Vorschau: FC Bayern München – Bayer 04 Leverkusen

Justin Trenner 19.04.2021

Der FC Bayern hätte sich gewünscht, dass sich Hansi Flick an die intern getroffene Absprache halten würde, das Thema erst nach dem Mainz-Spiel an die Öffentlichkeit zu bringen. Dann haben die Münchner nämlich erstmals seit langer Zeit zwei Wochen Ruhe. Keine Länderspiele, keine Belastung, einfach nur Training. Stattdessen hatte sich Flick am vergangenen Wochenende in Wolfsburg bereits dazu entschieden, das zu sagen, was alle schon seit vielen Tagen wussten: Er bittet den Klub um Freigabe.

Droht er deshalb jetzt in den letzten fünf Partien zur Lame Duck zu werden und droht so die Meisterschaft nochmal spannend zu werden? Wohl eher nicht. Der Großteil der Mannschaft steht hinter ihrem Coach, die gemeinsamen Erfolge haben sie zusammengeschweißt. Kaum vorstellbar, dass da in den letzten Wochen nochmal etwas anbrennt.

Leverkusen und Gladbach sind auf dem Papier die letzten größeren Stolpersteine. Aber selbst wenn die Münchner ungewohnt viele Punkte liegen ließen, müsste RaBa Leipzig erstmal Gegner wie Dortmund, Wolfsburg und Union besiegen. Spannung herbeizuschreiben, wäre also eher ein Akt der Kunst.

Leverkusens Abkehr vom Ballbesitz?!

Und doch, nur aus reiner Vorsicht, sollten die Bayern ihren Gegner am Dienstagabend nicht auf die leichte Schulter nehmen. Seit dem Trainerwechsel von Peter Bosz zu Hannes Wolf hat die Werkself sieben Punkte aus drei Spielen geholt. Allerdings auch nur gegen Schalke (18.), Köln (17.) und Hoffenheim (12.).

Taktisch hat Wolf nicht viel verändert, höchstens ein bisschen angepasst. Am deutlichsten zu erkennen ist, dass er nicht so viel Wert darauf legt, den Gegner mit Ballbesitzphasen zu kontrollieren. Die mitunter langen Ballzirkulationen ohne großen Raumgewinn unter Peter Bosz gehören anscheinend der Vergangenheit an. Mit durchschnittlich 58,6 % Ballbesitz ist Leverkusen das Team mit dem höchsten Wert in der Bundesliga. Gegen Schalke (64,2 %) war der Anteil mit dem Ball noch sehr groß. Schon gegen Hoffenheim waren es nur noch 54,4 % und gegen Köln(!) sogar nur 42,9 %.

Wolf setzt offensichtlich auf die offensiven Umschaltmomente, die sich aus dem eigenen Pressing und Gegenpressing heraus ergeben. Anders als unter Vorgänger Bosz versucht Leverkusen aber nicht, den Gegner durch Dauerdruck zu Fehlern zu zwingen. Aus einer nun tieferen 4-4-2-Formation heraus ist es wohl das Ansinnen des Trainers, die Defensive zu stabilisieren und bei Ballgewinnen schnell nach vorn zu spielen. Nach erst drei Spielen fiel das zumindest auf.

Das Pressing ist nicht lückenlos

Ein wiederkehrendes Muster in der Arbeit gegen den Ball ist die unterschiedliche Breite der beiden Viererketten. In der Abwehr steht Leverkusen bisher horizontal sehr eng, im Mittelfeld sind die vier Spieler etwas breiter aufgestellt. Vermutlich sollen damit die Schnittstellen besser verteidigt werden. Vorn laufen in der Regel zwei Stürmer an, sobald der Gegner aber auf die Flügel eröffnet, rückt der ballnahe Außenspieler der Mittelfeldkette nach vorn. So entsteht ein asymmetrisches 4-3-3.

Leverkusen will damit gleichzeitig Druck auf den ballführenden Spieler des Gegners ausüben und hinten nicht zu viele Räume öffnen, falls der Gegner sich doch mal durchkombiniert. Zwischen diesen beiden Stühlen verliert sich die Werkself gern mal in der Suche nach dem richtigen Kompromiss. Schalke und Köln, die beiden Mannschaften aus dem Tabellenkeller, gelang es nicht, diese Momente ausreichend zu provozieren. Hoffenheim war schon eher in der Lage dazu.

Bisher hat das Wolf’sche Pressing zwei entscheidende Schwachstellen: Durch die ungünstige Positionierung der Stürmer, die meist auf einer Höhe anlaufen, ergeben sich für den eröffnenden Ballbesitzer Passwinkel zwischen die Linien Leverkusens. Zugleich gelingt es den Mittelfeldspielern zu selten, dahinter konsequent nachzuschieben. Sobald der Ball in den Zwischenraum gespielt wird, merkt man ihnen den Konflikt an: Entweder aggressiv herausschieben, oder nach hinten absichern. Mit Joshua Kimmich und dem eventuell zurückkehrenden Leon Goretzka – wenn auch womöglich von der Bank – haben die Bayern hier im doppelten Sinn ein Heimspiel, sollte Leverkusen die Lücken nicht besser geschlossen bekommen. Mit einem halbgaren Pressing, wird Wolf wohl eher keinen Erfolg in München haben.

Der zweite Aspekt ist die Flügelverteidigung. Sowohl ballfern als auch ballnah hat Leverkusen es in den drei Spielen unter Wolf nicht konsequent genug geschafft, die vertikalen Abstände ausreichend klein zu halten. Hinter dem ballnah aufrückenden Außenspieler der Mittelfeldkette dauert es oft einen Tick zu lange, bis der Außenverteidiger nachrückt und die drei restlichen Mittelfeldspieler die entstehende Lücke zuschieben. Auch hier sind die Bayern mit Thomas Müller sowie den Flügelspielern gut gewappnet, um Kapital daraus zu schlagen.

Bayern muss gegen den eigenen Spannungsabfall anspielen

Leverkusen ist einigermaßen weit von der Form entfernt, die sie noch im Hinspiel hatten. Trotzdem steht außer Frage, dass sie in guten Tagen eine Top-Mannschaft in Deutschland sind. Nicht nur ihr Tempo in der Offensive, sondern auch die technische Qualität der Einzelspieler ist auf einem sehr hohen Niveau. Allein zeigen konnten sie es in den letzten Monaten zu selten. Auch unter Wolf sieht das spielerisch mitunter recht mäßig aus.

Es fehlen mit dem Ball nach wie vor die Lösungen, einzelne Spieler sind zu lange am Ball und sind so von Gegnern leichter unter Druck zu setzen. Gerade das Mittelfeldzentrum ist im Freilaufverhalten nicht immer sauber genug. Leverkusen fehlen beispielsweise nach der Eröffnung auf die Außenspieler zu häufig Anspieloptionen im Zentrum. Ein möglicher Ansatz für die Bayern ist es also am Dienstagabend, den Gegner dort besonders aggressiv zu pressen.

Allerdings müssen die Münchner aufpassen, dass sie nicht von langen Bällen überrumpelt werden. Gegen Hoffenheim schaffte es Leverkusen immer mal wieder, durch dieses Stilmittel zu entlasten und entweder selbst gefährlich zu werden, oder gute Gegenpressingmomente zu erzeugen.

Alle(s) für Lewy?

Im Prinzip spielen die Bayern in den kommenden Wochen nur noch gegen den eigenen Spannungsabfall. Aber das kennen sie ja aus vielen Jahren zuvor. Außerdem gibt es noch ein weiteres großes Ziel neben der neunten Meisterschaft in Serie: Robert Lewandowskis Angriff auf den Gerd-Müller-Rekord.

Vorstellbar, dass das nicht nur den vielleicht gegen Mainz zurückkehrenden Weltfußballer besonders motiviert, sondern auch seine Kollegen. Ab dem Zeitpunkt, wo die Bayern Siege sicher haben oder gar die Meisterschaft, könnte es passieren, dass die Münchner ihr Spiel noch stärker auf Abschlüsse von Lewandowski ausrichten.

