Die Herausforderung für Xabi Alonso

Mit dem Abgang von Bastian Schweinsteiger wächst die Verantwortung von Xabi Alonso. Der Verein hat sich durch den Wechselwunsch Schweinsteigers mehr oder weniger freiwillig positioniert. Er vertraut (zumindest in dieser Saison) auf Xabi Alonso. Eine folgerichtige Entscheidung, auch wenn sie für viele Bayern-Fans mit einer großen Emotionalität verknüpft ist. Die Rückrunde 2014/2015 hat gezeigt, dass ein Zusammenspiel mit Bastian Schweinsteiger nicht optimal funktionieret. Beide Spieler haben zu ähnliche Stärken und die gleichen Schwächen. Zusammen auf dem Platz haben sie bestimmte Elemente gut verkörpert, aber auch viele Problemstellen geschaffen. Da beide noch nie über einen überragenden Antritt verfügten, müssen sie extrem viele Situationen in der Defensive antizipieren und über Stellungsspiel lösen. Zuletzt ergaben sich aber auch immer wieder Probleme, wenn Xabi Alonso alleine auf dem Spielfeld stand. An die überwiegend guten Leistungen aus dem Herbst 2014, konnte er häufig nicht mehr anknüpfen. Fast wirkt es, als hätten ihn viele gegnerische Trainer dechiffriert. Leider bilden bisher die Leistungen beim Rückspiel gegen Barcelona und im Halbfinale des DFB-Pokals gegen Dortmund die Ausnahme.

Die Probleme im Spielaufbau

Xabi Alonsos Stärke ist der Spielaufbau und sein sicheres Passspiel. Gerade seine präzisen langen Bälle kann im Bayern-Kader sonst nur Holger Badstuber spielen. Für die Münchner ist diese Passart in einer sehr pressinglastigen Bundesliga aber essentiell, um sich selbst Torchancen zu erspielen und Räume zu finden. In einem System mit Dreierkette, wie in der ersten Halbzeit gegen Wolfsburg zu sehen, liegt der Spielaufbau auf den Schultern von Xabi Alonso. Seine Aufgabe ist es, die Bälle strategisch ins letzte Angriffsdrittel zu tragen. Sei es mit einem vertikalen Pass auf die (zumeist zwei) Achter, oder mit einem langen (diagonalen) Pass auf die beiden Flügelstürmer. Vor allem in der ersten Halbzeit gegen Wolfsburg hatte Alonso Probleme den Spielaufbau der Münchner zu prägen. Lange öffnende Bälle auf Robben oder Costa waren meist zu ungenau. Nur drei seiner sieben langen Pässe kamen während des gesamten Spieles an. Ein unterdurchschnittlicher Wert. Auch in schwierigen Spielen der vergangenen Rückrunde zeigte Alonso hier bessere Werte.

Gegnerlange Pässeangekommene PässePassquote
Borussia Mönchengladbach (0:2)13861,54%
Borussia Dortmund (1:0)9666%
Bayer Leverkusen (5:3 n.E.)11763,63%
Borussia Dortmund (0:2 n.E.)211571,42%
Wolfsburg (4:5 n.E.)7342,86%

Die Zuspiele auf die beiden vorgelagerten Müller und Thiago waren zumeist auch nicht besser, da Alonso aufgrund des Pressings der Wolfsburger zu stark nach hinten rückte, um die nötige Ruhe zum Aufbauen zu bekommen. Die Folge waren riesige Löcher im Bayern-Mittelfeld und eine mangelnde Verbindung zwischen den Mannschaftsteilen. Es zeigte sich ein Mal mehr, dass Alonso Druck durch Pressing nicht mag. Er weicht bei diesen Szenen gerne einen Schritt zu viel zurück. Die Abstände zu seinen Vorderleuten stimmten nicht. Ballstafetten mit den eigenen Abwehrspielern sind zumeist die Konsequenz. Oder anders formuliert: Horizontale statt vertikale Zuspiele.

