AMSTERDAM, NETHERLANDS - DECEMBER 12: Leon Goretzka and Robert Lewandowski of Bayern Munich celebrate after Robert Lewandowski scores his sides second goal during the UEFA Champions League Group E match between Ajax and FC Bayern Muenchen at Johan Cruyff Arena on December 12, 2018 in Amsterdam, Netherlands. (Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

Deligtantisches Abwehrverhalten beschert Bayern den Gruppensieg

Christopher Trenner 12.12.2018

Es war ein Finalspiel um den Gruppensieg. Ajax Amsterdam brauchte einen Sieg, um die Münchner noch von der Spitze der Tabelle zu stoßen und ein vermeintlich leichteres Los in der Runde der letzten 16 zu bekommen.

Falls Ihr es verpasst habt

Zum dritten Mal in Folge ging Niko Kovač mit der gleichen Aufstellung ins Rennen. Zuletzt war dies 2013 der Fall. Seitdem war die Rotation ein Münchner Naturgesetz. Das hat sich nun geändert.

Bei Ajax wechselte Coach Erik ten Hag nach dem 4:1-Erfolg in Zwolle am Wochenende auf zwei Positionen: Statt der Routiniers Schöne und Huntelaar, die beide auf der Bank Platz nahmen, begannen der österreichische Defensivspieler Wöber und Ziyech in der Offensive. Die beiden vom FC Bayern beobachteten Talente de Ligt und de Jong standen erwartungsgemäß in der Startelf. Taktisch ergab sich bei den Niederländern ein 4-3-3, wobei de Jong und van de Beek eher auf der Acht zu Hause waren. Die Ausrichtung war somit nominell offensiver, als die der Münchner, die mit Goretzka und Kimmich mit einer Doppelsechs antraten.

Ajax presste am Anfang mit bis zu sechs Spielern und liefen die Münchner im eigenen Strafraum an. An einen geordneten Spielaufbau war beim Team von Niko Kovač nicht zu denken. Es spielte nur die Mannschaft von Erik ten Hag. Die Münchner versuchten aus einem 4-4-2 heraus stabil zu stehen und auf Fehler zu lauern. Das klappte in Ansätzen gut, auch wenn die Konter über Gnabry zum Teil überhastet ausgespielt wurden. Zwei Möglichkeiten verpufften so. Die nächste Aktion des jungen deutschen Nationalspielers war dafür dann aber überragend. Nach einer zu kurz geratenen Ecke gelangte der Ball auf die rechte Seite, von dort schickte Gnabry Lewandowski steil. Der Pole blieb vor dem Tor eiskalt und brachte die Bayern in Führung (13.). Das Zuspiel von Gnabry nahm neun Ajax-Feldspieler aus der Partie. Überragend.

Die Phase nach dem Tor gehörte dann klar den Holländern. Das Bayern-Spiel war geprägt von großer Passivität und schlechtem Pressing. Allerdings hatten die Gäste weiterhin die größeren Chancen. Nach einem Konter über Müller und Gnabry kam Lewandowski zum Abschluss. Der Pole war fast zu nah dran an Onana und schoss den Ajax Keeper eher an, als wirklich einen platzierten Schuss abzugeben (27.).

Mit der Führung im Rücken ging es für die Bayern in die Kabine. Die zweite Halbzeit startete, wie die erste endete: Ajax hatte viel Ballbesitz und kontrollierte die Partie. Die Bayern bekamen keinen Zugriff mehr. Die Folge war der Ausgleich in der 61. Minute durch Tadic, nach einer Kombination über mehrere Stationen. Das Bayern-Mittelfeld hatte keine Chance einen Zweikampf zu führen.

Niko Kovač reagierte und brachte Thiago für Gnabry. Die Idee war wohl mehr Mittelfeldkontrolle zu bekommen. Es entwickelte sich ein wilder Schlagabtausch. Nach einer Ribery-Flanke scheiterte Lewandowski per Kopfball an Onana.

Wenig später senste Wöber Goretzka völlig übermotiviert an der Mittellinie um. Der französische Schiedsrichter Turpin, entschied auf eine glatte Rote Karte (67.). Die Überzahl hielt aber nur für acht Minuten. Ebenfalls im Mittelfeld ging Müller mit viel zu hohem Bein ins Duell mit Tagliafico und erwischt den Argentinier mit der Sohle am Kopf. Tagliafico musste noch auf dem Platz getackert werden. Turpin blieb keine andere Wahl als die Rote Karte.

In der 81. Minute ging Boateng gegen den eingewechselten Dolberg viel zu ungestüm in den Zweikampf. Die Folge war ein berechtigter Elfmeter, den Tadic verwandelte.

Es sollte an diesem Abend wohl alles im Gleichschritt verlaufen. Thiago setzte nur fünf Minuten später zum Solo im Mittelfeld an und dribbelte sich in den Strafraum. Tagliafico tat dem Spanier schließlich den gefallen und foulte ihn. Lewandowski verwandelte den fälligen Strafraum souverän (87.). So reichte es wieder für den Gruppensieg.

Nur zwei Minuten später versenkte Coman zum 3:2. Frankie de Jong spielte nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff einen katastrophalen Fehlpass. Über Lewandowski landete der Ball bei Coman, der den Ball ins lange untere Eck legte.