Gegen Leverkusen fällt der Pole noch aus. Sollte er in Mainz wieder spielen können, bleiben ihm vier Partien für fünf Tore. Dann wäre er auf einer Stufe mit Müller. Gelingen ihm gar sechs Treffer, wäre er alleiniger Rekordhalter. Es gibt viele Unbekannten in dieser Geschichte: Wie fit wird er zurückkehren? Wie sehr hat seine Form gelitten? Womöglich hätte er den Rekord schon gebrochen, wenn ihn die Verletzung nicht gestoppt hätte. Doch das bleibt Konjunktiv. Verloren ist in dieser Sache noch nichts. Erstmal aber geht es für die Bayern darum, Leverkusen im eigenen Stadion zu schlagen und damit in unruhigen Zeiten zumindest in einer Sache endgültig Ruhe reinzubringen: im Meisterschaftskampf.



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  1. Stell dir vor es ist Super League und keiner schaut zu. Die Fans haben es in ihrer Hand, ob der Plan der Gierhälse aufgeht.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. …schaut man sich an, wer in dieser schuldenblase mitkicken soll, dann beschleicht einen der verdacht,
      dass schalke da unbedingt auch noch rein muss. im ernst: wenn dieses sch…-konstrukt wirklich kommt und clubs
      wie bayern oder dortmund doch noch einsteigen, dann fahr ich künftig nach bad tölz zum zweitliga-eishockey…

    2. Was ich so überraschend finde: Diese Gierhälse müßten doch auch kapieren, dass ein Halbfinale, was weiß ich, ManCity gegen Real eben deswegen besonders ist, weil es nicht jedes Jahr und mit hoher Wahrscheinlichkeit zu dem Duell kommt. Wenn diese Teams jetzt sicher jedes Jahr gegeneinander spielen nutzt sich das doch ab und wird zum Alltag und damit uninteressanter. Und dann wird dein erster Satz schneller Realität, als die sich gerade ausmalen können.

      1. Ich fürchte, dass der Super League nicht die Zuschauer abhanden kommen werden. Vielleicht sind es zum Teil andere Fans als bei der Champions League (also z.B. auch aus China, Indien oder den USA und nicht mehr hauptsächlich aus Europa), aber weniger werden es nicht sein.
        Man stelle sich vor, es läuft die Champions League mit der Partie Porto gegen Ajax und zeitgleich die Super League mit dem Spiel Barca gegen Liverpool … Dreimal darf man raten, welches Spiel höhere Einschaltquoten hätte … Was ja nicht nur an den Vereinen, sondern auch an den Spielern liegt, welche diese beschäftigen werden. Die besten Spieler sind bekanntlich dort, wo es das meiste Geld gibt.
        Mag sein, dass Barca gegen Liverpool dann nicht mehr sowas Besonderes ist wie zu Champions League-Zeiten. Aber die geschlossenen amerikanischen Ligen zeigen, dass das nicht unbedingt schaden muss. Und auch der englische Fußball leidet ja nicht unbedingt darunter, dass dort eine größere Zahl von großen Clubs in der Premier League und in den beiden Pokalwettbewerben häufig gegeneinander spielen.

      2. Eine interessante Frage wäre, ob auch Ausgleichsmechanismen aus dem US-Sport wie der Draft usw. miteinbezogen werden. Kann man sich aus veschiedenen Gründen schwer vorstellen.
        Wird es dann nicht auch in der Super League über kurz oder lang damit enden, dass 3,4 Großklubs dort allen andern das Wasser abgraben?
        Vereine wie Tottenham, Arsenal oder Inter konnten doch über die letzten Jahrzehnte der CL nicht mit Real oder Barca mithalten. Warum sollten sie es in der Super League?

      3. @Jop +1

        Sie sehen, ich hab Sie nicht auf der Ignore-Liste, weil ich für Meinungsvielfalt bin.
        Und ich sehe das Ganze auch sehr kritisch und meine auch, jede Woche “Weihnachten” kann letzendlich nur dazu führen, das “Weihnachten” uninteressant wird.

    3. Bemerkenswert ist, dass der sonst so eloquente Superleague-Gegner Jürgen Klopp jetzt dröhnendes Schweigen vernehmen lässt…
      https://www.kicker.de/klopp-im-jahr-2019-ich-hoffe-die-super-league-wird-es-nie-geben-802677/artikel

      1. Ach, wir kennen doch Klopp. Der wird sich aalglatt wieder aus der Sache rausargumentieren.

    4. mag schon sein, dass die zuseher bei dieser veranstaltung dann in shanghai, mumbai oder singapur sitzen. aber wenn in europa keiner hingeht, fahnen schwenkt, singt und krach macht, dann wird dieses sterile produkt deutlich an attraktivität verlieren. wann, wenn nicht hier und zu diesem anlass hatten wir fans je die gelegenheit, echten widerstand zu leisten?

      1. Ein ehrenvoller Gedanke, der aber mMn nicht in die Tat umgesetzt werden wird, zumindest nicht von so vielen Leuten, wie nötig dafür wären. Kommt es zum kompletten Bruch, werden halt ein paar Spiele der Super League direkt in Indien, China oder Südamerika ausgetragen und dann passt die Stimmung auch wieder.

  2. Scheinbar sollen jetzt Real, City und Chelsea von der laufenden Champions League ausgeschlossen werden. Vllt kriegen wir ja doch noch eine 2. Chance :)

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
      1. Kam eben im Liveblog zur Superleague vom englischen Guardian. Dort wurden eine Meldung von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert.

        https://www.theguardian.com/football/live/2021/apr/19/european-super-league-latest-reaction-to-breakaway-football-competition-live

        Musst wahrscheinlich aber etwas im Liveblog suchen

    1. Eigentlich kann man dann nur PSG zum Sieger am grünen Tisch erklären. Alle anderen Teams sind sportlich ausgeschieden, als ihre Gegner noch nicht von einem Ausschluss betroffen waren (und unserer ist davon ja gar nicht betroffen). So ruiniert dieser Haufen schon Wettbewerbe, bevor ihr Konkurrenzprodukt überhaupt am Start ist.

  3. Wenn die Super-League tatsächlich kommt, bin ich raus aus dem Fußball. Nicht wegen der Besetzung, sondern vor allem wegen der unsportlichen Startgarantie für 15 Teams.

    Was mich brennend interessiert ist, ob die UEFA ihre Drohung wahr macht, die Clubs von nationalen Wettbewerben und der EM auszuschließen. (WM können sie nicht entscheiden).

    Wenn das passiert, werden die 12 wohl einlenken müssen – keiner der 12 kann es sich leisten, die nationale Meisterschaft nicht zu spielen- weder sportlich, noch finanziell.

    Was momentan alles im Fußballzirkus abläuft ist ja wirklich atemberaubend.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Bezüglich des Ausschlusses aus den nationalen Ligen liegt die Entscheidung wohl eher bei den nationalen Verbänden. Für die Italiener, Engländer und Spanier würde das echt eine kontroverse Entscheidung. Erfolgt der Ausschluss tatsächlich, dann gibt es ja immer noch die Möglichkeit, die Super League noch auf ca. 16 Teams aufzustocken und eine komplette Saison in einer 16er Liga zu spielen, evtl. mit Liga und Play-Offs wie in den US-Sportarten üblich. Das dürfte den Einnahmemöglichkeiten nicht abträglich sein. Weniger Spiele würde auch bedeuten, dass man auch öfters durch andere Kontinente tingeln kann, um dort die Spiele auszutragen, was wiederum noch mehr Einnahmen generieren würde.
      Ich sehe ohnehin ein großes Problem bzgl. der Drohung der UEFA für Länderspiele und Turniere, nämlich ob sie durch alle Instanzen hindurch hieb- und stichfest ist, oder dann nicht doch wieder von einem Gericht aufgehoben wird. Erinnern wir uns an den geplanten Ausschluss von ManCity aus der CL für zwei Jahre und die Blamage für die UEFA.
      Bei der Finanzkraft der Super League und ihrer Sponsoren kann man davon ausgehen, dass sie die besten Anwälte beschäftigen werden und die sicher irgendwelche Schlupflöcher finden.
      Beispiel: ManCity verschenkt de Bruyne an einen belgischen Mittelklasseklub und leiht ihn jedes Jahr aus. Die Leihfrist endet dann passenderweise immer genau vor einer EM oder WM. De Bruyne gehört dann offiziell einem Verein, der Mitglied der UEFA ist und alles ist rein rechtlich in Ordnung. Ob der belgische Verband dann so standhaft ist, und de Bruyne trotzdem nicht einsetzt, wird sich zeigen.
      Unmoralisch sind die Absichten der Super League – Klubs definitiv, aber man kann davon ausgehen, dass diese Klubs nicht blauäugig etwas unternehmen, von dem sie wissen, dass sie sicher Schiffbruch erleiden werden. Die haben sich schon zu einem gewissen Grad abgesichert und werden jetzt nicht überrascht von der Drohung der UEFA sein und gleich wieder brav ins Boot zurückkehren.

