Zittersieg im Schauerspiel zu Halloween

Maurice Trenner 31.10.2020

Geisterspiel an Halloween im Kölner Rhein-Energie-Stadion. Die Statistik für die Heimmannschaft vor dem Spiel war schaurig: Seit zwölf Spielen ist die Dom-Truppe bereits ohne Sieg gegen den FC Bayern und Trainer Markus Gisdol wartet gar bereits 15 Liga-Spielen auf einen Dreier. Gute Vorzeichen also für den Titelverteidiger, den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten.

Falls ihr es verpasst habt

Die Aufstellungen

Nach dem aufreibenden Sieg in Moskau warf Hansi Flick die Rotationsmaschine mit insgesamt sechs Wechseln an. Robert Lewandowski durfte das Spiel sogar daheim auf der Couch mit einer halben Portion laktose- und zuckerfreiem Avocado-Eis genießen. Der Stürmerstar, der zumindest in der Presse den Rekord von Gerd Müller jagt, war nach Absprache mit Coach Flick nicht im Kader. Für ihn stürmte Choupo-Moting.

Ein Comeback gab die Flügelzange Gnabry und Sané, die am ersten Spieltag noch den FC Schalke schwindelig gespielt hatte, dann aber aufgrund von Verletzungen (Sané) und einem (falsch)-positiv Coronatest (Gnabry) aufgesprengt wurde. Martínez rückte neben Kimmich ins Mittelfeld, da Goretzka lieber daheim an der Hantelbank als in Köln auf der Auswechselbank saß. In der Abwehr liefen Boateng und Sarr für Alaba und Hernández auf.

Bei den noch sieglosen Kölnern setzte Gisdol auf ein klares 4-5-1, wobei Özcan und Limnios neu ins Team rückten. Marius Wolf, der bisher einen guten Eindruck hinterlässt, konnte nach Problemen unter der Woche auflaufen, während Kapitän und EM-2016-Elfmeterheld Jonas Hector aufgrund einer langwierigen Nackenverletzung weiter ausfiel.

Die erste Halbzeit

Nach verschlafenen zehn Minuten, in denen sich die neu zusammengestellte Bayern-Elf langsam an das Spiel herantasten musste, gab es aus dem Nichts einen Handelfmeter. Sané hatte zuvor Gnabry im Sechzehner bedient und dessen Hereingabe wurde von Wolf mit dem Unterarm geblockt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Müller in Vertretung von Lewandowski souverän (12.). 

Auch mit der Führung im Rücken schafften es die Münchner nicht gegen das Mittelfeldpressing der Rheinländer Chancen herauszuspielen. Im Spielaufbau versuchten die Gäste erst gar nicht die Kölner zu erdrücken, sondern griffen schnell zu langen Bällen, die jedoch allesamt gefahrlos blieben. Auch folgerichtig hatten die Bayern bereits nach zwanzig Minuten zwei gelbe Karten zu Buche stehen.

Mit lediglich einer weiteren Chance durch Sané ging es auf die Pause zu. Während die Kölner schon auf den Pfiff der Schiedsrichters warteten, gewann Kimmich zentral einen Ball und machte das Spiel über rechts schnell. Dort lief Gnabry auf die Abwehr zu und schloss aus zehn Metern ins linke untere Toreck ab. Das wichtige 2:0 (45.+1).

Die zweite Halbzeit

Nach Wiederbeginn waren die Münchner aktiver als noch vor der Pause. Mit tatkräftiger Unterstützung der Kölner, die durch ein leichtes Pressing der Gäste nun einige Ungenauigkeiten im eigenen Aufbau hatten, kamen Gnabry und Choupo-Moting zu Chancen.

Nach einer knappen Stunde brachte Flick Zirkzee und Costa für Choupo-Moting und Sané, die beide einen gebrauchten Tag erwischt hatten. Weitere zwanzig ereignislose Minuten später ersetzte Alaba Martínez. Der Österreicher durfte damit auf seiner heimlichen Wunschposition im Mittelfeld einige Minuten sammeln.

Bayern agierte über die gesamte Halbzeit nur im Verwaltungsmodus und kassierten in der 82. Minute die Quittung. Nach einer Flanke schloss Thielmann ab, wobei der Schuss noch von Drexler abgefälscht wurde und so an Neuer vorbei im Tor landete. Süle verpasste es dabei den Kölner abseits zu stellen, die restliche Kette war rausgerückt. 

