Müde Bayern siegen im Jubiläumsspiel

Daniel Trenner 08.03.2020

Falls Ihr es verpasst habt

Die Aufstellung 

Mit neuen Kleidern zum Jubiläum bestückt, kehrte die Stammverteidigung wieder zurück, wodurch sich Joshua Kimmich zurück ins Mittelfeld an die Seite Thiagos gesellen konnte. Jérôme Boateng und Joshua Zirkee rutschten ins Team, Corentin Tolisso und Leon Goretzka beide heraus. Coutinho blieb etwas überraschend in der Mannschaft.

Martin Schmidt schickte seine Augsburger in einem 4-1-4-1 mit, und einem 4-4-2 ohne Ball auf das Feld, in vorderster Reihe spielte der sich in bestechender Form befindliche Florian Niederlechner, Alfreð Finnbogason blieb zunächst nur die Joker-Rolle. Überraschenderweise nahmen die Augsburger auch einen Torwartwechsel vor: Andreas Luthe verdrängte Tomáš Koubek auf die Bank.

1. Halbzeit

Nach der wunderschönen Choreographie zum 120. Jubiläum begann das Spiel zunächst schleppend, dem FC Augsburg gelangen sogar die ersten beiden (obgleich ungefährlichen) Torschüsse. Das Spiel der Bayern wirkte müde, ungenau. 40 Minuten lang waren Bayerns Pässe fahrig, die Intensität nicht hoch genug, erst die letzten fünf Minuten wurden besser, torlos blieb es trotzdem zur Pause, als Steinhaus direkt nach dem ersten wirklich gelungenen Angriff abpfiff.

2. Halbzeit 

Überraschenderweise ging es ohne Wechsel aus der Kabine. Zunächst sah das Spiel ähnlich zäh aus, dann fasste sich Boateng ein Herz und stellte Bayern auf die Siegerstraße. Mit einem punktgenauen Laserchippass hebelte er die komplette Augsburger Defensive aus, der durchsprintende Mülle vollendete direkt (53.).

Es wurde nun etwas besser und zielstrebiger, Zirkzee scheiterte am schon liegenden Luthe (65.) und Schmidt sah Bayerns steigernde Angriffslust und versuchte mit dem offensiven Wechsel Vargas für Max zu kontern. Daraufhin scheiterte mit Coutinho erneut ein Bayernspieler im Strafraum an Luthe und Flick brachte Goretzka für Zirkzee. Gnabry wechselte ins Angriffszentrum und verfehlte in seiner ersten Mittelstürmeraktion direkt das 2:0, als er frei vor Luthe knapp vorbeischoss (71.). Bayerns Angriffe brachen nicht ab und Augsburg unterstrich mit Finnbogason für Löwen noch mehr seine Ambitionen. Beinahe glückte dies auch, doch Neuer parierte aus 6 Metern exzellent gegen Niederlechner (80.). Flick reagierte und brachte Javi Martínez und Lucas Hernández für Coutinho und Thiago. Der Spanier verletzte sich Momente zuvor am Kopf. Hernández ging auf die Position des Linksverteidigers, Davies rückte eine Position nach vorne, Martínez spielte im Mittelfeld Wellenbrecher. Beinahe ging Bayerns Defensivfokus nicht auf, doch Finnbogasons Tor war knapp Abseits (89.), daraufhin entschied Bayern in der Nachspielzeit die Partie. Gnabry und Goretzka spielten im Strafraum einen doppelten Doppelpass, an dessen Ende Goretzka aus scharfem Winkel ins lange Eck einschoss.

Die Bayern konnten somit Leipzigs Stolperer in Wolfsburg nutzen und die Distanz auf die Dosen auf fünf Punkte vergrößern, neuer dichtester Verfolger ist Borussia Dortmund mit vier Punkten Rückstand. Nächsten Samstag wagen sich die Bayern an die Alte Försterei gegen Union und unter die Liveansicht von so manchem Miasanrot-Teammitglied.

