Newsflash: Nagelsmann sieht “herausragende Qualität” im Kader

Justin Trenner 22.07.2021

Der Miasanrot-Newsflash ist ein neues Format, in dem wir uns dem Newsbereich annähern wollen. Dafür suchen wir uns in regelmäßigen Abständen drei bis fünf News rund um den Klub aus und berichten pointiert, aber fair.

An der Säbener Straße ist das Transferfenster nach wie vor geschlossen. Auch weil die Prioritäten des FC Bayern aktuell woanders liegen: Vertragsverlängerungen. Trainer Julian Nagelsmann gibt sich in der Öffentlichkeit dennoch zufrieden mit dem Kader. Zufrieden gibt sich auch David Alaba bei seinem neuen Klub. Und bei der Frauenabteilung passiert in Sachen Transfers deutlich mehr als bei den Männern.

Julian Nagelsmann: “Wenn alle gesund bleiben, sind wir international absolut wettbewerbsfähig.”

Aktuell durchläuft der neue Bayern-Trainer alle großen Medienhäuser des Landes. In allen Interviews hat er bekräftigt, dass er viel Vertrauen in den aktuellen Kader hat. Auch im Kicker (Sonderheft zur neuen Saison) äußert er sich optimistisch: In München habe er “eine herausragende Mentalität plus eine herausragende Qualität” vorgefunden. Auch in der Champions League sieht er keinen Grund zur Sorge: “Wenn alle gesund bleiben, sind wir international absolut wettbewerbsfähig.”

Es sei wichtiger, eine gute Stimmung im Kader zu haben, als noch ein oder zwei Gesichter mehr im Training begrüßen zu können. “Du brauchst 15, 16 gestandene Spieler, dahinter Herausforderer mit einer guten Qualität”, so Nagelsmann. Nach dieser Maxime sieht der Kader auf den ersten Blick auch gar nicht mal so schlecht aus:

Auf den zweiten Blick fällt dann doch auf, dass es mit der von Nagelsmann angesprochenen Gesundheit in den letzten Jahren nicht bei allen aufgelisteten Spielern so geklappt hat, wie man sich das in München vorgestellt hat. Für den Trainer wird es eine große Herausforderung, die Lücken im Mittelfeld und auf den Außenverteidigerpositionen (insbesondere rechts) zu schließen. In wirtschaftlich komplizierten Zeiten hat Nagelsmann aber einen Punkt: Die Basis des Kaders ist deutlich besser, als man angesichts der vielen Meinungen zum Kader meinen könnte. Auf den ersten 16 Positionen ist Kritik nur schwer anzubringen. Dahinter wird auch Nagelsmann zeigen müssen, dass er ein besonderer Trainer ist, der die Spieler heranführen kann an die ersten 16.

Leon Goretzka: Medienberichte gehen auseinander

Bevor neue Spieler kommen, soll im Idealfall ohnehin erstmal mit bekannten Gesichtern verlängert werden. Leon Goretzka ist Schlüsselspieler beim FC Bayern und soll auch unter Nagelsmann eine gewichtige Rolle spielen. Eine Verlängerung wäre angesichts des Ende Juni 2022 auslaufenden Vertrages wichtig für die Planungssicherheit des Klubs. Aus dem Springerverlag wurde zuletzt vermeldet, dass die Goretzka-Seite bis zu 20 Millionen Euro verlange. Spox und Goal haben diese Meldung wiederum dementiert. “Die Verhandlungen laufen, es besteht ein konstruktiver und konfliktfreier Austausch. Noch ist alles im grünen Bereich”, heißt es dort.

Noch. Bei David Alaba ging auch alles ziemlich harmonisch los, das Ende ist bekannt. Doch der Fall Goretzka ist anders gelagert. Aus dem Umfeld des Klubs ist zu vernehmen, dass die Verantwortlichen aktuell sehr gelassen und optimistisch sind. Auch Goretzka, so heißt es aus verschiedenen Medienberichten, würde gerne bleiben. Trotzdem zeigt die Dauer der Verhandlungen, dass es für den FC Bayern zu Coronazeiten nicht leicht ist, mit seinen Schlüsselspielern zu verlängern. Schaut man sich die Vertragslaufzeiten von Top-Spielern bei anderen internationalen Top-Klubs an, scheinen diese ähnliche Probleme zu haben.