Es sollte aber nicht für den Sieg reichen. Süle versuchte nach einem geblockten Schuss noch die Hereingabe von Huntelaar zu klären, war aber machtlos. Hinter seinem Rücken lauerte Tagliafico. Neuer war zu diesem Zeitpunkt schon geschlagen. Es war das 3:3 (90 + 5.). Es war ein wilder Ritt.

Ajax Amsterdam verdient sich für einen couragierten Auftritt einen Punkt. Drei Bayern-Tore und zwei Führungen reichten (mal wieder) nicht, um einen Sieg nach Hause zu bringen. Zu viele individuelle Fehler holten Ajax zurück in die Partie. Da die Niederländer aber selbst nicht fehlerfrei spielten, musste die Partie zwangsläufig unentschieden enden.

Die Partie zeigte zugleich das aktuelle Leistungsvermögen der Münchner schonungslos auf. Es fehlt an einem taktischen Konzept, um eine Partie über Positionsspiel zu kontrollieren. Niko Kovač wählte einen defensiven, auf Umschaltspiel ausgerichteten Fußball, der geprägt ist von den Einzelleistungen der Offensivreihe. Er wäre fast dafür belohnt worden, allerdings war das Defensivkonzept der Münchner zu passiv (siehe 1:1) bzw. geprägt von zu vielen individuellen Fehlern (Boateng vor dem 1:2).

Dinge, die auffielen:

Keine Rotation ist auch keine Lösung

Ja, die Winterpause ist nahe, dennoch wird die Belastung mit zwei englischen Wochen kurz vor der Weihnachtspause nochmal hochgefahren. Niko Kovač reagierte nach dem Unentschieden gegen Düsseldorf und setzt nun konsequent auf eine Startelf. Anstelle einer moderaten Rotation, um alle Spieler glücklich zu halten und ihnen Spielrhythmus zu geben, setzt der Bayern-Trainer jetzt auf Eingespieltheit. Das mag in seiner persönlichen Situation nachvollziehbar sein, aber greift mittelfristig denkbar kurz. Thiago oder Coman, die von Verletzungen zurückkehren, bekommen nur bedingt Einsatzzeit. Gestandene Profis wie Hummels oder Martínez sind scheinbar außen vor. Der Jungprofi Sanches, der noch am wenigsten für die sportliche Talfahrt im Herbst konnte, spielt nun keine Rolle mehr.

Ein gesunder Mittelweg, der Rhythmus, Erholung und Motivation aller Akteure berücksichtigt wäre wohl zielführender. Niko Kovač scheint die Kritik von Uli Hoeneß kurz vor der Jahreshauptversammelung sehr stark zu beherzigen.

Probleme mit der Spielweise von Ajax

Die Akteure der Münchner hatten sichtlich Probleme mit der sehr offenen und aktiven Spielweise der Niederländer. Zuletzt profitieren die Bayern von der sehr passiven Spielweise der Gegner. Benfica, Werder und Nürnberg versuchten es eher mit einem Pressing erst im letzten Drittel. Die Bayern konnten so in Ruhe aufbauen und von den individuellen Fehlern der Gegenseite profitieren.

Das Spiel an diesem Abend war anders. Ajax spielte mutig und offensiv. Presste hoch. Dadurch ergaben sich über 64% Ballbesitz in der Anfangsphase für Ajax. Die Niederländer spielten allerdings nicht fehlerfrei, dadurch gab es viel Raum im Umschaltspiel der Bayern. Diese Entlastungsmomente waren aber zu selten. Zum Teil verteidigten die Münchner auf Höhe des eigenen Strafraums, weil die bayerische Doppelsechs und die Außenverteidiger im Pressing nicht aggressiv genug nachgeschoben haben. So hatte Ajax viel Kontrolle im Mittelfelddrittel. Die Münchner wurden immer passiver und ließen sich mit zunehmendem Spielverlauf hinten rein drücken. Ajax kontrollierte so spätestens ab der 30. Minute die Partie.

Gnabry als Unterschiedsspieler

Serge Gnabry ist ein Lichtblick in den letzten Wochen. Schon gegen Bremen und Nürnberg war der Flügelstürmer einer der besten Spieler auf dem Rasen. Auch gegen Ajax war er ein belebendes Element. Durch seine Schnelligkeit konnte er immer wieder durch vertikale Läufe in Räume stoßen und war nur schwer zu verteidigen. In der Defensive überzeugte seine Antizipationsgabe. Gerade in der Anfangsphase eroberte er zwei Bälle und leitete Gegenangriffe ein. Allerdings spielte Gnabry es leider nicht immer so schön aus, wie beim 1:0. Häufig landete der Ball auch beim Gegner. Nach 45 Minuten hatte er eine Passquote von 55%. Was natürlich auch am starken Pressing der Heimmannschaft lag. Mit dem Ausgleich von Ajax war sein Auftritt allerdings beendet.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Eintracht München ist Gruppensieger.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Da hab ich 10 Jahren gespielt! Wunderbare Zeit.

  2. Gruppensieg klargemacht. Von daher Ziel errreicht.

    Mal davon ab: Was für ein geiles Fußballspiel! Man kann natürlich über vieles diskutieren und infrage stellen. Aber das hat jenseits irgendwelcher artifizieller Konstrukte einfach nur Spaß gemacht.

