Miasanrot-Awards: Neuzugang der Saison 2020/2021 – FC Bayern Frauen

Justin Trenner 01.06.2021

Marina Hegering, Lea Schüller, Sarah Zadrazil, Hanna Glas, Viviane Asseyi, Klara Bühl – allein diese sechs Spielerinnen haben in ihrem ersten Jahr bei den Bayern Frauen derart überzeugt, dass es in der Kategorie “Neuzugang der Saison” viele Argumente für sie gibt. Nun war Asseyi leider über einen Großteil der Saison verletzt und auch Schüller hatte Phasen, in denen sie nicht an ihre Bestform herankam. Bühl ist hoch talentiert, in ihrem Alter aber entsprechend wechselhaft in ihren Leistungen. Spätestens bei Hegering, Zadrazil und Glas wird es aber extrem eng. Und das zeigt auch unsere Abstimmung.

Für die Miasanrot-Awards der Frauen haben wir uns Expert:innen außerhalb unserer Redaktion hinzugeholt. Neben meiner eigenen flossen die Stimmen von Ex-Spielerin Verena Schweers, den Journalistinnen Ellen Hanisch und Jasmina Schweimler, dem Fotografen und Podcaster Sven sowie Bayern-Fan Sebastian Buch mit ein. Das Ergebnis: Eine Stimme für Zadrazil, zwei für Glas und drei für die Gewinnerin: Marina Hegering.

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Maschina Hegering: Das zuvor fehlende Puzzleteil?

Oder wie Lina Magull sie immer wieder auf Instagram nennt: Maschina! Ihre Karriere ist beeindruckend. Schon seit rund 14 Jahren spielt Hegering in der Frauen Bundesliga, aber erst seit zwei Jahren ist sie Nationalspielerin und seit einem bezeichnet sie sich selbst als Profisportlerin. Sie ist damit das Paradebeispiel für ein generelles Problem im Frauenfußball. Nachdem Hegering ihr Abitur gemacht hat, fing sie neben ihrer Laufbahn als Fußballerin mit dem Studium an, um anschließend 40 Stunden die Woche regulär zu arbeiten. Abends ging sie zum Training der SGS Essen.

Ein Zustand, den viele Randsportarten in Deutschland und auf der Welt kennen. Aber auch einer, der mit der Kraft des Fußballs insgesamt vermeidbar und in der heutigen Zeit gar inakzeptabel ist. Erst mit dem Wechsel zum FC Bayern konnte Hegering sich im Alter von 30 Jahren voll auf den Sport fokussieren. Und ihre Weiterentwicklung ist spürbar.

Vor allem an Konstanz hat Hegering dazu gewonnen, was angesichts der vorherigen Lebenssituation fast schon folgerichtig ist. Die mittlerweile 31-Jährige hat den Kader des FC Bayern nicht nur verstärkt, sondern einen entscheidenden Einfluss genommen. Sie organisiert die Abwehrreihe mit und ist die wichtigste Spielerin in der Spieleröffnung.

Ein wohltuendes Mittel gegen Druck

Kaum eine Spielerin in Deutschland spielt so zuverlässig linienbrechende Pässe wie Hegering. Neben den technischen Qualitäten kann sie sich dabei vor allem auf ihr Raumgefühl verlassen. Hegering hilft der Mannschaft zuverlässig mit guten Positionierungen. Gegen Chelsea gab es beispielsweise ein paar Momente, in denen die Blues die Außenbahn des FC Bayern zustellten. Hegering machte mehrfach ein paar Schritte in Richtung Schnittstelle und rückte so kurz in den Sechserraum auf, um zu unterstützen und den Außenverteidigerinnen eine Anspieloption zu ermöglichen.

