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Vorschau: DFB-Pokal 1. Runde FC Nöttingen

Christopher Trenner 07.08.2015

In diesem Jahr hat das Los “FC Bayern” ein Verein aus Remchingen, genauer gesagt der Verein des Ortsteils FC Nöttingen gezogen. Der Verein umfasst den breiten Sport der Gegend und unterhält Abteilungen für Fußball, Tischtennis, Schnürles und Basketball. Die Farben des rund 850 Mitglieder zählenden Vereins sind Lila-Weiß. Die Basketball-Damen spielen in der 1. Damen-Basketball-Bundesliga.

Mit Trainer Michael Wittwer kam der Aufstieg

Der FC Nöttingen hat sich in den vergangen fünf bis zehn Jahren zwischen der vierten und fünften Liga etabliert. Mit Spieler bzw. mittlerweile Trainer Michael Wittwer, der immerhin knapp 150 Bundesligaspiele für den Karlsruher SC bestritten hat, kam der Erfolg nach Baden. Nach vielen Jahren reinen Amateurfußballs, schaffte das Team 2004 um die ehemaligen KSC-Profis Gerd Dais als Trainer und Michael Wittwer überraschend den Aufstieg in die Regionalliga Süd. Hier konnte sich der Verein aber nicht etablieren und stieg nach nur einem Jahr wieder ab. Es dauerte weitere fünf Jahre, bis der Verein den nächsten Erfolg schaffte: Der Sieg im BFV-Pokal 2011/12 – der Badische Pokal, der den nördlichen Teil Badens abdeckt. Für den BFV-Pokal sind automatisch alle Drittliga-, Regionalliga-, Oberliga-, Verbandsliga- und Landesligavereine Nordbadens der laufenden Spielzeit qualifiziert, sowie die Landesligabsteiger der vorangegangenen Spielzeit. Dem Sieger dieses Wettbewerbes winken die 1. Runde im DFB-Pokal und damit beachtliche Einnahmen. Bei der ersten Teilnahme unterlagen die Nöttinger Hannover 96 mit 1:6, im Folgejahr Schalke 04 mit 0:2. Nach dem abermaligen Sieg im BFV-Pokal 2014/15 kommt es nun zum Duell mit dem FC Bayern München.

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In der Liga fehlt es dem Verein den letzten Schritt zu gehen und sich nachhaltig im Profi-Fußball zu etablieren. Er hat aber auch Pech mit den Übergängen von der 4. in die 3. Liga. Zum Ende der Saison 2013/14 stieg Nöttingen in die Regionalliga auf. Die Regionalligasaison 2014/15 schloss man als Aufsteiger auf dem 15. Tabellenplatz einer 18er-Liga ab. Da sowohl die Kickers Offenbach als auch der 1. FC Saarbrücken in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga scheiterten, bedeutete dies den sofortigen Wiederabstieg in die Oberliga Baden-Württemberg.

Wie bei vielen Vereinen, die sich zwischen der 3. und 6. Liga bewegen, spielen auch in Nöttingen zahlreiche Spieler, die den ganz großen Sprung aus den Jungendabteilungen der Bundesligisten nicht geschafft haben. Für die Lila-Weißen stürmt unter anderem Sebastian Hofmann, der die Jugend des KSC bzw. der TSG Hoffenheim durchlief. Vorher spielte dieser auch in Ingolstadt und für Regensburg, konnte sich aber bei beiden Vereinen auch aufgrund von Verletzungen nie wirklich durchsetzen. Ein weiterer Spieler mit einem ähnlichen Karriereverlauf ist Mario Horn. Dieser spielte unter anderem für die A-Jungend beim VfB Stuttgart. Von dort ging es über den VfR Aalen nach Nöttingen. Im Schnitt ist die Elf 24,3 Jahre alt, wobei Michael Schürg mit 30 Jahren der älteste Profi ist.

Bisheriger Verlauf der Vorbereitung

Während sich der FC Bayern vergangene Woche um den DFL-Supercup mit dem amtierenden DFB-Pokal Sieger VfL Wolfsburg gemessen hatte, ging es für Nöttingen bereits wieder um die Qualifikation für die DFB-Pokal Saison 2016/17. Es stand die zweite Runde im BFV-Pokal an. Dort setzten sich die Nöttinger souverän mit 5:0 gegen den Landesligisten 1. FC 08 Birkenfeld durch. Der linke Mittelfeldspieler Mario Bilger traf dabei doppelt. Ansonsten gab es noch drei Siege hohe Siege gegen Verbands- bzw. Kreisligisten. Im Gegensatz zu vielen anderen Amateurmannschaften ist der FC Nöttingen aber noch nicht wieder im Spielbetrieb. Die Saison der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg startet erst am Wochenende – parallel zum DFB-Pokal.

Worauf muss der FC Bayern achten?

  • Wie zu beginn jeder Saison heißt es früh den Rhythmus aufnehmen und zu finden. Nach zahlreichen Freundschaftsspielen und einem Pflichtspielen sollte dieser langsam in Reichweite sein. Allerdings bestritten die Münchner diese Partien allesamt gegen Mannschaften aus den ersten Ligen bzw. dem chinesischen Meister. Ein klassischer Underdog war nicht dabei. Zudem gab es auch aufgrund einiger kleiner Verletzungen immer wieder Spieler die geschont wurden.
  • Ein Auge gilt es sicherlich auf Top-Torjäger Michael Schürg zu werfen, der in der vergangen Regionalligasaison 14 Tore in 30 Spielen geschossen hatte. Er erzielte damit fast jeden dritten Treffer seiner Mannschaft. Diese hat sich mit 50 Toren als durchaus konkurrenzfähig erwiesen, allerdings führten die 67 Gegentore in 34 Spielen zum Abstieg.
  • Interessant wird zu sehen, ob Pep Guardiola die Chance nutzt und einigen Spielern nach dem Audi-Cup eine kleine Verschnaufpause vor dem Bundesligastart am kommenden Freitag gibt oder ob er versucht weiterhin Spieler wie Vidal und Costa ins neue Spielsystem zu integrieren.

Mögliche Aufstellung: Neuer – Lahm, J. Boateng, Alaba – Xabi Alonso – Robben(Bernat), Vidal, Thiago (Götze), Douglas Costa – T. Müller, Lewandowski

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