WM 2026: Viermal Spanien, nur einmal FC Bayern! Die Top-Elf des Turniers
Die Weltmeisterschaft 2026 ist zu Ende. 104 Spiele verteilt über drei Nationen und noch mehr Zeitzonen sind vorüber. Am Ende machte das Ding nicht Superdupertopfavorit Frankreich, sondern nur Topfavorit Spanien.
Was nach dem Turnier kommt, ist klar: Einzelpreise! Top-Elfs! Die FIFA überließ die Jurypreise komplett Weltmeister Spanien, selbst Messi musste seinen sicher geglaubten dritten Goldenen Ball überraschend Rodri überlassen, bei uns ist das alles nicht ganz der Fall.
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Torwart
Yassine Bounou
Bank: Gregor Kobel, Vozinha
Es war nicht das Turnier der großen Torhüter. Alle angereisten Weltklasse-Torwärter hatten zwar ihre Momente, erlebten jedoch auch mehr oder minder große Wackler. Alisson Becker überzeugte weitgehend in Brasiliens letztem WM-Spiel gegen Norwegen, rannte gegen Marokko aber ungestüm aus dem Tor und wurde dafür bestraft. Auch in seinen anderen Spielen war er merkwürdig unruhig und unsouverän bei der Strafraumbeherrschung.
Thibaut Courtois machte es da besser, aber die souveräne Weltklasse-Aura des wohl insgesamt besten Torhüters der letzten 10 Jahre ließ auch er vermissen. In jedem Spiel ließ er gar nicht so schwierige Bälle nach vorne prallen.
Die Schlussmänner der unterlegenen Halbfinalisten haben hier ohnehin nichts zu suchen, Mike Maignan und Jordan Pickford galten schon vorher als Schwachstelle ihrer Mannschaften und bestätigten dies auch. Bei Pickford wechselten sich immerhin noch Genie und Wahnsinn ab, emblematisch das Argentinien-Spiel. Maignan hingegen enttäuschte auf ganzer Linie, verschuldete Gegentore, zeigte kaum etwas Gutes.
Doch auch die Gewinner des Goldenen Handschuhs dieser und der letzten WM finden sich nicht in unserer Top 3. Dibu Martínez konnte seine Überform aus Katar nicht ganz bestätigen, hielt was er musste, aber wenig darüber. Zudem kamen immer wieder kleinere Wackler bei Flanken und Abprallern dazu.
Unai Simón darf sich für einen Fabelrekord von nur einem einzigen Gegentor zwar feiern lassen, dafür getan hat er aber gar nicht so viel. Immer wieder blitzte auf, wieso de la Fuente auf ihn und nicht García oder Raya baut, aber ebenso oft blitzte auf, wieso so viele genau das nicht tun. Da läuft er überragend einen tiefen Ball gegen Frankreich ab, nur um bei der nächsten Szene den Ball perfekt Doué zu servieren. Auf jede Weltklasse-Aktion folgt ein Fehler.
Und so müssen wir tiefer greifen bei unserer Suche nach den besten Schlussmännern der Weltmeisterschaft. Der beste war Marokkos Yassine Bounou, der ein tadelloses Turnier absolvierte. Gut gegen Brasilien, richtig gut gegen die Niederlande und Kanada und absolut überragend gegen Frankreich stehen auf seinem Zeugnis.
Bounou ist der klassische Von-der-Linie-Kratzer. Gegen Frankreich geriet sein Team unter die Walze, nur er allein stemmte sich gegen den Ansturm, hielt sein Team gut 40 Minuten länger im Spiel, als eigentlich möglich sein sollte, hielt jeden halt- und unhaltbaren Ball. Kylian Mbappé musste schon ganz tief in die Trickkiste greifen, um den Bann zu brechen.
Nach Bounou wird es noch unklarer. Die beste Halbzeit eines Torhüters absolvierte Ägyptens Mostafa Shobeir gegen Argentinien, am Ende war er aber auch an zwei Gegentoren beteiligt. Die besten neunzig Minuten hatte Norwegens Ørjan Nyland gegen Brasilien, war gegen England dann aber auch nicht schuldlos am Ausscheiden.
