MUNICH, GERMANY - MARCH 17: Goalkeeper, Florian Mueller of FSV Mainz looks dejected after Robert Lewandowski of Bayern Munich scores his teams first goal of the game during the Bundesliga match between FC Bayern Muenchen and 1. FSV Mainz 05 at Allianz Arena on March 17, 2019 in Munich, Germany. (Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images)

Rehabilitierung geglückt! Bayern besiegt Mainz mit 6:0

Christopher Trenner 17.03.2019

Die Niederlage am vergangenen Mittwoch tat weh. Sie zeigte der Mannschaft von Niko Kovač die sportlichen Grenzen auf.

Falls ihr es verpasst habt

Es war das letzte Spiel vor der Länderspielpause, aber Niko Kovač rotierte wenig und brachte im Vergleich zur Partie gegen Liverpool Boateng, Goretzka und Coman. Die in der Champions League gesperrten Kimmich und Müller begannen ebenfalls. Dadurch ergaben sich in der Summe dann doch fünf positionsgetreue Wechsel.

Sandro Schwarz auf der Gegenseite nahm drei Wechsel im Vergleich zur 0:1-Heimniederlage gegen Gladbach vor: Hack verteidigt für Aaron. Mateta und Onisiwo sind in der Sturmreihe für Ujah und Quaison aufgeboten. Taktisch ergab sich ein 4-1-4-1-System, welches ohne Ballbesitz zum erwarteten 4-5-1 wurde.

Dominante 45 Minuten

Die Münchner spielten von Beginn an mit viel Druck. Mainz 05 verteidigte ab der ersten Spielsekunde am eigenen Strafraum. Es sollten früh keine Zweifel aufkommen, wer diese Partie gewinnen wird. Bereits in der 3. Minute gingen die Bayern in Führung. Nach einer Flanke von Alaba, verliert Latza Lewandowski im Zentrum, der polnische Stürmer schaltet schnell und trifft mit dem Außenrist ins kurze Eck. Es war bereits der 18. Saisontreffer.

Nach der Führung spielten die Bayern weiter nach vorne. Lewandowski scheiterte an Müller (5.) und wenig später Coman (12.) am Pfosten.

Nach der schwungvollen Anfangsphase zogen sich die Bayern ab der 15. Minute etwas zurück und verteidigten tief stehend. Dadurch kam Mainz zu längeren Ballbesitzphasen. Gleichzeitig wirkte das Spiel der Mannschaft von Niko Kovač nicht mehr so dominant. Mainz kam in dieser Phase auch zu Abschlüssen. Die beste Möglichkeit hatte Öztunali in der 24. Minute. Sein Schuss aus 17 Metern, verfehlte das Tor nur knapp.

Auf der Gegenseite mussten sich die Fans bis zur 31. Minute gedulden. James zirkelt kurz vor der Strafraumkante den Ball knapp über die Latte. 90 Sekunden später machte es der Kolumbianer besser. Nach einer Halbfeldflanke von Kimmich, lässt Goretzka den Ball im Strafraum abtropfen. James brauchte nur noch einschieben. Die nicht unverdiente Erhöhung (33.).

Es war der 12. Treffer in der Bundesliga. Er überholt damit “El Tren”, Adolfo Valencia. Der Kolumbianer kam auf 11 Tore für den Rekordmeister, der von Franz Beckenbauer liebevoll “der Entlauber” genannt wurde, weil er in einem Trainingsspiel so häufig über das Tor schoss und angrenzenden Bäume traf.

In der 39. Minute ging das Frust abschütteln weiter. Thiago erobert im Zentrum einen 50:50-Ball. Die Mainzer rechte Abwehrseite war völlig offen. Coman nahm Tempo auf, zog nach innen und verwandelte sehenswert ins lange Eck. Das 3:0.

Die Bayern zeigten sich äußerst effektiv vor dem Tor. Sechs Torschüsse brachten drei Tore. 13 Abschlüsse waren es insgesamt.

Die zweite Halbzeit – ebenfalls in Bayern-Hand

Sandro Schwarz reagierte in der Halbzeit und wollte das Mittelfeld stärken. Er brachte Kunde für Boetius. Gebracht hat es zunächst wenig. Süle hatte kurz nach Wiederanpfiff bereits eine gute Abschlusschance. Wenig später machte es James besser. Der Kolumbianer wird von Boateng mit einem Diagonalpass bedient, James zog nach innen und traf ins lange Eck (51.).

Nur vier Minuten später war es erneut James, der bereits seinen dritten Treffer an diesem Abend erzielte. Hack, der an diesem Abend eine gemischte Vorstellung bot, verlor den Ball direkt am eigenen Strafraum gegen Müller. James schnappte sich die Kugel und überlupfte den Mainzer Torwart.

Niko Kovač wechselte und brachte für Alaba den Wintertransfer Alphonso Davies. Wenig später kam noch Ribéry für Kingsley Coman.

In der 70. Minute erlebten die Fans in der Allianz Arena eine Premiere. Die Münchner konnten sich abermals durch den Strafraum kombinieren. Lewandowski scheiterte frei vor Müller, doch Davies kam zum Nachschuss. Der Ball schlug im Netz ein. Es war bereits das 6:0. Zugleich war er der erste Spieler der 2000er-Generation, der ein Tor für die Bayern erzielte.

Anschließend trudelte die Partie aus. Der FC Bayern schlägt Mainz mit 6:0. Es war die höchste Bundesliganiederlage für Mainz. Auf der anderen Seite holten sich die Münchner die Tabellenführung zurück, die sie für knapp 24 Stunden an Dortmund ausgeliehen hatten. Bei einer Tordifferenz von +7 für den Rekordmeister, fiebert alles auf das Spitzenspiel am 6. April hin.

Dinge, die auffielen

1. James betreibt Eigenwerbung

Fast alle Spieler des FC Bayern spielen jetzt auf Bewährung. Den Münchnern wird ein größerer Umbruch bevorstehen. Das lässt sich nicht wegdiskutieren. Direkt damit verbunden, ist die Personalie James. Die Münchner besitzen eine Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro. Viel Geld, keine Frage.

An diesem Abend zeigte James, warum sich der Vorstand des FC Bayern diese Überlegung leicht machen könnte. James erzielte drei Tore. Eines schöner als das andere. Hinzu kamen die meisten Abschlüsse (6) und die meisten Key Pässe (3).

James betrieb Eigenwerbung. Keine Frage. Von den Fans gab es zur Auswechslung Standing Ovations.

2. Offensive wird manchmal doch belohnt

Die Münchner begannen die Partie mit maximaler Aggressivität. Es sollte keinen Zweifel geben, wer diese Partie gewinnt. Umso bitterer, dass sich der FC Bayern gegen Liverpool so passiv zeigte. Sicherlich hätte es mit einem Sturmlauf keine Garantie auf einen Sieg und dem damit verbundenen Weiterkommen gegeben. Die Fragen werden dennoch bleiben. Hätte es mit einer anderen Taktik eventuell mehr Chancen auf ein Weiterkommen gegeben?

Dass es geht, zeigten die letzten Bundesliga-Ergebnisse. Drei Partien in Folge mit fünf oder mehr Toren ist noch keiner Mannschaft in der langen Zeit gelungen. Wie konnte diese Mannschaft in der Champions League ohne Abschluss bleiben?

Immerhin konnte widerlegt werden, dass es jetzt für den FC Bayern in der Bundesliga dahin läuft. Die Meisterschaft und der DFB Pokal sollen an die Isar geholt werden.

3. Süßer Vogel Jugend, der Abend wirft längere Schatten

Es ist nach wie vor schwer Jugend-Profi beim FC Bayern zu sein. Selbst im Angesicht des sicheren Sieges, bekommen Nachwuchsspieler wie Lars Lukas Mai und Renato Sanches wenig bis gar keine Spielzeit. Einzig Alphonso Davies durfte sein Können unter Beweis stellen. Warum beim Stand von 4:0 bzw. 5:0 Ribéry und Rafinha eingewechselt werden müssen, ist nicht gänzlich nachvollziehbar. Gerade weil die Chancen durch das Ausscheiden in der Champions League auf Rotationsminuten weiter gesunken sind.

Soll es einen Umbruch in der nächsten Saison geben, wünscht man sich gelegentlich mehr Mut. Gerade, wenn der Gegner klar beherrscht wird.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Gegen Liverpool standen Müller und Kimmich nicht zur Verfügung. Ich halte das in der Offensive schon für einen wesentlichen Faktor.

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Halte ich auch. Wollte den Finger aber dennoch mal in die Wunde legen.

    2. Und leider auch zweimal mit dem nur begrenzt einsatzfähigen und in Form befindlichen Coman.
      Führt zu dem Punkt den wir schon öfter diskutierten. Die gedachte erste Mannschaft, fit und in Form, hat nach wie vor eine beträchtliche Stärke. Aber dahinter kann es sehr schnell, sehr dünn werden.

      1. Ja und das Problem löst sich nächste Saison.

        Pavard, CB/LB X, Winger X, Stürmer X und Tolisso kommt auch zurück.

      2. Pavard dann als RV?

      3. @Beobachter

        Das weiß niemand so genau. Es würde sich doch anbieten den deutlich größeren und defensiveren Pavard als Stamm RV spielen zu lassen und Kimmich als Alonso-Double in einem 4-1-4-1 auf die 6 zu stellen. Pavard wurde als RV immerhin Weltmeister. Davor dann Thiago auf die Halbacht und um den anderen Platz im Mittelfeld können sich dann James, Goretzka, Tolisso, Martinez und Müller streiten. Bei Verletzungen könnte Pavard IV spielen und Kimmich als RV. Hernandez (angenommen er wird verpflichtet) würde neben Süle agieren und wenn nötig Alaba als LV ersetzen, neben Süle würde dann wieder Pavard spielen und Kimmich wieder als RV.

      4. Bitte nicht Kimmich von der RV-Position holen. Frankreich wurde mit Pavard als RV Weltmeister, richtig, aber eben nicht wegen Pavard. Da überschätzt man den Neuzugang maßlos, wunderschönes Distanztor hin oder her. Er kann sich zu einem guten IV entwickeln, aber Kimmich ins ZM zu stellen, nur damit Pavard als RV spielen kann, halte ich für eine Selbstverstümmelung.

    3. Antwortsymbolseveralseasons Seite 17.03.2019 - 20:32

      Das stimmt, aber man muss auch offensiv spielen lassen.

    4. “Gegen Liverpool standen Müller und Kimmich nicht zur Verfügung”

      Das war in der Tat ein entscheidender Punkt, zumal ja auch Coman nicht von Anfang an dabei war.

