Edna Imade (FC Bayern Frauen)
Bild: Daniel Kopatsch/Getty Images

Ein Sieg in drei Minuten: Was beim Sieg des FC Bayern gegen Werder Bremen auffiel

Angelina • 07.11.2026 •

Die Bremerinnen hatten schon ihren Punkt gewittert, doch da hatten sie die Rechnung ohne Linda Dallmann und Jovana Damnjanovic gemacht.

Mit zwei sehenswerten Treffern in der 84. und 87. Minute sorgten sie spät für die Erlösung und so für den 9. Sieg im 9. Spiel, doch die drei Punkte waren hart erkämpft.

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FC Bayern vs. SV Werder Bremen: Drei Dinge, die auffielen

Ihr wollt den Ball? Ihr bekommt ihn!

Gerade zu Beginn der Partie ließen sich die Bayern förmlich von den Bremerinnen überrennen. Die Gegnerinnen liefen hoch an, zeigten sich mutig und hatten damit zunächst Erfolg. Die FCB-Frauen ließen sich tief in ihre eigene Hälfte pressen.

Die erste Hälfte der zweiten Halbzeit war von Ballverlusten bei der heimischen Mannschaft geprägt. Zwar steht am Ende eine Passquote von 83 % und eine Zweikampfquote von 57 % zu Buche, wie der Kicker berichtet, doch dieses Ergebnis ist erst den späteren Spielminuten zuzuschreiben.

Das hohe Pressing der Gäste führte auch zur ersten Torchance in der 18. Minute, bei der Juliane Wirtz plötzlich alleine vor Torhüterin Regina van Eijk auftauchte. Bayern tat sich sehr schwer damit, das Spiel zu kontrollieren, was womöglich auch auf die starke Rotation zurückzuführen ist. José Barcala musste unter anderem auf Sophie Proost und Klara Bühl verzichten und gab Spielerinnen wie Sarah Mattner oder Kassandra Potsi abermals eine Chance.

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18 Schüsse aufs Tor, nur 3 drinnen

Dass das Spiel ein Arbeitssieg war, zeigen auch die Torschüsse. Ganze 18 Mal versuchten die FC Bayern Frauen, den Ball in das gegnerische Netz zu bekommen. Nur drei Mal hat es funktioniert. Dabei waren Torchancen, die eigentlich eine sichere Bank hätten sein können.

Zum Beispiel setzte Mattner den Ball schon zu Beginn des Spiels nur ganz knapp neben den Pfosten und Tanikawa schoss den Ball in der 66. Minute deutlich über das Tor. Auch aus den vier Ecken wurde nichts. Keine von ihnen zielte scharf aufs Tor. Spätestens in dieser Beziehung fällt das Fehlen von Klara Bühl dann doch auf.

Das Vertrauen in Potsi und Mattner hat sich ausgezahlt

Sie haben zwar keine Tore geschossen, doch verstecken brauchten sich die Youngsters der FC Bayern Frauen heute keineswegs. Sarah Mattner kam direkt nach zwei Minuten mit einem starken Abschluss aus 14 Metern zum Zug, wobei der Ball nur knapp neben dem Pfosten landete.

Und auch in der 44. Minute glänzte die 23-Jährige noch einmal, als sie eine eindrucksvolle Flanke auf Harder spielte, die den Ball nur knapp nicht erreichte. In der 57. Minute versuchte Mattner noch einmal einen eigenen Abschuss, der jedoch im Aus landete.

Auch Kassandra Potsi hatte gute Chancen. In der 31. Minute klärte sie zunächst sehenswert einen gegnerischen Angriff, kurz nach der Halbzeit kam sie dann nach einer Harder-Flanke zu einer guten Chance, konnte den Ball aber zu schlecht für einen Abschluss kontrollieren. Die 18-Jährige versuchte es in der 84. Minute noch einmal: Harder spielte eine Flanke, die die Gegnerinnen nicht verteidigen konnten und so hatte Potsi die Chance auf den Führungstreffer für die FCB-Frauen.

Es ist mit Sicherheit der Belastungssteuerung zu verdanken, dass sowohl Potsi, als auch Mattner starten durften, doch dem Spiel und vor allem den Spielerinnen tat das gut. Besonders Potsi, die heute ihr Liga-Startelfdebüt für den FCB feierte und dabei gleich die vollen 90 Minuten durchspielen durfte, dürfte sich über das Vertrauen des Trainerteams gefreut haben. Beide machten eine durchaus gute Figur und an ihnen lag es weniger, dass das Team phasenweise Probleme hatte.

Wie geht es weiter?

Eine Glanzleistung war das Bremen-Spiel sicherlich nicht, doch der Sieg steht im Vordergrund. Zumal Wolfsburg in Frankfurt gewinnen konnte. Trotz der personellen Probleme konnte man den Vorsprung halten.

Nun geht es weiter, denn die nächste Woche wird arbeitsreich: Am Mittwoch fordert Paris Saint-Germain die Münchnerinnen in der Champions League heraus (Anstoß: 21 Uhr) und am Samstag wartet der VfL Wolfsburg, aktuell Tabellenzweiter, am 10. Bundesliga-Spieltag (Anstoß: 17:55 Uhr).

Beide Spiele wird der FC Bayern auswärts bestreiten – zu der Belastung durch die Spiele kommen so zusätzlich Reisestrapazen auf die Spielerinnen zu. Keine leichte Ausgangssituation für den FCB.

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