FC Bayern München – TSG 1899 Hoffenheim 5:2 (2:2)

Es sind merkwürdige Wochen. Die Liga so gut wie entschieden. Richtig ernsthafte Aufgaben gefühlt noch Wochen entfernt.

Wenn man nicht richtig aufpasst, entsteht aus solchen Situationen gerne mal eine gewisse Fahrlässigkeit, aus der durchaus noch größere Probleme entstehen können.

Am Samstag-Nachmittag passte der FC Bayern auf. Aber erst nach einem Weckruf.

Falls ihr es verpasst habt:

Auf Seiten der Münchner fehlten neben dem länger verletzten Thiago, Hummels und Martínez krankheitsbedingt. Süle begann deshalb in der Innenverteidigung neben Boateng. Rudy, Tolisso und Vidal im zentralen Mittelfeld. Außen startete Coman. Ribéry zunächst nur auf der Bank.

Auf Hoffenheimer Seite reichte es bei dem nach Oberschenkelproblemen zurückkehrenden Demirbay noch nicht für einen Kaderplatz. Im Vergleich zum 1:4 gegen Leverkusen gab es nur eine Veränderung. Uth stand für Szalai in der Startelf. Damit begann auch Bayern-Leihgabe Gnabry, der kurz nach dem Anpfiff direkt im Mittelpunkt stand.

Grundformationen FC Bayern - HoffenheimGrundformationen FC Bayern München – TSG 1899 Hoffenheim

In der zweiten Minute wurde der deutsche Nationalspieler nämlich im Strafraum von Kimmich von den Beinen geholt. Den folgerichtigen Strafstoß von Gnabry parierte Ulreich zwar, hatte aber gegen den Nachschuss von Uth keine Chance.

In der Anfangsviertelstunde gelang den Münchnern gegen mutig pressende Hoffenheimer nicht viel. Gnabry dafür umso mehr. In der 12. Minute bekamen Boateng und Rudy den Ball nicht weg und ermöglichten ihrem zukünftigen Teamkollegen so einen freien Fernschuss aus etwa 25 Metern. 2:0.

Im Anschluss beschlossen die Münchner selbst auch am Spiel teilzunehmen. Das Spielgeschehen verlagerte sich zusehends in die Hälfte der Gäste. In der 20. Minute tanzte Coman Kaderabek auf dem Flügel aus, bediente dann Tolisso, der den Ball auf den nachrückenden Kimmich ablegte. Kimmichs Schuss wurde von Lewandowski ins Netz abgelenkt. 1:2.

In der Folge weiter die Bayern am Hebel mit mehreren ordentlichen Durchbrüchen auf dem Flügel. Erfolg brachte jedoch erst eine Ecke von Robben, die von Boateng aus kürzester Distanz über die Linie gedrückt wurde. 0:2 nach 12 Minuten. 2:2 nach 25. Minuten. Kann man so machen.

Danach wurde es ruhiger.
Erst in der 38. Minute meldeten sich die Münchner mit einem Alaba-Fernschuss zu Wort, der nur knapp am linken Pfosten vorbeisegelte. Von Hoffenheim kam bis zur Pause gar nichts mehr.

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Nach dem Seitenwechsel hatte die Partie ein ordentliches Niveau, allerdings lange ohne große Torszenen. Die Hoffenheimer bemühten sich den Druck der Anfangsviertelstunde wieder zu finden. Mit zunehmender Spielzeit liefen sie jedoch immer häufiger hinterher.

Bayern nutzte die erste echte Chance der zweiten Hälfte zum 3:2. Coman stand am Ende einer tollen Kombination vom rechten Flügel in die linke Strafraumhälfte (Tolisso->Rudy->Lewandowski->Coman). Coman behielt die Ruhe und schob den Ball aus 8 Metern sicher ins lange Eck (63.).

Kurz danach sogar die direkte Vorentscheidung. Vidal köpfte eine Robben-Ecke mit einem sehenswerten Kopfballheber gegen die Laufrichtung zum 4:2 über die Linie. Es war der zweite Treffer nach einer Ecke. Mindestens beim zweiten Treffer wirkte TSG-Schlussmann Baumann dabei zu passiv.

Kurz vor Schluss durfte (ausgerechnet) Sandro Wagner noch den Deckel drauf machen als er eine Rafinha-Hereingabe aus kurzer Distanz mit dem Oberschenkel ins Netz hievte (88.). 5:2.

Am Ende war es ein verdienter Sieg. Die Münchner dominierten alle statistischen Kategorien. Vor allem die 23:5 Torschüsse sprechen eine deutliche Sprache, die aber ein insgesamt enges Spiel etwas verzerren.

Es ist erstaunlich, wie ungefährdet die Münchner trotz Rückständen und nicht gerade überragenden Leistungen seit Monaten durch die Liga cruisen.

3 Dinge, die auffielen:

1. Was passierte ab der 15. Minute?

Es sind die kleinen Rätsel des Fußballs, die wahrscheinlich nur von denen aufzulösen sind, die selbst auf dem Platz stehen. Warum wurde Hoffenheim ab der 15. Minute diesen einen Tick passiver, der es den Münchnern ermöglichte einen Weg zurück ins Spiel zu finden? Bis dahin hatte Hoffenheim im Prinzip so gespielt, wie man gegen die Heynckes-Bayern spielen muss. Mit einem Fokus auf gefährliche Gegenpressingmomente und durch ein exzellent aufeinander abgestimmtes Anlaufbollwerk, das den Spielaufbau der Münchner extrem erschwerte.

Die Folge war genau das was Hoffenheim wollte. Lange Bälle der Münchner, viele Umschaltchancen und Münchner Kombinationen in tote Räume auf den Außen. Was passierte also nach dem 2:0? Die bewusste Entscheidung in der Folge etwas tiefer zu stehen und das Risiko etwas zu minimieren? Oder fanden die Münchner durch kleine, kaum sichtbare Anpassungen den Schlüssel, um sich häufiger freizuspielen und das Spielgeschehen zu verlagern. Möglicherweise spielte auch das etwas intensivere Gegenpressing der Münchner eine Rolle. Vielleicht auch die etwas defensivere Ausrichtung von Vidal in dieser Phase. Richtig aufzulösen ist das nicht.

Auffällig war bis zum Schluss: Die klassische Pressingumspielung durch die ballnahen Halbräume – also vor allem durch die 8er-Räume – klappte quasi nie. Was sicher auch an der personellen Besetzung durch die eher grobschlächtigen Vidal und Tolisso zu begründen ist. Wenn dann ging es durch Verlagerungen oder Zweier-Isolationen mit Außenverteidiger und Flügelstürmer auf den Außen. Hoffenheim versuchte es, fand aber nicht mehr in die richtigen Abstände zurück.

Was auch immer es war, was da nach der 15. Minute passierte. Es ermöglichte den Münchnern die Rückkehr ins Spiel.

2. Starke linke Seite

Es ist schön David Alaba in einer solchen Frühform zu sehen. Er und Kingsley Coman hatten großen Anteil an den guten Momenten dieses Spiels. Alaba gefiel vor allem mit seinen sehr motivierten und konstruktiven Vertikalläufen. Immer, wenn er ein paar Meter Rasen vor sich sah, marschierte der Linksverteidiger los und baute so immer wieder richtig Druck auf die Hoffenheimer Hintermannschaft auf.

Kingsley Coman, der sehr gut eingespielt mit Alaba wirkte, nahm derweil immer wieder den bemitleidenswerten Pavel Kaderabek auseinander, der überhaupt keine Möglichkeit hatte den Franzosen im eins gegen eins zu stoppen. Hoffenheim versuchte es mehrfach durch Doppeln. Viel Erfolg hatte das nicht.

Coman war an 8 Torschüssen beteiligt, hatte fünf erfolgreiche Dribblings (wobei er häufig ohne Dribbling einfach am Gegner vorbeirannte) und mit Abstand die meisten Sprints aller Feldspieler (39, Alaba 29).

Die linke Seite war gegen Hoffenheim deutlich stärker als die rechte mit Robben und Kimmich.

3. Wie passt Gnabry rein?

Diese Frage musste man sich bei diesem Spiel unweigerlich stellen. Gnabry ist als Spieler manchmal schwer zu greifen. Er ist wahnsinnig torgefährlich. Hat einen guten Schuss. Ein ordentliches Dribbling. Aber eben immer wieder auch Phasen in denen man vergisst, dass er mitspielt.

Gnabry schoss ein Tor selbst, bereitet das zweite durch den Foulelfmeter vor. Auffällig war seine große Passicherheit (über 90%), die aber auch darin begründet ist, dass er in den späteren Phasen des Spiels wenige hohe Ballkontakte hatte, sondern eher als sichernde Anspielstation im Spielaufbau aushalf.

Hat Gnabry die Wucht und individuelle Klasse, um auf dem Flügel gegen tiefstehende Gegner immer wieder für Durchbrüche zu sorgen, wie es Coman gegen Hoffenheim vormachte? Grundsätzlich könnte man sich Gnabry auch mit Anlauf aus dem Halbraum vorstellen. Oder als ausweichende zweite Spitze, wobei es diese Position bisher nicht wirklich gibt.

Der Eindruck, der trotz seiner zwei Torbeteiligungen bleibt: Der Wechsel nach München im kommenden Sommer ist für Gnabry ein gewaltiger Schritt. Um einen Platz in der Münchner Rotation zu finden muss er sein Spiel verfeinern und in vielem was außerhalb des Strafraums stattfindet effektiver werden.