      1. Wenn sie das durchziehen wollen wird es massive Auswirkungen auf den Fussball so wie wir in kennen haben. Fraglich auch wo die Profis spielen wollen. Neben Geld spielt halt doch auch der sportliche Ehrgeiz bei jedem Profi eine Rolle.
        Interessant dabei auch ob die Spielerverträge dann noch gültig sind, wenn man nicht mehr in Nationalmannschaft, (Landes-)Liga mitspielen kann. Könnte eine interessante Transferperiode werden. Kaderplanung mit Coronaunsicherheit und dieser Geschichte noch dazu wird alles andere als einfach.
        Wird eine extrem spannende Geschichte, da sind unsere Führungsprobleme ja fast noch Kleinigkeiten.

      2. Irgendwo war zu lesen, die Organisatoren der Super League würden es lieben, wenn ihre Spieler für Länderspiele gebannt würden.
        Keine Spiele gegen Andorra oder Nordmazedonien, damit könnten sie leben.

      3. WTG: Ich kann dir in den letzten Wochen in allem zustimmen, was du schreibst. Auch diese Gedanken, z.B. das KdB Beispiel finde ich spannend, realistisch und durchdacht. Mir ist der Gedanke, dass die “12” das jetzt nicht blauäugig machen auch gekommen. Ist schon ein Irrsinn, wenn man sieht, welche Clubs da vertreten sind und was die Hälfte von denen in den letzten 10 Jahren auf der CL Bühne hinbekommen hat. Nix.

        Zu einem anderen Argumentationspfad: ich dachte auch zuerst: Da spielen doch die Fans nicht mit. Erst in der Diskussion hier ist mir klarer geworden, dass es gar nicht um die Menschen geht, die wir als “Fans” bezeichnen würden. Sondern um Asiaten, Amerikaner etc die das aus der Ferne beobachten und die sich nie in die Niederungen der nationalen Ligen zappen würden. Sondern nur die Namen der Großclubs kennen und interessant finden und bereit sind, dafür Geld auszugeben. Das macht die Super League für die geistigen Väter natürlich in dem Maße interessanter, wie es sie für “uns” unattraktiv macht (wobei das noch ein Euphemismus für “zu verdammen” ist)

    2. O-Ton von Kalle ist:
      “Zu den Plänen der Einführung einer europäischen Super League sagt Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern: „Der FC Bayern hat sich an den Planungen einer Super League nicht beteiligt. Wir sind davon überzeugt, dass die aktuelle Statik im Fußball eine seriöse Basis garantiert. Der FC Bayern begrüßt die Reformen der Champions League, weil wir glauben, dass sie für die Entwicklung des europäischen Fußballs der richtige Schritt sind. Die modifizierte Vorrunde wird zu mehr Spannung und Emotionalität im Wettbewerb beitragen.“
      „Ich glaube nicht, dass die Super League die finanziellen Probleme der europäischen Klubs lösen wird, die durch Corona entstanden sind. Vielmehr sollten alle Vereine in Europa solidarisch daran arbeiten, dass die Kostenstruktur, insbesondere die Spielergehälter und die Honorare für die Berater, den Einnahmen angepasst werden, um den gesamten europäischen Fußball rationaler zu gestalten.“
      Zu finden hier: https://fcbayern.com/de/news/2021/04/europaeische-super-league—stellungnahme-karl-heinz-rummenigge?shortURL=Njs3U

      Ich gestehe, dass ich erwartet hätte, dass Kalle auf den fahrenden Zug aufspringt, damit Kahn danach schuldlos und mit weißer Weste den Fans sagen kann, er hätte die Situation so vorgefunden und müsse nun das beste daraus machen. Auch der BVB winkt ab und veröffentlichte heut das hier:
      „Die Mitglieder des Boards der European Club Association (ECA) haben sich am Sonntagabend zu einer virtuellen Konferenz zusammengeschlossen und bekräftigt, dass der Board-Beschluss vom vergangenen Freitag nach wie vor Gültigkeit hat“, sagte Watzke und fügte hinzu: „Dieser Beschluss besagt, dass die Klubs die geplante Reform der UEFA Champions League umsetzen wollen. Es war die klare Meinung der Mitglieder des ECA-Boards, dass man die Pläne zur Gründung einer Super League ablehnt.“
      Watzke betont obendrein, dass „beide deutsche Klubs, die im ECA-Board vertreten sind, der FC Bayern München und Borussia Dortmund, in allen Gesprächen zu 100 Prozent deckungsgleiche Auffassungen vertreten haben“.
      Zu finden hier: https://www.bvb.de/News/Uebersicht/Stellungnahme-zur-Diskussion-um-die-Einfuehrung-einer-Super-League

      Ich bin erstaunt und gespannt wie das weitergeht. Erwartet habe ich eine Bekenntnis zum Risiko und sportlichen Wettbewerb offen gestanden nicht und habe insgeheim schon versucht mir einzureden, dass die Super League aus FCB-Sicht zumindest interessanter wäre als die erste Runde der CL … was zwar jetzt erst recht stimmen würde, aber damit kann ich leben ;)

  4. und wer schaut dann noch die Nationalmannschaften, wenn die Stars der 12 Vereine nicht dabei sind ? Ist dann so spannend wie Olympia.

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    1. Tja, aber welcher Profi, lässt sich die Chance entgehen Weltmeister zu werden?

      1. Hallo Max,
        hierzulande fängt ein kleiner Steppke (oder Mädchen) mit dem Balltreten an, um eher Weltmeister zu werden. Der Titel steht hier eindeutig höher als die Königsklasse im Vereinsfußball.
        In anderen, “kleinen” Fußballländern sieht das schon anders aus: Ein Haaland, ein Lewandowski – früher ein George Best, ein Litmanen, ein Hagi, ein Schewtschenko – haben bzw. hatten nie eine realistische Chance, mit dem jeweiligen Nationalteam Welt-/Europameister zu werden. Für die ist nur im Klubfußball das Maximum drin. Deshalb wären Spieler aus diesen Ländern durchaus Kandidaten, WM und EM sausen zu lassen.

    2. Ich hab Olympia immer gerne geschaut.

      1. Allerdings, häufig war die Berichterstattung über die Gastgebernationen mindestens genauso interessant, ebenso wie bei der Tour de France. Those were the times …

  5. Das neue Dauer Finale der CL ist dann PSG gegen BAyern.Neue Investitionen brauchen wir aufgrund der niedrigen Ansprüche auch nicht mehr. Kimmich und Co. werden nur leider oben mitspielen wollen und wechseln. Dafür kriegt dann unser Nachwuchs zahlreiche Plätze in der 1. Mannschaft und wir bleiben mit unserem katarischen Sponsor Fan nah und moralisch sauber. Bisher gings ja Gott sei Dank nie ums Geld und alle wollen die WM in Katar boykottieren. Die bösen bösen Kapitalisten wollen jetzt den Fußball übernehmen, gut dass Uefa und Fifa aus reiner Nächstenliebe das alles versuchen zu verhindern. Zum Wohle der Menschenrechte und des einfachen Fans. So einer wie der Alaba der gehört in die Superliga. Klopp der alte fannahe Underdog wird sofort angewidert bei Liverpool kündigen und unser Trainer werden.

