Uli Hoeneß: Das war’s dann jetzt?

Justin Trenner 24.07.2019

“Das war’s noch nicht!” – Mit diesem Satz kündigte Uli Hoeneß 2014 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung tränenreich seine Rückkehr an, sobald er seine Zeit im Gefängnis abgesessen haben würde. Ihm wurde seitdem oft nachgesagt, dass er den Schlussstrich längst verpasst habe. Er habe sich zu lange an seine Macht geklammert und so einen Übergang in eine neue Zeitrechnung verlangsamt und blockiert.

Fakt ist, dass in seiner Zeit nach der Rückkehr vieles nicht mehr so gut lief. Einiges davon lag in der Natur einer abklingenden Ära. Wiederum einiges hat sich Hoeneß selbst durch fragwürdige öffentliche Auftritte verbaut.

Er war aber gerade in Fragen der Macht nie dafür bekannt, sich selbst über die Interessen des Klubs zu stellen. Verschiedenen Quellen zu Folge soll er sogar schon zu deutlich früheren Zeitpunkten an ein Ende gedacht haben. Motivation, Alter, Übergang in eine neue Zeit – all das spielte auch im Kopf des Bayern-Machers eine große Rolle. Nicht zuletzt werden zudem die negativen Reaktionen bei der Jahreshauptversammlung 2018 seine bereits vorher konkreter werdenden Gedanken bestätigt haben, einen Schlussstrich zu ziehen, sobald sich eine Möglichkeit bietet.

Hoeneß war nicht von Alternativen überzeugt

Doch Hoeneß hatte ein großes Problem: Er war nicht überzeugt von möglichen Nachfolge-Kandidaten oder alternativen Lösungen. Wer soll das Kunststück vollbringen, den Klub in Hoeneß-Manier weiterzuführen und weiterzuentwickeln? Die Fußstapfen sind jedenfalls riesig. Und die Anforderungen des Präsidenten selbst dementsprechend hoch.

Jetzt steht Oliver Kahn womöglich in den Startlöchern. Natürlich wird der ehemalige Torhüter nicht Hoeneß als Präsidenten beerben. Aber mit ihm in höherer Position werden weitere Optionen frei: Rückt Rummenigge langfristig in das Loch, das der Präsident aufreißen wird? Reibungslos wird eine solche Lösung in diesem Jahr nicht mehr ablaufen können.

Die BILD bringt mit Hainer zudem einen weiteren Kandidaten ins Spiel. Der ehemalige Adidas-Boss ist aktuell stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender und ein guter Freund des Noch-Präsidenten. So viel steht aber fest: Sollten die Berichte stimmen und hat Hoeneß tatsächlich diese folgenreiche Entscheidung getroffen, dann wird sie gut überlegt sein.

Den Masterplan vom Kopf in die Realität übertragen

Hoeneß spielt dieses Szenario bereits seit Jahren durch und wenn der Zeitpunkt kommt, wird er den Klub nicht unvorbereitet hinterlassen. Es ist vorstellbar, dass der 67-Jährige auch nach seinem Rücktritt weiter im Hintergrund unterstützend wirkt – eine Rolle, wie sie sich viele Bayern-Fans nach der Zeit im Gefängnis für ihn gewünscht hatten. Wichtig ist in jedem Fall, dass Rummenigge dem Klub noch erhalten bleibt. Auch das wurde von Hoeneß ja bereits angekündigt: Ein gleichzeitiges Ende der beiden war nie ein Thema.

Wie auch immer sein Plan jetzt aussieht: Der FC Bayern steht vielleicht vor dem größten Umbruch der letzten Jahrzehnte. So sehr eine mittlerweile stark angestiegene Anzahl an Fans den Rücktritt des Präsidenten auch forderte, die nötige Mehrheit an Stimmen wäre ihm bei der Jahreshauptversammlung wohl dennoch sicher gewesen. Auch deshalb ist die Entscheidung für viele womöglich überraschend.

Doch überraschend wäre es eher, wenn Hoeneß keinen Masterplan hat, der seinem Klub helfen wird. Und zwar dabei, das Loch zu füllen. Das Loch des Machers des modernen FC Bayern. Denn auch wenn er in den letzten Jahren viel von seinem Status einbüßen musste: Dieser Klub wäre nicht das, was er ist, wäre Hoeneß nicht gewesen. Es ist nun seine letzte große Aufgabe, den Masterplan in seinem Kopf auf die Realität zu übertragen. Denn nach der legendären Rede von 2014 könnte es auf der Jahreshauptversammlung fünf Jahre später diesmal heißen: “Das war’s dann jetzt!” Und es wäre der richtige Schritt.



»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Vielleicht doch der richtige Schritt auch zur richtigen Zeit. Ich hoffte damals auch eher, er würde nach seiner Haft nicht zurückkehren. Aber nun mit dem baldigen Ende im Blick ist es rückschauend nachvollziehbar und verdient, dass er seine Tätigkeit für Bayern nicht mit einer Verurteilung und Haftstrafe enden lassen wollte. Das verdiente würdevolle Ende ist nun möglich. Und meine Hoffnung, dass die Umsicht, den Club in die besten Hände zu geben, immer noch da ist, ist nun wieder gestiegen.

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    1. Da stimme ich dir in allem zu! Ich habe nach der Haft auch gehofft, dass er nicht zurückkommt. Aber so ist es besser. Ich korrigiere mich da gerne.

  2. Mich machen an der Meldung mehrere Dinge stutzig:
    Die Reaktionen aus den USA deuten darauf hin, dass der Tross da von der Meldung arg überrascht wurde. Da ich mir aber kaum vorstellen kann, dass zumindest KHR nicht Bescheid wusste, deute ich das zumindest als “früher als abgesprochen an die Presse gelangt”.

    Davon ausgehend, dass die Meldung inhaltlich grundsätzlich korrekt ist, frage ich mich, was die Hintergründe sind. Auf der letzten JHV wurde Hoeneß trotz deutlich spürbarer Widerstände von Fanseite bis 2022 im Amt bestätigt. Wie hoch mag wohl die Ablöse sein, die seine Frau dem Verein zahlt, um ihn aus dem Vertrag rauszukaufen? Scherz beiseite: Warum jetzt, bzw. dieses Jahr?

    Altersgründe können es wohl nicht sein, wenn als Nachfolge für Hoeneß (67) und Rummenigge (63) nun Kahn und Herbert Hainer (65) als Führungsduo im Gespräch sind. Zumindest letzteren sehe ich nicht als langfristig an.

