MSR148 Der Knüller wird zum Pressico

Justin Trenner 27.05.2020

Geprägt war der Knüller durch eine starke Defensivleistung beider Mannschaften. Sowohl Dortmund als auch die Bayern ließen wenig zu. Es gab aber auch strittige Szenen wie das vermeintliche Handspiel von Jérôme Boateng. Im Podcast widmen wir uns den wichtigsten Dingen rund um den Knüller und holen auch die eine oder andere Twitterfrage mit rein.

Weitere Informationen & Abonniert uns!

♥ Artikel teilen

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

Du willst Miasanrot Supporter werden?

Anzeige
King Coman Hands of God
  1. Warum konnten wir die Konter nach Ballgewinnen nicht sauber ausspielen?
    Warum konnten die Außenstürmer nicht mehr gefährliche Situationen durch dribblings ala RibRob kreieren?

    MMn sind beide Gnabry und Coman genau wie Lewa nicht matchfit .
    Dazu kommt das Coman eindeutig zu oft ängstlich zurückzieht und zudem sein letzter Pass immer noch nicht entscheidend besser geworden ist. Bei Gnabry haben wir gesehen wie gut er wird wenn er in Saft steht- etwas das ich bei Coman nicht erkennen kann. Er hat alle Anlagen für einen Top Spieler aber vermute das man ihn verkauft wenn man ab 2021 eine bessere Alternative im Markt finden kann.
    Ansonsten ist er natürlich immer noch eine gute Alternative als dritte Kraft hinter Sané und Gnabry.
    Deshalb ist Sane der Königstransfer.
    Für Perisic würde ich keine 10 Mio in diesem Markt ausgeben zumal er ja auch einen Kaderplatz für Batista etc blockieren würde, außer man kann seine Leihe verlängern.
    Es fällt ja auch immer wieder der Mentalitätsaspekt in vielen Diskussionen.
    Finde das alle unsere Spieler die notwendige Mentalität haben. Alle. Brandt hätte mMn nicht die notwendige Mentalität. Auch bei Havertz bin ich mir nicht mehr ganz so sicher. Goretzka ist sicherlich technisch limitierter aber er passt einfach zu uns.
    Vom bvb würde ich ohne Zucken Hakimi und Haaland bei uns sehen.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Stichwort Mentalität. Wie immer machen sich hauptsächlich die Verlierer ihre Gedanken drüber.
      Kann man auch mal von unserer Seite sehen.
      Da kommt ein Goretzka wie der unglaubliche Hulk aus der Corona-Pause, Sancho mit einem wohlgerundeten Bäuchlein. Zufall?

      Da könnte man auch den gerade so vielgescholtenen Coman in die Diskussion bringen. Sicher noch nicht in Bestform, hat er aber zumindest sich und vor allem seinen Gegenspieler bis zur sichtlichen Erschöpfung aufgearbeitet. Von Guerreiro, in den letzten Wochen eine der Dortmunder Waffen, habe ich jedenfalls nicht viel gesehen.
      Dagegen schien Sancho eine eher gemütliche Halbzeit abzuleisten. Auch hier gilt: Habe ich jedenfalls nicht viel von gesehen. BVB-Fans äußern sich da auch noch drastischer.

      Der FCB tut gut daran, was Kahn explizit bestätigt, auch in Zukunft solche Dinge wie Auftreten und Mentalität bei seiner Personalpolitik weiter zu berücksichtigen. Auch in diesem Zusammenhang sind die bisher erfolgten und hoffentlich noch erfolgenden Vertragsverlängerungen so wichtig. Diese Spieler haben gerade in dieser Hinsicht über einen langen Zeitraum eine wirklich erstaunliche Einstellung an den Tag gelegt. Es gibt eben Spieler, die sind schon satt bevor sie überhaupt eine Schale gesehen haben, andere sterben auch noch für den zwölften Titel.

      Auch in puncto Havertz ist das eine zurecht zu stellende Frage. Mich erinnert Havertz jedenfalls an Spieler wie Andreas Möller, oder Mesut Özil. Beides absolut geniale Fußballer, aber auch die ganze Zeit ihrer Karriere immer wieder von der Einstellung und Persönlichkeit her hinterfragt.

      1. Mesut Özil und vor allem Andy Möller hatten ein Einstellungsproblem?
        Respekt.
        Ich hätte gerne zwei vergleichbare Spieler in unserem offensiven Mittelfeld, ich nehme sie auch mit solchen Mentalitätsproblemen.

      2. Kahn

        “Siegermentalität, Demut, Disziplin und Durchhaltevermögen gehören genauso zum Anforderungsprofil des FC Bayern wie die sportliche Qualität des Spielers”.

      3. Bin sehr gespannt wie Kahn seine Definition mit Leben füllt- besonders ab 2021.

      4. @wohlfarth
        Lieber Wohlfarth, ich möchte Ihnen widersprechen; auch mir sind unsere Mentalitätsmonster, wie Jo sie beschrieben hat, viel lieber als die begnadeten Diven, die mir immer ein wenig zu selbstverliebt daherkamen und -kommen.

    2. Für nächste Saison sehe ich keinerlei Notwendigkeit, Havertz zu verpflichten. Wir haben schon jetzt 4 starke Spieler für die 3 Positionen im Mittelfeld, nämlich Kimmich, Thiago, Müller und Goretzka. Dazu kommt Fein, dem man durchaus Spielpraxis zugestehen sollte. Cuisance würde ich eher verleihen, außer da kommt noch eine unerwartete Leistungsexplosion. Auch Martinez und Tolisso sind noch im Kader und zumindest einen davon sollte man möglicherweise auch noch bis 2021 halten. Das sollte dann fürs Mittelfeld eigentlich reichen. Im Notfall kann man auch Alaba (falls er verlängern sollte) vorziehen. Sollte der Sane-Transfer klappen, wäre auch eine offensive Dreierreihe mit Sane, Gnabry und Coman hinter Lewandowski denkbar, wenn Müller mal ausfallen sollte. Alternativen wären also genug da, da muss man nicht den Wahnsinn mitgehen, den Leverkusen sich bzgl. Havertz wohl immer noch vorstellt. Wenn ihn uns ein anderer Verein wegschnappt, muss man das halt akzeptieren.
      Bei Hakimi liegen wir etwas auseinander. Ich denke nicht, dass du jetzt plötzlich dich mit einem 3-4-3 anfreunden könntest, oder? In einer Viererkette bin ich von Hakimi nicht so begeistert. Ihm fehlt einfach auch der Wille, konsequent zu verteidigen, weil er viel lieber vorne rumturnt. So etwas können wir mMn nicht brauchen, auch wenn er natürlich mehr Offensivpower entfalten könnte als Pavard. Offensive ist aber eben nicht alles und defensiv ist ihm Pavard haushoch überlegen.

      1. Wir stimmen überein
        1. vor 2021 wird wohl keiner mit Vertrag abgegeben
        2. Havertz ist wenn überhaupt 2021 ein Thema
        3. Sane und evtl. ein RAV die einzigen Zugänge sind
        4. 3-4-3 unter Flick ist unwahrscheinlich
        5. Hakimi ziemlich unwahrscheinlich ist

        Die Frage ist vorausgesetzt Alaba und Thiago verlängern wer wird 2021 für Boa Javi und wahrscheinlich wohl auch Tolisso verpflichtet.
        Ein ablösefreier Upamecano ist schon charmant vor allem weil er beide IV Positionen spielen kann.
        Denke schon das Havertz sportlich für uns ein Gewinn wäre insbesondere wenn Goretzka zu einem etwas defensiverem Spieler entwickelt wird. Wie wir wissen kann Havertz grundsätzlich alle 4 offensivpositionen spielen.
        Ob er aber von der Persönlichkeit zu uns passt bzw zu der Phalanx aus Kimmich Goretzka Gnabry Süle Sane keine Ahnung.
        MMn gibt es zwischen Hakimi und Davies keine so großen defensiven Unterschiede. Pavard macht es zzt extrem gut insofern ist das Thema auch nicht akut. Aber klar dürfte auch sein das sich ein 80 Mio Lucas nicht einfach so im Jahr vor der EM auf die Bank setzt. Nur wird er es müssen wenn Alaba verlängert – also?

