Vorschau: 1. FC Union Berlin – FC Bayern München

Justin Trenner 14.05.2020

Vielleicht steht diese letzte Partie am ersten Spieltag der Wiederaufnahme sogar stellvertretend für viele Probleme, die die Vereine und die DFL noch erwarten. Auf der einen Seite der mächtige Rekordmeister, dessen Vorsprung an der Tabellenspitze aktuell vier Punkte beträgt. Auf der anderen Seite der 1. FC Union, dessen Ligaverbleib mit acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz bereits gesichert scheint.

Es treffen aber zwei Teams aufeinander, die im Qualitätsspektrum weit auseinanderliegen. Damit könnte die Partie bereits früh zeigen, wie berechtigt die Sorgen rund um die Thematik “Wettbewerbsverzerrung” sind.

Eine taktisch geprägte Vorschau auf dieses Spiel ist nämlich unmöglich. Im Bundesliga-Alltag lassen sich Mannschaften beobachten, studieren und bis zu einem gewissen Grad lässt sich auch prognostizieren, wie sie auftreten werden. Alles, was zu Bayern und Union vorhergesagt werden kann, ist, dass sie zumindest versuchen werden, ihre Vorstellungen umzusetzen.

Der Spieltag der Ungewissheiten

Bei den Bayern ist der Fußball geprägt von hohem Pressing und viel Ballbesitz. Die Unioner sind gerade bei Heimspielen für ein stark organisiertes Pressing bekannt. Bereits früh in der Saison bewiesen sie gegen Borussia Dortmund, dass sie nicht in die Bundesliga gekommen sind, um sich hinten reinzustellen. Stattdessen schieben sie aggressiv raus und versuchen, nach erfolgtem Spielaufbau des Gegners zu stören.

Über diese Oberflächlichkeiten hinaus sind Prognosen aber komplizierter. Wie fit können die beiden Mannschaften jetzt schon sein? Vor allem auch mental ist dieser Aspekt vielschichtig. Das fehlende Publikum wird den Spielverlauf maßgeblich beeinflussen. Die Frage wird nur sein, wie intensiv und zu wessen Vorteil. Einerseits dürfte es für die Bayern wohl kein Nachteil sein, wenn sie bei einem der unangenehmsten Auswärtsspiele eine Trainingsatmosphäre vorfinden. An der Alten Försterei scheiterte neben Borussia Dortmund auch schon Borussia Mönchengladbach. Beide bekamen zu spüren, wie stark der häufig beschworene zwölfte Mann in Berlin-Köpenick sein kann.

Auf der anderen Seite könnte das bei Union zu fehlenden Prozenten führen, die gerade gegen einen ohnehin schon stärkeren Gegner dringend notwendig wären. Es steht also zu befürchten, dass individuell breiter und qualitativ hochwertiger besetzte Teams jenen nun noch überlegener sind, die es ohne ihre Fans schwer haben werden, über ihre Grenzen hinauszuwachsen.

Profitieren vor allem die Top-Klubs?

Klar, der Sport wird dadurch mehr im Fokus stehen als zuvor, was bedeutet, dass es eben auf die Qualität der Teams ankommt und äußere Faktoren weniger Stellenwert einnehmen oder gar eliminiert werden. Vielleicht wird der fehlende Druck durch die Kulisse also dazu führen, dass es weniger individuelle Fehler gibt. Spieler können sich auf dem Platz besser coachen und absprechen. Sie werden von Pfiffen, Fangesängen oder anderen Einflüssen von außen nicht so stark beeinflusst wie sonst. Vielleicht sehen wir deshalb sogar einen saubereren und besseren Fußball als sonst.

Wirklich erstrebenswert kann der Zustand dennoch für keine der beiden Mannschaften sein. Bei Union verließ Trainer Urs Fischer unter der Woche seine Mannschaft aus privaten Gründen. Es ist noch offen, ob er am Sonntag wieder dabei ist. Auch das kann die Geschichte für den Aufsteiger verkomplizieren.

Es ist vor allem ein Duell der Ungewissheit. Auch wenn die Vorzeichen klar dafür sprechen, dass der FC Bayern als einer der Profiteure aus dieser speziellen Situation hervorgehen kann, ist gerade zu Beginn völlig unklar, wie unterschiedlich die Ausgangslage bei den jeweiligen Klubs ist. Hat die taktische Abstimmung gelitten? Wie sieht es mit dem Rhythmus und den damit verbundenen Abläufen auf dem Platz aus?

Die fünf Wechsel, die von der DFL am Donnerstag erlaubt und beschlossen wurden, werden sicher dabei helfen, eine Überbelastung der Spieler zu vermeiden. Und doch erwarten viele Experten mehr Verletzungen.

