Vorschau: Borussia M’gladbach – FC Bayern München

Justin Trenner 01.03.2019

Dieter Hecking gilt vor allem unter Taktiknerds eher als wenig fortschrittlich und langweilig. Doch wie so oft ist es der Erfolg, der einem recht gibt. Und der ist beim Trainer in dieser Saison wieder vorhanden.

Nachdem sein 4-4-2 nicht mehr zu funktionieren schien, stellte Hecking zur neuen Spielzeit auf ein 4-3-3 um. Dadurch verpasste er dem Passspiel seiner Mannschaft etwas mehr Diagonalität und insgesamt eine zur Spielweise besser passende Struktur.

Zuletzt gab es für Gladbach jedoch in drei Bundesliga-Spielen keinen Sieg. Das Unentschieden gegen Frankfurt sowie die Niederlagen gegen den VfL Wolfsburg und Hertha BSC sorgten für einen Rückschlag, der zumindest nicht gänzlich überraschend kam. Eine längere Schwächeperiode hatten die Fohlen nämlich noch nicht und so könnte der Gastauftritt in Gladbach für den FC Bayern zum denkbar günstigsten Zeitpunkt kommen.

Erfolgsgeheimnis Raute?

Es gab Zeiten, da wurde in Deutschland über die sogenannte “Falsche 9” diskutiert. Meist wurden damit eher Spieler wie Mario Götze oder Lionel Messi assoziiert, weil sie klein, quirlig und beweglich sind. In Wirklichkeit ist es aber nicht der Körper, der darüber entscheidet, ob ein Spieler eine “Falsche 9” ist. Es ist seine Rolle.

Lars Stindl ist beispielsweise ein Stürmertyp, der in vielen Phasen einer Partie einer solchen Rolle nahekommt. Er ist damit auch Mittelpunkt der neuen Struktur, die insgesamt mehr Dreiecke bietet als das vorherige 4-4-2. Durch sein häufiges Abkippen bildet Stindl eine Raute mit den beiden Achtern und einem Sechser, der wiederum ein Dreieck mit den beiden Innenverteidigern bildet.

Die variablen Außenverteidiger schieben je nach Bedarf unterschiedlich hoch, können in manchen Phasen aber sogar leicht einrückende Rollen einnehmen. Für Hecking-Verhältnisse ist das schon fast Hipsterscheiss! Je nach Positionierung der Außenverteidiger rücken auch die Flügelspieler (meist Plea und Hazard) mehr ein. Sie sollen schließlich auch die variable und raumöffnende Rolle Stindls für sich nutzen.

Variabilität im Kader

Für die unterschiedlichen Positionen und Rollen kann Hecking vor allem in der Offensive und im Mittelfeld auf viele Varianten zurückgreifen. Plea spielte in dieser Saison bereits auf allen drei Angriffspositionen, Hazard spielt mal auf der rechten, mal auf der linken Seite und mit Raffael, Herrmann und Johnson gibt es technisch starke und schnelle Spieler als Ersatz. Nicht zu vergessen ist sicherlich Traoré, der aber wegen einer schweren Verletzung nur auf 381 Spielminuten kam.

Im Mittelfeld hat Hecking mit Strobl, Kramer, Zakaria, Hofmann und Neuhaus ebenfalls einen breiten Kader, der zudem auch unterschiedliche Qualitäten mitbringt. Während Strobl, Hofmann und Neuhaus ihre Stärken eher im Spiel mit dem Ball haben und dort vor allem für Pässe oder Dribblings in die Zwischenräume zuständig sind, bringt Kramer eine robustere Komponente ins Mittelfeld. Zwar ist auch er ein technisch begabter Fußballer, doch man merkt den Unterschied zu beispielsweise Strobl sofort. Zakaria ist eher ein kompletter Box-to-Box-Spieler, der alles mindestens ein bisschen kann.

Gladbachs Grundordnung in einer Grafik. Die “Falsche 9” ist vorn ein wichtiger Raumöffner für die variablen Außenspieler.

