Einzelkritik: Schrankwand Süle und ein Alaba von 2012

Die Münchner lieferten am Dienstagabend einen großartigen Auftritt und scheiterten denkbar knapp an Real Madrid. Die Einzelkritik zu den Bayern-Spielern, die zeigt, dass die Mannschaft sich trotz einer überragenden Leistung nicht belohnen konnte.

Sven Ulreich

Die tragische Figur des Abends. Sven Ulreich hatte in der Champions-League-Saison bislang fast alles richtig gemacht – und scheiterte dann daran, dass er sich in der 46. Minute verhaspelte und einen Rückpass weder klärte, noch sicherheitshalber aufnahm und den indirekten Freistoß akzeptierte. Wirkte jedoch von Anfang an leicht verunsichert und hatte mehrmals Probleme mit Rückpässen. Schaffte es jedoch nach dem großen Fehler zu Beginn der zweiten Halbzeit, danach weiterhin Ruhe auszustrahlen – das hat eine Menge Anerkennung verdient.

Joshua Kimmich

Beim Blick zurück fällt auf: Wann immer der FC Bayern gegen Real Madrid gut spielte, lag das vor allem an Philipp Lahm. Der Bayern-Kapitän kontrollierte die Real-Offensive wie kaum ein anderer. Beim Blick nach vorne fällt auf: In dieser Hinsicht muss sich der FC Bayern wenig Sorgen machen. Kimmich machte ein großartiges Spiel, in dem er sich zum zweimaligen Halbfinal-Torschützen krönte. Seine Aktionen an der gesamten rechten Außenlinie entlang waren allesamt hervorragend – bis auf den einen Zweikampf gegen Marcelo, der zum 1:1 führte. Somit ein (nur) fast perfekter Auftritt.

Niklas Süle

Sergio Ramos wurde bereits häufiger mit einer Schrankwand verglichen, diesmal jedoch war er nur der zweitgrößte Einbaukasten im Bernabéu. Niklas Süle spielte derart abgezockt und cool, dass selbst Jerome Boateng in Vergessenheit geriet. Doch nicht nur das: Auch offensiv schaltete er sich mehrmals ein und flankte wunderbar auf James, der zum 2:2 verwertete. Süle ist eine Bereicherung für den FC Bayern und zählt zu der Gruppe an Spielern, die aus dieser Niederlage die Motivation und Erfahrung für viele große Partien in den nächsten Jahren ziehen werden.

Mats Hummels

Velbst Mats Hummels wirkte in der ersten halben Stunde beeindruckt von der Leistung seines Nebenmannes in der Innenverteidigung – und vergaß so, dass er der Weltmeister ist und nicht das Abwehrtalent. Wirkte in der ersten Halbzeit in einer starken Bayern-Mannschaft etwas fahrig und fand nur schwer in die Partie. Insbesondere die immer wieder auf ihn zurollenden Konter der Madrilenen machten ihm und seiner Spielweise zu schaffen. Die Bayern mit mehr Ballkontrolle in der zweiten Halbzeit standen ihm definitiv besser. In der Nachspielzeit hatte er den Siegtreffer am Fuß, legte jedoch quer, anstatt selber zu schießen – “das wurmt mich”, war der passende Kommentar dazu nach dem Spiel. Solide Leistung des Innenverteidigers, der weiterhin auf die Chance warten muss, den großen Vereinstitel zu gewinnen.

David Alaba

Der Österreicher machte sein 300. Spiel für den FC Bayern und lieferte eine ähnliche Vorstellung ab wie damals 2012, als er das erste Mal auf der internationalen Bühne glänzen konnte. 2012 hatte er einen (unglücklichen) Elfmeter verschuldet, 2018 ein Gegentor von Benzema, bei dem er im Strafraum die Orientierung verloren hatte. Doch wie 2012 lief der 2018er-Alaba danach in beeindruckender Manier die linke Außenbahn auf und ab, flankte wunderbar und wurde doch nicht mit einer Torvorlage (oder einem Tor, scheiterte aus der Distanz an Navas) belohnt. Der 2018er-Alaba erinnerte wieder an den von 2012. Eine gute Nachricht für den FC Bayern.

Thiago

Wer in der dritten Minute der Nachspielzeit einen No-Look-Lupfer auf Höhe der Mittellinie zu Josh Kimmich spielt, ist kein normaler Fußballer, sondern ein genialer Regisseur. Thiago machte eines seiner besten Spiele für den FC Bayern von der Sechser-Position, weil er hinten verteidigte wie Javi Martinez und vorne die Fäden zog wie Xabi Alonso in seinen besten Zeiten. Die Seitenverlagerungen, die Zuspiele, die Wendigkeit – all das war beeindruckend an Thiago, der wie Hummels weiterhin zu der Gruppe an Bayern-Spielern zählt, denen der ganz große Wurf verwehrt bleibt. Hat sich demnächst ein Champions-League-Finale verdient.

Corentin Tolisso

Die Überraschung im Bayern-Team wurde vom ZDF per Grafik fälschlicherweise auf die Position neben Thiago beordert – dabei spielte der Franzose einen herausragenden Verbindungsmann zwischen Mittelfeld und Angriff. Tolisso überzeugte mit einer wendigen Spielweise, großartigem Passspiel und der Fähigkeit, in den richtigen Momenten im Strafraum aufzutauchen. Letztere Qualität lässt manchmal etwas von einem Bastian Schweinsteiger in ihm aufleuchten, auch wenn dieser Vergleich selbstverständlich hoch gegriffen ist. Tolisso wird, wie Süle, aus dem Spiel lernen, zeigte aber, dass er nicht nur die Spielweise, sondern auch die Niemals-Aufgeben-Mentalität mitbringt, um beim FC Bayern zu bestehen.

