Harry Kane und England jubeln bei der WM 2026
Bild: Michael Reaves, Getty Images

WM 2026 – Powerranking Achtelfinale: Frankreich thront, Spanien erwacht!

Georg 04.07.2026


FC Bayern, FCB, Bundesliga, DFB-Team, Champions League, Alt Text vergessen

Das Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft ist gespielt. Deutschland ist ausgeschieden, 16 andere bleiben dabei. Wir sortieren die Teams der WM 2026 im Powerranking. 

Das Miasanrot-Powerranking funktioniert datenbasiert. Es ist eine Kombination aus der im Turnier gezeigten Leistung mit den Bewertungen der Teams vor dem Turnier. Mehr zur Methodik erfährst du weiter unten.

Für die Übersichtlichkeit werden die Teams in verschiedene Tiers eingruppiert: Von den Turnierfavoriten bis zu jenen, für die die Reise bald zu Ende geht.

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1. Frankreich (Rang nach der Gruppenphase: 1)

„Allons enfants de la Patrie, Le jour de gloire est arrivé!“ So beginnt die französische Nationalhymne. Das passende Motto für den Auftritt der Équipe Tricolore bei der Weltmeisterschaft. Auch gegen Schweden lassen die Franzosen keinen Zweifel daran, wer der Topfavorit auf den Titel ist. Wenn die Franzosen so weiterspielen, wird die Marseillaise am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, sowohl in Paris als auch im WM-Halbfinale in Dallas ertönen. Und auch fünf Tage später in New York.

2. Spanien (2)

Sie könnten die größte Bedrohung für den französischen Einzug ins Finale sein. Das Powerranking mochte Spanien von Anfang an, obwohl sie in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem nach dem Unentschieden gegen Kap Verde etwas litten. Auch gegen Österreich lässt Spanien nichts anbrennen. Rangnicks Pressing? Vollkommen wirkungslos. Nach vier Spielen steht Spanien bei 8:0 Toren. Vor allem defensiv steht die Null – Spanien lässt bisher pro Spiel nur 0,25 Expected Goals zu – dank Spielkontrolle und gutem Gegenpressing. Mit Portugal wartet im Achtelfinale ein Gegner mit ähnlichem Profil.

3. Brasilien (4)

Gegen Japan musste Brasilien eine ungewohnte aktive Rolle übernehmen. Die Japaner überließen Brasilien 69 Prozent Ballbesitz. Brasilien überzeugte auch in dieser Rolle. Das Siegtor fällt spät, aber verdient. Brasilien zeigt, warum es im Powerranking still und heimlich unter die Top-3 geklettert ist. Im Achtelfinale wartet mit Norwegen ein Gegner, der eine offensive Spielanlage mitbringt. Das könnte Ancelotti in die Karten spielen.

4. Argentinien (3)

Kap Verde zwingt den Weltmeister in die Verlängerung. Messi glänzte erneut, aber in dieser Form wird es nicht für die Titelverteidigung reichen. Der Turnierbaum lädt zum Halbfinale ein. Der Auftritt sagt: Spätestens dort werden die Kräfte ausgehen und die Reise zu Ende gehen.

5. England (5)

Englands Spiel gegen DR Kongo ist anfangs eine Kopie des deutschen Spiels gegen Paraguay. Der Favorit tut sich schwer und gerät in Rückstand. Aber anders als Deutschland findet England Antworten. Die letzten drei Viertel überzeugt England angeführt von Harry Kane, erspielt sich Chancen und gewinnt. Jetzt braucht Tuchels Team ein Sauerstoffzelt, um das Azteca zu besteigen. Ihr letztes Spiel dort bestritten sie vor 40 Jahren bei der Weltmeisterschaft 1986 gegen Argentinien. Die beiden Maradona-Tore dürften bis zum Anpfiff im englischen TV in Endlosschleife laufen.

6. Portugal (8)

Beim Sechzehntelfinale von Portugal gegen Kroatien spielte der VAR wieder einmal eine Hauptrolle. Zwei Abseitstore wurden wegen Millimeter-Entscheidungen aberkannt, ein Elfmeter nachträglich zuerkannt. Und Kroatiens dramatisches Ausgleichstor in der 13. Minute der Nachspielzeit wegen eines Haarspitzen-Sensor-Ausschlags dann wieder aberkannt. Puuh. Was lernen wir daraus über Portugal? Wenig. Das Powerranking ist ebenfalls unschlüssig und lässt die Portugiesen gerade noch so im Kreis der Favoriten.

Tier 2: Kandidaten für einen tiefen Lauf im Turnier

7. Norwegen (9)

Gegen die Elfenbeinküste kehrten Norwegens Stars zurück und schossen die Wikinger ins Achtelfinale. Das Spiel war erwartet eng, am Ende machte Haaland den Unterschied. Im Achtelfinale wartet Brasilien. Trauern die Norweger jetzt womöglich ihrer Entscheidung nach, gegen Frankreich den möglichen Gruppensieg verschenkt zu haben?

