Vorschau: Zu Gast beim SC Paderborn

Christopher Trenner 20.02.2015

Personelle Situation

Trainer André Breitenreiter kann personell fast auf den ganzen Kader zugreifen. Lediglich Bertels fehlt wegen einer Operation an der Ferse. Mit Lakic hofft der SC Paderborn weiterhin ein Puzzlestück für den Klassenerhalt verpflichtet zu haben. In der Hinrunde hatte der SCP die viert-meisten Flanken in der Bundesliga geschlagen, aber daraus keinen Torerfolg erzielt. Mit Lakic wurde ein Spieler verpflichtet der im Zentrum als Zielspieler fungieren kann. Dass diese Taktik funktioniert, konnte am vergangen Wochenende beim Sieg in Hannover beobachtet werden. Des Weiteren ist Alban Meha wieder fit. Der Freistoßspezialist fehlte verletzungsbedingt fast die komplette Hinrunde. In der Aufstiegssaison trugen seine sechs Freistoßtore noch maßgeblich zum großen Erfolg bei. Auch er traf am vergangen Wochenende zum ersten Mal durch einen ruhenden Ball.

Aufstellung/Umstellungen

Taktisch könnte ein 4-2-3-1 oder 5-4-1 in Frage kommen. Sollte Breitenreiter wie in der Allianz Arena auf eine Fünferkette bauen, spielt Ziegler zusammen mit Hünemeier und Rafa Lopez im Abwehrzentrum. Die Außenverteidiger Brückner und Wemmer könnten bei Fehlern der Bayern im letzten Angriffsdrittel schnell umschalten und den Ball nach vorne tragen, selbiges gilt im offensiven Mittelfeld für Moritz Stoppelkamp oder den unten ausführlicher gewürdigten Alban Meha. Bei der zu erwarteten Kontertaktik sollte Kachunga im Sturmzentrum die Nase vorne haben. Ansonsten wäre Lakic eine Option.

Das gewisse Etwas

Alban Meha – seine Freistöße sind nicht nur in der zweiten Liga gefürchtet, sondern mittlerweile auch in der Bundesliga. Im Idealfall holt er die Freistöße noch selbst heraus. Dabei lebt Meha nicht nur von seinen Standards. Er kann überdies noch gut den Ball halten und verfügt über ein gutes Passspiel und versteht es im Idealfall die Bälle zielgenau zu verlagern. Sicherlich eine Option im Konterspiel. Defensiv bringt es sich mit guten Pressingspiel und Zweikampfwerten ein.

Prognose

Paderborn spielt im Regelfall mit vielen langen Bällen und Flanken. Oftmals über die rechte Angriffsseite, die von Koc und Wemmer beackert wird. Ein Großteil der Chancen wird durch Standardsituationen herausgespielt – witziger Weise auch durch Einwürfe. Warum der SC Paderborn zuletzt immer weiter abgerutscht ist, liegt nicht an der Anzahl der kreierten Chancen, sondern an der Verwertung. Hier ist Paderborn nur im unteren Ligadurschnitt.
Der FC Bayern muss sich wohl wie bereits am Dienstag auf eine auf Konter eingestellte Heimmannschaft einstellen. Darüber hinaus ist der Platz in einem bemitleidenswerten Zustand (zu sehen beim letzten Heimspiel gegen den HSV). Sicherlich ein Nachteil für das Kombinations- und Passspiel der Bayern. Spannend wird sein, ob Pep Guardiola etwas rotieren wird. Schließlich kann er wieder auf Boateng zugrückgreifen, der seine Rotsperre abgegessen hat. Weiterhin werden die Rolle von Alonso und Lewandowski im Fokus stehen.

Die Kader in der Übersicht:

SCP: Tor: Kruse, Lück, Nübel; Abwehr: Wemmer, Rafa Lopez, Hünemeier, Brückner, Hartherz, Heinloth, Strohdiek, Ziegler; Mittelfeld: Rupp, Koc, Bakalorz, Vrancic, Meha, Ouali, Pepic, Stoppelkamp, Vucinovic; Angriff: Kachunga, Ducksch, Kutschke, Lakic, Saglik

FCB: Tor: Neuer, Reina, Starke; Abwehr: Rafinha, Boateng, Badstuber, Weiser, Rode, Benatia, Dante, Bernat; Mittelfeld: Schweinsteiger, Alonso, Alaba, Götze, Ribery, Robben, Müller; Angriff: Lewandowski, Pizarro

Schiedsrichter: Dankert, Walz, Voss, Grudzinski

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