Dinge, die auffielen

1. Müde Bayern

Am Ende der englischen Wochen und kräfteraubenden Spiele, genehmigten sich die Bayern über weite Strecken eine Pause gegen Augsburg. Offenbar dachten sie sich, dass irgendwann ein Ball schon noch ins Augsburger Tor fallen würde, anders war die erste Halbzeit kaum zu erklären. Es haperte schon an den Grundlagen des Bayern-Spiels. Die Passgenauigkeit war nicht gut, die Passschärfe selten richtig. Wo in Sinsheim noch wie selbstverständlich 70 Minuten lang jeder Laufweg gemacht wurde um die gegnerische Defensive auseinanderzuziehen, begnügten sich die Spieler gerade in der Offensive nur das absolut nötigste zu tun. Das Nötigste ist jedoch auf Bundesliganiveau nicht ausreichend, führt sogar oftmals zu reichlich sinnfreien Aktionen, wie so manche Flanke auf den 1,72 m großen Koloss Coutinho bewies. So erspielten sich die Bayern erst in der Halbzeitschlusssekunde eine ansprechende Chance und gingen zum ersten Mal in der Saison ohne einen Schuss auf das Tor in die Kabine.

2. Ein gutes Pferd springt eben nicht höher als es muss

Man muss sich nichts vormachen, in zwei Tagen erinnert sich niemand mehr an das Spiel. Es galt Leipzigs Ausrutscher auszunutzen und Dortmund auf Distanz zu halten, eben dies schaffte man auch, viel mehr wird nicht übrig bleiben. Ordentliche 20 Minuten zwischen dem 1:0 und der Einwechslung Finnbogasons reichen unter dem Strich aus. In dieser Phase spielte Bayern zwar nicht so stark wie gegen Hoffenheim oder Chelsea, doch die zuvor vermissten Grundlagen waren da. Es wurde viel zielstrebiger nach vorne gespielt, die Räume besser besetzt, es gab mehr Läufe in die Tiefe und nicht immer wurde direkt ziellos in die Mitte geflankt. Gegen einen abstiegsbedrohten Tabellenvierzehnten reicht dies aus, um sich genug Chancen herauszuspielen, dass man wiederum über die Chancenverwertung sprechen müsste, denn ein 2:0 wäre viel früher möglich gewesen.

Gewiss, unter einem Niko Kovač wurden solche Leistungen viel mehr kritisiert, doch der Unterschied ist der Kontext dieser Spiele. Das Schalke-Spiel schlug zwar ebenfalls in die selbe Kerbe, doch davor brillierte man noch über die volle Spielzeit. Nächste Woche sollte die Leistung mit sechs Tagen Pause wieder besser werden, bevor man sich mit Frankfurt und Dortmund mit anderen Kalibern messen muss. Daheim gegen Augsburg ist es sportlich jedoch auch einfach in Ordnung, die gute Form von Neuer, Boateng und Thiago bestätigt zu sehen und sich darüber hinaus, an das Spiel nur wegen der schönen Trikots und der tollen Choreographie zu erinnern.

3. Zirkzee noch kein Über-Lewandowski

Joshua Zirkzee ist eben noch kein Robert Lewandowski. Das ist natürlich eine recht offensichtliche Schlussfolgerung, immerhin war dies Zirkzees zweiter Bundesligastartelfeinsatz, während Lewandowski derzeit der vielleicht beste Fußballer der Welt ist. Grundsätzlich sind die Probleme zumeist weiter hinten zu verordnen, wenn das eigene Angriffsspiel derartig stockt und auch wenn Zirkzee für die mangelnden Tiefenläufe seiner Kollegen kaum verantwortlich ist, im Vergleich zum Lewandowski dieser Saison fehlt aber etwas. Lewandowski zeichnete sich lange Zeit in der Hinrunde dafür verantwortlich das Angriffsspiel praktisch alleine zu tragen, immer wieder sorgte er im Alleingang für Tore. Von Zirkzee kann man dies natürlich nicht verlangen, in so einem Arbeitsspiel, fällt Lewandowskis Fehlen jedoch mehr auf, als gewöhnlich. Zirkzee wollte viel, versuchte viel, doch es gelang ihm wenig. Mit dem Rücken zum Tor konnte er Bälle abschirmen, in einem brach liegenden Angriffsspiel war jedoch mehr von Nöten. Zwar kam die beste Phase eines Mittelstürmers im Spiel, als Serge Gnabry in der Sturmspitze Zirkzee ablöste, doch war dies mit der Führung im Rücken gegen ein angreifendes Augsburg auch zu erwarten. Höchstwahrscheinlich hätte er davor ähnlich viele Probleme gehabt wie Müller im Sturmzentrum gegen Schalke. Zirkzee beginnen zu lassen, war daher wahrscheinlich die richtige Lösung. Er wird an so einem Kampfspiel wachsen müssen, um dann beim nächsten Mal vielleicht noch nicht unbedingt direkt Lewandowskis Präsenz zu haben, aber um dann wenigstens die eine Chance zu nutzen, die ein Stürmer fast immer bekommt (65.).

