MSR 200: Fehlende Abneymarqualitäten

Christopher Trenner 14.04.2021

Aus der Traum! Die Bayern scheiden gegen PSG aus. Wir besprechen das Rückspiel und werden dann ganz schnell allgemeiner: Wo liegen die Ursachen? Was hat die Erwartungshaltung damit zu tun? Ist der Kader wirklich Schuld? Ihr erfahrt es in unserer Jubiläumsfolge.

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  1. Was die Belastungssteuerung Flicks betrifft sehe ich das wie ihr. Kaderbreite- und Tiefe sind nicht ausreichend, aber dieser Umstand erfordert eben eine sehr gute Belastungssteuerung- und Verteilung. Auch taktisch sehe ich das wie ihr. Unser größtes “Problem” sehe ich allerdings in der Ballbehandlung. Mit Thiago, Robben und Ribery ist brutal viel Qualität am Ball verloren gegangen, die nicht mal im Ansatz aufgefangen wurde. Die Leihspieler James und Coutinho haben hier zwar nicht die Sterne vom Himmel gespielt, haben aber dennoch das technische Niveau angehoben. Gerade unsere Angreifer sind im Vergleich mit dem Pariser Angriff Grobmotoriker. Neymar oder Mbappe sind natürlich absolute Ausnahmespieler. Aber auch ein di Maria ist ein brutal guter Techniker. Verglichen mit den anderen Topclubs fehlt es uns an technischer Qualität, auch im Mittelfeld.

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    1. Gerade im Mittelfeld, würde ich sagen. Nicht umsonst ist ein verspäteter Ersatz für Thiago die Kaderbaustelle schlechthin im Moment. Die sollte diesmal tunlichst nicht am letzten Tag des Transferfensters bearbeitet werden. Daß es im Moment so aussieht, als ob zusätzlich ein Trainer aus dem Hut gezaubert werden muß (der im besten Fall früh genug bekannt ist, um seine Ideen in Bezug auf diesen Transfer mit einzubirngen), macht die Sache nicht einfacher.

    2. Belastungssteuerung ist sicherlich hauptsächlich in der Verantwortung des Trainers. Letzte Saison wurde aber auch immer insbesondere Prof. Broich gelobt, wie sehr er doch auch mitgeholfen hat, dass die Mannschaft so fit und es so wenige Verletzte gibt. Ja, der Spielbetrieb wurde letzte Saison wegen Corona unterbrochen, das betraf aber alle Mannschaften. Den Namen Broich habe ich nun aber schon länger nicht mehr gehört…

      1. Das Problem bei der Belastungssteuerung ist aber doch auch, dass die Rotation häufig in die Hose gegangen ist. Als Beispiel nur das Pokal-Aus gegen Kiel oder aber das 3:3 gegen Bielefeld zu nennen.

        Da wurde mal etwas rotiert und am Ende mussten dann doch die alt Bewährten eingewechselt werden, um Spiele noch zu retten oder zu drehen.

        Im Podcast klang es so, als wäre dies eine Saison, in der die Bayern schon im März deutscher Meister gewesen wäre und die mangelnde Rotation unverständlich sei. Dafür gab es aber Phasen in den vergangenen Monaten, die einfach nicht rund liefen. Man erinnere sich an die Spiele, wo wir gefühlt ein halbes Jahr lang mit mindestens 0:1 Rückständen zu kämpfen hatten. Man musste sich da teilweise ganz schön durchwursteln und von der Bank kam oftmals eben nicht die erhoffte Entlastung. Ein Sarr war in vielen Fällen ein Komplettausfall.

  2. Bezüglich Neymar (Justin liess im Bonusteil durchblicken wie sehr er ihn nervt) muss man aber auch fairerweise sagen, dass ganz bewusst versucht wird, jede seiner Ballaktionen durch kleine Fouls im Keim zu ersticken. Da ist die Unterbrechung des Spielfluss auch ein ganz klares taktisches Mittel (war mehr als deutlich in beiden Partien). Das soll nicht seine Theatralik rechtfertigen, aber seine Genervtheit kann ich schon auch nachvollziehen.

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    1. Nachvollziehbar ist seine Genervtheit schon, aber auch seiner Spielweise geschuldet. Warum ziehen Messi, CR7 oder Mbappe nicht annähernd so viele Fouls? Könnte auch daran liegen, dass sie bei der Ballannahme weiter von ihren Gegnern entfernt sind und Zweikämpfen unmittelbar vor oder nach der Ballannahme damit eher aus dem Weg gehen.
      In seiner divenhaftesten Phase hätte es genügend Gegenspieler gegeben, die CR7 gerne mal von hinten auf den Fuß gestiegen wären. Irgendwie war er für sie aber nicht so leicht zu stellen wie Neymar. Das könnte auch daran liegen, dass Neymar sich im Normalfall ohne Ball nicht so gerne bewegt. Er macht da ja eigentlich nur in den ganz wichtigen Spielen eine Ausnahme. Von daher waren die beiden Spiele gegen PSG ein Ritterschlag für unser Standing in Europa, da der Name FCB bei Neymar scheinbar Laufbereitschaft weckt. Mir wäre dennoch ein Neymar ohne richtigen Biss, der sich zu einem Platzverweis hinreißen lässt, lieber gewesen. Wir mussten aber dummerweise die andere Seite von Neymar erleben. Dieses Pech hatten wir 2000 übrigens schon einmal im Halbfinale gegen Real als deren Exzentriker Anelka seine gefühlt einzig guten Spiele im Realdress gegen uns machte.

      1. Schon 2015 war Neymar unerfreulich motiviert gegen uns. Auch damals war unsere personelle Lage allerdings leider ähnlich prekär wie jetzt.

    1. Mich würde es nicht verwundern, wenn diese nachvollziehbaren Gedanken von Justin nicht auch von einigen Verantwortlichen im Verein geteilt werden. Jeder, der mit Trainern wie Hitzfeld, Heynckes und Guardiola zusammenarbeiten durfte, wird erkennen, dass Flick in Sachen Kadermanagment nicht mit diesen Trainern mithalten kann. Ich könnte mir schon vorstellen, dass dies intern den einen oder anderen Streit hervorrief.
      Jetzt mal eine Frage an alle Flick-Verteidiger: Wir haben so etwas wie das von Justin geäußerte nie in irgendwelchen offiziellen Statements von Verantwortlichen gehört. Liegt das daran, dass die Verantwortlichen anderer Meinung sind, oder dass sie den Grundsatz beherzigen, leitende Angestellte des Vereins eigentlich nicht öffentlich bloßzustellen. Hält sich Flick immer an dieses Prinzip?

      1. Ich sehe mich zwar nicht als Flick-Verteidiger will aber mal antworten:
        –> Liegt das daran, dass die Verantwortlichen anderer Meinung sind, oder dass sie den Grundsatz beherzigen, leitende Angestellte des Vereins eigentlich nicht öffentlich bloßzustellen.
        Ich denke, dass die Problematik schon beobachtet wurde aber nicht in der Öffentlichkeit geäußert wurde. Ob es an dem vermeintlichen Grundsatz liegt, leitende Angestellte nicht öffentlich bloßzustellen, denke ich nicht – bei Salihamidzic (Transferplanung in der Öffentlichkeit) und ich glaube bei Kovac (Spielstil) war der Grundsatz, denke ich, nicht unbedingt zu beobachten. Ich denke eher man hat bei Flick weniger den Anlass zur Kritik gesehen, da es insgesamt ja äußerst erfolgreich lief. Warum sollte man einen so erfolgreichen Trainer öffentlich kritisieren.

        –> Hält sich Flick immer an dieses Prinzip?
        Egal ob es das Prinzip gibt oder nicht, nein. Ich finde sein Verhalten zwar in Teilen aus seiner Perspektive nachvollziehbar und wäre von Salihamidzic auch genervt. Wir wissen auch nicht was noch dahinter steckt, ich weiß nur, dass ich mit Brazzo als Vorgesetzten (so wie ich ihn von außen wahrnehme) auch große Probleme hätte und mir vermutlich einen anderen Arbeitgeber suchen würde. Das entschuldigt aber nicht Flicks Verhalten, das ich aus Vorgesetztenperspektive inakzeptabel finde.

      2. Aus meiner Sicht ist es schwierig, öffentlich Kritik zu äußern, wenn der Trainer erfolgreich ist. Und die Frage ist ja auch, wie man das macht. Sammer hätte das Thema Rotation vermutlich viel cleverer in Interviews platziert als Brazzo, der (Achtung, böse Übertreibung) nur vor die Kameras tritt, um nett zu den Journalisten zu sein.

        Dass Flick sich nicht immer geschickt verhalten hat, sollte klar sein. Unabhängig vom Sportlichen hatte ich mich auch bei den Aussagen über die Pandemie und Lauterbach über seine Aussagen gewundert. Anscheinend ist er seit einiger Zeit (aus welchen Gründen auch immer) reichlich angefasst.

    2. Man sollte nicht vergessen, dass Kovac noch die Ursache für die Kaderverkleinerung war. Man wollte ihm das Management der Kabine erleichtern. Er hat sie am Ende trotzdem verloren. Corona war zu der Zeit noch kein Thema, aber macht es unter den neuen finanziellen Aspekten natürlich schwieriger, den Kader jetzt auch mit Qualität wieder zu vergrößern. Insbesondere dann, wenn noch durch die Presse geistert, dass schon Spieler wie Arp fünf Millionen pro Jahr mit nach Hause nehmen (sollen).

      Trotzdem würde ich mir für das nächste Transferfenster wünschen, dass man den Großteil der Spieler nicht erst wieder kurz vor knapp verpflichtet. Früh war letztes Mal eigentlich nur Sané sicher, dieses mal dann wohl Upamecano. Hoffe auf den Rest muss man nicht so lange warten.

  3. Sakra, was ist denn das für ein ekliges Tableau aus bayerischer Sicht?

    City
    Paris
    Real
    Chelsea

    Muss ich eigentlich keinen von als neuen CL-Sieger haben. Wie sagt man so schön. Pest oder Cholera. In dem Fall wären dann wohl noch Ebola und Corona mit in der Verlosung.

    Wenn schon nicht den Vereinen, so würde ich es am ehesten noch Pep oder Tuchel gönnen, den Oligarchen Cup zu holen. Lassen wir uns überraschen.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Was sagen die Kommentatoren zu diesem Artikel?

      tz.de: FC Bayern: Flick-Strategie sorgt intern für Kopfschütteln – Große Verwunderung in München.
      https://www.tz.de/sport/fc-bayern/fc-bayern-muenchen-hansi-flick-hasan-salihamidzic-transfers-talente-streit-90456798.html

      1. Für mich eine überraschend schwache Argumentationslinie.

        Die Kritik/Beispiele:
        – Richards als Außenverteidiger statt Sarr:
        Richards Hauptposition ist IV, auch wenn er seine Sache als AV nicht schlecht gemacht hat. Das zeigt auch seine Positionierung in Hoffenheim – dort spielt er in einer 3er/5er Kette halb rechts. Nicht zu vergessen: Richards hat bei weitem nicht die Geschwindigkeit;
        – Adrian Fein statt Roca:
        Feins Spielertyp ist in Flicks System schlicht nicht vorhanden. Für seine Vorraussetzungen fehlt die Körperlichkeit & Dynamik in Feins Spiel. Bei PSV ist er aktuell wenig erfolgreich. Ihn zu verleihen fand ich deutlich sinnvoller.
        – Stiller statt Roca:
        Das Kapitel wird Stiller uns in der Zukunft schreiben. Hinsichtlich des Spielertyps ist er Fein ähnlicher mit der Ausnahme einer schmächtigeren Konstitution.

      2. @Pedro: Fein und Stiller hätten uns jetzt sicherlich nicht ins Halbfinale geführt. Es geht wohl eher darum, dass man es auf dem Campus wohl nicht versteht, wenn Flick einen jungen Portugiesen holt, der in Sachen Körperlichkeit auch nicht seinen Vorstellungen entsprechen kann und man dafür Talenten aus dem eigenen Verein quasi überhaupt keine Chance gibt. Das kann schon mal für Verwunderung sorgen und man kann sich die Frage stellen, warum Flick nicht Fein oder Stiller als “sein Projekt” sieht.

