Schon wieder fünf Tore: Bayern schlägt Frankfurt 5:0

Daniel Trenner 24.10.2020

Fast genau ein Jahr ist der glorreiche Tag her, an dem die Bayern 1:5 in Frankfurt untergingen und ihren Trainer wechseln mussten. Nun spielte man wieder gegen Frankfurt, in dieser Hinrunde jedoch zu Hause.

Falls Ihr es verpasst habt

Die Aufstellung 

Hansi Flick tauschte seine Mannschaft auf mehreren Positionen, stellte gegen die Eintracht aus Frankfurt jedoch eine erstaunlich starke Mannschaft auf. Von Rotation konnte man praktisch nur auf der rechten Verteidigerseite sprechen, Bouna Sarr kam zu seinem Bundesligastartelfdebüt für Pavard, ansonsten rutschte Davies nach zuvor zwei Spielen auf der Bank wieder in das Team, begleitet von David Alaba und Jérôme Boateng. Im Mittelfeld musste Marc Roca weiterhin auf einen weiteren Einsatz warten, es begann die Stammformation aus Kimmich, Goretzka und Müller, Tolisso fehlte gesperrt. Neben den gewohnten Gesichtern von Coman und Lewandowski überraschte Hansi Flick vorne mit Douglas Costa, zuvor klang es immer so, als fehlte es ihm erst einmal an Kondition.

Auch Adi Hütter verzichtete weitgehend auf Überraschungen und ließ seine Frankfurter in gewohnter 5-2-1-2-Formation spielen. Nur auf der rechten Innenverteidigerseite überraschte er mit dem jungen Brasilianer Tuta, Kapitän Abraham fehlte verletzt. Daneben spielte wie gewohnt Libero Hasebe und der halbe Stürmer Hinteregger. Neben dem kampfstarken Mittelfeld bestehend aus dem Ex-Münchener Rode und Ilsanker, war die offensive Dreierreihe bemerkenswert. Die Aufstellung von allen dreien aus Kamada, Silva und Dost zeigte, dass die Eintracht mächtig was vorhatte an diesem Nachmittag.

1. Halbzeit

Das Spiel begann direkt mit einem Schock, die erste Minute war kaum gespielt, da verletzte sich Alphonso Davies ohne Einwirkungen von Gegenspielern, scheinbar sogar schwer. Er wurde direkt durch Lucas Hernández ersetzt. Davon ab, lief es aber direkt gut für die Bayern. Nach zehn Minuten erwischten sie Frankfurt nach dem Abfangen eines langen Balls auf dem falschen Fuß, Coman legte in die Mitte zum erstaunlich blank gelassenen Lewandowski. Der Pole ließ sich nicht beirren, und brachte die Bayern mit einem gut gezielten Linksschuss in Führung.

In der Folge kämpfte sich die Eintracht stärker in die Partie, ohne jedoch wirklich Gefahr ausstrahlen zu können. Das nächste Tor erzielten somit wieder die Bayern. Kimmich brachte eine Ecke lang, wo Lewandowski sich gegen Ilsanker durchsetzte – 2:0 (26.).

Bayern ließ den Ball fortan eher kreisen und gerade defensiv nichts mehr anbrennen. Recht ereignislos verstrichen damit die verbleibenden zwanzig Minuten, zur Pause führte man mit zwei Toren.

2. Halbzeit 

Hansi Flick verzichtete auf weitere Wechsel, Hütter brachte zur Pause positionstreu Younes und Chandler für Kamada und Zuber. Am Spiel änderte sich indes nichts. Die Bayern kontrollierten weiter ohne sich viele Torchancen zu erspielen. Die wenigen, die man bekam, saßen jedoch fast immer. Bayern zog die Eintracht auseinander, am Ende schickte Costa Lewandowski mit dem Außenrist, der Pole war rücksichtslos wie eh und je (61.). Obwohl er Anfang der Saison scheinbar noch Ladehemmungen hatte, bricht Lewandowski damit wieder einmal einen Rekord: Er ist der Spieler, der nach fünf Spieltagen bereits zehn Tore erzielen konnte.

