Der FC Bayern ist Meister! Knapper 1:0-Sieg gegen Bremen!

Christopher Trenner 16.06.2020

Die Bundesligasaison 2019/2020 biegt nach der Corona-Pause auf die Zielgerade ein. Mit einer englischen Woche werden die Spieltage 30 bis 33 durchgezogen. Der FC Bayern gastierte in Bremen und hatte die Chance, vorzeitig Meister zu werden.

Falls ihr es verpasst habt

Die Aufstellungen

Hansi Flick wollte kein Risiko eingehen und schickte die Elf aufs Feld, die sich in den letzten Wochen das Vertrauen erarbeitete. Für Lucas Hernández bedeutete das die Bank. Perišić stand nicht zur Verfügung, weshalb Gnabry und Coman auf den Flügelpositionen starteten. Thomas Müller und Robert Lewandowski kehrten erwartungsgemäß nach abgesessener Gelbsperre zurück in die Startelf. Insgesamt waren es vier Wechsel.

Florian Kohfeldts Bremer zogen durch einen 5:1-Sieg am vergangen Wochenende mit Düsseldorf gleich. Es besteht nach wie vor große Hoffnung, dass die Bremer den Abstieg in die 2. Liga verhindern können. Bittencourt und der Ex-Bayer Friedl rückten in die Startelf. Taktisch versuchte es Bremen mit einem 5-4-1-System gegen den Ball.

1. Halbzeit

Die Bayern begannen mit viel Tempo und setzten die Bremer früh unter Druck. Es sollte kein Zweifel am Titelgewinn bestehen. Allerdings fehlte oft die Präzision. Viele gute Ausgangspositionen wurden vergeben, weil zu hektisch der Weg in die Spitze gesucht wurde. Nach 15 Minuten kam Bremen so besser ins Spiel und wagte sich punktuell nach vorne. Dank Bittencourt (13.) und Eggestein (18.) hatte Bremen die ersten Torchancen.

Auch mit dem einsetzenden Starkregen wurde die Partie der Bayern nicht besser. Es fehlte die bekannte Pass- und Kombinationssicherheit. Gefährlich wurde es nur in Ansätzen bei Standardsituationen, wie in der 42. Minute. Bremen bekommt eine Standardsituation nicht geklärt und Boateng chipte den zweiten Ball zurück Richtung Strafraum, dort lauerte Lewandowski, der den Ball mustergültig verarbeitete und zum 1:0 trifft. Einmal mehr macht die individuelle Klasse von Lewandowski den Unterschied.

Mit der knappen 1:0-Führung ging es in die Kabine. Das Spiel der Bayern war lange Zeit nicht gut. Es reichte aber eine Chance aus einer Standardsituation. Bremen bot bis dato wenig an und blieb im Defensivverhalten fast fehlerfrei. Die Münchner durften sich nach einer Davies-Aktion glücklich schätzen, dass das Davies-Nachtreten gegen Bittencourt nur mit einer gelben Karte von Schiedsrichter Osmars geahndet wurde.

2. Halbzeit

Das Spiel änderte sich auch mit dem Seitenwechsel wenig. Bremen war nach wie vor darauf fokussiert, möglichst wenig anzubieten. Der FC Bayern versuchte in den ersten zehn Minuten nach dem Wiederbeginn das Spiel stärker zu kontrollieren und über Lupfer hinter die Abwehr Offensivaktionen zu kreieren.

Kohfeldt reagierte in der 60. Minute und brachte Sargent und Bartels für Bittencourt und Rashica. Es war bereits der dritte Wechsel für Bremen, da Vogt zur Halbzeitpause schon von Langkamp ersetzt wurde.

Es passierte wenig und der FC Bayern cruiste Richtung Titel. 10 Minuten vor dem Ende verdribbelte sich Coman im Mittelfeld und Davies versperrt Veljković den Weg. Osmars zeigt dem Bayern-Spieler die Gelb-Rote Karte. Flick reagierte und brachte Hernández für Gnabry. Im 4-4-1 versuchten es die Münchner das Ergebnis über die Zeit zu bringen.

Kurz vor Ende der regulären Spielzeit zeichnete sich Manuel Neuer aus. Der Bayern-Keeper hielt den Sieg gegen den alten Kameraden Claudio Pizarro und Osako fest.

Es war kein schöner Sieg – egal. Der FC Bayern holt sich mit einer fulminanten Rückrunde den achten Deutschen Meistertitel in Serie.

Dinge, die auffielen

1. Schwaches Flügelspiel

Der FC Bayern schaffte es nicht Gnabry und Coman, bzw. Pavard und Davies ins Spiel zu bringen. Zu stark verdichtete Bremen im 5-4-1-System das Spielfeld. Die Flügelspieler gewannen in den ersten 45 Minuten jeweils nur ein Dribbling, was natürlich auch an der numerischen Unterzahl lag. Coman gewann gar nur 20 % seiner Zweikämpfe. Pavard und Davies konnten nicht wie gewohnt unterstützen und gegnerische Spieler binden. Das galt auch für Thomas Müller, der sich oft im Zentrum aufhielt. Dadurch war die Spielanlage der Bayern sehr statisch, die viele Aktionen auch überhastet lösen wollten.

In der zweiten Halbzeit war Coman deutlich stärker eingebunden, was das Bayernspiel zwar linkslastiger und dennoch variabler machte. Dennoch fehlten die großen Torchancen.

2. Boateng meisterlich

Jérôme Boateng glänzte bereits gegen Gladbach mit einer sehr guten Defensivleistung. Gegen Bremen war er nicht oft gefordert, war aber da, wenn er gebraucht wurde. Wie zum Beispiel bei einer Flanke von Gebre Selassie in der (72.). Boateng verteidigt wieder aktiver und ist dadurch meist besser in der Aktion. Fast wie in den alten Tagen. Zu den alten Tagen gehören auch die gefürchteten ‘Laserzuspiele’. Vor dem 1:0 ließ Boateng abermals seine alte Klasse aufblitzen. Das Zuspiel auf Lewandowski war der Dosenöffner in einer zähen Partie. Auch am Ende in der Unterzahl brannte nichts an. Boateng ist neben Müller der größte Gewinner unter Flick.

