Mit Licht und Schatten nach Berlin

Maurice Trenner 10.06.2020

Zum zweiten Mal nach der Corona-Pause spielte Bayern München gegen die Frankfurter. Im Pokal-Halbfinale würde man Revanche für das verlorene Finale 2018 nehmen können. Damals hatte man gegen die von Niko Kovač trainierten Hessen mit 1:3 verloren. Eben jener Kovač wechselte im Sommer danach nach München, wo er im Herbst 2019 nach einer 1:5-Niederlage gegen Frankfurt entlassen wurde.

Falls ihr es verpasst habt

Die Aufstellung

Kurzfristig musste Trainer Hansi Flick aufgrund einer Rückenprellung auf Serge Gnabry verzichten. Der deutsche Nationalspieler wurde durch Ivan Perišić ersetzt. Ansonsten blieb alles beim Alten. Auch die beiden (Wahl-)Spanier Thiago und Lucas Hernández mussten vorerst erneut auf der Bank Platz nehmen.

Bei den Hessen fehlte ebenfalls ein Flügelstürmer. Der diese Saison stark aufspielende Filip Kostić fehlte aufgrund einer Rotsperre aus dem Viertelfinale gegen Werder Bremen. Zudem saßen im Vergleich zum Wochenende auch Hasebe, Kamada und Dost auf der Bank. Mit Abraham, Ndicka, Chandler und Gaćinović richtete Trainer Adi Hütter seine Mannschaft deutlich defensiver aus.

Kleine Randnotiz: Die Münchner liefen erstmals im neuen Heimtrikot für die nächste Saison auf, das erneut traditionell in rot-weiß gehalten ist. Mehr als eine Randnotiz: Die Frankfurter liefen mit der Aufschrift #blacklivesmatter auf der Brust auf.

Die erste Halbzeit

Bereits zu Beginn zeigte sich das zu erwartende Bild. Bayern drängte mit viel Ballbesitz auf das Tor der Gäste. In der sechsten Minute musste Kohr auf der Linie einen Müller-Kopfball nach einer Ecke von Kimmich klären. Kurz danach verpasste Lewandowski eine Hereingabe von Müller, die er nur noch hätte einschieben müssen (8.). 

Nach diesen zwei Großchancen nutzten die Bayern ihre nächste Gelegenheit. Einen langen Ball leitete Coman per Chipball stark auf Lewandowski weiter, der auf Müller ablegte. Der Rekord-Vorlagengeber flankte mit Auge auf Perišić, der alleine vor Trapp per Flugkopfball einköpfte (14.).  

Der bayerische Chancenwucher ging jedoch weiter. Nach einer Davies-Flanke hätte Coman nur noch einschieben müssen, doch der Franzose verpasste freistehend (25.). Trapp musste kurz später gegen Lewandowski retten (31.). Der Pole hatte sich zuvor durch eine Passfinte in eine gute Abschlussposition gebracht.

Bis zum Pausenpfiff erspielten sich die Bayern noch einige Halbchancen. Oft fehlte jedoch die letzte Konsequenz in den Aktionen und beim letzten Pass konnte ein Frankfurter seinen Fuß dazwischen bekommen. Mit dem 1:0 wurden die Seiten gewechselt. Eine starke Hälfte der Münchner wurde allein dadurch überschattet, dass die Hausherren verpassten, das zweite Tor zu erzielen.

Die zweite Halbzeit

Beide Mannschaften kamen ohne Wechsel aus der Pause. Gerade in den Anfangsminuten ließen die Bayern allerdings klare Aktionen vermissen. Auch um etwas mehr Ruhe in die Partie zu nehmen, nahm Flick seine beiden Flügelstürmer Perišić und Coman vom Feld und brachte Hernández sowie Thiago (60.).

Die Frankfurter brachten den Außenstürmer Da Costa. Und dieser Wechsel machte sich direkt bezahlt: Ohne Zugriff konnte sich Kamada im Strafraum drehen und in die Mitte legen, wo der Eingewechselte den Ausgleich erzielte (68.). Der Treffer hatte sich angedeutet.

Doch wie so oft in dieser Saison war Lewandowski zur Stelle, als die Münchner ihn am meisten brauchten. Goretzka stecke am Strafraum auf Davies durch, der auf Kimmich in der Mitte weiterleitete, von wo der Ball zu Lewandowski ging, der aufgerückt war. Der Pole vollstreckte (75.), wobei Schiedsrichter Fritz zuerst Abseits pfiff. Nach Überprüfung durch den VAR wurde der Treffer jedoch zurecht gegeben.

Zur Absicherung des Ergebnisses brachte Flick Martínez für Goretzka (86.). Vor allem im Kopfballspiel sollte der robuste Spanier gegen die kopfballstarken Frankfurter helfen. 

Am Ende rettete der FC Bayern das Ergebnis über die Zeit und ging damit einen großen Schritt in Richtung 20. Pokaltitel. Im Finale gegen Leverkusen werden dafür jedoch 90 konzentrierte Minuten von Nöten sein. Bereits am Wochenende gegen Gladbach bedarf es einer erheblichen Leistungssteigerung.

Drei Dinge, die auffielen

1. Dominanter Auftakt

Die erste halbe Stunde heute in der Allianz Arena ließ für keine Sekunde einen Zweifel zu, wer im Juli das Pokalfinale bestreiten darf. Die Münchner dominierten die Frankfurter nach Belieben, schnürten die Hessen in ihrer Hälfte ein und erspielten sich eine Chance nach der nächsten. Alleine ein seltener Lapsus von Lewandowski sowie ein Fauxpas von Coman hielten die Gäste im Spiel.

Stand die Frankfurter Defensive sortiert und tief, erspielte man sich mit einem guten Positionsspiel beste Chancen. Rückten die Gäste hingegen heraus, überspielte man ganze Mannschaftsteile mit präzisen langen Bällen. Ging ein Ball doch mal verloren, schaffte man es diesen meist noch in der gegnerischen Hälfte durch aggressives Pressing zurück zu erobern.

Der Führungstreffer war ein Musterbild für all jene Qualitäten, mit denen die Bayern in den letzten Wochen begeisterten. Während die Frankfurter Neuer halbherzig pressten, schlug der Keeper den Ball lang auf Coman. Der Franzose spielte einen traumhaften Chip in den Lauf von Lewandowski. Der Stürmer wurde von Hinteregger zwar bedrängt, schaffte es aber noch auf Müller abzulegen. Dieser flankte butterzart auf Perišić, der eingelaufen war und mit dem Kopf Trapp überwand. Lange Bälle in die Spitze, Müllers Direktspiel und nachrückende Offensivspieler – die Erfolgsformel der Flick-Elf.

2. Zu direkt ist direkt unsouverän

So stark die erste Halbzeit der Münchner war, so schwach war die Leistung nach dem Seitenwechsel. Die nun deutlich aktiveren und aggressiveren Frankfurter setzten den Münchnern zu. Doch anstatt das Spiel mit einem geordneten Passspiel zu beruhigen, wurde es schnell hektisch.

Auch bedingt durch die hohe Positionierung von Goretzka und Müller, versuchte man sich gegen das nun sehr aggressive Pressing durch lange, direkte Bälle zu befreien. Dies gelang jedoch selten bis nie. Nur vereinzelt schaffte man längere Passstafetten. Meist ging der Ball nach spätestens drei Stationen verloren. Die Positionierung abseits des Balls wurde vernachlässigt, wodurch Anspielstationen fehlten.

Flick versuchte dieser Entwicklung entgegenzuwirken, indem er Thiago einwechselte und ihn neben Kimmich ins Mittelfeld stellte. Der Grundgedanke war klar, ein weiterer ballsicherer Spieler im Zentrum sollte mit Ruhe und Übersicht wieder die Ordnung im Spiel herstellen. Doch dies gelang kaum, zu aggressiv waren die Frankfurter, zu inkonsequent die Münchner Laufwege ohne Ball. Thiago war im Zentrum extrem die fehlende Spielpraxis anzumerken. Seine gewohnte Souveränität am Ball konnte er kaum einbringen.

3. Der FC Bayern ist verwundbar

Als Trainer Flick unter der Woche die Trainingsleistung der Münchner öffentlich kritisierte, war dies kaum mehr als eine Randnotiz in den meisten Gazetten. Spätestens nach der Partie heute weiß man doch, dass der Coach sehr wohl noch vor einigen Aufgaben steht.

Wie schon am Wochenende gegen Leverkusen spielten die Münchner phasenweise sehr guten Fußball, nur um dann einzubrechen. Während die letzte Partie schon gelaufen war, ließ man die Gäste heute ohne Not zurück ins Spiel kommen. Schienen die Bayern in den letzten Wochen eine gewisse Pressingresistenz entwickelt zu haben, war heute ein klarer Rückschritt erkennbar. Hier gilt es anzusetzen.

Eine möglicher Grund hierfür ist der sehr aufreibende Spielstil unter Flick. Die Intensität der Münchner ist in den Drangphasen so hoch, dass sie kaum über 90 Minuten aufrecht gehalten werden kann. Auch daher wirkte die Mannschaft fast stehend k.o.

Zu guter Letzt lag es aber auch an der Münchner Chancenverwertung in der ersten Hälfte, dass die Frankfurter überhaupt nochmal ins Spiel zurückkommen konnten. Hätten Lewandowski und Coman nicht ihre Hommage an Frank Mill und Mario Gomez zum Besten gegeben, wären wohl die Nerven aller Beteiligten deutlich weniger strapaziert worden. Aber wie wusste schon Lothar Matthäus: “Wäre, wäre, Fahrradkette”. 

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King Coman Hands of God
  1. Wie immer ein schneller und guter Bericht.

    Danke euch dafür.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. War übrigens der 150. Beitrag von Maurice :)

  2. Erwähnenswert auch, dass endlich mal eine knappe Abseitssituation für uns gelaufen und auch entschieden wurde.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. So knapp war die eigentlich nicht :-)
      Aber ich weiß was du meinst ;-)

    2. Habe lange überlegt, wann wir das in der Bundesliga mal so hatten. Konnte nicht erinnern.

    3. Selber Gedanke. Ein wichtiges Tor Pro-Bayern? Das gab es seit Einführung des VAR vermutlich zum ersten Mal.
      Obwohl deutlich zu sehen war, dass es kein Abseits gewesen ist, war ich 100% sicher, dass der Treffer wie üblich aberkannt wird. Am Ende ist der VAR doch noch gerecht…?

  3. Ohne Thiago läuft es nicht wenn es eng wird
    In der CL nur mit Thiago.

    Extrem viele Flüchtigkeitsfehler auch in der Phase wo wir 3-4 Tore machen mussten.

    Unverständlich das es Leute gibt die hier Lucas angehen und diskreditieren wollen. Er ist ein extrem wichtiger Spieler. Hoffe das er und Coman dabeibleiben.

