Vorschau: FC Bayern München – 1. FC Nürnberg

Es macht im Moment den Eindruck, als käme der FC Bayern wieder in die Spur. Die komfortablen Siege gegen Benfica und in Bremen geben den Münchnern das nötige Selbstvertrauen, um die nächsten Herausforderungen anzugehen. Ajax, Leipzig und Frankfurt stehen u.a. auf dem Programm, doch erstmal muss vermieden werden, dass schon der 1. FC Nürnberg zum Stolperstein wird.

Die Gefahr liegt in der aktuellen Situation darin, zu früh wieder ins andere Extrem umzuschlagen. So wie die Krise nicht nur eine Ursache hatte, ist jetzt nicht alles plötzlich gut. Es ist die Mischung aus vielen Umständen, die Bayern-Fans in dieser Woche etwas entspannen lässt.

Zu diesen Umständen zählt, dass die letzten Gegner den FC Bayern kombinieren ließen. Hohes Pressing gab es nur in wenigen Phasen zu beobachten und so fühlte sich die Hintermannschaft des Rekordmeisters nur selten unter Druck gesetzt. Auftaktpässe und Kombinationsspiel hatten dadurch eine höhere Erfolgsquote.

Es sind jedoch nicht nur die schwachen Gegner, die den FCB kurzzeitig erstrahlen lassen. Durch die Entscheidung des Trainers, Kimmich und Goretzka als Doppelsechs auflaufen zu lassen, verbesserte sich die Struktur im zweiten Drittel enorm. Der nächste Schritt muss es nun sein, das Offensivspiel zu verfeinern.

Die Cruyff-Raute als Träumerei

Und doch muss man konstatieren, dass Kovač endlich etwas verändert hat, was über personelle Wechsel hinausgeht. Die Doppelsechs hat kurzfristig für einen Aufschwung gesorgt. Kehrt Thiago vollends zurück, bieten sich dem Trainer sogar noch mehr Möglichkeiten.

Voraussichtlich wird er Kimmich dann wieder auf die rechte Außenbahn schieben und Thiago gemeinsam mit Goretzka ausprobieren. Theoretisch dürfte das auch Sinn ergeben. Eine weitere Option wäre die Mittelfeldraute. Mit Thiago auf der Sechs, Kimmich und Goretzka auf den Halbpositionen und James oder Müller hinter den Spitzen hätte Kovač eine spielstarke Achse, die die Abhängigkeit von den Außenpositionen etwas lösen könnte.

Erinnert sei da an die Cruyff-Raute im 3-1-2-1-3. Für Kovač sind das vermutlich zu viele Experimente, aber zumindest als Gedanke macht diese Option Sinn. Bayern könnte so wieder mehr Kontrolle im zweiten Drittel erlangen und die Ballverluste im Zentrum minimieren.

Lange Zuspiele in den Halbraum

Unter Niko Kovač versucht der FC Bayern in dieser Saison sehr häufig, lange Flachpässe in den Halbraum des Angriffsdrittels zu spielen. Das heißt, dass entweder die Innenverteidiger oder der tiefere Sechser sehr lange Wege bespielen müssen. Zu Beginn der Saison funktionierte das richtig gut. Die beiden hohen Achter boten Anspielstationen und waren gleichzeitig direkt von mindestens zwei Mitspielern (Stürmer und Flügelspieler) umgeben.

Dadurch entstand sofort Druck auf die Abwehrkette des Gegners und meist auch ein oder zwei Optionen für die Folgeaktion. Mit vereinzelten Mannorientierungen gelang es den Mannschaften aber zunehmend, diese Risikopässe abzufangen oder für Ungenauigkeit beim Passgeber zu sorgen. Bayern fand kein Gegenmittel und rannte in einige gefährliche Konter. Gegen Benfica und Bremen sah es auch deshalb besser aus, weil der Passgeber Zeit hatte und Müller sich klug zwischen den Ketten positionieren konnte.

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Grenzen wurden jedoch auch hier deutlich. Süle spielte gleich drei Fehlpässe in den rechten Halbraum über eine Distanz von mindestens zehn, einmal sogar dreißig Metern. Bei Boateng sind es mindestens zwei Zuspiele dieser Art, die kein Ziel fanden und auch Goretzka sowie Kimmich kamen zusammen auf mindestens zwei Fehlpässe, die aufgrund der hohen Distanz scheiterten. Doch es liegt nicht nur an der Länge dieser Pässe.

Warten auf den Moment

Durch die Doppelsechs fehlt jetzt natürlich ein weiterer Achter oder Zehner, der Müller und Lewandowski bei der Arbeit zwischen den Ketten unterstützt. Dafür ist die Stabilität im defensiven Zentrum höher. Ballverluste haben nicht mehr das Gewicht der letzten Wochen. Hätten die Bayern diese Fehlpässe in einem 4-1-4-1 gespielt, wäre Bremen vermutlich häufiger gefährlich vor das Tor gekommen.

Diese langen Laserpässe bringen ein hohes Risiko mit. Deshalb muss Kovač natürlich abwägen, inwiefern er dieses Risiko balancieren kann. Mit der Doppelsechs hat er sich nun vorerst für eine tiefere Variante entschieden. Auch auf ein direktes Gegenpressing verzichten die Bayern in letzter Zeit häufiger. Es geht dem Trainer darum, mit diesen Zuspielen schnellen Druck im Angriffsdrittel zu erzeugen. Allerdings muss er sie noch dosieren.

Kovač sprach neulich von Geduld in Ballbesitz. Er will, dass die Mannschaft auf den richtigen Augenblick wartet. So wie vor dem 2:1 durch Serge Gnabry, als Müller sich fallen ließ und Süle ihn mit einem relativ einfachen Zuspiel über rund 15 Meter bediente. Für den Passgeber sind dabei drei Dinge entscheidend: Kann derjenige, den ich anspiele, mit Druck umgehen? Ist durch den Pass eine gute Folgeaktion möglich? Ist der Empfänger vielleicht von zu vielen Gegenspielern umgeben? Nicht immer treffen die Aufbauspieler hier die richtige Entscheidung.

Auch gegen Nürnberg ist Geduld gefragt

Einige Ballverluste können durch eine bessere Dosierung dieser Zuspiele noch vermieden werden. Die Rückkehr Thiagos sowie das Tempo durch Coman machen aber Mut auf weitere Optionen. Während Thiago jemand ist, der sowohl Empfänger im Halbraum als auch Verteiler im Sechserraum sein kann, zeigte Coman nach seiner Einwechslung in Bremen, warum er so vermisst wurde.

Die Qualitäten des Franzosen im Eins-gegen-Eins sind enorm und bringen eine vermisste Komponente ins stotternde Angriffsspiel. Gerade gegen Nürnberg könnte er zu einem Schlüssel werden. Die Gäste werden von Anfang an mit hoher Intensität agieren.

Trainer Köllner variierte zuletzt zwischen 4-4-2, 4-2-2-2, 4-3-3 und 4-2-3-1. Gegen Dortmund kam aber auch ein defensiveres 5-3-2 zum Einsatz und auf Schalke ein relativ ähnliches 3-4-1-2. Köllner passt vieles auf den Gegner an und versucht, die fehlende individuelle Klasse mit taktischen Veränderungen auszugleichen. Nicht immer gelingt das. 0:7 gegen Dortmund, 2:5 gegen Schalke, 0:6 gegen Leipzig – während das Spiel auf Schalke als Ausrutscher gesehen werden kann, scheiterte Nürnberg in den anderen beiden Partien jeweils am hohen Tempo der Gegner.

Wie viel ist die Leistungssteigerung wert?

Der Versuch, dieses Tempo durch eine gute Defensivstaffelung auszubremsen, ging nach hinten los. Sie kamen jeweils nicht in die Zweikämpfe, weil das Spiel an Passivität krankte. In den falschen Momenten wurden Räume geöffnet, selten wurde mal aggressiver nach vorn geschoben. Bei Ballgewinnen fehlten zudem Klasse und Ideen, um Nadelstiche zu setzen. In Leipzig erreichten die Nürnberger einen Expected-Goals-Wert von 0,39, in Dortmund waren es 0,15.

Für Köllner und den FCN haben diese Spiele weniger Relevanz, weil sie dort auf dem Papier ohnehin kaum eine Chance haben. Dem FC Bayern zeigt es aber, dass diese Mannschaft Probleme bekommt, wenn Top-Mannschaften ihr Tempo auf den Platz kriegen. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass Bayern eine ähnliche Leistung wie in Bremen braucht.

Geduld, wenn Geduld angebracht ist und Tempo, wenn sich zwischen den Ketten des Gegners eine Möglichkeit bietet. Vor allem wird es darauf ankommen, dass die Offensivspieler die Positionen besetzen und Passwege ermöglichen, die schlussendlich für gute Ausgangspositionen im letzten Drittel sorgen. Am Wochenende stehen nicht nur drei Punkte auf der To-do-Liste. Macht der FC Bayern gegen die Nürnberger spielerisch den nächsten Schritt, so steigt auch das Selbstbewusstsein erneut etwas an. Für das Finale gegen Ajax und die beiden Top-Spiele gegen Leipzig und in Frankfurt wäre das sehr wichtig. Dann wird man nämlich sehen, wie viel die jüngsten Leistungssteigerungen wirklich wert sind.