3. Das Achte Weltwunder?

Hansi Flick hatte die Aufgabe des Cheftrainers am 11. Spieltag übernommen. Die Bayern verloren mit 1:5 in Frankfurt. Nach den beiden Niederlagen gegen Leverkusen und Gladbach kurz danach, rutschte die Mannschaft auf Platz 7 in der Tabelle ab. Sieben Punkte hinter Gladbach bzw. sechs Punkte auf Leipzig. Selbst die ebenfalls schwach gestarteten Dortmunder waren vor den Bayern.

Der Umbruch der goldenen Generation schien zu scheitern. Es ist die erste Saison nach Franck Ribery und Arjen Robben, die die letzten Jahre beim Rekordmeister geprägt haben. Die den Glamour und das Extravagante auf dem Rasen zeigten. Die Flügelzange war auf Jahre der Unterschied in der Liga.

Flick änderte das System auf ein klares 4-3-3 und fand relativ schnell eine gute Balance im Mittelfeld. Er etablierte ein aggressives Angriffspressing und gab der Mannschaft eine offensive Ausrichtung. In 21 Bundesliga-Spielen holte Flick 18 Siege bei einer Tordifferenz von 68:15. Sein Team erzielt 3,2 Tore pro Spiel – auf die Saison hochgerechnet wären das 108 Tore.

Nicht weniger wichtig als der sportliche Erfolg, ist die menschliche Komponente. Flick hat es geschafft, die Überbleibsel der 10er-Jahre, namentlich Jérôme Boateng, David Alaba, Manuel Neuer und vor allem Thomas Müller wieder auf das alte Niveau zu bringen. Belohnt wurde er, und wie er es wohl selbst beschreiben würde, seine Mannschaft mit dem achten Meistertitel in Serie. Ein kleines Wunder.

♥ Artikel teilen

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

Du willst Miasanrot Supporter werden?

Anzeige
King Coman Hands of God
  1. MEISTER!

    Gratulation an die Mannschaft und alle Fans!

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Vor allem war damit ja zwischenzeitlich wirklich nicht mehr ernsthaft zu rechnen. Umso mehr mein Kompliment an Hansi Flick und die Mannschaft!

  2. Meister … und wie!

    Danke, Hansi Flick. Kann der Kader doch 200km/h.
    Wie Flick es eben so schön sagte: lieber macht man seine Spieler ein Kopf größer

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Corona sei Dank.
      Wie Flick selbst einräumte, kann man so eine Spielweise nicht über eine ganze Saison durchhalten.
      Insofern war der Spruch mit den 200 K/mh nicht falsch.

      1. Dein ernst?! Dieser Spruch war nicht falsch?!

        Dieser Spruch hat den gesamten Kader abgewertet und ihn schlechter gemacht, als er ist. Nur um die Haut des ehemaligen Übungsleiters zu retten, auf Kosten der Spieler.

        Sei so gut und behellige mich nicht ständig, Tobi13. Ich bin hier um mich über unseren FCB auszutauschen und die grandiose Entwicklung zu würdigen, nicht um mich über gescheiterte Ehemalige zu unterhalten.
        Also, lasse mich einfach in Frieden und auch ich werde dich lassen. Danke.

        Es gebührt auch Rummenigge Dank, der weitsichtig genug war letzten Sommer Flick zu installieren, um einen Interimstrainer bereits im Verein zu haben. Dass dieser so abliefern wird, konnte niemand erahnen.
        Flick hat die Mannschaft besser gemacht, ihr Selbstvertrauen und (endlich) die passende Herangehensweise an die Hand gegeben, er fördert den Nachwuchs und er macht einzelne Spieler besser. Fast jeder im Kader hat unter Flick einen Sprung gemacht. Müller, Boateng, Alaba, Davies, Thiago, Kimmich, Goretzka, Pavard … zudem legt Flick den Finger in die Wunde und fordert -zurecht- einen breiteren Kader und scheut sich nicht, diesen zu moderieren. Eine Wohltat.

        FC Bayern und Hansi Flick – das passt

      2. Ich finde das ständige Nachtreten gegenüber Kovac auch unnötig. Hier muss man aber sagen, dass die Aussage von Kovac sehr unglücklich war. Ich weiß nicht, was genau er damit ausdrücken wollte, aber es konnte ohne Probleme so interpretiert werden, dass er der Mannschaft allgemein nicht zutraut, den Powerfußball zu spielen, den sie jetzt (in übrigens fast gleicher Besetzung) unter Flick abliefert. So kam es jedenfall rüber und nicht so, dass er es der Mannschaft zwar punktuell zutraut, aber halt aus Kraftgründen nicht über eine ganze Saison.

      3. @davedaman:
        Wenn du dich über “gescheiterte Ehemalige” nicht unterhalten willst, fang halt nicht damit an. ;)
        Ziemlich simpel eigentlich, aber ohne dieses unnötige Nachtreten ging es ja offensichtlich nicht.

      4. P.S.
        Und wenn du jemandem danken willst, für die Verpflichtung von Flick, solltest du das an die richtige Adresse schicken.
        Flick:
        „Ich bin Niko sehr, sehr dankbar. Es war auch mit ihm eine gute Zusammenarbeit. Ich bin dankbar, dass er auf die Idee gekommen ist, mich nach München zu holen. Dass es so kommt, hatte niemand erwartet.“ 

      5. Genau. Es war sicher auch Ancelottis Idee Sagnol zu holen.

      6. Genau. Es war sicher auch Ancelottis Idee Sagnol zu holen.

        Flick ein Lügner?
        Find ich einen ziemlich übertriebenen Vorwurf, da kaum zu belegen.

    2. Naja. Das Spiel gegen Gladbach habe ich nicht gesehen, aber wo das im Pokal gegen Frankfurt und gestern in Bremen 200 km/h gewesen sein sollen, erschließt sich mir gerade nicht.

