Causa Lewandowski: Alle gegen Hamann?

Maurice Trenner 11.02.2019

In Unterföhring wird man sich die Tage die Hände reiben. Die Aussagen von ihrem Experten Dietmar “Didi” Hamann im sendereigenen Fußball-Talk Sky90 haben hohe Wellen geschlagen und wurden bundesweit zum Thema in Gazetten, an Stammtischen und im Netz. Am Wochenende bezog die Führungsriege des FC Bayern in Person von Sportdirektor Hasan “Brazzo” Salihamidžić dazu Stellung. Der Bosnier bezichtigte Hamann, eine “Kampagne” gegen seinen Mittelstürmer zu führen.

Da die Diskussionen in den Medien teilweise nur polemisch geführt werden, wollen wir hier anhand von Fakten die Aussagen von Hamann untersuchen.

Mangelnde Einstellung?

“Ich glaube, dass Robert Lewandowski zum Problem für den FC Bayern München wird.”

Mit diesem Satz leitete Didi Hamann am Sonntag nach dem verlorenen Leverkusen-Spiel seine Kritik am Mittelstürmer der Münchner ein. Es ist dabei durchaus in den Gesichtern seiner Diskussionspartner zu sehen, dass diese nicht zwingend seine Meinung teilen. Auf die Nachfrage von Moderator Patrick Wasserzieher beginnt er seinen Standpunkt genauer auszuführen.

An erster Stelle geht er auf die Einstellung von Lewandowski ein. Explizit erwähnt er das “Abwinken und teils lustlose Verhalten auf dem Platz”. Zudem führte er die im Sommer 2017 aufgekommene Story an, wonach Lewandowski sich im Team wegen mangelnder Unterstützung beschwert hatte. Der Pole war zuvor im Rennen um die Torjägerkanone nur Zweiter hinter dem BVB-Stürmer Aubameyang geworden.

Dieser Kritikpunkt von Hamann ist nicht neu. Bereits im Mai 2018 hatte Bayern-Legende und Ex-Markenbotschafter Paul Breitner im Doppelpass eine ähnliche Meinung vertreten und der Nummer 9 damals Egoismus vorgeworfen.

Sicherlich ist festzustellen, dass Lewandowski wie kein zweiter Bayern-Spieler in der jüngeren Vergangenheit Mitspieler, aber auch das Transferverhalten des FC Bayern kritisiert hat. Die Transfer-Saga um den immer wieder wechselwilligen Stürmer begann jedes Jahr nach Saisonende aufs Neue.

Doch in diesem Sommer bekannte sich der gebürtige Warschauer endgültig zu den Rot-Weißen. Er wolle “für den Verein alles geben” und sei “mit dem Herzen wieder bei Bayern”, ließ er im Interview verlauten. Den Polen hatte dabei vor allem beeindruckt, wie die Münchner sich um seinen Verbleib bemühten und immer auch seine Wichtigkeit für den Verein herausstellten. Allgemein schien es, als ob die Transferdiskussion häufig durch den Berater ausgelöst und dann auf dem Rücken des Stürmers ausgetragen wurde. Hier sollte man in der Bewertung differenzieren.

Auf dem Platz sind häufig abwinkende Gesten von Lewandowski gegenüber seinen Mitspielern wahrzunehmen. Doch dieses Verhalten zeigt der Mittelstürmer schon immer, auch bereits in seiner Zeit bei Dortmund und in der polnischen Nationalmannschaft. Das Abwinken scheint fast reflexartig zu sein. Natürlich erweckt es nicht den besten Eindruck, aber es sollte gleichzeitig nicht überbewertet werden. Generell sollte man sich bei Profisportlern durch die Körperhaltung auf dem Platz nicht zu stark beeinflussen lassen.

Wobei es in dieser Saison zudem den Anschein hat, dass er das Abwinken in seiner Häufigkeit reduziert hat. Immer wieder weicht es auch einem aufmunterndem Klatschen. Nicht zu Unrecht ist Lewandowski mittlerweile von Kovač zum dritten Kapitän ernannt worden. Sein Wort scheint auch intern Gewicht zu haben. Dass er bei den Mitspielern umstritten ist, fällt schwer zu glauben.

Wertlos im Kombinationsspiel?

Über die Brücke des Einzelspielers kommt Hamann zu seinem nächsten Punkt, dass er “den Lewandowski, von vor drei, vier Jahren, der hinter die Abwehrreihe geht und […] die langen Bälle herunter holt und dann [die Mitspieler] ins Spiel bringt, seit langer Zeit nicht mehr sieht”.

Ein interessanter Standpunkt, da Lewandowski diese Saison so zentral für das Bayern-Spiel ist wie selten zuvor. Ganz häufig wird er als erste Anspielstation in der Spitze gesucht und muss dann den Ball festmachen. Auch sucht er in dieser Saison häufig den Weg in die Tiefe, selbst wenn die meisten Läufe umsonst sind.

Die Statistiken untermauern diese Ansicht. In der aktuellen Bundesliga-Saison spielt der Pole 1,6 Key Pässe pro Spiel. Das entspricht dem höchsten Wert während seiner Zeit bei Bayern und dem zweithöchsten Wert seiner Karriere. Einen Fakt, den auch Tobias Escher für den Stürmer ins Feld geführt hat.

Auch bei den Metriken Torschussvorlagen und kreierte Großchancen, die auf LigaInsider einsehbar sind, weist er für die aktuelle Spielzeit Bestwerte auf. Seine 25 Torschussvorlagen sind die drittmeisten eines klassischen Neuners in der Liga und auf 90 Minuten gerechnet sein höchster Wert seit Beginn der Datenerfassung in 2014. Bei den kreierten Großchancen liegt er ligaweit nur hinter dem Gladbacher Hazard.

Zudem legte Lewandowski diese Saison bereits sieben Tore seiner Mitspieler auf – erneut persönlicher Bestwert im Bayern-Trikot und nur einen Assist hinter seiner Saisonbestleistung.

Auch bei den langen Bällen ist ihm mangelnder Einsatz nicht vorzuwerfen. Pro Spiel geht der Pole in 4,5 Luftduelle, wobei er davon 1,9 Duelle gewinnt. Dabei geht er in so viele Zweikämpfe in der Luft wie seit seiner ersten Saison an der Isar nicht mehr.

Nicht clutch genug?