Durch die größtenteils vor Corona verhandelten Verträge von Lucas Hernández und Leroy Sané haben es sich die Münchner zumindest nicht leichter gemacht. Das Gehaltsgefüge auf einem für den Klub gesunden Niveau zu halten und lieber einen zweiten Alaba-Fall zu riskieren, ist dennoch die wirtschaftlich vernünftige Entscheidung. Man darf gespannt sein, wie viele Runden die Verhandlungen mit Goretzka noch durchlaufen werden.

Zu beiden Themen passend: Die neue Analyse von Alex zum Transfersommer der Bayern.

Alaba küsst sein neues Wappen

Eine News aus Madrid wiederum hat einige Bayern-Fans erzürnt. David Alaba wurde bei den Königlichen vorgestellt und ließ sich mit seinem neuen Trikot direkt mal ablichten. Auf einem Foto küsst er das Wappen von Real. Eine kleine, vermeintlich unbedeutende Geste, die in den sozialen Netzwerken jedoch heiß diskutiert wurde.

Einen Skandal daraus zu stricken, wäre zu viel der Aufregung. Es geht den Fans auch gar nicht um den Wechsel an sich. Allerdings hätte sich Alaba durchaus zweimal überlegen können, ob er nach 13 Jahren FC Bayern ausgerechnet am ersten Tag beim neuen Verein das Wappen küsst.

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Nach all den Monaten, in denen er und sein eigentlicher Herzensverein sich zerstritten hatten, passt dieses Foto gut ins Bild, das er zuletzt abgegeben hatte. Die Anzahl an Menschen, die Alaba vermissen werden, dürfte hiernach zumindest nicht gestiegen sein. Wenngleich man einordnen sollte, dass sich Fußballprofis in solchen Momenten sehr wahrscheinlich erheblich weniger Gedanken über die Auswirkungen eines Kusses machen, als es die Fans tun. Besonders durchdacht war es jedenfalls nicht.

Simone Boye Sørensen wechselt zu Arsenal

Bei den Bayern Frauen ist schon länger richtig Bewegung im Transfermarkt. Neben einiger hochkarätiger Neuzugänge gibt es nun auch den dritten größeren Abgang. Neben Simone Laudehr (Karriereende) und Amanda Ilestedt (Paris Saint-Germain) verlässt auch Simone Boye Sørensen die Bayern. Sie wurde am heutigen Donnerstag bei Arsenal vorgestellt. Die 29-jährige Dänin spielte in der vergangenen Saison keine sehr große Rolle im Kader der Münchnerinnen.

Am Ende kam sie auf 898 Pflichtspielminuten. Die Gründe für ihren Wechsel sind dennoch eher persönlicher und privater Natur. Mit Glódís Perla Viggósdóttir und Saki Kumagai wurden aber bereits zwei Spielerinnen verpflichtet, die die Lücke füllen können, die Ilestedt und Boye Sørensen in der Innenverteidigung hinterlassen. Ob noch eine weitere Innenverteidigerin kommt, wird wohl auch davon abhängen, ob Trainer Jens Scheuer mit Kumagai eher im Mittelfeld plant.

FC Bayern überträgt Heimspiel der Amateure gegen Heimstetten – und weitere?

Über die sporadisch angekündigten Übertragungen der Bayern Amateure seitens des Klubs wurde zuletzt viel unter Fans diskutiert. Es gab auch viel Kritik am FC Bayern – zurecht. Immerhin: Das erste Heimspiel der Amateure gegen Heimstetten wird am morgigen Freitag ab 18:55 Uhr live und kostenlos über die Klub-Kanäle übertragen – beispielsweise auf YouTube. Ein Anfang. Zumal nach Miasanrot-Informationen das viele negative Feedback beim Klub angekommen ist. Wie und ob es eine bessere Lösung geben wird als die jetzige, ist derzeit noch fraglich, aber das Problem wird nicht einfach ausgesessen.



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