      1. Ja, Stiftl. Man kann etwas natürlich auch absichtlich falsch deuten.

  3. Phantastische Leistung von Flick und den Spielern.
    Sich aus dem Kovac Desaster befreit mit grandiosem Fußball .
    Rosarote Aussichten

  4. Für mich die geilste Meisterschaft der letzten Jahre :) Einfach weil ich zwischendurch schon sämtliche Hoffnung darauf aufgegeben hatte. Riesenlob an Hansi Flick, der die Mannschaft aus dem Tief herausgeführt und diesen Titel doch noch ermöglicht hat. In Bremen Meister zu werden hatte für mich auch nochmal einen ganz besonderen Charme angesichts der Historie dieser beiden Vereine…obwohl ich den Werderanern nichtsdestotrotz den Klassenerhalt wünsche. Aber heute ist erstmal coronagerechtes Feiern angesagt

  5. MEISTER!!! Und das nach der Vorrunde!! Aber auf der letzten Rille. Das Team läuft, wie schon zum Ende der Rückrunde, auf dem Zahnfleisch. Ich hoffe, in der Sommerpause wird diesbezüglich reagiert und der Kader etwas vergrößert, sodass man nicht nur Bankdrücker wie Odriozola hat, der sichtlich nicht das Niveau der Bundesliga hat, sondern auch Spieler, die man bringen kann, um einmal eine Stammkraft schonen zu können.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Du darfst natürlich die Verletzungen nicht vergessen. Gestern: Süle, Martínez, Tolisso, Thiago, Coutinho und Perišić. Da geht Breite und Qualität verloren. Gestern war das Spiel übermotiviert geführt. Dadurch war es hektisch und es spielte Bremen in die Karten.

  6. Hervorragendes Resümee von Chris btw

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Dankeschön :)

  7. Meister !!!!
    Völlig verdient.
    Glückwunsch an die Jungs und bleibt am Ball :)
    Herzlichste Grüsse

  8. Laut KHR gibt es nach dem Pokalfinale am 4.7. einen 12 tägigen Erholungsurlaub.
    Danach Vorbereitung auf die CL die ja heute endgültig terminiert werden soll.
    Angeblich VF vom 11.-14.8 danach HF 18./19.8. und Finale am 23.8.
    Wenn das so kommt gibt es das CL Rückspiel gegen Chelsea am 4./5.8. Dh man hätte über 2 Wochen Vorbereitung.

    Vorteil : wir sind ausgeruht.
    Nachteil: die anderen haben Spielrhytmus.

    Flick hat ja schon darauf hingewiesen das seine Erfahrung von den EM und WM Turnieren Spieler auf den Punkt genau vorzubereiten um ko Spiele erfolgreich zu bestreiten ihm helfen wird.

  9. Hmm wie geht’s mit Boateng weiter? Wenn er so spielt wie gegen Bremen, ist das einzigartig. Das kann kein Van Dijk, Ramos oder De Ligt. Der Abpraller fliegt aus dem Strafraum und wie er dann den Ball annimmt, ihn mit der Annahme zurechtlegt und in einer Bewegung chipt. AAhhh könnt ich mir einen drauf keulen. Ich finde Hernandez einen super super ( :-) ) Spieler, aber Alaba und Boa sind in der Form unter den besten IV’s der Welt. Grandioses Luxusproblem

    PS: Die erste Corona-Meisterschaft der Vereinshistorie!!!!!!

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Diese Gedanken habe ich schon seit ein paar Wochen, stimme Dir da komplett zu.
      Wäre schade, diese Innenverteidigung bzw. diese Viererkette zur nächsten Saison ändern zu müssen.

      Hoffe sehr, dass die Vertragsverlängerung von Alaba jetzt schnell erledigt werden kann.
      Falls das mit dem jungen Kouassi stimmen sollte, hätte man dann nochmal einen IV mehr. Da stellt sich dann natürlich schon die Frage, wie man mit Lucas Hernandez plant. Kann mir nicht vorstellen, dass man den nach einer Saison wieder abgibt.
      Aber den Rekordtransfer der Bundesliga (dafür kann er natürlich nichts) als Back-Up bzw. “nur” für die Kaderbreite einzuplanen, wäre wohl auch kompliziert.

  10. Etappenziel 1 wurde mit Bravour erreicht. Es galt, einer Mannschaft, die am Boden lag und kein Selbstvertrauen mehr hatte, neues Leben einzuhauchen und ihnen vor allem wieder Freude am Fußball zu vermitteln. Dass dabei auch noch so eine Punkteausbeute herauskommt, ist phänomenal.
    Für eine erfolgreiche Fortsetzung dieser Geschichte, müssen allerdings ein paar Dinge in Angriff genommen werden:
    1. Erweiterung des Kaders: Es müssen auf jeden Fall 2 gestandene Spieler mehr sein, als das heuer der Fall war, um diese Art von Fußball längerfristig zu praktizieren. Das ist erst einmal Aufgabe der Vereinsführung. Dann wiederum ist es aber auch Aufgabe von Flick, den größeren Kader adäquat zu moderieren. Ich denke schon, dass er das kann. Nur im Umgang mit Javi Martinez mache ich ihm Vorwürfe. Sollte Javi den Verein verlassen wollen, wäre das auch Flick anzukreiden. Man kann Martinez jederzeit bringen, vor allem nach einer Führung und in vielen Spielen seit der Corona-Pause hätte er mindestens ab der Halbzeit sicherlich mitspielen können. Die Einsatzzeiten, die er tatsächlich bekam, waren mMn schon fast ein Zeichen an ihn, dass er gehen soll. Schade eigentlich, denn er wäre perfekt geeignet für die Rolle, die z.B. Rafinha zuletzt einnahm.
    2. Forcierung des Herausspielens von Torchancen aus eigenem Ballbesitz heraus. Damit meine ich, dass es wieder ein taktisches Ziel sein sollte, auch mal Tore zu erzielen, bei denen man langsam und kontrolliert von hinten heraus spielt und erst nach mehreren Ballkontakten die Lücke findet. Der Großteil der Tore (zumindest nach der Coronapause) fiel aus schnellen Ballgewinnen und nur wenigen Ballkontakten. Natürlich spielt man sich auch so eine Menge Chancen heraus, aber mittlerweile habe ich das Gefühl, dass es nichts mit einem Tor oder einer Chance wird, wenn die Mannschaft sich den Ball schon 5-10 mal ruhig hin- und hergepasst hat. Am gefährlichsten sind wir momentan, wenn wir dem Gegner den Ball lassen und ihn zu Fehlern zwingen, die dann mit schnellen Pässen nach vorne zu Abschlüssen führen.
    Angesichts des Riesenbergs, den die Mannschaft seit Oktober erklommen hat, erscheinen diese Etappenziele allerdings deutlich leichter umzusetzten, weshalb man schon hoffen kann, dass es nächste Saison sogar noch besser wird.