    Beide Mannschaften absolut bei der Sache, engagiert, schnell und ja auch aggressiv. Eine geniale Torfolge, ein Stadion das mitgeht. Hat mich an große Spiele aus den den 90-ern und Nullerjahren erinnert.

    Genau betrachtet taktisch eine sehr interessante Herangehensweise unserer Mannschaft. Der FCB im Underdogstyle. Das habe ich mir in den letzten Jahren durchaus ab und zu gewünscht. Dabei habe ich allerdings eher an Spiele gegen Real oder Barca gedacht.

    War aber auch heute ganz charmant anzusehen. Sollte gegen Mannschaften wie Ajax, bei aller Wertschätzung, allerdings nicht die Norm werden.

    Im Grunde ist Ajax mit diesem Ergebnis auch mehr als gut bedient. Jenseits ihrer drei Tore (bemerkenswert genug) war da für mich ziemlich wenig an echten Tormöglichkeiten. Während wir da durchaus noch einiges liegen gelassen haben.

    Individuell gesehen Gnabry wirklich bemerkenswert. Vot allem auch sein starker Defensivbeitrag. Ich hoffe seine Auswechslung war seinen üblichen muskulären Problemen geschuldet.

    Im Gegensatz dazu , wie schmerzlich ist es mittlerweile Ribery auf diesem Niveau zu sehen. Ohne weitere Worte.

    Sehr schön, dass Coman seine Vorstellung noch mit einem, dem entscheidenden, Tor veredelt hat.
    Wir können nur hoffen er hält mal einige Monate durch.

    Was man natürlich noch erwähnen sollte: Eine glänzende Schirileistung. Was für ein Unterschied zu den „Ich muss doch an meine Karrriere denken-Leistungen“ die einem in der BL Woche für Woche angeboten werden.

    Antwortsymbol14 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wo war das eine glänzende Schirileistung? Hast du die Ausführung des Elfmeters nicht gesehen, wo Lewa zwei Mal regelwidrig bei der Ausführung stehenblieb, um dann das Tor zu erzielen?

      1. Und das 3:3 war abseits

      2. Und hast du nicht gesehen, dass schon 5 Spieler von Ajax im Strafraum waren, als Lewandowski noch gar nicht den Ball berührt hatte?

        Mich kotzen solche Korinthenkacker echt dermaßen an, wenn sie auch noch absichtlich die Hälfte weglassen.

      3. Man kann den Anlauf unterbrechen wie man will. Lern lieber die Fussballregeln!

      4. @Kurt, was ändert es an den Korinthen, wenn ich die anderen Fehler auch noch aufgezählt hätte? Nichts! Es ging hier nicht um die Leistung des FCB, sondern um die des Schiedsrichters und die war eben nicht glänzend..

      5. @ Kurt: Wir sind Gruppensieger. Da muss man sich nicht ärgern und im Ton vergreifen. Peace!

      6. @Tschemp
        Richtig, nur der Elfmeterschütze darf nicht stehenbleiben! Steht auch im Regelwerk!

      7. @Klaus

        Damit hättest du es klarer gemacht, dass es dir um die Fehlentscheidung des Schiris geht. So klingt es nach “wir haben den Ausgleich geschenkt bekommen”

      8. Das stimmt nicht (mehr): “Das Regelwerk gestattet ausdrücklich Finten bei der Ausführung des Strafstoßes, einschließlich Verzögerung und Unterbrechung des Anlaufes. Ab dem Moment, in welchem der Schütze schussbereit ist (ein Fuß befindet sich neben dem Ball), ist eine (erneute) Unterbrechung der Ausführung aber nicht mehr erlaubt und stellt eine unsportliche Täuschung dar.”
        Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Strafsto%C3%9F

      9. @ Doppel-Tee
        Wichtig ist aber der zweite Satz “Ab dem Moment, in welchem der Schütze schussbereit ist (ein Fuß befindet sich neben dem Ball), ist eine (erneute) Unterbrechung der Ausführung aber nicht mehr erlaubt und stellt eine unsportliche Täuschung dar.”

      10. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen. Den Anlauf kann man unterbrechen, auch mehrmals, aber die Schussbewegung darf nicht unterbrochen werden. Lewandowski unterbricht bei seinen Elfmetern meistens den Anlauf, aber nie die Schussbewegung. Alles Regelkonform. Wird auch hier von Collinas Erben nochmal bestätigt: https://twitter.com/CollinasErben/status/1072976011812397056

      11. Regelwidrig war vor allem wie die ganze Mannschasft von Ajax vor Ausführung des Elfmeters schon im trafraum war.

    2. Was man natürlich noch erwähnen sollte: Eine glänzende Schirileistung

      Der Schiri hat hervorragend gepfiffen. Wirklich unaufgeregt, nicht beeinflußt vom Heimpublikum und wirklich neutral.

      Diesen Schiri hätte man sich in den Halbfinals gegen Real gewünscht.

      1. Sehe ich auch so!

  3. Ein Weckruf. Die drei vorhergehenden Spiele haben doch so etwas wie Optimismus ausgelöst.

    Es ist aber einfach nur grausiger Fußball. Das 1.1 von Ajax hätte eigentlich ein Bayerntor sein müssen. So sollte diese Mannschaft spielen.