James Rodriguez

Im Vergleich zum Hinspiel zählte der Kolumbianer in der ersten Halbzeit zu den schwächeren Münchnern – was keinesfalls bedeutet, dass er nicht gut gespielt hat. James Technik und Zweikampfführung waren wesentliche Faktoren im Kampf um das Mittelfeld-Übergewicht, den die Bayern gegen das Duo Modric/Kroos gewinnen konnten. Mit etwas mehr Glück hätte er sich zudem schon in der ersten Halbzeit auf der Torschützenliste eingetragen, so dauerte es bis zur 63. Minute, ehe er schneller schaltete als die gesamte spanische Defensive und im Nachschuss verwandelte. Die 180 Halbfinal-Minuten waren ein Bewerbungsschreiben für zwei Vereine – hoffentlich erkennt der FC Bayern, dass James die kolportierte Ablösesumme wert ist.

Franck Ribéry

Im Hinspiel noch der Mann des Spiels, kehrte Ribéry im Rückspiel wieder in seine aktuelle Bayern-Rolle zurück: Ohne ihn geht nicht, aber mit ihm ist nicht immer alles einfacher. Tendierte dazu, den Ball ein paar Berührungen zu lang am Fuß und den Kopf ein paar Sekunden lang unten zu haben – wenn das nicht der Fall gewesen wäre, hätte er vielleicht sogar noch mehr öffnende Pässe durch das Mittelfeld spielen können wie vor dem 1:0. Fest steht jedoch: Auch ein 35-Jähriger Ribéry stellt die Verteidigung des amtierenden Champions-League-Siegers vor Probleme. Allein das ist Grund genug, ihn noch eine Saison zu halten.

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Thomas Müller

In unserer Analyse schreiben wir lang und breit über das Thema “Spielglück”, das dem FC Bayern im Moment komplett abgeht. Auf keinen anderen trifft das in der Champions League mehr zu als auf Thomas Müller. Hätte in Madrid auch drei Tore schießen können, so oft war er irgendwo in aussichtsreicher Position – aber es sollte nicht sein. War ansonsten ein guter, aktiver Kapitän und erfüllte alle Aufgaben, die Jupp Heynckes ihm mitgegeben hatte: Ramos nerven, Verwirrung stiften, Seite überlagern, in die Tiefe stechen. Mit einem Tor wäre es ein perfekter Müller-Abend gewesen.

Robert Lewandowski

Musste sich nach dem Hinspiel viel Kritik anhören, die nur teilweise berechtigt war. Wird, wenn es blöd kommt, auch nach dem Rückspiel zu den Gründen für ein Bayern-Ausscheiden gezählt werden, erneut unberechtigterweise. Warum? Weil er sich zwar wieder gegen Ramos schwer tat, ihn dieses Mal jedoch deutlich mehr beschäftigte und so eine Vielzahl an Chancen kreierte, ohne direkt beteiligt zu sein. Einziger Vorwurf: Lewandowski muss die Eins-gegen-Eins-Situationen besser verwerten, um der große Held eines solchen Halbfinals zu werden.

Sandro Wagner (ab der 75.)

Sorgte mit seiner Einwechslung für viel Aufruhr – auf Twitter, weil ihm jeder das baldige entscheidende Tor zuschrieb und auf dem Platz, weil seine Präsenz und seine, Entschuldigung, cojones selbst Schrankwände wie Ramos beeindrucken. Warf sich rein wie immer und hatte in der Nachspielzeit das Pech, dass Hummels ihn nicht im Rückraum anspielte. Twitter hätte beinahe Recht gehabt.

Javi Martínez (ab der 83.)

Hat 2013 schon einmal ein Last-Minute-Tor für den FC Bayern erzielt (Supercup gegen Chelsea) und weiß daher, wie man das macht. Schaffte es jedoch nicht, sich in die gefährlichen Räume zu begeben, sondern mühte sich zweimal mit nervigen Dribblings an der Außenlinie. Die Spiele, die Javi Martínez mit seiner Defensivkunst für den FC Bayern entscheidet, werden wieder kommen.

Arjen Robben, Kingsley Coman, Manuel Neuer, Arturo Vidal, Jerome Boateng

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Leserkommentare
  1. Marco05

    #Ulle
    dumm gelaufen und man hat richtig die Gedankengänge beobachten können. Bitter. Sein erster Klops seit Wolfsburg zur Unzeit. Hat uns aber vorher im Spiel gehalten mit starken Paraden. Passiert, für mich nicht der Hauptschuldige

    #Tolisso
    der Rückpass war nicht optimal, aber auch kein Unding. Die Leistung macht Hoffnung für die nächsten Jahre.

    #Süle
    für mich die Sensation des Jahres (neben Ulreich). Ganz großer Transfer, dessen Entwicklung so niemand vorhergesehen hat. DER IV des nächsten Jahrzehnts. Zudem absolut am Boden, klasse.

    #Alaba
    alles schön und gut, nur die Flanken…ich sag nix.