Das Thesen-Duell

Die Regeln findet ihr hier. Die Zahl für These 3 wurde diesmal von Justin gewählt. Kurzfristige Änderungen sind bis zum Spieltag noch möglich.

Ergebnis des letzten Spieltags: Justin 3,8 : 2,4 Fatbardh

Zwischenstand insgesamt: Justin 55,4 : 51,2 Fatbardh

Justins Tipps

  1. Torschütze: Serge Gnabry
  2. Freie These: Bayern schießt mindestens 3 Tore.
  3. Über/Unter 3,5: Über!
  4. Aufstellung: Neuer – Rafinha, Süle, Boateng, Alaba – Kimmich, Goretzka – Müller – Gnabry, Lewandowski, Coman

Fatbardhs Tipps

  1. Torschütze: Robert Lewandowski
  2. Freie These: Ein Bayern-Spieler erzielt mindestens einen Hattrick.
  3. Über/Unter 3,5: Über!
  4. Aufstellung: Neuer, Rafinha, Süle, Boateng, Alaba, Kimmich, Thiago, Müller, Gnabry, Lewandowski, Coman

Hinweis: Stand jetzt gibt es keinen Autor für das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg. Daher könnte es sein, dass es keine Analyse geben wird. Wir bitten dies zu entschuldigen.

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Leserkommentare
  1. willythegreat

    Die Cruyff-Raute klingt interessant und wäre sicherlich gerade gegen defensiv stehende Gegner eine Option. Mir schwebt auch schon seit Längerem mal der Versuch eines 4-4-2 mit Mittelfeldraute vor. Das wäre eine etwas defensivere Aufstellung, da man einen Offensivspieler zugunsten eines Abwehrspielers opfern würde, aber vielleicht auch mal überlegenswert, gerade wenn man führt. An der Aufstellung der Mannschaft würde sich derzeit bis auf eine Position nicht allzu viel ändern, nur an der Ausrichtung.
    4-4-2: Neuer – Rafinha, Süle, Boateng, Alaba – Thiago, Kimmich, Goretzka, Müller – Gnabry, Lewandowski
    3-4-3: Neuer – Boateng, Süle, Alaba – Thiago, Kimmich, Goretzka, Müller – Gnabry, Lewandowski, Coman

  2. Osrig

    Warten auf den Moment…an dem die Gegner erkennen, dass lange Pässe leichter abzufangen sind, als scharf gespielt kurze Pässe! Erst recht, wenn der Pass-Geber mehr als eine Option zum Anspiel hat, sind schnelle Kurzpass-Zuspiele schwer zu antizipieren, als die “langen Dinger”. Aufgrund der herausragend guten Qualität unserer Spieler bei diesen langen Zuspielen können diese Pässe auch weiterhin durchaus gefährlich werden, aber letztlich ist es nur eine Frage, bis sich die Gegner darauf einstellen. Und dann bricht die Taktik hinsichtlich ihrer Offensivstruktur zusammen. Denn wenn das lange Zuspiel nicht ankommt, können auch die Kombinationen in der Spitze nicht mehr oder zumindest nicht mehr mit der nötigen Präzision erfolgen. Und dann wird es wieder “rumpelig”.
    Warten auf den Moment…

    Aber gut, Nürnberg wird diesen Moment nicht haben…ich halte den Club für zu schwach, dessen Spieler werden deshalb auch nichts anderen machen, als zu “knüppeln”, weswegen ich hoffe, dass vor allem der Schiedsrichter einen guten Tag erwischt!

    1. Done

      “weswegen ich hoffe, dass vor allem der Schiedsrichter einen guten Tag erwischt!”

      Das ist auch meine Hoffnung, bzw. Erwartung bez. der Nürnberger Spielweise. Wenn es dem Schiri nicht gelingt, die mit Sicherheit zu erwartende Treterei rechtzeitig zu unterbinden, sehe ich jetzt schon wieder einen in der Waagerechten das Spielfeld verlassen.

  3. Done

    “Ergebnis des letzten Spieltags: Justin 3,8 : 2,4 Fatbardh”

    Sorry FR7… da hab ich dich reingetrieben ;-)

    Ich bin ab sofort ruhig…

  4. JP

    Ohne Thiago und Coman, und das nach der Ansage, die Rotation aufzugeben. Irgendwie habe ich schon wieder ein schlechtes Gefühl, frühe Führung hin oder her…

  5. Gerdl20

    Nürnberg ist ja nicht ernst zu nehmen.
    Erschreckend was die da spielen.
    Ajax am Mittwoch wird interessant!
    Also wenn nicht Coman und Thiago in die Stammelf rutschen,dann weiss ich auch nicht.

  6. Anton

    Wenn ich mal Osrigs Kommentar als Basis nehme – “dessen Spieler werden deshalb auch nichts anderen machen, als zu “knüppeln”, dann macht es doch sogar Sinn, die beiden, die gerade aus einer langwierigen Verletzung zurückkommen, nicht gerade in dem Spiel von Beginn an zu bringen.

  7. Herrispezial

    Von Knüppelei ist zum Glück nichts zu sehen. Aber Riberys Leistung ist indiskutabel. Da wünsche ich mir dringend Coman für die 2. HZ. Zumal man eigentlich einen sehr viel deutlicheren Sige erwarten darf. Nürnberg ist auswärts eine echte Schiessbude.

    1. Kurt74

      Indiskutabel? Dann sehe ich ein anderes Spiel, ich finde Ribery stellt die Nürnberger immer wieder vor Probleme. Und sein Tor hat er sich ebenfalls verdient.

      1. Herrispezial

        Ihm ist alleine 3x ein einfaches Zuspiel vom Fuss gerutscht. Das Tor war ein glücklicher Abstauber, den er auch wenig souverän macht. Dazu viele verlorene Zweikämpfe, obwohl er inzwischen weiss, dass er nicht mehr so schnell und stark ist wie zuvor. Und wenn er einmal einen Gegner ausspielt, dann geht er in das nächste Dribbling anstatt abzuspielen. Aber alleine seine unnötigen Ballverluste waren schwach.

  8. Kurt

    Wie unfassbar planlos die Lappen vom Transfermarktforum sind. Es ist erschreckend.

  9. Herrispezial

    Boah bleibt das zäh. Nach wie vor dauert es viel zu lange, bis der Ball zum nächsten Mitspieler kommt. Immer noch sieht man die Kovac-Handschrift viel zu stark. Wenn der Gegner nicht mithilft (wie beim 3:0) oder Einzelaktionen greifen (2:0), dann bleibt es meist harmlos. Wenig echter Teamfussball. Und deswegen schliessen wir erbärmlich schwache Nürnberger auch nicht aus dem Stadion, obwohl sie diese Saison schon etliche Klatschen bekommen haben. Aber immerhin mal ohne Gegentor- so etwas muss man unter Kovac ja schon fast als Glanzleistung abfeiern.

  10. rookie

    wie waren Thiago und Kimmich zusammen im Mittelfeld? Meine Traumbesetzung seit Ewigkeiten

    1. Kurt

      Keine Wertung. In der halben Stunde in der Thiago gespielt hat ging wenig. Lag aber natürlich nicht an ihm.

      Coman (wurde zusammen mit Thiago eingewechselt) war engagiert, Thiago fehlerfrei, aber es kamen keine Geistesblitze oder sowas.

      Kimmich mit einem eher durchwachsenen Spiel. Ein Spiel auf der 6 war mies, eins super. Das jetzt mittelmäßig.

    2. Herrispezial

      Goretzka war mit Kimmich besser. Thiago muss natürlich auch erst einmal wieder in den Rhythmus kommen. Aber Goretzka hatte mehr Zug nach vorn. Kimmich hat dafür ein paar Bälle angefangen.
      Insgesamt wirkte die Mannschaft defensiv deutlich konzentrierter und bemühter als zuletzt. Zumindest sind viele Bälle rechtzeitig abgelaufen oder abgefangen worden. Und es war dann auch oft ein zweiter Mann in der Nähe, der ebenfalls bissig genug war. Aber nach vorne war es wieder sehr ideenlos. Die drei Tore sind dann auch weniger das Ergebnis von Kombinationsfussball oder guten Passen in die Tiefe gewesen (nach Ecke, Abstauber nach Distanzschuss und nach fatalem Pass vom Torwart). Immerhin gab es keine Gegentore und das ist ja selbst gegen Abstiegskandidaten und ungefährliche Mannschaften auch schon eine Menge Wert in diesen Tagen.
      Diese Siege sind für Kovac allerdings nur wenig Wert, wenn es gegen Frankfurt und Leipzig weniger als 4 Punkte gibt. Denn dann ist auch ein uninspiriertes 3:0 heute nicht der Fingerzeig für den spielerischen Aufbruch gewesen.