Wenige Minuten nachdem Lucas Hernández völlig frei das 4:0 verweigerte, holte Flick zum Dreifachwechsel aus. Choupo-Moting, Martínez und Sané kamen für Lewandowski, Müller und Costa. Kaum war Bayerns Nummer 10 auf dem Platz, zeigte diese auch ein echtes Robben-Tor. Sané zog von rechts in die Mitte, niemand stellte ihn so richtig und schon war Ball per Fernschuss im Netz (72.).

Direkt danach kam Musiala für Coman, sehr viel mehr passierte nicht mehr. Leon Goretzka scheiterte im Eins gegen Eins an Trapp mit einem schwachen Lupfer, Musiala konnte aus kurzer Distanz nach einer Ecke nicht treffen, machte es aber kurz vor Schlusspfiff besser. Sané legt im Strafraum quer zu Goretzka, der aber den Ball nicht richtig trifft, ihn so jedoch irgendwie zu Musiala weiterleiten konnte, der zu seinem zweiten Profitor einnetzte. 

Einen Abseitscheck später beendete der Schiedsrichter die Partie, zum Dienstag muss sich der FC Bayern auf die weite Reise nach Moskau zu Lokomotive begeben.

Dinge, die auffielen

1. Der erste Anzug sitzt und wirkt müde

Hansi Flick verzichtete außerhalb der Defensive weitgehend auf Rotation und das sah man auch mit allem guten und schlechten. Bayern kombinierte sich oft erfolgreich nach vorne, brach gerne über außen durch, hatte aber auch immer wieder Konzentrationsschwächen. Hier ein verschlissener Pass, da ein kurzer Stockfehler, dort verzichtete man auf den letzten Sprint. Der erste Anzug gewinnt überzeugend Spiele, wirkt aber müde. Hansi Flick rotiert derzeit mehr in der Defensive, sollte seinen Spielern tunlichst aber auch weiter vorne Pausen geben, einige wirken überspielt.

Defensiv jedoch ließ man sich nicht bitten, man merkte, dass die Spieler echten Respekt vor Eintrachts Angriffspower hatten, dass sie vielleicht auch in der Bundesliga endlich mal wieder eine weiße Weste wollten. Gerade in der Konterverteidigung liefen sie stark die Lücken zu und hielten die Eintracht über praktisch die ganze Spielzeit bei keiner einzigen echten Torchance.

Boateng fiel hier am meisten auf, checkte oft sehr klug vor und unterband so manchen Angriff. Gleichzeitig zeigte er auch mit Ball eine hervorragende Partie. Zuletzt zwei Spiele auf der Bank sitzen zu müssen, hat ihn offenbar sehr gewurmt.

2. CoCo – invers läuft’s besser

Ein Hauch von 2015 wehte durch die Arena: Die Außen hießen wieder Kingsley Coman und Douglas Costa. Zunächst ließ Flick sie richtigfüßig spielen, so brachen sie oft erfolgreich durch, hatten aber starken Verschleiß in der Abschlussaktion. Ein ums andere Mal flog die Flanke blindlings in den Strafraum der Eintracht. Ganz ähnlich also wie es schon anno 2015 war.

Nach einer guten halben Stunde begannen sie aber immer stärker die Seiten zu tauschen und waren so besser. Coman wirkte so weniger eindimensional, kreativer. Gerade Costa jedoch half dies immens. Wurde Coman in den vergangenen Jahren, ja bis heute eigentlich, noch vorgeworfen den Kopf nicht genug hochzunehmen, leidet Costa an diesem Problem noch einmal viel stärker. Seine Bewegungen wirken ganz von selbst, als sei es selbstverständlich nach einem Durchbruch auf gut Glück zu vertrauen, dass irgendwer seinen Ball schon erreichen vermag. Spielt er aber rechts, wird er gezwungen in seinem Spiel nachzudenken, spielt präziser. Der starke Pass auf Lewandowski zum 3:0 ist da nur natürlich. Vielleicht sollte Hansi Flick auch in Zukunft Douglas Costa zu seinem Glück zwingen, indem er ihn konsequent invers spielen lässt.