Zusätzlich zu seinem Bestwert in Assists hat Lewandowski dreizehn Tore in der Liga, acht in der Champions-League und eins im Pokal erzielt. Mit 25 Pflichtspieltoren – hier zählt noch der Dreierpack im Supercup dazu – liegt er europaweit nur hinter Lionel Messi, der bereits 29-mal einnetzte.

Doch Hamann wirft die Fragen auf “gegen wen er die [Tore] gemacht hat” und warum er “in den entscheidenden Spielen in der Champions League [er] die Tore nicht gemacht [hat]?” Ist dem so?

Auch hier hilft ein Blick ins Archiv. In dieser Saison hat Lewandowski in der Liga nur einmal getroffen, wenn der Gegner zum Zeitpunkt der Partie auf einem Tabellenplatz stand, der für das internationale Geschäft berechtigt. Insgesamt fünf solche Spiele haben die Münchner bisher absolviert und drei davon verloren. In den Spielzeiten 16/17 und 17/18 lag er bei acht Toren aus elf Spielen bzw. neun Spielen.

Bei der Niederlage in Dortmund, dem vermeintlichen Spitzenspiel, traf der Pole allerdings doppelt zur Führung. An ihm lag die Pleite sicher nicht, hatte er in der Nachspielzeit doch sogar noch den Ausgleich erzielt, der aufgrund einer Abseitsposition nicht gegeben wurde.

Drei seiner dreizehn Treffer waren das wichtige 1:0, zwei weitere führten zur erneuten Führung in einem Spiel. In der Champions League traf er nur beim 1:1-Hinspiel gegen Ajax nicht. Insgesamt fungierte er dort ebenfalls dreimal als Dosenöffner.

Nun zu den wichtigen Spielen in der Vergangenheit. In der Champions League liegt sein größter Abend mit vier Toren gegen Real Madrid in weiter Ferne. Der Auftritt erfolgte zudem noch im schwarz-gelben Trikot eines Münchner Dauerrivalen.

Seitdem war für die Roten in Europa spätestens im Halbfinale Schluss. In den sieben Begegnungen gegen Barcelona, Atlético und Real (x2) drei Tore. Eins davon beim Rückspiel gegen Barcelona nachdem man im Hinspiel bereits 0:3 gegen die Katalanen verloren hatte.

Allerdings hatte der dreifache Torschützenkönig auch zwei dieser Duelle angeschlagen bestreiten müssen, da er zuvor in Duellen mit Dortmunder Torhütern 2015 mehrere Brüche im Gesicht und 2017 Blessuren an der Schulter davongetragen hatte.

Man kann Lewandowski also gewissermaßen vorwerfen, dass er in den wichtigen Spielen für die Bayern bisher noch nicht oft getroffen hat. Allerdings sollte die Analyse hier nicht bei einem Einzelspieler enden, der gegen ein besser eingestelltes Kollektiv einfach in seiner Leistungsfähigkeit begrenzt ist. Dafür ist Fußball dann doch zu sehr Mannschaftssport. Viel eher sollte die Frage sein, warum schaffte man es in den großen Spielen nicht die Stärken von Lewandowski besser zur Geltung zu bringen.

Spätestens in zwei Wochen gegen Liverpool hat Lewandowski hier die Chance seine Kritiker eines besseren zu belehren. Ein gutes Omen: Im Achtelfinale der Champions League hat er bisher sechs Tore in acht Auftritten zu Buche stehen.

30 Tore kann jeder?

Zu guter letzt meinte Hamann noch, dass Bayern schon “immer gute Spieler in den letzten zehn Jahren [hatten], die dreißig Tore gemacht haben in der Liga”, wie es Lewandowski zuletzt 2016 und 2017 geschafft hatte.

Elber, Makaay, Toni, Gomez, Mandzukic – natürlich haben die Münchner in der angesprochenen Zeit, aber natürlich auch davor starke Stürmer gehabt. Mehr als 25 Tore in der Bundesliga schaffte allerdings der beste Torjäger der Münchner seit 1980 bisher erst sieben Mal. Gleich drei Mal war es Lewandowski vergönnt. Zwischen Rummenigge 1984 und Makaay 2004 schafften es beim FC Bayern gar in zwanzig Jahre nur zwei Stürmer mehr als 20 Toren in einem Jahr zu erzielen.

Als Ersatz-Kapitän zeigt Lewandowski mittlerweile auch auf dem Spielfeld, wo es lang geht.
Bild: Patrik Stollarz/AFP/Getty Images)

Wenn es um das Thema Tore geht, dann spielt Lewandowski bei den Münchnern in einer sehr exklusiven Liga. Seit 2000 gab es drei Saisons in denen ein Bayern-Stürmer wettbewerbsübergreifend mehr als 40 Tore geschossen hat und gleichzeitig an mehr als 40 Prozent der Team-Treffer in seiner Einsatzzeit beteiligt war: 2011/12 Gomez (41.7/40), 2015/16 Lewandowski (43.3/42), 2017/18 Lewandowski (44.5/41).

Seine Torquote von 0,79 Toren pro Spiel wird nur von Gerd Müller übertroffen und auch bei den Pflichtspieltoren liegt er vereinsintern bereits auf dem vierten Rang. Wenn man nur die Bundesliga-Tore zählt, hat er am Wochenende Roland Wohlfahrt mit 119 Treffern auf dem dritten Platz eingeholt – wohlgemerkt in 108 Spielen weniger.

Auch, dass er diese Saison bereits 12 Tore erzielt hat, ist alles andere als selbstverständlich. Hatte er in den vorherigen Jahren eventuell auch verstärkt von einer starken Mannschaft sowie einer ausgeprägten Taktik profitiert, so ist er dieses Jahr auch immer wieder auf sich selbst gestellt. Dass er dennoch zuverlässig trifft, unterstreicht seine besondere Qualität einmal mehr.

Schwache Reaktionen aus München

Als erster Münchner äußerte sich Lewandowski persönlich bezüglich Hamann. Der 30-Jährige erwiderte, dass ihn “nicht interessiere was andere sagen. Vor allem dann nicht, wenn es einfach dumm ist.”

Während dem betroffenen Spieler wenige Tage nach der originalen Aussage und direkt nach einem Spiel eine solch wenig reflektierte Aussage verziehen sei, so sollte sich doch ein Sportdirektor der Münchner etwas differenzierter ausdrücken können.