    Ansonsten möchte ich nur nochmal anmerken, wie sehr ich mittlerweile manche Fans verachte. Müllers Foul war übel, aber unbeabsichtigt. Dieses jetzt zu nutzen um gegen den Spieler zu hetzen…es macht mich so wütend und ich wünsche mir, man könnte diese Vollidioten irgendwie sanktionieren. Es macht mir mittlerweile den Verein kaputt.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wer hetzt gegen Müller?

      1. Die üblichen Verdächtigen. Ich lass es jetzt auch gut sein. Es ärgert mich nur einfach.

    2. AntwortsymbolMarlene Dietrich Seite 13.12.2018 - 07:20

      @ Kurt: Deine Beiträge würde vermutlich auch so mancher gerne sanktionieren. ;-)

    3. Du solltest auf deine Wortwahl achten. So etwas wie “verachten” und “Vollidioten” gehören hier nicht her. Schaffst Du es denn gar nicht, einmal objektiv etwas zu diskutieren? Platzt Dir immer so schnell die Hutschnur, wenn es mal nicht Deinem Weltbild entspricht?
      Geh mal in Dich und denke darüber nach, es heißt ja nicht umsonst “besinnliche Adventszeit”….

      1. Danke, aber ich bin Atheist.

        Entsprechende Kommentare hier zu zitieren spare ich mir, aber wem da die Hutschnur nicht platzt…Pat es geht hier auch nicht um irgendeinen von MSR oder den Usern hier.

      2. Naja, Pat, Kurt ist leider nicht in der Lage sachlich zu kommentieren. Im Zweifelsfall fordert er sogar, dass andere hier gesperrt werden, weil sie Medienberichte aufgreifen, die ihm nicht passen. Für sich selbst nimmt er sich aber raus, hier mit Unfreundlichkeiten um sich werfen zu dürfen. Im echten Leben würde sich niemand mehr mit ihm unterhalten. Aber in der Schutzzone der Anonymität darf man dann gerne Beschimpfungen loswerden. Und weil sich wehren dann leider auch nicht wirkt, gibt es nur die Option: ignorieren, wenn´s unsachlich wird.

      3. Lass gut sein Herri. Habe wie gesagt niemanden hier angesprochen, aber bin mir sicher, dass es an passender Stelle ankommt.

  4. Boateng. Oh man. Wahnsinn. Wie in früheren Zeiten vor 2012.

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    1. Und bin ich der einzige der beim 3:3 ein meilenweites Abseits gesehen habe?

      1. Der abgefälschte Ball kommt von Kimmich.

        https://streamja.com/NrEm

        Oder zählt das in dem Fall nicht, weil es kein aktives Abspiel ist?

        Btw. schon wieder ein Eigentor von Süle. Sein drittes oder viertes für uns? Echt schade für unseren besten IV.

      2. Das zählt zumindest nach Collinas Erben auch als eindeutiges “deliberate play”, also kein Abseits. Wenn die das so klar sehen vermute ich, das ein VAR auch nicht eingegriffen hätte, selbst wenn er es als grenzwertig erachtet.

        War glaube ich aber eh der Arm von Kimmich, also eher Elfmeter als Abseits.

  5. Teilweise hat es weh getan wie unsere Bayern von diesem Jugend -forscht – Team hergespielt worden sind.

    Kovac kennt anscheinend nur schwarz oder weiß. Entweder Dauerrotation oder gar keine Rotation. Gegen spielstarke Holländer ein Mittelfeld aufstellen, in denen keiner auch nur ein bisschen Kontrolle oder Rhythmus aufbauen kann, ist schon selten dämlich. Wenn wir wenigstens defensiv gut stehen würden, aber mit so einem formschwachen Boateng und dem limitierten Rafinha, sowie dem wenig aufeinander abgestimmten Pressing ist das gar nicht möglich.

    Trotzdem wäre wohl alles anders gelaufen, wenn Lewa das 2:0 macht, aber bei ihm ist es ja inzwischen normal, dass er in jedem Spiel ein paar hundertprozentige liegen lässt.

    Der Einsatz und der Wille haben wie immer gestimmt. Aber das sollte Standard sein und keiner besonderen Erwähnung bedürfen.
    Lichtblicke sind Thiago, Coman und Gnabry. Diese sollten endlich mehr Spielzeit erhalten.

    Und warum heisst unsere IV eigentlich nicht Süle und Martinez?

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. DU HAST RECHT..Kovac , hat keine fantasie , deswegen bald FCB spielt so wie früher Frankfurt. . Und Frankfurt spielt jetzt wie früher FCB.

    2. Ich bin voll und ganz deiner Meinung. Das mit der Rotation nervt mich auch: erst zu viel, jetzt gar nicht mehr und wer das Glück hatte vor diesem komischen Entschluss von Kovac in der Startelf gestanden hat, der tut das jetzt immer, egal wie der Gegner aussieht. Das nenne ich mal taktische Finesse!
      Rafinha war überfordert und einfach zu schlecht. Da kann man auch mal Kimmich wieder als AV aufstellen und auf der Doppelsech eine andere Lösung überlegen (Tiago, Sanches…)

  6. Ich kann Boateng echt nicht mehr sehen, schon gar nicht mehr auf dem Platz.
    Das mag nicht konstruktiv sein…aber mehr fällt mir zu Boateng nicht mehr ein.

