VfB Stuttgart – FC Bayern 0:2 (0:0)

VfB Stuttgart – FC Bayern 0:2 (0:0)
VfB StuttgartUlreich – Rüdiger, Tasci, Niedermeier, Molinaro – Kvist – Harnik, Gentner, Okazaki (64. Holzhauser), Traoré (64. Torun) – Ibisevic
FC BayernNeuer – Lahm, van Buyten, Dante, Alaba – Martínez, Schweinsteiger – Müller, Kroos, Ribéry (88. Shaqiri) – Mandzukic (89. Gomez)
Ersatz:Starke, Boateng, Rafinha, Tymoshchuk, Robben
Schiedsrichter:Florian Meyer (Burgdorf)
Zuschauer60.449 (ausverkauft)
Tore:0:1 Mandzukic (50.), 0:2 Müller (72.)
Gelbe Karten:Rüdiger, Kvist / Kroos
Gelb/Rote Karten:Harnik (80. / wiederholtes Foulspiel)

Arbeitssieg für die Münchener, die geduldig blieben und sich am Ende den 2:0-Sieg verdienten. Es ist zu befürchten, dass sich zähe Spiele wie gegen Fürth und Stuttgart in den kommenden Wochen häufen werden, wenn die Dreifachbelastung durch Champions League und Pokal dazukommt. Es wird entscheidend sein in diese Phase so wenig Punkte wie möglich abzugeben, um dann im April und Mai die Früchte dieser Arbeit ernten zu können.

2 Dinge, die auffielen:

1. Fleißiger Mandzukic

Der Kroate knüpft in der Rückrunde an seine gute Frühform in der Hinrunde an. Das 1:0 erarbeitete er sich quasi allein. Das 2:0 bereitete er nach einem wunderbaren öffnenden Pass von Daniel van Buyten durch einen Lauf auf die rechte Seite vor. Nachdem Mandzukic nach gutem Start in der Hinrunde ein wenig die Luft auszugehen schien, macht der ehemalige Wolfsburger das, was einem meist aus einer spielerischen Krise hilft. Arbeiten, Laufen, Ackern. Mandzukic lief gegen Stuttgart insgesamt knapp 10 Kilometer. Darunter 58 intensive Läufe und 26 Sprints. Nach Thomas Müller absolute Bestwerte bei den Münchenern. Es bleibt dabei Mandzukic gibt den Bayern Qualitäten, die in den vergangenen Saison gefehlt haben und die Mario Gomez in dieser Qualität fehlen. Das gilt besonders für das Pressingverhalten und das Kopfballspiel. Bayern kann froh sein diese beiden unterschiedlichen, aber doch auf hohem Niveau gleichwertigen Stürmer im Kader zu haben. Es dürfte sodann auch eine Frage der Zeit sein, bis auch Gomez mal wieder von Anfang an ran darf.

2. Leichte Probleme in der Transition-Defense

Auch wenn Stuttgart die Bayern insgesamt vor wenig Probleme stellte, fiel doch auf, dass die Heynckes-Elf in einigen Szenen Probleme hatte Konter zu verteidigen. Vor Harniks Pfosten-Treffer in der 34. Minute, presste Bayern eigentlich ganz vorn an der Stuttgarter Eckfahne. Nach einem Befreiungsschlag von Rüdiger verlor Alaba, das 1:1-Duell gegen Harnik und plötzlich riss Bayerns komplette Defensive auf und ermöglichte Stuttgart einen mustergültig vorgetragenen Konter. Die Abstände zwischen Pressinglinie und Viererkette waren in dieser und noch zwei weiteren Szenen riesig, was mehrere ansehnliche Konter über die schnellen Harnik und Traore ermöglichte. Nichts worüber man sich im Moment vertieft Sorgen machen müsste, aber doch eine Auffälligkeit, die es abzustellen gilt.

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Leserkommentare
  1. Berti

    Zu Punkt 2: Soll heißen die Verteidigung hätte weiter aufrücken sollen, um kompakter zu stehen? Oder war das Pressing an der Eckfahne zu viel des guten?

    1. Das Pressing bis zur gegnerischen Eckfahne war ein sehr hohes Risiko. Wenn wie in dieser Szene Ribery und Mandzukic, unterstützt durch Alaba so weit vorn pressen, muss das zentrale Mittelfeld und im Prinzip auch der rechte Mittelfeldspieler im Zentrum eine Absicherung bilden, um bei einer Befreiung des Gegners aus dem Pressing trotzdem kompakt zu stehen. In dem Moment als Alaba umspielt war, liefen vier Stuttgarter mit vollem Tempo auf die Bayern-Viererkette zu – Schweinsteiger, Martinez, Kroos und auch Müller hatten im Pressing ihre Idealposition verlassen und zu weit nach vorn geschoben. Das hat aus meiner Sicht in dieser Szene den gefährlichen Konter ermöglicht. Grundsätzlich ist es aber natürlich immer ein Balanceakt im Pressing das richtige Verhältnis von Risiko und Sicherung zu wahren.

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