Davies-Comeback und Flexibilität: Das 5:1 des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart in der Analyse
Es ist wieder soweit. Die Bundesliga der Männer ist zurück. Am Freitagabend eröffneten der FC Bayern München und der VfB Stuttgart die neue Saison in der Allianz Arena.
Nach dem Supercup-Triumph am vergangenen Wochenende haben die Münchner meisterlich abgeliefert: Ein deutliches 5:1 stand am Ende, obwohl der VfB gut in die Partie gekommen ist. Harry Kane musste dabei nicht mal treffen, hatte aber dennoch großen Einfluss. Ebenso wie einer, den viele schon abgeschrieben hatten.
Miasanrot hat die Partie für euch im Liveticker zum Nachlesen und in der Analyse.
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FC Bayern vs. VfB Stuttgart: Dinge, die auffielen
Nach VfB-Druck: Ein Quartett nimmt das Geschehen in die Hand
Der FC Bayern hatte zu Beginn der Partie durchaus Schwierigkeiten. Stuttgart presste hoch und aggressiv, setzte die Münchner mit Mannorientierungen unter Druck. Die Münchner hatten einen klaren Plan: Lange Bälle.
Teilweise wurden diese vom VfB erzwungen, teilweise waren sie gewollt. So hatte man die Schwaben in der jüngeren Vergangenheit häufiger geknackt. Nur kamen die Schläge von Manuel Neuer nur selten an – und wenn sie ankamen, dann mit wenig Raumgewinn. Es funktionierte einfach nicht. Stuttgart verteidigte hinten cleverer als in anderen Aufeinandertreffen.
Aber: Die Münchner sind unter Vincent Kompany nicht stur. Sie passten sich an die Situation an. Nach etwa 15-20 Minuten übernahmen vor allem Harry Kane, Aleksandar Pavlović, Alphonso Davies und Joshua Kimmich das Zepter. Kane ließ sich schon zuvor viel fallen und tat dies weiter. Jetzt wurde er aber noch mehr von Kimmich unterstützt, der durch seine vertikalen Läufe das Zentrum aufziehen konnte für den Engländer.
Pavlović wiederum ließ sich auf die linke Defensivseite fallen und zog wiederum die Mitte damit etwas auf. Er übernahm nun den Großteil der Spieleröffnung. Und dann war da noch Davies, der im Halbraum die Zwischenräume clever besetzte, damit Luis Díaz entlastete und Stuttgart richtig in Probleme brachte. Die Rotationen und Bewegungen führten dazu, dass die Münchner schwerer zu greifen waren. Mehr Ballbesitz und mehr Druck nach vorn brachten die Kontrolle.
Davies verdient Sonderlob
Gerade Davies verdient nochmal ein gesondertes Lob. Der Kanadier bekam in der Vergangenheit viel Kritik, feierte nun sein Startelfcomeback und lieferte sofort ab: Mit Tempodribblings, starken Tiefenläufen, guten Kombinationen und vielen Supportläufen für Díaz. Klar, es war nicht alles herausragend bei ihm, aber das erinnerte sehr an den Davies, den in München alle zu Recht ins Herz geschlossen haben. Zwischenzeitlich wurde er von vielen abgeschrieben – das aber könnte der Auftakt zu einem großen Comeback sein.
Resilienz: Bayern kann Rückschläge
Beeindruckend war auch, wie die Bayern mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich umgegangen sind. Kein Schockzustand, kein Schwimmen, dafür Druck im Spiel nach vorn, Selbstbewusstsein und schnelle Tore, die die Entscheidung brachten. Chabot! Äh, Chapeau!
Tom Bischofs Situation hinterlässt Fragezeichen
Einer der großen Gewinner der Vorbereitung war Tom Bischof. Selbstbewusst, ballsicher, ruhig – im Mittelfeld gab er den Takt an. Bis er von Kompany wieder auf die Bank gesetzt wurde. Dass Kimmich und Pavlović gesetzt sind, steht außer Frage. Dass Bischof als dritter Mittelfeldspieler viele Minuten sammeln wird, ist wahrscheinlich. Trotzdem sagt es etwas aus, wenn er im Supercup gegen Dortmund fast mit Abpfiff kommt und gegen den VfB nur wenige Minuten spielen darf.
Optimismus gibt es dahingehend aber dennoch. Der User „Felix“ schrieb bei uns im Miasanrot Club:

Da ist etwas dran. Für Panik ist es zu früh, für Wertung sowieso. Und doch ist es etwas seltsam, dass einer der stärkeren Spieler der Vorbereitung bisher so außen vor ist.
FC Bayern vs. VfB Stuttgart: Der Spielverlauf im Liveticker zum Nachlesen
Der Ticker ist beendet.
Aufstellungen
1 Manuel Neuer
27 Konrad Laimer
2 Dayot Upamecano
3 Kim Min-jae
19 Alphonso Davies
6 Joshua Kimmich
45 Aleksandar Pavlović
17 Michael Olise
11 Nathaniel Brown
14 Luis Díaz
9 Harry Kane
Bank: Jonas Urbig, Jonathan Tah, Josip Stanišić, Hiroki Itō, Bara Sapoko Ndiaye, Lennart Karl, Tom Bischof, Arijon Ibrahimović, Ismael Saibari
1 Fabian Bredlow
29 Finn Jeltsch
24 Jeff Chabot
3 Ramon Hendriks
4 Josha Vagnoman
21 Grischa Prömel
6 Angelo Stiller
7 Maximilian Mittelstädt
17 Dženan Pejčinović
26 Deniz Undav
8 Tiago Tomás
Bank: Marius Funk, Leonidas Stergiou, Ameen Al-Dakhil, Jamie Leweling, Badredine Bouanani, Atakan Karazor, Chema Andrés, Bilal El Khannouss, Ermedin Demirović
Statistik
| 3.93 | Expected Goals | 0.86 |
| 59 | Ballbesitz % | 41 |
| 21 | Schüsse | 11 |
| 9 | Aufs Tor | 4 |
| 82 | Passquote % | 76 |
| 9 | Ecken | 3 |