  6. Der Entrüstungssturm, den die ESL gerade erntet, ist schon enorm. UEFA war natürlich zu erwarten, aber dass sich auch die nationalen Ligen so klar und drastisch positionieren, ist eine Ansage. Dazu noch die überwiegende Mehrheit der Fanverbände und die Politik auf Landes- und EU-Ebene, demnächst wohl auch die FIFA. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das gegen derartig massive Opposition funktionieren soll. Eine reine Verhandlungstaktik in Sachen CL-Reform scheint es auch nicht zu sein, dagegen sprechen die investierten Ressourcen, die Geheimhaltung und das Vorgehen gegenüber der UEFA, mit der das Tischtuch jetzt total zerschnitten ist.

    Ich bin jedenfalls froh, dass wir uns nicht daran beteiligen, und dass wir wegen der guten finanziellen Lage des Vereins solche riskanten Manöver aussitzen können. Dafür gebührt der Vereinsführung auch mal wieder ein grosses Lob nach der (berechtigten) Kritik der letzten Wochen.

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  7. Sorry Leute, aber ich sehe das ganze pessimistischer. Wenn du zum europäischen Basketball schaust oder das aktuelle Urteil zum Eiskunstlauf wird es kaum rechtliche Möglichkeiten geben. Ebenso werden die Nationen nicht auf ihre besten Spieler verzichten wenn es zur EM oder WM kommt. Die einzige Hoffnung ist, dass die nationalen Verbände die Mannschaften ausschließen. Aber das ist echt ein dickes Brett. In meinen Augen wurde heute der europäische Wettbewerb wie wir ihn kennen zu Grabe getragen.

  8. Jedenfalls wissen wir jetzt, warum sich Kalle und Co nicht ausreichend um den Clinch zwischen Brazzo und Hansi kümmern konnten.

  9. Sieht eh jeder, aber “sieben Punkte aus neun Spielen” müsste wohl ’sieben von neun Punkten aus drei Spielen sein’, sonst wäre der Nachfolger von Bosz wohl auch schon wieder Geschichte und könnte sich mit der genannten Bilanz nur noch Hoffnungen auf eine Anstellung bei den Wolfsburgern machen ;)

    Mal sehen wie das Team den Abschied von Flick verdaut. Ich behaupte, die hauen wir morgen so richtig weg!

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Zum Glück lese ich heute noch ;)

    1. Kann ich mir denken – um das ganze halbwegs zu internationalisieren und damit es nicht ganz so auffällt, dass die meisten dieser “Spitzenclubs” entweder überschuldet oder sportlich abgehängt sind und hauptsächlich von ihren klangvollen Nahmen zehren.

      1. JA, ich habe es mir gerade durch den Kopf gehen lassen: Die meisten Vereine der »ESL« sind überschuldet.
        Dortmund und Bayern sind wirtschaftlich seriös aufgestellt, und Paris hat einen solventen Geldgeber.

    2. Ein Ultimatum. Süß.
      Warum haben wir eigentlich eine solch generöse Frist im Gegensatz zu PSG?

      Im Ernst, der entscheidende Faktor wird für mich die Integration in den nationalen Spielbetrieb sein.
      Gelingt es diese Klubs komplett auszuschließen, dann ist diese Super League für mich tot.
      Dann hat es was von den Harlem Globetrotters gegen die Generals oder die Whirlwinds. Nett, aber im Grunde bedeutungslos. Ohne Basis, in der Luft schwebend.
      Wenn es nicht gelingt, wird sich diese Bestrebung mittel- bis langfristig durchsetzen.
      Dumm nur, dass diese Entscheidung am Ende in den Händen einiger juristischer Großkanzleien liegen wird.

      1. Wird es gelingen, die 12 Klubs komplett aus den nationalen Ligen auszuschließen? Tja, da sind zumindest Zweifel angebracht, es geht auch für die Ligen um viel Geld. Beispiel Italien: Da hat die Serie A grad die TV-Rechte für die nächsten drei Jahre um 840 Mio. Euro pro Saison an DAZN verkauft. Schließt man jetzt die drei wohl wichtigsten Vereine – Juve, Inter, Milan – aus, wird DAZN sicher nicht mehr bereit sein, so viel zu bezahlen …
        Übrigens, entschieden wird hoffentlich von ordentlichen Gerichten (sofern nicht Schiedsklauseln greifen), und nicht von Anwaltskanzleien.

  10. Ich glaube tatsächlich, dass es wirklich zur Super League kommt.
    Im Guardian war ein interessanter Gedanke, diesen nehme ich auf und spinne ihne weiter: Das Ganze wird über kurz oder lang seine europäische Note verlieren (ähnlich wie die Formel 1), und internationaler werden; das würde sicherlich viele Fans in anderen Märkten weiterhin interessieren.
    Warum sollte es beispielsweise zwei Vereine in Mailand oder Madrid geben? Dann doch eher einen in New York und einen in Shanghai.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ja, interessanter Gedanke.
      Ein Vereins-Franchise-System: FC Bayern Shanghai, oder FC Bayern Doha.

      (“Bayern” also nicht mehr als Herkunftsbezeichnung, sondern als “Brand”)

      Mich schaudert gerade.

      1. Oder FCNY.

        Mich schaudert immer noch.

      2. Absolut, dann könnte man, analog zu den US Ligen, mit Umzug drohen, falls keine neuen Stadien gebaut werden.
        Irgendwas in mir ist irgendwie zerbrochen.

        Vieleicht kann man den Fußball aber dann im Rest Europas wieder “gleicher” machen – etwas bei der Geldverteilung. Vielleicht kann man den VAR wieder abschaffen, der möglicherweise etwas Gerechtigkeit schafft aber, und das wirkt schwerer, die Spontanität und Dynamik zerstört und vor allem den Jubel dämpft (öhnlich wie z.B. beim football). Vielleicht können sich dann auch noch alle Forumsmitglieder wieder lieb haben und vielleicht wird dann Donald Trump noch von Godzilla gefressen. Die Hoffnung ist da – der Zynismus ebenfalls.

    2. Hallo vermieter,
      ich denke auch, dass die SL irgendwie mit dem bisherigen Sommergeplänkel “International Champions Cup” zusammengelegt werden könnte. Und da steht ja auch immer noch die Aufblähung der Klub-WM auf 24 Teams im Raume – könnte also gar einen Konflikt FIFA-UEFA heraufbeschwören.

  11. Schuster bleib bei Deinen Leisten
    Sehr schöne Vorschau
    Der FCB wird trotzdem klar gewinnen, die Spieler werden und wollen die Meisterschaft so schnell wie möglich klarmachen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Hauptsache die Respektlosigkeit gegenüber Justin mit rein gebracht. Da fühlt man sich gleich viel besser, nicht wahr?

  12. Die Super League, so wie sie geplant ist, finde ich auch schrecklich. Allein die feste Mitgliedschaft der 12 (bzw. 15) Vereine ohne Auf- und Abstieg ist für mich eine sportliche Horrorvorstellung, so konzipiert allein, um möglichst viel Geld aus dem Fußball herauszupressen.
    Aber …
    Den Gedanken an eine echte europäische Liga oberhalb der nationalen Ligen fände ich durchaus nicht ohne Reiz. Nachdem viele Länder in Europa auf politischer Ebene zusammenarbeiten (EU) könnte man sich doch auch beim Fußball eine europäische Liga vorstellen? Selbstverständlich mit 3 Auf- und Absteigern pro Saison. Die Aufsteiger aus den führenden der nationalen Ligen, was in einem Turnier die Champions-Ligue ersetzen könnte.

    In meinen Augen hätte dies einige Vorteile:
    1. Die großen Budget-Unterschiede zwischen den Spitzen-Vereinen (wie München und Dortmund in Deutschland) und den anderen Clubs wären ausgeglichener, was den sportlichen Reiz erhöhen könnte (Spannung), sowohl in den nationalen Top-Ligen als auch in der neuen “Europa Liga” wären Vereine mit vergleichbarem finanziellem Potential (wenn auch nicht gleichem Potential) am Start.
    2. zum Einwand, dass der Reiz der Top-Spiele verloren geht, weil es zu viele davon gibt: Also jeweils nur ein Heimspiel und ein Auswärtsspiel pro Saison: Bayern-Liverpool und Bayern-Real und Bayern-City u.s.w. fände ich nicht übertrieben viel…
    3. Der sportliche Wert des “Europa-Liga” Siegers wäre höher als jetzt der Gewinner der Champions-Ligue, da der Zufall (Tagesform, Losglück) bei dem Modus der Champions-Ligue eine größere Rolle spielt als bei einer Runde, wo jeder gegen jeden spielt (wie jetzt in der Bundesliga).
    4. Und den Reiz der unerwarteten, besonderen Paarung könnte man ja erhalten, indem man den Pokal-Wettbewerb grundsätzlich erhält aber mit der Europa-Liga erweitert. Wäre es nicht mal ein Knüller, wenn es durch den “Lauf” einer Mannschaft und durch Losglück zu einer Paarung wie St. Pauli gegen Real kommen könnte?
    5. Im Gegensatz zur propagierten Super-Liague wäre die Belastung (Anzahl der Spiele) für die Mannschaften “meiner Europa-Liga” viel kleiner, je nach Anzahl der Mannschaften (16? 18?) vergleichbar oder sogar kleiner als jetzt in der Bundesliga.
    Trotzdem wäre die Vermarktbarkeit sicher gut, wenn auch nicht so üppig wie bei der Super-Ligue.

