“Das Sportliche musste sich dem Wirtschaftlichen unterordnen”

Maurice Trenner 02.08.2019

Dabei wollten wir mit Jonas über alle Aspekte der US-Tour sprechen. Seine Arbeit als Journalist, den sportlichen Wert einer solchen Reise und den kommerziellen Anreiz einer Tour über den halben Globus.

Die US-Tour als Journalist

Hallo Jonas, du durftest als FC-Bayern-Reporter für die TZ erstmals den FC Bayern auf der US-Tour begleiten. Wie viele Reporter flogen insgesamt mit dem Rekordmeister in die Vereinigten Staaten?

Insgesamt waren zehn Reporter dabei – für Print, Online, TV und Video. Dazu kamen noch zwei Fotografen.

Kommen wir zum allgemeinen Ablauf der Reise. Wer übernimmt im Vorfeld die Organisation für die Journalisten? Ist dann alles perfekt für Euch vorbereitet vom Transport bis zu den Unterkünften?

Wenn wir Journalisten das Reiseangebot des Vereins annehmen, ist vom Abheben in München bis zur Rückkehr wirklich so gut wie alles durchgeplant. Wir wissen im Voraus, in welchen Hotels wir untergebracht sind, und haben einen Bus mit Guide, der uns zu allen offiziellen Veranstaltungen während der Reise bringt. Wir saßen im selben Flieger wie Mannschaft und Vorstand. Das war vor allem bei den Inlandsflügen in den USA vorteilhaft, weil wir direkt aufs Rollfeld gefahren wurden und dort den Security Check durchlaufen haben.

Jörg Wacker (r.) sagte vor der US-Tour zur tz: „Die Fans in Shanghai und New York sind genauso unsere Fans wie die in Pasing.“
(Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Absolutes Highlight in dieser Hinsicht: In Houston räumte eine Polizeieskorte den Highway frei, zumindest bis unser Busfahrer den Anschluss verloren hat. Die Kollegen von Kicker und dpa haben die Reise auf eigene Faust organisiert, auch das ist absolut möglich, ohne etwas zu verpassen oder von bestimmten Events ausgeschlossen zu sein.

Welche Rolle spielt dabei das New-Yorker-Büro des FC Bayern?

Das kann ich für die Pressereise nicht im Detail sagen, weil die – wie bei Champions-League-Spielen auch – von FC Bayern Tours organisiert wurde. Allgemein lässt sich aber sagen, dass das New Yorker Büro hauptverantwortlich für die USA-Tour ist, im Hintergrund waren über 100 Mitarbeiter mit der Organisation beschäftigt.

Ein Feierabendbier an der Hotelbar mit den Vereinsfunktionären. Ein Auflauern der Spieler bei der Rückkehr aus Bars und Clubs. Das sind die Stories, die man sich “von früher” erzählt. Gab es das wirklich und wie nahbar ist so ein Weltverein wie der FC Bayern auf einer solchen Reise heute noch?

Die Medienabteilung des FC Bayern ist seit der aus dem Ruder gelaufenen Pressekonferenz im Oktober 2018 spürbar um ein gutes Miteinander bemüht – das äußert sich natürlich vor allem auf gemeinsamen Reisen. 

Am ersten Abend lud der Klub zu einer kleinen Begrüßungsrunde mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsmitglied Jörg Wacker und weiteren Verantwortlichen ins Teamhotel ein. Da gab es wirklich ein Feierabendbier mit den Funktionären, und sogar noch ein paar frische, offizielle O-Töne von Rummenigge. 

“In den USA war es beeindruckend, einen Blick auf die vollständige Liste aller Termine zu werfen. Da war wirklich alles dabei: internationale und nationale Medien, Sponsorenevents und Fanclubs.”Jonas Austermann, über die Medienarbeit der Spieler

Am letzten Abend in Los Angeles öffnete der FCB dann auch die “Audi Player Night” für uns Journalisten, unter der Maßgabe dort keine Geschichten zu recherchieren. Neben geladenen Gästen war die gesamte Mannschaft vor Ort, einzelne Spieler blieben auch für kurze Gespräche bei den Medienvertretern stehen. Sonst hatten die Spieler, soweit ich weiß, nicht viel Zeit für Bar- und Clubbesuche. 

Ich denke auch, dass sich die Zeiten in dieser Hinsicht deutlich geändert haben. Eine Saufstory, das kann sich heute kaum noch jemand leisten. Ohnehin würden die Bilder davon früher oder später im Netz auftauchen, selbst wenn gerade kein Journalist zur Stelle ist.

Tradition hat beim FCB die Einladung zum Medienabend, egal ob Champions League oder USA-Tour. Dieses Mal ging es in Houston in ein Steakhaus. Solche Abende helfen sehr dabei, die Mitarbeiter der Presseabteilung und ihre Sichtweise auf verschiedene Themen bzw. Berichte besser kennenzulernen.

Gibt es überhaupt noch die Möglichkeit, Einzelinterviews und Gespräche unter vier Augen mit Sportlern und Verantwortlichen zu führen?

Das wird schwieriger, ist aber gerade deswegen für mich als Boulevard-Reporter von entscheidender Bedeutung. Und ja, die Möglichkeit dazu besteht absolut noch. In den USA habe ich Karl-Heinz Rummenigge etwa alleine zur Dauerkartenproblematik bei den Bayern-Amateuren befragt. Zudem hatte ich im Vorfeld der Reise um ein Kurzinterview mit Leon Goretzka gebeten, das ermöglichte mir die Pressestelle nach dem Training in Kansas City. 

Wie nach jedem Bundesligaspiel bietet auch die Mixed Zone Chancen, die Spieler alleine zu einem bestimmten Thema zu befragen. Da sind geschicktes Stellungsspiel und Beobachten der Situation gefragt. Von Vorteil ist es natürlich auch, wenn die Spieler mich schon häufiger gesehen und im Optimalfall ein längeres Interview mit mir geführt haben.

Welcher Anteil der gesamten Öffentlichkeitsarbeit eines Spielers fällt deiner Einschätzung nach heutzutage noch auf die klassische Medienarbeit – Interviews mit Reportern, Erscheinen auf Pressekonferenzen, Abgeben von Statements in die Fernsehkamera am Spielfeldrand – und welcher auf Vereinsarbeit oder Eigenpromotion – clubgemachte Trainingsvideos oder Interviewbeiträge, Werbedrehs, Promotionaktionen vor Ort (Besuch im Kinderheim, Autogrammstunde, etc.)?

Nach einem Spiel sind die Profis schon noch viel mit klassischer Medienarbeit beschäftigt, gerade unter der Woche oder in der Freizeit stehen aber viele Termine für Sponsoren oder Klubmedien an. Das ist im Laufe der Jahre immer mehr geworden. 

“Die Partien gegen den FC Arsenal und Real Madrid haben mir gut gefallen, da war – für Testspiele – schon ein ordentliches Tempo drin. Generell denke ich, dass dem FCB der Sommer ohne Turnier gut tun wird.”Jonas Austermann, über die sportliche Perspektive der US-Tour

In den USA war es beeindruckend, einen Blick auf die vollständige Liste aller Termine zu werfen. Da war wirklich alles dabei: internationale und nationale Medien, Sponsorenevents und Fanclubs – zudem noch zehn teils harte Trainingseinheiten. Sponsorentermine sind übrigens auch für uns Reporter sehr interessant, denn nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung gibt es oft noch die Möglichkeit auf eine kleine Presserunde oder sogar Einzelgespräche mit den Spielern.

Welchen Mehrwert für den Fan kann ein Reporter der TZ bringen, wenn der Verein und die Spieler sich selbst und mit Ihren Sponsoren 24/7 über die eigenen Kanäle direkt in das Leben der Fans katapultieren?

Verein und Spieler stellen sich stets so dar, wie sie wahrgenommen werden wollen. Die Aufgabe aller Journalisten ist es, auch Informationen herauszubekommen und zu verbreiten, die von den Akteuren unter Verschluss gehalten werden wollen. Die Wahrheit ist eben manchmal unangenehm. 