Dortmunds Gregor Kobel zeigte eine ähnliche WM wie unser startender Torwart, grundsolide mit einigen Ausschlägen nach oben in seinen letzten beiden K.-o.-Spielen. Vozinhas Story ist nicht ganz so magisch, wie manchmal geschrieben (gegen Uruguay segelte er punktgenau unter jede einzelne Flanke), doch die zwei Wunderspiele gegen die beiden Finalisten reichen aus, um bei der Konkurrenz noch knapp auf die Bank einzuziehen.
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Abwehr
Dayot Upamecano
Bank: Pau Cubarsí, Johan Vásquez
Dayot Upamecano ist der mit großem Abstand beste Innenverteidiger des Turniers. Punkt. Nächster Spieler.
Okay, okay, ein bisschen mehr zum einzigen Bayern-Startelf-Spieler ist schon erwünscht? Gut. Upamecano hielt Frankreichs Defensive komplett beisammen, überragte gegen den Senegal, Schweden, Marokko und rettete, was es zu retten gab gegen Spanien, trug im ganzen Turnier seinen müden und sich mit Rückenproblemen beschäftigenden Partner William Saliba. Selbst das etwas aus der Wertung fallende Bronze-Spiel zeigt, wie wichtig er ist: Ohne ihn fällt Frankreich auseinander, mit ihm und sogar einen großartigen Assist gleichen sie fast aus. Ist Upamecano Frankreichs wichtigster Spieler? In jedem Fall ist er einer ihrer zwei besten.
Aymeric Laporte
Bank: Lisandro Martínez, Issa Diop
Der erste Spanier in unserer Elf ist zugleich auch ihr größter Wackelkandidat hier gewesen. War er wirklich besser als Lisandro Martínez? Es sind Nuancen, die den Ausschlag geben. Die großen Klärungsaktionen fehlen dem Basken, Spaniens Bollwerk entstammt mehr ihrem brillanten Gegenpressing und ihrer Ballsicherheit.
Martínez ist der Prototyp des dreckigen Abwehrschlächters, Laporte der feinere Verteidiger. Am Ende geben Argentiniens Defensivprobleme in der K.o.-Phase den Ausschlag. Laporte sticht seinen Partner Cubarsí aus, weil dieser gegen Belgien bedenklich wackelte und Fehler machte.
Spieler des Turniers: Marc Cucurella

Bank: Nico O’Reilly, Noussair Mazraoui
Wie viel besser kann ein Turnier eines Linksverteidigers eigentlich überhaupt aussehen? Defensiv sattelfest? Absolut. Offensiv präsent? Und wie. In gewisser Weise war Cucurella der wichtigste spanische Angreifer. Das alte spanische Problem der zu vielen Köche und zu wenigen Kellner war in Amerika ja nicht auf einmal aus der Welt geschaffen. Auch die 2026er Version Spaniens ist ein Spanien der zu vielen Passgeber und zu wenigen Passempfänger. Die Mühen gegen Kap Verde, Portugal, Belgien und Argentinien sind ja nicht aus der Welt gefallen.
Und hier kommt Marc Cucurella ins Spiel. Nur er ging konsequent die Wege nach vorn. Da wundert es auch nicht, dass Leverkusens brillanter Alejandro Grimaldo erneut überhaupt keine Rolle spielte. Drei direkte Vorlagen sammelte Cucurella über das Turnier, seine Sternstunde kam gegen Österreich mit gleich zwei auf einem Streich, doch es sind nicht nur die direkten Assists, die Zeugnis seines Fabelturniers sind: Neun der 14 spanischen Tore fielen über seine linke Seite, immer hatte er direkt oder indirekt Aktien am Erfolg.
Alle acht Partien bestritt der Wuschelkopf, in jeder einzelnen gehörte er zu den stärksten Spaniern, in drei von ihnen war er sogar ganz unbestritten der beste Mann auf dem Platz. Sein Meisterstück war das 2:0 über Frankreich, als er an praktisch jedem Angriff beteiligt war und gleichzeitig gegen eine der stärksten Offensivreihen jemals mit Weltfußballer Dembélé und den oft abkippenden Olise gar nichts zuließ.