Gegen Wolfsburg versuchte Pep Guardiola Thiago im weiteren Spielverlauf Alonso an die Seite zu stellen, um den Druck der Wolfsburger abzufangen und den Spielaufbau durch klarere Rollen besser zu verteilen. Das funktionierte zwischen zweitem und letzten Drittel besser. Allerdings wurde das Zurückziehen von Thiago mit der Umstellung auf die Viererkette erkauft. Diese hat den Nachteil, dass die Außenverteidiger sehr stark aufrücken müssen, um Überzahlsituationen zu kreieren. Kommt es zum Ballverlust, ergeben sich überdies noch gute Räume mit Konterchancen für den Gegner. Wolfsburg weiß solche Lücken zu bespielen. Nicht umsonst vertraute Pep Guardiola lieber auf die Dreierkette, die sich in der Defensive nicht so anfällig zeigt. Ein Nachteil aus Alonsos Sicht ist jedoch, dass er dann in der Regel etwas höher steht und die Gegenspieler ihn noch einfacher zustellen können. Beim Supercup konnte sich Alonso phasenweise steigern, insbesondere als er ab Mitte der zweiten Halbzeit gut in Zweikämpfe gekommen ist und auf engem Raum den Ball verteilen konnte.

Wie bereits erwähnt, Xabi Alonsos Spiel wird schwächer, umso höher der Druck wird. Viele gute Gegner machen sich dies mittlerweile zu Nutze und stellen Alonso geschickt zu, wobei der Spanier sich dann aus solchen Situationen nur unzulänglich befreien kann und oftmals als Anspielstation nicht zur Verfügung steht. Oder sie greifen ihn früh an und unterbinden so sein Aufbauspiel. Für beide Formen Xabi Alonso zu bespielen hat Pep Guardiola in den letzten neun Monaten bisher nur wenige Lösungen gefunden. Die wohl bestmögliche Option ihn als zentralen Aufbauspieler in einer Dreierkette zu bringen, scheitert an seiner fehlenden Spritzigkeit, welche in der Abwehr wohl nur neue Löcher aufreißen würde.

Unzureichende Antizipation in der Abwehr

Beim Supercup konnten die Bayern und die Mitspieler von Xabi Alonso über weite Strecken der Partie die gefährlichen Konter der Wolfsburger unterbinden. Lediglich in der Phase zwischen der 20. – 35. Minute zeigten die Wölfe gute Ansätze im Umschaltspiel. Die besten Szenen entwickelten sich durch Standardsituationen der Münchner oder durch gut eroberte zweite Bälle im Mittelfeld. Hier war eine klare Steigerung im Defensivverbund zu erkennen, denn es gelang die fehlende Schnelligkeit von Xabi Alonso gut zu verstecken. Alonso wurde nicht einfach von seinen Gegnern überlaufen. Der Spanier zeigte indes auch positive Ansätze, mit einer Zweikampfquote von 60% war er der beste Münchner, die insgesamt nur 40% ihrer Zweikämpfe im Supercup gewannen. Hinzu kamen fünf abgefangene Pässe und vier Klärungen.

Im Pressing-Spiel konnte Alonso aber nicht unterstützend einwirken. Die Wolfsburger eroberten gerade im Mittelfeld zu viele einfache Bälle, weil die verschiedenen Linien des Bayernsystems nur unzureichend harmonierten. So waren die Lücken zwischen Angriff und Mittelfeld, aber auch Abwehr und Mittelfeld zu groß. Mit der Folge, dass die Wolfsburger sich aus zunächst gut vorbereiteten Pressingsituationen sehr leicht befreien konnten. In einigen Szenen fiel hier auch Xabi Alonso negativ auf, der zu selten nachrückte und Passwege der Wolfsburger nicht nachhaltig genug zustellte.

Hinzu kamen Fehler in der Defensive beim Verschieben in der Abwehrkette. In der zweiten Halbzeit hatte Wolfsburg im Gegensatz zur ersten Hälfte längere Ballbesitzphasen. Diese konnten meist nur mit Glück oder individuellen Fehlern der Wolfsburger unterbunden werden, nicht aber durch das eigene Stellungsspiel der Münchner. Die Abstände auf einer Linie waren vielfach zu groß. So ergaben sich große Lücken zwischen den einzelnen Ketten, die die Wolfsburg mit Steilpässen zum Teil gut ausnutzten. Hier war Alonso meist zu passiv, so dass Benatia oder Boateng aushelfen mussten, was wiederum Löcher in der Defensive riss.

