Solider Sieg auf Schalke

In einem intensiven Spiel erkämpfte sich der FC Bayern den nächsten Bundesliga-Sieg. Auf Schalke brachte ein früher James-Treffer die Kovač-Elf auf Kurs. Lewandowski entschied die Partie per Elfmeter.

Vor dem Spiel gab es wenige Überraschungen.

FC Schalke 04 vs. FC Bayern MünchenGrundformationen: Schalke – Bayern, 19.09.2018

Kovač rotierte im Vergleich zum Spiel in Lissabon wieder durch. Goretzka kam für Sanches, James rückte für Robben auf den Flügel und Müller war ebenso zurück in der Startelf wie Spielgestalter Thiago. Außerdem pausierte Boateng und machte somit Platz für Süle.

Schalke begann mit der erwarteten Fünferkette. Davor agierten zwei Sechser und drei Angreifer, die sich je nach Spielsituation positionierten und den Spielaufbau der Gäste stören sollten.

Falls Ihr es verpasst habt:

In der ersten Halbzeit waren die Bayern zunächst drückend überlegen. Nach einem Standard erzielte James die verdiente Führung. Je länger das Spiel dauerte, umso aggressiver und besser war Schalke aber in den Zweikämpfen. Bayern machte ihnen vermehrt Geschenke, die Königsblau aber nicht zu nutzen wusste. So bekamen die Münchner wieder zunehmend Kontrolle in die Partie und begaben sich mit einer 1:0-Führung in die Pause.

Im zweiten Durchgang trat Schalke engagierter auf. Zu echten Torchancen kamen die Gastgeber jedoch weiterhin nicht. Nach einem überflüssigen Foul an James verwandelte Robert Lewandowski in der 64. Minute einen Elfmeter, der das Spiel vorzeitig entschied. Die Schlussviertelstunde nutzte Kovac für etwas Rotation, während die Partie unterhaltsam und doch unspektakulär verlief. Es blieb beim verdienten 2:0-Sieg der Bayern in einem etwas wilden Spiel, das schwer zu bewerten ist.

James brachte den FC Bayern früh auf Kurs.
(Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

3 Dinge, die auffielen:

1. Spielmachender Sechser

Man möchte es nicht Woche für Woche wiederholen, doch die Leistungen von Thiago als alleiniger Sechser sind aktuell nahezu fehlerlos. Hierbei vereint der Spanier die Hauptfähigkeiten sämtlicher Vorgänger der jüngeren Vergangenheit.

Sicherlich ist er im direkten Eins-gegen-eins nicht so physisch dominant wie Javi Martinez. Auch agiert er nicht als gnadenloser Taktgeber wie Xabi Alonso. Die Nadelläufe sind nicht so stechend wie einst bei Bastian Schweinsteiger. Aber er vereint all diese Fähigkeiten auf einem hohen Niveau und ist zugleich explosiver als die drei Vorgänger zusammen.

Alcantara interpretiert die Rolle aktiver und kreativer als Martinez. Seine Ausflüge in die Offensivzonen entstehen stets aus dem Spielfluss, zudem fordert er stets den Ball. Die ständige Suche nach der bestmöglichen statt der sichersten Variante gibt dem Ballbesitzspiel der Münchner eine weitere Dimension und verstärkt die Pressingresistenz.

Sollte er die Spielzeit ohne Verletzungen überstehen, so könnte Thiago zur prägenden Figur der Saison werden. Hoffen wir, dass der Spanier gesund bleibt und in der neuen Rolle seinen Platz in der Weltklasse zementieren darf.

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2. Wildes Wechseln

Seit dem Abschied von Louis van Gaal hört man es im Jahrestakt: Der FC Bayern ist flexibler geworden. Diese Aussage stimmte nicht immer, aktuell ist es in gewissen Facetten jedoch wieder so.

Die Offensivreihe, insbesondere Franck Ribery, positioniert sich weniger starr und überlagert häufig schon früh im Angriff auf eine Seite. Auf Schalke wurde dies in der ersten Halbzeit deutlich. Ribery agierte als raumgreifender Spielmacher von der Außenlinie bis ins Zentrum, während James Rodriguez regelmäßig mit Thomas Müller rotierte. Einen echten Flügelspieler, der an der Seitenlinie klebt, gibt es im Bayernspiel phasenweise nicht mehr.

Eine weitere Flexibilität, die hinzugewonnen wurde, ist die Art der Befreiung aus Pressingsituationen. Der Kurzpass bleibt die erste Option, doch auch der halblange Ball wird gerne gesucht. So überspielt man die erste Pressinglinie, welche meist die intensivste ist, ohne auf das Zufallsprodukt langer Ball zu setzen. Stattdessen wird halbhoch über 20-30 Meter einer der Mittelfeldspieler bedient, der daraufhin per Ablage oder Drehung sofort den freien Raum bespielen und einen erfolgsstabileren Konter einleiten kann.

3. Raumgreifender Robert

Die Ausweichbewegungen von Robert Lewandowski sind seit Jahren eine verlässliche Waffe und wesentliche Taktikkomponente des FCB. Auf Schalke sorgten sie für Kopfschmerzen bei den Gastgebern.

Das horizontale Abdriften des Polen entzerrte die Dreierkette der Hausherren und erleichterte James, Müller, Ribery wie auch dem heute starken Alaba die Suche nach freien Räumen im Angriff.

