Analyse: FC Augsburg – FC Bayern 1:3 (0:2)

Der zweite Teil der “Nachbarschaftswoche” schickt den FC Bayern dieses Mal nach Augsburg. Der neunte Bundesligaspieltag steht auf dem Programm.

Nach dem über weite Strecken souveränen weiterkommen im DFB-Pokal tritt der FC Bayern in Augsburg an, um den Vorsprung in der Tabelle im Idealfall etwas auszubauen.

Falls Ihr es verpasst habt:

Carlo Ancelotti wirft vor der Partie die große Rotationsmaschine an und bringt im Vergleich zum Mittwoch sieben neue Spieler. Lediglich Neuer, Boateng, Lahm und Thiago finden sich erneut in der Startelf des FC Bayern wieder. Ansonsten darf sich das geschonte Personal – unter anderem Robben, Costa und Lewandowski – am Augsburger Bollwerk versuchen.

FC Bayern vs. Gladbach, Aufstellung FC Augsburg – FC Bayern, 29.10.2016.

Auf Seiten des FC Augsburg gibt nur drei Änderungen. Mit Verhaegh, Altintop und Schmid anstelle von Kohr, Teigl und Max beginnt Dirk Schuster die Partie auf dem Papier etwas offensiver.

Die etwas offensivere Spielweise des FC Augsburg zeigt sich auch in den ersten Spielminuten. Es gibt gerade im Vergleich zum Mittwoch relativ lange Ballbesitzphasen, die aber keine echte Torchance für Augsburg bringen. Die größte Möglichkeit entwickelt sich nach einem Fernschuss von Verhaegh.

Bei Ballverlust zieht sich Augsburg sehr schnell in ein 6-3-1 System zurück. Der FC Bayern soll keinen Platz auf den Flügelpositionen bekommen. Insbesondere Robben und Costa werden zum Teil in Manndeckung genommen. Kurzum – es hat sich wenig geändert, im Vergleich zum DFB-Pokalabend. Einzig das Personal ist ein anderes. Das macht auf Seiten des FC Bayern den Unterschied aus. Die Roten erspielen sich ab der 10. Spielminute immer wieder Halbchancen. Die Mannschaft von Carlo Ancelotti bleibt zunächst aber nicht zielstrebig genug. Lewandowski (8.) und Alaba (15.) hätten in zwei Szenen mehr machen können, scheitern aber an der Ballmitnahme bzw. an der nötigen Genauigkeit.

In der 19. Minute ist es dann aber soweit. Nach einem guten Umschaltmoment spielt Lahm auf der rechten Seite Robben an. Dieser hat nur einen Gegenspieler und zieht nach Innen. Etwas überraschend steckt er dann auf Lewandowski durch. Der zeigt eine bessere Ballannahme und verwandelt mit links ins lange Eck.

Nur zwei Minuten später erhöht der FC Bayern sogar auf 2:0. Robben bedient wieder Lewandowski im Strafraum, die Augsburger können zunächst aber klären. Dann aber legt der Pole erneut quer und Robben ist frei vor dem Tor.

Nach der frühen 2:0 Führung nimmt der FC Bayern deutlich das Tempo aus der Partie und kontrolliert bis kurz vor dem Pausenpfiff das Geschehen. Einzig Xabi Alonso wollte das Spiel nochmals spannend machen, indem er am eigenen Strafraum Koo den Ball mustergültig in die Füße spielt. Doch dieser macht viel zu wenig aus der Situation und scheitert mit einem harmlosen Abschluss (45.) an Manuel Neuer.

So ging es mit einer souveränen 2:0 Führung für den FC Bayern in die Kabine. Einzig der verletzungsbedingte Wechsel von Hummels für Martinez bereit Carlo Ancelotti wohl ein paar Sorgenfalten.

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Im Gegensatz zu den letzten Wochen macht der FC Bayern nach der Pause da weiter, wo er vor der Pause aufgehört hat: Er kontrolliert die Partie. Dies gelingt den Münchnern durch hohes Pressing. Alaba, Vidal, Thiago und Alonso laufen nach Ballverlusten den Gegner früh an und zwingen Augsburg so zu Fehlern. So zum Beispiel in der 48. Minute: Kacar passt unbedrängt in die Füße von Robben. Dieser schickt Lewandowski steil. Der Pole umkurvt einen Gegenspieler sowie Torhüter Hitz und schiebt zum 3:0 ein.