  2. Tabelle :
    10.Spieltag
    BMG 22 Pkte
    BVB. 19
    RBL. 18
    FCB. 18. 25:16

    28.Spieltag
    FCB 64 Pkte. 81:28
    BVB. 57
    RBL. 55
    BMG. 53

    Swing zu
    BVB 8 Pkte
    RBL 9 Pkte
    BMG 15 Pkte

    Antwortsymbol25 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Immerhin eine von drei Differenzen korrekt berechnet. Wirklich ernsthafter Tipp: Bitte denke doch einmal gründlich nach, bevor Du Dinge postest. An die vielen Tippfehler kann ich mich auch noch immer nicht gewöhnen. So etwas fällt für mich auch in die Kategorie Respekt vor allen anderen Usern hier, denn es erhöht die Lesefreundlichkeit ungemein, wenn nicht so viele (Schreib)Fehler drin sind.

      1. Ähmmm, es geht 918 nicht um die Diff. in der aktuellen Tabelle, sondern um die Punkte, die der FCB seit dem 10. Spieltag auf die Konkurrenten gutgemacht hat. Und die hat er korrekt berechnet…

        Tippfehler sind ein anderes Thema, aber auch kein großes Drama. Mammut-Sätze und weggelassene Satzzeichen finde ich viel schlimmer.

      2. Ok, dann habe ich das falsch verstanden. Wobei das m.E. auch nicht sauber genug formuliert ist, weil es eben einfach so dahingeklatscht wurde, anstatt mal etwas Erläuterndes dazu zu schreiben. Muss ja nicht viel sein, aber 1-2 Sätze, die geradeaus ohne Abkürzungen, unnötige Anglizismen und Tippfehler formuliert werden, sollten ja nicht zuviel verlangt sein. Das schaffen ja alle anderen hier auch.

    2. Ich denke, es wird keiner bestreiten, dass der Trainerwechsel von Kovac zu Flick im Oktober richtig war.
      Was ich fast übrigens noch interessanter finde, ist folgende Statistik:

      Punktestand nach dem 14. Spieltag (als man Flick nach der zweiten 1:2 Niederlage in Folge durchaus kritisch hinterfragte):
      BMG 31
      RBL 30
      BVB 26
      S04 25
      Freiburg 25
      Leverkusen 25
      FCB 24

      Punktestand nach dem 28. Spieltag:
      FCB 64
      BVB 57
      RBL 55
      BMG 53
      Leverkusen 53
      Freiburg 38
      S04 37

      Punkteausbeute in diesem Zeitraum (von 42 möglichen Punkten):
      FCB 40
      BVB 31
      Leverkusen 28
      RBL 25
      BMG 22
      Freiburg 13
      S04 12
      Da könnte man schon mal die Frage stellen, was von den so hoch gelobten Trainern wie Nagelsmann, Rose oder Wagner außer der Anfangseuphorie, die es ja bekanntlich sehr häufig nach Trainerwechseln gibt, wirklich geblieben ist. Da kommen die schon häufig angezählten Haudegen wie Favre oder Bosz ja fast noch besser weg.

      1. Gute Frage
        RBL waren gegen Hertha extrem einfallslos
        Und Werner mal wieder überhaupt nicht zu sehen wenn man ihn braucht.
        Denke Nagelsmann ist gut aber braucht noch ein paar Jahre um sich durchzubeißen

        Flick scheint ja ein Mann des Details zu sein wie man auch in diesem wm Film sehen konnte .
        Da scheint er auf ganz andere Weise ähnlich wie Pep zu sein. Allerdings ist wohl der größte Unterschied das er während des Spiels Freiheiten lässt solange die angesprochenen Dinge umgesetzt werden.

        Bin mal auf die Spiele gegen Leverkusen und Gladbach gespannt. Beide haben ja auch wie jetzt der BVB extrem schnell verlagert um sich dem pressing zu entziehen. Nur sind die damals ein paarmal durchgekommen was BVB nicht gelang was man eben auch als Fortschritt im Abwehrverhalten sehen kann.

      2. Interesant ist vor allen Dingen auch, dass diese Zahlen jenen Recht geben, die auch nach den verlorenen Spielen gegen BMG und Leverkusen Flick ihr Vertrauen entgegengebracht haben, einfach weil man die Qualitätsunterschiede zum Vorgänger sehen konnte. Man muss ja keine Namen nennen, aber was gab’s hier nicht für Unkenrufe von wegen fehlender defensiver Stabilität usw…

      3. @seasons
        Ja das war schon eine angespannte Situation wobei wir ja auch noch ziemlich auf dem Zahnfleisch gekrochen sind. Aber auch in der Situation blieb Flick ruhig und cool und vor allem bei den Spielern!
        Bin mal gespannt wie er jetzt rotiert.
        Wie im Podcast angesprochen wird er was machen darf aber nicht zuviel.
        Coman Gnabry Lewa brauchen eigentlich alle ihre Minuten weil sie mMn noch nicht matchfit sind. Perisic und Zirkzee dürften deshalb nur eingewechselt werden.
        Javi und Lucas für Goretzka/Müller und Boa sind gut möglich. Cuisance? Eher nicht

      4. @severalseasons: man könnte allerdings auch sagen, dass vor allem Flick möglicherweise aus den Spielen gegen Leverkusen und Gladbach gelernt hat und spätestens seit der Winterpause ein paar Dinge umgestellt hat, weshalb die defensive Stabilität erst Einzug halten konnte.
        Zweifelsfrei wichtig waren auf jeden Fall die Ergebnisse nach den beiden Niederlagen. Da hätte diese Saison und möglicherweise auch die weitere Karriere von Hansi Flick beim FCB eine entscheidende Wendung in eine ganz andere Richtung nehmen können. Das Heimspiel gegen Bremen wurde zwar letztendlich mit 6:1 gewonnen, aber hier merkte man nach dem 0:1 schon eine ziemliche Verunsicherung, die sich erst durch einen zu diesem Zeitpunkt eher überraschenden Doppelschlag in der Nachspielzeit der ersten Hälfte wieder einigermaßen legte. Die 2. Halbzeit war dann wirklich stark und man merkte der Mannschaft an, dass sie sich den Frust der beiden Niederlagen von der Seele ballern wollte. Das nächste Spiel in Freiburg begann man dann mit breiter Brust, spielte 20 Minuten bärenstark, nur um dann eine der katastrophalsten Defensivleistungen hinzulegen, die ich seit langem beim FCB gesehen habe. Dank dem Zirkzee-Märchen (Part 1) gewann man das Spiel noch in der Schlussphase. Gegen Wolfsburg war man dann erstmals wieder besser in der Konterabsicherung, dafür aber nach vorne eher limitiert. Aber auch hier rettete Zirkzee letztendlich den Sieg. Wenn aus den Spielen gegen Freiburg und Wolfsburg nur 2 statt 6 Punkte rausgesprungen wären, hätte es in der Winterpause möglicherweise anders ausgesehen.
        Entscheidend ist allerdings, dass es in der Rückrunde außer in den beiden Spielen in Mainz und Köln (und hier jeweils auch erst nach einer 3-Tore-Führung) eigentlich keine gravierenden Abwehrschwächen mehr gab und Trainer und Mannschaft die Schwachstellen, die man nach den Niederlagen gegen Leverkusen und Gladbach deutlich erkennen konnte, immer besser in den Griff bekamen.
        Ich persönlich zähle mich auch zu den Personen, die dem überfallartigen Pressing, das Bayern im Dezember spielte, kritisch gegenüber standen. Deshalb bin ich auch froh, dass hiervon mittlerweile phasenweise abgerückt wurde und man scheinbar vor allem bei eigener Führung einen vernünftigen Mittelweg gefunden hat aus kompromisslosem Forechecking ohne Rücksicht auf Verluste und passivem Warten auf den Gegner, wie es unter Kovac viel zu oft vorkam.
        Meine auftrichtige Bewunderung gilt übrigens allen, die diese Entwicklung auch nach den beiden Niederlagen im Dezember so vorhergesehen haben und die Niederlagen in erster Linie mit Pech abtaten. Mir fehlte damals der Optimismus und ich war damals alles andere als überzeugt, ob Flick es bei uns packen würde. Die Idee mit einem Co-Trainer, der wie Phönix aus der Asche aufsteigt, wie auch Pep bei Barca oder Zidane bei Real, fand ich immer schon genial, aber nach der Anfangseuphorie fehlte mir ehrlich gesagt im Dezember der Glaube daran, dass uns das mit Flick auch gelingen würde. Scheinbar haut es aber doch hin.

