MSR 195: Die Amateure im Abseitz

Christopher Trenner 27.03.2021

Für Holger Seitz wird es langsam eng. Nur ein Sieg aus den letzten 10 Spielen reicht nicht und der Abstieg wird erneut ein realistisches Szenario. Im Podcast diskutieren wir, ob ein Trainerwechsel sinnvoll wäre und wenn ja, wer es machen könnte. Wir sprechen aber auch über erfreulichere Dinge: Die Bayern Frauen bleiben weiter siegreich und auch die Männer gewinnen mit 4:0 gegen Stuttgart – trotz Unterzahl.

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  1. Danke Euch für das Update und die Einschätzung! Ich verfolge stets die Ergebnisse der Amas; in den letzten Wochen habe ich mich über das stille Abrutschen sehr gewundert – nicht bayernlike. Ein Abstieg wäre für die Nachwuchsarbeit katastrophal.

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    1. Nächstes Spiel gegen Lübeck ist wohl entscheidend … mit einem Sieg könnte man wichtige Punkte und Selbstvertrauen sammeln – aber wenn man gegen den Tabellenvorletzten nicht gewinnt, gegen wen dann sonst?
      Hoffe wir das beste – aufgrund der Pandemie konnte man ja bisher als Fan die 3.Liga mit ihren eigentlich vielen interessanten Auswärtsspielen nicht wirklich genießen.

  2. Sole scheint auch erstmal auszufallen…
    Viererkette Lucas, Alaba, pavard, sarr?

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Süle ist natürlich gemeint.

    2. Nah. Sollte Süle ausfallen, würde Flick immer noch Martinez Sarr vorziehen.

    3. 3-2-4-1 mit Neuer – Pavard, Alaba, Hernandez – Kimmich, Goretzka – Sane, Gnabry, Müller, Coman – Lewandowski oder
      3-3-3-1 mit Neuer – Pavard, Martinez, Hernandez – Kimmich, Goretzka, Alaba – Sane/Gnabry, Müller, Coman – Lewandowski
      Wenn Leipzig das Umschalten zwischen 3er und 4er Kette hinkriegt und Tuchel es bei Chelsea ohne Training schafft und dabei seine Spieler noch einmal richtig kennt, dann sollten wir das auch schaffen.
      Mit Martinez in der IV hätte ich größere Bedenken als mit einer 3er Kette. Bin aber zuversichtlich, dass Süle wieder fit wird bis nächste Woche.

  3. Die Abstiegssorgen bezüglich der Amas sind sicher gerechtfertigt. Da reicht schon der Blick auf die Tabelle. Der Abstiegsplatz ist in unmittelbarer Reichweite und der Trend nicht gerade unser Freund.
    Natürlich steht da ein Seitz auch im Kreuzfeuer der Kritik. Schon etwas ironisch, wenn man daran denkt, wie hart Sebastian Hoeneß angegangen wurde, als er Seitz ablöste. Nicht nur deshalb sollte man sich in Erinnerung rufen, dass der Job als Trainer einer zweiten Mannschaft nicht der einfachste ist. Fast jedes Jahr bist du dazu verurteilt eine neue Mannschaft aufzubauen. Und das mit meist jungen, unerfahrenen Spielern.
    Was Seitz allerdings tatsächlich nicht gelungen ist, den bekannten Effekt hervorzurufen, dass unsere Amateure erst eine durchwachsene Vorrunde spielen, um dann wenn sich eine Mannschaft gefunden hat und die Einzelspieler sich eingewöhnt hatten, in der Rückrunde aufzudrehen.
    Mag daran liegen, dass es bis jetzt nicht gelungen ist eine mehr oder weniger klare Stammelf zu finden. Wenn vor dem nächsten Spiel alle Spieler einsatzfähig und fit wären, wer würde dann mit Sicherheit spielen? Ich würde mal auf Feldhahn, Stiller und Kern tippen. Auf allen anderen Positionen gibt es permanente, manchmal sehr intensive Rotation.
    Liegt natürlich auch daran, dass der diesjährige Kader sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verschlechtert hat.
    Ich nachhinein muss man sagen man hat teils bei der Kaderplanung kein glückliches Händchen gehabt, teils ist man auch Opfer des eigenen Erfolges geworden. Wer hätte schon mit Sicherheit vor der Saison vorhersagen mögen, dass Musiala und Richards der 3.Liga so schnell entwachsen, dass Zirkzee und Dajaku höherwertige Profiangebote bekommen? War auch nicht von vorneherein klar, welche Enttäuschung die Saison für Arp wird, oder dass sich Malik Tillman so schwer verletzt.
    Einiges hätte man sicher anders angehen können, wie z.B. die Tatsache, dass man so gut wie keinen Flügelspieler im Kader hat, was deine taktischen Variationsmöglichkeiten natürlich deutlich beschneidet.
    Einen Fehler hat man sicher schon vor der Saison mit der Trainerplanung begangen. Hoeneß gehen zu lassen ohne einen Nachfolger in petto zu haben, war ein schweres Versäumnis. Dass ein Verein wie der FCB es nicht schafft einen geeigneten Nachfolger zu finden und zu einer Notlösung wie Seitz greifen muss, ist schon ein Armutszeugnis. Jetzt tritt genau der Effekt ein, der auch im Podcast beschrieben wird. Man ist dabei Seitz, mit dem man doch viele Jahre geplant hat, ein Stück weit zu verbrennen. Eine Entlassung wäre dann noch das völlige Desaster, welches geeignet wäre seine Autorität für die Zukunft massiv zu untergraben.