    Am Ende ein verdienter Arbeitssieg gegen in der zweiten HZ starke SGE.
    Hoffe das Flick gegen BMG Davies eine Pause gibt und dafür Lucas spielt.
    Goretzka müsste auch pausieren aber er muss ja spielen.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Davies bitte Gladbach rechts vorne einsetzen. Irgendetwas bzw. das 2:1 sagt mir, er kann nicht nur den Alaba, sondern auch den Robben.

      1. Und dafür einen Coman/Gnabry draußen lassen? Oder Gnabry in das Zentrum?
        MMn unwahrscheinlich die Partie so zu beginnen aber als Einwechslung für Coman/Gnabry wäre es sehr interessant mit ihm müde Gladbacher zu überrennen(könnte man natürlich auch anders herum sehen – letztlich ist wohl der Fitnesszustand entscheidend. Aber es liegt auf der Hand das bei zwei Ausfällen im Offensivbereich und gleichzeitiger Verfügbarkeit von Lucas und Javi der geschulte Offensivspieler tendenziell offensiv eingesetzt wird.

    2. Kleiner Zusatz: Ohne einen fitten Thiago in Form läuft es nicht, wenn es eng wird. Dann lieber Martinez als Wellenbrecher als Thiago, der in Sachen Kampfkraft nichts entgegensetzen konnte und sich ein paar Mal den Ball abluchsen ließ wie ein Nachwuchsspieler. Ich hoffe, er kommt bald wieder in die Form, die er vor der Corona-Pause hatte, denn seine Wichtigkeit ist unbestritten.
      Lucas sollte gegen Gladbach wohl auch so zum Einsatz kommen, weil Davies möglicherweise weiter vorne gebraucht wird. Mal sehen wie sich die Geschichte mit Gnabry bis Samstag entwickelt. Fällt er aus, haben wir nur noch Perisic, Coman und Zirkzee für die offensive Dreierreihe. Möglicherweise wurden Perisic und Coman auch deswegen gestern ausgewechselt.
      Goretzka wirkt für mich momentan nicht so, als ob er eine Pause bräuchte. Der steht voll im Saft und wird auch immer präsenter. Könnte mir schon vorstellen, dass er am Samstag auf der Müller-Position sehr wichtig werden könnte, vor allem im Abschluss.

      1. Neuer
        Pavard Boa Alaba Lucas
        Kimmich
        Goretzka Thiago
        Gnabry Perisic Coman- oder außen umgedreht
        Oder
        Coman Perisic Davies- oder außen umgedreht
        Oder
        Statt Perisic auf der 9 eben Gnabry oder Zirkzee (mMn eher unwahrscheinlich als Starter).

        Hängt wohl alles von der Verfügbarkeit Gnabry s ab.

  4. Hernández zum zweiten Mal in Folge eingewechselt und fast umgehend erfolgte das Gegentor.
    Niemals der er die Innenbahn öffnen, er hätte den Weg zum Tor für da Costa zustellen müssen.

    Antwortsymbol10 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wobei die Szene vorher anfängt, als Kimmich Kamada zwei mal nicht stoppen kann. Dann fälscht Boateng ab und bei Davies und Hernàndez passt die Aufgabenteilung nicht. Insgesamt unnötiger Gegentreffer.

    2. Hernandez deckt seinen Gegenspieler und versucht dann die Situation zu retten.
      Wer war für da Costa zuständig?

    3. @davedaman: Hernandez ist halt nicht der gewünschte Stabilisator der Abwehr. Sind ja nicht nur die letzten beiden Spiele. Ich denke da an das Hinspiel gegen Augsburg. Da hatten wir auch schon die Diskussion über ihn, dann spielte er nach Spielen mit einigen Gegentoren endlich mal wieder mit ihm. Und gleich zu Beginn des Spiels schießt er eine Kerze im Strafraum, die zum 1:0 für Augsburg führt. Vorher wurde noch behauptet, dass die vielen Gegentore ja auch daran lägen, dass Hernandez fehlen würde. Der Stabilisator für die Abwehr und Weltklassespieler (nochmals 80 Mios für einen Verteidiger!) ist er eben doch noch nicht – und die Leistungen bisher lassen Zweifel daran aufkommen, dass er er jemals werden wird.

      1. Schön allgemein gehalten. ;)
        War eigentlich noch ganz gespannt auf deine Erklärung, warum Hernandez gestern Schuld am Gegentor war, aber du scheinst ja eingesehen zu haben, dass du da auf dem Holzweg warst.

      2. Momentan sind seine Leistungen natürlich höchstens durchschnittlich und rechtfertigen seine hohe Ablösesumme nicht. Damit befindet er sich allerdings in bester Gesellschaft, z.B. mit de Ligt, Griezman, Eden Hazard oder Joao Felix, die in diesem Sommer ebenfalls für viel Geld den Verein wechselten und bisher sicherlich nicht ansatzweise die Erwartungen erfüllt haben, die sich Juve, Barca, Real oder Atletico erhofft haben. Wie unverzichtbar sich Maguire und de Jong bei ManU und Barca bisher gemacht haben, mag ich nicht zu beurteilen, weil ich da zu wenige Spiele sehe. Soviel zum Thema, dass ab einer gewissen Ablösesumme alles von selbst laufen muss. Von einem Fehleinkauf, wie es Dembele und Coutinho bei Barca sind, ist Hernandez dann auch noch ein Stückchen entfernt.
        Bei Hernandez sollte man außerdem bedenken, dass ihm seine 2 Verletzungen sein erstes Jahr bei Bayern sehr erschwerten. Für eine faire Beurteilung hat er noch zu wenig zeigen können und vor allem viel zu selten auf der Position spielen dürfen, für die er eigentlich geholt wurde. Vor seiner Sprunggelenksverletzung war er nämlich häufiger als Linksverteidiger unterwegs als in der Innenverteidigung.
        Nimmt man die Ablösesumme (für die Hernandez übrigens nichts kann) mal beiseite, dann kommen da schon ein paar Faktoren zusammen, die als Gründe für seine derzeitige Form angeführt werden können: Rückkehr aus der längsten Verletzung der bisherigen Karriere, neues Land mit neuer Sprache, neue Spielweise, ziemliche Unruhe im Verein, nächste Verletzung, Corona-Lockdown ohne Mannschaftstraining, keine Chance auf Stammplatz und deshalb nur Kurzeinsätze, zunehmender Druck von außen. Bei einem jungen Spieler kann das schon mal Spuren hinterlassen. Was ich ihm absolut zugute halte, ist die Tatsache, dass er bei jedem Einsatz, so kurz er auch sein mag, sofort Präsenz zeigt und den Eindruck erweckt, dass er voll da ist und selbst wohl am wenigsten zufrieden mit seiner jetzigen Form ist. So etwas sah man z.B. bei Coutinho sehr häufig nicht.
        Ich persönlich denke, dass er noch die Verstärkung wird, die wir uns alle erhofft haben.

      3. @willythegreat:
        + 1

        Leider werden hier mitunter Maßstäbe an unsere Spieler angelegt, die höchstens auf der Playstation funktionieren.

      4. @willythegreat: Dass er Probleme hatte durch die Verletzungen, das stelle ich auch gar nicht in Abrede. Und dass er sich reinhaut, stelle ich auch gar nicht in Frage. Aber schau Dir einfach einmal das 0:1 gegen Augsburg in der Hinrunde, das 4:2 gegen Leverkusen oder auch das 1:1 gegen Frankfurt an. Da macht er keine glückliche Figur, weil er ein falsches Stellungsspiel hat. Und das ist mir bei der wenigen Spielzeit bei einem 80-Millionen-Mann dann doch zu oft. Er darf ja gerne Fehler machen, aber gleiche Fehler in der Häufigkeit (so viel hat er ja nun noch nicht gespielt) lassen dann doch Zweifel aufkommen, ob er das Geld wirklich wert war. Und wenn andere für viel Geld einen falschen Transfer machen, dann ist mir das egal. Zumal Barca und Co. schon häufiger in das Regal gegriffen haben. Bei uns muss so ein Griff einfach sitzen, wenn wir unsere Transferrekordsumme mal so eben (fast) verdoppeln.

      5. @Herrispezial:
        Erklär mal bitte, warum Hernandez beim Gegentreffer der Frankfurter ein falsches Stellungsspiel hatte.
        Er deckt Lehrbuchmäßig seinen Gegenspieler. Für da Costa war er schlicht nicht zuständig.

      6. @Herrispezial: Natürlich waren das viele Fehler auf die Spielzeit gerechnet. Ich denke aber, dass man jetzt nicht sagen kann, dass er bei dreifacher Spielzeit die dreifache Menge an Fehlern produzieren würde. Ich bin viel eher der Meinung, dass er seine Fehler deutlich minimieren würde, wenn er häufiger spielen würde und hoffentlich verletzungsfrei bleibt. Das beste Beispiel für meine These ist Boateng. Als er im Vorjahr und zu Saisonbeginn auf ein paar Kurzeinsätze kam, war er nur noch ein Schatten seiner selbst und beinahe jeder war sich einig, dass sogar diese Kurzeinsätze ein Risiko darstellen und man ihn eigentlich verschenken müsste, um wenigstens das Gehalt zu sparen. Kaum kriegt er ein paar Spiele am Stück und bleibt verletzungsfrei werden schon wieder die Stimmen laut, die sagen, dass es momentan keinen besseren deutschen Innenverteidiger gibt. Von daher ist für mich auch bei Hernadez Geduld angesagt.
        Natürlich sind 80 Millionen eine Riesensumme, aber noch hat er genug Zeit, diese Summe wieder reinzuspielen. Er hat einen Fünfjahresvertrag und wenn ein Jahr davon nicht so berauschend war, so kann er in den nächsten Jahren noch oft seine Klasse nachweisen.
        Ich persönlich bewerte Spieler erst dann, wenn ihre Zeit beim FCB zu Ende ist. Zwischenfazits bringen mMn eher wenig: Das kann man am Beispiel Robben sehr gut sehen: Nach der ersten Saison Volltreffer (zwar einige Verletzungen aber dafür massiver Anteil am Erreichen des CL-Finals), nach der zweiten Saison naja (einige Topleistungen, aber viel zu oft verletzt, die Rede war vom Glasmann), nach der dritten Saison sogar der Buhmann (wegen zwei verschossender Elfer und Egoismusdebatte), nach der vierten Saison Vereinslegende (vor allem wegen Wembley 2013).
        Oder am Beispiel Martinez: In seiner ersten Saison hat er gezeigt, dass er die Ablöse wert war. Seitdem war er sehr oft verletzt und hat auch nur noch sporadisch aufblitzen lassen, dass er über Weltklasseniveau verfügt und das muss ein Spieler, der vor acht Jahren 40 Millionen gekostet hat, eigentlich besitzen.