Ohnehin hat Hegering mit ihren kurzen Vertikalläufen (mit und ohne Ball) mehrfach dafür gesorgt, dass die Bayern variabler ihr Spiel aufbauen können. Sie ist für eine Innenverteidigerin eine hervorragende Dribblerin und verliert auch unter Druck nur selten den Ball. Gerade die Ruhe und Gelassenheit, wenn die Gegenspielerinnen ihr schon fast auf den Füßen stehen, machen sie besonders.

In einem Gespräch mit Joshua Kimmich sagte Bayern-Kapitänin Lina Magull neulich: “Was mir beispielsweise positiv bei den Männern auffällt, ist, dass es ihnen besser gelingt, auf dem Platz ihren Kopf auszuschalten und mit diesem enormen Druck umzugehen.” Es ist tatsächlich auffällig, dass auch viele Top-Spielerinnen stärker von Einflüssen wie gegnerischem Pressing, ungewohnt vielen Zuschaer:innen oder einem unglücklichen Spielverlauf beeinflusst werden, als es vielleicht im Herrenbereich der Fall ist. Die Ursachen dafür sind offensichtlich: Die Erfahrungswerte sind ganz anders und das steigende Interesse am Frauenfußball führt auch dazu, dass sich die Spielerinnen erst an das gewöhnen müssen, was die Männer schon in ganz jungen Jahren kennen.

Bei Hegering hat man hingegen überhaupt nicht das Gefühl, dass sie der Druck stark beeinflusst. Sie wirkt mit all ihrer Erfahrung und Gelassenheit wie ein Ruhepol auf die ansonsten in vielen Bereichen jung aufgestellte Bayern-Mannschaft. Vielleicht ist sie auch genau deshalb das entscheidende Puzzleteil für den diesjährigen Erfolg.

Mit 31 angekommen in der Spitze des Frauenfußballs

Innerhalb des Teams ist sie bereits nach einem Jahr sehr anerkannt. Junge Spielerinnen könne zu ihr aufschauen und selbst erfahrene Teamkolleginnen werden auf und neben dem Platz durch ihre Präsenz noch stärker. Auch weil sie nicht nur mit dem Ball und mental große Qualität einbringt, sondern auch im klassischen Kernbereich einer Verteidigerin herausragt: dem Verteidigen.

Hegering steht meist richtig und selbst wenn sie mal hinterherlaufen muss, bringt sie die notwendige Geschwindigkeit mit, um einen Angriff noch zu stoppen. Beispielsweise als sie beim 2:1-Hinspielerfolg über Chelsea mit einer eingesprungenen Grätsche das Gegentor in letzter Sekunde verhindert. Sie ist robust, zweikampf- und kopfballstark. Das gilt auch für die Offensive. In 29 Partien gelangen ihr beeindruckende acht Treffer. Darunter wichtige Tore wie beim 1:0-Sieg in Freiburg oder zuletzt, als sie das 2:0 auf dem Weg zum 4:0-Erfolg in Leverkusen erzielt hat.

Mit 31 Jahren ist Hegering endgültig angekommen in der Spitze des Frauenfußballs. Nicht nur, was den Grad der eigenen Professionalisierung angeht, sondern vor allem auch sportlich. Ihre lockere Art auf dem Platz scheint sich auch neben dem Platz zu spiegeln. Damit ist sie ein absoluter Glücksgriff für den FC Bayern. Und sollten die Münchnerinnen am kommenden Wochen tatsächlich die Meisterschaft gewinnen, kann sich die sportliche Leitung rund um Bianca Rech nochmal auf die Schultern klopfen. Nicht nur, aber vor allem für den Transfer von Marina Hegering.