      5. @wiilythegreat: Danke
        @severalseasons: Wenn du irgendeine Ähnlichkeit zwischen dem HarakiriForcheckingPressingdesTodeshintenManngegenMann-offenwieeinScheunentor-Allesodernichts-Fußball den wir gegen Leverkusen und Gladbach spielten und dem diszipliniertemüberalleMannschaftsteilemitperfektemAbwehrverhaltenundRückwärtsarbeitenallerelfSpieler-Fußball, den wir gegen Dortmund zeigten erkennst, dann hast du meinen vollen Respekt. Dann solltest du als Hellseher arbeiten.
        Hätten wir gegen Dortmund so gespielt wie gegen Leverkusen und Gladbach, dann hätten wir sicher nicht 1-0!!!!!! gewonnen, sondern 2-6 verloren. Das sagen meine hellseherischen Fähigkeiten.
        Schön, dass Flick die Lehren aus diesen Spielen gezogen hat, vielleicht wird er wirklich ein großer Trainer, diese zeichnet nämlich aus, dass sie gegensteuern wenn sie auf dem Holzweg sind und nicht stur ihre grundsätzliche Idee durchdrücken wollen.

      6. @willythegreat, man darf natürlich auch den indirekten Einfluß des Mediengetöses nicht vergessen.
        Wie schrieb einer im anderen Threat – “die schreiben ja auch von einer Wachablösung, wenn der BVB mal zwei gute Spiele hintereinander macht.”
        Und so wurde natürlich nach Flicks ersten beiden Spielen . vor allem dem ersten BVB-Spiel bereits die Welle gemacht, die sich nach den beiden Niederlagen erst mal wieder umkehrte.
        Wenn Anfang November ein Vorsitzender sagt – der bleibt erst mal bis Weihnachten, geht doch schon nach drei Tagen die Spekuliererei los.
        Und so ging es doch letztlich weiter.
        Warum soll es denn in vielen Spielen unter einem Flick anders laufen, als unter anderen Trainern.
        Es ist ja nun nicht so, als hätte man unter dn Top-Trainern Heynckes oder Guardiola immer in Gladbach oder gegen Leverkusen gewonnen -von einer Eingewöhnungsphase mal ganz zu schweigen.
        Und Last-Minute-Siege in Freiburg hat es auch schon gegeben.

        Insofern sollte man einfach mal die Ruhe bewahren, die Medien ihren Scheixx schreiben lassen – tun die sowieso – und einmal sehen, was sich denn wirklich essentiell verändert hat.
        Und da gibt es eine ganze Menge Punkte, die so vorher eben keiner auf der Rechnung hatte.
        Ob es das neue IV-Duo ist, dessen Qualität so keiner vorhergesagt hat; die Entwicklung eines Davies, die mittlerweile sichtbare Stabilisierung eines Pavard zu einem wirklich mehr als soliden AV.
        Die plötzlich wieder sichtbare Weiterentwicklung eines Kimmich,; das allmählich funktionierende Zusammenspiel mit Thiago auf der 6.
        Und natürlich das langsam aber sicher sichtbare Ineinandergreifen der Mannschaftsteile bei einer doch modifizierten Spielweise.

        Und wie fragil diese ganzen Entwicklungen und Tendenzen der “aufgehenden Sterne” ist, sieht man doch von Haaland als Spieler bis Wagner als Trainer.
        Von den Medien hochgejubelt zum Heilsbringer und zum Teil recht schnell wieder in der Wirklichkeit angekommen.
        Insofern – gelassen bleiben!

      7. @ Willy
        Evtl ja nicht nur er sondern auch die Spieler.
        Das Stellungsspiel und die Absicherung funktionieren besser. Alabas Stellungsspiel ist jetzt wirklich überragend – gemessen an den beiden Spielen. Und auch Boa lässt sich nicht mehr so leicht aus der Reserve locken. Nur Davies macht immer noch ab und zu seine kleinen Böcke die er aber immer wieder überwiegend selbst oder mit Hilfe Alabas ausbügelt. Pavard hat man auch kaum noch im Niemandsland gesehen weil auch er mMn viel besser antizipiert. Viel liegt eben daran das alle als Einheit viel besser aufeinander abgestimmt sind. Deshalb wird es schwer für Lucas und evtl auch Süle da reinzukommen zumal man wohl auch kaum eine richtige Vorbereitung hat ( August CL und Buli 20/21 ab September).
        Und @ wohlfahrt
        Der Fußball ist der gleiche aber das wird sicherlich ein müßiger Diskurs also lassen wir es.

      8. @918: Der Fussball ist der Gleiche? Mit dieser Meinung dürftest Du ziemlich exklusiv dastehen.

        Willy hat die Situation Ende der Hinrunde treffend zusammengefasst. Und ich habe damals Flick für den “Alle Mann drauf als gebe es kein Morgen”-Fussball kritisiert, weil wir da mehrfach nur mit reinem Glück davon gekommen sind.

        Inzwischen ist von Harakiri Fussball nichts mehr zu sehen. Wie bereits von Anderen angesprochen, ist es Flick anzurechnen, dass er in der Winterpause reagiert hat.

      9. Denn ganz simplen Punkt einer sich allmählich einspielenden Abwehrformation sollte man dabei nicht vernachlässigen.
        Kovac hat noch teilweise wild durchgewechselt (natürlich auch verletzungsbedingt), bis er ironischerweise in seinem letzten, fatalen Frankfurtspiel die heutige Standardformation fand.
        In der Vorrunde wurde das dann noch mit Martinez statt Boateng gespielt. Seit der Rückrunde spielt durchgehend (Ausnahme Paderborn) die gleiche Formation.
        Eine Entwicklung die einmal natürlich eine gewisse Zeit brauchte und auch weder von den einzelnen Personen, noch von den Positionen her ehrlicherweise jemand zu Anfang der Saison so planen, oder vorhersehen konnte.

      10. @Stiftl und @918
        Ihr habt beide recht und unrecht zugleich, wenn ich das aus meiner Sicht mal schildere.
        918 hat Recht: Ja, es ist der gleiche Fußball. Wichtige Sachen, wie Antizipation, wie verhalte ich mich in einer bestimmten Situation, gehe ich jetzt lieber raus in der Restverteidigung oder sinke ich, um zu verzögern, wurden einfach mit der Zeit immer besser. Warum? Ganz einfach: Weil das nur besser wird, wenn man mehr und mehr Situationen durchspielt.

        Ich hatte das schon mal bei einer Kritik am Flick-Fußball im Dezember geschrieben: Flick setze momentan vor allem darauf, das hohe Pressing, vor draufzugehen, durchzuziehen, damit die Spieler immer sicherer darin werden. Damit sie oft in die Situationen kommen, um in der Entscheidungsfindung Sicherheit zu gewinnen.

        Wir gehen immer noch vorne drauf, machen viel Druck, gehen viel Risiko. Was aber wichtig ist: In den entscheidenden Situationen treffen wir viel, viel mehr richtige Entscheidungen.