    Die Kooperation mit dem SSV Ulm ist dagegen eine schöne Sache. Das hatten wir zwar schon mal, vor 20 Jahren oder so, und es ist mehr oder weniger eingeschlafen. Aber vielleicht kann es man es diesmal besser mit Leben erfüllen. Die Ulmer Jugendarbeit jedenfalls ist schon traditionell gut und der Verein ist nach vielen bitteren Jahren mittlerweile wieder gut aufgestellt und durchaus ambitioniert. Kennzeichnend für Ulm ist, dass sie in einem relativ großen Raum in puncto professioneller Jugendarbeit fast ohne Konkurrenz sind. Alles was zwischen Bodensee und Alb ambitioniert spielen will, endet erstmal in Ulm, weil die anderen Zentren in der Regel zu weit entfernt sind. Gut, wenn wir da in Zukunft auf die Hand drauf haben. Ein Mario Gomez z.B. ging von Ulm dann zum VfB. Vielleicht landet der nächste Gomez dann direkt bei uns ;-)

    In der CL ein schöner, runder Sieg unserer Frauen. Was mir dabei allerdings nachhaltig in Erinnerung bleibt, ist weniger schön, nämlich die hier auch angesprochene Präsentation bei Sport 1. Den Kommentator sehe ich jetzt weniger kritisch, der hat sich m.E. wirklich bemüht, das Spiel zu “verkaufen”. Fast schon geschenkt, dass man den Anpfiff zwecks Werbung verpasst hat.
    Was mich allerdings wirklich fast vom Hocker gehauen hat, ist die Unverschämtheit das Spiel ca. 10 Minuten lang als kleinen Split Screen laufen zu lassen, währenddessen irgendwelche News banalster Art verkündet wurden.
    Da regt man sich über Heiko Vogel auf, dem mal ein Satz rausgerutscht ist. Aber DAS war das respektloseste was ich in den letzten Jahren in dieser Hinsicht erleben durfte.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Stimmt, die Amas liefen recht offensichtlich nur nebenher. Wer ist denn für die Trainer- und Kaderplanung bei den Amas verantwortlich?