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  1. Müller hat es im Interview eigentlich auf den Punkt gebracht. “Es ist eben ein Unterschied, ob man das 1:0 machen will oder auf das 1:0 hofft.
    Den Pass veon Jerome wollte ich unbedingt. Das hat in anderen Situationen eben gefehlt.
    Und genauso lief dann fast das gesamte Spiel.
    Ein im wahrstens Sinne des Wortes “müder Kick!”
    Da merkt man eben doch die zwei englischen Wochen UND den kleinen Kader.
    Müde in den Beinen und müde im Kopf.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Absolut richtige Einschätzung. Wenn allerdings zwei englische Wochen schon so “reinhauen” und die Beine so schwer werden lassen, dann lässt mich der Blick auf den Terminplan schaudern.
      Sollte gegen Chelsea kein böses Wunder mehr passieren und wir das Viertelfinale erreichen, dann geht es nach der Länderspielpause gleich mit drei englischen Wochen am Stück weiter, nämlich 2mal Viertelfinale und 1mal DFB-Pokal-Halbfinale. Die Bundesligagegner in dieser Phase sind BVB (A), Düsseldorf (H), Leverkusen (A) und Gladbach (H). Sollten wir das CL-Viertelfinale auch noch überstehen, geht es nach dem Gladbach-Spiel gleich nahtlos mit dem Halbfinale weiter und es werden dann sogar 5 englische Wochen am Stück bis Anfang Mai.
      Da bleibt nur zu hoffen, dass mögichst bald Coman, Perisic und Lewandowski auch wieder dabei sind und vor allem keine weiteren Verletzungen dazu kommen. Sonst werden wir die Siegesserie wohl nicht mehr lange aufrecht erhalten können, befürchte ich, vor allem weil wir trotz aller spielerischen Fortschritte immer noch stark von der Physis leben und wir für unser Spiel eine gewaltige Intensität brauchen.
      Wichtig wäre es jetzt, diese Woche gut zu regenerieren, dann in Berlin zu gewinnen, gegen Chelsea kein zu enges Spiel zuzulassen und dann noch gegen Frankfurt den nächsten Sieg nachzulegen. Die Eintracht dürfte in 2 Wochen allerdings ziemlich platt sein, denn das ist dann ihr letztes Spiel zum Abschluss von 5 englischen Wochen am Stück. Dann wäre es natürlich fein, wenn der BVB entweder nächste Woche im Derby gegen S04 oder eine Woche später in Wolfsburg noch Punkte liegen lassen würde und wir mit mindestens 6 Punkten Vorsprung zum BVB fahren könnten. Wird spannend. Auf jeden Fall drücke ich dem BVB für Mittwoch bei PSG die Daumen, denn sonst haben die bis zum Saisonende gar keine Spiele mehr unter der Woche.

      1. Jetzt eine Woche Pause aber
        Union wird schwer
        Chelsea jetzt mit zwei überzeugenden Siegen

      2. Willithegreat, du weißt abe auch, dass irgendwo immer der Kopf mitspielt. Und da ist es eben ein Unterschied, ob man gegen die direkten Mitkonkurrenten um die Meisterschaft und die CL-Plätze spielt, oder eben gegen den Tabellenvierzehnten. Und meistens sind das die unangenehmsten Spiele mit den meisten Ausrutschern,
        Warum soll das ausgerehnet beim FCB anders sein.

      3. Der Gegner hatte keine zwei englischen Wochen und ist entsprechend frischer, körperlich und mental. Bei uns spielen, aufgrund zu weniger Rotationsmöglichkeiten, viele Spieler quasi durch. Dann ist man gegen einen Gegner wie Augsburg auch mal nicht so auf der Höhe. Wichtig ist, dass man trotzdem gewinnt. Das ist auch eine Qualität.