    Antwortsymbol12 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Deinen beiden Punkten möchte ich zustimmen.
      Vor allem unter dem Gesichtspunkt von Flicks jüngsten Äußerungen. Er bestätigt da im Grunde die Diskussionen und Befürchtungen die auch hier zum präferierten Spielstil geäußert wurden. Er sagt schlichtweg: Das kann man keine ganze Saison so durchhalten. Oh, da blieb mir ehrlich gesagt erst mal die Spucke weg. Ein Trainer sagt in aller Gemütsruhe, dass sein Spielansatz nicht über eine Saison hinweg trägt? Hat man schon sehr selten.
      Er hat das dann natürlich in Zusammenhang mit der Kaderbreite gebracht (also Punkt 1). Das hieße also, er braucht um seinen Stil erfolgreich durchzuziehen, zumindest einmal mehr Spieler. Vielleicht auch bessere Spieler. Das kann dann nur in Richtung auf eine verstärkte Rotation zielen. Allerdings hat Flick diese Saison in Wort und Tat gezeigt, dass er eher ein eingespieltes Kernteam bevorzugt, statt vieler Wechsel. Es gab ja genügend Spiele, in denen er potentielle Wechselmöglichkeiten gar nicht in Betracht gezogen hat. Wie gesagt, vielleicht waren ihm die Alternativen einfach zu schlecht.
      Wenn das allerdings bedeutet, dass in der Kaderplanung mit der Breite gleichwertig die Spitze aufgerüstet werden müsste? Puh, anspruchsvolle Aufgabe, gerade in diesen Zeiten.
      Bringt mich zu Punkt 2, oder man könnte auch sagen, den sagenumwobenen Plan B. Da kommen wir tatsächlich zur mutmaßlichen Kernaufgabe für Flick im Hinblick auf die nächste Saison. Da, nach meiner Argumentation zu 1, man das Thema nicht nur mit einem, oder zwei Spielern mehr wird abfrühstücken können, muss am Spielstil gearbeitet werden. Für mich erstmal ein Thema der zu bespielenden Räume. Wir hatten das neulich mal etwas ironisch am Beispiel des “U des Todes” diskutiert. Flick will das offensichtlich bewusst nicht, sein Ziel ist die Mannschaft kompakt und die Räume eng und klein zu halten. Wenn er allerdings tatsächlich das Thema Ballbesitzfußball (im Sinne von Punkt 2) entwickeln möchte, muss er auch eine Lösung für die großen Räume, die Breite entwickeln. Und dazu die nötigen Mechanismen, oder Trigger wie man das heute so schön nennt, um von der einen Variante (der Kompaktheit) zur anderen Variante (der Breite) umzuschalten.
      Das würde natürlich auch einiges an Trainingsarbeit beanspruchen, die gerade im Hinblick auf die vermutliche Zeitplanung für die neue Saison eher rar sein wird. Ein Vorbereitung wie gehabt, wird es wohl kaum geben.
      Also ein durchaus diffizile Aufgabe. Aber wenn ich sehe, was Flick bisher schon erreicht hat, würde ich sagen, da geht auch noch etwas mehr :-)

      1. Für Punkt 2 ist zwingend eine Verlängerung mit Thiago erforderlich. Ich mag Gore sehr, tolle Entwicklung, sehr angenehmer Typ. Aber sowohl gestern als auch am Samstag – obwohl er das Tor gemacht hat – hat sich gezeigt, dass eben dieser Bereich noch fremd ist für ihn. Wie Thiago Pressingsituationen auflöst, seine Passqualitäten, das ist schon einzigartig. Die Passage vom Montag im Kicker war einfach peinlich und diente nur der Abarbeitung von Carlo Wilds Agenda.

        Zu guter Letzt aber Gratulation an alle Beteiligten! Eine tolle Leistung, mit der im Herbst nicht zu rechnen war. Wie gierig die Jungs immer noch sind, da geht einem das Herz auf. Wenn ich sehe, wie Alaba nach Neuers Parade fast ausflippt, das ist schon, na sagen wir wie es ist: GEIL!

      2. Ich sehe es als positiv an, dass Flick erkannt hat, dass er mit dem Istzustand des Kaders eben keine Dauer 200 km/h fahren kann. Letzten Endes sagt er da nix Anderes als sein Vorgänger – er drückt sich halt nur geschickter aus. Wenn ich sehe wie wir aktuell schon wieder auf dem Zahnfleisch daher kommen, kann es tatsächlich sein dass uns Corona in diesem Jahr die Titel sichert. Insofern sehe ich die mehrwöchige Pause zwischen Pokalfinale und Fortsetzung CL eher als Vorteil. So können wir uns wieder kräftemäßig sammeln und eventuell auch wieder mehr auf aktuell verletzte Spieler zurück greifen.

      3. @stiftl: Er sagt imho schon etwas anderes. Kovac sagte mehr oder minder, der Kader könne gar keine 200km/h fahren. Flick sagt, der Kader kann das prinzipiell schon, nur dass man, um das Tempo ein Jahr lang zu halten eben zwischendurch auch mal Öl wechselnd muss und Ersatzteile braucht.

