WM 2026: Tag 17 im Blog – Österreich und Algerien (fast) mit der Schande von Kansas City – News und Analysen zur Weltmeisterschaft
Die WM 2026 in Nordamerika geht jetzt in die heiße Phase. In den kommenden Tagen und Wochen spielen erstmals 48 Nationen den neuen Weltmeister und damit den Nachfolger von Argentinien aus. Mit dabei: 17 Spieler des FC Bayern München.
Am 17. Tag der WM weht durch Kansas City eine kräftige Böe Gijon, Lionel Messi trifft auch von der Bank, Portugal nutzt seine stärkste Waffe nicht und England bleibt eine große Unbekannte.
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Miasanrot begleitet die WM 2026 nicht nur mit vielen Features und Analysen, sondern auch im WM-Blog, der euch täglich einen Überblick verschaffen soll. Das Format schaut vor allem auf den vergangenen Tag und blickt zudem auf die wichtigsten Ereignisse des bevorstehenden Tages.
Ziel ist es, dass der Artikel am Vormittag erscheint. Da wir dieses Projekt nur nebenberuflich stemmen können, ist unklar, ob das immer gelingt. Um dieses und ähnliche Formate in Zukunft dauerhaft ermöglichen zu können, kannst du in Erwägung ziehen, Miasanrot finanziell zu unterstützen.
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WM 2026: Was ist passiert?
Panama 0:2 England
- 0:1 Jude Bellingham (62.)
- 0:2 Harry Kane (67.)
Das Spiel in aller Kürze: Tuchel ist bereits nach wenigen Minuten erstmals in der Nahaufnahme zu sehen, wie er den Kopf schüttelt und angepisst zur Bank zurückläuft. Als würde er denken: „Nach welchen Ideen spielt der eigentlich Fußball?“ Frage ich mich auch, aber bei allen Engländern. Komische Vorband für Kolumbien später. Ein Indikator dafür, dass überhaupt nichts passiert, ist auch, dass selbst Kommentator Christian Straßburger keinen Grund findet, uns aus dem Nichts anzubrüllen. Aus dem Nichts macht England dann auch zwei Tore und das Ding plätschert gen Abpfiff.
Miasanrot-Note: 4,5
Kroatien 2:1 Ghana
- 1:0 Petar Sučić (31.)
- 1:1 Derrick Luckassen (73.)
- 2:1 Nikola Vlašić (83.)
Das Spiel in aller Kürze: Das erwartete Erlebnis. Also für Leute, die Fußball gern mit Ruhepuls schauen. Ins Schwitzen kommt man hier nur durch die Hitzerekorde in Deutschland. Als ich kurz davor bin, mir den Strom für den Bildschirm zu sparen und die Wohnung vielleicht von 82 auf 81 Grad abzukühlen, erzielt Kroatien ein sehr schönes Tor. Die zweite Halbzeit ist ähnlich spektakulär wie die erste. Diesmal macht aber Ghana ein Tor, das so lange vom VAR gecheckt wird, dass die FIFA bereits nach einem Sponsor für die Unterbrechung sucht. Das letzte Wort hat Kroatien, die nach einer Ecke den 2:1-Siegtreffer machen.
Miasanrot-Note: 4
Kolumbien 0:0 Portugal
Das Spiel in aller Kürze: Unspektakulärer Start, aber mit Vorteilen für Kolumbien. Portugals Highlight in der Anfangsphase: Ein flacher Ronaldo-Freistoß, der so geschossen ist, als würde er Philipp Lahm suchen. Landet aber in den Armen des Torhüters. Kurz vor der Halbzeit hat aber Portugal plötzlich die größte Chance des Spiels, als Fernandes frei vorm Tor zum Abschluss kommt. Im zweiten Durchgang spielt wieder vor allem Kolumbien – und kann mehrfach in Führung gehen. Portugal versucht es vor allem mit Kontern, rückt dabei aber kaum mal richtig nach. Für Unterhaltung sorgt nur Kolumbien und das in überschaubaren Intervallen.
Der vermeintliche Siegtreffer der Kolumbianer wird wegen Abseits zurückgenommen. Angeblich war die Fußspitze im Abseits, aber ehrlicherweise war die „auflösende“ Grafik mal wieder eine VARce. Die Technik hat so viele Ungenauigkeiten, dass es schlicht frech ist, solche Millimeterentscheidungen als Abseitscall durch die Technik zu verkaufen. Kolumbien hat die Gruppe sowieso gewonnen, aber man stelle sich eine solche Rücknahme eines Treffers im Finale vor. Eine einzige Katastrophe.