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  1. Der FCB nun ohne Kalle und damit ohne jemandem, der dem Brazzo wenigstens halbwegs auf die Finger schaut. Das kann nichts Gutes bedeuten

  2. Guter Artikel, der Begründung für Hegering kann ich absolut folgen. Und es ist wie Du sagst, Zadrazil, Glas und Hegering – die Entscheidung fällt schwer. Glas hat auf der rechten Außenbahn für Ruhe gesorgt, nicht umsonst versuchen die Gegnerinnen des FCB eher über die linke Seite der Bayern zu kommen. Denn in der Mitte geht auch wenig bis nichts für die Gegnerinnen, und dafür sorgt nicht nur Hegering sondern auch Zadrazil. Zadrazil war der fehlende Puzzle-Teil zu Lohmann und Magull.

    Bianca Rech und ihr Team hat hier alles richtig gemacht, wie auch das Trainer-Team, die nach allem was man hört, sich hier durchaus eingebracht haben :-) Nun noch für die nächste Saison die Baustelle links in den Griff bekommen, dann geht auch international was.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Dann muss man Bianca Rech gratulieren. Es gibt Bereiche im Verein wo effektiv und professionell gearbeitet wird.
      Das hört sich für den einen oder anderen vielleicht verrückt an, aber wäre sie auch als Sportdirektorin bei den Männern vorstellbar? Wenn sie es drauf hätte, wäre das ein spektakulärer Coup.

    2. @Pe Wi

      Meinst du mit der Baustelle links, Caro Simon ?

      Und wenn ja, gibt es aus der Jugend vielleicht eine Spielerin, die sich ähnlich entwickeln könnte wie Sydney Lohmann ?

      Weitere Frage ist, wie schätzt du den Wechsel von Gia Corley ein, die nach Sinsheim wechselt ?

      1. @M1900

        Ja, ich meine Caro Simon. Ich hatte mir von ihr extrem viel versprochen, sie war letzte Saison auch die absolute Wunschspielerin von Trainer Scheuer. Von ihrem Talent her könnte sie m.E. mindestens ebenso gut sein, wie ihre Mitspielerin auf der rechten Seite. Aber irgendwie bekommt sie es nicht auf den Platz. Sie hat in jedem Spiel durchaus krass gute Szenen, aber auch Szenen, bei denen ich in die Tischkante beiße, sowohl offensiv wie defensiv. Feine Technik, meistens gefährliche Standards. Und trotzdem sind dann da regelmäßig Szenen, wo in der Offensive ein Pass über drei Meter zur Gegnerin anstatt zur Mitspielerin geht oder sie hinten falsch im Raum steht/zu spät kommt. Nun besteht, insbesondere in der Defensive auch die Möglichkeit, dass ich ihr Unrecht tue, da ich nicht weiß, was Scheuer von ihr will. Caro schiebt immer deutlich höher raus als Glas, natürlich dann mit dem Risiko, dass hinten auch mal die linke Seite offen ist. Das ist etwas, was auch der Trainer sehen und ggf. anpassen sollte. Bessere Sicherung ihrer Vorstöße, oder sie eben anweisen, defensiver zu stehen (was sie m.E. aber ihrer Stärke berauben würde). Scheuer hat nicht umsonst in engen Spielen, oftmals Ilestedt links eingesetzt, die defensiv stärker ist (was gegen Wolfsburg im Pokal trotzdem hübsch daneben ging). Trotzdem denke ich, also trotz allem Gemaules von mir (und diversen anderen), dass Caro Simon eigentlich (!) alles kann, was es für eine Linksverteidigerin internationaler Klasse braucht. Sie macht auf mich ein wenig den Eindruck, den man oft bei Spieler/innen mit extrem viel Talent hat, als würde ein wenig Biss fehlen, ein wenig Wille …. siehe bei den Männern Sane. In anderer Hinsicht frage ich mich allerdings auch, ob man diesen Spielern/innen nicht Unrecht tut, indem man immer von ihnen “die geniale Aktion” erwartet, die diese theoretisch drauf haben. Man also mit “normaler Leistung” unzufrieden ist und bei einer Hegering/Zadrazil bei den Männern Kimmich von deren Willen, Kampfgeist, rücksichtslosem Einsatz gegen sich selbst so begeistert ist, dass man denen eben auch mal ein paar unkonzentrierte Aktionen durchgehen läßt. Zudem habe ich bei extrem talentierten Spielern/innen oft das Gefühl, dass sie von sich selbst zu viel erwarten und daher Probleme bekommen.