    Mir ist schon klar, dass meine Idee einer echten sportlichen Europa-Liga gegen die als reine Gelddruck-Maschine entworfene Super-Ligue keine Chance hat. Aber man wird ja auch noch ein bischen träumen dürfen, obwohl ich befürchte, dass mein Traum nicht nur in der harten Realität, sondern auch hier im Forum nicht allzuviel Freunde finden wird…

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Gegen eine Europa-Liga mit echtem Auf- und Abstieg hätte ich auch nichts. Aber für so ein Modell fehlt leider komplett die Unterstützung von Seiten der Vereine – die Spitzenteams würden dadurch wohl nicht mehr Geld einnehmen als durch die bisherige Kombination von nationalen Ligen und CL, und für die kleineren, auf ersterer Ebene verbliebenen Vereine würden sich die TV-Einnahmen radikal reduzieren, wenn die Zugpferde nicht mehr dabei sind. So gross das Gejammer über Dauermeister auch ist, die einzige Lösung für dieses Problem würde zwangsläufig alle anderen schlechter stellen.

  13. Hallo, Entschuldigung für Off-Topic.

    Gestern hat ja Spox in einem journalistisch herausragenden Artikel (die Behauptung kommt in die erste Zeile, die Recherche in einen Halbsatz) diverse Behauptungen aufgestellt und hierzu auf Kicker-Berichte verwiesen.

    Ich bin nun weder im Netz, noch in der letzten Print-Ausgabe fündig geworden. Kann mir jemand sagen, auf welche Berichte sich bezogen wird?

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Danke, dass du nachfragst. Ich hatte mich in einem andern Thread auf diesen SPOX Artikel bezogen, darauf vertrauend, dass es tatsächlich Kicker Zitate sind. Habe mich aber nicht auf die Suche gemacht. Hoffe immer noch, dass die das nicht alles einfach erfunden und einem anderen Medium zugeschrieben haben, finde es aber auch seltsam, wenn man es dann bei der angegebenen Quelle nicht findet. Vielleicht beziehen sie sich bereits auf die kommende Printausgabe?

      1. Lt. Spox stand es in der Montagsausgabe.
        Mittlerweile gibt es auch Konkreteres.
        TZ:
        “Wie der Kicker berichtet, stand Flick intern schon längere Zeit in der Kritik. Besonders seine „Alleingänge“ bei Wunschspielern stießen auf Unverständnis. Der 56-Jährige soll beispielsweise Kai Havertz und Timo Werner persönlich kontaktiert haben, ohne den Vorstoß vorher mit dem Verein abzusprechen.”

      2. An eine Erfindung glaube ich nicht, das wäre ja auch juristisch heikel. Ich könnte mir vorstellen, dass sie das Thema kurzzeitig hinten angestellt haben, weil das Superleague-Beben dazwischen kam und man so schon seinen Headliner hatte.

        Jedenfalls bin ich sehr gespannt. Entgegen der unsäglichen Vorwürfe, es ginge den Leuten darum, Brazzo als Alleinschuldigen darzustellen, bin ich sehr an Hintergründen interessiert.

  14. Schade, dass es hier noch keinen Artikel zum Thema Super League gibt.

    Das Thema ist – mit Verlaub – deutlich interessanter als das kommende Pflichtspiel. Die Tragweite und Konsequenz aus der Ankündigung ist enorm und wenn man sich das Interview von Perez anhört scheint es auch -zm. für die spanischen Klubs- alternativlos zu sein. Die nächsten Wochen werden den Spitzenfußball über Jahrzehnte prägen.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Während es mich graust, auf der gleichen Seite wie die UEFA stehen zu müssen, so sehr wünsche ich mir, dass dies ESL im Ansatz krachend scheitert, die daran beteiligten Vereine an der Verachtung ihrer eigenen Basis zugrundegehen und nur in neuer Form wieder ihren Weg zurückfinden.
      Alles andere wäre nach meiner Ansicht das Ende des Sports wie wir ihn kennen.

      Gespannt bin ich auch, welche TV/Streaming-Anbieter mit an Bord sind. Kann mir kaum vorstellen, dass JP Morgan 3,25 Mrd locker macht ohne eine klare Verwertungskette aufgezeigt zu bekommen. Amazon, Facebook, Sky, Dazn haben Beteiligung abgestritten. Wer bleibt dann noch? Netflix? Apple? Disney?

      1. JP Morgan kann das egal sein. Klappts nicht klingelt wieder der Gerichtsvollzieher bei Real und das Bernabeu und Toni Kroos kommen unter den Hammer.
        Brauchen wir vielleicht noch ein Stadion? Oder Toni Kroos?

      2. Ich finde die Idee der ESL im Kern eigentlich nicht schlecht. Wir werden dieses Jahr zum 9. Mal in Folge Meister, es ist nicht sehr knapp und wir hatten keine Sahnesaison. Wie soll sich das je ändern? Lieber in der Hölle regieren oder im Himmel dienen?

        Und auch wenn Rumenigge heute sagt: “Wir sind nicht dabei, weil wir nicht dabei sein wollen.” – bin ich mal gespannt ob er, potentieller zukünftiger Kopf der Uefa, da 100%ig für den Verein spricht.

        Sind wir mal ehrlich, kommt die Super League ohne den FC Bayern, ist man sofort abgehängt.

        Und die Drohungen der UEFA und FIFA wirken auf mich schon fast hilflos. Wollen die denn wirklich Wettbewerbe in denen die besten Spieler der Welt nicht vertreten sind?

      3. Die ESL ist eine Schande und absolut unsozial. Es wird versucht noch mehr Geld von den Kleinen Richtung Großen zu bewegen. Wie oft schon geschrieben haben viele dieser Klubs extrem schlecht gewirtschaftet, jetzt stehen sie kurz vor dem Kollaps und versuchen mit der Super League da noch den Kopf aus der Klinge zu ziehen in dem sie auf alle andere Fussballvereine Europas schei….
        Ein absoluter Wahnsinn ist das!
        Ich finde Eberl und Seifert haben sich da gut dazu geäußert.
        Unglaublich, da fehlen mir echt die Worte,…

      4. @Alois, die ESL sieht ausdrücklich die weitere Beteiligung ihrer Mitglieder an den nationalen Wettbewerben vor. D.h. an den Serienmeisterschaften würde sich nichts ändern. Im Gegenteil, die fest verankerten ESL-Clubs würden jedes Jahr unabhängig von ihren nationalen Erfolgen garantierte Prämien einstreichen, und ihre Dominanz gegenüber nationalen Wettbewerbern wäre dann vollends unüberwindbar, da letztere noch nicht mal einen theoretischen Zugang zu den selben Fleischtöpfen hätten.

        Eine ESL unter Abzug der Mitglieder aus den nationalen Ligen wäre höchstens das Resultat eines Rauswurfs, aber eigentlich hat niemand Interesse an einem solchen Arrangement.

    2. @Alois: Ja, das Thema ist interessant. Aber was würdest du in der Kürze der Zeit erwarten? Der Witz an MSR ist doch, dass hier Themen ausführlicher und meines Erachtens fundierter dargestellt werden, als in den anderen Medien (ich meine Taktik etc, aber auch weitere Vereinsbelange – siehe HS/HF). Zum Thema ESL würde ich hier nach einem Tag nur eine Zusammenfassung des woanders Kommunizierten erwarten. Und ggf. eine Positionierung, aber die wird ja wohl kaum “also wir finden’s richtig gut!” sein. Ich finde es OK, wenn der Fokus hier erstmal auf der Tagesaktualität liegt, eventuell bis sich der Nebel um die weiteren Schritte der UEFA etc gelegt hat.

