MUNICH, GERMANY - DECEMBER 05: Marco Verratti of PSG is challenged by Joshua Kimmich of Bayern Muenchen during the UEFA Champions League group B match between Bayern Muenchen and Paris Saint-Germain at Allianz Arena on December 5, 2017 in Munich, Germany. (Photo by Adam Pretty/Bongarts/Getty Images)

FC Bayern – Paris Saint-Germain 3:1 (2:0)

Von einer Revanche war vor der Partie die Rede. Nach der 0:3-Schlappe im Hinspiel wollten die Bayern gegen Paris Saint-Germain Wiedergutmachung betreiben. Das ist ihnen gelungen.

Erstmals seit längerer Zeit ist es uns nicht gelungen, die Analyse zeitnah nach Abpfiff zu liefern. Theoretisch hätte Tobi sie aber auch vorschreiben können, denn sein Riecher am Nachmittag war ziemlich gut:

Falls Ihr es verpasst habt:

Jupp Heynckes wusste vor der Partie zu überraschen.

FC Bayern München 4-2-3-1 - Paris Saint-Germain 4-3-3, GrundformationenBayern im 4-2-3-1 mit 4-3-3-verdächtiger Rollenverteilung, Paris im 4-3-3.

Dass Tolisso beispielsweise für Martínez startete und Vidal pausierte, war nicht unbedingt zu erwarten. Ribéry gab nach längerer Zeit sein Startelf-Comeback und Müller saß trotz ansprechender Leistung gegen Hannover auf der Bank.

Bei Paris hat sich im Vergleich zum Hinspiel kaum etwas verändert. Draxler rückte für den angeschlagenen Motta in die Startelf, aber sonst war es dieselbe Mannschaft, die den FC Bayern im Hinspiel mit 3:0 besiegte.

In unserer Analyse zum Hinspiel sprachen wir die Erwartungshaltung an. Der FC Bayern sei nicht mehr als Top-Favorit des Wettbewerbs zu sehen. Gewissermaßen bestätigte sich dieser Eindruck schon in den ersten 15 Minuten des Rückspiels.

Der FC Bayern agierte abwartend, kompakt und verzichtete erstmals seit längerer Zeit auf Ballbesitz. Ein bisschen wie der typische Außenseiter. Mit dieser Taktik wusste Jupp Heynckes zu überraschen. Erinnerungen an die Duelle mit dem FC Barcelona 2013 kamen hoch.

Durch die Tore von Lewandowski (8.) und Tolisso (37.) ging der Deutsche Meister sogar mit einer hochverdienten 2:0-Führung in die Kabine. Anschließend kam Paris etwas stärker auf den Platz. Der 2:1-Anschluss durch Mbappé (50.) war nicht nur folgerichtig, sondern auch zu erwarten. Bayerns Leistung war stark, aber nicht fehlerfrei.

Umso wichtiger war es, dass die Münchner in der folgenden Phase dagegen hielten. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der dem Ruf eines Spitzenspiels gerecht wurde. Ein herausragendes Solo von Coman, der in einem Konter seine ganze Geschwindigkeit ausspielen konnte, führte dann zur Entscheidung durch Tolisso (69.).

Paris hätte am Ende durchaus noch den erneuten Anschluss erzielen können, doch auch das hätte am Spielverlauf nichts mehr gedreht. Die Bayern meldeten sich damit eindrucksvoll zurück in Europa.

Vier Dinge, die auffielen:

1. Bayern wie eine Auswärtsmannschaft

Es ist lange her, dass der taktische Ansatz der Bayern so interessant war wie am Dienstagabend gegen Paris. Heynckes hatte die Fehler aus dem Hinspiel analysiert und versucht zu beheben. Damals hatten die Münchner einen dominanten Ansatz, der aufgrund von struktureller Schwächen in einem Vergleich der individuellen Qualität mündete. Den konnte der fünfmalige Champions-League-Sieger nur verlieren.

Heynckes überließ den Parisern diesmal mehr Ballbesitz. Nur 47% zeigen die Match-Daten beim Kicker für die Münchner an. Das sonst sehr offensive 4-1-4-1 interpretierten die Bayern diesmal insgesamt tiefer und nur situativ gewohnt hoch. Das primäre Ziel dahinter war, das Zentrum ohne Ball zu kontrollieren. Tolisso, Rudy und James bildeten häufig eine flache Drei, manchmal auch die typische 1-2-Staffelung mit Rudy als klarer Sechs.

Die Abstände waren dabei sehr eng und so gelang es ihnen, Paris vermehrt auf die Flügel zu lenken. Das Mittelfeldpressing wurde nur situativ zum überfallartigen Angriffspressing, um Paris nicht gänzlich die Kontrolle zu überlassen. Diese Rhythmuswechsel führten die Bayern sehr präzise und überzeugend durch.

Auf den Außen verrichteten mit Coman und Ribéry zwei Flügelspieler unglaublich viel Defensivarbeit. Gerade Coman rückte teilweise so tief gegen Neymar, dass dann eine Fünferkette entstand. Ribéry vernachlässigte seine Defensivaufgaben zunächst, weshalb Mbappé die ersten großen Chancen des Spiels hatte. Nach rund 15 Minuten erkannte aber auch er die Notwendigkeit, Alaba zu unterstützen.

Wichtig war zudem die Rolle der Achter. Waren die Pariser auf die Außenbahn gedrängt, so unterstützte der ballnahe Achter die beiden Außenspieler. Im Vergleich zum Hinspiel entstanden so immer Überzahlsituationen gegen die Schlüsselspieler des Gegners.

Nach Ballgewinnen spielten die Bayern ihre Geschwindigkeit dann clever aus. Viele längere Ballzirkulationen gab es nicht. Meist suchten die Münchner den direkten Weg nach vorne. Die Heynckes-Taktik ging nicht zuletzt deshalb auf, weil sein Team unfassbar effektiv war. Große Gelegenheiten wurden sofort ausgenutzt.

Paris hingegen vergab gleich mehrere gute Chancen. Bei Spielern wie Neymar und Co. lassen sich nicht alle Chancen vermeiden, doch es zeigte sich eben auch, dass die bayerische Defensive trotz kompakter Staffelung manchmal zu passiv und zu undiszipliniert war. So auch beim zwischenzeitlichen 2:1, als sowohl Kompaktheit, als auch Staffelung komplett fehlten.

Paris wusste das zu nutzen und spielte sich dann doch mehrfach zwischen die Linien der Bayern und dann in die Halbräume, wo Neymar und Mbappé kaum zu stoppen waren. Allerdings konnten Hummels (73% Zweikampfquote) und Süle (100% Zweikampfquote) viele Angriffe im letzten Augenblick stoppen. Und auch Ulreich wusste erneut zu überzeugen.

Je länger die Partie dauerte, umso häufiger entstanden diese Lücken. Taktische Defizite wurden dann mit großer Laufarbeit und Leidenschaft oder mit etwas Glück kaschiert. Dieser passivere Ansatz war ein Stück weit auch für Paris überraschend. Der Plan wird so nicht immer funktionieren, ging am Dienstagabend aber hervorragend auf. An dieser Stelle kann man vor Heynckes nur den Hut ziehen.

Erst recht, weil die Bayern auf Neuer, einen Boateng in Form, Thiago und Robben verzichten mussten. Auch Ribéry war nicht bei 100%. Paris hingegen spielte mit voller Kapelle. Desto höher ist es zu bewerten, dass Heynckes sein Team an die Außenseiterrolle anpasste und dieses phasenweise wie der Favorit auftrat. Mit voller Überzeugung, Leidenschaft und taktischer Disziplin, die ausbaufähig ist, aber weiter klare Fortschritte macht. Das Rückspiel ging hochverdient an den FC Bayern – Chapeau!

2. Tolisso wie Schweinsteiger

Will man einen Spieler herausheben, so kann man Tolisso allein aufgrund der Tore nennen. Klammert man seine beiden Treffer aber mal aus, war seine Leistung nicht wirklich auffällig. Zwar hatte er eine Passquote von 96%, aber zumeist waren dies Sicherheitspässe. Auch dass er laut Kicker keinen einzigen Zweikampf gewann, ist etwas ernüchternd.

Und trotzdem zeigte der Franzose erneut Ansätze und Entwicklungen, die Hoffnung machen. Seine größte Qualität ist seine Torgefährlichkeit. Mit seiner Fähigkeit aus der Tiefe unbemerkt in den Sechzehner zu stoßen und dort für Überzahl zu sorgen. Das Paradebeispiel lieferte er bei seinen Treffern. Dieses Überladen erinnert an Schweinsteiger oder Vidal zu seinen besten Zeiten. Auch sein Positionsspiel ist sehr diszipliniert. Rechts unterstützte er Coman und Kimmich zuverlässig, im Zentrum hielt er seine Position und öffnete somit keine Räume. Positiv war darüber hinaus, dass er unter Druck keine einfachen Ballverluste in seinem Spiel hatte.

Tolisso machte gegen Paris weiter Fortschritte.
(Foto: Tobias Schwarz / AFP / Getty Images)

Alles in allem ist Tolisso ein Spieler, der in seinem Profil nicht in ein Ballbesitzteam passt. Doch das war bei Vidal unter Guardiola nicht anders und der Chilene reifte zu einem wichtigen Spieler. Selbiges könnte bei Tolisso passieren. Der Franzose bringt einige Qualitäten ins Spiel, die den Bayern fehlen. Er ist aktuell der bessere Vidal und somit der bessere Kompromiss für Heynckes. Seine absichernde Rolle auf halbrechts mit der Freiheit gelegentlich vorzustoßen, ist optimal für ihn.

Spielerisch gibt es noch Aufholbedarf, doch sein Positionsspiel und seine Disziplin sorgen dafür, dass Tolisso mit und gegen den Ball aktuell die bessere Option im Vergleich mit Vidal ist. Beide haben zuletzt häufig getroffen. Klammert man das aus, muss man hinterfragen, ob zwei solcher Spielertypen notwendig sind und muss dann eine Entscheidung für jemanden fallen, hätte Tolisso vermutlich die Nase vorn. Leidenschaft, Einstellung, Disziplin und die vielen guten Ansätze machen ihn zu einem spannenden Spieler.

3. Coman und Ribéry – Zukunft und Vergangenheit

Als Kingsley Coman auf der linken Außenbahn das 3:1 mit einem sensationellen Sprint einleitete, wurde vielen endgültig klar, dass er vielleicht doch den Ansprüchen gerecht wird, die man in München an diese Position stellt. Dabei sind es eher andere Szenen, die darauf deuten. Dass der Franzose schnell ist, ist nichts Neues. Coman kann mit Platz jedem davonlaufen.

Viel wichtiger ist, dass er nun selbstbewusst auftritt. Mit dem Vertrauen des Trainers traut er sich deutlich mehr zu und geht häufiger in Dribblings. Als er sich dem Konkurrenzkampf stellen musste, war er vor allem darauf bedacht, Fehler zu vermeiden und brach Dribblings in letzter Sekunde ab. Einerseits wurde ihm das als Spielintelligenz ausgelegt, andererseits kam nicht viel dabei raus.

