Rasenfunk: 8. Spieltag – Eggestein, Eggestein alles muss versteckt sein

Christopher Trenner 23.11.2020

Max-Jacob Ost hat als Alexander Koneczny und Misanrot-Urgestein Felix Haselsteiner. Im Fokus der Sendung steht Freiburg. Ihr findet die Episode hier: Rasenfunk 289.

Den Bayern-Teil findet ihr hier:

♥ Artikel teilen

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

Du willst Miasanrot Supporter werden?

Anzeige
King Coman Hands of God
  1. Der Rasenfunk, diesmal eine Ode an Perisic.
    Tja, irgendwie vermisse ich den knorrigen Ivan ja auch. Mal abgesehen davon, dass man ihn eigentlich mit Sane vergleichen müsste, schneidet Costa im Vergleich mit ihm noch nicht besonders gut ab.
    Bei Costa frage ich mich gerade, wo eigentlich sein Tempo und Antritt geblieben sind. In seiner ersten guten Phase bei uns waren seine Raketenantritte ja gerade sein Markenzeichen. Da scheint nicht mehr so viel vorhanden zu sein. Alter? Verletzungen?

  2. Ich würde gerne noch einmal das im letzten Artikel zwischen Alex und Alain diskutierte Thema Kader / Transferverhalten in die Luft werfen:

    Fakt ist doch, dass unser FCB und besonders UH ungefähr 30 Jahre lang einen recht simplen Plan A hatten: In der Bundesliga alles kaufen, was uns ärgert oder einfach gut ist: Effenberg, Matthäus, Kahn, Scholl, Ballack, Klose, Sergio, Elber, Sutter (:-)), Basker, Herzog, Gomez… die Liste ist endlos.

    Plan B lautete, fallweise Substanz aus dem Ausland zuzukaufen: Liza, Makaay, Sagnol, oder die legendären Kolumbianer / Brasilianer…

    Nun bekommen wir offensichtlich schon seit Jahren keinen Zugriff auf die Creme de la Creme der Bundesliga mehr: Neben offensichtlich unerreichbaren Spielern wie Sancho oder Haaland sind mittlerweile auch Spieler der Kategorie T. Hazard, Havertz, Werner, Keita, vermutlich demnächst Upamecano… kaum noch von einem Wechsel nach München zu überzeugen – ob es am Geld oder der Strahlkraft der PL liegt, kann ich nicht beurteilen. Deshalb hofft man momentan auf Wunder aus dem Nachwuchs und scheut größere Investitionen.

    Diese Entwicklung erscheint mir für unseren in internationalen Transfers immer zurückhaltenden FCB als genauso problematisch, wie die finanzielle Dimension – wissend, dass beide Aspekte nicht komplett isoliert zu bewerten sind.

    Wie sehen die Experten das?

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Bekamen wir die genannten Spieler nicht oder wollten wir sie gar nicht bzw. waren sie für uns aufgrund finanzieller Rahmenbedingungen im Vergleich zu anderen Transfers uninteressant?
      An Sancho waren wir damals wohl auch ernsthaft interessiert, aber er zog die Perspektive beim BVB vor. Um Geld ging es hier sicher nicht. Haaland wäre nie zu uns gekommen, weil wir ihm keinen Stammplatz bieten konnten. An Werner gab es innerhalb des Vereins ziemliche Zweifel. Ablösefrei wäre er möglicherweise interessant gewesen, aber für die hohe Ablösesumme war er uninteressant. Bei Havertz kam auch Corona dazwischen, wie übrigens auch bei anderen Klubs (wie z.B. Real). Hazard und Keita waren meines Wissens nie auf unserer Liste.
      Wir scheuen größere Investitionen? Im Corona-Jahr gaben wir die zweithöchste Summe ever für Sane aus. Im Jahr davor kam Hernandez für eine Rekordsumme. Auch für Pavard gaben wir 35 Millionen aus. Ohne Corona wären wir wohl auch bei Havertz aktiv geworden. Ob sich Havertz allerdings Bayern zugetraut hätte, wo er Müller vor sich hat, steht auf einem anderen Blatt.
      Die besten deutschen Spieler auf ihren Positionen im Bereich der Mitt-20er spielen übrigens fast allesamt bei uns. Kimmich, Süle, Gnabry und Goretzka kamen zu Bayern, weil sie es sich zutrauten. Sie standen bei vielen anderen Klubs auf dem Wunschzettel, entschieden sich aber bewusst für Bayern.