    4. Sorry, irgendwie verschwinden hier die Posts immer wieder.

  5. Die Passqualität war heute für Bayernverhältnisse einfach unterirdisch. Sinnbildlich dafür war Davies, der insbesondere in der ersten Halbzeit Fehlpass an Fehlpass reihte. Heute kam mir die ganze Mannschaft sehr unkonzentriert vor.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich würde hier unterscheiden. Erste Halbzeit war es gut. Pressing von Frankfurt wurde oft einfach überspielt. Zweite Halbzeit fehlten Kraft und die Ideen, wie man das Angriffspressing von der SGE umgehen will. Viele lange Bälle und schlechte Passwinkel und -distanzen waren die Folge.

      1. Ich fand auch schon in der ersten Halbzeit die Fehlerquote deutlich höher als in den letzten Spielen. Natürlich gab es auch gelungene Aktionen, aber auch viele leichte Fehler, die man zuletzt wenig gesehen hat. Ist aber wohl nur menschlich: die Meisterschaft praktisch eingetütet, Eintracht Frankfurt zur Zeit auch nicht gerade furchteinflössend, keine Zuschauer, etwas müde, da nimmt die Konzentration einfach ein bisschen ab.

  6. War. Das. Schlecht.

    In der 2. Halbzeit hätte man denken können Kovac sei wieder Trainer, so wie das aussah.

    P.S.: Seit wann ist Lucas Hernández Spanier?

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “Hernández verbrachte seine ersten fünf Lebensjahre in Frankreich und lebte danach in Spanien. Laut eigener Aussage spricht er besser Spanisch als Französisch.”

      Laut Wikipedia. Also gefühlter Spanier ;-)

    2. Ist korrigiert. Er ist ja Wahl-Spanier ;-)

      1. Thiago ist eigentlich 100%iger Brasilianer bloß mit spanischem Pass. Er wäre der Wahl-Spanier ;-)

  7. Ich finde eure Analogien interessant. Ich hatte nach der Einwechslung von Thiago und Hernández das gute Gefühl, dass die Bayern das wilde Spiel endlich unter Kontrolle bringen können. Flicks Wechsel führten zu mehr Präsenz im Zentrum (leider auch zu weniger Offensivkraft). Das 1:1 kam für mich dann doch recht überraschend. Direkt danach war Frankfurt natürlich wieder drin. Normal bei so viel Rückenwind. Das 2:1 kam ebenso überraschend. Die letzten 10 Minuten waren dann wieder besser, aber auch nicht wirklich souverän. Da gibts Redebedarf.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Hast du irgendwo die xG Werte des Spiels? Weil selbst in der Phase als Frankfurt besser im Spiel war, haben sie sich nicht wirklich Torchancen erspielt, oder?

      1. Seh ich auch so. Ich glaube sogar dass das der einzige Schuss auf das Tor im ganzen Spiel war. Mir hat die zweite Halbzeit und das Kippen des Spiels auch nicht gefallen, aber dieses “das Tor hat sich angedeutet” des Moderators fand ich dann doch ein wenig übertrieben.

  8. Das Bayernspiel erinnert mich an Dortmund unter Klopp. Schön anzusehendes Forechecking bis die Luft ausgeht. Funktioniert, wenn man seine Chancen nutzt. Sonst wirds kritisch. Interessant war, dass Flick nach dem Spiel über den Terminplan gejammert hat. Und das nach einer mehrwöchigen Pause.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Aus Leistungssportler-Sicht steht wohl nicht die mehrwöchige Pause im Vordergrund sondern die Tatsache, dass ohne vernünftige Vorbereitung in mehrere englische Wochen hintereinander gestartet wurde. Und beim oben beschriebenen Stil der Flick-Bayern gehen der Mannschaft da aktuell die Kräfte aus. (Deine Interpretation ist auch deswegen interessant, da man aus genau dem Grund, dass die Teams nach der Unterbrechung nicht bei Kräften sind, ja die Wechselmöglichkeiten erhöht hat).

    2. Ich glaube ihn stört aktuell mehr, dass er wenige Optionen hat. Zirkzee war die einzige Alternative in der Spitze. Perisic und Coman kommen gerade von langen Verletzungen zurück. Das darf nicht vergessen werden.

      1. Denke ich auch. Jetzt muss endlich mal ein Umdenken in Sachen Kadergröße kommen. Rein titeltechnisch hat uns die Coronapause und vor allem die Umstrukturierung der Saison (damit meine ich die Trennung von nationalen Wettbewerben und internationalem Geschäft) wahrscheinlich dieses Jahr gerettet. Kaum hat man ein paar englische Wochen kommt der Kader auf dem Zahnfleisch daher. Natürlich hat man derzeit ein paar Verletzte und am Samstag auch noch zwei Sperren, aber das ist doch für diese Phase der Saison nicht unnormal. Das kann Flick ganz gut einschätzen und deswegen denkt er sich, dass eine Pause unter der Woche nicht geschadet hätte.
        Es wäre übrigens absolut sinnvoll gewesen, den DFB-Pokal erst im Anschluss an die Bundesliga zu spielen. Die Halbfinale hätte man am 4.7. gespielt und dann wäre das Finale halt erst am 11.7. ausgetragen worden. Für die beteiligten Mannschaften hätte sich die Pause bis zur Fortsetzung der internationalen Spiele verkürzt und für den Rest der Liga hätte sich ohnehin nichts geändert. Die hätten nach dem 27.6. in die Sommerpause gehen können.

      2. Genau wie Lucas.
        Und Gnabry ist seine Muskelprobleme auch noch nicht richtig losgeworden- erinnert schon an Rob.
        Thiago auch gerade erst zurück.
        Und Cuisance hatte auch noch MagenDarm.

      3. Das ist ja genau das Problem. Wir müssen quasi fast immer mit der gleichen 11 auflaufen, weil wir kaum Alternativen haben, sobald es mal 3 oder 4 Verletzte gibt. Und die verbleibenden Alternativen sind ja nicht so klasse, dass man sie sorglos bringen kann. Gestern hatten wir sogar 2 Torhüter auf der Bank. So kannst Du doch auch nicht rotieren und Spieler mal schonen.

        Wenn Gnabry nicht wieder fit wird, haben wir am Samstag offensiv nicht mal genügend Spieler für die Startelf aus dem eigentlichen Kader, wenn man deren Hauptpositionen ansieht. Da müsste dann Davies auf den offensiven Flügel, damit Perisic zentral spielen kann – und Goretzka geht auf die 10. Wer sitzt dann auf der Bank? Zirkzee, Arp, Singh. Nicht umsonst fordert Flick gerade Verstärkungen. Du kannst im heutigen Fußball nicht mehr eine Stammelf plus 3-4 weitere gute Spieler haben. Dafür sind die Laufleistungen etc. einfach zu groß geworden. In fast jeder Mannschaft der Liga fehlen deswegen ja inzwischen mehrere Spieler durch Verletzungen, obwohl die meist noch weniger Belastung haben. Warum sollten ausgerechnet wir vor Verletzungen verschont bleiben? Der Fußball stellt inzwischen höhere körperliche Anforderungen (nicht erst seit Flick) und wir antworten darauf mit einem zu kleinen Kader.

  9. Das Team hat gestern, insbesondere in der zweiten Halbzeit, extrem “überspielt” gewirkt. Schon erschreckend, wenn du mit Thiago, Kimmich und Goretzka auf dem Platz es nicht schaffst, Ruhe reinzubringen und mal einen geordneten Spielaufbau zu inszenieren.

    Davies schon in der ersten Halbzeit fahrig – und später in der Offensive haben komplett die Laufwege/Abstimmungen gefehlt. Coman mit ein, zwei Ausnahmen gestern auch fahrig, unkonzentriert, nicht durchsetzungsstark. Die positive Überraschung war gestern in Hz1, danach auch nicht mehr, Perisic, den ich sonst immer sehr kritisch sehe.

    Die Gelbsperren für Lewa und Müller kommen zwar blöderweise gleichzeitig und bei einem starken Gegner, aber eine Pause wäre für die beiden eh auch mal wieder nötig gewesen, und ob Flick sich das ohne den Zwang getraut hätte? Von daher nicht nur negativ.

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    1. Sehr gut gesehen! Warum die Bayern in HZ 2 so kraftlos daherkamen, ist mir ein Rätsel. Die Eintracht war da deutlich besser drauf, eine Verlängerung wäre für uns fatal geworden und das, obwohl Frankfurt ein Spiel mehr (Nachholpartie in Bremen) zu verkraften hatte. Hoffentlich reichen die Kräfte bis zum Saisonabschluss. Dieser kollektive Kräfteverlust gibt zu denken.

  10. Das Spiel passt doch perfekt in unsere Pokalbilanz der letzten beiden Spielzeiten, oder?
    Weg nach Berlin 2018/19: Drochtersen 1:0, Rödinghausen 2:1, Hertha 3:2, Heidenheim 5:4, Bremen 3:2,
    Weg nach Berlin 2019/20: Cottbus 3:1 (Ausnahme :-)), Bochum 2:1, Hoffenheim 4:3, Schalke 1:0, Frankfurt 2:1
    Einige dieser Spiele wiesen ein Muster auf, das auch gestern wieder zu beobachten war: Man hat den Gegner klar im Griff, vergisst, den Sack zuzumachen und verliert dann die Kontrolle, zittert sich aber doch irgendwie weiter.
    Gutes Omen: 2018/19 gab es den einzigen klaren Sieg gegen Leipzig im Endspiel (wobei da vor dem 2:0 auch ganz schön gezittert werden durfte);
    PS: Ein Sonderlob für Martinez wäre angebracht. So spielt man, wenn man eingewechselt wird! Von der Einstellung her hat mir auch Hernandez ganz gut gefallen. Der war auch gleich im Spiel und hat den Kampf angenommen. Das war bei Thiago gar nicht der Fall. Seine nächste Chance am Samstag nutzt er hoffentlich besser.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Interessante Analogie!
      Das Pokalfinale verspricht auf jeden Fall schönen Offensivfussball.
      Und hoffentlich mit Havertz!

    2. Ich wollte schon nach den ersten 80 Minuten gegen Hoffenheim schreiben, dass der Fluch der engen, spannenden Pokalspiele endlich durchbrochen ist. Da scheint die Mannschaft einen Fetisch für entwickelt zu haben.

      1. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen: ich war selbst auch beim Zuschauen ziemlich unkonzentriert und konnte nicht die maximale Konzentration aufbringen – es war halt nur Pokal…

  11. Tolle erste Halbzeit mit extremem Pressing, teils guten Spielzügen, aber mieser Chancenverwertung.
    Zweite Hälfte war dann die schwächste der Flick-Ära.
    Da fragt man sich schon, ob die Mannschaft Flicks Spielphilosophie wirklich eine ganze Saison durchziehen kann. Die Jungs wirkten gestern schon ziemlich platt!!
    Mich lässt diese Parrie doch arg ratlos zurück :(

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Hallo Tom,

      Kommentar ist jetzt da – und viel Spaß bei uns.