    #Ribery
    Time to say goodbye

    #Thiago/James
    James bitte mit Rentenvertrag ausstatten. Das ZMF der nächsten Jahre

    #Müller/Lewy
    viel geackert aber was Tore/Chancen/Vorbereitungen anbelangt leider in beiden Spielen Totalausfälle. Schade

    1. wipf1953

      Kimmich und Hummels hast jetzt leider ausgelassen ..

      1. Marco05

        Schwierig. Hummels fand ich stabiler als sonst, aber noch zu oft die falsche Entscheidung getroffen. Bei Kimmich bin ich hin- und hergerissen. Offensiv zum Teil stark, aber in Summe mit zu wenig Präsenz. Defensiv zwar solide aber nicht immer nah genug am Mann (siehe 1:1). Das muss man aber auch Alaba ankreiden, der da Benzema zum einen aus den Augen lässt und dann den Weg zum Tor nicht entscheidend versperrt.

        Ribery fand ich auch deutlich wirkungsloser als im Hinspiel, was ich nach der Nominierung von Vasquez fast erwartet habe. Dazu hat er viel zu oft den Ball viel zu spät abgespielt bzw. dann verloren. Eher durchwachsen in meinen Augen. Vielleicht auch weil sich Real besser auf ihn eingestellt hat.

  2. wipf1953

    Ribery kommt zu schlecht weg. Auch in der Bedrängnis und gegen zwei Gegner hatte er immer eine Drehung im Repertoire, um den Ball vom Gegner abzuschirmen und ihn sicher weiterzuspielen. Ich finde ihn diese Saison besser als die letzte (liegt’s am Trainer?). Kovac hat schon mal die Aufgabe, ihn nochmal zu so einem Jahr zu befähigen.

  3. Chicago_Bastard

    Kann im großen und ganzen zustimmen, auch bei Ribery, der war dieses Mal tatsächlich nicht besonders gut. Hätte eigentlich auch rausgemusst, weil klar war, dass er in der Schlussphase eher noch abbauen würde.

    Die Ein- und Auswechslungen sind eh das Einzige, wo Heynckes gestern kein ganz glückliches Händchen hatte. Die Einwechslung von Martinez versteh ich immer noch nicht. Wenn der vorne als dritter Prellbock für hohe Bälle gekommen wäre wär das zwar etwas übertrieben aber zumindest halbwegs nachvollziehbar gewesen aber für das was er dann spielte hat es ihn nun wahrlich nicht gebraucht, da hätte man besser James drin lassen sollen.

    1. Marco05

      Für mich auch ein klarer Fehler James rauszunehmen. Bei Tolisso kann man noch geteilter Meinung sein, allerdings hat der auch stets Torgefahr ausgestrahlt und kurz vorher ja sogar fast getroffen. Aber James war in HZ2 der wichtigtse Mann, das hab ich wirklich nicht verstanden. Genau wie die anschließende Positionierung von Martinez.

      1. wipf1953

        Hinterher ist man immer klüger – eine Variante wäre vielleicht noch Rafinha als Rechtsaußen gewesen, mit Müller dann in der Mitte. Wobei es Bände spricht, dass wir zwei CL-Halbfinals ohne etatmäßige Rechtsaußen spielen mussten. Dieses Verletzungs”pech” wird uns aber so schnell nicht verlassen.

    2. MimiKri

      Ich habe mir gestern noch mal die paar Szenen von James vor seiner Auswechslung angesehen. Das war eine Phase, in der er wirklich nicht mehr viel auf die Reihe bekam, sich zweimal den Ball wegnehmen ließ, 2 Fehlpässe spielte und man merkte, dass die Kraft weg war. Da Jupp noch einen Mittelfeldspieler opfern wollte, Thiago aber noch rund lief, war das eigentlich zu dem Zeitpunkt recht logisch. Das danach das Spiel etwas hing, lag ja mehr am Zeitschinden der Madrilenen.

  4. Olorin

    Ich kann null nachvollziehen, was sich Heynckes beim Wechsel Martinez für James gedacht hat. Das war ein klarer Bruch im Spiel, danach ging fast nichts mehr spielerisch.

    1. Mehmet68

      +1, es war schon ohne Tolisso kein so strukturiertes Spiel mehr. Mit Martinez dann nur noch Rumgebolze nach vorne. Bin ja ein großer Javi-Fan – aber nur in einer Rolle, die zu ihm passt. Gestern hätte ich Ribery für Wagner rausgenommen (platt), James auf links gezogen, Müller in die Mitte und Tolisso mehr auf rechts.

      Hätte, hätte, Fahrradkette… jammerschade um die zwei tollen Spiele mit vollem Einsatz – so schlagbar war Real schon lange nicht mehr.

    2. Jo

      Vielleicht wollte er ihm ja einfach nur in Ruhe den Hals umdrehen. Waren jedenfalls in genau dieser Sekunde meine Gefühle.

      Seine letzte Aktion im Spiel, als er 20 Meter vor dem gegnerischen Tor den Ball ins Aus spielt weil Asensio hinten den sterbenden Schwan mimt. In einem CL-Halbfinale. 5 Minuten vor Schluss. Noch ein Tor zu schießen. Für mich unfassbar.

      Asensio, fairer Sportsmann eben, nimmt sich nur 2 Minuten Behandlungspause. Um dann als das Spiel weitergeht 5 sec. später wieder reinzuhüpfen. Dann bedankt sich Asensio für die faire Geste, indem er kaum 1 Minute für seine anschließende Auswechslung benötigt.