In schlechten Phasen verkommt diese Variante oft zur Verkörperung des harmlosen Flügelballbesitzes. In guten Phasen hingegen, wie in dieser Partie zu beobachten war, macht sie das Offensivspiel der Bayern schwer ausrechenbar und sorgt für eine verbesserte Einbindung der Mittelfeldkräfte in den Strafraum. Den Unterschied machen neben der Tagesform meist Details. Sollte Niko Kovac diese dauerhaft optimieren, so wird die Bayernoffensive eine unterhaltsame Saison spielen.

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Leserkommentare
  1. BayernExpat

    Hatte mir irgendwie etwas mehr brisanz bzw. Spannung erhofft (auch wenn Hummels sich nach wie vor mindestens. Einmal pro Spiel Mühe gibt es spannend zu machen). Nicht dass ich mich über einen auswärts Sieg zu null beschweren möchte!

    Hatte zu keiner Zeit das Gefühl das Schalke ins Spiel kommen würde, oder das wir nicht wenn nötig noch mindestens zwei Gänge hoch schalten könnten.

    Hätte Alaba das Freistoß Tor sowas von gegönnt. Schade.

  2. cj

    Die Bundesloga scheint einmal mehr zum Selbstläufer zu werden. Hoffentlich gelingt es Kovac bei den Spielern und bei uns Fans die Spannung hochzuhalten, indem er die Mannschaft immer weiter entwickelt.

    1. Fabian

      Wichtiger Aspekt.
      Sollte unsere Form anhalten, haben wir bis zur Winterpause weder in der Buli noch in der CL keinen echten Härtetest – es sei denn der BVB steigert sich immens. Das lässt mich dann doch ein wenig grübeln, obwohl es nicht unser Fehler ist. Hätten wir in der CL eine stärkere Gruppe zugelost bekommen, würden wir tatsächlich geprüft werden. Aber was hilft’s; Abwarten ist da wohl die einzige Möglichkeit.

  3. Herrispezial

    Beruhigend war vor allem, dass viele Spieler in der Rückwärtsbewegung sehr gut mitarbeiten. Allerdings gab es in der Vorwärtsbewegung gerade nach 20 bis 30 Minuten auch zu viele Ballverluste umd es ging doch viel Spielfluss verloren. Es gibt also noch viel zu verbessern, aber angesichts des erfolgreichen Saisonauftakts hat man nun die Ruhe, das auch zu tun. Und inzwischen muss ich sagen, dass ich es dem Trainer durchaus zutraue, die Mannschaft zu entwickeln – was ich vorher nicht in der Form gedacht hatte.

    1. Anton

      Auch wenn Schalke immer noch 0 Punkte hat, das ist aber keine Laufkundschaft, die man mal so herspielt.
      Und als S04 nach dem 1:0 die Taktik etwas umstellte, tat sich der FCB eben schwerer. Was aber nicht bedeutete, dass die Spielkontrolle verloren ging. Mit etwas mehr Glück beim Abschluß endet das Spiel 4:0 oder 5:0.
      Das kann man der Mannschaft vielleicht ankreiden, dass sie zuviele Chancen liegen lässt.

      Letztlich hat doch Neuer einen relativ geruhsamen Nachmittag verbracht, weil man das Spiel eben im Griff hatte. Und die Mannschaft verbreitete zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass S04 eine Chance hat.

  4. GestrandetinBerlin

    Ich fand den 3. Punkt sehr erwähnenswert: Lewandowski fand ich heute deutlich besser eingebunden. Hat mich ein wenig an Mandzukic erinnert, der ja auch oft auf Flügel auswich etc. Hat finde ich jedenfalls sehr gut funktioniert heute.
    War jetzt nicht das beste Spiel aller Zeiten aber wie wenig Chancen man so zu lässt ist schon bemerkenswert.
    Und weil es sich immer wieder lohnt es zu sagen: Thiago ist echt Weltklasse – wie man mit der Statur so zweikampfstark ist, und alles andere sowieso…

  5. Pandora

    In der Halbzeit interviewt Sky da einen “e-sportler”…

    …Der sich für viele europäische Ligen interessiert. Aber für keine so richtig.

    Der da ist bestimmt ein feiner Kerl und und gut in dem, was er da tut :))

    Aber..
    Ist das das, was die Zukunft bringt?

  6. wipf1953

    Nach allem, was ich gesehen habe, war der Sieg der Bayern gegen das Team mit (i) dem fragwürdigsten Sponsor, dem (ii) selbstherrlichsten Sportdirektor und (iii) einem vielleicht doch stark überschätzten Trainer zu keiner Zeit gefährdet. Auch wenn vielfach noch abgewiegelt wird, bei S04 muss nach den heutigen Spiel der Baum brennen. Punktlos am Tabellenende, das überrascht nach dem heutigen Spiel nicht. Wie die WM gezeigt hat, kann mit modernen Mitteln sogar ein 350.000 Einwohner-Land wie Island auf hohem Niveau verteidigen. S04 als einer der finanzstärksten Clubs des Deutschen Fußballwestens schaffte das heute nicht. Denn zwar resultierten die Tore aus Standards (auch die Alaba-Standards hätten reingehen können, dann wäre es noch deutlicher ausgefallen). Aber Bayern hatte auch Chancen aus dem Spiel, und zwar einige.

    Tedesco (oben iii) wird daher das Ende der Hinrunde wohl nicht mehr als Cheftrainer erleben (gefühlskalte Entscheidung durch oben ii).

    Heute hat es keinen Bayernspieler erwischt, sondern McKennie. Ich finde aber nicht, dass James mit übertriebener Härte eingestiegen wäre. Es war eher so wie bei Tolisso, ein “Allerweltsfoul” mit schlimmen Folgen. So etwas darf IMHO einfach nicht passieren, und ich haben nicht den Eindruck, dass sowas bei den TOP-8 der Champions League allzuoft eintritt (außer bei Bayern). Ich beurteile Trainer inzwischen sehr stark danach, inwiefern sie Spieler vor Verletzungen schützen können. Da hat Bayern, wenn man mal die Jahre 2013 – 2017 als Ausgangspunkt nimmt, das größte “upside” von allen großen Clubs. Hoffentlich bekommt Kovac das in den Griff.