FC Bayern München – TSG 1899 Hoffenheim
BayernUlreich – Kimmich (85. Wagner), Boateng, Süle, Alaba – Rudy – Robben (77. Rafinha), Tolisso (64. Müller), Vidal, Coman – Lewandowski
BankStarke – Bernat, James, Ribery
HoffenheimBaumann – Bicakcic (46. Akpoguma), Vogt, Hübner (67. Kramaric) – Kaderabek, Grilitsch, Geiger, Rupp (59. Amiri), Zuber – Uth, Gnabry
BankStolz – Schulz, Zulj, Szalai
Tore0:1 Uth (3.), 0:2 Gnabry (12.), 1:2 Lewandowski (21.), 2:2 Boateng (25.), 3:2 Coman (63.), 4:2 Vidal (66.), 5:2 Wagner (90.)
KartenGelb: – / Bicakcic, Hübner
Schiedsrichter­Manuel Gräfe (Berlin)
Zuschauer75.000 (ausverkauft)
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Leserkommentare
  1. Jo

    Während sich viele so sehr bemühen die Endlosschleife der Langeweile-Diskussion immer noch ein wenig weiter zu leiern, muss ich mal wieder feststellen, einen in jeder Hinsicht ausgesprochen erfreulichen Fußballnachmittag gehabt zu haben.

    Nach einer ziemlich gebrauchten Anfangsphase hat sich die Mannschaft hervorragend gefangen und immer wieder in den richtigen Momenten zugeschlagen. Ich glaube Hoffenheim hat heute so ziemlich ihr aktuelles Maximum herausgeholt, dennoch am Ende ein hochverdienter Sieg.
    Hatten Sie nach dem 0:2 überhaupt noch eine Torchance? Kann ich mich jedenfalls nicht erinnern.

    Was mir momentan an unserem Spiel insgesamt sehr gut gefällt sind die wesentlich erweiterten Variationsmöglichkeiten im Angriff. Ich denke ich muss nur das Wort „STANDARDSITUATIONEN“ erwähnen. Und dazu etwas kleiner geschrieben „Umschaltsituationen“. Lange her, dass wir aus allen Lagen für Tore gut waren. Fühlt sich gut an.

    In der Aufstellung gut durchrotiert, die richtigen Spieler gebracht, und auch ohne Thiago und James den einen oder anderen sehr schönen Ball gespielt. Zum Genießen kann man sich noch mal die 10 Sekunden vor dem Coman-Tor anschauen.

    Ja, überhaupt der King. Ganz großes Spiel heute von ihm. Sehr auffällig vor allem, wie viele Aktionen er mittlerweile erfolgreich und sinnvoll abschließt. Kein Vergleich mit den dürren Zeiten in der letzten Saison. So ist er definitiv ein Unterschiedsmacher.

    Harmonierte auch blendend mit Alaba, der ebenfalls eines seiner stärksten Spiele der letzten Monate lieferte. Unglaublich agil, schnell, engagiert, immer am Anschieben.

    Die rechte Seite fällt dagegen momentan ein wenig ab. Sowohl Robben als auch Kimmich sind noch von ihrer Bestform entfernt. Mag vielleicht auch noch mit den Verletzungen/Erkrankungen zu tun haben.

    Sehr gut gefallen hat mir auch Lewy. Er wirkt momentan sehr frisch, beweglich und motiviert. Hängt vielleicht auch mit seiner nun hoffentlich ausgestandenen Verletzung zusammen, die ihn da wohl monatelang plagte. Na und Tore schießt er ja sowieso immer.

    Vidal ist nach einem schwachen Start regelrecht heiß gelaufen und hatte dann sichtlich Spaß am Spiel.

    Tolisso eher unauffällig, ist dann aber auch immer wieder für solche Dinge gut wie die wunderschön hingelegte Vorlage vor Kimmichs Schuss, der zum ersten Tor führte.

    Ach und auf der Gegenseite gab es ja unseren vermutlich neuen Stürmer zu bewundern. Auswärts als Stürmer gegen Bayern, da gibt’s sicher schönere Aufgaben. Da hast du im Regelfall zwei, drei Situationen, das ist es dann meist schon. Von daher war das gar nicht so schlecht. Und die Elfer muss er bei uns ja nicht schießen.

  2. Kurt

    VIdal <3

    Ernsthaft, entweder er will sich für einen Megavertrag bei Chelsea (oder anderen) empfehlen, oder einfach nicht weg. Ich würde ihn Stand jetzt nie im Leben abgeben. Goretzka hin oder her. Auch Coman hat eine Saison nur zweite Geige gespielt und kommt jetzt trotzdem in Fahrt. Sein Spiel heute sollte hoffentlich auch Heynckes überzeugen, dass er vor Ribery gesetzt sein sollte.

    Rotation ist natürlich okay, aber Coman sollte der 1. Mann sein.

    Es ist Wahnsinn, wie sich die Mannschaft derzeit präsentiert. Die 2 Gegentore kamen ja mehr oder weniger aus heiterem Himmel. Kimmich hatte einen miesen Tag erwischt, da war der Elfer nur sinnbildlich. Und dass uns ein eigener Spieler so nen Fernschuss einschenkt, ist am Ende auch eher witzig als nervig. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass man dieses Spiel nicht gewinnen wird. Hat man auch gemerkt, da die Mannschaft komplett unberührt vom Rückstand war.

    Robben leider wieder schwach. Immerhin 2 Assists durch die Ecken, hoffe das gibt im Auftrieb.

    Lobend sollte man noch Rudys zweite Halbzeit erwähnen. Vielleicht hat er es selber gemerkt, oder es gab eine Ansage von Jupp, aber er war sehr verbessert. Die erste Halbzeit war er eher noch fahrig wie letztens immer.

    1. Jörg

      Ich mache Kimmich wegen des Elfmeters keinen Vorwurf. Das Foul war letzten Endes wie so oft nur das letzte Glied in der Fehlerkette:
      Hoffenheim presst hoch, Vidal spielt einen absolut katastrophalen Fehlpass an Rudy vorbei. Trotz des Pressings der Hoffenheim meiner Meinung nach kein erzwungender, sondern ein leichtfertiger Fehlpass.
      Rudy setzt nicht energisch genug nach, um den Fehler beheben, Rupp (?) kommt an den Ball und spielt einen sehr schönen Pass auf Gnabry. Bleibt Kimmich weg, kommt Gnabry wahrscheinlich zum Abschluss.

      1. eigenTor

        Dem kann ich nur zustimmen. Ausgangspunkt der Szene, die schließlich zum Elfmeter führte, war, wieder einmal, ein hirnloser Querpass von Vidal.

      2. Done

        Kimmich kann/darf nicht wegbleiben, Gnabry machts geschickt. Das Ding geht ganz klar auf Vidals Konto.

  3. Kurt74

    Beeindruckend wie ruhig und soverän die Mannschaft mit dem 0:2 Rückstand umgegangen ist. Wo andere Mannschaften in hektisches Anstürmen verfallen lies Bayern einfach die Muskeln spielen und zeigte in kürzester Zeit wer Herr im Haus ist.
    Sinnbildlich für mich war die Szene mit Boateng und Kimmich, wie sie sich spielerrisch aus engsten Raum befreien und den Konter einleiten und 10 Sekunden später fällt das Tor. Das war richtig Klasse und zeigt zu was Bayern in der Lage ist wenn sie herausgefordert werden.
    Was auffällt ist unsere neue Stärke bei den Standards. Da scheint Jupp extra Trainingseinheiten investiert zu haben.
    Wenn es etwas zu kritisieren gibt dann die rechte Seite mit Kimmich und Robben. Während Coman und Alaba die linke Seite teilweise schwindlig spielte kam von der rechten Seite für meinen Geschmack zu wenig. Robben wirkt wie mit angezogener Handbremse, als würde er jedes Verletzungsrisiko vermeiden wollen.

    Nebenbei noch erwähnt, habe gerade gelesen das Schweini am 28. August mit Chicago Fire nach München zu seinem Abschiedsspiel kommt. Er wird je eine Hälfte bei beiden Mannschaften spielen :)

    1. Jo

      Ja, schöne Sache mit Basti’s Abschiedspiel. Könnte ziemlich emotional werden, wenn ich an seinen NM-Abschied denke.

  4. Kramnik

    Noch ein Punkt der mir immer wieder ins Auge fällt, wenn ich Hoffenheim anschaue. Die Mannschaft ist perfekt taktisch ausgebildet und hat ein enorm sicheres Passspiel, das Talent jedoch ist sehr limitiert. Mittlerweile ist mMn Hoffenheim nicht mehr als eine absolute Durchschnittstruppe, Nagelsmann holt da schon ziemlich das Maximum raus. Ich bin gespannt, was der Mann mit einem wesentlich stärkeren Kader machen könnte. Naja, von mir aus soll er nach Dortmund gehen, wenn wir Tuchel bekommen. Die zwei größten Klubs brauchen, die zwei innovativsten Trainer, damit die Buli positiv geprägt wird. Bestes Beispiel sind hier Pep und Tuchel bzw. Pep/Klopp/Conte jetzt in England.

    1. pitvonbonn

      Nachdem Tuchel der einzige freie Trainer schon vor der Rückkehr von Heynckes war und er nicht Trainer der Bayern wurde, zeigt doch so etwas von eindeutig, dass Tuchel auf keinen Fall Trainer der Bayern wurde und wird.
      Das Werben um die Verlängerung des Vertrages von Heynckes zeigt ebenfalls sehr eindeutig, dass es um einen Trainer geht der erst 2019 aus seinem Vertrag herauskommt und da gibt es nur Nagelsmann.
      Es sei denn Heynckes verlängert im Sommer nicht und auch da könnte es um die Überbrückung bis 2019 gehen
      Unwahrscheinlich erscheint mir dann auch eine interne Lösung mit Gebhard/Hermann nicht.
      Alles andere sind mediale Spekulationen um die “Geschichte”, der Schlagzeilen wegen, am kochen zu halten.