      1. T.W.

        “(…) auch ein uninspiriertes 3:0 heute nicht der Fingerzeig für den spielerischen Aufbruch gewesen.”
        Ob’s spielerisch gut oder schlecht läuft, gibt ja inzwischen der Vereinspräsident vor – und das zumeist auch bloß am Ergebnis orientiert, wie’s scheint. Bei allenfalls durchwachsenem Sieg heißt’s von Hoeneß, “Ich habe heute ein sehr gutes Spiel gesehen”; die recht miese Torbilanz bei erschreckend hoher Gegentrefferanzahl “interessiert mich doch jetzt nicht”, diktiert er in die Mikrophone; und aus Dankbarkeit für einzelne seiner Lieblinge “kann ich auch mal eine Meisterschaft hergeben”, menschelt er gönnerhaft (denn an ihm allein ist’s, zu geben und zu nehmen beim FC Bayern). Mehr Alibi für Mannschaft und Trainer wider den professionellen Leistungssportgedanken sowie die in zuletzt knapp 10 Jahren hart erarbeitete FCB-DNA bzgl. Spielkultur und Torhunger bis zur letzten Minute geht eigtl. kaum noch (na ja, nicht unterschlagen sei sein “…werden trotzdem alles geben, um die Meisterschaft bis zum Schluss spannend zu halten” – wie auch immer das gelingen soll unter den aktuellen Schieflagen im Verein…). Macht halt einen Unterschied, ob man nach bisherigem FCB-Selbstverständnis von der Tabellenspitze aus grüßend, oder aber mit deutlichem Rückstand auf diese in so einem Spiel vorzeitig in den bequemen Verwaltungsmodus zurückschaltet, um etwa verständlicherweise Kräfte zu schonen für ein kurz darauf anstehendes, vermutlich anstrengenderes CL-Spiel.

        Immerhin Lewa konnte mit einem erfreulichen Doppelpack sein sensibles Topscorer-Ego streicheln, das überdeckt dann halbwegs gnädig wiederum Müllers längst schon tragikomisch-verzweifelte Suche nach seinen einst so verlässlichen Scorerqualitäten (deren Mangel den FCB-Torspiegel eben auch nicht unerheblich eintrübt).

      2. Kurt

        Keine Ahnung welches Spiel du gesehen hast T.W. aber Müller war einer der besten auf dem Platz.

        Wenn Lewandowski nicht manchmal absurd schlecht im Abschluss wäre, hätte Müller auch nach einer Wahnsinnskombination mit Gnabry seinen Scorer gehabt.

        Man hat wieder einmal gesehen, sobald man Müller von der Kette lässt und ihm im Zentrum seinen Freiraum lässt, dann klappt das komplette Angriffsspiel besser.

      3. T.W.

        “Wenn Lewandowski nicht manchmal absurd schlecht im Abschluss wäre (…)”
        Da gebe ich dir recht, Kurt – das gilt aber leider mindestens ebenso für Müller, das ein oder andere seiner immer seltener gewordenen Highlights als Goalgetter oder Assistgeber kann darüber m. E. nicht hinwegtäuschen. Ich sehe durchaus, wie er sich vorne und hinten abrackert, wie er Mitspieler stets mannschaftsdienlich und ziemlich uneitel in Szene zu setzen versucht. Auf mich wirkt er allerdings vor allem im 16er seit längerem zu verkrampft und nicht mehr so gedanken- und handlungsschnell, so selbstverständlich intuitiv zur rechten Zeit am richtigen Ort mit z. T. unwiderstehlicher Torgefahr wie in seinen besten Zeiten. Da scheint doch irgendwas an ihm zu nagen. Na ja, und “Freiraum im Zentrum / von der Kette lassen” hängt nicht nur von seinen Mitspielern bzw. vom Trainer ab, sondern auch von Taktik und Spielstärke des Gegners.

      4. Osrig

        @T.W.: Du hast unser Führungsproblem im Verein genau aufgezeigt! Aber was soll auch zu erwarten sein von einem Präsidenten, der seine Geringschätzung für Taktik mehr als deutlich gemacht hat und in einer Fussballwelt lebt, in der einzelne Heroen auf dem Rasen den entscheidenden Aspekt darstellen. Nicht die Frage, wie ich denn als Angreifer eine gut strukturierte Defensivorganisation des Gegners in Unordnung spiele. “Der Superstar in den eigenen Reihen wird es schon machen!”, schein sein Credo zu sein.
        Zu dumm, dass spätestens ab der K.O.-Runde in der CL die Gegner auch ihre Superstars im Team haben.

  11. Grullit

    sorry kimmich hat talent und kann gross werden…aber der ist so unruhig am ball, wodurch ihm das ding stets wieder verspringt. der braucht nen mental coach.

  12. Osrig

    Ein paar Worte zum Spiel an dieser Stelle:
    Zunächst das Positive: Ich fand das Positionsspiel deutlich verbessert! Die Räume werden besser eingenommen, es stehen sich kaum mal zwei Spieler gegenseitig auf den Füssen, der Ball wird durchaus gut laufen gelassen. Auch scheint sich kein Spieler hängen zu lassen, Einsatzbereitschaft und Wille ist zu bemerken. Die Umstellung auf das bewährte 4-2-3-1 sorgt defensiv tatsächlich für Stabilität, gibt den Jungs augenscheinlich auch Sicherheit.

    Nun muss ich auch sagen, dass Nürnberg für mich erschreckend schwach gespielt hat. So als ob sie in Gedanken schon ganz woanders waren. Der Club war sicherlich kein Gradmesser, ist in dieser Form für mich Abstiegskandidat Nr. 1 und vom Niveau her vielleicht gerade noch zweitligareif. In die Bundesliga gehören die so ganz sicher nicht!
    Dementsprechend sollte der Sieg nicht überbewertet werden, und kein Anlass für Jubelarien geben.

    Umso bedenklich stimmen mich die Abläufe, die noch immer den weiten Pass auf die Seite und in die Spitze erfordern, es ist kaum einmal Dreiecksbildung zu erkennen. Hinterlaufen und mit dem Ball sprinten, dann Flanken schlagen und auf Standards setzen, das scheint im Groben die Ausrichtung der Taktik sein.
    Obwohl die neue Struktur 4-2-3-1 viele interessante Optionen bietet, und der zentrale Raum besser besetzt ist, wird der Ball in die Spitze häufig nur nach einer guten Einzelleistung in den Sechzehner gespielt, durch Pass-Stafetten den Gegner ins Laufen zu bringen gelingt kaum.
    Somit ist zu befürchten, dass Gegner, die konsequenter gegen den Ball arbeiten können, diese Wege in die Spitze besser zustellen können…und dann wird es noch stärker auf die individuelle Klasse unserer Jungs ankommen, die sich aber nicht immer durchsetzen wird, sich ausserdem gegen höherwertige Gegner relativiert, weil die selbst gute Einzelspieler haben.

    Ok, es ist insgesamt eine positive Entwicklung zu sehen, die stand jetzt mich allerdings nicht davon überzeugt, in der europäischen Spitze mithalten zu können. Dafür ist das Spiel noch immer zu statisch angelegt, zu berechenbar. Dazu fehlen Abläufe, mit denen ein gut organisierter Gegner auseinander gespielt werden kann.
    Mit Kovac werden wir meiner Ansicht nach die dafür nötige Entwicklung nicht haben, selbst nicht mit Millionen-Einkäufen.
    Dazu passt auch Folgendes:
    Wenn unser Cheftrainer in der PK verkündet, er halte die Krise der letzten Wochen nur für eine Ergebniskrise, dann darf er diese Einschätzung natürlich haben und vertreten. Wenn aber nur das Ergebnis nicht stimmte, warum stellt er dann das System um? Bräuchte er doch nicht, wenn sonst doch alles passt!
    Mit solchen Aussagen macht sich Kovac unglaubwürdig, und überdeckt die nach wie vor bestehenden Probleme, die er augenscheinlich gar nicht wahrnimmt. Ärgerlich, dass die erschreckende Schwäche der Gegner ihn auch noch in die Karten spielt. Ohnehin frage ich mich, auf wessen Initiative hin die zu beobachtenden Änderungen und Anpassungen erfolgt sind.

    1. Hummelrobbe

      Sehe ich auch so: Nürnberg ist kein Gradmesser. Das war erschreckend schlecht vom Club gestern. Genauso erschreckend ist es, auf welchem Niveau wir uns beim FCB mittlerweile freuen, über eine doch sehr durchwachsene Leistung. Ich erkenne unseren FCB einfach nicht mehr wieder unter Kovac. Und ich wage zu prophezeien, dass die Rückschläge und Punktverluste gegen gute Gegner auch sofort wieder kommen. Das ist mehr als eine Ergebniskrise, was wir in dieser Saison erleben. Hoffnung für die Zukunft machen mir Kimmich, der King und Gnabry, aber das reicht nicht.
      Leider täuschen die letzten Punktgewinne über den schlechten spielerischen Zustand der Manschaft hinweg.