      1. In letzter Konsequenz ist Brazzo der Verantwortliche. So sagt es die Vereinshomepage:
        “Als Sportvorstand ist er für die Profimannschaft, den FC Bayern Campus, alle Trainer sowie die damit verbundenen Funktionsteams und Abteilungen verantwortlich.”
        Daneben gibt es noch die Campusleitung mit Sauer und Gerland/Seitz. Im Zuge der Vertragsverlängerung mit Sauer im letzten Jahr wurden diesem erweiterte Kompetenzen und Entscheidungsmöglichkeiten in einem gewissen Budget-Bereich eingeräumt. Inwieweit Brazzo da in die Tagesarbeit involviert wird, werden wohl nur Insider beantworten können.
        Bei größeren Entscheidungen, wie z.B. in Fragen der Besetzung der Trainerstellen, wird er sicher ein gewichtiges Wort mitsprechen.
        Insgesamt betrachte ich die Entscheidung der Campusleitung größere Freiheiten einzuräumen absolut positiv. Genauso wie die Gerüchte mit Neppe einen neuen technischen Direktor (was immer das dann bedeutet) zu installieren.

        Schon seit Jahren betrachte ich die Organisationsstruktur, die seit dem Abgang von Sammer und den daraus folgenden Personalrochaden, im Wesentlich nur noch den einen entscheidenden Mann im Bereich Sport (erst Sportdirektor, jetzt Vorstand) vorsieht, kritisch.
        Es gibt zahlreiche, durchaus auch kleinere Vereine, die da etwas üppiger aufgestellt sind.
        Und was ist denn das Hervorstechende an den Einschätzungen zu Brazzos Arbeit? Jeder der ihn beurteilen kann oder das auch nur meint, spricht von seinem Fleiß, seinem Dauereinsatz, sozusagen Tag und Nacht.
        Klingt für’s erste ja symphatisch, für mich klingeln da eher die Alarmglocken. Wenn wir mal davon absehen, dass in jedem anderen Lebensbereich die Charakterisierung von leitenden Angestellten als primär fleißig eine schallende Ohrfeige für den Betroffenen wäre. Bleibt aber auch noch die Frage, ob das überhaupt sinnhaft ist, wenn ein derart hochrangiger Entscheidungsträger offenbar 24/7 durchschuften muss, um seinen Aufgaben nachzukommen?
        Für was spricht das denn? Überforderung, falschen Ehrgeiz, falsche Prioritätensetzung oder eine dysfunktionale Organisationsstruktur?
        Wenn wir die ersten Punkte mal beiseite lassen, stelle ich da durchaus auch die Organiation infrage. D.h. entweder ziehe ich da eine neue Organisationsebene ein (z.B. als technischer Direktor), oder ich verteile die Aufgaben anders (siehe Campusleitung).
        Es wird wohl noch eine Zeit benötigen, bis die entsprechenden Umbauten erfolgt sind bzw. wirken können, aber ich sehe das zumindest perspektivisch positiv.

      2. @Jo: Fleiß ist eigentlich eine selbstverständliche Eigenschaft bei Führungskräften auf dem Niveau. Böse formuliert: das wäre so als wenn man einen normalen Arbeitnehmer dafür lobt, dass er jeden Tag pünktlich zur Arbeit kommt.

        Wenn Leute aber tatsächlich immer extrem viel arbeiten (gemessen an dem für die Position üblichen Niveau), dann ist in der Tat entweder die Struktur falsch, weil diese Leute dann stets überlastet bleiben, oder die Leute auf der Position arbeiten falsch (z.B. weil sie alles an sich ziehen, obwohl sie delegieren müssten) oder die Leute sind auf der Position überfordert (und müssen dann eben mehr Zeit investieren, um zu vergleichbaren Ergebnissen kommen wie Personen, die üblicherweise für diese Positionen geeignet sind). Welchen Teil davon die Strukturen und welchen Teil davon die Person zu verantworten hat, vermag ich nicht zu sagen. Aber am Ende ist Fleiß nicht das Lob, das eine Führungskraft als erstes zu hören bekommen sollte. Das wäre eher andere Attribute (Orientierung geben können, Entscheidungen vorbereiten und treffen können, gute Ideen haben und zulassen, ambitionierte und zugleich realistische Ziele vorgeben können).