    Da der Verein Hoeneß’ Lebenswerk ist, wird er sich Abgang und Nachfolge reichlich überlegt haben. Hoffe ich. Andererseits lassen mich die Aussagen der letzten Zeit über die Transfers der Münchener die Stirn runzeln, hier insbesondere Hoeneß’ “Wenn Sie wüssten, wen wir schon alles sicher haben”.

    Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die offizielle Meldung des Vereins zu dem Thema.

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    1. “Verschiedenen Quellen zu Folge soll er sogar schon zu deutlich früheren Zeitpunkten an ein Ende gedacht haben. Motivation, Alter, Übergang in eine neue Zeit – all das spielte auch im Kopf des Bayern-Machers eine große Rolle. Nicht zuletzt werden zudem die negativen Reaktionen bei der Jahreshauptversammlung 2018 seine bereits vorher konkreter werdenden Gedanken bestätigt haben, einen Schlussstrich zu ziehen, sobald sich eine Möglichkeit bietet.”

      1. Sorry, aber das erklärt für mich nicht die Frage nach dem Zeitpunkt.

        Da bin ich zu 100% bei Jake.

      2. “Doch Hoeneß hatte ein großes Problem: Er war nicht überzeugt von möglichen Nachfolge-Kandidaten oder alternativen Lösungen.”

  3. Ich glaube das ist alles nicht mehr seins.
    Nur ein Beispiel.
    Als er mal aus versehen das Wort “Feind” im Zusammenhang mit dem BvB benutzt hat,ging eine Welle der Entrüstung durch die Medienlandschaft.
    Er hat sich dann sogar entschuldigt,obwohl jeder wusste was er gemeint hat.
    Früher hätte da kein Hahn nach geschissen.
    Die Leute haben doch nur drauf gewartet,dass er was falsches sagt.
    Und im Zeichen von Twitter & Co geht jedes Wort im Nu um die Welt.
    Soll er seinen Ruhestand geniessen,wenn es soweit ist.
    Uli ist eine Bayern Legende.Punkt.

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    1. Nur weil früher “kein Hahn nach geschissen” hat, war es früher nicht automatisch besser, Worte wie “Feind” für einen sportlichen Rivalen zu benutzen. Sprache und Zeit entwickeln sich nun mal und das Problem liegt hier nicht in der Umwelt, sondern in der Anpassungsfähigkeit des Menschen. Das ist zumindest meine Sicht der Dinge.

      1. Oh, eine Diskussion über den Sprachwandel … das wird spannend.
        Es gibt halt Worte, für die läuft das Haltbarkeitsdatum langsam ab. Man möchte es nicht glauben, aber aus einem »Fräulein« ist heute tatsächlich eine Frau geworden, und aus einem »Volk« eine »Bevölkerung«.
        Und »Feind« passt halt einfach auch wirklich nicht mehr. Die Benutzung solcher Vokabeln ist für mich übrigens ein sicheres Zeichen dafür, dass jemand gerade im Begriff ist, den Anschluss zu verlieren.

      2. Deine Sicht der Dinge. Genau. Hätte er mal das Wort Rivale benutzt!
        Das wäre natürlich politisch korrekter gewesen.
        Aber jeder wusste was er gemeint hat,er hatte es nur falsch ausgedrückt.

    2. Ich kann es mir gut vorstellen, dass die letzte JHV für Hoeness schwer verdaulich war. Profilneurotiker wie diesen Bachmayr gab es schon immer. Neu ist, dass sogar die Mehrheit der Bayernfans solchen Profilneurotikern auf den Leim gehen und keiner die “Eier” hat, so einem mal über den Mund zu fahren. Für einen Uli Hoeness, der in den diskussionsfreundlichen 1968er Jahren Abitur gemacht und bereits als Spieler die verbale Konfrontation gesucht hat, ist das frustrierend.

      1. Wow.

        Nur wieso man dem konfrontationssuchende und “68”-gestählten Hoeneß die Bahn ebnen, “Profilneurotikern” aber “über den Mund fahren” sollte, verstehe ich nicht. Weil der nicht dieses diskussionsfreudliche “68” erlebt hat? Einfach unfassbar.

      2. Da hat ein unbekannter Fan die Eier, um vor vollem Haus und in Anwesenheit der Gescholtenen den Mund aufzumachen. Und der soll dann ein Profilneurotiker sein? Die Logik entzieht sich mir. Und die Mehrheit der Bayernfans hat sich übrigens nachweislich auf Seiten der Vereinsführung geschlagen.

    3. Ich bin da voll bei Gerdl. In einer Zeit, wo sich sogar Youtuber zu “Zerstörern” arrivierter Volksparteien erklären, hat sich Hoeness total harmlos ausgedrückt. Es geht auch gar nicht darum, ob es sich noch gehört, bestimmte Worte zu benutzen bzw. nicht zu benutzen (gab’s da nicht sogar eine, die “auf die Fresse geben” wollte). Sondern es geht nur noch darum, wo die Mehrheit steht. Der schließt man sich an, und gibt sich “empört”, damit es ja auch jeder merkt dass man zur Mehrheit gehören möchte.

      1. Sehe ich anders, wohl auch weil ich auch schon älter bin. Die Gesellschaft ist grundsätzlich empfindlicher geworden. Das meine ich explizit nicht wertend. Man ist heute sensibilisierter, viele Sachen hat man früher einfach rausgehauen ohne das es jemanden gestört hat, heute wird darauf geachtet ob jemand davon negativ betroffen sein könnte. Das Internet beschleunigt diese Entwicklung die zum Teil aus den USA kommt.

        UH hat hier dem Abschluss verloren. Dieser polternde Charakter ist heute nicht mehr gefragt, darum sehen ihn heute viele als peinlich. Einem franz Josef Strauß wäre es sich gegangen. Ich find das schade, aber jedem seine Meinung.

      2. @wipf: Auch beim “Zerstören” haben wir es mit einem Sprachwandel zu tun. Der Kontext ist hier kein militärischer mehr, sondern ein medialer: Das Videospiel, spezifischer das MMO (Multiplayer-Online-Game) nämlich. Dort einen Gegner zu “zerstören” heißt eben nicht, ihn ein und für alle Mal zu vernichten, sondern ihn temporär aus dem Spiel zu nehmen bis zum “respawn”, dem Wiedereintritt ins Spiel nach einer kurzen Zeit des Aussitzens. “Zerstören” meint also jemanden eine vorläufige Niederlage beizufügen, die nach einer kurzen Zeit schon wieder revidiert zu werden vermag. Ist also viel harmloser als man es mit den Ohren etwas älterer Generationen (ich nehme mal an, das 1953 steht für dein Geburtsjahr?) hört.