      4. Liza: im Gegensatz zu Einigen hier die Kovac für komplett unfähig halten, gehe ich mal zu seinen Gunsten davon aus, dass er letzten Endes dasselbe gemeint hat ;-)

      5. @Stiftl and all: ich bin stark dafür, dass Thema Kovac jetzt zu schließen. Ich denke, es ist alles gesagt worden, nur noch nicht von jedem.
        Eine letzte Anmerkung sei mir noch gestattet: Schau Dir bitte die Passage von Ihm noch einmal an. Es geht eindeutig darum, dass er meint, die Mannschaft könne die 200 km/h nicht fahren. Er meint nicht auf Dauer, er meint generell. Ich denke, dass er spätestens hier die Kabine verloren hat.

        So, jetzt nach vorne geschaut: Pokalspiel wird noch einmal sehr schwierig und dann hoffe ich, dass zur CL alle Verletzten wieder an Bord sind.

      6. @Fänger:
        Kovaç war halt dieses Jahr noch Trainer und hat die Grundlagen gelegt.
        Normal, dass er also noch thematisiert wird.
        Schade, dass einige halt nur nachtreten können.

        https://m.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/fc-bayern/2006/Artikel/fc-bayern-muenchen-die-fuenf-entscheidenden-schluessel-zum-achten-bundesliga-titel-in-folge-ftr.html

      7. Verbrannte Erde, aus deren Asche Hansi Flick wie ein Phoenix emporstieg, nennt man heute also Grundlagen. So kann man es sich auch verklären.

        Jedem steht zu die Dinge so zu sehen, wie es einem beliebt. Aber ebenso steht es einem zu, dies auch kritisieren zu dürfen

      8. @stiftl: Ja, das kann eh sein. Kovac hat sich desöfteren halt nicht so sonderlich glücklich ausgedrückt (Stichwort: Frankfurt beste Fans), das kam zu all den Sachen auf dem Platz halt noch dazu.

      9. Also, lasse mich einfach in Frieden und auch ich werde dich lassen. Danke.

        Klappt ja super :D

    2. @Tobi13: Welche tollen Grundlagen sollen das denn gewesen sein, die Kovac gelegt hat?
      Du willst doch nicht ernsthaft andeuten, dass Niko Kovac in irgendeiner Form für die errungene Meisterschaft und die Topbilanz der Spiele seit dem er nicht mehr Trainer war verantwortlich ist. Außer das sein Abgang die Wende zum Guten erst möglich machte…..
      Und ja,eigentlich bin ich auch dafür das Thema Kovac ruhen zu lassen, aber bei der angedeuteten Sicht, dass Kovac Anteil an irgendwelchen Erfolgen in dieser Saison hat, wundere ich mich doch zu sehr.

      1. @Chicken:
        Warum liest du nicht einfach den verlinkten Artikel?
        Steht doch alles drin.

        Zitiere aber gerne für dich.

        “Zum Abschied hatte er seinem bisherigen Assistenten und angehenden Nachfolger Hansi Flick aber immerhin noch schnell die Defensivformation geschenkt, mit der dieser seinen Siegeszug durch die Bundesliga hinlegte. Bereits am vorangegangenen Spieltag, einem 2:1-Sieg gegen Union Berlin, verteidigte Alphonso Davies erstmals links hinten. Gegen Frankfurt baute Kovac weiter um: Er beorderte David Alaba erstmals in die Innenverteidigung neben Jerome Boateng, schob Benjamin Pavard dafür auf die Rechtsverteidigerposition und Joshua Kimmich von dort ins defensive Mittelfeld.

        Kovac schickte die Defensive des FC Bayern bei dieser 1:5-Niederlage tatsächlich erstmals so aufs Feld, wie sie anschließend über weite Strecken der restlichen Saison und auch beim meistertitelbringenden Sieg in Bremen unter Flick auflief. Kovac legte das Fundament, Flick baute darauf beachtliche Abwehrtürme. Wie sich die einzelnen Akteure unter ihm auf ihren neuen Positionen weiterentwickelten, ist mehr als beachtlich.”

  11. Ich denke, man kann schon stolz auf diese weitere Meisterschaft sein. Die Konkurrenz hatte diese Saison alle Chancen der Welt:

    Der BVB, aber auch Eintracht Frankfurt, haben in den letzten Jahren diverse erfolgreiche Transfers abgeschlossen (irgendwie auch Gladbach, auch wenn es dort noch keine Megaverkäufe gab). Der BVB hat es sogar geschafft, diese Abgänge mehr als adäquat zu ersetzen (ein Sancho bringt der Mannschaft mehr als der dauerverletzte Dembele ..). Das letzte Mal, als der BVB wirklich “viel Geld” hatte (Niebaum, Börsengang), hatten sie ein tolles Team geformt (sogar CL-Sieger, lag aber zu 99% am Trainer ..). Und jetzt? Irgendwie wird das nix mehr, dem Trainer fehlt der letzte Biss, und der Mannschaft fehlt die letzte Hingabe. In Dortmund sind sie momentan damit zufrieden, Zweiter zu werden. Und in Frankfurt zählt man das Geld ..

    Bayern konnte sich sogar den Luxus diverser zweifelhafter Großtransfers erlauben (eigentlich gab es die letzten Jahre jede Saison mindestens einen Großeinkauf, der sein Geld nicht wert war). Machte nix, die Mannschaft wurde trotzdem sinnvoll weiterentwickelt, weil die zweite Kategorie der Einkäufe ganz überwiegend toll eingeschlagen hat. Wenn wir jetzt noch das “Verkaufen” lernen würden ..

    Bin mal gespannt, wie es weitergeht. Frankfurt und der BVB müssten eigentlich momentan genügend Reserven haben, um auf “Nach-Corona-Niveau” ihre Mannschaften sinnvoll weiterzuentwickeln. Dazu müsste der BVB aber in ein paar “Häuptlinge” investieren, momentan haben sie davon zu wenige. Und sie bräuchten man einen wirklichen “General” auf der Trainerbank.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Mir ist schleierhaft wieso du Frankfurt hier miteinbeziehen möchtest. Die waren ja wirklich nie ein dauerhafter Konkurrent für die Meisterschaft, selbst als es letzte Saison so gut lief waren sie am Ende Siebter. Da hatte man gemerkt dass sie ihrem Spielstil kräftetechnisch Tribut zollen mussten. Mit den Abgängen war es klar dass auch dieses Jahr nicht einfach für sie wird.