    2. Ein richtig trendiges Tableau! Euros, Pounds und Petrodollars. :-p

    3. Zum Glück nicht Liverpool.
      Es bleibt erstmal beim 6:6. :-)

    4. Wer wäre denn recht gewesen als CL-Sieger diese Saison?

  4. Puh. Harte Kost bei Liverpool gegen Madrid. Es sollte vielleicht möglich sein unsere Thiagointelligenz nach Hause zu holen. Was für ein Missverständnis. Er weint sich in der Tiefgarage bei KHR aus um sich seinen Traum Anfield zu erfüllen. Und dann das . Einwechselspieler und sonst nix. Holt ihn heim!

    Antwortsymbol12 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Und dann wird von Klopp selbst noch festgestellt, dass die Wechsel vom Timing her eher falsch waren.

    2. Gibt es erfolgreiche Rückhol Aktionen beim Fc Bayern? Spontan fällt mir da der Loddar ein, aber das ist schon ein paar Jahre her.

      1. @BayernExpat

        Spontan fallen mir noch:
        Effenberg, Ze Roberto, Wagner & Hummels ein.

      2. @BayernExpat

        Bixente Lizarazu und Claudio Pizarro waren beide durchaus auch erfolgreich nach Ihrer Rückkehr.

      3. Wenn es nur danach geht, sind wir geradezu ein Spezialist für gelungene Rückholaktionen.
        Im Gegensatz zum Beispiel zum BVB, die gerade im letzten Jahrzehnt da nicht immer glücklich waren.
        Allerdings müssten dazu 3 beteiligte Parteien über ihren eigenen Schatten springen und das würde ich nicht erwarten. Zumindest nicht so schnell.

      4. Paul Breitner.
        Nach den Metropolen Madrid und Braunschweig.

    3. Mein Mitleid mit Thiago hält sich in Grenzen, um nicht zu sagen ‘das gönn ich ihm’.
      Nett von Klopp auch noch zu sagen, dass Thiagos Einwechslung ein Schuss ins Knie war.
      Erst so lange verhandeln, bis auch noch der letzte Wunsch erfüllt wird und dann kurz vor der Unterschrift doch die Biege machen.
      Es war eine schöne und erfolgreiche Zeit mit ihm, aber er wollte weg. Wegen mir darf er auch gerne zurück kommen, aber nicht um jeden Preis.

      1. Nach 7 Jahren und nachdem man mit seinem Klub das Tripple geholt hat, ist es wohl legitim und verständlich eine neue Herausforderung zu suchen.
        Wenn sich eine neue Möglichkeit erst zu einem bestimmten Zeitpunkt auftut ist es auch normal die geänderte Gesamtsituation neu zu bewerten.
        Du redest wohlgemerkt über einen Spieler der maßgeblich Anteil an den Final Sieg gegen PSG hatte…

      2. Seinen Anteil am Triple-Triumph weiß ich sehr wohl zu würdigen.
        Nach sieben schönen Jahren und einem plötzlichen Sinneswandel ist es aber auch normal die geänderte Gesamtsituation neu zu bewerten.
        Und wohlgemerkt läuft hier momentan eine Hass- und Hetzkampagne gegen einen Mann, der maßgeblichen Anteil am Finaltriumph gegen Valencia hatte, dabei sogar einen Elfmeter verwandelte.
        Was sind alte Verdienste wert? Nix.

      3. Flick war doch in Valencia gar nicht dabei?

      4. Gegen Valencia, nicht in Valencia.
        Im CL-Team von 2001 hätte Flick nicht mal den Status eines Sarr gehabt.

      5. Valencia, Mailand, Madrid egal. Er war eben nicht dabei.

  5. Mannschaftlich sehe ich ManCity als die geschlossenste Mannschaft. Die von Tuchel trotzdem entnervt werden kann. Wenn Neymar und MBappé mehr Zielwasser trinken, könnten sie Pep dennoch den Zahn ziehen. Wahrscheinlich erinnert sich Real an die Chance, 5 x innerhalb von 10 Jahren die CL gewinnen zu können. Und reißen sich dafür noch mal richtig den Arsch auf.

    Ansonsten interessantes Spiel der Bienen und ein aufgebrachter Didi Hamann, der uns erklärt, dass man sich im Strafraum den Ball egal wie mit dem Kopf an den ausgestreckten Arm köpfen darf, ohne dass es Strafstoß geben darf. Wenn dem wirklich so ist, dann wurden die Bienen wirklich zum zweiten Mal beschissen. Noch mehr wundert dann aber, dass weder Schiedsrichter noch Pep diese Regeln kennen, wenn sie die “Hand”-Szene anders interpretieren, weil es dann wirklich keinen Interpretationsspielraum mehr gibt.
    Insofern kann man sich den VAR so langsam wirklich sparen.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Als ich das Spiel gestern gesehen habe, musste ich schon was in Richtung “Ach Pep” denken. Die wären ja fast schon wieder fällig gewesen.
      Und auch als übergroßer BVB-Sympathien nicht Verdächtiger muss ich sagen, den Elfer hätte ich nicht gegeben.

      Also im HF drei Klubs mit eigener Ölquelle und Real. Zufall oder Menetekel?

      1. Voll im Trend der Money-League…

  6. Dem ist so!

  7. Die SZ heute:
    »Bayerns Achse bricht«
    und weiter:
    »Von seinem beschlossenen Abschied, so heißt es, soll Boateng von Salihamidzic kurz vor dem Hinspiel erfahren haben. Zehn Jahre im Klub, in denen er zweimal die Champions League gewann, endeten quasi nach dem Anschwitzen. […]«

    Ich lasse das jetzt mal unkommentiert.

    Damals unvorstellbar, aber die Achse Maier Beckenbauer Breitner Müller ist auch irgendwann gebrochen : – )

    Antwortsymbol11 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Was ich persönlich seltsam finde: Seit Monaten (eigentlich seit 2 Jahren) ist immer wieder klar, dass die Zeit mit Boateng eher früher als später endet. Jetzt läuft sein Vertrag aus. Im Januar heißt es erstmals medial, dass Bayern nicht verlängern werde. Aber Boateng soll erst im April persönlich davon erfahren? Das glaube ich beim besten Willen nicht.

      1. @Justin:
        November ’20 gab es die ersten Berichte, dass der Vertrag nicht verlängert wird.
        Schon sehr unglaubwürdig, dass Boateng es erst im April erfahren haben soll.

      2. Ich denke nicht, dass hier der Knackpunkt ist was medial vermeldet wird, sondern ob und wann man sich bei einem Gespräch in die Augen schaut und offen kommuniziert.

      3. Es geht doch hier um die endgültige Entscheidung, nicht um die Wahrscheinlichkeit. Und wenn KHR sagt: warte noch 2-3 Wochen, wir reden noch einmal und HS dann eine Woche später ihm das am Spieltag dann so mitteilt, hat es zumindest ein Geschmäckle.

      4. Ich hoffe schon sehr unser Anspruch geht nicht dahin verdienten Spielern ihren Abschied durch Mediengerüchte mitzuteilen.

      5. @Fänger:
        Hainer:
        „Für alle im Verein und auch Hansi Flick war es klar, dass der Vertrag mit Boateng nicht verlängert wird.“

        Da gab es nichts mehr zu reden. Die Entscheidung stand längst fest.

        Das hier wird Rummenigges Intention gewesen sein:

        “Auch bei der Vereinsführung sei der Zeitpunkt “nicht bei allen gut angekommen”. Zudem sei der Klub durch diese Vorgehensweise in den Verhandlungen mit Niklas Süle (25) geschwächt worden.”

        Ich fürchte, der wollte Boateng noch ein bisschen zappeln lassen, um eine bessere Verhandlungsposition bei Süle zu haben. Trau ich “Killer-Kalle” jedenfalls absolut zu. Der Mann ist eiskalter Geschäftsmann.

      6. Also es geht hier wirklich um die schlussendliche Kommunikation und nicht um die Tendenz die schon länger klar war.
        Wenn H.S. diesen endgültigen Entschluss wirklich beim Anschwitzen kommuniziert haben sollte, finde ich das echt respektlos und sogar vereinsschädigend. Da sowas natürlich vor einem wichtigen Spiel für Ablenkung sorgen kann.
        Aber ich denke nachdem Boateng einen neuen Verein gefunden hat, werden wir von Ihm hören wie er die Dinge sieht und wie sie aus seiner Sicht abgelaufen sind.

      7. @Justin: Ja, genau, deshalb habe ich diese Passage des Artikels hier zitiert; kein professioneller Sportjournalist kann das ja ernsthaft glauben – es geht einfach wieder nur darum, negative »Fakten« über den FC Bayern zu verbreiten.

      8. …und was war das hier für ein Aufruhr, wenn man geneigt war, die dahingehenden Meldungen des Boulevards nicht für ganz aus der Luft gegriffen zu betrachten. Damals hieß es, man solle doch eher auf Verlautbarungen hören, die aus der Vorstandsebene kommen etc. Jetzt soll das mediale Vorrumoren als Entschuldigung dafür herhalten, dass man mit einem Spieler schroff, unsensibel umgeht – er konnte es ja schon wissen -, und im Grunde auch in Kauf nimmt, die Konzentration aufs Match zu stören. Hab unser PSG-Spiel auf BT Sports gesehen, und die Kommentatoren haben sich auf diesen Vorgang bezogen und waren ziemlich fassungslos, dass so etwas bei einem Verein wie dem FCB passieren kann.

      9. @severalseasons
        Schön dass du das ansprichst. Mir sind diese Posts auch noch sehr lebendig in Erinnerung. Den Verfassern scheint es nicht so zu gehen.

      10. Naja, es gibt ja einige hier, die gerne mit Zitaten und Artikeln argumentieren – aber dann je nach Bedarf mal den Wahrheitsgehalt anzweifeln (“Was soll XYZ denn sonst sagen?” “Spekulationen” usw.) und mal diese Aussagen und Beiträge als endgültigen Fakt verkaufen.

  8. Jetzt sind meine „Traumhalbfinals“ als tatsächlich perfekt. Das Ölimperium setzt sich durch. Hätte nur noch der Brausegetränkehersteller zum absoluten worst case gefehlt.

    Was ich gestern erschreckend fand: Der BVB hat sich 2x nur knapp mit einem Tor Differenz geschlagen geben müssen, war aber im Endeffekt absolut chancenlos! Wie City teilweise den Ball hat laufen lassen, ohne dass Dortmund irgendetwas dagegen tun konnte, war schon deprimierend. Das sah aus wie zu den besten Barca-Zeiten. Und das gegen ein Team, das in der Regel auch versteht, wie man Kombinationsfußball spielt und in der Buli (in Bestform) den Gegnern auch nur wenig Ballbesitz lässt…

    Genauso das Rückspiel zwischen PSG und Bayern. Dass mein FCB keine 4 Dinger kassieren musste, war wirklich mal nur dem Bayern-„Dusel“ geschuldet. Natürlich bin ich immer noch der Meinung, dass man mit Lewa, Gnabry und Goretzka in Summe weitergekommen wäre, aber was Neymar, Mbappe und di Maria teilweise veranstalten, ist schon Wahnsinn.

    Umso mehr kotzt es mich an, dass 2 ähnlich spektakuläre Jungs (auch wenn sie noch ne Kategorie unter dem genannten Trio anzusiedeln sind) bald auch für die Scheichs oderReal auf Torejagd gehen: Haaland und Sancho :(

    Financial Fair Play war ne nette Idee, die aber leider nur halbherzig angegangen wurde und wohl auch nie wirklich umgesetzt werden wollte.

    1. Ich finde es von Flick natürlich auch mehr als nachvollziehbar sich Gedanken zu machen.
      Das würde auch erklären warum er seinen Frust auch öffentlich ungewohnt offensiv durchblicken hat lassen.
      Ich kann es ehrlich gesagt auch nicht verstehen warum ein Trainer in Transferfragen nicht besser abgeholt werden kann… Es geht ja nicht darum dass er alles entscheidet, sondern sich als Teil der Kaderplanung fühlt. Denn so wie man das Ganze interpretieren kann, stellt man Ihn da eher vor vollendete Tatsachen, und das ist schlicht und ergreifend kein zeitgemäßer Führungsstil mehr.