      3. +1
        Es geht doch primär darum unter dem Mäntelchen der politischen Korrektheit den König stürzen zu sehen. Ein beliebtes Spiel seit es den Menschen gibt. Die gekünstelte Entrüstung als er das Wort Feind benutzte fand ich einfach nur lächerlich.
        Die Sprache mag sich im Laufe der Jahre ändern aber die Art und Weise wie heutzutage Menschen für Aussagen an den Pranger gestellt werden halte ich für bedenklich und ich finde wir sind mittlerweile Geiseln der überborderden politischen Korrektheit. Das Deutschland aufgrund mehr schlechter als rechte Geschichtsaufarbeitung immer noch Geisel des Nationalsozialismus ist kommt noch erschwerend dazu.

        Leider ist auch das Spiel mit der Mehrheit auf allen Ebenen zu beobachten zb. bei der aktuellen Klimahysterie. Das Gefährliche daran ist das damit auch Leute nach oben gespült werden und Anerkennung finden selbst wenn sie nicht ganz gesunde Gedanken pflegen wie zb. dieser Professor Niko Paech mit Vorschlägen die so manch ehmaligen Stasianhänger die Freudentränen in die Augen treiben würde. Oder Juso-Chef Kevin mit seinen Karl Marx Fantasien rund um das Thema Wohnungsnot in Deutschland.

        Aber ich komme da wohl viel zu weit ab vom Thema Honeß aber ich finde es wäre gerade heutzutage wichtig wie nie zuvor das die heutige junge Generation lernt den wahren stifteten Gedanken hinter manchen Kritiken, Aussagen und Hysterie zu erkennen.

      4. @Liza
        Nein. 1953 ist das Geburtsjahr des echten Wipf. So alt bin ich dann doch nicht.

      5. “…heute wird darauf geachtet ob jemand davon negativ betroffen sein könnte. Das Internet beschleunigt diese Entwicklung die zum Teil aus den USA kommt…
        UH hat hier dem Abschluss verloren. Dieser polternde Charakter ist heute nicht mehr gefragt, darum sehen ihn heute viele als peinlich.”

        Ja, grad in den USA ist das extrem. Die werden mit Donald Trump ja von einem extrem sanftmütigen Leisetreter geführt. Immer mehr kommt dieser Trend jetzt nach Europa…Boris Johnson, Salvini, Höcke. Die Welt wimmelt nur so von Leuten, die auch ja keinem auf die Füße treten wollen ;)

      6. Mich nervt diese politische Korrektheit auch unglaublich. Man darf niemanden mehr beleidigen, geile Fotzen sind auf einmal selbstbestimmte Frauen, furchtbare Entwicklung. Jetzt wollen sie mir wegen den unwissenden, naiven Klima-Kindern meinen SUV wegnehmen! Sozialismus! Naja, wenigstens meine rumänische Putzfrau darf ich noch herablassend behandelt, das bekommt keiner mit. Aber eins sag ich euch: ich lass mir die Freiheit, ein Arschloch sein zu dürfen, nicht nehmen!!!!zwölf!!1

      7. Eben .. darum ist es ja nicht ausgeschlossen dass Hoeness nochmal zurückkommt …. ;-)

        Aber in der Sache hast Du natürlich recht – es gibt einerseits die “Strahlemänner”, für die immer alles großartig ist und die eine einzigartige Konsenssoße verkünden, und andererseits die Konfrontativen,.

        Leider bleibt die Diskussion in der Sache komplett auf der Strecke. Und wenn es dann heißt, die Zeiten würden sich halt ändern und wer das nicht wolle, der soll abtreten, braucht man sich nicht zu wundern wenn die Angesprochenen das dann auch tun.

      8. @wipf: Ach, jetzt habe ich – Wikipedia sei dank – immerhin gelernt, woher der Name Wipf kommt. Der werte Herr war leider vor meiner Zeit aktiv.

      9. @Kurt74: Sehe ich das richtig, dass du dich über politische Korrektheit beschwerst und dann zwei Personen, die auch nur etwas leicht anderes als den Status Quo zu denken wagen, an den Pranger stellst wegen “nicht ganz gesunder Gedanken”? Scheint mir ein arger Selbstwiderspruch zu sein.

      10. @Liza

        unglaubliche Bildungslücken tun sich da auf!

        Bitte sofort den “Adi Kunstwadl” googlen, den gab’s tatsächlich auch ..

  4. Ich bin ja als einer der wenigen der Meinung, dass die Haftzeit von Hoeness eine für den Verein sehr ungute, schlecht geführte Phase war (und damit der eigentliche Grund für die jetzigen Probleme). Was sicherlich daran lag, dass sich Hoeness mit Hopfner bewusst einen bloßer Repräsentant als seinen “Platzhalter” ausgewählt hat. Hopfners einzige Agenda war dann auch, diesen “Platz warmzuhalten” und ihn quasi als erste (und einzige) Amtshandlung sofort für Hoeness freizumachen, als das wieder möglich war.

    Der Schritt zu Hainer scheint mir besser überlegt zu sein. Jedenfalls ist das ein anderes Kaliber als Hopfner, was auch nötig sein wird. Was mich allerdings stutzig und nachdenklich macht ist das “spezielle Bauchgefühl”, das Hoeness stets für alle Angelegenheiten im Verein hatte. Man stelle sich nur mal vor, es käme nochmal zu einer Konstellation wie damals unter van Gaal / Nerlinger (ein “starker” Trainer, dem der mit dieser Situation überforderte Sportdirektor nichts entgegensetzen konnte und nichts entgegensetzen wollte und damit z.B. die Verpflichtung von Neuer gefährdete). Wie würde ein Hainer mit so einer Konstellation umgehen – das kann heute wohl kaum einer sagen (Hoeness hat letztlich beide rausgeschmissen, van Gaal sofort und Nerlinger ein Jahr später – den Plan mit Sammer hatte Hoeness m.E. aber schon 2010/2011).

    Ich glaube letztlich nicht, dass das ein reibungsfreier Übergang sein wird. Man braucht doch bloß mal in den Bayern-Nachwuchsbereich zu schauen. Da gibt es ein Hauen und Stechen unter den Nachwuchstrainern, so dass man es sich gut vorstellen kann, wie das dann auf der Profiebene ablaufen wird. Ganz abschreiben sollte man Hoeness deshalb nicht. Hainer wird souverän deals im dreistelligen Millionenbereich wie jüngst mit AUDI / BMW managen und kennt aufgrund seiner Adidas-Vergangenheit wahrscheinlich die gesamte Fußball-Szene aus dem ff. Aber wenn zu einer sportlichen Krise kommt, weil es im Bereich Trainer / Management hakt, dann kann ich mir nicht vorstellen dass Hoeness sich das tatenlos ansehen würde.