Jetzt wirkt Coman unfassbar mutig. Er weiß, dass das System ihn durch Alaba und einen Achter absichert und kann wieder häufiger Risiko gehen. Zudem positioniert er sich intelligent und rückt gern auch mal in die Halbräume ein. Von Woche zu Woche werden seine Auftritte sicherer. Wurde Coman lange für seine eindimensionalen Aktionen kritisiert, so ist er mittlerweile vielseitiger und kreativer. Gerade seine Abschlussaktionen sind viel besser als noch in den letzten Monaten und Jahren.

Schlechte Flanken, verkorkste Abschlüsse und das zu späte Trennen vom Ball sind berechtigte Kritikpunkte gewesen, die mit der regelmäßigen Praxis unter Heynckes aber sukzessive abnehmen. In dieser Form ist er kaum zu halten.

Gerade der Vergleich mit Ribéry lohnt sich, der im Alter von 21 nicht sauberer in seinen Aktionen war. Im Gegenteil: Coman ist deutlich weiter als der damalige Ribéry. Letzterer zeigte gegen Paris dennoch, dass er weiter wichtig ist. Er initiierte viele Angriffe und half Alaba gleich mehrfach hinten gegen Mbappé. Und doch gab es wieder diese Situationen, in denen man klar spürte, dass Ribéry nicht mehr dieses Neymar-Niveau hat.

Seine Handlungsschnelligkeit hat genauso abgebaut wie sein physisches Tempo. Oft trennte er sich zu spät vom Ball und nur selten war er in der Lage seine Dribblings zu gewinnen. Umso wichtiger wäre es, dass er sein Spiel anpasst, häufiger ins Zentrum rückt und sein Passspiel nutzt, um dem FC Bayern noch mehr kreativen Input zu liefern. Seine Dribblings muss er in Zukunft dosieren, um einige einfache Konter zu vermeiden.

4. Sebastians Leistung ist Rudymentär

Weil es für die nächsten Wochen ein so wichtiger Punkt ist, muss es in dieser Analyse eine vierte Auffälligkeit geben. Zwar spielte Sebastian Rudy nur drei Fehlpässe gegen Paris, doch mindestens zwei davon waren eine Katastrophe. Hinzu kommt eine Szene, in der er den Ball fast leichtfertig unter Druck hergibt.

Rudy ist derzeit nicht auf dem Niveau, das er zu Beginn der Saison noch hatte. Dabei wäre Thiagos Verletzung seine große Chance. Dafür wurde er geholt. Das Mittelfeld der Münchner braucht Kreativität und hätte Rudy seine beste Leistung abgerufen, wäre das für Paris ein sehr böser Abend geworden. So lag es an James, das Spiel kreativ zu beleben.

Für Rudy beginnt jetzt eine wichtige Saisonphase. Er hat absolut die Qualität, Thiago in Ansätzen zu ersetzen. Das muss er wieder auf den Platz bringen, gerade weil das Spiel gegen Paris ohne Thiago noch zu unsicher war. Die Konteranfälligkeit lag an einigen leichtfertigen Ballverlusten, die man Spielern wie Rudy nicht zutrauen würde.

Bayern – Paris
BayernUlreich – Alaba (85. Rafinha), Hummels, Süle, Kimmich – Rudy, Tolisso – Ribéry (67. Müller), James (83. Vidal), Coman – Lewandowski
BankStarke, Friedl, Boateng, Martínez
ParisAréola – Kurzawa, Thiago Silva (72. Kimpempe), Marquinhos, Dani Alves – Draxler (90+1. Lo Celso), Rabiot, Verratti – Neymar, Cavani, Mbappé
BankTrapp, Berchiche, Meunier, Pastore, Di María
Tore1:0 Lewandowski (8.), 2:0 Tolisso (37.), 2:1 Mbappé (50.), 3:1 Tolisso (69.)
KartenGelb: Kimmich (22.), James (23.), Tolisso (41.), Rudy (54.) / Marquinho (41.), Draxler (82.)
Schiedsrichter­Cüneyt Çakır, Bahattin Duran, Tarik Ongun, Mustafa Eyisoy (alle Türkei)
Zuschauer70.000 ausverkauft

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Leserkommentare
  1. Mogician

    Coman und Ulreich Weltklasse, James, Tolisso und Lewandowski ganz stark, Ribery sehr starke Momente, der Rest auch gut!

    1. Gestrandedinberlin

      Ich will echt nicht miesepetrig sein, sondern nur verstehen. Also Ribery war für mich in einer sonst fast ausnahmslos sehr guten Mannschaft eigentlich der krasse Ausreißer. Erinnere mich nicht, dass er an gefährlichen Situationen beteiligt war, außer bei Ballverlusten. Aus meiner persönlichen Sicht reicht das leider schon länger nicht mehr, selbst in der Bundesliga. Aber ich lass mich gerne überzeugen. Besonders krass finde ich, die schlechte Entscheidungsfindung aber das liegt glaube ich auch daran, dass er sich noch nicht drauf eingestellt hat, dass seine Dribblings nicht mehr funktionieren….also…nie…

      1. Mogician

        Na ich denke schon, das er erfolgreich viel Druck am Anfang gemacht hat. Ich glaube nicht, dass wir ohne Ribery so ins Spiel gekommen wären.
        Hatte zwar auch den Eindruck, dass er sich für wichtiger gehalten hat als er ist – er hat da ja für fast jeden irgendwelche Anweisungen oder Sprüche gehabt, aber einzelne Momente waren schon stark.

        In der 2. HZ deutlich abgebaut, viele Ballverluste und das Ding, wo Lewandowski auf ihn ablegt als sie sich auf den Füßen stehen und der Ball dann irgendwie hängenbleibt…katastrophal.

      2. Lord Fenimore

        Bei den ersten beiden Toren war Ribéry beteiligt. Zudem hat er mit guter Übersicht die Mitspieler eingebunden und stark mit nach hinten gearbeitet. Zumindest in der 1. HZ

      3. Lukas

        Du darfst nicht vergessen, dass in der starken Pariser Anfangsphase Ribery sogar entscheidend war, Bayern durch einige Ballbesitzphasen ins Spiel zu bringen. Hummels hat einige male aus dem Pressing heraus Ribery halbhoch angedonnert, der den Ball verarbeiten konnte, was dann zu Ballbesitz im Mittelfeld geführt hat. Also ich fand Ribery als torgefährlicher Linksaußen nicht so toll (trotzdem das 1:0 eingeleitet) aber er war in der ersten Halbzeit unglaublich wichtig für die Mannschaft!

      4. Jo

        Er hat ganz gut angefangen. Dann hatte ich tatsächlich diesmal nach 20 Minuten den Eindruck physisch wäre schon wieder etwas die Luft raus.
        In der zweiten Halbzeit habe ich seine Auswechslung herbeigesehnt.

  2. Systemrelevant

    Pardon für den Hype, aber

    Unter Jupp müssen wir keine Angst vor einem Gruppen 1. haben.

    Alles was zu dem Spiel gesagt werden muss.

  3. Kurt

    Rudy man man man. Ich glaub für uns langts dann doch nicht.

    Schade, war an sich ein super Spiel. Die Taktik von Heynckes hat ja voll gewirkt, aber dann muss man eben auch 90 Minuten lang voll konzentriert sein. Diese bescheuerten Alibiklärungen von hinten manchmal, haben uns dann im Endeffekt auch das Gegentor beschert. Einfach mal nach vorne holzen, damit man wieder Formation einnehmen kann. Damit ist PSG nämlich gar nicht klar gekommen.

    Egal. Sieg und Selbstbewusstsein. Ob Platz 1 oder 2 ist bei dem Angebot sowieso fast egal. Das Ergebnis ist für Bayern jedenfalls besser, als die Tabellenführung für PSG.

    1. Kurt

      Und ich ärgere mich eigentlich, ihn mir mittlerweile etwas rausgepickt zu haben, aber es nervt einfach zu sehen, wie er zu halbherzig an viele Sachen rangeht.

      Ein Martinez ist da ein völlig anderes Kaliber. Vidal auch.

      Aber er hat natürlich auch gute Aktionen gehabt, wie die Balleroberung gegen Neymar (nach eigenem Katastrophenpass). Ich würde ihn noch nicht abschreiben, so wie Rode einige schon früh, aber langsam muss er mal wieder liefern.

      1. Gestrandedinberlin

        Stimmt, allerdings fand ich ihn heute eigentlich besser als bisher und er hat sich Mal getraut dreckig zu foulen. Insgesamt wirkte er eben besser anspielbar als früher, das hat mich persönlich immer genervt.

      2. Sascha

        Das habe ich vor 5 Monaten geschrieben
        Rudy ist ein Back Up Spieler und nicht mehr.Toisso ist ebenfalls bis jetzt keine “Granate”.Viele Fehlpässe und noch in der Entwicklung

        Für mich heute war heute James MotM !

      3. Lukas

        Die Katastrophenpässe von Rudy bleiben halt im Gedächtnis… Aber er hat sich ansonsten hervorragend bewegt, war immer anspielbar und hatte einige wichtige, sehr klevere defensiv Fouls (z.B. sehr gefährlicher Konter von Rabbiot in der 2. HZ). Ich finde auch dass er gerade unter seinen Möglichkeiten spielt, aber sein Potential hat er finde ich auch gestern gezeigt :-)

      4. Jo

        “Die Katastrophenpässe von Rudy bleiben halt im Gedächtnis… ”
        Während über die von Kimmich keiner spricht ((-;
        Selektive Wahrnehmung halt.

      5. Lukas

        Oh ja, das mit Kimmich ist ein sehr guter Punkt!
        Während über Rudy schnell geschimpft wird, habe ich keine Stimme gehört, die Kimmich als den schwächsten Spieler ausmachen würde. Für mich war er das nämlich gestern…

      6. Done

        Kimmich hat also schwach gespielt? Wer war gleich wieder sein direkter Gegenspieler? Was genau erwartet ihr?

      7. Lukas

        Ich erwarte von Kimmich das, was ich von ihm gewohnt bin. Und das bedeutet, dass er keine 3 Katastrophenfehlpässe spielt. Ich wüsste nämlich nicht, warum Neymar Einfluss darauf hat ob er in der Offensivbewegung beschissene Pässe spielt

    2. McHanson

      Kimmich war nicht schlecht, konnte sich eben nicht offensiv einschalten (Neymar hält), die Fehlpässe bleiben halt im Gedächtnis, da gab’s die letzten Spiele auch ein paar, aber Hannoveraner machen aus so ner Chance halt einfach weniger als PSG, bei Rudy ist nur das Problem, dass er in letzter Zeit oftmals eher negativ aufgefallen ist.

  4. Jo

    Die Analyse etwas später? Wirklich kein Problem.

    Für mich muss ich sagen: Absolute und totale Begeisterung! Der Gruppensieg hat für mich nie eine Rolle gespielt, das Thema war schon vor Anpfiff abgehakt.

    Um was es ging war die von verschiedenen Seite schon angesprochene Ehre, das Zeichen das zu setzen wäre.
    Und das ist für mich heute wirklich glänzend gelungen. Und ich muss sagen das hätte ich tatsächlich nicht unbedingt so erwartet.
    Weil PSG wirklich und wahrhaftig einfach eine unfassbare Macht an individueller Qualität auf den Platz bringt und sie das auch heute bestätigt haben.
    Ein Sieg gegen diese Mannschaft? Mit zwei Toren? Das ist dann tatsächlich mehr als aller Ehren wert.