Gegenüber Sky reagierte Salihamidžić nach dem Sieg über Schalke allerdings eher unbesonnen. Der Manager-Novize versuchte Hamann als Experten zu diskreditieren (“Hamann ist ein Problem für Sky”) sowie ihm einen persönlich Kriegsfuß mit Lewandowski zu unterstellen (“Hamann macht Kampagne und das ist nicht gut”).

Dabei sollte es doch für einen Sportdirektor ein Leichtes sein, wie in dieser Kolumne geschehen, alle Standpunkte von Hamann einzeln zu beleuchten und somit klarzustellen, dass dieser in dem Großteil seiner Punkte schlichtweg falsch liegt. Nämlich, dass Lewandowski intern geachtet und akzeptiert wird, dass der Pole statistisch gesehen seine mannschaftsdienlichste Saison spielt und dass er auch in wichtigen Spielen der Mannschaft hilft.

Wieder einmal steht der FC Bayern im Umgang mit den Medien nicht gut da. Kritik an Spielern, dem Trainer oder sonstigen Vorgängen im Verein sollte aufgefasst und intern analysiert werden. Nicht jede Kritik von Außen sollte im Vornherein als Unsinn abgekanzelt werden. Ein TV-Experte sollte seinem Beruf als kritischer Geist nachgehen können, auch wenn die Meinung, wie in diesem Fall, unpassend oder unbequem sein mag.

Dass man sich schützend vor seine Spieler stellen will ist sicher und unbestritten der richtige Weg. Allerdings wirkt dies nur dann souverän, wenn man mit Fakten auf Polemik reagiert. Wer hingegen, wie der FC Bayern, auf persönliche Attacken mit Feindseligkeit antwortet, hinterlässt das Gefühl nicht Herr der Situation zu sein.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Das spricht mir sehr aus der Seele. Es wäre so leicht gewesen, die völlig verfehlte Kritik sachlich mit wenigen Hinweisen zu kontern (Assists, Positionierung). Dazu ein Nachsatz, dass man sich angesichts dessen über solche Aussagen wundert- aber dass es natürlich jedem freistehe, eine eigene Meinung zu haben, selbst wenn sie offensichtlich falsch ist und dass es letztlich ohnehin nur darauf ankommt; was der Verein denkt – und der ist von Lewa vollkommen überzeugt.

    Wenn man m.E. einen treffenden Kritikpunkt anbringen möchte, dann wäre das m.E. die Chancenausbeute. Gerade die erste große Chance in Spiel lässt er doch recht oft liegen.

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    1. Würde aber bie dem Nachsatz, dass “…es natürlich jedem freistehe, eine eigene Meinung zu haben, selbst wenn sie offensichtlich falsch ist…” dabei noch Brazzo gerne das Grundgesetz zitieren hören, dann wäre es perfekt ;-)

  2. Sehe ich anders, du widerlegst doch dankenswerterweise alle „Argumente“ als völlig haltlos. So einen Unsinn muss und soll man nicht noch adeln in dem man meint sich rechtfertigen zu müssen. Das war einfach ein völlig unqualifizierter Angriff, der ging nach hinten los. Man kann Brazzo nicht vorwerfen, dass er sich nicht besser auf Deutsch ausdrücken kann, seinen Auftritt fand ich ehrlich und zu Hamann gibt es auch nicht mehr zu sagen.

  3. Marcus Fischer Seite 11.02.2019 - 18:03

    Maurice, einfach den Beitrag an SKY und Brazzo schicken.
    Es ist doch aber auch klar, dass der Beitrag von DH nun Lewa jetzt erst recht motivieren wird.
    In Liverpool wird er wohl gegen Matip und / oder Millner spielen, da liegt schon eine Chance für ihn, wenn er in Abschlussposition gebracht wird.

    Nachdem er bzw. seine Berater erkannt haben, dass er bis Vertragsende bei Bayern bleiben darf/muss, ist er auf sein Spiel und den FCB fokussiert.
    Im Übrigen haben wir bisher keinen konstanteren Stürmer in diesem Jahrtausend gehabt und er hat selbst unter Pep Guardiola seine Tore gemacht.

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    1. Ha, seh ich auch so, da ist noch keiner drauf gekommen oder? Kaum gibts Haue von DH schon macht Lewi ein top Spiel gegen Schalke und straft seine Kritiker. Richtige Antwort und die Schelte hat funktuoniert.

  4. Hmmm…ein eigener Artikel über dieses Nicht-Thema? Hätte ich persönlich nicht unbedingt gebraucht, da wären mir im fußballerischen Bereich einige interessantere Themen eingefallen. Jeder weiß, dass Hamann einfach ein paar alte Lewandowski-Klischees ausgegraben und nochmal zusammenhanglos in den Raum geschmissen hat, um sich zu profilieren. Dass seine Vorwürfe diese Saison vollkommen unpassend und schlichtweg falsch sind war Hamann entweder nicht bewusst (was ihn als Experte diskreditiert, ich aber für unwahrscheinlich halte) oder egal, weil es ihm nicht um die Sache als solche ging und er einfach Aufmerksamkeit für sich selbst und seinen Arbeitgeber wollte (deutlich wahrscheinlicher, was mal wieder ein beunruhigendes Schlaglicht auf die Qualität unserer Medien wirft).

    Ich find auch, dass Brazzo eine Eskalationsstufe drunter hätte bleiben sollen, aber ok. In meinen Augen spielt da schon eine Rolle, dass es in einer Fremdsprache immer etwas schwieriger ist, die genaue Nuancierung und Schärfe einer Aussage zu erkennen und bewusst zu variieren. Aber ist jetzt ja auch nicht so, als hätte sich Salihamidzic total im Ton vergriffen und Hamann wild beleidigt. Hamann teilt genug aus, da braucht er jetzt nicht beleidigte Leberwurst spielen.

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    1. Volle Zustimmung. Einfach kein Thema daraus machen ist in diesem Fall das Beste.

    2. So ist es. Ich kann sogar mit der Tonwahl von Salihamidzic leben. Sky hat sich in den letzten Jahren auf das Springer Niveau begeben. Und wer dermaßen daneben liegt wie der Experten-Didi, dem schadet es nicht, wenn man ihm das deutlich sagt.