Miasanrot-Note: 3,5
DR Kongo 2:1 Usbekistan
- 0:1 Eldor Shomurodov (10.)
- 1:1 Yoane Wissa (68., Elfmeter)
- 2:1 Fiston Mayele (78.)
- 3:1 Yoane Wissa (90.+1)
Das Spiel in aller Kürze: Usbekistan startet extrem druckvoll und offensiv, ein Tor wird zu Recht wegen Abseits aberkannt. Kurz darauf belohnen sie sich aber für eine starke Anfangsphase – mit einem sehr sehenswerten Heber. Kongo fängt dann auch an und erzielt ein Traumtor, das wegen Foulspiel einkassiert wird. In diesem Spiel scheint aber grundsätzlich erstmal alles zu gehen. Nach der Anfangsphase übernimmt die DR Kongo die Kontrolle. Je länger das Spiel dauert, desto dominanter werden sie. Die Tore fallen spät, aber sie sind verdient. Das Tempo aus der Anfangsphase kann das Spiel aber leider nicht halten.
Miasanrot-Note: 3
Algerien 3:3 Österreich
- 0:1 Marko Arnautović (28.)
- 1:1 Rafik Belghali (45.)
- 1:2 Marcel Sabitzer (55.)
- 2:2 Riyad Mahrez (60.)
- 3:2 Riyad Mahrez (90.+3)
- 3:3 Sasa Kalajdzic (90.+6)
Das Spiel in aller Kürze: Ein Spiel, das sich auf dem Papier liest, als hätte es alles zu bieten. Zu bieten hat diese Partie aber immer nur dann etwas, wenn ein Team aus Versehen in Führung geht. So lebt sie gegen Ende der erste Halbzeit davon, dass Algerien etwas machen muss, während Österreich den Betrieb komplett einstellt. Zwei lange Bälle bringen die Rangnick-Elf jeweils in Führung, sonst kommt wenig. Beim Stand von 2:2 weht gegen Ende dann eine kräftige Böe Gijon durchs Stadion. Ehe der Nicht-Angriffs-Pakt dann doch nochmal ad acta gelegt wird. Trotzdem schändlich und die erste 6 im Turnier. Mehr dazu unten.
Miasanrot-Note: 6
Jordanien 1:3 Argentinien
- 0:1 Giovani Lo Celso (19.
- 0:2 Lautaro Martinez (31., Elfmeter)
- 1:2 Musa al-Taamari (55.)
- 1:3 Lionel Messi (80.)
Das Spiel in aller Kürze: Ein Spiel, wie man es erwarten würde: Argentinien dominiert, Argentinien spielt, Argentinien macht hier und da ein Tor, aber Argentinien überzeugt ohne Messi nicht so richtig. Druckvoll ist anders. Und so kommt Jordanien sogar nochmal ran, um kurz darauf mit der Einwechslung von Messi zu realisieren: Das war es jetzt wohl. So kommt es dann auch. Natürlich macht der Beste der Geschichte noch das 3:1 und den berühmten Deckel damit drauf. Ein cleveres Freistoßtor. Pflichtaufgabe erfüllt.
Miasanrot-Note: 3,5
Der WM-Tag in der Analyse: Dinge, die auffielen
Gijon weht durch Kansas City: Mit Fußball hatte das nichts zu tun
Eigentlich war es keine Böe von „Gijon“ mehr und ja, wir begeben uns hier mal ganz schnell ins Reich der Verschwörungstheorien, wenn wir von vermeintlichen Absprachen schreiben würden. Das lässt sich auch kaum beweisen. Letzlich waren es wohl einfach zwei Teams, die wussten, dass sie weiter sind. Da braucht es keine Absprachen, es weiß jeder Bescheid.
Das sei auch vorab gleich erwähnt: Der Grundsatzgedanke dahinter ist nachvollziehbar. Die Auswirkungen sind dennoch fatal. Nicht nur für den Sport, sondern auch für die vielen Fans, die Unsummen an Geld ausgeben, um vor Ort zu sein und darauf hoffen, eine gute Unterhaltung geboten zu bekommen – natürlich mit passendem Ausgang fürs eigene Team.
Wer die Energie von Österreich unter Ralf Rangnick kennt und den Fußball, den sie normalerweise spielen, der kann nicht anders, als für die letzten 15-20 Minuten dieser Partie zu unterstellen, dass Österreich für sich entschieden hat, dass dieses Spiel vorzeitig beendet ist. Was jedoch nicht in Ordnung ist, ist das Bild, das beide Teams in dieser Phase abgegeben haben. Der Ball lief fast nur noch quer, es gab keinerlei Pressingbemühungen mehr, kaum Läufe in die Tiefe, gar keine Intensität. Es hat nur noch gefehlt, dass sich jemand auf die Kugel setzt – und auch dann wäre wohl keiner ins Pressing gegangen.