    Absolutes Kompliment an Jupp. Erstens für die Mannschaftsaufstellung. Alle Franzosen? Sehr charmant. Manche Spieler runtergelassen, manche zum richtigen Zeitpunkt aus-oder eingewechselt. Perfektes Timing.

    Taktisch eine hervorragende Einstellung gefunden. Ich gehe davon aus dass MSR das in ihrer Analyse noch tiefschürfender behandelt.

    Man of the match natürlich Tolisso. Unabhängig von seinen Toren, war das sicher seine beste Leistung bisher in unserem Trikot. Ich habe bei ihm weiterhin ein ausgesprochen gutes Gefühl. Für mich ein Spieler der uns heute schon weiterhilft, aber in der Zukunftsperspektive, so in ein oder zwei Jahren sehr, sehr viel verspricht.

    Coman zeigt, dass er auch auf diesem Niveau abliefern kann. Chapeau!

    James? Allmählich habe ich das Gefühl das könnte ein ähnlicher Steal wie Robben werden.

    Bei Rudy, ebenfalls Respekt. Da gab es in den ersten Minuten die eine oder andere wirklich schlimme Szene, aber wie er sich davon hat nicht beeindrucken lassen und sich in das Spiel gebissen hat. Richtig gut.

    Zusammengefasst: Unabhängig von Tabelle, Ergebnis etc. Das hat wirklich Spaß gemacht!

    1. M1900

      @Jo

      Schließe mich deinen Worten an und bin dafür, die Kaufoption bei James auf jeden Fall zu ziehen

      1. Osrig

        Unbedingt! Es wäre regelrecht fahrlässig, diesen begnadeten Fussballer nicht in unseren Reihen zu behalten. Und James kann sich noch weiter entwickeln, hat hoffentlich noch mehr drauf!

    2. Kurt

      Coman hat schon gegen Juve bewiesen, dass er auf dem Niveau abliefern kann. Und auch heute war er für mich MOTM. Auch wenn Tolisso ebenfalls wirklich super war.

  5. Sascha

    Ach wisst Ihr was…………………………………….
    Mann,Oh Mann…………..Dieses Elend kann man sich ja nicht mehr anschauen!!!!!!!
    Wenn das so weitergeht,dann habt Ihr selber Schuld !

    Jupp ICH WILL EIN KIND VON DIR :)

  6. Legion

    Wieder ein tolles Spiel von Ulreich. Freut mich für ihn, und alle Hater können sich jede Woche weiter in die Ecke stellen :)

  7. Osrig

    Ich fand es eine gute Leistung unserer Jungs! Und wäre man nicht zwischen der 35. und 55. Minute etwas zu leichtsinnig aufgetreten, sondern hätte genauso konzentriert und entschlossen weiter gemacht, wie davor und danach, dann wäre vermutlich das Gegentor nicht gefallen, und es wäre nochmal richtig spannend geworden. Doch sei’s drum, hätte, hätte…! Die Mannschaft hat gezeigt, dass durch eine taktisch kluge und vor allem in der Abwehr disziplinierte Mannschaftsleistung auch ein Top-Favorit auf den CL-Titel zu bezwingen ist, und das lässt hoffen.

    Besonders beeindruckt hat mich die taktische Flexibilität, die Jupp den Jungs bei gebracht hat! Diesmal nicht auf eigene Dominanz aus, sondern den Gegner kommen lassen, ihm wenig Raum geben, ihn mal an der Mittellinie, mal weiter vorn attackieren, ihm aber nie Zeit für die Entfaltung seiner schnellen Spitzen lassen. Andererseits bei eigenem Ballbesitz den Ball laufen lassen, gut kombinieren und das Spiel schnell machen! PSG konnte ihr eigenes Pressing nur selten durchbringen, musste selbst aufpassen, nicht von einem schnellen Gegenstoß überrascht zu werden. Klar, deren millionenteure Sturm blieb immer gefährlich, und bestraft Nachlässigkeiten schnell, aber einen Klassenunterschied habe ich nicht gesehen.
    So soll es doch sein in BL und CL: Einen Gegner dominieren und ihn auseinander spielen, aber wenn es die taktische Situation erfordert, einem Gegner auch den Ball lassen können und ihn durch schnelle Spielzüge – fast hätte ich geschrieben “Konter” – zu überrumpeln! Das macht unseren FCB weniger berechenbar und somit letztlich gefährlicher!

    Von den Spielern haben mir Ulreich, dem ich das Prädikat “weltklasse” verleihen würde, Tolisso, der mit seinen zwei Toren und seinem offensiven Spiel internationale Klasse mehr als bewiesen hat, und James, der als Vorbereiter wie auch als Lenker und Denker dem Spiel seinen Stempel aufdrücken konnte, am besten gefallen.
    Stark auch wieder Coman, der ebenfalls als Vorbereiter zu gefallen wusste und – ganz wichtig – einmal mehr Spielübersicht zeigen konnte, aber auch Hummels als Turm in der Abwehrschlacht und Ribéry als unermüdlicher Antreiber und Rackerer, sich für keine Aktion sowohl offensiv als auch defensiv zu schade. Negativ aufgefallen ist mir lediglich Rudy mit überhasteten Aktionen und schlechten Abspielen, wobei er nicht wirklich schlecht war, im Vergleich zu den Mannschaftskameraden auf dem Feld aber abfällt. Immerhin, gegen Ende schien er mir gefestigter, aber Rudy hat ganz sicher noch viel Luft nach oben!

    Insgesamt bin ich für die K.O.-Runde zuversichtlich und meine, unser FCB muss sich vor keinem Gegner verstecken. Trotzdem möchte ich die namhaften Gegner nicht gerade im Achtelfinale haben ^^

  8. Kramnik

    Die Entwicklung seitdem Jupp da ist macht mich immer wieder sprachlos. Vergleicht man Bayern heute mit dem von vor 8 Wochen, käme man nicht auf die Idee, dass das die gleiche Mannschaft ist.
    Seitdem Jupp da ist hat er ein überragendes Gespür für die einzelnen Spieler. Ulreich ist hierfür das Beste Beispiel. Von Anfang an hat er ihm den Rücken gestärkt und spielt dieser überragend. Seine Leistungen gehen leider immer ein wenig unter.
    Tolisso hat sich nun endlich freigeschossen. Sein Knick hat ein wenig mit dem Liverpool Spiel angefangen. Super Spiel, selbst wenn man die Tore ausklammert. Rudy hat zwar den ein oder anderen Schnitzer drin, er hat aber immer wieder die Bewegungen von Tolisso sehr gut ausgeglichen.
    Ribery nach zwei Monaten Verletzung gut, hat der überhaupt Mal bei CA soviel mit nach hinten gearbeitet? Am Ende ging ihm dann die Puste aus, man hat aber gesehen, was für eine Waffe er als Joker werden kann.
    Süle konnte seinen Namen rein waschen, nach dem eher unglücklichen Auftritt in Paris.
    Dann bleiben da noch James und Coman. Ersterer hat mich eines besseren belehrt. Ich hab nie an seinen Qualitäten gezweifelt. Ich vieles positiv an ihm gesehen, dass er aber ein Teamplayer ist, hätte ich niemals für möglich gehalten. Er hat überragend die Spieler hinter sich raus genommen. War an Dreiecken beteiligt, ist gelaufen, hat immer wieder enge Situation aufgelöst und das ein oder andere Tackel kam auch hinzu. Coman ebenfalls sehr stark, schön das er seine Leistung auch auf absolutem Spitzenniveau abrufen konnte.
    Zu PSG will ich nicht viel sagen. Das Konstrukt, die Spieler und die Fans sind mir ziemlich unsympathisch. Umso mehr ärgert mich die Vorstellung, was die Pariser in der Zukunft von Mbappe haben werden. Kranker Spieler, das muss man neidlos anerkennen.
    So jetzt bitte keine Verletzen Meldungen, dann bin ich mehr als Happy.

    1. Marco05

      “Vergleicht man Bayern heute mit dem von vor 8 Wochen, käme man nicht auf die Idee, dass das die gleiche Mannschaft ist.”

      Nun, irgendwie ist es auch nicht die gleiche Mannschaft. Zum einen personell: Wenn ich nur dran danke, dass CA Hummels, Boateng und Ribéry gegen Paris “geschont” hat könnte ich jetzt noch kotzen. Wobei – vielleicht wären wir dann nie dahin gekommen wo wir heute (wieder) sind. Und zum anderen natürlich eine gewisse Struktur- und Plnalosigkeit aus der Ancelotti Laissez-faire-Ära und der dementsprechende Negativ-Lauf von damals.

      1. Kramnik

        Ich glaube es hätte keinen großen Unterschied gemacht, mit welchem Personal oder welcher Formation Ancelotti gespielt hätte. Es gab viel zu krasse Defizite ( Fitness, Einstellung, fehlende Idee…), die man irgendwann nicht mehr kaschieren kann.

    2. Jo

      Du sprichst das Liverpool-Spiel und den nachfolgenden Knacks von Tolisso an. Den Eindruck hatte ich auch.

      Das scheint auch bisher so etwas sein Problem zu sein, dass er sich von Fehlern noch zu sehr verunsichern lässt.

      Man muss sich offensichtlich vergegenwärtigen, dass wir mit Tolisso keinen abgebrühten Profi geholt haben, sondern einen intelligenten, sensiblen jungen Mann (dies mal nach diversen Interviews und Aussagen angenommen), mit wenig Erfahrung außerhalb seines bisherigen Biotops Lyon.
      Dazu passt seine Aussage, er hätte sich letztes Jahr noch nicht reif genug für einen Wechsel gefühlt.

      Dann kommst du nach München, in jeder Hinsicht ein ganz anderes Level, stellst fest, dass hier selbst Niederlagen in Freundschaftsspielen kaum toleriert werden, dass zwei Fehlpässe schon deine generelle Eignung infrage stellen.

      Man hat bei ihm die zeitweise Verkrampfung, ob dieser Umstände ja förmlich greifen können. Jetzt so ganz allmählich scheint er sich, natürlich auch durch die sich positiv entwickelnde Mannschaft begünstigt, freischwimmen zu können.
      Das ist auch der Punkt warum ich bei ihm noch deutliches Entwicklungpotential sehe.
      Das sind Punkte die sich durch zunehmende Erfahrung, Spielpraxis und (hoffentlich) Erfolge ins Positive wenden können. Wenn er dann soweit ist seine Darbietung davon unabhängig machen zu können, dass ihm am Anfang mal ein Fehlpass unterläuft o.ä, können wir vmtl. noch sehr viel Spaß mit ihm haben.

      1. Kramnik

        Absolut kann dir nur Zustimmen. Mir ist speziell aufgefallen, dass wenn er verunsichert war, keine langen Bälle mehr gespielt hat. Gestern kamen davon drei Stück hintereinander, nachdem er seine Tore gemacht hat. Ich glaube immer noch an den Jungen und denke er kann sich irgendwann durchsetzen.