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    1. Ich fand die Zeit unter Hopfner gar nicht schlecht, denn es wurde so gearbeitet wie es in den Statuten steht. Der Präsident des e.V. und Aufsichtsrat der AG kontolliert zusammen mit seinen Aufsichtsratskollegen. Die Vorstände der AG sind für das Tagesgeschäft zuständig. Hoeneß hat große Verdienste um den FCB und gerade noch zur richtigen Zeit den Absprung geschafft. Wenn man der Blöd glauben darf.
      Ganz sicher ist, dass der Verein weiter existiert. Denn Hoeneß war nicht der FCB. Der ist nämlich weitaus größer.

      1. +1

        Hoeneß hat Beckenbauer mal scharf kritisiert, weil er sichnicht aus dem Tagesgeschäft rausgehalten habe. Das war aber ein Fliegenschiss ggü der Hoeneß-Präsidentschaft.

    2. Solche Übergaänge sind immer riskant. Je länger aber Hoeneß festhält, um so schwerer wird es. Problem vor allem: kein geeigneter und guter Nachfolger würde sich ernsthaft auf das Wagnis einlassen, mit Hoeneß zu arbeiten. Was ich sehr gut verstehen kann.

    3. Die Aussage das die Zeit während der Haftstrafe schlecht geführt war ist ja – na wie soll ich sagen – seien wir mal höflich – falsch!
      Wir hatten den größten Umsatzzuwachs, den größten Mitglieder zuwachs, die beste Außendarstellung aller Zeiten, Dank Uli den besten Trainer der verfügbar war, sportlichen Erfolg (auch ohne CL waren es massive sportliche Erfolge) waren in Europa hoch angesehen, konnten uns praktisch die Spieler aussuchen!
      Und heute?
      Mitglieder zuwachs imaginär, Finanziell stockend und dank der letzten Jahre und verpassten Transferpolitik bald auch kein Festgeldkonto mehr, Spieler müssen wir fast entführen damit Sie zu uns kommen (und das hat sicher nichts mit dem mehr Geld auf der Insel zu tun – dass hatten die schon jahrelang an mehr zur Verfügung).
      Wieder Dank Uli haben wir einen extrem schwachen Trainer und einen Sportdirektor über den die Ganze Fussballwelt lacht – ja sogar die eigenen Spieler nehmen ihn Null Ernst (Rauchverbot usw.)
      Außendarstellung ist eine absolute Katastrophe.
      Ein Wahnsinn der nicht erkennt dass es Zeit wird nicht nur im Spielerbereich einen Umbruch anzustreben.
      Dank an Uli für alles, und das ist wahrlich nicht wenig, was er für den FCB geleistet hat – aber es ist einfach an der Zeit für einen Wechsel!

      1. @Edgar:
        Welche Spieler konnten wir uns aussuchen?

      2. Ob Deine Sichtweise zutrifft, dass wir “Spieler fast entführen müssen” lasse ich jetzt mal offen. Es dürfte schlimmeres geben als für 12 Mio. Gehalt p.a. (!) beim FC Bayern zu spielen. Das Transferfenster ist nun mal zweigeteilt. Wenn ab dem 8. August in England keine Verpflichtungen mehr möglich sind, wird Bewegung reinkommen.

        Warum m.E. der Verein unter Hopfner schlecht geführt wurde, habe ich doch geschrieben. Die Ursache für die heutigen Kaderprobleme wurde damals gelegt. Sicher, auch 2016 waren die Transfers nicht optimal, da war Hoeness schon wieder da. Bayern plant Mannschaften über mehrere Saisons hinweg. Rentnerverträge für Müller und Boateng, ein “Königstransfer Vidal”, dann auch noch Hummels (weil wir ja viel zu wenige 2014-Weltmeister in unserem Kader hatten), das war halt m.E. alles “Besitzstandswahrung”. Und das in einer Zeit, wo sich die Fußballwelt aufgrund englischer TV-Verträge im Umbruch befand.

    4. Sehe ich ähnlich, dass uns das damalige Vakuum geschadet hat. Insbesondere sollte man bedenken, dass die Handlungen in der “höchsten Entscheidungshierarchie” erst mit erheblicher Verspätung ihre Auswirkung zeigen.

      Ab 2016 wurden Entscheidungen nicht oder nur reaktiv getroffen, das Ergebnis sieht man an der Situation heute. Wenn Kahn im Herbst kommt, wird man die Ergebnisse objektiv auch erst in ein paar Jahren bewerten können.

  5. Die beste Nachricht dieses Tarnsfersommers!

    Was der Mann für den FCB geleistet hat ist unbeschreiblich, aber die letzten 2-3 Jahre waren schwierig.

    Jetzt kann man ihm das hochverdiente Denkmal an der Säbener errichten und den Verein wieder in die richtige Spur bringen, weg von der jüngsten Realitätsverweigerung.

  6. Der Artikel trifft es auf den Punkt. Es ist höchste Eisenbahn bevor man den “Umbruch” auch noch verschläft. Ich kann mich erinnern dass KHR als Präsi nachrutschen sollte? Kann das im November schon so stattfinden? Wenn Kahn dann ab Januar eingearbeitet wird ist es operativ sicher möglich. Zu Hainer kann ich nix sagen aber klingt erstmal ok. Schauen wir mal ob der Bericht der Bild so bestätigt wird.

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    1. Nein
      KHR will kein Praesi und AR VS werden.
      Er will in den nächsten 2 Jahren Kahn bestmöglich einarbeiten und einbinden.

      Dann auch in den Ruhestand gehen.

      Hainer und Kahn sind die von Uli und wohl auch von KHR gewollte Führung.

      KHR Kahn und Hainer werden eine bessere sportliche Führung für den FCB finden die die hohen sportlichen Ambitionen teilen und verwirklichen können.

  7. Allem voran gebührt Uli Größten Respekt vor dieser seiner eigenen Entscheidung. Ulis Rueckkehr war für die Seele des Clubs und seine eigene wichtig und richtig.
    Und über alles was er zusammen mit Franz KHR Scherer Hopfner und den Vorstand aufgebaut hat brauchen wir nicht zu reden.
    Top4 Fußballclub der Welt.
    Top modernes abbezahltes Stadion NLZ und Saebener.
    Etcetcetc

    Seit seiner Rueckkehr wurde aber immer deutlicher das Ulis Auffassungen und Ideen immer weniger mit den Realitaeten des heutigen Fußballs gemein haben.
    Auch wenn er sich von Hopfner und KHR herausgefordert bzw.abgekanzelt gefühlt hat wirkten viele Aeusserungen und Handlungen eher als Trotzreaktion denn als wohl durchdachte Entscheidungen.