    3. Meines Erachtens ist dieser Kommentar nur konsequent. MSR ist eben auch Teil des großen Spiels.

      DH hat halt die „Pflicht“, ab und zu mal richtig einen rauszuhauen. Etwas, was ihn, die Sendung und den Sender in alle weiteren Medien bringt. Das geht am besten mit dem einzigen Verein, der deutschlandweit von Bedeutung ist.

      Darüber können dann alle berichten. Das erzeugt Clicks, Seitenaufrufe, Werbeeinnahmen. Wer mitspielt oder mitspielen will, kann sich dem gar nicht entziehen. So gibt es jetzt ca. 10 Artikel hierzu bei der AZ, beim Doppelpass war es bestimmt auch Thema, und am Ende sammeln ein paar FCB-Influencer und -Alleskommentierer noch Likes und Follower.

      Nächste Woche treiben wir eine andere Sau durchs Dorf. Vielleicht mal wieder ein James-Transfergerücht?

      1. Natürlich müssen Journalisten und Medien auch kontroverse Punkte ansprechen, das ist doch gar nicht der Punkt. Aber ein wahrer Experte schafft das halt, indem er tatsächlich existierende Probleme erkennt und anspricht. Wer einfach irgendwas behauptet, das man mit ein wenig Aufwand als Bullshit identifizieren kann, der ist dann halt auch kein echter Experte (sondern ein Dummschwätzer). Mathias Sammer oder Oliver Kahn arbeiten auch beim Fernsehen und stellen manchmal kontroverse Thesen auf…aber da steckt dann was dahinter. Dass Hamann Lewandowski etwas vorhält, was früher vielleicht mal zutraf, aber sich überholt hat, deutet daraufhin, dass er die Spiele gar nicht selbst beobachtet, sondern einfach Dinge nachplappert, die er irgendwo irgendwann mal aufgeschnappt hat.

  5. James:
    Bin mal gespannt, wie lange sich das Ganze noch hinzieht. Ähnliches sind wir ja schon vom Coman-Transfer gewohnt. Aber wenn es dann genauso ausgeht, soll’s mir Recht sein!

    Diesem Bericht hier stimme ich jedenfalls zu:

    https://www.eurosport.de/fussball/bundesliga/2018-2019/der-fc-bayern-munchen-treibt-mit-james-rodriguez-ein-gefahrliches-spiel_sto7138678/story.shtml

    Und wenn man dann hört und liest, wie James’s Kollegen Alaba, Lewa und kürzlich auch Müller von seinen Fähigkeiten schwärmen, kann ich noch weniger nachvollziehen, wenn man ihn nicht kaufen würde:

    http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/fc-bayern/1902/Artikel/james-rodriguez-der-safe-einer-fuer-die-bayern-zukunft.html

    Alabas Aussage von wegen „Der Ball ist bei ihm eingesperrt wie in einem Safe“ sagt schon alles über seine fußballerischen Fähigkeiten aus!

    Und was mir an James, im Vergleich zu Thiago, noch wesentlich besser gefällt: Der Kolumbianer sucht immer den direkt Pass, das schnelle Spiel. Exemplarisch waren mal wieder der Steilpass auf Lewa zum 1-0 und der prallende Pass zum 2-1. Alles geschieht meist blitzschnell und intuitiv. Thiago ist, technisch gesehen, sicherlich ein genauso feiner Kicker wie James, jedoch neigt er immer noch zu der einen „Showeinlage“ oder Zirkuspass zu viel. James dagegen sucht den direkten Pass zum am besten positionierten Mitspieler!

    Die 80% (!!) gewonnen Zweikämpfe gegen S04 waren auch eine Hausnummer für einen Spieler seiner Art!

    Natürlich habe ich mich hier schon des Öfteren als James-Fanboy geoutet, aber bei seinen fußballerischen Qualitäten sehe man mir das nach…

    Zum Glück scheint Kalle auch ein Fan von ihm zu sein und schätzt seine Qualitäten. James in Bestform macht einfach jeden Club der Welt besser. Nur Herr Kovac muss das noch erkennen … Die letzten Auftritte von JR sollten ihm dabei helfen!!!

  6. “Der Manager-Novize versuchte Hamann als Experten zu diskreditieren (“Hamann ist ein Problem für Sky”) …”

    Wird nicht eher auf dieser Seite permanent versucht, den Sportdirektor(!) des FC Bayern als solchen zu diskreditieren? (auch mit diesem Statement)

    Und auf dieser Seite wird doch nicht ernsthaft ein Didi Hamann als “Fußballexperte” bezeichnet? SKY hat definitiv ein Problem, und zwar wenn der Sender solche Witzfiguren als “Experten” einsetzt … Hamann ist an Niveaulosigkeit kaum zu über- bzw. unterbieten … Und dafür einen ganzen Beitrag? Hilfe!

    Die Reaktionen von Lewy und Brazzo sind für mich nachvollziehbar, da muss ich auch nicht wieder jedes einzelne Wort auf die Goldwaage legen.

    Hamann bewegt sich mit seinen seit Jahren getätigten albernen und unwissenden Äußerungen in der Bayernfanszene zwischen Hass- und Witzfigur. Über ihn ist eigentlich jedes Wort zu viel. Und wenn SKY solche Typen als “Experten” einsetzt, dann spricht das auch für sich und ich werde darin bestätigt, weiterhin auf ein SKY-Abo zu verzichten …

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    1. +1
      Dein Kommentar spiegelt meine Gefühlswelt wenn ich Hamanns Äußerungen (nicht erst in dieser Saison) höre oder lese ziemlich exakt wider.

    2. Hallo zusammen , ich merke Herr lewandowski ist bei den meisten immer noch hoch im Kurs aber Die Kritik sehe ich teilweise als völlig berechtigt , in keinem wichtigen europäischen Spiel trifft lewa oder spielt gut , sich als Bayern Stürmer in der Bundesliga zu etablieren ist wohl nicht ganz so schwer , warum kauft Bayern seid Jahren keinen Stürmer ??? Ihr könnt davon ausgehen weil Herr lewandowski sonst Ärger macht und den Verein mit dem verlassen droht , bitte zieht die Brille ab und denkt mal darüber nach was ein Stürmer bei Bayern meisten muss um sich Weltklasse zu schimpfen , er besitzt Tatsache , Egoismus und Lustlosigkeit auf dem Platz übersieht ständig Mitspieler und geschweige denn ist er in der eigenen Box zu finden , Stürmer die jedes Jahr 15 bis 25 Tore schießen und bei kleinen Vereinen um den Abstieg spielen sind wirkliche Stürmer , alles in allem kann Bayern ein Wegfall oder ersetzen lewandowskis locker verkraften .
      Das ist meine Meinung und sie stammt aus langjähriger Erfahrung
      Gruß Stefan

      1. Sorry Stefan, selten so einen absoluten Blödsinn gelesen …

        Ist “Stefan” das Pseudonym von Didi Hamann?