    3. bootsmann

      Zugegeben: Da ist viel Hätte-hätte-Fahrradkette enthalten – aber. Mit Herrn Heynckes hätten die Bayern vermutlich das Hinspiel in Paris nicht mit Dreinull aus den Händen gegeben. Der Gedanke ist erlaubt: Wo stünden sie heute nach dem Rückspiel in der Tabelle…?
      Dass James so stark spielt, liegt im Grunde daran, dass er inzwischen fit ist und konditionell wesentlich besser dasteht. Er ist nicht mehr nach nur einer Viertelstunde platt. Dass er nie mehr der Schnellste wird, ist allen klar. Wenn er es aber weiterhin schafft, sein feines Füßchen über 90 Minuten so einzusetzen, werden wir viel Freude an ihm haben. Deshalb: Kaufoption ziehen! Außerdem hängt er sich inzwischen auch rein, wenn’s gar nicht um das Spiel direkt geht. Das konnte man gestern sehen, bevor ihm der schwache türkische Schiedsrichter den gelben Karton gezeigt hat…

      1. Ibiza

        Ziemlich klar hätte es mit Heynckes kein 0:3 gegeben in Paris. Wahrscheinlich hätte man dann aber auch gestern nicht mit 3:1 gewonnen (so wie PSG bestimmt auch gegen Straßburg nicht verloren hätte wenn sie in der frz. Liga nicht schon mit guten 10 Punkten Vorsprung unterwegs gewesen wären vor dem letzten CL-Spiel) denn so hatte es für PSG halt schon was von Spiel um die Goldene Ananas:

        Ihr Ausrufezeichen (das mit entscheidend dafür war, dass sie mittlerweile deutlicher Favorit auf den CL-Titel gehandelt werden, Anfang der Saison waren sie noch fast gleich wie Bayern eingeschätzt bei den Wettquoten, der Revanchesieg gestern dagegen hat an dieser massiven Quotenverschiebung auch kaum mehr was geändert) hatten sie bereits in Paris gesetzt und der Gruppensieg konnte ihnen auch kaum mehr genommen werden, von daher war die Motivationslage sicherlich auf Bayernseite dieses Mal ne wesentlcih stärkere sich nach der Schmach von Paris zumindest ordentlich mit nem Sieg aus der Affäre zu ziehen…

  9. Wackes

    Das ist meine Woche. Racing putzt PSG am Samstag (5:20 Torschüsse, 2:1 Endergebis, “hoobla” sagt da der Elsässer).

    Und dann dieses Spiel, auf das so ich gewartet hatte. Das dreinull im Parc war wie ein fussballerischer Pickel – genau da, wo man ihn nicht haben will. Diese Fluidität, dieses granatenpräzise und schnelle Spiel gegen die Carlolethargiker, das war schon ehrfurchtgebietend. Alter, haben die Killer, da vorne.

    Und heute abend containen wir die wie die Bosse. Mit Süle und Rudy – ohne Neuer, Javi oder Boa (ey). Leck mich doch.
    Die Saison ist gerade losgegangen. Unsere Frenchies rocken doch.

  10. Josef

    Tolles Spiel zweier Weltklasseteams auf Augenhöhe, wir heute die verdienten Sieger. Schön, dass Paris das Spiel zu 100% Ernst genommen hat (Thiago Silvas Zeitspiel!).

    Ich bin auf das Achtelfinale gespannt. Auf Real, Chelsea, Paris und Juve können wir nicht treffen. Das ist doch gar nicht so schlecht. Auf Man Utd, Barca, Man City, Rom, Tottenham, Besiktas und Liverpool/Sevilla können wir treffen. Gut, dass ich noch ein paar Pfund in der Geldbörse habe ;-)

    Nimmt sich nicht viel. Also auch absolut kein Grund, sich über diesen zweiten Platz in unserer Gruppe zu ärgern.

  11. pitvonbonn

    Nach diesem grandiosen, taktisch und mannschaftlich geschlossenen Leistung der Bayern mit den “Fehleinkäufen” Süle, Rudi, Tolisso, James und Coman, den angeschlagenen oder noch nicht wieder 100%tig fitten Spielern Alaba, Vidal, Müller sowie Ribery und ohne die “Stammspieler” Neuer, Boateng, Martinez, Thiago und Robben, gibt es hier in diesem “Bayern-Fan-Forum immer noch eine große Anzahl von Kritikern an dem Vorstand, dem Verjüngungsprozess, der Kaderzusammenstellung, an einzelnen Spielern oder dem Scouting.
    Was wollt ihr eigentlich?.
    Freut Euch über diesen grandiosen Sieg des Willens und der vorausschauenden Kleverness von Jupp Heynckes, der auch die Schonung einzelner Spieler für die nächsten Spiele bei dieser Aufstellung berücksichtigte.

    1. Lukas

      Ich bin verwirrt, denn jeder Kommentar hier hat Freude zum Ausdruck gebracht…!?!?

    2. @ Pitvonbonn: Ja, absolute Zustimmung, auch wenn Lukas darüber noch mehr verwirrt sein sollte ;-)

      Abwechselnd werden Bayern-Spieler trotz einer insgesamt wirklich starken und vor allem cleveren Leistung schlecht gemacht bzw. geschrieben.

      Die Krönung ist eine Meinung hier im Forum, dass Kimmich gestern an seine Grenzen gestoßen wäre …
      Tatsache ist, dass der Josh, der FCB und Nati-Dauerbrenner dieser Saison, aktuell einen – verständlichen – Leistungsabfall hat, wie ihn jeder Spieler mind. einmal pro Saison hat. Das hat aber rein gar nichts “mit an Grenzen stoßen” zu tun.
      Auch Rudy ist aktuell nicht in Bestform – aber auch das bedeutet nicht, dass sein Potenzial nicht für Bayern ausreichen würde…

      Mir persönlich machen eher “systematische (Abwehr-)Fehler” wie bei Alaba Sorgen. Seit einiger Zeit hat er ein anderes Abwehrverhalten als früher: nicht nur bei Mbappé, sondern auch bei sämtlichen BL-Gegenspielern, gibt er aktuell – häufig bis zum eigenen Fünfmeterraum – so eine Art “Begleitschutz”. Geht gar nicht!

      Und auch wenn es den “Ballbesitzliebhabern” nicht gefallen sollte: Die Bayern wurden gestern größtenteils nicht hinten hineingedrängt, sondern haben sich selbst bewusst (selbstbewusst ;-) ) fallen lassen – das kann man aber einfach nicht im TV, sondern muss es in der Totale live im Stadion sehen.

      Nennt man wohl “taktische Flexibilität” – und deutet keineswegs auf eine Außenseiterrolle hin.

      1. förb

        “das kann man aber einfach nicht im TV, sondern muss es in der Totale live im Stadion sehen”

        Doch, finde, das konnte man im TV sehr gut sehen. Jupp ist halt ein Fuchs, hat die Mannschaft so eingestellt, dass man zwar gut gestaffelt, konservativ defensiv steht, aber dabei keineswegs plötzlich Cojones-Schrumpfung erleidet. Genau das Konzept, mit dem man damals halt auch Barca 7:0 aggregiert geschruppt hat ;)

      2. bootsmann

        Kimmich weiß wohl, dass er momentan einen “Hänger” hat. Im Training ist er derjenige, der den Coach fragt, ob er – in der Regel mit MH5 und einem Keeper – noch länger machen darf. Dann lässt er sich Bälle Richtung Grundlinie schlagen, erläuft die und flankt auf Hummels. Zehn Minuten, ‘ne Viertelstunde lang.
        Superprofi!

  12. Marco05

    Über 60 Minuten ein wirklich ganz starkes Spiel. Bei James sieht man förmlich, wie er sich integrieren will. Fußballerisch hat er sowieso alles drauf und mit seinem jetzigen Engagement ist er nicht mehr wegzudenken. Ganz ganz starke Partie von ihm, bestätigt den Trend der letzten Wochen. Die Flanke vor dem 2:0 war gigantisch!

    Ansonsten kann ich das bereits geschriebene nur bekräftigen: Hummels, Tolisso, Coman für mich die Besten. Ulreich noch ein wenig drüber! Rudy mit einer seltsam wackligen Anfangsphase, ganz schlimm. Schon dieser Schuß aus 30 Metern… hinterher gings besser.

    Zum Glück hat Jupp erkannt, wann er Ribéry rausnehmen muss. Man hat gemerkt dass er an keinem Gegner mehr vorbeikommt und gefährliche Ballverluste provoziert. Davor aber ein gutes Spiel von ihm mit viel Screentime und guter Defensivarbeit.

    Ein Wort noch zum Schiedsrichter: der hatte uns damals schon im Rückspiel gegen Atletico gepfiffen und war schon da relativ umstritten. Die Verteilung der gelben Karten war ein Witz erster Güte. Gleiche Fouls wurden unterschiedlich bestraft. Draxler hätte schon früh gelb sehen müssen, als er einen Konter unterband usw. Das Zeitspiel von Silva war eine Unverschämtheit. Jeder der sich verletzt noch ins Spielfeld schleppt oder hüpft (siehe Sokratis neulich), der gehört eigentlich gesperrt. Solange es für so ein Verhalten noch nichtmal gelb gibt, was soll man da machen?

    So, 1/8-Finale wenigstens nicht gegen Real und Paris, alles andere ist Losglück/-pech. Wenn man Barca bekommt wäre es unglücklich, wobei ich die als machbarer einschätze als die anderen beiden. Paris möchte ich auch nicht unbedingt nochmal in Hin-und Rückspiel haben.

    1. Florian

      Das Zeitspiel von Thiago Silva sehe ich ähnlich. So ein Verhalten von einem Nationalspieler und vorallem Kapitän der Mannschaft ist unter aller Sau. Er steht schon an der Seitenauslinie um dann wieder in Feld zu hüpfen und sich hinzulegen?! Krass unsportliches Verhalten und das der Schiedsrichter dann auch noch das Spiel unterbricht hat auch keiner Verstanden. Normalerweise Gelb und raus mit ihm aber was wollte man auch anderes erwarten wenn man die komplette Leistung des Schiedsrichters überblickt -.-

    2. Der türkische Schiedsrichter verdient in der Tat eine “besondere Erwähnung”:
      Eine absolut unterirdische Leistung. Als ich von seiner Nominierung erfahren habe, habe ich auch mit Schaudern an das Atleti-HF 2016 gedacht. Herrn Cakir habe ich in der Tat immer “auffällig”, aber noch nie gut pfeifen sehen ))-:
      @ Marco: vollste Zustimmung zu all deinen Ausführungen hinsichtlich der Ref-Leistung.

      In den 1920er und 1930er Jahren hätten ihn ein paar “aufgebrachte Fans” auf dem Feld oder in der Kabine besucht und zur Vernunft gebracht … ;-)

  13. Ludwig

    Unfassbar, kompliment an unsere Mannschaft, die Jungs haben großartig geleistet. :)

    Gott sei Dank, dass die Revanche erfolgreich gelingen wurde.