Der 22-Jährige bringt als Zwischenspieler eine vertikale Dynamik ins Spiel, weil er sowohl mit klugen Vertikaldribblings als auch mit klugen Pässen glänzen kann. Er kann aber auch Zweikämpfe und wird so zur Allzweckwaffe in Heckings Mittelfeld. Besonders wichtig ist für den Trainer aber, dass alle fünf Spieler sich unter Druck meist klug verhalten und der Mannschaft somit in einer Liga, die im Pressing überzeugt, Sicherheit und Ruhe verleihen.

Was erwartet den FC Bayern?

Eine weitere Stärke der Gladbacher ist das gut organisierte Pressing. Hier konnte Hecking fast all seinen Mannschaften eine gute Organisation an die Hand geben. Auch mit der Borussia gelang ihm das. Mit nur 25 Gegentoren stellen die Fohlen gemeinsam mit Borussia Dortmund die zweitbeste Abwehr der Liga. 31,52 xGA (Expected Goals Against) sind zudem der fünftbeste Wert in Deutschlands Oberhaus.

Probleme bekam Heckings Mannschaft vor allem gegen ebenfalls gut organisierte Abwehrreihen. Dann hat Gladbach noch nicht die letzte Durchschlagskraft, die ein Top-Team braucht, um regelmäßig viele Tore zu schießen und auch enge Spiele für sich zu entscheiden. 42 Tore sind immerhin der sechstbeste Wert der Liga, doch es ginge noch mehr.

Vielleicht ist das zugleich auch die größte Schwachstelle des Trainers. Auch bei seinen vorherigen Stationen krankte Heckings System an variablem Offensivspiel, wenn er nicht mindestens einen überragenden Angreifer hatte. Gegen den FC Bayern spielt das alles aber eine weniger bedeutende Rolle. Gladbach wird ähnlich wie im Hinspiel aus einer kompakten Defensive heraus die Umschaltmomente suchen. Gerade über die gute Mittelfeldstruktur und die schnellen Außenspieler soll es bei Ballgewinnen in hoher Geschwindigkeit nach vorn gehen. Dabei werden die Außenverteidiger eine große Rolle spielen. Allen voran Wendt, der gern mal da ist, wenn der Gegner pe … lassen wir das. Die Bayern hatten in dieser Saison jedenfalls ihre größten Schwächen, wenn sie mit hohem Tempo und viel Raum im Mittelfeld attackiert werden konnten. Da brauchen sie eine gute Absicherung bei Ballverlusten.

Was ist von Kovač zu erwarten?

Dementsprechend ist es für den FC Bayern nicht nur entscheidend, was vom Gegner zu erwarten ist. Es ist noch wichtiger, was von den Münchnern selbst zu erwarten ist. Die ernüchternde Antwort ist: kein großer Fortschritt. Kovač und sein Trainerteam legen keinen großen Wert auf Positionsspiel. Deshalb wird es auf die Besetzung im Mittelfeld ankommen, wie sicher die Bayern mit ihrem Ballbesitz umgehen werden.

Vielleicht werden die Bayern sogar weiter auf die tieferen Außenverteidiger und die zurückhaltenden Sechser setzen, um Gladbach in den Umschaltmomenten wenig Raum zu geben. Allerdings braucht der FC Bayern unbedingt einen Sieg, um im Meisterschaftsrennen zu bleiben. Geht Kovač hier nicht mehr Risiko, droht eine ähnliche Partie wie gegen Hertha BSC, die in jede Richtung hätte kippen können. Die Berliner verpassten ihrerseits die Führung, während Bayern einen Standard brauchte. Letztendlich entschied der Rekordmeister ein Spiel mit ganz wenigen Chancen denkbar knapp für sich.