Eine weitere wichtige Rolle der Presse ist es, reine Nachrichten für die Leser einzuordnen und in einen Kontext zu setzen. Der Leser soll mit einer Tatsache nicht alleine gelassen werden. Im Boulevard-Journalismus spielen die sozialen Medien zweifelsohne eine wichtige Rolle, selbst zu einem Muskel-Foto von Robert Lewandowski können wir aber theoretisch einen Mehrwert liefern – und sei es, mit einem Fitnessexperten über Lewandowskis Übungen zu sprechen.

Wie sieht so ein Tagesablauf als Reporter auf Tour aus? Spiele und Trainings anschauen, Artikel verfassen und Telefonate mit der Redaktion daheim? 

Dank der Zeitverschiebung in den USA konnte ich tagsüber in aller Ruhe die verschiedenen Termine besuchen und Themen ordnen. Als reiner Printreporter musste ich so gut wie nie sofort etwas schreiben. Dafür gingen die Schichten in der Nacht regelmäßig bis 2 oder 3 Uhr. Die Themen und die ungefähren Längen hatte ich meist schon in der Nacht zuvor mit dem Sportchef abgesprochen. Da ich die Tage in den USA nicht komplett verschlafen wollte, gab es oft unter sieben Stunden Schlaf. Nach einer Woche habe ich das dann auch gemerkt.

Dass die vielen Flüge schlauchen, liegt auf der Hand.”
(Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Ein Journalistenkollege hat seine Teilnahme am Trainingslager in Katar mal als “Einmensch-Content-Maschine” beschrieben. Videoproduktion, Podcastaufnahme, Social-Media-Postings und “nebenbei” auch mal einen Text schreiben. Wie lief das bei Dir ab? Wie viel Hardware und Software musst Du beherrschen für so einen Trip?

Ich brauchte nur meine zwei Handys (ein dienstliches, ein privates) und meinen Laptop. Print und Online sind bei der tz noch klar getrennt, deswegen habe ich ausschließlich Texte geliefert. Privat bin ich auch bei Twitter unterwegs, das hat für mich aber nicht Priorität, sondern wird nebenbei gefüttert.

Hast du während der Tour ein fixes Quotum an Berichten, die du pro Tag oder pro Woche veröffentlichen musst?

Fix war das nicht, aber zwischen drei und fünf Texten mit unterschiedlichen Längen habe ich jeden Tag geliefert. Damit haben die Kollegen in München etwa zwei Seiten gefüllt. Zur Einordnung: Das sind ungefähr 8000 Zeichen gewesen. Außerdem musste ich für Reisetage oder ereignisärmere Tage ein paar Geschichten auf Lager haben, zum Beispiel das Interview mit MLS-Champion Julian Gressel.

Bleibt da überhaupt noch Zeit, auch ein bisschen privat die Städte zu erkunden? Los Angeles, Houston und Kansas City klingen als Tourist schon etwas verlockend.

In Los Angeles hatten wir das große Glück, einen Tag fast komplett ohne Termine zu erwischen. Das habe ich mit zwei Kollegen gleich ausgenutzt. Wir sind zum Santa Monica Pier gefahren und von dort aus mit dem E-Bike weiter nach Venice Beach. Houston war weniger verlockend – zumindest die Ecke, in der wir Journalisten unser Hotel hatten. Kansas City hingegen war sehr grün und weniger überfüllt als die anderen beiden Städte, das hat mir sehr gut gefallen. Auf den Fahrten zu Terminen erzählen die lokalen Reiseführer auch immer ein bisschen was über die Stadt.

Die US-Tour als Vorbereitung

Wenn wir jetzt mal auf die Mannschaft blicken: Welchen Eindruck hat der FC Bayern in den USA bei dir sportlich hinterlassen?

Die Partien gegen den FC Arsenal und Real Madrid haben mir gut gefallen, da war – für Testspiele – schon ein ordentliches Tempo drin. Dem dritten und letzten Spiel gegen den AC Mailand war anzumerken, dass die Bayern bereit für die Rückreise direkt im Anschluss waren. Generell denke ich, dass dem FCB der Sommer ohne internationales Turnier gut tun wird. Alle Leistungsträger dürften früh auf einem ähnlichen Fitnessstand sein, bis auf 80-Millionen-Mann Lucas Hernández.

“Flick wirkte in den Trainingseinheiten sehr präsent und im Vergleich zu seinem Vorgänger Peter Hermann etwas offener und lauter.”
(Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Du hast die drei Spiele der Bayern schon angesprochen. Immerhin konnte man ja zwei der drei Begegnungen gegen die klanghaften Gegner FC Arsenal, Real Madrid und AC Mailand gewinnen. Vielleicht kannst du noch etwas konkreter auf die einzelnen Spiele eingehen. Mit welchem Gefühl bist du jeweils aus der Arena gegangen?

Gegen Arsenal wirkten die Bayern vor allem im zweiten Durchgang defensiv noch sehr anfällig, da waren viele leichtsinnige Fehler dabei. Offensiv war die Leistung in allen drei Partien ansprechend. Spielern und Verantwortlichen hat der klare Sieg gegen Real besonders gut geschmeckt. Auch wenn es nur ein Testkick war, hat das einen ordentlichen Schub fürs Selbstbewusstsein gegeben. Gegen Milan in Kansas City haben einige wichtige Spieler angeschlagen gefehlt (Gnabry, Martínez, Lewandowski) und trotzdem hat der FCB das Spiel souverän gewonnen. Erschreckend fand ich bei der Partie, was aus dem einst so großen AC Mailand geworden ist.

In den letzten Tagen wurde viel über den neuen Co-Trainer Hansi Flick berichtet. Welche Rolle hat er in den USA auf dem Trainingsplatz und im Umgang mit den Spielern eingenommen? Ist eine andere Rollenaufteilung im Vergleich zu seinem Vorgänger in der Vorsaison erkennbar?

Flick wirkte bei den beiden Trainingseinheiten, die wir sehen durften, sehr präsent. Er schnappte sich Spieler auch mal für Einzelgespräche und scherzte mit ihnen. Immer wieder war gut zu hören, wie er lobte – gerne auch Renato Sanches. Das alles wirkte so, als käme er im Kreis der Mannschaft sehr gut an. Zudem übernimmt Flick im Training selbst auch viele Übungen, leitet an. Im Vergleich zu seinem Vorgänger Peter Hermann wirkt Flick etwas offener und lauter.

Welche Spieler sind für dich die Gewinner der Tour und warum?

Renato Sanches und Thiago. Sanches galt noch vor der USA-Tour als abwanderungswillig, verständigte sich in Los Angeles bei einem Kaffee mit Karl-Heinz Rummenigge aber endgültig darauf, einen neuen Anlauf zu nehmen. Und seinen Worten ließ Sanches gegen Real und Milan Taten folgen. Er ist für mich ein Spielertyp, den es im Mittelfeld nur einmal gibt. Wenn er seine Sololäufe und seine Zweikampfstärke clever einsetzt, kann es diese Saison wirklich etwas werden mit ihm. 

Thiago hat als alleiniger Sechser im 4-3-3 unglaublich dominant und sicher agiert. Gegen Real wackelten die Bayern bedenklich, als er rausging. Damit hat er seinen Chefstatus im Mittelfeld einmal mehr untermauert.

Die US-Tour als Marketing-Plattform

Wie würdest du die US-Tour insgesamt bewerten: Wie wichtig war für den FC Bayern die sportliche Seite im Vergleich zu ihrem Marketingaspekt?

Das Sportliche musste sich in den zehn Tagen dem Wirtschaftlichen unterordnen, das ist ganz klar. Aber die drei Testspielgegner waren gut, Niko Kovač hat seine Trainingseinheiten unter guten Bedingungen durchziehen können. Dass die vielen Flüge schlauchen, liegt auf der Hand. Da ging es uns Journalisten nicht anders.