      Wie mir dieses die Bälle ins Aus schießen, weil da irgendwo ein Schwerverletzter rumliegt, mittlerweile auf den ´Geist geht.
      Hat mal jemand schön formuliert: Dieses “verletzt” liegenbleiben wird inzwischen wie ein taktisches Foul eingesetzt. Nur ohne gelbe Karte.

      Insofern war tatsächlich nach der Auswechslung (im Grunde nach beiden Auswechslungen) so was wie ein Bruch im Spiel.
      Hatte allerdings auch mit der genau zu diesem Zeitpunkt einsetzenden taktischen “Cleverness” von Real zu tun, die die restlichen 15 Minuten Spielzeit nach allen Regeln der Kunst kaputt machten. Zum Beispiel in dem sie die Hälfte davon auf dem Boden liegend verbrachten.

      1. Done

        “Vielleicht wollte er ihm ja einfach nur in Ruhe den Hals umdrehen. Waren jedenfalls in genau dieser Sekunde meine Gefühle.

        Seine letzte Aktion im Spiel, als er 20 Meter vor dem gegnerischen Tor den Ball ins Aus spielt weil Asensio hinten den sterbenden Schwan mimt. In einem CL-Halbfinale. 5 Minuten vor Schluss. Noch ein Tor zu schießen. Für mich unfassbar.”

        Genau das… ok ein bisserl drastischer… hab ich mir auch gedacht. Schien so, als wollte der Nichtjubler sich auch in der Situation beide Türchen offenhalten. Dass ihm keiner noch auf dem Spielfeld den Kopf abgerissen hat, wunderte mich. Langsam sollte er sich für einen Verein entschieden haben. Eine solche Einstellung wäre für mich bei aller unbestrittenen Klasse ein Hinderungsgrund für eine feste Verpflichtung. Ich denke, dass die Bosse das sehr wohl registriert haben.

      2. Marco05

        Könnt ihr bitte einfach mit dem Bullshit aufhören? Salah hat auch nicht gejubelt. Und? Kratzt das irgendeine olle Sau? Nu rbei uns wird alles überdramatisiert bis zum Erbrechen. Krank.

  5. Cickham

    Schlecht geschlafen, traurig aufgewacht und das ganze immer noch nicht verdaut.

    Aber gut, eine Analyse erübrigt sich aus meiner Sicht. Madrid zweimal fast an die Wand gespielt, sie zu vielen Fehlern gezwungen, aber am Ende die zwei entscheidenden selber gemacht, weil trotz unglaublichen Willens das Spielglück einfach gefehlt hat.

    Zu den Spielern:

    Note 1:
    Süle (souverän!) und James (Einsatz! Übersicht! Tor!)

    Note 2:
    Thiago (pressingresistent), Tolisso (Dynamik), Alaba (Laufen, Offenisve ankurbeln) und Kimmich (Tor, Rechtsaußen und Rechtsverteidiger in einem) (PS. das erste Gegentor bekommst du kaum verteidigt, es war der einzige Klasse Angriff von Real).

    Note 3:
    Ulreich (bitterer Fehler, davor und danach mit zwei starken Paraden), Ribery (immer bereit, für Gefahr zu sorgen, teils mit falschen Entscheidungen), Müller (viel Einsatz und Räume schaffend)

    Note 4:
    Lewy (wenig eingebunden, Tor gegen Navas nicht gemacht), Hummels (schwache erste HZ mit vielen Fehlern, beide guten Torchancen vergeben), Martinez (hat eher gestört als für neue Impulse gesorgt), Wagner (kaum Ballkontakte)

    Was mich positiv für die Zukunft stimmt:
    Die Abhängigkeit von Robbery in den wichtigen Spielen ist endgültig vorbei. Beide sind kein Faktor mehr. Mit Coman, Gnabry plus Mr. Unbekannt sind wir offensiv gut für die Zukunft aufgestellt. Das Mittelfeld mit James,Thiago und Tolisso ist zukunftssicher und wird mit Goretzka verstärkt. Die Abwehr sucht grundsätzlich sowieso weltweit seinesgleichen.
    Es wird also keinen großen Umbruch geben und deshalb werden wir auch mit Kovac nächstes Jahr wieder um die CL mitspielen, wetten!?

    1. Mehmet68

      “und deshalb werden wir auch mit Kovac nächstes Jahr wieder um die CL mitspielen, wetten”

      Ich denke auch, dass es unter Kovac für Platz 2-4 in der BL reichen sollte. :-D

    2. Yilde

      Tolisso hätte schon eine eins minus verdient finde ich. Überragend, wie gut der gestern erkannt hat, wann und wo es gefährlich werden kann und dann starke Schnittstellenpässe dahin gespielt hat, wo´s weh tut. Auch oft schön zwischen den Linien aufgetaucht um Bälle zu bekommen und dann das Spiel schnell zu machen. Natürlich ist das 2. Gegentor ein bisschen ein Wermutstropfen, eigentlich löst er das ja aber noch ganz passabel, Ulle hätte den Ball eben einfach wegknallen müssen und gut wärs gewesen. Wie auch immer, ich war extrem positiv überrascht von der Leistung, das lässt durchaus hoffen auf die nächsten Jahre