Gegen Gladbach wird das so nicht funktionieren. Zu stabil ist die Defensive, wenn man sie nicht herausfordert, zu sicher sind sie im Kombinationsspiel, wenn die Aggressivität im Zentrum nicht existent ist. Vorne haben sie mit Plea (13 Tore, 3 Assists in 24 Pflichtspielen) und Hazard (12 Tore, 9 Assists in 24 Pflichtspielen) zwei extrem torgefährliche Spieler. Und mit Stindl den Mann, der ihnen die Räume erlaufen kann. Versuchen die Bayern, zu viel zu reagieren, werden sie gegen diesen Gegner schwimmen. Egal, ob Gladbach aktuell eine Schwächelphase droht oder nicht. Zumal es durch die Ausfälle von Ribéry, Robben, Coman, Alaba und Goretzka gleich nochmal schwerer wird. Doch das darf nicht als Ausrede zählen, wollen die Bayern zum siebten Mal in Folge Meister werden.

Das Thesen-Duell

Die Regeln findet ihr hier. Die Zahl für These 3 wurde diesmal von Fatbardh

Ergebnis des letzten Spieltags: Justin 1,2 : 1,2 Fatbardh

Zwischenstand insgesamt: Justin 88,2 : 77,8 Fatbardh

Justins Tipps

  1. Torschütze: Serge Gnabry
  2. Freie These: Bayern gewinnt nicht.
  3. Über/Unter 3,5: Unter!
  4. Aufstellung: Neuer – Kimmich, Süle, Boateng, Rafinha – Thiago, Martínez – James – Müller, Lewandowski, Gnabry

Fatbardhs Tipps

  1. Torschütze: Joshua Kimmich – wenn das stimmt, kriegt er 2 Punkte (Anmerkung der Redaktion; extra ohne Abkürzung für euch)
  2. Freie These: Bayern spielt nicht zu Null
  3. Über/Unter 3,5: Unter!
  4. Aufstellung: Neuer, Kimmich, Süle, Boateng, Rafinha, Thiago, Martínez, James, Müller, Lewandowksi, Gnabry

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

Du willst Miasanrot Supporter werden?

  1. Klasse Analyse. Vielen Dank. Bin gespannt ob einer der 3 nachnominierten Jungen spielt…

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
  2. Ohne Alaba, Goretzka, Robben, Ribery, Coman und Tolisso. Bleiben 13 Feldspieler aus der 1. Mannschaft. Auf den AVs und vorne stellt sich die Mannschaft schon von alleine auf. Irgendwie muss der Frühling vor der Tür stehen – das Phänomen ist inzwischen altbekannt um diese Zeit. Aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen ist nicht die Stärke des FCB der letzten Jahre.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Man muss schon so fair sein und sagen, dass das nur eine Momentaufnahme ist. Die meisten der Ausfälle sind Kleinigkeiten wie Krankheit. Das passiert eben mal und wie schnell sich sowas ausbreitet wissen wir alle trotz größter Vorsicht. Statistisch dürften die Muskelverletzungen in dieser Saison tatsächlich – Stand jetzt! – weniger sein. Aber da habe ich keine Statistik. Es ist nur ein Gefühl.

      1. Richtig. Einige der Ausfälle sind wohl nur von kurzer Dauer. Aber wir haben eigentlich immer ca 2 Spieler, die langfristig ausfallen (aktuell sogar 3 mit Robben, Tolisso und Coman). Das ist bei uns quasi Normalzustand. Und das sollte man endlich kapieren. Bei 19 Feldspielern stehen uns eigentlich immer nur 16 oder 17 zur Verfügung. Wir hatten in dieser Saison für einen oder zwei Spieltage einmal den kompletten Kader zur Verfügung. Und das war eigentlich nie anders in den letzten Jahren.

      2. Ich sehe das ähnlich. Mit 20/21 Spielern (ohne TW und Jugend) sollte man (wieder) planen. Aber die Situation ist dennoch entspannter, als von vielen befürchtet.

