Boateng – Der angezweifelte Weltstar

Maurice Trenner 19.04.2021

Alleine bei der Meisterfeier

Bei Jérôme Boateng denke ich oft zurück an den 18. Mai 2019. Im ersten spannenden Saisonfinale seit Jahren hatte der FC Bayern gerade unter Trainer Niko Kovač einen furiosen 5:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt errungen. Freudetrunken stand ich in der Südkurve und schaute auf die Spieler, die mit der Meisterschale vor den Fans feierten. Doch fast zwangsläufig wanderte mein Blick immer wieder abseits der jubelnden Spielertraube.

Dort saß, alleine zwischen rot-weißem Konfetti, der Weltmeister sowie Ex-Weltklasse-Innenverteidiger, nur umgeben von seinen Töchtern. Apathisch ist das Wort, das mir in den Kopf schoss als ich ihn da sah. Eine Mannschaft hier und ein Einzelspieler dort. Wie konnten sich diese zwei so trennen? Der Abschied und die Trennung schienen unausweichlich in diesen Tagen. Und doch sollte alles ganz anders kommen.

Die Geschichte von Jérôme Boateng beim FC Bayern ist auch die eines Spielers, an dem immer wieder gezweifelt wurde.

Ein Anfang mit Höhen und Tiefen

Als Jérôme Boateng im Sommer 2011 zum deutschen Rekordmeister stieß, schlugen dem Verein und dem Spieler die erste Welle von Häme im Internet entgegen. Sicherlich auch aufgrund seines selbstsicheren Auftretens in Verbindung mit seiner Lebensgeschichte wurde er als überheblich abgestempelt. Der Berliner Junge, der in Hamburg oft vom Platz flog und dann in Manchester nach den Sternen griff, um zu scheitern.

Und tatsächlich hatte der 23-jährige Boateng von damals wenig gemeinsam mit dem Spieler, der schon drei Jahre später in Rio den Weltmeisterpokal in den Himmel recken würde. Der Innenverteidiger war vielmehr ein Rohdiamant, der geschliffen werden musste. Zu Beginn war er vor allem ein für seine Größe extrem dynamischer Verteidiger.

Boateng im Konfettiregen: Nachdenklich nach der Meisterschaft 2019

Extrem dynamisch und pfeilschnell: Jérôme Boateng war eine Art Alphonso Davies 1.0, als letzterer noch E-Jugend spielte. Zumindest wirkte er so neben dem 7,5-Tonner Daniel van Buyten und dem immer etwas hüftsteifen Holger Badstuber. Dennoch war Boateng noch nicht fokussiert genug. Allzu oft setzte er erst im allerletzten Moment zum Sprint an, wenn es (fast) schon zu spät war. Sicherlich einer der Gründe, weswegen ihm eine gewisse Überheblichkeit zugeschrieben wurde. Im Arbeiterfußball der Bundesliga-Verteidigung war er von Anfang an anders.

Denn die typischen Qualitäten eines Innenverteidigers gingen ihm oft noch ab. Es waren seine Stellungsfehler, weswegen er die berüchtigten Sprints anziehen musste. Es war sein fehlender direkter Zugriff, der ihn zu vielen Grätschen zwang. Bis 2014/15 flog der Nationalspieler in jeder Saison mindestens einmal mit roter Karte vom Platz.

Der Aufstieg und die Titel

Erst unter Jupp Heynckes lernte der Nationalspieler die Qualitäten, die ihn später auszeichnen würden. Der Erfolgscoach hatte ein unheimlich gutes Gespür für einzelne Spieler und schaffte es, für Boateng eine hervorragend passende Rolle im Triple-Team zu schaffen. Neben dem ruhigeren und defensiv stärkeren Dante konnte sich die Nummer 17 in Ruhe entwickeln und wachsen. In der Saison 2012/13 riss Boateng die Rolle des Abwehrchefs langsam aber sicher an sich.

In der Nationalmannschaft war Boateng anfangs noch ein Pendler zwischen den Welten. Gerade aufgrund seiner Athletik wurde er von Löw bei der WM 2010 als Linksverteidiger und bei der EM 2012 als Rechtsverteidiger aufgeboten. Eine Rolle, die er auch in seiner ersten Saison in München zwölf mal ausfüllte. Doch spätestens in der Triple-Saison machte Boateng seine Ansprüche auf einen zentralen Posten in der Verteidigung des späteren Weltmeisters klar. Nur um dann zu Beginn des Turniers wieder auf der rechten Außenbahn zu verteidigen, die er im Verein fast nie spielte.

Erst zum Achtelfinale schob der Bundestrainer Boateng in die Innenverteidigung, wo er mit Mats Hummels ein starkes Duo abgab. Ausgerechnet Hummels. Der Ur-Münchner, der den Verein früh zum nun ärgsten Rivalen verlassen hatte. In der Nationalelf 2014 war er der Batman und Boateng sein Robin.

Peps wahrer Quarterback

Dabei hatte sich Boateng beim FC Bayern zum unangefochtenen Abwehrboss gemausert. Unter Pep Guardiola erlebte der gebürtige Berliner seine stärkste Phase und stieß endgültig in die Weltklasse vor. Boateng war der Kopf einer Hintermannschaft, die in drei Guardiola-Jahren nur 58 Gegentore hinnehmen musste.

Auf dem absoluten Höhepunkt seines Schaffens rund um die Saison 2014/15 vereinte Boateng die Qualitäten eines modernen Innenverteidigers wie nur wenige andere. Er hatte eine ihresgleichen suchende Leichtigkeit, mit der er Zweikämpfe für sich entschied. Seine Athletik hatte er durch diszipliniertes Training halten können. Dazu wurde er unter Guardiola zum überragenden Spielmacher, der aus tiefer Position sowohl Schaltzentrale als auch Passgeber in die Tiefe war. Der Boateng jener Tage ist auf einer Stufe mit den Peaks von van Dijk und Ramos im letzten Jahrzehnt.

In der Saison 2013/14 brachte er pro Spiel 9,4 von 13 langen Bällen an den Mann. In der Saison 2014/15 gab er als Innenverteidiger 0,8 Torschussvorlagen pro Spiel. An guten Tagen landeten seine halbhohen Pässe mit der Schärfe einer Habanero-Chili und der Präzision eines schweizer Uhrwerks millimetergenau im Lauf des Stürmers hinter der Abwehrkette. An schlechten Tagen betrug die Streuung wenige Zentimeter.

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Bei diesem Video kann man nicht anders als fünfzehn Minuten lang sprachlos mit offenem Mund vor dem Rechner zu sitzen.

Dass die starke Saison 2014/15 von Boateng international nur wenig Beachtung fand, liegt daran, dass eine Aktion weltweit für Aufsehen sorgte. Im Hinspiel des Champions-League-Halbfinals dribbelt Lionel Messi direkt auf Boateng zu und schlägt ein, zwei Haken woraufhin Boateng rückwärts auf sein Gesäß fällt. Die ultimative Demütigung. Ein Move, der den Verteidiger ähnlich alt aussehen lässt wie Allen Iversons Step-Over gegen Tyronn Lue. Sofort ging das Video viral und das Bigger Picture ging verloren.

Langsamer Abbau

Doch mit dem Abschied von Guardiola begann auch der langsame Abbau bei Boateng. Gleich mehrere Verletzungen warfen ihn zudem aus der Bahn, weshalb er nach der EM 2016 bis in den September 2017 insgesamt 270 Tage verpasste. In den beiden Spielzeiten zusammen brachte Boateng es nur auf 32 Ligaeinsätze. Das vermeintliche Traum-Duo der beiden besten deutschen Innenverteidiger des Jahrhunderts Boateng und Hummels, der 2016 an die Isar wechselte, wurde auch deshalb nicht direkt warm.

Doch wurde Boateng als Abwehrchef in dieser Zeit auch viel angekreidet, wofür er nicht direkt verantwortlich war. Die Verteidigung ohne Kapitän und Weltklasse-Rechtsverteidiger Lahm benötigte Zeit, sich zu finden. Manuel Neuer und David Alaba rutschten zeitgleich in eine kleine Schaffenskrise. Die gesamte defensive Stabilität ging auch systembedingt unter Trainer Carlo Ancelotti etwas verloren. Obwohl die Münchner eigentlich tiefer verteidigen wollten, waren sie defensiv instabiler als mit dem ballbesitzorientierten Offensivfußball unter Guardiola.

In diese Zeit fiel auch die Selbstfindungsphase von Boateng als Entrepreneur. Seit Frühjahr 2015 wird er durch die Agentur RocNation, an der Rapper Jay-Z beteiligt ist, vertreten. Im März 2016 erschien seine eigene Brillenkollektion. Zwei Jahre später sein eigenes Lifestyle-Magazin. Vorstandschef Rummenigge kritisierte damals im Rahmen einer Champions-League-Reise nach Rostow, dass Boateng “zur Ruhe kommen muss”, es “zu viel Hype” um ihn gäbe und er “back to earth” kommen müsse. Aussagen, die bei Boateng nicht gut ankamen.

Geplagt von Verletzungen und ohne seine markentypische Athletik eilte der Innenverteidiger seiner Bestform hinterher. In Situationen, die er vor Jahren noch durch Athletik geklärt hatte, schwamm er zusehends. Seine berüchtigten langen Bälle wurden immer häufiger zum Selbstzweck, brachten gegnerische Abwehrreihen aber nur noch selten in die Bredouille. Fast folgerichtig wurde der Nationalspieler dann von Jogi Löw in einem Akt der Verzweiflung zusammen mit Müller und Hummels aus dem Kader verbannt.