        Gia Corley hätte ich gerne weiter beim FCB gesehen, aber ich kann ihre Entscheidung gut nachvollziehen. Sie hat eigentlich vier Spielerinnen vor sich (Schüller, Bühl, Asseyi und Beerensteyn) und kann sich woanders besser entwickeln. Zudem hätte sie links hinten auch nicht geholfen :-) Vielleicht kommt sie ja in ein paar Jahren zurück, sie wäre nicht die erste Spielerin/Spieler die über die Station Hoffenheim beim FCB so richtig einschlägt.

        Links hinten helfen könnte vielleicht mal Julia Pollak (U 17 Europameisterin), ein wirklich großes Talent. Wenn sie noch ein wenig ruhiger wird (sie ist 19, spielt ihre erste Saison in der ersten Mannschaft) denke ich wird der FCB an ihr noch viel Freude haben. Ich denke aber nicht (und würde mich gerne irren), dass sie so “explodiert” wie das Sydney Lohmann tat. Sydney ist eine Spielerin, die man eher sehr selten sieht. Sie könnte, wenn nichts schief geht, tatsächlich in eine Liga mit Lingor/Kessler/Prinz kommen (ja ich weiß, Prinz war eine Mittelstürmerin :), also Weltklasse und Führungsfigur im Verein und in der Natio.

  3. Off-Topic aber sehr bedeutsam.
    Das Bayernbeben geht weiter. Jetzt wirft auch Rummenigge hin. Die Fluchtbewegung vom Verein weg reißt nicht ab.
    Das wirft viele Fragen auf.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich denke, man kann das in diverse Richtungen interpretieren. Ebenso könnte man annehmen, Rummenigge sieht den Vorstand für die Zukunft gut aufgestellt und macht daher schon eher Platz. Auch die Argumentation, dass das aktuelle Quasi-Vakuum schädlich ist und daher Kahn sofort Stärke bekommen muss, ist gangbar.

      1. Ich hatte schon vor einiger Zeit geschrieben, das beste wäre es Rummenigge träte in absehbarer Zeit zurück. Das in Bezug auf die unklaren Führungsverhältnisse, die tatsächlichen oder möglichen Machtkämpfe, das angesprochene Vakuum usw.
        Zudem ist mitten in der Saison tatsächlich ein eher seltsamer Zeitpunkt. Und da der Schritt sowieso bevorsteht und unvermeidlich ist, warum ihn nicht vorziehen, wenn es dem Verein dient.
        Ich hatte aber auch dazu geschrieben, natürlich wird das nicht passieren. Also hat man dann doch auf mich gehört ;-), aber gerade das überrascht mich nun.
        Es überrascht mich, weil dieser Schritt tatsächlich in diverse Richtungen gedeutet werden kann und natürlich auch gedeutet werden wird. Und da Rummenigge das natürlich genauso gut weiß, hätte ich das nicht unbedingt erwartet.
        Man könnte nun spekulieren, dass innerhalb der Führungsmannschaft doch mehr im Argen liegt als mancher meint. Und dieser Schritt ist nun die Reaktion darauf, vielleicht sogar ein Zeichen.
        Allerdings, selbst wenn das so wäre, ist aktuell (s.o.) der Schritt der Richtige. Und auch wenn tatsächlich manches im Führungsteam nicht gut laufen sollte, hätte ein weiteres halbes Jahr Rummenigges als lame duck nichts daran ändern können.