  12. Danke für den klasse Nachbericht :)

  13. Seit dem Neustart hat Flick jetzt die Rotation komplett eingestellt gehabt. Klar, der Spielplan mit Dortmund, Leverkusen und Halbfinale in der entscheidenden Phase der Saison nach dieser Pause lässt keine großen Experimente zu und Flick wird schon wissen was er tut, aber dass wir gar keine Rotation gesehen hatten wundert mich dann doch ein bisschen.

    Natürlich sind die Wechselmöglichkeiten sehr beschränkt, aber es tut einem auch irgendwie Leid wenn Spieler wie Martinez oder auch Odriozola, der glaub noch keine einzige Minute auf dem Platz stand?!

    Kann man nur gespannt sein wie alles läuft und aussieht wenn Flick einen Kader nach seinen Vorstellungen zusammenstellen kann. Ist ja keine Frage dass wir da einige Defizite angesammelt haben über die vergangenen Jahre.

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    1. Ich teile deine Einschätzung und Sorgen.

      Was die Zukunft anbelangt, vermute ich, dass Hansi Flick niemals in die Möglichkeit haben wird ‘sich einen Kader nach seinen Vorstellungen zusammenzustellen’ – welcher Trainer hatte diese jemals beim FC Bayern?
      Das aktuelle defizitäres Mini-Ensemble ist wohl die neue Realität. War das bisher die verwelkte Blüte einer fehlgeleiteten Transferpolitik, wird es in Zukunft die brache Landschaft infolge ökonomischer Dürre sein.

      Wobei ich natürlich immer die Hoffnung habe, dass ich mich täusche…

      1. Ich denke, wir könnten uns in Post-Corona Zeiten wieder leichter tun, unseren Kader mit gestandenen Bundesligaspielern aufzustocken als bisher. Die Spieler, die ich immer gerne als “tapfere Soldaten” bezeichne, wollten in den letzten Jahren doch immer weniger zu uns, weil sie woanders auch gut verdienen konnten, aber eben viel mehr Chancen auf regelmäßige Einsätze hatten. Für einen Sebastian Rudy war doch die Option (auch wenn er damit letztendlich scheiterte) bei Schalke Stammspieler zu sein lukrativer als weiter die Rolle des Bankdrückers bei Bayern einzunehmen. Wenn der Gehaltsunterschied jetzt wieder deutlicher wird, dann bringt man solche Spieler auch wieder eher dazu, nach München zu wechseln und dafür eben etwas seltener zu spielen. Wenn wir unser Geld nicht sinnlos verpulvern, z.B. dadurch, dass wir für Havertz trotz Corona 80 Millionen oder mehr bezahlen, dann dürften wir hier schon enorme Vorteile haben und solche Spieler dann auch wieder von einem Wechsel nach München zu überzeugen.
        Voraussetzung wird natürlich sein, dass der Trainer dann auch in der Lage ist, diese Spieler bei der Stange zu halten. Das traue ich Flick aber schon zu, wenngleich ich es schon fragwürdig finde, wie wenig z.B. Martinez spielen darf. Den kannst du eigentlich immer guten Gewissens bringen, wenn die Mannschaft führt und das tut sie meistens zur Halbzeit.

    2. Ich kann die Nicht-Rotation schon verstehen – wie Du schreibst, musste sich die Mannschaft zuerst nach der Corona-Pause wieder einspielen, und dann kam gleich die Crunch-Zeit. Die nationalen Titel sind Pflicht und für Flick ja auch eine Premiere, deshalb ist klar, dass er nichts anbrennen lassen will. Zudem ist schon klar, dass nach dem Pokalfinale mindestens ein Monat Pause kommt, in dem man regenerieren und Verletzungen auskurieren kann.

      Ich war auch der Meinung, dass man im nächsten Transferfenster noch den einen oder anderen Kaderspieler vergünstigt bekommen könnte, aber auf einen solchen Politikwechsel deutet derzeit leider nichts hin. Nach Stand der Dinge würde ich davon ausgehen, dass Sané und ein neuer Verteidiger kommen sowie Perisic fest verpflichtet wird, also die Leihspieler ersetzt werden. Dazu kommt noch Fein, allerdings dürfte sich umgekehrt Tolisso bei einem ordentlichen Angebot verabschieden.

      Und dann halt die Baustelle der weiterhin offenen Verlängerungen mit Thiago und Alaba, wo ein Scheitern nochmal einen grossen Umbruch einläuten würde. Ich schätze, dass diese Frage momentan auch einen grossen Einfluss auf die Planungen ausübt, weswegen mich jede weitere Woche ohne Einigung nervöser macht. Für jeden qualitativ gleichwertigen Ersatz müssten wir wohl noch mal draufzahlen, also schafft das auch keinen Spielraum für eine Verbreiterung.

      Damit sich die Situation wirklich entspannt, müssen die jungen, teuren Talente wie Arp und Cuisance den Anschluss zum Profikader schaffen. Die kann man nicht auf Dauer in der Dritten Liga versauern lassen. Die nächste grosse Herausforderung für Flick besteht deshalb auch darin, ob er diesen Jungs trotz begrenzter Einsatzzeiten so viel beibringen kann, dass sie zumindest als Rotationsspieler in Frage kommen. Wenn nicht, oder wenn sie halt doch nicht das Talent haben, das man sich erwartet hatte, dann wird es nächste Saison wieder dieselben Probleme geben.

  14. Für mich ist die Mittelfeldformation entscheidend. Wenn man zwischendurch Ruhephasen und überlegteren Spielaufbau haben will, sollte man mit Thiago und Kimmich im Mittelfeld spielen. Goretzka glänzt durch seine Dynamik, durch aggressives Pressing und seine Torgefahr bei seinen Vorstössen, aber für den Spielaufbau tut er zu wenig. Selbst im Spiel gegen Leverkusen, in dem er richtig gute Leistung gebracht hat, ist er am Ende nur auf 36 Ballkontakte gekommen, zu wenig für einen Mittelfeldspieler auch wenn er nicht über 90 Minuten gespielt hat.

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    1. Teile diese Auffassung.
      Man vergisst wie brilliant Thiago an der Stamford Bridge gespielt hat. In den CL spielen ist die Spielkontrolle entscheidend. Da darf nicht unnötig in einen Ping Pong artigen offenen Schlagabtausch driften. Das geht mMn eben nur mit Thiago.
      Die Kombination Thiago Kimmich sollte auf Jahre gesetzt sein. Goretzka sehe ich auch eher als Müller sub auch wenn er es die letzten Spiele vor SGE eigentlich sehr gut gemacht hat aber da war es auch nicht unbedingt nötig mal den Bsll länger zu halten.

    2. +1 und das obwohl er gerade in Sahneform ist. Goretzka wird nie ein Zidane odre Kroos , muss er auch nicht ,aber so einen Typen brauchst du halt auch, und da gibt es bei uns nur Thiago und vielleicht irgendwann Kimmich, wenn er abgeklärter wird

  15. Im Nachhinein weiß man es ja immer besser aber vielleicht hätte Thiago schon zu Beginn der 2.HZ auf dem Platz stehen müssen um von Anfang an den zu erwarteten Druck der SGE aufzufangen. Denke es war schwer zu einem Zeitpunkt wo schon zuviel ping pong gespielt wurde.
    Flick wird mit der teilweise verlorenen Spielkontrolle nicht zufrieden sein und die Spieler auch nicht. Ist aber in der 2.Hz im Hinspiel gegen BMG auch passiert.
    Also man wird sich das sicherlich genau ansehen und entsprechend aufstellen.

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    1. Genau deshalb wurde ja Thiago eingewechselt um dieses ping pong zu beenden. Wenn aber Thiago mit haarsträubenden Ballverlusten dieses noch verstärkt, dann bist als Trainer machtlos.
      Thiago gibt es in Weltklasse und in Kreisklasse. Ist immer ein wenig Glücksspiel. War schon vor Flick so.

  16. OT:

    Was mich für die nächsten Jahre positiv stimmt, ist die geniale Kader- / Altersstruktur:

    – Hernandez, Süle, Pavard, Goretzka, Gnabry, Coman, Sane… die sind alle 23 oder 24 Jahre alt.
    Dazu Kimmich 25, Davies 19, Alaba 27 und Thiago 29.

    Müller (30) und Lewa (31) haben auch noch 2 bis 3 gute Jahre in den Knochen.

    Sollten wir Havertz auch bekommen, hätten wir mit Gnabry, Kimmich, Goretzka, Havertz und Sane das komplette Nationalelf-Mittelfeld im Kader.

    Havertz sehe ich aber (leider) eher ins Ausland wechseln. Und die Vertragsverlängerungen von Thiago/Alaba sind doch komplizierter als gedacht…

  17. frage in die runde, weil’s hier grad viel um Thiago geht: brauchen wir havertz eigentlich wirklich dringend – falls Thiago verlängert, was ich mir sehnlichst wünsche? tante käthe scheint ja auf mondpreise zu hoffen, aber ich frag mich wirklich, wo der noch hin soll im dicht bevölkerten fcb-mittelfeld…

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    1. Ich finde das Mittelfeld deutlich spärlicher besetzt als noch vor zwei Jahren, obwohl seither Kimmich dorthin verschoben wurde. Mit Tolisso wird sich ein relativ etablierter Spieler verabschieden, Cuisance und Fein müssen sich erst beweisen. Zudem plagen Thiago und Goretzka ja öfters mal ihre Zipperlein.

      Langfristig würde ich ihn aber ohnehin als Nummer Zehn sehen. Sich da gegen einen Müller in der jetzigen Form durchzusetzen, wird schwierig. Andererseits ist der auch schon über 30 und absolviert meist sehr kräftezehrende Laufleistungen, könnte also auch seine Pausen gebrauchen.

    2. Vorausgesetzt Thiago und Alaba verlängern und das man Tolisso verkauft dann ist die Frage schon legitim
      – weil Müller bis 2023 weiterbrennt
      – weil Goretzka sich bombig entwickelt
      – weil mit Gnabry Coman und voraussichtlich Sane drei Klasseaussenstürmer im Kader stehen
      -weil Lewa immer spielt
      -weil Thiago und Kimmich gesetzt sind

      Also der Alleskönner Havertz auf 6,8,10,7,11 und 9 immer eine starke Alternative beim FCB hätte.
      Evtl sind ja deshalb seine Berater und er selbst reserviert wenn es um den FCB geht.
      Die einzige realistische Perspektive die man ihm aus heutiger Sicht bieten kann ist die mal Müller zu beerben.
      Auf der anderen Seite würde er bei Real mit Valverde einen Zidane Schützling vor sich haben. Bei MUFC wohl Pogba wenn der bleibt.
      Bei CFC käme er schon eher zum Zuge.
      Aber Havertz in der EPL? Da müsste er mMn körperlich noch robuster werden. Am besten würde er noch zu MCFC passen aber die haben mit KdB B.Silva und Gündogan genug Spieler

    3. Ich würde Harvertz auf jeden Fall verpflichten und ein weiteres Jahr in Leverkusen spielen lassen.

      Harvertz’ ideale Position wird sich mit der Zeit herauskristallisieren. Selbst wenn es die „Mitte“ ist – nächstes Jahr im Sommer sind Müller und Lewandowski 32, er wäre der richtige Spieler, um perspektivisch den Raum aufzufüllen. Flick ist ein Trainer, der es schafft Spielern Rollen in einem System zu geben, was er mit Alaba und Davies in Rekordzeit bewiesen hat. Im Gegensatz z.B. zu Werner ist Harvertz kein eindimensionaler Spieler und könnte mit seiner Variabilität ein entscheidendes Puzzlestück in einem Flick’schen Offensivkonzept werden. WIP ja, aber mit gewaltigem Potenzial.