The Revenant

Den Ausbruch aus diesem Abwärtsstrudel schaffte Boateng erst unter Hansi Flick. Erneut war es ein spielernaher Trainer, der es schaffte, für den alternden Superstar eine geeignete Rolle im Kader zu finden. Anfangs durch den Kreuzbandriss von Niklas Süle aus der Not geboren, blühte Boateng ganz ähnlich wie unter Heynckes in einem geordneteren Defensivsystem wieder auf. An der Seite des neuen Abwehrchefs Alaba konnte er befreiter aufspielen.

Im Champions-League-Finalturnier war er es immer wieder, der seinem Abwehrchef die Show stahl und dessen Aussetzer gerade im Herausrücken ausbügeln musste. Boateng war zwar nicht mehr der Boss alter Tage, doch wusste er nun mit Erfahrung zu glänzen. Durch seine professionelle Einstellung, die auch Sandro Wagner zuletzt lobte, schaffte er seinen Athletikabbau zu verlangsamen. Als am Saisonende die Titelfeiern anstanden, war Boateng inmitten seiner Teamkollegen und nicht mehr am Rande wie noch im Vorjahr.

Boateng im Konfettiregen: Glücklich nach dem Double von Berlin 2016

Ein letztes Hurra? Denn als bereits Stimmen laut wurden, dass Löw mit einer Rolle rückwärts den verdienten Nationalspieler zurück ins Team holen könnte, begann die Saison 20/21. In einem extrem engen Terminkalender ohne Pausen schafften es die Flick-Bayern zu keinem Zeitpunkt, defensiv stabil zu agieren. In jeglicher Besetzung wirkte die Abwehr wie ein überforderter Hühnerhaufen, wenn der Fuchs im Stall steht. Boateng war hier keine Ausnahme: Stellungsfehler, einfache Ballverluste und fehlender Zugriff prägten sein Spiel. Dennoch wirkte er oft noch wie das stabilste Fundament im wackeligen Kartenhaus der Münchner Defensive.

Im letzten Vertragsjahr war dies kein Empfehlungsschreiben und wohl auch deshalb zog der Verein die Reißleine. Ohne den Charme vergangener Tage setzte man – mitten im internen Machtkampf zwischen Flick und Salihamidzic – seine verdienten Spieler alter Tage vor die Tür. Wohl vor dem Champions-League-Viertelfinal-Hinspiel gegen Paris erfuhr Boateng von der Entscheidung des Aufsichtsrates, die bereits am Vortag durch die Presse gegeistert war. Zwar hatte sich die Trennung schon zuvor angekündigt und der Klub wird dauerhaft in Kontakt mit Boatengs Beratern gestanden haben. Doch ist das der Abschied, den man einer der zentralen Spieler des erfolgreichsten Jahrzehnts der Vereinsgeschichte bereiten will?

Im Rückspiel des Ausscheidens gegen Paris blitzte noch einmal der Boss Boateng durch. In einer Minute des kompletten Chaos, als ein scharfer Pass von Angel Dí Maria durch den Fünfmeterraum fegt und nur knapp von Neymar verpasst wird, bleibt Boateng ganz locker und lässig. Wie selbstverständlich klärt er den Ball per Hacke kontrolliert ins Toraus. Der total ruhige Boateng im hektischen Hühnerstall – ein Bild, das bei mir zukünftig im Kopf bleiben wird.

Finale Einordnung

Wo steht nun Jérôme Boateng in der Rangliste der Bayern-Legenden? Mit aktuell 357 Spielen steht er in der Top-20 der Rekordspieler des Vereins vor Breitner und Hoeneß. Fun Fact am Rande: Mit sechs Roten Karten ist er in der Kategorie sogar Spitzenreiter. Sollten die Bayern am Saisonende Deutscher Meister werden, würde der Fußballer des Jahres von 2016 insgesamt 20 Titel im roten Trikot gefeiert haben.

Boateng hat die Drama-Saison 2012 erlebt, wurde zweimal Triple-Sieger als zentraler Bestandteil der Mannschaft und insgesamt acht mal deutscher Meister. Alleine Neuer und Müller können das über sich sagen. Dazu der WM-Titel 2014 in Brasilien. Für mich ist Boateng an seinem Peak der beste deutsche Innenverteidiger, den ich spielen gesehen habe. Das gilt auch für den FC Bayern. Er war noch kompletter als Lúcio, Hummels oder Linke. Auch den Quervergleich zu David Alaba entscheidet Boateng meiner Meinung nach für sich. Am Ende wird Boateng wohl im Dunstkreis der Top-15 der Klubgeschichte bleiben. In der Twilight-Zone der Fast-Legenden.

Deswegen werde ich am 22. Mai diesen Jahres sicherlich wehmütig zuschauen, wie Boateng durch das vom Sportchef versprochene “große Tor” verabschiedet wird und hoffentlich im Kreis seiner Mitspieler den neunten Meistertitel feiern kann.


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Munich Legend
  1. Boateng wurde leider zu oft auf sein Privatleben reduziert und seine sportl. Leistungen deshalb teils nicht objektiv beurteilt.

    In Summe war er ein hervorragender IV, welcher mal Leistungsschwankungen hatte, wie alle Sportler.

    Zur Einstufung: wer 2x das Tripple als absoluter Leistungsträger holt, ist ein ganz Großer.

  2. Absoluter Lieblingsspieler. Einer mit dem ich immer mitgelitten habe und dem ich nur das beste wünsche. Danke für alles Jerôme, und viel Glück für die Zukunft. Es tut mir in der Seele weh das er kein volles Stadion zum Abschied bekommen wird.

  3. Dann hat Uli ja jetzt endlich seinen Wunsch erfüllt bekommen. Von dem Spruch bei der Meisterfeier 2019 (“Ich würde ihm als Freund empfehlen, den Verein zu verlassen.”), über die Attacke bei RTL (“Ich würde ihn nicht [zur EM] mitnehmen.”), bis zum “großen Tor” was sein Schützling Brazzo vor dem PSG-Rückspiel aufgemacht hat. Hoffentlich zieht er sich bald endgültig zurück.

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    1. +1
      Könnte gar nicht wütender sein auf eine Person.

  4. Ach Jerome. Bei uns beiden war es direkt die große Liebe, zumindest von meiner Seite. Von Anfang an war ich von deiner Dynamik und Geschmeidigkeit beeindruckt. Diese raumgreifenden Schritte, diese Lässigkeit, ach! Auch, dass du mit beiden – gern in auffälligen Schuhen steckenden – Füßen was mit dem Ball anfangen konntest, war sofort klar. Gefühl hattest du also auch noch. Und auch wenn meine Freunde dich nicht gleich mochten und lieber Gin-Lisa-Witze machten, ließ ich nichts auf dich kommen. Mein Jerome wird der beste Verteidiger der Bundesliga, ihr Vögel – entgegnete ich dann immer. Und du hast mich nicht enttäuscht! Laserpasskönig, bester Mann im WM-Finale und obendrein mochte dich mein Alter – ääh der Hoeneß – nie so wirklich. Ein Traumprinz eben.

    Spaß beiseite: Boateng war absolute Weltklasse. Nach zwei schwächeren Jahren zeigt er nun neuerlich seit vielen Monaten stabile Top-Leistungen, auch wenn er seine Spielweise etwas anpassen musste und damit nicht mehr so brachial ist. Obendrein mit all seiner Erfahrung mittlerweile auch für die Abwehrorganisation ein ganz wichtiger Mann. Sicherlich auch ein Vorbild für junge Innenverteidiger. Eine Legende, die viele der Jungs, die jetzt in den frühen Zwanzigern sind und ihn beerben wollen, in seiner Prime im Fernsehen bewundert haben. Ein Spieler, für den es auch in der kommenden Saison noch eine Rolle bei uns gegeben hätte. (nochmal zur Erinnerung: Er ist 32 – nicht 40) Stattdessen werden nichtmal Gespräche mit ihm geführt. Kein leistungsbezogenes Angebot – nichts. Eine Entscheidung, die so dermaßen unverständlich und ihm gegenüber auch unverschämt ist, dass der Aufsichtsrat sie als die seinige verkaufen musste, um ja die Diskussionen klein zu halten. Eine Entscheidung, die den Eindruck erweckt, dass sie insbesondere deshalb getroffen wurde, um deutlich zu machen, wer das Chefchen ist.

    Jerome, das hast du nicht verdient. Aber es schmälert deine Leistungen und deine Karriere nicht. Dass du hierzu in der Öffentlichkeit schweigst und dich nicht zu einem ehrlichem Kommentar herablässt, passt zu dir. Was kümmert es die stolze Eiche, wenn das Borstenvieh sich an ihr reibt.

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    1. Danke Ju, du sprichst mir aus der Seele.

    2. Großartig Ju. Hätten manche in unserem Club nur einen Bruchteil dieser Größe oder jener von Boa, …
      Danke.

    3. @JU +1
      Als Boa nach den Spielen noch als Interviewgast gefragt war, habe ich mir seine Einschätzungen auch immer gerne angehört. Ein erfahrener Lehrmeister hätte der Abwehr auf jeden Fall in der nächsten Saison noch gut getan. Und ob Upa oder vielleicht doch eher Konate der richtige Ersatz ist wird sich noch weisen.