    1. Marlene Dietrich

      Als Bayern-Fan wär ich an deiner Stelle vorsichtig. Qatar und Leute wie Hoeneß san a ned ohne.

      1. wipf1953

        Wie darf ich deinen Beitrag verstehen, Marlene? Als Redeverbot?

      2. Marlene Dietrich

        Na, auf keinen Fall!
        Aber ich finde, dass man zuerst auf die schwarzen Schafe im eigenen Verein schauen sollte, bevor man sich den anderen zuwendet.

      3. Sascha

        @Marlene
        Wieso,eines der schwarzen Schafe bis doch du !

    2. Nur der FCB

      Dass Bayern mehr Verletzungen hat als andere Clubs liegt auch an der Altersstruktur und an der Verletzunggsanfälligkeit einiger Spieler wie Robben, Ribery und Boateng. Verletzungen die durch Fouls entstehen wie die von Coman und Rafinha kann man schlecht vermeiden, so was wie mit Tolisso passiert leider. Der Trainer kann in den meisten Situationen jedenfalls nichts für die Verletzungen, wenn es eine Flut an Muskelverletzungen geben würde, wäre das schon etwas anderes.

  7. Marlene Dietrich

    “Die ständige Suche nach der bestmöglichen statt der sichersten Variante gibt dem Ballbesitzspiel der Münchner eine weitere Dimension und verstärkt die Pressingresistenz.”

    Das verstehe ich nicht ganz. Ist Pressingresistenz nicht primär ein individueller Faktor, der eher vom Spieler selbst und weniger von den Fähigkeiten eines anderen Spielers bzw. den Dynamiken des Spiels anhängig ist?
    Wäre außerdem nicht die sicherste Option zuträglicher für die Verstärkung der Pressingresistenz den die “beste” – wie auch immer man das definieren mag.

    1. ibiza

      ich würde es so zu erklären versuchen:

      Die sicherste Variante ist meistens eine, die einen nicht wirklich weiterbringt im Spielaufbau, hat also oft was von Quer- oder gar Rückpass. Das heißt der Ball kommt zwar ziemlcih sicher an, man hat aber nix gewonnen an Raum zum gegnerischen Tor und bleibt damit länger in der pressinganfälligen Zone nahe dem eigenen Tor.

      Die bestmögliche Variante dagegen geht zwar etwas mehr Risiko ein beim Pass selber, wenn der Ball ankommt ist aber auch wirklich ein Fortschritt erzielt im Spielaufbau und die Chance für gefährliches Pressing des Gegners reduziert sich dadurch.

      Unter Punkt 2 oben ist dafür ein anschauliches Beispiel angeführt anhand des “halblangen Balls”:
      “Eine weitere Flexibilität, die hinzugewonnen wurde, ist die Art der Befreiung aus Pressingsituationen. Der Kurzpass bleibt die erste Option, doch auch der halblange Ball wird gerne gesucht. So überspielt man die erste Pressinglinie, welche meist die intensivste ist, ohne auf das Zufallsprodukt langer Ball zu setzen. Stattdessen wird halbhoch über 20-30 Meter einer der Mittelfeldspieler bedient, der daraufhin per Ablage oder Drehung sofort den freien Raum bespielen und einen erfolgsstabileren Konter einleiten kann.”

  8. Jo

    Läuft faktisch weiterhin perfekt.
    Wenn es auch weniger ein perfektes als ein solides Spiel war. Bemerkenswert wie ruhig und souverän man auswärts beim amtierenden Vizemeister das runterspielt. Wenn man was bemängeln mag, würde ich mir die Aussage von Tedesco zu eigen machen, dass der letzte Punch im Angriffsspiel etwas gefehlt hat.
    Mag aber natürlich der Tatsache geschuldet sein fast das ganze Spiel in Führung zu liegen. Da neigt man dann eher zur Verteidigung des Ergebnisses.

    Goretzka ist mit der ganzen Situation ziemlich gut zurecht gekommen. Da haben viele Spieler in ähnlichen Lagen schon viel schlechter ausgesehen.
    Gab aber auch fast keine Haßtiraden und Pfeifkonzerte gegen ihn. Ich habe zumindest keine wahrgenommen.
    Wenn dem so war, sehr erfreulich.
    Erfreulich, wie das endlich mal kein Spieler vom Platz geschleppt wurde. Hatte ich fast vergessen das Gefühl.
    Erfreulicherweise auch mal kein Ärger mit Schiri und VAR. Hatte ich fast vergessen das Gefühl.

    Einen Punkt der sich unter der Nr. 2 etwas versteckt möchte ich noch aufnehmen.
    “Einen echten Flügelspieler, der an der Seitenlinie klebt, gibt es im Bayernspiel phasenweise nicht mehr.”
    Um das etwas weiterzuführen. Nach jetzt einigen Spielen, wo sich der Nebel über der mutmaßliche Spielphilosophie von Kovac etwas zu lichten beginnt kann man festhalten, dass er anscheinend den Flügelfokus erfolgreich abgeschafft oder zumindest modifiziert hat.
    Kovac’s primäres Ziel ist offensichtlich die Zentrumskontrolle, dort zieht er seine Spieler zusammen. Im Vergleich mit der holländisch-spanischen Schule will er also wohl eher kompakt als breit stehen.
    Wird spannend das weiter zu beobachten.