Carlo Ancelotti nutzt die frühe, klare Führung und bringt Badstuber für Boateng (62.). Gleichzeitig schaltet der FC Bayern erneut wieder einige Gänge zurück und verringert die Intensität. Dies wird sofort von Augsburg bestraft. In einer sieben gegen drei Situation können Hummels und Lahm den Ball mehrfach nicht klären. Baier legt quer auf Koo und dieser besorgt den Anschluss.

Im Gegenzug legt der FC Bayern sofort wieder an Tempo zu. Mats Hummels hat innerhalb von drei Minuten vier(!) Kopfballchancen. Doch scheitert er an Hitz bzw. der Genauigkeit. Augsburg indes presst deutlich höher. Die Münchner können in Person von Hummels, Badstuber und Alonso nicht mehr sauber aufbauen. Neuer muss daher häufig den langen Ball wählen.

Wenig später vergibt Lahm eine große Abschlusschance. An der Strafraumkante kommt der Bayern-Kapitän mit dem linken Fuß zum Abschluss, doch der Schuss rauscht knapp am rechten Pfosten vorbei.

Die Chance von Lahm ist die letzte in dieser Partie. Der FC Bayern gewinnt erneut verdient mit 3:1 gegen den FC Augsburg und kann sich dadurch weiterhin an der Tabellenspitze behaupten.

Am kommenden Dienstag tritt der FC Bayern dann beim ersten Champions League Rückspiel der laufenden Saison an. Der Gegner heißt PSV Eindhoven.

Spielstatistiken (Grafik: Lukas)
Spielstatistiken (Grafik: Lukas)

Drei Dinge, die auffielen:

1. Die Learnings des Arjen Robbens

In der Vorwoche haben wir an dieser Stelle kritisiert, dass Lewandowski und Robben nicht optimal zusammen passen. Scheinbar wollten uns beide Akteure an diesem Spieltag eines Besseren belehren.

Zwei Tore und eine Vorlage für Lewandowski und ein Tor und zwei Vorlagen für Robben. Eine schon fast unglaubliche Steigerung im Vergleich zu den vergangenen Wochen. Darüber hinaus hatte Robben sogar noch eine weitere Chance für Lewandowski eingeleitet.

Die deutlich mehr mannschaftsdienliche, genauer gesagt Lewandowski-dienliche Spielweise von Robben kam den Stürmer deutlich zu Gute. Sieben Torschüsse hatte Lewandowski am Ende des Spiels. Gegen Gladbach waren es nur zwei Versuche. Daher war es auch erklärbar, weshalb Lewandowski in der Bundesliga über 450 Minuten ohne Treffer blieb.

Robben indes hat neben seinen zwei Torvorlagen noch sechs weitere Keypässe. Ein überragender Wert. Das Spiel des FC Bayern bekommt so eine neue Dimension. Es ist weniger geprägt von relativ gleichen Schuss- und Passmustern.

Spielt Robben immer so wie heute, müssen sich die Gegner auf ein deutlich vielschichtigeren FC Bayern einstellen.

2. Ancelottis kleine Anpassungen

Carlo Ancelotti ist in seiner Amtszeit bisher gar nicht von seinem 4-3-3 Grundsystem abgewichen. Dennoch war gegen Augsburg offensichtlich, dass es verschiedene Spielweisen bzw. Interpretationsmöglichkeiten gibt.

Im Vergleich zur Zeit vor der Länderspielpause besetzen die Münchner nun deutlich konsequenter den 10er-Raum. Ancelotti nutzt dafür eine asymmetrische Formation. Der linke Flügel, gegen Augsburg war es Costa, zieht deutlich mehr ins Zentrum, wenn der FC Bayern sich in einer Ballbesitzphase befindet. Dies hat den Vorteil, dass es für die Sechser/Achter eine zusätzliche Anspielstation gibt.

Zudem ist der rechte Flügel nicht intensiv isoliert, sollte der Ball früh den Weg auf die Außenbahn finden.

Gleichzeitig schiebt der linke Außenverteidiger sehr hoch – fast auf die eigentliche Position des linken Flügelspielers. So kann die Abwehrkette des Gegners nicht durch Verschieben auf den Flügelspieler des FC Bayern reagieren.