Nach dem Tor spielten die Kölner mit offenem Visier auf Sieg, wodurch sich für die Münchner viele Räume ergaben. Diese bespielten sie mit einer haarsträubenden, aber für diesen Nachmittag passenden Inkonsequenz. Für die Statistik durfte Roca in der Nachspielzeit noch aufs Feld.

Nach dem Arbeitssieg gegen Moskau unter der Woche musste der Rekordmeister auch gegen Köln zittern. Auch bedingt durch die vielen Wechsel fanden die Münchner nicht zu ihrem Spiel und gewannen am Ende nur mit Mühe und Not gegen erst zu spät ihre Chance witternde Kölner.

Dinge, die auffielen

1. Noch koan Roca’n’Roll

Flick wechselt durch und einer muss dennoch auf der Bank sitzen. Auch gegen den 1.FC Köln durfte Sommer-Neuzugang Marc Roca nicht auflaufen. Lediglich im als Pflichtspiel verkleideten Test gegen Düren schenkte Flick dem Spanier das Vertrauen. Muss man den jungen Mittelfeldspieler nun schon abmelden?

Mitnichten, denn vor allem zwei Dinge dürfen nicht unterschätzt werden. Zum Einen standen Flick in den englischen Wochen bisher kaum reguläre Mannschaftstrainings zur Verfügung. Meist stand hauptsächlich Regeneration auf dem Trainingsplan, wie der Trainer unter der Woche selbst zugab. Zum Anderen ist Rocas Position des zentralen Mittelfeldspielers natürlich elementar im Bayern-Spiel. In dieser Rolle ist neben der taktischen Schulung im Training auch die Abstimmung mit den Mitspielern und das Einstudieren von Abläufen wichtig. 

Roca wird im späteren Saisonverlauf sicher noch die wichtige Rolle als Kaderspieler einnehmen, die ihm nach dem Wechsel öffentlich zugetraut wurde. Spätestens nach der Länderspielpause wird er dies auch auf dem Platz öfter nachweisen dürfen.

2. Staffelung im Spielaufbau

Besonders in der ersten Hälfte taten sich die frisch zusammengewürfelten Bayern schwer Chancen herauszuspielen. Dies lag vorrangig an der Staffelung bei eigenem Spielaufbau, die sich durch das neue Mittelfeld-Duo Kimmich und Martínez ergab. Neben dem Spanier sollte Kimmich klar den etwas offensiveren Part der Doppelsechs übernehmen. Dadurch kamen jedoch Javis Probleme in der Spielgestaltung einmal mehr zutage – besonders in Sachen Kreativität und Tempoverschärfung.

Daher ließ sich Kimmich immer wieder weit fallen, wodurch dann jedoch der Verbindungsspieler ins letzte Drittel fehlte. Eine Rolle die sonst Goretzka mit großer Bravour und noch größerem Laufaufwand ausfüllt. In der zweiten Halbzeit versuchten Müller und Gnabry häufiger sich aktiv in den Spielaufbau einzubringen, was sich direkt in mehr Torchancen niederschlug. Doch nach einem Strohfeuer zu Beginn der zweiten Halbzeit schlichen sich wieder alte Muster ein. Am Ende standen 6:10 Torschüsse auf dem Spielbericht.

3. 60 Minuten machen keinen Sané-Tag

Erstmals nach der 1:4-Niederlage gegen Hoffenheim stand Leroy Sané wieder in der bayerischen Startelf. Der im Sommer verpflichtete Flügelstürmer musste jedoch noch den Rost abschütteln, der sich nach den Wochen zwischen Verletzung, Reha und Comeback merklich abgesetzt hatte. Besonders auffällig waren immer wieder kleinere und größere Ungenauigkeiten im Bayernspiel. Zum Zeitpunkt seiner Auswechslung standen lediglich 33 Ballaktionen für die Nummer Zehn zu Buche, von denen fünf als unsauber in die Statistik eingingen.

Es ist noch ein langer Weg zurück für den deutschen Nationalspieler, das ist spätestens nach heute klar. Flick wird ihn weiterhin behutsam auf- und einbauen müssen. Für das Topspiel gegen Dortmund am nächsten Samstag sind so jedoch Coman und der heute erfolgreiche Gnabry in der internen Ordnung vor ihm.