3. Sarr mit Licht und Schatten

Bouna Sarr erlebte ein ruhiges Startelfdebüt in der Bundesliga. Frankfurt war offensiv erstaunlich zahnlos, und wenn sie doch attackierten, kamen sie meist durch die Mitte. So kann Sarrs Spiel fast nur offensiv bewertet werden, wo er gut war. Es fällt auf, dass die Mannschaft ihn akzeptiert, ihn im Spiel einbindet. Es gab schon Außenverteidiger bei Bayern, da war das weniger der Fall.

Sarr gab ganz die fleißige Arbeiterbiene, rannte immer mit, gab den Ball gut ab. Einige seiner Weiterleitungen und Flanken waren gut, andere weniger. Hinzu kamen seltene technische Fehler. Wenigstens kamen im Gegensatz zu seinem Pokalspiel keine seltsamen Aktionen hinzu, wo er Spieler über den ganzen Platz verfolgte.

Es fällt jedenfalls auf, dass Bayern in ihm den richtigen Spielertypus verpflichtet hat, er ist ein anderer Rechtsverteidiger als Pavard, der zumeist strategischer spielt und im Aufbau viel präsenter ist. Sarr ist wirklich konsequent der Schienenspieler, gar nicht so explosiv im Antritt, aber sehr schnell wenn er Fahrt aufgenommen hat. Gegen Frankfurt fiel er nicht negativ auf und hat sich für weitere Spiele profiliert, dann wird man ihn wohl auch defensiv besser bewerten können.

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King Coman Hands of God
  1. Rundum solide und souverän. Nach dem ersten Tor hatte man nie mehr den Eindruck, da könnte was schief gehen.

    Sehr positiv: Nachdem die Defensive in den ersten Spielen wackelte, hat man jetzt den letzten beiden Gegner im Grunde keine einzige echte Torchance zugestanden und ein paar Mal die Null stehen lassen.
    Sehr positiv: Die letzten beiden souveränen BL-Siege zeigen, dass man auch in dieser Saison nicht nur die CL-Spiele ernsthaft anzugehen gewillt ist. Sehr klar, humorlose Auftritte.
    Sehr negativ: Die Verletzung von Davies, die fürs erste wirklich nicht gut aussah.

    Lewy weiter außerirdisch. Das ist schon dieses Niveau, das lange Messi und Ronaldo hatten. In dem Sinne, wenn er gegen dich aufläuft steht es schon mal 0:1 gegen dich. Denn mindestens einmal wird er immer treffen.

    Müller heute leider völlig neben sich. Sicher mal ein Rotations-Kandidat für Moskau.

    Costa wirkte am Anfang noch ziemlich eingerostet, ist aber im Verlauf des Spieles immer mehr aufgetaut.

    Sarr wird sicher noch das eine oder andere Spiel bzw. Trainingseinheit benötigen um auf diesem Level mithalten zu können.

    Sane sagt mit einem wunderschönen Tor auch gleich wieder Hallo und Musiala tut es ihm gleich. Kleine, aber wichtige Momente. Natürlich vor allem für die beiden Spieler.

    Alaba und Boateng hinten bombensicher, ausgebufft in der Defensive, aber vor allem bemerkenswert wie herausragend die beiden auch unter Gegnerdruck hinten herausspielen.
    Spannende Frage, wer wohl als RIV aktuell die Nase vorne hat. Süle, Boaten? Weiß vielleicht nicht mal Flick persönlich.

    Hernandez? Angekommen.
    Coman? Schließt an seine Leistung gegen Madrid an.

    Also alles schick, außer Davies.