  7. Laut Kovac war das heute „Werbung für den Fußball“. Da wird die ganze Misere sichtbar. Er meint das, glaub ich, tatsächlich ernst.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Es ist mit dieser Mannschaft aller Ehren Wert, Gruppensieger zu werden. Auch, wenn die Gegner nicht zur absoluten Spitze zählten, muss man die Punkte erst mal holen und 6 Spiele ohne Niederlage überstehen. Dass da nicht jedes Spiel wie am Schnürchen laufen kann, ist auch völlig klar und sollte auch eingepreist sein. Sich dann aber nach einem neuerlichen Spiel mit drei Gegentoren und nach 180 Minuten, in denen man Ajax nicht den Schneid abkaufen konnte, hinzustellen und ein solches Interview zu geben… Das sind dann wieder die Momente, an denen ich beginne, an die Existenz von Paralleluniversen zu glauben. Ich möchte so langsam wirklich mal wissen, was die an der Säbener ins Wasser mischen, dass die zwischen Momenten der Klarheit regelmäßig daherreden, als ob sie eben von der Hypnose kommen. Fehlt ja nur noch, dass Kovac mit Blick auf die letzte Saison und Gruppenplatz 2 gefaselt hätte, er habe mehr geleistet als sein Vorgänger.

      1. Haha ;) Der war gut!

      2. Genau das hat er jetzt getan: “Erstmals seit 10 Jahren ziehen wir wieder ohne Niederlage ins Achtelfinale ein”. Der Mann lebt davon, dass er unfassbar viel Glück hatte. Wären wir mit zwei international halbwegs ernstzunehmenden Mannschaften in eine Gruppe gekommen, dann würden wir uns nun darüber freuen können, dass wir in der Rückrunde erstmals seit Jahren wieder nur im Wochentakt Pflichtspiele hätten, auf die wir uns dann in Ruhe vorbereiten könnten. Aber er sieht den “Erfolg” und übersieht, dass wir alle bisherigen Spiele gegen die Top6 der Liga verloren haben. Und den Rest meist auch nur knapp gewonnen haben, wenn es kein Unentschieden gab.

    2. Als neutraler Fußballfan kann man das durchaus so sehen: 6 Tore, zwei Elfmeter, zwei Platzverweise, ein absolut abwechslungsreiches, unterhaltsames Spiel. Wenn man natürlich die Fanbrille aufhat, ist es eher… ich nenne es mal “anstrengend”.

      1. Kovac ist aber kein neutraler Fußballfan. Wenn er sich an schlechtem Verteidigen und mangelhaftem Positionsspiel der eigenen Mannschaft erfreut ist das ein Problem.

  8. Ich habe jetzt tatsächlich gegoogelt, aber “deligtantisch” gibt es nicht. Gemeint ist wohl “dilletantisch”. Dann verstehe ich aber den Sinn der Überschrift nicht so ganz. Es müsste dann ja auf Ajax gemünzt sein, aber was juckt das uns?

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Es ist ein Wortspiel mit Mathijs de Ligt: de-ligt-tantisch.

    2. Ich finde die Überschrift sehr gelungen und treffend.
      Mit deligtantisch ist ja wohl das vermeintliche Jahrhunderttalent aus Amsterdam gemeint, das in den Spielen gegen uns eher wie das Sternchen des Jahres wirkte (und damit erfolgreich zu unserem Gruppensieg beitrug).
      Im Ernst, die Frage ist für mich nach wie vor sehr offen, ob de Ligt wirklich das nächste heiße Ding im Weltfußball wird, oder ob es Ajax gelingt, mal wieder einen Raubzug auf die Kassen eines europäischen Topclubs zu inszenieren.

    3. Oh Mann. Danke. Asche auf mein Haupt. Es war noch früh. Bzw. gestern wars spät. Und heute die Kombi aus beidem. Sehr gute Überschrift! :P

      1. Ich hab’s auch nicht gleich gerafft. Ist auch nicht super offensichtlich!

  9. Mich wundert, dass Ajax gegen die anderen Gruppengegner nicht annähernd so intensiv und aggro gespielt hat, wie in den beiden Spielen gegen uns. Das war schon teilweise über der Grenze. Und der Kollege de Ligt kann sich schleichen, den will ich garantiert nicht haben (was keinen Unterschied macht aber meine Meinung). So ein Holz…

    Zum Abwehverhalten. Sollte dilletantisch gemeint sein bin ich dabei. Boateng geht schon seit Wochen (Monaten?) gar nicht mehr. Der wievielte Elfer war das jetzt? Das wievielte verschuldete Tor? Untragbar mittlerweile. Aber auch Süle nehm ich nicht aus. Beim 1:1. Hauptsache die Hände hinter den Rücken (da bekomm ich auch schon Pusteln wenn ich das seh) und dann mal eben lockerflockig das Füßchen ein bisschen reingehalten. So kann ich nicht verteidigen.