Der Nachteil dieser Variante ist, dass hinter dem Außenverteidiger viel leere Wiese ist. Carlo Ancelotti versuchte das gegen Augsburg mit fast drei Sechsern, die alle auf einer Linie standen, zu kompensieren. Die Frage wird sein, ob dies auch gegen Spitzenmannschaften wie Atletico, Dortmund und Co. reichen wird.

Hummels in der Offensive.(Foto: Adam Pretty / Bongarts / Getty Images)
Hummels in der Offensive.
(Foto: Adam Pretty / Bongarts / Getty Images)

3. 90 Minuten sind zu lang

Der FC Bayern kann sich scheinbar nicht mehr voll fokussieren. Gegen Eindhoven, Gladbach und zuletzt zwei Mal gegen Augsburg gab es schwache Phasen. War es gegen Eindhoven die Phase kurz vor der Pause, war es in den letzten drei Spielen immer ab Mitte der zweiten Halbzeit, wo die Mannschaft vollkommen den Fokus verloren hat.

Dies äußert sich in Leichtsinnsfehlern, wie bei beiden Gegentoren gegen Augsburg deutlich zu sehen war. Auch Eindhoven und Gladbach wurden durch individuelle Fehler beinahe wieder ins Spiel geholt.

Der FC Bayern schafft es derzeit noch nicht, souverän einen Gang runter zu schalten. Die Phasen ohne eigenen Ballbesitz haben zu viele Fehler im Verschieben. Gleichzeitig schwächelt das eigene Aufbauspiel und ist geprägt durch zu viele Befreiungsschläge. Es spricht absolut nichts dagegen, sich bei eigener Führung in ein stabiles 4-4-2 fallen zu lassen. Allerdings muss dieses auch mit Leben gefüllt werden.

Das heißt: Eigene Fehler minimieren.

Schon bei den Bundesligaspielen gegen Köln und Frankfurt wurde die fehlende Spannung kritisiert. Der FC Bayern hat dies in den letzten zwei Wochen noch nicht abgestellt. Die Phasen sind inzwischen jedoch kürzer. Es wird nun in den kommenden Wochen darauf ankommen, diese Fehler auf null zu reduzieren. Auffällig ist, dass die Fehler einhergehen mit wenig eigenen Ballbesitz. Die Münchner hatten in der ersten Halbzeit fast 81% Ballbesitz und kontrollierten die Partie. In der besten Phase der Augsburger, zwischen der 60. bis zur 80. Minute waren es ‘nur noch’ 66%. Es wird spannend zu sehen, ob und wann es Anceltotti gelingt diese Phasen durch taktische und personelle Anpassungen souveräner zu gestalten.

Mit Eindhoven, Hoffenheim und Dortmund stehen wichtige Partien auf dem Spielplan.

FC Augsburg – FC Bayern München 1:3 (0:2)
FC AugsburgHitz – Verhaegh, Janker, Hinteregger, Stafylidis – Kacar (82. Moravek), Baier – Koo, Altintop (65. Teigl), Schmid (55. Max) – Ji
BankLuthe, Feulner, Usami, Schmidt
FC Bayern MünchenNeuer – Lahm, Boateng (62. Badstuber), Martínez (29. Hummels), Alaba – Xabi Alonso – Thiago, Vidal – Robben (76. Kimmich), Lewandowski, Costa
BankUlreich, Bernat, Sanches, Müller
Tore0:1 Lewandowski (19.), 0:2 Robben (21.), 0:3 Lewandowsk (48.), 1:3 Koo (67.)
KartenGelb: Koo, Teigl / –
SchiedsrichterChristian Dingert (Lebecksmühle)
Zuschauer30.660 (ausverkauft)
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Leserkommentare
  1. kurt

    Was mir sehr gefallen hat, war das Zusammenspiel von Robben und Lewy (mitsamt Liebkosungen nach Torerfolg ^^) und die Szenen von der Bank die einfach tolles Mannschaftsklima zeigen.

    Das Gegentor war natürlich wieder ärgerlich, aber langsam glaube ich fast Ancelotti kalkuliert soetwas absichtlich ein, damit die Mannschaft “lernt” mit Gegentoren umzugehen. Gerade in den letzten Saisons hat man manchmal den Kopf verloren, nach einem Rückstand oder einem Gegentor, weil das so selten vorkam.