Fakt ist, dass der Fußball anders sein wird als das, was alle gewöhnt sind. In welcher Form lässt sich noch nicht genau sagen. Der Gastauftritt der Bayern bei Union Berlin dürfte aber ein erstes Indiz dafür liefern, wie stark der Einfluss der zweifelsohne vorhandenen Wettbewerbsverzerrung sein wird, die höchstwahrscheinlich zugunsten der Top-Klubs ausfallen wird, je länger der Spielbetrieb ohne Unterbrechungen laufen kann. Auch wenn Mannschaften wie Borussia Dortmund ebenso auf ihre Kulisse und den damit verbundenen Heimvorteil verzichten müssen, ist deren sportliche Qualität, um das auffangen zu können, einfach eine andere als bei Mannschaften wie Union oder Freiburg. Vielleicht wird dadurch letztendlich auch nochmal die Debatte angestoßen, ob es wirklich Absteiger und somit Bestrafungen für die kommenden Wochen geben sollte.

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So läuft es gegen Union …

Absolut keine Ahnung. 1:0 für Bayern.

So könnte Bayern spielen …

4-2-3-1: Neuer – Pavard, Boateng, Alaba, Davies – Kimmich, Thiago – Müller, Goretzka, Gnabry – Lewandowski

Es fehlen: Süle, Coutinho, Tolisso (alle verletzt oder mit Trainingsrückstand)

So läuft der Spieltag …

Dortmund 4:2 Schalke
Augsburg 1:2 Wolfsburg
Düsseldorf 1:2 Paderborn
Leipzig 4:0 Freiburg
Hoffenheim 2:0 Hertha
Frankfurt 1:1 Gladbach
Köln 2:1 Mainz
Union 0:1 Bayern
Bremen 1:2 Leverkusen



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  1. Juhu, endlich wieder Fußball! :-)

    Einerseits hat das Spiel PSG – BVB schon gezeigt, dass die ganze Angelegenheit akustisch schon recht öde ausfallen wird. Auf der anderen Seite könnt es schon trotzdem spannend werden wegen den angesprochenen Aspekten. Wie fit sind die Mannschaften, wie gut eingespielt?

    Ein Punkt, der glaub im Rasenfunk angesprochen wurde:

    Werden wir im späteren Verlauf komplett verrückte Ergebnisse sehen, vielleicht auch ala 12:0, wenn die Saison an den Punkt kommt, dass es bei einigen Teams um rein gar nichts mehr geht? Also sicher vor dem Abstieg aber nach oben halt auch nichts mehr geht? Ohne die Motivation der Fans könnte dieser Punkt noch viel schwerer ins Gewicht fallen als im Normalfall.

  2. Es wird mMn keine signifikante Wettbewerbsverzerrung geben da alle Teams von den Umständen bzw der Situation gleich betroffen sind und es eben darauf ankommt wer mit diesen am besten umgeht.
    Deshalb wird es am Ende verdiente Sieger und Verlierer, Meister Qualifikanten und Absteiger geben sofern man nicht wieder abbrechen muss.
    Denke es wird einen verdienten Kantersieg für uns geben. Für Union habe ich nullkommanull Mitleid.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das ist leider in mindestens doppelter Hinsicht faktisch falsch. Einzelne Bundesländer und Gesundheitsämter sind in den vergangenen Wochen unterschiedlich vorgegangen. Daher kann nicht die Rede davon sein, dass “… alle Teams von den Umständen bzw der Situation gleich betroffen sind ..”.

      Zudem ist es u.a. durchaus ein Wettbewerbsvorteil für uns dass wir – im Gegensatz zum BVB – vor leerer Kulisse bei Union spielen können.

      1. Wer allen Ernstes behauptet, dass ein Heimspiel vor vollem Haus das gleiche ist, wie ohne Zuschauer, der hat die Wirkung entsprechender Zuschauerunterstützung nicht begriffen.
        Union Berlin in einer vollbesetzten Alten Försterei ist was anderes als ein leeres Stadion. Und ein leerer SIP ist was anderes als eine GELBE Band mit alleine 25.000. Nicht umsonst hat ein BVB die Heimbilanz, die sie haben- ob in der Liga, im Pokal oder auf europäischer Ebene.
        Und das gilt auch für andere Mannschaften und andere Stadien.
        26 Spieltage haben Vereine von ihren vollen Stadien und der Unterstützung profitiert. Einige mehr und einige weniger- und jetzt profitiert keiner mehr.
        Und dann kann man anfangen auseinander zu rechnen, wem gegen wen die Heimspiele genützt haben und wer nun keine Heimspiele mit Zuschauern gegen den gleichen Gegner hat.
        Und Stiftl hat vollkommen recht – Dortmund, Freiburg, Gladbach, Köln, Wolfsburg, Augsburg, Hertha haben alle Punkte in der ausverkaufte Alten Försterei gelassen. Und der FCB spielt da vor leeren Rängen.
        Und der BVB hätte das Dertby gegen S04 auch lieber vor 72.000 eigenen Fans gespielt.

  3. Wie ist eigentlich der Stand bei den Verletzten? Coutinho ist ja noch eine Weile raus, und Süle auch noch, oder? Lewa scheint ja wieder fit zu sein, aber was ist mit Perisic? Wir haben ja doch eine Reihe an englischen Wochen vor uns (inkl. Pokal), da wäre es ja gut, möglichst viele Spieler an Bord zu haben. Aber mir fehlt da der komplette Überblick. Wisst Ihr da Genaueres?