        Stiftl hat aber natürlich auch Recht: Auf der anderen Seite gibt es natürlich mehr Phasen, in denen wir auch mal tiefer stehen, auch mal Mittelfeldpressing spielen. Dass sich das entwickelt, war aber, wie ich finde, klar. Mit der Zeit kann man einfach auch mehr trainieren und mehr Ideen reinbringen.

        Fazit: Flick ist von seiner grundsätzlichen Idee nicht abgewichen, sondern die Spieler sind innerhalb dieser Idee immer sicherer geworden. Und! sie können auch nun auch mal tiefer stehen, etwas anders spielen. Sie halten nun auch mal den Ball sicherer, auch wenn das ein Punkt ist, der sicherlich noch viel besser werden kann, bzw. muss, der trotzdem schon auf einem besseren Niveau als Ende Oktober ist. Das Positionspiel ist mittlerweile auch wieder auf einem recht guten Level, wie es seit einigen Jahren nicht war. Wir haben mehrere Aufbauoptionen.

        Gute Arbeit, mehr kann man da nicht sagen. Aber die Ansätze sah man relativ schnell in den Flick-Spielen. Nur wie gesagt: Mit der Zeit wurde es einfach immer besser, weil der Trainer auch mehr Zeit mit der Mannschaft hatte.

      11. @918
        “Und @ wohlfahrt
        Der Fußball ist der gleiche aber das wird sicherlich ein müßiger Diskurs also lassen wir es.”

        Da hast du Recht, da du ja sowieso nicht an einem “Diskurs” interessiert bist, sondern nur regelmäßig deine temporären Gedanken unters Volk schmeißen willst.

        Außerdem schreibst du schon wieder meinen Namen falsch. Wieso nur kann ich da nicht an ein Versehen glauben?

      12. @nkls
        Perfekt zusammengefasst

      13. @wohlfarth: Einfach mal genau lesen, bitte! Ich schrieb nichts, aber auch gar nichts davon, dass es der gleiche Fußball sei. Vielmehr ging es darum, was man Flick zutrauen konnte. Hier wurde ja, auch von Dir, angezweifelt, dass er überhaupt die Sache in den Griff kriegen würde. Und ich bleibe dabei, auch wenn das manchen nicht schmeckt, eine Qualitätsverbessserung war ziemlich schnell zu beobachten, das konnte man nämlich an der Spielanlage, trotz der anfänglichen Schwachstellen in der Abwehr, ziemlich gut erkennen. Und dass einem neuen Trainer Zeit eingeräumt werden sollte, dass dürfte nun wirklich Konsens sein.

      14. @willythegreat: Die Spielchen mit den Möglichkeitsformen kann man auch anders spielen. Die Spiele gegen LEV und BMG wurden aus einer brutalen Überlegenheit heraus gespielt, dass sie nicht gewonnen wurden, lag bestimmt nicht an der spielanalge, sondern an der unterirdischen Chancenverwertung, 3x Alu in einem Spiel, wenn ich nicht irre. Und Flick hatte relativ viel Arbeit, das Team neu einzustellen, aufzubauen, all das ohne viel Vorlauf und mitten in der Saison. Kann man m.E. gar nicht hoch genug hängen.

      15. “Spielanlage”/”das” im letzten Satz: Sorry!

      16. @severalseasons: Du hast Recht. Es ist ein Spielchen, das man spielen kann. Ich habe da aber eine etwas andere Meinung. Auch ein verdienter Sieg kann mal glücklich zu Stande kommen und Siege mit späten Toren sind für mich per se eher glücklich. Von Pech rede ich nur dann, wenn eine Mannschaft nicht gewinnt, obwohl sie ein beinahe fehlerfreies Spiel abgeliefert hat und möglicherweise auch noch benachteiligt wurde oder sich sehr unglückliche Tore einfing. Leider gab es in den Spielen gegen Leverkusen und Gladbach trotz einiger hochkarätiger eigener Chancen auch einige hahnebüchene Fehler, sowohl gruppentaktischer als auch individueller Art (z.B. die Grätsche von Martinez in Gladbach vor dem Elfmeter). Von daher erübrigt sich für mich der Faktor Pech, egal wie groß die statistische Wahrscheinlichkeit sein mag, dass man so ein Spiel normalerweise nicht verliert. Wer sich bei einem jeweils unentschiedenen Spielstand schon in der ersten Halbzeit zweimal so auskontern lässt wie Bayern gegen Leverkusen oder bei einem schweren Auswärtsspiel in Gladbach, bei dem man seit der Führung kaum mehr offensiv stattfand und körperlich auf der letzten Rille daherkam in der 90. Minute ebenfalls offen wie ein Scheunentor steht, obwohl ein 1:1 auch OK wäre, der braucht mir nicht mit dem Faktor Pech kommen, egal wie viele Chancen man sich selbst erspielte. Sonst sind wir auf einem Niveau, das man Kovac zu Recht oft angekreidet hat, wenn der trotz offensichtlicher taktischer Defizite immer davon sprach, dass der Hauptgrund für Punktverluste an der mangelnden Chancenverwertung lag. Da könnten die Dortmunder auch jammern, dass sie mit Pech am Dienstag verloren haben, da man ihnen ja auch den Elfer hätte geben können bzw. ein Ball auf der Linie geklärt wurde…..
        Ich bin froh, dass alles so gelaufen ist, wie es ist und bin auch froh, dass wir Flick haben, aber selbst Flick wird wissen, dass es im Dezember auch hätte anders laufen können. Das ist aber auch kein Vorwurf. Bei van Gaal schien im November nach dem 0:1 gegen Bordeaux auch schon alles zu spät und ein halbes Jahr später schrammte man nur knapp am Triple vorbei.

      17. Willythegreat: Dem hab ich fast nichts hinzuzufügen.
        Außer: Nach dem Frankfurt-Desaster hätte jeder von uns übernehmen können und es wäre erstmal besser geworden.
        Wer aus diesen, ich nenn es mal Befreiungsfortschritten in den ersten Spielen gleich die Handschrift eines zukünftigen Welttrainers erkannt hat, der hat in meinen Augen etwas viel Phantasie.
        Ich bin froh so wie es ist, ich hätte nie gedacht, dass wir am 28. Spieltag 7 Punkte vorne sind.

      18. Das hat Sagnol damals auch gedacht……

      19. @willy thegreat: Weder habe ich behauptet, es habe keine Fehler mehr gegeben, noch, dass alles Pech war. Der Begriff “unterirdische Chancenverwertung” ist nicht auf Pech zu reduzieren, wobei das bei 3x Alu sicherlich noch hinzu kommt. Nur: auf Flick sind hier einige Leute nach ein paar Spielen losgegangen, als müsse nach der Übernahme gleich alles sofort perfekt sein. Es wurde gleich ihn hergezogen, als sei er nicht fähig, Fehler zu erkennen und abzustellen. Ich finde aber sehr anerkennenswert, und das war der Ausgangspunkt meiner ursprünglichen Bemerkung, dass er das ganz gut hingekriegt hat, vor allem natürlich, nachdem er die Vorbereitungszeit hatte, die ihm bei der Übernahme natürlich fehlte. Und er hat eine Spielkultur zuückgebracht, die schon fast erodiert schien.

      20. @severalseasons:
        Jetzt verdrehst du aber was.
        Einige Leute hier haben Flick bereits im Moment der Amtsübernahme zum Weltklassetrainer ernannt, haben über alles negative großzügig hinwegsehen, jede noch so hanebüchen herbeigeführte Niederlage klaglos akzeptiert und den Gewinn des Triples mit Flick in naher Zukunft als nicht zu verhindernde Selbstverständlichkeit ausgerufen.
        Darüber haben sich einige Leute, unter anderem ich, sehr verwundert gezeigt. Mit auf Flick losgegangen hat das nix zu tun.
        Falls du es nicht von selbst merken solltest, ich habe jetzt absichlich etwas überspitzt formuliert und ich werde diese Diskussion auch nicht fortführen, da ich eigentlich gehofft hatte, dass dieses Thema hier keins mehr ist.