      1. Tobi

        Ich könnte mir vorstellen, dass Tuchel einfach nicht bereit war, mitten in der Saison den Feuerwehrmann zu geben und darum gebeten hat, erst zur nächsten Saison zu übernehmen.
        Stichwort Kaderplanung. Stichwort Saisonvorbereitung.

      2. Nur der FCB

        Das ist nicht unbedingt so. Tuchel ist Perfektionist und will sich auf eine Aufgabe wie Bayern gewissenhaft vorbereiten. Also abwarten.

      3. Kurt

        Tuchel wird der nächste Bayerntrainer. Dessen bin ich mir seit Monaten sicher.

        Passt doch alles zusammen. Der öffentliche Glückwunsch an Heynckes von einem Trainer, der sich sonst mit irgendwelchem Social Media-Kram total bedeckt hält.

        Sein “Pep-Sabbatical” um sich auf die Arbeit vorzubereiten.

        Die Tatsache, dass er der beste Trainer auf dem Markt ist.

        Wahrscheinlich wollte er nur nicht einen kriselnden Club übernehmen, sondern auf einer ordentlichen Basis aufbauen.

        Und ja, das ist alles Spekulation, aber für mich schlüssig.

      4. Fabian

        Ich hoffe auch das Tuchel Trainer wird. Aber warum haben wir dann noch keine Bestätigung? Hoffentlich liegt es daran dass Tuchel Forderungen für eine Zusammenarbeit gestellt hat und diese NOCH nicht umgesetzt bzw. von Hoeneß & KHR akzeptiert wurden.
        Würde mir wie gesagt auch Tuchel wünschen. Alleine schon des Bildes von Würstchen-Uli und Veganer-Tuchel wegen

      5. FR7

        Nagelsmann ist ein sehr guter und auch innovativer Trainer aber bringt einige Eigenschaften die ein Bayern Trainer braucht, einfach nicht mit. Er mag vielleicht der Held sein den der FC Bayern verdient, aber nicht der den der FC Bayern braucht. Er hat kaum Erfahrung, vor allem keine Erfahrung im Umgang mit Weltklassespielern á la Lewandowski, James, Thiago und co. Ihn könnte ich mir tatsächlich viel eher bei der Kindergartengruppe aus Dortmund vorstellen. Nagelsmann ist einfach noch zu grün hinter den Ohren um einen Top 5 Klub Europas auf den Schultern zu tragen.

        Tuchel hatte mit Dortmund genauso wie Nagelsmann keine so starke Truppe wie Bayern aber spielte dennoch zwei Spiele gegen Real Madrid ohne zu verlieren (zwei mal 2:2), holte den DFB Pokal, unter ihm zeigte die Entwicklungskurve von Spielern wie Démbele, Weigl und Guerreiro steil nach oben. Wir wissen bereits, dass das “Pep-Gen” absolut zu unserem Klub, zu unserem Spielern passt. Tuchel ist ein absoluter Weltklassetrainer, mag charakterlich schwierig sein aber Hand aufs Herz, bei uns geht´s um Sportliche und das beherrscht er besser als Nagelsmann. Tuchel würde uns für die nächsten Jahre eine Philosophie einimpfen, die der totalen Spieldominanz. Einziger Nachteil, die Liga würde nochmal deutlich langweiliger. ;-)

      6. Olorin

        @FR7

        “Er hat kaum Erfahrung, vor allem keine Erfahrung im Umgang mit Weltklassespielern á la Lewandowski, James, Thiago und co.”

        Dasselbe ließ sich vor zwei Jahren von Zidane sagen. Oder 2008 von Pep Guardiola. Oder 2013 von Thomas Tuchel. Wenn man Leuten nicht die Chance gibt, Erfahrungen zu sammeln, dann haben sie natürlich auch keine. Die Frage ist also nicht, ob Nagelsmann Erfahrung hat. Sondern ob er die Fähigkeiten hat. Weltstars hat Tuchel nämlich auch noch nie trainiert, weil Schürrle, Weidenfeller und Co sind sicher keine Weltstars. Nur Hummels könnte man aus Tuchels bisherigen Teams da reinzählen, und mit den beiden hats ja nicht so geklappt.

      7. Eva Etheber

        Ich glaubs nicht der passt nicht zu Bayern der in Lederhose und als schmales Hemd zwischen Hoeness und Co?

        Meine Sorge gilt gerade ehr dem Verfall der BVB Sorry im Herzen Bayern aber die alte Liebe schmerzt.

        Bin sicher Mats Hummels gehts genau so !

  5. Vobius

    Bestes Spiel von Coman bisher… jetzt kommt er langsam

    1. FR7

      Für mich schon seit längerem absoluter Stammspieler, er sollte liefern und er hat geliefert. Franck Ribéry hingegen dürfte somit, geliefert sein. Badum Tss

  6. Ronald

    Bayern gwinnt – bärig – und i schaugs ned mehr an. Entweda mangelt ‘s an gleich stoake Gegna, wofia Bayern nix konn, oda de schbuin so standartmäßig des ‘s so uninteressiad is zua zuaschaun – I woass ‘s ned. Zuarzeid vafoige i liaba den internationaln Fuaßboi.

    Es kann mir kein Bayern-Fan (+ mit Liebe zum Fussballsport) erzählen, dass ihm das Dauersiegen gepaart mit Durchschnittsfussball à la Heynckes gefällt, immerhin besser als bei Carlo Ancelotti. Ich gucke mir auch Teams an die Dauersiegen (z.B. Barcelona, PSG, Man City usw.), allerdings ist der Fussball wesentlich interessanter als das was Bayern spielt. Selbst unter Peps Dauersiegerei habe ich Bayern verfolgt, weil sie gut strukturiert gespielt haben. Bayern ist so stark – sie können machen was sie wollen – es gibt in der BuLi keine Gegner. Ob Bayern genauso lange Meister wird wie die Regierungszeit von Angela Merkel, halte ich für sehr wahrscheinlich ;-). Seien wir mal ehrlich, die Buli beginnt doch erst ab den 2.Platz.

    Bitte ned foisch vastehn. I gfrei mi des Bayern gwinnt, jedoch is des ganze fad a weng.

    Entschuidige fia den boarischn teil meins Texts. Kimmd ned mehr voa ;-) .

    1. M1900

      Dialekt ist wichtig :)weiter so :D

    2. pitvonbonn

      fad ist richtig – aber gemeint ist Dei Kommentar.
      Nur in Italien sind in diesem Jahr 2 Mannschaften die zu diesem Zeitpunkt noch Meister werden können.
      Geh zum Eisstockschießen.
      Die Konkurrenz schwächt sich in der Bundesliga selbst, weil sie viele ihrer guten Spieler, bei noch auf Jahre bestehenden Verträgen, nach (meistens) England ziehen lassen.
      Das Geschrei ist nur groß, wenn die Bayern einen von denen in der Bundesliga halten.

      1. Kramnik

        Der Spielzug zum Coman Tor war aber schon ziemlich genial.
        Aber jetzt Mal ernsthaft was hast du erwartet? Jupp ist hier nichts vorzuwerfen. Man muss sich nur Mal in Erinnerung rufen, wo wir kurz vor der Entlassung von Ancelotti standen. Zudem haben wir mit einem Umbruch zu kämpfen und unser wichtigster Spieler ist verletzt. Wir sind vielleicht nicht in der europäischen Spitze (City, Real, PSG), gehören aber locker zum erweiterten Favoriten Kreis. Damit kann man für dieses Jahr zufrieden sein. Ich denke mit dem richtigen Trainer und ein paar klugen Kader Entscheidungen werden wir nächstes Jahr ein sehr spannendes Projekt haben. Wir müssen uns aber damit abfinden, das wir zu diesem erweiterten Kreis gehören. Wenn man sich anschaut, was die PL Klubs jedes Jahr an Geldern für ihren Kader ausgeben.

      2. Jo

        “Der Spielzug zum Coman Tor war aber schon ziemlich genial.”

        War er auf jeden Fall. Aber auch schon das erste Tor war von mehreren Spielern so richtig stark gemacht. Zum Genießen.

      3. Der FC Bayern gehört übrigens – laut Wettanbieter – nicht zum erweiterten Kreis der CL-Favoriten, sondern liegt hinter ManCity an 2. Stelle. Vor PSG, Barca und Madrid!! Zugegebenermaßen ist dies auch ein bisschen der AF-Auslosung geschuldet … trotzdem!

        Wer es nicht glaubt:
        https://www.wettfreunde.net/champions-league-quoten/

    3. Osrig

      Als ob PSG, Barca und City jeden Spieltag alles in Grund und Boden spielen würden!
      Und wer seinen Text sinngemäß mit “Ich bin Bayern-Fan, aber…” anfängt, und dann wahlweise über Langeweile, Führung, Trainer oder Stimmung in der Allianzarena klagt, anstatt sich über ein interessantes und sehenswertes Spiel mit fünf Toren von unseren Spielern zu freuen, der zeigt damit nur einen maßlos übertriebenen Anspruch und erweckt in mir den Verdacht, letztlich nicht am FCB, sondern nur am Meckern interessiert zu sein.

    4. Kurt

      Ich werde erst zufrieden sein, wenn Bayern totale schottische Verhältnisse geschaffen hat.

      Langweilig ist da gar nix.

      1. FR7

        Das lustige ist ja, dass nicht Bayern diese Verhältnisse schafft sondern die Konkurrenz es auch wunderbar selbst hinbekommt.

      2. Kurt

        Stimmt da hast du natürlich recht.

        In der Hinsicht immer wieder schön: https://i.imgur.com/3TUkQf8.png

        Bundesliga in a nutshell. :D

  7. Kramnik

    Ich könnte jetzt einige Argumente gegen deine These bringen. Mach ich aber nicht. Erstens ging es in meinem Post gar nicht darum und zweitens bin ich diese ewige Trainerdiskussion leid. Man wird es sehen wer kommt, dann wird noch genug Zeit sein diese Personalien ausführlich zu erörtern.

