FC Bayern: Wer ist Felipe Chávez? – Stärken, Potenziale und Kurzportrait
Disclaimer: Dieser Artikel wurde vor etwas weniger als einem Jahr veröffentlicht. Wir haben ihn nun überarbeitet.
Felipe Chávez ist vermutlich schon der bekannteste Spieler der jungen Talente, die den FC Bayern nach Asien begleitet haben. Zuletzt war er ein halbes Jahr an den 1. FC Köln ausgeliehen.
Der 19-Jährige ist sogar schon peruanischer Nationalspieler. Nachdem seine Zeit in Köln sehr lehrreich, aber in Sachen Spielzeit zumindest nicht ganz erfolgreich war, wagt er in diesem Sommer einen neuen Anlauf.
Die große Frage wird sein, ob er diesen in München wagt oder ob es einen weiteren Versuch bei einem anderen Klub gibt. Miasanrot hat sich den Mittelfeldspieler genauer angesehen.
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Das nächste Top-Talent? Felipe Chávez im Portrait
Chávez ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Fußballklubs heutzutage immer früher Ausschau nach großen Talenten halten und diese auch immer früher transferiert werden. Der Peruaner wechselte im Sommer 2019, also im Alter von zwölf Jahren, zusammen mit Tim Binder vom FC Augsburg zum FC Bayern.
Genau wie Binder hat sich Chávez durch die verschiedenen Jugendmannschaften gespielt und ist heute an der Schwelle zum dauerhaften Sprung in den Profibereich. Chávez, den alle nur „Pippo“ rufen, war beim FC Bayern allerdings nicht von Beginn an unumstrittener Stammspieler.
Im Gegenteil: Der Youngster musste sich in München erst durchbeißen, sein Durchbruch gelang ihm in der U17, als er insbesondere auch seinen Torabschluss verbessern konnte. In der aktuellen Sommervorbereitung hinterlässt der Mittelfeldspieler einen positiven Eindruck. Gegen Jeju war er jüngst einer der auffälligsten Spieler in einem Team, das eher durcheinander gewürfelt war.
Wo liegen die Stärken von Felipe Chávez?
Die Schusstechnik ist sicherlich auch die größte Stärke des Talents, das schon in der Sommervorbereitung 2025 Aufmerksamkeit auf sich zog. Ebenso wie nun gegen Jeju, als er nicht nur sehenswert selbst traf, sondern auch an zahlreichen Angriffen über Kombinationsspiel und kurze Dribblings beteiligt war.
Chávez, der für die Amateure in bisher 19 Regionalliga-Spielen auf sechs Scorer (4 Tore und 2 Assists) kommt, macht seit geraumer Zeit durch gute Leistungen im Bayern-Dress auf sich aufmerksam. Chávez ist technisch stark und hat ein sehr gutes Kombinationsspiel – auch in engen Räumen fühlt er sich durchaus wohl.
Eine besondere Fähigkeit ist zudem, dass er mit beiden Füßen stark ist. Chávez spielt mit Wucht und technischer Sauberkeit, sucht immer den Weg zum Tor.
Wo kann sich Chávez noch verbessern?
Die große Frage ist, warum es in Köln nicht zu mehr Einsätzen gereicht hat. Eine große Rolle wird hier die lange sehr kritische Situation der Domstädter gespielt haben. Aus dem Umfeld des Effzeh war zu hören, dass man mit der Entwicklung des Talents zufrieden war, ihn sogar gern verpflichtet hätte. Am Ende kam es dazu aber nicht – wohl auch als finanziellen Gründen.
Chávez wirkt bereits sehr reif in seinem Spiel, könnte insgesamt aber noch konstanter und präsenter werden. Das betrifft vor allem auch das Spiel gegen den Ball, wo er noch aktiver werden kann. Für Chávez wird der nächste Entwicklungsschritt entscheidend sein, um seine Karriere im Profibereich endgültig starten zu können.
Erhält Chávez Spielzeit auf ungewohnter Position?
Doch wie könnte dieser Schritt aussehen? Klar ist, dass die Regionalliga Bayern eine Nummer zu klein für Chávez ist. Eine weitere Leihe wäre natürlich sinnvoll, doch wo wäre im prominent und üppig besetzten Mittelfeld des FC Bayern Platz für einen beidfüßigen Techniker mit gutem Abschluss? Die Lösung könnte dabei die Doppel-Sechs sein.
Auch wenn der Peruaner als Zehner die meisten Spiele in seiner noch sehr jungen Karriere absolvierte, erscheint eine etwas defensivere Rolle möglich. Er bringt physisches Potenzial ebenso mit wie das Spielverständnis für den tieferen Aufbau. Als nachstoßender Achter hätte er Fähigkeiten, die der Offensive helfen könnten.
Denn gerade in einer Mannschaft wie dem FC Bayern, der meist gegen tiefstehende Gegner agieren muss und viel Ballbesitz hat, scheint sein Profil wie die Faust auf das oft zitierte Auge zu passen. Allerdings hat man mit Ndiaye und Bischof zwei Spieler hinter Kimmich und Pavlović, die auf dieser Position zum Einsatz kommen können und werden.
Wahrscheinlicher wirkt also der Weg einer erneuten Leihe. Chávez hat jedoch nur noch Vertrag bis 2027. Es ist also eine knifflige Situation.
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