      21. @wohlfarth
        Ich habe heute einen wohlfarthschen Widerspruchstag!
        Als ich davon erfuhr, dass Hansi Flick unser Cotrainer wird, habe ich mich derart gefreut, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann: Mir war vom ersten Augenblick an klar, dass wir dadurch einen Weltklasse-Mann dazugewonnen haben.
        Zu behaupten, dass es keine große Leistung war, das Ruder in der damals schwierigen Situation nach der Freistellung Kovacs herumzureißen, ist ein bisschen unverschämt. Das war ein Meisterleistung, damals schon die Weichen zu stellen für eine Entwicklung, von der wir heute profitieren – und zwar mit der Mannschaft gemeinsam: das war Guardiola plus Jupp hoch zwei.

  3. Ähmmm, es geht 918 nicht um die Diff. in der aktuellen Tabelle, sondern um die Punkte, die der FCB seit dem 10. Spieltag auf die Konkurrenten gutgemacht hat. Und die hat er korrekt berechnet…

    Tippfehler sind ein anderes Thema, aber auch kein großes Drama. Mammut-Sätze und weggelassene Satzzeichen finde ich viel schlimmer.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Sorry, sollte direkt unter Herrispezials Antwort…

  4. Inzwischen scheint ja nicht nur bei jedem angekommen zu sein das Kimmich auf der 6 gesetzt und produktiver für das Team ist. Wie von Flick immer wieder betont.
    Merkwürdigerweise ist seine Marktbewertung immer noch unter der eines Kantes Pogbas DeJongs etc. Wird mal Zeit das die den zukünftigen Kapitän vernünftig bewerten.
    Und hoffentlich verlängern Kahn und co seinen Vertrag und den von Goretzka Süle Gnabry rechtzeitiger als die derzeitige unnötigen Hängepartien Alaba und Thiago.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Lizarazu in der AZ
      Da kann man nicht widersprechen

      Wer zählt aktuell zu den entscheidenden Bayern-Spielern?

      Joshua Kimmich und Thiago Alcántara. Sie sind derzeit das beste Mittelfeld-Duo der Welt, spielen auf einem sehr hohen Level. Technisch sind beide perfekt und sie wollen immer den Ball haben. Das ist ganz wichtig fürs Team, weil es Sicherheit gibt. Kimmich und Thiago zusammen sind wirklich fantastisch, ich sehe kein besseres Duo im Weltfußball.

      1. Dann ist es nur recht und billig, seine lobenden und aufmunternden Worte für Landsmann Hernández im selben Interview ebenso wenig als bloße Gefälligkeitsfloskeln zu werten:

        https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.az-exklusiv-lizarazu-staerkt-hernandez-er-wird-noch-ganz-wichtig-fuer-bayern.dee3d175-1989-424c-ba32-ef9f122f5473.html

  5. Ja, es hat mir gefallen. Vor allem die Einschätzung hinsichtlich Gewinner und Verlierer der Woche teile ich absolut. Ja, bei Davies gab es durchaus auch gefährliche Ballverluste, aber auch sehr spektakuläre Defensivaktionen. Er hat definitiv noch Steigerungspotenzial, aber sein Lerntempo ist atemberaubend. Bei Coman ist es das genaue Gegenteil. Er hat sich in den letzten Jahren praktisch nicht weiterentwickelt. Er hat gute und schlechtere Phasen (natürlich auch viel aufgrund von Verletzungen), aber ich kann insgesamt kaum einen Reifungsprozess erkennen. Bei ihm könnte es sein, dass er nicht über den Status des Rollenspielers hinauswächst, da seine Fähigkeiten noch immer recht eindimensional sind. Gnabry kommt nach der langen Pause noch nicht richtig ins Rollen. Die erste Chance nach Pass von Coman war eigentlich riesig. Nur anstatt einfach den Fuss hinzuhalten (der Pass war sehr scharf), nimmt er den Ball etwas unsauber an und der Winkel wird zu spitz. Boateng nach schlechten ersten 10 Minuten (ein Ballverlust, zwei lange Bälle ins Nirwana), dann wirklich sehr stabil. Der Ausrutscher kann natürlich jedem passieren, trotzdem war es schon auch ein typischer Boateng-Fail (er hat schon einen gewissen Hang zu unglücklichen Szenen).

    Antwortsymbol10 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Danke CJ für den Kommentar. Stimme bei allen Punkten zu. Habe das Spiel mittlerweile ein zweites mal gesehen und teile deine Beobachtung. Coman bin ich Lager von Justin, der ja sagte, dass Coman noch sehr jung ist. Er muss aber noch einen Sprung machen. Keine Frage.

      1. Bei Coman bin ich in den letzten beiden Jahren auch ziemlich pessimistisch geworden. Ja, er ist absolut gesehen natürlich noch jung, aber eben auch schon im fünften Jahr bei uns. Normalerweise ist es ja die Gelegenheit, regelmässig auf einem neuen Niveau zu spielen, die jungen Spielern einen Entwicklungsschub verleiht. Oder dasselbe kann bei älteren Spielern auftreten, die zu einem grösseren Verein wechseln – wie Ribéry, der nach einem eher untypischen Karriereverlauf in Comans jetzigem Alter zu uns kam und dann zum absoluten Weltklassespieler reifte. Coman ist in all den Jahren, die er jetzt schon bei uns spielt, leider ein sehr eindimensionaler Spieler geblieben. Spitzentempo, aber in der letzten Aktion entweder überhastet oder einfach technisch unausgereift. Wenn ich mir da anschaue, wie andere in dem Alter ihr Spiel um neue Facetten erweitert haben – Alaba, Kimmich, jetzt Davies – dann deutet das schon eher drauf hin, dass er seinen Zenit bereits erreicht hat. Und dass er halt ein sehr guter, aber kein Spitzenspieler mehr wird.

      2. Zähle mal die Monate zusammen, die ein Coman in den letzten drei Jahren verletzt war. Das dürfte das Hauptproblem sein. Wenn man praktisch in JEDER Saison monatelang ausfällt, dann holt man das eben nicht in ein paar Wochen auf. Dann braucht man eigentlich Training und Spielpraxis – und stattdessen bekommt man Coronapause. Und das hilft dem, der sowieso erst mal wieder richtig in Gang kommen muss, am allerwenigsten.

      3. Wenn Sané im September im Kader steht ist Coman Nummer 3 hinter Sané Gnabry oder sogar Müller wenn er RA spielt.
        Dann wird sich zeigen ob er sich durchbeißen kann. Er hat schon einige tolle Spiele für uns gemacht aber es bringt nichts wenn es dabei bleibt. Ob er wirklich den Sprung macht wird man sicherlich bis 2021 abwarten. Dann ist alles möglich. Insbesondere wenn man ein Juwel an der Hand haben sollte.

        Zzt scheint sich das Bild für die french Connection Tolisso Lucas Coman einzutrüben.

      4. @Anton, Nun ist Verletzungsanfälligkeit aber auch eher ein weiterer Punkt gegen Coman. Andere Spieler mit demselben Problem, sprich Robben und Ribéry, waren auch häufiger abgemeldet, und haben trotzdem bis auf ihre letzten beiden Jahre immer noch einen prominenten Beitrag zum Saisonerfolg geleistet.

        Zudem fällt sieht seine Bilanz auch bei längeren Perioden ohne Unterbruch einfach nicht so doll aus, wenn es um die für einen Stürmer wichtigen Statistiken geht. Ich habe das mal kurz nachgesehen. 15/16: nur drei Spiele verletzungsbedingt verpasst, 23 mal in der BuLi auf dem Feld – vier Tore, sechs Vorlagen. Rückrunde 16/17: nur ein Spiel verpasst, vierzehnmal dabei: zwei Tore, eine Vorlage. Hinrunde 17/18: zwei Spiele abgemeldet, sonst immer gespielt – zwei Tore, vier Vorlagen. Nur in der Rückrunde 18/19 fällt die Bilanz unter gleichen Parametern mit sechs Treffern und fünf Vorlagen gut aus. Dann in dieser Hinrunde wieder das ähnliche Bild, nur die letzten drei Partien verpasst, ein Tor, zwei Vorlagen. Gnabry ist da etwa um Klassen besser, geschweige denn ein Hochkaräter wie Sané.