  2. Sehr schöne Spielzusammenfassung, der ich mich nur anschließen kann.
    Ich war in der ersten Halbzeit teilweise so gelangweilt von dem Spiel, dass ich gar nicht mehr richtig hingesehen habe, was mir sonst eigentlich nie passiert. Die zweite Halbzeit hat dann aber noch einigermaßen entschädigt dafür, genau wie die Choreo, die schönen Trikots und die lautstarken Fans ;-)

    Eine Anmerkung noch: Der doppelte Doppelpass von Gnabry und Goretzka war im Strafraum und nicht im Mittelfeld.
    Sonst ein sehr treffender Bericht. Danke dafür!

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    1. Danke für das Lob und den Hinweis.
      Komisch, könnte schwören ich hatte Strafraum auch geschrieben, aber da stand tatsächlich Mittelfeld. Ist editiert.

  3. Wenn man der ersten Halbzeit etwas positives abgewinnen möchte, wurden immerhin keine gegnerischen Torchancen zugelassen. Das ist mir im Zweifel lieber, als wenn wir ein spielerisches Feuerwerk zünden, hinten dafür aber nicht sicher stehen.

    Davis und Kimmich könnte man vielleicht mal eine Pause geben, finde sie wirken beide etwas überspielt. Mit Hernandez und Goretzka sind ja auch passende Alternativen auf der Bank.

  4. Was für eine Choreo. Dank an den Club Nr. 12. Ich habe zwar nur eine rote Folie gesehen, aber endlich war mal das Werfen erlaubt :-)
    Das mit dem Pferd war letzte Rückrunde genauso angebracht wie dieses mal. Was hätte man sich hier über Flanken ins Nirwana oder ein fehlendes Angriffskonzept aufgeregt. Aber egal. Wir sind letztes Jahr Meister geworden und können es heuer auch schaffen. Hoffentlich gibts jetzt nicht Geisterspiele bis Mai.

  5. Laserlob von Boa und DEN Lauf macht kein anderer Spieler als Thomas Müller Fußballgott.

    Dass Gnabry dann noch die Wengerschule channelt und den Ball mit Goretzka ins Tor kombiniert, macht das dröge Spiel doch schon wieder wett.

    Spiel 2 nach Lewandowski-Ausfall. Und der zweite Sieg. Mehr kann man doch nicht erwarten.

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    1. Spiel 3 wenn wir den Pokal dazunehmen.

  6. Ein Lob an Daniel nach diesem Kick noch die Muse zu finden einen Spielbericht zu schreiben. Ein quälender müder Kick den ich morgen hoffentlich wieder vergessen habe. Toll die Choreo von den Fans von Club Nr. 12, nach all der negativen Kritik über die Ultras, wo jeder seine eigene Meinung dazu hat, gehören auch solche tolle positiven Aktionen erwähnt.
    Es lag wohl nicht nur an Bayern das dieses Spiel so zäh wurde, Augsburg hat sich eingeigelt und auf den Glückskonter gehofft. Aber wir haben uns auch mangels Chancenverwertung selbst das leben schwer gemacht. Aber trotzdem erinnerte mich das Spiel zu keiner Zeit an die Zeit von Kovac. Dafür wirkte die defensive Leistung sicher genug und jeden Konter wird man nie unterbinden können, das ist immer das Risiko einer Mannschaft die das Spiel gestalten will.

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    1. wenn man schaut wo alaba und boa standen… hat nix mit fussball unter kovacs zu tun

  7. Irgendwie auch schön, dass der heutige Spieltag noch “normal” statt finden konnte und wir die tolle Choreo zu sehen bekamen.
    Demnächst wird es dann wohl erstmal Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit geben.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. @Stiftl,

      dagegen wehrt sich der DFB und DFL ;)

      1. Die können sich nicht wehren. Wenn die jeweiligen Landesregierungen dem Vorschlag von Spahn folgen, wird das gemacht. Der DFB ist nichts anderes als die anderen europäischen Ligen.

    2. Ich sehe dazu früher (NRW) oder später (Bremen u.a.) auch keine Alternative. Da wir noch schwere Auswärtsspiele haben (Dortmund, Leverkusen) würde ich das erstmal nicht als Nachteil für uns sehen. Wird, zynisch gesagt, interessant zu sehen, ob und wie sich das auf die Spiele generell auswirkt.

  8. Der Pass von Boateng ist einfach krank. Jetzt weiß ich wieder, warum ich mir 2014 das Boa-Trikot gekauft habe. Diesen Pass so zu spielen, das macht kein anderer IV. Der Welt.