      3. Morgen leider nicht. Danach hoffentlich schon.

      4. Die Zahlen der letzten vier Hinrunden (also unter Guardiola, Ancelotti, Heynckes und Kovac) in Bezug auf die durchschnittlichen Verletzungstage sind, etwas überraschend, fast identisch.
        In den einzelnen Teilbereichen kann sich da natürlich etwas verschoben haben. Gefühlt könnte sich der Anteil der Muskelverletzungen, der unter Pep explodierte, tatsächlich zurückgebildet haben. Wenn dem so wäre nützt es uns allerdings auch nicht sehr viel, da wir das dann offensichtlich bündig durch andere Verletzungsformen “ersetzt” haben.

  3. Lewandowski hat eine “tolle” Bilanz gegen Gladbach. 2 Tore – eines in 11/12 für den BVB und eines, als er im letzten Jahr für 20 Minuten in der Allianz-Arena eingewechselt wurde und das 5:1 schoss.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Und was erwartest du für dieses Spiel? Jemand Tipps?

      1. AntwortsymbolStern des Südens Seite 01.03.2019 - 23:16

        Wird nen 2:3 :-)

  4. Die Stärke von Gladbach scheint genau das zu sein, was bei uns verteufelt wird.
    “Gladbach wird ähnlich wie im Hinspiel aus einer kompakten Defensive heraus die Umschaltmomente suchen. Gerade über die gute Mittelfeldstruktur und die schnellen Außenspieler soll es bei Ballgewinnen in hoher Geschwindigkeit nach vorn gehen ” Hat ja funktioniert, Bus vorm Tor parken, fünfmal über die Mittellinie gehen, dabei drei Tore machen, abfeiern lassen. Konnte ich mir live im Stadion anschauen, kein Gladbacher hat sich für die Art und Weise des Sieges geschämt. Wieso sollten wir das morgen nicht auch machen?
    Was bei anderen abgefeiert wird ist bei uns die Götterdämmerung.
    Um nicht falsch verstanden zu werden, ich würde morgen gerne ein dominantes Bayern-Spiel sehen, mit 90 Ballbesitz und einem lockeren 3-0 Vorsprung nach 60 Minuten, den wir dann langweilig bis zum Schluss verwalten. Unser Kader gibt sowas momentan allerdings überhaupt nicht her, also sollten wir die Gladbacher mit ihren eigenen Waffen schlagen. Scheiß auf Positionsspiel, hinten dicht und vorne schlagen wir eiskalt zu.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Naja, wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass “fünfmal über die Mittellinie gehen, dabei drei Tore machen” funktioniert? Ich glaube, die von dir benannte “Götterdämmerung” meint nicht, dass der FC Bayern jedes Spiel mit 90% Ballbesitz gestalten muss. Sie meint, dass genau das, was ich zitiert habe, nicht zu nachhaltigen Erfolgen führt. Dafür braucht man Flexibilität und ein ausbalanciertes System, das dir einerseits die dafür erforderliche sattelfeste Defensive bringt und andererseits aber mehr als “fünfmal über die MIttellinie”, sondern ein nachhaltiges Offensivkonzept, das dir garantiert, dass du deine Chancen auf den Sieg bekommst. Nur, weil Mannschaften des öfteren das Glück hatten, so ein Spiel zu gewinnen, heißt das nicht, dass es nachhaltig Erfolg bringt. Warum straucheln viele Mannschaften, die so einen Überraschungserfolg holen, denn in den Wochen danach häufig? Weil sie dann nicht mehr aus drei Schüssen fünf Tore machen und hinten plötzlich nicht mehr mit 30 Schüssen gegen sich zu Null spielen (Überspitzung).