8. Marokko (10)

In einem defensiv geprägten Spiel gegen die Niederlande kam Marokko spät zum Ausgleich und im Elfmeterschießen zum Sieg. (Dass die Niederlande nicht nach 90 Minuten ausscheiden würden, wissen Leserinnen des Powerrankings.) Marokko bleibt konstant, und da einige vor ihnen ausscheiden, geht es im Ranking zwei Plätze nach oben.

9. Schweiz (13)

Die Schweizer bleiben weiterhin gut und ihrem Stil treu: Spielkontrolle, sauber verteidigen und offensiv immer wieder Akzente setzen, im Zweifel durch Manzambi. Das reichte für einen ungefährdeten 2:0-Sieg gegen Algerien. Das kann auch gegen Kolumbien reichen. Das Powerranking jedenfalls mag die Schweizer von Spiel zu Spiel mehr.

10. Belgien (11)

85 Minuten lang war Belgien gegen Senegal quasi ausgeschieden. Verdient. Aber das Powerranking hat auch großen Respekt vor dem Comeback in den letzten fünf Minuten und Sieg nach Verlängerung. Eingerahmt von den sehr konstant spielenden Schweizern und Mexikanern bleibt Belgien eine der größten Wundertüten im Turnier. Entsprechend dürfte auch das Achtelfinale gegen die USA ein komplett offenes Spiel werden. Überrascht Belgien ausgerechnet in dem Jahr positiv, in dem sie nicht zu den Geheimfavoriten zählen?

11. Mexiko (12)

Mexiko bleibt auch im vierten WM-Spiel ohne Gegentor. Im Powerranking ist Mexiko die einzige Mannschaft, die nach jedem Spiel gestiegen ist, inzwischen auf Rang 11. Das ganze Land ist auf den Straßen und feiert. Die Fiesta geht weiter. Im Achtelfinale kommt es zum Kracher gegen England. Zum letzten Mal bei dieser WM mit dem Heim- und Höhenvorteil Aztekenstadion. Die mexikanische WM-Bilanz im Aztekenstadion hat sich durch den Sieg gegen Ecuador auf acht Siege und zwei Unentschieden in zehn Spielen (18:2 Tore) weiter verbessert. Hält die Serie gegen England?

12. USA (14)

Mit 2:0 schlug die USA Bosnien und Herzegowina letztlich souverän und ließ sich auch in Unterzahl nicht aus der Bahn werfen. Das Powerranking mag die letzten beiden Spiele nicht. Nach dem zweiten Spieltag standen die USA noch auf Platz zehn. Den US-Amerikanern ist es egal. Sie freuen sich über den verdienten Achtelfinaleinzug, aber hadern mit der Roten Karte und Sperre ihres Top-Stürmers Folarin Balogun im Achtelfinale. 

13. Kolumbien (15)

Ein frühes Tor von Jhon Arias stellte die Weichen. Danach ließ Kolumbien gegen Ghana nichts anbrennen, versäumte es einzig ein zweites Tor zu schießen. Mit der Schweiz wartet im Achtelfinale ein unbequemer Gegner auf Luis Díaz.

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14. Ägypten (23)

Ägypten nahm gegen Australien die Favoritenrolle an. Für einen souveränen Sieg reichte es nicht. Erst im Elfmeterschießen setzten sich Mo Salah und Co. durch. So verdient der Einzug ins Achtelfinale ist, so wenig zeigt Ägypten, um an einen Sieg gegen Argentinien zu glauben.

15. Kanada (25)

Gegen Südafrika tat Kanada sich lange schwer. Am Ende brachte die Rückkehr von Alphonso neuen Schwung und die Nachspielzeit das ersehnte Tor. Kanada hat es ins Achtelfinale geschafft. Dort wartet mit Marokko der bisher stärkste Gegner des Turniers. Kanadas simpler, aber druckvoller Powerfußball allein wird gegen die Afrikaner nicht reichen. Fällt Marsch mehr ein?

16. Paraguay (30)

Niemand glaubte an eine Chance Paraguays gegen Deutschland. Und Paraguay zeigte warum: Die Offensive ist nicht ihre Stärke. Die Defensive ist okay, aber nichts Besonderes. Das reichte allerdings, um Deutschland über 90 Minuten bei 0,8 Expected Goals zu halten. In der Verlängerung brauchte Paraguay half der VAR ein wenig mit und im Elfmeterschießen setzte sich Paraguays Aura durch. Paraguay ist der einzige Achtelfinalist mit einer negativen Tordifferenz. Die Bilanz wird sich im Achtelfinale gegen Frankreich weiter verschlechtern.

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