      Stellen wir uns einfach mal kurz vor, Jupp Heynckes wäre noch Trainer und wir hätten genau die gleiche Abfolge von Spielen erlebt … dann würden wir hier höchstwahrscheinlich ganz anders diskutieren, sinngemäß so:

      “Ausgerechnet im Rückspiel gegen den letztjährigen CL-Finalisten fehlt die eingespielte Achse Kimmich-Müller, die in der BL zuletzt so effektiv das Offensivspiel beflügelt hat, dazu noch Coman nur bedingt einsatzfähig. Und prompt macht der Ersatz Rafinha im Verbund mit Neuer einen Patzer, durch den Mané mit einem Geniestreich uns auf die Verliererstraße bringt. Mit dem mangelnden Spielaufbau von Rafinha und der altersbedingt mangelnden Geschwindigkeit von Ribery kannst Du halt gegen einen Gegner vom Kaliber Liverpool keinen dauerhaften Druck aufbauen …”

      Jetzt herrscht überall der Grundtenor vor, Kovac ist schuld, weil er zu defensiv hat spielen lassen … nun weiß ich natürlich nicht, welche Anweisungen er der Mannschaft gegeben hat – aber es scheint mir durchaus realistisch anzunehmen, dass die Jungs schon versucht haben, ein Offensivspiel aufzuziehen, es halt nur nicht funktioniert hat – weil der Gegner zu stark war.

      So wie ja umgekehrt in der BL der Vorwurf an WOB und Mainz gerne lautet, sie hätten sich kampflos ergeben – auch da sehe ich es eher andersherum: wenn der FC Bayern in nahezu Bestbesetzung mit unbedingtem Siegeswillen ins Spiel geht und 90 Minuten lang Vollgas gibt, siehst Du als Durchschnitts-BL-Mannschaft einfach kein Land.

      Damit will ich jetzt nicht unbedingt Kovac verteidigen – ich finde es nur immer wieder erhellend, mal die Perspektive zu wechseln. Und wenn man
      ohne Betrachtung der Vorgeschichte auf die aktuelle Situation schaut, muss man konstatieren: in der BL läuft’s, auch spielerisch, und gegen Liverpool kann man ausscheiden; es fällt lediglich auf, dass daer Ausfall bestimmter Spieler aktuell nicht adäquat kompensiert werden kann, und Manuel Neuer nach wie vor noch nicht wieder auf dem Top-Level ist, wo er auch alle Unhaltbaren entschärft und dadurch alleine Spiele gewinnt.

  2. Phonzie <3

    Der Beginn der Legende! 17.03.2019 Ich war dabei.

    Und man sieht, Müller bleibt der wichtigste Mann auf dem Platz. Ja, es sieht alles nicht mehr so genial aus, wie vor 8,9 Jahren, aber man, wenn er nicht das Gesicht und die Seele des Vereins ist, dann weiß ich nicht wer es sein soll.

    Erobert den Ball, wird dafür gefoult und noch im Liegen wird sich mit dem Mitspieler gefreut. Einmalig!

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    1. AntwortsymbolJohnny Ritter Seite 18.03.2019 - 18:56

      Du vor 8/9 Jahren fing es maximal grad an gut auszusehen … von 13 bis 16 tät es das dann auch. Was Bayern München da aktuell betreibt kann ich an Fussball auch in Florida bekommen !!
      Ein Spiel gegen eine durchschnittliche BL Mannschaft zu gewinnen könnte auch dem VFB Stuttgart gelingen !!
      Aber gut … man scheint sich offensichtlich eh nich mehr für’s internationale zu interessieren.
      Dann wird’s für viele demnächst ja ein Fteudenfest geben … wenn der Weltsupergegner Heidenheim (Brenz) kommt … vielleicht wird ja auch das ein Fussballfest für Bayern München

  3. Warum bei so einem Spielstand Ribery und Rafinha.Deutlicher kann man es dem nachwuchs doch nicht mehr machen, dass man ihm nichts zutraut.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Stimmt, deswegen wurde in der 59. Minute Alphonso Davies eingewechselt.

      Was soll dieser Hate gegen Rafinha immer? Er ist ein vollwertiger Bayernspieler und darf erwarten eingesetzt zu werden. Ribery sowieso.

      1. Die Chance war da Sanches und Mai mal ein paar Minuten zu geben. Das richtet sich weniger gegen Ribéry und Rafinha, aber beide sind nächstes Jahr nicht mehr da. Die jungen Spieler im Idealfall schon, daher ist der Wunsch verständlich, dass diese ein paar Minuten bekommen.

      2. Das heißt dann also im Umkehrschluß, das Spieler wie Mai und Sanches das nicht sind. Dann wird es aber höchste Zeit, sie zu verkaufen.
        Vielleicht sollte man stattdessen mit den beiden anderen noch mal um zwei Jahre verlängern.

        Wenn man bei einem solchen Spielstand den jungen Spielern schon keine Chance mehr gibt, wann denn dann.
        In der Vorbereitung wurde mit den Nachwuchsspielern – und zwar nicht nur mit einem in der Startaufstellung – der HSV, Erstligaabsteiger und Zweitligist geschlagen. Gegen die Regionalligisten im Pokal waren sie dann offenbar wieder nicht gut genug.

        Ich habe weder etwas gegen Ribery oder Rafinha.
        Aber wir befinden uns im Endspurt der Saison.
        In gut zwei Monaten ist die Saison Geschichte. Dann sind bei allen Verdiensten auch Ribery und Rafinha als Spieler vermutlich Geschichte. Wann dürfen wir denn damit beginnen, möglichen potentiellen Spielern der nächsten Saison Spielpraxis zu geben, ohne die “Verdienten” zu verärgern.
        Ein Rafinha hat am Mittwoch fast 90 min durchgespielt. Da hätte er das heutige Spiel sicherlich auch auf der Bank ohne größere psychische Schäden überstanden.
        Aber natürlich ist der Einastz in so einem Spiel wie heute in den letzten 30 Minuten für die beiden von eminent wichtiger, um nicht zu sagen essentieller Bedeutung.
        Ob ein Sanches oder Mai spielen – wen interessiert das schon! Weg damit, braucht keiner! Reine Bankfüller!
        Da stellt sich lediglich die Frage, warum man solche Spieler überhaupt holt oder mit Profiverträgen ausstattet.

      3. Ich seh schon, wir nähern uns dem Normalzustand. Nach einem 6:0 muss man schließlich immer noch was finden, über das man meckern kann.

      4. Naja, Mai wird wahrscheinlich den Profivertrag in erster Linie wegen der Regel für eigenausgebildete Spieler haben.

        Mich würde es auch freuen, wenn Sanches mal durchstarten würde. Aber es kann halt auch sein, dass er im Training nicht überzeugt. Vielleicht reichts für Bayern einfach nicht. Ich hatte bisher schon den Eindruck, dass Kovac in drier Regel nach Leistung aufstellt, da z.B. Coman und Gnabry, wenn sie fit waren, Ribéry/Robben vorgezogen wurden.

    2. Berechtigte Frage.
      Hat mit Meckern nichts zu tun.
      Es ist ja auch nicht so das man Rib und Rafa in Schwung halten muesste fuer die restlichen 10 Spiele.

      Kovac hat ja immer immer wieder gesagt das wenn der Spielstand es erlaubt junge Spieler reinkommen

      Davies hat er gemacht, Sanches Mai etc nicht.

    3. Dem Grundtenor kann ich folgen, vor allem, weil ich finde, dass auch ruhig ein Früchtl seit 2 Jahren wirklich mal Spielpraxis braucht. Klar, Torhüter in einem Spiel zu wechseln ist immer gewagt, aber wie soll die Zeit nach Neuer aussehen, die vielleicht schon näher rückt, als das viele vor einem Jahr erwartet hätten.
      Nun aber zur Forderung nach Sanches: ich möchte ihm nichts böses, aber die Qualität für Bayern hat er nicht und wird er auch nicht bekommen. Verkaufen und nicht noch mehr Einsätze fordern. Man sollte manche Dinge auch realistisch sehen und eingestehen, dass er ein absoluter Fehlkauf war.

      1. @ Memphis:

        Früchtl spielt regelmäßig – und zwar genau in der Mannschaft (in den Mannschaften), die seiner aktuellen Leistungsstärke entsprechen.

        Dass Sanches sehrwohl die Qualität hat, um auch bei Bayern ein absoluter Leistungsträger zu sein, hat er am Mittwoch gezeigt. Eingewechselt, als alle anderen nur noch die Köpfe hängen ließen, zeigte er einige schöne Aktionen – mit einer Dynamik und Wucht, die wenige seiner Bayernkollegen haben …

        Lasse Mai: Ist auch noch weit hinter einem Davies oder gar Sanches einzuordnen. Vlt. in 1-2 Jahren (nach einer Ausleihe?) eine Option für den FCB … jetzt noch nicht!

      2. Danke Peter erstmal für deine Antwort!

        Bei Früchtl sehe ich’s anders. Bereits letzte Saison gab es im Endspurt genug Einsatzmöglichkeiten. Wenn man von seinem hohen Veranlagungen aus geht, wird’s Zeit, dass er Erfahrung sammelt, auch auf höherem Niveau. Hoeneß spricht ja immer davon, keine jungen Spieler zu verbrennen. Das sollen sie auch nicht (wir erinnern uns an den Erwartungsdruck bei Rensing oder die hohe Messlatte an Kraft), aber so wird er niemals die Chance haben sich zu entwickeln. Ich spreche nicht davon, dass er von heute auf morgen Manu beerben soll, aber was spricht dagegen ihm ein paar Einsatzzeiten zu ermöglichen. Vor allem hat mich das aber letzte Saison gewurmt ^^
        Bei Sanches, tut mir Leid, sehe ich’s anders. Ja, sein ersten Aktion waren energisch, aber mehr auch nicht. Stattdessen gab er nach 5min auf und lief wenig motiviert zurück, wie es glaube ich auch im anderen Artikel in den Kommentaren angemerkt wurde. Sein Zug auf diesem Niveau ist abgefahren. Vergleiche ihn mit einem ähnlichem Box-to-Box-Playertyp wie Goretzka. Ich persönlich finde, da ist mindestens eine bis zwei Klassen Unterschied.

  4. Eine starke Reaktion!
    Für sich betrachtet ist es nun keine besondere Heldentat Mainz zu schlagen. Nach dem CL-Aus, was immer für unkalkulierbare Reaktionen gut ist, dann allerdings in Form und Ergebnis zu überzeugend zurückzuschlagen und gleich noch was für’s Torverhältnis zu tun? Das war nicht selbstverständlich und vorauszusetzen.
    James natürlich der Mann des Tages. Drei Tore, schöne Pässe, klasse Verlagerungen und auch defensiv sehr oft noch den Fuß reingebracht.
    Coman heute mit seinem Tor mit dem besten Schuß bisher in unserem Trikot. Ich hoffe mal das war kein Zufall, sondern das Ergebnis fleißigen Übens. Ansonsten braucht er wohl noch die eine oder andere Woche um in Topform zu kommen.
    Kimmich, der zwischenzeitlich mal etwas durchhing, ist seit einigen Wochen wieder ganz deutlich im Kommen.
    Und schön natürlich das Tordebüt von Davies. Interessante Variante ihn da als LV aufzubieten. Insgesamt mit einigen guten Aktionen, darf wiederkommen.