    Uli hat ohne Not viel zuviel Interna öffentlich angesprochen was uns eher geschadet hat.
    Angefangen mit dem Wortwechsel mit Sammer ausgelöst durch seine Rede auf Jupps Geburtstage.
    Dann immer wieder offen ausgetragene Gegenrede zu KHR in sehr vielen Dingen.
    Auch wenn er mMn inhaltlich bei der Personalie Lahm richtig lag.
    Uli wirkt bei vielen Dingen wie aus der Zeit gefallen.
    So richtig seine Kritik an Qatar und Abu Dhabi für deren Investments und FFP Verletzungen bei PSG und MCFC sind so total Verkehr war seine Einschätzung zum Tranfermarkt.
    Das hat er 2016 total verrissen.
    Und durch sein Veto als AR VS viele Transferentscheidungen (Hpfner und KHR sicher auch bei einigen was zu Peps Abschied führte).
    Wenn man 2015/16 nicht erkannt hat was der Riesen TV Vertrag nachhaltig für den Transfermarkt Ablösen und Gehältern bedeutet ist aus geschäftlicher Sicht einfach weltfremd und falsch.
    Sicher hat er jetzt 3 Jahre verspätet erkannt das seine damalige Sicht falsch war und er jetzt Transfers wie Lucas und Sane unterstützt aber wohl eher widerwillig.
    Seine und KHRs größte Fehlentscheidung ist die jetzige sportliche Führung.
    Er überlässt es jetzt KHR diese zu korrigieren und die notwendigen Entscheidungen zu treffen.
    Hainer ist als Praesi und AR VS eine starke Besetzung. Er kennt den Club er kennt das Geschaeft er weiß was gemacht werden muss um die Marke FCB weiter zu stärken.
    Aber vor allem weiß er das alles mit sportlichem Erfolg beginnt und abhängt.
    Er wird ein starker Gegenpol zu KHR und Kahn sein aber intern was uns gut tun wird.
    Hoffentlich treffen KHR und Kahn viele gute sportliche Entscheidungen.
    Hainer wird dem Vorstand extrem helfen in Sponsoring wieder die Nummer 1 zu werden.

    Alles in allem eine sehr sehr positive Entwicklung.

  8. Es steht ausser Frage, dass Uli sich in einer Art und Weise um unseren Verein verdient gemacht hat, wie noch niemand zu vor – und dafür gebührt ihm allerhöchster Respekt! Es ist auch fraglos notwendig, einen Wechsel auch in den höchsten Führungsämtern herbei zu führen, um den schon lange laufenenden Umbruch auch auf den Ebenen jenseits des Rasens zu vervollkommnen. Daher ist Hoeneß’ Entscheidung sinnvoll, zu erwarten gewesen und wird einige Veränderungen, ja sogar Umwälzungen mit sich bringen. Der Zeitpunkt dafür ist letztlich gar nicht so von Bedeutung, viel wichtiger ist die mit dem Amt verbundene Personalie!
    Und da habe ich noch immer Bedenken, einen im fussballerischen Tagesgeschäft unerfahrenen Mann wie Hainer an die Spitze des Vereins zu stellen!
    Gerade als Gegenpol zur AG darf es nicht nur die Aufgabe des Präsidenten sein, größere Transaktionen abzusegnen, sondern er muss ein Gegengewicht bilden können gegen die “Schwergewichte” im Vorstand der AG.
    Mit einer gewissen Distanz mäßigend, da wo nötig antreibend die Dinge in und um die Profimannschaft begleitend, darin sehe ich die Aufgabe eines Präsidenten, der dafür meiner Ansicht nach sich im Fussball auskennen sollte. Zumal er auch den Gesamtverein mit seiner noch stärker auf breitensportliche Aspekte ausgerichteten Struktur nicht ausser Acht lassen darf – auch hier sind Kenntnisse im Sportalltag sicherlich nicht von Nachteil!

    Die weiter oben von @WIPF mit dem Konflikt van Gaal vs Nerlinger aufgezeigte Problematik ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein Präsident Dinge eben auch aus fussballerischer Kenntnis heraus betrachten muss. Gerade dann, wenn der Vorstandsvorsitzende sich aus welchen Gründen auch immer zurückhält oder zurückhalten muss! DANN braucht es mehr als einen Repräsentanten und Wirtschaftsfachmann.
    Daher würde ich den Wechsel von Rummenigge auf den Präsidentenposten begrüssen, dem in ein paar Jahren dann einer unserer Heroen aus der jüngeren Vereinsgeschichte folgen könnte.

  9. I’m ersten Moment hab ich “endlich” gedacht, bei aller Verdienste sagt das allein ja schon eine gewisse Tragik aus…
    Bei der Meldung (wenn sie denn stimmt), dass UH den Nachfolger und Freund Hainer vorgeschlagen hat und er “als einfaches Mitglied” im Aufsichtsrat bleibt, stell ich mir schon die Frage, ob sich tatsächlich in Einfluss und Lenkung ab 2020 was ändert…?
    Konsequent ist anders, zumindest auf DEN ersten Blick Stand jetzt…

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    1. Spricht doch nichts dagegen wenn er einfaches AR Mitglied bleibt. Sehr ich eher positiv solange er sich öffentlich zurück hält.
      Hainer vertritt die 75,1%des FCB e.V. und dessen Mitglieder.

      1. Finde es eigentlich auch gut, damit uns sein Expertise nicht verloren geht. Er sollte aber nicht den Paten und Strippenzieher im Hintergrund spielen. Wirkliche Zurückhaltung wäre angebracht.

      2. Aber eben genau diese Zurückhaltung wird er nicht haben wenn er im AR bleibt. Wie lange seit Ihr Bayern Fans? Ich seit 45 Jahren, seit Uli dabei ist – und wenn ich eines weis – wenn Uli was nicht passt kann er sein Mundwerk nicht kontrollieren. Und wenn er noch im AR ist und wieder öffentlich so hantiert wie seit seiner Rückkehr hat es nichts gebracht wenn er die anderen Posten abgibt. Es kann nur ein komplettes zurück ziehen geben. Auch seiner Familie gegenüber wäre es eher nicht hilfreich wenn er im AR bleibt!