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Gesundheitsämter in Köln und Dresden sind identisch vorgegangen.
      Man muss eben zwischen Level 1 und 2 unterscheiden (können- wollen).
      Also eine faktisch falsche Antwort .
      Jeder kann ja sagen was er will weil jeder eine andere Auffassung zu Dingen hat aber unterstelle hier nicht Dinge die faktisch falsch sind.
      So wie es Leite bei TestKapazitäten gemacht haben.

      1. Zu stiftl
        Ist verrutscht

      2. @918: Da ist gar nichts faktisch falsch. Die Gesundheitsämter entscheiden jedes für sich selbst.

      3. @918: Ich empfinde Dein Verhalten inzwischen als unverschämt. Denn die Gesundheitsämter gehen unterschiedlich vor und dann kannst Du nicht einfach behaupten, es sei anders. Dann beweise bitte, dass alle gleich vorgehen (egal ob Gladbach, Köln, Dresden, Hannover oder in den anderen 32 Städten der Erst- und Zweitligisten). Bei den Testkapazitäten ist es ähnlich. Du hast behauptet, es seien Mitte Mai 2 Mios. Das ist nicht der Fall. Und dass der Fussball anderen nichts wegnimmt, liegt daran, dass die Politik sich bisher nicht entscheiden konnte/wollte, das gesamte Personal im Gesundheitswesen zu testen. Nehmen wir mal alle Ärzte, Praxis- und Pflegepersonal zusammen, dann sind wir schon bei weit über 2 Mios, denn alleine Pflegepersonal haben wir 1,7 Mio., dazu 400.000 MFAs und rund 400.000 Ärzte. Diese hochgefährdeten Gruppen werden nach wie vor nicht regelmäßig getestet, weil es nicht gewollt und bezahlt ist – und nein, da reicht auch Dein Gegenbeispiel BaWÜ nicht, weil es eben nicht flächendeckend in D übernommen wird. Wenn wir alle diese Leute alle 2 Wochen testen würden und dazu diejenigen, die wir ohnehin jede Woche testen, dann ist schon nichts mehr übrig. Der Fussball nimmt niemanden etwas weg, weil er privilegiert ist und sich die Tests leisten kann. Wenn alle im Gesundheitswesen sich die Tests selbst leisten könnten, dann wäre sehr wahrscheinlich kaum noch Kapazität da. Aber eine MFA mit etwas über 2.000 Euro (brutto in Vollzeit) wird nicht die 150 Euro aufbringen können. Aber dass Du hier mit Deiner rein ökonomischen Sichtweise auf die Dinge dann nur streng nach freien Kapazitäten schaust, überrascht mich nicht. Die Frage nach einer Verantwortungsübernahme stellt sich in der Ökonomie nämlich nicht.

      4. @Herri
        Unverschämt ist die Fakten zu verdrehen und Leuten etwas zu unterstellen was gesagt wurde oder nicht. Für so einen Blödsinn habe ich leider keine Zeit denn so etwas kann man nicht ernst nehmen.

      5. @918: DU hast hier die Äußerung Dritter reingestellt, dass wir Mitte Mai 2 Mio Tests hätten – und sie damit quasi als Beleg angeführt, dass es keine Probleme mit den Tests gibt. Nicht ich. DU hast behauptet, dass die Gesundheitsämter alle gleich bewerten, und belegst diese Behauptung auf Nachfrage nicht. DU hast den Link für die Regelungen für die Testung in BaWÜ als vermeintlichen Beleg, dass nun alle getestet würden, die es bräuchten, hier hinterlegt – und vergessen, dass es nur für BaWÜ gilt und es indirekt verallgemeinert. Und im Übrigen bist Du nicht einmal darauf eingegangen, dass der Fussball privilegiert ist. Es ist ja schön, dass Du es Dir leisten anscheinend locker leisten kannst, Dich gleich mehrmals auf eigene Kosten teuer testen zu lassen. Aber dieses Privileg ist eben nur vorhanden, wenn man genügend Geld hat. Wie beim Fussball. Wäre schön, wenn die privilegierten Menschen auch mal wieder Verantwortung übernehmen würden -und sei es nur, für die eigenen Äußerungen gerade zu stehen. Aber Du verweigerst stattdessen jede Diskussion. Aber ich bin nicht überrascht. Das ist ja leider häufig bei Dir so. Hauptsache viel Zeugs posten und die eigene Meinung rauströten. Wenn man sie hinterfragt, kommt dann aber nichts. Und wenn man Dir die eigene Widersprüchlichkeit nachweist, dann war es das sowieso.

      6. Ich hätte tatsächlich nicht gedacht, dass du dich mal zum unerträglichsten User dieses Blogs mauserst

    2. @Herrispezial Süle ist im Aufbautraining, Tolisso und Coutinho sind verletzt. Googel am besten mal beide Namen, hab da keine aktuelle Info, meine aber, dass Tolisso schwerer verletzt ist als Cou.