Wie schätzt du den Marketingwert dieser Tour für den FC Bayern ein? Hat der Verein mit dieser Reise tatsächlich sein Image in den USA stärken oder substantiell neue Fans dort gewinnen können?

Das ist für mich ganz schwierig zu beurteilen. Klar ist, dass in allen Stadien viele Bayern- bzw. Deutschland-Fans dabei waren. Sowohl in Los Angeles als auch in Houston waren die Roten in der Unterzahl. Ich denke aber, dass der Klub alleine mit seiner Anwesenheit ein paar neue Anhänger hinzugewinnen kann. Als sehr positiv habe ich empfunden, dass der FC Bayern mit der Eröffnung der Wanderausstellung „Verehrt – verfolgt – vergessen“ im Los Angeles Museum of the Holocaust eine politische Botschaft gesendet hat.

Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge bei einem der vielen Werbetermine.
(Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Sind solche Reisen aus der Marketingsicht eines Vereins deiner Meinung nach in den Zeiten von Instagram, Facebook und Twitter sowie weltweit abrufbarem Club-TV überhaupt noch sinnvoll, oder bedeuten sie nicht vielleicht eher eine unnötigen Verbrauch menschlicher und finanzieller Ressourcen, die vielleicht besser in den nächsten Transfer investiert wären?

Ich glaube schon, dass der Klub – wenn er den amerikanischen und chinesischen Markt erobern will – vor Ort sein muss. Nur mit Instagram, Facebook und Co. wird es nicht gelingen, den Vereinen aus der englischen Premier League den Rang abzulaufen. Dafür muss man den FCB zum Anfassen präsentieren – mit aktuellen Profis, Legenden und Vorstandsmitgliedern.

Ich weiß nicht genau, wie die Bilanz hier in München ausfällt, aber andere Klubs haben auf solchen Touren finanzielle Gewinne eingefahren. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch der FCB noch ein paar Dollar mehr mit in die Heimat gebracht hat. Und selbst wenn sich die Reise nicht unmittelbar monetär auszahlt, dann doch auf lange Sicht.

Karl-Heinz Rummenigge sprach von einer sehr gelungenen Reise auf allen Ebenen. Viele Medien berichteten von einem FC Bayern, der sich sehr nahbar gab. In Deutschland gab es nicht wenige Fans, die genau das daheim vermissen. Dein Eindruck: Wäre es aus Sicht des FC Bayern sinnvoll, seinen internationalen Vermarktungsansatz mit Nahbarkeit und Ortsterminen auch hier bei uns in Deutschland umzusetzen?

Mein Kollege Manuel Bonke und ich haben kurz vor der US-Reise ein Interview mit Jörg Wacker, Vorstand für Internationalisierung und Strategie, geführt. Genau diese Frage haben wir ihm auch gestellt. Er hat darauf verwiesen, dass der FC Bayern an 355 Tagen im Jahr in Deutschland, vielleicht in Europa, unterwegs ist. Zudem steht in der kommenden Woche wieder das Trainingslager am Tegernsee an, auch dort gibt sich der Klub fannah und veranstaltet öffentliche Einheiten – wenn auch deutlich weniger als noch im Vorjahr. 

“Als sehr positiv habe ich empfunden, dass der FC Bayern mit der Eröffnung der Wanderausstellung „Verehrt – verfolgt – vergessen“ im Los Angeles Museum of the Holocaust eine politische Botschaft gesendet hat.”Jonas Austermann, über die Werbewirkung des FC Bayern in Amerika

Jörg Wacker sagte uns auch: „Die Fans in Shanghai und New York sind genauso unsere Fans wie die in Pasing.“ Das mag für den einen oder anderen hart klingen, ist aber wohl der einzig gangbare Weg, wenn der Klub auch finanziell im Konzert der ganz Großen mithalten will.

Die Stadien bei den Spielen waren größtenteils ausverkauft. Wie unterscheidet sich der amerikanische vom deutschen Fan und wie begeistert waren die Amerikaner vom FC Bayern im Allgemeinen und von welchen Spielern im Speziellen?

Der amerikanische Fan kommt kurz vor knapp ins Stadion und steht auch gerne während des Spiels auf, um sich etwas zu trinken oder zu essen zu holen. Dass jede Szene die Entscheidung bringen kann, ist da offenbar noch nicht so angekommen. Besonders zelebriert wird natürlich die Nationalhymne, die vor jedem ICC-Spiel live gesungen wurde. Neben Bayern-Trikots waren auch viele Leiberl der deutschen Nationalmannschaft in den Stadien zu sehen – vereinzelt sogar BVB-Trikots. Besonders begeistert waren die Amerikaner von Manuel Neuer. Vor allem dessen Ausflüge aus dem Strafraum sorgten immer wieder für ein lautes Raunen.

Zum Abschluss würden wir noch gerne eine kleine Saisonprognose von dir hören: Schafft es der FC Bayern trotz der verstärkten Dortmunder den Titel zu verteidigen und wie weit kann es in der Champions League gehen?

Ich glaube, dass sich die beiden Topfavoriten Bayern und Dortmund noch weniger Niederlagen als in der vergangenen Saison leisten dürfen, damals waren es jeweils vier. Wenn Lucien Favre beim BVB alle Puzzleteile perfekt zusammensetzt, wird es für den FCB eine ganz harte Saison. Dennoch glaube ich, dass die Münchner die beste erste Elf in der Bundesliga haben. 

Alles weitere hängt natürlich auch davon ab, wenn Hasan Salihamidžić noch an die Säbener Straße holt. In der Champions League wird es für Kovač und sein Team wieder hart, das Viertelfinale sollte aber drin sein. Unter den Top vier in Europa sehe ich den FC Bayern nicht.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Gute Idee, interessantes Interview.
    Es wird auch auf einen etwas vernachlässigten Effekt hingewiesen. Wie segensreich eine Vorbereitung ohne vorhergehende WM sein kann.
    Wir haben dieses Jahr bisher auch noch Glück mit Verletzungen (wobei das auch schon mutmaßlich ein “WM-Effekt” sein könnte), so dass sich der komplette Kader (so wie er eben ist), mit Ausnahme Hernandez, über Wochen hinweg konzentriert vorbereiten und trainieren konnte.
    Kein Vergleich mit letztem Jahr als Woche für Woche müde und/oder mental angeschlagene Spieler in den Kader tröpfelten.
    Das ist ein Punkt den man, neben dem sowieso kaum einschätzbaren “Flick-Effekt”, wenn man von einer der besten Vorbereitungen der letzten Jahre spricht mit ins Kalkül ziehen sollte.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Vielleicht sollte man noch einmal daran erinnern, dass Herr Austermann für die tz arbeitet. Deshalb bedeuten manche Sätze u.U. auch etwas anderes als bei einem seriösen Journalisten. “Die Aufgabe aller Journalisten ist es, auch Informationen herauszubekommen und zu verbreiten, die von den Akteuren unter Verschluss gehalten werden wollen. Die Wahrheit ist eben manchmal unangenehm.” Ganz oft ist die Wahrheit vor allem der tz unangenehm, weil sie nämlich nicht die Stories hergibt, die dort benötigt werden. Ganz großes Heuchel-Tennis. Und dieser Satz hängt wohl auch eher als Kalenderblatt über dem tz-PC, oder? “Eine weitere wichtige Rolle der Presse ist es, reine Nachrichten für die Leser einzuordnen und in einen Kontext zu setzen.”

      Justin zeigt sich in diesem Blog zuweilen als Kämpfer für seine politischen und sozialen Überzeugungen, die ich oft auch teile. Aber warum dann einen Mitarbeiter eines Verdummungsblattes zu Wort kommen lassen? Und warum wird hier nur nach dem “Verbrauch menschlicher und finanzieller Ressourcen” gefragt und nicht nach dem Klimaschaden, den so ein Massenfliegerei anrichtet? Wie gesagt, wenn es hier immer und wirklich nur um Fußball ginge, würde ich solche Punkte nicht anbringen. Aber wenn Justin in seinem Fußballblog (zuweilen oberlehrerhaft) auf die Richtigkeit seiner politischen Standpunkte hinweisen darf, sei mir als Leser das auch erlaubt.

