FC Bayern beim 1. FC Heidenheim: Guerreiro 2.0 könnte ein Schlüsselspieler für Kompany werden
Nach zuletzt erfolgreichen Testspielen will der FC Bayern München die Vorbereitung nun erfolgreich abschließen.
Der letzte Test gegen den 1. FC Heidenheim kam kurzfristig zustande, weil Vincent Kompany seinen Topstars Harry Kane, Michael Olise und Dayot Upamecano nach verspätetem Einstieg ins Training nochmal die Chance geben will, ihre Form zu finden. Am kommenden Wochenende steht schließlich schon der Supercup gegen den BVB an.
Miasanrot hat das Testspiel gegen Heidenheim für euch im Liveticker. Im Laufe des Abends folgen in gewohnter Manier die Dinge, die auffielen.
Wichtige Information: Dieses Testspiel ist ein redaktioneller Testlauf dieses neuen Formats. Das Testspiel wird heute automatisiert getickert und nicht von einem Redaktionsmitglied. Wir können noch nichts über die Qualität des Tickers sagen und welche Fehler womöglich auftreten. Aber deshalb machen wir das heute, um es auszuprobieren. Uns geht es darum, ein Szenario zu testen, in dem niemand aus der Redaktion Zeit hat, den Ticker zu übernehmen. Die Analyse des Spiels erfolgt heute erst spät am Abend – dann natürlich von einem Menschen.
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FC Bayern beim 1. FC Heidenheim: Dinge, die auffielen
Erwartbare Probleme zu Beginn – wichtige Erfahrung für die Talente
Die Aufstellung des FC Bayern war vor allem eines: Sehr unerfahren. Mit Chávez, Mike, Binder, Cardozo und Ibrahimović standen fünf Campus-Talente auf dem Feld, wobei Letzterer zumindest einiges an Profierfahrung angesammelt hat und mitbringt. Hinzu kam noch Ndiaye.
Der Ball lief wie beim Handball um die gegnerische Formation herum. Am ehesten hatte noch Binder Aktionen, die mal etwas Überraschung in den Spielfluss brachten. Ansonsten war es eher ein Warten auf den Ballverlust. Einen Vorwurf sollte man den Talenten natürlich nicht machen. Heidenheims Saison in der 2. Bundesliga ist bereits gestartet. Entsprechend fit und physisch stark sind sie auch.
Für die jungen Spieler des FC Bayern waren das enorm wichtige Erfahrungswerte – und auch für Kompany, der sehen konnte, dass einige einfach noch nicht auf dem Level sind, das es für die Bundesliga brauchen wird. Und das eben vollkommen kritikfrei als Feststellung. Andererseits konnte er in der gesamten Vorbereitung auch sehen, dass er den einen oder anderen Spieler in ein erfahreneres Umfeld reinwerfen kann.
Cardozo, Binder und auch Ndiaye sind Spieler, die womöglich ihre Chance hier und da bekommen könnten. Sie konnten die Vorbereitung nutzen. Allein wie Binder wieder den Elfmeter in der zweiten Halbzeit herausgeholt hat, als er an mehreren Gegenspielern vorbeidribbelte, war vielversprechend und macht Lust auf mehr.
Guerreiro 2.0
Einer, der die Vorbereitung ebenfalls für sich nutzen konnte, ist Nathaniel Brown. Der ehemalige Frankfurter erinnert mit seinen Qualitäten an den jungen Raphaël Guerreiro, der einst bei Borussia Dortmund einer der besten, vielleicht sogar der beste Linksverteidiger der Bundesliga war – und auch beim FC Bayern zeigen konnte, wie gut er am Ball ist.
Brown ist sehr spielintelligent, besetzt die richtigen Zwischenräume im Mittelfeld und in den Halbräumen, macht diagonale Läufe, wenn der Außenstürmer sie braucht, bietet sich dahinter an, wenn das wiederum besser ist. Er ist schnell in der Rückwärtsbewegung und auch unter Pressingdruck sehr ballsicher und stabil.
Brown hatte gegen Heidenheim nach seiner Einwechslung gar nicht so viele Highlights, aber viele kleine Aktionen, die alle zusammen ein stimmiges Bild abgegeben haben. Seine Flexibilität stellte er unter Beweis, als er dann vor allem halbrechts spielte und von dort später mit Dribbling und gutem Abschluss das 4:2 erzielte. Er könnte für Kompany schnell zu einem Schlüsselspieler reifen, passt er doch perfekt ins System.
Bayerns Offensive nimmt schon wieder Fahrt auf
Bezeichnend war auch, wie sich das Spiel verändert hat, als Kane, Díaz und Olise gemeinsam auf dem Feld standen. Das Trio kommt gerade erst aus dem Urlaub und kickt trotzdem schon wieder auf ganz passablem Niveau. Das 3:2 war eine sehenswerte Koproduktion: Olise setzt sich rechts im Dribbling durch, Díaz macht einen klugen Lauf vors Tor und erzielt den Treffer. Es besteht wohl wenig Hoffnung für die Konkurrenz, dass die letzte Saison nur ein positiver Ausreißer des Trios war.
Sorgen um Musiala
Jamal Musiala ist wieder auf dem Platz zusammengebrochen. Wie er in einem Statement bekannt gab, leidet er an einer „neurologischen Dysfunktion“. Er zeigte sich aber positiv gestimmt, dass er das gemeinsam mit den Ärzten in den Griff bekommen wird. Mehr als alles Gute auf diesem Weg zu wünschen, bleibt uns nicht übrig.
FC Bayern beim 1. FC Heidenheim: Der Spielverlauf im Liveticker zum Nachlesen
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