    Heute wurde dann trotzdem ruhig weiter der Stiefel runtergespielt, wenn auch in der 2. HZ mMn etwas zu ruhig. Dass man aber souverän gewonnen hat, spricht für das Team.

    Gerade in Hinsicht auf Auswärtstore in der KO-Phase sollte man da vielleicht trotzdem konzentrierter vorgehen.

    4. Holger <3

  2. rookie

    “Es spricht absolut nichts dagegen, sich bei eigener Führung in ein stabiles 4-4-2 fallen zu lassen. Allerdings muss dieses auch mit Leben gefüllt werden.”

    Genau das ist es, Bayern muss erst umschalten von Pep wir haben den Ball und sind dadurch dominant dahin, acuh ohne Ball konzentriert zu bleiben. Die Mannschaft will halt Fußball spielen, sie ist verspielt, unter Pep war ja teilweise das Problem, dass sie den Ball ins Tor nur kombinieren wollte. Ich finde sowas viel besser als diese defensiv-Taktik Zombies ala Ex-Chelsea und teilweise Atletico. Ein echter Fußballer will den Ball und aktiv gestalten, er will was zeigen. Aber eine Prise davon kann der FC Bayern gebrauchen insofern finde ich gut dass Carlo diese italienische Note reinbringt, solange die Hauptsache das andere bleibt. Danach sieht es jetzt aber aus, seit der Krise. Das rechne ich Carlo auch an, er scheint lernfähig und beharrt nciht auf etwas. Es wird ja gemunkelt, dass die Mannschaft Änderungen eingefordert hat, wieder mehr wie unter Pep trainieren und spielen zu lassen. Für mich ein Zeichen von Größe da mitzugehen und nicht das Ekel-Ego ala Mourinho zu zeigen.

    1. Osrig

      Den Eindruck habe ich ganz genauso! Und es gefällt mir genauso gut! Viel Dominanz a la Guardiola, mit einem großen Anteil Ancelotti, was Flexibilität und die Bereitschaft betrifft, eine defensivere Ordnung zu stellen und dadurch den Gegner zu locken, und vielleicht auch die Möglichkeit zu haben, Kräfte zu sammeln oder wenigsten zu sparen. Wenn die Mannschaft diese mit taktischen Änderungen verbundene Rhythmuswechsel hinbekommt, ohne dadurch selbst aus dem Gleichgewicht zu geraten, dann wird es etwas völlig Neues, eine Weiterentwicklung, auf die ich mit Carlos Amtsantritt gehofft habe. Und im Moment bin ich da optimistisch!

  3. pitvonbonn

    Bayern denkt bei Führung in englischen Wochen, zu oft ans nächste Spiel.
    Sie schalten einfach zu viele Gänge zurück.
    Aber diese Spielweise erfordert eher mehr Aufwand und Kraft und baut den Gegner auf.
    Der hohe Ballbesitz, wobei der Gegner sich immer wieder müde gelaufen hat, hat deutlich weniger eigene Kraft gekostet.

    Ansonsten ein sehr souveräner Auftritt und ein verdienter Sieg.

  4. förb

    Punkt 3 stimme ich ganz und gar nicht zu. D.h., was die Analyse angeht schon, der Sachverhalt ist vollkommen treffend dargestellt. Die Folgerung daraus teile ich aber nicht. Ich denke nicht, dass es überhaupt erstrebenswert ist, sich quasi künstlich bei jedem Spiel über 90 Minuten 100% fokussieren zu müssen, selbst wenn das vom Spielstand her überhaupt nicht notwendig ist. Das führt dann höchstens später in der Saison zum burnout, und was den FCB angeht ist nunmal später in der Saison genau dann, wenn es drauf ankommt, da man in der Liga, sagen wir, um nicht zu hochnäsig zu sein, IMMER “um den Titel mitspielen kann” ;). Ein bisschen mentales Ausruhen finde ich also völlig okay, und ich bin gespannt, ob meine Vermutung eintritt, dass die Endphase der Saison spürbar stärker wird und man seine pürbar größere Chance hat als in den drei bergangenen Saisons, die CL zu gewinnen.