Die Zwischenmenschliche Komponente

Durch den Abgang von Bastian Schweinsteiger ist eine neue Situation entstanden. Xabi Alonso muss aufgrund seiner Erfahrung den Laden mit zusammenhalten und zugleich als Bindeglied während der sich abzeichnenden Umbruchphase fungieren. Eine etwas schwierige Situation, schließlich befindet sich Alonso selbst im letzten Vertragsjahr. Ob eine Vertragsverlängerung vorstellbar ist, bleibt abzuwarten. Wohl von beiden Seiten gibt es hierfür zu viele Unbekannte. Allen voran die Besetzung des Trainerstuhls. Innerhalb des Vereins genießt Xabi Alonso aber eine große Rückendeckung. Die Fehler aus der Rückrunde, dass Alonso aufgrund verschiedener Verletzungen überspielt wirkte, sollen durch bessere Lastenverteilung gemanagt werden. Hier ergeben sich Chancen für Spieler wie Vidal, Kimmich, Lahm oder Alaba. Ob die bessere Verteilung gelingt und Früchte trägt, bleibt abzuwarten und ist letztendlich eng an die Anzahl der Verletzten geknüpft.

In der Summe muss sich Alonso steigern, will er gegen die Top-Teams der Bundesliga bzw. der internationalen Klasse weiterhin in der Startelf stehen, sollte Pep Guardiola eine alternative Lösung finden. Hier haben die Münchner zuletzt zu oft das Nachsehen in den direkten Duellen. In der Rückrunde wurde gegen die Teams, die am Ende zwischen Platz 2 und 6 eingelaufen sind, nicht gewonnen. Auch in der Champions-League-KO-Phase gab es viele Schwierigkeiten, ungeachtet der Halbfinalspiele gegen Barcelona. In diese Reihe ordnet sich nun auch das Supercup-Spiel ein. Gerade seine große Pressinganfälligkeit und der hohe Druck auf ihn, ist ihm gegen Wolfsburg abermals zum Verhängnis geworden und wurde von den Gastgebern überwiegend gut ausgenutzt. Hinzu kamen zuletzt immer wieder individueller Fehler, die Gefahr für das Tor der Münchner heraufbeschworen. Alonso war in vielen dieser Partien augenscheinlich zumeist das schwächste Glied auf dem Platz. Auch Pep Guardiola muss die Situation genau analysieren. Kann ein System gefunden werden, in dem die Stärken von Alonso im Spielaufbau besser zum tragen kommen und zugleich seine Schwächen besser kaschiert werden? Gerade gegen die Top-Teams der Bundesliga bzw. in der Champions League. Erste Ansätze waren während des Supercups zu sehen, diese reichen aber noch nicht aus. Eine Option wurde mit Vidal bereits verpflichtet. Dieser kann durch sein zweikampforientiertes Spiel den Gegner anders zusetzen, als es mit dem Duo Schweinsteiger und Alonso der Fall gewesen wäre. Zugleich könnte Vidal durch vertikale Pässe den Spielaufbau zum Teilen mit übernehmen. Eine andere Möglichkeit wäre Alaba in die Mitte zu ziehen. Hier könnte er durch seine Läufe ähnliche Aspekte in das Spiel bringen wie Vidal – nur eben durch Läufe. Dieses Gedankenspiel ist zur Zeit aber eher unwahrscheinlich, da Badstuber verletzt ist, sowie Martinez und Dante nur einen Bruchteil der Vorbereitung absolvieren konnten. Alaba wird somit in der Abwehr gebraucht.

Erwähnenswert ist das Verantwortungsbewusstsein des Spaniers. Wie bei seinem Elfmeter zu sehen war. Dass dieser ordentlich geschossen, aber dennoch pariert wurde, steht sinnbildlich für die aktuelle sportliche Situation.

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Leserkommentare
  1. Sascha

    Wieder mal ein Klasse-Bericht..Freue mich wahnsinnig auf heute Abend ;) LG

    1. Thomas

      Sehr sachlich und ausführlich! Danke für die Zusammenfassung :-) Nur in einem klitzekleinen Punkt muß ich leider mäkeln: Der “kicker” gibt Bayerns Zweikampfquote mit 49% an (88:90 Zwk.) Ihr schreibt wiederum von 40%. Also habt ihr vermutlich andere Daten?!?

      1. Hallo Thomas, das mit den Daten ist so eine Sache, da es mehrere Anbieter gibt (in DE Impire, Opta), die Spieldaten erfassen. Diese Unternehmen haben kein einheitliches “Regelset” für die Auslegung von Aktionen, sodass bei einem ein Zweikampf so und beim anderen wieder anders bewertet werden kann. Wir vertrauen an dieser Stelle zumeinst auf Whoscored.com (Opta), damit unsere Artikel auf einer Datenbasis geschrieben werden.