4. Sarr als Linksverteidiger

Gegen Köln stand Hansi Flick vor einem Problem: Ihm waren die Linksverteidiger ausgegangen. Davies fehlt noch verletzt, aber gleichzeitig wollte er Hernández und Alaba nach vielen Spielen eine verdiente Pause geben. Gerade der Österreicher wirkte zuletzt überspielt. Daher griff der Triple-Trainer tief in die Trickkiste und stellte Bouna Sarr hinten links in die Viererkette.

Der Franzose, eigentlich hinten rechts beheimatet und eindeutig Rechtsfuß, fand sich also in ungewohntem Fahrwasser wieder. Dafür schlug er sich auf jeden Fall wacker, allerdings auch nicht mehr. Immer wieder merkte man ihm an, dass er den Ball lieber auf dem rechten Fuß hätte. Egal, ob im Dribbling oder bei Flanken. Hinzu kamen bei ihm ebenfalls einige unsichere Ballannahmen und Abspiele. Es wäre jedoch sicher ungerecht von diesem Spiel heute auf Sarrs generelle Eignung für den FC Bayern zu schließen. Das Experiment als Linksverteidiger wird Flick hoffen nicht mehr wiederholen zu müssen.

♥ Artikel teilen

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

Du willst Miasanrot Supporter werden?

Anzeige
King Coman Hands of God
  1. Ja, Sarr auf Linksverteidiger war eine ganz schlechte Idee, überhaupt war außer dem Gnabry Konter zum 2:0 nicht wirklich viel Gutes.
    Und tut mir leid, Thomas Müller ist einfach nur ärgerlich, rund 8 von 10 Bällen die er bekommt, beenden die Chance, der Ball verspringt, vertändelt, fehl gepasst oder elendlich vergeben wie kurz vor der Halbzeit als er am Elfmeterpunkt über den Ball tritt. Das ist einfach viel zu wenig.
    Mag sein, ich habe ja keine Ahnung, das seine tollen Laufwege wichtig für das Bayern-Spiel sind, offen gesagt ist mir das ziemlich egal, wenn er soviele Bälle verliert wie heute oder auch Dienstag.
    Ich kann den Typen nicht mehr sehen, sorry, ich bin da bei Löw und Kovac, zumal er einfach auch den Bayern den Platz verbaut für einen echten Zehner.
    Choupo-Moting leider Totalausfall, von Zirkzee habe ich noch nie was gehalten, finde ich völlig überschätzt.
    Bin froh das es rum ist, gibt es da nicht mal gewaltige Leistungsexplosionen in der sogenannten zweiten Reihe dann rotiert Flick Leipzig oder Dortmund zum Titel. Rotation würde für mich bedeuten, Unverzichtbare wie Lewandowski entweder früher rauszunehmen oder von der Bank zu bringen wenn es nicht läuft, daheim lassen ist keine Option und auch nicht nötig um zu Regenerieren.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Weltuntergang oder Pflichtsieg in einem unangenehmen Auswärtsspiel nach einer langen Moskau-Reise?

      Sarr war ein Test um Hernandez durchschnaufen zu lassen. Hätte man aber zugegebenermaßen auch den Alaba hinstellen können. Wobei der auch eine Pause brauchte.

      Müller ist überspielt weil er fast immer drauf ist. Aber “Ich kann den besten Vorlagengeber der Liga nicht mehr sehen”? Kleiner Tipp, Monaco schauen, mit Kovac. Oder Nati. Das ist mal Erbauung. Oder einen fachlich nicht ganz unterbelichteten Artikel lesen. Der hat aus “wenn Not am Mann ist, dann Müller” mal eben “ohne Müller ist Not am Mann” gemacht.

      Und über einen Sturm-BackUp und einen Nachwuchskicker den Stab nach einem Spiel brechen? Wüsste nicht wer Zirkzee überschätzt. Flick nicht, denn der hat klar gesagt, dass es mit Talent allein nicht geht.

      Jetzt schauen wir mal was Leipzig heute macht. Nicht auszudenken wenn wir mit den Graupen von heute die Tabellenführung übernehmen würden.