        Was mich daran stört ist, dass es angesichts der Umstände ein weiterer unwürdiger Abschied eines ganz Großen unserer Geschichte ist. Die Saison ist zu Ende, alle sind weg, Zuschauer sowieso keine da. Was erstmal und für absehbare Zeit bleibt, sind ein paar dürre Zeilen auf der Homepage.
        Ich hoffe man nutzt die Zeit um sich etwas wirklich Ansehnliches, Spektakuläres, Großes oder was auch immer auszudenken.

      2. Man wird relativ schnell erkennen ob Kahn eine Marionette oder his own man ist

      3. @918:
        Heute morgen war er für dich doch schon ein “williger Bettvorleger”.
        Jetzt doch Zweifel an deiner Einschätzung?

    2. Sehe Kalles etwas vorgezogene Demission nicht so dramatisch.
      Kahn ist seinen Lehrlingsstatus endgültig los und wird nun voll in die Verantwortung genommen.
      Und die Staffelübergabe zur neuen Saison ist eigentlich das normale Prozedere.

  4. OT:
    Ist Alaba eigentlich alt genug, um unter Ancelotti spielen zu dürfen. :-)
    Im Ernst: Weiß irgendjemand genaueres, wie Alaba mit Ancelotti ausgekommen ist? Bei einigen Stammspielern war Carlo ja nicht sehr beliebt. Von daher würde mich interessieren, ob jemand da noch etwas bzgl. Alaba und Ancelotti im Hinterkopf hat. Jetzt sind die beiden ja wieder vereint. Ich war ehrlich gesagt schon etwas überrascht, als ich diese Meldung hörte. Vielleicht gibt es ja – analog zu Milan 2007 – noch einmal ein letztes Aufbäumen der alten Garde von Real. Mich würde unter diesen Umständen selbst ein Comeback von CR7 in Madrid nicht mehr wundern.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wo spielt James gerade ;-)

      1. Er wurde auf jeden Fall nicht für die kolumbianische Nationalelf nominiert für die Copa (falls diese stattfinden sollte). Eine Rückkehr nach Madrid würde mich bei ihm auch nicht wundern, zumal Real ja diesen Sommer einem ablösefreien Wechsel trotz Vertrags nach Everton zustimmte und man sich da gewiss einigen könnte. Bale kommt ja auch möglicherweise zurück, zumindest endet seine Leihe bei Tottenham. Dann könnte Ancelotti tatsächlich annähernd mit der Elf spielen, die er auch 2014/15 in seiner zweiten Saison bei Real zur Verfügung hatte. Bin echt gespannt, wie sich das für Alaba auswirkt. Er kann eine Entwicklung wie Kroos nehmen, ihm kann es aber möglicherweise auch so ergehen, wie einigen Spielern, die den BVB verließen und ihrer Karriere dadurch nicht unbedingt Schwung verliehen (Sahin, Kagawa, Götze).

    2. ich stelle mir gerade vor, wie hier über die Vereinsführung hergezogen werden würde, wenn unser erfolgreiche Trainer sich mit einer solchen Abrechnung verabschiedet, ein Alt-Trainer übernähme, der bei seinen 3 Stationen nach der ersten Anstellung jeweils gescheitert ist und wir eine überalterte Mannschaft hätten, in der der Kapitän (wohl?) weg will…

      Wie Alaba und Ancelotti miteinander ausgekommen sind, weiß ich nicht. Aber es wäre natürlich echt Wahnsinn, wenn die erste 11 zu 75% aus Spielern bestünde, die 2014 schon bei Real wären. Was für eine Stagnation. In der Berichterstattung zu Ancelottis Anfangserfolgen bei Everton (super Start in die Liga!) schwang nach meinem Gefühl immer etwas mit “seht ihr Bayern, hättet ihr ihn mal machen lassen…” am Ende wurde er 10., was auch in einer so guten Liga wie der PL kein Ruhmesblatt für Everton ist. Luft ausgegangen? Kondition?

