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Rot-Weißes Round-Up: Mario Mandžukić

Dass auch Mario Mandžukić mittlerweile zu den Ex-Spielern des FC Bayern zählt, hat vor der aktuellen Saison nicht jedem Fan geschmeckt. Zu gut kam der Kroate bei den Anhängern an, mit seiner kraftvollen Art Fußball zu spielen. Wir porträtieren ihn zu seinem 29. Geburtstag.

Die erste Station in der Jugend des Kroaten lag in Deutschland. 1992 flüchtete Mandžukićs Familie aus Jugoslawien nach Ditzingen in der Nähe von Stuttgart, beim TSF Ditzingen wagte der damals sechsjährige Mario seine ersten Schritte auf einem Fußballplatz. Nicht zuletzt die deutschen Behörden waren dafür verantwortlich, dass Mandžukić seine Profikarriere später dennoch in seiner Heimat Kroatien begann. Über den NK Marsonia gelangte er 2005 nach Zagreb, zuerst zu NK, wo er in zwei Saisons 51 Spiele machte, und schließlich zu Dinamo. Bei einem der größten kroatischen Vereine setzte er sich überragend durch und erzielte nicht nur viele, sondern vor allem wichtige Treffer – unter anderem 2007 in der Euro-League-Qualifikation. 2010 folgte dann die “Rückkehr” nach Deutschland. Beim VfL Wolfsburg sollte er langfristig Edin Dzeko ersetzen. Eine Aufgabe, die er am Ende mit Anlauf erfüllte. Erst gegen Ende der Saison 2010/11, nach dem Trainerwechsel zu Felix Magath und Dzekos Abgang, gelang ihm der Sprung in die Startelf. Mit seinen zwei Treffern gegen die TSG Hoffenheim sicherte er dem VfL am Ende der Saison den Klassenerhalt.

Das Treppchen zum FC Bayern war die Europameisterschaft 2012. Mandžukić führte seine Kroaten im Sturm an und gehörte mit drei Treffern zu den besten Torschützen in der Vorrunde. Im Juni 2012 gab der FCB die Verpflichtung des Stürmers bekannt, für gerade einmal 13 Millionen wechselte er an die Isar. Nach dem verlorenen Champions-League-Finale 2012 war Mandžukić einer der Spieler, die in der Triple-Saison den Unterschied machen sollten: Mit unbeschreiblich viel Einsatz und trotzdem jeder Menge spielerischer Intelligenz schaffte er es, Mario Gomez dauerhaft aus der Startelf zu verdrängen und machte sich mit seinem Treffer im Finale in Wembley 2013 zu einem ewigen Helden beim FCB. Der Kroate war einer der entscheidenden Faktoren in der besten Saison der Vereinsgeschichte. Doch mit dem Trainerwechsel nahm das Unheil für Mandžukić seinen Lauf: Pep Guardiola setzte von Anfang an nicht zu 100 Prozent auf den Stürmer, sondern präferierte eine Umstellung auf eine falsche Neun. Mit jedem Spiel, das Mandžukić von der Bank aus beobachten musste verfinsterte sich seine Stimmung. Der Gipfel des Konflikts wurde vor dem Pokalfinale gegen Borussia Dortmund erreicht. Guardiola nahm den Kroaten nicht einmal nach Berlin mit, eine Aktion, die durchaus für kritische Stimmen sorgte. Am Ende gab jedoch der Erfolg dem Trainer recht, für Mandžukić gab es keine Zukunft mehr in München.

Doch für einen der besten Stürmer Europas findet sich immer ein Abnehmer. In diesem Fall war es Atletico Madrid – und bisher scheint es zu passen. Mandžukić passt perfekt in das aggressive Pressing-System und kann zudem seine Torgefahr ausspielen. Wir wünschen Mario weiterhin viel Erfolg!