    1. ibiza

      “Nach jetzt einigen Spielen, wo sich der Nebel über der mutmaßliche Spielphilosophie von Kovac etwas zu lichten beginnt kann man festhalten, dass er anscheinend den Flügelfokus erfolgreich abgeschafft oder zumindest modifiziert hat.
      Kovac’s primäres Ziel ist offensichtlich die Zentrumskontrolle, dort zieht er seine Spieler zusammen. Im Vergleich mit der holländisch-spanischen Schule will er also wohl eher kompakt als breit stehen.
      Wird spannend das weiter zu beobachten.”

      Bei letzterem bin ich zu 100% bei dir.

      Ob das man das Beschriebene aber nun schon als Kovac’s “Spielphilosophie” einordnen kann, oder ob es ganz einfach nur eine Reaktion ist auf das aktuell vorhande Spielermaterial (denn gerade da würde ich Kovac’s Hauptfokus generell sehen – aus dem vorhandenen Spielermaterial das Bestmögliche rausholen ist ihm sicherlich wichtiger als ein eigenes Spielsystem bzw. philosophie “durchzudrücken” a la Guardiola) auf den Flügelpostitionen mit 2 in die Jahre gekommen und damit etwas lahm gewordenen Flügelstars, einem noch etwas ungeprüften Jungstar und ja leider einem langfristigen Ausfall unserer neuen “Flügelrakete”. Man wirds sehen…

      1. Olorin

        @Ibiza
        Guardiola hat keine Philosophie durchgedrückt, sondern eine perfekt auf die Mannschaft zugeschnittene Spielweise gefunden. Die einrückenden AV Lahm und Alaba, das Isolieren starker Dribbler auf dem Flügel (Ribéry, Robben, Coman, Costa) und die hoch aufrückenden torgefährlichen Achter (meist Müller und Vidal) waren perfekt ihren Stärken entsprechend eingesetzt. Aus diesem Grund erlitten auch viele dieser Spieler Leistungsdellen, als sie unter Ancelotti deutlich unpassendere Rollen ausfüllen mussten (v.a. Costa und Vidal, mit Einschränkungen auch Lahm und Alaba). Hätte Guardiola eine Philosophie durchgedrückt hätte Bayern wohl gespielt wie Barca zuvor unter Pep.

        Deine Meinung zu Kovac teile ich, der Bruch mit dem Flügelfokus muss keine Präferenz Kovacs anzeigen, sondern ist eine zwingende Folge unseres Kaders, der auf den zentralen Positionen sowohl in der Spitze als auch in der Breite hervorragend besetzt ist (mit leichten Einschränkungen auf der 9) und auf den Flügeln sowohl offensiv als auch defensiv Lücken aufweist.

  9. Hittmer Otzfeld

    Ich will es jetzt nicht so laut postulieren, es könnte ja ein Bundesligist hören, aber solange man nicht versucht Fußball zu spielen bzw. versucht selber ein Tor zu schießen, solange wird es mit dem Gewinnen schwer. Wie kann eine ganze Liga so im “Defeatist Modus” – schnell den Ball abgeben, man könnte ja ein Fehler machen.

    Hat Schalke gut verteidigt? Kann man nicht verneinen. Halt Schalke irgendetwas anderes ansatzweise gut gemacht? Absolut nicht. Ist doch kein Fußball mehr der gegen uns gespielt…

    1. ibiza

      tja, man muß allerdings auch festhalten: Der “Verschwörungsplan” der DFL uns an den ersten 4 Spieltagen 4 der 6 anderen Top7 Mannschaften der letzten Abschlußtabelle “reinzudrücken” zum hoffentlich noch unsicheren Start der Bayern unter neuem Trainer um so etwas künstliche Spannung zu generieren- tja, wenn man sich die Positionen und Punktestände (im Schnitt liegen sie bei knapp über 2 Punkten, das ist selbst wenn man das Spiel gegen die Bayern rausrechnet ein Punkteschnitt pro Spiel mit dem man fast sicher absteigt) dieser Vereine jetzt so anschaut ist das sowas von nach hinten losgegangen wies nur geht!

      Allerdings beschreibt das halt auch im Grunde die größte Miserie überhaupt der dt. Bayernverfolgerclubs. Nur weil man nicht gar so im Geld schwimmt wie die PL-clubs – muß es da deswegen automatisch so sein, dass quasi jeder Club der in der Vorsaison was gerissen hat dann plötzlich nur noch abloost? Wenn das jetzt nur heuer so wäre, naja meinetwegen – aber das ist doch sowas von auffällig, dass außer Bayern halt einfach so gut wie kein anderer Club auch mal nur ansatzweise sowas wie konstante Leistungen (letzte Saison hatte das Ganze ja fast noch groteskere Formen angenommen als glaub ich so gute 10 mal in Folge der 2.Platzierte es “geschafft” hat nicht zu gewinnen) abzurufen schafft…

  10. Pat

    Thiago <3
    Der einzige Spieler, der schon mit der Ballannahme einen Gegenspieler aussteigen lässt. Sensationelle Gabe…

    1. Lukas

      *hust* Toni *hust* macht das schon seit 8 Jahren so… chrrhmm *hust*

      1. Marlene Dietrich

        Modric, Busquets, Xavi, Lahm, Iniesta…

      2. Pat

        Toni Kroos? Witzbold….