  2. In der Tat ein tolles Interview mit vielen Einblicken in den Ablauf so einer Reise, die mir ansonsten verschlossen geblieben wären. Tolle Idee und Umsetzung!

  3. Super Fragen, die das ganze Spektrum abdecken. Ein extrem gut gelungener Einblick hinter die Kulissen.

  4. Dem schließe ich mich an! Mal ein sehr gelungener Blick auf Abläufe, die uns sonst verborgen bleiben. Und es wird doch mehr als deutlich, welch riesiger Aufwand mittlerweile betrieben werden muss, um die Strahlkraft unseres Vereines zu erhöhen.
    Interessant finde ich, dass unser Verein Journalisten einlädt und für sie Organisation und Kosten übernimmt. Möglicher Weise aber wird der eine oder andere Medienmitarbeiter unbewußt dadurch auch etwas zurückhaltender mit kritischen Äußerungen, denn wer beisst schon die Hand, die ihn füttert? Insofern nachvollziehbar, dass Mitarbeiter anderer Sportmedien die US-Reise für sich selbst organisiert haben! Die wiederum finanziell sicherlich andere Rahmenbedingungen haben als die Sportredaktionen der Münchner Lokalzeitungen!
    Schwierige Gratwanderung.

    Bemerkenswert finde ich die weitgehende Übereinstimmung hinsichtlich der sportlichen Einschätzung der drei Spiele zwischen Austermann und MSR bzw. uns Foristen, aber aber auch die Einschätzung hinsichtlich der Wirkung von Flick. Den hätte ich tatsächlich nicht so engagiert und sich in den Vordergrund stellend erwartet, von daher muss ich wohl meine Überlegung, Flick könnte auch mit Blick auf einen möglichen Ersatz für “Brazzo” eingestellt worden sein, revidieren. So, wie es aussieht, wird Flick auf Kovac folgen, sollte unser aktueller Chefcoach vor Ablauf des Vertrages freigestellt werden. Und die nächste Krise kommt bestimmt!

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    1. > Interessant finde ich, dass unser Verein Journalisten einlädt und für sie Organisation und Kosten übernimmt.

      Dass auch die Kosten übernommen werden, hätte ich jetzt nicht rausgelesen…

    2. Nur weil der FCB die Tour fuer Journos ueber ihre Tochterfirma organisiert heisst das nicht das wir die Kosten uebernehmen.
      Das waere aus verschiedenen Gruenden mmn auch nicht moeglich

    3. Bedeutet dein letzter Satz, dass die letzte Krise schon beendet ist? Das wäre ein Fortschritt :-)

    4. Auf die Idee, dass Flick der potentielle Brazzo Nachfolger sein könnte, bin ich gar nicht gekommen. Wie schon bemerkt, ist er in meinen Augen Teil 1 eines Zweistufenplans von Kalle: Kovac bei nächster Gelegenheit schassen mit Flick als dessen Nachfolger und dann Verpflichtung eines ihm genehmen “großen” Trainers für die nächste Saison.

      Aber vielleicht müssen ja inzwischen nicht nur unsere Spieler polyvalent einsetzbar sein, sondern auch die Funktionäre ;-)

      1. +1, waren exakt meine Gedanken. Nachdem Jupp, Gottmar und der Kaiser (:-)) beim besten Willen keine Brandlöscher mehr bei uns spielen können, wird beizeiten ein neuer positioniert.

      2. Na ja, immerhin hat Flick ja Erfahrungen als Funktionär, nicht nur als Trainer! Gerade auch die Zeiten jenseits des Trainingsplatzes dürften ihm viele Einblicke und Erkenntnisse gegeben haben, die ihm im Aufgabenbereich des Sportdirektors zum Vorteil gereichen dürften. Im Zusammenspiel(!) mit der Trainerausbildung wäre er als SpoDi meiner Ansicht nach goldrichtig!

    5. Na, daran habe ich nun überhaupt keinen Zweifel! Wenn der FCB einlädt und organisiert, wird er auch die Kosten für die eingeladenen Journalisten übernehmen. Wäre ja sonst auch albern, schließlich ist der FCB kein Reisebüro für gestresste Journos. Aber, ok, ich kenne die Gepflogenheiten in der Sportbranche nicht, aber es wäre ungewöhlich, wenn die eingeladenen Leute ihr Ticket selbst bezahlen müssten. Das andere wäre eine reine Akreditierungsliste, auf der natürlich mehr Leute stehen, zum Beispiel die Mitarbeiter vom Kicker.

    6. AntwortsymbolJonas Austermann Seite 02.08.2019 - 18:56

      Hi Osrig,
      es ist natürlich keinesfalls so, dass der Klub die Journalisten zur USA-Tour einlädt. Wir zahlen einen mittleren vierstelligen Betrag dafür. Alles andere ließe sich mit der journalistischen Unabhängigkeit absolut nicht vereinbaren.

      Sorry, wenn ich mich da unklar ausgedrückt habe.

      1. Sehr schön, dass man her auch Antworten aus erster Hand bekommt. :-)
        Danke dafür.

      2. Danke für die offene Anwort! Das hatte ich anders gelesen und eingeschätzt! Ist nunmal auch keine Fortbildungsveranstaltung, so eine Reise. ^^
        Ist aber gut zu wissen, dass ihr unabhängig seid :-)

  5. Böser Artikel auf fussballtransfers.com:

    http://www.fussballtransfers.com/ft-kurve/fc-bayern-verhandlungsgeschick-ist-anders_107265

    Ganz so negativ sehe ich es nicht, aber es ist schon auffällig, dass wir momentan eher verzweifelt in Fußballeuropa hausieren gehen.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sehe das leider so wie der Autor. Bis auf eine Ausnahme:

      Und selbst wenn Sané am Ende doch nach München kommt, mit Ruhm bekleckert hat sich der Rekordmeister in diesem Transfersommer nicht. Stichwort: Außendarstellung. Derzeit ist eher wieder Hollywood angesagt an der Säbener Straße.

      “Hollywood” wäre großes Kino. Das was wir momentan nach außen präsentieren ist mehr ein Provinz-Theater. Kann mich in den vergangenen 40 Jahren nicht daran erinnern, dass der FCB mal Teil einer solchen Wechselposse war. Die Rolle haben wir immer den Anderen überlassen…

      1. Zwei Sekunden überlegt und schon fallen mir die Wechsel von Makaay und Deisler ein. Ich will gar nicht weiter überlegen.

      2. War das damals bei den Beiden tatsächlich auch so ein Zinnober wie bei Sane? Ok, dann kommt es mir jetzt vielleicht nur aufgrund des Zeitalters der Social Media bei Sane schlimmer vor.

      3. Nein, Makaay lief relativ normal – Bayern wollte ihn haben, und hat ihn dann auch ziemlich schnell bekommen. Zeitraum von “wir wollen” bis “hier isser” war so 2 Wochen, wenn ich mich recht erinnere. Die kurzfristige mediale Aufregung bezog sich darauf, daß Bayern ganz gern ein bissl weniger gezahlt hätte, der Depor-Präsident aber gut gepokert hat.

        Dieses monatelange Hickhack um Sané ist schon ein Novum in der Vereinsgeschichte. Zumal ja noch hinzu kommt, daß speziell Sané, oder zumindest ein CL-erfahrener Spieler, der die offensive Außenposition spielen kann, ein absolutes Muß für den Kader ist. Es ist schon rätselhaft, wie man sich auf ein derartiges Va-banque Spiel einlassen kann. Meines Erachtens hätte man spätestens Mitte Juni die 1B-Lösung einfädeln müssen, auch um eine bessere Verhandlungsposition zu haben.