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    1. “Coman heute mit seinem Tor mit dem besten Schuß bisher in unserem Trikot.”

      So einen ähnlichen Gedanken hatte ich auch, als er das Ding trocken reingehämmert hat :D vielleicht wird’s ja noch was mit Abschlussqualitäten + Kingsley, ich drücke die Daumen!

  5. Ich bin mir recht sicher, dass Goretzka den Ball James bei dessen erstem Tor vorgelegt hat…
    Ansonsten war wohl deutlich zu erkennen, dass die Mannschaft versucht hat, sich den Kopfschmerz vom Liverpool-Spiel „rauszuspielen“!

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    1. Danke – ist gefixt.

  6. severalseasons Seite 17.03.2019 - 20:29

    Gleich 2x Tore nach Robben-Move, und der war nicht mal auf dem Platz! Durch Coman haben wir jetzt auch die spiegelverkehrte Variante im Repertoire, das ist doch mal ne Nachricht. Für Davies freut es mich auch sehr, dass er nach Einwechslung traf.

    Der Kader ist gut, wenn man die Spielweise nach den Möglichkeiten auslegt, die er bietet nicht und ihn nicht in ein Prokrustes-Bett zwingt. Die Kombination Alaba/Coman könnte uns noch viel Freude machen, hab ich den Eindruck.

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    1. Der Kader ist für die Bundesliga und Pokal gut, aber ob der auch internationalen Ansprüchen gerecht wird?

      1. Antwortsymbolseveralseasons Seite 17.03.2019 - 21:05

        Diese Saison nicht mehr, obwohl ich glaube, man hätte Liverpool durchaus schlagen können, wäre man mit ein wenig mehr Überzeugung zu Hause aufgetreten.

  7. willythegreat Seite 17.03.2019 - 20:43

    Erst mal zur Einschätzung: Ich bin kein Fan von Kovac und auch sehr skeptisch, ob er der richtige Trainer für Bayern ist. Ählich skeptisch war ich übrigens auch bei Ancelotti und da sollte mich meine Skepsis dann doch nicht täuschen. Was mich allerdings mittlerweile maßlos aufregt, ist, das man alles Negative, was diese Saison passiert, nur Kovac anlastet und selbst die guten Dinge noch bekrittelt. Der heutige Artikel ist da mal wieder ein gutes Beispiel:
    Im Artikel wird eine Serie, die es so in der Bundesliga noch nie gegeben hat, nämlich 3 Spiele in Folge mit so vielen Toren, ausschließlich als Anlass genommen, den Finger erneut in die Wunde vom Mittwoch zu legen. Hat Kovac also gar nichts damit zu tun, dass man zuletzt drei Gegner nach allen Regeln der Kunst zerlegte?
    Nach dem 3:3 gegen Düsseldorf stand Bayern bei 24 Punkten und einem Torverhältnis von 23:17. Nach 12 Spielen war das schon blamabel. In den darauf folgenden 14 Spielen holte Bayern 39 Punkte (von 42 möglichen) bei einem Torverhältnis von 45:10. Bei aller verständlicher Skepsis oder sogar Antipathie gegenüber Kovac: Das sind überragende Zahlen und die kann man nicht nur mit Glück und Anti-Fußball erreichen. Wäre allerdings zu viel verlangt, diese Zahlen mal in einem Artikel zu benennen, da sie nicht zum negativen Grundtenor passen würden.
    Trainern wie Guardiola und Heynckes sprang und springt man noch in der Nachbetrachtung immer gerne beiseite, wenn man gegen namhafte Teams ausschied. Speziell die Personalsituation wurde dabei häufig als Argument herbeigeführt, warum es dann doch nicht reichte. Selbst wenn mal nur ein Thiago (Madrid 2014) oder nur ein Coman (Madrid 2018) fehlten, kam das beinahe schon einer Generalabsolution für die Trainergötter gleich. Am Mittwoch fehlte einer der torgefährlichsten Außenverteidiger der CL (Kimmich), genauso wie Thomas Müller, der nicht nur einer der besten Torschützen in KO-Spielen ist, sondern auch enorm wichtig für das Mannschaftsgefüge, weil er das Gegenpressing mit organisiert und als Kämpfer vorangeht. Zudem war Coman auch noch keine Option für 90 Minuten. Von Robben und Tolisso rede ich mal gar nicht. Das sind aber schon Ausfälle, die nur schwer zu kompensieren sind und die sich vielleicht auch auf die taktische Ausrichtung der Mannschaft auswirkten. Was zur Rehabiltierung von vorangegangenen Trainer oft auch noch herangezogen wurde, waren individuelle Fehler, wie z.B. von Bernat in Barcelona 2015 oder von Rafinha bzw. Tolisso/ Ulreich 2018 gegen Real. Wo bleibt dieses Mal das Argument, dass erst der Patzer von Neuer Bayern das Gegentor, das man vermeiden wollte, einbrockte?
    Noch einmal zum Schluss: Ich kann viele Bedenken teilen und auch mir gefällt die Entwicklung gewiss nicht zu 100%, aber wenn selbst nach einem Spiel wie heute in sehr vielen Punkten mal wieder nur auf dem Trainer herumgehackt wird (warum nicht am Mittwoch so gespielt?, warum nicht junge Spieler eingewechselt?….), dann finde ich das einfach nicht korrekt.
    Andere Trainer haben auch ihre Böcke in KO-Spielen geschossen und werden – wie im Fall von Pep und Jupp auch zurecht – dennoch an ihren Verdiensten gemessen. Bei Kovac habe ich mittlerweile das Gefühl, dass selbst im Falle eines Double-Gewinns noch immer nur das Negative hervorgekehrt würde.
    PS: Die Aussagen von Kovac zum Ausscheiden gegen Liverpool finde ich auch nicht deplatzierter als Peps “Die Bundesliga ist beendet” im Jahr 2014.

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    1. Der Artikel bezüglich der vielen Tore sagt nur etwas über die Schwäche der Bundesliga aus; nicht mehr und nicht weniger!

    2. –“Im Artikel wird eine Serie, die es so in der Bundesliga noch nie gegeben hat, nämlich 3 Spiele in Folge mit so vielen Toren, ausschließlich als Anlass genommen, den Finger erneut in die Wunde vom Mittwoch zu legen. Hat Kovac also gar nichts damit zu tun, dass man zuletzt drei Gegner nach allen Regeln der Kunst zerlegte?”

      Schon spannend.
      Ausgerechnet Kovac , der ja angeblich nur defensiv kann, stellt einen neuen Bundesligarekord auf.

    3. Ja der negative Grundtenor!
      Nur eines hast du offensichtlich vergessen – auch unter einem Guardiola gab es schlechte Spiele und auch da wurde kritisiert. Ob nach den CL- Spielen oder nach entsprechenden Liga- oder Pokalspielen.
      Nach der Saison 2012 wurde die Entlassung von Heynckes gefordert. Da gab es Kritik ohne Ende.
      Und auch das Saisonende 2018 wurde kritisiert, auch wenn da das Kapitel Heynckes praktisch schon beendet war.

      Kritik gibt es immer! Dann nimm dir als Beispiel die Nachwuchsförderung. Sieh dir doch einmal Statistiken an, wieviele Spielminuten – egal welcher Spielstand – Nachwuchsspieler in dieser Saison bekommen haben. Da war ja Ancelotti schon fast ein Förderer der Jugend dagegen.
      Wann wollen wir denn damit anfangen – am 34. Spieltag?
      Gut, der FCB hatte seine Delle im Oktober. Der BVB hatte seine Delle eben später. Jeder Verein hat seine Delle irgendwann.
      Und wieviele Spiele hat der FCB auch in der “stolzen Serie” seit Düsseldorf mit Glück oder Hängen und Würgen gewonen?
      Nein, alles war immer gut! Der Mittwoch war nur ein Versehen! Ironie aus!

      Wenn man – egal in welcher Phase der Saison und egal bei welchen Ergebnissen – nicht mehr kritisieren darf , Dann begeben wir uns doch gleich auf die ach so beliebte Ebene des “Friede,Freude, Eierkuchens”.
      Und zu kritisieren gab und gibt es nun wirklich genug!

      1. Stimmt, es gibt Leute, die sind nie zufrieden, haben immer was zu meckern und können sich nie “einfach mal freuen”.
        Können einem echt leid tun.

      2. Richtig! Wir spielen gegen den Tabellendreizehnten der Liga, der mit einer Bilanz von bisher 12 Niederlagen in dieser Saison ud einem Torverhältnis von immerhin 27 geschossenen Toren und 46 Gegentoren in 26 Spielen anreist. Da muss man natürlich bei dem Anspruch nach dem desaströsen Mittwoch das Double gewinnen zu wollen, froh sein wenn man diese Hürde zuhause nimmt.

        Keiner sagt, dass die Mannschaft nicht gut gespielt hat und die von allen erwartete Reaktion gezeigt hat. Hatten wir ja auch schon anders.

        Und alles ist gut:
        Sanches wird verkauft, Mai wird den Weg eines Felix Götze gehen,braucht offensichtlich sowieso keiner!
        Seit Müller und Alaba hat letztlich keiner mehr eine Chance bekommen. Warum soll das dieses Jahr anders sein. Muss man auch nicht kritisieren. Ist seit 10 Jahren so und wird auch so bleiben.
        Wen schert schon der eigene Nachwuchs! Wir haben Mainz geschlagen nur das zählt.
        In gut zwei Monaten ist die Saison gelaufen. Die Vereinsführung wird es schon richten, was soll man sich da Gedanken machen.

      3. Gerade diese Diskrepanz zwischen der Tatsache, dass die Bayern in 3 Ligaspielen 17 Tore schießen und das nicht gegen die Abstiegskandidaten, sondern zumindest gegen 2/3 Teams, die nächste Saison gerne international spielen wollen und könnten und auf der anderen Seite das Spiel gegen Liverpool, bei dem sie eigentlich keine nennenswerten Chancen hatten. Das muss kritisiert werden! Es geht nicht darum, der Kritik Willen dagegen zu sein. Es geht darum, dass wir gewisse Erwartungen haben, die dann nicht erfüllt werden. Leistungen wie am Mittwoch kann man nicht einfach in 24 Stunden abschütteln.

        Gleichzeitig ist es sehr sinnvoll gerade im Moment des Sieges auch kritisch zu sein. Das ist der Unterschied zwischen kurzfristigem und langfristigem Erfolg. Matthias Sammer hat ja immer antizyklisch reagiert. Bei Niederlagen hat er alles gelobt und bei Siegen sehr scharf die Lücken offen aufgezeigt.