  6. MUC_LIM

    Lewy, war für mich – sorry- ein Totalausfall. Der Kerl läuft rum wie Falschgeld. Arbeitet nicht nach hinten mit (vor dem 1:1 hätte er den Passgeber auf Marcelo durchaus mehr anlaufen können.) Offensiv kaum präsent, viele falsche Entscheidungen und Laufwege, technische Fehler und einen schrecklichen Mangel an Körpersprache und Körperlichkeit – wenn ich das Mal mit dem Auftritt von Juves Mandzukic vor vier Wochen in Madrid vergleiche, dann sind das einfach Welten.
    Bezeichnend, dass er in seiner einzigen Torchance mit einem eher unplatzierten Schuss an Navas scheiterte. Für mich wirkt es als sei es ihm egal, ob man verliert oder gewinnt. Er ist vielleicht ein Baustein der Mannschaft, aber defintiv kein Teil davon. Könnte mittlerweile echt mit einem Verkauf leben, Leute die in so einem Spiel nicht alles geben für den Verein und sich nicht merklich zereißen, brauch ich persönlich nicht…
    Für die von der Presse kolportierten Ablösesummen, fahr ich den mit dem Schubkarren nach Manchester oder Madrid.

    1. wipf1953

      Ich maße es mir nicht an, alleine vom TV-Bild her die Leistung eines Spielers abschließend zu beurteilen. Viele seiner Stärken (Ballannahme) kommen auch nicht zum Tragen, weil er seit Jahren nur als Knipser eingesetzt wird.

      Wenn man allerdings mal die Arbeitshypothese aufstellt, dass Müller, James und Lewandoski, wenn sie gleichzeitig auf dem Platz stehen, nicht 100% harmonieren, stellt sich schon die Folgefrage, wer von den dreien am wenigsten für die Offensive tut.

      1. Osrig

        Das Problem ist doch aber, dass Lewy diese Stärke – Ballannahme unter Druck und gezielter Schuss aufs Tor – in den letzten Spielen viel zu selten zeigt. Und das nicht, weil er nicht entsprechend angespielt wird, sondern, weil er in solchen Momenten unbegreiflicher Weise zögert oder andersherum hektisch agiert, wo ein Augenblick mehr Ruhe angebracht wäre.
        Das er es kann, hat er gezeigt, da habe ich schon manches Weltklasse-Tor von ihm gesehen! Aber eben gegen Freiburg, und nicht gegen die europäische Konkurrenz auf CL-Niveau.

        Und wie würdest Du ermessen wollen, wer am wenigsten für unsere Offensive macht?
        James, der den entscheidenden vorletzten oder letzten Pass spielen kann und sogar selbst die Bälle in weltklasse Manier versenkt? Müller, der weite Wege läuft, Lücken reisst, sie findet, und oft genug irgendein Körperteil zum Ball bekommt, um ihn über die Linie zu drücken? Oder doch Lewa, der oftmals wie unbeteiligt wirkt, aber als kompletter Stürmer eben doch auf sein 40 bis 45 Tore pro Saison kommt?
        Schwierig!
        Aber das wäre eigentlich ja die Aufgabe des Trainers, dafür zu sorgen, dass die Drei prima miteinander harmonieren, oder?

    2. Karsten Hutmacher

      An Mandzukic musste ich auch gerade denken. Der hängte sich auch bei Bayern in jedem Spiel derart rein. Zudem sein überragendes Kopfballspiel.

      Vielleicht fehlt mir ja die Erinnerung daran, aber wann musste Levy eigentlich mal platt und erschöpft ausgewechselt werden?

      1. MimiKri

        Dieses Kopfballspiel kam aber in diesen Spielen auch nicht zum Tragen. Wenn man aber z.B. das Spiel von Real gegen Juve sieht, war es eben so, dass ein Mandzukic gegen Carvajal zum Kopfball kam – eine ähnliche Vorlage wie wir gestern lieferten, als Benzema quasi frei zum Kopfball kam. In einem Spiel, indem es Juve war, die nur 38 % Ballbesitz hatte (und Real sich bei einem Plus an Ballbesitz wie in der Liga nicht sonderlich kreativ anstellte, wenn es um eigene Torchancen ging).

        Bei uns ist seit Jahren festzustellen, dass bei uns in solchen Spielen mit drei Offensivkräften – egal wer das war – die Offensivkräfte aus dem Spiel heraus selten bis nie vorbereiten oder Tore schießen. M.E. werden wir dann zu statisch, und es gibt wenig Überraschungsmomente bzw. die einzigen Überraschungsmomente sind ja die, wenn ein Mittelfeldspieler in die von unseren Offensivkräften geschaffenen Räume läuft und zum Abschluß kommt.

        Es bringt auch nichts, jetzt andere Offensivkräfte als “besser” darzustellen, die in anderen Systemen mit mehr Raum agieren. Liverpool tut sich gerade gegen die Kleinen in der Liga schwer, die sich hinten verbarrikadieren – Real ist da oftmals auch erst nach gewonnenen Standards und sich öffnendem Spiel erfolgreich.

        Was man Real gestern und letzte Woche zu Gute halten muss ist, dass zumindest deren Defensive sich mit Fehlern zurückgehalten hat – und dass der Fußballgott die Querschläger leider nicht in unsere Richtung gelegt hat.