Das hätte bestraft werden sollen
Alles, ja wirklich alles erinnerte in dieser Schlussphase an die Schande von Gijon. Und so nachvollziehbar es ist, dass keiner Zucken will, wenn das Zucken das WM-Aus bedeuten könnte, hat das mit Sport und dem Grundgedanken des Sports wenig zu tun. Natürlich war Gijon nochmal eine viel niederträchtigere Angelegenheit, diese Einordnung ist wichtig. Die Auswüchse waren nochmal klarer, nochmal peinlicher.
Doch auch diese Schlussphase war unangenehm anzuschauen. Bis Algerien fast schon zur eigenen Überraschung die völlige Passivität der Österreicher mit dem 3:2 bestraft und das Spiel wieder anzündet. Fast schon schade, dass nicht wenigstens ein Team für diese Vorgehensweise bestraft wurde und Österreich nochmal zurückkommt.
Dramaturgisch ein unfassbares und spektakuläres Ende. Wenn da nicht dieses Geschiebe wäre, das beide Teams 15-20 Minuten vor dem 3:2 der Algerier ablieferten. Sehr unangenehm anzuschauen. Für den Iran zudem eine weitere Tortur in diesem Turnier. Sie sind der erste Gruppendritte der Tabelle, der ausscheidet. Die Iraner mussten auf einen Sieg in diesem Spiel hoffen.
Am Ende muss man wohl festhalten, dass sich solche Konstellationen auch in Zukunft nicht vermeiden lassen. Hate the system, not the players, heißt es so schön. Aber für den Sport und die Außenwirkung der Integrität des Wettbewerbs war dieses Spiel eine Katastrophe. Und zumindest ein bisschen sollte man auch die „Spieler“ dieses Systems dafür kritisieren. Man muss fast von Glück reden für beide Teams, dass Algerien zum Schluss doch nochmal einfiel, dass der Ball auch vertikal gespielt werden kann. So ist die Wirkung etwas weniger fatal. Aber nur etwas.
Thomas Tuchel: Southgate mit Taktiktafel?
Mit sieben Punkten zieht England als Gruppenerster in die K.-o.-Phase ein. Auf einen sehr starken Auftritt gegen Kroatien folgten zwei fußballerisch müde und zähe Auftritte gegen Ghana und Panama. Alles wie immer also und wir warten nur darauf, dass England im weiteren Turnierverlauf irgendwo dramatisch scheitert, weil es auf dem höchsten Niveau nicht ganz reicht?
Vielleicht. „Wir haben getan, was wir tun mussten“, analysierte Thomas Tuchel nach dem Panama-Spiel nüchtern. Das klang beinahe nach einer Drohung. „Wir werden an der Größe unserer Aufgaben wachsen“, versprach er den englischen Fans, die an diesem Team bisher sichtbar verzweifeln. Vieles erinnert gerade an die Southgate-„Ära“. Ein mittelprächtiges England, das die Klasse der eigenen Spieler nicht zu nutzen weiß, sich aber doch irgendwie durchwurschtelt.
Aber der Faktor Tuchel könnte diesmal entscheidend werden. So skeptisch ihn viele Fans auf der Insel sehen, so stark ist er darin, sein Team auf den Punkt auf K.-o.-Spiele vorzubereiten. Mit dem FSV Mainz 05 zog rückte in der Saison 2012/13 bis ins Viertelfinale des DFB-Pokals vor, scheiterte dort in der Verlängerung am SC Freiburg. Mit Borussia Dortmund holte er den Pokal 2016/17 mit einem starken Run.
Der Turnierbaum könnte helfen
Hinzu kommen unter anderem ein Champions-League-Finale mit einem Paris Saint-Germain, das damals den Ruf hatte, untrainierbar zu sein, und der Titel in der Königsklasse mit dem FC Chelsea, der rund um diesen Erfolg eher so semi-erfolgreich war. Auch beim FC Bayern hat er in der Champions League immerhin das Halbfinale erreicht, obwohl die Saison an sich alles andere als gut lief. Mit etwas Glück wäre sogar das Finale drin gewesen.
Tuchel bringt ordentlich Qualität an der Taktiktafel mit und verbindet seine guten Ideen mit einer großen Portion Pragmatismus. Schön sieht das nicht aus, aber es war bei fast allen Stationen erfolgreich. Das trifft auf Southgate abgesehen vom fehlenden großen Wurf sicher auch zu. Aber vielleicht ist die Fähigkeit Tuchels, taktisch Einfluss auf ein Spiel zu nehmen, genau das, was Englands Terrorball zum Erfolg gefehlt hat.