  8. wipf1953

    Ist es nicht ein Fingerzeig, dass am Schluss alle drei Bayernstürmer auf dem Platz standen?

    Es ist ja durchaus vorstellbar, dass in CL Ko-Spielen die Situation eintritt, dass Bayern irgendwie in den letzten Spielminuten noch einen Treffer erzielen muss. Wenn es sein muss auch mit dem Kopf. Die “Älteren” werden sich noch daran erinnern – genau so (durch einen Einwechselspieler, der dann mit dem Kopf traf) hat Bayern (unter dem Trainer Heynckes) mal ein CL Finale noch aus der Hand geben müssen.

    1. Jo

      Halte ich für ein völlig realistisches Szenario. Der Wagner-Transfer eröffnet uns in der Hinsicht auch wieder neue Variationsmöglichkeiten.
      Gerade auch mit einem Lewy, der bisher in der RR physisch deutlich besser drauf wirkt.

    2. Done

      “Ist es nicht ein Fingerzeig, dass am Schluss alle drei Bayernstürmer auf dem Platz standen?”

      Habe ich gleich als Testlauf für den Ernstfall empfunden. Dass sich die drei Vorne im Sturm aneinander gewöhnen, könnte in engen CL-Rückspielen noch wichtig werden.

    3. Das würde ich jetzt nicht überbewerten. “Alle drei…” ??!! Der dritte war dann Coman?

      Wagner ist in der 85.(!) Minute ins Spiel gekommen. Zu dem Zeitpunkt haben die Bayern längst auf eine “abwartende Kontereinstellung” umgestellt. Der Fingerzeig für CL-KO-Spiele wäre es wohl eher gewesen, wenn man Wagner in der 75. min. bei einem Stand von 2:2 (oder schlechter) eingewechselt hätte …

      Trotzdem ist diese Variante aber natürlich eine Option für die Zukunft…

      1. wipf1953

        Im Gegenteil, finde ich. Gerade weil es nicht nötig war, war es doch um so überraschender. Völlig “logisch” wäre doch Wagner für Lewandowski gewesen.

        Ich wäre ja schon zufrieden, wenn die CL-Spiele bis kurz vor Schluss wenigstens offen gestaltet werden können. So wie 2013, als die Viertel- und Halbfinalgegner komplett chancenlos waren, wird es ja wohl kaum wieder werden.

  9. Wenn man hier im Forum, aber auch durch den Autoren vor allem die Bewertung von Vidal, aber auch von Kimmich und Gnabry sieht, dann fragt man sich mehr denn je, ob man im TV und im Stadion ein komplett anderes Spiel sieht. bzw. vorgesetzt bekommt.

    “Die klassische Pressingumspielung durch die ballnahen Halbräume – also vor allem durch die 8er-Räume – klappte quasi nie. Was sicher auch an der personellen Besetzung durch die eher grobschlächtigen Vidal und Tolisso zu begründen ist…”
    => Das ist der Kommentar zu Vidals Leistung gestern?! Really??! … und nur etwas zaghafter Widerspruch im Forum?

    Situation nach dem Spiel in der Arena: Trotz eines herausragenden Spiels von Coman und auch eines sehr starken agilen Lewy haben fast alle vom “Mentalitätsmonster” Arturo Vidal geschwärmt. In dieser Form nicht aus dem Bayernteam wegzudenken!

    Mag sein, dass Arturo gestern an der Entstehung des Elfmeters “etwas mehr schuld” als Kimmich war, aber im gesamten Spiel war er eine Klasse besser und wertvoller als Joshua. Das sollte man nun keineswegs als ein “Kimmich-Bashing” meinerseits verstehen, ich mag und schätze den Youngster über die Maßen, aber aktuell nimmt er sich gerade eine mentale und spielerische Auszeit.

    Und in freue mich auch auf Gnabry, wenn er im Sommer kommt — die im Beitrag vorgetragene Skepsis kann ich nicht nachvollziehen. Das ist ein Vollgas-Fußballer, die FCB-Abwehr hatte immer wieder ihre liebe Müh und Not mit ihm….

    1. Marco05

      Habe mich noch nicht zu Wort gemeldet aber Vidal ist ein gutes Stichwort.

      Ich war fast etwas entsetzt über die erste Viertelstunde – katastrophaler Auftritt, zig Fehlpässe, war wohl noch im Feierabend-Modus.

      Was er die folgenden 75 Minuten aber abge(b)rannt hat, ist für mich schlicht überragend. Hat sich in wirklich jeden Zweikampf gebissen, ist gelaufen als gäbs kein Morgen, hat Bälle abgefangen, endlich die Pässe gebracht und diese Leistung dann mit dem Tor gekrönt – bei Offensiv.Kopfbällen ist er für mich einer der besten MF-Spieler der Welt. Das war zu 75/90 weltklasse. Da in der Anfangsviertelstunde die ganze Truppe im Tiefschlaf war ist das für mich nicht zu hoch zu hängen. Also man sollte sich gut überlegen, ob man so einen Spieler wirklich verkauft. Ich denke zwar schon, dass ein Tolisso dahin kommen kann, aber der braucht noch ein paar Jahre.

      1. Olorin

        Vidal wird im Sommer 31 und er ist ein Spieler, der wirklich ausschließlich von seiner überragenden Physis lebt. Wenn Vidal ein wenig Sprungkraft und Spritzigkeit verliert wird er seine Leistungen nicht mehr bringen können (im Gegensatz zu z.B. Lahm oder Alonso, die vielmehr über Dinge wie Passstärke und Spielübersicht kamen, welche im Alter nicht nachlassen), entsprechend richtig ist es, ihn jetzt zu verkaufen, solange er noch eine nennenswerte Ablösesumme bringt. Zumal diese Ablöse für die Offensive dringend gebraucht wird und mit Goretzka, Tolisso und Sanches noch drei (!) ähnliche Spielertypen für die gleiche Position in jung zur Verfügung stehen.

      2. Ju

        Ich halte einen Vidal-Verkauf im Sommer auch für richtig, aber die Aussage, er lebe ausschließlich von seiner Physis, wird ihm nun auch nicht gerecht. Wenn er nicht ein außergewöhnliches Gespür für Gegenspieler und Spieldynamiken (“Timing”), einen ziemlichen Variantenreichtum seiner Ballaktionen und herausragende kognitive Fähigkeiten hätte, wäre seine Spielweise niemals so erfolgreich.

    2. Lukas

      Wichtig wäre noch die Antwort: JA! es besteht tatsächlich ein riesiger Unterschied, ob man ein Spiel im Stadion oder vor dem Fernseher verfolgt. Ich finde das immer wieder unglaublich.
      Das Problem bei Vidal ist, dass “mentalitätsmonster” oder “Anführer” einfach keine interessanten Eigenschaften mehr sind. Und das ist auch gut so. Das wäre vergleichbar, wenn man sagt Politiker seien “stark” oder “staatsmännisch”. Das war im kalten Krieg vielleicht interessant und Übertagen auf den Fußball bis Anfang der 2000er wichtig, aber heute sind das völlig unnötige Eigenschaften. sprich man braucht ab Sommer echt keinen Vidal

  10. FR7

    Unser FC Bayern dieser Tage erinnert mich unfreiwillig an Real Madrid der letzten zwei Jahre. Bayern glänzt spielerisch nicht, sie spielen ohne dieses Feuer, dass zu Pep-Zeiten brannte. Sie spielen so abgeklärt, so kalt und so berechnend. Das liegt sicher zu einem kleinen Teil an der schwachen Konkurrenz aber die besagte Konkurrenz war die letzten Jahre nicht sonderlich stärker. Jupp hat der Mannschaft eine Einstellung eingeimpft, dass sie selbst im Rückstand, dass Spiel locker gewinnen können. Kühl, ruhig und vollfokussiert. Drei der wichtigsten Eigenschaften die man in großen Spielen zeigen muss um zu bestehen. Das ist eine ganz andere, ganz neue Jupp-Mannschaft die mich etwas sprachlos stehen lässt. Da frage ich mich ob die Bayern aktuell aufgrund des Punktvorsprungs nur so weit springen wie sie müssen und somit unter ihren Verhältnissen spielen oder ob das wirklich das Leistungsmaximum ist, dass der FC Bayern da jede Woche abliefert. Ich bin gespannt es in wenigen Wochen gegen Besiktas zu erfahren.

  11. Marco05

    Zum Spiel selbst:
    Tiefschlafphase zur Abwechslung mal am Anfang. Ist man ja an sich fast gewohnt. Zur CL komme ich unten nochmal.

    Warum es nach dem 2:0 anders lief ist meines Erachtens nicht mit Taktik oder “kleineren Umstellungen” zu erklären sondern pure Psychologie. Hoffenheim: “läuft ja wie der Wahnsinn, dann müssen wir ja gar nicht mehr soooo viel Gas geben”. Bayern: “Joa hoppala, jetzt wirds aber langsam Zeit zum Aufwachen, sonst wird das hier unangenehm”

    Dazu kommen natürlich spieltechnische Besonderheiten, wie die unfassbaren Fehlerketten vor den Gegentoren und der schnelle Anschluß und Ausgleich. Eines kann man jedenfalls diesmal nicht absprechen: die Spannung.

    Wenn man es genau nimmt, haben wir das Spiel sogar mit 1,5 Mann weniger gedreht: Rudy! Ich weiß nicht, was mit ihm los ist, aber wenn er nicht auf dem Platz gestanden hätte wäre es das gleiche gewesen. Robben! Auch noch in Unform. Allerdings mit guten Eckbällen. Aus dem Spiel heraus allerdings überhaupt kein Faktor.