Andere bekommen im Moment des Triumphs ob ihrer Position mehr Lob, doch niemand war konstant so gut bei diesem Turnier. Marc Cucurella, insgeheim der beste Spieler des Turniers.
Pedro Porro
Bank: Daniel Muñoz, Achraf Hakimi
Die Suche nach einem Rechtsverteidiger war da schon schwieriger. Der Held der Vorrunde, Kolumbiens Muñoz, konnte seine starken Leistungen mit zwei Toren nicht in der K.o.-Phase bestätigen, beim Aus gegen die Schweiz gehörte er zu den defensiven Schwachpunkten, über die die Schweiz mit zunehmender Spieldauer immer öfter einfiel.
Ein einziges Mal greifen wir hier dann auf die Devise zurück: Wenn du weißt nicht weiter, greif auf den Weltmeister zurück. Porro spielte eine grundsolide Weltmeisterschaft, auch wenn er nie an die Durchschlagskraft seines Pendants heranreichen konnte, auch wenn er fast immer mit dem besseren Angriffspartner, Lamine Yamal, zusammenspielte. Sein Tor gegen Frankreich wird dann vielleicht seine Offensivstärke retrospektiv in den Vordergrund stellen, aber an seinen Vorgänger Dani Carvajal erinnerte er nur in dieser einen Szene. Dafür hielt er hinten dicht und verlor keine Bälle. So gesehen der legitime Nachfolger des 11. spanischen Weltmeisters der 2010er Mannschaft: Joan Capdevila.
Mittelfeld
Rodri
Bank: Youri Tielemans, Martin Ødegaard
Lange Zeit hatte Rodri hier nichts verloren, am Ende ist er auch bei uns beinahe Spieler des Turniers. Doch alles der Reihe nach. Es begann so, wie es bei City endete. Irgendwie fahrig. Irgendwie nicht schlecht, ganz und gar nicht, aber auch bei weitem nicht so großartig, wie er noch vor zwei Jahren war. Das Metronom Spaniens ist etwas aus dem Takt geraten.
Aber ein Turnier ist keine Saison mit acht Spielen. Nicht alle Spiele sind gleich wichtig, es gibt wichtigere und unwichtigere Partien. Hinten kackt die Ente, heißt es doch so vulgär schön.
Rodri hat sich wie einige andere beim späteren Weltmeister ins Turnier regelrecht gearbeitet. Wenn wir sehen, wie großartig er in den K.o.-Spielen gegen Österreich, Portugal und vor allem natürlich Frankreich ist, wie relevant ist dann das komische Spiel gegen Uruguay? Die Querpassorgie gegen Kap Verde?
Nun, für den Miasanrot d’Or schon, es gab schließlich einen bereits erwähnten konstanteren, aber in dieser Top-Elf sticht er dann doch mühelos die Spielmacher der anderen Europäer, Belgiens Tielemans, Norwegens Ødegaard und den Schweizer Xhaka aus.
Rodri hat nun nach dem Europameister- auch den Weltmeistertitel gewonnen, wurde bei beiden Turnieren zum Spieler des Turniers, den Ballon d’Or hat er ja auch schon nach der EM gewonnen. Eine gewisse Ironie des Schicksals, schließlich waren diese Einzelpreise den Säulen der großen Generation vor ihm, Sergio Busquets und Xavi, noch verwehrt geblieben. Rodri kann sich mit beiden dieser Giganten bequem an den Tisch setzen, ganz an sie herankommen, tut er allerdings nicht, auch wenn die Einzelpreise eine andere Geschichte versuchen zu erzählen.
Der neue Weltmeister profitiert hier zweifelsohne davon, dass er in einer schwächeren Generation die Titel einheimst. Wer Spaniens Chef ist, ist völlig offensichtlich. 2010 disktuierte man noch, ob denn nun Xavi oder doch Iniesta der bessere Spieler sei, von Busquets war ohnehin nur in Nerdkreisen die Rede.
