er zu tun hat. Natürlich kann man immer versuchen, so etwas mit “er hat doch ein Tor geschossen” wegzuwischen, aber insgesamt war die Variabilität der Offensive trotzdem geringer und die Abläufe haben mehrmals gestockt, als Ribery involviert war. Bei Robben/Götze hingegen läuft das mittlerweile fast von alleine.Ribery mit seinen fraglos immer noch herausragenden Fähigkeiten kann man daher besser als Joker bringen, wenn man gegen Ende des Spiels mehr riskiert und den Druck aufrecht erhalten will. Wenn er 20-30 Minuten einfach nur Vollgas geben kann, wird jede Abwehr nervös (siehe Dortmund) – für mehr reicht es momentan aber nicht wirklich.

        Dass man jetzt einen Stammplatz für Ribery fordert kann ich nicht verstehen – auch aus dem Grund, dass damit der perfekt eingespielte und funktionierende Vierertrupp Robben/Götze/Müller/Lewy aufgelöst würde. Es wäre sicherlich eine erhebliche Schwächung, wenn es deren flüssige, schnelle und gefährliche Kombinationen nicht mehr geben würde, und auch ein Ribery muss sich da momentan halt erstmal hinten anstellen. Wenn er in ein paar Wochen wieder voll fit ist, kann man weitersehen und überlegen, wie er in die Stammformation eingebunden werden kann.

  2. “Die Argumentation würde genauso auch auf Robben zutreffen.”

    bezog sich auf:

    “Die aktuelle Idee von mir/uns ist, dass er von der Bank aus aufgrund seiner Tempodribblings und Schnelligkeit Impulse bringen kann die erst gegen Ende einer Partie, wenn die Kräfte schwinden, wertvoller werden.”

  3. Damit ist die Gruppenphase dann quasi abgeschlossen!

    Zum Spiel: Die erste Halbzeit fand ich nicht sehr attraktiv und eher bieder. Die Mannschaft hat lange zu wenig Druck aufgebaut, war vorne nicht variabel genug, und mmer wieder kam es zu einem U-förmigen Passmuster über die Außen und die Abwehrlinie. Lichtblicke waren ein paar gute Ball(rück)eroberungen ca. ab der 20. Minute und die aktiven Außen Bernat und Rafinha. In puncto Ribery schließe ich mich der im Artikel geäußerten Meinung an. Zumindest vor dem 1:0 war er leider nicht sehr gut eingebunden, und wenn er mal den Ball hatte, war er zu zögerlich oder traf die falschen Entscheidungen. Nach dem (schön herausgespielten) 1:0 schien es bei ihm allerdings besser zu laufen, die Aktionen wirkten zumindest nach meiner subjektiven Meinung flüssiger. Insgesamt ist er momentan aber wohl tatsächlich am Besten als “12.Mann” zu gebrauchen.

    In der zweiten Halbzeit konnte sich die Mannschaft erheblich steigern, das Pressing war deutlich aggressiver, es gab mehr Druck auf die Abwehr der Römer, und man konnte sich immer wieder durch die Lücken kombinieren. Das 2:0 war so nur eine Frage der Zeit, und danach konnte man bequem das Tempo rausnehmen.
    Insgesamt keine wirklich starke, aber dennoch eine zufriedenstellende Leistung gegen einen ängstlichen und vom Hinspiel offenbar noch geschockten Gegner.

    Die letzten beiden CL-Spiele sollte man jetzt konsequent nutzen, um Höjbjerg und Rode Einsatzzeiten zu geben; in der bisherigen Saison kamen die Beiden zu kurz. Auch über Gaudino kann man hier durchaus nachdenken. Guardiola sollte jetzt auch bloß nicht wieder mit dem “es ist alles vorbei”-Gelaber beginnen, sondern die letzten beiden Spiele offensiv zur Bewährunsprobe für den Nachwuchs erklären!

  4. Was mich frappiert hat war die unfassbare Überlegenheit gegenüber Rom in beiden Spielen. Das wirkte gestern wie ein besserer Zweitligist in der CL. Ich hatte keine Sekunde das Gefühl hier könnte was anbrennen.
    Ich denke die Mannschaft hat das ähnlich empfunden und hat angesichts der drückenden Überlegenheit und der Tabellensituation schon den einen oder anderen Gang zurückgeschaltet. Deswegen sind für mich generelle taktische Ableitungen aus diesem Spiel schwierig.

    Ribery hat in der Tat völlig anders gespielt als üblich. Das war so auffällig, dass das kein Zufall, oder seine individuelle Entscheidung gewesen sein kann. Meiner Meinung nach war das ein Test auf der Achterposition.

    Wenn das so war, muss man seine Leistung auch anders bewerten. Grundsätzlich ist diese Variante auch interessant und legitim, denn gerade auf den offensiven Halbpositionen haben wir durch Abgänge und Verletzungen momentan noch keine wirklich durchschlagende Lösung.

    Was mich zum anderen Achter und “Sorgenkind” Lahm bringt. Die Meinung, dass Lahm jede Postion spielen kann wird derzeit doch etwas widerlegt. Wenn er hinter Robben gestaffelt mit ihm zusammenspielen kann sieht es anders und viel besser aus.

    Aber wenn er den klassischen Achter spielt, merkt man deutlich, dass das nicht seine Welt ist. Zudem wirkt er auf mich auch müde und überspielt. Lahm hängt m.E. die WM noch am ehesten in den Knochen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Absolut die haben gespielt wie Paderborn anfang der Saison nur nicht untergehen und wir haben ihnen einen gefallen getan.Sozusagen ein stilles abkommen wir lassen euch in ruhe wenn ihr uns nicht abschiesst.Sieht man auch gut an der Foulstatistik keine gelbe Karte weiss nicht was man davon halten soll.

      Demnach bin ich auch nicht mit dem ersten Abschnitt einverstanden das war gestern ein Trainingsspiel mehr nicht.

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