    Für die Bundesliga ist das bei allem Respekt mittlerweile eh fast “wurscht”. Für die CL sehe ich so aber ein Riesenproblem. der 1b-Anzug funktioniert nicht und für die CL ist es maßgebend, dass der 1a-Anzug sitzt. Aber auch der tut es nicht so wirklich und die Frage ist, ob sich das bis zum Start noch ändert. Ich bin eher ein Vertreter der “mangelnde Spannung in der BuLi ist nicht gut Fraktion”, von daher habe ich etwas Sorge, dass es mangels Herausforderung nicht mehr deutlich besser wird. Und mit der aktuellen Leistung über 90 Minuten haben wir aus meiner Sicht international keine Chance. Da wirds schon gegen Istanbul eng.

    Vielleicht wirds aber auch im 3-Tages-Rythmus wieder besser, hoffen wir es.

    1. Ju

      Bei Rudy muss ich dir widersprechen – allerdings konnte ich leider nur die erste Halbzeit sehen. Der hat einige Male das Hoffenheimer Pressing ausgehebelt. Und zwar durch seine Positionierung, seine Ballbehandlung, seine Vorwärtspässe und auch mal wieder mit besserer Handlungsschnelligkeit. Der zweite Spieler, der dafür gesorgt hat, dass unser Spiel gegen hohes Pressing (was vom Gegner auch noch besser als in den meisten anderen Spielen ausgeführt war) nicht so anfällig war wie sonst, war Kimmich. Der hat einige Male auch gegen mehrere Gegenspieler Lösungen gefunden und den Hoffenheimern damit mehrere Ballgewinne “gestohlen”. Keine Ahnung, warum der so schlecht wegkommt.

      1. Ich weiß nicht, ob im TV von Rudy und Kimmich einige gute Aktionen aus vergangenen Spielen gezeigt wurden, mag auch sein, dass beide defensiv ein paar gute Aktionen zeigten. Offensiv haben jedoch beide nicht überzeugt bis enttäuscht.
        Grundtenor dazu im Stadion (vor allem bzgl. Kimmich): Lieber jetzt, als in den entscheidenden Saisonphasen! Das ist auch meine Hoffnung. Der Joshua schwächelt aktuell – was aber verständlich und verzeihlich ist.

  12. Yilde

    Insgesamt sicher ein starkes Spiel der Mannschaft, vor allem die linke Seite überragend. Was mir nach wie vor allerdings etwas Sorgen bereitet ist der extreme Flügelfokus. Gegen Mannschaften mit stark organisiertem doppeln auf den Seiten und einer guten Strafraumbesetzung sehe ich da nach wie vor große Probleme konstant Torgefahr zu erzeugen. Gegen Besiktas sehe ich da dank der überlegenen individuellen Klasse kaum Probleme, für die folgenden Partien sollte man unter diesen Vorzeichen wohl eher auf die offensiv spielenden Hochkaräter hoffen. Chelsea und auch ein schwächelndes Real könnten da zum echten Problem
    werden, vor allem ohne Thiago.

  13. Rainer

    Mit James und Thiago wird wieder mehr Gefahr und Kreativität durch die Mitte kommen. Auch das Kombinationspiel wird dann wieder besser. Trotzdem brauchen wir zur neuen Saison einen weiteren Flügelspieler mit ähnlichen Anlagen wie Coman. Letzterer überzeugt mich von Spiel zu Spiel mehr. Robben wirkt im Augenblick im Vergleich zu ihm wesentlich langsamer. (Ribéry ebenso). Das Spiel war durch den frühen Rückstand wesentlich spannender als die letzen Auftritte. Das Kribbeln war endlich mal wieder da. Gnabry strahlt m.M.n auch viel Gefahr vor dem Tor aus. Es könnte durchaus sein, das der Junge in einer Top Mannschaft richtig aufblüht und uns allen viel Spaß bereitet. Die Stärke bei Standards wir uns in der CL noch richtig gut tun.(gerade bei Rückständen)

  14. förb

    Schaut man sich die Entstehung des 5:2 an wird ziemlich deutlich, was für wunderbare Optionen mit Wagner jetzt möglich sind. Und Jupp ist sicher oldschool genug, um auch tatsächlich mal mit Doppelspitze spielen zu lassen, und das nicht nur in den typischen nix-zu-verlieren-Situationen, wenn man einen Rückstand auf Biegen und Brechen aufholen muss.

  15. Hubert

    Man hat also keinen Trainer Plan B.

    Dieser Hoeness-Heynckes-soll-bitte-weitermachen-Blindflug ist unerträglich, fatal für alle Seiten, hochgardig unprofessionell und peinlich für den FCB.

    1. Marco05

      Da stimme ich absolut zu, sollten die Aussagen wirklich der Realität entsprechen- wovon man leider ausgehen muss.

      Das verrückte daran – es gibt ja noch nichtmal wirklich den Plan A. Jupp hat doch deurlichst gesagt, definitiv aufzuhören. Das wie ein bockiges Kind einfach nicht auf sich beruhen lassen zu wollen ist unprofessionell und respektlos.

  16. pitvonbonn

    Unprofessionell wäre, wenn Hoeneß die Bayernpläne (Plan a b c oder x) öffentlich bekanntgeben würde.

    1. Osrig

      Es kommt im Grunde darauf an, was man als “Plan A” auffasst:
      Ist Plan A “Heynckes soll weiter machen”, dann stimme ich Allen zu und sage auch, es ist höchst unprofessionell und wenig freundschaftsdienlich, was Hoeness da macht.

      Es könnte aber auch sein, dass Plan A noch immer bedeutet, mit Heynckes bis zum Saisonende weiterzumachen – so, wie es vereinbart und öffentlich kundgetan wurde – und sich in der Zwischenzeit um einen geeigneten Nachfolger zu kümmern.
      Und vermutlich hat es schon Absprachen gegeben, denn ein wenig auffällig finde ich es schon, dass Tuchel bislang noch keine neue Aufgabe angenommen hat, obwohl ein Sabbatjahr auch nicht zu lang geraten darf. Plan B als Alternative zu Plan A wäre dann tatsächlich die Option, mit Heynckes zu verlängern, weil man keinen anderen Kandidaten für geeignet hält.

      Aufgrund der schon benannten Hoeness’schen Neigung, das Herz auf der Zunge zu tragen, wird mehr als deutlich, dass unser Präsident sich mit Plan A nicht recht anfreunden kann, und deswegen versucht, Plan B umzusetzten – der für ihn ja ohnehin von Beginn an der einzig wahre Plan A war. Und es kümmert ihn nicht, dass er mit dieser Vorgehensweise jeden möglichen Kandidaten schwächt.

      Rummenigge scheint mir in dieser Angelegenheit eine klare Position für Plan A, also einen neuen Trainer nach Saisonende, zubeziehen und bezieht sich selbst eher halbherzig und vor allem der Öffentlichkeit wegen in die “Charmeoffensive” mit ein. Jedenfalls hat er sich seit dieser Aussage soweit ich weiss nicht wieder dazu geäußert.
      Ich hoffe, Rummenigge bleibt konsequent, denn in erster Linie ist er derjenige, der entscheidet, wer als Cheftrainer installiert wird – wenn gleich “am Ende des Tages” Hoeness die Entscheidung absegnen muss und sich von daher quer legen könnte.

    2. eigenTor

      Und professionell wäre, wenn Herr Hoeneß (auch zu diesem Thema) schweigen würde.

  17. Marco05

    Das hat ja nix mit bekanntgeben der Pläne zu tun (wobei der vermeintliche Plan A sehr wohl sehr bekannt gegeben wurde).

    Sich aber jetzt schon über Monate hinzustellen und mitzuteilen, dass die einzig denkbare Option die Verlängerung mit einem Trainer-Methusalem ist, der das NOCH NICHT MAL WILL und somit ein maßgeblicher Posten eines +600 Mio-Euro Unternehmens am Wohl und Wehe eines alten “Freundes” hängt ist absolut unprofessionell.

    Professionell wäre zu sagen, dass Heynckes nach wie vor die erste Option sei, man seinen Wunsch am Jahresende aufzuhören absolut respektiere und NATÜRLICH für diesen Fall vorgesorgt hätte.

    Es gibt noch mehrere Punkte – wie gesagt, vorausgesetzt das es sich bei den Aussagen nicht um Nebelkerzen handelt, wofür Hoeneß aber alles andere als berühmt ist, da er sein Herz auf der Zunge trägt.

    1. WANN will man das Thema klären? Ende Mai? Gut, dann wird KHR wieder sagen, dass man am Ende des Tages gut daran tut, die Dinge seriös anzugehen und die Bundesliga erst im August beginnt. Bis dahin kanns ja der Tiger machen
    2. Welches SIGNAL sendet man denn an potentielle Kandidaten, insbesondere an Tuchel – falls man an dem überhaupt interessiert ist? Der wird sicher nicht bis Ende Mai warten um dann zu sagen: “schade für euch, dass es mit Jupp nicht klappt., ich geb den Notnagel gerne. Ach und für die Transferplanungen wirds aber jetzt knapp – sowie für die Entscheidung ob einige Verträge verlängert werden.” Aber auch da wird KHR wieder sagen, man habe ein WM-Jahr, da gehen die entscheidenden Transfers erst sehr spät über die Bühne und im übrigen sei man sehr gut aufgestellt-

    Ne, bei aller Liebe, da erwarte ich etwas anderes. Meine Vermutung ist a) dass Heynckes als einzige Option dargestellt wird ist ein Druckmittel. Im Sinne von, er kann uns ja nicht im Stich lassen, der alte Freund. (Hoeneß formuliert es etwas anders: “wenn ich ziemich nackt vor ihm stehe habe ich vielleicht eine kleine Chance”)… b) damals hat man ihn mit Guardiola vor vollendete Tatsachen gestellt, das versucht man jetzt auf perfide Art wieder gut zu machen, indem man keine weiteren Götter neben ihm hat. Nur ihm traut man dem Übergang zu, wenn der Schuß mal nicht gewaltig nach hinten los geht…

  18. Rainer

    Jupp Heynckes macht z.Z. einen sehr guten Job. Dieser ist bestimmt nicht einfach für einen 72jährigen zu bewältigen. Wie er schon mehrfach angedeutet hat, ging es ihm vorher gesundheitlich besser als momentan. Die Bosse sollen ihn endlich in Ruhe arbeiten lassen. Seine Meinung gilt es zu akzeptieren. Wenn jemand, der sich Freund nennt, zusätzlichen öffentlichen Druck auf ihn lastet, ist das ignorant und bestimmt nicht zielführend. Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, das der neue Trainer schon feststeht und es Nebelkerzen sind, die gezielt immer wieder gezündet werden, um abzulenken und eine künstliche höhere Präsenz in den Medien zu erzeugen. Zudem hört und liest man m.M.n. im Augegenblick zu wenig über Tuchel.