In gewisser Weise zeigt die neue Entwicklung um Rodri, dass die Öffentlichkeit oder vielleicht doch nur die Verbandsjurys sich doch weiterentwickelt haben, heute erkennen sie wahre Größe besser.
Ayyoub Bouaddi
Bank: Alexis Mac Allister, Granit Xhaka
Pau Cubarsí geht am Ende mit dem Titel des besten Nachwuchsspielers nach Hause, in gewisser Weise logisch, denn die FIFA will solche Preise ganz offensichtlich mit großem Tamtam nach dem Finale persönlich überreichen, also kommen nur Finalisten in Frage. Der wahre beste Nachwuchsspieler war aber ein Marokkaner, Ayyoub Bouaddi.
Marokko hat eine wahnsinnig interessante Entwicklung hinter sich, in Katar stießen sie noch mit klarem Außenseiter-Fußball in die Weltspitze vor. Damals besiegten sie Spanien und Portugal mit einer zementdicken Abwehrmauer, erst als Frankreich ihnen im Halbfinale mit der Führung im Rücken den Ball überließ, mussten sie das Spiel machen. Damals hatten sie noch Probleme damit, im diesjährigen Afrika-Cup bestätigten sich diese dann auch.
Topfavorit und Lokalmatador Marokko musste nun stets das Spiel machen und biss sich daran die Zähne aus, Trainer Walid Regragui schmiss daraufhin trotz Finaleinzugs hin, ein neuer Trainer sollte dem nun gestiegenen spielerischen Anspruch Genüge tun und tatsächlich: Marokko war in diesem Turnier spielerisch wie verwandelt, dominierte zeitweise Brasilien und war gegen die Niederlande 120 Minuten lang die klar bessere Mannschaft. Einer der Hauptgründe dafür: Ayyoub Bouaddi im Mittelfeld. Der erst 18-jährige gewann Zweikämpfe, verschob gut, brillierte auch am Ball. Einen so jung schon so reifen Mittelfeldspieler hat man lange Zeit nicht mehr gesehen.
Schon bei dieser WM war er der beste in Frankreich geborene Mittelfeldspieler. Gerade in Anbetracht ihrer Mittelfeldprobleme wird sich sein Geburtsland lange die Frage stellen müssen, wie sie einen Verbandswechsel nicht verhindern konnten.
Jude Bellingham
Bank: Dani Olmo, Leandro Trossard
Der einzige Engländer dieser Auswahl startete kometenhaft ins Turnier, verglühte dann aber auch ganz schnell. Auf einen bärenstarken Auftritt gegen Kroatien folgten drei eher schwache Spiele in der Gruppenphase und Sechzehntelfinale, auch wenn er gegen Panama zweifach scoren konnte. Doch auch bei Bellingham gilt, was vorher bei Rodri galt: Nicht jedes Spiel ist nunmal gleich.
Gegen Mexiko und Norwegen war er zweimal mit gleich zwei Treffern der Matchwinner, insbesondere der Ausgleich gegen Norwegen war ein Ausdruck all seiner Klasse. Das letzte Spiel um Platz 3 setzt dem ganzen dann die Krone auf. Sieben Tore eines echten Mittelfeldspielers ist eine Realität, an der es einfach kein Vorbeikommen gibt.
Im Gegensatz zur EM überzeugt er aber auch abseits der Tore, vor zwei Jahren waren es nur kleine Heldenmomente, bei der WM war er wieder der kämpfende, spielende, kreative Allrounder, der er schon bei Dortmund war.
Sturm
Lionel Messi
Bank: Michael Olise, Luis Díaz
Nein, es tut mir Leid. Ich kann’s nicht machen: Der beste Spieler dieser WM ist Lionel Messi nicht. Acht Tore sind beeindruckend, vier Assists sind es auch, aber sorry, zum Fußball gehört mehr als Messis noch immer magische Spiel mit dem Ball. Ein großer Pressingspieler war Maradonas Nachfolger nie, aber die 8,35 Kilometer, die er in der Spitze in 90 Minuten gelaufen ist, hat Thomas Müller nicht ohne Grund als “einen Witz” bezeichnet.