  5. Hi Maurice, mal mach aus dem Trainer Heynckes den Trainer Kovac :-) 2019 saß Don Jupp nicht mehr auf der Bayern Bank, sondern genoß seinen Ruhestand.

  6. Guter Artikel, in dem Du schön die Stärken von Boateng und seine Entwicklung aufzeigst.

    Ich mochte Jerome immer, auch wenn ich ihn in seiner Anfangszeit gelegentlich auch mal für ein paar Sekunden verfluchte, wenn er mal wieder eine seiner Mördergrätschen ansetzen musste und riskierte vom Platz zu fliegen/vom Platz flog, weil er vorher falsch stand oder gefühlt für ne Zehntelsekunde geistig ganz woanders war :-) Sein Debüt in der Nationalmannschaft endete ja auch gleich mit der Roten. Trotzdem war ich mir damals schon sicher, der wird uns Fußballfans noch viel Freude machen, wenn er seine Anlagen/Fähigkeiten zu 100% auf den Platz bringt. Im WM Finale war er, natürlich neben Basti, für mich wie so viele andere, der Mann des Matchs.

    Jerome zeigt auch gut, wie sehr Spieler auch seiner Qualität einen Trainer benötigen. Heynckes, Pep und Flick hatten neben einem menschlichen Zugang zu ihm, ganz sicher ebenso einen klaren taktischen Plan, genaue Vorstellungen, die sie ihm – wie vielen anderen auch – auch vermitteln konnten. Plus die Fähigkeit, die Schwächen eines Spielers ebenso wie seine Stärken zu erkennen, mit ihm an den Schwächen zu arbeiten, und die Stärken durch einen geschickten taktischen Plan zu nutzen. Jerome ist ein gutes Beispiel, dass Trainer mehr können müssen als “Gehts raus und spielts Fußball” zu sagen :-)) Unter Heynckes lernte er “Abwehr” und unter Pep “Spielmacher aus der Abwehr”, in der Summe wurde er so ein Weltklasse Verteidiger. Nicht zu vergessen, Trainer reichen natürlich auch nicht, der Spieler muss auch können UND wollen. Das passte hier einfach perfekt.

    Es hat mich immer befremdet, wie die Großkopferten des FCB mit Jerome umgegangen sind/umgehen. UH und KHR müssen ja keinen Rap mögen (mag ich auch nicht) und es schräg finden, wie der Modegeschmack Jeromes ist und dass er neben dem Fußball noch andere Interessen hat. Parallel dazu muss man nur Frank Ribery ansehen. Ein ähnlicher Paradiesvogel mit ähnlichem Musikgeschmack und vor allem ähnlichen Problemen im Privaten. Es ist für mich verstörend wie unterschiedlich die FCB Großkopferten mit den beiden umgegangen sind.

    Nebenbei zeigt es auch, wie wenig die älteren Herren im Vorstand modernes Marketing in den sozialen Medien verstehen. Mit Jerome hätte der FCB einen Spieler gehabt, der bei geschickter Zusammenarbeit in den sozialen Medien international (insbesondere USA) quasi “explodiert” wäre. Nix gegen Thomas Müller oder Basti, aber außerhalb von Deutschland interessiert sich für deren Insta-Kanäle quasi niemand, nicht mal in Chicago.

    Das Potential läßt man auch bei Phonzie gerade liegen …

    Zurück zum Fußballer Jerome, ich habe mich extrem gefreut, dass er es nochmal den Herren des Vorstandes zeigen konnte, nochmal ein wichtiger Teil einer Mannschaft wurde, die erneut das Triple holte und mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut dieses Jahr die Meisterschaft. Der Jerome, der laut UH den FCB schon längst hätte verlassen sollen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Danke Pe Wi, auch dir volle Zustimmung.

  7. Es geht einer der erfolgreichsten Fußballer der Geschichte. Eine Nummer kleiner geht halt nicht bei ihm. In seiner Prime die perfekte Verbindung von Athletik und Technik. Es war immer wieder ein Genuss ihn spielen zu sehen.
    Spätestens seit der U21-EM 2009 hatte er mich. Selten, vielleicht nie, dass mich ein Spieler bei einem solchen Nachwuchsturnier so beeindruckt hat.
    Sehr schade und bitter, dass sein Abschied unter derart unwürdigen Umständen vollzogen wird. Aber er mag sich trösten, dass er auch in einigen Jahrzehnten noch in unserer Hall of Fame gerne gesehen und genannt sein wird. Während andere dann schon lange nicht mehr als eine schlechte Erinnerung sind.

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    1. Ich hoffe, dass ich mich sehr bald an manche nur noch erinnern muss.

      1. An manche möchte ich mich gar nicht erinnern.

    2. @Jo..“ Spätestens seit der U21-EM 2009 hatte er mich. Selten, vielleicht nie, dass mich ein Spieler bei einem solchen Nachwuchsturnier so beeindruckt hat.“
      Das war bei genauso. Auch im Nachhinein immer noch eine tolle Erinnerung. Da habe ich ihn das erste Mal richtig wahrgenommen. Mann eh, was für eine Granate.vom Potential war einfach alles da, was ich von einem zukünftigen Abwehrstar erwartete.

  8. Bei dem ganzen Theater, das bei uns teilweise schon seit Jahren herrscht, ist die Geschichte mit Boateng die unwürdigste.

    Zum Mannschaftssportlichen:
    Ich denke, dass wir mit Thiago, Alaba, Boateng, Flick allesamt Typen verloren haben, die gut für das Klima in der Mannschaft sind. Sportliche Vorbilder für den Nachwuchs. Leute, die ungekünstelte Autorität und Ruhe ausstrahlen.
    Viel Spaß nächste Saison.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das sehe ich genauso. Was diesen Verein immer ausgezeichnet hat, war neben Hochleistung auch immer Menschlichkeit. Die bauen wir gerade massiv ab, nur um Brazzo zu befrieden???

      Das ist nicht gut!

    2. Angeblich soll sogar Gerland über seinen Abschied nachdenken. Ich fass es nicht. Gerland???

    3. ich finde die Aufzählung in diesem Kontext (ist ja jetzt schon mehrmals aufgetaucht), von daher interessant, als sowohl Thiago als auch Alaba ihre Entscheidungen ja unter einem Trainer Flick getroffen haben. Ich glaube nicht, dass er ausschlaggebend war, aber das nun alleine Brazzo vorzuwerfen und sie alle als seine “Opfer” darzustellen (hast weniger du getan als andere) ist schon befremdlich. Bei Thiago lag ein fertig verhandelter unterschriftsreifer Vertrag vor, bei Alaba waren hier doch alle einig, wer der böse Bube ist – von daher ist die Volte, ihn nun als Vorbild einzuordnen, auch interessant. Was wurde der hier vor einigen Wochen beschrimft und charakterlich angezweifelt. Plötzlich soll auch hier Brazzo der Buhmann sein?

  9. Nachtrag:
    Stellt euch mal vor, es wären Leute im Stadion – 70 000 die dem Chefchen ihre Meinung kundtun…
    Fans, die Boa würdig verabschieden.
    Schade…

  10. Neben Jeromes sportlichen Highlights bleibt auch sein Revanche-Shouting gegen BVB-Subotic in bester Erinnerung: https://pbs.twimg.com/media/BLMiTCgCEAEm-3Z.jpg

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das weckt Erinnerungen :-)

      1. Das tut mir echt fast weh, dass ich das vergessen habe! Absolut legendär.

  11. Danke für den Artikel, Maurice. Ich war lange für einen Verbleib von Boateng, habe ja auch im Podcast argumentiert, unter welchen Bedingungen er eine gute Kaderoption gewesen wäre. Aber ich glaube, letztendlich war es nicht möglich, ihn angesichts der Entscheidungen in den letzten 2-3 Jahren noch weiter zu halten. Aus allen Perspektiven. Schade, aber so ist das eben manchmal. Wie schwer dieser Verlust wiegt, werden wir erst in ungefähr einem Jahr beurteilen können.