        Ich persönlich bin seit dem unsäglichen 3-3 gegen Düsseldorf gegen Kovac. Er wird sich aus meiner Sicht nicht durchsetzen können, weil er auch nächste Saison ähnlich statische Mechanismen umsetzen wird, da aber die Erwartung der Bosse auch ganz andere sein werden. Spätestens wenn die CL wieder so früh beendet wird, wird es für ihn sehr sehr eng werden.

        Die Schwäche der N11 und eigentlich der gesamten Bundesliga hat aus meiner Sicht auch damit zu tun, dass zu viele keine Kritik anhören wollten. Wenn man Kritik nicht akzeptiert, will man auch nichts ändern. Es geht nie darum, alles auf den Kopf zu stellen. Aber man muss immer punktuell verbessern!

      4. Antwortsymbolwillythegreat Seite 18.03.2019 - 13:00

        @Anton: zum Thema Jugendförderung noch ein paar Gedanken:
        Du bezeichnest Ancelotti im Gegensatz zu Kovac als Förderer der Jugend? Den Ancelotti, der erst auf Druck von oben Kimmich einsetzte und der es fast geschafft hätte, dass Coman wirkte, als ob er das Fußballspielen verlernt hätte. Den Ancelotti, der ein Mitgrund dafür war, dass Renato Sanches nach einem Jahr Bayern ein psychisches Wrack war. Na herzlichen Glückwunsch zu deiner Einschätzung.
        Beim Thema Nachwuchsförderung habe ich da eine Meinung, mit der man natürlich nicht übereinstimmen muss. Ich bin der Meinung, dass wir in den letzten Jahren keinen Spieler hervorgebracht haben, der annähernd das Niveau hat, um sich bei Bayern durchzusetzen. Es ist ja nicht so, dass wir beim wöchentlichen Blick in die anderen Stadien regelmäßig in Tränen ausbrechen müssten, weil verkannte Spieler aus der Bayernjugend bei anderen Klubs für Furore sorgen würden. Vor ein paar Jahren konnte man sich nur ans Hirn fassen, wie man einen Mats Hummels abgeben konnte. Fällt dir ein Spieler ein, bei dem dies seitdem wieder einmal der Fall war? Einzig und allein bei Emre Can könnte man sagen, dass er sich so entwickelt hat, dass er es auch bei Bayern packen könnte. Ansonsten ist für mich hier absolut klar, dass die Spieler, die jetzt nicht mehr bei Bayern sind (Götze, Dorsch, Höjbjerg, Friedl……) keine Verluste sind, weil sie eben nicht das Niveau für uns haben. Hätten sie es, dann müssten sie doch zumindest jetzt bei ihren Klubs zeigen, dass sie besser sind, als die Bayernverantwortlichen sie einschätzten. Ich bin auch der Meinung, dass Trainer, die diese Spieler häufig bei der Trainingsarbeit beobachten können, einschätzen können, ob sie sich für Einsätze in der 1. Mannschaft eignen würden. Wir sind nun mal in einer Situation, in der jeder Punktverlust fatal sein kann. Jugendliche einzusetzen, die dann durch Fehler Punktverluste bedeuten, ist momentan einfach nicht drin. Das liegt natürlich auch an Kovac und dem Leistungseinbruch der Mannschaft im Herbst, aber auch daran, dass wir heuer einen Konkurrenten haben, der überdurchschnittlich punktet. Das war in den letzten Jahren nicht der Fall. Sowohl Heynckes in seinen beiden letzten Spielzeiten, als auch Pep in fast jeder Saison und auch Ancelotti in seinem einzigen kompletten Jahr, hätten sich den Luxus leisten können, auf junge Spieler zu setzen, weil sie ab März keinen Druck mehr in der Liga hatten. Haben sie es gemacht? Allerhöchstens dann, wenn man die etablierten Spieler wegen der CL schonen wollte, aber auch nicht aus Überzeugung.

    4. Es ist ja nicht so, dass gerade viele Trainer auf dem Markt sind, die zum FC Bayern passen. Insofern gäbe es gerade nur Wunschkandidaten. Auch ich denke – auch wenn ich Kovac mag – dass er nicht der richtige Trainer für die Roten ist. Ich kann einfach keine „Vision“ sehen, die die Mannschaft weiterbrächte.
      Trotzdem, willythegreat, bin ich wie Du der Meinung, dass es mir hier etwas zu negativ zugeht – gerade im Hinblick auf die Tatsache, dass gegen LFC nicht ansatzweise die schlagkräftigste Truppe auf dem Platz stehen konnte!

  8. Einerseits freue ich mich über den deutlichen Sieg, an dem Double habe ich anders als noch im Herbst keine Zweifel mehr. Aber andererseits machte mich das grandiose Spiel heute sehr wütend. Wieso konnte man nicht schon am Mittwoch so spielfreudig auftreten? Kovac wollte erst defensiv stabil stehen, ok na gut, aber spätestens beim Gegentreffer hätte man volle Möhre angreifen müssen. Die Spiele gegen Gladbach, Wolfsburg und Mainz lassen den Anschein erwecken als wäre die Bundesliga nur noch Österreich Niveau. Bayern schießt in drei Spielen in der Liga 17 Tore, gegen Liverpool aber gar keins und scheidet jämmerlich aus. Das finde ich sehr schade, wirft kein gutes Licht auf die Liga. Für Dortmund gilt das gleiche.

    Spätestens seitdem Zidane zurückgekehrt ist sollte klar sein, dass James verpflichtet wird. Dieser setzt nämlich keinen Pfifferling auf den James. Außerdem hat man heute gesehen wozu er fähig ist. 42 Mio sind außerdem ein Schnäppchen für so einen Spieler.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. +1 James muss gekauft werden!

    2. Wer immer diese Saison Deutscher Meister wird, darf sich einäugiger König unter all den Blinden nennen.

    3. Die zoegerlichen zweideutigen Anteorten von UH und Kovac deuten auf Zweifel hin.
      Nur KHR hat sich klar positioniert.
      Und Hassan schwimmt mit den Gezeiten.

      Denke unterm Strich zahlen die Leistungen gegen die Top Teams mehr als gegen M05.

      LFC war ein Totalausfall.
      Wie spielt er gegen den BVB?
      Wie spielt er im DFB Finale?
      Denke davon machen sie es unabhaengig.

      James ist eigentlich ein sehr erfahrener Spieler, Kapitaen der kolumbianischen NM, jetzt die zweite Saison bei uns, und deshalb jemand der den Verlust von Senioritaet durch die RibRob abgaenge ausgleichen muesste.

      Auf der anderen Seite fehlten gerade die Impulse von ihm letzten Mittwoch.

      Haette es ein Havertz in so einem Spiel besser gemacht?

      Viele vergessen das man nur mit jungen Spielern nix gewinnen kann.

      Nach den Abgaengen von Basti Philipp und Xavi und den quasi Totalausfaellen von RibRob fehlt uns die Erfahrung und Qualitaet, kombiniert mit der Kovac Taktik, wie man solche Spiele wie Gegen LFC gewinnen muss.

      Wenn man James ziehen laesst ist die Frage wer den Part uebernimmt.

      Sehr viel haengt mit der Kaderplaning insgesamt zusammen bzw.mit der Spielphilosophie.

      Spielt Kimmich doch in Zukunft auf der 6?
      Dann koennte sicherlich Thiago derjenige sein.

      Wir koennen nur raten.

  9. Super Reaktion der Spieler. Bin d’accord das man bei dem Spielstand unsere jungen Spieler bringen sollte.

    Fuer RibRob Rafa ist es eigentlich gelaufen.
    Sanches wird m.E. verkauft genau wie Boa.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. fände es schade wenn es einig es geht ohne dass er mal als außenverteidiger getestet wurde. Irgendwie habe ich das Gefühl da wäre doch noch einiges an Potenzial :seine Körperlichkeit seine Schnelligkeit. Für die Mitte fehlt ihm noch die Übersicht, das spielverständnis Punkt außerdem ist die Mitte keine Position wo du dich bei einem Club wie Bayern entwickeln kannst. Außen geht das schon eher, er wäre nicht der erste Spieler der außen anfängt und dann später nie Mitte wechseln

      1. Meine natürlich sanches

      2. Antwortsymbolseveralseasons Seite 18.03.2019 - 07:39

        Sanches als Außenverteidiger, das wünsche mir das schon die ganze Saison. Das ist genau der richtige Ansatz, würde viele Probleme auf eine sehr kreative Art lösen bzw. Entlastung schaffen, da wir uns gerade auf den Positionen ständig im Stress-Test befinden. Könnte mir gut vorstellen, dass das klappt, aber man muss auch mal Ideen haben und den Mut, was auszuprobieren.

      3. Gute Idee.
        Habe darüber noch nicht nachgedacht.
        Waere er besser als ein P.Max?
        Sanches hat irgendwie bisher auch unterm Strich zu wenig ueberzeugendes gezeigt.
        Irgendwie verbindet man mit ihm unnoetige Ballverluste die uns in Bedraengnis bringen.Aber anders wie Vidal, der durch aber nicht nur Feuer legen sondern dann auch loeschen konnte. Bei Sanches fehlt dann oft die Reaktion den Ball unbedingt zurückgewinnen zu wollen.

        Aber man sollte es einfach mal ausprobieren.

        Je nachdem wieviel wir investieren denke ich werden/muessen wir verkaufen.

        Ziel sind 200 Mio Netto Transferausgaben.
        D.H. wenn wir darüber hinausgehen muessen wir entsprechend verkaufen.
        Auf der anderen Seite sind sicherlich noch die Transfererloese von Vidal Rudy Bernat zu berücksichtigen.

      4. AntwortsymbolMarlene Dietrich Seite 18.03.2019 - 12:00

        @918: Meinst du den Augsburger AV Max?
        Was soll der bei Bayern?

  10. Hat Davies wirklich LV gespielt (kurzzeitig, bis Rafinha kam)?

    Jetzt wird ein Youngster in der 59ten Minute eingewechselt und es reicht manchen immer noch nicht.

    Bei Sanches befürchte ich, dass die Zeichen auf Abschied stehen. Er dürfte sich zwar etwas gefangen haben, wenn man den Vergleich zu seinem letzten Jahr bei Swansea zieht. Aber offenbar ist er einfach kein Mann für die Startelf – sondern allenfalls einer, den man für die letzten Minuten bringt, wenn ein frischer, kräftiger Spielertyp was rumreißen soll. Ich habe ein bisschen den Verdacht, dass Sanches auch deshalb seine Minuten bekommt, um seinen Marktwert nicht ganz kaputt gehen zu lassen. Es wäre auch für ihn am besten, wenn er einen Neustart in Portugal versucht. Vielleicht sollte man ihn für eine faire Ablöse ziehen lassen und für den Fall, dass er in ein paar Jahren durchstartet und zu einem großen Club wechselt, an der dann hohen Ablöse partizipieren. …

    Davies statt Mai und Sanches ist vielleicht ein Fingerzeig für die nächste Saison. Es kommen zwei neue IVer (ob die, die das jetzt spielen, einen geeigneten Club finden stelle ich nach der Löw-Entscheidung mal in Frage). D.h. Mai sollte sich auf eine Leihe einstellen – es wäre ein ERFOLG, wenn das klappt und er dann regelmäßige Einsätze hat (in welcher Liga auch immer).