  10. Ich hoffe das es so kommt.
    Und ich hoffe das er sich dann auch zurückhält.
    Er hat seine großen Verdienste, aber mE völlig den Bezug zum „Hier und Jetzt“ verloren.
    Wir haben keinen wirklich international konkurrenzfähigen Kader, einen überforderten Sportdirektor und einen Trainer, der null Anziehungskraft auf die Winschspieler ausübt.
    Alles Dank Uli.
    Dazu einen U23 Trainer ohne Profierfahrung, nur mit der richtigen Abstammung.
    Dazu einen knapp 80-jährigen Leiter der medizinischen Abteilung, zurückgeholt von Uli.
    Dazu kommt dieser aufgeblasene Auftritt vom „sehr sehr sehr aktiven Transfermarkt, wennSie wüssten wen wir sicher haben“ – damit hat er alle FC Bayern Fans belogen und sich endgültig disqualifiziert.

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    1. Von 290.000 Mitgliedern sind höchstens 1% Ultras.
      In zu vielen Vereinen haben Ultras zu viel Einfluss, bei uns dank Uli und KHR nicht.

      1. Was soll man zu so einer Meinung sagen? Kein Support im Stadion? Dann helfen eben Pappklatschen. Oder Ultras.
        Choreo?, machen überwiegend die Ultras oder Geldgeber wie bei bullshit.
        Übrigens, Tradition war mal ins Stadion gehen oder die Radioübertragung am Samstag. Neuer Fußball ist heute Couch mit SKY und DAZN für Experten.

  11. Was war eigentlich die “Kernkompetenz” in der öffentlichen Wahrnehmung, wenn es um die Konkurrenz der großen europäischen Vereine ging? Die fußballeriche Führung unseres FCB in Personen Uli und Karl-Heinz. Ich habe leider keine sachliche Erfahrung zu Hainer. Außer das, was grade durch unser Forum geht. Meine Bedenken gehen in die Richtung, “weg von sportlicher Kompetenz” , die ja durch Uli und Karl-Heinz gelebt wurde.

    Es wird viel von “Traditionsverein”, gerade durch Uli gesprochen. Ich möchte hier nur kurz seinerseits auf den Umgang mit den Ultras erinnern. Gegenüber den Ultras hat er immer den Gutsherren herausgelassen. KHR war meiner Meinung nach der Repräsentant des “neuen Fußballs”, wärend UH für die “Familie” war. Für mich als ehemaliger “Hobbyultra”, ist “Traditionsverein” NICHT mit Quatar vereinbar. Und jetzt soll Hainer für was stehen?

    Uli für EHRENPRÄSIDENT! Das reicht dann aber auch.

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    1. Hallo Bernhard B.,
      deine Befürchtung, dass es in Zukunft “weg von sportlicher Kompetenz” gehe, kann ich aufgrund der Personalie Kahn nicht wirklich nachvollziehen.

  12. UH war nach der Haftstrafe nicht mehr der selbe. Es war ein tolles Zeichen, ihn wieder ins Amt zu wählen. Dauerhaft würde er dem Verein mittlerweile aber schaden, er scheint zu weit weg von den Themen.

    Ich habe seine populistischen Ausbrüche früher geliebt. Er nahm Druck vom Verein und schaffte das mia san mia. Vor allem konnte man sich sicher sein, dass ein Kern stets wahr gewesen ist.

    Inzwischen steht er kurz davor, zum besseren Dummschwätzer zu verkommen. Und die Zeiten an denen man sich an Menschen mit Kante gerieben hat, sind (leider) ebenfalls vorbei. Es wird Zeit, dass er aus den öffentlichen Ämtern aussscheidet. Denn verbunden wird er mit dem Verein ja ohnehin noch lange genug sein und auch seine Meinung kundtun. Dann aber eben nicht mehr in offizieller Funktion.

  13. Ich verstehe nicht recht, wieso manche Hainer als Präse für schwierig halten. Es ist doch so, dass beim FC Bayern in den letzten Jahren halt zweimal ein Promi-Präse am Start war, dessen Worte man halt gern aufgegriffen hat (Beckenbauer) bzw. der operativ noch extrem aktiv war (Hoeness). Das galt jetzt ja nicht für einen Hopfner oder Scherer. Und ich bin überzeugt, dass der Hainer es vermutlich genauso hinbekommt.

    Von den Präsidenten anderer Clubs hört man doch auch so gut wie nichts. Oder wann haben die Herren Rauball, Königs oder Schade zuletzt einen rausgehauen? Eben. Vorstandschef & Sportdirektor/Manager – die sind an der Front. Insofern wird sich Hassan da wahlweise freischwimmen müssen oder es wird noch jemand – ggf. auch zusätzlich – geholt.

    Und als AR-Vorsitzender ist Hainer sicherlich eine sehr gute Wahl.

  14. Tja. Was soll ich sagen – ist ein komisches Gefühl sich den FCB ohne Uli vorzustellen. Ich bin jetzt 52 und kenne den FCB nur mit ihm in verantwortlicher Position.

    Die Gründe, die hier teilweise für seine Entscheidung sich zurückzuziehen angeführt werden, sind beschämend. Und zugleich vielleicht mit eine Ursache seines Rückzugs. Sich von den eigenen Fans so unsachlich angreifen zu lassen, hat er weder verdient noch nötig. Ich bin mir sicher, dass ihn das verletzt und weh tut. Eventuell sind es auch gesundheitliche Gründe – mal abwarten wie er sich dann in fünf Wochen in seinem offiziellen Statement äußern wird.

    Bin gespannt auf den Weg, den der FCB ohne ihn einschlagen wird. Ich fürchte, wir werden als Club etwas “gewöhnlicher” werden.

    Danke Ulli, für all die Zeit und Energie welche Du in “Deinen” und unseren Verein gesteckt hast. Die Erfolgsgeschichte des FC Bayern wird auf immer mit Dir verbunden sein.

  15. Ein AR soll sich nicht in das operative Geschaeft eingreifen, er soll den Vorstand kontrollieren und die Interessen der Eigentuemer vertreten.
    Hainer wird den FCB e.V.und dessen Mitglieder vertreten die 75,1% der Anteile besitzen.
    Er wird in dieser Funktion mit seinen Kollegen hoffentlich auch Uli Vorstaende berufen und abberufen und über Investments über 40Mio entscheiden die der Vorstand vorschlägt.
    Hainer bringt aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung als VVS der Adidas und als AR der FCB AG enorme Erfahrung mit die ihn als AR VVS qualifiziert.
    Besonders in Sachen Internationalisierung Markenführung Sponsoring wird er VVS Kahn besonders nach Abschied von ab 2022 enorm hilfreich sein.
    Alsoder AR verantworte die Bestellung von Vorständen die bestmöglich und kompetent die Geschäfte führen. Hoffentlich beschließt der AR die Bestellung von Kahn zum Vorstand zum 1.1.2020.