    Auf der anderen Seite muss man sagen, wenn Lewy wieder die zwei 1000%prozentigen macht, steht es in HZ schonmal 2:0, dann wird’s sicher entspannter. Gnabry hatte auch vor allem am Anfang 3-4 Monster-Aktionen, aber der Abschluß herrje.

    Zur Nichtrotation muss ich auch sagen, das gefällt mir überhaupt nicht. Von einem Extrem ins nächste. Wie wärs mal mit Mittelmaß? 1-2 Spieler pro Spiel wechseln, wo ist das verdammte Problem?

    Das Positive: Lewy trifft wieder. Wir kommen auch nach Rückstand zurück. Gegen einen wie irrwitzig pressenden Gegner halbwegs dagegengehalten.

    Ach ja: 3:3 klar Abseits, war keine gezielte Aktion. Schon beim ersten Pass sind es 5 Meter, genau der Spieler bekommt dann den Ball. Muss ganz klar gewunken werden.

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    1. Warum Kovac so wenig rotiert? Weil es ihm nur noch darum geht, sein Amt zu retten. Sonst würden doch auch nach dem Spiel nicht solche Aussagen kommen, wie schön das Spiel von uns war. Natürlich kann man die Chancenverwertung ansprechen und auch die eigenen Fehler. Doch woher kommen die? Ein Coman war vor Jupp Heynckes auch noch sehr fahrig in seinen Offensivaktionen. Dann kam der neue Trainer, der ihn zur Seite genommen hat, einige Dinge gezeigt und erklärt hat – und seitdem ist er ruhiger geworden. Anscheinend kann ein Trainer so etwas beeinflussen. Und wenn Lewa jetzt reihenweise dicke Chancen vergeigt, dann ist da auch der Trainer gefragt, um ihn mal zur Seite zu nehmen. Vielleicht hat Kovac das sogar gemacht – gefruchtet hat es dann aber nicht. Defensiv gilt das genauso.

      Dazu Mal wieder Führungen verspielt. Mal wieder haufenweise Tore kassiert. Also alles beim Alten sobald ein Gegner kommt, der nicht Nürnberg heißt. Spielerisch war die “Entwicklung” der letzten Wochen ja auch eher minimal, wenn man mal die aktuelle Verfassung der Gegner berücksichtigt. Insofern wird es auch gegen Leipzig und Frankfurt sehr “unterhaltsam” werden. Aber man muss konstatieren, dass die Mannschaft eigentlich nicht wirklich voran gekommen ist. Da ist auch der Knoten nach dem 5:1 gg. Lissabon nicht geplatzt. Die Umstellung auf die Doppelsechs hat auch nicht sehr viel gebracht. Trotz zwei 6ern kassieren wird gegen etwas bessere Mannschaften (Dortmund und Ajax) jeweils 3 Gegentore. Es bleibt dabei: Kovac hat der Mannschaft bisher weder gutes Verteidigen beigebracht noch erfolgreich das Spiel nach vorne lehren können. Wenn Brazzo sich Profil verschaffen möchte, dann sollte er mal die Interviews in Wochenendausgaben sein lassen und diese Zeit in die Analyse der Gründe für die Rückwärtsentwicklung unter Kovac stecken. Dann käme er vielleicht auf die Idee, mal bei einem Ex-Trainer anzurufen, der es derzeit bei einer jungen und unerfahrenen Mannschaft in Holland geschafft hat, vernünftigen Ballbesitzfussball zu implementieren.

  10. ..es war vieles da, was ich mir von einer Top Mannschaft wünsche. Hohes Pressing, spielerische Lösungen, trainierte Spielzüge, gute Raumaufteilung, Ballbesitzfussball….im Grunde genommen ein schön anzusehendes Dominanzsystem. Leider bei der falschen Mannschaft. Okay viele haben sich eine
    Abkehr unseres Spielstiles hin zu einem vertikalerem Tempo Spiel gewünscht. Ich habe mir auch für KO Spiele in der CL eine neue (z.T. defensivere Herangehensweise) in bestimmten Konstellationen gewünscht. Aber nicht sowas wie Gestern. Die Mannschaft wirkte auf mich in einigen Phasen total unruhig und strahlte keine Souveränität aus. Natürlich kann man sich auch mal hinten reinstellen und den Gegner kommen lassen, um dann zu kontern. Dann wünsche ich mir allerdings ein stabiles Konstrukt, wie es Athletico Madrid schon häufig gezeigt hat. Und zwar in allen Mannschaftsteilen. Z.B. wurde Ribéry häufig oft einfach ins Leere laufen gelassen oder einfach ausgespielt. Zudem brauchen wir dazu auch schnelle Leute auf dem Feld. Warum wurde Gnabry ausgewechselt und warum kam Coman so spät? Die Einstellung der Mannschaft war m.M.n. toll. Das Spiel war insgesamt auch sehr spannend anzusehen. Aber trotzdem wünsche ich mir den früheren Spielstil zurück. Aber wie merkte Dieter Hecking die Tage an: „Wir wollten alle gerne wie Guardiola spielen lassen, hatten jedoch die Methodik gar nicht drauf“. Kovac hat das leider bis heute nicht gelernt. Anders sein Gegenüber bei Ajax, der das System scheinbar super trainieren lässt, dem jedoch teilweise die Ausnahmespieler fehlen.