      3. Pat

        Xavi, Lahm, Iniesta und Busquets? Dann bin ich aber froh, dass wir den einzigen Spieler (OK Modric auch) im Kader haben, der nicht schon ein Fussball Methusalem ist und seine Laufbahn beendet hat oder irgendwo in Asien spielt :-)

      4. Marlene Dietrich

        @Pat: Ich vergaß, dass beim FC Bayern fast nur junge Leit spielen.

  11. rookie

    was Thiago gestern auch wieder für geile Interceptions hatte, Wahnsinn. Ich kann mir eigentlich gar nicht mehr vorstellen dass Martinez defensiv bessere Werte hat wie der Junge. Von offensiv brauchen wir ja überhaupt nicht reden

    1. Nur der FCB

      Von der Zweikampfbilanz her liegen beide sehr eng zusammen und das auch nicht erst seit dieser Saison.

  12. Marco

    So, die DFL hat alles versucht Spannung reinzubringen. Uns nach der Auswärtsaufgabe gegen Benfica ein vermeintlich schweres Auswärtsflutlichtspiel verpasst. “Leider” prallt das alles aktuell an der Truppe ab wie sonst was. Der nächste souveräne Auftritt im einstigen Hexenkessel, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt. Chapeau.

    Kovac hat wieder moderat rotiert, was absolut Sinn macht. Allerdings hatte ich mit Wagner gerechnet, vielleicht ja dann unter der Woche. Zu Thiago ist alles gesagt, eine großartige Form momentan. Bei dem einen Foul blieb mir kurz das Herz stehen, zum Glück nichts passiert.
    Mann des Spiels für mich dennoch James. An fast jeder Offensivaktion beteiligt. Geniale Laufwege, erarbeitet sich gute Chancen, vom Gegner nicht zu stoppen.

    Lewandowski habe ich bei weitem nicht so gut gesehen. Für mich hat er – speziell in HZ1 – viel zu viele (fast alle) Bälle verloren und sich dazu noch gestenreich beschwert (bei wem oder was bleibt offen). Zudem bringt er – abgesehen von Benfica – kaum eine aussichtsreiche Chance zum Abschluß. Entweder springt ihm der Ball zu weit weg oder er verzettelt sich, trifft die falsche Entscheidung etc. Gefällt mir momentan nicht. Sein Einsatz und die Laufbereitschaft unbenommen.

    Was bleibt sonst? Ach ja, souveräne Schiedsrichterleistung, kann man auch mal erwähnen. Nach jedem Pfiff sind 8 Schalker auf den Unparteiischen zugestürmt, aber er hat sich nicht beirren lassen. VAR war nicht nötig. Hat mir gut gefallen, auch beim Strafmaß.

    Dienstag wartet die nächste schwere Aufgabe gegen “engagierte” *räusper* Augsburger, die aber ein TW-Problem haben. Ich würde mal wie erwähnt Wagner und auch Gnabry gerne von Beginn an sehen.

  13. Marco05

    So, die DFL hat alles versucht Spannung reinzubringen. Uns nach der Auswärtsaufgabe gegen Benfica ein vermeintlich schweres Auswärtsflutlichtspiel verpasst. “Leider” prallt das alles aktuell an der Truppe ab wie sonst was. Der nächste souveräne Auftritt im einstigen Hexenkessel, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt. Chapeau.

    Kovac hat wieder moderat rotiert, was absolut Sinn macht. Allerdings hatte ich mit Wagner gerechnet, vielleicht ja dann unter der Woche. Zu Thiago ist alles gesagt, eine großartige Form momentan. Bei dem einen Foul blieb mir kurz das Herz stehen, zum Glück nichts passiert.
    Mann des Spiels für mich dennoch James. An fast jeder Offensivaktion beteiligt. Geniale Laufwege, erarbeitet sich gute Chancen, vom Gegner nicht zu stoppen.

    Lewandowski habe ich bei weitem nicht so gut gesehen. Für mich hat er – speziell in HZ1 – viel zu viele (fast alle) Bälle verloren und sich dazu noch gestenreich beschwert (bei wem oder was bleibt offen). Zudem bringt er – abgesehen von Benfica – kaum eine aussichtsreiche Chance zum Abschluß. Entweder springt ihm der Ball zu weit weg oder er verzettelt sich, trifft die falsche Entscheidung etc. Gefällt mir momentan nicht. Sein Einsatz und die Laufbereitschaft unbenommen.

    Was bleibt sonst? Ach ja, souveräne Schiedsrichterleistung, kann man auch mal erwähnen. Nach jedem Pfiff sind 8 Schalker auf den Unparteiischen zugestürmt, aber er hat sich nicht beirren lassen. VAR war nicht nötig. Hat mir gut gefallen, auch beim Strafmaß.

    Dienstag wartet die nächste schwere Aufgabe gegen “engagierte” *räusper* Augsburger, die aber ein TW-Problem haben. Ich würde mal wie erwähnt Wagner und auch Gnabry gerne von Beginn an sehen.

    1. wipf1953

      Nun, Schalke hatte auch ein Champions League Spiel, wenn auch einen Tag früher und zu Hause. Die DFL hätte an sich wissen müssen, dass Schalke, anders als Bayern, danach derart durch den Wind ist dass die Leistung dann so war wie sie war.

      Die ständigen Beschwerden der Schalker beim Schiedsrichter, auch nach klarsten Fouls, waren peinlich.

      Und so genannte “Fans / Ultras”, die sich für was besseres halten, indem sie einen Spieler auspfeifen, der nur deshalb mal für sie gespielt hat weil sie ihn dem VfL Bochum weggekauft haben, muss man nicht weiter kommentieren.

