Michael Olise und Aleksandar Pavlovic jubeln für den FC Bayern
Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images

Drei Dinge, die im Rückspiel gegen PSG für den FC Bayern sprechen

Sören 06.05.2026

Neun Tore, ein offener Schlagabtausch und am Ende eine knappe Niederlage: Das Hinspiel zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern im Halbfinale der UEFA Champions League war ein außergewöhnliches Spektakel mit einem ständig wechselnden Spielverlauf.

In einem intensiven Duell der derzeit besten beiden Mannschaften Europas gingen die Spieler beider Teams bis an die Leistungsgrenze. Am Ende musste sich die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany mit einem Tor geschlagen geben.

Trotz der Niederlage in Paris und angesichts des Rückstands nennt Miasanrot drei Gründe, die vor dem Rückspiel am Mittwochabend für den FC Bayern sprechen.

Weitere Artikel zum FC Bayern München:

Diese Zahlen aus dem Hinspiel sprechen für Bayern  

Ein Blick auf die Statistiken legt die These nahe, dass der FC Bayern bereits im Hinspiel im Parc des Princes die bessere Mannschaft war. Laut kicker gab der deutsche Rekordmeister zwar mit zehn Torschüssen zwei weniger ab als der Kontrahent aus der französischen Hauptstadt, liegt bei den Expected Goals (xGoals) mit 3,06 zu 1,90 jedoch klar vorn. Das spricht einerseits für die brutale Effizienz von PSG, zeigt aber auch, dass die Mannschaft von Vincent Kompany auch hätte als Sieger vom Platz gehen können.

In den Ballaktionen konnten beide Teams ähnliche Passquoten vorweisen, wenngleich die Münchner das Leder mit 57% Ballbesitz häufiger für sich beanspruchten und somit mehr Pässe gespielt haben. Besonders hervorzuheben ist die Dribblingerfolgsrate. Von 29 Dribblings waren auf Seiten von PSG nur 41% von Erfolg gekrönt. Der FC Bayern hingegen gestaltete ganze 79% seiner 28 Dribblings erfolgreich. Laut flashscore konnte der 35-fache deutsche Meister zudem mehr doppelt so viele Ballaktionen im gegnerischen Strafraum verzeichnen (52 für den FC Bayern; 20 für PSG) wie die Pariser.

Auch die Zweikampfquote spricht für die Bayern. Von 110 direkten Duellen im Hinspiel konnten die Münchner 63% für sich entscheiden. In der Luft besteht jedoch Nachholbedarf. Hier waren es lediglich 44% der Luftzweikämpfe, die der Rekordmeister gewinnen konnte. Dennoch machen diese Zahlen Mut für das Rückspiel in der Münchner Allianz Arena. Sollte die Mannschaft von Vincent Kompany in der Lage sein, diese statistische Überlegenheit wieder auf den Platz zu bringen und in Tore umzumünzen, kann sie das Ruder herumreißen.

Bayern gewinnt Optionen – PSG verliert Tempo

Die Personalsituation für das Halbfinal-Rückspiel am Mittwochabend ist ein andere als noch vor etwa einer Woche. Neben der Tatsache, dass Erfolgscoach Vincent Kompany nach abgesessener Sperre wieder an der Seitenlinie stehen wird, kann dieser voraussichtlich mit zwei Rückkehrern rechnen. Tom Bischof stand bereits am Samstag gegen Heidenheim wieder im Kader. Für das Rückspiel am Mittwoch könnte auch der 18-jährige Shootingstar Lennart Karl wieder eine Option sein.

Der PSG-Coach Luis Enrique hingegen steht vor einer kreativen Aufgabe. Achraf Hakimi, der sich im Hinspiel unglücklich und ohne Fremdeinwirkung verletzte, als er versuchte, Konrad Laimer unter Druck zu setzen, fällt mit einem Muskelfaserriss für das Rückspiel aus. Der marokkanische Außenverteidiger gilt als einer der Besten seiner Zunft und ist mit seinem außergewöhnlichen Tempo sowie seinen offensiven Qualitäten auf der rechten Abwehrseite des Pariser Starensembles kaum zu ersetzen.

Am Wochenende übernahm Senny Mayulu diese Aufgabe. Da Luis Enrique jedoch auf mehreren Positionen rotierte, ist offen, ob Mayulu diese Rolle auch am Mittwochabend in der Allianz Arena bekleiden wird. Fest steht: Die personelle Ausgangslage hat sich im Vergleich zur Vorwoche zu Gunsten des FC Bayern verändert.

Werbung (Affiliate):

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Miasanrot. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Frischer in der Schlussphase: Vorteil für Bayern?

In den letzten 20 Minuten des Hinspiels wirkten die Münchner körperlich frischer als die Pariser. Gleich mehrere PSG-Spieler hatten in der Schlussphase sichtbar mit Krämpfen zu kämpfen. Da sich für den Mittwochabend ein nicht weniger intensives Duell um den Finaleinzug abzeichnet, macht die körperliche Fitness auf den letzten Metern möglicherweise den entscheidenden Unterschied aus.

Der FC Bayern schien dem Ausgleichstreffer in dieser späten Phase des Spiels näher zu sein als PSG dem 6:4. Es gelang der Mannschaft von Vincent Kompany zu diesem Zeitpunkt weitestgehend, das Geschehen zu kontrollieren, wenngleich es aus Bayern-Sicht letztlich beim 4:5 geblieben ist.

Am Mittwochabend stehen dem Trainer mit Tom Bischof und Lennart Karl vermutlich zwei weitere Einwechseloptionen zur Verfügung. Sollten die Beine der Pariser gegen Ende der Partie erneut schwer werden, könnten frische Kräfte von der Bank möglicherweise entscheidenden Einfluss auf den Ausgang des Rückspiels nehmen.

Trotz der knappen Niederlage liefert das Hinspiel in Paris also einige Erkenntnisse, die dem FC Bayern berechtigten Mut für das Rückspiel machen.

Hat dir der Artikel gefallen?

Unterstütze unsere Arbeit, damit wir auch morgen noch unabhängig berichten und analysieren können. Schon 2 Euro machen einen großen Unterschied.

Hier weiterlesen

Miasanrot ist für alle da!

Wir finden: Fußball muss bezahlbar sein. Deshalb bieten wir unseren Content frei zugänglich für alle an. Unser Konzept baut auf die finanzielle Unterstützung von Menschen wie dir. Damit wir auch morgen wieder kritischen, fairen und sachlichen Journalismus rund um den FC Bayern betreiben können, brauchen wir dich!

Ich unterstütze MIASANROT bereits.
Jetzt unterstützen!