  15. Ich denke Brazzo steht hinter dem Plan. Habe ihn eindeutig unterschätzt. Kaum sind alle Umfragen mit 95% an Hansi gegangen, lanciert er die Super Liga.
    Respekt Brazzo, aber nun hau ab! Real sucht noch jemanden der sich neue Regeln einfallen lässt, geh bitte und hilf ihnen:
    https://www.sueddeutsche.de/sport/super-league-perez-fussball-spielzeit-1.5269953

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Die Spiele sind nicht zu lang. Sie haben zu wenig Werbeunterbrechungen. Da geht noch was.

    2. Sind Cheerleader eigentlich noch politisch korrekt oder haben sie die schon abgeschafft? So könnte man auch was für die 16 bis 24-jährigen machen?

    3. Wir machen jetzt unsere eigene Überliga™ auf. In der dürfen nur Vereine antreten, die in den letzten zehn Jahren die Champions League und mindestens acht nationale Meisterschaften gewonnen haben.

  16. Die Abneigung gegen Real Madrid hatte in den letzten Jahren nachgelassen, jetzt ist sie wieder auf dem Niveau von 2001 – wohlwissend, dass Pérez nur der Präsident (und nicht der ganze Verein) ist. (Als gewählter Präsident ist er dann doch wieder eine Art Signifikant von Real Madrid.)

  17. Ach ja: Wenn der EM-Ausschluss für die SL-Spieler kommt, müsste Löw ohne Ter Stegen, Kroos, Gündogan, Werner und Havertz planen…

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Das wäre wohl nichts im Vergleich zum Aderlass bei der englischen, spanischen und italienischen Nationalmannschaft…selbst die Franzosen würden “bluten” (LLoris, Giroud, Griezmann, Pogba, …), Portugal würde Ronaldo fehlen. Also DAS allein wäre kein Grund zu Jammern, aus Deutscher Sicht.

  18. Laut seinem Biografen wollte Bayern vor Salihamidzic zuerst Miro Klose als Spodi verpflichten. Der jedoch:
    “Klose konnte sich selbst gut genug einschätzen, dass er den Posten ablehnte. Er hatte viel Fußball-Kompetenz, aber keine Management-Erfahrung. So landeten Hoeneß und Rummenigge beim nächsten Berufsanfänger: Salihamidzic.”

    Miro Klose, Ehrenmann.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Das Buch “Miro” von Ronald Reng ist generell wärmstens zu empfehlen!

  19. An alle, die glauben, das dreckige Dutzend könnte aus den nationalen Ligen und ihre Spieler von EM/WM ausgeschlossen werden: Das wird höchstwahrscheinlich nicht funktionieren! :-(
    <>
    Die ganze Analyse der ZEIT ist hier zu finden:
    https://twitter.com/faiaann/status/1384384314822078464?s=21

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Die kartellrechtlichen Probleme liegen klar auf der Hand. Solange die bei der Superleague nicht mit dem IS als Trikotsponsor auflaufen, was möglicherweise eine Sperrung aufgrund eines einheitlichen Regelwerks auch in anderen Wettbewerbem ermöglichen würde, wird das verdammt schwierig.

      Ich sehe viel eher den politischen und gesellschaftlichen Druck als den entscheidenden Hebel. Und da ist eben wie immer die Frage, wie groß die Initiative dann tatsächlich ist, wenn es an den eigenen Geldbeutel geht. Trotzdem zähle ich mal ein paar Dinge auf, die für die teilnehmenden Mannschaften höchst unangenehm werden könnten:

      – die Gegner in den nationalen Ligen bzw. Pokalen treten gegen diese Clubs überhaupt nicht mehr an bzw. schicken C-Mannschaften

      – es gibt Mannschaften, deren Stadien/Trainingsgelände/Nutzflächen etc. sich in städtischem/gemeinem Besitz befinden. Hier kann politischer Druck zum Entzug führen.

      – Die Fifa kann die Spieler zwar nicht aus ihren Wettbewerben rauswerfen, aber nationale Verbände können – auch auf politischen Druck hin – entscheiden, diese Spieler nicht mehr zu berufen.

      – Diverse Extrawürste bspw. bei Einreisebestimmungen, Lärmschutz, sonstwas könnten sobald möglich aufgehoben werden.

      – Die Fans können den Fernseher auslassen und nicht ins Stadion gehen. Asien kann keinen kompletten Kernmarkt auffangen.

      – Sponsoren von Vereinen und Spielern können verlautbaren, mit dieser Sache nichts zu tun haben zu wollen.

      … nur mal um ein paar Ideen zu nennen …

      1. Interessante Punkte!
        Was Sponsoren betrifft: Von Adidas und Nike hat man noch nichts in Sachen Super League gehört, oder?

  20. Interview mit Rummenigge in der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera:

    Kalle Rummenigge, Vorstandsvorsitzender von Bayern München und Agnellis Vorgänger an der Spitze der Eca: Warum ist es so weit gekommen?
    “Wir haben zehn Jahre lang darüber geredet und uns immer dafür entschieden, das bestehende Modell beizubehalten. Dann hat das Coronavirus dem gesamten europäischen Fußball geschadet, vor allem den großen Mannschaften, die ohne Fans im Stadion so viel verloren haben. Einige Vereine dachten, es wäre ein guter Zeitpunkt, eine Super League zu gründen. Und ein großes Durcheinander war geboren…”.

    Die Modalitäten sind auffällig. Präsident Ceferin hat sehr harte Worte an Agnelli gerichtet, was denken Sie?
    “Es tut mir leid, dass das passiert ist, denn sie hatten immer ein freundschaftliches Verhältnis und haben gut zusammengearbeitet. Das Wichtigste ist jetzt, einen gewissen Dialog wieder aufzunehmen. Meine Hoffnung ist, dass wir noch eine Lösung finden, denn die Super League schadet dem gesamten europäischen Fußball. Und das müssen wir vermeiden.“

    Was ist die Lösung?
    “Die Lösung ist, die Kosten zu reduzieren. Mit der Super League versuchen die Vereine, das Problem der Schulden zu lösen, das sich mit der Pandemie verschlimmert hat. Aber der Weg kann nicht sein, immer mehr zu kassieren und Spieler und Agenten immer mehr zu bezahlen. Wir müssen etwas einsparen, nicht mehr auf den Tisch legen. Wir haben zu viel Geld ausgegeben – alle, niemand ausgeschlossen. Es ist an der Zeit, dass der Fußball weniger arrogant wird.”

    Ist das Vorziehen der Super Champions League eine Möglichkeit?
    “Nein, die 2024er CL kann nicht vorweggenommen werden, da die Vermarktungsrechte verkauft wurden. Die Reformen sind ab 2024 bestätigt: Am Freitag war sogar Agnelli einverstanden.”

    Wirkt ein Präsident, der die gegensätzlichen Interessen des von ihm vertretenen Verbandes bedient, nicht unseriös?
    “Ich wollte mit ihm sprechen, konnte ihn aber leider nicht ans Telefon bekommen. Ich kenne seine Beweggründe nicht und ohne sie zu kennen, möchte ich ihn nicht kritisieren. Vielleicht gibt es eine Motivation, die ich nicht kenne: Vielleicht kann ich mit ihm reden und ihn besser verstehen.”