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    1. Sehe ich ähnlich. Etwas mehr Dominanz und Ballbesitz lässt mich vielleicht etwas entspannter beim glotzen sein. Und mir ist es allemal lieber wir haben den Ball. Auch wenn das System defensiv ausgerichtet war, war das noch lange nicht gut verteidigt.
      Die Meinungen zu Boateng teile ich. Schön zu sehen, dass Thiago und Coman den Unterschied machen können. Jetzt sollten sie fit werden und gesund bleiben. Und spielen sollten sie natürlich auch.

    2. Ich denke Gnabry wurde ausgewechselt, weil er am Wochenende wieder spielen wird und Coman statt Ribery in der Startelf steht. Das wäre für mich die einzige Erklärung, wieso man Franck nicht direkt zur HZ in der Kabine gelassen hat.

      Bei ihm geht noch schon noch was und in 2 von 10 Aktionen kommt er auch am Gegner vorbei, aber diese Intensität der “jungen Wilden” von Ajax gestern und Ribery war komplett kaltgestellt.

      1. @Kurt…ist leider so. FR7 ist, auch wenn es weh tut, die Vergangenheit.(oder ab der 60min, wenn der Gegner müde ist).

      2. Kaltgestellt wäre ja fast noch o.k.
        Dass der LA allerdings mindestens 5-mal (habe irgendwann zu zählen aufgehört) den Ball in der eigenen Hälfte verliert, ist eine ganz andere Dimension.
        Im Grunde war Ribery der beste Offensive von Ajax. Zur Halbzeit muss er zwingend raus. Da hätte gerne auch Sanches spielen können, wenn man Coman noch keine ganze Halbzeit zutraut.

  11. Man kann begeistert sein von dem Spiel… als Unbeteiligter!
    “Sentationelles gutes Spiel, Zuschauer auf ihre Kosten gekommen, Werbung für den Fussball”… Die Frage ist nur, welchen Anspruch wir (diese Saison?) an uns haben. Ein Pep zumindest wäre gestern sicher ausgetickt… So gewinnst du vielleicht Spiele, aber sicher keine Titel.
    Wie gesagt, für eine Saison wäre das auch mal o.k…. wenn, ja wenn der Umbruch personell und strukturell draufgesetzt wird. Und da steht das Handeln noch aus. Zeugnisse gibt’s dann im Sommer. Alles andere ist für mich momentan Kaffeesatzleserei, zumal jedes Wochenende.

  12. Für das Wortspiel im Titel schon mal die goldene Himbeere (oder das journalistische Äquivalent) an den Autor von mir. :-)
    Ansonsten aber schöner Artikel.

    Bei Lewandowski ist es schon unglaublich, was er verballert. Eigentlich ist es ja schön, 30 Saisontore immer drin, Superbilanz auf dem Papier, aber wenn man mal genau hinschaut, muss er eigentlich noch 20 mehr machen. Er ist der einzige ernstzunehmende Abschlussspieler und kriegt ohne Ende Chancen bei uns, selbst wenn es mal nicht so läuft, so wie gerade. Gestern z.B. MUSS er den Abschluss aus kurzer Distanz und vor allem den Kopfball reinmachen.
    Er ist, so paradox es klingt, ein absoluter Topstürmer und einer der besten der Welt auf der Position, und gleichzeitig ein absoluter Chancentod.

  13. Die Aussage des Trainers kann ich immer noch nicht wirklich glauben.

    Das einzige, was ich gestern gesehen habe, war eine tief stehende, schlecht verteidigende Mannschaft, die durch herumstolpern die Bälle gewonnen hat, um sie in den meisten Fällen gleich wieder 10m weiter vorn wieder abzugeben. Ajax ist zwar eine gute Mannschaft, doch sollten man wenigstens den kleinsten Eindruck von Kontrolle vermittelt haben, um das als gelungenes Spiel zu deklarieren.

  14. Seien wir doch mal ehrlich: Wie oft hat uns unser eigentlich gutes Pass- und Positionsspiel in den letzten Jahren in der CL im Stich gelassen? Eigentlich immer dann, wenn es um die Wurst ging, wurden wir ausgekontert (teilweise sogar auswärts beim Stand von 0:0). Es war zwar spielerisch sehr mau gestern, aber wenn man ehrlich ist, war Bayern gestern die Mannschaft, die mit Abstand die klareren Chancen vergab. Wenn ich da nur an die zwei Dinger von Lewandowski denke und auch noch an mindestens eine Situation von Gnabry, dann stelle ich fest: wenn man mit so wenig Spielkontrolle bei einem starken Gegner sogar 6 klare Chancen herausspielt, dann kann der Ansatz gar nicht so verkehrt sein. 6 klare Chancen in einem Auswärtsspiel bei einem starken Gegner hätte ich mir in den Pep-Jahren bei Real, Atletico oder bei Barca auch mal gewünscht.
    Übrigens: trotz aller angeblichen Passivität: wo waren denn die klaren Chancen von Ajax? Ich wüsste da nur noch einen Kopfball in der 1. Halbzeit, der genau auf Neuer geht. Der Strafstoß war mal wieder ein Geschenk von Boateng in einer absolut ungefährlichen Situation und das 3. Tor war regelwidrig. Ansonsten wurde im Strafraum endlich mal wieder konsequent verteidigt. Man ließ sich zwar reindrägen, aber es war nicht so, dass sich Ajax im Minutentakt klare Chancen herausgespielt hätte.