      Bei deinen Ausführungen zum BVB gehe ich mit

      1. Ich sehe Frankfurt jetzt nicht als kurzfristigen Meisterschaftskonkurrenten. Aber sie haben geschickt verkauft und die Chance, etwas aufzubauen.

    2. Frankfurt hat einiges von ihren Transfereinnahmen schon wieder unters Volk gebracht. Ich glaube nicht, dass die sich gerade sehr reich fühlen.
      Der BVB hat seine Reserven im wesentlichen für die aktuelle Transferoffensive verbrannt. Deswegen ist Watzke ja wie ein aufgescheuchtes Huhn durch alle Talkshows getingelt. Die können im Grunde nur investieren, wenn sie vorher verkaufen.
      Natürlich wird man das nie auch nur im Ansatz einräumen, aber ich kann mir vorstellen Watzke wäre gar nicht so unglücklich, wenn ein lukratives Angebot für Sancho hereinflattern würde.

    3. Ich denke, der BVB-Kader ist momentan so gut, wie er nur sein kann. An die etablierten Weltklassespieler kommen sie nicht ran, weil die halt zu einem eindeutigen Meisterschafts- und CL-Anwärter wollen. Und sobald sie Talente bis auf dieses Niveau bringen, werden diese prompt weggekauft. Wenn Sancho jetzt noch ein Jahr bleibt, dürfte das hauptsächlich Corona geschuldet sein. Haaland hat sich auch schon eine Ausstiegsklausel in den Vertrag schreiben lassen. Sonst haben sie die Qualität zusammengebracht, die ihrem sportlichen Status und ihrer finanziellen Leistungskraft entspricht – und das sind eben die Cans und Brandts dieser Welt, nicht die Kimmichs und Sanés. Den einen Vorteil, den sie gegenüber Bayern haben – grössere Tiefe im Kader – haben sie zudem dieses Jahr wegen der Corona-Pause und der Staffelung der Wettbewerbe auch nicht ausspielen können.

      Von daher kann ich weder Favre noch Zorc einen Vorwurf machen. Wie Willy unten schreibt, und wie ich neulich auch mal gesagt hatte, ist der jetzige Standard von Bayern einfach für andere selbst in einer guten Saison unerreichbar. Um diesen Status Quo auch nur punktuell zu durchbrechen, müssten sie in Dortmund wieder volles Risiko gehen und Stars auf Pump verpflichten, wie schon in den 90ern und frühen 00ern. Dem steht Watzke aber aus gutem Grund entgegen.

  12. Glückwunsch FCB! Danke Hansi Flick.

    Und Danke MSR ohne euch wäre es doch nur halb so schön ;)

    BTW, was wohl jeder immer so gefühlt hat, ist jetzt auch objektiv bestätigt: Phonzie ist der Schnellste ;)
    “Bayerns Flügelflitzer hat gegen Bremen einen neuen Geschwindigkeits-Rekord aufgestellt. Der Kanadier wurde am Dienstagabend in der Spitze mit 36,5 km/h gemessen – schneller war seit Beginn der Datenerfassung 2011 kein Bundesliga-Profi.”

  13. Da muss man als erstes den Hut ziehen. Und zwar vor ziemlich vielen.
    Aber ich denke dieses Saison wird neben dem Meistertitel und Corona vor allem wegen einem in Erinnerung bleiben und das ist nun mal Hansi Flick.
    Doch eine Frage muss man sich stellen (wenn man neben den Bayern noch ein grundlegendes Interesse an der Bundesliga hat).
    Warum sind wir schon wieder Meister geworden?
    Sind die anderen, wie Altvater Effenberg schon damals gesagt hat einfach zu dämlich?
    Das Leipzig noch nicht so weit ist, sollte jedem einigermaßen klar sein. Aber was ist mit Dortmund, mit Leverkusen, sogar mit Gladbach oder Schalke.
    Man sollte doch wirklich meinen, das in den letzten 8 Jahren zumindest einer dieser Vereine den “Meisterlauf” hätte haben müssen. Aber Fehlanzeige.
    Nicht das mir das nicht gefallen würde, mein Herz schlägt inzwischen fast 50 Jahre für die Roten aber man muss realistisch sein, eine Dauerabonnement auf die Meisterschaft ist mittel- und langfristig schlecht für den deutschen Fußball. Wer die Schweinsteiger Doku (die ich nur empfehlen kann) gesehen hat und die Bilder von 2012 nicht vorspult, der weiß, warum Bayern Championsleague Sieger wurde und die Nationalmannschaft Weltmeister.
    Und auch wenn es wahrscheinlich die neunte Meisterschaft nächstes Jahr wird, ich sehe “after Corona” noch weniger Chancen, die Bayern vom Thron zu stürzen, als es dieses Jahr, denn mehr Chancen als 2019/2020 gibt es echt nicht mehr. So sehr ich mich auch darüber freuen werde, irgendwie bleibt da ein fauliges Gefühl, den die konsequente Weiterentwicklung würde dann eine europäische Profiliga analog der NFL oder NBA sein. Und da bin ich mir gar nicht sicher, ob ich das will oder nicht.
    Anyway….Meister #8, Botaeng wiederbelebt, Müller wiederbelebt, tolle Neuzugänge, , hoch interessante Youngster, hoffentlich mal weniger Schwerverletzte. 2020/21 kann kommen.

    Und wenn man den Hans Flick schon mit Gott Heynkes vergleicht…nun..**hust* also..da…ich mein…wär schon geil irgendwie oder? Und nach dem Saisonbeginn wär das auch ne Statue wert, wenn der olle Kloppo schon eine bekommen soll :)

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich bin der Meinung es sollte mittelfristig eine europäische Superliga geben und Bayern aber gleichzeitig weiter in der Bundesliga spielen. Zwei Mannschaften nur mit begrenzter Durchlässigkeit (wie immer man das konkret gestaltet). Die Bundesliga-Mannschaft würde eine ähnliche Rolle wie die jetztige Amateurmannschaft haben, nur natürlich auf einem viel höherem Niveau. Unwahrscheinlich, dass es so kommt, aber für mich wäre es die sinnvollste Lösung: keinen Dauermeister mehr, und gleichzeitig keine Verabschiebung aus der Bundesliga. Ich glaube eine Mannschaft aus Altstars und jungen Talenten könnte durchaus die Fans begeistern und würde weiterhin um die Meisterschaft mitspielen. Finanziell wäre es durch die Mehreinnahmen aus einer Superliga auch für den Club machbar zwei Mannschaften zu unterhalten (die einzelnen Kader müssten wegen der geringeren Belastung und einer begrenzten Durchlässigkeit auch nicht so wahnsinnig gross sein).