Miasanrot.de stellt regelmäßig am Dienstag und Freitag in einem Round-Up lesenswerte Texte und Fundstücke rund um den FC Bayern zusammen. Gewidmet wird jedes Round-Up einem ehemaligen Bayern-Spieler, der am jeweiligen Tag (oder kurz zuvor/danach) Geburtstag hat.

Presseschau

Rummenigge in der “Süddeutschen Zeitung”

Auch wenn es schon seit einigen Tagen durch die Gazzetten geistert, Karl-Heinz Rummenigges Interview mit der “SZ” ist immer noch lesenswert und mittlerweile auch online komplett verfügbar. Der Vorstandsvorsitzende äußert sich darin zu fast allen Themen, die den Verein in der Endphase dieser Saison betreffen – vor allem aber verteidigt er Pep Guardiola und kritisiert die Berichterstattung über den Trainer in den letzten Tagen und Wochen.

Wieder Journalisten in Katar festgenommen

Erneut wurden in der vergangenen Woche Journalisten in Katar festgenommen, ohne Unrecht getan zu haben. Das Team von der britischen BBC beschreibt in einem ausführlichen Bericht die Abläufe. Dass wir in unseren Round-Ups über Fälle aus Katar berichten, die faktisch mit dem FC Bayern nichts zu tun haben, hat der Verein seinem fußballpolitischen Statement mit dem Trainingslager zu verdanken. Der Fall zeigt: Ein erneutes “Auflaufen” in Katar darf keine Option sein.

Robben: “Zwei, vier oder acht Jahre”

Im Interview mit dem “Bundesliga-Magazin” sprach Arjen Robben über die Saison beim FC Bayern und seine persönliche Weiterentwicklung unter Guardiola. “TZ-Online” fasst die wichtigsten Aussagen zusammen. Eine ist dabei, die die Bayern-Fans freuen dürfte: Robben kann sich noch nicht vorstellen, seine Karriere zu beenden.

Shaqiri: Auch bei Inter mit Problemen

Auch bei Inter Mailand kommt Xherdan Shaqiri nicht zu der Rolle, die ihm seit längerem vorschwebt. Wenige Einsatzzeiten und jede Menge unglückliche Auftritte prägen die Zeit des Schweizers in Italien bisher. “Watson.ch” berichtet ausführlich über die Lage des Ex-Bayern-Spielers, der seine Leistungen aus der Hinrunde derzeit leider bestätigt.

Kommentar zur Wettbewerbsverzerrung

“SPON”-Redakteur Peter Ahrens liefert einen guten Kommentar zu den Vorwürfen der Wettbewerbsverzerrung gegenüber dem FC Bayern. “Es gibt einfach Mannschaften, für die es in der Endphase der Meisterschaft um nichts mehr geht. Bayern München gehört dazu”, fasst den Text wohl am besten zusammen, der die Lächerlichkeit der Beschuldigungen darlegt.

Frauen-Zusammenfassung im Video

Mit etwas Abstand präsentiert der Youtube-Kanal des FC Bayern Frauenfußball eine Video-Zusammenfassung der spektakulären Ereignisse rund um die Meisterschaft. Sehenswert! Auch bei uns wird es in Kürze ein Interview mit zwei Meisterinnen zu lesen geben…

Top-5 Rondos

Zum Abschluss noch ein weiteres Video von der Social-Media-Abteilung beim FCB. Die fünf besten Rondos zeigen, dass eine eigentlich simple Trainingsmethode auch spektakulär ausschauen kann.

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Leserkommentare
  1. Sebastian

    Ok, nachdem ich schon überlegt hatte mich bei der SZ direkt über das Interview mit KHR zu beschweren, mach ich das jetzt hier :-)
    Ich finde es traurig und bestätigt die Tendenz der letzten Jahre. In dem Interview wird doch keine einzige wirklich interessante Aussage getätigt.
    Wieso ist Ribery verletzt? -> Arztgeheimnis!
    Wieso in Müller-Wohlfahrt weg? Kabinengeheimnis!
    Dante, Schweini, Alonsos Zukunft? -> “Wir werden mit der notwendigen Sensibilität Entscheidungen treffen.”
    Bla bla bla, da kann man auch den Sammer hinstellen oder gleich den Pep.
    Da kommt nichts inhaltvolles rüber.