    Die Vorstände führen die Geschäfte im besten Interesse der Anteilseigner. Sie sind verantwortlich für ihr Handeln.
    KHR als zuständiger Vorstand Sport verantwortet die Anstellung eines Trainers und eines Sportdirektors also die sportliche Leitung. Diese Personalien entscheidet der Vorstand. Ab wann und ob Kahn auch diesen Bereich verantwortet ist offen aber wenn nicht dann bleibt es wohl erstmal bei KHR oder in Zukunft eines Bestellten Vorstand Sport wie damals Sammer der dann diesen Bereich verantwortet.
    Diese Personalie ist extrem wichtig für uns und es ist eine Fehlentscheidung von KHR und Hopfner diese Position kommissarisch zu übernehmen und keinen qualifizierten Vorstand Sport oder Sportdirektor einzustellen. Dieses Vakuum führte erst zu dem Laisser-faire unter Anc.
    Auch danach haben es Uli und KHR nicht bestmöglich im Interesse des Clubs gemacht.
    Und das ist das Problem der letzten Jahre.
    Man kann jetzt nur hoffen das die öffentlichen Scharmützel vorüber und alle im besten Interesse des Clubs hart und ambitioniert an allen Fronten arbeiten.

    Sportliche Philosophie und Führung
    Sportliche Ziele
    Transfers
    Wirtschaftliche Ziele
    Sponsoring
    Stärke der Marke

    Es gibt sehr viel zu tun.

    Barca hat heute 990 Mio Umsatz vermeldet, wir liegen wohl bei 750 Mio.
    Ein Riesenunterschied zu einem Club ohne Staat oder Oligarch etc hinter ihm mit altem Stadion und Riesenschulden.
    Aber mit geschicktem Händchen im Transfermarkt aber vor allem mit explodierenden Sponsoringeinnahmen.
    Und das muss KHR und Kollegen sich vorwerfen lassen.
    Wir hinken immer bei TV Merchandising und Zransfwreinnahmen hinterher aber waren immer King im sponsoring.
    Nach MUFC haben uns jetzt auch Real und Barca da überholt.
    LFC und Juve harten hart an uns heranzukommen.
    Wir müssen die Verträge mit allen Spinsoren unbedingt aufbessern.

  16. Aber auch muss man mal leider wieder klar anmerken.
    Alleine der Fakt das die BILD vor dem AR von Ulis Erfahrung erfährt und leaked ist einem Club wie FCB unwürdig.
    Und warum redet Kovac in der PK wieder über Sane.
    Überlass es doch KHR!!!
    Jedes Statement verärgert potentiell MCFC.

  17. Interessante Analyse in der SZ. Die geht davon aus, dass Uli auch nach seinem Abschied noch viel Einfluss auf seinen FCB haben würde.

    „Zwar dürfte Hoeneß Ende August tatsächlich seinen Rückzug von beiden Ämtern bekannt geben, aber einen wirklichen Abschied würde das auf keinen Fall bedeuten. Zum einen könnte Hoeneß dem Aufsichtsrat als normales Mitglied oder gar als Stellvertreter von Herbert Hainer erhalten bleiben, auch Vize- oder zumindest Ehrenpräsident des e. V. könnte er zusätzlich werden. Dazu passen die Signale, die bei der Basketballabteilung im Haus angekommen sind: Ihnen sei versichert worden, man müsse sich keine Sorgen machen, dass ihnen der Förderer Hoeneß abhandenkomme, heißt es.“

    „Der designierte neue Aufsichtsratschef Hainer gilt als langjähriger Hoeneß-Vertrauter, auch Oliver Kahn, 50, der designierte neue Vorstandschef, wird mit Hoeneß’ ausdrücklichem Segen im Januar 2020 in den Betrieb zurückkehren, den er dann – spätestens – von 1. Januar 2022 an führen soll, wenn Rummenigges Vertrag ausgelaufen ist. Denkt man sich perspektivisch – zum Beispiel – noch den Mönchengladbacher Manager Max Eberl, 45, als neuen Sportvorstand des FC Bayern dazu, dann wäre dieser Verein immer noch und mehr denn je ein Uli-Hoeneß-Verein.“

    https://www.sueddeutsche.de/sport/hoeness-fc-bayern-ruecktritt-rummenigge-1.4538081 (hinter der Paywall)

  18. Ich weiß, jetzt scheint die Zeit der Mutmaßungen und Spekulationen, aber eben Artikel der Zeit gelesen…
    Hier wird gemutmaßt, dass es intern die Einigkeit doch nicht gab und Leute im Verein mit der Entwicklung dermaßen unzufrieden dann die Nachricht des Rücktritts durchgestochen haben.
    Da er erst kürzlich den AR-Chef bis 2022 verlängerte kann es zumindest kein lang vorbereiteter Schritt gewesen sein…
    Unabhängig davon, was da dran ist… aber das Binnenverhältnis der Bayern schreit förmlich danach, dass einem UH keiner offen gegenübertritt. Jetzt zeigen sie hoffentlich, dass sie den Übergang hinbekommen und es keine unruhigen Wochen gibt…

    https://www.zeit.de/sport/2019-07/fc-bayern-muenchen-uli-hoeness-ruecktritt-fussball-praesident

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das kann ich mir nicht vorstellen.

      Eher so das Kahn klare Ansagen gemacht hat was er erwartet um den Vertrag zu unterschreiben.

      Und evtl auch KHR der bestimmt keinen Bock hatte mit diesem öffentlichen Theater weiterzumachen.

      Letztlich ist das Ulis Entscheidung und die sollte man respektieren und nicht durch Geruechte verwässern.

      Wenn jemand es so weitergegeben haben sollte ohne das etwas dran waere haette Ulis total anders reagiert.

      Letztlich werden ihm seine Familie und Freunde dazu gehoeren auch Stoiber und Hainer geraten haben etwas kuerzer zu treten. Voellig banal nichts mehr.

      1. Letztlich ist das Ulis Entscheidung und die sollte man respektieren und nicht durch Geruechte verwässern.

        Deine wiederholte Behauptung dass Kahn klare Ansagen gemacht habe und das zu Ulis Schritt geführt habe, ist auch nichts anderes als Gerüchte verbreiten …

    2. Und noch mehr Spekulationen: Uli sei vom Vorstand gedrängt worden aufzuhören, da seine Auffassungen nicht mehr zeitgemäß seien. Auch Oli Kahn habe da schon mitgemischt.