        Daß man dann auch mehr finanziellen Spielraum bei der anderen dringenden Baustelle gehabt hätte (Thiago-Ersatz!?), wäre ein angenehmer Nebeneffekt gewesen…

      4. Na so normal lief der Makaay-Deal nicht. Kam auch letztlich nur zustande, weil Makaay durch Gehaltsverzicht einen Teil der Ablösesumme selbst gezahlt hat.

        https://m.spiegel.de/sport/fussball/makaay-zank-deportivo-boss-verhoehnt-die-bayern-a-261096.html

      5. AntwortsymbolUsedomspotter Seite 02.08.2019 - 19:20

        Wenn die kolportierten 100 oder mittlerweile sogar 160 Millionen Euro Ablöse für Sané wirklich stimmen, lässt der FCB hoffentlich die Finger von ihm. Das Geld ist er niemals wert.

  6. https://www.kicker.de/754646/artikel

    Mal eine positive Nachricht, abseits der Sane-Absurditäten!
    Hoffentlich wird der Wunsch der Kollegen erfüllt!

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Ich denke mal, dass das jetzt nur noch an Boa selbst liegt – ob er bleiben will oder doch lieber eine neue Herausforderung sucht. Seitens des Vereins waren die Äußerungen in Bezug auf ihn ja zuletzt wieder positiv.

  7. SZ meldet jetzt auch das Sane sich fuer den FCB entschieden haben soll, normalerweise bringen die ja so eine Meldung als Fakt nur wenn es gut recherchiert ist.
    Sollte es so sein dann geht es jetzt tatsächlich “nur” noch um die Abloese.
    Und da wird ManCity einlenken weil sie den Transfer auch machen wollen wenn Sane gehen will.
    Denke an den ursprünglich geforderten 100mio GBP fuehrt kein Weg vorbei.

    Egal wie sie es lesen Sane ist ein Spieler der den Unterschied macht und wird uns sofort massiv verbessern.
    Er ist kaum verletzt und einfach besser als Coman.

    Sollte dann Havertz noch naechstes Jahr zu uns kommen haetten wir einen sehr sehr starken Kader.

  8. Sollte Sane nicht klappen dann haben wir ein richtiges Problem. Alle Alternativen sind inzwischen vom Markt, Hudson-Odoi, Malcolm, Pepe

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. @Chucky: Ziyech, Bergwijn, Bailey wären noch zu haben…

  9. Sane wird schon kommen. Aber für welchen Preis?
    Und ist es gerechtfertigt so lange öffentlich um einen Spieler gebuhlt zu haben uns damit den Preis immer höher getrieben zu haben?

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. https://www.t-online.de/sport/fussball/bundesliga/id_86203976/fc-bayern-der-transfer-von-leroy-sane-ist-noch-lange-nicht-genug.html

      Alles legitime Punkte. Was würde das für die anstehende Vertragsverlängerung von Lewa bedeuten? Für weniger als das Sane-Gehalt wird er sicher nicht unterschreiben…
      Ich habe mir immer gewünscht, dass wir den Wahnsinn niemals mitmachen! Natürlich haben wir dann wohl vorerst keine Chance mehr in der CL was zu reißen, aber für EINEN Spieler die ganze Vereinsphilosophie ad absurdum zu führen, ist auch nicht der richtige Weg!
      Lieber bleibe ich mit vernünftigem Wirtschaften die klare Nummer 1 der Buli und backe international kleinere Brötchen (fürs Viertel- und Halbfinale reicht es trotzdem, wenn die Jungs zum richtigen Zeitpunkt fit sind) als Unsummen für vermeintliche Heilsbringer wegzuballern…

      Sane ist klasse und wahrscheinlich nen Tick besser als Cobry, aber zu den kolpoltierten Vertragskonditionen ein zu großes Risiko.
      IMO sollte man die Grenze bei 100 Mio. Ablöse und 15 Mio. Gehalt setzen, was immer noch mehr wäre als das neue Gehaltsangebot von City…

      1. Ich weiß nicht, ob die Linie zum Wahnsinn wirklich zwischen 100+15 Mio und 130+18 Mio zu ziehen ist, da ich persönlich keinen Grund sehe, warum ein einzelner Mensch überhaupt auch nur eine halbe Million im Jahr verdienen sollte. Für mich bewegen wir uns im Profi-Fußball eh schon lange im kapitalistischen Wahnsinn. Ob der jetzt etwas moderater oder betonter ausfällt ist da recht egal, finde ich.

        Richtig ist natürlich die Überlegung, ob Sané den Mehrpreis gegenüber zB Brandt oder Bergwijn wirklich wert ist: Ist er wirklich vier Mal so gut wie Brandt? Sicherlich nein, er ist aber vielleicht die paar Prozentpunkte besser, die den Unterschied zwischen internationaler Mittelklasse und Spitzenklasse ausmachen können (Betonung auf ‘können’). Du votierst eher für die Mittelklasse, was zB heißen würde Bergwijn und Ziyech zusammen für etwa die Hälfte des Sané-Geldes zu verpflichten. Ich glaube aber kaum, dass es mit diesen Spielern trotzdem für Viertel- und Halbfinale reichen wird, wenn man sich ansieht, dass es allein 4 (eigentlich 6) englische Teams, PSG, Barca, Real, Atleti und Juve gibt, die von Anspruch und Finanzkraft her auch da reinwollen und das entsprechende Geld auch in die Hand nehmen.
        Heißt: Mit der Mittelklasse-Strategie landet man (wenn man sie länger fährt) absehbar als Gruppenzweiter im Achtelfinale, mit Glück im Viertelfinale, ist aber prinzipiell chancenlos im Wettbewerb. Und das würde unserem sportlichen und finanziellen Standing einfach nicht gerecht, finde ich. Daher müssen wir nach den Sanés dieser Welt greifen. Ob sie dann 100, 120, 150 Millionen wert sind, muss man im Einzelfall entscheiden, aber eben nicht prinzipiell negativ beantworten.

      2. Sehe das genauso wie @Liza

        Die Frage ist was man mittel- und langfristig erreichen will. Einigkeit besteht wohl darin, dass es nicht (“nur”) das nationale Double sein kann. Ein Verein wie der FCB (s.o. unter den Top3) muss per se mehr wollen. Um überhaupt die Chance zu haben muss man Risiken eingehen. Da reicht es nicht auf Nummer sicher zu gehen und – bei allem Respekt – die Spieler zu holen, die der BVB verpflichtet hat. Das sind alles gute Bundesligakicker, helfen dir aber wahrscheinlich (!) nicht wenn es um die ganz großen Pokale geht. Deswegen ist mir in der Tat EIN 100 Mio Transfer lieber als 2-3 kleinere die in Summe auch dahin kommen.

        Ob das Sané jetzt wert ist sei dahingestellt. PSG hat auch die 400 Mio ausgegeben und im Grunde mehr erwartet als CL 1/4-Finale. Aber wenn man die Chance haben will muss man es tun. Und außer für Mbappe würde ich aktuell für keinen Spieler soviel ausgeben wie jetzt für Sané. Vermarktungstechnisch wird uns das hohe Umsätze bringen. 1-2 Mal wenn er uns hilft ins CL-Halbfinale zu kommen macht auch etliche Millionen aus.

        Selbst wenn er komplett floppt – was nicht zu erwarten ist – zahlt in 2-3 Jahren irgendein Scheichclub die gleiche Ablöse wieder. So come on. Fixt das Ding und dann sehen wir weiter. Ich steuer einen Trikotkauf dazu bei :)

      3. Es gibt da eine “Weisheit” oder Erkenntnis des US Sports, dergestalt sich gerade die größten Deals langfristig als die größten Schnäppchen herausgestellt haben.
        Vielleicht erinnern sich manche noch an 2009 als Robben kam. Das war der falsche Spieler, für die falsche Position, viel zu teuer. Nun würde Bayern deswegen zum erstmals die Kreditabteilung aufsuchen müssen, das wäre die verzweifelte letzte Patrone eines Klubs, der vor dem langfristigen Abstieg stünde. Nun ja, knapp daneben.