      1. @Justin: Da gebe ich dir völlig recht.
        “Dafür braucht man Flexibilität und ein ausbalanciertes System, das dir einerseits die dafür erforderliche sattelfeste Defensive bringt und …. ein nachhaltiges Offensivkonzept, das dir garantiert, dass du deine Chancen auf den Sieg bekommst” Das ist die Idealvorstellung, von der alle 18 Bundesligamannschaften und -Trainer träumen.
        Du schreibst oben aber auch: “Probleme bekam Heckings Mannschaft vor allem gegen ebenfalls gut organisierte Abwehrreihen” Sowas aber auch :-) So groß können die Probleme aber gar nicht sein, sonst wäre Gladbach nicht Tabellendritter.
        Für die Zukunft brauchen wir wieder mehr von dieser Idealvorstellung “sattelfeste Defensive und nachhaltiges Offensivkonzept”.
        In unserer momentanen Lage sollten wir aber den Gladbachern nicht auf den Leim gehen und offensiv spielen, sondern den Bus parken und aus wenigen und dafür vernünftigen Angriffen was zählbares rausholen. Und wenn nicht, dann spielen wir 0-0. Ich könnte damit leben, die Meisterschaft wird nicht in Gladbach entschieden, zumindest nicht für uns.

      2. Da stimme ich in Teilen zu. Es spricht aber gegen meine Vorstellungen, dass wir so spielen und uns so aufs Reagieren und aufs (anteilige) Glück verlassen. Ich kritisiere aber auch nicht, dass wir aktuell nicht diesen erdrückenden Fußball können. Ich kritisiere eher, dass wir uns selbst in diese Situation brachten.

      3. Justin schrieb hier wie ein Prophet, der vom Berg herab stieg:

        Ich kritisiere aber auch nicht, dass wir aktuell nicht diesen erdrückenden Fußball können. Ich kritisiere eher, dass wir uns selbst in diese Situation brachten.

        Das sind wahre Worte. Ich denke, man kann diesen Fehler nicht oft genug betonen, wenn man diesen Verein liebt und dessen Geschichte kennt. Wie Justin, so ist auch mir ist unverständlich, warum man das Ballbesitzspiel so vernachlässigt hat. Guardiola wußte, warum er es jeden Tag aufs Neue geübt hat.

  5. Schwarzenbeck Seite 01.03.2019 - 19:02

    Also, wir gehen kadertechnisch auf dem Zahnfleisch in dieses Spiel. Das Schöne daran: Kovac kommt eigentlich gar nicht drumrum, zumindest einen Jungen reinzunehmen. Gut, vielleicht wechselt er ja Ulreich, Hummels und Sanches ein, Sanches in der 92. – zuzutrauen wäre es ihm.

    Aus meiner Sicht muss es allerdings heißen: Wenn nicht am Samstag, wann denn dann. Ich plädiere für mindestens einen Jungen in der Startelf. Warum denn nicht mal Davies vorne ausprobieren, oder Woo. Und wenn eh Martinez neben/hinter Thiago spielt, dann kann man auch Sanches den Goretzka geben lassen. Letzterer hat jüngst defensiv mal gar nichts gebracht und vorn ist auch Sanches mal für ein Tor gut.

    Aber jetzt schauen wir erst einmal, was der BVB heute Abend macht. Wäre schön, wenn Augsburg heute die Krise beendet. Glaube aber nicht recht daran. Leider.