      Aber ich bin im generellen natürlich auch der Meinung dass beide, also Hansi und Hasan Fehler gemacht haben. (Falsche, zu wenig Spieler/Mehr Chancen, mehr Einsätze, mehr Rotation)
      Das was für mich nur am unverständlichsten bleibt ist, wie man es schaffen kann eine funktionierende Mannschaft aus Spielern und Trainer innerhalb kürzester Zeit so zu schwächen, dass manch Spieler und der Trainer gehen, gegangen werden, bzw. sich überlegen zu gehen und wie man es nicht schafft als CL Sieger mehr spannende Spieler für sich zu gewinnen um ähnlich erfolgreich zu bleiben.
      Also gefühlt hat man da das volle Potenzial nicht ausgeschöpft und das macht einen halt einfach traurig/sogar ein bisschen wütend.

      1. ein weiterer Erklärungsversuch von meiner Seite…

        Ich bleibe dabei.
        HS wurde „installiert“.

        Ich benutze diesen Begriff eigentlich nicht gerne für Menschen, aber hier passt er, weil er den vollkommen unnatürlichen Karrieresprung von HS bildlich gut darstellt.

        Normalerweise geht man seinen Berufsweg Stufe für Stufe, aber bei HS wurden da viele Sprossen übersprungen. Das ist ein unnatürlicher Vorgang, und kann nur durch eines gut begründet werden, nämlich Kompetenz.

        (Z.B können manche sehr kompetente Schüler auch mal eine Klasse überspringen, aber man mag sich ja nicht vorstellen, wie es auf das allgemeine Klassengefüge wirken würde, wenn der Lehrer einen Schüler, mit dem er wohlweislich gut kann, ohne fachliche Begründung einfach mal 2 Stufen weiter befördert.)

        Doch zurück zum Fc. Bayern…
        Durch dieses stufenweise Durchlaufen der Arbeitswirkstätten, erhält man mehr Wissen, mehr Erfahrung und hat dann so etwas wie ein “Standing“.
        Viele fragen sich warum man für eine millionenschweren Verein wie den FC. Bayern einen auf diesem Arbeitsfeld absolut unerfahrenen Mann wählte.
        Ich meine, zur These “Installation” passt auch, dass HS gerade eben KEINE Erfahrung und kein Standing mitbrachte. Das wäre ja nachgerade hinderlich gewesen.

        Doch noch nicht genug,.. man justiert nochmal nach und befördert HS jetzt in den Vorstand. Jetzt ist er ganz oben.
        Für mich weiß, (bewußt oder unbewußt), HS sehr genau, dass er nicht auf natürlichem Weg zu so viel Macht gekommen ist.
        Wenn er es sich selbst gegenüber nicht zugeben kann, (und dazu bräuchte es gute Selbsteinschätzung und vor allen Dingen Bescheidenheit), dann folgt jetzt…
        ein naßforsches und selbstüberschätzendes Auftreten.

        Die Situation ist in etwas so, wie wenn ein Vater seinem Sohn VIEL zu große Schuhe anzieht, der Sohn damit aber stolpert und purzelt und sich sagen wir mal so,.. alles andere als geschickt, anstellt. Wie denn auch sonst? Da kann man HS gar keine Schuld geben!
        Und weil die Schuhe so groß sind und weil er, wenn ers nicht durchdenkt, ja auch insgeheim stolz ist dass ihm sein Vater soo große Schuhe anzog, muss er fast zwangsläufig großspurig und unsensibel auftreten und richtet mit den Jahren immer mehr Schaden an.

        Das Tragische darin ist, dass ja trotzdem fast jedermann sieht, dass er ja nur der kleine Brazzo in viel zu großen Schuhen ist. (Ganz Fussballdeutschland hat ja schon diesbezüglich abgestimmt).

        Ich will jetzt nicht speziell auf die Kadersituation eingehen, denn keiner kann wissen was passiert wäre, wenn HS den ein oder anderen Spieler mehr oder weniger geholt/ziehen gelassen hätte. Das werden wir nie erfahren.

        Keine Spekulation ist, dass mit dieser Art des Umgangs ein gewaltige Schaden für das Binnenklima des Vereins entstanden ist, für die Aussendarstellung desselben und vor allen Dingen auch im zwischenmenschlichen Bereich unter Kollegen.

        Wie fragil und ganz schnell gestört so ein zwischenmenschliches Klima ist, das sehen wir doch hier im Forum auch alle jeden Tag.

        Da schreibt Justin einen bewußt positiv angehauchten Artikel über HS,(wie er selbst zugibt,(13.04. 13:53) und dann kommen auch konträre Meinungen dazu von Foristen und dann fallen Worte wie „Verschwörungstheoretiker, und passiv-agressives Verhalten.
        Und ich will damit Justin nichts unterstellen, glaube ihm sogar dass er, Zitat: “einen angemessenen Austausch auf Augenhöhe möchte.”
        Ich will damit nur unterstreichen WIE wichtig die Augenhöhe ist und das faire, kollegiale Miteinander.
        HS hat für mich die Augenhöhe mindestens auf Vorschuss und von seiner Fairness und Kollegialität haben wir leider noch keine angenehmen Proben erhalten können. Das muss zu Problemen führen.

        Ich möchte betonen, dass diese Schilderung in keinster Weise abwertend HS gegenüber sein soll. Ich versuche die Problematik der jetzigen Situation heraus zu arbeiten und würde mich wirklich, wirklich freuen, wenn wir von ihm noch Proben von echter Kollegialität und Fairniss bekämen, denn jeder ist zur Entwicklung fähig.
        Ich habe im Übrigen auch schon geschrieben, dass ich denke, dass er seine Fähigkeiten hat.
        Ich hoffe auch, ich konnte verdeutlichen, dass HS in gewisser Weise auch ein Opfer ist, auch wenns so aussieht, als ob er groß Karriere macht.

        Aber warum ihn sein „Vater“ und wir wissen wer da gemeint ist, so ins Rennen schickt? Über diese Vaterqualitäten lässt sich der nächste Beitrag schreiben..
        aber genug für heute..

        ich hoffe wirklich, dass auch die „Pro HS Fraktion“ diesen Beitrag in Ruhe lesen wird und noch wichtiger, auch wenns für ein Fussballforum etwas provokativ klingt, mit fühlendem Herzen lesen wird.

      2. @S.K.:

        Ich meine, zur These “Installation” passt auch, dass HS gerade eben KEINE Erfahrung und kein Standing mitbrachte. Das wäre ja nachgerade hinderlich gewesen.

        Doch noch nicht genug,.. man justiert nochmal nach und befördert HS jetzt in den Vorstand.

        Vielleicht weil er da Erfahrung und Standing hatte und die Leute beim FCB, die seine Arbeit wirklich beurteilen können, mehr als zufrieden mit ihm waren?

        Ich weiß, die Möglichkeit ist schwer zu akzeptieren, wenn man eine gänzlich andere Meinung vertritt. ;)

      3. Kleiner Nachtrag:
        “Salihamidzic war in seiner Nebenrolle als FCB-Markenbotschafter positiv aufgefallen, überzeugte seitdem mit Fleiß, Umtriebigkeit und seinem Netzwerk. “Hasan hat sich drei Jahre die Hacken abgelaufen”, sagt Bayern-Präsident Herbert Hainer. Im Herbst 2019 stimmte der Aufsichtsrat einstimmig für Salihamidzics Beförderung.”

        Das “einstimmig” sollte sich die “Der wurde nur von Hoeneß installiert”-Fraktion gelegentlich vor Augen führen.

      4. @ Tobi 13

        10 min. nach meinem post und Sie verbleiben wieder in Ihrer eingefahrenen Argumentationsart.
        Mein Wunsch nach vorbehaltlosem Lesen und Nachspüren hat sich zumindest bei Ihnen nicht erfüllt.
        Schade.

        Ich habe klar geschrieben, dass ich glaube HS hat auch seine Fähigkeiten. Ich sehe ihn wirklich eher als wendigen Netzwerker, aber nicht mit einem Millionenbudget ausgestattet. (Wenn ich im vorherigen Bilde bleiben möchte, dann also eher in kleinen wendigen Tanzschuhen :-).

        Fleiß und Ehrgeiz halte ich allerdings nicht primär für Kernkompetenzen um mit Millionen zu jonglieren, behutsame und kluge Gespräche zu führen und die Aussendarstellung eines Riesenvereins zu managen.

        Mein Versuch war zu erklären WIE es zu dieser unbefriedigenden Situation kommen konnte/musste.
        Und dass infolge der Nichtbeachtung natürlicher Gesetzmäßigkeiten diese Misere nun besteht und wir hier alle erstaunt, gefrustet und irgendwie enttäuscht verfolgen müssen, was sich da gerade offenbart.

      5. @S.K.:
        Wo du ihn siehst, spielt keine große Rolle.
        Dir fehlt es an Einblicken, Salihamidzics Arbeit wirklich beurteilen zu können.

        Und dein offensichtlicher Denkfehler ist, dass man meinte irgendwas nachjustieren zu müssen.
        Man war zufrieden und hat ihn befördert. Zwischen Sportdirektor und Sportvorstand fehlte eben keine Sprosse. ;)

        Außerdem ist es ein völlig falscher Trugschluss, Brazzo hätte kein Standing gehabt. Der hatte aufgrund seiner Arbeit als Markenbotschafter durchaus ein gutes Standing im Verein.

        Das du meinst beurteilen zu können, was in Brazzos Gedankenwelt vorgeht, ist dann echt der Gipfel der Anmaßung.
        Sorry, aber in meinen Augen ein mehr als peinlicher Beitrag.

      6. @S.K.
        +1
        Ein kluger und durchdachter Text.

      7. @S.K.:
        Ih würde mich eher der neutralen Funktion bzw. teilweise (in Momenten, in denen mich das Gezanke besonders aufregt) sogar einer Anti-Flick und Anti-Salihamidzic Fraktion zugehörig fühlen und habe mal den Vorschlag beherzigt, in mich zu gehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass man einiges aus den Vergleichen von oben durchaus als nachvollziehbar bezeichnen kann. Mir ist aber auch aufgefallen, dass man manche Dinge auch auf Flick übertragen kann, denn der ist auf dem Gebiet des Vereinstrainers auf Topebene auch ein Neuling. Im Umgang mit Topstars hat er zweifelsfrei eine Menge Erfahrung, schließlich war er ja 6 Jahre lang Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Wie man eine Mannschaft aber über einen längeren Zeitraum führt, gehörte nie zu seinen Aufgaben. Genausowenig war er bislang jemals in der Situation gewesen, die Spannung über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten zu müssen. Er hatte letztes Jahr quasi eine Salami-Saison. 10 Spiele, dann Winterpause, dann wieder ca. 10 Spiele, dann Corona-Pause, denn wieder ein paar Spieltage, dann eine kurze Verschnaufpause und dann noch einmal 3 Wochen CL-Turnier. Das gleicht dann doch eher dem Ablauf, wie er es als Nationaltrainer kannte. Es hat vor allem auch den Vorteil, dass man dazwischen immer wieder abschalten kann bzw. den Personen, mit denen man vielleicht nicht so gut kann, auch mal aus dem Weg gehen kann. Diese Saison gab es quasi überhaupt keinen solchen Puffer und man saß mehr oder weniger seit September gefühlt nur aufeinander. Was Flick auch nicht so kennt, ist es gleich im Anschluss an Rückschläge sofort weiterarbeiten zu müssen. Gab es bei der Nationalelf einen Rückschlag, war das eigentlich immer gleichbedeutend mit dem Ausscheiden bei einem Turnier und dann ging man erst einmal getrennter Wege, ehe man sich dann nach Wochen wieder traf. Bei Bayern musst man am Tag nach einem Rückschlag gleich wieder loslegen ohne sich vorher wieder sammeln zu können. Das Kadermanagment ist bei der Nationalelf auch viel einfacher als im Verein. Wenn man vor der Nominierung schon seine Hausaufgaben macht und vor allem darauf achtet, dass man Spieler, die bei einer Nichtberücksichtigung während des Turniers für Probleme sorgen könnten, zuhause lässt, dann hat man da eher weniger Probleme. Es entsteht dann im Idealfall eine Stimmung, bei der alle ihre Egos einem gemeinsamen Ziel unterordnen. So ähnlich war es auch bei Bayern in den beiden Blocks nach der Coronapause. Über eine ganze Saison hinweg ist das zweifelsfrei schwieriger.
        Ich will auf keine Fall sagen, dass Flick diese Dinge nicht beherrscht. Dennoch fällt mir auf, dass sie ihm teilweise Schwierigkeiten bereiten und das könnte auch ein Grund dafür sein, warum er im Laufe dieser Saison immer dünnhäutiger und gerzeizter wirkt. Ich meine es gar nicht respektlos, wenn ich sage, dass auch Hansi Flick noch Dinge lernen muss, wenn er längerfristig erfolgreich bei einem Top-Verein arbeiten möchte. Für einen Nationaltrainer bringt er alle Voraussetzungen mit und für einen erfolgreichen Vereinstrainer verfügt er definitiv auch über die nötigen Kernkompetenzen im menschlichen und taktischen Bereich. Dennoch bedürfte es hier noch einiger Nachjustierungen.