  7. jjs

    War brutal gestern.
    Aber!
    Erinnert mich ein wenig an 1999 und 2012 (gut, das waren Finalspiele, gestern wars ein Halbfinale). Eine Traumatisierte Mannschaft auf einer Mission, nämlich, das Ding zu holen.

    1. FR7

      Sehe ich auch so. Wenn man dieser Niederlage etwas abgewinnen kann, dann ist es die Tatsache, dass die Mannschaft zusammengeschweißt ist. Wie Vidal im Laufe des Spiels auf Instagram ausrastete. Martinez, James und Boateng Ulreich trösteten und generell die Mannschaft eine Einheit ist, das wird sich auszahlen. Wenn Kovac diese Mannschaft weiter als eine Einheit beisammen halten kann, dann werden wir den Henkelpott in den nächsten drei Jahren holen, ganz sicher. Es fehlt seit Jahren nicht viel.

      1. jjs

        Dieses “Mannschafts-Ding” wird immer eine Eigenheit des FC Bayern bleiben, wir können überhaupt nur so europäische Spitze bleiben. Wir brauchen nicht die BESTEN Spieler (okay, ein paar schaden nicht :-), sondern die Spieler, die am BESTEN in die Mannschaft passen.

        Ich bin übrigens gar nicht sooo unzufrieden mit der Verjüngung unserer Mannschaft.

        Nico Kovac bleibt halt eine Wundertüte. Mal schauen.

  8. Liza

    General hat mir das MF mit Thiago, James und Tolisso sehr gut gefallen. Die Ballzirkulation war im Vergleich zu den sonstigen Partien eine Augenweide, Tolisso spielt die Bälle einfach einen Tacken schneller ab, leitet sie besser weiter oder kann sie selbst auch besser annehmen und per Körperdrehung offensiv verarbeiten als Martinez dies kann. War wirklich eine Freude, das so zu sehen.
    Das soll gar nicht gegen Martinez gerichtet sein, der hat sicherlich auch manchmal (wenn der Sechserraum besonders robust abgesichert werden muss, etwa um zweite Bälle nach langen Schlägen zu sichern) seine Berechtigung – gerade in einer Dreierkette kann ich mir ihn als zentrales Element sehr gut vorstellen. Aber dieses Spiel war für mich schon Beleg dafür, dass eine ball- und passsichere Orientierung des Mittelfeld prinzipiell wünschenswert ist.

    Bei Kimmich finde ich die Körpersprache überragend: Nach seinem Tor peitscht er Team und Fans an und strahlt auch sonst einen Willen und Ehrgeiz aus, den ich mir von einem Leader erwarte (#futurecaptainKimmich)

  9. McHanson

    Da kommt mir Hummels zu gut weg.

    1. Yilde

      Da stimme ich zu. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so ein fehlerbehaftetes Spiel von ihm gesehen zu haben. Gegen den Ball sicherlich ohne Tadel, aber da waren gestern Fehlpässe und Unsicherheiten dabei, die hätte man eher von Süle erwartet. Der hat dafür aber ein überragendes Spiel abgeliefert.

  10. Holdor

    Dass der FCB aus den beiden Spielen als Sieger hätte hervorgehen müssen, sollte unbestritten sein.

    Aber wie ich schon thesenhaft im anderen Thread verkündete: Der Ball muss ins Eckige! Immer noch. Und wer solche zahlreichen Chancen wie der FCB so fahrlässig liegen lässt, der darf sich am Ende nicht wundern, wenn es am Ende (mal wieder) nicht reicht. Deshalb unterlag Leverkusen ja auch vor kurzem den Bayern, weil sie nicht mit 2 oder 3 zu Null in Führung gingen (die Chancen waren da).

    Differenzierter:

    Die beiden Spiele waren spannend, aber ich kann mich an bessere Auseinandersetzungen erinnern (nicht nur weil Bayern damals am Ende Madrid rauskickte).
    Die beiden Spiel waren zumindest fair – auch nicht zwingend, wenn man gegen Real spielt.
    Geschichte wiederholt sich!
    Erstens:
    Im Meisterschafts-Fernduell mit Schalke gab es nach einem Rückpass den entscheidenden Freistoß gegen den HSV. Der Rest ist bekannt. Diesmal wieder ein Rückpass – ohne Aufnahme durch Ulreich (vielleicht kennt er noch die Szene vom Spiel FCB-HSV?!). Der Rest ist bekannt.

    Zweitens: Die Bayern waren gegen Sevilla das, was Real gegen die Bayern war: der glückliche Sieger. Das Spiel in Sevilla hätte für Sevilla ausgehen MÜSSEN aufgrund der glasklaren Chancen. Anstatt 2:0 statt 1:0 in Führung zu gehen, gibt es ein Eigentor der Andalusier. Da war nichts groß mit Torchancen kreieren der Bayern, das war einfach nur Unvermögen und Pech von Sevilla. Insofern sollte man sich nicht wegen der Tore gegen Madrid grämen, die man ALLE diversen Bayernspielern (= individuelle Fehler) ankreiden könnte, wovon ich kein großer Freund bin: Man gewinnt zusammen und man verliert zusammen.

    Drittens: Marcelo ist für mich das Spiegelbild von Kimmich (was für ein großartiger Zocker!). Auf der einen Seite machen sie beide die Tore, auf der anderen Seite pennen sie beide, wenn es um die Verhinderung von Toren geht. Jedenfalls in diesen zwei Halbfinalspielen.