      5. Das Problem das ich mit Coman mittlerweile habe ist dass ich das Gefühl habe er ist durch die Angst, sich erneut schwer zu verletzten, im Kopf blockiert. Einerseits verständlich, aber so ist er meiner Meinung nach auf Dauer keiner mehr für die Stammelf.

      6. @ Stiftl
        Bei Coman habe ich eigentlich schon immer das Gefühl, dass sein Kopf blockiert ist (und das meine ich nicht gehässig). Er hat allerbeste körperliche Voraussetzungen, aber ‘geistig’ ist er nicht besonders souverän: dadurch hat er wenig Überblick und eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten. Zumal wir in der Mannschaft inzwischen ausgesprochen viele ‘intelligente’ Spieler haben, da fällt der Unterschied dann besonders auf.
        @ Horst Mohammed
        Lieber Horst, ich möchte nachdrücklich protestieren: Ribery war bereits Weltklasse, bevor er zu uns kam. Sowohl in der Nationalmannschaft als auch im Verein hatte er schon viele bezaubernde Auftritte. Bei uns ist er dann natürlich noch weiter gereift und vor allem viel stabiler geworden (und außerdem wohl auch ein etwas ‘zahmerer’ Mensch) – aber ich war schon vor seinem Wechsel zu uns in den Fußballer verliebt.

      7. @Mirko, mir waren auch seine Auftritte bei der WM 2006 in Erinnerung, nach denen ihn schon halb Europa jagte. Sicherlich der damals aufregendste Fussballer in einer etwas überalterten französischen Elf. Deshalb habe ich zur Sicherheit beim letzten Durchlesen noch das „absolut“ eingebaut, den letzten Feinschliff hat er dann in seiner spirituellen bayrischen Heimat bekommen.

      8. @ Horst Mohammed
        Entschuldige, du hast vollkommen recht. Ich habe mich so über deine vermeintliche Majestätsbeleidigung empört, dass ich das ‘absolut’ überlesen habe.

      9. Noch ein Nachtrag zu Coman:
        Mir kommt es so vor, dass ein Grund für die fehlende Entwicklung seiner großartigen Anlagen in der mangelhaften Kommunikation liegt.
        Umgekehrt formuliert sehe ich die Grundlage des momentanen Erfolgs in der Zusammenarbeit äußerst intelligenter Fußballer, die sehr intensiv miteinander kommunizieren: In erster Linie natürlich Neuer, Boateng, Alaba, Goretzka, Kimmich, Müller, aber auch mit Gnabry, Lewandowski, Thiago und anderen gibt es einen Austausch.
        Problematischer sehe ich die Situation bei Coman, Hernandez, Tolisso und Coutinho (die Aufzählungen sind natürlich nicht komplett): Sie scheinen in der Mannschaft nur teilzunehmen, sind nicht in die ununterbrochene Kommunikation aus gegenseitigen Anregungen, Verbesserungen, Vorschlägen und Kritiken eingebunden.
        Bei Ribery, Alonso und anderen war das kein so großes Problem, weil die schon sehr weit entwickelt waren, als sie zu uns kamen, aber bei jüngeren Spielern, die zur Entfaltung noch Führung brauchen, ist das ein großes Manko. Und es geht nicht darum, ob jemand Ausländer ist oder nicht, sondern eher darum, wie aufgeschlossen und kooperationsbereit jemand ist, wie sehr er auch auf der kommunikativen Ebene an sich arbeitet, damit er in das informelle Netzwerk der Führungsspieler eingegliedert werden kann.

  6. @Alex
    Der neue KPMG Report 2020
    Interessant sind die operating profits im Quervergleich

    https://home.kpmg/mu/en/home/insights/2020/01/the-european-champions-report-2020.html

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
  7. 3 unzusammenhängende Gedanken:
    1) Erstaunlich, dass plötzlich alle über Fußball reden, kaum einer über Geisterspiele. Wenn ich beispielsweise Thomas Müller während und nach dem Spiel im Interview sehe, dann scheint das eindeutig zu belegen, dass man für eine hochmotivierte Leistung und eine Überdosis Adrenalin kein Publikum braucht, sondern einzig eine professionelle Einstellung und die völlige Hingabe (wie bei jedem Amateur auch).
    2) Es wirkt sicherlich sehr stabilisierend, dass Hansi Flick mehr oder weniger immer die gleichen 11 aufstellt. Aber ist das mittel- und langfristig eine Strategie um Nachwuchsspieler auszubilden und Alternativen für fest vergebene Positionen zu entwickeln (Sturm, Tor etc.)?
    3) Seit der Übernahme von Hansi Flick gibt es eine ganz große Änderung: Die Einstellung der Mannschaft. War es bisher den Verfolgern vorbehalten, etwas engagierter und verbissener zu agieren (Paradebeispiel Dortmund unter Klopp), während wir uns auf die überlegen spielerische Klasse oder Taktik, bessere Einzelspieler und den Fußballgott verlassen konnten.
    Im Moment scheint es mir so, dass keiner (wenn es darauf ankommt) so verbissen und leidenschaftlich agiert wie wir.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Man muss bei Flick einfach auch sehen, dass wir in dieser Saison kaum Spiele haben, bei denen man alleine auf Routine spielen lassen kann. Die Phase nach seiner Übernahme, die Anfangsphase nach der Winterpause und auch jetzt die Anfangsphase nach dem Neustart sind keine Partien, in denen man ohne große Not rotiert, zumal in Wochen ohne Dienstag-/Mittwochspiel – da geht es mehr darum das Stammpersonal einzuspielen und die einzuwechseln, die man unbedingt motiviert halten muss.

      Da es dann auch Spiele gab, wo man nach den Wechseln nochmals ins Schwimmen kam, ist dann auch verständlich, dass Flick das Ganze dann doch eher vorsichtig angeht.

      Ich gehe jetzt auch erstmal davon aus, dass Flick, bis die Meisterschaft sicher eingetütet ist, sein Vorgehen nicht groß ändern wird – zumal wir nur 2 englische Wochen haben werden und gerade in denen mit dem Pokalspiel und Gladbach/Leverkusen keine einfachen Gegner haben.

      1. Sehe ich ähnlich wie du.
        Mir ist nur der Gedanke gekommen, dass das vielleicht nächste Saison so weitergeht – einfache oder unwichtige Spiele gibt es schließlich nie, denn nach jeder Niederlage kommt sofort Krisenstimmung auf.

  8. Mit Punkt 1) stichst du wahrscheinlich in ein Hornissennest, aber auch ich hab bisweilen den Eindruck, dass das atmosphärisch zwar gewöhnungsbedürftig ist, aber andererseits auch eine größere Konzentration auf das Fußballerische bewirkt.
    2) Da während der Zwangspause keine Vorbereitungsspiele möglich waren, hat Flick u.U. die ersten beiden Liga-Begegnungen nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs genutzt, um eine erste Elf möglichst gut einzuspielen, was mit Blick auf das BVB-Match notwendig war. Angesichts der Ausfälle gab es ja auch nicht so viele andere Optionen bei Wahrung des Niveaus. Das war überhaupt meine Sorge gegen den BVB: dass die neugeregelten Wechseloptionen den BVB etwas begünstigen, da die zwar einen wohl in der Spitze nicht ganz so hochqualitativen, dafür breiteren und ausgeglicherenen Kader als wir haben. Hab eigentlich erwartet, dass die noch mehr aufdrehen und dann auch darauf spekulieren, besser nachlegen zu können mit fünf frischen Kräften. Aber die haben halt auch viele Rekonvaleszenten zur Zeit.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sorry, war als Antwort zu @Mirko gedacht!