    Und die SZ trägt auch zu dem in meinen Augen schlechten Interview bei:
    Aussagen wie “im Umfeld wird gemunkelt/einige Leute sagen/Viele Experten sagen aber/Manche Kritiker machen/Das Umfeld hinterfragt/”.

    Ich find es wirklich schlecht.

    1. Marco05

      Ich denke man muss auch mal akzeptieren, dass nicht alles für die Öffentlichkeit taugt. Warum sagt er zB nichts zu Ribery oder zu Mull? Um niemand bloßzustellen vermutlich. Mir jedenfalls ist das lieber als “das war eine Fehldiagnose”, “man hat ihn zu früh wieder eingesetzt”, “MW ist eine beleidigte Lebwerwurst” und dergleichen. So wahrt jeder sein Gesicht. Ich finde auch die Aussage “wenn Sie Details unserer Krankenakten wissen würden…” aussagekräftig genug.

      Natürlich interessiert uns immer alles, da nehme ich mich gar nicht aus. Allerdings wäre möglicherweise die umfassende Wahrheit in diesen Fällen mit weiteren Konsequenzen verbunden und dann muss sich KHR wieder anhören, warum er nicht die Klappe halten kann. Wie man es auch macht…

      Ich nehme auch an, dass zur Zulunft der genannten Ü30er noch überhaupt noch mit niemand gesprochen wurde. Das wird nach der Saison passieren. Da gibt es mehrere Parteien und was soll man da jetzt schon prognostizieren?

      Das die SZ da auch mit schuld ist sehe ich ähnlich. Immerhin hat die Journalismus-Qualität in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Warum zB lese ich nirgends Schlagzeilen oder Feed-Titel mit Querverweisen auf das (sachliche) SZ-Interview? Weil es nichts zu vermelden gibt a la “Matthäus geht auf Bayern los”, “Boateng hadert mit Bayern” oder “Hitzfeld unterstellt Pep ein Sprachproblem”.

      Solche Schlagzeilen werden in Kürze dazu führen, dass ich derartige Medien meiden werde. Noch tue ich mir – warum auch immer – zumindest diese Aufmacher an, ohne dann der Text zu lesen. Das werde ich auch abstellen, weil es einfach in den meisten Fällen inhaltslos und polemisch ist. Deswegen habe ich auch absolut Verständnis, wenn man denen so wenig wie möglich Futter gibt.

      1. Sebastian

        gebe ich dir in allen Punkten recht, ich habe mich auch eher als SZ-Abonent über die inhaltslosen Aussagen aufgeregt.
        War halt in den letzten Jahren mit solchen “Exklusiv-Ganzseiten”-Interviews andere Sachen gewohnt.
        Bswp. das Interview von Lahm vor 6 Jahren (kein Linksverteidiger, Bayern hat kein System für Jahre hinaus, ect.)
        Klar dass der KHR so wenig wie möglich preisgibt. Rückblickend war ja die Abteilung Attacke auch der Uli alleine…

  2. Bayernexpat

    Finde das SZ interview gar nicht schlecht. Was soll es den bitte in der Öffentlich mehr geben als Floskeln?

    Mandzukic, 20 tore in allen Wettbewerben fuer Atletico glaub ich. Habe allerdings nicht viele La Liga Spiele angeschaut diese Saison, aber das hört sich doch durchaus gut an. Stürmer sind halt Sensibelchen. Wenn man dann noch bedenkt das Pep’s system nicht allzu stuermerfreundlich ist, wird es auf jeden fall nicht leicht nen Pizarro ersatz zu finden dem man auch 10-15 Tore pro saison zu traut.

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