    Hinzukommt, dass Lewa noch abgemeldeter war als Ronaldo. Das könnte gegen die Stürmer sprechen – oder für die jeweils gute Verteidigung! Wobei auch da mir die Bayern besser gefallen haben. Vor allem Süle war herausragend! Und ist zudem ein sehr angenehmer, geerdeter Zeitgenosse. Super Einkauf!

    Enttäuschend auf Real-Seite: Kroos und Modric.
    Die größten Chancen des Spiels hatten IMHO Ronaldo, als er frei vom Tor in den Himmel abzieht und das 3-1 machen muss, sowie noch freier und näher zum Tor: James..

    Zu den Bayern-Spielern

    Herausragend:
    Süle und James (ein Tor gemacht durch Einsatzwillen, ein weiteres Tor hätte er machen müssen)

    Sehr gut:
    Kimmich (auch wenn er sich von Marcelo ausspielen lässt), Thiago.

    Gut: Alaba (trotz des Bocks), Tolisso (trotz des viel zu riskanten Rückpasses).

    Befriedigend:
    Ribery (aber nicht die Durchschlagskraft wie im Hinspiel), Müller (vom Einsatz, aber oft glücklos) und auch Ulreich hat einige gute Paraden gezeigt (wenn auch nicht wie Navas, dem entscheidenden Spieler bei Real). Das 2:1 sehe ich als gemeinschaftliche Produktion mit Tolisso an. Hummels hatte Licht und Schatten, trotzdem noch befriedigend, aber er war schon deutlich (!) stärker und souveräner.

    Ausreichend:
    Lewy, wenig Bindung zum Spiel, aber das 1:0 mit vorbereitet.

    Ohne Note:
    Martinez (kaum Impulse; wahrscheinlich sollte er als weiterer Kopfballspieler bei Ecken für Gefahr sorgen – aber kein Vergleich zu James! Die Einwechslung hat gar nichts gebracht!), Wagner (zu wenig im Spiel, sollte wohl wie Martinez auch bei Kopfbällen ein weiterer Gefahrenherd sein.)

    Was James angeht: Wenn möglich, Kaufoption ziehen! Ich befürchte aber, Real hat begriffen, wen sie da verliehen haben und gut als Backup zu Modric/Kroos gebrauchen können. Weiß aber nicht, wie die Vertragssituation ist.

    Bin gespannt, was Kovac mit den vorhandenen Spielern entwickeln wird.

    Ich drücke nun Klopp heute Abend die Daumen, damit er im Endspiel Real unter die Räder kommen lässt. Auch wenn ich sicher bin, dass wir im Endspiel einen anderen Kross/Modric sehen werden und sich Real nicht so einfach auskontern lassen wird und im Mittelfeld stabil stehen wird.
    Wer auch immer Reals Gegner im Endspiel ist, man muss derzeit mit 2:0 gegen Real in Führung gehen, dann hat man eine reelle Chance. Die Bayern haben sie leider nicht genutzt.

    1. MUC_LIM

      “Der FC Bayern München verfügt über eine Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro am Ende der Vertragslaufzeit.
      Wird die Kaufoption gezogen, läuft der Vertrag beim FC Bayern München bis zum 30.06.2022.”

      – So beschreibt Transfermarkt die Vertragssituation von James. Würde mich wundern wenn die Option nicht gezogen wird …

      1. Liza

        So wie ich es laut Äußerungen von KHR verstanden hatte, ist es doch klar, dass wir bei James die Option ziehen werden. Dass wir es noch nicht getan haben, liegt vermutlich ausschließlich daran, dass es keine Notwendigkeit dafür gibt, dies vorzeitig zu tun. Sollte sich James etwa karrieregefährdend schwer verletzen (Gott bewahre!) oder sich morgen dafür entscheiden, lieber Schafhirte statt Profifußballer zu werden, dann könnte man sich das ja schließlich noch überlegen.

      2. MUC_LIM

        Ich muss eines noch los werden:
        Die Reaktion von James nach seinem Tor, war für mich ein “bisschen zu viel”. Respektvoll bleiben und nicht jubeln, ist ja ok, aber er bat ja fast um Verzeihung und schien mir fast den Tränen nahe …
        Hinzu kam noch dieses unsägliche Ball ins Aus schlagen, nach Asensios “schwerer” Verletzung.
        Ich hoffe, dass das keine Rückschlüsse auf seine Loyalität zulässt.

      3. FR7

        @Muc_Lim
        Wie soll er denn anders jubeln? Er ist im Grund immer noch Spieler von Real Madrid, das darf man nicht vergessen.