  9. Dafür hat sich Boateng zweifellos ein Lob verdient.
    Aber auch Alaba lieferte nach knapp einer Viertelstunde einen ähnlichem Vertikalflugball von hinten raus auf Coutinho im gegnerischen 16er, der das Anspiel nur knapp vorm Augsburg-Keeper verpasste.

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    1. PS: Antwort bezieht sich auf #Lukas eins drüber.

  10. Klischeemäßig kann man festhalten, dass solche Siege die Meisterschaft entscheiden. Die Mannschaft war nicht frisch, das konnte man sehen. Thiago Kimmich, Gnabry, Alaba, Davies oder Müller spielen sehr viel. Das geht irgendwann nicht nur an die physische frische, sondern auch an die mentale. Wenn Alternativen fehlen, ist die Trainingssteuerung besonders wichtig.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. In englischen Wochen ist nicht mehr viel zu steuern – hat man dann auch noch die entsprechenden Auswärtsspiele verlägern sich auch noch die Reisezeiten. An ein normales Training ist da sowieso kaum noch zu denken.

    2. Tatsächlich geht’s hauptsächlich um Regeneration

  11. Tja…..
    Was war das denn ???,
    würde der Ein oder Andere sagen.
    Zum oben genannten Spielbericht muss man Augsburg ein Riesenkompliment machen.
    Die Augsburger haben Alles aus sich heraus geholt und mit ihren Mitteln ein Klasse Spiel abgeliefert.
    Das ich kein Fan von Coutinho-Fan bin dürfte bekannt sein,aber gestern hat Er auch nicht schlechter gespielt als die Anderen ;)
    Im Grossen und Ganzen :
    3 Punkte und ab dafür.
    Viel wichtiger finde ich,wie man die nächsten Wochen Lewa ersetzt,denn das wird ein grosser Faktor im internationalen Vergleich sein.

  12. Das sind doch jetzt diese Schweinespiele im März/April zwischen CL und DFB-Pokal die du gegen “kleinere” Gegner einfach gewinnen musst. Egal wie….. klar wünscht man sich im Rahmen einer 120 Jahr Feier mit der super schönen Choreo ein Fussballfest. Aber es kann nicht immer klappen. Ich garantiere dass Dortmund und Leipzig gegen genau solche Gegner Punkte lassen werden und am Ende der Saison halb Deutschland jammert, dass wir den 8. Titel in Folge haben…

    Antwortsymbol10 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Rechne eher nicht damit, dass die Dortmunder in der verbleibenden Restsaison mehr Liga-Punkte – zumal gegen die “Kleineren” – liegenlassen werden als die Bayern: Håland als Sturmtank und Can als Mittelfeld“krieger“ à la Vidal sorgen für einen Schub an Körperlichkeit, Mentalität und Effektivität, der auch die Mitspieler pusht. Das fehlte vorige Saison in der Crunchtime noch zur Finalisierung von Titelambitionen.

      Verlieren die Münchner bei gleichbleibendem Punkteabstand spätestens in Dortmund (und fällt bei CL-Ausscheiden gegen PSG zudem eine weitere Zusatzbelastung nach dem Pokal-Aus für den Mitkonkurrenten weg), erscheint mir das Titelrennen offener denn je (trotz Lewa-Rückkehr ggf.).

      1. Gegen Freiburg hat weder ein Haaland noch ein Can viel gebracht, das war zuhause ein mühsames 1:0.
        Und bei Gladbach haben auch Stegemann und Co. kräftig mitgeholfen, das 2:1 über die Bühne zu bringen.
        So einfach ist da auch nicht alles. Und der Heilsbringer hat jetzt auch schon zum 2. Mal nicht getroffen.

      2. M.M.n. ist Haaland noch meilenweit von Lewandowski entfernt.(vom Potential kann er sicherlich mal dahin kommen). Und Can ist bei weitem kein Thiago.

      3. @Anton

        Habe allerdings nicht von “so einfach ist das alles” oder “Heilsbringern” gesprochen, wobei ich Hålands Impact nicht nur an seiner eigenen Trefferquote messen würde: Er bietet als durchsetzungsfähiger “Wandspieler” i. Ggs. zu Alcácer eine zusätzliche Anspielstation beim Überspielen von Pressingketten des Gegners, entlastet damit die eigene Defensive und bindet Gegenspieler, was wiederum Freiräume für seine Offensivkollegen schafft. Deren Scorerwerte sind so übel ja auch nicht.

