Audi Cup: Bayern verliert Elfmeterschießen im Finale Dahoam

Daniel Trenner 31.07.2019

Bevor es am Samstag im Supercup gegen Borussia Dortmund erstmals zumindest teilweise Ernst wird, hielt Bayern gegen die Spurs abends die Generalprobe ab.

Das Spiel um Platz 3 entschied Real Madrid gegen Fenerbahçe am späten Nachmittag bereits mit 5:3 für sich. Für den FC Bayern hingegen schien der Supercup am Wochenende deutlich wertiger zu sein, wenn man sich die Startaufstellung des Trainers genauer ansieht.

Falls Ihr es verpasst habt:

Wie bereits die gesamte Vorbereitung, schickte Kovač seine Mannschaft im 4-3-3 auf das Feld, durch den Mangel an Rotation tags zuvor war es jedoch eine Elf gespickt mit Jugendspielern. Somit verblieben mit Neuer, Süle, Pavard und Tolisso eigentlich nur noch 4 Spieler, die wirklich dezidiert zum Profikader der nächsten Saison gehören.

Vor Neuer verteidigten Süle, Pavard, Davies und Kehl. Im Mittelfeld spielten Will, Johansson und Tolisso, während Arp von Singh und Nollenberger flankiert wurde. Im Gegensatz dazu spielten bei den Spurs bis auf Nkoudou allesamt Spieler, die auch in jedem Premier-League-Spiel Pocchetinos Vertrauen bekommen könnten.

Dementsprechend begannen die Londoner auch stärker und kamen zur ersten Chance: Nachdem Walker-Peters Davies ausspielte, musste Neuer aus kürzester Distanz Mouras Kopfball parieren. Nachdem die Bayern sich sukzessive mehr in die Partie hineinspielten, mussten sie in der 19. Minute trotzdem den Rückstand hinnehmen. Nkoudou tankte sich über Bayerns rechte Seite durch, flankte flach in die Mitte, wo sich Erik Lamela in Davies’ Rücken schlich und einschob. Danach plätscherte das Spiel ohne große Highlights vor sich hin in die Pause.

Im zweiten Durchgang brachte Kovač zunächst neben dem obligatorischen Torwartwechsel Boateng für Süle und Zylla für Will. In der 59. Minute spielte von der Strafraumgrenze Kane den freistehenden Eriksen an, der nicht fackelte und platziert zum 2:0 einnetzte.

Daraufhin kamen noch Thiago, Sanches und Alaba für Tolisso, Nollenberger und Johansson. Direkt im Anschluss an diese Wechsel gelang es dem durch die Hereinnahme Alabas nun höher spielenden Davies, den starken Vertikalpass Boatengs auf den bis dahin völlig unsichtbaren Arp zu stecken, der plötzlich viel Raum vor sich hatte, sich vor zwei Verteidigern behaupten konnte und zum Anschlusstreffer einschob. Eine bemerkenswerte Aktion.

Die Bayern kamen nun noch besser ins Spiel und in der 70. Minute erhöhte Kovač den Profianteil mit Lewandowski und Müller. Coman kam ebenfalls, verletzte sich aber sofort wieder und musste gehen. Eine Diagnose steht noch aus, zumindest lief er aber relativ rund in den Kabinengang. In der 81. Minute flankte Neu-Rechtsaußen Müller in den Rücken der Spurs-Verteidigung, wo Davies zunächst der Ball etwas versprang, ihn jedoch daraufhin mit rechts(!) aus gut 25 Metern per Weitschuss im Tor unterbrachte. Das war dann auch schon der Endstand, weshalb es ins Elfmeterschießen ging.

Dort ging es, nachdem Alaba und Eriksen verschossen, bis in die siebte Runde. Jérôme Boateng war es schließlich, der zugunsten der Spurs mit seinem Fehlschuss die Entscheidung besorgte und einen unterhaltsamen Abend beendete. Wie das FUMS-Magazin aber bereits schrieb: Haben die Bayern ein Finale Dahoam gegen eine Londoner Mannschaft verloren, gewannen sie im Jahr darauf statistisch gesehen immer die Champions League.