      1. Naja. Heute war aber auch mal mit Müller “Not am Mann” ;-)

      2. Ja, Müller hat heute viel Bälle verstolpert. Aber Sané war auch völlig wirkungslos (und seine Körpersprache hat mir überhaupt nicht gefallen). Und Martinez war auch nicht dolle. ECM war aber auch kein Faktor. Das sind so Spiele, die musst Du dann trotzdem erstmal gewinnen. Zumal wir auch keinen echten LV hatten. Und das Tempo fast durchgehend fehlte. Wir spielen seit Monaten durch. Und nun auch noch 4 Spiele in Folge auswärts. Insofern sind die 3 Punkte heute völlig ok, auch wenn sie nicht toll herausgespielt waren. Besonders deutlich merkt man m.E., dass wir ohne Lewa und ohne einen zweiten starken 6er eben Probleme bekommen, weil der Spielaufbau hakt und wir vorne die Bälle nicht genügend festmachen/kontrollieren können. Wenn Müller dann auch noch so viele technische Fehler wie heute drin hat, dann wird es eben schwer. Doch es war nicht nur Müller. Dafür hatten wir heute Phasen drin, in denen wir das Spiel gut verwaltet haben, indem wir den Ball einfach nur hinten haben zirkulieren lassen, ohne dass Köln gefährlich werden konnte. Das ist doch das, was einige hier immer gefordert haben. Und dann kommt halt sowas dabei raus.

    2. @Karsten
      Nimm dir ein Stöckchen und ein Pferdchen und bastel’ die gedanklich mal zusammen.

      1. @Kurt:
        “Müller ist der wichtigste Bayernspieler”

        Ja. Vermutlich. Oder der anderthalbwichtigste. Oder so.

        “ich hab echt langsam die Schnauze voll von den Trollen, die das anders sehen.”

        Warum? Das belebt doch die Debatte. Wenn alle dasselbe sagen, ist es ein bisschen langweilig, oder?

      2. @Cuesco

        Eine Debatte besteht nicht darin sich auf einen Spieler einzuschießen, der immerhin 50% am gestrigen Sieg beteiligt war (die anderen 50% teilen sich Gnabry und Kimmich) und so völlig absurde persönliche Vorlieben zur Schau zu stellen.

        Ja, er hat 5 Bälle vertändelt, genausoviel wie Sane. Im Gegensatz zu dem hat er aber 1 Tor und 2 Keypässe vorzuweisen. Laut Opta war Müller der viertbeste Bayernspieler. Martinez übrigens 3. Und Statistiken lügen nicht. Deshalb zitiere ich ihn einfach mal selbst Karsten Jarling: ” ich habe ja keine Ahnung”.

        Wenn ich schon solchen Schwachsinn wie “ein richtiger Zehner” lese. Das ist unterstes Transfermarktforumniveau. Und genau dafür gibt es dort eine Plattform Wir sind besser als das.

      3. @Kurt:
        Du hast ja recht.

        Im täglichen Leben habe ich dauernd mit Leuten zu tun, die – im Gegensatz zu mir ;-) – Unsinn reden.

        Was soll man da tun? Das kommt natürlich auf den Einzelfall an. Ich habe jedenfalls beschlossen, mich darüber möglichst nicht zu ärgern. Denn damit bestrafe ich mich doch letzten Endes selbst. Steht das dafür? Nein.

  2. Ja klar, dreckig gewonnen (3. Sieg in 7 Tagen) – aber alles wird niedergemacht.

    Alle Spieler schlecht, Trainer wird hinterfragt.

    Wow – hast Du schlechte Laune, oder was?

  3. War irgendwie die nahtlose Fortsetzung des Moskau-Spiels. Aber so lange am Ende 3 Punkte stehen, ist das alles kein Drama.

    Der FCB steht im Vergleich zu anderen europäischen Spitzenmannschaften, die lange im Spielbetrieb waren, sehr gut da.

  4. Den Stab brechen darf man über den Neuzugängen natürlich noch nicht. Aber auch ich war heute von Choupo und von Sane sehr enttäuscht. Sarr halt erwartungsgemäß durchschnittlich. Costa, naja.

    Die Tirade gegen Müller oben verstehe ich überhaupt nicht. Oder eben nur im Kontext “ich kann den nicht mehr sehen”. Zum Glück geht’s darum nicht.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. 100% Trollkommentar und sollte damit auch abgehakt sein. Karsten wird sich wohl einen neuen Namen aussuchen müssen, denn der ist jetzt verbrannt.