Die K.-o.-Phase wird es zeigen. Mit einem Gruppendritten im Sechzehntelfinale und einem Gegner aus Mexiko oder Ecuador klingt der Weg ins Viertelfinale erstmal machbar. Dann würde mit Brasilien, Japan, Elfenbeinküste oder Norwegen der erste starke Gegner warten. Aber auch hier wären sie favorisiert. Es ist angerichtet für einen weiteren Ragebait-Run der Engländer.
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Portugal nutzt seine beste Waffe nicht
Stell dir vor, du hast das beste zentrale Mittelfeld aller Mannschaften, aber du machst davon keinen Gebrauch. Was für ein Flex, könnte man meinen. Oder eine Verschwendung, wenn man etwas härter mit Portugal ins Gericht gehen möchte.
Vitinha ist aktuell der beste spielgestaltende Sechser der Welt. Allein in den Duellen mit dem FC Bayern in der Champions League hat er das unter Beweis gestellt. Gegen den Ball stellte er mit Joshua Kimmich einen der besten Mittelfeldspieler der Welt zumindest im Hinspiel kalt, mit dem Ball riss er das Spiel an sich. João Neves ist ein sehr junger Spieler, der aber in Paris auch schon bewiesen hat, wie herausragend gut er ist.
Und dann ist da noch Bruno Fernandes. Der beste offensive Spielmacher der Welt, der bei vielen unter dem Radar läuft, weil er nur bei Mitteklasseklub Manchester United statt bei einem echten Topklub spielt. Fernandes liefert aber absurde Zahlen und Werte und das schon sehr lange. Portugal könnte ohne großen taktischen Aufwand das spielstärkste Team dieses Turniers sein. Aber das sind sie nicht.
Sie spielen langweiligen, biederen, vermeintlich sicheren Defensivfußball, bei dem sie selbst in offensiven Umschaltmomenten nicht wirklich nachrücken, sondern ihre zwei, drei Angreifer kontern lassen. Jeder Konter ist wie die berühmte Hail Mary aus dem American Football: Schnell nach vorn das Ding und dann hoffen, dass etwas passiert.
Befürworter sagen, dass man so angeblich Turniere gewinnt. Dass das Pragmatismus sei, der die Chancen auf den Titel maximiert. Die Wahrheit ist eine andere. Kolumbien hätte mehrfach das 1:0 erzielen können, eher sogar müssen, obwohl Portugal mit fast allen Spielern am eigenen Strafraum verteidigte. Und Portugal wird in der K.-o.-Phase nicht so viel Glück haben, damit durchzukommen.
Bisher sind sie eine einzige große Enttäuschung. Der Kader verspricht so viel, aber auf dem Platz kommt davon so wenig an. Es tut fast weh, Vitinha immer wieder quer über den Platz laufen zu sehen, immer mit dem Blick nach vorn und der Lust, das Spiel schnell zu machen. Aber es gibt einfach keine Optionen. Viele Spieler sind neben oder hinter ihm und vorn warten sie auf den Pass auf den Flügel und die anschließende Flanke.
Man hätte denken können, dass Portugal nicht weiß, dass sie mit einem Unentschieden im Sechzehntelfinale auf Kroatien treffen, um bei einem Weiterkommen dann vermutlich die Spanier zu bekommen. Na herzlichen Glückwunsch und gut Kick!
WM 2026: Die wichtigsten News im Überblick
- Spanien in Sorge: Sowohl Yeremy, der unglücklich stürzte und sich dabei das Schlüsselbein gebrochen hat, als auch Nico Williams, der Leistenprobleme hat, fallen (erstmal) aus.
- Uruguays Trainer Marcelo Bielsa geht hart mit sich ins Gericht: „Meine Zeit wird als eine Phase in Erinnerung bleiben, die nichts hinterlassen hat“, sagte der 70-Jährige nach dem Gruppenaus bei der WM. Die Nerven lagen bei ihm offenbar blank. Als er ein Interview im Fernsehen geben sollte, dauerte ihm die Vorbereitung wohl zu lang. Das TV-Team brüllte er an: „Jetzt macht doch endlich!“ Die folgenden Fragen beantwortete er sehr kurz angebunden.
- Schöne Geste: Norwegens Trainer Solbakken hat dem französischen Team Blumen und einen Brief übergeben. Es ging um Didier Deschamps Mutter, die kürzlich verstorben ist.