    War mir wichtig, meine Meinung zum Artikel noch loszuwerden, bevor ich etwas Generelles loswerden möchte:

    Ich bin mir bewusst, dass mir das sehr wahrscheinlich wieder als Dünnhäutigkeit ausgelegt wird, ist ja auch nicht das erste Mal, dass ich so etwas schreibe. Aber ich habe in den letzten 4-5 Tagen (leider) die Zeit gehabt, alle Kommentare hier zu lesen und feststellen müssen, dass es mich persönlich sehr runtergezogen hat. Der Umgang miteinander hier ist teilweise nicht besser als das, was von den gleichen Menschen beim FC Bayern kritisiert wird. Verschiedene Meinungen sind kein Anlass dafür, dass ich das schreibe. Es ist in Ordnung für mich, dass Artikel von mir inhaltlich kritisiert werden. Ist oft genug vorgekommen, ich habe oft genug Dinge dadurch lernen können. Das ist Teil dessen, was mir so Spaß macht an dem, was ich seit einiger Zeit sogar nebenberuflich machen darf. Was mich wirklich getroffen hat, ist der Ton von in etwa 5-10 Kommentator:innen hier. Abschätzig, nah an der Beleidigung, unterstellend – und das von Anfang an. Meine Reaktionen darauf waren mitunter pampig und unnötig, das gebe ich zu. Aber es gab ja nicht mal eine Basis, auf der man hätte diskutieren können. Ich wurde sofort in die Ecke des “Spindoktors” gestellt, der hier bewusst Sachverhalte verdrehe und eine Agenda verfolgen würde. Artikel, so viel dürfte klar sein, sind gerade bei solch komplexen Themen niemals allumfassend. Zwangsläufig fallen immer Aspekte unter den Tisch. Zwangsläufig ist es selbst bei langen Artikeln so, dass nicht alles im Detail besprochen werden kann. Dafür gibt es schließlich auch die Kommentarfunktion. Ich bin dankbar für jede:n, der:die in den letzten Tagen sachlich ergänzt, hinterfragt, kritisiert hat. Wenn ein Kommentar aber schon in den ersten Sätzen klar macht, dass der “Schreiberling” hier sowieso nur bewusst “tendenziösen” Mist schreibt, dann ist das für mich keine Diskussionsgrundlage. Ich beobachte diesen Umgang auch nicht nur bei mir, sondern ziemlich generell. In Kommentarspalten auf allen Portalen. Wann haben einige Menschen vergessen, dass hinter den verschiedenen Meinungen immer noch Menschen stehen?

    Meine Konsequenz aus den letzten Tagen ist, dass ich bis auf weiteres nicht mehr in die Kommentare schauen werde. Ich habe gemerkt, wie sie meine Psyche angreifen und dass ich mit der Persönlichkeit der Angriffe nicht umgehen kann. Deshalb bin ich erstmal raus. Ich schreibe das hier so öffentlich, weil ich zumindest mal zum Nachdenken anregen möchte. Auch mich selbst (siehe mein Eingeständnis zu den pampigen Kommentaren meinerseits). Zugleich möchte ich sagen, dass ich mir durchaus bewusst darüber bin, dass keiner meiner Artikel perfekt und unantastbar ist. Ich habe von einigen hier in den letzten Tagen auch sehr viel hilfreiches Feedback mitgenommen. Danke dafür. Und hoffentlich bis bald.

    Antwortsymbol30 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Kann dir nur zustimmen. Was hier einige Mitkommentatoren ablassen, ist wirklich kaum zu ertragen. Und ich glaube, dass viele andere das inzwischen auch so sehen. Ich vermisse inzwischen einige, wahrscheinlich haben sie sich einfach abgewandt.

      Und du kannst ruhig Ross und Reiter nennen – denn ich glaube, dass das durchaus angebracht ist.

      Ich tue das hiermit und lese die Kommentare einiger Leute hier nicht mehr (mit 918 hat das angefangen, BM, S.K. und einige weitere sind auch auf meiner Ignore-Liste).

      Diese Personen können hier gerne weiter ihre Meinung verbreiten, aber sie können auch gerne wissen, dass sie micht nicht (mehr) interessiert.

      Oder um es mit Dogbert zu sagen: I respectfully decline your invitation to join your hallucination.

    2. @Justin

      Sich die Kommentarspalte nich immer komplett zu geben, sondern evtl. nur dann, wenn man persönlich durch ein @ angesprochen wird, ist sicherlich grundsätzlich manchmal sinnvoll. Ich für meinen Teil erwarte auch nicht von den Autoren, dass sie sich die Zeit nehmen, jeden Mumpitz, den ich manchmal so verzapfe, zu lesen. Wenn sich irgendjemand von irgendetwas angegriffen oder verletzt fühlt, es mit in seinen Alltag nimmt und darauf rumkaut, ist dies auf Dauer immer ein Problem. Da sollte man immer sensibel sein und es ist schon genügend guten Leuten durch sowas der Zahn gezogen worden – die hatten dann schlicht keine Lust mehr auf den Mist.

      Dennoch möchte ich auch eine Erwiderung machen: Du bist ja nun mittlerweile der mit Abstand akrivste Part auf dieser Seite. Das war ja nicht immer so, ich habe dich damals noch bei Lahmsteiger gelesen. Das wird ja auch deswegen so sein, weil es dir einfach Spaß macht (auch wenn du sicherlich oft genervt bist – so geht es mir in Job und Hobby aber auch). Falls schon diese Grundannahme falsch ist, kann man sich das Lesen des Folgenden sparen. Wenn nicht:

      Nun hast du dich in der letzten Woche entschieden, mehrere Artikel zum Thema Flick/Brazzo/usw. zu veröffentlichen. Schon auf den ersten Artikel gab es diverse (meiner Meinung nach gesittete) Reaktionen, die dich deutlich für eine etwaige Einseitigkeit kritisiert haben. Dass du – um mal beim Spiel zu bleiben – enge Entscheidungen immer für die Heimmannschaft pfeifst. Es wurden dir auch diverse Beispiele genannt, bei denen dieser Eindruck entstand. Insbesondere auf der Grundlage, dass der Artikel von der Aufmachung her den Eindruck einer unvoreingenommenen Auseinandersetzung machte und eben nicht als KOMMENTAR gekennzeichnet war.

      Diese Reaktionen wirst du ja sicherlich reflektiert haben, immerhin hast du die Diskussion gesucht. Offenbar kamst du dabei zu dem Ergebnis, dass du die Sache dennoch richtig einschätzt – also nicht einseitig pfeifst. Ergo hast du weitere Artikel mit ähnlichen Grundannahmen, Grundaussagen und Tenor veröffentlicht. Was hast du denn daraufhin eigentlich erwartet? Es war doch total klar, dass darauf genau die gleiche Kritik folgen wird. Insbesondere deswegen, weil ja in den letzten Tagen eine Sache nach der Nächsten ans Licht kommt, die dieses Thema immer kontroverser macht. Und je kontroverser das Thema wird, desto heftiger werden auch die Positionen – auch das ist klar.

      Beleidigungen und persönliche Anfeindungen sind natürlich fehl am Platz, keine Diskussion. Da hatte ich jedoch gehofft, dass du da drüber stehst.

      Ich weiß auch, dass das geschriebene Wort teilweise eine andere Wirkung hat als jene, welche man erwartet hat. Vielleicht warst du deshalb auch überrascht über die Wirkung deiner vergangenen Artikel, ich weiß es nicht. Ich empfand sie aber tatsächlich als ziemlich tendenziös – auch wenn du dieses Wort gerade kritisiert hast. Ich habe daraufhin auch zwei davon in unsere Fussball-Whatsapp Gruppe eingestellt (nicht nur Bayern-Fans) mit der Frage, ob ich mich da aus persönlicher Antipathie gegen Brazzo bescheuert verhalte. Die Reaktion war aber deutlich, ich wurde in dem Eindruck bestätigt.

      Ein letztes noch: Niemand erwartet von dir, in diesen Artikeln eine Sache haarklein von allen Seiten zu beleuchten. Dafür gibt es Bücher und Buchreihen. Hierin bemisst sich auch nicht die Qualität eines solchen Artikels. Aus meiner Sicht ist es aber wichtig – jetzt folgt das Klugscheißen eines Nicht-Journalisten – dann auf die Ausgewogenheit zu achten ODER das Ding eben Kommentar o.Ä. zu nennen.

      Viele Grüße und hoffentlich bis bald – Julius

      1. Mir geht es, wie bereits geschrieben, gar nicht so sehr um inhaltliche Kritik. Letztendlich wurde so getan, als wäre das, was ich geschrieben habe, komplett ohne Grundlage. Sehe ich nach wie vor nicht so. Es gibt eine breite Grundlage für die Annahmen, die ich in den Artikeln getätigt habe. Wenn wir über Ausgewogenheit sprechen, dann sprechen wir eben auch über die Erfolge die manche Personen erzielt haben. Was mir unterstellt wurde: Ich würde Salihamidzic komplett aus der Schussbahn nehmen. Sehe ich nicht so. Was ich stattdessen getan habe: Flick mit ins Boot geholt, dessen Anteil an der aktuellen Situation ebenfalls groß genug ist, um darauf einzugehen. Das ist zuvor weder in den Kommentaren hier noch in den Artikeln im Boulevard passiert. Deshalb war mir diese Perspektive wichtig. Zugleich habe ich Salihamidzic oft genug kritisiert. Im Podcast, in den Artikeln, auf Twitter, auch in meinem FOCUS-Online-Artikel habe ich neulich nochmal bekräftigt, dass es durchaus streitbar ist, ob er der geeignete Mann für diese Position ist.

        Es sind nach wie vor unterschiedliche Meinungen, die hier aufeinandertreffen. Weder unterstelle ich euch eine Agenda, noch unterstelle ich euch, das Bild zu verzerren, nur weil ich anderer Meinung bin. Andersherum ist das passiert. Ich nehme mir aber heraus zu behaupten, dass ich ein bisschen mehr Einblicke in die Hintergründe habe als der eine oder andere Kommentar mir das unterstellt.

        Nochmal: Inhaltlich zu streiten oder zu diskutieren, meinetwegen. Doch die Kommentare hatten mit einer inhaltlichen Ebene ganz schnell nichts mehr zu tun, sondern waren zu Teilen diskreditierend und haben mich in eine Ecke gestellt, aus der ich nicht mehr diskutieren wollte. Auch ich habe mich in meinem Umfeld erkundigt, habe beispielsweise Journalist:innen gefragt, die ich kenne, mir dort Feedback geholt und bin zu dem Schluss gekommen, dass mein Ärger über diese Vorwürfe berechtigt ist.