      8. @WTG
        ja, da kann ich in sehr Vielem mitgehen. Auch Hansi war in gewisser Hinsicht zum ersten Mal mit so einer Trainersituation betraut und deshalb sicher nicht fehlerfrei.
        Umso wichtiger wäre es gewesen einen Chef zu haben, der das gut handelt und ihn unterstützt.
        Wie gesagt auf Augenhöhe und mit kollegialer Fairness.

      9. @ WTG
        +1
        “Dennoch bedürfte es hier noch einiger Nachjustierungen.”

        Bedarf es das nicht bei uns allen noch??? :-))

      10. Tobi13, für meinen Geschmack sind mir deine Posts viel zu aggressiv. Wir sind hier ALLE Bayern Fans und in unsrer Freizeit hier, weil uns dieser Verein wichtig ist. Bei Spielen würden wir gemeinsam unsere Mannschaft anfeuern, insofern wäre es schön uns alle auch so zu sehen und einfach sachlich miteinander zu diskutieren.

      11. @S.K.: wie frustrierend muss es wohl für einen Sportvorstand sein, wenn er das Gefühl hat, dass der eigene Trainer die Mannschaft durchgehend mit Vollgas fährt und dabei in Kauf nimmt, den Motor zu überhitzen? Flick mag Salihamidzic in vielen Bereichen überlegen sein. Von Rotation hat er aber weniger Ahnung. Salihamidzic war jahrelang Spieler unter Hitzfeld und hat selbst erlebt, dass Spieler, die eigentlich etwas schwächer sind als die Stammelf, dieser trotzdem helfen können. Der junge Brazzo war in seinem ersten Jahr leistungstechnisch sicherlich nicht auf dem Niveau von Elber, Scholl oder Basler, bekam aber trotzdem seine Einsätze und hat sogar durch Tore in Barcelona und Manchester wesentlichen Anteil gehabt am Überstehen der Gruppenphase in der CL 1998/99. Als Sportdirektor durfte er noch fast eine Saison mit Heynckes zusammenarbeiten und hat auch da gesehen, wie man in einer normalen Saison ohne Pausen bis zum Schluss eine fitte Mannschaft haben kann. Wenn man diesen Background hat und dann sieht, dass der Trainer sogar einen internationalen Topspieler wie Hernandez teilweise mehrere Spiele am Stück komplett außen vor lässt, dann ist ein gewisser Ärger bzw Frust mehr als verständlich. Es ist halt immer die Frage, wie man mit Ärger umgeht. Salihamidzic meint scheinbar, dass er sich den Boss raushängen lassen muss und Flick meint, dass der Weg, sich bei der Presse auszuheulen der richtige wäre. Beide Vorgehensweisen qualifizieren mMn jemanden nicht wirklich für ihre Position.

      12. Der Beitrag von S.K. enthält viel interessante Schlussfolgerungen, ebenso wie die Replik von Willy.
        Auf die möchte ich mich beziehen.
        Ich weiß nicht was du mit Kadermanagement meinst und warum das eine besondere Herausforderung sein sollte. Gerade dieser Umgang mit Menschen, mit Mannschaften wird seit 20 Jahren als die Kernkompetenz von Flick beschrieben. Die Berichte über seine früheren Stationen lesen sich dazu geradezu schwärmerisch. Auch jetzt scheint er den Kader vollständig im Griff zu haben. Nicht einmal von Seiten der Ersatzspieler gibt es negative Reaktionen oder Gerüchte.
        Flick scheint nach allen Schilderungen über ihn ein sensibler, emotionaler und emphatischer Mensch zu sein, was mit seinen vorher geschilderten Erfolgen korrespondiert.
        Er scheint im Stande zu sein für seine Umgebung eine Art Wohlfühloase schaffen zu können.
        Ich nehme mal, dass er im Umkehrschluss diese aber genauso für sich beansprucht. Und da beginnt vielleicht ein gewisses Problem. Flick hatte wie du richtig feststellst keinerlei Erfahrungen mit einem Job dieser Größenordnung. Nichts was er vorher gemacht hat, konnte ihn auf die Wucht vorbereiten, die ein Klub wie der FCB entfalten kann.
        Ich stelle auch fest, dass er seit einiger Zeit genervt und angespannt reagiert. Ich verorte das auch weit vor der jüngsten Eskalation. Mir fällt es ungefähr seit Jahresanfang auf.
        Ich könnte mir vorstellen, dass ihm die Gesamtsituation Trainer des FCB zu sein, mit allem was dazu gehört, zunehmend aufs Gemüt schlägt. Der ewige Druck, die immer gleichen nervigen Fragen, ja auch der Stress mit Brazzo, eine Saison mit einer Verdichtung wie es noch keine vorher gab, und nicht zu vergessen die andauernde Corona-Lage. Peter Bosz hat in seinen letzten Tagen in Leverkusen z.B. auf die Frage ob er Angst habe geantwortet: Täglich. Immer dann wenn abends der Anruf vom Teamarzt kommt und schlimme Nachrichten aus den jüngsten Testungen zu befürchten sind.
        Kurz: Vielleicht fühlt sich Flick im Gesamten nicht mehr gut hier. Sein Wohlfühlgefühl ist weg.
        Kann also sein, dass Flick in den letzten Wochen tatsächlich ins Grübeln gekommen ist, ob er sich das noch weiter zumuten möchte, ob er das langfristig wegstecken kann.
        Mag sein, dass da der Gedanke an die NM wie eine erfolgreiche Fluchtmöglichkeit erscheint, um erhobenen Hauptes den Platz zu verlassen.
        Im Kontext dieser Gedanken hieße es, dass es nicht den einen Grund geben würde, um ggf. den Verein zu verlassen.
        Wie ich neulich schon sinngemäß schrieb, niemand verlässt den FC Bayern weil er sich einen anderen RV wünscht.
        Da müssen die Gründe schon etwas komplexer sein. Das hier geschilderte, könnte ich mir als einen weiteren Baustein dazu vorstellen.

      13. @Make:
        Sorry.
        Zitat S.K. :
        “Ich meine, zur These “Installation” passt auch, dass HS gerade eben KEINE Erfahrung und kein Standing mitbrachte.”

        “Für mich weiß, (bewußt oder unbewußt), HS sehr genau, dass er nicht auf natürlichem Weg zu so viel Macht gekommen ist.”

        “(Ganz Fussballdeutschland hat ja schon diesbezüglich abgestimmt).”

        Die Aussagen sind eindeutig falsch und in Bezug auf Salihamidzics Wissen anmaßend und spekulativ.

        So viel bewusste Unsachlichkeit regt mich tatsächlich auf. Da hätte ich viel aggressiver reagieren können, hab mich aber bewusst zurückgehalten.

      14. Und immer wieder die Fake News zur angeblich fehlenden Rotation.
        Bei einem Thema wo die Daten so offen zur Verfügung stehen mehr als erstaunlich. Das muss man sich erstmal trauen.

      15. @Jo: Kadermanagment war in diesem Fall eher der falsch gewählte Ausdruck. Ich meinte damit eher die Rotation bzw. die Fähigkeit, niemandem im Kader so lange links liegen zu lassen, dass dieser auch im personellen Notfall keine Hilfe mehr sein kann. Das haben andere Trainer mMn besser drauf. Den Umgang mit Spielern beherrscht Flick zweifelsfrei. Wobei ich persönlich immer vorsichtig mit der Aussage, dass alle zufrieden sind, bin. Aufgrund der Gruppendynamik, die in jeder Gruppe herrscht (als Lehrer kann ich das glaube ich ganz gut beurteilen), ist es auch so, dass es einem Trainer immer dann besonders gut gelingt, eine Mannschaft zu führen, wenn er die entscheidenden Spieler hinter sich hat und ein gutes Verhältnis zu ihnen aufbaut. Es ist kein Zufall, dass Ancelotti und Kovac bei Bayern scheiterten. Es hatte mehrere Gründe, aber der Aspekt, dass beide mit Müller ihre Probleme hatten, war sicherlich ein Katalysator. Flick hat vor allem zu den alteingesessenen Spielern wie Neuer, Müller und Boateng ein gutes Verhältnis schon wegen der gemeinsamen Vergangenheit mit dem Höhepunkt 2014. Auch mit den anderen deutschen Nationalspielern kann er es sehr gut und das ist schon einmal die halbe Miete. Was es auch leichter macht ist die Tatsache, dass es derzeit mMn keinerlei schwierige Charaktere gibt vor allem nicht im Bereich der Reservisten.

      16. @BM: Bevor du jetzt Statistiken rauskramst zum Thema Rotation und mit den Einsatzzeiten der Ergänzungsspieler hausieren gehst, möchte ich sagen, dass ich diese Statistiken auch kenne. Ich ignoriere sie nicht, und verbreite ganz sicher nicht bewusst irgendwelche Fake News. Ich möchte versuchen, dir meine Kritik an Flicks Rotationsfähigkeiten an zwei Beispielen zu erklären:
        1. Als nackten Fakt kann man zweifelsfrei aufführen, dass Hernandez mit 18 Bundesligaeinsätzen und 10 Spielen in der CL sicherlich nicht von Flick ignoriert wurde. Wenn man allerdings auf die Spiele schaut, in denen Davies nicht verletzt oder gesperrt war, in denen Alaba nicht im Mittelfeld gebraucht wurde, weil Kimmich und/ oder Goretzka ausfielen und Flick somit sein Wunschquartett Davies, Alaba, Kimmich und Goretzka beisammen hatte, dann wird es schon etwas weniger mit den Einsätzen von Hernandez. Es gab da einige Spiele am Stück, in denen er keine einzige Minute spielte, was bei einem Spieler seiner Klasse und einem mörderischen Programm zumindest für mich unverständlich ist. Rotieren muss man dann, wenn alle im Saft stehen und nicht dann, wenn dsa Kind schon in der Brunnen gefallen ist. Die hohe Anzahl an Einsätzen für Hernandez sind mMn auch viele “erzwungene Einsätze” mangels Verfügbarkeit eines von Flick präferierten Stammspielers. Als bewusste Rotation würde ich das nicht bezeichnen. Und hier geht es um einen Spieler, der definitiv über internationale Klasse verfügt.
        2. Ein weiterer Punkt, den ich kritisiere, ist die Tatsache, dass Rotation auch sinnvoll sein sollte. Ganze Mannschaftsblöcke auszuwechseln, anstatt Ersatzspieler durch Einsätze in einer ansonsten fast unveränderten Stammelf heranzuführen, ist für mich ein Zeichen dafür, dass man Rotation nicht unbedingt richtig umsetzt. Justin hat das in mehreren Artikeln zuletzt gut erklärt und z.B. auch gezeigt, dass Roca eigentlich immer ganz gut gespielt hat, wenn er Kimmich und Müller um sich herum hatte. Selbst Sarr hat in der Hinrunde beim 3:2 in Dortmund einigermaßen mithalten können. Wirft man beide Spieler allerdings gemeinsam mit Spielern wie Choupo-Moting und evtl. auch noch Douglas Costa gleichzeitig in ein Spiel, braucht man sich nicht zu wundern, wenn es hakt.
        3. Zu Rotation gehört für mich auch zu erkennen, wenn Spieler beginnen zu schwächeln und nicht erst zu warten, bis sie auf dem Zahnfleisch daherkommen. Man darf jetzt gerne auf Löw schimpfen und ihm die Verletzung von Goretzka und die Formschwäche von Kimmich anlasten. Ich sage allerdings, dass auch Flick hier seine Finger im Spiel hat. Kannst du mir erklären, warum Kimmich z.B. beim Rückspiel gegen Lazio 77 Minuten spielt und Roca 90 Minuten auf der Bank sitzt? Man hatte das Hinspiel in Rom mit 4:1 gewonnen und hätte sich sogar ein 0:3 (!!!) leisten können. Zur Halbzeit stand es 1:0 und gewechselt wird immer noch nicht.
        Ich bin gespannt, ob du bei deinem Fake News Vorwurf bleibst, oder evtl. mal eine gut begründete Antwort, die gerne auch länger als deine sonstigen drei bis vier Zeilen voller Sticheleien sein darf, hinkriegst.