Neben sechs zauberhaften Toren gegen ziemlich schwache Gruppengegner gab es noch je eins gegen ein aufmüpfiges Kap Verde und Ägypten. Messi führt Argentinien im Alleingang auf einem recht einfachen Pfad ins Finale, ja, aber er schleicht nunmal noch mehr teilnahmslos umher, als er es in fitteren Tagen je getan hat. Und wenn dann die Momente der Brillanz nicht kommen, wie gegen die Schweiz oder im Finale, dann ist er eigentlich einfach nur die volle Distanz gestanden.
Das alles reicht natürlich trotzdem für einen klaren Startelfplatz in dieser Top-Elf, man darf es mit der Korinthenkackerei auch nicht übertreiben, zu gut schließlich waren dafür seine Assists gegen England, zu spektakulär das Comeback gegen Ägypten, aber der abermalige Preis des besten Spieler wäre dann doch übertrieben. Gut, dass dies auch die FIFA so sah.
Kylian Mbappé
Bank: Mikel Oyarzabal, Ousmane Dembélé
Alles was für Messi gilt, lässt sich fast 1:1 auch auf Mbappé ummünzen. Nur, dass Messi das Alibi seines Alters hat, wobei der Franzose dann auch zugegebenermaßen etwas mehr läuft.
Auch bei Mbappé gilt: Sein Endprodukt ist einfach atemberaubend. Zehn Tore schießt er insgesamt, vier alleine in der K.o.-Phase, dreimal davon das 1:0. Und es sind ja nicht einmal die zwar wichtigen, aber “einfachen” Tap-Ins, nein, gegen den Senegal und Marokko sind es abartige Traumtore, gegen Schweden ein spektakuläres Dribbling. Dazu noch mal vier Assists. Wann immer Mbappé in den WM-Modus schaltet, wird die Zeit zurückgedreht und Ronaldo Nazário scheint wieder auf dem Feld zu sein. Schon jetzt der beste Stürmer der WM-Geschichte, auch abseits des Torrekords.
Erling Haaland
Bank: Harry Kane, Julián Quiñones
Und noch ein Schleicher: Viele Ballberührungen sammelt Haaland nicht, am Spiel nimmt er noch weniger teil, wobei er diesem Norwegen ab und an als richtig guter Wandspieler diente, insbesondere in ihrem Coup gegen Brasilien. Aber natürlich sind es die Tore, die Haaland zu dem machen, was er ist.
Stürmerstars kleinerer Nationen (gilt dieser Vergleich für Norwegen überhaupt noch?) haben es oft schwer in Endrunden, Verteidiger konzentrieren sich auf sie und schon sind sie aus dem Spiel genommen. Robert Lewandowski kann hiervon ein Lied singen, doch für Haaland galt das nur im letzten Spiel, als England ihm tatsächlich den Zahn zog. Davor entschied er das Spiel gegen die Elfenbeinküste, schenkte Brasiliens nomineller Weltklasse-Defensive gleich zwei Stück ein, schoss Norwegen auch schon durch die Gruppenphase.
Inmitten einer Riege vieler wirklich guter “echter” Mittelstürmer, war Haaland der beste von allen.

Nur auf der Bank: Michael Olise
Einige mögen sich verwundert die Augen reiben, wo denn Bayerns Michael Olise sei, schließlich hat er sechs Assists und wurde von der FIFA offiziell als kreativster Spieler der WM geehrt. Tatsächlich war Olise lange Zeit auf Kurs Spieler des Turniers gewesen, doch was für Rodri und Bellingham im positiven gilt, schlägt sich beim umworbenen Franzosen negativ nieder:
Fünf seiner acht Spiele waren destillierte Weltklasse, gegen Paraguay war er nur in Ordnung, gegen Marokko schwach und gegen Spanien richtig, richtig schlecht. Das kostet ihm die Startelf. Zu gerne hätte ich Tuchels Mauertaktiken zum Anlass genommen und Bellingham eins weiter tiefer geschoben, sodass noch ein Platz in der Offensive frei wäre, aber wer in den entscheidenden Spielen nicht liefert, fliegt leider.