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    1. Boateng außerdem mit Geschwindigkeitsrekord, was Bayern angeht: ca 32 km schnell, wenn die Statistik, die ich gesehen habe, stimmt.
      Sarr fand ich schon viel besser als bei seinem ersten Einsatz, vor allem offensiv bestimmt sehr brauchbar, manchmal fehlt ihm noch etwas die Traute, ganz durchzusprinten, aber seine Flanken, schien mir, haben durchaus Qualität. Costa muss noch ein, zwei Antizipationslehrgänge absolvieren (und vor allem die Defensivaufgaben beherzigen). Lewa hat ihn ja schon während des Spiels intensiv gecoacht.
      Müller mag nicht seinen besten Tag gehabt haben, aber das Pensum, dass er abliefert, ist enorm. Ja, er hat ein paar aussichtsreiche Moves verdaddelt, was er aber bereit ist, für die Mannschaft an Laufbereitschaft zu investieren, ist schon enorm, ebenso sein Radius auf dem Feld. Sprintet gleich schnell in beide Richtungen, d.h. auch wenn es gilt, bei Gegenzügen zu intervenieren.
      Last not least: Hernández ist offensiv in Räumen aufgetaucht, wo man ihn niemals vermutet hätte, quasi in Mittelstürmer-Manier. Auch kurz vor Schluss, als Sané im Strafraum quer gelegt hat, und man noch nicht sehen konnte, für wen das gedacht war. Mit allen hätte ich da als Abnehmer gerechnet, nur nicht mit Hernández.

      1. @Severalseasons:
        32 km/h in der Spitze?
        Das wäre kein Rekord.
        Coman, Davies, Süle, Robben, Ribery waren/ sind alle schneller.
        Oder ich versteh gerade irgendwas falsch.

      2. Ja, das war nur auf die Partie heute bezogen, nicht absolut, ein Frankfurter war noch schneller…mir schien das nur erwähneswert, weil es doch öfters mal heißt, Boa sei so langsam. Sorry, wenn ich mich missverständlich ausgedrückt habe.

      3. Kein Grund sich zu entschuldigen.
        Auf das Spiel bezogen macht es auch Sinn.
        Hätte ich selbst drauf kommen können.

  2. “Wenige Minuten nachdem Lucas Hernández völlig frei das 4:0 verweigerte,..”

    Den Satz finde ich zu hart. Sicher kann er das besser machen, aber “verweigern” impliziert ja eine bewusste Absicht. Ansonsten wieder eine prima Analyse.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. War schon frustrierend, dass er den drüber gesemmelt hat. Wenn er schon den Laufweg geht, muss er da mehr draus machen. Sonst hätte den Coman vielleicht selbst versenkt.

      Aber im Endeffekt natürlich unwichtig. Wär halt schön für ihn, endlich einen Treffer für uns zu erzielen.

      1. Falsche Seite. Den konnte er nur noch mit rechts nehmen.

    2. Ach, ich wollt nur lustig sein. War halt schon gefühlt schwerer den nicht zu machen, als andersherum ;D

    3. Da erinnert mn sich doch gerne mal an die 200%igen, die ein gewisser Lewandowski in einem Spiel versemmelt hat, während er die, die man eigentlich gar nicht machen kann, versenkte.

  3. Puh. Wir müssen uns über Robert Lewandowski Gedanken machen. Schlimm mit anzusehen die Leistung. 33% Zweikampfquote, nur fast jeder dritte Ball zum Gegner, überhaupt nur 31 Ballkontakte – sogar der gegnerische Torwart hatte mehr! Dazu keine einzige Torschussvorlage. So lässt man die Teamkollegen im Stich! Die Auswechselung nur folgerichtig.
    Auch im Saisonverlauf sprechen die Zahlen eine ganz eindeutige Sprache: Beim letzten Heimspiel noch vier Tore, diesmal nur drei. Wenn das so weitergeht, macht der ab Mitte Dezember nie mehr eine Bude daheim. Auswärts sieht es noch schlimmer aus: Da macht er nur 1/4 der Tore, die er zuhause macht. Da müssen wir spätestens im nächsten Jahr etliche Eigentore befürchten. Das ist reine Mathematik. Die Zahlen lügen nicht. Fakten sprechen für sich. Ich hoffe, die Verantwortlichen ziehen die Notbremse und lassen ihn sobald wie möglich das Weite suchen. Vielleicht finden wir in der Winterpause ja einen Verein, der ihn uns ablösefrei abnimmt.

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    1. Wo gibt es das Zeug, das wirkt ja sensationell.

  4. In meiner Kicktipprunde als einziger 5:0 getippt, was habe ich Musiala dafür gefeiert (und Goretzka verflucht kurz zuvor).