    Ich muss es aber auch ganz ehrlich zusagen: ‘hatte nach dem Tor von Mbappé das Gefühl, dass der FCB in einer Lage ist, die ähnlich z.B. mit der Mitte des 2000s ist – der Rekordmeister kämpft, läuft, einige Spieler sehr gut sind (Hummels als z.B. Lucio, Lewandoswki als Makaay), aber der Gegner hat die mächtige Trumpfe in der Hand, sind spielerisch stärker… Am Ende könnte ein Sieg geben, aber im nächsten Runde ist vorbei…

    Aber nach dem ganzes Spiel spüre ich, dass wir in dieser Saison doch noch “einiges” im international erreichen können! Die Mannschaft ist wieder da! Unseren Kader ist leider nicht mehr so stark, wie z.B. vor 3-4 Jahren – man konnte aber gestern Abend sehen: “denn wir sind immer dabei!” :)

  14. Leo

    Also ganz ehrlich, wer denkt, dass der FC Bayern allein nach diesem Spiel den James nicht dabehalten möchte, dem ist nicht mehr zu helfen!!! Bombemspiel von dem Kolumbianer, das gestern war echt Weltklasse!
    Ich hoffe auch er bleibt noch länger bei uns. Nur mit solchen Leuten besteht die Chance auf den CL- Titel und wenn wir weiter so spielen, dann kann ich mir ja fast Finaltickets kaufen (hoffe wir kriegen dann nicht Barca oder so)

  15. Hitmer Ottzfeld

    47% Ballbesitz im eigenen Stadion. Sakrileg!

    Sehr gelungenes, mannschaftlich geschlossenes Spiel. Endlich mal wieder ein Konter ausgespielt – von Coman können wir noch einiges erwarten.

    Rudy enttäuscht leider, ich hatte eigentlich zu Saisonbeginn ihm eine Leistungsexplosion zugetraut, es sieht aber aus als ob er tatsächlich nicht gut genug ist. Zum Vergleich: Verratti hat auf identischer Position fast doppelt soviel Ballkontakte und Pässe inkl. 2er Torschussvorlagen und 40% mehr gewonnene Zweikämpfe. Meines Erachtens ist der “tiefe Spielmacher” die vakanteste Rolle in unserem Kader.

    1. GP11

      Diese Position spielt bei uns Thiago und Rudy ist sein Back-up. Beziehungsweise so sollte es sein.
      Was uns fehlt ist der kreative Achter zwischen James und Thiago/Rudy. Außerdem natürlich mindestens ein weiterer Back-up für James und den selbst schon nichtexistenten Achter.

    2. Ju

      Den letzten Satz würde ich unterstützen. Auch wenn ich nicht den Superlativ verwendet hätte. Ich sehe nämlich eigentlich Thiago auf dieser Position. Um dem vollkommen richtigen Einwand Rechnung zu tragen, Thiago würde dann beim Übergang ins Angriffsdrittel fehlen, lässt es sich vielleicht folgendermaßen formulieren: Bayern sollte einen Spieler verpflichten, der eine der beiden Positionen, für die Thiago prädestiniert ist, auf ähnlichem Niveau übernehmen kann (und nicht bereits als Rechtsverteidiger spielt…).

      1. Hitmer Ottzfeld

        Unter Guardiola hat Thiago mehr als Verteiler gespielt, dass allerdings mäßig wenn wir uns zurück erinnern. Seine Rolle als Hans Dampf im Mittefeld ist ideal und sollte ihm auch nicht genommen werden, ärgerlich ist nur, dass er und James sich [derzeit zumindest noch] zu sehr auf den Füßen stehen.

      2. GP11

        Unter Guardiola hat Thiago nicht mehr, sondern weniger als Verteiler gespielt.
        Er spielt außerdem besser, je tiefer er aufgeboten wird.
        James und Thiago stehen sich auch nicht auf den Füßen herum, ich weiß gar nicht, wie man überhaupt auf diese Idee kommen kann.

    3. Yilde

      Ich würde Rudy´s Leistung aber auch nicht überbewerten. Er ist ja nicht mehr der jüngste, auf diesem Niveau fehlt ihm aber die Erfahrung und ich hoffe, er kann sich da noch entwickeln.

  16. GP11

    Die wichtigste Erkenntnis des gestrigen Spiels sollte sein, dass man desto spielt, je weniger ballbesitzinkompatible Antifußballer man im Zentrum aufstellt. Gestern hat man deren Anzahl im engeren Sinne auf einen (Tolisso) reduziert und der ist aus dieser Gruppe immer noch der beste Fußballer verglichen mit Müller, Martínez und Vidal.
    Besonderes Augenmerk möchte ich auf die Abwesenheit Martínez’ legen. Wir haben gegen den mit Abstand besten Gegner diese Saison ohne Martínez gespielt und dabei nicht nur offensiv deutlich besser gespielt, sondern insbesondere auch defensiv. Wenn Martínez nicht das gesamte Aufbauspiel zerstört, gibt es eben auch weniger Kontersituationen, die er – zugegebenermaßen meist sehr gut – klären kann. Und wenn Müller dann vorne nicht jeden Ball verliert, trägt das auch sein Übriges bei.

    Absolut überragend war James.

    1. Lukas

      Ich verstehe nicht, wie du auf die Idee kommst, Tolisso wäre der bessere Fußballer als Martinez. Ich meine das ist eh ein subjektiver Eindruck, aber in diesem Fall würde ich mich so weit aus dem Fenster lehnen und sagen, dass deine Aussage objektiv falsch ist. Naja ich stimme dir wie bei deinen meisten Beiträgen bei, verstehe aber, wie bei deinen meisten Beiträgen, deine seltsamen emotionalen Ausfälle nicht. (In diesem Fall ein sehr seltsames Martinez bashing)

  17. Cickham

    Ganz starke Leistung von Jupp!

    Vor dem Spiel habe ich mich schon sehr über die Aufstellung gewundert: Ein Mittelfeld mit Tolisso und Rudy gegen die Giganten aus Paris, die aus meiner Sicht eher mit Martinez und Vidal unter Kontrolle gehalten werden können.
    Doch nun muss ich Abbitte leisten. Wieder hat “Uns Jupp” alles richtig gemacht,. Auch wenn Rudy der schwächste auf dem Platz war, konnte Paris aus dem Mittelfeld heraus kaum ein gefährliches Spiel aufbauen.
    Das lag zum einen an der Einsatzbereitschaft der Bayern in der Defensive (James!!!!) und natürlich an der Taktik. Das hat mich schon sehr stark an das Barca-Heimspiel von 2013 erinnert. Da ist man auch mit 37 % Ballbesitz in die Pause gegangen, war aber das viel bessere Team und verdient 2:0 in Front, während der Gegner kaum Torchancen hatte. Die Balance zwischen Zurückziehen in die eigene Hälfte und aggressivem Pressing am Strafraum des Gegners gelang dieses Mal außerordentlich gut. Auch ich bin gespannt auf die MSR-Analyse zu diesem Thema.

    Zu den Spielern: Coman ist einfach überragend. Nicht nur die Vorbereitung zum dritten Tor war Weltklasse, auch die vielen Szenen, in denen er mehrere Gegenspieler durch seinen Antritt und die Wendigkeit aus dem Spiel genommen hat, haben mir die Freudentränen in die Augen getrieben. Da müssen sogar die Pariser Scheichs vor Neid erblasst sein. Coman ist unsere Waffe für die Zukunft!
    Was hat Jupp nur mit dem Ulreich gemacht? Kaum wiederzuerkennen. Vom Pannen-Ule zu “Manuel” Ulreich mutiert. Stark!
    Tolisso mit tollen Toren, aber lange nícht so präsent wie James, der defensiv wie offensiv alles reingehauen hat, bis er erschöpft ausgewechselt wurde. Ribery hat man die lange Pause angemerkt. Als Dribbler ohne Ertrag, aber dafür in den Zwischenräumen immer anspielbar. Süle bis auf seine Kamikaze-Einlage gegen Cavani am Ende sehr souverän. Hummels als Turm in der Schlacht und mit nicht mehr so viel Streuung bei seinen Pässen nach vorne. Alaba und Kimmich etwas blass, aber diszipliniert. Lewandowski mit “normaler” Leistung: Eine Bude und ein paar Fahrkarten.

    Insgesamt ein Spiel, das Freude gemacht hat und durchaus Hoffnung gibt für das Frühjahr. Vielleicht ist ja doch wieder ein CL-Halbfinale drin…

  18. wipf1953

    Für mich was das gestrige Spiel die Blaupause, wie es diese Saison vielleicht klappen könnte, an die Erfolge der letzten Jahre anzuschließen: Weg von Ballbesitzdogma, das zwar gegen 97% der Gegner zum Gewinnen verhilft, mit dem wir aber gegen die verbleibenden 3% keinen Stich machen.

    Ich bin auf die Auslosung gespannt. Am liebsten wäre mir ManUnited. Dann sollen sich die Spieler nicht mehr mit Haarefärben und Torschützenstatistik befassen, sondern sich klar werden dass sie ein echtes Team sein müssen.

    Und jetzt können die Posessionplayfetischisten gern über mich herfallen :-)

    1. GP11

      Finde es schon, interessant, wie man dieses Spiel als Argument gegen Ballbesitz interpretieren kann.
      Zunächst einmal hat man schon vom Personal her mehr auf Ballbesitz gesetzt als in den Spielen, insbesondere auch den Topspielen gegen Dortmund und Leipzig, zuvor – der Gegner war nur einfach besser und hatte deshalb selbst so viel Ballbesitz.
      Zweitens solltest du dir den Beginn der zweiten Hälfte noch einmal anschauen. Das war die Phase, als PSG ernst gemacht hat, man hinten eingeschnürt wurde und prompt das Gegentor fiel.
      Du belächelst hier Ballbesitzspiel als Fetischismus. Das kann ich insofern zurückgeben, dass du ein ganz schöner Sadomasochist sein musst, wenn du in Anbetracht unserer Strafraumverteidigung gegnerischen Ballbesitz fördern willst. Wenn du dir anschaust, wie da verteidigt wird, ist mir unverständlich, wie man nicht den Gegner so weit und so oft wie möglich vom eigenen Strafraum fernhalten will.

      1. Done

        Jo. Lauter Gurken und Blindgänger bei uns hinten drin… Hätten doch den Dortmunder Bankwärmer kaufen sollen.

    2. wipf1953

      Der Beginn der zweiten Halbzeit war in der Tat aufschlussreich. Erstens kann PSG wohl immer, wenn sie wollen, auswärts ein Tor machen. D.h. sie brauchen keine Angst vor den ko-Runden zu haben. Und zweitens hat man gesehen, dass Bayern gegen sehr gute Teams Probleme hat, den Ball aus der eigenen Abwehr rauszuspielen. D.h. der Gegner hat dann nicht eine Torchance, sondern zwei bis drei, weil Bayern zweimal den Ball verliert.

      Es wäre schön, für dieses Problem eine Lösung zu finden. Diese kann aber nicht lauten, 85% des Spiels in der gegnerischen Hälfte zu stehen und in den verbleibenden 5% zweimal ausgkontert zu werden.

      Ich bin wie Du der Meinung, dass Bayern mehr ballsichere Spieler benötigt, bzw. noch bessere ballsichere Spieler als momentan. Trotzdem ist Bayern im internationalen Spitzenvergleich der underdog. Heynckes will dorthin zurück, wo die Mannschaft 2013 stand. Und das ist der richtige Weg.

    3. Tipic

      Tabellenführer Premier League: ManCity (Ballbesitzteam)

      Tabellenführer La Liga: Barça (Ballbesitzteam)

  19. Done

    Ich kann mich nicht daran erinnern, wann es das letzte Mal war, dass ich mir so sehr einen Jens Jeremies auf dem Platz gewünscht habe. Mir ist die komplette Mannschaft von PSG derart zuwider… angefangen bei Neymars Flugeinlage gg Rudy, über ständiges Rumgeheule von Alves und Marquinhos bis hin zum Zeitschinder T. Silva… einfach nur erbärmlich. Da hätten wirklich im rechten Moment mal die ein oder andere Achillessehne massiert gehört, damit sie mal zurecht winseln. Allein schon das plötzliche Versterben des Kapitäns (!) dieser “Mannschaft” im 5er, nachdem er wie von Thors Hammer erschlagen von Tolisso abfällt, an dem er vorher über 10 Sekunden wie ein Klammeräffchen hing. Wofür genau erhielt Tolisso da eigentlich Gelb?