      Dazu muss man festhalten, dass die Zeit am Transfermarkt gerade so günstig wie nie ist. Harvertz ist ein einheimisches Talent, wie es die letzten Jahre keinen gab. Mit Pokal und CL wird es genügend Einsatzmöglichkeiten geben und nicht zu vergessen: sollte Harvertz noch ein Jahr in Leverkusen bleiben, wird er ohne Druck einen weiteren Schritt nach vorne machen. Und unsere Historie mit solchen Deals haben in den Jahren so einige Stars hervorgebracht.

    4. Kurzfristig brauchen wir ihn nicht unbedingt. Mittel- und langfristig hätten wir ihn aber sehr, sehr gerne. Genau darin liegt ja das Dilemma. Unterschreibt er jetzt wo anders (bei der Ablöse sicherlich einen hoch dotierten Langzeitvertrag), wird es sehr schwer ihn in den nächsten Jahten zu holen. Aus meiner Sicht sollte er noch ein Jahr in Leverkusen bleiben. Viele Topvereine wollen ihn, aber bei keinem scheint es im Moment hundertprozentig zu passen.

    5. Thiago zögert wie man vernehmen kann mit der Verlängerung des Vertrages. Es wird nicht vermutet, dass es am Geld liegt. Möglicherweise überlegt er, doch nach Spanien zurückzukehren. Möglicherweise ist er sich aber auch nicht ganz schlüssig, was seine Rolle beim FCB in der Zukunft angeht. Ein Systemwechsel ist wohl nicht angedacht, weshalb es bei drei Positionen im Mittelfeld bleiben wird. Zwei davon sind durch Müller und Kimmich besetzt. Für die dritte Position bringt sich Goretzka immer besser in Position. Er scheint auch über einige Fürsprecher beim FCB zu verfügen. Das beim FCB schon immer vieles über “Hausmachtpolitik” geregelt wurde, dürfte kein Geheimnis sein. Sollte darüber hinaus auch noch Havertz nach München wechseln, muss sich Thiago erst recht die Frage stellen, wohin soll ich eigentlich. Auch wenn es auf eine Saison hin gesehen sicherlich genug Einsatzmöglichkeiten geben würde und auch wenn es das Ziel des Vereins sein sollte, für die drei Positionen im Mittelfeld 5-6 starke Alternativen zu haben, so bleibt die Frage, ob ein Spieler wie Thiago sich regelmäßig die Bank in München antun will, wenn er das gleiche auch in seiner Heimat Barcelona haben kann. Auch da wäre er möglicherweise nicht der unumstrittene Stammspieler im Mittelfeld, würde aber seine Einsätze kriegen und wäre wieder in einer Umgebung, die ihm noch lieber wäre als München.

    6. Wenn Havertz tatsächlich käme wäre das von der Öffentlichkeitswirkung her ein Paukenschlag, vielleicht zu vergleichen mit dem Götze-Transfer und mit ähnlichen Auswirkungen.
      Der Erwartungshorizont wäre riesig, das in Fliegen zu bringen, sowohl für den Spieler, wie für den Verein.
      Wenn du in jeder Hinsicht so in die Vollen gehst, brauchst du einen konkreten Plan für den Spieler. Einen dem du ihm und natürlich auch gegenüber der Mannschaft verkaufen können musst.
      Da kannst du nicht mit Aussagen kommen wie: Mal sehen, wir haben so viele Spiele, Lewy und Müller brauchen doch auch mal eine Pause, Gnabry und Coman sind doch immer verletzt, das wird schon passen.

      Die Frage die man sich bei Havertz stellen muss, und die ich an seiner Stelle auch stellen würde, ist nicht wo könnte er denn je nach Bedarf spielen, sondern wo spielt er konkret, wenn tatsächlich alle da sind, wenn keiner eine Pause braucht, wenn es darauf ankommt. Und vor allem, wer tut es im Umkehrschluss nicht. Wenn man sich diese Fragen nicht im Vorfeld glasklar beantworten kann, wäre da der Keim für eine ggf. sehr unerfreuliche Entwicklung schon gelegt.

      1. Momentan wären Top Spieler wie Havertz und Haaland nice to have’s aber man braucht sie in diesem Moment eigentlich nicht unbedingt.

        Das war mit Sane vor 3 Jahren nicht anders weil da die einzementierten RibRobs vor ihm waren. Und genauso ist es jetzt mit Lewa und Müller die die jeweiligen Positionen besetzen.

        Havertz und Haaland wollen genau wie damals Sane immer spielen und das kann man eben zzt kaum zur Aussicht stellen.

        Insofern finde ich die Aussagen Comans prima der ja wohl den Wettbewerb annimmt. Bei Havertz hat man das Gefühl das er dem lieber aus dem Weg geht bei uns. Obwohl er eigentlich sehen müsste das obwohl Müller und auch hoffentlich Thiago ihre Verträge verlängert haben/werden sie ja doch als 30 jährige nicht immer spielen werden.

        Wenn Havertz unbedingt diesen Sommer wechseln will erscheint ein Wechsel zum FCB ziemlich unrealistisch.

      1. unterirdisches niveau, selbst für bild-verhältnisse! aber leider kann sich dieser verpeilte bild-autor jetzt über thiagos leisten-op und seinen ausfall bis juli freuen…

  18. Das war so ein Spiel nachdem ich nicht weiß, ob ich Fußball lieben oder hassen soll.
    Die 1.HZ? Perfekter Fußball, nicht mehr und nicht weniger. Den Frankfurtern keine Sekunde zum Atmen gegeben, keine 2 Pässe zugestanden, schnell und attraktiv kombiniert, tolle Chancen herausgespielt. Und trotzdem saß ich spätestens nach 30 Minuten nur noch hadernd und lamentierend vor dem Fernseher. Weil ein kleines Detail dann doch eben nicht so perfekt war, nämlich diese tollen Chancen auch mal reinzumachen. Und dann, so weiß man wird mit düsterer Wahrscheinlichkeit, wird eine der alten Bauernregeln des Fußballs ins Feld zu führen sein “So was rächt sich immer (vielleicht auch nur öfter?)”.

    Tja, und fast erwartungsgemäß war es dann auch. Die Frankfurter die sich in der Pause wahrscheinlich verblüfft angeschaut haben, dass sie überhaupt noch am Leben sind, dachten sich wenn die Bayern nicht wollen, dann spielen wir jetzt halt auch mal mit.
    Trotzdem verblüffend wie groß der Einbruch dann bei uns war. Das möchte ich nicht nur mit einem physischen Nachlassen erklären. da dies wohl kaum ausgerechnet in der 45. Minute beginnt. Da kamen wohl wie immer beide Komponenten, Kopf und Beine zusammen. Nachdem du einen Gegner dermaßen dominiert hast, machst du den einen oder anderen Schritt weniger, verlierst hier und da eher die Konzentration, der Gegner wittert allmählich Morgenluft und so beginnt das Unheil seinen Lauf zu nehmen. Und dann verweise ich auf Bauernregel Nr. 2 “Runterschalten kannst du immer, wieder hochschalten ist schwer”.

    Im Hintergrund bleibt natürlich die hier auch schon breit diskutierte Frage, nach der Natur des Flick-Balls und den möglichen Folgen.
    Flick-Ball bei uns: Individuelle Klasse, gute Ordnung, hohe Intensität. Wenn das alles passt siehst du teilweise wunderbaren, teils guten Fußball.
    Verlierst du die Intensität, verlierst du unweigerlich auch an Ordnung, da die Ordnung gemäß Flick etwas komplexer ist als alle Mann vor dem Strafraum zu versammeln. Und dann bleibt am Ende etwas übrig was aussieht wie Kovac in der Endphase: Individuelle Qualität. Gottseidank ist die dann immer noch so groß einen Gegner wie Frankfurt in Schach zu halten und zu besiegen. Denn das muss man auch festhalten, abseits ihres Tores konnten die Frankfurter auch in HZ 2 so gut wie keine Torgefahr heraufbeschwören.

    Die Fragen die sich daraus ergeben, sind jetzt auch nicht neu. Wurde schon oft diskutiert, wie lange der Flick’sche Powerfußball in einem einzelnen Spiel und über eine Saison aufrechterhalten werden kann. Für dieses Jahr, hatten wir ja auch schon, war die Coronapause gewissermaßen ein Segen, für mich völlig klar. Ich denke da auch an den Schluss der Hinrunde, als wir auch auf dem Zahnfleisch und dank dem kleinen Zirkzee-Wunder noch gerade so erfolgreich über die Ziellinie kamen.

    Das würde natürlich mit einem größeren Kader und einigen stabileren Spielern mehr ggf. auch anders aussehen. Flick zieht das nach der Pause ziemlich konsequent mit seiner ersten Elf durch. Allerdings fehlen ihm bisher auch die Alternativen. Nicht nur die akut Verletzten fehlen auch die die rekonvaleszent in die Coronpause gingen oder herauskamen, müssen erst wieder so einigermaßen auf Betriebstemperatur gebracht werden. Und das betrifft sie alle. Das merkst du Coman, Perisic, Thiago, Hernandez, jedem einzelnen an, dass sie noch nicht in Topform sind. Coman, mit der meisten Spielzeit, scheint jetzt am weitesten, Perisic ist auch dem Weg, die anderen müssen noch etwas herangeführt werden.
    Btw. Gnabry verpasst das Pokalhalbfinale wegen einer Rückenprellung? Hm, irgendwo lächelt da ein uns gut bekannter Chilene.

    Jedenfalls wäre es ein Segen die Meisterschaft schnell unter Dach und Fach zu bringen, um ihn Bezug auf Pokal und CL etwas durchwechseln zu können. Dann können wir uns ganz gemächlich auf die CL wie auf ein Turnier vorbereiten. Und in der Hinsicht dürfte Flick gerade durch die Nationalmannschaft genügend Erfahrungen gesammelt haben.