- Philipp Lahm fordert eine Umstellung von Joshua Kimmich: „Ich sehe Joshua Kimmich eigentlich im Mittelfeld“, sagte die Bayern-Legende dem kicker: „Seine Stärken würden deutlich mehr sichtbar werden.“
- Jalal Jayed wird das deutsche Sechzehntelfinale gegen Paraguay pfeifen. Er hatte bereits das 7:1 gegen Curaçao geleitet.
- Andreas Rettig hat sich zum Druck beim DFB geäußert: „Wir wissen, dass wir nun das Messer am Hals haben in den K.-o.-Spielen. Das hatten wir schon einmal gegen die Slowakei. Auch da war der Druck groß. Wir werden am Montag das Slowakei-Gesicht sehen und nicht das Ecuador-Gesicht.“ Fragt sich nur, von welchem Spiel gegen die Slowakei er spricht.
- Der iranische Fußballprofi Mehdi Taremi hat den Weltverband FIFA wegen der erschwerten Bedingungen für sein Team erneut scharf kritisiert. „Es ist eine Katastrophen-Weltmeisterschaft“, sagte er: „Sie müssen hier jedes kleine Problem lösen, aber unseres konnten Sie von Anfang an nicht lösen.“
- Iliman Ndiaye ist laut Opta der erste Spieler in der WM-Historie, der eingewechselt wird, Tor und Assist beisteuert, fünf Berührungen im gegnerischen Strafraum hat und fünf Dribblings hat. Noch drei Bedingungen mehr und er wird auf ewig der einzige bleiben.
- Die internationale Presse feiert Kap Verde. „Ein historisches Ergebnis, geprägt von Herzblut, Stolz und purem Mut, das am Ende eines dominierten Spiels zustande kam“, schreibt beispielsweise die Gazzetta dello Sport. „Das Team schaffte das Unmögliche“, meint A Bola in Portugal.
- Steve Clark hat nach dem Aus mit Schottland seinen Rücktritt erklärt.
WM 2026: Das Sechzehntelfinale im Überblick
- Südafrika vs. Kanada
- Brasilien vs. Japan
- Deutschland vs. Paraguay
- Niederlande vs. Marokko
- Elfenbeinküste vs. Norwegen
- Frankreich vs. Schweden
- Mexiko vs. Ecuador
- England vs. DR Kongo
- Belgien vs. Senegal
- USA vs. Bosnien-Herzegowina
- Spanien vs. Österreich
- Portugal vs. Kroatien
- Schweiz vs. Algerien
- Australien vs. Ägypten
- Argentinien vs. Kap Verde
- Kolumbien vs. Ghana
Spieler des FC Bayern in der Einzelkritik
Harry Kane
Bleibt wieder sehr lange sehr blass. In der zweiten Halbzeit ist er etwas mehr ins Spiel involviert. Schädelt den Ball zum 2:0 ins Tor, holt sich damit den Titel als WM-Rekordtorschütze für England. Elf Treffer sind es nun. Miasanrot-Note: 2,5
Josip Stanišić
Schwimmt defensiv in einigen Situationen und kann die Räume, die sich ihm rechts bieten, nicht wirklich nutzen. Ein eher durchschnittlicher Auftritt. Miasanrot-Note: 4
Luis Díaz
Beginnt richtig gut und sorgt dafür, dass Kolumbien früh im Spiel viel Druck nach vorn entfacht. Dann flacht sein Spiel aber etwas ab. Zwar bleibt er aktiv, hat viele Aktionen und Läufe, aber er schafft es nicht, sich oder andere in Abschlusspositionen zu bringen. Miasanrot-Note: 3,5
Konrad Laimer
Diesmal darf er im rechten Mittelfeld ran. Spielt in den Phasen, in denen Österreich muss, mit sehr viel Offensivdrang. Sein Assist zum zwischenzeitlichen 2:1 ist herausragend. Sowohl in der Entstehung als auch in der finalen Ausführung- Ansonsten ein gutes, aber kein herausragendes Spiel. Miasanrot-Note: 2,5
Wie geht es heute weiter bei der WM?
Ein Ruhetag ist uns erstmal nicht vergönnt. Um 21 Uhr findet das einzige Spiel des morgigen Tages statt: Südafrika trifft auf Kanada. Die Partie wird von der ARD und von MagentaTV übertragen.
Alle Hintergründe zur WM 2026 findet ihr in Form von Taktikanalysen zum DFB-Team, den Spielern des FC Bayern München und zur Weltmeisterschaft generell auf unserer großen Übersichtsseite: WM 2026: Taktiken, Analysen und die Bayern-Achse im DFB-Team und im Turnier