      1. Super, danke!

  4. Goretzka in der Startelf?! Na dann…

  5. Ich mag den Unterton nicht von Wettbewerbsvezerrung. Man könnte es auch besondere Umstände nennen. Meine Freiburger haben auch auswärts bisher ordentlich gepunktet. Streich vor dem Spiel in Leipzig:
    “Diese außergewöhnliche Situation erfordert eine außergewöhnliche Haltung. Wir sollten nicht hadern, sondern uns auf das Wesentliche konzentrieren.”

    Antwortsymbol20 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sag das mal Dynamo Dresden in Liga 2 oder Teams, die akut bedroht sind vom Abstieg. Es ist jetzt schon auch viel Gewürfel dabei und das sehe ich klar als Wettbewerbsverzerrung. Jedes Team hat unterschiedliche Bedingungen.

      1. Yep, sehe ich auch so.

      2. In Bezug auf Dynamo Dresden muss man in der Tat die weiteren Beschlüsse abwarten. Je nachdem was genau beschlossen wird, kann man dann auch gerne über Wettbewerbsverzerrung diskutieren. In Bezug auf den kommenden Bundesliga Spieltag haben aber alle Mannschaften im Grossen und Ganzen die gleichen Voraussetzung. Ja, es sind besondere Umstände, aber ich finde es nicht richtig die besonderen Umstände pauschal mit Wettbewerbsverzerrung gleichzusetzen. Würde mein Verein absteigen, würde ich das auch akzeptieren, solange die Umstände für alle in etwa gleich sind. Es liegt in der Hand jeder Mannschaft wie sie jetzt mit der Situation umgeht. Wenn man es genau nimmt sind englische Wochen, die Abstellung von Spielern zu Nationalmannschaften und krankheitsbedingte Ausfälle von Spielern auch Wettbewerbsverzerrung.

      3. Ist das nicht zu anderen Zeiten genauso?
        Länderspielabstellungen, Wetter, Grippewllen, Verletzungen, ungünstiger Spielplan usw.
        Nicht immer sind alle Bedingungen gleich und gerecht.

      4. Gerade bei den Teams unten ist die Form und das spielerische ja weniger wichtig als die Mentalität. M.E. könnte das ganze jetzt auch zu einem “Jetzt erst recht!” führen, bei dem alle zusammenhalten – aber eben auch gänzlich auf die andere Seite kippen.

      5. @wohlfarth – die von Dir aufgezählten Dinge kommen ja noch on Top dazu. Außerdem dürften die Mannschaften aus der unteren Hälfte in der Regel vom Kader her schlecht für englische Woche aufgestellt sein. Im Gegensatz zu den Europacup Teams. Da helfen auch fünf Wechsel nicht viel.

      6. Mich würde es nicht wundern, wenn gerade die ohnehin stärkeren Vereine jetzt davon profitieren, weil sie eben Ressourcen mobilisieren konnten, die andere nicht mobilisieren können. Ich denke da jetzt nur an ein Video, das Manuel Neuer im Torwarttraining bei sich zu Hause zeigt. Dort ist ein Tor aufgestellt worden, ein Trainer vor Ort etc. Ob Union sich das leisten kann? Und so ist es wie zumeist: diejenigen, die ohnehin besser aufgestellt sind, kommen auch besser mit widrigen Umständen zurecht bzw. haben mehr Optionen, damit erfolgreich(er) umzugehen.

      7. @Stiftl: Mir kommen die Tränen.
        Wie oft hatten wir schon den Nachteil, dass wir in der heißesten Phase der Saison unter der Woche irgendwo in Europa ein Tod- oder Gladiolen-Spiel hatten, während sich unser Samstag-Gegner auf der Couch gemütlich die Eier kraulte?
        Jetzt müssen alle!!!! in 6 Wochen voraussichtlich zwei!!! englische Wochen bestreiten und das ist dann Wettbewerbsverzerrung?
        Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

      8. Klar sind da Wettbewerbsverzerrungen mit dabei, die Topclubs haben ohnehin bessere Vorraussetzungen die sich jetzt nochmal verstärken. Außerdem hätte Bayern durch DFB-Pokal, CL englische Wochen, wohin sich die kleineren Klubs für jedes Spiel länger vorbereiten könnten. Das alles fällt jetzt weg.

        @Justin/Stiftl: Kritik daran ist ja schön und gut, aber was ist denn die Alternative?

        -Saisonabbruch und Wertung nach aktuellem Stand ist ja wohl die größere Verzerrung. Gut Bremen wäre dann sowieso insolvent, dann gehts halt gleich in die 4. Liga und nicht in die 2.
        – Saisonabbruch und keinerlei Wertung. D.h. kein Auf- und Abstieg, ist auch Wettbewerbsverzerrung.
        – So lange warten bis die Fallzahlen niedriger sind. Erstens nicht absehbar und dann ist am 30.6. auch noch Vertragsende für viele Spieler. Hat auch viele Wettbewerbsverzerrungen zu Folge.
        – Saison nach 1 Jahr fortsetzen wenn mit Glück ein Impfstoff da ist, dann sind wohl die meisten insolvent (kann mir auch kaum vorstellen, dass sogar der FCB 1 Jahr ohne jegliche Einnahmen überlebt) und wir können uns die Diskussion sowieso sparen.