  19. Gute Analyse von Deloitte die aufzeigt wie die Gehälter und Beraterkosten explodiert sind und einen großen Effekt auf das operative Ergebnis haben

    https://www2.deloitte.com/content/dam/Deloitte/uk/Documents/sports-business-group/deloitte-uk-annual-review-of-football-finance-2020.pdf

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    1. Und wieder mal Fake News: Die Wages zu Revenue Ratio ist vor allem deswegen gestiegen, weil Englands Volumen die Zahlen treiben. In manchen Ländern ist sie aber de facto gesunken, wie in Italien und Spanien. Spaniens Gehälter zum Umsatz sind zuletzt sogar auf dem tiefsten Wert seit 15 Jahren gefallen. Soviel zu “explodieren”. Was versprichst du dir eigentlich von solchen Falschinformationen?

      1. Wieso muss hier der unsägliche Begriff „Fake News“ verwendet werden?

    2. Dann eben Falschinformationen. Und das stört Dich nicht?

  20. Sane- Transfer könnte sich ziehen weil MCFC CL Auschluss Entscheidung sich zieht.

    Die Anhörung von MCFC vor dem CAS ist jetzt vorüber. Ein Urteil wird im Juli erwartet.
    Laut AP sind zwei der drei Richter diejenigen die den Antrag zur Abweisung zur Zulassung der Klage abgelehnt hatten.

    https://apnews.com/1473780025023e75d572415103baad8f

  21. Vielleicht sollte man bei diesem Spiel auch einfach mal den “berühmten Hinterkopf” mit einbeziehen.
    Es ist doch nichts neues, sondern kommt doch immer wieder vor.
    “Da haben wir doch vor gerade mal 2 Wochen diese Mannschaft mit 5:2 geschlagen – gut, zwei Gegentore, aber nur weil 2x nicht aufgepasst wurde. Und jetzt ist auch noch der beste Mann von denen gesperrt!”
    Und da kann der Trainer erzählen, was er will – irgendwo ist das in den Köpfen mit drin.
    Wenn genau dieses Denken bei den Spielern nicht immer wieder vorkäme, könnten Mannschaften wie der 1.FC Saarbrücken aus der Regionalliga nicht bis ins Halbfinale kommen und würden nicht jedes Jahr im Pokal Erstligisten gegen die sogenannten “Kleinen” ausscheiden.

    Und wenn es nicht so wäre, weil ja beim FCB alle nur professionell denken, hätte es Vestenbergsgreuth, Weinheim und Magdeburg nicht gegeben.

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    1. Da ist schon was dran. Möglicherweise müssen die Spieler auch erst mal wieder ausscheiden, damit sie diesen Schlendrian rausbekommen? Bisher ging es in den letzten beiden Jahren ja immer noch irgendwie gut, egal ob im Vorjahr (in Berlin und Bremen, wo man auch jeweils den Gegner wieder einlud, ins Spiel zurückzufinden) oder heuer (gegen Hoffenheim und gestern). Man merkt schon, dass man den Pokal irgendwie schon gewinnen möchte, er allerdings nicht die ganz hohe Priorität hat im Vergleich zu Meisterschaft und CL. Könnte ein Erklärung sein.
      Eine Spielverlauf wie gestern ist übrigens für den FCB gar nicht mal so untypisch. Die Qualität liegt dann auch wieder darin, dass man meistens doch noch irgendwie wieder in die Spur kommt.

      1. Das mit dem Ausscheiden nutzt überhaupt nichts.
        Es passiert doch jedes Jahr wieder. Und manchmal passiert es sogar gegen den gleichen Gegner wieder.
        Beispiel Leverkusen – da gewinnen die durch eine sehr umstrittene Schiedsrichterentscheidung bim Regionalligisten in Lotte. Da könnte man ja dann gewarnt sein, wenn man die im nächsten Jahr wieder als Gegner bekommt, der gerade Werder in der ersten Runde rausgekickt hat – und dann scheidet man aus!
        Zu Zeiten als auch die 2.Mannschaften noch mitspielten, warfen unsere Amateure unter anderem Werder raus und kamen bis ins Viertelfinale. Die Profis schieden in der 1.Runde aus.
        2001 verliert Frankfurt mit 6:1!! gegen den VfB Stuttgart – gegen die Amateure!
        2010 schlägt der Drittligist Osnabrück den HSV! Hat das den nächsten Gegner beeindruckt? Offenbar nicht, denn auch der BVB verliert! Und nicht dass das denen dann eine Lehre gewesen wäre – nein im Jahr darauf verloren sie gegen die Offenbacher Kickers.
        Also das Ausscheiden alleine kann es anscheinend auch nicht richten. Es ist der Kopf!

  22. Ein hervorragender Aufsatz zu Thiago von 90plus:

    „In Sachen Passsicherheit, erfolgreiche Dribblings, Pressingresistenz gibt es europaweit – speziell in dieser Kombination – nur wenige, die Thiago statistisch betrachtet das Wasser reichen können. Für viele aber sind das nur inhaltslose Zahlen.“

    https://neunzigplus.de/spotlight/fc-bayern-thiago-das-genie-das-in-keine-schublade-passt/

  23. Ein Bericht von “90+”, zu dem es nichts mehr hinzu zufügen gibt!

    “Auf längere Sicht bietet Thiago dem FC Bayern allerdings so viel mehr. Mit ihm in der Elf ist das Kombinationsspiel der Münchner auf einem höheren Level. Sie sind kreativer und deutlich pressingresistenter. Das Offensivspiel ist nachhaltiger, facettenreicher und gegen Gegner aus den höchsten europäischen Regalen schwerer auszurechnen.”
    Wenn ich mir dann noch die individuellen Fähigkeiten von Thiago vor Augen führe, die sowohl offensiv als auch defensiv(!) nahezu unerreicht sind, dann frage ich mich, warum es überhaupt Fans gibt, die Thiago in Frage stellen!
    Müssen Freunde von Spielern vom Typ “Rennen, Kämpfen, Grätschen” sein – und solch ein Anachronismus hat zumindest bei unserem FCB nicht mehr verloren!
    Wenn es unserer Führung nicht gelingt, Thiago zur Unterschrift zu bewegen, ist es ein Armutszeugnis!
    Letztlich ist es wohl eine Geldfrage, denn den Konkurrenzkampf muss unsere Nr. 6 ganz sicher nicht fürchten! Und somit würde ich – wenn schon gespart werden muss – lieber auf einen teuren Sané verzichten und das eingesparte Gehalt bei Thiago drauflegen.

    Zum Thema Fitness meine ich, dass Fussballspieler generell heutzutage sehr athletisch geworden sind, und Laufleistungen von 12 bis 15 KM pro Spiel keine Seltenheit mehr sind. Und schaut man sich die Leistungen von Ausdauersportlern an, so würden die wohl bei zwei Spielen pro 7 Tage plus Training bloß mit den Schultern zucken.
    Natürlich kann man die Sportarten nicht ganz vergleichen, Sprints kommen im Langlauf zumeist nicht vor und kosten zweifelsohne viel Kraft, doch bin ich mir selbst als “Couch-Trainer” ziemlich sicher, dass körperliche Fitness das geringste Problem ist.
    Viel schwerwiegender ist die Psychologie, dass Gefühl, den Gegner zu dominieren, führt meistens zu einem gewissen Nachlassen sowohl der körperlichen als auch der mentalen Kraft. Und kommt der Gegner dann zurück, gilt es, den berüchtigten Schalter umzulegen, was – Psychologie! – auch nicht immer gelingt!
    Wir werden solche Spiele immer mal zu sehen bekommen, und ich würde mir deswegen keine großen Sorgen machen. Es sei denn, eine solche Entwicklung zieht sich über mehrere Spiele! Dann ist es m. E. ein Problem der Trainingssteuerung und der mentalen Führung. In beiden Aspekten sehe ich bei Flick aber nichts, was Anlass zur Sorge geben müsste.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Vielen Dank dafür! Thiago kommt aus der Rekonvaleszenz und gleich in eine Situation, in der die Ordnung schon verloren ging, die Kräfte nachließen. ER muss dann natürlich gleich perfekt spielen, schon klar. – Ob es wirklich um das Geld geht, da bin ich mir allerdings nicht sicher, scheinen eher familiäre Erwägungen zu sein, die ihn zögern lassen, nach all dem, was man so hört. Wer allerdings glaubt, der Qualititätsverlust eines Mittelfelds ohne Thiago könnte auf Dauer durch Goretzka und Kimmich kompensiert werden, irrt m.E. gewaltig. – Erste Halbzeit war, abgesehen von der Chancenverwertung, spielerisch für mich eine der besten unter Flick überhaupt.

    2. super, Osrig, länger nichts von dir gehört, oder ist es mir entgangen? Ohne Thiago möchte ich z.B. gegen city gar nicht antreten. Wenn der nicht unterschreibt dann, tja, wer hat außer Kroos weltweit sein Potential? Und den kriegst du dann für , genau, ab 80 Mio aufwärts. An Thiago wurden schon immer andere Maßstäbe angelegt, hätte er den Dreck den Goretzka bis vor 4 Spielen gespielt hätte auch nur mehr als 5 Spiele gezeigt, wäre er schon nicht mehr beim Fc Bayern . Jetzt erfüllt Goretzka seit ein paar Spielen endlich mal die Erwartungen länger als ein Spiel und schon brauchen wir Thiago nicht?Ich kann dir also nur Recht geben. Schon auffällig wieviel Geduld z.B. alle mit Goretzka hatten ,wie wenig aber mit James und Thiago. Wie viel bohei um Jeremies, Wouters, van Bommel gemacht wurde. Wie wenig um Kroos. Den technisch limitierten Indianer braucht heute keinen mehr. Diese alte Blut und Tränen Ideologie hält dich von der WEltspitze weg. Vielleciht typisch deutsch, dieser angebliche Gegensatz zwischen Rackern und Zaubern. Gerade Thiago ist der beste Gegenbeweis. Seine Defensivwerte sprechen für sich.

    3. Thiago ist ein Weltklassekicker ohne Frage, aber im Fußball geht es viel um Effektivität. Am Ende gewinnt der, der die meisten Tore erzielt.
      Schönes Spiel, unendlicher Ballbesitz, 200 Ballkontakte, 100 % angekommenene Pässe, elegante Ballannahmen, mit einer eleganten Körpertäuschung drei Gegenspieler ins Leere laufen lassen, Übersteiger ………..
      Alles toll und schön, aber am Ende muss der Ball vor und ins Tor. Und da sind andere Spieler, die wesentlich einfacher und unspektakulärer spielen, wesentlich effektiver.
      Ich würde Thiago gerne behalten, aber nicht um jeden Preis. In vielen entscheidenden Champions League Spielen seit 2013 war Thiago eine der größten Enttäuschungen. Um Weltklasse zu verdienen sollte man in solchen Spielen auch mal zeigen das man Weltklasse ist.