      1. Osrig

        Eben! Man wird sich in der Führungsriege mit für unserer Verhältnisse mittelmäßigen Erfolgen zufrieden geben, dem Trainer auf die Schultern klopfen und sagen: “Weiter so!”, wird sich Spieler herbei holen und jene, die an den taktischen Defiziten nun die wenigste Verantwortung tragen, kritisieren und einige von ihnen aussortieren.

        Ich sehe durchaus Verbesserungen, aber grundsätzliche Probleme werden im Moment noch nicht gelöst, zu denen ich vor allem die Spielidee zähle, die viel zu leicht auszurechnen und “auszucoachen” ist. Wenn man als Gegner kompakt verschiebt, früh unsere Ballführenden unter Druck setzt, mutig ist und situationsbedingt höher anläuft, ist die jetzige Spielanlage mit Hinterlaufen und Flügeldribblings zu wenig! Das ist EINE Variante im Offensivspiel, ähnlich wie ein Konter aus der eigenen Hälfte, darf aber eben nicht zur Grundlage werden, da zu berechenbar und viel zu sehr von der individuellen Klasse unserer Spieler abhängig. Sie muss ergänzt werden durch die Fähigkeit, die Abwehr des Gegner auseinanderzu ziehen durch schnelle Pass-Stafetten, welche die ganze Breite des Feldes ausnutzen – und dazu brauche ich Anspielmöglichkeiten im Zentrum, die im Moment noch viel zu wenig bestehen. Ja, wir haben viel Ballbesitz, aber in der ungefährlichen neutralen Zone des Spielfeldes, und auch erst, wenn der erste Versuch über die Flügel vom Gegner abgewehrt wurde. Das ist harmlos!

        Kovac, der erst die Riesenrotationsmaschine angeworfen hat, jetzt auf einer Stammformation beharrt, der erst mit zwei hohen Achtern und jetzt mit zwei tiefen Sechsern spielen lässt, und zu keiner Zeit den Eindruck erweckt, als könne er während des Geschehens auf den Rasen darauf einwirken, dem traue ich die taktische Finesse nicht zu, auf höchstem Niveau zu coachen.
        Die aktuelle Krise als reine Ergebniskrise zu bezeichnen, gleichzeitig aber Formationen und Strukturen durcheinander zu wirbeln, anstatt konsequent bei seiner Vorstellung zu bleiben – was ja sinnvoll wäre, wenn nur die Ergebnisse ausgeblieben wären – das macht unseren Cheftrainer unglaubwürdig. Und unzufriedene Spieler zu moderieren, diese Fähigkeit scheint mir auch nicht besonders gut ausgeprägt zu sein, davon junge Nachwuchsspieler zu integrieren, will ich gar nicht erst reden.

        Was mich ohnehin zu dem Gedanken bringt: Wie will ein Cheftrainer mit der Vita von Kovac Spieler noch besser machen, die mehrfache Deutsche Meister geworden sind, reihenweise Pokale gewonnen haben und unter höchst angesehenen Fussballlehrern trainiert haben?
        Hier sehe ich das größte Dilemma! Das wird auch nicht besser werden, wenn wir zur nächsten Saison neue Spieler für 200+ Mio Euro kaufen.

      2. Anton

        Ich denke, man wir versuchen, mit Kovac die Saison halbwegs brauchbar zu Ende zu spielen.
        Im Sommer wird ihn dann das Schicksal all derer ereilen, die – bis auf die großen Vier – nach einer WM das erste Jahr nicht überstanden haben.
        Wer weiß, was da im Hintergrund schon läuft!
        Dass man das jetzt nicht öffentlich macht, ist auch klar.
        Aber auch den Verantwortlichen kann nicht entgehen, dass da von einer nachhaltigen Entwicklung des Spielsystems nicht wirklich die Rede sein kann.
        Aber nach den Ergebnissen der letzten drei Spiele kann man natürlich schlecht in der Öffentlichkeit den Trainer in Frage stellen. Sonst muss man sich natürlich die Frage gefallen lassen, “das habt ihr doch schon vor Wochen gesehen, warum habt ihr denn nicht reagiert?”

  13. Herrispezial

    OMG – die Peinlichkeiten gehen weiter. Jetzt also Brazzo, der mir schlagartig unsympathisch wird: “In meiner bisherigen Arbeit habe ich wahrscheinlich mehr bewegt als meine Vorgänger in ihrer gesamten Amtszeit beim FC Bayern”, sagte Salihamidzic der “Welt am Sonntag”.

    Ja, so viele Trainerstühle in so kurzer Zeit haben echt wenige bewirkt. Und sonst? Ich werde ja immer misstrauisch, wenn Leute ihre eigene Leistung betonen müssen. Wenn er einen brauchbaren Leistungsnachweis hätte, wären solche Aussagen doch gar nicht nötig. Was genau hat er denn erreicht? Das UH letzte Saison seinen Kumpel Jupp Heynckes angerufen hat? Dass der Weltklassetrainer Kovac bei uns angetreten ist? Achja, Miro Klose war seine Idee. Irgendwie wird der Eindruck bei mir immer grösser, dass er hilflos durch den Verein irrlichtert. Wo war er denn die ganzen letzten Wochen als es Gegentore und Punktverluste hagelte? Und nun kommt er nach drei Siegen aus dem Loch gekrochen und gibt so ein Interview. Für mich ist er eine noch größere Fehlbesetzung als seinerzeit Nerlinger.

    1. Anton

      Herryspezial; Was soll er denn machen?
      Seit dem ersten Tag als ihn Hoeneß/Rummenigge eingestellt haben, bekommt er doch von allen Seiten immer das Gleiche zu hören oder zu lesen – “unfähig; Marionette; Kaffeekocher; hat sowieso nichts zu sagen; keine Ahnung; etc.”
      Obwohl eigentlich keiner von denen, die sich äußern, wirklich weiß, welche Aufgaben er genau hat und was er, seit er im Amt ist, getan oder auch nicht getan hat.
      Du weißt doch auch nicht genau, was er macht oder machen soll. Aber du weißt, dass er eine Fehlbesetzung ist.
      Was tust du, wenn du nicht hier schreibst?
      Sitzt du bei Rummenigge im Büro oder bei Hoeneß, daß du das alles so genau weißt.
      Wo war er denn? Soll er sich vor die Medien stellen und entweder die Mannschaft oder den Trainer niedermachen?
      Aber du, du warst ja jedesmal mit in der Kabine und bei den Besprechungen in der Säbener Straße. Deswegen weißt du auch genau, dass er nicht da war.
      Und du weißt auch genau, dass das der Springer-Verlag in die Zeitung gesetzt haben, genau das ist, was Brazzo gesagt hat.

      1. Rainer

        …….kommt mir irgendwie bekannt vor. Das ist doch nichts Neues. War bei Sammer ähnlich. Da hieß es auch :“was macht Sanmer eigentlich“? Und Nerlinger war auch ne Marionette. Das ist mir zu einfach. Es liegt sicherlich an der Aussendarstellung eines SH. Trotzdem möchte ich mir ohne die Internas zu kennen kein Urteil erlauben. Es liegt zu 90% an den beiden Granden des FCB, die sich seit Jahren mit der Nachfolgeregelung im Kreis drehen und einfach (speziell Hoeneß) keine Macht abgeben wollen. Und das obwohl die Richtlinienkompetenz einer AG genau geregelt sind (Aufgaben des Aufsichtsrates etc.) M.M.n. Sollte Olli Kahn sofort in den Vorstand des FCB aufrücken, um eingearbeitet zu werden und Erfahrungen sammeln zu können. Wie die Stellenbezeichnung dann lautet ist mir total egal. Ein fliessender Übergang muss her. Und das HS Kovac geholt hat, wage ich zu bezweifeln…

      2. Anton

        Du hast da einen entscheidenden Satz gesagt: “Es liegt sicherlich an der Aussendarstellung eines SH.”
        Was heißt das denn? Das ist doch letztlich das, was die Medien von ihm erwarten. Und da stellt sich doch die Frage – ist denn die Außendarstellung sein Job?
        Wenn man sich einmal andere Vereine ansieht, wo nicht pausenlos dieser Medienzirkus veranstaltet wird.
        Was macht eigentlich der Sportdirektor vom FC Freiburg – wer ist das eigentlich; oder der von Düsseldorf, von Hoffenheim, von Mainz, von Leverkusen, von Bremen oder Nürnberg.
        Von denen hört man so gut wie garnichts; haben die den ganzen Tag die Füße auf dem Tisch – oder sind die einfach für die Medien nicht so interessant und deshalb nicht so präsent.
        Wenn man es mal von dieser Seite aus betrachtet, scheint ein Sportdirektor sicherlich andere Aufgaben zu haben, als pausenlos in den Medien präsent zu sein. Nur sieht die keiner – und da kann man ja mal einfach behaupten, dass der Betreffende keine Ahnung hat.
        Um das wirklich beurteilen zu können, müste man die vereinsinterne Stellenbeschreibung kennen UND die Arbeitsergebnisse überprüfen. Dazu ist aber letztlich nur der Vorstand in der Lage. Alles andere ist, um es mit den Worten der bekanntesten Zeitung zu sagen, Mutmaßung.