    1. rookie

      tja, dass ist genau die Frage. Es kann so sein, dass am Ende mehr Körner da sind, es kann aber auch ganz anders. sein. Es wurde schon darauf hingewiesen, dass unter Umständen dass zurückziehen und sauber gegen den Ball arbeiten mehr Kraft kosten kann. Es kann sein, dass am Ende die Mannschaft durch das viele rotieren dass Carlo wohl weitermachen wird nicht eingespielt genug ist, es kann sein, dass gegen die großen Mannschaften genau die paar Prozente weniger taktische Schulung und Variante fehlen, dass genau das etwas schlechter Positionsspiel dann eben zu wenig ist. Es kann aber auch sein, dass ein super, super Thiago es dann raushaut oder weil er freier wirkt. Wobei ich nicht finde, dass alle SPieler seit Guardiola entfesselt wirken. Thiago ja, weil er seinen Entdecker und sozusagen Übervater loshat . Aber zum Beispiel Müller ,wo alle dachten, ich auch, dass er aufblüht zeigt eher das Gegenteil. Ich bin nach wie vor der Meinung dass wir letzte Saison nur um haaresbreite den Titel verpasst haben, ich bleibe dabei, schießt nicht Müller den Elfer, sondern der wirklich sichere Schütze bei Bayern: Vidal, sind wir weiter , sind im Finale und holen den Pott. Dieses schwache Madrid hätten wir in der Form alle gemacht, vor allem nach so einem furiosen weiterkommen gegen Atletico. 100 Prozent, ich hätte es PEp so gegönnt es wäre sein verdientes Meisterstück gewesen und er hätte endlich zeigen können, dass er die ganz großen mit Bayern nicht nur dominieren sondern auch besiegen kann.
      Was mich alles in allem aber tatsächlich auch hoffen lässt, dass sich unter die Verletztenmisere verbessert und das war meiner Meinung nach Peps Hauptproblem. In Vollbesetzung wäre in den drei Jahren mindestens einmal der Titel drin gewesen, schließlich hat zum Beispiel auch im Hinspiel gegen Atletico Boateng gefehlt. Im Rückspiel fehlte im die Form und er macht den entscheidenden Fehler, man muss sich nur die Abwehr ansehen mit der Pep in die wichtigsten Spiele gehen musste. Wahnsinn damit überhaupt so weit gekommen zu sein. Man stelle sich mal einen Robben in Bestform über eine Saison unverletzt vor ….
      Ich habe alles in allem

  5. rookie

    Ich wollte eigentlich mal etwas posten, dass ich immer noch skeptisch bin mit Carlo,. Weil ich nicht weiß ob einer der scheinbar dem Errichten einer Wohlfühlatmosphäre mehr Gewicht beimisst als Gegneranalyse und taktisches Klein-Klein heute im Spitzenfussball ausreicht und zum Erhalt des Wohlfühlens rotiert wie wohl noch kein anderer Bayern-Trainer. Aber heute war zu sehen, dass Soft-Skills eine Riesenbedeutung haben. Da wurde etwas gemacht mit Robben und Lewy, dass kann nicht anders sein. Es war so offensichtlich dass es gekriselt hat zwischen den beiden und Robben sichtbar bemüht ist anders zu spielen. Da Sammer weg ist, muss da etwas von Carlo gekommen sein

    1. förb

      Krass ja, genau den Eindruck hatte ich auch! Und abgesehen von der mentalen/menschlichen Ebene, gerade das 1:0 sah wie ne einstudierte Variante von Robben’s Standardmove aus, also nach innen ziehen und dann anstatt selbst schießen einfach Killerpass in die Mitte wo Lewandowski unverteidigbar aus der Tiefe nachstößt… würde mich nicht wundern.

  6. chicago_bastard

    Ich habe heute keine Schwächephase gesehen. Augsburg hat ein Zufallstor erzielt bei dem sich die Abwehr dämlich angestellt hat aber das war es dann auch schon an Augsburger Torchancen in dieser Phase. Die Bayern dagegen hätten in der 2. Halbzeit mit besserer Chancenverwertung locker noch 3, 4 Tore schießen können.

    Das Zusammenspiel zwischen Robben und Lewy hat richtig Spaß gemacht. Thiago fiel heute im Vergleich zu seinen sonstigen Glanzauftritten ein bisschen ab, da waren einige schludrige Fehlpässe dabei. Könnte damit zusammenhängen, dass er der einzige Feldspieler ist, der momentan immer spielt und nie rausrotiert wird. Zeigt seinen Stellenwert, momentan ist Thiago der klar wichtigste Mittelfeldspieler und kaum zu ersetzen. Da muss man wirklich hoffen, dass er verletzungsfrei durch die Saison kommt. Carlo sollte ihm demnächst aber auch mal eine Ruhepause gönnen.