        Die Meinungen sind hier teilweise einfach so festgefahren und vorgefertigt, dass alles, was dem nicht entspricht, sofort abgetan wird. Das ärgert mich. Inhaltlich stehe ich nach wie vor zu den drei Artikeln, die ich dazu geschrieben habe und auch zu den Aussagen im Podcast. Wo ich dir einen Punkt zugestehe: Ich würde den ersten Artikel nicht wieder “Einordnung” nennen. Aber auch nicht “Kommentar”. Es ist etwas dazwischen. Wie Salihamidzic aktuell im Boulevard und in vielen der Kommentare hier dargestellt wird: Das ist realitätsfern. Es mag sein, das habe ich neulich auch zugestanden, dass mein Artikel insgesamt ein bisschen zu positiv geraten ist. In den Kommentaren habe ich ja relativ schnell dargelegt, dass ich nicht überzeugt bin, dass er der Mann ist, der die nächsten 5-20 Jahre auf dieser Position prägen wird. Aber er ist eben auch nicht der Totalversager, der als Marionette von Uli Hoeneß auf den Scheiterhaufen gehört. Dazwischen, das ist einer der Gründe, weshalb ich mich hier zurückziehe, gibt es keinen Platz mehr. Und hätten wir von Anfang an diese Ebene der Diskussion gehabt, auf der man offen und respektvoll darüber sprechen kann, wäre das auch anders gelaufen. Stattdessen wurde mir allerhand Zeug unterstellt, das entweder auf der Unantastbarkeit der eigenen Meinung, oder aber auf der Abneigung mir gegenüber beruht. Anders kann ich mir so manchen verbalen Angriff nicht erklären.

      2. @Justin: Ist letzten Endes leider nichts Neues und seit Monaten Usus bei sehr vielen hier. Krasses Schwarz-Weiß Denken, und wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Verteidigt man Brazzo (oder früher Kovac) gegen ungerechtfertigte einseitige Angriffe, wird man sofort zum Fanboy gemacht.

        Mich entsetzt aktuell, wie viel Hass und Wut hier Richtung Hoeneß und Brazzo ausgeschüttet werden. Als seien wir der größte Gurkenverein, der seit Jahren nix auf die Reihe bringt. Während Flick zur Lichtgestalt erkoren wird, für deren Fehler auch noch Uli und Hasan verantwortlich gemacht werden.

        Insofern bin ich Dir ausdrücklich sehr dankbar für den Versuch, ausgewogener an die Thematik heranzugehen. Das habe ich lange Zeit vermisst und wir sind deswegen ja auch einige Male diskussionsmäßig aneinander geraten :-)

        Dass Deine letzten Artikel als tendenziös betrachtet werden, ist meines Erachtens nach das Ergebnis der einseitigen Hetze die seit Monaten von vielen (nicht nur in diesem Blog) betrieben wird. Der sportliche Erfolg des Vereins wird einzig und allein Flick zugeschrieben und dieser wird als Trainer überhöht (darauf weise ich schon seit einem Jahr hin). An allem was schief geht, ist Hasan schuld. Und jetzt wird Flicks Abschied dem Verein in die Schuhe geschoben der ihn vergrault hätte.

        Warum können wir nicht differenzierter an das Thema herangehen? Warum spielt die Tatsache von Flicks Aufstellungen in der letzten Saison so wenig eine Rolle in der Betrachtung von Thiagos Abgang? Warum können viele – wie anscheinend auch Flick – nicht akzeptieren dass sich der Verein im letzten Sommer sich in einer unklaren und bis dato einmaligen Situation befand, die nun mal finanzielle Zwänge bedeutete und zB eine Havertz Verpflichtung unmöglich machte. Warum sollten Götze oder Werner (zwei Wunschspieler Flicks) uns weiterhelfen? Der Erste hatte schon beim ersten Mal Probleme und der Zweite passt nicht in unser System.
        Warum beklagt Flick die geringere Qualität des Kaders? Ist es nicht Aufgabe des Trainers, Spieler voranzubringen? Wieso ist da sowenig passiert? Warum spielte Roca so wenig?

        Es gibt genug Themen, zu denen man Flick hinterfragen kann. Und eines sage ich klipp und klar: seine Leistung mit sechs Titeln ist nicht vergleichbar mit dem Triple von Heynckes 2013. Der hat das nämlich unter regulären Bedingungen erreicht.
        Flick war wahrscheinlich genau der richtige und perfekte Trainer für die spezielle Situation letzte Saison. Und das hat er tatsächlich hervorragend gemacht. Er ist aber noch lange nicht der Übertrainer zu dem ihn einige hier machen.

      3. Mal abgesehen davon, dass ich nicht verstehe, weswegen man einen Blog mit Forum betreibt, wenn man dann die Anregungen aus dem Forum gänzlich ignorieren möchte, weil manche eben nicht nur kritisch, sondern offen aggressiv sind und dabei persönlich werden. Nur als Kanzelpredigt mag das für euch immer noch ganz nett sein, aber wenn ihr Artikelschreiber euch nur gegenseitig beeinflussen wollt, dann braucht ihr dafür kein Forum. Unterschiedliche Meinungen, machen doch erst den Reiz an so einem Forum aus und Fußball ist doch auch keine Wissenschaft, in der abweichende Meinungen automatisch falsch sind.

        Wäre das richtige Leben wie das Internet, würde man ständig erleben, wie ein neuer Gast in eine Kneipe kommt, an einen besetzten Tisch geht, dort die Hosen herunterlässt und den Leuten die da sitzen erstmal ordentlich auf den Tisch kackt, dann an seinen eigenen Tisch geht und dort entweder den Kellner auch noch beleidigt oder in Seelenruhe seine Bestellung bei ihm aufgibt. Aber im richtigen Leben hätte so ein Verhalten Konsequenzen und deswegen passiert das dort nicht. Wie wäre es wenn man hier im kleinen Rahmen auch die Hemmschwelle bei allen Forenschreibern etwas erhöht, statt sich einfach nur zurückzuziehen. Warum dünnt man hier nicht einfach Schreiber aus, denen es nur darum geht andere anzugreifen? Eine Anmeldung mit Namen, Adresse und vor allem Handynummer, über die man einen einmaligen Freischaltcode bekommt, würde zwar immer noch nicht verhindern, dass sich Leute daneben benehmen, aber mit einer ruhigen Darlegung, was den gewünschten Ton hier betrifft, könnte man solche Leute evtl. einfangen statt sofort zu sperren.

        Es ist doch nicht nur für die Verfasser von Artikeln nervig, wenn man sich ständig mit persönlichen Angriffen auseinandersetzen muss, sondern auch für jeden hier, der nur seine Meinung teilen und diskutieren will. Ständig abfällige 1- bis 3-Zeiler kann jeder Vollpfosten verfassen und damit Leute vergraulen, die an einer ernsthaften Diskussion interessiert sind. Wenn ihr solche Personen aussortiert, dann macht ihr nicht nur euch selbst, sondern allen Leuten, die die Qualität dieses Forums hochhalten, das Leben leichter. Bei einer Anmeldung nur mit Handynummer könnte man – anders als mit E-mails von denen jeder problemlos hunderte haben kann – Nutzer aussortieren, die mehrfach negativ auffallen und wer weiß, dass er hier nicht völlig anonym handelt, hat vermutlich auch eine ganz andere Hemmschwelle sich beleidigend zu äußern.

        Die Anzahl der Kommentare und Kommentatoren würde zwar erst einmal deutlich fallen, aber die Qualität des Forums würde um Welten besser und damit dann auch wieder mehr Leute anziehen, die Lesenswerte Kommentare schreiben.

        P.S.: Ich fände es offen gesagt günstiger, wenn du deinen Kommentar als eigenen Artikel einstellen würdest, als hier beim Artikel zu Boateng. Alleine schon, damit das was du hier sagst besser Wahrgenommen wird. Außerdem wäre es vielleicht ganz günstig hier noch alle Kommentare zu lesen und sogar noch mehr Antworten als üblich zu schreiben und dich ggf. erst danach aus dem Forum zurückzuziehen. Vielleicht lassen sich ein paar Sachen kitten oder es kommen zumindest hilfreiche und tröstliche Kommentare. Auf jeden Fall alles Gute und bis irgendwann.

      4. @ Ju
        Sie schreiben:
        “Ein letztes noch: Niemand erwartet von dir, in diesen Artikeln eine Sache haarklein von allen Seiten zu beleuchten. Dafür gibt es Bücher und Buchreihen. Hierin bemisst sich auch nicht die Qualität eines solchen Artikels. Aus meiner Sicht ist es aber wichtig – jetzt folgt das Klugscheißen eines Nicht-Journalisten – dann auf die Ausgewogenheit zu achten ODER das Ding eben Kommentar o.Ä. zu nennen.”

        Das genau ist der Punkt.
        Ich habe ziemlich zeitgleich, ohne @Justins post hier schon gelesen zu haben, folgendes gepostet (Artikel Trainer-Chaos beim FC Bayern: Geflickt eingeschädelt 19.04.2021 – 13:53 )

        Ich stelle es hier noch einmal rein, weil es zum Thema gehört.
        Ich schrieb:
        stimme auch inhaltlich @Rogela zu, wenn ich auch den Begriff “Schreiberling” nicht verwenden würde, den finde ich despektierlich.