      3. Wenn man einen eher unerfahrenen Mann auf der Position des Sportvorstandes hat, dann MUSS der doch alles an sich ziehen, damit er erst einmal lernt was genau bis ins unterste Glied überall passiert – zumindest muss er überall mit dabei sein – und erst wenn er weiß wie der Hase läuft und welche Ergebnisse in welchen Situationen erwartbar und vertretbar sind, kann er anderen Mitarbeitern die Aufgaben vollständig übertragen. Daran gemessen ist Fleiß eine gute und wichtige Eigenschaft bei Brazzo. Dass am Anfang nicht alles rund läuft, ist bei jedem der auf einem für ihn völlig neuen Gebiet anfängt, ebenfalls zu erwarten.

        Brazzos Fleiß ändert natürlich nichts daran, dass die Gesamtsituation nicht zufriedenstellend ist. Und damit sind wir mal wieder bei dem üblichen Schluss, dass man sich doch lieber einen erfahreneren Mann für so eine Position hätte suchen sollen, als Brazzo, dessen einzige Qualifikationen bei seiner Anstellung der Stallgeruch und das (absolut blinde) Vertrauen von UH waren. Wenn man tatsächlich am besten aus Fehlern lernt, dann hat er zumindest gewaltiges Potenzial.

  4. Servus,

    die Saison der Amas ist sehr enttäuschend und aus meiner Sicht hat dies definitv mit dem Kader zu tun. Zuerst muss man leider sagen, dass Jan Fiete-Arp bisher entweder keine gute Form hatte oder verletzt war. Leon Dajaku war ein Schatten von sich selbst, verdribbelte sich lieber gegen 2 bis 3 Gegenspieler, als das der Nebenmann einen Pass von ihm erhielt. Nicolas Kühn war bisher verletzt und hat nur wenige Spiele gemacht, ansonsten ist er definitiv ein belebendes Element in der Offensive. Was meiner Meinung nach ein wenig vergessen wird, ist der frühe Ausfall von Mailk Tillmann. Ich behaupte, wenn er sich leider nicht so früh und so schwer verletzt hätte, dass unsere Offensive gefährlicher gewesen wäre. Aber hätte, hätte, Fahrradkette.

    Auch ein Grund für den freien Fall ist unsere Defensive bei den Amas. Kilian Senkbeil, welcher letzte Saison auch schon dabei war, ist meiner Meinung nach in der 3. Liga total überfordert, da er sehr oft den Gegenspieler festhalten muss und das auch im Strafraum, um die Situationen halbwegs unter Kontrolle. Auch der Kapitän Nicolas Feldhahn hat in dieser Saison sehr zu kämpfen mit seinem Spiel. Wenn dann neben den vielen Verletzten auch noch im Sturm mit Dimtri Oberlin ein Spieler verpflichtet wird, der bisher komplett enttäuscht, sowohl in den Punkten Körpersprache als auch Knipserqualität und Anteil am Spiel, dann ist das schon gravierend. Zumal er für die Otschie Position verpflichtet wurde und er meines Erachtens ein Spieltyp wie Leon Dajaku ist. Den Ball mit der Hacke weiterzuleiten ist manchmal schön anzusehen, aber wenn der Ball dadurch blind in die Füße des Gegners gespielt werden und die gesamte Mannschaft im Vorwärtsmodus sich befindet, bringt das massive Probleme. Bezeichnend ist auch, dass Lenn Jastremski sich gegen Saarbrücken aus seinem Tief befreit hat und nun wieder drin ist, aber das Positive an seinem Spiel ist, er wirft sich immer rein bis zur letzten Minute und das fehlt mir bei manchen Spielern enorm.

    Auch die Einsätze von Thorben Rhein und Christopher Scott haben mir, leider sehr wenige, gut gefallen. Die Jungs probieren viel und sind auch technisch gesehen eine Augenweide. Man müsste sie nur mehr einsetzen.

    Meiner Meinung nach muss das Spiel gegen Lübeck gewonnen werden, denn danach kommen recht dicke Brocken mit Ingolstadt, Rostock usw. Das wird enorm schwer.