      1. Selber Troll – was den Umgang mit anderen Meinungen angeht.

  5. Es ist aber auch ein solches Elend.
    Kaum ist diese Triple-Euphorie verflogen, ist der ganze schöne Flow vorbei!
    Von den 11 Spielen in der neuen Saison nur 10 gewonnen, wo soll dass hinführen?
    By the Way Bate Borrisov lässt grüßen!
    Vielleicht sollte man einfach mal die Kirche im Dorf lassen!

  6. Ein ganz normaler Arbeitssieg. Was anderes kann man auch unter Quintupel Hansi bei den Gegebenheiten (CL im August, keine Vorbereitung, irrer Corona Spielplan) nicht erwarten. Wie man Müller heute kritisieren kann verstehe ich nicht. Ich dachte, dass er einer der besten war. Sane macht mir Sorgen. Ich hielt die Hysterie hier wegen seiner Verpflichtung allerdings schon immer für übertrieben. 50 Millionen sind zu teuer, 100 wären kompletter Wahnsinn gewesen.

  7. Sarr links in Verbindung mit Javi im Mittelfeld ist eine sehr schlechte Kombination und wie man gesehen hat, eine ziemliche Schwächung unserer Mannschaft. Ich hoffe, das bleibt ein einmaliges Experiment und dass Roca bald so taktisch fit ist, dass man ihn ins DM stellen kann. Javi hat, wie schon gegen Moskau, sehr deutlich gemacht, dass er mittlerweile enorme Defizite hat. Grundlegend wirkt die Mannschaft überspielt, das Moskauspiel hat, wie auch Hansi gesagt hat, mehr Kraft gekostet, als eigentlich geplant war. Aber, es zeichnet große Mannschaften aus, dass sie auch solche Spiele gewinnen. Auch Liverpool letzte Saison zb hat in der PL viele Spiele auf die Art 2:1 oder 1:0 gewonnen. Am Ende stehen die drei Punkte und das ist es was zählt.

  8. Da hat sich Flick aber mal was getraut. Aber klar, wenn nicht heute gegen Köln, wann sollte dann eine Rotation stattfinden.
    Etwas überraschend, wie konsequent diesmal der Schlafwagenfußball von der ersten bis zur letzten Minute durchgezogen wurde. Hansis Pressingmaschine blieb diesmal jedenfalls in der Garage.
    Hatten wir überhaupt eine echte Torchance? Der Elfer war ja keine und wie bei Gnabrys Angriff der Ball auf einmal im Tor landen konnte, war eher verblüffend. Die Kölner hatten im Grunde aber auch so gut wie keine und haben bis auf die letzte Viertelstunde auch nur die knappe Niederlage verteidigt. Sicher eines der fadesten Bayern-Spiele der letzten Monate.

    Die neu dazu gekommenen Spieler waren durch die Bank nicht überzeugend. Angesichts der Umstände aber sicher nicht das geeignetste Spiel um sich positiv zu zeigen. Aber zumindest ein Hinweis, dass der zweite Anzug noch nicht richtig passt. Es rächt sich auch ein wenig, dass die Neuzugänge entweder extrem spät kamen, oder verletzt waren. Jetzt müssen die notwendigen Anpassungen unter dem rollenden Rad stattfinden.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Über die Handdefinition des DFB´s kann man geteilter Meinung sein, aber gerade dieser Elfmeter wird in 80-90% aller Fälle gepfiffen und ich bin mir sicher, kein Mensch hätte dies angezweifelt, wenn der Elfer GEGEN Bayern gepiffen worden wäre! Problematisch fand ich heute die linke Seite im Bayernspiel, wo weder Sane noch Sarr ihre Aufgaben und Zuständigkeiten wahrnahmen. Ein weiteres Problem war der Spielaufbau im Mittelfeld, wo sich ausser Kimmich kaum Anspielstationen auftaten. Bedanken können wir uns wieder mal bei Müller und vor allem Kimmich, der mittlerweile ähnlich unverzichtbarer wie Lewandowski ist. Nicht auszudenken, wenn er langfristig ausfallen sollte. Rocca würde ich gern mal länger sehen…

      1. Der Elfer war keine Torchance, bezogen auf die Entstehungsgeschichte. Das wollte ich damit aussagen.
        Dass man den pfeifen kann, oder muss, ist natürlich selbstverständlich.