        Wir können nur spekulieren, warum @Justin jetzt schon den 2. sehr tendenziösen Artikel geschrieben hat.
        Ich habe ihn diesbezüglich ja auch gefragt (siehe: weiter oben in diesem Thread 17.04.2021 – 22:56)
        ob dieser Artikel jetzt auch bewußt positiv pro H.S. angehaucht sei, habe dazu leider keine Antwort erhalten.
        Und meine Frage war durchaus nicht provokativ gemeint, sondern wirklich interessiert und neugierig. Schade.

        Ich für mein Teil habe daraus gelernt noch genauer hinzuschaun gerade wenn diese Verzerrungen sehr eloquent daher kommen.
        Und war erstaunt darüber wie manche Mitforisten sich mit Dankesbekundigungen ob der Ausgewogenheit der Aussagen gerade zu überschlugen, um dann 3 Stunden von @Justin selbst lesen zu müssen, dass er diesen Artikel Zitat: “bewusst rosa angehaucht” hat. ( @ Justin 13.04. 13:53 )

        Uuiii, jetzt wollt ich noch mal genau nachlesen und merke, dass der 1. Artikel (ich meine er hieß “Der Konflickt”) nicht mehr auffindbar ist. Oder hab ich was übersehen?

        Was heißt das nun?
        Auch diese Frage ist nicht provokativ, sondern intersssiert gemeint.

        Nochmal kurz und knapp.
        Ich kann mit der Meinugsvielfalt in diesem Forum gut leben, finde sie sogar super.
        (Wenn auch die ewige Reduzierung auf Brazzohater etwas nervt, das greift ja viel zu kurz).

        Hier sind so intelligente, faktenkundige, analytische denkende, selbstbewußte, humorvolle, tiefsinnige und pfiffige Mitforisten unterwegs, das es immer wieder eine wahre Freude ist.
        Da finds ich uns gegenüber nicht gerade wertschätzend, wenn man dann solche Artikel serviert bekommt.
        Das ist, was mich wirklich wurmt…
        soweit der fast zeitgleich gepostete Beitrag ..

        Es gäbe Vieles noch anzuführen, aber noch was:
        Ich habe in meinem langen post, in dem ich den Aufstieg H.S.s bildhaft beschrieben habe (Stichwort: “Brazzo mit den großen Schuhen) explizit darauf hingewiesen, dass ich denke, dass H.S. seine Qualitäten hat. Wie jeder von uns. Aber klar sollte doch auch geworden sein, dass es so unglaublich wichtig ist, dort zu wirken, wo man seine Fähigkeiten auch entfalten kann.
        Was hilft ein Grobmotoriker in der Uhrenwerkstatt und ein Feinmotoriker auf dem Bau? Sie können nur Schaden anrichten.
        Ich glaube sogar geschrieben zu haben, dass mir H.S. eigentlich leid tut, weil er für mich zu große oder die falschen Schuhe angezogen bekommen hat und damit zwangläufig Schaden anrichten muss.
        Also,.. ich hatte nie einen Funken Hass gegen H.S.
        Hinterfragen muss man viel mehr die Rolle U. Hoeneßs, der ihn in diese Position gehievt hat.

        @ Justin, ich kann Ihren Entschluss verstehen und hoffe, dass er zeitlich begrenzt ist, denn auf Dauer stelle ich es mir auch schiwerig vor zwar Artikel zu schreiben, jedoch des Feedback derselben nicht zu begleiten.
        Und Ich habe in meinem oben geschriebenen Beitrag geschrieben, dass ich gelernt habe noch besser hinzuschauen was ich zu lesen bekomme, aber Ihre Reaktion @Justin veranlasst mich auch dazu bei mir wachsamer und genauer mit Worten umzugehen.

        In diesem Sinne kann ich mich Julius anschließen und sage hoffentlich bis bald

        “Wenn die Macht der Liebe über die Liebe zur Macht siegt, wird die Welt Frieden finden.” (Jimi Hendrix)
        … wäre schon schön, wenns nur das Forum wäre

      5. @Hans501

        Erstmal danke für deine Mühe. Ich lasse mir das durch den Kopf gehen, was du geschrieben hast. Allerdings wird es angesichts des immer schärfer werdenden Datenschutzes kaum realisierbar sein, hier die Schwelle zu erhöhen. Was sicherlich möglich wäre, ist das Sperren von Kommentaren und dann auch das Sperren von Kommentator:innen. Allerdings hat das, als wir es versucht haben, ebenfalls eher zu Unruhe geführt. Sogar bei jenen, die sonst sehr sachlich kommentieren. Ich war damals der “Diktator”, der hier die Kommentare zensiert. Dürfte dann jetzt vielleicht auch mal aus der Welt sein, dass ich hier alleine über irgendwas bestimme. Weil dann hätte ich wohl in den vergangenen Tagen einiges gesperrt. Weil ich aber selbst “betroffen” war und ich nicht emotional agieren wollte, habe ich sie stehen lassen.

        Sei’s drum. Ich werde ja nicht für immer nichts mehr lesen. Ich brauche nur jetzt gerade eine Pause auf unbestimmte Zeit. Und in dieser Pause werde ich darüber nachdenken, wie ich damit umgehen kann und werde. Eine Sache noch, weil es mir wichtig ist: Ich tausche mich selbstverständlich nicht nur mit Leuten aus, die zu allem “Ja” und “Amen” sagen, was ich schreibe und mache. Da bin ich schon selbstkritisch genug, um mich nicht irgendwo zu sonnen. Allein der Ton macht in vielen Fällen halt die Musik.

        Liebe Grüße und auf bald.

      6. @S.K.

        Hier das komplette Zitat: “Ja, an manchen Stellen durchaus auch bewusst positiv angehaucht, aber keinesfalls beschönigend.”

        Der Satz war anders formuliert, als ich ihn meinte. Richtig ist, dass ich in dem von dir gemeinten Artikel bewusst auf positive Aspekte seiner Arbeit eingegangen bin. Dabei ist der eine oder andere Kritikpunkt unter den Tisch gefallen, der im Artikel für eine “Einordnung” wichtig gewesen wäre. An anderer Stelle habe ich bereits eingestanden, dass “Einordnung” der falsche Begriff war. Es war eine journalistische Darstellung, die sich auf eine Perspektive fokussiert hat, die sonst fast nirgendwo zu lesen ist: Was hat Salihamidzic eigentlich gut gemacht in den letzten Jahren und in welchen Punkten könnte er Argumente für sich verbuchen? That’s all. Ich würde im Nachhinein weder den Begriff “Einordnung”, noch den Begriff “Kommentar” nutzen, sondern irgendetwas dazwischen. Ich habe meinen Informationsstand geteilt und, hier komme ich auf das Zitat zurück, bewusst geschaut, welche Punkte zu mehr “grau” in der Debatte beitragen könnten. Dafür habe ich diesen Artikel geschrieben. Nicht, weil ich ein Interesse daran habe, dass Salihamidzic möglichst lange Sportvorstand bleibt. Nicht, indem ich mir irgendwelche Dinge aus den Fingern gesaugt habe. Nicht, weil ich eine Agenda verfolge. Sondern, weil ich an einer offenen und fairen Diskussion interessiert bin. Würde ich den Artikel mit dem Wissen der hervorgebrachten Reaktionen nochmal schreiben, würde ich wohl im Fazit noch klarer machen, dass ich in keinem “Team” bin. Ich bin weder eindeutig Pro Flick, noch eindeutig Pro Brazzo. Ich sehe bei beiden Fehler, ich sehe bei beiden Ursachen für die aktuelle Situation. Und bei anderen innerhalb des FC Bayern ebenso. Ich habe hier aber nichts “verzerrt”. Dabei bleibe ich.

        “Da finds ich uns gegenüber nicht gerade wertschätzend, wenn man dann solche Artikel serviert bekommt.
        Das ist, was mich wirklich wurmt…”

        Und dazu fällt mir nun wirklich nichts mehr ein. Dann musst du vielleicht den Kellner wechseln, weil ich diese Art der Kritik nicht nachvollziehen kann und dementsprechend auch nicht umsetzen werde.

      7. “Der Konflickt” ist übrigens unsere Podcastfolge 200 oder 199. Nicht ganz sicher. Ist auch weiterhin online. Hier wird nichts zensiert, gelöscht oder nachträglich in ein anderes Licht gerückt, ohne es zu kennzeichnen.

      8. @ Justin

        Sie schreiben:
        “Ich würde im Nachhinein weder den Begriff “Einordnung”, noch den Begriff “Kommentar” nutzen, sondern irgendetwas dazwischen. ”

        Damit kann ich leben. Passiert ist es halt anders und darauf gabs Kritik.

        Sie zitieren mich mit:
        “Da finds ich uns gegenüber nicht gerade wertschätzend, wenn man dann solche Artikel serviert bekommt.
        Das ist, was mich wirklich wurmt…”

        Dazu sage ich:
        Damit meine ich eben “falsch etikettierte” Artikel, ob bewußt oder unbewußt, wobei doch Ausdruck “bewußt” rosa eingefärbt von IHNEN kam.

