Comeback-Gwinn trifft direkt! FC Bayern Frauen schlagen Mainz 05 mit 2:0
Nach dem erfolgreichen Auftakt in die Saison 2026/27 der Google Pixel Frauen-Bundesliga bei Union Berlin stand für die FC Bayern Frauen am Montagabend um 18 Uhr das erste Heimspiel auf der Tagesordnung. Am FC Bayern Campus traf die Mannschaft von Cheftrainer José Barcala auf den Aufsteiger 1. FSV Mainz 05 – zum ersten Mal in der Bundesliga-Geschichte!
Dank des 4:1-Auftaktsiegs an der Alten Försterei waren die Münchnerinnen inzwischen seit 43 Bundesliga-Spielen ungeschlagen. Gegen Mainz bot sich den Bayern nun die Gelegenheit, im 44. Spiel in Folge ohne Niederlage den vereinseigenen Rekord einzustellen. Zum ersten Mal wieder im Kader waren dabei Lena Oberdorf und Giulia Gwinn, die nach ihren langwierigen Verletzungen wieder in den Kader zurückkehrten. Gwinn durfte dabei sogar direkt von Beginn an für die verletzte Stine Ballisager (Oberschenkelverletzung) ran. Sonst ließ Chefcoach Barcala seine Elf unverändert im Vegleich zum Auftaktsieg an der Alten Försterei.
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Comeback-Gwinn sorgt für Erlösung beim FC Bayern
Die Münchnerinnen starteten gewohnt dominant in die Partie. Im Stile einer Handballmannschaft versammelte sich die FCB-Offensive von Beginn an um den Mainzer Strafraum. Der FSV machte es defensiv aber gut und ließ kaum Großchancen zu.
Das erste Mal richtig gefährlich wurde es in der 19. Minute: Die Mainzerinnen waren für einen Moment zu weit weg und Dallmann zog aus zentraler Position flach ab. Sie verfehlte das linke untere Eck nur haarscharf. Gästekeeperin Matsumoto wäre nicht mehr drangekommen. Ohne Fernschüsse ging in der ersten halben Stunde wenig bei den Münchnerinnen.
Der Knotenlöser dann in der 39. Minute: Wirbelwind Bühl flankte vom rechten Strafraumeck links neben den Fünfer. Im Rutschen legte Dallmann die Kugel quer an den zweiten Pfosten, wo Gwinn einlief und nur noch den Fuß hinhalten musste – 1:0 für die Münchnerinnen. Die Bayern blieben dominant und gingen mit einer verdienten Führung in die Pause.
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Keine Leistungssteigerung des FC Bayern in Halbzeit zwei
Die Münchnerinnen kamen unverändert aus der Pause, während bei den Gästen aus Mainz direkt doppelt gewechselt wurde, und es ergab sich sofort das gewohnte Spiel. Die Bayern Frauen hatten die komplette Kontrolle über die Partie, aber es fehlte weiterhin der Zug zum Tor. Der FSV Mainz verteidigte mit viel Aufmerksamkeit und Kampfeswillen.
In der 62. Minute wechselte Jose Barcala dann ebenfalls doppelt: Mit Vanessa Gilles und Sarah Mattner, die ihr Debüt feierte, brachte er zwei frische Kräfte in die Partie. Torschützin Giulia Gwinn und Magdalena Eriksson verließen dafür den Platz. Wenig später feierte auch Lena Oberdorf nach extrem langer Leidenszeit ihr Comeback auf dem Platz. Für sie verließ Bernadette Amani die Partie. Dazu kam auch noch Alara für Linda Dallmann aufs Feld.
Auf dem Platz passierte kaum noch etwas. Die Bayern Frauen hatten die absolute Kontrolle über die Partie und ließen defensiv überhaupt nichts anbrennen, aber waren offensiv dafür noch harmloser als in der ersten Halbzeit.
In der 86. Minute dann nochmal eine Chance für die Münchnerinnen: Bühl flankte von der linken Seite butterweich an den ersten Pfosten. Der Ball kam nahezu perfekt auf den Kopf von Imade, trotzdem bekam die Angreiferin den Ball aus kürzester Distanz nicht aufs Tor.
In der Nachspielzeit klingelte es dann aber doch nochmal im Tor der Gäste! Eine Bühl Ecke von rechts köpfte Gilles aus wenigen Metern wuchtig ein und sorgte so für den 2:0-Endstand für die Münchnerinnen.
Für die FC Bayern Frauen geht es am kommenden Sonntag direkt weiter gegen den SC Freiburg. Dort wird dann am heimischen Campus eine Leistungssteigerung nötig sein, um die nächsten drei Punkte einsacken zu können.
Dinge, die auffielen
FC Bayern Frauen mit enttäuschender Offensivleistung
Die FC Bayern Frauen kombinierten sich immer wieder problemlos bis an den Mainzer Sechzehner. Die tiefstehenden Mainzerinnen erwarteten die FCB-Offensive dort bereits und bekamen immer wieder das berühmte Bein oder den berühmten Fuß dazwischen. Teilweise hatte das Spiel die Anlage eines Handballspiels – die Bayern kombinierten sich rund um den Mainzer Sechzehner ohne dabei Tiefe und auch eine gewisse Dynamik zu kreieren.
Dazu agierte man teilweise unpräzise und hatte immer wieder Probleme mit der Ballverarbeitung und dem Auflösen von engen Situationen im gegnerischen Sechzehner. In der zweiten Halbzeit schlichen sich auch im Spielaufbau und im Mittelfeld weitere Unachtsamkeiten ein. Insgesamt eine fußballerische Leistung, die äußerst ungewohnt für die sonst so konstant spielenden Münchnerinnen ist.
Doppel-Comeback macht Hoffnung für die Zukunft
Eine der positivsten Nachrichten neben dem Pflichtsieg am heimischen Campus dürften sicherlich die Comebacks von den Langzeitverletzten Giulia Gwinn und Lena Oberdorf für die Münchnerinnen sein. Unter großem Applaus von den Rängen wurden die beiden wieder auf dem Rasen von den Bayern-Fans begrüßt. Gwinn zeigte insgesamt eine solide Leistung, konnte wichtige Minuten sammeln und trug sich mit ihrem ersten Treffer direkt in die Torschützinnenliste ein.
Auch Lena Oberdorf durfte rund 20 Minuten sammeln und damit auch ihre ersten Schritte unter Wettkampfdruck gehen. Beide Comebacks sind ein wichtiges Signal für die nächsten Wochen, da insbesondere nach dem überraschenden Caruso-Abgang eine schnell fit werdende Lena Oberdorf als weitere Mittelfeld-Option von großem Vorteil sein kann. Ebenso entspannt sich mit der Rückkehr von Giulia Gwinn auch die Situation auf der Außenverteidigerinnen-Position, wo in den letzten Wochen Stine Ballisager aushelfen musste, die sich im letzten Spiel jedoch verletzte und erstmal ausfällt.
Bei beiden Comebackerin dürfte es jedoch noch einige Zeit dauern bis sie wieder auf ihrem Top-Level angekommen sind. Den heutigen Abend kann man jedoch dabei als ersten gelungenen Schritt ansehen.
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