  19. wipf1953

    Wenn Hoeness sagt, “es gibt keinen Plan B”, kann das auch so verstanden werden dass Hoeness dem Plan-B-Vorschlag von Rummenigge noch nicht zugestimmt hat.

    Ich bin ja gespannt wie das ausgeht. Mein Tipp ist immer noch Jogi Löw, und zwar im Sommer 2019. Jedenfalls könnte das die von Hoeness präferierte Lösung sein. Was logischer Weise auf Heynckes für die nächste Saison hinausläuft.

    Bei Rummenigge könnte ich mir vorstellen, dass er grundsätzlich risikobereiter ist und gerne Tuchel hätte.

    1. Olorin

      “Was logischer Weise auf Heynckes für die nächste Saison hinausläuft.”

      Wie oft denn noch: Heynckes WILL NICHT!!!!! Über den Mann wird geredet wie über ein Auto, dass man jetzt erst ein Jahr später verschrotten will und das da kein Mitspracherecht hat.

      Ich glaub übrigens nicht, dass Tuchel riskanter wäre als Löw. Wann hat Löw letztmals ne Vereinsmannschaft trainiert? Das ist so lange her, da war noch nicht mal Angela Merkel im Amt…

  20. Rainer

    Wie oft denn noch: Heynckes WILL NICHT!!!!! Über den Mann wird geredet wie über ein Auto, dass man jetzt erst ein Jahr später verschrotten will und das da kein Mitspracherecht hat.
    Das ist genau das was mittlerweile geschätzte 99% meiner Freunde und ich empfinden. Hier trifft nur noch ein Wort den Kernpunkt der Verhaltensweise unserer Vereinsbosse: „Fremdschämen“.
    Evt. hat der Vorstand ja auch eine Option auf Tuchel bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vereinbart(und bezahlt). Das würde die Gelassenheit der Bosse in der Öffentlichkeit sowie einige Aussagen erklären.

  21. Schwarzenbeck

    Es nervt. U.H. zu Heynckes. U.H. zu Dembele und Auba. U.H. zur Premiere League. U.H. zur Krim. – Schon klar, wir reden über zwei Interviews, aus denen medial salami-mäßig Headline für Headline produziert wird. Trotzdem. Kann der Mann nicht ab und zu mal seinen Senf für sich behalten? Auch als Rostbratwurst-Mogul?

    Was den Trainer angeht sieht es IMO leider so aus, als ob man Tuchel nicht will. Jedenfalls U.H. nicht. Was sehr schade ist, weil man JETZT jemand braucht, der langfristig mit der Mannschaft arbeitet. Was würde denn ein weiteres Jahr Heynckes bringen, mal abgesehen davon, dass Jupp auch gar nicht will. Dieses Beharren lässt eigentlich in der Tat nur darauf schließen, dass man Löw will. Und den halt nur mit einem Jahr Abstand zur WM bekommen kann.

  22. Jo

    Schon sehr viel Aufgeregtheit um die Trainerfrage.

    Da kann ich mich im Moment so gar nicht reinfinden. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass wir zur neuen Saison mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Trainer haben werden. Wer das ist, wird man wohl zwangsläufig irgendwann bekannt geben müssen.

    Bis zu dem Zeitpunkt wird es einige wenige Häppchen von Vereinsseite geben und unglaublich viel Bohei von Medien- und Fanseite.
    Was das alles wert ist wird man erst dann wissen, wenn der Zauberer sein Kaninchen aus dem Hut gezogen hat.
    Und erst dann wird man beurteilen können wie gut, erfolgreich, professionell oder peinlich man dies und meinetwegen die ganze letzten Monate einschätzen möge. Und an dieser Einschätzung kann man sich dann die nächsten Monate, oder Jahre abarbeiten.

    Bis dahin sollte man mit allzu markigen Worten vielleicht etwas vorsichtig sein.
    Der eine oder andere erinnert sich ja evtl. noch daran, was er zum Zeitpunkt des Heynckes-Comebacks dachte, schrieb oder auch gelesen hat. Vieles davon würde man heute wohl nicht mehr gerne unterschreiben.

    Vielleicht wird es auch den selbsternannten “Heynckesschützern” mal so gehen?
    Mir fällt dazu sein legendäres, im Zorn gesprochenes Zitat “Bitte respektieren Sie mich und meine Arbeit” ein.
    Ich jedenfalls finde diese implizite Darstellung von Heynckes als senilen Greis, der so dringend vor den Nachstellungen eines ungestüm-lüsternen Hoeneß geschützt werden müsse, tatsächlich absolut lächerlich und respektlos.
    Heynckes ist nun wahrhaftig in jeder Hinsicht unabhängig, ein gestandener und erfahrener Mann, von dem ich ausgehe, dass er durchaus in der Lage, ist seine Sache selbst zu vertreten.
    Wenn er irgendwas mit Hoeneß zu klären hat wird er das tun und das sehr wahrscheinlich persönlich. Wenn nicht wird er seine Gründe dafür haben.

    1. Rainer

      Jupp und sein Team werden mittelfristig Erfolg in der Bundesliga Erfolg haben. Sobald die Fitness, Taktik
      und Einstellung stimmt, gibt der Kader das her.
      Ein Beitrag von mir nach der Installation von J.H. und seinem Team. Daher fühle ich mich bzgl. deines Beitrages auch nicht angesprochen. Falls er selbst noch ein Jahr dranhängen möchte würde ich das als top Lösung ansehen. Seine Gesundheit kann er sicherlich besser einschätzen als wir.Mir geht es darum, das man ihn von Vereinsseite in der Öffentlichkeit endlich in Ruhe lassen sollte. Das nervt total. Intern kann man ja weiter den Charme spielen lassen. Der FC Bayern München sollte sich in den Medien nicht kleiner machen als er ist. Das gilt selbst bei einer Personalie wie J.H., den ich für sein Lebenswerk und seine Arbeit bewundere.

      1. Jo

        Musst dich auch nicht angesprochen fühlen. Weiß ja jeder selbst am Besten wie er sich da positioniert hat.
        Ich selbst habe die Idee damals im ersten Moment auch für einen Witz gehalten. Wie im Übrigen sehr, sehr viele andere auch.
        Ist auch keine Tragödie, aber vielleicht ein Beispiel, dass sogar ein Uli Hoeneß (Oh, Wunder) ab und zu mal richtig liegt.
        Wenn allerdings auch niemand bereit scheint, das auch mal so zu formulieren. Oder gar Schlüsse draus zu ziehen.

    2. Ju

      Ich sehe es ähnlich, dass es hier nicht darum geht, den armen gutmütigen Heynckes vor sich selbst zu schützen. Er wird der Quengelei nicht erliegen, sondern sich v i e l l e i c h t von der Notwendigkeit einer weiteren Saison überzeugen lassen, insofern es seine Gesundheit und seine Familiensituation hergeben.

      Ich stimme auch insofern zu, dass man den gesamten Prozess “Trainersuche” letztendlich nur unter Würdigung seines Ergebnisses wird bewerten können. Und man muss da auch nicht jedes Interview von Hoeneß – so sehr man sich auch an den greifen mag – auf die Goldwaage legen. Nichtsdestotrotz ist Hoeneß’ Verhalten abseits der Frage, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für einen Heynckes-Verbleib ist, durchaus aufschlussreich.

      Hoeneß ist kein Schauspieler. Er spricht aus dem Bauch – ist aber trotzdem niemand, der gegenüber der Presse zur Selbstbeweihräucherung Interna ausplaudert. Daraus folgt, dass davon auszugehen ist, dass er für Heynckes durchaus bereit wäre, einige Risiken einzugehen. Nämlich zum Beispiel, dass sich der Trainermarkt noch weiter verschlechtert (z.B. durch Tuchels Unterschrift woanders), im Sommer in den Sog der “WM-Spielerpreise” zu geraten und eben der ganze Rattenschwanz der da noch dranhängt. All das zeigt, dass es ihm vor allem um eines zu gehen scheint: Nämlich darum, die immer so schön auf das Wort “Umbruch” heruntergebrochene Frage, wie der FC Bayern denn in Zukunft spielen und funktionieren soll, jetzt noch nicht beantworten zu müssen. Immerhin würde ein weiteres Jahr Heynckes vor allem bedeuten, dass sich kurzfristig nichts ändern müsste (entgegen der Situation, die durch einen Nachfolger entstehen würde, der mit seinem arbeitswütigen Stab hier ein langfristig angelegtes Projekt starten wöllte.) Eine Wertung des letzten Satzes möchte ich hier ausdrücklich unterlassen. Ob das gut oder schlecht wäre, weiß ich nicht. Was ich allerdings weiß ist, dass Hoeneß um die Beantwortung der “Gretchenfrage” seines Vereins nicht herumkommen wird und dass mir diesbezüglich sein mittlerweile so wenig entscheidungsfreudiges Gebaren Sorgen bereitet. Aber wie du schon sagst: Sorgen kann ich mich zwar lange, beurteilen aber erst am Schluss.