      1. Gegen Chelsea war er doch Weltklasse. Es gab irgendwo hier schon mal eine Analyse, die die These, dass Thiago nicht der Spieler für die großen Spiele ist, widerlegt hat. ER macht nämlich auch einige unspektakuläre Dinge, die aber enorm wichtig und effektiv sind. Andere machen dann vielleicht den Pass oder das Tor, aber das da vorher jemand durch eine Bewegung oder einen Pass, etwas geöffnet hat, das fällt dann unter den Tisch. Wo ich dir REcht geb das Thaigo in der CL der Götze-Moment fehlt. Die sich für immer einbrennenden Szenen, so wie das Robbentor. Das eine Solo, der 30 Meter Schuß unter die Latte…

      2. @Rookie, danke für die “Blumen” :-) Nein, dir ist nichts entgangen! Ich habe in der letzten Zeit etwas mehr zurückgezogen, gerade in der erzwungenen, aber zweifelsohne notwendigen fussballfreien Zeit.

        Zum Thema Thiago: Du, @Wohlfarth, bringst das Argument der fehlenden Weltklasse aufgrund des vermeintlichen Abtauchens in den großen Spielen – wie so viele andere Kritiker.
        Meines Erachtens werden von ihnen zwei Aspekte unterschätzt. Nämlich zum Einen, dass Thiago ja gerade nicht derjenige ist, der den Ball in der 85. Minute in den Winkel jagt oder durch eine Finte am gegnerischen Torwart vorbei schlenzen kann. Er ist, und das wurde in dem Bericht ja auch wunderbar heraus gearbeitet, der Spieler für den vor-vorletzten Pass. Den Pass, der das ganze Offensivkonstrukt erst auf den Weg bringt. Der dafür sorgt, dass ein Müller als Vorlagengeber glänzen kann.
        In dieser Rolle als Dirigent der Offensive kann man natürlich nicht so glänzen, wie die Jungs weiter vorn! Und somit fällt Thiago eben auch nicht so auf, wie die Spieler mit den hohen Scorerpunkten.
        Trotzdem ist seine Arbeit die Grundlage, um zum Erfolg zu kommen.

        Zum Anderen hat Thiago mehrere Mannschaftskameraden vor sich, die etwas mit seinen Ideen anfangen müssen. Thiago kann noch so groß aufspielen und rackern, wenn die Mitspieler nichts aus seinen Ideen und Pässen machen, bleibt der Erfolg aus. Das ist aber dann nicht Thiago zur Last zu legen!

        Und noch ein Gedanke: Gerade die Funktion des “Dirigenten” hat das Pech, dass die gelungenen Aktion in Folge der Fokussierung der Zuschauer auf die unmittelbar folgende Chance quasi gleich wieder in Vergessenheit gerät, während der eine Fehler, der dem Gegner die Entwicklung einer Großchance ermöglicht, haften bleibt. Reichlich “undankbar” nach zig gelungenen Aktionen zuvor, aber so ist es halt. Thiago deshalb die Weltklasse abzusprechen, geht fehl, ihn als “Schönwetterfussballer” zu bezeichen, ist geradezu absurd.
        Nebenbei bemerkt kommt es natürlich immer auf das Ergebnis in Form des errungenen Sieges an! Diesen Sieg aber nur durch Spieler erringen zu wollen, die in ihrer Ballfertigkeit eher limitiert sind, dafür im Zweikampf robust, wird meines Erachtens dazu führen, das insgesamt weniger “Dreier” gefeiert werden können, als wenn bewusst auf die Ballkünstler und Dirigenten gesetzt wird. In einem immer komplexer und schneller werdenden Spiel werden die Holzhacker nur noch gebraucht, wenn es gilt, den eigenen Strafraum mit Mann und Maus zu verteidigen.
        Somit gehe ich mit deiner Meinung, @Wohlfarth, nicht konform, wonach Spieler, die einfacher und unspektakulärer spielen, die effektiveren Spieler wären, als Thiago und Co.! Ich würde mich freuen, wenn du deine Einschätzung mit Beispielen untermauern könntest!

        Übrigens ist Thiago eben gerade nicht der Schönspieler, der mit “Hacke, Spitze, Eins-zwei-drei” agiert, seine No-Look-Pässe sind keine Sensationshascherei, sondern Ausdruck seiner Kunst, schon vor dem Pass zu wissen, was zu tun ist und für diesen Pass nicht einmal schauen zu müssen, wo der Ball ist, sondern darauf achten zu können, was Mit- und Gegenspieler machen! DAS ist wahre – und effektive – Fussballkunst. Auch wenn ich mir darüber im Klaren bin, dass mit zehn Thiagos auf dem Feld auch “kein Blumentopf” zu gewinnen sein würde – ich wünsche mir den einen oder anderen Spieler mehr auf dem Feld von der Klasse unserer Nr. 6!

      3. @Osrig: Da werden wir beide nie zusammenkommen, obwohl wir gar nicht so weit auseinander liegen:-)
        Ich habe nie behauptet, dass “Holzhacker”, wie du sie nennst, grundsätzlich effektiver sind als “Schönspieler”. Sie machen nur mehr aus ihren Möglichkeiten.
        Mich würde es als Thiago gewaltig wurmen, wenn ein Holzfuß wie Thomas Müller, technisch stark limitiert, der außer laufen und rackern nicht viel zu bieten hat, einen Vorlagenrekord nach dem anderen aufstellt und gefeiert wird. Und ich, der zu jeder Tages- und Nachtzeit no-look-Pässe aus dem Fußgelenk zaubern, Flugbälle über 30 Meter genau auf die Brust zirkeln und jederzeit mit einer Körpertäuschung drei Gegner ins Leere laufen lassen kann, muss um meine Anerkennung kämpfen. Wenn ein Hinteregger am Ende der Saison mehr Scorerpunkte hat als Thiago, sollte ich mir doch Gedanken machen.
        Und übrigens, diese Aussage:
        “Zum Anderen hat Thiago mehrere Mannschaftskameraden vor sich, die etwas mit seinen Ideen anfangen müssen. Thiago kann noch so groß aufspielen und rackern, wenn die Mitspieler nichts aus seinen Ideen und Pässen machen, bleibt der Erfolg aus. Das ist aber dann nicht Thiago zur Last zu legen!”
        Die hörst du jede Woche in jedem Kreisklassensportheim der Republik von jedem Mittelfeldspieler. Lauter Maradonas, aber die Mitspieler sind leider lauter Pfeifen.
        Wie viele tolle Ideen und Pässe kamen eigentlich von Thiago im CL-Rückspiel gegen Liverpool letztes Jahr. Unsere Offensive wartet genau wie ich heute noch.
        Ich mag Thiago, aber er könnte viel, viel mehr. Und das ärgert mich.

      4. Eure Argumente sind schon nachvollziehbar, unterschlagen aber ein wenig den Umstand, dass Fußball ein Mannschaftssport ist.
        Wenn es nur eine Zusammenstellung von Einzelspielern wäre, würde man vermutlich relativ einfach eine gute Mannschaft zusammenkaufen können (wobei ja gerade der FC Bayern oft genug den Beweis angetreten hat, dass das bis zum einem gewissen Grad tatsächlich möglich ist).
        Der Mehrwert entsteht aber durch das Zusammenspiel; in diesem Zusammenhang müssen dann auch der Star-Virtuose Thiago, der Holzhacker Müller und der Dauerläufer Goretzka gesehen werden.

        Das soll keine grundsätzliche Kritik an euren Meinungen sein – auch liebe das Genie Thiago -, aber in Wirklichkeit sind die Zusammenhänge etwas komplizierter.

      5. Da die zentralen Positionen im Moment ja an Kimmich und Thiago bzw. Kimmich und Goretzka vergeben sind, stellt sich mir die Frage nach der Harmonie.
        Bei all seinen überragenden individuellen Fähigkeiten scheint mir Thiago weniger harmonisch-symbiotisch mit Kimmich zusammenzuarbeiten als dieser mit Goretzka (wobei es ja diesbezüglich erst relativ wenig Anschauungsmatrial gibt).
        Ob das Zufall ist, nur eine Momentaufnahme oder Ausdruck des persönlichen Verhältnisses der Protagonisten ist, d.h. dass die Verbindung Kimmich-Goretzka vielleicht enger, freundschaftlicher ist, das Verhältnis zu Thiago eher professionell und von Respekt geprägt, weiß ich nicht.
        Aber seit dem Dortmund-Spiel wissen wir doch, wie verschworen, engmaschig und diszipliniert die Bayern auftreten können – und Thiago war seinerzeit nicht auf dem Platz.

      6. @Wohlfarth:
        “@Osrig: Da werden wir beide nie zusammenkommen, obwohl wir gar nicht so weit auseinander liegen:-)”

        In Corona-Zeiten soll man ja sowieso etwas Abstand halten! ;-) Aber auch so können wir gut miteinander diskutieren und – relativ – einig sein! ^^

  24. Finale,Oh Oh….
    Es ist Alles in Ordnung.Sicherlich gibt es immer Kleinigkeiten zu kritisieren,aber es gibt keinen Anlass zur Sorge.
    Leverkusen liegt uns auch deutlich besser,da Sie offensiver spielen und mehr Raum zum Kontern und mehr Platz für ein gutes Kombinationsspiel lassen.
    Also – Alles OK !
    :)

  25. Noch etwas zu Thiago :
    So Super,Super,Super……,wie Er immer beschrieben wird,finde ich Ihn nicht.
    Für mich ist jeder Spieler ersetzbar,auch ein -Thiago.
    Der Bursche ist stark,gar keine Frage.
    Aber Er hat doch starke Leistungsschwankungen und das zu oft,wie ich finde.