  7. Hamann hat auch keinen Pfifferling mehr auf Götze gegeben am Anfang der Saison. Götze soll wechseln usw. bla bla bla – und nun? Hat sich der kleine Mario ziemlich stabilisiert und ist wieder Leistungsträger.
    Hamann muss halt mediale Klicks sammeln … Da ist mir Lothar wirklich lieber. Und der geht mit dem FCB durchaus oft (zurecht) ins Gericht …

  8. Einfach mal 2 Aspekte zusätzlich in dieser Diskussion:

    Chancenverwertung:
    Geht man nach den xG-Werten zur Chancenverwertung in dieser Saison, dann könnte er in der Liga 19,51 Tore haben – 13 Tore hat er. Er liegt also 6,51 Tore hinter seinen Möglichkeiten zurück. Meines Erachtens fehlt in dieser Saison etwas – und das ist natürlich Kritik auf höchsten Level, weil seine Zahlen und seine Wichtigkeit fürs Team natürlich trotzdem da sind. Früher hat er aber eben auch die leichten Tore vergeben, dafür aber weitaus mehr der schwierigen Dinger gemacht.
    Um diese 6,51 Tore nochmals runterzubrechen – 6,23 Tore wären es, wenn man die Elfer abzieht(Ein Elfer hat einen xG von 0,76 – 2 Tore aus einem xG von 0,76*3=2,28; 6,51-0,28=6,23)
    — rechter Fuss: 5 Tore aus einem xG von 10,71
    — linker Fuss: 2 Tore aus einem xG von 2,10
    — Kopf: 4 Tore aus einem xG von 4,43
    Die Verwandlungsquoten von Kopf und linkem Fuss entsprechen in etwa dem Durchschnitt all seiner Jahre bei uns. Das Problem in diesem Jahr ist sein Paradefuß.

    Finalrunde der Champions League:
    In den Gruppenspielen der Champions League kann man Lewandowski sicherlich nicht kritisieren – das war bisher immer recht gut – die Qualität der Gegner natürlich überschaubar, teilweise sogar einfacher als in der Liga, weil diese Teams da Top Dogs in ihren Ligen weniger auf Defensive gebaut sind und so gegen uns meist offensiver spielen wie unsere Bundesligagegner, was uns größere Räume gibt.
    In der Finalrunde werden aber die Daten interessant, wenn wir sehen, in welchen Formationen er Tore geschossen hat – und wann nicht. Dabei fällt auf, dass er nur ein Tor außerhalb von Elfern geschossen hat, wenn wir in einem 4-3-3 gespielt haben – 2017 gegen Arsenal (aus selbigen Spiel stammt übrigens Robbens einziges Tor in dieser Formation seit 2011). Alle anderen Tore außerhalb Elfern hat er seit er bei uns ist nur dann geschossen, wenn wir mit hängender Spitze gespielt haben (oder im 4-4-2 wie im Rückspiel gegen Barcelona in 2015). Wenn ich mich nicht verzählt habe, hat er seit er bei uns ist 8 Nichtelfertore im 4-3-2-1 HS geschossen und nur eines (gegen ein vogelwildes Arsenal ohne Koscielny) in dem viel häufiger genutzten 4-3-3.
    Hier stellt sich für mich daher eher die Frage nach dem System, das unsere Offensiven nicht glänzen lässt als die Frage nach der Qualität von Lewandowski.

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    1. Ich finde die Statistiken immer super. Ehrlich gesagt hab ich diese Rechnerei mit xG für und gegen ein Team zwar noch nicht so ganz verstanden, aber das Zahlen meistens aussagekräftiger sind als irgendein hamannsches Gefühl, sollte wohl jedem klar sein.

      So, ich muss jetzt erst noch Fußball-Statistiken lesen lernen.. :)

      1. Auch mit Zahlen muss man teilweise sehr vorsichtig sein – und sollte dann schon mal verschiedene Herangehensweisen haben bzw. auch mal schauen, ob es dafür nicht auch andere Begründungen gibt.

        Einmal ein kleines Beispiel dazu: Müller trifft nicht mehr – im letzten Jahr hatte er in der Liga nur 8 Tore. Früher war er besser… Hört sich erstmal stimmig an. Schaut man dann aber näher in die Daten hinein, hat er im Strafraum eine Quote von 3,2 Schuss pro Tor – besser als je zuvor, dabei weitaus weniger Schüsse im Bereich kurz vor dem Tor (er war früher mal einer der Schützen mit dem kürzesten Abstand zum Tor). Aber – die Strukturen im Team haben sich über die Jahre verändert. Ist Müller im Strafraum ist er eher supportet und derjenige, der zum kurzen Pfosten zieht und z.B. Lewy setzt sich ab, es fehlen Riberys klügere Assists von vor 5-6 Jahren (in den Job des Hauptassistgebers ist ja er gesprungen), die Flanken kommen weitaus häufiger jetzt von rechts. Da fallen einem bestimmt noch andere Dinge auf. Dadurch hat er mittlerweile weitaus weniger Schussversuche in guten Positionen als früher. Zahlen können nicht nur beweisen, sondern auch irreführen, insbesondere dann, wenn man sie nur als Leistungsanalyse benutzen will, ohne auf den Gesamtkontext zu schauen. Es hilft aber immer, dann nochmals auf die Zahlen zu schauen und eine Begründung dafür zu suchen, warum was sich in den Daten so darstellt.

        Im Grunde gibt der xG eines Schusses die Wahrscheinlichkeit dafür an, dass der Ball ins Tor geht – auf Basis von Erfahrungswerten aus vergangenen Daten. Bei jedem einzelnen Schuss könnte man über die Berechnungsweise natürlich diskutieren – wenn es eine Menge von Schüssen sind, gleicht sich das aber wieder aus. Im Grunde ist der xG aber eine weitaus bessere Herangehensweise als die Anzahl der Schüsse – genauso wie auch der Wert für die Vorbereiter, der xA eine weitaus bessere Aussagekraft hat als die reine Anzahl von Torschussvorlagen.