      17. Ich hoffe da bin ich mit meinem Post jetzt richtig ;).
        Sollte als Antwort zu WTGs Ausführung zu Flicks Rotation sein.
        Diese Beobachtung habe ich auch gemacht und mich gewundert warum er die Rotation nicht geziehlter einsetzt. Hat mich ein bisschen an Kovac seine Rotationspraktiken erinnert.
        Wirkt entweder zu viel oder zu wenig ;).

      18. @willythegreat schrieb @BM:
        “Ich bin gespannt, ob du bei deinem Fake News Vorwurf bleibst, oder evtl. mal eine gut begründete Antwort, die gerne auch länger als deine sonstigen drei bis vier Zeilen voller Sticheleien sein darf, hinkriegst.”

        @BM: Würde mich auch interessieren, ob du außer Sticheleien und Provokationen auch mal sinnvolles zu sagen hast. Da du aber durchgehend auf der Brazzo-Hater-Welle reitest wirst du sicher von den üblichen Verdächtigen noch für deine tollen Beiträge zur Diskussionskultur gelobt.

      19. @WTG
        Keine Angst ich werde dich nicht mit Fakten behelligen. Ich kann nur wieder jedem empfehlen der sich dafür interessiert sich das dementsprechende Datenmaterial selbst anzusehen und sich nicht auf vage Einschätzungen zu verlassen.
        Der intuitive und emotionale Eindruck täuscht da leicht. Das ist wie der Eindruck in unserer Jugend waren alle Sommer sonnig und lang, die Winter knackig und an Weihnachten lag immer Schnee. Leider kommt dann immer so ein blöder Meteorologe ums Eck und erzählt uns anhand seiner Daten wie falsch wir liegen.
        Ich war jedenfalls über manche Ergebnisse auch überrascht. Ein kleines Schmankerl eher unwichtig als Appetithappen. Im letzten Podcast (?) wurde Gaudino angesprochen als Muster wie man Spieler erfolgreich in die Rotation einbaut. Nachgeschaut und festgestellt dass Roca z.B. ein fast identisches Einsatzprofil hat wie Gaudino in seiner ersten Saison.
        Nun aber genug von leidigen Fakten und zu den Emotionen.

        @Wohlfarth
        Es tut mir leid dass du dich provoziert fühlst. Als kleine Entschädigung ein Kompliment (du musst es nicht annehmen :-)
        Ich lese deine Beiträge unabhängig vom Inhalt ganz gern. Weil sie so erfrischend ehrlich sind. Mit Typen die eine klare Kante haben komme ich zurecht. Das ist mir deutlich lieber als seine Intentionen hinter endlosem Geschwurbel zu verstecken.

        Ich hoffe das war jetzt lang genug. Leider muss ich jetzt wieder was Sinnvolles machen. Brazzo haten usw.

      20. @BM: Danke für die ausführliche Antwort, auch wenn sie mich nicht überzeugt. Bei jemandem, der Fakten nur dann aufführt, wenn sie hilfreich sind, um die Gegenseite zu kritisieren und alles, was die eigene Meinung stützt, kritiklos übernimmt, egal ob es nur eine Vermutung ist oder nicht, ist das für mich auch nicht verwunderlich.

      21. @BM: Schön dass du dich aufgerafft hast um mal mehr als deine übliche polemische Zeile zu schreiben, auch wenn sich der Erkenntnisgewinn in Grenzen hält.
        Für Ehrlichkeit gelobt zu werden, finde ich etwas seltsam. Aber wenn ich so überlege, so selbstverständlich ist Ehrlichkeit doch nicht, wenn ich mir die Heuchler anschaue, die sich hier so rumtreiben :-)

    2. Ein sehr ausgewogener Artikel.
      Sehr viel ausgewogener als den einen oder anderen den man hier lesen musste.

    3. Inhaltsleer und voll heißer Luft.

      Hier werden nur Allgemeinplätze abgelassen und (abgesehen von Thema IV) null komma null konkrete Punkte erwähnt. Liest sich wie eine Presseerklärung eines Politikers.

      Ganz schwach. Und trotzdem ein gutes Beispiel dafür, wie die Presse krampfhaft versucht, unseren Verein als Bösewicht und Flick als sein hilfloses Opfer darzustellen.

      Dass das hier von den üblichen Verdächtigen abgefeiert wird, ist natürlich klar. Macht das Geschreibsel aber nicht besser.

    4. Egal, wie Flick sich entscheiden sollte, ist auf jeden Fall in den letzten Tagen etwas passiert, was ihm – egal wofür er sich entscheiden wird – erstmals in seiner Trainerlaufbahn direkt widerfährt:
      er wird in den Medien kritisiert bzw. seine Entscheidungen werden kritisch hinterfragt und ihm eine nicht gerade kleine Mitverantwortung an Niederlagen gegeben. In der letzten Saison gab es fast nichts zu kritisieren und in dieser Saison wurde Kritik bis vor kurzem sehr sanft geäußert und wenn dann meistens gleich durch die Argumente schlechte Kaderplanung und enorme Belastung relativiert. Nachdem jetzt schon klar ist, dass es maximal einen Titel geben wird und der CL-Titel nicht verteidigt werden kann, hat die Presse auf “Angriffsmodus” umgeschaltet.
      Nicht nur auf miasanrot wird mittlerweile Flicks sparsame Rotation angesprochen, mehrfach wird hinterfragt, warum Hernandez nicht schon öfter in der IV randurfte, wieso Flick es nicht schaffte, manche Spieler besser zu integrieren. Kurzum: die Fragen, die wir schon seit Wochen bzw. Monaten immer wieder hier diskutierten, sind jetzt auch in den großen Medien angekommen und werden dort ausführlich durchgekaut. Kurzum: die Zeit des Arbeitens ohne Kritik von Außen ist vorbei.
      Bei der derzeitigen Qualität an Nationalspielern denke ich nicht, dass Flick als Nationaltrainer eine solche Serie hinlegen könnte, wie er es mit Bayern tat und da kann er also davon ausgehen, dass er wegen ausbleibender Ergebnisse öfters in der Kritik stehen dürfte, als er es bisher gewohnt war. Wenn er bei Bayern weitermacht, wird es – außer er schafft wieder so eine Saison wie 2019/20 – ähnlich sein. Wenn man einmal im Fadenkreuz der Medien ist, halten sich gewisse Schlagworte eine lange Zeit. Sollte die Nationalmannschaft auch unter Flick viele Gegentore bekommen, wird es immer heißen, dass Flick dieses Manko schon bei Bayern nie unter Kontrolle bekam. So schön und ruhig, wie er es bisher hatte, wird es wohl nicht mehr werden.Von daher erlebt Flick im Endeffekt das, was eigentlich alle anderen Top-Trainer ebenfalls schon mindestens einmal durchleben mussten, nämlich bei ausbleibenden Ergebnissen dafür verantwortlich gemacht zu werden.
      Er geht da eher den Weg, den auch Pep und Mourinho gehen mussten, denn die galten anfangs auch fast als unfehlbar. Als die Ergebnisse ausblieben, mussten teilweise konstruierte Argumente herhalten, um ihnen etwas vorwerfen zu können. Andere Trainer wie z.B. Heynckes haben auf dem Weg zur Spitze enorm viel einstecken müssen und sich erst zum Ende ihrer Karriere hin eine gewisse Unantastbarkeit erarbeitet.

    5. Steffen hat hier viele gute Punkte. Vor allem das folgende Zitat wäre zu nennen.

      “Aktuell stellt sich vor allem die Frage, wer diesen Konflikt intern überhaupt moderieren und gestalten kann. Uli Hoeneß ist nicht mehr da. Karl-Heinz Rummenigge ist auf dem Sprung. Und Oliver Kahn noch nicht richtig im Chefsessel angekommen. Ein gewisses Machtvakuum ist nach der langen Ära Hoeneß/Rummenigge in dieser Phase zum ersten Mal spürbar.”

      Dieses Interregnum mit all seinen Bruchstellen und Unsicherheiten sollte nicht mehr allzu lange dauern. Am aktuellen Beispiel sieht man es gerade bei der gestellten Frage, wer denn diesen Konflikt gestalten und moderieren sollte. Mit der nötigen Autorität möchte in hinzufügen. Einerseits war es natürlich nachvollziehbar und vernünftig Kahn eine längere Vorbereitungsphase für sein neues Amt zuzubilligen, andererseits scheint diese Phase mittlerweile schon etwas zu lange zu dauern.
      Während der neue König (oder Titan) noch immer auf seine Inthronisierung warten muss, stecken die möglichen Diadochen schon mal ihre Claims ab.
      Wenn das nur halbwegs zutreffen sollte, was über das Handling der Causa Boateng berichtet wird , hätte Brazzo nicht nur Boateng und Flick, sondern auch Rummenigge völlig desavouiert. Ein Gedanke der dem “Bürschchen” vor kurzem nicht mal im Traum gekommen wäre.
      Es wird natürlich nicht geschehen und wäre nicht angemessen und vermittelbar, aber rein organisatorisch wäre es das Einfachste Rummenigge tritt kurzfristig zurück, mit voller Übergabe aller Kompetenzen an Kahn. Der dann schnellstmöglich zusehen sollte seinen Laden in den Griff zu bekommen.
      Da das natürlich nicht geschehen wird, könnten uns noch interessante Monate bevorstehen. Wenn ich nur an die möglicherweise bevorstehende Trainersuche denke??

      1. Wenn dem so ist, sieht man gut wie wichtig klare Strukturen und Kompetenzen auch für einen Fußballverein sind und dass es bei den handelden Personen natürlich auch um Macht, Einflussnahme und Karriere geht.

    6. Was steht jetzt da so weltbewegendes drin? Der übliche nichtssagende Praktikantenartikel.
      Aber die Hansi-ist-der-geilste-und-Brazzo-ist-der-Antichrist-Fraktion ist ja ziemlich leicht zu beeindrucken.

    7. Man kann Hansi Flick auch deshalb bestens verstehen, weil der Bundestrainer-Job im Schnitt nur alle 10 Jahre frei wird (10 Reichs- bzw. Bundestrainer seit 1926) – ein Zeitfenster, welches sich also nur selten öffnet.
      Es ist daher vollkommen legitim, sich in aller Ruhe das DFB-Angebot anzuhören. Genauso gelassen sollte Flick abwarten, was er im bevorstehenden Gespräch mit Oliver Kahn an Perspektive angeboten wird. Eine bloße Bittsteller-Position in Bezug auf Kaderplanung dürfte sich mit den Erfolgen erledigt haben.
      Entweder die Position Flicks beim FCB wird sich ändern. Oder Flicks Arbeitgeber.