    Eigentlich fände ich es ganz cool, wenn Kovac das Double schaffen würde – er wäre dann erfolgreicher als Ancelotti und Heynckes (bei seinem vierten Engagement). Selbst der “Übertrainer” Guardiola hat das Double nur einmal berechtigt (im Elfmeterschießen), einmal zu Unrecht (astreines Tor durch Hummels – noch für den BVB) und einmal eben nicht (BVB, auch im Elfmeterschießen) gewonnen.

    Antwortsymbol19 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ja hat er und er hatte eine tolle Ballerborerung auf der linken Seite auf Höhe unseres Strafraumes.

    2. Nachtrag, das Tor von Hummels kam nur nach einem unberechtigten Freistoß zustande.

    3. Mai wird sich nicht auf eine Leihe einstellen, sondern eher den Weg eines Felix Götze gehen und den Verein verlassen. Er wird den Weg all derer gehen, die seit einem Müller und Alaba nie eine Chance bekommen haben. Und das wird sich auch mit einem NLZ so schnell nicht ändern.

      Alles ist gut! Der Mittwoch war nur ein Versehen!

      Seit mttlerweile über 50 Jahren habe ich noch nie in München einen derart blutleeren und armseeligen Auftritt meiner Bayern gesehen.

      1. Ja, den Götze Felix, mit Geburtsort Dortmund, der es in dieser Saison, im Alter von 21 Jahren, auf 6 Bundesligaspiele gebracht hat, den vermissen wir hier wirklich total beim FCB. Mit ihm wäre es am Mittwoch sicher weniger blutleer und armselig abgelaufen.

        Lass mal gut sein. Nach 50 Jahren wäre es doch mal an der Zeit hier im Internet die Jugend ranzulassen.

      2. Seit 10 Jahren vermissen wir keinen mehr, weil erst gar keiner eine Chance bekommen hat.

        Und das gleiche gilt doch für unser hochnäsiges Scouting. Einen Mo Salah hat AS Rom für schlappe 15 Mio von Chelsea verpflichtet. Und der Überverein Southhampton hat sich einen Mane für knappe 23 von RB Salzburg geholt. Solche Luschen würde unser Verein doch niemals holen. Da holen wir doch lieber einen Sanches für 35 Mio, einen Götze, einen Rode, einen Weiser, einen Rudy und wie sie alle heißen.

        Und was kann ein Felix Götze für seinen Geburtsort! Sein Bruder ist in Memmingen im Allgäu geboren, hat es was genutzt? Ein Hummels ist in München aufgewachsen und hat von der U9 bis zu den Senioren beim FCB gespielt, bis ihn ein Klinsmann an den BVB verscherbelt hat.
        Und wäre ein van Gaal nicht gekommen, hätte er noch Alaba an Hoffenheim verhökert.
        Und seit van Gaal ist es vorbei.

        Und deine dümmliche Bemerkung mit Jugend und Internet kannst du dir sparen.

      3. Servus,

        zu Felix Götze muss erwähnt werden, dass er sich letzte Saison ganz schön gemausert hat und er bestimmt öfter in Augsburg spielen würde, wenn Augsburg nicht im Abstiegskampf stecken würde.

        Ich finde, die jungen Spieler werden hier zu negativ gesehen.

        Das sie nicht sofort auf dem Niveau von James oder überspitzt Messi spielen ist klar, aber sie können kicken und werden technisch und taktisch sehr gut ausgebildet.

        Was mir fehlt ist Mut.

        Mut, Mai spielen zu lassen, Sanches oder auch Jeong.

        Ich fand Sanches gegen Wolfsburg recht gut.

        Wir werden sehen, wie gut z. B. Dorsch im Pokal gegen uns spielen wird ;)

      4. @Anton:
        “Da holen wir doch lieber einen Sanches für 35 Mio, ”

        Den hat damals halb Europa gejagt und wir haben ihn für überschaubares Geld bekommen.
        Kritik an dem Transfer finde ich sehr unsachlich.
        Das war damals ein Meisterstück an Weitsichtigkeit.

      5. Nunja, ein “Meisterstück an Weitsichtigkeit” kann eigentlich nur etwas sein, dass auch in jenem Moment, auf den “weit geblickt wurde”, als gelungen zu bewerten ist. Ob dieser Moment bereits abschließend passiert ist, darüber lässt sich natürlich streiten – ich selbst sehe nach wie vor viel in Sanches und würde ihn gerne halten – natürlich nur, wenn er seinen Vertrag zu angepassten (erfolgsabhängigen) Konditionen verlängert. Im Moment muss man das Ganze jedoch vor allem mit einem Wort bezeichnen: Verspekuliert. (Das kommt davon, wenn der vereinsinterne Profi auf diesem Gebiet im Knast sitzt und daher nicht mit seiner Expertise dienen kann ;) )

        Nichtsdestotrotz war seine Verpflichtung damals proaktiv und mutig – und mir damit um Welten lieber, als die weniger weit zurückliegenden Transferperionden. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und wo nicht gehobelt wird, da fällt Alaba – und Goretzka muss Linksverteidiger spielen. (schön, dass da jetzt Davies ran durfte. Eine Geste von Kovac, die mir gefallen hat.)

      6. Tobi13, “den hat halb Europa gejagt” – und halb Europa ist mittlerweile froh, dass sie ihn nicht geholt haben. Einen Salah oder einen Mane hat keiner gejagt, aber wo die in der Rangliste heute stehen, dürfte bekannt sein. Und dahin zielte der Hinweis auf die Scouting-Abteilung. Was haben uns denn Spieler wie Rode, Rudy, außer einen starken Halbsaison Costa gebracht. Da streckt man jetzt die Fühler nach Spielern aus, weil sie bei renomierten Vereinen spielen oder gegen einen selbst. Ein Van Dyke wechselt von Groningen nach Glasgow und dan nach Southhampton, ehe Liverpool zuschlug. Warum Southampton und nicht der FCB. Und in dioesem Stil kann man sich mal bei anderen Vereinen gerne umsehen, wo in den letzten 3 – 4 Jahren Spieler, die heute zu den Topleuten gehören für kleine Geld eingekauft wurden. So ein Typ wie dieser Robertson, hat schlappe 3,5 Mio gekostet.
        Wäre doch auch eine nette AV-Alternative gewesen.

      7. @Anton:
        –“Ein Van Dyke wechselt von Groningen nach Glasgow und dan nach Southhampton, ehe Liverpool zuschlug. Warum Southampton und nicht der FCB. ”

        Den hatte bei Glasgow kein europäischer Top Club auf dem Zettel, aber dem FCB wirfst du das vor?
        Das Geschrei hätte ich damals gerne gehört, wenn der FCB einen Spieler verpflichtet, der bis dahin nur in zweitklassigen Ligen gespielt hat.
        Auf wen hätte man denn verzichten sollen für ihn?

        –” Und in dioesem Stil kann man sich mal bei anderen Vereinen gerne umsehen, wo in den letzten 3 – 4 Jahren Spieler, die heute zu den Topleuten gehören für kleine Geld eingekauft wurden.”

        Man kann aber auch einfach mal bei uns gucken.
        Z.B. Kimmich, Coman, Gnabry.
        Alles Topleute für überschaubares Geld eingekauft.
        Kovac wird vorgeworfen, dass er den Verein kleinreden würde, aber einige Fans sind da nichts besser.
        Wenn man manche Beiträge so liest, könnte man meinen, bei uns wären nur Stümper am Werk, während bei allen anderen Vereinen, die totalen Vollprofis sitzen.

      8. Tobi13, vergiss Goretzka nicht. Eines DER Mittelfeldtalente ÜBERHAUPT.

        Nennt mir mal einen Engländer oder Spanier, der die Position bekleidet und ähnlich talentiert ist. Da sieht es nämlich düster aus.

      9. @tobi13
        Um einen Verein wirklich erfolgreich dastehen zu haben, müssen ALLE Abteilungen top sein. Nicht nur Mannschaft, Trainer und medizinischer Stab. Da gehören die Marketing-Leute genauso dazu wie die Greenkeeper oder Vorstandschaft. Und eben auch das Scouting-Personal. Und da müssen wir alle mal ganz ehrlich sein – da hat der FC Bayern gehörig Nachholbedarf!
        Da müssen eben einfach mal Leute wie Salah oder Mané gefunden und verpflichtet werden!!!

      10. “–” Und in dioesem Stil kann man sich mal bei anderen Vereinen gerne umsehen, wo in den letzten 3 – 4 Jahren Spieler, die heute zu den Topleuten gehören für kleine Geld eingekauft wurden.”

        Man kann aber auch einfach mal bei uns gucken.”

        Dazu fast schon ein Funfact: Unsere Startelf gegen Mainz hat uns im Schnitt gerade mal so knapp über 10 Mio € pro Kopf gekostet.
        Da bekommt man nicht mal anderhalb van Dijks für!?

      11. Das ist doch genau der Punkt, den ich hier schon ein paarmal kritisiert habe. Die “kleinen” Transfers des FC Bayern laufen super, gleiches gilt für die zwei 20 Mio-Einkäufe Süle und Coman und für Thiago. Aber wenn wir ehrlich sind – seit Neuer (!) – das war 2011 – gab es doch keinen Großeinkauf mehr, der dauerhaft bei Bayern geblieben ist und hier seinen Marktwert so richtig steigern konnte. Ganz im Gegenteil – Götze, Benatia, Hummels, Vidal, Sanches, Martinez – manchen waren nie wirklich gut, manche ein, zwei Saisons, und, soweit man sie bereits verkauft hat, gab es regelmäßig 50% Verlust auf die gezahlte Ablöse. So war das zuvor mit Gomez, und so ging es die letzten Jahre weiter. Der Rekordtransfer Tolisso war im ersten Jahr Durchschnitt und ist im zweiten Jahr verletzt. Wenn der auch nicht einschlägt, gingen alle (!) großen Geschäfte daneben.

        Wenn man die Mega-Vertragsverlängerungen mit Boateng und Müller, beides Ende 2015, mit Transfers gleichsetzt, verstärkt sich der Eindruck nochmal. Boateng wäre man liebend gern schon im Sommer losgeworden, nur wollte niemand für ihn die geforderten 40 Mio. bezahlen. Jetzt wäre man wohl mit der Hälfte überglücklich. Müller als Identifikationsfigur kann man nicht verkaufen. D.h. man wird ihm bis 2022 viel zu viel Gehalt bezahlen.

        Die einzigen Spieler, die man überhaupt mit Gewinn verkaufen konnte, waren Costa und Mandzukic. Kleine Gewinne, so rund 10 Mio. Selbst Real Madrid ist inzwischen beim Verkaufen besser.