    2. Ich hatte schon bei Sichtung der Laufdaten der ersten 2 Spieltage nach der Coronapause das Gefühl, dass wir auch läuferisch wohl einen Vorsprung auf den BVB haben. Das hat sich auch im Spiel bewahrheitet. Wir hatten 287 Sprints – der BVB nur 215 (trotz mehr Wechseln). Von unseren Spielern waren mit Davies, Kimmich, Müller und Gnabry vier Spieler in den Top Ten der intensiven Läufe der Bundesliga an diesem Spieltag – alle 93 oder mehr. Und auch Goretzka folgt dann noch mit 81 und Coman und Pavard mit 78. In diese Werte konnten sich beim BVB nur noch Hazard mit 89 und Hakimi mit 82 einreihen…

      1. Cool – sehr spannende Zahlen. Danke fürs Teilen.

      2. Vielen dank für die Information.
        Ketzerisch gefragt: Bei der vorhandenen Spielerqualität, dem Ansteigen der Formkurven einzelner Spieler, dem immer besser werdenden Zusammenspiel der Mannschaftsteile, der ansprechenden taktischen Ausrichtung und der äußerst engagierten Umsetzung müssten wir doch längst unschlagbar sein. Stattdessen habe ich gegen Dortmund ein ziemlich enges Match gesehen, das zwar verdient gewonnen wurde, aber nicht in einer Art und Weise, die über alle Zweifel erhaben ist (zumal auch Dortmund in vielen Belangen nicht am Limit war).

        Bitte nicht falsch verstehen: wir haben seit langer Zeit eine phantastische Punkteausbeute, die Entwicklung läuft eindeutig in eine sehr gute Richtung, die verantwortlichen Personen sind sehr sympathisch und (wohl) kompetent.
        Aber irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass wir unabhängig von allen äußeren Gegebenheiten unerschütterlich sind. Wo liegt unsere Schwäche, die ständig an der Stabilität der Mannschaft ein wenig zweifeln lässt und zu großer Erleichterung führt, sobald ein weiteres Spiel erfolgreich absolviert wurde?

  9. Die EPL startet am 17.6.und plant bis Ende Juli fertig zu sein. LaLiga startet am 12.6. und SerieA wohl am 20.6. dh alle etwa im gleichen Zeitfenster so das man die Saison Ende Juli komplettieren kann. Dh im August kann man CL spielen.
    Im September beginnt dann die neue Saison.
    Also ohne nennenswerte Pausen für die CL/EL Clubs die im AF/VF stehen.
    Ob unsere Pause im Juli vorteilhaft ist kann ich mir nicht vorstellen.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Die Pause dürfte sicherlich kein Vorteil sein. Allerdings muss man erst mal sehen, wie die anderen drei Ligen die Belastungen wegstecken. In Sachen nationale Titel haben wir aber durch die Coronapause definitiv Vorteile gehabt.
      Hätte es die Pandemie nicht gegeben, bzw. wäre es zu keinem Lockdown und der Unterbrechung gekommen, weiß ich nicht, ob wir am Ende der Saison nicht sogar mit gänzlich leeren Händen dagestanden hätten.
      Der alte Spielplan hätte so ausgesehen: (WE=Wochenende, UW=unter der Woche)
      WE: Union (A)
      UW:Chelsea (Rückspiel) (H)
      WE: Frankfurt (H)
      WE + UW: Länderspielpause (fast gesamter Kader in alle Winde verstreut, Rückkehr 2-3 Tage vor nächstem Spiel)
      WE: BVB (A)
      UW: Hinspiel CL Viertelfinale (Weiterkommen gegen Chelsea habe ich mal eingerechnet)
      WE: Düsseldorf (H)
      UW: Rückspiel CL Viertelfinale
      WE: Leverkusen (A)
      UW: Halbfinale DFB-Pokal Frankfurt (H)
      WE: Gladbach (H)
      UW: Hinspiel CL Halbfinale (evtl.)
      WE: Bremen (A)
      UW: Rückspiel CL Halbinale
      WE: Freiburg (H)
      WE: Wolfsburg (A)
      Nach der Länderspielpause hätten wir (falls wir das Viertelfinale der CL überstanden hätten) bis zum 33. Spieltag 5 englische Wochen am Stück gehabt und nur vor dem letzten Bundesligaspiel mal unter der Woche pausieren dürfen. Bei einem Ausscheiden im Viertelfinale wären es immerhin 3 englische Wochen am Stück gewesen, aber ausgerechnet in der Phase, in der die schwersten Spiele in der Liga angestanden hätten. Dieses Pensum wäre mit dem knappen Kader kaum ohne Verletzungen durchzuhalten gewesen. Zudem wären die Alternativen knapper gewesen, da Lewandowski möglicherweise nach der Länderspielpause noch nicht fit gewesen wäre und auch Perisic und Coman sicher noch mehr Rückstand gehabt hätten.
      Man kann also sagen, dass Corona uns einen möglichen Erfolg in der CL eher erschwert, dafür aber ein mögliches nationales Double definitiv erleichtert.

      1. @ Willy
        good points.
        Die anderen werden englische Wochen nonstop haben was natürlich eine ziemliche Belastung nach ca 100 Tagen Pause sein dürfte.
        Gibt es eigentlich schon irgendwo Infos/ Statistiken ob die Anzahl der Verletzten in der Buli höher/niedriger als ‚normal‘ sind?
        Bei uns haben sich ja drei Spieler in der „Vorbereitung“ verletzt.
        Bin mal gespannt wie der FCB den Juli gestaltet.
        Und wann wäre Sane einsatzfähig wenn er zu uns wechselt. Schon für die CL?

      2. @willythegreat
        Wirklich beeindruckend die Liste – ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass man die zur Zeit gezeigte Intensität über einen so langen Zeitraum hätte aufrecht erhalten können; irgendwann wären Müdigkeit und schließlich Verletzungen unausweichlich gewesen.

        In diesem Zusammenhang verstehe ich die (öffentlich erörterte) Kaderplanung nicht: Super- und Weltstars sind natürlich immer willkommen, aber meiner Meinung nach müsste man den Kader mit erprobten, gestandenen, entwicklungsfähigen Spielern breiter aufstellen und nicht zur Not mit unerfahrenem, unerprobtem Nachwuchs auffüllen.
        Früher gab es auch in unserem Verein die goldene Regel, dass jede Position doppelt gut besetzt sein sollte (war und ist natürlich in Zeiten polyvalenter Spieler übertrieben); aber würde Dortmund Meister diese Jahr Meister werden – rein hypothetisch;) -, würde man das zu einem guten Teil dem breiten Kader zuguteschreiben.