      1. Man sollte sich einmal die diversen “Bittsteller-Positionen in der Kaderplanung” der letzten Jahre genauer ansehen.
        Da tauchen auch diverse Namen in der Kaderplanung auf, die man von Seiten der Vereinsführung ignoriert hat.
        Und da waren teilweise auch Namen dabei, die man leider nicht ignoriert hat.

        Und die Beispiele, wie man es sowohl in der einen als auch in der anderen Richtung selbst bei den “Hochkarätern” falsch machen kann, sind auch in anderen Vereinen immer wieder zu besichtigen.
        Vor allem die berühmten “No-brainer”, die sich im Nachhinein dann als Flop entpuppen.
        Und dieses Spiel ist seit Jahrzehnten nie anders gewesen.
        Vom Topstar, der beim anderen Verein plötzlich nie mehr an seine Leistungen herankommt, bis zu aufstrebenden Talent, das diese Stufe leider nie hinter sich lässt, ist da alles dabei.

        Und dann gibt es noch die andere Seite der Medaille – der Trainer wirkt entscheidend an der Kaderplanung mit und geht dann. Und der Nachfolger kann zusehen, wie er damit zurecht kommt.
        Und auch da gibt es “hervorragende Beispiele” wie plötzlich gesetzte Spieler sich auf der Bank wiederfinden, weil der Neue eben einiges völlig anders sieht.

      2. Es geht nicht darum dass Flick entscheidet wer kommt und wer nicht, es geht um ein Miteinander, ständigen Austausch und mit abholen. Und ich unterstelle da vielleicht etwas aber meine Interpretation der Sache ist eben, dass es das nicht gab oder zu wenig gab. So äußerte sich ja auch Kovac dazu.
        Also bitte weg von den zu extremen Positionen, ich glaube nämlich nicht dass Flick auch zugleich Sportvorstand sein mag, bzw. so eine Machtfülle anstrebt.

      3. Es ist doch in den meisten großen Vereinen so, dass die Vereinsführung die Kaderplanung durchführt.
        Es sei denn der Verein schwimmt derart im Geld, dass es egal ist, ob und vieviel Spieler ein Trainer will.
        Ein Perez von Real ist das Paradebeispiel – wenn ER einen Spieler will, dann wird der geholt.
        Und im Regelfall sind die Spieler länger im Verein als die Spieler.
        Ein Miteinander wird es mit Sicherheit geben, aber nicht zwingend immer eine einstimmige Entscheidung.
        Und damit müssen Trainer von jeher leben.

        Auch ein Guardiola bekam keinen Neymar, sondern “nur” einen Götze.

      4. @Mitschnacker
        “Entweder die Position Flicks beim FCB wird sich ändern. Oder Flicks Arbeitgeber.”
        das ist doch genau der punkt! wenn der FCB flick halten will, MUSS der vorstand auf ihn zugehen und ihm in seinen forderungen zumindest teilweise entgegenkommen, sonst wird flick sicherlich zum DFB wechseln. das wäre bei jedem anderen leitenden angestellten und dieser schwierigen arbeitgeber-konstellation ähnlich, da sind wechselgedanken völlig nachvollziehbar…
        Und wen soll der FCB denn bitte statt flick zum trainer küren? nagelsmann und ETH wird sehr schwierig, rangnick will keiner aushalten müssen, dann doch lieber der nette herr glasner, ernsthaft?

      5. Statistik gut und Recht. Da machen die 15 Jahre von Löw einiges wieder gut im Vergleich zu den relativ kurzen Amtszeiten von Klinsmann, Völler und Ribbeck. Man könnte also auch sagen, dass 3 der 4 letzten Bundestrainer in etwa so lange im Amt waren, wie Flick noch Vertrag bei Bayern hätte. 2023 könnte sich also durchaus wieder eine Chance auftun.

  9. Eine technische Frage an @alle, insbesondere die @MSR-Redaktion:

    Wie kann man Artikel aufrufen, die kürzlich (entsprechend des Erscheinungsdatums) von der Hauptseite gerutscht sind.
    Aktuell stammt der älteste Beitrag auf der ersten Seite vom 10. April, der neueste auf der zweiten vom 19. März, dazwischen klafft eine Lücke.

    Dieser Umstand ist nicht neu; bisher habe ich ihn mir durch ein redaktionelles Fegefeuer erklärt, eine obligatorische Läuterung missglückter Kommentare vor dem Eintritt in das himmlische Archiv und fand diese Theorie anhand meiner eigenen Beiträge naheliegend und vernünftig. Aber inzwischen sind mir doch Zweifel gekommen…

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. So richtig beantworten kann ich deine Frage leider nicht, Alain, aber wenn du den Autor kennst, dann kannst du gezielt dessen Beiträge aufrufen. Hier z. B. die von Alexander:
      https://miasanrot.de/author/alexander/
      Ich scheitere leider schon damit das als richtigen Link einzufügen, den man nicht mehr kopieren müsste, aber ich kann dir noch hilfreich die Daumen drücken, dass dir jemand eine bessere Antwort gibt. ;)

      1. Scheint als ginge das inzwischen automatisch, dass das in einen Link umgewandelt wird – sehr schön.^^

    2. Vielen Dank, Hans, das klappt:-)
      Im Endeffekt geht es ja nur darum, den Ball irgendwie über die Linie zu drücken…

      1. Stolpern und stopseln sind meine Paradedisziplinen und damit habe schon das ein oder andere Runde ins Eckige befördert. ;)
        Übrigens habe ich jetzt auch noch einen Kommentar an eine längere Diskussion zwischen dir, Jep und Alex angehängt, die ich zwar losgetreten aber dann schmählich vernachlässigt habe. Sorry dafür und sehr schade, dass ich das verpasst habe.

    3. @Alain: Danke für den Hinweis. Das Problem ist unseren Backend-Experten bekannt, aber ihnen fehlt momentan die Zeit für eine umgehende Lösung. Habt bitte noch etwas Geduld und haltet uns trotzdem die Stange. Danke!

      1. Ich habe für mich vor einem halben Jahr nach einer sehr umfangreichen Diskussion das Problem so gelöst – da Du nicht unter den Autoren mit einem Link geführt wirst -, dass ich den letzten auffindbaren Deiner Artikel rausgesucht und den Link als Notiz angelegt habe. Gerade in diese nicht nur quantitativ gehaltvollen Debatten schaut man doch gerne gelegentlich nochmal rein.

  10. Also ich habe die Jubiläumsfolge zum Anlass genommen, ein bisschen im Podcast-Archiv zu stöbern (auf Spotify). Wusste nicht, dass Chris(topher) Gründungsmitglied ist! Glückwunsch! 200, Wahnsinn! Du klingst in Folge 00 schon wie heute. Justins erster Auftritt in Folge 40 ist amüsant! Sehr schüchtern und mit durchaus anderer Stimme. In Folge 100 sollte es etwas Besonders (MSR-historisches?) geben. Dann war Justin aber krank und es sollte auf eine andere Folge verschoben werden, die ich auf die Schnelle aber nicht finden konnte. Gab es da letztlich irgendwas?

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Spannend. Danke fürs Stöbern. Wir wollten in Folge 100 damals ursprünglich ganz allgemein über den Blog und seine Ziele sprechen. Mit Gründer Jan. Das haben wir dann sehr viel später nachgeholt. https://miasanrot.de/msr124-inside-miasanrot/

  11. Laut dem Bruder von Rummenigge wird Rummenigge Flick nicht gehen lassen. Hat Sky gerade geschrieben, bzw. das RedaktionsNetzwerkDeutschland zitiert.
    Also das werden noch spannende Wochen.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Hm, aber was sagt der Bruder von Hoeneß? Oder die Frau von Flick? Gerade bei einem Familienunternehmen ;-)

      1. Na ja, erstmal sollten wir abwarten, was der Schwager von Oliver Kahn und der Neffe des Jugendfreundes von Thomas Müller dazu zu sagen haben. Erst dann wird sich ein stimmiges Bild ergeben, und wir können die Entscheidung von Hermann Gerlands Schwiegermutter besser einschätzen können.

  12. Es ist schon interessant zusehen, wie sich die Gemüter am Thema ‘Brazzo ODER Flick’ in den letzten Tagen erhitzen. Die Positionen werden extremer und die Interpretationen der wenigen Informationen, die wir aus Interviews und Presse erhalten, werden gewagter. Jetzt wäre es natürlich sehr lustig, wenn wir mit dem selben Gespann aus Brazzo UND Flick in die neues Saison gingen, aber das Spannungsfeld wirkt insgesamt zu groß und wenn Flick sich das ganze Theater nach dem Ende dieser Saison ersparen möchte, dann kann ich das persönlich nachvollziehen. Das Verhältnis zwischen Flick und Brazzo ließe sich womöglich kitten, doch das alles übertönende Feuerwerk in den Medien lässt sich vermutlich nicht mehr einfangen und beim kleinsten Anlass flöge es den Akteuren wieder um die Ohren. Und wer will schon unter solchen Umständen arbeiten?! Natürlich mag der ein oder andere jetzt darauf pochen, dass Flick noch Vertrag hat. Mich persönlich erinnert schon die Formulierung ‘hat Vertrag’ sehr stark an ‘hat Rücken’ – also etwas unangenehmes, das man im Normalfall aussitzt oder im Extremfall auch mal wegdoktorn lässt – in diesem Falle mit einer Ablöse, die der DFB vermutlich lieber zahlen würde, als sich mit einer B-Lösung zu begnügen, sollte Flick tatsächlich für den Job des Bundestrainers bereit sein.

    Jo hat interessante Themen angesprochen, wie die Fragen, ob sich Flick hier noch wohlfühlt und – besonders interessant – ob er die Mannschaft noch auf seiner Seite hat und die Unterstützung der Führungsspieler. Würde man den entsprechenden Personen diese Fragen stellen, müsste man die Antwort wohl mehr an der Körpersprache, als dem geäußerten Inhalt ablesen. Zu wichtig ist das Treten gegen einen Ball geworden, als dass man noch frei von der Leber schimpfen könnte, wenn einem danach ist. Meine Mutmaßung ist, dass beim Vorgänger Kovac immer auch die Unzufriedenheit der Mannschaft durchgeklungen ist und daraus konstruiere ich mir jetzt, dass Flick die Kabine noch nicht verloren hat … aber journalistischen Wert hat so etwas natürlich nicht, sondern es ist nur meine Mutmaßung.

    Apropos Mutmaßungen: Ob Brazzo die Manager-Stiefelchen zu groß sind und bleiben werden oder ob sie schon platzen, ob all des Fleißes, den Brazzo neben seinen kleinen Füßchen hineinpackt, lässt sich wohl auch nicht völlig objektiv beurteilen. Ich würde behaupten, dass er unter Kovac viel Lehrgeld zahlen musste und dass Flick da jetzt auch einiges ausbaden darf, weil Brazzo manche Fehler nicht noch einmal machen will. Dass Kovac gegen Brazzos und KHRs Willen geholt wurde, hat nicht verhindert, dass man diesem das Leben hier nach Möglichkeit erleichtern wollte und so wurden viele Stellschrauben am Kader gedreht. Die Abgänge von Führungsspielern wie Hummels und Vidal kann man natürlich als ‘Verjüngung’ verkaufen und loben oder man erinnert sich daran, dass viele der Alpha-Tieren des FCB auch mal offen kritisch gegenüber Kovacs Arbeit waren und die verkauften Spieler, waren nun einmal solche, die man auch leicht abgeben konnte; einen Renato Sanches sogar mit Kusshand. Löcher im letzten Moment zu stopfen, mit Spielern, die man auf Leihbasis holt – natürlich Dank Brazzos Fleiß (und laut böser Zungen KHRs Beziehungen) – hat sich leider nicht als zukunftsträchtiges Modell erwiesen, weil man irgendwann niemanden mehr geliehen bekommt, wenn man nie jemanden kauft. (Dass wir dieses Jahr Costa ausgeliehen haben, ändert daran im Grundsatz wenig, weil wir den mMn in seiner Verfassung auch geschenkt bekommen hätten, damit ihn Juve nicht mehr bezahlen muss.) Die teils geplante und dazu teils ungeplante und ebenso unerwünschte Ausdünnung des Kaders – besonders im Mittelfeld – hätte Brazzo vielleicht besser gemeistert, wenn er nicht versucht hätte, anderen alles recht zu machen. Auch das ist natürlich nur eine Mutmaßung, aber könnte ein paar Reibereien mit Flick erklären, bei der man sich als Außenstehender fragt, warum man Flick nicht mehr Gehör schenkt.