        Es war so um das Jahr 2014, da habe ich gedacht, Bayern macht die besten Transfers aller großen Clubs. Thiago für 24 Mio., Lewandowski ablösefrei .. wie schnell sich das ändern kann. Heute muss ich sogar dem Hamann (!) recht geben – Bayern hat die letzten Jahre einfach schlecht eingekauft.

      12. “Aber wenn wir ehrlich sind – seit Neuer (!) – das war 2011 – gab es doch keinen Großeinkauf mehr, der dauerhaft bei Bayern geblieben ist und hier seinen Marktwert so richtig steigern konnte. Ganz im Gegenteil – Götze, Benatia, Hummels, Vidal, Sanches, Martinez – manchen waren nie wirklich gut, manche ein, zwei Saisons, und, soweit man sie bereits verkauft hat, gab es regelmäßig 50% Verlust auf die gezahlte Ablöse.”

        @Wipf: Bislang bist du mir noch nicht in der Hinsicht aufgefallen, aber das ist doch Unsinn, oder? Du kannst doch nicht ernsthaft der Meinung sein, dass man beim Kauf eines Spielers im Bereich 28 – 30 Jahre ein paar Jahren später ein Transferplus erzielen muss? Oder doch? Oder habe ich das missverstanden?

      13. @Tobi13:
        “Den hat damals halb Europa gejagt und wir haben ihn für überschaubares Geld bekommen.
        Kritik an dem Transfer finde ich sehr unsachlich.
        Das war damals ein Meisterstück an Weitsichtigkeit.”

        Was ich nicht verstanden habe, waren die Transfers, die auf den von Sanches folgten.
        Man holt erst Sanches, der in meinen Augen ein Box to Box-Spieler ist.
        Im nächsten Jahr holt man mit Tolisso einen weiteren jungen Box to Box-Spieler.
        Ein Jahr darauf holt man mit Goretzka einen weiteren jungen Box to Box-Spieler.

        D.h. man hat drei junge ähnliche Spieler, die sich gegenseitig die Spielzeit wegnehmen.
        Diese Saison war Tolisso leider lange verletzt, wodurch das Problem entschärft wurde.
        Man kann darüber diskutieren, ob Sanches gut genug für Bayern ist.
        Aber selbst wenn er gut genug für Bayern sein sollte, hatte und hätte er es schwer auf Einsatzzeiten zu kommen.
        Ich verstehe da ehrlich gesagt die Transferpolitik nicht.

        Zumals es mit Vidal ja bis im letzten Jahr zusätzlich nochmal einen weiteren Box to Box-Spieler bei Bayern gab.
        Ich finde, dass die Situation für Sanches ziemlich undankbar ist.
        Ich könnte mir gut vorstellen, dass Sanches, wenn er statt zu Bayern zu einem Verein gewechselt wäre, bei dem er fix als Stammspieler eingeplant worden wäre, eine andere Entwicklung genommen hätte.

      14. @Dampfnudel:

        Nur kurz zu dem Thema “Box-to-Box-Spieler”:
        Goretzka wurde vermutlich nicht aufgrund seiner Position und seiner Art zu spielen verpflichtet. Auch nicht, weil er besonders gut ins “System” oder in der Kader passt.
        Man hat ihn geholt, weil er ein ablösefreier deutscher Youngster war, der nach dem Confedcup ziemlich gehypt wurde.
        Transfers nach diesem oder ähnlichem Muster wurden doch in den letzten Jahren immer wieder getätigt, da zumindest finanziell nur ein sehr geringes bzw. garkein Risiko besteht.
        Ähnliche Beispiele waren z.B. Rudy, Rode oder auch Kirchhoff.

      15. @K-Dog 41:
        “Goretzka wurde vermutlich nicht aufgrund seiner Position und seiner Art zu spielen verpflichtet.
        Auch nicht, weil er besonders gut ins “System” oder in der Kader passt.
        Man hat ihn geholt, weil er ein ablösefreier deutscher Youngster war, der nach dem Confedcup ziemlich gehypt wurde.”

        Ja, und genau das ist ein Problem in meinen Augen, weil das dazu führt, dass man auf einer Position ein Überangebot an Spielern hat, während man für andere Positionen zu wenig Spieler hat.

      16. @Dampfnudel:

        Ja klar, das sollte nicht heißen, dass ich dieses Vorgehen für gut empfinde.

        Bin da deiner Meinung, wollte es nur nochmal erwähnen, dass man das auch schon vorher gemacht hat, als z.B. Sammer noch im Amt war.

  11. Wie viele Trainer das sehen hat vor einigen Jahren Ancelotti sehr treffend beschrieben, im Zusammenhang mit der Ödegaard-Verpflichtung bei Real.
    Sinngemäß: “Wenn Perez sagt nimm diesen Jungen ins Trainingslager mit, wechsle ihn einmal ein, dann mache ich das. Ansonsten interessiert mich der Spieler nicht. Bis er soweit ist uns hier weiterzuhelfen, bin ich schon lange nicht mehr da. ”
    Ich fand das verblüffend ehrlich (hat er natürlich erst nach seiner Zeit bei Real geäußert), aber nicht wirklich überraschend. Was kann es z.B. einen Kovac interessieren, ob ein Mai in 2 oder 3 Jahren vielleicht mal ein BL-Spieler wird? Die durchschnittliche Verweildauer eines Trainers dürfte irgendwo zwischen einem und zwei Jahren liegen. Da hilft dir ein Spieler entweder sofort oder gar nicht.
    Als Trainer bei einem Verein wie Freiburg kannst du das vielleicht anders sehen. Weil du erstens keine andere Wahl hast und zweitens nicht mal bei einem Abstieg entlassen wirst.
    Aber bei einem Verein wie Bayern? Da ist einer wie van Gaal, der dann immer aufgeführt wird, nicht die Regel, sondern die große Ausnahme. Auch Pep und Jupp haben das in letzter Konsequenz nicht anders gesehen. Da wurden Jugendspieler auch nur eingesetzt, wenn die Meisterschaft durch oder die Personalnot mal wieder groß war. Effektiv war auch in diesem Perioden kein Spieler auch nur nah daran sich durchzusetzen.
    Und ich habe so das Gefühl, das wird sich in den nächsten 10 Jahren auch nicht groß ändern, egal wer der jeweilige Trainer ist.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Kleine Anmerkung dazu Jo: Was hat das für Konsequenzen, wenn ein Trainer wie z.B. van Gaal kontinuierlich Jugendspieler reinbringt und spielen lässt innerhalb einer Vereins, der gewisse Erfolge Saison für Saison verbuchen muss? Ein Punkteschnitt von 2,03, bei ManU einen noch desolateren von 1,81 (Kovac liegt aktuell bei 2,29). Wenn man als Verein ein gewisses Qualitätsniveau hat, funktioniert es aus meiner Sicht ab einem gewissen Punkt nicht mehr einfach Jungspunde reinzuwerfen, die zuvor keine Profierfahrung gemacht haben. Übrigens auch aus Sicht dieser Jungspunde: Ein Alaba wurde nach seinen ersten Einsätzen und einem katastrophalen Bock gegen Nürnberg, glaube war es, nach Hoffenheim verliehen. Kroos, trotz guter Ansätze, an Leverkusen. Warum? Weil sie erst ein Qualitäts- und Erfahrungminimum aufweisen müssen, um einem Team wie Bayern weiterzuhelfen. Daran ist van Gaal, neben seinem schon damals nicht zeitgemäßen Spielstil, seit über 20 Jahren in jeder Trainerstation gescheitert. Er ist jemand, der einen kleineren Verein, indem Möglichkeiten zur Entwicklung bestehen, wie als er beispielsweise damals Ajax übernommen hatte, aufbauen kann. Wenn er seine Spieler über mehrere Jahre hinweg entwickeln kann. Mich erinnert der Gedanke an die Übernahme von Klopp in Dortmund und dem Zero-Money-Projekt. Sowas wird es bei Bayern allerdings nicht geben, es sei denn wir fallen aus irgendeinem Grund total auf die Schnauze und sind mehr oder weniger bei 0 angekommen und ein vollständiger Neuaufbau ist gefragt.

      1. Es verlangt doch keiner, dass man nun den Jugendwahn ausruft.
        Aber bei einem 4:0 oder 5:0-Spielstand gegen offensichtlich wehrlose Mainzer könnte man doch mal auf den Gedanken kommen, einen Mai eizusetzen, statt einem Rafinha seine dringend benötigte Einsatzzeit zu geben.
        Wenn man es dann nicht tut, braucht man die Spieler auch nicht auf die Bank zu setzen.
        Was soll das bewirken – außer “Ich spiel doch sowieso nicht”. Und wehe, dann wird er wirklich mal gebraucht. Das ist auch eine Kopfsache.
        Wie froh war ein Jeong über seinen Kurzeinsatz im CL-Spiel. Und zu der Zeit war die Messe auch längst gelesen.Zum einen war er stolz, dass ihn der Trainer eingewechselt hat und zum anderen hat er mit Sicherheit auch für sich die Erfahrung gemacht, dass da die “Uhren doch etwas anders gehen” auch in Sachen Körperlichkeit. Hat ihm das geschadet? Sicher nicht.
        Wenn aber über die gesamte Saison die einzige Erfahrung der Blick von der Bank ist – da hätte man von der Tribüne aus mehr gesehen.
        Ein Davies ist seit Dezember hier. Was glaubst du, wieviel Schub ihm dieses Tor gestern gegeben hat.
        Man stelle sich den worst case vor- ein Kimmich wird gesperrt und ein Alaba verletzt sich – ich erinnere mich immer noch an die Nummer mit der “Zwergenabwehr” – und dann haben wir noch Rafinha. Und dann, dann muss wohl oder übel doch mal einer vom Nachwuchs ran. Und dann wäre es vielleicht von Vorteil, wenn er irgendwann schon mal für ein paar Minuten mit den “Großen” auf dem Platz gestanden hätte.

    2. Es sind wirklich die allerwenigsten Trainer, die jungen Spielern eine Chance geben, wenn sie etablierte haben, die den Job im Zweifel genau so gut machen. Bei Bayern waren das an sich nur Beckenbauer (1993/1994, da spielten dann plötzlich Dieter Frey und sogar ein junger Mann namens Dietmar Hamann) und van Gaal (der – das darf man nicht vergessen – dafür kritisiert wurde, als plötzlich Alaba und Contento als linke Außenverteidiger aufliefen).

    3. AntwortsymbolMarlene Dietrich Seite 18.03.2019 - 12:13

      Es stimmt natürlich, dass es eine Illusion ist, bei einem Bundesligaspiel ernsthaft einen Jeong oder Mai erwarten zu können, ganz gleich ob der Trainer Heynckes, Kovac oder Guardiola heißen mag. Das werfe ich Kovac auch nicht vor.
      Was mir missfällt, is die Tatsache, dass er in Spielen wie es gestern der Fall war, einen Mai oder Sanches locker für mindestens 30min bringen kann. Das würde ihnen sicher helfen und der Mannschaft nicht schaden.