      3. Herrispezial

        Was er machen soll? Wie wäre es damit, sich nicht wochenlang vor der Öffentlichkeit zu verstecken und dann mit solchen merkwürdigen Interviews aufwarten, wenn es grade mal wieder etwas besser läuft. Dann bitte konsequent ruhig sein.

        Und wofür ein SpoDi zuständig ist, sollte eigentlich klar sein. Nur wenn ich mir die Trainerauswahl sowie-fluktuation und Kaderplanung seit seinem Antritt anschaue, dann gibt es kein gutes Zeugnis. Nach 1,5 Jahren hätte er schon fast den 4. Trainer einstellen müssen – das überlebt ein SpoDi auch nur selten. Und dafür lässt man Tim Walter gehen, der in Kiel gerade trotz heftigster Abgänge und Umbrüche auf den Aufstieg schielt. Genau diese Entscheidungen hat er zu verantworten. Aber ist vermutlich nur alles wieder substanzloses Gemecker für Dich.

      4. Anton

        Du glaubst also allen Ernstes, dass beim FCB der Sportdirektor selbständig den Trainer aussucht und einstellt? Respekt!
        Und dass Ancelotti 2 Monate nach Brazzos Dienstantritt entlassen wurde, hat auch er zu verantworten.
        Und das Gleiche gilt natürlich für die Entscheidung pro Heynckes, contra Tuchel und pro Kovac.
        Ja dann verstehe ich die ganze Schimpferei gegen Hoeneß nicht – Brazzo war das ganz alleine!!!

        Nein er hätte sich auch nicht “verstecken müssen”, wie du es nennst.
        Also locker nach dem Spiel vor die Mikrofone treten und dann wahlweise auf Trainer oder Mannschaft draufhauen. Also die Aussagen des Herrn Präsidenten nach dem Düsseldorf-Spiel hätte Brazzo eigentlich auch schon mal nach dem Augsburg- oder Hertha- oder Gladbachspiel machen können.
        Oder welchen Auftritt hättest du dir so gewünscht?
        Und welche Kaderplanung wirfst du ihm vor? Als er kam, war die Planung 17/18 abgeschlossen mit Tolisso, James, Süle, Rudy, Gnabry und seine Ausleihe, der Weiterverpflichtung von Coman und einem Trainer, der sagt-mehr Spieler will ich nicht.
        Für 2018 waren Gnabry und Goretzka vorgesehen und ein Vorstand, der festlegt, “diese Saison wird nichts ausgegeben”. Und dann macht er was? Natürlich in beiden Fällen sagen-interessiert mich nicht!

        By the Way, hat man denn Walter verjagt, oder hat der die Chance ergriffen, einen Zweitligisten mit Ambitionen nach oben zu übernehmen.
        Und deinen Kommentar zu Brazzo hätte ich gerne gelesen, wenn der sich im Januar in die Öffentlichkeit gestellt hätte um dort seinen Vorschlag ” Walter als neuer Trainer für die 1. Mannschaft” zu präsentieren.
        So nach dem Motto: “Hasenhüttl, Tuchel, Klopp, Kovac – was da so alles spekuliert wurde- brauchen wir nicht, wir nehmen Walter, der hat schon erfolgreich unsere U17 und seit einem halben Jahr unsere 2. Mannschaft trainiert!”
        Was willst du ihm denn noch vorwerfen?

      5. Herrispezial

        Erst sagst Du, dass die SpoDis in anderen Vereinen in Ruhe im Hintergrund arbeiten können und das der Maßstab sein muss. Dann sei bitte so konsequent, dass Brazzo auch die üblichen Aufgaben zu verantworten hat. Und das ist Trainerauswahl, Kaderplanung etc. Das soll er nun aber Deiner Meinung nach nicht verantworten? Bitte etwas mehr Konsequenz im Denken und der Logik. Zumal jemand, der im Verein “nur” für Jugend und Medizin etc zuständig Ist, noch viel seltener in der Öffentlichkeit auftritt. Entweder er ist SpoDi mit allen Folgen oder nicht. Aber dann sind solche Interviews noch viel weniger angebracht.

        Wenn die Trainer und der Kader von UH etc vorgegeben werden, warum tönt er dann so rum? Und wofür steht er dann in der Öffentlichkeit? Letztlich ist das doch alles nur peinlich. Jemand der gute Arbeit leistet, muss das nicht noch rumposaunen – das erkennt man eben auch so.

      6. Anton

        Ganz ruhig bleiben! Glaubst du allen Ernstes, dass in einem Verein – und da brauchen wir nicht den FCB zu betrachten – dessen Profiabteilung als AG ausgelagert ist, in der ein Vorstand gemäß Wirtschafts- und Aktienrecht das Sagen haben muss und einem Aufsichtsrat gegenüber Rechenschaft abzulegen hat, ein nachgeordneter Sportdirektor solche gravierenden Entscheidungen, in denen es auch um richtige viel Geld geht, ohne die Zustimmung des Vorstands treffen kann?
        Der Sportdirektor will einen Spieler verpflichten – und der Finanzvorstand muß das abnicken. Tut er das nicht, wird es nichts mit der Verpflichtung.
        Was soll denn z.B. ein Dresen bei der nächsten Hauptversammlung oder gegenüber dem Aufsichtsrat sagen – ich wusste ja nicht, dass der so teuer ist.
        Der Sportdirektor kann planen, vorbereiten, verhandeln – aber letztlich braucht er IMMER das Nicken des Vorstands.
        Das ist nicht nur beim FCB so. Ein Zorc beim Lieblingsfeind kann auch tun und lassen, wie er will. Aber ohne das Nicken von Watzke entscheidet er auch nichts.
        Und das muss auch so sein, weil das Wirtschafts- und Aktienrecht da eindeutig ist. Der Vorstand ist danach verantwortlich. Und bei einer JHV wird der Vorstand entlastet – nicht der Sportdirektor.
        Und da es nahezu bei allen Kader-/Trainerentscheidungen um Summen im Millionenbereich geht, muss die entsprechende Zusimmung da sein.
        Und wenn ein Vorstand im Verein x feststellt, wir haben kein Geld für neue Verpflichtungen, es sei denn wir verkaufen Spieler, dann ist das so. Und wenn ein Vorstand entscheidet, wir geben diese Saison kein Geld aus, dann ist das so. Da kann ein Sportdirektor planen, scouten, vorschlagen, verhandeln soviel er will. Der Vorstand entscheidet.
        Das heißt ja nicht, dss der Sportdirektor nichts zu tun hat. Aber Wirtschaftsrecht ist Wirtschaftsrecht – und das hat mit Vereinsrecht nicht das geringste zu tun.

      7. Olorin

        @Anton
        Freiburg: SpoDi Klemens Hartenbach, Sportvorstand Jochen Saier
        Düsseldorf: Erich Rutemöller als Sportvorstand
        Hoffenheim: Alexander Rose als “Direktor Profifußball”, dazu ein Teammanager
        Mainz: Rouven Schröder als Sportvorstand
        Leverkusen: Rudi Völler als Geschäftsführer Sport, Simon Rolfes als Sportdirektor
        Bremen: Frank Baumann als Geschäftsführer Sport

        Und die meisten sind auch durchaus in den Medien. Vielleicht nicht in denen, die du konsumierst. Trotzdem hast du insofern Recht, dass Brazzo mit Sicherheit nicht der Hauptverantwortliche für die Fehlentscheidungen der letzten paar Monate und Jahre ist.

      8. Herrispezial

        Anton, was sollen immer die subtilen Vorwürfe (“ganz ruhig”)? Das bringt eine persönliche Note rein, die völlig unnötig ist.

        Du bist in Deiner Argumentation nicht stringent. Auch wenn der SpoDi Vorschläge vom Vorstand absegnen lassen muss, dann ist er für die Linie verantwortlich. Und eigentlich auch für die Vorschläge in Sachen Trainer, Spieler etc. Dass davon nicht immer alles genehmigt wird – geschenkt. Aber das ist SEINE Hauptaufgabe. Wenn er die nicht so wahrnehmen kann, weil die Vereinsführung daran hindert, dann ist das traurig, aber für ihn wohl nur schwer zu ändern. Doch warum dann solche – Entschuldigung – grosskotzigen Interviews? Und warum nachdem es sportlich gerade mal wieder etwas besser läuft? Und warum gibt er in der Krise keine Interviews – davor und danach aber schon? Er muss in der Krise ja nicht auf die Mannschaft einhauen, aber sich dann vor den kritischen Fragen drücken, um gleich danach sich selbst so fragwürdig zu beweihräuchern – das ist schon sehr fragwürdig. Das darfst Du gerne anders sehen. Aber bitte werde nicht persönlich in der Argumentation (“ruhig bleiben” “Du, Du warst ja jedes Mal in der Kabine”)

      9. Anton

        Olorin, die Namen hätte ich auch auflisten können. Trotzdem bleibe ich dabei, dass sie lange nicht diese Medienpräsenz haben – wahrscheinlich sind sie auch ganz froh darüber – wie die Vereinsführung des FCB.
        Vielleicht hast du auch recht, dass diese Herrschaften in der Süddeutschen nicht so oft auftauchen.
        Beim ein oder anderen gibt es auch noch den Promi-Effekt, wie bei Rudi Völler.