    Was ich sehr schön fand, war, dass Justin die Probleme bei Flicks Rotation in seine Artikel aufgenommen hat, die hier von manchen Schreibern im Forum auch schon länger thematisiert wird. Willy hat das eben wieder sehr schön formuliert, wie man Spieler besser hätte einbinden können, indem man ihnen mehr Spielzeit gegeben hätte und dass mache Rotation kontraproduktiv war, weil man auf zu vielen Positionen gleichzeitig rotiert hat. Würde man das mit einer Zirkusnummer vergleichen, wäre es so als hätte man eine nagelneue Seiltanzgruppe ohne Netz und doppelten Boden in die Manege geschickt und dazu das Seil durchgeschnitten, wenn alle unterwegs sind, um zu sehen ob sich die Artisten auch damit bewähren können. Hoppala, wie konnte das nur schiefgehen?! Anpassungen im System, um Spieler einzubinden, die für das System des letzten Jahres ungeeignet waren, blieben leider auch undenkbar. Dass man dem kraftraubenden Spiel mit permanentem Pressing ohne Corona-Pausen auch irgendwann Tribut zollen muss, könnte man dieses Jahr auch als Lehre ziehen. Begründung: Keine Vorbereitung mag einem da pauschal reichen. Ebenfalls eine denkbare Begründung: Ein Trainerneuling muss auch erstmal aus eigenen Fehlern lernen. Aber wenn man akzeptieren würde, dass gewisse Dinge aus Erfahrung gelernt werden müssen, dann könnte man halt auch nicht einfach nur draufhauen, wenn Fehler passieren. Auch langweilig! ;)

    Mich würde es immer noch freuen, wenn sich alle wieder zusammenraufen und in der nächsten Saison zeigen, was sie gelernt haben, aber dieser Wunsch wird wohl ebenso unerfüllt bleiben, wie mein anderer Wunsch, dass man die nächste EM und WM gleich dazu ausfallen lässt. Vielleicht würde der DFB dafür stimmen, wenn man ihnen sagen würde, dass sie dann Jogi noch 3 Jahre behalten dürfen, weil er ja erst nach der nächsten EM aufhören wollte … und die wäre dann in drei Jahren.

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    1. Sehr schöner Beitrag. Pointiert wie immer und zusätzlich angenehm reflektiert. Vielen Dank dafür. Die EM 2024 wäre noch dazu im eigenen Land. Das wäre wirklich ein toller Abschluss für Löw und quasi ein abgeschlossener Zyklus, weil Löw seine Karriere bei der Nationalelf ja auch mit einem Heimturnier begonnen hat.Also ran an die Streichung!

    2. @ Hans501

      jetzt doch noch eine Nachfrage..
      Sie schreiben:
      Die teils geplante und dazu teils ungeplante und ebenso unerwünschte Ausdünnung des Kaders – besonders im Mittelfeld – hätte Brazzo vielleicht besser gemeistert, wenn er nicht versucht hätte, anderen alles recht zu machen. Auch das ist natürlich nur eine Mutmaßung, aber könnte ein paar Reibereien mit Flick erklären, bei der man sich als Außenstehender fragt, warum man Flick nicht mehr Gehör schenkt.

      Wen meinen sie genau mit “ANDEREN alles recht machen”?
      Wir sehen doch, dass bei Bayern wirklich der Sportvorstand sehr eigenverantwortlich einkauft und verkauft, was sich auch mit Kovacs Aussagen deckt. Das lag in seiner Verantwortung. Wie auch so manch anderer Einkauf/Verkauf gegen H. Flicks Willen.
      Und die Tatsache, dass er Thiago für so kleines Geld hat ziehen lassen, bestätigt diese These doch ebenso. Auch Thiago hatte Vertrag!
      Die Entschuldigung nach dem Motto “er wollte weg was Neues probieren, da will ich ihn nicht halten,”, die muss aber dann jetzt auch für Flick gelten.
      Ich denke ja, dass der Wunsch sich zu verändern oft, nicht immer, damit zusammenhängt, dass vorher was schief gelaufen ist, dass man sich einfach nicht mehr wohl fühlt (wie Jo schreibt).
      Deswegen meine Schlussfolgerung, nur eine gute kompetenzbasierte Aufteilung der Arbeitsbereiche sichert ein gutes Binnenklima und wenn sich die Arbeitsbereiche kreuzen, dann auf Augenhöhe und kollegialer Fairness. Nur das ergibt Zufriedenheit und in Folge auch Erfolg.
      Ich fands bezeichnend , wie Hansi Flick im Interview nach dem CL Spiel 2x die getrennten Bereiche seiner und HSs betont hat. Nur so wird es halt im Alltag nicht funktionieren. Für mich ein deutliches Zeichen dafür, dass der Konflikt zwischen den beiden nicht mehr kittbar ist.

      1. “Wir sehen doch…….. was sich auch mit Kovacs Aussagen deckt!” Blöd nur, dass es unter Kovac noch gar keinen Sportvorstand gab und der Sportdirektor, wie es ja Hoeneß mal gönnerhaft und süffisant sagte, nur bis 25 Mio selbständig handeln darf.
        Und selbst der Abschied Thiagos fiel vertragstechnisch in den Zeitraum vor dem 01.Juli 2020. Und auch da war Brazzo noch kein SV und sicherlich NICHT alleine in den entsprechenden Verhandlungen mit Thiago.

        Schon zu Zeiten eines Franz Beckenbauer als Präsident und eines Managers Hoeneß UND eines VV Rummenigge, wurden alle wesentlichen Verpflichtungen und Vertragsdinge laut Aussage immer gemeinsam entschieden. Und nach seiner Aussage hat sich das auch nach seinem Ausscheiden und der Amtsübernahme durch Hoeneß nicht geändert
        Aber jetzt, wo ein Brazzo da ist, soll das alles angeblich nicht mehr wahr sein und der böse Brazzo alles alleine machen?
        Was dann natürlich auch wieder voraussetzt, dass sowohl ein Präsident als auch ein VV permanent in der Öffentlichkeit die Unwahrheit sagen.

        Wenn man das so sehen will – eine tz und eine Bild sind natürlich auch wesentlich glaubwürdiger als so ein Hainer; wer ist das schon!

      2. @S. K.: Ich kann hier wieder nur anführen, was ich vermute. Die Verpflichtung von Kovac stand unter einem schlechten Stern, weil sie von vielen wichtigen Männern im Verein nicht gewünscht war, aber nachdem man vorher schon Ancelotti sehr schnell beim FCB ‘verbrannt’ hatte, wäre es vernünftig gewesen, dessen Nachfolger – also Kovac (unter Nicht-Beachtung des Interims-Heynckes) – nicht wieder so schnell abzusägen. Dabei geht es weniger darum, das Gespött von Fußball-Deutschland zu vermeiden, sondern um das Ansehen des FCB unter potentiellen zukünftigen Trainerkandidaten. Jeder gute Trainer erwartet doch auch, dass er seine Vorstellungen mit einbringen kann, dass man ihm machbare Wünsche erfüllt und dass man ihm vor allem auch mal den Rücken frei hält, wenn es in der Mannschaft rumort. Das ist auch einem KHR oder Kahn klar und sicher noch vielen anderen ‘Großkopferten’ im Verein.

        Ich weiß nicht mehr, welcher Spieler gesagt hat, dass sich in Kovacs erstem Jahr die Spieler zusammengesetzt haben und den Beschluss gefasst haben, diese Saison trotz Kovac erfolgreich zu Ende zu spielen. Das Auflehnen der Mannschaft war intern vermutlich deutlicher zu spüren, als man das nach außen wahrgenommen hat, weil letztendlich doch wieder Titel gewonnen wurden. Gerade auf Menschen, die sich nicht täglich mit dem FCB befassen, wäre eine Kündigung nach der Meisterschaft und dem 3:0 Pokalsieg gegen RB wohl nicht vermittelbar gewesen – eben und besonders auch für gute Trainer, die es nicht nötig haben, auf den erstbesten Schleudersitz zu hüpfen, der ihnen angeboten wird. Was macht man in so einem Fall? – Man ‘entsorgt’ ein paar entbehrliche Kritiker und hofft, dass sich dann alles einpendelt, dass Ruhe einkehrt und der Erfolg bleibt.

        Ob jetzt Kovac persönlich gefordert hat, dass man kritische Spieler wie Hummels, Vidal und Sanches verkauft ist letztendlich unerheblich, weil viele Verantwortliche das mittragen mussten – nicht um den Trainer Kovac zu schützen, sondern um die Trainerposition beim FCB ganz allgemein nicht zu beschädigen. Als man Kovac mit ruhigem Gewissen feuern konnte, weil es natürlich nicht ruhiger oder besser wurde, aber die Tabellensituation diesmal Bände gesprochen hat, wurde Kovac gefeuert. Bei allem was Kovac heute zum besten gibt, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass er nicht entlassen sondern hochkant gefeuert wurde und durch Flicks Erfolge sogar noch zum Gespött wurde – die 100 km/h wird in Deutschland keiner mehr vergessen. Brazzo hätte dann noch alle Abgänge ausbaden/ersetzen müssen, hat er aber letztendlich nicht, wobei hier auch wieder viele Faktoren zusammenkommen, für die er nicht alleine verantwortlich ist, wie einen beträchtlichen Einnahmenausfall in perspektivisch unsicheren Zeiten und dazu noch ganz ohne eigenen Scheich – vielleicht hätte man ja sonst Coutinho oder zumindest Peresic gehalten. Als neuer Trainer siehst du solche Abgänge sicher nicht gerne und dann geht dazu auch noch Thiago. Dass Flick da verschnupft ist, verstehe ich aber mit einer besseren Kommunikation hätte man in dieser schwierigen Situation vielleicht trotzdem an einem gemeinsamen Strang ziehen können, aber gute Kommunikation ist beim FCB ja auch kein einfaches Thema.

        Wenn man ein klares Bekenntnis oder zumindest ein Machtwort aus der Führungsetage vermisst, dann kann das auch wieder daran liegen, dass man hofft, dass sich alles ganz unauffällig in Wohlgefallen auflöst – egal ob das einen Abgang Flicks zur Folge hätte oder ob man einfach weitermacht und auf das nächste Jahr hofft. Letztendlich gilt es gerade auch wieder, keine potentiellen Nachfolger zu vergraulen und selbst Brazzo macht gerade – ganz untypisch für ihn – etwas, das Flick sich gewünscht hat und hält …

        Was tut man nicht alles zum Wohle des Vereins. Und wenn ich überall ganz falsch liege, dann klingt das doch zumindest so ganz nett und würde einiges erklären, wenn es so stimmen würde. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. ;)

    3. Vor allem dem letzten Abschnitt kann man nur zustimmen. Alle haben sich wieder lieb, die lästigen Turniere werden abgesagt und Jogi macht noch drei Jahre Umbruch.

  13. @ Hans501
    +1 sehr ausgewogen! Danke
    und den letzten Satz unterstütze ich zu 100% zumindest was die EM angeht.

