Philipp Lahm beim Training des FC Bayern an der Säbener Straße in München.

Philipp Lahm verletzt sich schwer am Sprunggelenk

Jolle Trenner 18.11.2014
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Dies bewahrheitete sich auf verhängnisvolle Weise: Bruch am oberen Sprunggelenk, notwendige Operation, drei Monate Pause.

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Der Kapitän wird also frühestens Ende Februar wieder ins Training einsteigen können und fällt für mindestens dreizehn Bundesligapartien aus. Noch in der Hinrunde warten starke Gegner wie Hoffenheim, Leverkusen, Augsburg und Mainz, in der Rückrunde fallen Wolfsburg, Schalke und Hannover in diesen Zeitraum. In der Champions League hat man den Gruppensieg sicher, weswegen die ausstehenden Partien gegen Moskau und Manchester City weniger schwer ins Gewicht fallen. Für das Achtelfinalhinspiel im kommenden Jahr wird es für Lahm aber definitiv nicht reichen.

Jetzt müssen es mehrere richten

Philipp Lahm ist nicht eins zu eins zu ersetzen. Bastian Schweinsteiger ist zwar nach seiner Patellasehenreizung, die ihn seit Monaten außer Gefecht setzt, wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Vom Wettkampfniveau für Spiele über 90 Minuten dürfte er aber noch Wochen entfernt sein. Hier bieten die CL-Spiele gute Möglichkeiten, ihn wieder in die Mannschaft einzubauen. Mit den am Innenband verletzten Thiago und David Alaba sowie dem Kreuzbandpatienten Javier Martínez fehlen darüber hinaus drei weitere Spieler im Kader des FC Bayern, die für die für Guardiola neuralgische Position im zentralen defensiven Mittelfeld geeignet wären. So wird es an erster Stelle an Xabi Alonso sein, die Lücke zu füllen. Hoffen wir, dass ihm die Länderspielpause genügend Erholung verschafft hat, um sein unglaubliches Pensum noch bis zur Winterpause zu gehen.

Rafinha rechts und Juan Bernat links dürften für die Flügelverteidigerpositionen vorerst gesetzt sein. Für Rotationen im Mittelfeld bietet der Bayernkader darüber hinaus den gestern aufgrund seiner Wechselbestrebungen erst diskutierten Pierre-Emile Højbjerg, sowie Sebastian Rode und Gianluca Gaudino. Rode wurde allerdings bislang vermehrt auf der rechten Außenbahn eingesetzt. Dass er für Lahm in die Zentrale rückt, ist aufgrund seines Spielertyps unwahrscheinlich. Für Gaudino und Højbjerg stehen die Chancen dagegen nicht schlecht, nun vermehrt Einsatzminuten auf der Acht zu bekommen und mit Alonso und Schweinsteiger im Verbund den Ausfall Lahms zu kompensieren. Das Potential dazu haben beide. Die komfortable Lage in der Champions League und der kleine Puffer, den man sich in der Liga erarbeiten konnte, müssen nun ausreichen, um mit ihnen eine Mannschaft zu formen, die die nötigen Punkte einfährt, um bei Lahms Rückkehr noch sämtliche Titelchancen auf seiner Seite zu haben.

Ob der Club in der Winterpause deshalb am Transfermarkt aktiv wird, ist fraglich. In der Rückrunde ist mit einigen Rückkehrern zu rechnen. Einen Spieler mit der gefragten Qualität, der dann auch in der Champions League spielberechtigt wäre, gibt der Markt aktuell nicht her. Doch man darf gespannt sein, welche Lösungen der FC Bayern womöglich noch in der Hinterhand hat.

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