      9. Gegenfrage: Muss man immer für alles eine Alternative haben, um es kritisieren zu dürfen? Ich sag ja nicht: Lasst sofort alles sein und was erlauben die sich eigentlich? Ich hinterfrage höchstens, ob man Teams für die kommenden Wochen bestrafen sollte (Abstieg beispielsweise). Und da sehe ich durchaus Konzepte, die man auf kurz oder lang umsetzen könnte. Aufstockung durch Aufstieg ohne Abstieg und dann in den kommenden Jahren eben sukzessive wieder abbauen.

        Fakt ist, dass jede Lösung ihre Nachteile hat. Wäre das nicht so, würden wir ja nicht diskutieren und dann wäre die Situation auch weniger schlimm. Nur ist die Frage nicht trotzdem berechtigt, ob man Dresden in Liga 2 und Teams in der 1. Liga möglicherweise für etwas bestraft, wo sie klar benachteiligt wurden?

        Ich finde auch, dass der Vergleich mit der „Normalsituation“ stark hinkt. Aber für die Debatte habe ich gerade leider keine Zeit.

      10. @Justin. Zu Deiner Gegenfrage
        Für eine Diskussion ganz klares ja. Kritik ohne eine Alternative/Verbesserungsmöglichkeit aufzuzeigen, dann erübrigt sich jede Diskussion. Das ist für mich dann eigtl. nur Schimpfen.

        Aufstocken wäre eine Möglichkeit. Dann bleibt halt nur die Frage wann man dann wieder anfängt. Keiner weiß ob es in 2 Monaten/ 6 Monaten / 1 Jahr besser aussieht als jetzt.

      11. Wenn die Saison zu Ende gespielt werden kann, sollte es auch Absteiger geben. Sonst wird das Ganze ja wirklich zur reinen Farce. Wenn Du wirklich der Meinung bist, das Ganze wird jetzt zum Gewürfel und es gibt eine krasse Wettbewerbsverzerrung (konkret welche Mannschaften siehst Du denn im Abstiegskampf benachteiligt?), dann macht es eigentlich keinen Sinn, dass Du weiter darüber berichtest. Für mich ist die ganze Diskussion um Wettbewerbsverzerrung eigentlich müssig, weil wir ohnehin nie wissen werden, was ohne Corona passiert wäre. Entweder ich akzeptiere jetzt die Umstände und sehe das weiter als relevanten Wettkampf oder ich schaue eben der Farbe beim Trocknen zu.

      12. Ok, bei solchen Storys wie die von Heiko Herrlich fällt es einem zugegebenermassen schwer, den Wettbewerb noch Ernst zu nehmen.

      13. @Max: hatte ich vor längerer Zeit schon mal geschrieben. Die komplette Saison annullieren wäre aus meiner Sicht die gerechtere Lösung im Vergleich zu einem Abbruch gewesen.

      14. Es geht ja sowieso nur darum, TV-Gelder einzustreichen. Ich sehe im Abstiegskampf beispielsweise jede Mannschaft stark benachteiligt, die nicht die Kaderbreite hat, um einer solchen Situation (auch der Belastung nach einer langen Pause – Experten erwarten ja mehr Verletzungen) standzuhalten. Wer diese Situation mit der Normalsituation vergleicht oder so tut, als wäre das jetzt dasselbe wie nach einer Vorbereitung, der irrt in meinen Augen. Allein die regionalen Unterschiede sind schon heftig, dann weiß niemand, wer hinter verschlossenen Türen wie trainieren konnte. In Österreich gab es beim LASK einen Skandal. Gern mal googeln.

        Alles andere habe ich dargelegt. Mir sind die Bedingungen zu unterschiedlich. Gespielt werden muss offensichtlich. Bestrafungen wie Abstiege finde ich nicht vertretbar. Dann steigen halt 4 auf und keiner ab, nächste Saison dann 2 auf und 4 ab und darauf die Saison nochmal so. Bei den Terminen muss man sich dann eben an Corona ausrichten und Lösungen finden. Dafür hat man dann ja ein Jahr und nicht nur einen Monat. Unter dem Zeitfenster leiden jedenfalls vor allem kleinere Klubs.

        Mir dann zu sagen, ich solle dann aufhören zu berichten, ist schon sehr frech.

      15. Ich glaube keiner behauptet, dass das normal ist. Aber bei einem Abbruch geht es ja z.B. bei der Frage des Aufstiegs ja schon los. Warum sollen nur 4 aufsteigen. Eigentlich müsste man alle, die noch rechnerisch die Möglichkeit dazu haben, aufsteigen lassen. Alles andere ist in meinen Augen Willkür bzw. die größere Wettbewerbsverzerrung als jetzt.

        Saisonabbruch wäre hinsichtlich der Wettbewerbsverzerrung noch vertretbar, allerdings gibt es dann halt andere Konsequenzen (ggf. Insolvenz einiger Clubs).
        Selbst bei Saisonabbruch gibt es offene Fragen bzgl. Qualifikation für Europacup. Niederlande hat die Saison ja annuliert, aber Vereine wollen dagegen bereits klagen.