      1. Genau das ist der Punkt. Man kann dem eine oder anderen mal ein paar Minuten geben. Schaden kann es nicht mehr, nützen aber vielleicht.
        Manchmal kann es nämlich auch mal ganz dumm laufen. Da gab es einmal drei IV, von denen dann plötzlich 3 verletzt bzw. gesperrt waren. Und die ganzen Medien haben sich über die von Guardiola aufgebotene “Zwergenabwehr” lustig gemacht.
        Im Moment haben wir drei AV, könnte man auch mal drüber nachdenken, mal einen für ein paar Minuten zu testen.

    4. wenn boa und hummels in der hinrunde schwach sind kann ein van gaal einem mai vertrauen geben und dann passt das. bei van gaal gab’s nicht mal ne diskussion ueber unerfahren , nachwuchs oder alt – jung. nee der hat spielern selbst-vertrauen gegeben und dann passt das

  12. Systemrelevant Seite 18.03.2019 - 16:10

    Dinge, die auffilen: James

    Ich wollte das die letzten Wochen schon mal hier in die Diskussionen einwerfen. In seiner Zeit bei Real lagen James Statistiken bei Toren und Vorlagen bei 20+ bzw. weit über 20 wenn ich mich nicht täusche. Diese Torgefährlichkeit von 15 Toren + konnte er aber in den bisherigen 2 Jahren kaum auf den Platz bringen mit Ausnahme gestern und das obwohl er bei Real oft nur als Rotationsspieler in der Mannschaft war. Wie erklärt sich dieser signifikante Unterschied?

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. James bleibt ein Rätsel. Mittwoch nach dem Spiel hab ich gesagt, sparen wir uns das Geld, 42 Mio ist der nie wert. Gestern brilliert er, da denkst, sofort kaufen.
      Mit 27 jahren ist er jetzt eigentlich im besten Alter. Aber da sollte, zumindest international, noch mehr kommen.
      Ich weiß es nicht, muss es Gott sei Dank nicht entscheiden.

    2. Seit er hier ist scort James in der Liga ca. alle 90 Minuten. Ich weiß nicht wann ein MF-Spieler bei uns mal solche Werte hatte. Ballack? Der junge Matthäus?
      In der Hinsicht ist im Vergleichszeitraum bei uns nur Lewy erfolgreicher. Er ist besser als Müller und Gnabry, deutlich besser als Goretzka und Coman.
      Deutlich besser als z.B. Havertz und Brandt und ungefähr auf dem Niveau von Reus.
      Das sollte eines unserer geringsten Probleme sein.

      1. Danke @Jo!
        So sieht es aus!
        Nur weil er am Mittwoch nicht gescored hat,wird gleich der Stab über ihn gebrochen.
        James ist kein Spieler für eine Mannschaft die nur hinten drin steht und versucht zu kontern.
        Mehr haben wir in den 2 spielen gegen Liverpool auch nicht gemacht.
        James ist ein Ballbesitzspieler und wenn wir das in Zukunft nicht mehr spielen wollen,dann darf man ihn auch nicht verpflichten.
        Unabhängig davon glaube ich nicht, dass wir die Option ziehen.
        Uli ist überhaupt kein Fan von James. Entweder will kovac ihn unbedingt behalten,oder kalle setzt sich durch.
        Ich denke James selber merkt das auch und man gibt sich die Hand und verabschiedet sich im Sommer voneinander.

      2. James ist ganz klar ein no-brainer. Er ist im besten Alter und wir haben Bedarf an Spielern seiner Qualität. Wenn er regelmässig spielt, liefert er ab. Unser Kader wird außerdem sehr dünn ab Sommer. Wenn er geht, dann müssen wir noch 1 Spieler mehr holen – ohne zu wissen, was man wirklich bekommt. Wenn er dann in den kommenden 1 bis 2 Jahren wider Erwarten enttäuscht, kann man ihn immer noch abgeben und vermutlich eine ordentliche Summe dafür bekommen. Kadertechnisch und wirtschaftlich ist es also extrem sinnvoll.

  13. Bestätigt meinen Eindruck der letzten Spiele und warum diese besch… Zwei Spiele Sperre für Müller meiner Meinung nach mit ein Grund fürs Ausscheiden gegen Pool war:

    https://sport.sky.de/fussball/artikel/fc-bayern-thomas-mueller-macht-robert-lewandowski-besser/11669382/34826?wkz=WXMNL1whatsapp

  14. Zidane zurueck bei Real und die anstehenden Transfersperren fuer CFC MCFC PSG versenden viel.

    Erstmal sind die Real Lieblinge Asensio Isco Vazquez von Markt.
    Dann wird Zidane unbedingt Hazard und Eriksen losreißen wollen.
    Beide mit Vertrag bis 2020 dh die Vereine werden verkaufen. Weder CFC noch Spurs koennen sich einen Totalverlust leisten.

    CFC wird aber an CHO festhalten muessen was gut fuer uns ist. Denn Pepe ist ein reifere kompletter torgefaehrlicher Spieler.
    Auch Thauvin ist eine gute Alternative.

    Wenn man allerdings Werner schon diesen Sommer holt weiss ich nicht wie man die Einsatzzeiten planen will denn solange Lewa da ist ist er gesetzt und Werner wird wohl aussen oder haengende Spitze eingeplant.

    Vielleicht denkt man auch Werner statt James-keine Ahnung alles moeglich beim Hossa.
    Oder man überlegt Fekir fuer James zu holen was mehr Sinn ergeben wuerde(auch verträgt bis 2020).

    Da man Havertz wohl an der Angel hat aber erst 2020 ist dann die Frage wo der spielen soll. Langfristig wohl Ersatz fuer TM.

    Beide Fekir und Havertz bringen mehr Dynamik und Speer und vor allem spielintelligenz die mit James abgang verloren geht.

    Aber die Großbaustelle auf der 6 bleibt ungeklärt.
    Denke nicht das Tolisso dies spielen kann genauso wenig wie Goretzka und Thiago ist da verschenkt.sanches wird sowieso verkauft.
    Javi hat endgueltig gezeigt das er das Tempo hoechstens ein paar HZ auf top Niveau gehen kann.
    Und in der Buli brauchen wir eine kreative 6.

    Alle CL Gewinner der letzten Jahre Real und Barca haben eine kreative 6 und nicht nur einen Zerstoerer.

    Javi kommt weder an Busquets noch Casemiro heran.

    Oder es wird doch Kimmich die kreative 6 spielen und Pavard RV.

    Ein sehr interessanter Spieler neben Rabiot ist Ndombele der jetzt auch wieder berufen wurde. Spielt hervorragend bei OL hinter Fekir die kreative 6 hat aber einen Vertrag bis 2023.

    Fragen ueber Fragen.

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    1. Sonst alles in Ordnung?

      1. :D
        Fieser Kommentar, aber amüsant.

  15. warum sind mueller und badstuber bei van gaal grosse fussballer geworden?
    …weil er ihnen vertrauen geschenkt hat
    ..und ihnen erzaehlt hat was se tuen und lassen muessen
    …und dadurch ihr potential abrufen konnten

    jetzt hat der koenig frank am mittwoch o,o zweikaempfe nach vorne gewonnen und jeder sah
    ribery ist inzwischen viel zu langsam

    und jetzt sehen wir fonso ohne vertrauen als lv reingeschickt
    und er macht es prima schnelle raumgreifende bewegungen

    mann oh mann wenn der vertrauen kriegt ist der ne rakete
    (und ich bin derjenige der nach 2 spielen von sanches hier geschrieben hat das wird nix)

    gegen liverpool mit 3er reihe
    tiago martinez
    james gnabry
    fonso lewa und king
    das waere..haette
    fahradkette

    und jtetz hat sich die geschichte wiederholt
    ich war in 81 dabei als mit angsthasenfussball liverpool ins finale geschickt wurde

  16. Gareth Bale??

    https://www.sport.de/news/ne3575521/fc-bayern-statt-real-madrid-gareth-bale-im-visier-der-bayern/

    Sollte da wirklich was dran sein, könnte ich es nicht nachvollziehen! Vor allem wegen der Verletzungsanfälligkeit und wegen des fortgeschrittenen Alters (wird im Sommer 30). War mal ein interessanter Kicker, aber wäre bei uns im Kader eine Art Robben 2.0 :

    2015/2016: 15 verpasste Spiele
    2016/2017: 29
    2017/2018: 14
    2018/2019: 9

    Immer wieder Probleme mit der Waden- und Adduktorenmuskulatur. Sicher nicht das, was wir gebrauchen können!

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    1. Eher Griezmann fuer 120 mio als
      Bale fuer 80 mio
      Pepe fuer 80 mio
      thauvin fuer 50 mio
      CHO fuer 45 mit
      Werner fuer 30 mio

      ……

    2. Roben 2.0 als Negativbeispiel – wirklich?

  17. Nachdem unser Phonzie jetzt sein Premierentor geschossen hat, möchte ich an dieser Stelle auf eine Passage aus Christoph Biermanns “Matchplan” aufmerksam machen: “Ich fragte Seidel [Anm. d. Erfinder von Goalimpact], wer in zehn Jahren ein Weltstar sein könnte. Er nannte mir einen Amerikaner, dessen Name ich noch nie gehört hatte. Er heißt Alphonso Davies, ist Linksaußen bei den Vancouver Whitecaps, hat laut transfermarkt.de einen Marktwert von 450.000 Euro und laut Goalimpact eine Entwicklung vor sich, nach der er bald ein Vielfaches dessen wert sein sollte.”

    Laut dem Autor fand das oben zitierte Gespräch im Herbst 2017 statt, also weit vor dem Wechsel zu Bayern. Wenn der Algorithmus Recht hat, hätten wir uns für Kleingeld einen richtig dicken Fisch geangelt.

  18. Bei aller Unsicherheit bzgl. der kommenden Saison: Wird jetzt wirklich jeder noch so vage Transfer hier diskutiert?

    Da empfehle ich fussballtransfers.com als Forum. Nix für unguad.

    Ist doch alles Kaffeesatzlesen. Who’s next?