    Sind Sie überrascht, dass neben Juve und dem AC Mailand auch Inter in die Super League mitzieht?
    “Es wird gesagt, dass Inter auch große finanzielle Probleme hat, und vielleicht denken sie, dass sie diese auf diese Weise lösen können. Die Einnahmen, von denen sie für die Super League sprechen, scheinen enorm zu sein, aber ich weiß nicht, ob die Probleme auf lange Sicht gelöst werden. Das glaube ich nicht. Sie können nicht immer mehr Geld einnehmen, um die Ausgaben zu kompensieren.“

    Auch die Uefa hat ihre Fehler gemacht, meinen Sie nicht?
    “Der Markt ist im Jahr von Neymar explodiert, aber wir waren schon auf dem falschen Weg und das ist nicht die Schuld von Uefa und Fifa. Jetzt haben wir eine große Chance, Lösungen zu finden, um zu einem rationaleren Fußball zurückzukehren. Alle Unternehmen in Italien, Japan, Deutschland oder den USA denken darüber nach, die Kosten zu senken: Nur im Fußball glaubt man, alles durch die Steigerung der Einnahmen lösen zu können.“

    Erwarten Sie, dass Sie die Champions League im August ohne Real, Juventus und Liverpool spielen?
    “Ich hoffe aufrichtig, dass das nicht der Fall ist, ich kann es mir nur schwer vorstellen. Das ist ein Schaden, keine Frage: Ohne zwölf große Teams ist der Wettbewerb beschädigt.“

    Bestätigen Sie, dass die Bayern nicht in der Super League spielen?
    “Wir sind nicht dabei, weil wir nicht dabei sein wollen. Wir sind froh, in der Bundesliga zu spielen, ein ‘Brot- und Buttergeschäft’, wie die Engländer sagen. Wir freuen uns, die Champions League zu erreichen, und wir vergessen nicht die Verantwortung gegenüber unseren Fans, die im Allgemeinen gegen eine solche Reform sind. Und wir fühlen auch eine Verantwortung gegenüber dem Fußball im Allgemeinen.”

    Ist es mit einer Milliardenverschuldung wie in Barcelona schwieriger, bestimmte Entscheidungen zu treffen?
    “Diese Schulden haben wir zum Glück nicht.“

    Liegt die Wahl der englischen Teams an den amerikanischen Besitzverhältnissen?
    “Ja, denn in Europa gibt man viel aus und gewinnt vielleicht nicht. In den USA denkt man in erster Linie ans Geldverdienen.“

    Klopp, der Trainer von Liverpool, ist ein historischer Feind der Super League. Wenn er zu Bayern kommen würde, wäre das ein symbolischer Schlag, oder?
    “Wir haben uns noch nicht für einen Trainer entschieden, erst gewinnen wir die Meisterschaft und dann entscheiden wir, was wir machen. Natürlich hat er sich heftig gegen seinen Verein ausgesprochen…”

    https://www.corriere.it/sport/21_aprile_20/superlega-rummenigge-per-noi-bayern-monaco-no-danneggia-tutti-130555aa-a14a-11eb-8f82-b67ef1674282.shtml

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Danke für die Interviewzusammenfassung.
      Die Haupttreiber sind m.E. wohl die spanischen/italienischen Clubs aufgrund der hohen Verschuldung bzw. Auswirkungen durch Corona, sowie die englischen Clubs die in Hand der US-Sportkonglomerate sind und ihr bekanntes Franchisesystem durchdrücken wollen (Einnahme- und Gewinnsicherheit).

      Dazu passt auch, dass wohl City und Chelsea nicht so begeistert von der Superleague sind, bzw. in England als mögliche erste Umfaller beschrieben werden, da sie ja auch nicht so sehr darauf angewiesen sind.

      Um mal eine Brücke zum FCB/Transferpolitik zu schlagen. Die wirtschaftlichen Coronaeinbußen bei den Großklubs sind wohl stärker als wir meinen. Da stellt sich auch die Frage inwieweit die sich schleppenden Vertragsverlängerungen bewusst verschleppt werden.

      1. Laut Dan Roan, seines Zeichens Sportredakteur bei BBC Sports, sind die “ring leader” dieses Vorstoßes Liverpool, Man Utd. und Arsenal, allesamt in den Händen amerikanischer Eigner. So konnte man es gestern im Guardian lesen, wo eine entsprechende Twitter-Meldung von ihm zu sehen war. Liverpool und Utd. haben schon vor einigen Monaten versucht, mit dem berüchtigten “Project Big Picture” ihre Machtposition inerhalb der PL auszubauen und sich dabei eine blutige Nase geholt…

    2. In einem weniger aufgeladenen und thematisch überladenen (HS/HF; ESL) Umfeld würden diese Aussagen zu Klopp unglaublich hohe Wellen schlagen. Das klingt ja fast schon so, als wäre das spruchreif! ;-) (Ich übertreibe). Aber im Ernst: ich hätte mit einer klareren Absage an diese Idee gerechnet und nicht mit so einer Antwort.

      1. Na ja, Klopp hat (zum Glück) jetzt mehrere Treueschwüre Richtung Liverpool abgegeben. Wäre schon tragisch, wenn er jetzt die ESL-Nummer nutzen könnte, um sich da rauszuwinden. Glaube (und hoffe) trotzdem nicht, dass er bei uns einsteigen würde. Der Mann hat schließlich eine Fassade zu verlieren…

    1. Unsäglich. Anmaßend. Der Text auch orthographisch eine Zumutung.

      Bezeichnend, dass einer der Unterzeichnenden als Begründung öffentlich sichtbar angibt “…weil Brazzo Dreck ist.” Ohne Worte. Und das sind Fans von “meinem” Verein??

      Ganz abgesehen davon, dass der Verein die Forderung, Flick zu halten, nur erfüllen könnte, wenn man dem DFB ganz schnell hilft, einen anderen Trainer zu finden. Denn da will der Hansi doch hin (Zynismus und Unterstellungsmodus an, um aufs Niveau der Petition runterzukommen: Da kann er dann ganz offiziell so viel mit Havertz und Werner telefonieren, wie es ihm beliebt. Freund Oliver B. wird’s ihm nicht verbieten)

      1. ich muss das schnell selber kommentieren, sonst kommt das in den falschen, Anti-Flick-Hals: ich sehe Brazzos Wirken auch kritisch, wäre bei Schulnoten aber eben nicht bei “6” sondern 3-4. Und bei Flick bin ich bei einer 2 (aber eben nicht bei einer “weltbester” Trainer “1” – Gründe kann ich bei Interesse gerne mal ausführen. Und deshalb ärgern mich die entsprechenden Posts, Petitionen etc so sehr. Und dann werde ich, BM hat es angemerkt, auch mal unsachlich. Weil mich die Unsachlichkeit anderer dermaßen aufregt.

      2. AntwortsymbolNordish Bayern Nature Seite 20.04.2021 - 16:37

        Ich habe die Petition auch nicht unterzeichnet, finde es aber bemerkens- und mitteilungswert, wie viele dort in (meiner Meinung nach) recht kurzer Zeit unterzeichnet haben.
        Ich habe die Info heute Vormittag bei One Football gesehen – und da sie mittlerweile sogar bei Sky Sport und Sport 1 (und vermutlich noch weiteren Portalen) verbreitet wird, wollte ich es hier nur erwähnen

      3. Ja, meine Kommentare waren auch gar nicht gegen Dein Posting hier gerichtet. Finde auch, dass es zum Thema passt und diskussionswürdig ist. Und die Zahl der Unterzeichner ist tatsächlich interessant. Ich kann mich da nur wiederholen: Krass, dass sich so viele anmaßen, das besser beurteilen zu können als die Herren, die im Verein, teils seit Jahren, teils seit Jahrzehnten, das Sagen haben und entsprechende Erfolge vorzuweisen haben (und, das unterstelle ich ihnen, den langfristigen Erfolg im Blick haben). Auch schon mal zitiert, hier passt es wieder: Dunning-Kruger Effekt.

    2. Ich bin ja auch einer der Teile der Arbeit von H.S. und Vorstand kritisiert, aber das geht, zumindest meiner Meinung nach, eindeutig zu weit.

    3. Es könnte ja in der Tat – theoretisch – noch anders kommen:
      “SPORT1 erfuhr: Flicks Abgang ist aus zweierlei Gründen noch nicht in Stein gemeißelt. Einerseits muss der Vorstand dem Wunsch des Trainers erst entsprechen.
      Andererseits: Würde sich der Klub von Salihamidzic trennen, könnte der Chefcoach umdenken. Für die Zukunft des Sportvorstands ist der Aufsichtsrat verantwortlich – dort ist die Mehrheit pro Flick.”
      https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2021/04/hansi-flick-hasan-salihamidzic-hauptgrund-fuer-seine-entscheidung

    4. Die Petition ist ein Armutszeugnis und zeigt leider, welche Früchte die Hetzkampagne gegen Salihamidzic bereits trägt.