  9. Das wahre Thema ist nicht Lewandowski, sondern Brazzos Reaktion, wie der letzte Absatz schon andeutet.
    Es ist einfach zum Kopfschütteln. Es ist als würde man sich beim getürktem Dartscheibenwerfen ins Bein werfen: Man darf aus halber Distanz werfen, alle Flächen sind Bullseye und dabei hat man auch noch 3 Pfeile und trotzdem leidet am Ende der eigene Körper statt des Plastikbretts vor einem. So leicht war es Hamanns zeitlich so unpassende Kritik -die selben Worte letztes Jahr, und er hätte viel Applaus geerntet!- zu entkräften. Ein Eberl oder Heidel hätten dies mühelos seufzend geschafft, aber Brazzo lenkt das Thema in die einzige Richtung in der er falsch liegt und wo er Contra erhält.
    Es reiht sich ein in die schwachen Transferperioden, in die inakzeptable Breite und Unausgewogenheit des Kaders, in die Unfähigkeit Medienfeuer ansatzweise im Zaum zu halten geschweige denn diese im Keim zu ersticken, in die Belobigung seiner Qualitäten anstatt dass sein Résumé für sich spricht: Brazzo ist gescheitert und der Verein täte gut dies früher als später sich endlich einzugestehen.

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    1. Sehe ich auch so. Mich hat Brazzos Reaktion schon wieder leicht an die katastrophale „Grundgesetz-PK“ erinnert. Können die nicht einfach mal tief ins Becken atmen und so einen TV-Kommentar souverän weglächeln?

      Daran sieht man wirklich, wie es um das „Mia san mia“ steht. Früher hätte es nur geheißen: „Was juckt es die Eiche…“

    2. Genauso ist es.

      Souveraenitaet ist einfach abhanden gekommen.
      Auf und neben dem Platz.
      Unser SD ist einfach dem Job nicht gewachsen,man muss schon fast Mitleid haben ob der Unfaehigkeit.

      Aber UH und KHR sind dafuer verantwortlich, eher KHR als CEO.
      S.ist Angestellter der AG.
      Wie lange will man sich das Unvermoegen noch leisten?

      1. Solange der SD das WC ohne den UH findet, kann sich jeder vom FCB denken LMAA!
        MfG
        PF

  10. Nach den Muskelspielchen bei den Transfers nun ein Brazzo, der versucht, sich „schützend“ vor einen Spieler zu stellen, der unrechtmäßig kritisiert worden ist. Da bleibt einem eigentlich nur die Hoffnung, möglichst schnell den Mantel des Schweigens über das Ganze zu legen. Auch mich wundert es, dass Hamann und die sky Connection hier überhaupt ein Thema sind.

    Wenn es aber um Lewandowski geht, mal zu den Fakten: interessant ist, dass seine Statistiken bei whoscored nicht wesentlich besser sind, als letzte Saison. Lediglich bei den Vorlagen ist wie gesagt eine Steigerung festzustellen. Dafür hat er deutlich höhere Ballverluste bei den Annahmen und wurde häufiger vom Ball getrennt. Gepaart mit einigen wichtigen Großchancen, die er zuletzt gerne liegen ließ, könnte man meinen er spielt nicht wirklich besser in diesem Jahr.

    Dass er trotzdem die wohl gefühlte kompletteste Spielzeit hat, liegt sicher daran, dass die Mannschaft heuer oft in der Bredouille war und Lewandowski die ein oder andere Partie mit Toren in die richtige Richtung gelenkt hat. Zuerst kam Lewandowski, dann das Resultat. Früher war das eben umgekehrt.

    Auch die angesprochene Körpersprache trägt zu dem Eindruck bei. Das fällt vor allem im Stadion auf: Lewandowski scheint sich mehr als Teil einer Mannschaft zu fühlen. Und nicht mehr ein Einzelgänger, dessen Tore schlichtweg Mittel zum Zweck sind.

    „Clutch“ ist er deswegen sicher noch nicht (ohnehin schwierig als Mittelstürmer). Aber ich habe die leise Hoffnung , dass er heuer vielleicht doch den einen oder anderen kleinen Unterschied machen kann. Was Hamann am Ende dann dazu sagt, sollte dabei ziemlich egal sein.

    1. Wenigstens noch einer, der das Salihamidzic bashing nicht gut findet. Wenn man seinen Lebenslauf bedenkt, vom jugendlichen Flüchtling zum Bundesligaspieler, CL-Sieger und Sportdirektor, dann sollte man sich die abwertenden Kommentare verkneifen. Kritik, dass im Winter keine Transfers stattgefunden haben, mag ich auch nicht nachvollziehen. Schaun wir mal, was im Sommer passiert. Vorher sollten einige Leute in sich gehen.

      1. Schließe mich dieser Meinung zu 100% an.

        Die Wintertransfers sind medial und von Fanseite gefordert worden. Wenn du in der Wintertransferperiode einen Klassespieler verpflichten willst, dann musst du noch einmal 50% drauf legen. Hätten Brazzo / FCB das getan, wäre das Geschrei noch größer gewesen …

        Übrigens haben sich vor Alaba schon einige Bayernspieler sehr positiv zu Salihamidzic geäußert. Die Medien berichten dann lieber über diejenigen (Feiglinge?), die ihn hinter vorgehaltener Hand kritisieren … Wenn überhaupt irgendetwas Wahres dran ist …

    2. Wie weltfremd ist das denn???
      Es wird doch wohl niemand ernsthaft hier glauben, dass sich auch nur ein aktueller Spieler unseres FCB kritisch gegenüber Trainer oder SpoDi äußert? Auch wenn er damit recht und eine Mehrheit auf seiner Seite hätte, würde er sich schnell auf der Bank oder gar der Tribüne wiederfinden! Hinzu kommt, dass Interviews ja durch unsere Medienzentrale geprüft werden und somit eine Zen…, eine Prüfung stattfindet, ob die Äußerungen dem Selbstverständnis des Vereins entsprechen.
      Eine Aussage gegen Trainer und Sportdirektor ist nicht wahrscheinlich, da nicht karriereförderlich!
      Man muss schon sein eigenes Denkmal sein, um sich kritische Töne erlauben zu können.