  14. Kurt74

    Vorerst mal das wichtigste, keine Verletzten! :) Yai!
    Ich tue mich ebenfalls schwer das Spiel zu bewerten. Aber im Gegensatz zu den Redakteuren auf MiaSanRot kann ich nicht so weiteres Taktiken und Systeme lesen (warum fällt mir grad Scholl mit Laptoptrainer und Spieler die 18 Systeme rückwärts laufen und furzen ein ).
    Ich tue mich schwer weil Bayern gefühlt zwar die ersten 20min die Muskeln spielen lies aber danach reichte die halbe Kraft locker aus um den Sieg sicher ins Ziel zu schippern. Vielleicht ist es die hervorragende Fitness aber ich hatte beim keinem Spieler das Gefühl das er nur ansatzweise an seine Grenzen gehen musste. Das war teilweise Schaulaufen im Schongang was die sich häufenden Fehlpässe und Unkonzentriertheiten erklärt. Egal was Kovac momentan macht, es funktioniert einfach. Seine Handschrift kristalisiert sich immer mehr heraus. Ich sehe da eine Mischung aus VanGaal und Jupp Fussball.
    Gestern hat sich aber für mich gezeigt wie sehr Bayern der BL enteilt ist wenn ein Verein wie Schalke praktisch keine Chance auf ein Tor hat. Darin sehe ich aber auch die Gefahr, Bayern wird in der BL viel zu wenig gefordert und Kovac wird das gleiche Problem wie Pep bekommen, wenn im Frühjahr die Gegner dann Real, Atletico oder Barca heißen.

  15. Osrig

    Dieses Spiel gegen Schalke, dem “Vorjahres-Ersten der Verfolgergruppe” könnte rückblickend einmal als eine Art Wendepunkt zu betrachten sein! Im Positiven, wie im Negativen!

    Bleibt es Positiv, dann hat das Spiel gegen eine mit Spielern von hoher Qualität ausgestatte Schalker Mannschaft gezeigt, dass unser FCB jetzt endlich taktisch die richtige Mischung aus guter Defensivarbeit, schnellem Spiel nach vorn und Dominanzaufbau um des Gegners Strafraum gefunden hat, wobei wir auf Spieler zurückgreifen können, die nahezu alle hervorragend in dieses taktische Konzept passen UND in der Lage sind, es auch umzusetzen.

    Ich hatte da ja so meine Zweifel, aber Kovac verlässt sich eben nicht nur darauf, den Gegner kommen zu lassen und Umschalten, er verdichtet das Zentrum, um genügend Anspielstationen zu haben, damit schnell nach vorn kombiniert werden kann, bezieht aber – in einem interessanten Wechselspiel der Positionen – Halbräume und Zehnerraum mit ein. Jedenfalls werden die Räume nicht stur durch einen bestimmten Spieler besetzt, sondern variabel agiert, wobei gerade dem ballfernen Achter und Flügelspieler, die Aufgabe zuzukommen scheint, sich mit ins Zentrum zu orientieren, ohne dass allerdings die Breite verloren geht, weil der AV mit eingebunden ist, was man an den offensiven Vorstößen von Kimmich und Alaba sehr gut sehen kann.
    Es stehen also immer genügend Anspielstationen in den Zonen bereit (Dreiecke!), und somit zeigt die Mannschaft offensiv ein tolles Pass- und Positionsspiel, durch das der Gegner auseinander gespielt werden kann – im besten Sinne Dominanzsystem!
    Das, nur nebenbei erwähnt, entgegen aller Abgesänge auf das “Ballbesitzspiel”, wobei meiner Ansicht nach das Entscheidende nicht nur die kluge Besetzung der Zonen ist, sondern vor allem das Bemühen, den Ball schnell laufen zu lassen, und sich mit der gebotenen Dynamik in die Räume zu bewegen.

    Als die Mannschaft einen Gang zurückschaltete, die Bewegungen nicht mehr ganz so schnell waren, kam Schalke besser ins Spiel, ohne allerdings nachhaltig Druck erzeugen zu können, weil auch versucht wurde, weiterhin schnell den Ball erfolgreich zurück zu erobern.
    Das Schalkespiel kann also ein “Marker” gewesen sein für die Erkenntnis, dass an den richtigen Stellschrauben gedreht wurde – und durch die Feinjustierung die Mannschaft noch besser werden dürfte, weshalb die Jungs auch vor den ganz großen Teams in Europa keine Angst haben müssen, sondern optimistisch sein dürfen, Barca, Pool, City und Real auch zu schlagen.
    Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten als Mannschaft dürfte gestern jedenfalls noch einmal gewaltig gestiegen sein.

    Und da liegt im Negativen auch die Gefahr:
    Wenn ich jetzt lese, die Konkurrenz in der Liga gebe bereits auf, weil wir alles in Grund und Boden spielen, Kovac sei bereits auf einer Stufe mit Heynckes, Guardiola und Van Gaal, möchte ich in diesen Tenor nicht mit einstimmen!
    Wenn ich dann sehe, dass nicht nur ein Gang zurückgeschaltet wird, sondern die Jungs auch übermütig werden, z.B. den komplizierten Pass dicht an zwei Gegenspielern vorbei spielen, oder schnell noch mal einen Gegner ausspielen wollen, anstatt rechtzeitig den Ball weiter zu spielen, dann sind das für mich erste Warnzeichen für beginnende Selbstgefälligkeit!
    Das geht über Selbstvertrauen weit hinaus, und führt dann dazu, dass man gedanklich und körperlich etwas nachlässt…und plötzlich fehlen die Prozente, die es braucht um selbst gegen vermeintlich schwächere Gegner zu gewinnen.
    Die Bundesliga mag schwächer geworden sein, sie ist aber noch immer kein Selbstgänger, sondern erfordert weiterhin eine konzentrierte Umsetzung der Spielidee und hohen Einsatzwillen. Erst dann spielen sich Abläufe so ein, dass sie auch gegen stärkste Gegner passen! Das hochzuhalten ist eine Aufgabe der Trainer UND der Führung! Wenn sich der “Staff” sowie die Vereinsführung jetzt ähnlich selbstgefällig auf die Schultern klopfen und in dem Glanz sonnen, dass ihr Mann Kovac den richtigen Weg gefunden zu haben scheint, dann ist der Einbruch und Absturz geradezu vorprogrammiert.