    Zu Sane :
    Meiner Meinung nach würde ich den Burschen NICHT kaufen !
    Es gibt für das Geld sicherlich 2-3 starke junge Spieler,die langfristig mehr Sinn machen würden.
    Junge Burschen aus der A-Jugend oder aus der 2ten Mannschaft !
    Das würde A,weniger kosten,
    B,die Jungs kennen den Verein schon,und C,die Gehälter sind deutlich Andere.
    Also warum einen Sane kaufen ?
    Der Bursche kostet viel Ablöse,hat eine Riesen-Gehaltsvorstellung und ob der wirklich menschlich passt,ist auch schwer einzuschätzen.
    Also lieber auf die Jugend setzen – U21 !
    Grüsse

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    1. Also in einem CL-Spiel gegen City, die massivst Alaba und Boateng pressen würden um den Spielaufbau durch die beiden von hinten lahm zulegen,möchte ich wirklich nicht auf Goretzka angewiesen sein,wenn du da dann keinen Thiago in Topform hast, dann war es das.Goretzka ist toll wenn es Raum gibt,wie gegen Mannschaften wie Frankfurt, auf internationalen höchsten Level,wo es kein Millimeter zum Atmen gibt, brauchst du Thiago

  26. Immer wenn ich so hektische Flipperphasen wie in der zweiten Halbzeit bei Bayern sehe und dann Thiago es auch nicht schafft das ganze zu beruhigen,weil ihm offensichtlich im Moment die Form fehlt, dann denke ich wow, wir hatten doch mal einen Spieler,der wie kein anderer auf der Welt dafür geeignet wäre,da Struktur reinzubringen,den Ball mal laufen zu lassen. Toni Kroos.Für mich wirklich einerder größte Fehler der Vereinsgeschichte den Mann gehen zu lassen. Ich habe wirklich Sorgen d,ass durch das viele Spielen von Goretzka gerade vielleicht Thiago den Vertrag nicht verlängert. Goretzka hat eine enorme Dynamik nach vorne,aber davon haben wir schon einige Spieler.Gerade in der zweiten halbzeit hat man für mich gesehen was ihm auch fehlt. Obwohl er gerade in Topform ist konnte in der zweiten Halbzeit dem Spiel in keinster Weise seinen Stempel aufdrücken.Einen wirklichen Strategen der auch mal beruhigen kann,der Struktur gibt,haben wir außer Thiago nicht. Kimmich fehlt da noch was, er ist für mich auch einfach oft zu ungeduldig.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Die Frage ist, wohin will der FCB überhaupt. Wie viele Elemente aus der Pep-Ära will man noch beibehalten? Will man sich nicht eher in Richtung Liverpool entwickeln? Damit meine ich das Liverpool der Saison 2019/20, also nicht mehr den Hauruck-Stil vergangener Klopp-Jahre. Einen wirklichen Strategen wie z.B. Thiago haben die im Mittelfeld auch nicht gerade. Fabinho, Henderson, Milner, Wijnaldum und auch Keita würde ich eher in die Kategorie lauf- und kampfstarke Mittelfeldspieler mit sehr guter Grundtechnik einordnen. Da sind Kimmich und Goretzka auf jeden Fall näher dran als Thiago. Ich kann Flick dahingehend noch nicht gut genug einschätzen. Wie seine Vorstellung vom Spiel gegen den Ball aussieht, ist ziemlich schnell klar geworden. Ob er im Spiel nach vorne allerdings eher auf Power und schnelles Spiel in die Spitze setzt oder auf lange Ballbesitzpassagen, ist für mich noch nicht so offensichtlich. Die meisten Tore und Torchancen aus dem Spiel heraus lassen seit der Corona-Pause aber eher den Eindruck entstehen, dass es eher schnell nach vorne gehen soll. Deswegen haben wir zuletzt auch kaum Tore gesehen, bei denen der Ball lange in unseren Reihen zirkulierte, ehe er in eine Schnittstelle gepasst wurde. Es waren eher Tore, bei denen schnell das Mittelfeld überbrückt wurde und dann abgeschlossen wurde. Dabei wird viel Wert auf einstudierte Laufwege und technische Brillanz gelegt, sonst wären Tore wie das 3:0 gegen Düsseldorf oder auch das 1:0 gegen Frankfurt kaum möglich. Es wird aber schon deutlich, dass alles möglichst schnell und in höchstem Tempo funktionieren soll. Spielzüge wie in Pep-Zeiten mit häufig gemächlichem Spielaufbau, mehrfachem Seitenwechseln und dann plötzlichem Explodieren nachdem eine Lücke entstand, sieht man zur Zeit eher selten. Deshalb stellt sich da schon die Frage, ob Flick einen Spielertyp wie Kroos oder Thiago überhaupt will, oder ihm eher Typen wie Kimmich, Goretzka oder eben auch Havertz vorschweben.

      1. Ich finde, Flicks Ansatz zeichnet sich insgesamt durch großen Variantenreichtum aus, es geht daher m.E. gar nicht um ein Entweder-Oder, wie Du es skizzierst. Beide Optionen, das schnelle Spiel, wofür wir jetzt die entsprechenden Spieler auch haben (Davies, Gnabry, Coman), als auch kluges Pass-Spiel und Verlagern (Kimmich, Thiago) sind möglich und sollten situationsbedingt Anwendung finden.
        Glaube auch kaum, dass Bayern es nötig hat, sich an Liverpool zu orientieren.

      2. Es ist schon klar, dass es nicht nur das eine System geben kann. Mit sturem Festhalten an einem System begeht man letztendlich Schiffbruch, siehe van Gaal in seinem zweiten Jahr bei Bayern oder bei ManUnited. Deswegen nehmen Trainer wie Pep und Klopp immer wieder Veränderungen an ihren Systemen vor. Pep integrierte im Laufe der Jahre immer mehr schnelle vertikale Elemente in sein Spiel, während Klopp merkte, dass es nicht geht, immer nur mit Vollgas nach vorne zu agieren. Dennoch stehen beide Trainer für eine klare Vorstellung von Fußball. Klopp präferiert nachwievor das schnelle Spiel nach vorne und nutzt Ballbesitzphasen eher dafür, dass die Spieler sich auch mal erholen können und dass man den Gegner auch mal herauslockt. Bei Pep ist sicherlich die Maxime immer noch, dass er den Ball möglichst viel in seinen Reihen haben will, weil man so die maximale Kontrolle über das Spiel hat und der Gegner mehr laufen muss. Dennoch hat auch er im Laufe der Jahre immer mehr gemerkt, dass der Gegner halt auch sehr verwundbar ist, wenn man ihm den Ball abgenommen hat und diesen schnell nach vorne befördert. Aus diesem Grund sieht man bei City mittlerweile auch Spiele in denen die Ballbesitzquote deutlich näher bei 50:50 ist, als das bei Barca oder Bayern unter ihm jemals der Fall gewesen wäre.
        Ich will damit sagen, dass ein guter Trainer natürlich alle Facetten des Fußballs beherrschen muss. Deshalb wirkt jemand wie Mourinho mittlerweile ja auch etwas aus der Zeit gefallen. Flick hat definitiv Ahnung von allen Facetten. Du wirst aber keinen Trainer finden, der nicht eine bestimmte Art von Fußball präferiert und deshalb auch eine bestimmte Vorstellung davon hat, welche Spieler besser zu seinem System passen. Das wird sicherlich auch bei Flick der Fall sein. Welche Art von Fußball das bei Flick ist, habe ich bislang noch nicht herausfinden können. Ich kann nur Beobachtungen anstellen und die habe ich oben dargelegt.

      3. MMn will Flick natürlich einen Spieler wie Thiago im Team haben. Er hat doch dazu und zu seiner Philosophie eindeutig jetzt sehr oft Stellung bezogen. MMn wäre ein Spiel wie Ende Februar bei Chelsea ohne Thiago nicht möglich gewesen. Man braucht Dominanz durch Spiel und Ballkontrolle.

        Zu Klopp hier ein Zitat von vor 4 Jahren als die Spieler seinen Worten nach um ihr Leben gelaufen sind- damals nicht sehr erfolgreich!

        „When we have the ball, the other team has to run. The most important thing is for the players to be prepared to be a little bit wild.“

        https://www.joe.co.uk/sport/jurgen-klopp-wants-his-liverpool-team-to-be-a-little-bit-wild-20174

      4. Ich denke, mit den Präferenzen hast Du schon Recht, doch mir würde es andererseits allerdings schwer fallen zu bestimmen, wo denn genau Flicks Prioritäten liegen. Ich finde nämlich, dass wir nach der Coronapause doch etwas anders die Sache angehen als vorher, mag sein, dass das den Ausfällen (z.B. gerade Thiago) geschuldet ist, oder womöglich täusche ich mich auch. Ich bringe Flick immer wieder in Verbindung mit Löw, den ich trotz aller Anfeindungen für einen sehr guten Fußball-Lehrer halte. Unter Löw haben wir einmal (2010) die “underdog-Variante” gesehen, mit direktem Spiel und möglichst schnellen Abschlüssen, und dann aber auch die dominante auf Ballbesitz und längere Passfolgen aufbauende 2014er-Edition. Nach dem Debakel in Russland und dem berüchtigten Umbruch ging es dann wieder eher in Richtung “junge Wilde.” Ich traue Flick zu, nicht unbedingt nur eine Option zu verfolgen (für alles ist die Basis natürlich, Spielzüge, Passfolgen und Laufwege auch einzustudieren) , sondern sich eben an den Qualitäten des Kaders zu orientieren. Daher sind mMn. die Bayern zur Zeit auch, wie es so schön früher im “SZ-speak” bezogen auf den BVB immer hieß, eines der “spannendsten Projekte im Weltfußball”. Triple-Erwartungen halte ich für überzogen, die Meisterschaft noch zu vergaukeln wäre schlimm, aber mit nur einem Titel könnte ich auch leben, wenn man denn eine Kontinuität hinbekommt und die Mannschaft reifen darf, mit ihrem “Novizen-Trainer” :-).
        Mir gefällt an Flick übrigens auch seine Bescheidenheit, und dass sich seine Autorität bei den Spielern anscheinend wirklich nur auf das Fachliche gründet und nicht darauf, auch noch den Herbergsvater geben zu wollen. – (Außerdem muss ich unbedingt noch loswerden, auch wenn es nicht zum Kontext passt, dass Boateng zur Zeit wohl in seiner besten Form seit Jahren ist. Wie nah ist denn eigentlich Süle an einem möglichen Einsatz??)

  27. Ohne Thiago Lewa Müller wird es ziemlich kompliziert gegen BMG.
    Dann hoffen wir mal das die anderen ihre Chance nutzen.

  28. Leisten-OP bei Thiago, vielleicht bis zum Pokalfinale wieder fit lt. mehrerer Medien. Schade, aber sollten wir verkraften können.

  29. Tjhago wird operiert und fällt wieerr aus. Ob das wie bei Tolisso und Coutinho auf einen Abschied hindeutet?

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sorry für die Tippfehler.

    2. Also wenn jeder Spieler geht der operiert wird, sähe es im Verein ziemlich einsam aus.
      Aber abgesehen davon, schon sehr bescheiden. Auf die Aufstellung morgen bin ich wirklich gespannt.

    3. Prognose :
      Tolisso bleibt.
      Thiago auch

    4. Damit stellt sich die Startelf dann jetzt quasi von ganz alleine auf und auf der Bank sitzt so gut wie kein Spieler mit umfangreicher Bundesligaerfahrung. 13 Spieler, wenn man Odriozola auch noch als erfahren zählt und Gnabry einsatzfähig ist. Jede Saison der gleiche Fehler, und niemand lernt daraus. Dann lässt man doch lieber der eigenen Ideologie des kleinen Kaders den Vorrang – man stelle sich einmal vor, wir wären jetzt nur 2 Punkte vor Dortmund und drei Punkte morgen wären extrem wichtig.

  30. https://www.kicker.de/4588928/spielinfo/bayern-muenchen-14/borussia-mgladbach-15

    Sieht dann offensiv sehr übel auf unserer Reservebank aus :(

    Wollen wir hoffen, dass Gnabry nicht auch noch ausfällt…

  31. Ein sehr sehr interessantes Interview mit Nagelsmann der hoffentlich nach einer erfolgreichen Ära Flick mal bei uns sein wird.

    https://www.socratesmagazin.de/julian-nagelsmann-trainer-rb-leipzig-exklusiv-interview-tuchel-matchplan

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