      Nein, jedes Statement unserer Spieler liefert höchstens zwischen den Zeilen Mutmaßungen über die wahre Einstellung gegenüber Trainer und Führung…erst wenn sie unseren Verein verlassen haben, dürften die wirklichen Meinungen geäußert werden. Und dann erhält solch eine Äußerung auch schnell den Charakter des Nachtretens, wenn sie kritische Inhalte haben.
      Interessanter als jeglichen Kommentar von einem unserer Spieler finde ich es, zu beobachten, wer sich bisher noch gar nicht durch öffentliche Treuebekundungen hervorgetan hat.

      1. Natürlich ist dass alles inszeniert… Sportbild, Uli, einfach alle haben sich gegen die reine Wahrheit verschworen. Kritische Worte? Gab es beim FCB immer erst nach Abgängen. IMMER!!!!

        Nein, da der Verein, die Spieler, die Führung und natürlich alle, welche abweichende Meinungen äußern, eigentlich nur die große Mehrheit hinter´s Licht führen wollen, können solche Aussagen nur inszeniert und weltfremd sein, nie jedoch die absolute und reine Wahrheit darstellen. Das geht nicht.
        David Alaba hat sich also einen perfiden kleinen Plan ausgedacht, um mal allen ein wenig Sand in die Augen zu streuen?

        Das ist eine Aussage aus dem Medium, das einige hier als die Quelle der Wahrheit für schlechte Nachrichten ansehen. Positive Meldungen der Sportbild müssen also daneben liegen.

        Es ist noch gar nicht allzu lange her, da wurde das Schweigen der Mannschaft als äußerst angenehm empfunden und somit Mannschaft und Trainer als Einheit empfunden. Heute soll das genau das verkehrte Bild sein? Schweigen also, weil sich niemand traut? In München? Beim FCB

        Auch wenn Dir obige Aussage nicht passt: weltfremd ist daran gar nichts. höchstens fremd für DEIN Bild und DEINE Meinung.

      2. Klasse Katsche, grandios abgegrätscht, wie in den 70ern!!! :-)

      3. @Katsche und Peter:
        Also seid ihr der Überzeugung, der Umstand fehlender kritischer Worte gegen Trainer und Sportdirektor in öffentlichen Stellungnahmen der Spieler bedeutet, dass die Spieler zufrieden sind und keiner Grund zur Kritik hat?

      4. Nein, ich denke, die Spieler mobben den Coach durch perfides Dauerschweigen. Dieses Dauerschweigen wiegt so viel schwerer, als jegliche Negativmeldung über Unzufriedenheit in den Medien.

        Es ist ein perfekter Plan. 100% sicher. Zumindest für Einige hier. Ansonsten hätten sie ja unrecht. Und das kann erst recht nicht sein.

  11. ..und eine Aussage des “Experten” zu Klopp und Liverpool…

    Didi Hamanns Aussagen sind leider meistens von Vorstellungen über die Realität getrieben, denn von der Realität selber.

    https://www.youtube.com/watch?v=lDAB3cv4PcM

  12. Guten Tag zusammen,

    ich finde die Reaktion von Brazzo zwar sprachlich holprig, im Kern aber richtig. Für mein Empfinden hätte er sogar noch mehr austeilen können, denn was Hamann da von sich gibt, ist keine “Meinung” – sondern schlicht die Unwahrheit. Ob bewusst oder nicht – ich weiß nicht, wie er oder ob er sich auf so eine Sendung vorbereitet; sehe ihn selten – kann ich nicht beurteilen. Ihr widerlegt ihn ja oben in den wichtigen Punkten, und das schwammige “Abwinken = Problem” für Bayern hat er sich wahrscheinlich morgens an der Kaffeemaschine ausgedacht, weil er gleich on Air ist, schon ewig kein Bayernspiel mehr gesehen hat und ihm das Verhalten von Lewa von anno dazumal irgendwie im Kopf geblieben ist.

    Dass bei Wontorra die gesamten geladenen Journalisten natürlich sofort auf Pressefreiheit pochen – da lache ich mir doch den Arsch ab. Pressefreiheit – wenn man Hamann zu Presse zählen möchte – kann nicht bedeuten, einfach irgendwas zu behaupten, was irgendwie ins Narrativ oder die Stimmung passt (= Niederlage in Leverkusen), obwohl Fakten dagegen sprechen. Sie soll vielmehr diese Fakten darstellen und aufgrund derer auch gerne eine Meinung veröffentlichen. Und sich dann aber auch nicht wundern, wenn man gegenteiliger “Meinung” ist. Die Riege der Anwesenden bei Wonti und Hamann selbst haben sich ja extrem auf den Schlips getreten gefühlt. Die Reaktion ist leider selbst verschuldet von Bayern, die mit ihrer unsäglichen Artikel 1 GG Pressekonferenz auf lange Zeit ein Totschlagargument gegen sich haben, sollten sie mal die Presse mit Recht kritisieren.

    Wenn dann im Anschluss Hamann selbst sich verbittet “Leute zu diskreditieren und persönlich anzugreifen”, dann frage ich mich allen Ernstes wofür er sich hält? “Lewa wird zum Problem für Bayern” = Meinung? Aber die genauso polemische Retourkutsche “Hamann wird zum Problem für sky” = persönlicher Angriff?

    Danke für euren sehr ruhigen Kommentar – mir ist hier leider echt die Hutschnur geplatzt bei solchem Müll, der da einfach ohne Korrektiv ins TV geblasen wird. Es sagt doch einiges über Journalismus und Qualität aus, wenn ein Hobby-Medium qualitativ hochwertiger ist als ein Sportsender.

    PS: ich möchte nicht die Pressefreiheit hier in Frage stellen, um Gottes Willen. Die Vierte Gewalt ist immens wichtig in einer Demokratie. Nur sind wir an einem Punkt, wo manche Medien sich unter dem Deckmantel Pressefreiheit Unwahrheiten als Meinung zu verkaufen (oder nicht mal das) – und das kann ja nicht sein. Wenn es “nur” im Sport so wäre, wäre es halb so schlimm ;-)

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Natürlich ist Hamann in seiner Funktion „Presse“, o uns das gefällt oder nicht. Aber seit wann arbeiten wir uns mit soooo viel Energie an sooo einem Geschwätz ab?!?