Dinge, die auffielen:

1. A-Plan mit C-Elf

Wem beim Anblick der Aufstellung schon Angst und Bange war, der durfte sich in gewisser Weise erleichtert fühlen: Zwar drängte sich kaum ein Spieler für eine größere Rolle in der nächsten Saison auf, doch von Kick & Rush und planlosem Gebolze war wenig zu sehen.

Stattdessen bestätigte sich der Eindruck der bisherigen Vorbereitung: Die Bayern kombinierten sich anständig mit Flachpässen und guter Positionierung bis ins letzte Drittel, ohne auf planlose 60-Meter-Schläge zurückzugreifen. Wirklich gefährlich wurde das ganze jedoch trotzdem kaum, denn obwohl man den Eindruck hatte, die Spieler wussten größtenteils was sie tun mussten, scheiterte es dann oft an dessen Ausführung. In der einen Situation fehlte es an der Schärfe im Passspiel, in der anderen wurden die Spieler von ihren deutlich erfahreneren Gegenspielern abgekocht oder die überwiegend körperlich schmächtigeren Spieler prallten einfach komplett ab.

Man kann vielleicht überspitzt formulieren, dass im Vergleich zu vielen Spielen in der vergangenen Saison viel Qualität ohne Plan durch wenig Qualität mit viel Plan ersetzt wurde. Mit Blick auf die Ersatzbank ist das bei einem solch unwichtigen Spiel sogar ein gutes Zeichen.

2. Davies zwischen Schatten und Licht

Alphonso Davies spielte eine ereignisreiche Partie. Es begann düster, als er bereits in den Anfangsminuten wiederholt vor defensive Probleme gestellt wurde. Nicht nur an Tottenhams erster Großchance durch Moura, sondern auch am Gegentor war der Kanadier beteiligt. Man hat den Eindruck, dass er nicht ganz weiß, wie er sich defensiv eigentlich verhalten muss. Wie und wo man stehen muss, wohin der Blick sich richten sollte, um Gegenspieler nicht außer Acht zu lassen und eine generelle Unsicherheit, wie man eigentlich als Abwehrspieler in Zweikämpfe zu gehen hat.

Er ist als Linksverteidiger so etwas wie der Prototyp des so häufig zu findenden modernen Außenverteidigers. Pfeilschnell, offensivstark, eigentlich sogar eher Außenstürmer, eher einfüßig unterwegs, aber mit vielen Defensivproblemen. Ein Außenverteidiger, an den der Bayernfan durch Jahre von Lahm, Alaba und ja, auch Kimmich, nicht gewohnt ist. Davies fehlt es aber nicht an Talent für diese Position, sondern an Zeit, Erfahrung und Coaching. Der Trainer muss ihm aufzeigen, wie er sich in Zweikämpfen an der Außenlinie zu verhalten hat, wie er verhindert den Überblick zu verlieren, sodass kein Spieler sich mehr in seinen Rücken schleichen kann. Desweiteren sollte Davies noch an seiner Passschärfe arbeiten, all­zu oft waren seine Pässe entweder zu lasch oder zu stark, sodass er den Passempfänger vor Probleme stellte.
So ist er derzeit eher die dritte Lösung für die Linksverteidigerposition und es erscheint unwahrscheinlich, dass gerade in wichtigen Spielen Kovač auf ihn setzen wird. Zu seiner Ehrenrettung muss jedoch auch gesagt werden, dass seine Unterstützungsspieler Johansson und Nollenberger und nicht etwa Sanches und Coman hießen.

Trotz aller Kritik war sein Spiel auch in der 1. Halbzeit nicht nur von Problemen geprägt. Kleine, für einen Alaba selbstverständliche Aktionen in diesem Spiel zeigten, dass er echtes Potenzial auf dieser Position hat. Gerade, wenn er in die gegnerische Hälfte kam und nicht das Gefühl hatte, ein Fehlpass wäre nun direkt fatal, entfaltete er sich. Gute Dribblings und Courage prägten sein Spiel. Courage, die nicht selbstverständlich für einen so jungen Spieler nach den anfänglichen Problemen war.

Insgesamt ist er zweifelsfrei negativ wie positiv der Spieler des Spiels auf Seite Bayerns. Mit dem Wechsel auf seine gewohnte Linksaußenposition stiegen sein Selbstvertrauen und Impact auf das Spiel, während die Fehler abnahmen. Arps Tor bereitete er vor, den Ausgleich machte er sehenswert gleich selbst.