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    1. Dankeschön. Ich fand Ihre Beiträge übrigens auch sehr lesenswert. Ich hoffe, dass Sie hier noch mehr schreiben … und erlaube mir deshalb Ihnen im Namen der gesamten Forengemeinde das ‘Du’ anzubieten. ;-)

      1. @Hans501

        danke, das freut mich und ehrt mich zugleich.
        Ich bin ja hier, was das Schreiben anbelangt ein Neuling und merke schon sehr, dass das Ganze im Vergleich zum Nur-Lesen viel mehr Reflektion und Zeit erfordert. Und es nimmt einen auch gedanklich und emotional mehr mit.
        Ich lerne hier im Moment eine Menge, fussballerische Sachverhalte, aber auch sehr viel über die Sprache und deren mächtige Wirkung. Dann gibts da noch die zwischenmenschlichen Dynamiken… alles recht lehrreich. Das soll jetzt absolut nicht überheblich klingen, im Sinne von “ich schau mir das an und weiß alles besser”. Nein!
        Zu Ihrem Angebot “Du” zu sagen möchte ich sagen, dass ich es auch in meinem “analogen” Leben so halte, dass ich mich nur mit wirklich guten Freunden duze.
        Bitte nicht falsch verstehen, ich weiß und habs oft erlebt, dass man das als Überheblichkeit auslegen könnte. So ist das wirklich nicht gemeint!
        Ein kleines Argument fällt mir noch ein… vielleicht hilft es mir ja auch hier im Forum diese Kommunikation auf Augenhöhe, die ich so oft beschreibe besser zu leben. Ganz nach dem Motto: ein bisschen Abstand tut manchmal gut.
        Schon meine Mutter hat früher immer gesagt: man sagt halt leichter “Du Depp” als “Sie Depp” :-)
        Trotzdem Vielen Dank fürs Angebot!

      2. Das kann ich alles sehr gut nachvollziehen und vermeide ein ‘Du’ im Privatleben auch gelegentlich gerne, aus den von Ihnen benannten Gründen. Ich schreibe hier im Forum übrigens auch noch nicht sehr lange, aber man lernt schnell ein paar Tretminen zu vermeiden, also nur Mut und auf keinen Fall alles zu Herzen nehmen, wenn es mal wieder etwas rauer zugeht.

  14. Flick auf der PK: Für Wolfsburg kommen auf jeden Fall keine verletzten Spieler zurück. Vielleicht geht gegen Leverkusen was.
    Eine Entspannung der Situation wird frühestens gegen Mainz eintreten.
    Nicht unerwartet, aber unerfreulich.

    Eine übrigens sehr entspannte PK, da die Journalisten sich die üblichen, erwartbaren Fragen so ziemlich verkniffen haben. Bin ganz überrascht. Sollte die “Nächste-Frage-Strategie” doch Früchte tragen :-)

  15. Geradezu rührend wie manche sogar die Einsatzminuten von Ersatzspielern bei Real zusammenzählen, um die Professionalität des FC Bayern Management zu belegen. Jeder weiß doch, wie es zur Berufung von HS als Sportdirektor und dann Vorstand kam. Die spezifische Expertise für die wohl wichtigste Stelle im deutschen Vereinsfußball liegt auf der Hand (“der Hasan, der kam als Flüchtlingsbub nach Deutschland und hat sich durchgebissen, der macht sicher einen guten Job”). Wie bei des Kaisers neue Kleider, beeilt man sich die gute “interne” Arbeit zu loben – wichtige Information für alle, die nur das “externe” Gestammel sehen. Und jetzt also H. Flick, der irgendwie die großartigen Transfers der letzten Jahre zu verkennen scheint.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Da ich vorgestern erwähnte, dass ein Real-Ersatzspieler im VF eingewechselt wurde, fühle ich mich einfach mal angeprochen und finde es recht amüsant, dass es dich rührte… 
      Wie ich dann ja auch in folgenden Kommentaren erklärte, geht es mir weder um HS-Professionalität oder seine Nicht-Professionalität, das alles wurde und wird ja hier schon ausführlichst diskutiert.
      Es ging mir um die Frage, warum eben unsere aktuellen Ersatzspieler wie Sarr, Roca und – bis zu Lewandowskis Verletzung auch – Choupo und vielleicht auch mancher Nachwuchsspieler nicht eingebunden werden konnte/wollte/wird!?
      Das Beispiel Choupo macht es vielleicht deutlich: Mit ein paar Spielen kann er zumindest ein Ersatz sein. Klar, einen Weltfußballer wird er nicht mehr 1zu1 ersetzen, aber immerhin für 2/3 der Bayern-Tore in einem VF reichte es schonmal. Vielleicht würde das mit anderen Ersatzspielern auch klappen…

      Ich verstehe aber nicht, wieso jeder Kommentar gleich dazu führt, dass man sich auf eine Seite – HF oder HS – schlagen muss!?
      Ich bin Bayern-Fan und kein Fan einzelner Verantwortlicher. Am liebsten wäre mir, die beiden bekommen die Kurve und führen den Verein auch in der kommenden Saison erfolgreich weiter…

  16. Danke für die letzten Sätze – genauso empfinde ich auch!

    Unglaublich, wie hier innerhalb einer Blase (Fußballfans), in der weiteren Blase (FCB Fans) in der noch selektiveren Blase (MSR, also taktisch oder anderweitig sehr interessierte Bayernfans) sich noch mal 2 oder mehr Blasen auftun, die nicht halbwegs vernünftig miteinander interagieren können (wobei ich die Anti-Brazzo Fraktion als deutlich ehrabschneidender und aggressiver erlebe – was mich für ebendiese schon wieder in die andere Fraktion verortet, wo ich mich aber selbst nicht sehe). Bei dem, was man hier beobachten kann, wundert man sich doch bei größeren, gesellschaftlichen Themen über gar nix mehr, was unvereinbare Positionen, Dissen, Beschimpfen, Empören angeht. Sei’s drum.

    3 Dinge aus den letzten längeren, von S.K. angestoßenen Diskussionen möchte ich aufgreifen:

    1. “Berufsanfänger” Brazzo. Ja, das mag ein Kritikpunkt sein (wie auch in anderer Form bei Flick), aber das ist doch gang und gäbe im Fußballmanagement: Hoeneß, Allofs, Völler, Bobic, Friedrich, Zorc, Eberl…die sind doch alle nicht erstmal bei anderen Vereinen oder auf Instituten in die Ausbildung gegangen um dann irgendwann mal den Herzensclub in der BL zu managen. Die alle haben “by Doing” gelernt. Wie unser aktueller Cheftrainer auch direkt bei einem großen (und dem besten) Verein als Chefcoach eingestiegen ist. Das jetzt als Besonderheit bei HS herauszustellen ist mindestens mal tendenziös.
    2. “Installiert”: Diese Prozesse laufen beim FCB anders als hier implizit dargestellt. Das entscheidet der UH nicht alleine. Oder, in abgeschwächter Version: Jeder Manager ist irgendwie “installiert” worden, dh vorgeschlagen, diskutiert und von Gremien verabschiedet. In jedem Unternehmen der Welt. Das Brazzo als Makel umzuhängen, nunja. Aberwitzig wird es dann aber, wenn jemand anders schreibt “er wollte es ANDEREN Recht machen” und dann von der “Installations”theoretikerin kommt: “Nee, der entscheidet doch alles alleine!” Also WENN er eine installierte Marionette ist, ist doch das gerade nicht der Fall, dass er eigene, unabgestimmte Entscheidungen trifft!

    Ich finde, wenn man schon eine so klare Meinung vertritt, sollte die wenigstens IN SICH stimmig sein.

    3. Kollegialität und Fairness: Hier sind die Ausführungen zwar in sich stimmig, rufen bei mir aber den Einspruch hervor, dass wir das doch null bewerten können, wie “kollegial” und “fair” er sich verhält. Und wir sind auch nicht die, denen er “beweisen” muss, dass er kollegial ist (das sind, wie der Name schon sagt, die Kollegen). Uns “muss” er beweisen, dass er seinen Job beherrscht – und darüber entzündet sich hier der Streit, der leider viel zu scharf geführt wird.

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    1. Ups, das war als Replik auf KlausTheo gemeint!!!!

    2. @ Jop
      ich möchte Ihnen auf Ihren obigen post gerne antworten.

      1. Stichwort Berufsanfänger
      zum Glück kann man ja alles googeln, und wenn Sie es getan hätten, hätte ich mir jetzt die Mühe ersparen können.-))
      Ich lese:
      Klaus Allofs hat eine Trainerausbildung und war dann Geschäftsführer in Bremen, dann Wolfsburg, dann Düsseldorf.
      Rudi Völler, wir wissen es alle, war Trainer der Nationaltrainer, hat Auslandserfahrung als Trainer in Rom gesammelt, dann Geschäftsführer in Leverkusen.
      Fredi Bobic war Sportdirektor/Vorstand erst in Stuttgart, dann Frankfurt bald bei Hertha.
      Michael Zorc, ok der war nur Spieler und dann Sportdirektor. Ich würde ihn jetzt aber nicht als Topbeispiel für gelungene Sportdirektorenarbeit anführen, wohl eher das Gegenteil.

      Hasan Salihamidzic dagegen war Fußballer, kam nach seiner aktiven Karriere zu Bayern um als Markenbotschafter folgendes zu tun:
      Zitat Uli Hoeneß: Feb. 2017: “Die Jungs ( G. Elber, und B. Lizarazu wurden gleichzeitig ernannt) sollen die Politik des Vereins nach außen tragen, weil sie sie verinnerlicht haben. Mit ihrer ganzen Persönlichkeit und ihrem Charisma sollen sie dazu beitragen, dass sich das Image des FC Bayern weiter verfestigt. ”
      Dies hat Salihamidzic 5 Monate getan… um im Juli des gleichen Jahres zum Sportdirektor ernannt zu werden.
      Muss ich mir jetzt meinen Humor verkneifen, aber mir kommen da Sätze in den Sinn wie: “Was kann man doch alles in 5 Monaten mit viel Fleiß und Eifer schaffen”
      Ich erinnere mich auch gelesen zu haben, dass C. Pizzaro seit September letzten Jahres ebenfalls Markenbotschafter ist.
      Dürfen wir also jetzt täglich mit seiner Ernennung/Beförderung zum ??? rechnen. Zeit wärs auf alle Fälle.
      Aber Spaß! beiseite..

      Nächstes Thema Installation..
      Sie schreiben: ” Diese Prozesse laufen beim FCB anders als hier implizit dargestellt.”…
      Darf ich fragen, woher Sie die Gewissheit haben, dass dem so ist?
      Ich hingegen habe meinen ersten Post mit den Worten eingeleitet:
      “Ein weiterer ErklärungsVERSUCH” .

      Zum Absatz, “nee, der entscheidet doch alles allein”..
      Ok, das ist etwas unvollständig geraten. Da hätte ich genauer schreiben sollen “er entscheidet alles allein im Sinne von Hoeneß”.

      Punkt Kollegialität und Fairness..
      Natürlich muss HS uns nichts beweisen. Das steht doch gar nicht im Raum. Wir sind nur Fans und versuchen uns aus dem was wir sehen und hören (Interviews, Fersehauftritte, Aussagen von Involvierten) eine Meinung zu bilden. Seine Schlussfolgerung muss doch dann jeder alleine ziehen.
      Ich sehe im Übrigen nicht, dass hier nur gedisst, beschimpft und empört wird.
      Ich habe mich bemüht meinen Ursprungspost, auf den Sie sich größtenteils beziehen in einem versöhnlichen Ton zu schreiben. Ich habe explizit erklärt, dass das nicht gegen HS geht.
      Dass er für mich aber zu wenig Qualifikation und Erfahrung für seinen Job mitbringt und daraus so viele Probleme zwangsläufig resultieren, dabei bleibe ich.

      Ps. und kann auch gut damit leben, wenn Sie das anders sehen.

      1. @S.K.:
        Verstehe ich was falsch?
        Die Googleaufzählung raff ich nicht.
        Allofs, Bobic und Völler sind alle zu ihren ersten Funktionärsposten, wie die Jungfrau zum Kind gekommen, daher hat Jop absolut recht, wenn er sagt ” Die alle haben “by Doing” gelernt.”

    3. Meinem obigen Post möchte ich jedoch noch hinzufügen, dass ich es nicht ok finde und als abschätzig empfinde wenn sie mich wie folgt bezeichnen und darstellen.
      …..und dann von der “Installations”theoretikerin kommt: “Nee, der entscheidet doch alles alleine!”
      Sie legen mir hier einen Satz in den Mund, den ich so nicht gesagt habe und das empfinde ich als anmassend und zudem schlicht falsch.
      Auch bin ich keine “Installationstheoretikerin” sondern ich habe einen Namen bzw. 2 Initialen und würde doch meinen, wenn sie mich zitieren, dann richtig und mit eben diesen.

  17. @JOP: gefällt mir.

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