  2. Axel

    Wie immer tolle Analyse. Wer mir bisher in den Beiträgen der letzten Tage aber zu kurz kam war Bernat. Ist der als LV nicht mehr gut genug, wenn Alaba ins Zentrum geht?

    1. Sascha

      Bernat..,ein Superfussballer,der sicherlich seine Einsatzzeiten bekommt.Ich sehe ihn Offensiv nicht so stark,wie in der Defensive.Für mich ein Mann,der bestimmt in der LV oder als DM zum Einsatz kommt.Ich glaube,das der Mann wirklich will und äusserst motiviert ist.Sehr lauffreudig und gewillt,die Aufgaben umzusetzen.Im taktischen Bereich und bei der Umsetzung hapert es noch ein wenig.Die Frage ist eben auch hier wieder,was Pep ihm zutraut.Also,für mich auch langfristig ein guter junger Teamplayer,der sich durchsetzen wird
      LG ;)

  3. Jo

    Hm, wird die Verantwortung für Alonso tatsächlich größer?
    Wie du ja schreibst soll dieses Jahr (bei halbwegs normal/durchschnittlicher Verletzungssituation) Alonso eher weniger Spiele machen. Das macht ja grundsätzlich schon einmal Sinn. Und wie ich ihn einschätze wird er das auch durchaus mit der Gelassenheit des “elder statesman” zu nehmen wissen.
    Schönes Zitat sinngemäß (auf die Frage wie viele Spiele er sich denn ausrechne): Ich mache 30 Spiele wenn der Trainer denkt, dass ich dabei der Mannschaft helfe und 5 wenn er denkt, dass das so von Nutzen ist.

    Die Gretchenfrage werden wie für so viele in unserem Kader die großen Spiele sein. Und wie Pep dort die Alonsofrage beantworten wird? Ich bin mir nicht sicher, aber sehr gespannt. Vom letzten Jahr darf man sich dabei nicht täuschen lassen. Da waren die Aufstellungen am Schluss nur noch Flickschustereien. Die Aussagekraft schätze ich mal nicht so überwältigend hoch ein.

    Und zu der Aussage, der Verein habe sich mehr oder weniger freiwillig so positioniert: Die Umstände waren halt so. Das hätte auch anders laufen können.
    Ein Gedankenspiel: Was wäre passiert, wenn z.B. Liverpool im Juni ein Angebot gemacht hätte (wie jedes Gerücht gab’s das ja auch) und Xabi damit auf den Verein zugekommen wäre?
    Hätte man ihn freigegeben? Hatte man sich das ggf. erhofft? Wäre dann Schweinsteiger geblieben? Wären jetzt beide weg?
    Was wäre wenn van Gaal letztes Jahr entlassen worden wäre? Wäre dann Schweinsteiger bei ManU? Oder doch woanders? Oder noch bei uns?

    Zu einem guten Teil sind das alles auch Zufälligkeiten. Ich sehe in der Alonso/Schweinsteiger-Thematik jetzt nicht gerade einen Masterplan des Vereins.

    1. Christopher

      Hm, wird die Verantwortung für Alonso tatsächlich größer?

      Natürlich kann man den Weg denken, den du aufgezeigt hast. Aber es ist auch die andere Richtung möglich: Hat Pep Guardiola überhaupt große Alternativen? Kimmich der wohl die Rolle am ehesten ausfüllen könnte, hat noch kein Bundesligaspiel auf der Uhr. Demzufolge lässt sich ja auch die Vidal Verpflichtung lesen. Es wurde ein Spieler geholt, der die Schwächen von Alonso gut kaschieren kann. Die Frage ist klappt das? Und wenn nicht, welche Alternativen gibt es?

      1. Jo

        Hab ja im Grunde nur deine Argumentation aufgenommen ((-;

        “Die Fehler aus der Rückrunde, dass Alonso aufgrund verschiedener Verletzungen überspielt wirkte, sollen durch bessere Lastenverteilung gemanagt werden. Hier ergeben sich Chancen für Spieler wie Vidal, Kimmich, Lahm oder Alaba.”

      2. Erich_B

        Ich drücke es mal so aus: ich hoffe sehr das Pep ihn nicht allzu oft benötigt. Wer tatsächlich denkt das ein 33/34 jähriger noch ein Leistungs-Niveau erreicht das den Unterschied ausmacht denkt definitiv falsch.

        Da würde ich schon eher Lahm wieder aus der 4er-Kette rausziehen oder von mir aus junge Spieler ins “kalte Wasser” werfen.