    All diese Einlagen dienen zumindest als sicherer Beleg dafür, dass PSG hier nicht abgeschenkt hat. Als sie ihren Gruppensieg in Gefahr sahen, wurden sie nochmal giftiger. Trotzdem sah man deutlich, dass die Bayern ein zwei Scheitel rausnahmen und mit dem sicheren Sieg zufrieden waren. Eins wurde allerdings auch klar: wäre es um die Entscheidung in einem KO-Duell gegangen, hätten wir nochmal zulegen können. Das war für mich die Erkenntnis des Abends.

  20. Jo

    Gute Analyse des Spiels von MSR, vor allem zu Punkt 1.

    Zu 2 Tolisso finde ich den Vergleich mit Schweinsteiger und Vidal passend, zumindest in gewissen Grundzügen. Ballack habe ich auch schon gelesen. Geht alles in die selbe Richtung.
    Über die Einschätzung “zumeist waren das Sicherheitspässe” bin ich etwas überrascht. Mir sind gerade etliche ausgezeichnete lange Bälle aufgefallen, die ich ihm in der Häufigkeit nur bedingt zugetraut hätte. Aber wenn man mal so schön im Flow ist!?

    1. Henrik

      Dem kann ich nur zustimmen. Allein sein Pass auf Lewandowski in der 93. Minute war zum Zungeschnalzen. Warum Lewy dann einen Heber ansetzt, anstatt den Ball mit Vollspann zu nehmen, bleibt sein Geheimnis.

      1. Heyn Juppckes

        Keine Ahnung, warum er da nicht voll draufzieht, schwache Entscheidung.

        Das liegt alles nur an den Sch**ß-Haaren. :) Katastrophe. Komplett lächerlich.
        So wie sein Trademark-Jubel, den er manchmal vergisst, weil er sich aus Versehen wirklich kurz freut, dann sieht man, wie er sich wieder an seine “Marke” erinnert und den komischen einstudierten Schrott abspult. Geiler Stürmer, WENN er nicht gerade beleidigt ist, aber ich muss ehrlich sagen, ich wär nicht böse, wenn er bald nicht mehr für uns aufläuft. Unsympath vor dem Herrn, sieht sich vor dem Team (wenn ER nicht trifft, ist alles Mist), meckert permanent und winkt ab; scheint sich auch nicht wirklich mit dem Verein zu identifizieren. Not a fan vom Roboter. Freu mich schon auf einen Nachfolger mit besserer Ausstrahlung.

        Wer das mal werden könnte, keine Ahnung. :)
        Beinverlängerung für Kimmich? Dann kann er das spielen.
        Ideen?

  21. Tschemp

    Die positiven Punkte(bis auf James, meinem MotM) wurden alle mehr als genug angesprochen, daher will ich noch mal den Sammerschen Finger in die Wunden legen.

    – Kimmich wurden in dem Spiel zumindest die Grenzen aufgezeigt. Er hatte offensiv keine Durchschlagskraft und hinten wurde er mehrfach auf dem falschen Fuß erwischt, dazu kam sein fast schon abligatorischer Katastrophenfehlpass
    – die Verteidigung von Mbappe im 1gg1 ist so ziemlich die undankbarste Rolle die es zur Zeit gibt, aber Alaba war mir da auch oft zu passiv und mit 2m Sicherheitsabstand lädt er den Gegner zu sehr ein
    – Ribery fiel in meinen Augen am meisten ab, der Einsatz und die ruhigeren Aktionen haben gepasst, aber gegen die anderen Außenstürmer auf dem Platz wirkte er wie ein Zeitlupen-Einspieler. Und dabei hatte er es im Rentnerduell “nur” mit Alves zu tun. Ich habe mich dabei ertappt, mit jeder Spielminute mehr seine Auswechslung zu fordern um ihn zu erlösen. Hoffen wir in seinem und unseren Sinne, dass er doch noch stolz genug ist, um am Saisonende von sich aus abzudanken. Er ist nicht mal mehr 75% des Ribery von vor 5 Jahren, und er soll doch bitte erhobenen Hauptes Abschied nehmen können
    – letzter Negativpunkt: Lewandowski. Sein Tor überdeckt einen richtig schlechten Auftritt, falsche Abspielentscheidungen, viele Bälle verstolpert, nerviges lamentieren statt weiterspielen, 100% Chance verballert.. er könnte so viel besser sein. Seit der Verletzung gegen Dortmund damals im Pokal fehlt ihm irgendwie etwas

    1. Marco05

      Hier fehlt noch Alaba. Der in diesem Leben kein (richtiger) Verteidiger mehr wird. Wie der Mbappe ständig im Straufraum 5 Meter Platz lässt wurde schon im Hinspiel bestraft und gestern bei einer fast identischen Szene fast wieder. Hier kann und muss man sich sehr viel cleverer anstellen.

    2. Ju

      Ich habe noch keinen Verteidiger gesehen, der gegen Mbappe gut aussieht. Wenn man den nicht bei der Ballannahme erwischt, muss man ihm Platz lassen, weil der die Richtung schneller wechselt und den Verteidiger damit aus dem Spiel nimmt, als der mit den Augen klimpern kann. Es ist kein Geheimnis, dass Alaba gelegentlich zu passiv ist. Es ist allerdings von außen sehr schwierig einzuschätzen, ob die Gegentore überwiegen, die durch dieses Verhalten bereits gefallen sind, oder jene, die er durch sein ‘im Spiel bleiben’ verhindert hat. Es ist regelmäßig so, dass er das Auflösen der Kette und vogelwildes Herausrücken des Nebenmannes verhindern (und bestenfalls anschließend selbst noch eingreifen) kann. Alles in Allem ist Alaba kein schlechter Spieler im defensiven 1 gegen 1 und deshalb neige ich aufgrund seiner sonstigen Stärken dazu, ihm gewisse Schwächen darin zu verzeihen. Jedenfalls ist all das meist sowieso nur das Ende einer Fehlerkette. Dann ist der Verteidiger sowieso immer das ärmste Schwein (Boateng … Messi … und so).

      1. Marco05

        Ja schon, aber schau dir mal die Duelle Alaba/Mbappe und Coman/XY an. Du wirst keines finden, wo Coman so viel Platz hat wie Mbappe. Und dann macht er immer den Schlenker nach rechts, Alaba steht dann schlecht/auf dem falschen Fuß und dann wird der Abstand noch größer.

        Ist aber nur ein Beispiel von vielen. Gibt genug wo er Angreifer bis in den 16er im Sicherheitsabstand begleitet und dann ein IV (gerne Hummels) einschreiten muss, bevor mit dem Ball ins Tor gelaufen wird.

      2. Done

        “Ja schon, aber schau dir mal die Duelle Alaba/Mbappe und Coman/XY an. Du wirst keines finden, wo Coman so viel Platz hat wie Mbappe.”

        XY = Alves. Siehe das 3:1

        Genau sowas wird durch Alabas Art zu Verteidigen verhindert.

        @Ju: Seh ich genauso

      3. Marco05

        Was das verhindert hat man ja in Paris gesehen und gestern bei der ersten Chance. Mir ein Rätsel was man da gut finden kann. Aber bin ja froh, dass @Peter es haargenauso und @Tschemp in etwa auch so sehen.

      4. Done

        “Was das verhindert hat man ja in Paris gesehen ”

        Achja? Was denn?

        Eine unwahre Aussage wird nicht wahr, weil man sie beharrlich wiederholt. Dass Du Dir Alaba als Sündenbock für alles mögliche rausgesucht hast, ist ja mittlerweile bekannt, mir wird halt immer noch nicht klar warum.

        Ich kann Dir nur raten (wie ich es bereits nach dem Spiel in Paris getan habe, offenbar vergebens), dass Du Dir in Ruhe nochmal die Szene zum 1:0 anschaust. Entsprechende Videoquellen wirst Du selbst finden können.

      5. Ibiza

        Edward Linen (und dem würde ich allemal mehr Fußballsachverstand zugestehen als den meisten von uns hier) hat es gerade in der Halbzeitanalyse rückblickend zum Bayernspiel schön beschrieben. Da wurde von Bayern (anders als bei den anderen mal wieder mies laufenden dt. CL-auftritten) dann meistens schön der “begleitende” Spieler von 1-2 weiteren Spielern unterstützt im Abwehrkampf. Die es sich dann leisten können richtig drauf zu gehen, denn wenns nicht erfolgreich ist, ist der Gegenspieler dann halt immer noch nicht alleine und damit “durch”.

        Dieser Logik folgend ist es halt einfach dann schon gründlich was schiefgegangen, wenn Alaba bis vors Tor komplett alleine gelassen wird gegen nen Topstürmer a la Mbappe. Während wenn ihn dann ein Hummels unterstützt und den Ball weggrätscht, dann ist das eben nicht so dass der Hummels Eier hätte anders als der Alaba. Sondern es ist gerade die Aufgabe des hinzukommenden Spielers dann aggressiver ranzugehen. Während ein alleine gelassener Spieler mit der “Begleitfunktion” halt immerhin dafür sorgt, dass der gegnerische Spieler bei weitem nicht so schnell und sorglos in Richtung Torabschluss kommt als wenn er eben ohne Abwehrspieler in seiner Nähe zum Tor laufen kann. Was dann wiederum oft dafür sorgt, dass viel eher es dann eigene Mitspieler dann noch schaffen können wieder unterstützend tätig zu werden…

        Klingt der Gedankengang sinnvoll/kann man das so sagen?

      6. Sascha

        Wer ist denn Edward Linen ?
        https://www.facebook.com/edward.linen.7?ref=br_rs
        Ist bestimmt der Herr hier Grins ;)

      7. Ibiza

        ahja, Ewald heisst er. Sorry, lol

        Naja, jetzt nicht soooo der gebräuchliche Namen, finde mit Edward lag ich zumindest nah dran ;-)

      8. Marco05

        @Done
        mit Alaba magst du zwar recht haben, jedoch für Dienstag habe ich (bewusst) nur dieses Abwehrverhalten kritisiert. Das wird ja wohl noch erlaubt sein.

        Und in Paris meine ich gar nicht das 1:0 wie du fälschlicherweise vermutest sondern sein (amateurhaftes) Verhalten vor dem 3:0 so wie Dienstag das, was zur ersten Chance für Paris und fast zum 0:1 geführt hätte, wenn Ulreich nicht so gut pariert hätte.

        So ein Abwehrverhalten – und da lass ich mir auch nix erzählen – geht auf dem Niveau nicht. Natürlich ist es gegen Mbappe schwer, aber es wird im 1/8- und spätestens im 1/4-Finale gegen keinen Gegner leichter. Der Ablauf ist immer der Gleiche, er macht die Mitte zu und wenn der Angreifer nach rechts schwenkt braucht er zu lange um wieder hinzukommen, weil er zu viel Raum lässt. Dank seiner Schnelligkeit (Alaba jetzt) reicht es für die meisten BuLi-Gegner um noch wieder ein Bein reinzustellen und den Schuss zu blocken aber eben nicht auf dem Top-Niveau.