  21. +1 Jop und make

    Kritik und vor allem sachliche muss und soll immer geäußert werden.

    Aber das Hass gegen einzelne Personen dann so ausartet, ist echt heftig.

    Könnte auch meiner Meinung nach unter Mobbing fallen und eventuell strafrechtlich relevant sein.

    Statt uns an Brazzo abzuarbeiten, sollten wir schleunigst schauen, dass was gegen die Supper Liga was gestartet wird.

    In England wird schon massiv dagegen gearbeitet und sei es nur mit Hilfe einer Petition.

    Ich denke in dem Fall sind sich alle einig, Fans, Taktikfreunde, Anhänger, Allesfahrer usw.

    Der Reiz am Europapokal ist doch auch für die Fans, neue Länder, eine neue Kultur und natürlich kulinarisches zu entdecken und zu bereisen.

    Deshalb werde ich mir keine Spiele von dieser Liga ansehen.

    NEIN ZUR SUPER LEAGUE!

    Ps: Eine Idee wäre, um ein wenig Nostalgie im Blog zu haben, ob es MSR nicht möglich wäre, bzw. vl besteht da auch schon Kontakt, zu einem Allesfahrer, welche ein paar historische Erlebnisse erlebt hat und diese erzählen möchte, ein paar Geschichten von damals zu erzählen. Ich glaube, da können sich viele erfahrene Menschen gut zurück erinnern und jüngere Mitforisten erfahren was interessantes :)

    Was meint ihr dazu?

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    1. NEIN ZUR SUPER LEAGUE!

  22. Das Kapitel Superleague wird schneller enden als es begonnen hat.
    Da haben einige Herrschaften offenbar die Wirkug dieser Entscheidung völlig unterschätzt.
    Man will dem Mutterland des Fußballs seinen Fußball wegnehmen! Das finden die alle richtig toll!
    Ein Boris Johnson – und den hatte man offenbar überhaupt nicht auf der Rechnung – hat da ein nettes Statement abgegeben, wie man von Seiten der Regierung so rein arbeitserlaubnis- und visatechnisch mit den 6 Abtrünnigen umzugehen gedenkt. Sowohl bei den jetzt vorhandenen als auch bei künftig zu verpflichtenden Spielern.
    Die im Zuge des Brexit zugesagten Ausnahmeregelungen gelten für die PL – von einer Superleague war da keine Rede.
    Ein Guardiola hat heute auf der PK gesagt, dass eine Superleague kein Sport mehr ist. Daraufhin wurde die PK abgebrochen.
    Deutschland ist raus – die Aussagen snd eindeutig. PSG ist raus. Damit entfällt auch der ewige Konkurrenzkampf um den Größten zwischen VAR und Katar. Dann gibt es nur noch einen bösen Scheich. Und ob der das dann als Prestigegewinn bezeichnet ist die Preisfrage.
    Es fehlen noch drei Gründungsmitglieder, von denen drei schon abgesagt haben. Es fehlen dazu noch 5 Vereine, die dann die 20 voll machen sollen und auch da gibt es aus la Liga(z.B Sevilla, Bilbao, etc), der PL und auch anderen klare und deutliche Ansagen, was man davon hält – nichts.
    Angeblich ist auch ein Mourinho nicht wegen des sportlichen Erfolgs entlassen worden, sondern hat den Veratwortlichen von Tottenham “die Brocken hingeschmissen” – eine Mannschaft, die in dieser Liga spielt trainiere ich nicht!
    Der Mannschaftskapitän von Liverpool hat seine PL-Kapitäne zur virtuellen Krisensitzung aufgefordert.
    Die englischen Fans sind stocksauer, die Spieler sind stocksauer.
    Und heute ist erst Dienstag.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. …und campino – weil es hier bereits mal nachgefragt wurde – hat 2019 in einem zeitungsinterview erklärt, liverpool sei ein verein, bei dem der große kommerz noch nicht so eingeschlagen habe. nun denn, wir warten auf dein statement, lieber hosenkasper ;-)

    2. Wieso „ein“ Johnson, „ein“ Guardiola? Das klingt so skurril.

  23. Ist es nicht interessant, dass gerade die Clubs mit den (vermutlich) dicksten Finanzen sich klar gegen die SL positionieren (FCB, PSG) und weitere ohne Geldsorgen (City) sich tendenziell ebenfalls distanzieren? Zu den Unterstützern gehören dagegen diejenigen, die ordentlich aufholen wollen, sportlich (Arsenal?) oder finanziell (Schuldenstand, Blick nach Spanien).
    Sollte die Lage wirklich eskalieren und die UEFA Maßnahmen gegen das “Dreckige Dutzend” ergreifen, wer weiß ob da nicht gerade die Bayern als Profiteur herausgehen. _Das_ fühlt sich mal an wie Game of Thrones, nicht der mittelständische HS/HF-Zwist … ich kann mir das nur mit einer gewissen morbiden Distanz ansehen.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich sag ja, sich so etwas verweigern zu können, zeugt von einem soliden Fundament. Ich sehe das eher als Zeichen, dass man mit dem Status Quo gut leben kann, als einen Gewissensentscheid. Denn sein wir mal ehrlich – Bayern hat sich bisherigen Bemühungen zur weiteren Kommerzialisierung des Sports meistens angeschlossen oder sie sogar selber vorangetrieben. Dieser ESL-Schmarrn ist einfach so offensichtlich unausgegoren und riskant, dass es keine attraktive Option für gut situierte, erfolgreiche Vereine ist. Kein Wunder, dass City der wahrscheinlichste Kandidat für einen Absprung ist.

    2. Ach was, ihr habt es alle nur noch nicht verstanden (genauso wie die ganzen Engländer etc die jetzt steilgehen): Mit der ESL wollen diese Vereine den Fußball retten! Nicht töten! Perez hat es doch klar gesagt, wie könnt ihr dem nur nicht glauben? ;-) Ich glaube ja, dass die das wirklcih glauben, was sie sagen. So wie Blatter auch immer geglaubt hat, er sei der Retter des Fußballs, so wie Trump glaubt, die Wahl gewonnen zu haben. So wie viele, die an sehr viel Macht (und Geld) gekommen sind oft eine ganz seltsame Wahrnehmung der Realität und ihrer Rolle entwickeln. Immer wieder faszinierend. Aber auch dermaßen abstoßend. So sad, um es mit Donald Trumps Worten zu sagen.

      1. So reich und mächtig bin ich nun auch nicht.

      2. Dann hab ich dich falsch eingeschätzt ;-)

      3. Ist nicht schlimm, meine Geschäfte sind schließlich wenig transparent; möge sich jeder das rausnehmen, was er begehrt.

  24. Noch zwei Siege und die Kiste ist durch… danke Köln!

  25. Das Liveblog zum abrupten Ende der ESL ist herrlich, ich kann mich kaum aufs Spiel konzentrieren. Wer auch doppelt geniessen will:

    https://www.theguardian.com/football/live/2021/apr/20/european-super-league-backlash-builds-against-breakaway-plan-live

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Einfach geil. Gundown am OK Corral. Nur dass einige Hirnis mit Messern zu ’ner Schießerei gekommen sind…

    2. Ist das zu gut um wahr zu sein?
      Wenn sich das alles bewahrheitet könnte heute ein großer Tag des Fußballs werden.

    3. Kein Wunder, dass David Alaba weg wollte; keinerlei Mitgefühl für ihn hier.

      1. Du kannst nicht nur Nietzsche. Auch Ernst Jandl.

    4. grandios, herzlichen dank!!!

  26. Nordish Bayern Nature Seite 20.04.2021 - 22:03

    Oder das ganze Theater wurde nur veranstaltet, damit die Änderungen des CL Modus ab 2024 jetzt von (fast) allen Fans als geringeres Übel so geschluckt werden… ?! ;-p
    So schnell, wie die jetzt umfallen, hätte es für die UEFA ja fast nicht besser laufen können –> Retter des Fußballs anstatt Shitstorm

  27. Seit Boateng vom Platz ist, sieht die Abwehr nicht mehr so souverän aus.

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