      Sowohl die „Zeit“ als auch die FR schreiben, dass Brazzo intern stark angeschlagen sei und ihm große Versäumnisse in der Transferpolitik vorgeworfen würden. Für ihn ist der Hoeneß-Rückzug natürlich auch keine gute Nachricht.

      https://www.fr.de/sport/fussball/uli-hoeness-abschied-bayern-kommentar-12855116.html

      1. Will wirklich nicht weiter spekulieren, weil es das letzte ist, was wir im Moment brauchen… Aber
        Glaubt ihr wirklich, dass jenseits der Machtverhältnisse niemanden im Verein aufgefallen sein will, dass UHs Verhalten in letzter Zeit bisweilen nur noch irrational zu erklären war.
        Ich bin mir sicher, dass die ominõse PK bis heute unterschätzt wird, nachwirkt und die Verantwortlichen bis heute geschädigt hat. Die PR ist seitdem deutlich defensiver. Wenn man UH von früher kennt ist er heute kaum noch wehrhaft (z.B. Medien gg.über). Wir sind verwundbarer geworden. Die Rollen, die KHR und UH über Jahrzehnte inne hatten und nach außen vertraten, haben sich massiv verschoben (seriõse und kühle Analyse?, Schutz und Attacke?). Mal “Animal Farm“ lesen…

        Das einerseits die drei den Fremdschãmfaktor bei der PK nicht bemerkten heißt noch nicht, dass andere Mitarbeiter es eben merkten. Und so kann es sein, dass sie auch intern unter Druck gerieten oder zumindest die Spannungen nicht gerade weniger wurden (wer da zum Beispiel wen stützt).

        Für mich gilt es jetzt einfach, Fehlentwicklungen der letzten zwei, drei Jahre zu korrigieren. Welche das sind ist genug diskutiert worden und dürfte bekannt sein.
        Und wie das mit Umbrüchen immer so ist; nur wenn der Umbruch konsequent und nicht halbherzig oder mit x Hintertürchen angegangen wird, war der Rückzug UHs Dienst am Verein.

      2. Bingo
        So langsam wird es jedem klar!
        Nur der guten Ordnung halber.
        Der Artikel wurde von Frank Hellmann geschrieben und nicht von mir!!!!!!

        Ein Vorstand wird eben bestellt das operative Geschaeft zu fuehren.

        Uli ist freiwillig 2009 aus dem operativen Geschaeft ausgeschieden und hat dann bis zur Sammer Bestellung weiter mitgemischt. Damals konnte man noch einiges nachvollziehen.
        Aber was jetzt nach 2016 abgelaufen ist lassen sich gestandene Maenner die erfolgreich arbeiten eben nicht einfach so bieten.

        KHR war eben noch relativ oft wohl auch wissend das er einige Fehlentscheidungen wie Anc und keine zuegige Sammernachfolge zu verantworten hat .
        Aber die allergroesste Fehlentscheidung aller Vorstaende war sich von Uli Kovac und Hassan aufdoktrotinieren zu lassen.
        Denn Angestellte stellt nur der VS ein und bedürfen nicht dr Zustimmung des AR.

        Habe immer wieder gesagt wie merkwuerdig es ist das Kahn immer noch nicht unterschrieben hat.
        Es ist doch fuer jeden glasklar das Kahn nicht unterschreibt und das oeffentliche Gezerre mit Uli dann weitergeht.

        Kahn hat eben Eier.
        Entweder oder war die Alternative.
        Und KHR Kahn und die anderen VS haben sich durchgesetzt.
        Uli erbringt dem Verein einen großen Dienst durch seine Einsicht.
        Respekt.

      3. @918:

        Aber die allergroesste Fehlentscheidung aller Vorstaende war sich von Uli Kovac und Hassan aufdoktrotinieren zu lassen.

        Die “allergrößte Fehlentscheidung” verdanken wir unserem hervorragenden CEO KHR. ;)

        Bild:
        ” Hoeneß und der Sportdirektor stehen sich seit Spielerzeiten von „Brazzo“ nahe. Die Verpflichtung als Sportdirektor fädelte zwar Rummenigge ein, dennoch ist Hoeneß der erste Ansprechpartner für Salihamidzic. Das Büro des Präsidenten sucht Salihamidzic teilweise mehrmals täglich auf.”

  19. Wenn ich eure Kommentare zu Uli’s “Rücktritt” lese, erinnere ich mich an zwei Szenen aus dem Meisterschaftsspiel. Rib und Rob schießen das 4:1 und das 5:1. Der Kommentar von Fuss dazu “Uli Hoeneß weis gar nicht wohin mit seiner Freude!”. Mir ging es auch nicht anders. Jetzt sehe ich die Szenen etwas anders. Der alte Mann war ziemlich allein zwischen den anderen…

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Wollt am Ende nochmal was positives sagen….
      Mittlerweile denke ich schon, dass Sane kommt. Und hab ne relativ einfache Begründung. Es ging in den letzten Wochen auf verschiedenen Ebenen soviel daneben, dass der Verein zum Transfer verdammt ist. Und nun über viele Grenzen geht (gehen muss), um das hinzubekommen… Sonst wäre der Image-Schaden zu groß.
      Also werden sie letztlich Sane’s Forderungen erfüllen (müssen).
      Das sie sich selbst in diese Lage manövriert haben steht dann auf anderem Blatt. Sane sei Dank!

  20. Sorry @Bernhard B.
    War keine Antwort an dich, sondern unabh. Antwort… Deshalb nochmal…

    Wollt am Ende nochmal was positives sagen….
    Mittlerweile denke ich schon, dass Sane kommt. Und hab ne relativ einfache Begründung. Es ging in den letzten Wochen auf verschiedenen Ebenen soviel daneben, dass der Verein zum Transfer verdammt ist. Und nun über viele Grenzen geht (gehen muss), um das hinzubekommen… Sonst wäre der Image-Schaden zu groß.
    Also werden sie letztlich Sane’s Forderungen erfüllen (müssen).
    Das sie sich selbst in diese Lage manövriert haben steht dann auf anderem Blatt. Sane sei Dank!

  21. https://m.sport1.de/fussball/bundesliga/2019/07/uli-hoeness-hoert-nicht-auf-sport1-kommentar-von-joerg-krause

    Endlich ein Journo der sich traut zu sagen wie es ist.

    Und nur zur Klarstellung auch mit Herrn Krause hab ich nix zu tun.

  22. […] Uli Hoeneß: Das war’s dann jetzt? | Justin […]

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