        Sie schreiben:
        “Und dazu fällt mir nun wirklich nichts mehr ein. Dann musst du vielleicht den Kellner wechseln, weil ich diese Art der Kritik nicht nachvollziehen kann und dementsprechend auch nicht umsetzen werde.”

        Die Frage darf erlaubt sein, wenn wir in dem Bild des Kellners bleiben, warum ich den Kellner wechseln soll, nur weil ich erwarte, dass ich einen Schweinebraten bekomme, wenn er mir doch als solcher auf der Karte angeboten wurde.
        Ich bin sicher, würden Sie in der Gaststätte laut Karte einen Schweinebraten bestellen und würden, sagen wir, einen Rinderbraten bekommen, dann würde Sie das mindestens wurmen.
        …und man würde seinem “Gewurmtsein” Ausdruck verleihen.
        Wie sehr Sie sich gewertschätzt fühlen würden, falls Ihnen das der Kellner bewußt untergejubelt hätte, das mögen sie sich selbst beantworten.
        Ich sage nochmal deutlich, das unterstelle ich Ihnen nicht, sondern das Wort “bewußt” haben sie eingeführt und da wurde ich stutzig.
        Ich würde meine es war eine Unbedachtheit, ein nicht so Genaunehmen, auch da würde ich mich als Gast (jetzt wieder Gaststätte) nicht so gewertschätzt fühlen.
        Aber sei es drum,… das war also praktisch unsere “Vergangenheit in der Gaststätte”. Ok.

        Ihre heutige Aussage:
        “Und dazu fällt mir nun wirklich nichts mehr ein. Dann musst du vielleicht den Kellner wechseln, weil ich diese Art der Kritik nicht nachvollziehen kann und dementsprechend auch nicht umsetzen werde.”

        Was meinen sie mit “Art der Kritik” ? Dass ich mir getraut habe zu sagen, ich sehe hier einen Rinderbraten und keinen Scweinebraten?
        Dass ich mich bei der Anmerkung im Ton vergriffen hätte , werden Sie mir nicht unterstellen können, im Gegenteil, ich habe mich bemüht genau zu zitieren.

        PS: noch eine Frage, und wie gesagt aus Interesse.
        Haben Sie den Artikel “Der Konflickt” rausgenommen und wenn warum? Oder find ich den nur nicht mehr?

      9. Danke für die Antwort, @Justin. Im Thema Datenschutz bin ich nicht so drin, dass ich die Fallstricke erkennen könnte, die es zweifellos gibt. Ich hätte erwartet, dass man gesammelte Daten nur nicht einfach so weitergeben darf, aber das wäre wohl zu einfach. Ich wünschte mir nur sehr sehr oft ein anderes Internet, in dem alle weniger anonym wären mit den daraus resultierenden Folgeerscheinungen. Hier sind wir ja sogar noch alle auf der selben Seite und haben alle gemeinsam das Wohl ‘unseres’ FCB im Sinn und trotzdem werden Meinungen auch hier häufiger mit harten Bandagen angegriffen, als dass man gegen die Aspekte argumentiert, die man anders sieht. Dass mancher seine Meinung verteidigt, als wäre sie die Identität, kann ich tatsächlich nachvollziehen, hat man doch hier im Internet kaum etwas anderes, um sich zu definieren – kein Lächeln, kein zustimmendes Nicken, wenn Worte zu viel wären und häufig nicht einmal das Bedürfnis zur Übereinkunft, das man im normalen Leben schon durch simple Höflichkeit zum Ausdruck bringt. Da hilft dann wohl nur noch Abhärtung: Am besten besorgt man sich dafür ein Foto von einer dunkelhäutigen Frau, eröffnet ein Twitter-Profil und fängt an gegen rechts zu schreiben. Nach drei Tagen fühlt man sich hier wieder wie in der Kuscheloase mit Wohlfühlgarantie … es sei denn man muss umziehen, weil doch irgendwer die eigene Adresse rausgefunden hat. Hach, was ist das für eine schöne neue Welt der unbegrenzten Möglichkeiten … andere anzugreifen ;)

      10. @S.K.
        Um das mal zu klären:
        https://miasanrot.de/podcast-fc-bayern-flick-salihamidzic-beef/
        Der “Konflickt” ist ein Podcast und ist scheinbar nur noch unter Rubrik Podcast zu finden und nicht in der Historie der Hauptseite.

      11. @ Suppenkasper
        Danke, dann weiß ich bescheid

      12. @ Hans501

        Danke für Ihren Hinweis, Sie haben vollkommen recht!

        Möchte trotzdem noch darauf hinweisen, dass ich in meinem vorletzten post an @justin geschrieben hab, dass ich seine Reaktion verstehe und für mich lerne mehr auf die eingehenden als auch besser auf meine ausgehenden Worte zu achten.

        Aber trotzdem Danke nochmal.
        (Ohne Ironie, sondern mit offenem Herzen gesprochen).

    3. Hi Justin,

      a) Pass auf Dich auf und nimm Dir die Zeit.

      b) Ich kann Dich gut verstehen, es ist einfach nur frustrierend, wie persönlich, gerne verbunden mit rechthaberisch, hier teilweise diskutiert wird. Beginnt bei persönlichen Angriffen auf Dich und andere Artikelschreiber/innen und setzt sich untereinander fort.

      c) Grundsätzlich sind nur extrem wenige Sachverhalte binär, sprich schwarz oder weiß. In den meisten Fällen ist da ein Verlauf von sehr hell nach sehr dunkel. Die Bereitschaft andere Meinungen, die aus dieser Tatsache entstehen, auszuhalten, zu bedenken, sich sachlich und konstruktiv damit auseinanderzusetzen, nimmt im Allgemeinen immer mehr ab und auch in den Kommentarspalten von Miasanrot oder anderswo. Einer der Gründe, warum ich hier (und in anderen Foren) kaum etwas schreibe.

      Bleib gesund !

      1. Den guten Wünschen schließe ich mich an. Mir persönlich geht es – über die verwilderten Sitten in diversen Foren und die Thematik FC Bayern hinaus – mittlerweile so, dass ich weniges so fürchte wie Meinungsstärke. Früher habe ich sie mal geschätzt, heute steht sie in meinen Augen leider häufig für Intoleranz gegenüber gegensätzlichen Sichtweisen und auch gegenüber Versuchen, zwischen diesen zu vermitteln bzw. den Fokus auf Ambivalenzen zu richten. Sicher gibt es auch Themen, bei denen Inakzeptables irrigerweise als Meinung – deren Freiheit zu schützen sei – verkauft werden soll. Das trifft für die aktuelle Debatte hier aber bestimmt nicht zu.

        Mein selbstverständlich völlig unmaßgeblicher Rat an alle Hitzköpfe, die i.d.R. immer auch teilweise recht haben mit ihrer Position: einfach mal runterfahren und – was den FC Bayern angeht – alles nicht zu tragisch nehmen. Das Leben ist zu kurz, als dass es sich lohnte, wegen Fußball schlechte Laune zu kriegen und die guten Manieren zu vergessen.

    4. Flick weg, Boa weg, Alaba weg und jetzt auch noch Justin! Das ist weder lustig noch ironisch gemeint. Das zeigt wieder mal nur auf, dass sich nicht nur in unserem Verein sondern auch auf dieser Plattform einige Menschen hinterfragen sollten / müssen.
      Bei Justin habe ich zumindest die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr…

      1. Sowieso. Ich bin auch nicht aus der Welt, brauche nur mal eine Pause vom Kommentare lesen. Und Artikel sowie Podcast wird es ja weiter geben.

    5. Es ist echt schade, dass hier zu persönlich und aggressiv diskutiert wird, denn es sind, wie ich meine sehr gute Meinungen dabei.
      Ich hoffe ich habe in meinen Posts nie über das Ziel hinausgeschossen, wenn doch, will ich mich hier bei Dir und den Anderen recht herzlich entschuldigen und versuchen es in Zukunft wieder besser zu machen!

      Lass dich nicht runterziehen, lass dir deine Freunde an dieser Arbeit nicht nehmen und pass auf dich auf!
      P.S. Danke für deine Artikel, Podcasts und vielen Einblicke, die sind Spitze :)!
      Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind :D.

      1. Danke für die netten Worte.

      2. Da schließe ich mich an. Vielen Dank.

    6. Ich bin schon stellvertretend für Dich zusammengezuckt beim Lesen einiger Kommentare hier…spätestens bei Begriffen wie “Schreiberling” oder “der Blog ist eine Karikatur seinerselbst geworden” – nur weil du vermeintlich eine andere Meinung als die Kommentatoren geäußert hast. Also mein Verständnis hast du, wenn du dir das erstmal nicht mehr antust. Allerdings finde ich Hans’ Beitrag extrem wertvoll und überlegenswert! Wohlwissend, dass die, die es dann betrifft “Zensur!!!” rufen werden. Aber wer sich nicht gesittet äußern kann…

    7. Hallo Justin,
      dieses Zensur-Missverständnis rührt vielleicht von Folgendem:
      Wenn ich jetzt, im Moment die aktuelle MSR-Startseite aufrufe und nach unten scrolle, steht ganz unten der Artikel: MSR 200 – Fehlende Abneymarqualitäten (vom 14.04.2021). Rufe ich unten links Seite 2 auf, steht oben der Artikel: Vorschau Bayern-Stuttgart – Flkick, Schnack, Schnuck (vom 19.03.2021). Irgendwie werden – gewissermaßen zwischen Seite 1 und 2 – ein paar Artikel “verschluckt”.