  5. Offtopic:

    Ich empfehle allen, auch unserem 918, mal die Dokumentation vom ZDF, welche gestern ausgestrahlt wurde anzusehen. Dort wird der Konflikt mit Hopp sehr gut aufgeklärt und meiner Meinung nach hat sich Uli Hoeneß mit dem Satz, da gibt es keine zwei Seiten, sonder nur eine und die muss man nur anhören, keinen großen Gefallen getan.

    Auch der DFB und die TSG Hoppheim hat sich, genauso wie Sky, nicht mit Ruhm bekleckert. Währendessen geben zwei Mitglieder der Schickeria und auch ein ehemaliger Ultra vom BVB einen Einblick für alle Außenstehenden, wie es dazu gekomme nist.

    Insgesamt eine interessante und aufschlussreiche Dokumentation die zeigt, das gezeigte Verhalten von den Verantwortlichen war eben nicht spontan, sondern inszeniert, nachdem die Verantwortlichen unseres FCBs, von Hoppenheim, der DFB und sogar Sky darüber Bescheid wussten.

    Die Krone setzt aber der Vorschlag von Rainer Koch auf, in dem er wollte, dass verdeckte Ermittler in den Block von Fußballfans eingeschleust werden, die Fotos von Personen der Ultragruppierungen machen, damit man sie rechtlich belangen kann.

    Auch war gelernt wurde, das Klettern an einen Zaun, ist ein Eindringen in den Luftraum. Arme Flugzeuge ;)

    Auch ist die Frage interessant, sind Beleidigungen im Fußball strafbar und wenn ja, wo fängt es an ? (Bei rassistischen Beleidigungen gibt es keine zwei Meinungen, da sind wir uns, hoffe ich, einig)

    Ich weiß nicht, ob man die Dokumentation verlinken kann, eventuell komm da von MSR noch etwas dazu.

    In dem Fall, freue ich mich auf ein paar Kommentare und hoffe, ich habe damit nicht wieder die Büchse der Pandora aufgemacht.

  6. An Seitz sollte man unbedingt festhalten und ihn jetzt auch voll und ganz stützen. Wenn man das nicht tut, dann ist er für die kommende Saison verbrannt. Und man muss halt erklären, woran es liegt. Im Detail kenne ich mich da nicht aus, aber was @Jo und @M1900 schreiben, klingt plausibel. Wir haben dieses Jahr nicht so viele gute Spieler wie letztes Jahr. Also sollte Seitz ganz klar zum starken Mann gemacht werden. Zugleich sollte man die chaotische Trainerpolitik hinter den Kulissen einmal kritisch hinterfragen. Dass man den Leiter des Campus notfallmäßig zum Chefcoach der zweiten Mannschaft machen muss, ist auf jeden Fall kein Zeichen für gutes Management. Der Abgang von Hoeneß kam ja nicht 2 Tage vor Saisonstart. (Apropos: an Hoffenheim sieht man übrigens, wie man einen angeschlagenen Trainer sinnvoll stützt.)

  7. [28.3., 15:58] Tom: https://www.abendzeitung-muenchen.de/sport/fcbayern/verletzte-bayern-stars-niklas-suele-faellt-aus-leroy-sane-und-leon-goretzka-angeschlagen-art-716595

    Wenn, vor allem in der Abwehr (nach Boa und Phonzy), noch mehr Jungs gegen RB Leipzig ausfallen, bekomme ich das große Kotzen!!! Sorry für die Wortwahl.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Zum Kotzen ist hier vor allem der Grund für das Fehlen von Davies und Boateng. Da kann man in beiden Fällen nur von extrem ungeschicktem Zweikampfverhalten (um es freundlich auszudrücken) sprechen.
      Gespannt bin ich, ob Löw am Mittwoch ein bisschen rotiert. Deschamps hat heute in Kasachstan mal fast die gesamte Startelf getauscht und ein Auswärtsspiel in Kasachstan dürfte nicht leichter sein, als ein Heimspiel gegen Nordmazedonien. Zudem hat Frankreich mit dem 1:1 gegen die Ukraine schon einen Patzer gehabt und war deshalb schon unter Druck. Etwas ähnliches würde ich mir auch von Löw wünschen. Wird wohl auch vom heutigen Ergebnis abhängen.