        Und noch was zu den vermeintlichen Billigspielern. Ein (leider wirklich reales) Problem ist, dass es für Klubs wie uns (und daran sieht man, dass wir durchaus und absolut noch zu den Großen zählen) so gut wie keine Billigspieler mehr gibt. D.h. wenn Brazzo da zum Telefonhörer greift, verdoppelt sich die aufgerufene Summe doch sofort. Wenn wir z.B. Bergwijn und Ziyech verpflichten würden, wäre das nie mit der Hälfte des Sane-Geldes getan, nur weil das vielleicht in irgendwelchen Marktwerttabellen steht.

  10. Unabhängig von Sané fehlen uns noch mind. 2 Spieler. Warum kommen die nicht jetzt parallel zu den Sané-Verhandlungen. Da kann man doch weiterarbeiten?!

    Hassan macht sich wirklich lächerlich.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Lasst uns einfach mal abwarten – ich bin mir sicher, nach dem ganzen Sane Zirkus wird es die ein oder andere Erklärung des Clubs zum “merkwürdigen” Transfergebahren geben.

    2. Nimm dir ein Beispiel am 918. Mit etwas gutem Willen und ein bischen Grips kann man den Vornamen von Salihamidzic richtig schreiben. Du schaffst das! Außerdem könnte es sein, dass die Transfers in einem Abwasch verkündet werden.
      Wenn ich die Aussagen unseres Vorstandsvorsitzen bzgl. der Positionen 17-20 richtig verstehe, dann bezweifle ich, dass zusätzlich zu Sane noch mindestens zwei Spieler geholt werden. Einer fürs Mittelfeld, dann hätten wir 17 “gestandene” Feldspieler. Dazu Davies, Arp und Singh.

  11. City will zwar über 100 Mio für Sane, die kolportierten 150 Mio sind aber voll falsch und überzogen. Der entscheidenden Punkt ist, dass Sane sich für uns entschieden hat. Also ist jetzt die Frage nicht mehr “Kommt er”, sondern nur noch “Wann kommt er”.
    Ich gehe davon aus, dass er spätestens bis übernächsten Montag bei uns präsentiert wird.

    Das UEFA 5-Jahres-Punkte-Ranking listet uns im Übrigen nach Real (146 Pkt) und Barcelona (138) mit 128 Pkt auf Platz 3. Auf den Plätzen 4 bis 6 folgen Atletico (127), Juve (124) und City (106). Auf Platz 7 überraschend Sevilla (104); Paris (103), Arsenal (101) und Porto (93) komplettieren die Top 10. Liverpool liegt (wegen der schlechten ersten drei Jahre dieser Wertung) mit 91 Punkten nur auf Platz 11. Der BVB als einzige weitere deutsche Mannschaft in den Top 20 landet mit 85 Punkten auf Platz 13.

    So gesehen dürften wir für Top Spieler schon noch als attraktives Wechselziel gelten.

  12. Wenn dieser Bericht stimmt dann haben die DFL und Seifert einen großen Wurf gelandet.

    NBC zahlt der EPL USD 1 Mrd p.a. mal sehen was die DFL bekommt.

    WaltDisney wird dann wohl ihre Streamingkanaele ESPN+(DAZN like) mit Disney+ (Netflix like) zusammenlegen.
    Dh eine riesige OTT Plattform was wohl die Zukunft sein wird.

    Mal sehen wie DAZN dagegen agieren wird bzw Comcast denen ja NBC (die die internationalen Rechte der EPL halten) und SKY gehoert.

    Waere natuerlich super wenn ESPN auch fuer die nationalen Rechte motbieten wuerde um mal in Richtung der EPL zu kommen.
    Denn es ist ja klar wenn Comcast/NBC/Sky so viel fuer die EPL zahlen sind sie fuer die Buli geiziger.

    Die EPL bekommt fuer den 3Jahreszyklus 2019/2022
    GBP 4,2 Mrd international (1,4 p.a.)
    GBP 5,0 Mrd national (1,67 p.a.)

    Die DFL bekommt ca 1,2 Mrd Euro p.a. national und ca 0,3 Mrd p.a. Euro international.

    Das heisst die EPL bekommt fuer mind. 2 Jahre weiterhin das doppelte.

    Da die nationalen TV Einnahmen stagnieren und die internationalen um 30% gestiegen sind kann man davon ausgehen das der FCB sich und der DFL ein Riesengefallen getan haben jetzt nochmal in die USA zu reisen um der DFL eine moeglichst gute Verhandlungsposition verschafft zu haben.

    In jedem Fall sind die Prognosen von Uli das der Markt und damit die Abloesen kollabieren eine voellig Fehleinschaetzubg gewesen.

    Und deshalb ist es richtig jetzt bei Sane zuzuschlagen

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  13. Ulis Aussage zu kollabierenden Märkten und platzenden Blasen waren ja ein erster Indikator für beginnenden Realitätsverlust: Warum sollte der – sicherlich obszöne – Spielermarkt kollabieren, solange immer wieder frisches Geld zugeführt wird?

    In München warten viele gestresste Mieter seit 30 Jahren darauf, dass die Immobilienblase kollabiert. Passiert ist das Gegenteil. Wie auch anders, solange mehr Menschen zuziehen als abwandern.

    Als langjähriger Fan findet man die Exzesse der letzten Jahre sicherlich und zu Recht absurd. Ein Gesundschrumpfen kann aber, wie in der Wirtschaft, nur durch zwei Mechanismen erreicht werden:

    1) Selbststeuerung: Weniger Nachfrage -> weniger Geld ->Blase schrumpft. Aktuell eher unwahrscheinlich, zumal, wie 918 ganz richtig feststellt, neues Geld über die Streaminganbier fließen wird.
    2) Fremdsteuerung: Über Regulierung von aussen, wie etwa FPP. Das funktioniert schon in der freien Wirtschaft selten. Im Fussball mit den vielen nur bedingt seriösen Protagonisten könnte das nur durch strengste Vorgaben der FIFA(!) erreicht werden. Ich schmeiss’ mich gleich weg vor Lachen. :-)

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. FFP faengt langsam an zu greifen.
      Erstens muss man immer die 3 Jahresperioden sehen und zweitens abwarten was aus den untersuchungen zu den manipulierten sponsorvertraegen bei MCFC und PSG herauskommt.
      Denke beide werden zurecht bestraft.
      PSG wird Neymar verkaufen muessen genau wie MCFC Sane wenn er um Freigabe bittet. Barca Real und Juve muessen auch verkaufen. Das bodenlose unkontrollierte Geldreinbuttern hat jedenfalls ein Ende.

      Mal den letzten UEFA licensing Report lesen da sieht man das FFP schon anfaengt zu wirken.

      https://www.uefa.com/insideuefa/protecting-the-game/club-licensing-and-financial-fair-play/news/newsid=2589785.html

    2. Das FFP wird in der Öffentlichkeit zu Unrecht sehr unterschätzt.
      Gerade wir als Bayernfans sollten jeden Tag ein Kerzlein anzünden, dass es uns erhalten bleibt.
      Natürlich wird wie bei jeder Regulierung in jedem Lebensbereich immer versucht werden zu tricksen und zu umgehen.
      Das spricht ja noch nicht gegen die Regulierung. Wir verdammen ja auch nicht Strafgesetzbuch, weil es trotzdem Verbrechen gibt.

    3. Ihr habt natürlich recht: Das FPP ist nicht völlig wirkungslos.

      Es hat bisher aber nicht die Explosion der Ablösen verhindern können – das war mein Punkt. 60-80 Mio. Ablöse sind heute so normal, wie es noch vor Jahren 20 Mio. waren.