      1. Wir kennen das Problem. Müssen wir vielleicht mal an irgendeiner prominenten Stelle nochmal aufschreiben. Alex hatte neulich in den Kommentaren bereits mal drauf geantwortet. Leider hat derjenige in unserem Team, der das beheben könnte, aktuell keine Zeit. Deshalb müssen wir uns da alle noch etwas gedulden. Danke aber für den Hinweis.

      2. @ Justin
        Sie schreiben an mich:
        “Der Konflickt” ist übrigens unsere Podcastfolge 200 oder 199. Nicht ganz sicher. Ist auch weiterhin online. Hier wird nichts zensiert, gelöscht oder nachträglich in ein anderes Licht gerückt, ohne es zu kennzeichnen.

        Wieso bitte antworten Sie mir auf diese Weise?
        Sie haben doch grad eben lang darüber geschrieben, WIE wichtig Worte sind und wie vorsichtig wir damit umgehen sollten.
        Aus Ihrer Antwort könnte man eine Unterstellung meinerseits rauslesen.
        Ich habe, weil ich noch mal was nachlesen wollte, gefragt, ob es sein kann, dass dieser Artikel/Podcast weg ist, weil ich ihn nicht mehr fand.
        Hier war keine Anschuldigung der Zensur, Löschung von Artikel oder was auch immer darin.

        Bitte, bleiben Sie objektiv.
        Sie hätten ja auch einfach wie an @Mitschnacker
        folgendes auch an mich antworten können:

        Wir kennen das Problem. Müssen wir vielleicht mal an irgendeiner prominenten Stelle nochmal aufschreiben. …..

      3. Entschuldigung, @S. K., wenn ich mich hier auch noch einmischen möchte und dann zu allem Überfluss auch noch um Mansplaining zu betreiben (für das ich sicher auf die Mütze kriegen werde, aber das ist es mir wert).

        Konsens im Internet funktioniert anders als im richtigen Leben. Im richtigen Leben hat man Diskussionen ja meist mit Menschen, die einem privat oder beruflich nahe sind und da ist jeder bestrebt Konsens zu finden oder zumindest gibt einer nach. Privat will man weiter zum Kaffeetrinken eingeladen werden und beruflich regelt meist schon die Hierarchie wer Recht bekommt, damit der Hausfrieden gewahrt bleibt. Das friedliche Miteinander ist wichtiger als das Rechthaben.

        Im Internet hat man keinen Grund sich zu einigen, wenn die Ansichten diametral entgegengesetzt sind. Letztendlich kann man sich freuen, wenn man Menschen findet, die eigene Ansichten teilen, aber welchen Grund hätte man, nach einem Anlass für Konsens zu suchen, wenn man tatsächlich völlig anderer Meinung ist? Selbst Benimmregeln helfen hier nicht, denn jeder fühlt sich ja im Recht und ist völlig gleichberechtigt und Kaffee macht einem leider auch keiner. Anders gesagt: Ohne Miteinander kein friedliches Miteinander, für das man sich auch gerne mal verrenkt.

        Wenn man sich im Grundsatz nicht einig werden kann, dann hilft es auch nicht ständig neue Details als Belege vorzubringen; dann wird man sich schlicht und ergreifend nicht einig. Wenn man Glück hat, dann findet man später trotzdem noch Themen, bei denen man übereinkommt, wenn man immer noch Glück aber etwas weniger davon hat, dann ignoriert man sich und wenn man Pech hat, dann entwickelt jemand ein Feindbild. Auch Menschen, die einen permanent nur persönlich angreifen, fühlen sich dann im Recht und das ist für niemanden angenehm.

        In diesem Sinne möchte ich Ihnen freundlich und höflich raten, das Thema auf sich beruhen zu lassen und darauf zu hoffen, dass es wieder Themen geben wird, bei denen man sich versteht und wieder verträgt. Hier gibt es für niemanden einen Pokal zu holen. Entschuldigen Sie meine Einmischung, aber ich hatte den Eindruck, dass man hier nichts verbessern aber vielleicht noch etwas retten kann. Sollten Sie das anders sehen, müssen Sie auch nicht befürchten, dass ich das in irgendeiner Form wiederhole, sonder ich bin damit raus.

      4. hier hätts gehört, war in der Spalte verrutscht.

        @ Hans501

        Danke für Ihren Hinweis, Sie haben vollkommen recht!

        Möchte trotzdem noch darauf hinweisen, dass ich in meinem vorletzten post an @justin geschrieben hab, dass ich seine Reaktion verstehe und für mich lerne mehr auf die eingehenden als auch besser auf meine ausgehenden Worte zu achten.

        Aber trotzdem Danke nochmal.
        (Ohne Ironie, sondern mit offenem Herzen gesprochen).

      5. Danke, Hans. Gut, dass jemand Drittes das geschrieben hat. Ich sehe das ganz genauso und würde es damit auch jetzt dabei belassen. Eine Anmerkung noch: Mein Hinweis, dass wir nichts zensieren, löschen oder inhaltlich ändern, ohne dafür Gründe anzugeben oder es zu kennzeichnen, war allgemeiner Natur und nicht persönlicher. Es gab hier häufig diese Vorwürfe, wir würden Kommentare absichtlich und mit Vorsatz ohne sichtbaren oder erklärbaren Grund verschwinden lassen. Also empfand ich es als wichtig, das nochmal mit zu erwähnen. Hier lesen ja nicht nur 2 Leute mit.

        Liebe Grüße und einen schönen Abend an alle. Danke auch für die Kommentare unter meinem “Statement”, ich habe bewusst heute nochmal mitgelesen, ab morgen bin ich dann erstmal auf unbestimmte Zeit raus und denke in Ruhe über alles nach, was mir so entgegengebracht wurde. Positiv wie negativ und alles, was irgendwo dazwischen ist.

      6. @ alle
        gestern habe Ich Jimi Hendrix mit folgenden Worten zitiert:
        “Wenn die Macht der Liebe über die Liebe zur Macht siegt, wird die Welt Frieden finden.”

        und jetzt möchte ich so frei und ehrlich sein zu erzählen..

        Ich hab gestern Nacht wach gelegen und natürlich hat mich die Auseinandersetzung mit @Justin weiter beschäftigt.
        Es gab viel gedankliches Hin und Her, es war ein wirklicher innerer Kampf, ein ehrliches Suchen, ich möchte sogar sagen ein Ringen nach der tieferliegenden Ursache meines Konflikts.
        Da wurde mir klar, Jimi hatte Recht, und ich war auf die Liebe zu Macht, gerne vom geschliffenen Verstand ausgetragen “reingefallen”.
        Als ich das erkannte und ich wirklich von ganzem Herzen (da muss der Vestand schweigen) versuchte sozusagen auf die andere Seite zu kommen. (vielleicht war es sogar im Gebet), von da an konnte ich wirklich vieles erkennen.
        Ich sah plötzlich die viele Mühe von @Justin, die er sich seit langem macht.
        ich sah ganz deutlich meine Unfertigkeit, mein “auf dem Weg sein” und war erfüllt mit Toleranz für die Unfertigkeit meiner Mitmenschen.
        Alles schien so leicht, es waren kostbare Momente…
        Nach weiterem Sinnieren (die Nacht ist lang:-), über den Sinn und die Berechtigung dieser Kämpfe, kam ich für mich zu dem Schluß, dass wir Menschen uns als Spiegelpart wohl brauchen, um solche Entwicklungsmomente zu haben zu können.
        Jetzt kam die Dankbarkeit…
        Ich hatte in mir eine wertvolle Erfahrung gemacht, ein wirkliches Katharsis-Erlebnis.
        So möchte somit Danke sagen, den Autoren genauso wie den Mitforisten , und hoffe niemanden auf diesem Weg zu sehr brüskiert zu haben, das lag nie in meiner Absicht.
        …und möchte mich verabschieden …
        Verabschieden möchte ich mich auch explizit und höflichst von @wohlfarth. An ihn ging vor ein paar Wochen mein erster post.

        in diesem Sinne
        Ihre S.K.

        “Denn dieses unentwegte Brausen dem Ziel zu, das ist das Schönste im Leben” (Paula Modersohn Becker)

  12. Schöner Artikel, den sich Boa verdient hat. Danke dafür :)
    Bitte nur um einer Korrektur: Es ist seiner NEUNTER Meistertitel in Folge :)

  13. Boas Rettungsaktion 2016 gegen die Ukraine dürfte als Anwärter für den besten Feldspieler-Save gelten:
    https://www.youtube.com/watch?v=-2z3WohXhyc

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Daran musste ich auch sofort denken : ) “Vielleicht bin ich gar nicht Boateng, vielleicht bin ich Manuel Neuer.”

    2. Genial! Anfangs begegnete ich ihm noch recht kritisch, mit den Jahren wurde er zu einem meiner Lieblingsspieler.

  14. Vielen Dank, Boa, für Deine Leistungen und Deine Verbundenheit zum FCB. Ich hoffe, Du findest einen Club, in dem Du noch ein paar schöne Jahre im Profifussball erleben kannst. Ich werde Deine Pässe vermissen!

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