  6. Gladbach ist wie erwähnt für uns so etwas wie ein Angstgegner, und gerade auswärts kann es passieren, dass wir gegen die Fohlen eine deutliche Niederlage kassieren. Die Verletztenmisere und die Unruhe im und um das Team herum trägt auch nicht dazu bei, mit breiter Brust am Bökelberg aufzulaufen.
    Ich rechne daher nicht mit hohen Ballbesitzphasen und einer dominanten Spielweise, obwohl es der Kader m.E. hergeben würde!
    Vielmehr wird es ein Spiel, bei dem sich keine Seite eine Blöße geben will und beide Seiten auf Umschaltmomente setzen, die sicherlich kommen werden. Ähnlich wie gegen Liverpool werden spielerische Glanzlichter und Pass-Folgen eher beim Gegner zu bewundern sein, während wir vor allem auf die Defensive setzen und mit vereinten Kräften irgendwie “den Laden dicht” halten werden.
    Ok, ganz ungeschoren werden wir wohl nicht davon kommen, Gladbach ist offensiv in der Lage, gelungene Kombinationen in den Strafraum aufzuziehen und wird sie wohl auch erfolgreich gestalten, “die Bude voll” hauen sie uns aber nicht.
    Unsere Jungs wiederum werden wieder den Standard haben, oder es gibt die eine geniale Aktion von Gnabry oder Lewa, und am Ende heisst es Unentschieden. Ob wir damit auf DO etwas verkürzen können, oder die Schwatzgelben weiter wegziehen können, wird sich zeigen, allerdings setze ich wenig Hoffnung auf Augsburger Schützenhilfe, weswegen mich ein im Grunde durchaus achtbares Remis gegen die Fohlen trotzdem ärgern würde.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Tja,wie immer :
      Alles reine Theorie
      90 Minuten das Spiel schauen und dann die Analyse,oder ?!

      1. So ist es! Alles Theorie und Mutmaßungen! Der Blick in die Glaskugel. Und weisst Du was? Das macht Spaß, sich schon vorher zu überlegen, wie es wohl laufen könnte, so ein Spiel unseres FCB! Dann ist die Analyse hinterher um so interessanter. Wobei ich vermute(!), dass wir zwei in unseren Einschätzungen des Spiels nicht übereinstimmen werden. Aber wer weiss…

  7. Schwarzenbeck Seite 01.03.2019 - 22:12

    Auf geht’s Augsburg. Die 3 Punkte behaltet Ihr daheim! 12 Minuten gehen noch!

  8. Schwarzenbeck Seite 01.03.2019 - 22:24

    Sehr geil. Größer wird der Abstand in jedem Fall nicht. Jetzt in Gladbach punkten und das Ganze wird interessant.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Saugut. Jetzt morgen schön kompakt stehen, nicht auskontern lassen und mindestens einen Punkt holen. Läuft :-)

  9. Kann mal jemand zurückblättern und schauen zu welchem Zeitpunkt (12 Punkte hinten oder so) ich geschrieben habe, dass wir Meister werden?

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Kurt
      16.12.2018 – 17:16 Uhr
      Bayern wird Meister.

      15. Spieltag, 9 Punkte Rückstand, Dortmund ungeschlagen.

      Schade, dass ich nicht wette.

      1. Ich hätte es nicht gedacht. Aber unabhängig vom morgigen Spiel glaube ich jetzt auch wieder, dass Bayern Meister wird. Ob das aber so gut für die Zukunft ist, wird sich noch zeigen.

      2. Ich denke nach wie vor, dass das stark vom Abschneiden gegen Liverpool abhängt. Kommen wir in die nächste CL-Runde, sehe ich die Meisterschaftschancen bei 50:50. Scheiden wir aus, dann schätze ich sie deutlich höher ein (70-80 %). Ich glaube auch, dass der BVB (sollte er nicht wider erwarten doch noch das Wunder gegen Tottenham schaffen) sich in der Liga auf jeden Fall stabilisieren wird (weil für ihn die Englischen Wochen wegfallen).
        Wären wir schon früh im DFB-Pokal und der Champions League ausgeschieden, wäre ich mir fast hundertprozentig sicher, dass wir wieder die Schale holen. Trotz der Probleme, die das Team diese Saison hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir eine Meisterschaft vergeigen, wenn wir uns nicht über einen längeren Zeitraum zwischen verschiedenen Wettbewerben aufreiben.
        Was das über den Rest der Liga aussagt, ist natürlich eine ganz andere Sache. Ich finde, eine starke Konkurrenz wäre für die Entwicklung des FC Bayern wünschenswert (siehe 2011-2013).