3. Comans Verletzung offenbart Kaderprobleme

Kingsley Comans ungewolltes Cameo entblößt Bayerns Personalplanung endgültig. Aus einem ohnehin schon viel zu dünnen Kader mit Thomas Müller als erste Außenstürmeralternative wird nun ein Kader, wo Müller ungewollt den Stammaußenstürmer geben muss, während Davies, der fast die gesamte Vorbereitung auf der Linksverteidigerposition verbrachte, nun so etwas wie erster und letzter Offensiv-Joker ist. Und falls Gnabrys Probleme ernsthafter Natur sind, wird aus dem Joker vielleicht gleich gar ein Stammspieler und noch bevor auch nur ein einziges Pflichtspiel gespielt ist, ist ein Bayerntrainer schnell mit der Situation konfrontiert, wieder einmal nicht einen einzigen offensiven Wechsel tätigen zu können.

Fiete Arp hat zwar in jedem seiner Spiele eine wirklich starke Aktion in petto, aber oft war diese Aktion dann auch seine einzige. Beim 1:2 heute stimmte zwar alles von Bewegung, Ballabschirmung bis hin zum Abschluss, aber sonst war er so unsichtbar wie das Phantom Roy Makaay in seinen Hochzeiten. Charakterlich spricht die selbstkritische Aussage, er habe gemerkt, dass das Niveau noch zu hoch für ihn sei, zwar für ihn, aber leider entspricht es auch den Tatsachen.

Der Kader ist nach den Abgängen von Ribéry und Robben gerade in der Offensive erschreckend dünn besetzt. Viel wird über Sané gesprochen, eigentlich braucht es aber gleich zwei neue Außenstürmer. Coman und Gnabrys nun zeitgleicher Ausfall unterstreicht das Bedürfnis nach weiteren Verpflichtungen. Beide Spieler hatten bereits viel mit Verletzungen zu kämpfen, der Franzose gerade in den letzten zwei Jahren, der Deutsche eher in seiner Arsenal-Zeit. Aber auch bei Bayern fiel er in der Hinrunde immer wieder alle paar Spiele aus, sodass er so richtig erst in der Rückrunde in Fahrt kam. Diese Verletzungen wären auch verträglich, gäbe es Alternativen, doch sind diese weit und breit nicht zu finden.

Zwar ist die Meldung des Transfers von Leverkusens Leon Bailey offenbar eine Falschmeldung, doch es spricht in dieser Situation Bände, dass es eigentlich als logische Idee anmutet, einen Spieler zu verpflichten, der sich nicht nur charakterlich bereits fragwürdig präsentiert hatte, sondern dem auch sportlich in der abgelaufenen Saison kaum etwas gelang.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

Du willst Miasanrot Supporter werden?

  1. Wie masochistisch muss man veranlagt sein, um solch einen Titel zu wählen?
    Da sind mir ja jubelnde Bienen noch lieber.

    Antwortsymbol11 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wenn dir hier konstant zu kritisch berichtet wird, warum konsumierst du dann nicht fcbayern.de?

      Das ist wirklich ironiefrei gemeint.
      Wäre das nichts für dich?

      1. Nein, weil ich dich dann nicht mehr nerven würde. MSR lebt von verschiedenen Autoren und von verschiedenen Ansichten der User.
        Mit nur Ja-Sagern wärs ja langweilig.

      2. Du nervst mich nicht.

        Ich hatte mich wirklich gewundert bzw versteh immernoch nicht ganz warum du den Blog liest in Anbetracht dessen, dass dir ja konstant zu kritisch berichtet wird.

      3. Es wird nicht konstant zu kritisch berichtet, einzig Justin ist mir durchgehend zu kritisch.
        Aber wir ich schon sagte, MSR lebt von verschiedenen Autoren und den Reaktionen auf ihre Berichte.
        Ich lese die Berichte und teile hier meine Meinung zu Berichten, Sätzen, Formulierungen, Bildern usw. mit. Ich denke, das ist der Sinn dieser Kommentarleiste. Ich gestehe, ich könnte öfter mal loben, wenn mir was gefallen hat. Aber wie wir in Bayern sagen “Ned gschimpft is globt gnua”. Werde jetzt aber in Zukunft auch mal sagen, wenn mir ein Bericht gut gefällt.
        Gegenfrage: Warum liest du meine Posts, wenn sie dir durchgehend zu kritisch sind? ;-)

      4. Sie sind mir nicht zu kritisch.
        Von mir aus schreibst du unter jeden Artikel, dass er dir zu kritisch wäre.

        Wie oben beschrieben hatte ich mich lediglich gewundert.