    2. Löw tritt natürlich wieder mit Goretzka und Sane an.
      Er setzt konsequent seine Ankündigung um auf nichts und niemanden mehr Rücksicht zu nehmen.

  8. Offtopic:

    Gestern ist im ZDF die Dokumentation von Herrn Breyer in Bezug auf das Thema Hopp vs. Ultras ausgestrahlt worden.

    Wir haben ja zu dem Thema mal mehr und mal weniger kontrovers diskutiert und ich finde, diese Dokumentation ist sehr gut gelungen. Auch wenn ein paar Details vergessen wurden, sind alle wichtigen Aspekte des Konflikts dargelegt worden.

    Ich fasse zusammen, dass sich sowohl unser Ehrenpräsident Uli Hoeneß, als auch der Anwalt vom Hopp, sowie der DFB nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Wenn man als Anhänger, bzw. Fan hören muss, dass einem Herrn Koch, derzeit Vizepräsident ist, vorschwebt, verdeckte Ermittler in einen vollen Fußballblock zu senden, dann stellen sich mir persönlich die Nackenharre zu Berge.

    Auch kommen zwei Mitglieder der Schickeria, als auch ein ehemaliger BVB Ultra zu Wort und im Endeffekt wird dieser Konflikt nach Corona, wenn es mal vorbei ist, wieder weitergehen. Auch interessant ist, dass das am Zaun hängen, ein Eindringen in den Luftraum ist, arme Flugzeuge ;)

    Ich habe den Link zur Dokumentation nicht reingeschreiben, da ich vermute, dass MSR, die das Thema auch kritisch beleuchtet haben, eventuell dazu einen Beitrag veröffentlichen werden.

    Für mich stellt sich die Frage, sind Beleidigungen im Fußball strafbar und wenn ja, wo fängt es an ? Machen wir uns dann im Internet Luft ? Worüber für mich defintiv nicht diskutiert werden muss, ist der Umgang mit rassistischen Beleidigungen, den die, da sind wir uns denke ich einig, gehören niemals toleriert.

    Ich hoffe, dass ich damit nicht die Büchse der Pandora geöffnet habe und freue mich auf eine gute und interessante Diskussion :)

  9. In dieser Dokumentation haben sich mehr Leute nicht mit Ruhm bekleckert.
    Der BvB-Ultra kam mir vor als wäre er gerade auf Entzug und lässt ebenso wie die beiden smart auftretenden Schickeria-Jungs auch keinen Zweifel daran, das sie Recht und Gesetz sehr individuell auslegen. Da stehen die Ultras nahezu auf einer Stufe mit den Reichsbürgern.
    Und bei deinem letzten Punkt widerspreche ich vehement. Auf einem Kreisliga-Fußballplatz und einem Bundesliga-Stadion geht es auch mal rauher zu und da muss man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Aber wieso ich einen anderen zwar ungestraft als Hurensohn bezeichnen darf, aber sobald ich “der schwarze da” sage, werde ich an Ort und Stelle gesteinigt, das erschließt sich mir nicht. Wer das eine nicht toleriert, darf auch das andere nicht gutheißen.

  10. was manche hier und bei den Ultras nicht verstehen: Respekt gegenüber anderen ist keine Ansichtssache, sondern gilt für alle und jeden….das kapieren manche leider nicht, sodern finden manches “tolerierbarer” als anderes.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Du triffst den Nagel auf den Kopf. Ich fand es damals schon unfassbar heuchlerisch, diese geschmacklosen Aktionen gegenüber Hopp zum Staatsakt aufzublasen, während die nächste Reise zu unseren Lieblings-Sklaventreibern – ääh Freunden – in Katar wahrscheinlich bereits gebucht war. Denn Respekt gilt für alle. Unabhängig von Einfluss, Lobby und Brieftasche.

      Was ich jedoch zugeben muss: Das Transparent ‚Hopp ist der Sohn einer Mutter‘ fand ich verdammt witzig! :)

  11. […] MSR #195: Die Amateure im Abseitz | Justin & Christopher […]

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