  10. Hmmm…damit hätte ich auch nicht gerechnet! Behält Augsburg gegen DO die drei Punkte! Und bei den Schwatzgelben dürfte solangsam Alarmstimmung aufkommen. Die wiederum bei uns weiter abflauen dürfte, wenn wir zu DO aufschließen können.
    Ob die wohl eher unerwartete Gelegenheit unserer Offensive morgen Flügel bereitet, bleibt abzuwarten. Ich denke nicht, dass Kovac deswegen offensiver spielen lässt. Aber selbst ein Unentschieden wäre dann ein Schritt nach vorn.

  11. ….bin echt gespannt auf die Austellung. Ich würde aufgrund der Personalsituation James auf der Coman Position spielen lassen. Müller dann auf der 10 und Gnabry vorne rechts. (Um die eingespielte Rechte Seite nicht zu verändern). Oder macht es mehr Sinn Davies bzw. Woo-Yeong Jeong für Coman zu bringen?

  12. “Während Strobl (…) vor allem für Pässe oder Dribblings in die Zwischenräume zuständig ist”

    Das ist der größte inhaltliche Fehler, den ich je in einer eurer Analysen gelesen habe :-D
    Zunächst ist das ein riesen Lob, da ich die Qualität eurer Berichte fantastisch finde. Aber wie diese Meinung über Strobel zustande kommt finde ich sehr eigenartig. Ich schaue seit Jahren gerne Gladbach und muss sagen, dass Strobel sehr ähnlich wie Khedira einzuschätzen ist. Er macht wahnsinnig wenig falsch, füllt seine Rolle so diszipliniert aus, wie es wenige Spieler können und hat ein wirklich gutes Positionsspiel (mit und ohne Ball). Was er aber auf gar keinen Fall kann ist dribbeln und was er auch eher mäßig beherrscht sind Pässe mit einem etwas höheren Schwierigkeitsgrad….

  13. Ich tippe jetzt auch mal.

    1. Bayern gerät in Rückstand.
    2. Kovac bringt irgendwann Woo-Yeong Jeong und irgendwann Sanches.
    3. Woo-Yeong Jeong sieht mehr Minuten als Sanches.

  14. Unsere Jungs gewinnen gegen Gladbach 2:0 :)

    Grüsse aus Hamburg

  15. Müller wird wirklich überbewertet…

  16. Wieviel brauchen wir heute für die Tabellenführung? 7?

    Scheint machbar…

  17. Schwarzenbeck Seite 02.03.2019 - 18:53

    Lewandowski darf schon auch mal treffen, oder?

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. AntwortsymbolSchwarzenbeck Seite 02.03.2019 - 19:03

      Und Gnabry auch. Meine Güte sind das Chancen!

      1. Ja… Die Chancenverwertung ist heute wieder der Wahnsinn. Ein 5:0 wäre bis hierhin gerechtfertigt.

  18. Schwarzenbeck Seite 02.03.2019 - 19:08

    Mann, wir müssten 3:0, 4:0 führen, stattdessen holen wir uns schon wieder eines. Selten dämlich.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. AntwortsymbolSchwarzenbeck Seite 02.03.2019 - 19:17

      Und dann schleichen sich jetzt leider auch zunehmend Ungenauigkeiten ein. Nicht gut. Zeit für die Halbzeit.

  19. Lee’s Trift überhaupt nicht mehr! Und Gnabry macht’s ihm nach!

  20. Jetzt Handbuch Lewa zu schnell schlecht gemacht ;)

  21. Lewa muss heute eigentlich 5 alleine machen. Mann, mann…..

  22. Warum nicht mal Jeong oder Davies??!!!

    Kein Vertrauen in die Jugend!!!!!! :(

  23. Müller und James…geht doch!

  24. Schwarzenbeck Seite 02.03.2019 - 20:22

    Ich hätte ja viel erwartet, aber nicht, dass wir nach dem Spiel punktgleich sind und nur noch 3 Tore dahinter. Unchlaublich!

  25. […] des letzten Spieltags: Justin 3 : 3 […]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.