    2. Hahahaha die Steilvorlage aus dem Supercup Artikel per Fallrückzieher in den Winkel. Fett.

      1. Ich sollte aufhören an den Titeln und den Titelbildern rumzumäkeln, wer weiß was die sonst noch alles auspacken.

      2. Spoiler: Die Vorschau gleich wird nur Kovac und Flick zeigen. Keinen Pokal :(

    3. Die Überschrift gilt es natürlich mit dem letzten Satz vor “Drei Dinge, die auffielen” in Zusammenhang zu bringen! Und dann erscheint die Überschrift weniger negativ, vielmehr – wenn auch mit einem Augenzwinkern – optimistisch:

      “Haben die Bayern ein Finale Dahoam gegen eine Londoner Mannschaft verloren, gewannen sie im Jahr darauf statistisch gesehen immer die Champions League.”

      Ok, da es ja nun kein Pflichtspielfinale gegen einen Londoner Club war, wäre ich unter den gegebenen Umständen auch schon mit dem Halbfinale mehr als zufrieden. ;-)

      1. Gut erkannt! Erst Aufregung, dann Relativierung. Wie die ganz Großen!

  2. Ich war dennoch postiv überrascht, dass einige aus der C-Elf gute Ansätze zeigten. U.a. war Johansson sehr auffällig bezüglich seines laufintensiven Spiels (dafür aber wenig risiko nach vorne). Kehl auf der rechtren Seite fand ich trotz der Zweikmapfniederlage vor dem Tor eigentlich auch recht ordentlich. Erinnerte mich an den ganz jungen Lahm vom Körperbau her.
    Letztendlich haben wir gesehen, wenn unsere “1.Elf” auf dem Platz steht, dann sind wir immer noch sehr konkurrenzfähig.

    Man sollte dennoch dringend was auf dem Transfermarkt machen, da wir gestern wieder gesehen haben, wie schnell sich unsere Flügelspieler “verabschieden”. Erst Gnabry und nun Coman. Hoffe dennoch, dass beide am WE beim Supercup gegen Dortmund wieder dabei sein können.

    Apropos: wie mein Vorrdener schon erwähnte…ungewöhnlicher Titel :)

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Na wenn er vom Körperbau an Lahm erinnnert, dann ist der Junge für Großes bestimmt!

      1. LOl hast ja Recht. Auf jeden Fall finde ich, dass er gewisse Anlagen zu einem Lahm erkennen ließ gestern. Aber warten wirs ab, denke der braucht noch eine gewisse Zeit bei den Amateueren :)

      2. Von der Haarfarbe auch :P

  3. Arp scheint ein guter Junge zu sein. Ich hoffe sehr, dass er es fest in den Profikader schafft. Er könnte langfristig auch ein interessantes Aushängeschild für den Verein nach außen darstellen.

    Danke für den Kommentar mit Bailey. Sollte man den Spieler zum aktuellen Marktwert verpflichten, hätte ich die Welt nicht mehr verstanden. Dann lieber einen Nationalspieler Werner für die Hälfte als Fügelspieler probieren mit der komfortablen Option zweiter Stürmer. Aber vermutlich wird Werner nächstes Jahr ablösefrei kommen.

    BTW: gibt es bei den jungen Spielern eigentlich einen klaren Gewinner aus der Vorbereitungsphase?

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das mit Arp sehe ich auch so. Ob er es in den Profikader schafft, hängt meiner Meinung nach stark davon ab, wie hoch seine Motivation ist um richtig hart zu trainieren. Wenn er vor allem auf sein Talent setzt, wird es meines Erachtens für einen Durchbruch nicht reichen.