  19. Gratulation zum neuen Buch von Justin Kraft über die “Generation Lahmsteiger”, das gestern mit der Post kam.
    Vom “Reinlesen” her habe ich einen sehr guten Eindruck und freue mich schon auf die weitere Lektüre mit den gewohnt profunden und kenntnisreichen Analysen, wie wir sie von Justin kennen. Ein absolutes “Must Have” für FCB-Fans…

    Anläßlich der bei MSR ja auch zuletzt immer wieder hochkochenden Diskussionen um Nico Kovac und der Pro- und Contra-Fraktionen, die BEIDE gute Argumente präsentieren (weswegen ich mich mit einer definitiven Beurteilung seiner Trainer-Qualitäten schwer tue – vielleicht ist es dafür noch zu früh…), möchte ich einmal eine GRUNDSÄTZLICHE Frage in den Raum stellen. Da ich ja noch nicht allzu lange dabei bin, weiß ich allerdings nicht, ob dieses Thema hier in der Vergangenheit vielleicht schon mal ausführlich erörtert worden ist. Bin schon gespannt, was Justin dazu in seinem aktuellen Buch schreibt.
    FALLS es hier eine Art Suchwortfunktion gibt, wo man nach Themen geordnet das Archiv der letzten Jahre durchforsten kann, wäre ich dankbar, wenn mir jemand erklärt, wie man eine solche Recherche starten kann – weil man nur so vermeiden kann, dass man ein Thema anspricht, das vielleicht vor einger Zeit schon in -zig Posts hier auf MSR diskutiert worden ist.

    Nun aber zu der Frage, die mich beschäftigt:
    WIE GROSS ODER KLEIN IST EIGENTLICH DER SPEZIFISCHE TRAINER-FAKTOR FÜR DEN ERFOLG ODER MISSERFOLG EINER MANNSCHAFT IN EINER BESTIMMTEN SAISON?
    Insbesondere natürlich auf den FCB der letzten 10 Jahre bezogen, aber auch ganz allgemein auf ALLE Fußballmannschaften.

    Manchmal habe ich das Gefühl, dass bestimmte (besonders natürlich die “charismatischen” wie z.B. Guardiola, Klopp) Trainerpersönlichkeiten ZU sehr glorifiziert werden, so dass die meßbaren Erfolge in übertriebenem Maße auf deren angebliches Genie zurückgeführt werden. Was sicher durch die sensationsgeile heutige Medienlandschaft begünstigt wird, die komplexe Sachverhalte (an denen viele Wirkfaktoren beteiligt sind) maximal vereinfacht und auf eine einzelne PERSON zurückzuführt, die dann entweder als “Genie” oder als totaler “Versager” hingestellt wird.

    Zur Diskussion stellen möchte ich aber, wie groß der “Trainerfaktor” für den Erfolg oder Misserfolg eines Teams WIRKLICH ist. Klar ist mir natürlich, dass es bei dem Bedingungsgefüge, das neben dem Cheftrainer sonst noch auf eine Mannschaft einwirkt (Assistenztrainer, spielerische Qualität des Kaders, Spielerpersönlichkeiten, Betreuerstab, medizinische und Physioabteilung, Management, Infrastruktur und professionelles Umfeld), sicher keine exakte Antwort geben kann nach dem Motto: “Der Anteil des Trainers an der Meisterschaft betrug 32%” oder so. Trotzdem würde mich interessieren, ob es zu dieser Frage aussagekräftige sportwissenschaftliche Untersuchungen gibt bzw. ob hier auf MSR der “spezifische Trainerfaktor” einmal ausführlicher diskutiert wurde?

    Vielleicht kennt Ihr das ziemlich gute Buch von Tobias Escher: “Die Zeit der Strategen: Wie Guardiola, Löw, Mourinho und Co. den Fußball neu denken”. Natürlich gab es in der jüngeren Fußballgeschichte einzelne Trainer, die hinsichtlich Strategie, Taktik, Spielsystem, Trainingslehre udgl. einen völlig neuen und bahnbrechenden Stil geprägt haben (Johan Cruyff zählte sicher dazu). Da war der “spezifische Trainerfaktor” ziemlich groß. Aber die Gesamtzahl der Trainer, die solch eine eigene “Schule” begründet haben, betrug in den letzten 30 Jahren vielleicht 10, maximal 20.
    Daraus folgt, dass mindestens 90% z.B. der Bundesliga-Trainer KEINEN eigenen, innovativen “Stil” geprägt haben, sondern als “Eklektiker” ERGEBNISORIENTIERT gespielt und sich aus dem bereits vorhandenen Fußballwissen und unter Berücksichtigung des vorhandenen “Spielermaterials” und des jeweiligen Gegners einzelne Elemente pragmatisch zusammengefügt haben, “um das am Samstag anstehende Spiel gegen Mainz zu gewinnen”.
    In diese Kategorie fällt womöglich auch Kovac (und der “späte” Ancelotti, wie wir ihn in München erlebt haben) genau wie (s.o.) die allermeisten seiner Kollegen: man versucht, aus der Situation das Beste zu machen, ohne “den Fußball neu zu denken”, da dies sowieso nur ganz wenigen Ausnahmetalenten und oft auch nur für wenige Jahre vergönnt war.

    Wenn dies stimmt, dürfte der “spezifische Trainerfaktor” nur einen begrenzten und in den Medien womöglich maßlos überschätzten Einfluß auf das Endergebnis des nächsten Spiels haben. Hinzu kommt noch, dass Fußball nicht als “Rasenschach” planbar ist (höchstens ein Guardiola kam diesem Ideal nahe…), sondern das Element des Zufalls eine oft spielentscheidende Bedeutung hat und durch keine noch so ausgefuchste “Spieltheorie” beseitigt werden kann: Verletzungspech, Schiedsrichterfehlentscheidungen, Torwartfehler, momentane Unkonzentriertheit, Wettereinflüsse oder dass der Ball, der an die Latte knallt, genauso gut 20 cm tiefer und damit im Tor hätte landen können…

    “Bösartige” Geister würden sogar behaupten, dass eine eingespielte Mannschaft aus Einzelspielern internationaler Klasse sowieso kaum noch einen Trainer braucht – und dass z.B. die Ergebnisse des FCB der letzten Wochen nicht schlechter gewesen wären, wenn nur ein durchschnittlicher Zweitliga- oder sogar GAR kein Trainer vorhanden gewesen wäre.
    Nach dem Motto: brauchen Spieler von einem Kaliber wie z.B. Robben, Müller oder Hummels wirklich noch einen Trainer, der ihnen erklärt, welche Räume sie zu besetzen haben und wie die Ballstafetten untereinander auszusehen haben?
    Anders sieht es sicher bei unerfahrenen Talenten aus, ein Sanches oder Davies brauchen noch viel fachkompetente Schulung.

    Gegen einen hohen “spezifischen Trainerfaktor” sprechen auch die extremen Schwankungen: als Tedesco mit einem nur leicht überdurchschnittlichen Kader BL-Zweiter wurde, galt er als DAS nachwachsende “Trainergenie” schlechthin, während derselbe Mann nur ein paar Monate später als “Versager” abrasiert wurde. Wahrscheinlich ist er letzte Saison genauso sehr ÜBERschätzt worden wie er jetzt UNTERschätzt wird – weil eine Trainerpersönlichkeit vielleicht tatsächlich nur einen Anteil von maximal 20% oder so an der tatsächlichen Punktausbeute hat.

    Geht man davon aus, dass die Profitrainer heute ALLE fachlich gut ausgebildet sind, liegen die Fähigkeiten eines Trainers ggf. mehr im motivationalen und psychologischen Bereich der “Mannschafts- und Menschenführung”. HIER holt ein guter Trainer vielleicht genau die 10-20% Leistungszunahme raus, die ihn von einem schlechten Trainer unterscheiden – wenn ein Sanches z.B. starkgeredet wird und das Gefühl hat, dass der Coach wirklich an ihn glaubt.
    Erinnert Euch nur daran, wie der volkstümliche 66jährige Otto Rehagel (als fleischgewordener Gegenentwurf zum sportwissenschaftlich optimierten, fast schon intellektuellen Laptop-Trainer heutiger Tage) erst 2004 mit den nicht NUR aus Weltklassespielern bestehenden Griechen EUROPAMEISTER wurde :)
    Während der FACHLICH wahrscheinlich kompetenteste Trainer aller Zeiten (Dettmar Cramer) in der Praxis keine wirklich überragenden Erfolge hatte – wohl aber als LEHRER.

    Aber langer Rede, kurzer Sinn:

    Wie hoch schätzt IHR (z.B. jetzt doch mal in Prozentzahlen) den “spezifischen Trainerfaktor” für Erfolg oder Mißerfolg z.B. unseres FCB aktuell ein?
    Würde es bei unserem pragmatisch-“ergebnisorientierten” (was man angesichts der letzten 3 Kantersiege in der BL zugegebenermaßen relativieren muss…) Stil wirklich einen relevanten Unterschied machen, ob das Team gerade von Kovac, Ancelotti, Heynkes, Hitzfeld oder Christian Streich trainiert wird?
    Oder schafft unsere hochklassige Mannschaft das auch ohne nennenswerten “spezifischen Trainerfaktor”?

    Und wenn Ihr die Frage verneint und die Spielresultate doch zu 50% oder so auf den Trainer zurückführt: WER “makes the difference” zu oben o.g. Trainern? Nach meiner Theorie käme da weltweit bestenfalls eine Handvoll “stilprägender” und NICHT nur pragmatisch auf das Ergebnis bedachter Persönlichkeiten in Frage. Ob dazu ein Tuchel oder Nagelsmann zählen (Guardiola “war schon da”, und Tedesco dürfte “verbrannt” sein…), I don´t know.

    Jedenfalls bin ich gespannt auf Eure Einschätzungen zu der Frage, ob der “spezifische Trainerfaktor” an der Leistung eines (UNSERES) Teams einen ziemlich großen oder einen von den Medien maßlos überschätzten Anteil hat???

    MONDRIAN

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Wahrscheinlich gibt es dazu keine eindeutige Antwort.
      Wenn es so eindeutig wäre, könnte man gewisse Phänomene nicht erklären.
      – Wieso schafft es ein Trainer A mit dem Kader nicht die erwartete Leistung zu bringen und unter dem Trainer B funktioniert es plötzlich.
      – Wieso ist der Trainer mit seinem Kader erfolgreich und stürzt mit dem nahezu gleichen Kader in der nächsten oder übernächsten Saison plötzlich ab.
      – Wieso stürzt der bisher erfolgreiche Trainer mit seinem Kader plötzlich ab bis auf den letzten Platz der Liga, verkündet seinen Abschied zum Saisonende und gewinnt plötzlich wieder mit dem gleichen Kader seine Spiele.
      – Warum sind die “berühmten Einser- Laptoptrainer” im Vergleich zu anderen plötzlich so schlecht.
      – Warum schaffen so wenige Spitzenfußballer den “Umstieg” zum Spitzentrainer.

      Mit Sicherheit hat der “Spezifische Trainerfaktor” einen großen Anteil an der Leistung der Mannschaft. Aber die Frage, welcher Teil des spezifischen Faktors jetzt für das positive oder negative Ergebnis verantwortlich ist, ist nur schwer zu beantworten.
      Zusätzlich kommt zum Trainerfaktor ja auch noch der Spielerfaktor.
      Auch dafür gibt es ja genug Beispiel, dass ein Spieler mit dem einen Trainer “kann” und mit dem anderen nicht – und auch umgekehrt.

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