        Über mögliche Unterstützung kann man diskutieren. Ein IV könnte rausrücken, fehlt dann aber in der Mitte. Geht auch nur, wenn der Ball schon auf der rechten Seite ist, bei einer schnellen verlagerung kommt auch kein IV mehr so schnell hin. Ribéry könnte immer mit unterstützen, müsste dann aber wohl nach 45 Minuten raus, das kann aber auch kein anderer Stürmer leisten bei jeder Szene mit da zu sein.
        Unterm Strich: man kann es mannschaftlich sicher irgendwie besser lösen, wie zB in der Szene am Dienstag. Dennoch erwarte ich von einem Abwehrspieler, dass er das besser verteidigt bekommt und nicht den Raum zum Tor komplett auf macht.

      9. Jester

        Nachdem ich ja _leider_ der größte Kritiker von Alaba bin muss ich mich da auch kurz dazwischen schalten.

        1. Ich finde es schön zu sehen, kann es aber nicht nachvollziehen, dass er unter Jupp Heynckes endlich wieder ansehnlich performt.

        2. Beim Thema verteidigen werden wir wohl hier nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Ich kann das von Marco zu 100 % Nachvollziehen und sehe es genauso. Auch wenn ich jetzt das Phrasenschwein bediene “Angriff ist die beste Verteidigung”, so steckt doch ein bisschen Wahrheit im Kern dieser Aussage. Durch das Begleiten verhindere ich ja lediglich eine eigene Tor- / Abschlussaktion des Angreifers, das er aber durch den sich bietenden Platz einen besseren Scorerpunkt machen kann wird dadurch nicht verhindert.

        Und wir sprechen hier von der Gefahrenzone im Strafraufm. Wenn ein Innenverteidiger jetzt aus der Mitte raus rückt um entscheident zu stören klingt das in der Theorie sehr schön … Aber lass den Angreifer etwas cleverer sein und die entstandene Lücke durch einen anderen Mitspieler ausnutzen …

        Irgendwann muss ich als Verteidiger einfach mal auf den Gegner drauf gehen und das Risiko suchen. Vergleich ich das mit Kimmich, so lässt er sich auch Hin und Wieder ausspielen. Aber durch das Draufgehen wird die Ballbehandlung gestört, so dass meistens dann ein Heranrückender Innenverteidiger noch reagieren und stören kann.

      10. Jo

        Ohne jetzt auf den Einzelfall einzugehen, der natürlich immer als ein solcher analysiert werden müsste, aber im Grunde verteidigt doch Alaba genauso wie es in jeder Fußballschule gelehrt wird.
        Das mag einem persönlich nicht gefallen, ist aber eben “state of the art”.

      11. Marco05

        Also noch (ein letztes) Mal:

        Gegen das “Begleiten” nach hinten ist im Grunde nichts zu sagen und es ist im Grunde (!) auch richtig. Nur funktioniert das aber nicht unendlich, weil man sonst den Gegner bis ins Tor begleitet.
        Es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder ein Mitspieler kommt zu Hilfe oder man MUSS die Situation selbst irgendwann versuchen zu lösen. Und bei dem zweiten Punkt verpasst Alaba regelmäßig den richtigen Zeitpunkt, ist dann oft schon im 16er und wartet und wartet. Noch dazu hält er zuviel Abstand und kommt dann nicht mehr hin. Auch wenn Mbappe gut und schnell ist, hier wird es ihm zu einfach gemacht.

        https://www.footbie.com/de/video/bayern-muenchen-vs-psg-3-1-zusammenfassung-und-tore-17-18

        bei 0:30 die Szene mit Mbappe. Danach direkt eine ähnliche Szene mit Coman, der deutlich weniger Platz hat und letzten Endes den Ball in die Gegenrichtung und somit auf den schwachen Fuß legen muss.

      12. @ Marco: Genau so ist es.

        Alaba hat bekanntermaßen seine Stärken schon immer eher in der Offensive als in der Defensive gehabt. (Das war bei einem Paul Breitner, als er in seiner ersten Zeit in München LV gespielt hat, übrigens genauso …). Aber beim David, den ich sowohl als Typen wie als Spieler sehr mag und schätze, hat sich in jüngster Vergangenheit diese Unart des “langen Begleitens” immer mehr eingeschlichen. Das hat er bis vor dieser Saison noch nicht in dieser Häufigkeit zelebriert. Und das macht er augenblicklich nicht nur gegen PSG, sondern gegen jeden anderen BL-Gegner genauso …

        Darüber müssen sich Jupp & Co Gedanken machen – mag durchaus auch sein, dass die linke Defensivseite weniger Unterstützung als die rechte bekommt.

      13. Sascha

        Ja,so ist es.
        Alaba verteidgt Schulungsgemäss richtig.Allerdings muss Er spätestens am 16er in die 1g1 Situationen gehen.
        Im Übrigen wurde hier der Zeitgewinn bei der Rückwärtsbewegung zu wenig oder gar nicht angesprochen.
        Nämlich die Rückwärtsbewegeung ist vollkomen richtig,damit
        A : Nachfolgende Mitspieler schneller im Sprint folgen können
        B : Es keinen Sinn macht in die Situation zu gehenda der ballführende immer im Vorteil ist
        C : Die Raum wieder durch nachfolgende Spieler geschlossen wird.
        Gruss :)

  22. Osrig

    @WIPF et al: “…Weg von Ballbesitzdogma, das zwar gegen 97% der Gegner zum Gewinnen verhilft, mit dem wir aber gegen die verbleibenden 3% keinen Stich machen.”

    Aha? Also für eine etwas höhere – aber keineswegs sichere – Siegeschance gegen die Top-Favoriten in der CL das Dominanzsystem umwerfen und zur Umschaltmannschaft werden? Und damit gegen die von Dir genannten 97%, also mindestens gegen 15 von 17 anderen Mannschaften in der BL, Punkte verlieren, weil die dann “Danke schön!” sagen, sich trotzdem hinten rein stellen und dadurch mindestens ein Unentschieden ermauern, weil es unsere Jungs nicht mehr verstehen, Defensivstrukturen auseinander zu spielen? Nein, das kann nicht die Herangehensweise sein!

    Es gilt, das Dominanzsystem, die ballbesitzorientierte Ordnung auf dem Platz weiter zu entwickeln! Dazu darf gern auch mal aus einer verstärkten Abwehr und mit schnellen Spielzügen nach vorn agiert werden. Das bedeutet “taktische Flexibilität” und ist sicherlich eine Verbesserung!
    Aber eine Abkehr vom Dominanzsystem? Das Ausrichten eines kompletten Mannschaftsgefüges und ganzer Abläufe auf Schnelles Umschalten und Kontern; und das auch noch von den Profis über die Amateure bis in die Jugendmannschaften? Auf keinen Fall, denn das wäre letztlich ein freiwilliger Rückschritt ins Mittelmaß und die Installation eines “Systems der Schwachen”, mit dem allenfalls kurzfristige Triumphe, aber niemals ein anhaltender Erfolg in Europas Spitze erreicht werden kann.

    Flexibilität und Weiterentwicklung ja, aber die Grundlage der Spielweise unseres FCB muss das Dominanzsystem bleiben!

  23. Kurt74

    Unglaublich wie es Don Jupp schafft jeden einzelnen Spieler besser zu machen. Coman war schon immer schnell auf der Aussen, aber seine Flanken waren meistens sinnfrei. Jetzt reißt er die Abwehr auf und hat das richtige Auge für seine Mitspieler. Der Junge bringt endlich seine PS auf den Rasen. Tolisso, von vielen Experten schon als Fehlkauf abgestempelt zeigt wie gefährlich er vor dem Tor sein kann. Aber auch nach hinten zeigt er endlich seine Qualitäten. Und Ulreich scheint jeden Tag vor dem Spiegel zu stehen und sich selbst zu sagen: “Ich bin Manuel Neuer ” :D Und auch die restliche Mannschaft zieht richtig mit. Das zeigt mal wieder wie wichtig es ist das der Trainer menschlich mit den Spielern umgehen und weiterenwickeln kann. Taktikpläne tüfteln und Mannschaft aufstellen und den Rest dem Trainerteam überlassen reicht nicht.
    Der FCB wirkt wieder wie eine richtige Mannschaft. Es gab zwar auch einiges zum kritisieren aber am Ende gewonnen, ein Ausrufezeichen gesetzt und es hat einfach wieder Spass gemacht den FCB beim performen zuzusehen.
    Don Jupp geht regelmässig kichernd in den Keller und frimmelt an seinem zweiten Denkmal ;)

    1. Ibiza

      Ja, also ich muß auch sagen, erst jetzt wird mir so richtig klar, wie gut der Jupp das alles kann. CL sieger werden, recht und schön, das wurde das Jahr vor uns zb. auch Chelsea völlig unverdient (was nicht heissen soll, dass es das auch bei uns war, aber dass ein CL-Titel halt auch nicht soooo viel aussagen muß) mit nem Trainer der hinterher nie mehr was gerissen hat.

      Und dass es/vieles der Jupp besser konnte als der doch in sehr viellerlei Hinsicht sehr fragwürdige van Gaal fand ich damals auch noch nicht so sonderlich überaschend. Aber um wieviele Welten das jetzt alles in jeglicher Beziehung jetzt schon wieder alles viel besser unter Jupp auch noch im Vergleich zu Ancelotti läuft, das hätte ich (und ja dann wohl doch auch eher so fast niemand, insbesondere bevor Ancelotti zu uns kam) mir nicht wirklcih vorstellen können.

      Unter dem Gesichtspunkt kann ich es dann schon gut verstehen, dass der Uli da etwas frech und auch etwas nervig für Jupp vorgeprescht ist (obwohl er ja im Grunde auch nur mit “ja” auf die Frage geantwortet hat, ob man sich das noch länger mit Jupp auch vorstellen kann, aber das hätte man natürlich trotzdem dann etwas weniger frontal und mehr diplomatisch wiedergeben können) mit dem Verlängerungswunsch.

      Dass das ein neuer Trainer nächstes Jahr genausogut wie Jupp (obwohl dann ja eigentlich unter besseren Bedinungen mit kompletter Saisionvorbereitung und ohne mit Negativlauf davor und Rückstand in die Meisterschaft zu starten wie Jupp) weiterführen kann muß ich sagen, kann ich mir immer schwerer vorstellen. Dass das mit Guardiola dann doch zumindest in der Meisterschaft ebenbürtig zu Jupp geklappt hat (in der CL aber keineswegs, auch wenn da natürlich schon auch öfter mal einiges am Pech mit am Spiel war) kann man nicht leugnen, aber auf Level von Guardiola (und welches das ist bekommt man dieses Jahr dann ja auch bei Man City schön vor Augen geführt) wird man wohl ebenso keinen bekommen.

      Ich hätts ja vor Kurzem auch noch kaum für möglich gehalten, aber so wie das zuletzt läuft denke ich mittlerweile dass wir dieses Jahr doch bessere Chancen in der CL haben werden als wohl die nächsten Jahre drauf…

      Wie gehts euch diesbezüglich?