      Mein Gott, ich wäre fassungslos. Einen derartigen Transfer, vor allem anstelle eines Spielerformats wie Sané, wäre aus meiner Sicht leider ein Armutszeugnis. Als Ergänzungsspieler würde das ggf. noch Sinn machen, vor allem unter der Berücksichtigung, dass Coman und Gnabry verletzungsanfällig sind. Dann hätte man sich aber auch gleich um Brandt bemühen können, den ich aktuell stärker als Bailey und mit mehr Potenzial nach oben einschätze. Außerdem wäre er durch die fixe Ausstiegsklausel auch noch günstiger gewesen, insofern man ihn überzeugt hätte.
      Warum dementiert/kommentiert dieses Gerücht eigentlich wieder der Trainer und nicht der Sportdirektor?

      Für mich gibt es keinen klaren Gewinner, außer Sanches (der aber ja bereits dem Profikader angehört). Ich finde, so wie es im Artikel beschrieben ist, dass die B-Elf bzw. C-Elf zwar schon einen guten Eindruck macht. Jedoch fehlt es meiner Meinung nach noch bei eigentlich allen an (Entscheidungs-)Geschwindigkeit, Zweikampfstärke und Passgenauigkeit. Vielleicht schafft es einer der jungen Spieler nächsten Sommer in den Profikader. Wünschenswert wäre es!

      1. Da muss man natürlich auch berücksichtigen, dass es nicht unbedingt die Besten aus dem Nachwuchskader waren, die hier auf dem Platz standen. Zum einen haben da einige der Besten auch mit Verletzungen zu tun, zum anderen spielten – auch während der USA-Reise – die Amas bereits in der 3. Liga, auch am Dienstag.

    2. @Anton: Ok, danke für den Hinweis. Wer sind aus Deiner Sicht die Besten?

  4. Arp ist im U19/U20 Bereich koerperlich recht weit wir man bei seinen vielen Toren bei den Wettbewerben sehen konnte.
    Im Seniorbereich hat er es auf der MS Position noch schwer weil er da noch zulegen muss um sich durchsetzen zu koennen.
    Um so schoener mmn das er jetzt beim Tor zeigen konnte was er drauf hat. Das erste mal hat er sich sichtbar auch koerperlich gegen top Verteidiger durchgesetzt und eingesetzt.
    Er will und wird von Lewa und Mueller viel lernen koennen. Er hat Speed Uebersicht und einen guten Abschluss und hoffe sehr das er sich durchsetzen kann.
    Finde das Davies und Singh besser als vorher gespielt haben aber Arp macht mmn von allen den besten Eindruck.
    Davies erinnert im Defensivverhalten an desorientierte Spieler wie Schuerle und Durm die es nie geschafft haben den zu verteidigenden Raum zu erfassen.
    Davies einzige Staerke besteht mmn in seinem Speed und körperlichen Praesenz. Sehe aber keine Entwicklung im technisch taktischen Bereich.
    Von den anderen finde ich Johannson noch ganz interessant ansonsten viele technische Maengel bei vielen Spielern die man durch gezieltes intensives Training verbessern kann.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Deine Einschätzung zu Davies finde ich zu kritisch. Es hat mich vor allem überzeugt wie selbstbewusst er auftritt, wie präsent er war, wollte immer den Ball immer Aktionen beteiligt und dabei echt gute Sachen dabei und echt gute Übersicht und spielverdtändnis. Das Tor die Vorlage der Pass in der ersten wo (?) den Elfer wollte und daneben viele andere Aktionen. Das Positionsspiel auf dem Niveau kann er auch nur durch Einsätze erlernen. Ich dachte immer was will der bei uns – das gestern hat mich jedenfalls neugierig gemacht.

      1. Mir haben Singh, Davies und auch Arp gut gefallen. Arps Tor war klasse – den so zu machen war schon stark. Davies sollte als Winger mehr Einsatzzeiten in den nächsten Spielen bekommen.

  5. […] Audi Cup: Bayern verliert Elfmeterschießen im Finale Dahoam | Daniel […]

  6. Ich zitiere jetzt auch mal ausnahmsweise:

    “Wie der Kicker in seiner Donnerstags-Ausgabe berichtet, waren die Bayern-Verantwortlichen quasi gezwungen, Kovac öffentlich so bloßzustellen. So habe es ein “offizielles Schreiben aus der Chef-Etage des Englischen Meisters” gegeben, das die Bitte enthalten haben soll, sich nicht mehr öffentlich über Sané zu äußern. Problem: Kovac habe von dem Brief offenbar nichts gewusst. Auch die Bild schreibt von einer geplanten Kritik an Kovac, um die City-Bosse zu besänftigen. Auch deshalb sollen die Rummenigge-Aussagen, wie es sonst eigentlich bei TV-Interviews unüblich ist, auch über die sozialen Kanäle des FC Bayern verbreitet worden sein.”