        Herrispezial,
        dein Urteil über Brazzo hast du doch schon abgegeben “dass er hilflos durch den Verein irrlichtert”, “größere Fehlbesetzung als Nerlinger” Und alles, was in der Zeit seit Juli 2017 an negativen Dingen passiert ist, lastest du ihm an. “So viele Trainerstühle” – Ancelotti war schon da, als er kam und wurde drei Monate später von Rummenigge entlassen – Brazzos Schuld?;
        Heynckes wurde von Hoeneß geholt und wollte nur bis zum Saisonende bleiben, wie er von Anfang an betont hat. Auch Brazzos Schuld?
        Und dann wurde Kovac verpflichtet. Was also machst du ihm zum Vorwurf?
        Die Kaderplanung 17/18 war im Juli 2017 abgeschlussen – Brazzos Schuld?
        Für 2018 gab es die Vorgabe – Gnabry, Goretzka – Ende der Ausgaben! – Brazzos Schuld?
        Über seine Außendarstellung kann man geteilter Meinung sein – trotzdem bin ich der Auffassung, er hat sich nach Augsburg geäußert, er hat sich nach Hertha geäußert un der hat sich nach Gladbach geäußert.
        Nach Düsseldorf hat sich Hoeneß geäußert.
        Also was noch? Jeden Tag ein neues Statement, dass man nicht zufrieden ist. Da sollte doch eins nach dem Spiel reichen. Den Rest kann man dann Bild , Kicker und t-online überlassen.
        Vor allem, wenn man weiß, dass einem jeder Satz sowieso am nächsten Tag um die Ohren fliegt.
        Selbst die Äußerungen von den Vereinsverantwortlichen vom Präsidenten bis zum Spieler von irgendwelchen Fan-Club-Besuchen im Advent konntest du am nächsten Tag in den einschlägigen Medien finden.
        Ob es dann so sinnvoll ist – auch im Anbetracht der legendären Pressekonferenz – sich da zu irgendwelchen “brisanten ” Themen zu äußern, ist auch eher fraglich.

        Persönlich werde ich auch nicht mehr – ab sofort formell!

      10. Herrispezial

        Natürlich trägt Brazzo einen Teil der Verantwortung dafür, dass Ancelotti gehen musste. Ein Sportdirektor ist dafür verantwortlich, den Trainer zu beraten, wenn es notwendig ist. Er ist ja quasi dessen Vorgesetzter. Da muss er Ansprechpartner vor allem in Krisen sein. Wenn das nicht klappt, dann hat er einen Teil der Verantwortung dafür. Bei der Heynckes-Nachfolge ist es seine Aufgabe, dafür rechtzeitig die Zeichen der Zeit zu erkennen und Alternativen vorzuschlagen. Möglicherweise hat er das getan. Bei der Kaderplanung muss er doch spätestens im letzten Sommer voll in der Verantwortung gestanden haben. 1 Jahr Zeit zur Vorbereitung der Transfers. Und dann werden kurz vor Toreschluss Spieler verkauft und so der Kader unnötig ausgedünnt. Möglicherweise hat er sich dagegen gewehrt. Möglicherweise hat er auch mehr Neuverpflichtungen vorgeschlagen. Aber wenn er bei der Trainernachfolge und bei der Kaderplanung voll abblitzt bei UH und KHR, dann ist doch die Frage, welche Rolle hat er denn überhaupt inne? Und danach stellt er sich hin und gibt solche Interviews (“ich habe mehr bewegt als meine Vorgänger”), bei denen sich jeder fragt, was genau er denn bewegt hat. Und das belegt er dann noch nicht einmal. Im Bereich der Verletzungen (die medizinische Abteilung fällt ja nach eigener Aussage auch sein Zuständigkeitsbereich) gibt es keine signifikante Reduzierung. Wo sind da die Erfolge und die großen Dinge, die er bewegt hat? Ich sehe sie nicht. Und andere tun sich damit auch sehr schwer. Und das meine ich mich “durch den Verein irrlichtern”. Er behauptet, so viele tolle Dinge bewegt zu haben. Doch die sind nicht erkennbar. Und er kann sie auch nicht benennen (als Beispiel führt er Miro Klose als Trainer der U17 an). Vielleicht war die Wortwahl etwas hart. Aber in der Sache ist es schwer nachzuvollziehen, warum er besser als Sammer war und warum er so wahnsinnig viel bewegt hat – und davor war bereits Nerlinger (übrigens auch einer mit Stallgeruch), der ja auch an der Aufgabe gescheitert ist.

  14. Rainer

    @Anton…….:“Und da stellt sich doch die Frage – ist denn die Außendarstellung sein Job?“. Um es mal deutlich zu sagen. Ja mit Sicherheit ist das ein Teil seines Jobs.(das gilt jedoch für jeden hohen Vereinsfunktionär). Und sowas kann man lernen. Zorc war z.B. am Anfang seiner Manager Karriere auch nicht der König der Rhetorik und Und Aussendarstellung. Er hat sich aber step by step entwickelt. Deine anderen Aussagen bzgl. der Trainerverpflichtungen und Transfers sind m.M.n.korrekt.

    1. Anton

      Ja, ein Teil seines Jobs- genau wie bei allen anderen Sportdirektoren auch. Im Normalfall die berühmten Statements vor und nach dem Spiel. Aber im Gegensatz un anderen Vereinen geben sich die Medien beim FCB damit nicht zufrieden.
      So wurde er ja auch vor kurzem gefragt, wieso er sich nach dem Düsseldorf spiel nicht geäußert habe.
      “Unser Präsident hat sich doch unmittelbar nach dem Spiel klar und deutlich geäußert. Soll ich das dann nochmal wiederholen? Wenn der Präsident das so klar darstellt, ist doch jeder weitere Kommentar überflüssig.”
      Das kann man so sehen! Oder daraus den Vorwurf machen, er sei abgetaucht.
      Und bitte denke auch daran, auch ein Brazzo sollte sich step by step entwickeln können. Es ist ja nun nicht so, dass er schon seit 5 Jahren im Amt ist.

  15. Osrig

    Salihamidzic hat die Entwicklung von Guardiola zu Kovac sicherlich nicht zu verantworten, und die unzureichende sportlich-taktische Entwicklung auch nicht!
    Ganz sicher hat er aber auch niemanden ausgesucht, vermutlich nicht einmal Klose für unseren Nachwuchs!
    Er wird Anregungen gegeben, eigene Ideen eingebracht haben; aber entschieden haben die Bosse! Und da letztlich Hoeneß mit einer Mischung aus Trotz und Verweigerungshaltung.
    Substantielles hat “Brazzo” in seinen öffentlichen Äußerungen auch nicht getätigt! Wenn ich mir da hingegen die Aussagen eines Sammers zu seiner Zeit bei uns und deren gedankliche Schärfe in Erinnerung rufe, der genau wusste, wann er schützen und wann er fordern musste, dann liegen zwischen Sammer und Salihamidzic Welten!
    Sich dann hinzustellen und zu behaupten, er habe eine bessere Arbeit geleistet, als seine Vorgänger, erscheint reichlich übertrieben und grenzt für mich schon an Realitätsverkennung.
    Insbesondere angesichts der Aussage von Hoeneß vor Kurzem, wonach Salihamidzic noch lernen muß, passt diese Selbsteinschätzung wenig bis gar nicht und läßt mich daran zweifeln, ob unser Sportdirektor der Arbeit an der Schnittstelle zwischen Trainerteam, Mannschaft und Führung gewachsen ist. Aber immerhin hat er ein paar Jugendspieler mit einem Profivertrag ausgestattet…

    1. Herrispezial

      Genau der Vergleich mit Sammer macht es für Brazzo vielleicht auch schwierig. Aber die von Dir angesprochene gedankliche Schärfe ist der springende Punkt – den ich ebenfalls für entscheidend halte. Ich kann ja gerne rhetorisch ungeschickt sein, aber ich muss doch trotzdem in Phasen, in denen es gut läuft, genau darauf hinweisen, dass man noch viele Dinge zu verbessern hat – und diese genau ansprechen. Umgekehrt muss man sich dann in schlechten Phasen vor die Mannschaft stellen und öffentlich darstellen, was trotzdem noch alles gut läuft. Hat er das getan? Nein. Warum bleibt das aus? Das bleibt wohl sein Geheimnis (auch wenn ich dazu auch eine Idee habe).