    2. @Zanjiin:
      Das Problem für die Konkurrenz ist, dass das was du als einen “Meisterlauf” bezeichnest, mittlerweile nicht mehr reicht, um Meister zu werden. Seit der Einführung der Dreipunkteregel bis zum Titel 2013 hat Bayern die 80 Punkte-Marke nie geknackt. Es gab auch genügend Jahre, in denen man sogar unter der 70er-Marke blieb. Teilweise reichten weniger als 70 Punkte auch, um Meister zu werden. Dass andere Mannschaften außer Bayern die 70er-Marke knackten, war bis 2010 ohnehin eine ziemliche Seltenheit. Dortmund schaffte dieses Kunststück in den letzten 10 Jahren immerhin 5mal, wurde aber nur 2mal davon Meister. Die Rekordsaison des BVB aus dem Jahr 2011/12 mit 81 Punkten, die seit der Gründung der Bundesliga bis dahin nie erreicht wurden, ist mittlerweile binnen weniger Jahre aus den Top 5 verdrängt worden und könnte heuer sogar erneut überboten werden.
      Bayern hat was die Punkteausbeute betrifft in den letzten 10 Jahren noch einmal einen Quantensprung hingelegt und das kriegen die anderen nicht hin. Sie haben ihren Punkteschnitt im Vergleich zu den Jahren davor zwar auch erhöht, können aber nicht schritthalten. Selbst in Spielzeiten, die einige Krisen beinhalteten (2016/17 mit der Ablösung von Ancelotti, 2018/19 mit dem katastrophalen Herbst im ersten Kovacjahr und schließlich diese Saison mit dem Kovacaus) wurden letzendlich mit einer Punkteausbeute abgeschlossen, die höher oder zumindest genauso hoch war, wie alles, was man vor 2013 erreicht hatte.

      1. Das war schön! Weiß noch, wie Klopp sinngemäß sagte: Das ist vielleicht ein Rekord für die Ewigkeit. Und Pep so: Hold my beer!

      2. Räusper! Das war Jupp, der diese Messlatte gleich im Folgejahr nochmal um zehn Punkte überboten hat und damit den momentanen Rekord etabliert hat. Pep ist in seiner ersten Bayern-Saison knapp drangekommen, aber war eben den einen Punkt schlechter.

      3. @willythegreat
        Dank für den Hinweis, ich hab mir grad die Übersicht des DFB angesehen, das hatte ich tatsächlich nicht auf dem Schirm. Also zumindest nicht, dass die Unterschiede so groß waren.
        Wenn man sich diese Punkte ansieht, weiß ich nicht, ob man Angst haben oder sich freuen soll.

        Ich hatte wirklich die Hoffnung, das sich mit RBL eine Mannschaft entwickelt, die zumindest spanische Verhältnisse in der Bundesliga herstellen konnte, aber auch da muss man einfach einsehen, dass dies mindestens noch 5-6 Jahre dauert (sofern sie nicht ähnlichen Schwachsinn veranstalten wie Schalke, Hamburg und Konsorten) denn ich denke, das dies sowohl den Bayern, der Bundesliga als auch der Nationalmannschaft gut tun würde. Meiner Meinung nach ist Leipzig derzeit der einzige “Verein”, der tatsächlich ähnlich professionell arbeitet wie die Bayern und sich nicht von “Honoratioren” oder ewiggestrigen Traditionsduseleien beeinflussen lässt.

        Naja, sehen wir mal was dieses Jahr noch passiert, mit DFB Pokal und dem CL Turnier sind ja noch genügend Überraschungseier vorhanden.

    3. @Horst: Stimmt, da hast Du Recht.

  14. Herzlichen Glückwunsch zur 8. Meisterschaft in Folge, Jungs! :-) Weiter so, in aller Bescheidenheit, und vor der Zukunft muss uns nicht bange werden!

  15. Fühle mich ganz merkwürdig. Wir sind Meister und es lässt mich (zum ersten Mal) absolut kalt. Beim Abpfiff gestern verspürte ich nix. Einzig der Gedanke dass die Dortmunder wohl vorm Fernseher sassen und von der Couch zugucken mussten, wie wir ihren Platz 2 definitiv gemacht haben ;-)

    Gerds Rekord wird nicht in Gefahr kommen und die 100 Tore Marke werden wir auch nicht reißen. Auf Letzteres hatte ich noch gehofft, aber dafür dürften uns in den letzten beiden Spielen die Körner fehlen.

    Bin gespannt ob Flick im Hinblick aufs Pokalfinale kräftig rotieren wird. Für Wolfsburg und Freiburg geht es ja noch um was – sie müssen Hoffenheim von Platz 7 fern halten.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Ist der 7. Platz für einen Klub wie Freiburg wirklich so erstrebenswert…

      Es gibt wohl im August auch ein Qualifikationsturnier für den Europapokal – das zerschießt dir die ganze Vorbereitung. Und Freiburg hat weniger Ressourcen als die Eintracht, um neben der Bundesliga noch den Europapokal durchzuziehen – und das auch noch ohne Zuschauer. Die Leitung der Freiburger wird m.E. gar nicht so unglücklich darüber sein, Achter statt Siebter zu werden…

  16. Karl-Heinz Rummenigge: “Wir sind natürlich sehr glücklich, dass wir heute Abend Meister geworden sind. Ich darf daran erinnern, dass wir im Herbst sieben, acht Punkte hinter dem Tabellenführer waren. Dann hat Hansi (Flick, d. Red.) die Mannschaft übernommen, und seither spielen wir einen wirklich tollen Fußball.”