    Jetzt wäre es genau der Zeitpunkt gewesen, zu dem sich Sammer zu Wort gemeldet hätte!!!

    1. Anton

      Ja, die Gefahr besteht natürlich. Aber ein Kovac ist – glaube ich zumindest – nicht der Typ, der hier Schlendrian und Überheblichkeit einreißen lässt.
      Aber man muss natürlich auch sehen, dass S04 nur mit Glück nur 0:2 verloren hat. Alleine James muss, so gut er auch gestern war, mindestens noch 2 Tore machen.
      Und natürlich ist im Laufe eines Spiels, wenn man genau wie alle Zuschauer das Gefühl hat – da brennt nichts an – es auch nicht so einfach, die Spannung und Konzentration hochzuhalten.
      Das ist doch immer das gleiche Problem. Du gehst sehr früh in Führung, könntest oder müsstest eigentlich das nächste Tor machen und der Gegner? Der verstärkt seine Abwehrbemühungen, macht aber so gut wie keinerlei Anstalten, das Ergebnis zu seinen Gunsten zu verändern sondern beschränkt sich eigentlich darauf, Schlimmeres zu verhindern. Und nach dem 2:0 ist die Messe dann ganz gelesen. Wer, abgesehen von Hoffenheim, hat denn in den vergangenen Spielen wirklich ernsthaft versucht, auch einmal nach vorne zu spielen. S04 nicht, Stuttgart nicht, Leverkusen auch nicht. Und wenn du als Spieler das Gefühl bekommst – die wollen eigentlich gar nicht -, dann bleibt das nicht ohne Auswirkungen.

      Aber ich bin sicher, dass ein Kovac auch da die richtigen Stellschrauben finden wird, wenn er glaubt, hier Leichtsinn und Schlendrian zu erkennen..

    2. Olorin

      Hmm…die Gefahr der Selbstüberschätzung seh ich tatsächlich eher als gering an. In der CL besteht die Gefahr denk ich ohnehin nicht, da ist die Konzentration immer gegeben. In der Liga kann es schon sein, dass wir das ein oder andere Spiel in trügerischer Sicherheit noch aus der Hand geben…aber wer soll das nutzen? Der BVB spielt einfach nur grauenhaft, Leipzig ist gefangen im extrem reaktiven Stil Rangnicks, Schalke hat drei Leistungsträger verloren, Hoffenheim fehlt die Kaderqualität und Leverkusen ist jetzt schon 9 Punkte hinter uns. Hertha, Bremen, Wolfsburg und Co ham jetzt halt ne gute Phase, aber die sind keine Konkurrenz für uns. Fazit: wenn Dortmund nicht gigantische Schritte macht in den kommenden Wochen werden 70 Punkte zur Meisterschaft sicher reichen…so selbstgefällig, dass wir die nicht erreichen, kann die Mannschaft gar nicht werden. Höchstens im Pokal könnte uns Selbstgefälligkeit gefährden.

      Ich seh die Gefahr diese Saison eher im aus meiner Sicht unverantwortlich kleinen Kader. Im Gegensatz zu den meisten hier finde ich nämlich nicht, dass wir grad massiv Verletzungspech haben. Drei Verletzte können schonmal passieren, da haben wir schon ganz anderes erlebt in den letzten Jahren. Zumal die Hauptkandidaten für Verletzungen (Robbéry, Gnabry, Goretzka, Boateng, Thiago) mit Ausnahme Comans momentan sogar noch fit sind und die englischen Wochen grad erst begonnen haben. Insofern rechne ich eher mit einer Verschlechterung der Situation als damit, dass Rafinha, Coman und Tolisso nacheinander wieder einsteigen und wir die Saison fröhlich mit dem kompletten Kader zu Ende spielen. Und weitere Verletzungen können wir uns schlicht und einfach nicht mehr leisten, außer vielleicht in IV und zentralem Mittelfeld.

  16. Olorin

    Konnte das Spiel nicht live sehen, hab jetzt erst die Aufzeichnung geschaut: Grad in den Bereichen, in denen Kovacs Fähigkeiten hinterfragt wurden (Dominanzaufbau, Positionsspiel…) erkenne ich in den letzten Spielen seit Stuttgart deutliche Verbesserungen im Vergleich zum oft zähen Saisonstart. (Spekulation: hat hier vielleicht der ins Trainerteam zurückgekehrte Peter Hermann seine segensreichen Hände im Spiel?) Ich war einer von den größten Kovac-Skeptikern hier im Forum, aber momentan bin ich absolut zufrieden und surfe fast schon ein bisschen mit auf der Kovac-Welle. Mal schauen, hoffentlich hält das an :)

    1. Osrig

      Das kann ich nur unterschreiben!! Muss auch aufpassen mit der Euphorie-Welle bei mir! ;-)
      Ich schreibe das auch – zumindest zu einem nicht unerheblichen Teil – der Arbeit von Peter Hermann zu, der ganz sicher mehr machen wird, als nur Hütchen während des Trainings aufzustellen. Gerade er, der ja nun ein akribischer Arbeiter und Taktik-Tüftler ist, der sich vor den ganz großen der Trainerzunft in dieser Hinsicht sicherlich nicht verstecken muss, wird Kovac schon die eine oder andere Anregung gegeben haben.