      16. Guter Punkt, Max. Aber ich stimme nicht zu, dass es dir größere Wettbewerbsverzerrung wäre. Angenommen, die Liga kann durchgespielt werden (davon gehe ich in meiner Theorie aus), ist es mMn deutlich besser vier Mannschaften (+ die Aufsteiger aus unteren Ligen) zu belohnen und niemanden zu bestrafen anstatt in jeder Liga 2-3 Teams zu bestrafen für etwas, wo sie nur bedingt gegensteuern konnten. Es geht ja schon beim Restprogramm los. Während Team A unter ganz anderen Voraussetzungen, die womöglich stärkere Teams bevorteilen, fast nur noch gegen Teams von oben spielen muss, hat Team B vielleicht ein leichteres Restprogramm bei für sich einfacheren Bedingungen. Und beide spielen gegen den Abstieg. Dann Team A zu bestrafen, wäre mMn absurd.

        Bei einem Abbruch bräuchte es nochmal neue Ansätze, da stimme ich zu. Es ist dann aber genauso schwer anhand von 26 oder 27 Spielen zu bewerten und Mannschaften zu belohnen oder zu bestrafen.

      17. Ok, ich kann die Frage für mich noch nicht abschliessend beantworten, ob es noch ein relevanter Wettkampf ist oder nicht. Nach dem ersten Spieltag kann ich das vielleicht klarer einschätzen (bin gespannt, ob die Protagonisten sich zu dieser Frage äussern werden oder nicht). Komme ich zum Ergebnis, dass es mehr oder weniger zum verzerrten Glücksspiel wurde, werde ich es mir auch nicht weiter ansehen oder mich damit befassen. Natürlich kannst Du darüber berichten, nur eine ernste Spielanalyse ist dann eigentlich unsinnig (bzw. man macht sie nur pflichthalber).

      18. Sorry Justin, aber wir hatten noch nie eine Saison unter Laborbedingungen mit gleichen Bedingungen für alle.
        Wie oft hat sich eine Mannschaft schon gerettet oder die Meisterschaft eingefahren, weil sie an den letzten Spieltagen gegen Mannschaften spielen durfte, die mit der Saison schon abgeschlossen hatten. ’93 haben wir so mal die Meisterschaft verspielt. Danke HSV. Frag mal in Nürnberg nach wegen ’99 und Kaiserslautern.
        Wenn Bremen und Paderborn absteigen, dann bestimmt nicht wegen ungleichen Bedingungen an den letzten 9 Spieltagen, sondern weil sie die 25 Spieltage vorher nix auf die Reihe bekommen haben.
        Dank Corona hat jetzt jeder eine Ausrede für sein Versagen.

      19. Man sollte alle noch ausstehenden Spiele am grünen Tisch mit 1:1 bewerten – das wäre extrem gerecht und die Liga hätte einen verdienten Meister;)

  6. Ich bin immer überrascht wie einseitig das mit den Wettbewerbsvorteilen bzw.-nachteilen diskutiert.
    Keine Zuschauer = Vorteil für die bessere Mannschaft.
    Ich kann mir da ebenso gut andere Mechanismen vorstellen, oder ich befürchte sie gar.

    Was ist denn gerade der oft beschworene Faktor im Duell Klein vs. Groß? Das ist die immer latent vorhandene Unterschätzung seitens des Großen und die Topmotivation des Kleinen. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Gefühl durch die Atmosphäre der Geisterpiele noch einmal verstärkt wird. Dieses Gefühl hier ein Vorbereitungs-oder Testspiel zu bestreiten, nicht diese Spannung aufbauen zu können, die nötig ist.
    Gerade ein brodelndes, feindseliges Stadion kann da gut als Hallowach-Muntermacher dienen. Dieses Spannungselement fällt jetzt weg und wegfallende Spannung kann im allgemeinen doch nur dem prinzipiell Unterlegenen dienen.
    Im konkreten Fall würde ich Union mit oder ohne Zuschauer topmotiviert erwarten, da dürfte eben schon der Name des Gegners reichen. Ob die Bayern in diesem Umfeld auch so leicht in einen höheren Gang schalten können? Gut möglich, aber gar nicht so sicher.
    Wann gibt es denn die meisten Überraschungen, mal abgesehen von Pokalspielen? Das passiert genau in diesen Vorbereitungsspiele, deren Atmosphäre jetzt so oft beschworen wird. Nur, dass man das dann gar nicht so groß als Überraschung registriert, weil eben Vorbereitungsspiele.

    Also genaues weiß man nicht, aber wie gesagt, das kann für mich in jede Richtung ausschlagen.