        Sorry wenn ich das so provokant ausdrücke, vielleicht liege ich auch falsch, aber für Alonso kann man kein Verständnis haben, den verkaufst du nächstes Jahr nicht mal mehr in die Türkei – sorry.

        Als erfahrener Ergänzungsspieler ok, aber mit ihm im Mittelfeld fest zu planen bitte nicht…

  4. Thomas

    Die Lösung ist ganz einfach und sie heißt Joshua Kimmich, Und ich glaube tatsächlich, dass Guardiola mit ihm auf der 6 plant. Nicht gleich aber Schritt für Schritt.

  5. Josef

    Ich seh es problematisch wenn er den alleinigen Sechser vor einer 3er-Kette spielen soll. Er “braucht” zwei Innenverteidiger, zwischen die er gelegentlich im Aufbau abkippen kann. Das ist in einem “einfachen” System mit 4er-Kette meiner Meinung nach eher umzusetzen. [Klar, mit Alaba als einrückendem Halbraumlibero gäbe es auch die Möglichkeit, nach links hinten abzuippen, aber…]
    Des Weiteren braucht er hohe Anspielstationen. Idealerweise auf dem Flügel. Rib, Rob oder Costa können das sein.
    Wenn der Gegner dann noch leichte Schwächen im Pressing hat, dann halte ich ihn nach wie vor für wertvoll.
    Klingt nach vielen Einschränkungen, de facto dürften diese Prämissen aber in den meisten Spielen zutreffen.

    Gerade vor dem Punkt seiner Probleme gegen starke Pressingteams interessant: Gegen Wolfsburg und Real hat Pep ihn gegen zwei sehr starke Pressingteams aufgestellt – mit den entsprechenden Problemen bei Xabi. Entweder sieht Pep es also anders als ich ;-), oder er wollte Alonso nochmal im Fast-Ernstfall testen.
    Vielleicht war Pep auch deshalb so sauer wegen des Fouls an Kimmich, weil er gedanklich bereits mehr auf ihn setzte als wir ahnen?

    1. Sascha

      Hallo Josef : Was bedeutet das Wort “Halbraumlibero” ,das habe ich noch nie gehört.Ich bitte um Erklärung,was das bedeuten soll.Wie interperetieren Sie die Position und was ist damit gemeint ?
      Zum Anderen ist Kimmich ein junger talentierter Spieler,der noch Zeit und Geduld benötigt.Man kann gerne spekulieren,aber ich verstehe ihre Zusammenhänge nicht ganz,Sorry :)
      Zweitens : Was sind denn bitte Pressingteams ? LG ;)

      1. Sascha

        Übrigends bräuchte er tiefe Anspielstationen und KEINE Hohen Anspiele,da das Ziel ja immer die Dreiecksformation sein sollte.Das heisst kurze Spieleröffnung über den IV,hier natürlich raumorientiert,um dann den 6er,10er oder 8ter zu finden,und dann über die Flügel zu spielen.Das wäre der geschulte Passweg.LG ;)

    2. Thomas

      ich glaube auch, dass Guardiola so sauer auf de Jong war, weil er Kimmich fest einplant (er dachte in dem Moment noch Kimmich ist schwerer verletzt. Es ist jedenfalls auffällig, dass auf der 6 erheblich ausprobiert bzw. verzweifelt gesucht wird. Das heißt endlich hat auch Guardiola die Probleme mit Alonso erkannt. Lahm bringt keine guten langen Pässe, Alaba ist zu dynamisch, eher der box to box Typ ebenso wie Vidal, PEH halte ich generell zu schwach für Bayern, er braucht zu viel Platz.Bleibt nur Kimmich oder Thiago auf der 6, Thiago auf der 6 wäre aber auch schade seine Vorstöße in den Trafraum sind auch toll. Verstehe nicht arum Baern nicht noch einen Manndecker holt, Benatia geht gar nicht , bei so ener hohen Abwehr , halt ein “Sammer” Transfer. Vergleich die abwertende Geste von Pep zu Sammer nach Benatias Verletzung. Ramos wäre super, aber ein weitere Spanier darf ja nicht kommen, wegen der unsere bayrische Identität-Loddar-Effe- Neururer- Dummschwätzer Fraktion traut sich der Verein bestimmt nicht mehr.

  6. […] und Thomas Müller sind aktuell die Gesichter der Mannschaft. Dabei werden sie noch getragen von Altmeister Xabi Alonso, der für den Moment zu alter Stärke zurückgefunden hat. Es darf aber nicht übersehen werden, […]

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