      Meine Lieblingsvariante wäre immer noch, dass Verträge erfüllt werden müssen, es sei denn, Arbeitgeber und -nehmer einigen sich auf eine vorzeitige Auflösung. Das lässt natürlich Hintertürchen für Schwarzgelder offen, aber auch die sollten bei ordnungsgemäßer Buchführung und -prüfung auffindbar sein. (Also die Variante, die ja schon heute bei Transfers rechtlich praktiziert wird, nur eben ohne Ablösen als Anreiz).

      1. Der EGH hat die Gehaltsobergrenze verboten. Er hat auch klar durch Bosman eine freie Arbeitgeberwahl geregelt.

        Jeder Arbeitgeber in der EU auch Topfirmen koennen Topleute nicht halten sofern sie wechseln wollen.
        Wettbewerbsverbote sind kaum durchsetzbar also kann man die Leute fuer die Vertragsdauer freistellen also im Fussball auf die Tribuene. Dafuer sind aber auch die großen Clubs zu klein um es sich leisten zu koennen einen Boa Sane Neymar Coutinho Dembele Pogba auf die Tribuene zu setzen.

        Die Abloesen steigen ungefaehr in dem Masse wie die Umsaetze die wiederum durch steigende TV Sponsoren und Ausruester deals steigen. Inzwischen aber geringer als die Umsaetze.

        Ein zunehmendes Element sind Transfererloese die insbesonders fuer Real und Barca eine Rolle spielen.

        Wir hinken inzwischen nicht nur im TV und Transferbereich hinterher sondern auch im Ausruester und Spinsorenbereich in Vergleich zu Real und Barca.

        Das hat nicht mit Milliardaerseigentuemern oder Staaten zu tun sondern einfach mit besserem Wirtschaften.

      2. Man muss das auch so sehen.
        Die großen Medien Sponsoren Ausruester zahlen die großen Summen weil sie erwarten das die Clubs dann dieses Geld auch in attraktive Spieler Trainer etc investieren (nicht verschulden wohlgemerkt) aber nicht um ein riesen Festgeldkonto zu haben oder Dividenden zu zahlen.

        Fussball ist eben weltweit entertainment Nummer 1 , das ist die Wirklichkeit.

        Da koennen sich die 50+1 Kritiker und anarchos einiger Clubs unter ihren Attitüden verkriechen wird aber nichts an dem global Trend verhindern

        Entweder man ist dabei oder draußen.
        Und wenn die Buli sich rausschiesst geht der FCB irgendwann in die superliga.

  14. ++++++ BREAKING NEWS ++++++

    Es ist offiziell: Leroy Sane und der FC Bayern haben sich darauf geeinigt, dass heute Samstag ist!

    (fand ich zu gut um es nicht zu kopieren ;-)

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sehr gut! Manchmal überrascht du mich sehr, Stifl :-)

    2. Bayern-Trainer Niko Kovac äußerte sich gegenüber der Kommentarspalte von miasonrot.de bezüglich der berichteten Einigung zwischen dem FC Bayern und Leroy Sané, dass heute Samstag sei, mit dem Verweis, dass diese Meldung verifiziert sei solange es noch Samstag sei, mit Eintreten des Sonntags aber falsifiziert sei. Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge mahnte den Trainer jedoch zur Vorsicht, da aufgrund der Zeitverschiebung zwischen Kontinentaleuropa und dem Vereinigten Königreich das Eintreten des Sonntags für die Verantwortlichen von Manchester City später erfolge und somit in der Sache am besten Stillschweigen zu wahren sei, um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen. City-Trainer Pep Guardiola kommentierte dazu, dass der Sonntag ohnehin sein Lieblingstag sei. Wie die Sportbild berichtet, sei dieser Kommentar die endgültige Bestätigung für den Wechsel Leroy Sanés zum FC Bayern, da auch der Sonntag mit “S” anfange. Der Focus hingegen warnt in einer 7-seitigen Sonderbeilage zum Thema, dass auch der Samstag mit “S” anfange und dementsprechend keine voreiligen Schlüsse gezogen werden sollte. Joshua Kimmich wollte sich auf Nachfrage via Twitter nicht dazu äußern, ob heute Samstag oder Sonntag sei.

      1. Genial!!!

      2. Und was sagt Boris dazu?

  15. Jetzt wieder was Ernsthaftes: laut einer aktuellen Info von Sky ist der Sane-Deal noch nicht fix, soll aber noch bis Donnerstag definitiv über die Bühne gehen. Ausschlaggebend werden die Gespräche zwischen Bayern München und Manchester City sein.

    Das deckt sich mit meiner Vermutung, dass Sane spätestens übernächsten Montag als FCB Neuzugang präsentiert wird.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Die 150 Millionen, bei denen man inzwischen angelangt sei, sind für mich eindeutig zu viel. Da könnte man schon einen Neymar holen. Und der sorgt – auch nur halbwegs integriert – für die nächsten 4 Titel in der Bundesliga im Alleingang. Zumal dieser Spieler in wichtigen CL-Spielen auch einen Unterschied machen kann. Trikots verkauft er in Brasilien und überall in der Welt auch noch. Sane hat das alles noch nicht bewiesen.

      Es wirkt so, als ob sich der Verein gerade verrennt – getrieben von Medien, (Online)-Fans und eigenen falschen Ankündigungen. Für 90 Millionen wäre Sane das Risiko wert. Alles was darüber ist, hoffe ich dass KHR den Vereinsprinzipien treu bleibt. Auf Wanna-Be-Scheich-Club braucht der FC Bayern nicht machen. Waren wir nie und werden wir (hoffentlich) nie werden. Dann lieber Werner und nächstes Jahr All-In bei Harvertz.

    2. Als wenn Sky irgendeine Info hat. Donnerstag ist der 8te und da schliesst das Transferfenster in der PL.
      Man kann mehr als nur raten,dass bis dahin eine Entscheidung gefallen ist.
      Danach darf City keine Verpflichtungen mehr tätigen und man kann davon ausgehen,dass sie gerade am Sané Ersatz arbeiten.
      Schwer vorstellbar für mich, dass sie Sané ohne Ersatz ziehen lassen.

      1. Nein das Fenster derbEspal schließt auch am 1.9.was Verkaeufe angeht.
        Man hat noch viel Zeit.

  16. Zur Aufstellung – bin zwar Tolisso Fan,aber Sanches hatte für mich einen runderen Eindruck hinterlassen in der Vorbereitung.
    Naja…schaun mer mal!

  17. Vogelwildes Spiel.
    Gottseidank ist’s bei Alaba gut ausgegangen, sah erst nicht so gut aus.
    Müller technisch mal wieder herausragend… :/
    Aber gewinnen wir, Lewa macht einen.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Dass Müller MAL WIEDER den Rechtsaußen gibt, verstehe ich auch nicht!
      Komplett ohne Wirkung. Kein Zuspiel in der Box kommt an den Mann!
      Dann besser Arp oder Davies als Winger.
      Leider soll Davies scheinbar zum AV umgeschult werden…

      1. Ja Davies als AV ist die total brilliante Idee!

  18. Müller spielt doch eh nie einen richtigen Winger.
    Gegen Fener hat er auch rechts gespielt und 3 Tore gemacht.
    Müller spielt sowieso meist da wo er will.

  19. Schön blöd, wenn man Müller auswechselt.

    Kovac raus. :>

  20. Wie üblich offensiv zu wenige gute Lösungen. Und hinten kassieren wir auch wieder Tore. Die Spielanlage hat sich nicht verändert. Der Verdacht liegt nahe, dass die spielerische Qualität auch in dieser Saison wieder nur punktuell zu erkennen sein wird.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Flick raus!
      Vielleicht sollte Bayern sich in einem Heimspiel hinten reinstellen und nur auf Konter spielen. Wäre das genehm?

    2. Spielst halt mit Tolisso und Goretzka.
      Mal komplett der gleiche Spielertyp…beide spielen kein 1vs1 !
      Müller spielt kein 1vs1.
      Coman mit Thiago die einzigen die 1vs1 spielen können.
      Da fehlt es dann ein wenig an Überraschung.
      Warten wir mal ab was die nächste Woche bringt.