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    1. Ich stimme Dir zu, dass die fehlende Stimmung auch dazu verleiten kann, das Ganze als Testspiel anzusehen. Auf der anderen Seite kann gerade in Situationen, in denen die vermeintlich schwächere Mannschaft das Momentum für sich hat, ggf. auch schneller wieder von der stärkeren Mannschaft durch relativ behutsames Spiel genommen werden. Mit Publikum würde ganz anderer Druck bei so einer Spielweise entstehen. Ohne Publikum hast Du so (evtl.) eher die Chance, das Spiel erstmal zu beruhigen. Ich vermute deshalb, dass es eher den stärkeren Mannschaften zugute kommt – aber wir werden es sehen.

  7. Ich streiche dann lieber mal meine Wand und schaue der Farbe beim Trocknen zu.
    Weckt mich wenn das Trauerspiel vorbei ist …

  8. Tja. Da regen sich alle über Kalou auf und dann passiert Herrlich der nächste Fauxpaus. Das werden noch lustige Wochen …

  9. These:

    Sowohl DFL als auch die Vereine wollen unbedingt den nächsten Spieltag spielen, weil dann die vorletzte Rate der Übertragungsrechte fällig ist.

    Natürlich wollen alle die Liga zu Ende spielen, aber ob das klappt kann ich mir persönlich nicht vorstellen.

    Jeder weitere Spieltag hilft um Ansprüche auf die letzte Rate zu erhöhen, aber letztendlich, und egal wie es kommt, wird sich niemand über die Titel etc. 2019/20 wirklich freuen können.

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    1. Der Herrlich-Vorfall zeigt wie brüchig das ganze Konzept ist. Es ist ebenfalls mein Eindruck, dass man diesen Spieltag jetzt möglichst schnell durchdrücken will.

      Könnte gut sein, dass die Hoffnung besteht, dass Fans ab Sonntag wieder Feuer fangen und abgelenkt sind von dem wackeligen Konzept. Der Anreiz einen positiv getesteten Schlüssel-Spieler vor einem entscheidenen Spiel nicht zu melden, erscheint mir insgesamt ebenfalls recht hoch. Mir fehlt eine kontrollierende, übergeordnete Instanz.

      Ein Blick in die USA: hier überlegt man die Sport-Teams in großen Megaparks (wie Disney) wochenlang komplett unter Quarantäne zu stellen, dort leben und die letzten Spiele austragen zu lassen. Das hat insgesamt deutlich weniger durchlässige Stellen. ~20 Teams in Deutschland verteilt einzeln zu 100% kontrollieren, ist aus meiner Sicht unmöglich und da wird es noch mehr “Gesichtscreme-Vorfälle” geben.

  10. Hoffentlich werden alle Aussenmikros so aufgestellt das man viel von dem Geredeten auf dem Platz ( nicht nur der Bank ) mitbekommt.
    So wie von Nagelsmann thematisiert werden mMn nicht nur die Anweisungen des Trainers transparent sondern vor allem die Dynamik auf dem Platz. Normalerweise sieht man ja nur Körpersprache die man irgendwie interpretiert .
    Jetzt hört man hoffentlich viel als wenn man auf dem Platz steht. Wird sehr interessant.
    Wer redet neben Müller und Neuer am meisten? Bin auf die Abstimmung Alaba Kimmich/Thiago gespannt.
    Irgendwo meine ich gelesen zu haben das die psg Spieler bewusst provokant und lautstark aufgetreten sind und den bvb Boys den Schneid abgekauft haben.
    Das CL Spiel wird sicherlich eine Blaupause wenn wir da in 2 Wochen einlaufen. Bis dahin könnte unser Vorsprung allerdings schon größer geworden sein.

  11. Das Herrlich jetzt den Spiel und den Trainingseinheiten etc fernbleibt ist das konsequente Umsetzen der vereinbarten Vorgehensweise nach dem DFL Konzept. Er kann nur hoffen das die Tests negativ sind und nicht nur bei ihm.
    Konsequenterweise müsste Augsburg den leitenden Angestellten Herrlich sofort freistellen. Nicht nur das er fahrlässig seiner Verantwortung nicht gerecht wurde- sein darauf los plappern in der PK zeigt eindeutig das er offensichtlich nichts kapiert hat. Und das bei einem so klugen ehemaligen Krebspatienten……Sie werden es sich aber nicht leisten können.
    Merkwürdig das diese ‚Vorfälle‘ bisher vorwiegend bei abstiegsgefährdeten Clubs vorkommen.
    Clubs die sich nachweislich fahrlässig verhalten sollten mMn mit Punktabzug bestraft werden.

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    1. Wenn es etwas zeigt, dann wohl eher dass wir in den nächsten Wochen noch mit weiteren Verstößen gegen das DFL Konzept rechnen können.