      1. Marco05

        Und wenn man noch seine Aussage nimmt – ohne sie auf die Goldwaage zu legen “stellen Sie sich vor ein 35jähriger sagt einem Ribéry du spielst nicht”, dann weiß man wo die Reise hingeht.

        Man bringt es nicht fertig den beiden Dinos zu sagen, sie müssen leider der Realität ins Gesicht sehen und sich was anderes suchen, weil es auf dem Niveau nicht mehr reicht. Beide würden das aufgrund ihres Egos nicht akzeptieren, halten sich noch für fit und gut genug. Bei Ribery ist es offensichtlich (“Wahnsinn, wie gut ich bin”). Beide würden in Unfrieden gehen müssen oder sich von einem neuen Trainer in die Schranken weisen lassen.

        Die Sofa-Lösung: beide hängen noch ein Jahr dran, mehr oder weniger als Stand-by-Profi. Jupp moderiert das ganze gewohnt smooth, keiner motzt. Nach dem Jahr werden beide dann in den Ruhestand geschickt, ein neuer Trainer kommt, der Umbruch wird vollzogen.

        So “familiär” und Hoeneß-like diese Lösung auch sein mag, sie ist mindestens eine Stagnation für ein Jahr und die Außenwirkung wird entsprechend sein. Der einzige Vorteil, den ich sähe: 2019 könnten Nagelsmann oder Kovac dann samt Einverständnis ihres jetzigen Vereins kommen. Tuchel wäre allerdings dann damit verbrannt. Ggf. wartet man ja doch auf Klopp oder wirklich gar Löw. Von daher würde es einen Hauch Sinn machen. Velorene Zeit ist es dennoch allemal.

      2. Baldi

        Aber macht es einen Unterschied ob man die “Auseinandersetztung” mit Robben und Ribery dieses Jahr hat oder nächstes Jahr? Das Damoklesschwert pendelt nur ein Jahr länger über uns, was es nicht besser macht. Zumal Coman Spielzeit braucht. Jede Minute die er wegen den beiden nicht spielen kann, ist eine Minute gegen die Zukunft der Mannschaft.
        Womöglich grüßt das Murmeltier zum Start der nächsten Rückrunde erneut und wir haben eine neue Trainer-und Robberydiskussion. Vielleicht erneut mit dem kontrafaktischen Versuch den status quo zu erhalten.
        Frei nach Goethe: lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

      3. Marco05

        Ich denke schon. Man spielt auf Zeit. Hofft auf ein Einlenken der beiden selbst, die dann – ein weiteres Jahr gealtert – von allein drauf kommen. Aktuell sind beide körperlich fit. Man braucht kein Prophet sein um zu wissen, dass irgendwann Verletzungen kommen. Dann reift vielleicht auch die Einsicht bei den beiden oder es schwindet der Wille, sich nochmal ranzukämpfen.

        Im aktuellen, verletzungsfreien Zustand fällt es deutlich schwerer den beiden ein Karriereende nahezulegen. Im Zuge neuer Verhandlungen könnte man explizit darauf hinweisen, dass das der absolut letzte Vertrag ist und im Grunde bereits ein Zugeständnis des Vereins aus Dankbarkeit für das Geleistete. Ich denke das liese sich deutlich besser verkaufen und verargumentieren.

      4. Rainer

        Es sind ja definitiv in den letzten Wochen viele richtige Entscheidungen getroffen worden. Viele Themen wie z.B die Coman Verlängerung, Vereinsärzte, Scouting Abteilung, Leistungszentrum sowie der Wechsel in der Trainerfrage zu J.H. Sind m.M.n. toll gelöst worden. Und selbstredend war U.H. hier maßgeblich beteiligt. Im Kader gilt es jetzt noch einen Top Winger zu installieren und einige Vertragsverlängerungen zu vollziehen. Insofern fehlt nur eine Antwort in der Trainerfrage. Die wird bis zum Sommer auch gelöst werden. Es ist ja noch genug Zeit. Aber bitte nicht jeden Tag in der Öffentlichkeit.

      5. Ju

        Aber genau das ist doch der Fehler, den man nicht machen sollte. Weder muss zwischen den Alternativen ‘Jupp Heynckes’ und ‘ein 35-Jähriger’ entschieden werden, noch ist es irgendeinem Trainer der Welt zuzumuten, Frank Ribery ins zweite Glied zu setzen, solange Hoeneß öffentlich solche Statements abgibt. Es gibt doch an dieser Stelle zwei Möglichkeiten: 1. Man legt sich auf einen Trainer fest und der entscheidet, mit welchen Spielern er arbeiten will und mit welchen nicht. 2. Hoeneß/Rummenigge/Brazzo/Sonstwer betreiben die Kaderplanung und suchen sich einen Trainer, der damit arbeiten möchte.

        Aber sich hinzustellen und zu sagen “also der Jupp ist eigentlich der Einzige, der dafür sorgen kann, dass wir hier noch ein Jahr aus dem Schneider sind und erst dann links oder rechts sagen müssen”, ist ziemlich dünn. Ich sehe das eben eher als ein Verschieben jeglicher Entscheidungen. Man kann sich sicherlich auch einreden, dass 2019 der perfekte Trainer auf dem Markt wäre. Aber ganz ehrlich: Wenn das in Hoffenheim so weitergeht und Nagelsmann dort richtig schlechte Laune bekommt, weil die Qualität seines Kaders stetig abnimmt und damit ebenfalls durch ‘Ulis-Charaktertest’ fällt, sowie Löw bei der WM unrühmlich rausfliegt, haben wir den Salat. Ich versteh sowieso nicht, warum Tuchel als sooo schwieriger Charakter gilt, nur weil das dieser chaotische Haufen aus dem Ruhrpott so hat verlauten lassen, obwohl da mittlerweile jeder mit jedem verkracht ist.

  23. wipf1953

    Jetzt muss ich doch nochmal was schreiben, weil mein Posting so viel Widerspruch produziert hat.

    Ich unterstelle einfach mal, dass zwischen Hoeness und Heynckes nicht mal ein Blatt Seidenpapier passt. Und dass die Wertschätzung durchaus gegenseitig ist. Wobei für Hoeness der Verein immer noch wichtiger ist als sein Freund Heynckes und Heynckes das auch weiß (als Bayern 2013 Guardiola verpflichtet hatte, hätte sich Heynckes wohl schon noch ein weiteres Jahr vorstellen können). Wenn es keine absolut überragenden Gründe gibt, die ein weiteres Heynckes-Jahr ausschließen (Gesundheit, Familie), wäre es schon denkbar, dass er sich nochmal bereitfindet. Vielleicht sogar wegen so was wie “Pflichtbewusstsein” (Heynckes ist vieles, aber sicher kein Aubameyang).

    Die Führung des FC Bayern wird in der Trainerfrage sicher auch weiter denken als bis zum Ende der nächsten Saison. Unterstellt man mal, dass Löw ein geeigneter Mann sein könne, und sollte der nicht vor 2019 verfügbar sein, besteht das große Problem der Übergangslösung. Da gibt es nur ganz wenige, Sammer dürfte inzwischen aus mehreren Gründen keine Option mehr sein. Das habe ich gemeint, dass es auf Heynckes hinauslaufen könnte. Natürlich weiß ich das genau so wenig wie die meisten anderen (Fredi Bobic mal ausgenommen). Ich könnte mir auch vorstellen, dass sich Hoeness bei der Wahl des Trainers ganz intensiv mit Heynckes austauscht. Der dann sicher zu Tuchel, Nagelsmann oder Kovac eine Meinung haben wird. Wenn Heynckes, einfach mal unterstellt, von Tuchel eher abrät, was dann?

    Man darf nicht alles für bare Münze nehmen, was der Hoeness so den lieben langen Tag erzählt. Wenn er sagt, es gibt keinen Plan B und die Chancen auf einen Heynckes-Verbleib seien 10%, heißt das nicht dass Bayern nicht andere Namen auf der Liste hat – und dass ggf. auch Vorverträge bestehen. Ein “Chaos” in der Trainerfrage besteht m.E. nicht. Es ist nur noch alles offen bzw. nichts offiziell.

    Ich selbst habe bei Tuchel Vorbehalte. Nicht fachlich, aber wie er sich darstellt und verkauft. Er kommt einfach als zu verkopfter Typ rüber. Bei der “Qualität” der deutschen Sportpresse, die zu 90% auf Äußerlichkeiten geht, ein Wahnsinn.

    Mein Wunsch wäre, dass Heynckes dem Verein erhalten bleibt. Erst als Trainer für noch ein Jahr, und dann in beratender Funktion. Es gibt in unserem Club inzwischen viel zu viele Dummschwätzer ohne sportliche Vita.

    1. Olorin

      “Bei der “Qualität” der deutschen Sportpresse, die zu 90% auf Äußerlichkeiten geht, ein Wahnsinn.”

      Salopp gesagt: scheiß drauf. Der Großteil der deutschen Sportpresse kann uns eh nicht leiden, ob der Trainer nun Heynckes, Ancelotti, Tuchel oder Jesus heißt. Ist aber auch völlig egal. Wenn der Trainer kompetent ist, dann sollen sie halt schreiben, dass er ein verkopfter Philosoph ist. Haben sie bei Guardiola auch schon gemacht.