    Wenn Phonzie nicht allzulange ausfällt (Fingers crossed) dann war das ein runder Nachmittag. Ich denke von Sarr kommt noch mehr. Natürlich wirkt er noch ein wenig wacklig, aber ich hab mir nochmal den Rückpass angeschaut und auch wenn der so natürlich riskant war, das Eigentor wäre jedenfalls nicht alleine auf seine Kappe gegangen. Dafür konnte Neuer mal wieder einen für die Galerie liefern. Passt.

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    1. Grad gelesen 6-8 Wochen. Shit.

  5. Flick hält an seiner Spielphilosophie fest und die Spieler ziehen durch.
    Nach den Vorhersagen einiger Forumsexperten müsste das Team doch schon längst platt sein.
    Flick ist eben nicht nur ein hervorragender Trainer sondern er lässt im Gegensatz zu seinen Vorgängern Broich seine Arbeit machen.
    Wie gut die ist davon kann sich jeder in jedem Spiel überzeugen.
    Rosarote Zeiten

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Hast du schon mal erlebt, dass Lewandowski um seine Auswechslung gebeten hat?
      Ich kann mich nicht erinnern.

      1. Wo und wann soll Lewandowski um Auswechslung gebeten haben?!

      2. Wo und wann soll Lewandowski um Auswechslung gebeten haben?!

        Im Spiel gegen Frankfurt, zumindest wenn man unserem Trainer Glauben schenken darf. ;)

        “Es war eine gute Defensivleistung, und in der Offensive sind wir sehr effizient. Was soll ich zu Robert Lewandowski noch sagen? Er hat drei Tore gemacht, zehn in fünf Spielen. Heute hat er auch schon mal angemeldet, dass er ausgewechselt werden möchte. Vielleicht ist das eine Neuigkeit, die es so noch nicht gegeben hat.”

    2. Nach 5 Spieltagen isses dann doch ein bisschen früh um schon große Ermüdungserscheinungen zu sehen. Warten wir doch lieber wie letztes Jahr bis Anfang Dezember um ein erstes, voreiliges Urteil zu fällen. :-)

      Wobei ja so Teams wie City jetzt schon großen Struggle haben. Diverse Verletzungen und schon geht die Spirale los.

      Da bin ich jetzt gespannt auf Flicks Reaktion auf LAV. Im Grunde wird er jetzt einen Spieler aus der 2. hochziehen müssen oder die Rotation in der Innenverteidigung so umbauen müssen, dass auch Alaba hin und wieder über links kommt.

      1. Interessant zu hören was Müller dazu sagt

        Flick und die Spieler ziehen durch
        Das System wird nicht verändert entgegen den Prophezeiungen einiger Experten hier!!!!

        Dazn-Interview Müller

        https://twitter.com/DAZN_DE/status/1320772301948964865

      2. Du verlinkst ein Interview, in dem es heißt, dass Flick wohl noch abwägt und ziehst daraus die Erkenntnis “Das System wird nicht verändert.” :D
        Muss man erstmal drauf kommen.

  6. Pep heute zum ersten Mal seit 172 Spielen mit einer unveränderten Startelf. Und dann war das Spiel trotzdem (oder gerade deshalb) eher ein Offenbarungseid.

    Ich sehe jedenfalls aktuell kein Team, welches uns international gefährlich werden könnte. Aber die Saison ist natürlich noch lang.

    El Clasico war auch schwere Kost. Allerdings Dest Barcas bester Mann. Hoffe ihm dämmert im Laufe der Saison, dass er sich für die falsche Mannschaft entschieden hat.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Dest hatte aber auch ein paar Eumel drin, da hätte man einem Sarr vermutlich was anderes erzählt.

      1. sarr ist zu leicht fuer bayern…das reicht nicht. was er gegen sge gespielt hat, haette richards auch hin gekriegt.

    2. @Kurt: Die Crux wird sein, die Form so lange zu halten. Die Saison ist ja noch jung, da rechne ich schon noch mit einer Delle. Vorausgesetzt, es kann überhaupt geregelt durchgespielt werden, aber das weiß ja kein Mensch. Es bleibt also vorerst nur, sich über jedes Spiel zu freuen, vor allen Dingen, wenn wir uns so stark präsentieren.