      4. Marco05

        Ach, das sollte man nicht überbewerten. Auch das Ballrausschießen, das haben schon andere in ähnlichen Situationen gemacht. Wenn es dann noch “sein” Publikum ist, ist es doppelt schwer.
        Allerdings hat er auch am wehementesten den Handelfer eingefordert, soviel zur Loyalität. In der Angelegenheit täte man gut daran total entspannt zu sein ;)

      5. MUC_LIM

        Das ist mir schon klar, er hat ja auch angekündigt nicht zu jubeln und das sehe ich ja auch als ok an, wie geschrieben habe. Aber quasi nach einem Tor um Verzeihung bittende Gesten zu machen, ging mir persönlich halt zu weit. Da hätte er lieber einfach gar nichts gemacht … Ist meine Meinung, mir aber ab dem Moment egal, wenn wir die Option ziehen ;-)

    2. FR7

      Der Vertrag von James bei Bayern ist ja von football-leaks komplett veröffentlicht worden. Dort ist die Rede davon, dass sobald Bayern München die Kaufklausel aktiviert, sein Vertrag sich ab diesem Zeitpunkt um drei Jahre verlängert. D.h. zieht Bayern München diesen Sommer die Klausel, läuft sein Vertrag bis 2021. Zieht man sie aber erst nächsten Sommer 2019 läuft sein Vertrag bis 2022. So gewinnt man ein weiteres, wertvolles Vertragsjahr eines Schlüsselspielers. Interessant ist, dass nicht einmal James selber Bayern davon abhalten kann die Klausel zu aktivieren. Selbst in dem Fall, dass Real Madrid James wiederhaben will und James auch zurück will, kann Brazzo James einfach trotzdem verpflichten und Real Madrid muss ihn dann wiederum von Bayern München kaufen. Ein genialer Deal. Zumindest darin ist unser Klub oberste Spitze.

      1. Toni

        Bayern kann die Kaufoption erst am Ende der Vertragsleihe ziehen, s. auch den Post von Muc_Lim.

  11. So differenziert und nicht anders schreibt man Spielerkritiken.

  12. herzballon

    Finde super, dass ihr nach so einem Spiel die Leistung der Spieler durch so eine Einzelkritik noch einmal besonders würdigt.

  13. Schwarzenbeck

    Ein paar Worte zu James:

    – Der ist aktuell immer noch ein Spieler von Real. Dass er da keine Jubelposen reisst, dürfte sich von selbst verstehen.
    – Als er den Ball rausgeschlagen hat, war sich die Hälfte der Bayern-Spieler unschlüssig, ob man weitermachen solle. Mit ist so ein Spieler lieber als ein Drecksack von Asensio. War zwar klar, dass der den sterbenden Schwan gibt und seine Auswechslungsmäzchen waren unerträglich, aber sei’s drum.
    – Viel wichtiger aber fand ich die absolute Tor-Geilheit von James beim 2:2. Das war um Welten anders als bei Lewandowski. Der war nur darauf fixiert diese Kiste zu machen. Erster Schuss geblockt? Mir egal, ich schweiss das Ding jetzt rein. Hätten wir noch einen von der Sorte vorne drin gehabt, dann hätte es auch noch das 2:3 gegeben.
    – Die Auswechslung von ihm war gibt. Danach war von unserem Chancen und Spielzüge kreierenden Mittelfeld nur noch Thiago übrig. Zu wenig, um noch spielerisch nach vorne zu kommen.

    1. Osrig

      Da stimme ich dir zu! DAS war absolute Entschlossenheit und Wille pur, das Tor zu machen! Die gleiche Entschlossenheit bei Lewy oder Müller hätte wohl zu einem weiteren Tor geführt, aber wenn und hätte, letztlich haben es beide nicht vermocht, ihre Qualitäten in entscheidenden Situationen auf den Platz zu bringen. Warum auch immer!
      Schauen wir lieber nach vorn, und da möchte ich weder Müller noch Lewy bei uns aussortiert wissen, sondern hoffe auf ihre weitere Entwicklung! Mental, taktisch und technisch!

  14. Marlene Dietrich

    Thiago is scho a Wahnsinn. Nahezu jede Ballannahme is durchdacht, sein Blickverhalten is Genie pur. Bevor der Gegner Zugriff auf ihn erhält, is er scho auf und davon, da er durch seine vielen Schulterblicke weiß, wohin er sich zu bewegen hat samt Ball.
    Grandios!

  15. nDeeB

    “Schlagt” mich ruhig dafür, aber ich glaube, dass wir Bayern-Fans auch verstehen müssen, dass Real international einen noch höheren Stellenwert hat als der FCB. Wenn sich national viele über einen Bayern-Bonus beschweren, dann gilt das international wohl eben für Real. Auch für mich war das Handspiel von Marcello ein klarer Elfmeter. Allerdings finde ich es einfach schwierig, ein Handspiel in Realgeschwindigkeit zu bewerten. In der Zeitlupe war die Sache natürlich klar.

    Hätte Marcello jemanden umgeholzt, dann hätte es auch Elfmeter gegeben. So gab es wohl einen Rest Zweifel. Und im Bernabeu pfeifen die Schiedsrichter dann wohl einfach lieber nicht. Aus dem gleichen Grund bekommt z.B.
    Freiburg gegen Bayern nur klare Elfmeter. Ist das gerecht? Natürlich nicht! Aber vielleicht einfach nur menschlich.

    Ich schließe mich sowieso der Mehrheit an:

    Einerseits weiß man eh nicht, ob wir den Elfmeter verwandelt hätten. Andererseits weiß auch niemand, wie das Spiel bei einem Elfmeter-Tor weiter- und ausgegangen wäre.

    Wenn man in zwei Spielen zwei so gravierende Fehler macht, dann hat man wahrscheinlich nicht durch den einen gravierenden Fehler des Schiedsrichter-Gespanns verloren.

    Trotzdem bin ich extrem stolz auf die Mannschaft. Und wenn ich mir die vielen jüngeren Spieler anschaue, z.B. Kimmich, Coco und Süle, dann werden wir in naher Zukunft auch mal wieder den Titel holen.

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