      Sicherlich macht es dann auch einen Unterschied, wenn die Erfahrung größer ist (wie bei Sammer, der Trainer und Funktionär war). Aber die analytische Schärfe braucht bis zu einem gewissen Grad eine Persönlichkeit, die diese Positionen klar und deutlich vertreten kann – und natürlich die Fähigkeit zu einer sauberen Analyse. Ob sich das alles noch entwickelt, ist in der Tat fraglich.

      1. Rainer

        @Herrispezial…..“Aber die von Dir angesprochene gedankliche Schärfe ist der springende Punkt “….da muss m.M.n. vorsichtig sein. Kommunikationsfähigkeit, Medientechnik, Rhetorik, stehen einem Sportdirektor sehr gut zu Gesicht, setzen jedoch nicht eine bessere Analysefähigkeit voraus. Als Beipiel kann man aktuell das Bsp. Favre vs. Tedesco nennen. Letzterer analysiert und präsentiert jede Leistung seiner Mannschaft präzise auf den Punkt. Favre eiert in den Medien rum……..deshalb würde ich ihm jedoch niemals eine geringere gedankliche Schärfe unterstellen.

    2. Anton

      Ein Matthias Sammer, geschult durch seine Trainertätigkeit und seine Tätigkeit als Sportdirektor des DFB wird Sportvorstand beim FCB. Sportvorstand – Damit steht er auf einer Stufe wie Leute wie Dresen. Und so wie Dresen das “Alleinvertretungsrecht” in Sachen Finanzen hat, hat es ein Sammer in Sachen Sport. Darüber gibt es nur noch Rummenigge und Hoeneß.

      Damit hat er natürlich auch ein ganz anderes Standing – er ist Teil des Vorstands der FCB AG. Und natürlich erwartet man von einem Vorstandsmitglied andere Statements.

      Brazzo steht eine Ebene tiefer. Rein nach der Struktur kann ihm jeder vom Vorstand “reinreden” oder Anweisungen geben, vom Aufsichtsrat ganz zu schweigen.
      Ein Rummenige könnte einen Btazzo morgen vor die Tür setzen. Ein Vorstandsmitglied bestimmt und entläßt der Aufsichtsrat. Das ist eine ganz andere Ebene oder Qualität.
      Und auch das muss man berücksichtigen.
      Ob dieses Interview jetzt besonders klug war, steht auf einem ganz anderen Blatt.
      Aber er istja nicht der erste Sportdirektor, der etwas “abenteuerliche ” Interviews gibt

  16. Rainer

    ..“Und bitte denke auch daran, auch ein Brazzo sollte sich step by step entwickeln können“ Genau das meinte ich mit meiner Aussage. Rhetorik und den Umgang mit Medien kann man lernen. Und die gleichen Aussagen(von U.H.) zu wiederholen, kann er sich in der Tat sparen. Hätte man sowieso nur als Schallplatten Gefasel in der Presse dargestellt. Es fällt mir wirklich schwer die Arbeit von HS ohne Internas zu beurteilen. Allerdings möchte ich anmerken, das Sammer genauso in der Öffentlichkeit diskreditiert wurde und seine Arbeit später himmelhoch gelobt wurde………ohne ein Anforderungsprofil für den Sportdirektorposten (beim FCB) ist dieser Job wirklich schwer zu beurteilen.

  17. Rainer

    @Osrig. Einen HS in der Position eines Sportdirektors mit einem M.Sammer als Sportvorstand, mit seiner ganzen Erfahrung als DFB Funktionär und Trainer, zu vergleichen ist auch unverhältnismäßig. Sicherlich ist HS mit den Aussagen über seine Vorgänger zuweit gegangen. Aber der Lehrling lernt vom Meister. Und diese Art der Öffentlichkeitsarbeit ist nunmal z.Z. bei unserem FCB an der Tagesordnung. Womit ich das nicht als toll empfinden kann. Aber wer von uns weiß wirklich, was HS hinter verschlossenen Türen bewirkt?

    1. Osrig

      Na ja, so ganz passt die Argumentation meiner Einschätzung nach nicht, denn zum Einen vergleicht sich Salihamidzic ja selbst mit Sammer, was in meinen Augen eben schon einem Realitätsverlust entspricht. Und zum Anderen kann ein Schüler nur dann von einem Meister lernen, wenn der auch noch präsent ist. Was Sammer zu meinem größten Bedauern nicht mehr ist bei unserem FCB.
      Und noch ein Gedanke: Wenn “Brazzo” tatsächlich soviel Entscheidendes hinter den Kulissen bewirkt haben sollte, müsste davon zumindest etwas auch nach Aussen sichtbar geworden sein. Ich sehe da aber nichts, ausser die von mir erwähnten Profiverträge für Youngsters! Sich deswegen quasi der Genialität rühmen…hmmm!

      1. Rainer

        @Osrig. Das ich U.H und KHR mit seinen Lehrmeistern meine ,und nicht Sammer, sollte schon klar sein. ;-) . Und das wir nichts von HS interner Arbeit erfahren, heißt nicht, das er nichts bewirkt.(ich hoffe es jedenfalls). Das war bei Sammer nichts anderes. Ich tue mich jedoch sehr schwer jemanden zu beurteilen, und das meine ich ausdrücklich wertungsfrei, ohne die Zielvorgaben(Stellenbeschreibung, Vertrag etc) und Ergebnisse in ein Vehältnis setzen zu können. Als HS verpflichtet wurde, habe ich auch nicht verstanden , warum kein erfahrener Mann für diese wichtige Position geholt wurde.(z.B.Ebert) Allerdings wurde nun dieser Weg eingeschlagen und es gebietet sich Leistung fair zu beurteilen.

  18. Anton

    Was erwartet ihr denn alle? Dass er seinem Präsidenten widerspricht?
    Wie sprach doch gleich sein Präsident schon vor einem Jahr – “”Salihamidzic ist doch keine Notlösung”, sagte der Klubpräsident bei Sky. “Man muss nicht in den Medien dazwischen hauen, sondern intern – und das kann und tut er auch. In den 14 Tagen hat er intern mehr dazwischen gehauen als Matthias Sammer in einem ganzen Jahr.” (Ironie aus)

    Und jetzt soll sich der arme Kerl hinstellen und sagen, dass er nichts zu sagen, nichts zu entscheiden und nichts zu tun hat?
    Warum wollte denn ein Lahm nicht den Posten des Sportdirektors – weil man ihm nicht direkt einen Vorstandsposten zugebilligt hat, was ja aufgrund seiner beruflichen Erfahrung – siehe Sammer – auch verständlich war.
    Und Brazzo ist eben nur die abgespeckte Form – und damit natürlich auch mit weniger Einfluß ausgesrtattet – Arbeit ja, Entscheidung nein. Entscheidungen sind Sache des Vorstands – und da gehört er nun mal nicht dazu.

  19. Tipic

    Puh. Sieht man mal von Porto (wenn wir Gruppenzweiter werden) bzw. Lyon/Donezk, Roma und Tottenham (wenn wir Erster werden) ab, erwartet uns im CL-Achtelfinale jedenfalls ein Knaller!

    1. Anton

      Die Zeiten der einfachen Gegner in der KO-Runde ist schon lange vorbei.
      Und da haben sich schon ganz Andere verjagt, weil sie gegen den vermeintlich einfachen Gegner rausgeflogen sind, so wie z.B. ManU gegen Sevilla oder Barca gegen Rom. Und wer wie Lyon bei ManCity gewinnt, ist auch alles andere als Laufkundschaft. Tottenham hat gestern bei Barca unentschieden gespielt, Brügge hat Athletico ein 0:0 abgetrotzt.

    2. Herrispezial

      Warten wir doch erst einmal ab, wer es denn wird. Angesichts des bisherigen Saisonverlaufs ist ja zu erwarten, dass es bei den meisten Gegner in de KO-Runde für uns schwer wird. Ajax hat uns zu Hause ja auch schon schlecht aussehen lassen – mal sehen, was heute kommt. Aber wenn wir denn im Achtelfinale rausgehen, dann dürfte das die Bereitschaft zu Transfers eher noch verstärken. Angesichts der Kaderzusammenstellung ist das bestimmt nicht das Schlimmste. Im kommenden Sommer können wir eigentlich nicht genug tun.

      1. Osrig

        Wir haben schon in der letzten Saison merkwürdig unsicher zum Start der K.O.-Phase gewirkt, es würde mich wundern, wenn die Jungs plötzlich mit breiter Brust auflaufen würden.
        Und schon im Achtelfinale warten Gegner, die fussballerisch auf hohem und höchstem Niveau agieren, da braucht es einen Trainer, der unsere Mannschaft auch auf diesem hohen Niveau coachen kann.
        Wenn wir im Achtelfinale rausfliegen, hätte Kovac gezeigt, dass er ein solcher Trainer NICHT ist. Leider hätten wir dann einige Millionen Euro in den Wind geschossen, denn die Differenz zum Viertel- oder sogar zum Halbfinale ist wahrlich kein Kleingeld.
        Wir werden sehen, wie es heute läuft. Auswärts und gegen einen Gegner, der eben noch nicht zu den Großen in Europa gehört, sollte es reichen; und wir machen den Gruppensieg klar! Die Frage ist in erster Linie, wie ist der Auftritt unserer Jungs.