    2. Wir haben mMn in der Startelf immer noch die stärksten Spieler auf jeder Position in der BL – und darunter viele Deutsche, weil es zum Selbstverständnis der FCB gehört, den Kern der Nationalmannschaft zu stellen. Den zweitbesten Spieler auf die Bank zu setzen während der beste spielt (z. B. Haaland – Lewandowski) wäre sportlich traurig, wirtschaftlich verheerend und image-technisch blanker Irrsinn.
      Ich denke die Verhältnisse haben sich auch generell geändert im Vergleich zu Ulis Anfangszeiten, als der FCB noch nicht der etablierte Serienmeister war, der mittlerweile finanziell und qualitativ enteilt ist. Früher durfte man z. B. nur mit 3 Ausländern auflaufen – da hat man einfach viel mehr deutsche Spieler gebraucht, die man aus offensichtlichen Gründen bei der nationalen Konkurrenz gekauft hat.
      Auch das Scouting war nicht vergleichbar und auch wenn man einen Ausländer für eine Position holen wollte, ging man oft das geringste Risiko bei denen, die bereits eine erfolgreiche Eingewöhnungsphase bei einem anderen Verein in der BL erfolgreich absolviert hatten (und wenn man das nicht getan hat, stand man schon mal mit einem Sturmduo wie Michailonix und McNully da). Heutzutage kauft man z. B. niemanden mehr aus dem Ausland, weil er bei ein paar wenigen Spielen gut war, bei denen der eigene Scout im Stadion sein musste, um den jeweiligen Spieler zu sehen – und selbst wenn man heute einen Spieler nur auf Youtube gesehen hat, weiß man mehr als vor 20 Jahren ;)
      Der Wettbewerb in der BL war auch einmal deutlich größer und die Mannschaften ausgeglichener, so dass es taktisch Sinn gemacht hat, die nationale Konkurrenz zu schwächen, aber nach mittlerweile 8 Meisterschaften in Folge, weiß man auch im Vorstand der FCB, dass man sich ins eigene Fleisch schneidet, wenn es gar kein Wettbewerber mehr gibt und wir französische Verhältnisse kriegen. Man will Vereine wie Dortmund vermutlich gar nicht zu sehr schwächen, denn das interessiert dann vielleicht noch die Fans vor Ort aber sonst niemanden mehr auf der Welt.
      Letztendlich ist auch die generelle Marktsituation eine völlig andere: Früher hat man die Einnahmen fast nur im Stadion generiert mit Fans aus der Region. Heute sind Werbeeinnahmen, Fernsehgelder und der Verkauf von Merchandising-Artikel in der ganzen Welt das größere Thema. Die Fans aus der Region bleiben dir, aber die anderen kannst du mMn vergraulen wenn du zu viele offensichtlich berechtigte negative Schlagzeilen generierst und das senkt den Markenwert und damit die Einnahmen und diese Entwicklung steht gerade erst am Anfang. Es hat also (nicht nur) einen ‘guten’ Grund wenn wir uns auf dem nationalen Transfersmarkt nicht mehr wie die Axt im Wald benehmen und um Skandalnudeln wie Sancho nach Möglichkeit einen Bogen machen ;)

      1. Was ist denn die Startelf?

      2. @918: Tor Neuer; LV Hernandez oder Davies (völlig egal weil beide besser als alle anderen in der BL sind); IV Alaba und Süle (Hernandez und Boa wären im Ligavergleich aber auch ganz vorne mit dabei, aber einer von den Langen sollte schon auf dem Platz stehen); RV Pavard (ist zwar gerade nicht in Topform aber in Normalform für mich der beste in der BL); Kimmich und Goretzka als 6er; auf den Flügeln Sane und Gnabry; Lewa vorne und Müller wo er will (für mich ist er am ehesten ein 10er wenn du ihn lieber als HS oder sogar 8er sehen willst ist das auch egal, weil er immer der beste wäre;)
        Klar gibt es noch Leute wie Sancho, Hummels oder Haaland etc., die an einem guten Tag durchaus gleichwertig sind, aber wirklich BESSER finde ich persönlich derzeit in der BL niemanden.

  3. Welche Spieler haben wir nicht bekommen?
    Sane uns KdB
    Und sonst? MMn keinen den wir wirklich wollten.

    Mane Mbappe Dembele haben wir verpennt.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Dembele hätte ich nicht geschenkt haben wollen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Mit dem Absenden deines Kommentars erklärst du dich einverstanden, unsere Community Guidelines zu beachten.