      Anderes Thema, zurück zum FCB: Meine Bewunderung an Alle hier, die so sachlich auf einen Post weiter oben geantwortet haben, der aus einer lange angekündigten und geplanten Staffelstabübergabe eine “Fluchtbewegung” gemacht hat. Den Aspekt, dass KHR jetzt ohne großen Abschied (vor Fans) geht, finde ich fast sympathisch. Denn er zeigt, dass er sich vielleicht doch nicht so wichtig nimmt, wie ich ihm manchmal unterstellt habe. Überhaupt überwog in letzter Zeit bei mir das Fremdschämen bei KHR Interviews und er wurde mir unsympathischer. Aber jetzt, da er (bald) weg ist, überwiegt die Sorge, ob das ohne seine Expertise funktioniert…Wie so oft im Leben: Wir würdigen die Dinge, die wir haben, nie genug – und merken das erst, wenn wir sie nicht mehr haben…

      1. @JOP:
        Rummenigge hat im Bild-Interview klargestellt, dass sein Abgang nichts mit irgendwelchen Streitigkeiten im Verein zu tun hat.
        Einige sehen (brauchen?) halt Drama, wo kein Drama ist.

    3. Ich kann mich an eine Lobeshymne von Ancelotti auf den IV Alaba erinnern, der bei ihm manchmal auch auf der Position aushalf. Ansonsten fallen mir da weder positive noch negative Geschehnisse ein. Wobei Alaba jetzt auch nicht derjenige ist, der öffentlich zu kontroversen Aussagen neigt.
      In der wichtigsten Bezugsgröße im Verhältnis Trainer-Spieler, den Einsatzzeiten, war bei beiden alles im Lot und Alaba immer gesetzt.
      Das ist jetzt aber auch nicht so überraschend, weil Alaba neben Neuer der einzige Spieler ist der in den letzten 10 Jahren bei allen Trainern gesetzt war.

      Für Real stehen sicher spannende Zeiten bevor. Eigentlich unglaublich, dass sich der Stamm in den Jahren seit der Ancelotti-Ära so gut wie gar nicht verändert hat. Jetzt werden die alten Helden allmählich müde und ausgerechnet Ancelotti muss den Umbruch moderieren. Im Grunde müsste nach dem Ende seines Dreijahresvertrages eine völlig neue Elf auf dem Platz stehen.
      Ob er für eine solche Aufgabe der Richtige ist? Ich könnte mir vorstellen, dass er tatsächlich dieses Jahr versucht noch das Allerletzte aus dem Kader herauszuquetschen. Und wer weiß, vielleicht haben sie dieses Jahr noch im Tank. Falls nicht könnte es das dann auch schon gewesen sein mit Ancelotti.

  5. Ich finde auch, dass Martina Hegering die verdiente Gewinnerin des Awards ist.

    Was mich beeindruckt hat ist, dass sie trotz des im Fußball hohen Alters, so starke Leistungen abliefert. Sie ist sowas wie der berühmte Turm in der Schlacht :D Auf den ersten Blick habe ich damals die Verpflichtung nicht ganz so verstanden, aber im Nachhinein muss ich feststellen, dass der Transfer Gold wert war. Auch Sara Zadrazil hatte ich nicht so stark eingeschätzt, muss aber auch zugeben, dass ich nicht so oft Spiele gesehen habe von den Bayern Frauen oder in Fankreisen Bayern Mädels genannt, ohne dass despektierlich zu meinen. Gegen Chelsea im Rückspiel war sie meine Spielerin des Spiels :) Erinnert mich von der Rolle in etwa an die von Leon Goretzka.

    Zu dem Offtopic, der hier den kompletten Beitrag überschwemmt hat, möchte ich anmerken, dass Karl-Heinz Rummenigge sich ein Spiel in der Südkurve ansehen möchte mit Fans, da bin ich mal gespannt :D Muss aber auch konstatieren, dass ich ihm so einen Wunsch überhaupt nicht zugetraut hätte.

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