      2. Anton

        Es wird mit Sicherheit schwer!
        Aber das geht ja nicht nur dem FCB so, sondern allen anderen auch.
        In der letzten Saison hat es von den 8 Gruppenersten im AF gleich mal vier erwischt. Und dieses Mals sieht das ähnlich aus. Da hat man dann als Gruppenerster vielleicht direkt das Vergnügen mit Liverpool, ManU oder Athletico. Ob das dann ein großer Unterschied ist im Vergleich zu einem Gruppenzweiten, der sich dann mit ManCity, Barca oder PSG rumschlagen muss, ist die Frage.
        Auch dieses Mal wird das Losglück eine große Rolle spielen.
        Da gibt es dann für einen Ersten vielleicht Liverpool oder Lyon. Und für den Zweiten entweder Porto oder ManCity
        Im letzten Jahr bekam der Gruppenerste PSG Real Madrid und der Zweite FCB Besiktas. Hätten die Franzosen das geahnt, hätten sie in Paris vielleicht gerne gegen die Bayern verloren.

        Der FCB hat ja die große Transferoffensive für den Sommer schon mehrfach angekündigt. Da wird wohl der CL-Verlauf nicht viel dran ändern.

      3. Herrispezial

        Also in Sachen Losglück dürfen wir uns bisher ja nicht beschweren. Weder im Pokal noch in der CL hatten wir bisher in dieser Saison Pech. Alles einfache Gegner. Insofern ist das Achtelfinale dann evtl. wirklich die Nagelprobe für Kovac.

    3. Done

      So wie bei allen anderen auch. Oder glaubst du, dass irgendjemand sich Bayern als Achtelfinalgegner wünscht?

      1. Anton

        Wenn man sich so die letzten Jahre ansieht, dann eher nicht?

      2. Herrispezial

        Wenn ich mir die Bayern als Gegner wünsche, dann am ehesten in dieser Saison – auf jeden Fall viel lieber als in den vergangenen Jahren. Das ist vermutlich niemandem in Europas Spitzenfussball entgangen. Sicherlich ist niemand über den FCB als Gegner glücklich, aber die Angst dürfte in diesem Jahr kleiner geworden sein. Umgekehrt sind wohl viele von uns inzwischen auch etwas skeptischer, wenn wir Lyon oder Porto zugelost bekommen als noch vor Jahresfrist. Da waren die Rollen klar verteilt. Das sind sie inzwischen nicht mehr so eindeutig. Und wenn es gegen Liverpool, Real, Juve und Co. geht, würde ich diese Teams gegen uns in diesem Jahr in der Favoritenrolle sehen. Letzte Saison wäre es noch eher Augenhöhe gewesen.

  20. Schwarzenbeck

    Keine Analyse zum Nürnberg-Spiel? Kein Vorbericht zu Ajax? Hoffe maximal Grippewelle?

  21. Herrispezial

    Meine Güte, was ist denn da nur defensiv los? Der Ball wird nur noch rausgedroschen. Die Idee, aus einer stabilen Defensive dann schnell nach vorne zu spielen, ist nicht erkennbar. Die Räume, die dafür da sind, werden überhaupt nicht besetzt bzw. bespielt.

    Und gerade, als ich das schreibe, hat sich Ajax uns endlich zurecht gelegt. Wenn man schon mit 9 Feldspielern nur noch hinten steht, dann sollte ein Querpass durch den 5er nicht zum Gegentor führen. Und jetzt muss auch noch Gnabry gehen, der nicht nur der beste Mann war bisher, sondern einer der wenigen, die richtig Tempo haben, um eventuell mal zu kontern. In-game-coaching at its best.

    1. Anton

      Gut, dass wir Thiago und Coman solange geschont haben! Und nicht zuviele schnelle Spieler auf dem Platz.
      Das ist ja wie bei Jogi.! (Ironie aus!)

      Aber wenn ich jetzt gerade gesehen habe, wie dieser Irre da den Goretzka wegtritt – gut dass da Coman nicht auf dem Platz war.
      Nicht auszudenken, wenn es ihn schon wieder so erwischt hätte.

    2. wohlfarth

      Gnabry hat diese Saison noch kein einziges Spiel über 99 Minuten bestritten, weder bei Bayern noch in der Nationalelf. Warum wohl?

  22. Herrispezial

    Immerhin muss Müller nach der Roten nicht noch länger auf rechts rumlaufen. Die Idee, ihn wieder dort einzusetzen, kann auch nur jemand haben, der aus den letzten Wochen nichts gelernt hat. Warum hat es offensiv wieder besser geklappt? Weil Müller hinter Lewandowski positioniert war und so Räume geschaffen hat. Da ist es nur logisch, ihn wieder auf rechtsaußen zu stellen.

  23. Anton

    Und was ein Thomas Müller da veranstaltet, geht auch nicht.
    So geht man nicht in einen Gegenspieler rein!

    1. Herrispezial

      Daran sieht man halt, wie gefestigt die Mannschaft ist. Aber das war ebenso kurz vor Körperverletzung mit Vorsatz wie das Ding gegen Goretzka

  24. Herrispezial

    Boateng doing Boateng things.

    Und wir werden im gegnerischen Stadion ausgekontert. Es ist alles wie zuvor. Wieder eine Führung verspielt. Kovac hat die Mannschaft noch lange, lange, lange nicht wieder auf Kurs.

  25. Herrispezial

    Alter, wie geil. Dem Coman gönne ich es ohne Ende!

  26. Gerdl20

    Thiago und Coman sind Stamm! Fertig und aus!

  27. Gerdl20

    Was ein wildes Spiel!

  28. Herrispezial

    Jetzt also auch mit der Doppelsechs 3 Gegentore. Respekt! Wie gegen Dortmund reicht es nicht mit der Variante und wir ziehen wieder Gegentore ohne Ende. Es reicht halt einfach nicht unter Kovac für Gegner, die größer sind als Nürnberg, Wolfsburg oder Mainz. Das wird spannend gegen Leipzig und Frankfurt. Prognose: der Rüclstand auf Dortmund wird zu Weihnachten eher anwachsen als geringer. Und so langsam sollte wirklich jeder kapiert haben, dass wir gegen Gegner, die sich wehren und einen Plan haben, kaum Punkte holen. Aber das liegt natürlich immer am Spielpech oder am Kader. Oder doch nicht? Wenn ich mir anschaue, wie heute die Bälle planlos rausgebolzt wurden, stelle ich mir schon die Frage, ob die eigentlich Positions- und Kombinationsspiel wirklich trainieren.

    1. Anton

      Na gut, man muss natürlich auch mal andere Dinge sehen. Normalerweise macht Lewandowski so eine Chance aus 6 Metern rein. Dann steht es 2:0. Und den Kopfball macht er normalerweise auch rein. Und solchen Chancen läufst du dann eben auch hinterher. Und wenn du ein blödes Gegentor bekommst beim 2:0 und dann das 3:1 machst läuft es eben anders.

      ABER: Da wird der bis dahin beste Mann auf dem Platz als erstes ausgewechselt! Warum?
      Thiago gehörte rein, wie man ja auch gesehen hat, aber warum Gnabry raus – damit war auf der rechten Seite Sendepause.
      Ein Coman hätte schon zur Halbzeit reingehört. Warum erst so spät? Man hat doch gesehen, was er wert ist.

      Und das kann man nicht der Mannschaftvorwerfen, sondern jemand anderem.

      1. Herrispezial

        Und genau das ist mein Problem mit Kovac. Mehr dazu siehe unten (23:24 Uhr). Er macht permanent Fehler, die sich nicht erklären lassen und die noch offensichtlicher werden, wenn man ihn hinterher in den Interviews hört.

    2. Beobachter

      “…ob die eigentlich Positions- und Kombinationsspiel wirklich trainieren.”

      Eher nicht. Dafür aber Zeitspiel und ähnliche Scherze.

  29. Herrispezial

    Achja, wenn ich sportlich Verantwortung trüge, würde ich mit ten Hag mal ein längeres Telefonat vereinbaren. Vielleicht hat er noch eine Affinität Richtung München. Den Stallgeruch hat er ja wenigstens.

  30. Herrispezial

    Boah, Kovac ist zufrieden, weil die Mannschaft gut gekontert hat. Ajax kommen lassen und kontern war die Idee. Frage: wie können dann drei Gegentore fallen? Wie kann Ajax dann selbst so kontern? Da passt so vieles nicht zusammen in seinen Aussagen und dem Geschehen auf Platz, dass er sich damit ja fast selbst blamiert. Und als Trainer lasse ich Gnabry dann doch auf dem Platz und bringe dann zusätzlich Coman. Seine Interviews hinterlassen bei mir immer mehr Fragen als Antworten.

  31. […] Vorschau: FC Bayern München – 1.FC Nürnberg | Justin […]

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