      3. @Mirko: Früher war es aber auch leichter, gestandene Bundesligaspieler von einer Karriere beim FCB zu überzeugen. Da war zum einen der finanzielle Aspekt. Ich habe zwar keine konkreten Zahlen für meine Argumentation parat, aber ich denke, wenn z.B. Michael Tarnat oder Thorsten Fink 1997 vom KSC nach München wechselten, dass sie ihr Gehalt damals locker vervierfacht haben dürften (z.B. von 500.000 auf 2 Millionen DM). Da nimmt man es dann als Spieler gerne mal in Kauf, wenn man nicht unbedingt Stammspieler ist. Bis vor ungefähr 10-15 Jahren ging es für viele Fußballer auch noch darum, wie gut man sich für die Zeit nach der Karriere absichern konnte und da spielte es schon eine Rolle, ob man in 5 Jahren 2,5 Millionen verdiente oder 10 Millionen. Da hat sich einiges geändert:
        Wenn man in die nähere Vergangenheit schaut, dann fällt mir Sebastian Rudy ein. Er machte seine Sache bei uns nicht schlecht, wenn er zum Einsatz kam. Viele Spiele bekam er allerdings nicht. Wenn dann ein Verein wie Schalke um die Ecke kommt und ihm einen ähnlich gut dotierten Vertrag bietet, dann kann man schon mal seine Zelte abbrechen und dahin gehen, wo man sich bessere Chancen auf einen Stammplatz ausrechnet. Selbst wenn das Gehalt niedriger sein sollte, dann nicht in diesem enormen Ausmaß bzw. mit den oben beschriebenen Folgen. Ob es in 5 Jahren 30 oder 25 Millionen Euro sind, dürfte keine Rolle spielen, ob man finanziell ausgesorgt hat. Dann verdient ein Spieler halt mal “nur” 5 Millionen statt 6 Millionen, ist aber Stammspieler und nicht nur Ersatzmann.
        Bayern kann zwar jeden Bundesligisten in Sachen Spitzengehältern locker ausstechen, aber für die Kaderspieler hat man eben auch nur ein begrenztes Budget. Wenn solch ein Kaderspieler zu einem anderen Klub mit Europacup-Ambitionen wechselt, wird er wohl nur unwesentlich schlechter verdienen, als er es bei Bayern täte. Im Ausland, vor allem in England kriegt er möglicherweise sogar noch mehr. Auf jeden Fall hat er aber mehr Chancen auf Spielpraxis.
        Bayern kann dann höchstens noch mit der Aussicht (bzw. schon fast Garantie) auf Titel daherkommen. Wenn man allerdings einmal Meister wurde und nicht so großen Anteil daran hatte, dann verfliegt diese Euphorie möglicherweise auch ganz schnell.
        Genau aus diesem Grund wird es immer schwieriger Kaderspieler zu finden. Es gäbe sicherlich genug Spieler, die in dieses Anforderungsprofil passen würden. Diese Spieler wollen aber wahrscheinlich lieber mehr Spiele als sie bei Bayern möglicherweise absolvieren könnten. Spielen sie schon bei einem der besseren Klubs, dann wollen sie eher nicht weg. Sind sie bei einem der kleineren Klubs der Liga, dann wählen sie lieber den Zwischenschritt zum BVB, RBL, Leverkusen oder Schalke, weil sie sich Bayern nicht zutrauen. Wichtig ist deshalb, dass sich aus dem aktuellen Kader neben Gnabry und Kimmich auch Süle, Davies und Goretzka dauerhaft als Stammspieler etablieren, weil man dann wieder mehr Argumente hat bei Spielern, die noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen sind und eben nicht erst als Weltstars nach München kommen würden.
        Wichtig wird es auch sein, wieder vermehrt den Weg mit Altstars aus der Ü30 Fraktion zu gehen, die sich ihre letzten Karrierejahre noch mit ein paar Millionen und ein paar Titeln versüßen lassen wollen. Rafinha, Pizarro oder van Buyten waren hier gute Beispiele aus der Vergangenheit. Der Vorteil bei diesen Spielern ist, dass sie in der Regel nicht viel Matchpraxis brauchen und trotzdem ihre Leistung abrufen. Bei einem jungen Spieler ist es eher selten, dass er nach ein paar Spielen nur auf der Bank sofort in seinen Rhythmus kommt. Deshalb fände ich z.B. die Verpflichtung von Perisic sehr sinnvoll. Könnte man Martinez und Boateng noch ein Jahr halten, hätte man für jeden Bereich (Abwehr, Mittelfeld und Angriff) zumindest einen Spieler aus dieser Kategorie. Aber schon hier stellt sich die Frage, ob Martinez und Boateng lieber den Backup in München geben wollen oder im Zweifelsfall für etwas weniger Geld woanders regelmäßig spielen.
        Ich denke nicht, dass die Ausdünnung des Kaders in den letzten Jahren nur der Tatsache geschuldet war, dass gewisse Trainer sich Ärger ersparen wollten.

  10. Es bringt jetzt nichts mehr über etwaige Unzulänglichkeiten des Kadermanagement in den letzten Jahren zu reden.
    Zzt macht man es mMn hervorragend.
    Zunächst volle Konzentration auf die Verlängerung mit Flick ( damit Festlegung auf eine klare Spielphilosophie eines offensiven dominanten Ballbesitz- und Positionsfussball. Dann Verlängerungen mit Neuer Müller Alaba Thiago und der Verpflichtung von Sane.

    Die Festlegung auf Flick und dessen Reaktivierung von Boa und Müller bzw Festlegung auf Alaba als Abwehrchef auf LIV und Davies auf LAV hat natürlich gravierende Auswirkungen auf das Kadermanagement. Genau wie die Renaissance Müllers und dem insgesamt schwachen Auftreten Coutinhos.

    Wie schon oft hier thematisiert wird Flick wohl an allen Spielern die unter Vertrag festhalten wollen um einerseits Kontinuität beizubehalten und andererseits mangels Alternativen/Opportunitäten im Markt.
    Das man neben Sane dann nur einen RAV verfolgt ist nicht überraschend.

    Was dann 2021 ansteht kann keiner hervorragen- Dinge ändern sich schnell. Heute sieht es so aus das Boa und Javi den Club verlassen. Genauso scheinen neben Tolisso auch Lucas und Coman schlechtere Karten zu haben. Wie Flick die neue Saison mit voller Kapelle angeht bleibt abzuwarten.
    Die ursprüngliche Strategie 16+4 hat man ja schon in Saisonverlauf quasi auf 16+6 geändert.
    16 Kernkaderspieler sind wenig aber wenn diese Spieler überwiegend fit und verfügbar sind dann ist es nicht verkehrt diese mit sehr guten Nachwuchstalenten bzw Perspektivspielern ergänzen die täglich mittrainieren und lernen aber auch einsatzfähig sein müssen (was bei Arp und Mai offensichtlich nicht der Fall ist, und bei Cuisance Singh Dajaku bisher wenig überzeugend).

    Die Aussage das man als top4 Club der Welt den Anspruch hat jedes Jahr einen Topstar zu holen ist wichtig für das Selbstverständnis und die Marke. Was dann genau passiert hängt ja von vielen Faktoren ab.

    MMn ist das vom Management gezeichnete Bild des Kadermanagement sehr klar und positiv.

  11. super Podcast, stimme auch bei Coman überein. Das ist echt tragisch, wenn der Junge den letzten Pass drauf hätte wäre er Weltklasse. Es muss doch einem Trainer möglcih sein ihm das zu vermitteln? War es nciht unter einem Vorgänger, ich glaube Heynckes, besser, ich glaube da wurde ausdrücklich erwähnt, dass da mit ihm daran gearbeitet wuerde, Kopf hochnehmen und so. Das würde ich von Flcik erwarten, wenn er mal eine komplette Saisonvorbereitung hat dem Jungen zu helfen sein ganzes Potential abzurufen.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich gehe fest davon aus, dass er das Flanken nach einer vollständigen Vorbereitung mit Flick / Klose (und ohne weitere längere Verletzungspausen) wieder hinbekommt. Wie du schon erwähnt hast, er hatte sich in dieser Beziehung ja schon stark verbessert!!

    2. Ja, unter Heynckes hat er das besser hinbekommen. Deswegen wundere ich mich auch ein wenig, dass seine Flanken wieder schlechter geworden sind. Sicherlich muss man das immer wieder üben, aber die Verhaltensweise (nämlich wenn man sich im Dribbling durchgesetzt hat, danach den Kopf hochzunehmen) sollte doch zumindest im Gehirn verbleiben – erst recht, wenn dieses Verhalten mit Erfolgen verbunden war. Da geht es ja mehr ums Lernen/Merken eines Verhaltens als ums Üben von Flanken (was auch gemacht werden muss, aber der Kopf sollte ja eigentlich immer mitarbeiten).

    3. Danke Rookie für die Rückmeldung. Die Frage wird sein, wann Flick eine Sommervorbereitung bekommt. Dieses Jahr, kann ich mir das nicht vorstellen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Mit dem Absenden deines Kommentars erklärst du dich einverstanden, unsere Community Guidelines zu beachten.