    Würde Sinn machen und war eine von zwei Optionen war das von KHR so in der Öffentlichkeit getan wurde. Außerdem wäre damit klar, warum sich Kovac überhaupt so geäußert hat – auch wenn man das dann immernoch hätte cleverer lösen können.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Kovac den Brief zeigen? Fuck ist das alles verblödet.

    2. Wenn der VVS Doepfner seinen Mitarbeitern Brueggelmann Feindt Falk eine Anweisung gibt haben die die umzusetzen.

      Wenn Doepfner die Sport Redaktionen der Springergruppe zusammengelegt haben die Betroffenen vorher nicht in der Oeffentlichkeit zu quatschen.

      Wenn der Holzschuh dem Kacob etwas vertraulich mitteilt oder beide dem Wild dann hat es nicht naechsten Tag in der Oeffentlichkeit zu sein.

      Ist doch einfach zu verstehen oder?

      Reine Meinungsmache der Medien gegen unseren Vorstand

  7. Die letzte halbe Stunde war wirklich schön anzuschauen. Man hat gesehen wie z.B. Davies und Singh aufgeblüht sind, als mehr Stammspieler reingekommen sind. Davies hat Licht und Schatten. Natürlich. Aber er hat auch etwas was man nicht trainieren kann. Eine unglaubliche Geschwindigkeit. Und lernwillig ist er auch. Nicht nur die Sprache betreffend. Also rein mit ihm ins kalte Wasser. Am besten in der Offensive. Singh hatte schon bei der USA-Reise gute Ansätze. Und bei den beiden Audi-Spielen auch. Lauffreudig und Zug zum Tor. Der kann auch was werden.
    Auf den offenisven Außenpositionen muss unbedingt noch was getan werden. Am besten kommen noch zwei Spieler. Sonst haben wir ein Problem.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ja, Davies hat Fähigkeiten die im Grunde nicht trainierbar sind und Probleme die man beheben kann.
      Ich musste an die Rehhagel-Weisheit denken: “Ich kann einen großen Spieler vielleicht beweglicher machen, einen kleinen Spieler aber niemals groß.”
      So bei Davies. Seine Defizite in puncto Taktik und Zweikampfführung sind bei einem so jungen Spieler sicher trainierbar, bzw. durch Erfahrung zu beheben. Einen langsamen Verteidiger wirst du aber nie auf seine Geschwindigkeit bringen.
      Da gab es in der Vorbereitung jetzt einige faszinierende Szenen, die zuerst etwas prekär aussahen und dann kam auf einmal Davies mit 4,5 schnellen Schritten quasi ins Bild geflogen.

      Gleichzeitig sind das teilweise noch grobe Fehler, die er macht. Das kann dir auf BL-Niveau dann eben gleich das Spiel kosten.
      Wenn unser Kader nicht so jämmerlich ausgehungert wäre, würde ich ihn jetzt für ein halbes Jahr zu den Amas schicken und dort konsequent Verteidiger spielen lassen. Da herrscht auf der Position eh akuter Mangel und die 3.Liga macht bis jetzt einen sehr guten Eindruck als Ausbildungsliga für unsere Talente. Kein Vergleich mehr zur RL.
      Aber da wir in dieser Saison wahrscheinlich durchgehend akute Probleme haben werden eine Ersatzbank vollzukriegen, wird nicht daran zu denken sein.

      1. Spielpraxis in der dritten Liga wäre natürlich besser, als in der Bundesliga auf der Bank als Platzhalter rumzusitzen. Ich hab jetzt alle Spiele unserer Amateure gesehen und bin absolut positiv überrascht wie die Jungs da dagegenhalten. Davies als LV könnte da natürlich lernen (und die Amateure hätten ihr Hauptproblem gelöst). Aber er wurde ja wohl als Außenstürmer gescoutet und verpflichtet. Warum linker Verteidiger, wenn die erste Mannschaft einen linken Außenstürmer braucht? Man sollte ihn einfach ins Wasser werfen, spielen lassen und Geduld haben. Auch die Fans. Van Gaal hat mit Müller, Badstuber und Alaba nichts anderes gemacht.