        Und der prinzipielle Mehrwert eines “Aggressive Leaders” vom Schlage Can in einer unter Spielstand- und Erfolgsdruck zuvor mental eher verzagten Truppe ist m. E. klar erkennbar, auch wenn manche Spiele trotzdem recht zäh über die Runden gebracht werden – aber eben mit weniger Punktverlusten als bisher.
        Insofern kann die „Ich garantiere“-Prophetie von #FCB_1900 zwar eintreffen, das Gegenteil ist m. E. aber mind. ebenso wahrscheinlich. ;-)

        Nebenbei: Trotz respektablem Auftritt der Augsburger gestern in der Allianz Arena wurde Trainer Schmidt heute freigestellt:
        https://fcaugsburg.de/wns/fca-stellt-trainer-martin-schmidt-frei/

      4. @Rainer

        (…) Und Can ist bei weitem kein Thiago. (…)

        Can ist sicherlich kein Ballartist und hat wohl auch nicht den spiel- und passstrategischen Genius wie Thiago.
        Er ist vor allem ein dominanterer Kommunikationstyp mit seinen lautstarken Anweisungen an Mitspieler, physisch wuchtiger und – noch skrupulöser im Zweikampf (auch im Sinne von “Zeichen setzen” = den Gegner einschüchtern – er nannte es als leisen Vorwurf an sein Team nach der 3:4-Niederlage gegen Leverkusen: “Auch mal dreckiger spielen…”).
        Das sind durchaus Pfunde, die einer labilen Defensive wie in Dortmund das nötige Stabilitätsplus verschaffen können.

      5. PS: Statt “noch skrupulöser” muss es “noch kompromissloser” heißen – um das Wort “skrupellos” zu vermeiden… ;-)

      6. @ T.W…sicherlich kann ein Agressivleader wie Can einer in sich teilweise instabilen Mannschaft guttun. Ich erinnere mich da an v. Bommel. Ich erinnere mich (extrem ungern) an ein Spiel gg. Barca, als wir 90min hinter dem Ball hergelaufen sind und v.B. nachher sagte, das Agressivität (ein Zeichen setzen) unmöglich war, da der Ball immer außerhalb seiner Reichweite war.
        Unsere Gegner stellen sich allerdings häufig hinten rein. Somit sehe ich Technik, Kombinationsfähigkeit, Lösungen im eins gg. eins und strategische Variabilität gepaart mit defensiver Stärke (Thiago) für uns als elementarer an. Sicherlich könnte man Can evt. als alleinigen Sechser stellen. Jogi Löw scheint ja in NM auch eher andere Spielertypen im Mittelfeld zu bevorzugen. Aber bei Dortmund fehlte wirklich etwas. Mit Delany und Witzel wurde letzte Saison ein erster Versuch zur Stabilisierung gemacht. Scheinbar reichte das noch nicht. Sieht mir ein wenig nach Sammer aus. Bei uns wurde unter ihm und J.H. auch mit Javi ein Typ ähnlich Can installiert.

      7. @Rainer

        (…) Unsere Gegner stellen sich allerdings häufig hinten rein. (…) Sicherlich könnte man Can evt. als alleinigen Sechser stellen. (…) Aber bei Dortmund fehlte wirklich etwas. Mit Delany und Witzel wurde letzte Saison ein erster Versuch zur Stabilisierung gemacht. Scheinbar reichte das noch nicht. Sieht mir ein wenig nach Sammer aus. Bei uns wurde unter ihm und J.H. auch mit Javi ein Typ ähnlich Can installiert. (…)

        Genau auf Dortmund habe ich meine Einschätzung in erster Linie bezogen. Und Can hat noch Witsel an seiner Seite.
        Aber auch Javi in seiner Prime unter Jupp und Pep war durch seine Physis und Antizpationsfähigkeiten ein ungemein wertvoller Wellenbrecher und “Staubsauger”, da liegen wir also nicht weit auseinander.

