Blickpunkt Amateure: Training gegen Heimstetten

Jan Trenner 28.10.2013

Bayern Amateure HGK gegen den SV Heimstetten

Am Sonntagmittag ging es dann endlich wieder in die Hermann-Gerland-Kampfbahn um die Partie gegen den SV Heimstetten zu beobachten. Rückrundenauftakt in der Regionalliga Bayern und man hatte noch den 6:0 Sieg »auswärts« im Sportpark irgendwo im Hinterkopf. Damals kontrollierten unsere Jungs die Partie und konnten trotz einer Vielzahl von Spielern, die noch bei dem Profis in der Saisonvorbereitung steckten, ungefährdet gewinnen. Auf der Tabelle hat sich über die gesamte Hinrunde nicht so viel verändert. Die stärkste Offensive (Bayern Amateure, 51 Tore) gegen die schwächste Defensive (SV Heimstetten, 43 Gegentore) begegneten sich und es war absolut kein Spiel auf Augenhöhe.

Was ist passiert? Heimstetten war allenfalls ein Trainingspartner. Obwohl es für die Mannschaft um den Klassenerhalt geht, konnten sie nicht einmal kämpferisch mithalten. Erst als die Bayern Amateure in der zweiten Spielhälfte ein paar Gänge runterschalteten, waren die Gäste aus dem Münchner Umland auch mal am Ball. Am Halbzeitstand von 5:0 änderte sich nach Wiederanpfiff nichts mehr. Souverän, hochverdient und schön abgeklärt weiterhin acht Punkte Vorsprung und ein Spiel weniger in der Regionalliga Bayern.

Besonders Julian Green und Mitchell Weiser (ja, wirklich!) trumpften direkt zum Start groß auf. Nach zwölf Minuten stand es bereits 2:0 durch Weiser in Minute 8 und 12. Benno Schmitz netzte den vom Gästekeeper abgewehrten Ball trocken ein (24.), bevor Julian Green auf 4 und 5:0 erhöhte (30. und 36.). Unsere meisten Angriffen passierten über die linke Offensivseite, welche nicht unbedingt überragend auftrat, aber von Heimstetten einfach nicht in den Griff zu bekommen war. Green spielte im Sturmzentrum, um seine Geschwindigkeit gegen die deutlich langsameren Innenverteidiger der Gäste auszuspielen. Ähnliches sah man auch bei Weiser, der scheinbar richtig Lust auf diese Partie hatte. Wie will man sich bei so einem Spielverlauf auch demotivieren lassen?

Das Spielsystem nähert sich – speziell in der Offensivbewegung – immer weiter den Profis an. Gestern Nachmittag haben Pierre-Emile Højbjerg und Alessandro Schöpf Halbpositionen begleitet, wodurch man Heimstetten einschnüren und bereits ihre Viererkette sehr gut pressen konnte. Schwächere Gegner agieren dadurch deutlich nervöser und werden zu Fehlern verleitet. Obwohl beide nicht ihren allerbesten Tag erwischten oder durch extravagante Szenen auffielen, drückten sie der Partie ihren Stempel auf und lenkten die Offensive. Mir gefällt das besonders deswegen, weil der absolut souveräne Rico Strieder weiterhin die Fäden in der Defensive in den Händen hält. Kreative vorn, abgeklärte Spieler im Rücken. Eine Mischung und Abstimmung die den Amateuren in der letzten Saison noch fehlte.

Am 02. November müssen die Würzburger Kickers bezwungen werden und dann folgt schon das Rückspiel im Stadtderby gegen die Blauen. Absoluter Pflichtsieg, denn die Nummer 1 der Stadt sind wir!

FC Bayern Amateure – SV Heimstetten 5:0 (5:0)
FC Bayern AmateureZingerle – Schmitz, Wein (65. Derflinger), Buck, Sallahi (81. Chessa) – Strieder – Rankovic (65. Friesenbichler), Schöpf, Hojbjerg, Weiser – Green
BankRössl, Scholz, Schwarz, Schweinsteiger
HeimstettenLehner – Schneider, Welzmüller, Mayer, Siedlitzki (37. Steppan) – De la Motte, Schmitt – Ünver, Ebeling (84. Göktan), Steimel – Ammari (72. Riglewski)
Tore1:0 Weiser (7.), 2:0 Weiser (12.), 3:0 Schmitz (24.), 4:0 Green (29.), 5:0 Green (36.)
Karten/

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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