  8. Davies fand ich auch toll. Könnte ihn mir auch gut als Wingback bei einer Dreierkette vorstellen. Tolle Physis, Dynamik, Technik, Ruhe und auch Selbstvertrauen. Über Defensivverhalten (Zweikampf, Positionierung) muss er natürlich noch viel lernen, aber das wird er schon hinbekommen.
    Auch Singh fand ich sehr positiv, sehr umtriebig, kreativ über kluge, zuweilen wilde Positionierungen, zielstrebig zum Tor orientiert, ein bisschen fast so wie Thomas Müller…
    Schwer haben wird es Pavard, den ich hier eher als Mitläufer wahrgenommen habe. Kann mir nicht vorstellen, dass er einem Boateng in wieder etwas besserer Form vorgezogen werden wird. Und bei Arp habe ich auch noch nicht das Besondere gesehen, dafür war die physische Unterlegenheit gegen Tottenhams Verteidigung einfach zu eklatant.
    Insgesamt aber ein sehr interessantes Spiel, hat mir viel Spaß beim Zuschauen gemacht. In der Mannschaft scheint es prinzipiell zu stimmen.

    Die Kommunikation sowohl intern als auch nach außen ist aber einfach nur desaströs. Wenn das mit dem Brief von ManCity stimmen sollte, dann ist es einfach fahrlässig, dem Trainer diese Info vorzuenthalten. Und das nach monatelangem Eiertanz um diesen Transfer, der CHO-Geschichte, dem geleakten Hoeneß-Rückzug, uswusf. Von der geschlossenen Außendarstellung, die wir mal hatten, sind wir sehr weit entfernt.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. +1
      Besser hätte ich es definitiv nicht schreiben können @Liza. Stimme dir in allen Punkten zu.
      DIE positive Überraschung ist für mich der junge Singh. Der hat wirklich dicke Eier und ist dazu noch sehr locker, entspannt und extrem positiv eingestellt. Bei ihm würde ich hoffen, dass man ihn sofort zum Profikader hinzuzieht. Ich glaube, der kann das packen. Vor allem, wenn man den derzeitigen Personalstand in der Offensive heranzieht, könnte/wird er sicherlich seine Chancen erhalten.

  9. Zu den drei jungen Spielern auf dem Sprung in die erste Elf lässt sich sagen, dass die ersten Eindrücke vielversprechend sind.
    Natürlich müssen alle drei, Arp, Davis und Singh, noch viel lernen, aber sie alle zeigen ihre Qualitäten schon auf:
    Arp hat mit seinem Tor bewiesen, dass er grundsätzlich genau die Fähigkeiten mitbringt, die man als mitspielender Mittelstürmer vorweisen muss: Ballannahme und Durchsetzung gegen zwei erfahrene Abwehrspieler sowie vor allem die Ruhe beim Abschluss hätte auch Lewa nicht besser hinbekommen. Und das ein Stürmer nur so gut sein kann, wie die ihm zuarbeitenden Offensivkräfte im Mittelfeld ist auch eine Erkenntnis, um die auch unsere Nr.9 nur allzu gut weiss. Das Arp in vielen Situationen blass blieb und er im Verhältnis wenig Ballkontakte hatte, sollte dem jungen Stürmer daher nicht nachteilig ausgelegt werden.
    Davies hat seine Qualität in der Geschwindigkeit und im Abschluss, aber vergleichbar mit Coman ist auch Spielverständnis und Genauigkeit im Pass-Spiel. Ich sehe den jungen Kanadier tatsächlich nicht als linker Aussenverteidiger, das wäre für mich eine Verlegenheitslösung. Vielmehr wäre er als Ersatz für Coman zu entwickeln, und sollte er seine Abspielschwäche besser in den Griff bekommen, eine gute Alternative für den selbst noch recht jungen Franzosen.
    Singh wiederum ist für mich die größte Überraschung: Nicht nur seine Unbekümmertheit, sonder auch seine Vielseitigkeit ließen den Neuseeländer hervorstechen, dazu zeigte er Spielwitz und Übersicht, konnte sich im Dribbling auch mal durchsetzen und schien auch nicht gerade langsam. Ein polyvalenter Spieler ersten Ranges, der meines Erachtens sogar in der Lage wäre, in eine Spielmacherrolle zu wachsen. Einer, der weiss, was als Zehner zu tun ist, um seine Offensivkräfte in Szene zu setzen.
    Klar, auch er benötigt dafür noch viel Zeit, aber er zeigt eben auch genug Qualität, um es zu rechtfertigen, ihn nicht bei der zweiten Mannschaft “versauern” zu lassen, sondern ihn von Beginn an oben mit zu ziehen. Bekommt er regelmässig seine Einsatzminuten, wird er es mit einer guten Entwicklung danken.
    Auch gefallen haben mir Nollenberger und Kehl, die nach anfänglichem Staunen immer besser in die Partie gekommen sind und sich nicht versteckten, gegenhielten und sogar den einen oder anderen Akzent zu setzen wussten. Auch bei den beiden wäre der eine oder andere Einsatz bei den Profis sicherlich keine vertane Zeit.