    1. Marco05

      Zu Thiago muss ich mal eben widersprechen. Die Fehlpässe ok, hatte er drin. Dem stehen aber ungefähr 10 Balleroberungen gegnüber bei denen er dem Gegenspieler durch ganz starke Einsätze einfach den Ball vom Fuß klaut. Ich glaube das kann in der ganzen Bundesliga keiner so gut wie Thiago. Gustavo hoch 3 quasi. Sensationelles Zweikampfverhalten.

      Sicher fehlt dann vlt. ab und an der letzte Zacken Konzentration und am Ende hat man ihm wirklich angesehen dass er fertig war, aber was der aktuell und seit Wochen spielt ist der beste Thiago den wir je hatten und den wir uns immer gewünscht haben.

  7. Hittmer Otzfeld

    Ja ich denke auch das die vielen Mensch-ärger-dich-nicht Einheiten unter Ancelotti langsam zum Tragen kommen. Von der Taktik und Taktikschulung hat er natürlich weiterhin überhaupt keine Ahnung, da geb ich dir recht.

    Den ganzen Taktikfüchsen hier aus dem Forum schlage ich vor einfach mal ein Initiativbewerbung in Sachen Taktik Coaching Richtung FCB zu schicken, so wie schlecht wir da offensichtlich zur Zeit aufgestellt sind, braucht es Verstärkung.

  8. Marco05

    Zum Siel muss ich sagen, dass ich wieder sehr zufrieden bin. Wieder mal erstklassige Anfangsphase und auch deutlich länger in der Dominanz als in den Vorwochen. Augsburg hat in HZ2 aber auch deutlich mehr Einsatz gezeigt und bis zum Schluß nicht mehr nachgelassen, sonst wird das Ergebnis noch deutlicher.

    Alonso wieder stark verbessert und Thiago s.o.. Aber was mir das Herz höher schlagen lässt ist, dass sich Robben und Lewy offensichtlich gefunden haben. Was für eine Augenweide, wenn zwei weltklasse Individualisten auf einmal ein weltklasse Pärchen bilden. Und wie oben schon geschrieben wurde: da muss etwas passiert sein. Ganz im Stillen und ohne großen Aufriss. das Schmunzeln von Lewy im Interview zu der Thematik spricht auch Bände. Wenn Carlo das geschafft hat ohne das man von außen etwas wahrgenommen hat…Chapeau!

    Wer mir hingegen etwas Sorgen bereitet ist Kollege Alaba. schon lange habe ich von ihm kein wirklich gutes Spiel gesehen. Aktuell ist er nur Mitläufer. Die Schüsse sind nichts, die Flanken auch nicht und hinten kommen Stellungsfehler dazu. Vielleicht auch ein normaler Prozess wenn man in dem Alter schon Jahre auf dem Niveau kickt. Ich hoffe er kommt bald wieder zu alter form zurück.

    1. (…) Kollege Alaba. schon lange habe ich von ihm kein wirklich gutes Spiel gesehen. Aktuell ist er nur Mitläufer.

      Seit Heynckes hat Alaba fast immer gespielt. Unter Guardiola war er gesetzt. Dann hat man ihn vor der EM in Österreich zum nationalen Erretter hochgejubelt. Deswegen finde ich, daß er sich eine Schwächeperiode leisten darf und Nachsicht verdient hat. Es ist übermenschlich, von einem Sportler immer nur Weltklasseleistungen zu erwarten. Schlicht und einfach ist es nicht möglich. Von Lewy erwarte ich ja auch nicht, daß er jede Chance macht.

    2. chicago_bastard

      Hier würde ich wiederum widersprechen. Dass es schon lange kein wirklich gutes Spiel von Alaba gegeben hätte kann ich nicht unterschreiben, gegen Eindhoven und Gladbach fand ich ihn nämlich sehr gut.

      Letzte Saison wirkte er überspielt, aufgrund des Engpasses in der Innenverteidigung spielte er ja wirklich immer, dann kam noch die EM. Da Bernat derzeit gut drauf ist hat Carlo die Möglichkeit seine Einsätze zu dosieren und wird das sicher auch nutzen, dann mache ich mir keine Sorgen, dass Alaba wieder ganz der Alte wird.