      1. M1900

        Ähnlich,

        frage mich auch sehr oft, welcher Trainer zu uns passen würde, interessant würde ich auch die Einsetzung eines Trainers aus dem eigenen Jugendbereich finden ;)

      2. Kurt74

        Ich hätte momentan auch keine Idee wer zu Bayern passen würde. Abgesehn von Guardiola aber den werden wir nicht mehr in Deutschland erleben.
        Jupp ist genau das Gegenteil von dem aktuellen Trend mit dem Jugendwahn unter den Trainern. Wissen, Erfahrung und zwischenmenschliche Kompetenz zeichnen ihn aus. Das macht es noch schwieriger.
        Nagelsmann zu Jung? Hasenhüttel zu unerfahren? Tuchel menschliche Defizite? Und ganz wichtig ist die sprachliche Kompetenz. Welcher Trainer kann perfekt Deutsch und gleichzeitig sich auch mit den spanischen und französischen Spielern fließend sprechend unterhalten?
        Aktuell würd ich sagen, wir sollte die Spiele dieser Saison genießen solange wir können…

  24. pitvonbonn

    vor mir ziehen gerade noch die jämmerlichen Auftritte der deutschen CL Teilnehmer gegen die B-Teams von Besiktas und Real vorüber.
    Die werden jetzt wieder sauer auf die Bayern sein.
    Sollen sie sich ärgern, aber über ihre eigenen Clubs.

  25. wipf1953

    Was sagt Ihr eigentlich zu den möglichen Achtelfinalpaarungen? Im Lostopf 1 der Gruppenersten finden sich etwa der AS Rom, Besiktas, Liverpool oder Tottenham – gute, aber nicht überragende Teams .. in Topf 2 dagegen Bayern, Chelsea, Juve und Real. Es war offengestanden für Bayern fast egal, ob sie Gruppenerster oder nur Gruppenzweiter wurden .. schwere Lose sind in beiden Varianten möglich.

    Wenn wir ManCity und dem anderen FCB (nein, ich meine nicht Basel) aus dem Weg gehen, stehen die Chancen aufs Viertelfinale sehr gut. Und eventuell kommen einige der anderen Großen in die unangenehme Situation, schon im Achtelfinale auf einen richtig guten Gegner zu treffen.

    Nach wie vor ärgert mich die Auslosungsregel, dass Teams aus einem Land im AF nicht gegeneinander antreten können. Das ist letztlich ein Artenschutzprogramm für die großen Ligen Spanien und England, weil deren Teams (meistens ja gleich vier oder fünf) vor Gegnern aus der eigenen Liga erst mal safe sind. Dieses Mal sind aber gleich vier Engländer Gruppenerster, können also eh nicht aufeinandertreffen. Und da Atletico raus ist, fällt der Artenschutz für Barca und Real etwas kleiner aus als in den Vorjahren.

    Kurz und knapp: Es bestehen beste Chancen auf ein machbares Achtelfinale und dann auf ein “aufgelockertes” Viertelfinale.

    1. Systemrelevant

      Chelsea z. B. hat jetzt schon nur 3 mögliche Gegner. Barca, PSG und Istanbul. D. h. sie bekommen mit 50 – 66% Wahrscheinlichkeit eine Granate ausgelost. Für uns wäre es natürlich am besten sie bekämen Barca ^^.

  26. pitvonbonn

    Ja, ja die stärksten Mannschaften unter den letzten 16 sind: Real, Chelsea, Juve, BAYERN – in Gruppe 2 und ManCity, Barca, PARIS und ManU – in Gruppe 1
    Bayern kann also auf einen der 3 starken ( Barca, ManCity oder ManU) oder auf einen der 4 “schwache” Mannschaften treffen.(Rom, Besiktas, Tottenham oder Liverpool).
    Aber diese 7 hoffen alle, dass ihnen Bayern nicht zugelost wird.
    Wir können als hoffen.

    1. wipf1953

      Es wird ja eventuell mal wieder auf die Insel gehen. Da ist mir alles recht, auch Manchester, so lange es nicht gegen City geht.

      Die “Schwächeren” aus Topf 1 sind wohl auf dem Papier stärker als die aus Topf 2. Das ist vielleicht der einzige Nachteil. Dass das erste Spiel zu Hause stattfindet, ist m.E. sogar ein Vorteil.

      Schade, dass unser “Daueropfer” Arsenal dieses Jahr nicht an der Verlosung teilnimmt.

      Interessant wären englisch-spanische Duelle schon im Achtelfinale.

      1. Pat

        Wieso? Ein Spiel gegen City fänd ich sensationell. Das macht es doch aus, oder? Wenn wir Besiktas bekommen wird wieder diese Bayern-Dusel-Gelaber ausgepackt. Und dann ist die Gefahr, dass du gegen einen nicht besonders namhaften Gegner auch noch raus fliegst, sei es durch Pech o.ä. Ich bin der Meinung, dass du die schlagen musst, wenn du die CL gewinnen willst! Dann gegen Real, HF gegen Barca und im Finale PSG…. ;-)

  27. FCB4ever

    Wird der eine oder andere hier sicher schon erwähnt haben, weil ich aber noch nicht alle comments gelesen habe, kurz my two cents:
    Ich finde es schon erstaunlich, in welch kurzer Zeit Don Jupp und sein Staff gefühlt jeden Spieler besser gemacht bzw. wieder auf ihr normales Niveau gehievt hat. Beste Beispiel sind James, Coman und Ulreich!
    James spielt endlich wieder so, wie zu seinen besten Zeiten während der WM 2014 und seiner Anfangszeit bei Real 2014 – 2016. Spielfreudig, technisch versiert, klasse Pässe, gutes Auge, präzise Flanken und perfekte Schusstechnik (wurde gegen H96 leider nur nicht mit einem Tor gekrönt)…
    Ulreich, der früher immer wieder mal einen (oder mehrere) Patzer pro Partie in seinem Spiel hatte, strahlt inzwischen so eine Klasse und Souveränität aus, die ich ihm so nicht mehr zugetraut hätte. Auf der Linie extrem stark mit teils unglaublichen Reflexen und stark im Rauslaufen. Verbesserungswürdig sind halt immer noch seine “Pässe” oder nennen wir es eher “Befreiungsschläge”. Aber da wird er auch nicht mehr die Präzision von Manu erreichen. Aber ich habe jetzt seit Wochen nicht mehr die Bauchschmerzen, wenn ein scharf geschossener Ball oder Freistoß auf unsere Hütte zufliegt, wie das noch zu Carlos Zeiten der Fall war…
    Und Coman, ja Coman: der Junge ist einfach eine Freude. Eigentlich war er im Tempodribbling schon immer stark und bei den Hereingaben nur Kreisklasse, aber inzwischen hat er bei seinen Stärken nochmal zugelegt und ist dabei seine Schwächen zu beheben. Bei ihm ist noch jede Menge Potenzial da und er ist jetzt schon ein geiler Winger :)

    Und bei allen drei genannten Jungs ist im Prinzip allein das gestärkte Selbstbewusstsein die Ursache für die starken Leistungen. Was da ein Trainer doch ausrichten kann…

    Natürlich sind wir jetzt nicht automatisch wieder Favorit auf den Henkelpott, aber zu den Top 4 zähle ich uns dennoch. Anfang Oktober war daran überhaupt nicht zu denken. Klar, wenn’s blöd läuft, bekommen wir Montag nen Premier League Club oder Barca zugelost, aber auch in diesen Duellen sind wir JETZT nicht mehr chancenlos…

    Mis san wieder mia!!!

  28. bulboa

    Wie schon immer erwähnt hat Tolisso seine Stärken als offensiver 8er. Im Spiel gegen Paris wunderbar zu beobachten und Jupp ist es zu danken das er das erkannt hat. Er ist in der der Absicherung ebenfalls stark aber nur wenn er das Spiel nicht gestalten muss. Im Verbund klappt das perfekt mit einem klaren 6er dahinter. Ich wünsche mir das er weiter in dieser Rolle spielen kann. Dann werden sich seine Stärken auszahlen.
    Bei Coman hab ich immer das Gefühl er bricht sich bald beide Beine. Diese Art die Bälle zu erlaufen und dran zu bleiben ist unfassbar anstrengend, daher auch die ständigen “kleineren” Verletzungen. Keine Überraschung. Man kann nur hoffen das er das irgendwie mit gutem Krafttraining ausgleicht und er verschont bleibt von schlimmeren Verletzungen. Ansonsten aber beeindruckend wie er sich in seinen Strafraumaktionen stetig weiterentwickelt.
    Bei beiden kommt da eine riesen Freude auf weil eine klare Entwicklung zu erkennen ist. Don Jupp halt.
    Ansonsten fand ich herrlich zu sehen wie man eben auch mal versucht einen Gegner das Spiel aufziehen zu lassen. Das hab ich mir des häufigeren mal gewünscht. Es gab einige Spiele in denen klar war, mit den großen Ballbesitzphasen werden wir irgendwann ausgekontert. zB das Hinspiel in Paris. Da haben wir mit Tolisso, Rudy, Vidal und Müller versucht ein ballbesitzorientiertes Spiel aufzuziehen. Aufgrund des Personals ohne Erfolg. Jupp es geschafft das im Rückspiel (ebenfalls aufgrund des Personals) umzukehren und siehe das: es hat funktioniert. Ich glaube nicht das nun versucht wird unser Spiel umzukrempeln. Ich glaube Jupp hat einfach reagiert und angepasst und das ist klug und durchdacht. Man darf nicht vergessen das Paris seit Jahren die Ballbesitz und Passspiel Statistik regelmäßig mit anführt. Also nicht verwunderlich das man da mal 47 zu 53 hinten liegt. Es war eben situativ auf Gegner, Umstand und unser Personal angepasst und das ist etwas was Heynckes kann. Die Mannschaft hat es aber auch wunderbar umgesetzt mit Ausnahmen von ca. 20 Min.
    Lass mal Boateng, Thiago und Martinez, Robben wieder in die erste Elf. Dann wird automatisch auch wieder unser typisches Spiel zur Geltung kommen. Wenn aber auf den Gegner und die Situation reagiert wird und man auch mal kompakt verteidigt und kontert nehme ich das gerne an. Eben wie damals gegen Barca. Ich glaube Paris war schon etwas verblüfft und konnte eben erst in HZ 2 darauf reagieren. Gegen so eine Mannschaft es halt auch nicht leicht. Die sind im letzten Drittel schon unheimlich sicher.
    Ich denke ein ballbesitzorienteres Spiel, mit Konterphasen die James oder Thiago auf Robben und Coman perfekt bedienen können ist eine gute Mischung. Flexibiltät die (Pep in Ehren – ich liebe sein Spiel) hin und wieder abging.
    Und kann mir mal einer erklären warum einem Mbappé wirklich alles gelingt? Er ist doch wirklich 18 oder? Will mir nicht ausmahlen wie er sich noch entwickelt, denn bei der Mannschaft und dem Standing kann ich mir kaum vorstellen das er einen Rückschritt macht.

  29. Sascha

    Mein Motto :
    Egal wer kommt – Weghauen !
    Gruss

  30. […] Martínez, Vidal, Müller und wohl auch Boateng in die Startelf zurückkehren. Coman war nach dem Duell mit Paris angeschlagen, soll nach Angaben des Klubs aber wieder fit […]

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