    3. Stimmt, es hat sich nichts fundamental verändert. Bayern Mittelfeld und Sturm ohne Biss und Plan.
      Dortmund war schwach, aber Bayern halt noch schwächer.
      Der 100 Mio. Mann Sancho hat den Unterschied ausgemacht. Bei Bayern nirgends Brillianz gesehn. Die Pep- Spielkultur weitgehend verschwunden. Der erste Titel schon weg! Aber warten wir ab….ist ja noch früh..wird sicher noch besser…hatten ja eigtl noch kaum Vorbereitung….wenn Sane dann endlich da ist….Gesundbeten folgt jetzt sicherlich die naechsten Tage. Aber ganz ehrlich: für diesen Kader war das ultraschwach. Mir geht die Sane-story auch langsam aufn Keks. Die werden jetzt eine absurde Summe ausgeben, aber es wird gar nicht viel bringen. RibRob ersetzt Du nicht eben mal so. James fehlt ganz arg, blutleeres Spiel über weite Strecken, viel zu berechenbar das alles.
      Aber Sane wird gar nicht gebraucht, lasst doch Davies, Arp, Singh,..einfach mal spielen, nach einer Saison sind die Weltklasse.

  21. Das 4-3-3 mag ja nett anzuschaun sein, aber wäre es gegen Teams wie Dortmund, mit so viel Tempo in der Offensive, nicht doch sinnvoller im 4-2-3-1 aufzulaufen. Mir wäre ne Absicherung mit zwei 6ern jedenfalls die liebere weil sicherere Variante.

  22. https://www.directupload.net/file/d/5533/js7czgeo_jpg.htm

    Fand uns optisch auch überlegen, nur war der BVB trotzdem gefährlicher, was die Chancen angeht.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wir waren doch auch klar besser, bis auf die dämlichen Fehlpässe.

      Fehlende Taktik hin oder her (wenn man meint es gäbe keine), niemand kann etwas für Thiagos ständige Aussetzer als er selbst. Zum Kotzen ist das!

      Wieso holt man nicht Eriksen? Wir brauchen seit Jahren nen richtigen DLP, aber alle machen sich wegen dem Flügel ins Hemd. Unfassbar.

      PS: Kimmich ist zum Ball gegangen. Wer was anderes behauptet ist Lügenbiene!

      1. AntwortsymbolGestrandetinBerlin Seite 03.08.2019 - 22:42

        Ständige Aussetzer? Wie bitte?

      2. Spox:
        Der Flop des Spiels: Thiago (FC Bayern)

        Schien zunächst wie gewohnt das Heft beim FC Bayern in die Hand zu nehmen und kam gut in die Partie. In deren Verlauf aber häuften sich die Fehler im Spiel des Spaniers. Erst ließ er sich zu weit aus dem Zentrum locken und vergaß Sancho im Rücken, der den großen Raum jedoch (noch) nicht zu nutzen wusste. Anfang des zweiten Durchgangs folgte dann auf seinen katastrophalen Fehlpass der Gegentreffer durch Alcacer (47.). Minuten später leistete sich Thiago erneut einen schweren Ballverlust gegen Reus, der jedoch folgenlos blieb. Trotz der guten Werte (89 Prozent Passquote und 50 Prozent gewonnene Zweikämpfe) ein ungewohnt fehlerbehafteter Auftritt. Auch an der Entstehung des zweiten Gegentreffers war Thiago entscheidend beteiligt.

      3. Natürlich ständige Aussetzer.

        Thiagos legere Spielweise verursacht so gut wie in jedem Spiel nen horrenden Fehlpass. Das kann man ignorieren, weil er eben sonst einsame Weltklasse ist, aber heute hat es uns das Spiel gekostet.

      4. AntwortsymbolGestrandetinBerlin Seite 03.08.2019 - 22:56

        Was soll er machen, wenn er eine Anspielstation hat?
        Und die Erkenntnis, dass die alleinige 6 auch Mal Fehler macht im Passspiel, wobei ich mich an keinen damit verbundenen Punktverlust erinnern kann, ist jetzt auch nicht so verwunderlich.

  23. Von uns war das sicherlich nicht gut, aber ich wage hiermit die Prophezeiung, dass Dortmund mit Favre nie etwas großes reißen wird. Die haben ja gespielt als wären sie ein besseres Fortuna Düsseldorf. Und das zuhause! Hat das 5:0 vom Frühjahr doch nachhaltig gewirkt. Hätten mir Dortmund viel mutiger, offensiver und auf eigenen Ballbesitz aus gedacht und irgendwie auch gewünscht.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Nach den ersten 20 Minuten (in denen Dortmund schon besser war) war ich sehr entspannt. “Sehr schön, dass Dortmund so passiv ist.” Nun hätte man denen nur nicht die Tore auflegen sollen.

      Die Kritik die letzte Saison berechtigt war, ist auch jetzt noch berechtigt, aber überreagieren sollte man jetzt nicht, vor allem im Hinblick auf die sicher stattfindenden Verpflichtungen in den nächsten Tagen.

    2. Zuerst den “Fußballer des Jahres” feiern und dann im eigenen Stadion 90 Minuten hinten reinstelllen. Gut, dem BVB haben ein paar Akteure gefehlt und man ging lieber auf sicher. Für eine Meisterschaft muss Favre aber vermutlich mehr auspacken.

      Sancho wird absehbar der große Difference-Maker. Aus 2 Chancen 2 Tore. Davon können wir nur träumen.

      1. Wird gegen mauernde Teams aber nicht so einfach gehen, wie gegen uns mit 50m freier Bahn vor sich.

  24. Das Spiel lässt mich enttäuscht zurück. Nicht nur wegen der Niederlage. Unglaublich viele Fehler auf beiden Seiten. BVB in der Sommervorbereitung große Klappe, im Spiel dann wie ne reine Kontermannschaft agiert. Bei Bayern hat mir heute der Biss gefehlt, in den Spielen in der USA wirkten die Spieler viel giftiger und fokusierter und mit viel mehr Spielwitz.
    Ich hoffe das Spiel war kein Fingerzeig auf die kommende Saison.

  25. Ich habe eigentlich gedacht, dass Justin schon einen Spielbericht und eine Analyse gemacht hat. Das Fehlpassfestival schulde ich mal diesem 4 Nullen Tunier. Aber was eigentlich das schlimmste war, waren die zwei “hohen 8er”! Und hier besonders Goretzka. In den sogenannten Vorbereitsspielen wurde überwiegend das Vorschecken und die gute Aufteilung gesehen. Dabei wurde vorallem das 4 3 3, welches angeblich von Kovac favorisiert wird, gelobt.
    Warum wurde Müller als er für Gnabry rein kam so gelobt und jetzt als RA so verteufelt? Er musste ja die Position halten. Er konnte und durfte ja nicht den Müller spielen. Goretzka wollte “zwischen den Linien” spielen. Das ging vollkommen in die Hose. 1. konnte er im Geckungsschatten nur risikoreich angespielt werden und 2. stand er in Lewans Nähe. Dies haben die Postler schonungslos ausgenutzt. Weil dadurch den Borussen grosse Räume angeboten wurden. Er ist als “hoher 8er” total ungeeignet. Der Herbst lässt grüßen.
    Hier setzt meine Kritik an den Trainerstab an. Spätestens in der Halbzeitpause hätte das korrigiert werden müssen. Goretzka raus, Müller auf die Müllerposition und Sanches für Goretzka rein.
    Ich hatte mir eigentlich mehr von Flick versprochen… Warum müssen die zwei Brüder miteinander flüstern?
    Ich werde kein Kovac Befürworter werden. Müller, der von den “Vorderen” am meisten nach hinten rennt, wird von Kovac von der Seitenlinie angeschrien und durch Raffa ersetzt, aber Goretzka kann vorn den Stehgeiger machen.
    Übrigens ist mir als “Hobbyultra” dieses Spiel eigentlich Wurst, wie DAB.

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