    2. Osrig

      “Es gibt in unserem Club inzwischen viel zu viele Dummschwätzer ohne sportliche Vita.”
      Na, die Aussage finde ich nun etwas übertrieben! ^^
      Ich sehe das Problem vielmehr darin, dass wir EINEN Dummschwätzer MIT sportlicher Vita haben! Und, nein, damit meine ich NICHT Uli – der ist für mich eher Dampfplauderer denn Dummschwätzer -, sondern unseren Sportdirektor, den ich immer noch für eine Fehlbesetzung halte. Allerdings ist es im Moment sicher nicht die erste Baustelle im Verein, das ist klar!

      Heynckes wird sich sehr ausführlich mit seinem Freund Hoeness abstimmen, und möglicherweise tatsächlich noch eine Saison dranhängen – wenn es für den FC Bayern tatsächlich keine bessere Lösung gibt. Die Entscheidung, ob er selbst die beste Lösung ist, trifft Heynckes ganz allein, und trotz aller Eitelkeiten wird er sich genau prüfen, ob er sich die mentale und psychische Belastung eines Cheftrainers als Ü70 noch zutrauen kann. Davon wird es letztlich ankommen.

      Etwas anderes ist die von ihm selbst angebotene Beraterfunktion, die sicherlich weniger belastend für ihn ist – und meiner Vorstellung von einem Sportdirektor durchaus recht nahe kommt. In dieser Funktion wird er über seinen Nachfolger mitbestimmen. Und da scheint mir Tuchel keineswegs ein “No-Go” zu sein!

      Wir sind uns ja fast alle einig, dass Tuchel in fussballerisch-fachlicher Hinsicht alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tätigkeit beim FC Bayern mitbringt! Ich halte ihn in dieser Hinsicht für nur wenig schlechter als Guardiola, also für einen der Besten! Und auf die fachliche Expertise muss es in allererster Linie ankommen! Mit einem fussballerisch “nur” soliden, oder gar wenig versierten Mann an der Seitenlinie gewinnen wir keine Titel! Nicht mal die Liga!

      Die sogenannten “Softskills”, vor allem die Fähigkeit, mit Widerspruch umzugehen und Kritik einzustecken, die scheinen mir bei Tuchel ausbaufähig zu sein. ABER: Zum einen halte ich ihn für lernfähig, und – mindestens genauso wichtig – er hat gute und erfahrene Leute um sich, die ihn unterstützen, aber auch in der Spur halten können. Dortmunder Verhältnisse halte ich bei uns für deutlich weniger wahrscheinlich, selbst Hummels wird sich mit Tuchel arrangieren können.
      Wenn dann noch Jupp als Mentor im Hintergrund mit dabei ist, mache ich mir mir eigentlich keine Sorgen, dass es mit Tuchel nicht klappen könnte. Und alle anderen Lösungen wie z.b. Nagelsmann oder Kovac halte ich für ungeeignet, am ehesten wäre tatsächlich noch Löw mit seinem ebenfalls hohen Fachwissen und seiner Autorität denkbar.
      Am Ende des Tages werden wir sehen, wer es wird ^^

  24. Lukas

    Was in diesem Bericht als auch der Diskussion überhaupt nicht zur Sprache kam, war folgender Beitrag der Süddeutschen aber unseren Jerome:

    “Der Plan von Julian Nagelsmann war es, das Mittelfeld dichtzumachen und die Bayern in der Abwehr spielen zu lassen. Also: Jérôme Boateng machen zu lassen. Das war ein Fehler. Boateng zog das Spiel aus der Abwehr auf. Wog ab, ob er den aufgedrehten Joshua Kimmich schickt, ob er die Verlagerung auf Coman spielt oder ob er die ganze nagelsmannsche Defensivstaffelung mit einem langen Pass überwinden soll. War für alle erkennbar der Chef auf dem Platz, der Herr der langen Pässe und der Stratege des Bayern-Spiels. Dass er dann auch noch ein Tor nach einer Robben-Ecke erzielte, in dem er sich durch die blaue Abwehr tankte – das passte zu seiner Leistung”

    Ich würde sagen Jerome is back und wenn Hummels wieder fit ist, haben wir zweifelsfrei die beste Innenverteidigung der Welt :-)

  25. Marco05

    Heynckes hat jetzt nochmal bekräftigt, dass er überhaupt nicht über eine Verlängerung diskutieren will. Eine Posse…

    Was Hoeneß auf jeeden Fall jetzt schon geschafft hat: egal wer neuer Trainer wird: er ist jetzt schon zweite Wahl.

    Was mich auch wundert: Selbst beziffert er die Chancen auf einen Verbleib von Jupp auf 10%, will aber von einem “Plan B” nichts wissen…

    1. Jester

      Das “Was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern” wird doch aktuell an allen Ecken und Kanten vorgelebt. Wenngleich hier auch einige Sympathisanten der SPD unterwegs sind und ohne hier eine politische Diskussion loslösen zu wollen…

      Das ist doch das beste Beispiel. Und das erschreckende ist doch, dass es funktioniert. Angefangen mit Opposition und man stehe für eine Kolation nicht zur Verfügung bis hin zum Posten in Kabinett ;-).

      So lange sich die Öffentlichkeit so offensichtlich an der Nase herumführen lässt kann ich die Aussagen von UH eigentlich nur mit einem Schmunzeln zur Kenntnis nehmen. In drei Monaten kräht kein Hahn mehr danach, wenngleich die Aussagen hier den Nagel zwar auf den Kopf treffen, aber auch nichts ändern werden. Dieses gequatsche sollten wir nicht zu hoch hängen.

      Ich kann mich wirklich nicht an ein qualitativ hochwertiges Format oder Interview erinnern, dass mir in den letzten 10 Jahren untergekommen ist.Und da ist natürlich der Blickwinkel der sog. Reporter / Journalisten / oder Fragesteller gemeinet.

      Seit Jahren liefert der Sportjournalismus eine gequirlte Scheiße ab und wir hängen uns daran auf. Da sind wir natürlich ebenfalls selber schuld, aber dann sollten wir nicht UH zum alleinigen Sündenbock machen…

      1. Bernhard

        Der Sportjournalismus druckt in der Regel jenen Unsinn ab, den Märchenonkel a la Hoeneß, Rummenigge, Watzke & Co. so von sich geben.
        Dass die Schreiberlinge selber a Blödsinn erfinden, brauch ma ned diskutieren, aber solche Kaliber – vor allem dieser momentan ein wenig sorglose Bayern-Präsident – füllen die Blätter von sich aus mit “Scheiße”.

  26. Mic

    Man stelle sich einfach mal die Situation vor, das es in der nächsten Saison unter Jupp Heynckes aus irgendeinem (fiktiven) Grund nicht läuft wie wir das gewohnt sind. Was weiss ich, bspw. Tabellenplatz zwei, oder drei, etwas mehr Komplikationen in der ChampionsLeague in Form eines frühen Ausscheidens und alles irgendwie eine enge, unangenehme & angespannte Situation. Dann beschädigst du den Mann, weil alle schreiben und sagen das er ist dann eben doch nicht der “Grösste” ist. Und du nimmst dir als Verein jegliche Handlungsmöglichkeit, ihn u.U. “gehen zu lassen”, weil du ihn vorher öffentlich angebettelt hast zu bleiben. Das ist lächerlich. Er hat mehr als deutlich und mehr als einmal gesagt, das es ein reiner “Freundschaftsdienst” für eine befristete Zeit ist. Ich erinnere mich, das es Herrn Hoeneß bereits schon ein Mal misslungen ist den Übergang von Heynckes zu Guradiola “vernünftig” zu managen (Stichwort “Ruhestand”). Er sollte das Wort und die Entscheidung seines Freundes unbedingt respektieren und darüber hinaus zu Themen, von denen er offenbar nicht ganz so viel versteht wie von Fussball (bswp. die “Krim-Geschichte” Zitat), einfach vernünftigerweise schweigen – wie die allermeisten anderen Sportmanager & Sportprofis im Übrigen auch. Mal abgesehen davon, das der Verein nach der WM und dem neuerlichen Transferfenster im Sommer einen eher perspektivisch und langfristig planenden Trainer braucht, welcher dann auch endlich mal bspw. Coman und andere Nachwuchs-Topkräfte dauerhaft einbindet. Der endlich, auch wenn ich sie beide sehr verehre, die Ära von Robben und Ribery geordnet und respektvoll beendet. Der ein tragfähiges, zukunftsorientiertes Konzept entwickelt und auch die Nachwuchsarbeit genauer und andauernder beobachtet, um einfach einen “Masterplan” zu haben. Ist aber nur meine kleine unbedeutende Meinung…

  27. Herrispezial

    Es ist doch inzwischen nicht schwer zu erkennen, dass die Spitze sich schwer damit tut, gutes Personal für die sportliche Leitung zu finden. Die Suche nach dem Sportdirektor war ja schon eine Posse. Am Ende gab es dann eine Lösung ohne Erfahrung und eine Person, die sich sicherlich auf Konflikte mit der Vereinsführung einlässt. So etwas will man anscheinend wieder – nun beim Trainer. Ansonsten hätte man doch die beste frei verfügbare Lösung schon gesichert (=Tuchel). Was daran ein Risiko ist, verstehe ich nicht. Er ist ein super Fachmann, hat Erfahrung mit der Doppelbelastung und auch schon schwierige Charaktere wie Aubameyang etc. trainiert. Und wenn es nicht klappt, wird niemand sagen, dass es eine dumme Idee war, Tuchel zu verpflichten – eben weil es kaum gute Alternativen gibt. Ich verstehe einfach nicht, warum man da nicht die Gunst der Stunde nutzt anstatt darauf zu hoffen, dass es u. U. 2019 eine andere (nur sehr vielleicht bessere) Option gibt.

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