  9. Schöne Überschrift.

    3 Punkte geholt und Müller hat sein Elfmetermojo wiedergefunden. Passt. Allerdings müssen unsere Flügelspieler endlich anfangen eine Schippe draufzulegen. Zwischen Sane, Gnabry (der natürlich das wichtige Tor erzielt hat) und Costa hat man aktuell gerademal einen aus Robben oder Ribery. Klar spielen da die Quarantäne und Verletzung eine Rolle, aber das war ja grauslig teilweise.

    War auch das erste Mal, wo Flick sich mit den Auswechslungen vertan hat. Leider ist Zirkzee wohl doch noch nicht so weit um eine tragende Rolle als Ersatzspieler zu haben. Die Leihe wäre von Vorteil gewesen, aber dann bräuchte man noch Stürmer Nummer 3.

  10. Wollte man hier nicht mal besser aufpassen und Trollprovokationen wie den Kommentar von Karsten Jarling entfernen? Es macht keinen Spaß auf diese Seite zu kommen und so offensichtlichen Schwachsinn lesen zu müssen.

    Löw und Kovac loben schlägt dem Fass den Boden aus und beweist, der Typ will hier nur Hetze verbreiten.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Es lebe die Meinungsfreiheit

    2. @Kurt:

      Müller auf seinem jetzigen Leistungsniveau ist selbstverständlich unverzichtbar – und käme allein aus diesem Grund auch fürs DFB-Team in Frage.

      In seiner Form von 2018 war er sowohl bei der WM als auch der NationsLeague eine einzige Enttäuschung – gerade weil man von ihm so lange Besseres gewohnt war. Diesen Umstand zu benennen und insofern auch Verständnis für Löws Entscheidung aus dem Vorjahr zu haben, macht für sich genommen jemanden noch nicht zum Troll.

      1. @Cuesco

        Wie alle anderen Spieler auch. Bei Müller ist es nur allen aufgefallen, weil er sonst in seiner Karriere durchgehen Weltklasse war und jetzt auch wieder ist.

        Und nein, Verständnis für Löws Entscheidung wird es von mir nicht geben.

        @wolfarth

        Das Fass Meinungsfreiheit werde ich hier auf MSR mit Sicherheit nicht mehr aufmachen. Die Diskussion hatten wir schon.

        Wenn Ihr es braucht, unseren Spielen ans Bein pissen zu müssen. Von mir aus.

      2. Das Fass hast du schon selbst aufgemacht.
        Nimm dich ein wenig zurück und das Fass ist gleich wieder zu.

        Ich teile Karsten Jarlings Meinung nicht, aber bloß weil er Müller nicht (mehr) mag und Entscheidungen von Löw und Kovac von vor zwei Jahren gutheißt ist er noch lange kein Troll, der von der Seite verbannt werden muss.
        Da laufen hier ganz andere Gestalten rum.

  11. @Kurt:
    “Und nein, Verständnis für Löws Entscheidung wird es von mir nicht geben.”

    Es wäre sicher nicht verkehrt, wenn Du die Dinge auseinanderhalten könntest. Niemand hat von Dir hier ein derartiges Verständnis verlangt.

    Du hingegen redest von Hetze, wenn jemand Löws Entscheidung versteht. Das sind doch wohl zwei verschiedene Paar Schuhe.

  12. Nordish Bayernature Seite 01.11.2020 - 23:37

    Dass das mal mein erster Post hier wird, hätte ich auch niemals gedacht: Das Angebot an David Alaba wurde offiziell zurückgezogen…

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. und nach allem was man liest und hört: Richtig und konsequent. Er ist für die Mannschaft nicht so wertvoll wie Neuer, Lewandowski, Müller. Punkt. Wenn er und seine Berater das nicht einsehen wollen: Bitte.

      Allerdings wieder mal etwas unglücklich, dass der eine Bayern Funktionär sagt, es gäbe kein Ultimatum und der andere ein paar Wochen später sagt, das Angebot lief zu Ende Oktober aus…

      1. Du fasst den Begriff ‘Ultimatum’ sehr eng; realistischerweise sollte man eher von ‘terminus ultimatus perpetuus’ sprechen. Alles andere wäre ein bisschen engstirnig.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Mit dem Absenden deines Kommentars erklärst du dich einverstanden, unsere Community Guidelines zu beachten.