      1. Das gilt aber für alle anderen auch. Zumal die meisten noch nicht einmal sNormalform gefunden haben.

      2. Es könnte aber sein, dass die Formkurven unterschiedlich verlaufen, denn die Vorbereitungphase war ja nicht bei allen gleich.

      3. Davon kann man stark ausgehen wenn man den bisherigen Saisonverlauf betrachtet.
        Aber Broich spielt eine große Rolle!

  7. Gnabry als doch false positve. warum darf der fcb da nicht drueber berichten? (NIX AUF DER HOMEPAGE) ist es tabu um false positive an einem praktischen beispiel zu belichten. wird es nicht auch zeit um die gesetze rund false positive zu aendern? warum und wie lange soll serge jetzt nicht mit spielen? -trainieren?

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Weder der FCB selbst, noch anderen Medien (abgesehen von der BILD, glaube ich), greifen es auf. Während die Meldung dass er positiv getestet wurde die große Runde machte und auf jedem Portal groß aufgemacht wurde, wird jetzt die dreimalige negative Testung – eines davon sogar ein Antigentest – verschwiegen.

      Das scheint keine Nachricht wert zu sein, warum auch immer.

      So wie ich es verstanden habe, muss Gnabry dennoch in Quarantäne verbleiben, selbst wenn er jetzt noch 10 negative Tests vorlegen würde.

    2. Vielleicht war ja auch dieser Test “false negative”? Oder die Virenlast hat zwischen den beiden Tests abgenommen?

      1. Mittlerweile gibt es einen dritten Test.
        Auch negativ.

    3. Der FCB darf sicher darüber berichten.
      Aber manchmal ist es vielleicht besser nicht alles zu tun, was man könnte. Das Thema ist mittlerweile kommunikativ derart vergiftet, dass du da wenig Lorbeeren wirst ernten können.
      Die Äußerungen von Flick entsprechen offensichtlich nicht der Kommunikationslinie des Vereins und waren so wohl nicht abgesprochen.

      Bei Heidenheim wurden letzte Woche insgesamt 6 Personen positiv getestet. Zwei Kontrolluntersuchungen in einem anderen Labor wiesen alle 6 als negativ aus. Der FC Heidenheim behält sich nun rechtliche Schritte gegen das Erstlabor vor.
      Bei den Würzburger Kickers wurden letzte Woche 3 Personen positiv getestet. Diese Testungen wurden mittlerweile von dem durchführenden Labor selbst als Fehler eingestuft.

      Diese Fälle sind nun aber anders gelagert als unser Beispiel und können, ja müssen auch öffentlich kommuniziert werden. Und btw., wenn interessiert in der deutschen Fußballöffentlichkeit der FC Heidenheim und die Würzburger Kickers?

      Wenn dagegen z.B. ein KHR anhand des Falls Gnabry eine Debatte über falsch-positive Testungen in einer Kontrollgruppe mit mutmaßlich extrem niedriger Prävalenz anstoßen würde?
      Puh, möchte ich nicht wissen, was dann los wäre.

      1. Ja, in dem Fall ist es wirklich besser, die Füße still zu halten. Rein sportlich ist ja nichts Schlimmes passiert.

        Allerdings sollte der FC Bayern gegen das Erstlabor rechtliche Schritte einleiten. Die Labors sind dermaßen unverschämt in der Preisgestaltung, dass sie auch dafür haften sollen, wenn sie Scheiße bauen.

      2. Heidenheim und Würzburg hatte ich noch gar nicht mitbekommen. Aber nach dem Prominenten Gnabry und den 3 Fällen bei TürkGücü habe ich mir schon gedacht, dass das eine krasse Häufung ist. Die nur auffällt, weil das die Blase ist, in der sofort wieder getestet wird. Als “Normalo” macht man ja bestenfalls 5-10 Tage später, wenn überhaupt, einen zweiten Test und wenn der dann negativ ist, sagt das ja nix mehr über den ersten Test aus. Will sagen: So etwas ist echt Mist, weil es selbst bei Menschen wie mir, die die Gefahr durch Corona nicht negieren etc Zweifel gesät werden – an den Zahlen, an der Bedrohung, an den Maßnahmen.
        Zurück zum Sport: Gut, das die Quarantäne dann doch so schnell aufgehoben wurde.