      1. Anton

        Es wäre ja auch ein Trauerspiel, wenn es anders wäre. Die Zeiten, dass Co-Trainer die besserbezahlten Hütchenaufsteller sind, sind schon lange vorbei. Und sicherlich hätte ein Herrmann auch nicht zugestimmt, beim FCB zu bleiben, wenn ihm nicht klar gewesen wäre, was ihn erwartet.

        Zur Euphorie-Welle. Da muß man natürlich auch sehen, was für ein Theater um diese Trainerverpflichtung gemacht wurde. Klar waren die Schuhe eines Heynckes und Co. gewaltig, aber es wurde ja auch lange Zeit immer von der B- oder C-Lösung fabuliert. Zum einen weiß keiner, was da wirklich gelaufen ist. Papier ist bekanntlich geduldig. Zum anderen hat ja auch ein Kovac vorher nicht unbedingt einen schlechten Job gemacht – und das mit einem Kader, der sicher nicht die Qualität des FCB hatte.
        Ob das jetzt wirklich eine Euphorie-Welle ist, weiß ich nicht. Was ist denn passiert? Mit Vidal, den ich in der letzten Saiso zumindest teilweise kritisch gesehen habe und Rudy -solide, aber nicht überragend- haben zwei Spieler das Mittelfeld verlassen. Dafür ist ein Goretzka gekommen. Ein Bernat geht, der eigentlich nie über die Backup-Rolle hinausgekommen ist. Ein Gnabry ist da und – ein Neuer ist wieder fit!
        Wo also hat der in der letzten Saison so souveräne FCB an Qualität eingebüßt?
        Und warum soll ein neuer Trainer, wenn er nicht gerade das Rad neu erfinden will, zusammen mit einem beim FCB erfahrenen Co-Trainer da schlecht aussehen.
        Wenn man ehrlich ist, war das doch auch nicht zu erwarten. Eine Vorbereitung nach einem Turnier ist nie etwas optimales, aber die Spieler können doch eigentlich nichts verlernt haben.
        Und offenbar läuft es von der ein oder anderen Stellschraube abgesehen doch gut an. Und mit Hoffenheim, Bayer und S04 hatten wir schon mal 3 aus den ersten 5 der letzten Saison zum Auftakt. Das hätte auch schlimmer laufen können. Aber wenn man ehrlich ist, eigentlich auch nicht viel schlechter.
        Deshalb eher Zufriedenheit als Euphorie.

      2. Jo

        Peter Hermann ist natürlich ein guter Mann.
        Allerdings hat er erst am 01.09 seine Tätigkeit wieder bei uns aufgenommen. Zu dem Zeitpunkt als sich fast der gesamte Kader zu den LS verabschiedete.
        Mit dem gesamten Kader hatte er jetzt vielleicht 10 Tage, währenddessen 3 Spiele stattfanden. Wenn es ihm gelungen ist in der Zeit als Co tatsächlich einen substantiellen Einfluss zu haben, dann wäre guter Mann in der Tat die Untertreibung des Jahrhunderts.

        Wen man zu diesem Zeitpunkt aber unbedingt noch würdigen sollte ist Manuel Neuer. Insofern ist der Hinweis von Anton auf ihn, als quasi Neuverpflichtung, wirklich angebracht. Da haben wir im Vergleich zum letzten Jahr tatsächlich einfach Weltklasse dazu bekommen.
        Das fällt leider nicht so auf, weil er im klassischen Torwartgeschäft kaum gefordert ist. Aber was er für unser Aufbau-Spiel bedeutet, kann man gar nicht hoch genug einschätzen. In Lissabon hätte ich, bei aller Liebe, keinen Ulreich sehen wollen. Das war wirklich brillant.
        Und die Schalker haben gleich gänzlich darauf verzichtet, auf ihn durchzupressen. Das mag verschiedene Gründe haben, der eine oder andere liegt mit Sicherheit in der Person.

      3. Bootsmann

        @JO: Peter Hermann hat schon wesentlich früher angefange, mit den Spielern zu arbeiten. Meines Wissens hat er nämlich schon die Nationalspieler während der US-Reise der Bayern betreut. War danach nur noch mal weg…

      4. Jo

        @Bootsmann:
        Ja, das waren doch 4 oder 5 Tage mit 7 oder 8 Spielern. Einen Tag radeln, einer Leistungsdiagnostik.
        Das sollte man natürlich nicht verschweigen.

  17. Anton

    Nachtrag – siehe Pressekonferenz!
    Da äußert sich ein Kovac recht deutlich zum Kapitel Nachlässigkeit und Schlendrian.

  18. Sascha

    Ach Leute……..
    Das ist Fussball und auch nicht mehr.Enspannt Euch mal
    Gruss /asv-bergedorf85-fussball.de/2-herren/
    Lg Sascha ..ein FCB Fan seit dem er 6 jahre alt ist ;)

  19. Sascha

    Engagiert Euch in einem Verein und leistet positive Arbeit,egal in welcher Liga.
    Damit würden viele Schreiber wohl an ihre Grenzen stossen.
    Nicht Reden-sondern Machen !
    Gruss an Alle engagierten Fans vom FCB :)

    1. Sascha

      Ich verbessere mich :
      Gruss an Alle,die etwas für den Fussball in unserem Land leisten,und das oft ehrenamtlich.
      Hut ab !
      Sportliche Grüsse aus Hamburg an Alle :)

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