      Hat Brazzo nicht wichtigeres zu tun? Transfers eintüten, z.B.?

      1. Aha, dann sind Mario Basler, Strunz und Co. auch Presse? Okay.. dann sollte man sich dort mal seiner Verantwortung bewusst werden. Solange sie das nicht tun, sind das einfach nur ein paar Typen am Stammtisch, wo zufällig Kameras drumherum sind.

      2. Oh, und zu dem “warum?”: vielleicht, weil es auch irgendwann mal reicht mit dem Geschwätz. Ich finde es gut, dass der Verein seine Spieler schützt und damit auch aussagt, dass nicht jeder Mist ungehört und unerwidert rausgeblasen werden kann.

  13. Zur Unfaehigkeit unseres SD ist hier schon alles gesagt worden.

    SKY D hat aber im Vergleich zu SKY UK erschreckende Defizite in allen Bereichen insbesondere Analyse der Experten.
    Deren Analysetool ist auch besser und es wird fast ausschliesslich ueber Fussball gesprochen.
    Leute wie Hellmann Wasserzieher Kastrop etc undenkbar.

    DH war ja mal kurzfristig bei SKY UK und BBC….

  14. Torsten Hanke Seite 12.02.2019 - 13:43

    Ich habe als Dortmund Fan Mia san Rot als Möglichkeit entdeckt, mich sachlich mit dem FCB auseinanderzusetzen. Dies ist in einschlägigen Medien und Foren (bspw in den entsprechenden Spon-Foren), aufgrund schlechter Artikel und polemischer Forenbeiträge kaum möglich. Hier jedoch schon.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. AntwortsymbolMarlene Dietrich Seite 12.02.2019 - 19:18

      Auch nicht mit allen hier, wohlgemerkt!

    2. Oh ja, und dann wirst Du am Ende noch einer von uns! ;-)

  15. Wie seriös Sky arbeitet, wenn es um den FCB geht wissen wir doch alle. Da geht es nicht um Fakten, sondern um wilde Spekulationen und das implementieren von Problemen. Auch gern mal von aussen. Ich erwarte von einem Bezahlsender wie Sky absolute Neutralität und nicht dieses messen mit zweierlei Maß wie es Sky und seine “Experten” machen. Das ist BILD-Zeitungsniveau. Der Einzige der noch halbwegs bei der Realität bleibt ist der loddar. Ich kann Lewa und Brazzo durchaus verstehen, auch wenn ich Brazzo für eine Fehlbesetzung halte. Aber ganz klar muss man feststellen, so wie man in den Wald ruft, so schalt es zurück und Daten sollte sich Didi gewöhnen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Es wird gegen die Übernacht des FCB angeredet angekämpft mit offenem und geschlossenem Visier.

      In D tendiert man dazu den Stärksten schwächer zu machen anstatt die Schwächeren stärker.

      Nicht nur SKY D spielt ein erbärmliches Spiel sondern auch die DFL.

      Man meint ein schwächerer FCB macht die Buli interessanter und wundert sich dann ob der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit der Buli.

      Und UH spielt hier leider einen nicht unerheblichen Part.

  16. Marlene Dietrich Seite 12.02.2019 - 14:51

    Reschke wurde beim VfB entlassen.
    Holt den Mann zurück nach München!

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Als Kaderplaner gerne. Aber nicht als Sportdirektor, als oberster Verantwortlicher hat er in der Öffentlichkeitsarbeit beileibe keinen guten Job gemacht. Das liegt ihm auch glaube ich nicht besonders.

      1. AntwortsymbolMarlene Dietrich Seite 12.02.2019 - 15:56

        Das stimmt, ich hätte ihn auch eher in einer Rolle als bspw. Scout gesehen.

  17. Maurice, Deine mangelhafte Interpunktion schmälert Deine Aussage. Sie schmälert auch den Lesegenuß, denn der geplagte Leser muß Deinen Text *laut* mitlesen, um Deine Aussage zu verstehen. Dein letzter Absatz ist ein gutes Beispiel für fehlende Kommas. Du schreibst folgendes Schlußwort:

    Dass man sich schützend vor seine Spieler stellen will ist sicher und unbestritten der richtige Weg. Allerdings wirkt dies nur dann souverän, wenn man mit Fakten auf Polemik reagiert. Wer hingegen, wie der FC Bayern, auf persönliche Attacken mit Feindseligkeit antwortet, hinterlässt das Gefühl nicht Herr der Situation zu sein.

    Mit Kommasetzung erleichterst Du mein verstehendes Lesen:
    Dass man sich schützend vor seine Spieler stellen will, ist sicher und unbestritten der richtige Weg. Allerdings wirkt dies nur dann souverän, wenn man mit Fakten auf Polemik reagiert. Wer hingegen, wie der FC Bayern, auf persönliche Attacken mit Feindseligkeit antwortet, hinterlässt das Gefühl, nicht Herr der Situation zu sein.

    Nichts für ungut, nur eine nebensächliche, höfliche Anmerkung von mir! :-)

    Deine Hauptaussage teile ich und Deine Sachlichkeit ist wohltuend!!
    Gruß, Thomas.

    1. @ ROTWEISS

      Es ist nicht ganz klar, wie du das meinst … ironisch oder ernst

      Artikel – Einleitung:

      “Trainiert Josep Guardiola nächste Saison Manchester City? Gut möglich, sagt Dietmar Hamann. Der ehemalige Bayern-Profi meint, Guardiola und München passen nicht zusammen. Der Startrainer habe sich abgenutzt – und zu wenig Erfolg…”

      Dieser Artikel stammt vom Mai 2015, mehr als ein Jahr bevor Pep den FCB verlassen hat (mit einem Double und einem äußerst unglücklichen Ausscheiden im CL-HF).

      Pep und der FCB haben sehr gut zusammen gepasst – und Hamann war, ist und wird immer ein Depp bleiben!

      1. ernst…hamann ist meist ein dampfplauderer, muss er wohl auch, um im tv zu bestehen. gestern allerdings hat die Bayern in Liverpool recht fair beurteilt.

  18. […] des Red Bull-Konzerns Gérard Houllier, mit zwei altbekannten Gesichtern auf. Markus Babbel und der aktuell heiß diskutierte Dietmar Hamann trafen auf ihre teils langjährigen […]

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