  9. Axel

    Zwei Sachen habe ich gestern nicht verstanden:
    (1) Brauchte es gestern Alsono (bzw. seine Position) im Aufbauspiel? In vielen Szenen ist er da von einer Seite des Anstoßkreises zur anderen getrabt, hat auch ab und zu den Ball bekommen und sofort wieder rückwärts an die IV gegeben, aber aufgebaut hat er nicht. Das haben die IV, Thiago und Vidal. Wäre es nicht sinnvoller, anstelle eines Anstoßkreistrabers einen Spieler irgendwo zw. den Linien zu positionieren?
    (2) Genauso wenig habe ich verstanden, wieso sich einige Male Thiago, Lahm und Costa auf der (halb)linken Seite auf den Füßen gestanden haben. Abstimmungsprobleme?

    1. Marco05

      Im Aufbauspiel brauchte es Alonso tatsächlich nicht, das hat im Wesentlichen Thiago übernommen. Von den IVs habe ich da nichts gesehen, speziell Boateng hält sich zur Zeit deutlich zurück.

      Alonso war wichtig gegen den Ball. Er hat oft sehr gut antizipiert und Bälle erobert. Ist mir auch lieber so, als wenn er mit riskanten Pässen Bälle hergibt und dann schnell überspielt wird. Gestern hat er sich nur einen solchen Pass erlaubt, der war dafür umso hanebüchener…

      Zu 2. Lahm auf halblinks??? Kann ich mich nicht erinnern. Aber bei Costa ist es anscheinend so, dass der nicht mehr auf der Außenlinie kleben soll, was speziell im Pokalspiel wunderbar funktioniert hat. Gestern hatte sich Augsburg gut drauf eingestellt, da konnte er wenig Wirkung entfalten. Allerdings hat er die Technik um auch auf der 10 zu funktionieren, wenn auch noch zu schwankend. Einem Traumpass auf Lewy folgen wieder Abspiele zum Kopfschütteln. Also auch bei ihm muss noch mehr Konstanz her.

      1. Osrig

        Ich finde auch, Costa ist auf dem aufsteigenden Ast, und beweist, dass er zurecht in der Startelf stehen kann UND noch Potential nach oben hat. Sein Pass in die Schnittstelle der Abwehr auf Lewa war Weltklasse, zum Zungeschnalzen. Auch kann er sich im direkten Duell ähnlich gut durchsetzen wie Thiago, allerdings geht ihm dessen Defensivleistung ab.
        Costa in einer Rolle, welche ihn nicht nur auf den Aussenbahnen festzurrt, sondern ihm mehr Bewegung ins Zentrum ermöglichst, passt ganz sicher besser zu ihm und lässt ihn noch stärker werden. Ich bin sicher, “Papa Anc” hat das auch im Blick!

      2. 8DUKE8

        Ich frage mich, ob, vorausgesetzt unsere Innenverteidiger sind so gut wie alle fit, in manchen Spielen nicht wieder Martinez auf der Sechs spielen sollte? Nicht aus 2013er Nostalgie, sondern um bewusst auf etwas Passqualität (wobei, wie groß ist da die Differenz?) zu verzichten und dafür Zweikampfstärke hinzu zugewinnen.

      3. Axel

        Verzeih,. ich meinte natürlich halbrechts.

  10. Jo

    Im Wesentlichen souveränes Spiel, souveräner Sieg. Um noch einmal KHR’s Kritik aufzugreifen, das was man vor einigen Wochen abgeliefert hätte wäre nicht der FC Bayern gewesen. Das war damals richtig und heute kann man dies wiederum im Umkehrschluss formulieren. Das wir seit einigen Wochen sehen, ist wieder der FC Bayern.
    Klar gibt es da immer was zu verbessern.In diesem Spiel z.B. das Ergebnis. Nach dem Spielverlauf und der Chancenverteilung ist Augsburg mit einem 1:3 wirklich sehr gut bedient. Aber die generelle Richtung stimmt wieder.

    Für mich die wichtigste Botschaft des Spieltags: Wir können auch auswärts wieder dominant auftreten. Das war das erste richtig überzeugende Auswärtsspiel in dieser Saison. Gute und hoffentlich vielversprechende Erkenntnis vor Eindhoven.

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