      1. @918

        (…) Nicht nur das er fahrlässig seiner Verantwortung nicht gerecht wurde- sein darauf los plappern in der PK zeigt eindeutig das er offensichtlich nichts kapiert hat. (…)

        Ist damit einer Art DFL-Omertà das Wort geredet? ;-)

      2. Nein so war das nicht gemeint.
        Hast Du Dir seine PK reingezogen?
        Da plappert einer der es eigentlich als Risikoperson genau wissen müsste worum es geht in einer fahrlässigen Art und Weise das einem klar wird das er nicht verinnerlicht hat worum es geht. Klasse das er es gemacht hat und sich damit um Kopf und Kragen geredet hat. Denn nur so können solche Dumpfbacken schnell gefunden und isoliert werden. Je mehr solche Vorfälle passieren, in die Öffentlichkeit kommen und seziert werden umso mehr, hoffentlich, passen die Beteiligten auf und halten sich an die Vorgaben. Es kann sich keiner leisten Dinge unter den Teppich zu kehren.
        Zweifeln muss man aber schon ob der herrlich einfach nur dumm naiv ist oder er bewusst kalkulierend losgeplappert hat. So dumm kann eigentlich keiner sein oder?

      3. Wohl wahr, “was ham‘ wir da für‘n Trainer geholt…?”
        Als hätte er seine Auszeit auf einem anderen Planeten verbracht.
        Aber was ‘ne Geistesgegenwart (mit sichtlichem Stolz), sich immerhin Supermarkt-Schleichwerbung verkniffen zu haben… ;-)

        https://www.youtube.com/watch?v=mNXXXMJQr7c

      1. Entspannt Euch mal ihr Blockwarte. Ist ja unerträglich. Der Mann hat niemand umgebracht und keine Bank überfallen.

      2. @Hibbs
        “Und wenn man sich nicht daran hält, dann gibt es im Zweifelsfall eine Rote Karte”, droht “Blockwart” Söder im oben verlinkten SZ-Artikel.
        Ganz in deinem Entspannungssinne Schiedsrichter Marco Fritz, der sieht sich nämlich nicht als Sanktionsinstanz bei Hygieneverstößen auf dem Platz:
        https://rp-online.de/sport/fussball/bundesliga/spucken-verboten-schiedsrichter-nicht-fuer-einhaltung-der-hygiene-massnahmen-verantwortlich_aid-50756671

      3. Ach, 918, sei doch nicht so tolerant! Schmeiß’ den Herrlich am besten gleich in eine Grube mit Corona-Schleim, als Auftakt; während der Inkubationszeit kann er ja dann noch schnell anderweitig bestraft werden…

  12. […] wer eine sportliche Vorschau auf die Partie am Sonntag haben will, kann sich beim Bayern-Blog Miasanrot vorbereiten. Die Bild/BZ beschäftigt sich heute noch mit dem abwesenden Cheftrainer Urs Fischer. […]

  13. @AlanMclnally vom 14.5.,22.23h
    Ich bin ganz deiner Meinung. Ich habe wenn ich viele der Kommentare lese, einen ganz anderen Standpunkt zu Fußball und Fans.
    Ich habe heute den “11FREUNDE FREITAGS”-Artikel im “DER TAGESSPIEGEL” gelesen. Dort ist ein Interview mit Matthias Brandt mit dem ich in vielen Punkten übereinstimmen kann.

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    1. (…) Für mich waren die letzten zwei Monate wirklich ein Einschnitt, entbehrungsreich. Mein Leben war dadurch ein anderes. Das war ein klassischer kalter Entzug. (…) Man wird aus dem Paradies vertrieben. (…)

      Einerseits auch für mich lesenswert, wie ein so feinsinniger Künstler Einblick gewährt in das im Grunde irrationale Wesen einer Fanseele bei einer (mehr oder weniger) banalen Ballsportart, sich der “Geisterspiele” kompromisslos entäußernd.
      Andererseits zieht sich die übliche Sommerpause (in Jahren ohne WM-/EM-Großturniere) ebenfalls über Monate hin, wie es ihm da wohl ergeht?

  14. Hab ich das gestern falsch wahrgenommen, oder war es wirklich so, dass sich die Jungs nach Fouls nicht, wie gewohnt, ewig lang theatralisch auf dem Rasen wälzten?
    Es gab auch weniger Gemecker und Diskussionen mit dem Schiri.

    Klar Rudelbildung ist untersagt, aber generell waren alle viel disziplinierter. Bissl wie beim Frauenfußball und allen anderen Sportarten.
    Sieht man mal wieder, wie Fußballer (mit Zuschauerunterstützung) gerne schauspielern!

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    1. Ja, die Schauspielerei ist deutlich weniger. Daran sieht man sehr schön, dass Fussballer schon eher unsportliche Menschen sind. Von mir aus sollte man das in Zukunft viel stärker sanktionieren (wer z.B. reklamiert, bekommt sofort gelb und ggf. auch gelb-rot, wer lange auf dem Boden liegen bleibt und behandelt werden muss, muss danach 3 Minuten dem Spiel fernbleiben etc.). Und was ich auch überhaupt nicht vermisst habe, sind die Bilder vom Publikum, die die Regisseure immer so toll finden. Diese Crowd-Shots können gerne weiterhin ausbleiben. Und der Dauersingsang aus der Kurve fehlt mir auch nicht. Die Ultras sorgen so gesehen auch nicht wirklich für passende Stimmung, weil das ja permanent und unabhängig vom Spielgeschehen läuft. Stimmung im Spiel kommt eh von den Rängen, wenn das Spiel es hergibt.

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