    Schade, dass hier selbst der Vereinsboss mit falschen Fakten arbeitet und das jetzt so verbreitet wird. Nach dem 10. Spieltag (der Niederlage gegen Frankfurt) lagen wir nur vier Punkte hinter dem Tabellenführer Gladbach. Dann übernahm Flick und vier Spieltage später am 14. Spieltag hatten wir dann nach zwei Niederlagen gegen Leverkusen und eben jenen Tabellenführer Gladbach die sieben Punkte Rückstand.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Genau DAS fand ich auch nicht okay. Solche Aussagen sollten schon sitzen!!

    2. Fand ich auch nicht korrekt!! Solche Aussagen sollten schon sitzen!

    3. Danke. Für mich nach wie vor unfassbar wie unprofessionell Rummenigge bis heute mit der Kausa Kovac umgeht. Das ist absolut unwürdig. Niemand streitet ab, dass unter Flick vieles besser lief (auch das Thema mit den Verletzungen). Also hat er anscheinend viel richtig gemacht und Kovacs Art einfach nicht zu unseren Spielern gepasst. Warum kann man das nicht einfach ehrlich so sagen, ich verstehe es nicht. Aber wie oben schon jemand geschrieben hat, sollte man das Thema langsam auf sich beruhen lassen. Tolle Arbeit, Hansi, hätte ich ihm nicht zugetraut, chapeau.

    4. Man kann aber auch in alles das reinlesen, was man genau so lesen und so verstehen möchte, wie es einem am besten passt. Wenn’s denn gut tut….

      1. ? Diese Aussage von Kalle ist unprofessionell, weil sie nachweislich falsch ist.

      2. Da braucht man nichts reinlesen weil es offen da steht. Genauso sind seine Aussagen seit ca. einem Jahr absolut offensichtlich. Von daher…
        Aber ok man kann (oder muss) aktuell sagen dass man mit Flick alles richtig gemacht hat. Ich glaube jedoch keinem der behauptet dass das absehbar war. Offenbar stimmt einfach die Chemie und Flick hat ein Händchen für die Jungs. Allein wenn ich mir die Leistungssteigerung von Müller und Goretzka ansehe. Von Davies ganz zu schweigen.

        Was noch auffällig ist: ziemlich zeitgleich mit der souveränen Phase der 1. Mannschaft begann ein unfassbarer Lauf der 2. Mannschaft. Ein Schelm der denkt dass es mit Flick oder gar Gerland zu tun hat. Definitiv hat es mit Hoeneß zu tun den nicht wenige am Anfang schon wieder in die Wüste schicken wollten.

        Wie dem auch sei: wirklich sensationell was die „Kleinen“ da abliefern gerade, sind voll auf Meisterschaftskurs.

      3. Ja, den Gedanken zu Hoeness und der zweiten hatte ich heute auch. Kann mich gut an das Genörgele und Gezeter hier zu Beginn der Saison erinnern.

        Btw. Ist das eigentlich Wettbewerbsverzerrung was der BVB da gerade gegen Mainz treibt? Düsseldorf war da vor ein paar Jahren schon einmal Leidtragender in dieser Hinsicht….

  17. 1.Was mir vor allem gefällt ist das Glück weiß ,es braucht noch Plan B. Seine Kommentare deuten stark daraufhin. Mehrfach sagte er z.B. da haben wir den Ball nicht gut laufen lassen.

    2. Thiago ist essentiell für diesen Plan B, wenn dieser nicht verlängert haben wir ein Riesenproblem. Ebenso Alaba, wie Pep setzt Flick auf IVs die das Spiel von hinten aufbauen können. Für mich ganz entscheidend für den Erfolg. Süle sehe ich da nicht so stark

  18. Langweilig diese ewiggestrigen Kovacverklärer.
    Unverständlich das einige nicht erkennen das alles aber wirklich alles seit dessen Abgang sich verbessert hat und keine Krähe dem auch nur eine Träne nachweint oder wie auch immer.

    Dieser Meistertitel ist Flicks Werk.

    Rosarote Zeiten wie damals prognostiziert

    Am besten fasst das dieser Kommentar zusammen
    https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.az-kommentar-fc-bayern-dieser-titel-traegt-den-namen-hansi-flick.5b96cc99-9b47-4a17-a906-791ce50a3c4f.html

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Dem Kern deiner Aussage stimme ich absolut zu.
      Kovac zugute halten muss man aber, dass ER schon auf die Idee kam, Alaba in die IV zu ziehen und Davies als LV zu installieren. . . War nicht der schlechteste “Schachzug”.

      1. Na ja. Das mit der Idee ist so eine Sache. Es war aus der Not und Personalsorgen heraus geboren. Glaube aber letztendlich, dass die Spielweise Flicks den Stärken der Viererkette am meisten entsprach, gerade denen Alabas und Davies. Dass sie so stark spielt, ist dann schon Flick zuzurechnen.

      2. Es ist nie schwarz und weiß und Kovac wird sicherlich ach einige Dinge richtig gemacht haben bzw das beste gewollt haben aber man muss schon ein starkes Brett vorm Kopf haben um nicht zu erkennen (wollen) das er das Team verloren hatte .

        Mmn erkennen Spieler die LVG Jupp Pep etc Erfahrungen haben in sehr kurzer Zeit die Kompetenz ihres Übungsleiters.
        Und die war nun mal bei Anc und Kov vergleichsweise unter unseren Ansprüchen.

        Ob er selbst oder sein Bruder oder gar Flick die Idee hatten weiß man zzt nicht- ist auch egal denn Kovac hatte das letzte Wirt und in diesem Fall war es positiv.

  19. @918: ohne unsachliche Angriffe kannst Du wohl nicht, oder? Wie wäre es mal mit einer sachlichen Bemerkung zu Rummenigges Falschaussage? Oder ist das bei Dir wie mit den Anhängern von Trump: solange mir die Aussage gefällt, ist mir der Wahrheitsgehalt wurst?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Mit dem Absenden deines Kommentars erklärst du dich einverstanden, unsere Community Guidelines zu beachten.