    Hinsichtlich der taktischen Ausrichtung schmecke ich leider doch ein paar Wermutstropfen: Die Entwicklung, die ich während der USA-Testspiele zu sehen glaubte, ist augenscheinlich doch nicht nachhaltig:
    Wieder ist das Spiel sehr einseitig auf eine U-Form angelegt, wird der Ball schnell auf die Aussenstationen gespielt, wo dann entweder durch den langen Ball versucht wird, die Schnelligkeit der Flügelstürmer auszunutzen, oder selbst mit dem Ball am Fuss Richtung Grundlinie gelaufen wird – wo dann schon die Doppelung mit weiterer Absicherung auf Coman, Gnabry und Co. wartet. Kombinationsspiel findet weiterhin nur wenig statt, es zeigt sich das Bemühen, durch den hochgezogenen Achter eine weitere Anspielstation zu haben, die dann einen überraschenden Ball in die Spitze ermöglichen könnte, aber es bleibt alles leicht ausrechenbar und noch immer zu sehr auf die individuellen Fähigkeiten unserer Spieler ausgerichtet. Die Mitte ist noch immer zu verwaist, findet Ballzirkulation nur in einer zurückgezogenen Formation statt, die eher zum Ziel hat, den Gegner zu locken, als dass es darum geht, Lücken zu erspielen. Dafür ist der Pass-Weg in die Spitze häufig zu lang und zu leicht abfangbar.
    Klar wird die flügellastige Ausrichtung in den Abläufen – hoffentlich – noch zu verbessern sein, aber unsere Gegner sind auch nicht von gestern und wissen, wie sie ihre Defensivordnung ausrichten müssen, um einen Flügelfokus zu neutralisieren. Gegen schwächer besetzte Gegner und “Angsthasen” wird es fraglos reichen, für ganz oben benötigt es mehr Flexibilität im Spiel nach vorn.
    Aber gut, es waren bislang nur Testspiele, und Kovac wird sicherlich noch nicht alle Karten aufgedeckt haben.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Von Singh bin ich auch total begeistert und würde und würde ihn sofort zum Profikader hinzuziehen.

  10. Man verlangt Eintrittspreise auf Bundesliga – Niveau und dann stehen 7(!) Nachwuchsspieler auf dem Platz, das hat uns im Stadion doch sehr verärgert. Gut, es ist ein Vorbereitungsspiel, aber dann darf man es nicht grossmächtig als Turnier und Endspiel aufziehen. So sehr sich auch alle bemüht haben : ein “richtiges” Spiel wurde es erst nach 70 Minuten.

  11. Bin ich der Letzte, der Will nicht kannte oder warum erwähnt den hier niemand? Ich fand, der hat im MF richtig gut und souverän gespielt….

  12. […] mit relativ bescheidenen Mitteln, mit den reicheren Vereinen aus London und Manchester mitzuhalten. Im Vorbereitungsspiel musste der FC Bayern das Pressing am eigenen Leib erfahren und hatte einige Probleme mit der aggressiven Spielweise der […]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Mit dem Absenden deines Kommentars erklärst du dich einverstanden unsere Community Guidelines zu beachten.