        Thiago ist an guten Tagen vor allem am Boden ebenfalls enorm defensivstark, hat in Luftduellen gegen kantige und kopfballstarke Hünen aber physische Nachteile, ähnlich wie Kimmich. Auch deshalb halte ich eine “Zwergen”-6er-Kombi (mag sie auch technisch überlegen sein) nicht für ideal. Denn gerade spielerisch schwächere Teams, die tiefer stehen, operieren umso lieber mit “Langholz” nach vorne auf ihre Zielspieler. Diese einzufangen bleibt dann schnell etwa an Boateng und Alaba (oder gar Neuer) hängen.

      8. @ T.W. Sehe ich genauso. Das diese technisch und individuell unterlegenen Mannschaften dann mit „Langholz“ arbeiten ist letztlich deren einzige Möglichkeit.(und Standards). Unter Pep ,und teilweise jetzt auch unter Flick, wurden viele Situationen durch gutes Gegenpressing, schon am gegnerischen Strafraum unterbunden. Und durch die drastisch erhöhte Geschwindigkeit unserer letzten Linie werden die meisten langen Bälle abgelaufen. Zudem spielt Neuer ja auch teilweise wieder Libero. (Zum Glück gibt es ja nur wenige extrem starke Kopfballspieler die auch noch mega schnell sind)Deshalb können wir es uns leisten, auf den klassischen defensiven Sechser zu verzichten. Bei Dortmund, das habe ich auch schon im Winter geschrieben, sind Haaland und Can definitiv Upgrades und könnten somit die letzten fehlenden Puzzleteile für künftige Erfolge sein. (sofern Haaland in Dortmund bleibt ;-) ).

      9. @Rainer

        (…) Unter Pep ,und teilweise jetzt auch unter Flick, wurden viele Situationen durch gutes Gegenpressing, schon am gegnerischen Strafraum unterbunden. Und durch die drastisch erhöhte Geschwindigkeit unserer letzten Linie werden die meisten langen Bälle abgelaufen. Zudem spielt Neuer ja auch teilweise wieder Libero. (…) Deshalb können wir es uns leisten, auf den klassischen defensiven Sechser zu verzichten. (…)

        Das ist richtig, praktizieren einige andere Topteams aber auch und haben trotzdem (inkl. Peps ManCity) großgewachsene defensive 6er in ihren Reihen wie Casemiro, Busquets, Fabinho, Rodri.
        Adrian Fein käme da mit seinen 1,86m in etwa hin, ob er sich qualitativ Richtung CL-Niveau entwickeln kann, wird sich ggf. zeigen.

  13. Stern des Südens Seite 09.03.2020 - 16:15

    Entschuldigung, off-topic, aber mich interessierst einfach mal:

    Fand jemand diese Trikots genauso grottenhäßlich wie ich?

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Jep, fand’s auch sehr lame.

    2. Wie bereits erwähnt: mir haben sie sehr gut gefallen.

    3. AntwortsymbolStern des Südens Seite 09.03.2020 - 16:54

      Na gut, will eher sagen: Ich fand sie irritierend. So auf Einzelbildern geht’s ja, aber aufm Spielfeld …

  14. @willythegreat:
    》》Wichtig wäre es jetzt, diese Woche gut zu regenerieren, dann in Berlin zu gewinnen, gegen Chelsea kein zu enges Spiel zuzulassen und dann noch gegen Frankfurt den nächsten Sieg nachzulegen. Die Eintracht dürfte in 2 Wochen allerdings ziemlich platt sein, denn das ist dann ihr letztes Spiel zum Abschluss von 5 englischen Wochen am Stück. 《《

    Und schon sind die Frankfurter nicht mehr ganz so unausgeruht und nur wir müssen ran. Zumindest gehe ich mal davon aus, dass das Spiel der Eintracht nicht in einer anderen Stadt ausgetragen wird, sondern in Basel nachgeholt wird.

  15. Ist jemandem aufgefallen, dass Boa bei Abseitsgegentor den Stürmer eingeholt hat und noch stören könnte, im Gegensatz zu Alaba. Geschwindigkeitsdefizite sehen anders aus, der Junge hat Riesen-Stelzen und einen entsprechenden Schritt.war echt baff, der Report er sagte Boa hätte da was gemacht? Gezieltes Training? Geht das? Weiß da jemand was? Ich dachte Fußballer sind diesbezüglich eh austrainiert bzw. brauchen eine Balance bezüglich Kondition?

  16. […] Müde Bayern siegen im Jubiläumsspiel | Daniel […]

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