    4. Gnabry ab sofort aus der Quarantäne entlassen.
      Das Gesundheitsamt geht mittlerweile von einem falsch-positiven Test aus. Er kann ab sofort wieder eingesetzt werden.

      Auch die drei positiven Tests bei Türkgücü letzte Woche werden nun offiziell als falsch-positiv eingestuft.

      War offensichtlich keine gute Woche für die Labore.

  8. Einer der wenigen Fälle…..

    “Es kann einer der wenigen Fälle sein, die falsch positiv waren”, sagte Flick am Samstagnachmittag vor dem Spiel der Bayern gegen Eintracht Frankfurt bei “Sky”.

    Der FCB hält sich MMn zurück weil man einerseits zurecht dem Labor keinen Vorwurf machen will, aber andererseits einer positiven Beurteilung / Entscheidung der Gesundheitsbehörde bzw DFL bzw UEFA nicht vorgreifen will, denn das wäre ziemlich kontraproduktiv.

  9. Ich habe mir heute mal eine Halbzeit lang Tiago Dantas angeschaut: wirkte wie ein Jugendspieler, wenig Intensität, wenig Tempo, kaum Zweikämpfe, defensiv sehr schwach. Die ersten zwanzig Minuten hat er 80% der Bälle per one-touch sofort nach hinten zurückgespielt. Bis zu einem katastraphalen Fehlpass Mitte der ersten Halbzeit. Dann eins, zwei konstruktive Bälle in den Halbraum. Körpersprache hat mir auch nicht so gut gefallen. Versuchte halbherzig zu dirigieren, was in Anbetracht seiner Leistung etwas fehl am Platz wirkte. Das wird ein sehr weiter Weg für ihn um im deutschen Fussball anzukommen. Ich will natürlich nicht den Stab über ihn brechen. Meine Eindrücke bestätigen ja nur das, was auch geschrieben wurde. Trotzdem hat mich das Spiel etwas ernüchtert. Bin mir keineswegs sicher, ob er sich als Stammspieler bei den Amateuren etabliert. Ein Stiller ist definitiv zwei Schritte weiter.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Den wesentlichen Unterschied hast du natürlich wieder dezent unterschlagen.
      Ein Dantas wirkt nicht wie ein Jugendspieler, der wird im Dezember 19, der ist einer.
      Und in der dritten Liga hat man als 2.Mannschaft, als U23 eben das Problem gegen “richtige Mnnschaften” antreten zu müssen. Da zahlt man dann oft schon mal Lehrgeld.

      1. Er wird im Dezember 20. Ein Stiller ist 4 Monate jünger und wirkt zwei Jahre älter. Viele andere Spieler der Amateure sind jünger und wirken deutlich älter als er. Durch die Berichterstattung in den Medien und die kolpierte Kaufoption für 8 Millionen entstand der Eindruck er ist auf dem Sprung zum Profiteam. Ich war deshalb heute überrascht, dass er selbst bei den extrem jungen Amateuren noch deutlich jünger wirkt.

      2. Ich will das auch nicht zu hoch hängen. Es spielt sicherlich auch eine grosse Rolle, dass er erst wenige Tage hier ist. Mal schauen wie es die nächsten Monate läuft. Hoffentlich ist er ähnlich selbstkritisch wie ein Arp. Bei ihm sieht man auf jeden Fall dass er die Herausforderung voll angenommen hat. Gut hat mir in diesem Zusammenhang auch ein Interview mit Roca gefallen: er sagte sinngemäss, dass er von der Intensität und dem Tempo beeindruckt ist. Aber er weiss genau was man von ihm erwartet und er ist sich sicher, dass er viel lernen wird.

    2. Ooooooohhhhh, und ich hab jetzt die Oberexpertenmeinung geglaubt, dass der Junge schon besser ist als Tolisso. Schade, schade.

  10. […] Schon wieder fünf Tore: Bayern schlägt Frankfurt 5:0 | Daniel […]

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