    Antwortsymbol24 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. endlich ist der kovac-fussball aus frankfurt beim FCB angekommen! wozu der ganze ballbesitz und thiago im mittelfeld aufstellen? hinten reinstellen und auch mal kontern, macht doch viel mehr spass. damit wird man in der KO-runde der CL bestimmt weit kommen können gegen die ganzen favoriten. wenn jetzt noch ein wenig positionsspiel funktionieren würde, könnte man vielleicht sogar mit ajax mithalten. die glorreichen zeiten von pep hat mancher hier wohl nicht gut vertragen…

      1. Ich verehre Pep geradezu. Aber: wenn man es selbst mit dem besten Trainer der Welt und einem besseren Kader (den hatte Pep zweifelsfrei, schon aufgrund des Alters einiger Protagonisten) nicht schafft, den ganz großen Wurf zu landen, dann sollte man sich auch mal von einem Wunschsystem lösen können.
        Wir haben derzeit einfach nicht die Spieler, die dieses System wieder mit der dafür nötigen Qualität füllen können. Im Mittelfeld ist außer Thiago keiner ballsicher genug, um über 90 Minuten ohne gravierende Fehlpässe agieren zu können. In der Abwehr fehlt das Tempo für hohes Verteidigen und im Angriff fehlen die Spieler, die auf engem Raum Lücken reißen. Gnabry und auch Coman blühen doch geradezu auf, wenn sie mehr Platz haben.

      2. @WTG:
        Ich finde, Du solltest die Verhältnismäßigkeit der Dinge wieder stärker in den Blick nehmen!
        Guardiola’s Spielidee zu verurteilen, weil er damit nicht CL-Sieger mit uns geworden ist, halte ich schon für reichlich unverhältnismäßig, dann aber noch eine Systemumkehr für gut heißen, die in noch viel größerem Rahmen als das Dominanzsystem von Pep von Unwägbarkeiten abhängt, die sich z.b. aus der Frage ergeben, ob die Räume, die es für das Kontersystem braucht, auch geboten werden, oder ob die Top-Spieler ihre individuelle Klasse auch auf den Punkt abrufen können.

        Das Dominanzsystem braucht nicht notwendiger Weise die Weltstars! Es lebt vom Kollektiv, in dem jeder Spieler weiss, was von ihm situationsabhängig erwartet wird. Es erfordert eine hohe Spielintelligenz und Pass-Genauigkeit, aber das können auch Spieler bieten, die weit unterhalb von 100 Mio + liegen.
        Es braucht einen Trainer, der dieses System verinnerlicht hat und in der Lage ist, es zu schulen und jeden einzelnen Spieler für dieses System besser zu machen. Wir haben genug Spieler, die es könnten bzw. noch immer können.

        Nur nebenbei: Das von dir protegierte Kontersystem kommt schnell an seine Grenzen! Was machst Du mit deinen schnellen Leuten, wenn sie den Platz nicht haben? Weil der Gegner entweder den eigenen Strafraum verrammelt, und eben keinen Raum läßt? Oder durch frühes Pressing sofort Druck aufbaut und dadurch Ballannahme und Raumgewinn verhindert?
        Den Ball schnell nach aussen spielen, und dann….? Kommt mir irgendwie bekannt vor!

    2. @Willythegraet..Seien wir doch mal ehrlich: Wie oft hat uns unser eigentlich gutes Pass- und Positionsspiel in den letzten Jahren in der CL im Stich gelassen?“”.”…….ja die Bilanz unseres FCB ist echt nicht so gut in der CL. ;-) zumal nach uns mit RM und Barca nur Mannschaften den Titel geholt haben, die Konterfussball spielten. Nein Barca spielt sehr wohl Ballbesitzfussball und RM kann es auch. Es gilt nicht das eine oder andere zu verherrlichen oder zu verteufeln, sondern eine der BL und CL angemessene Variabilität zu entwickeln. Und gerade in der CL braucht man Spielglück, Losglück und einen starken Kader.(Verletzungsmisere). Wir waren in der Vergangenheit oft die bessere Mannschaft. Gestern definitiv nicht. Und auch eine defensivere Taktik sollte kein Hemmschuh fürveine geordneten Spielaufbau und schnelle Ballstafetten sein.

      1. Das sehe ich ganz genauso!!

      2. @rRainer: Unsere Bilanz in der CL ist sehr gut, das ist mir auch bewusst. Unsere Bilanz gegen die namhaften Teams ist allerdings in den letzten Jahren nicht mehr so berauschend. Außer Juve 2016 haben wir eigentlich in der KO-Phase gegen kein Team von Rang und Namen mehr so wirklich überzeugen können. Kantersiege gegen Donezk, Istanbul, Porto oder ein Arsenal in Wenger-Agonie mögen schön anzuschauen sein, waren aber im Endeffekt nichts anderes als Augenwischerei. Wenn es ernst wurde, dann sind wir regelmäßig daran gescheitert, dass wir:
        a) im Hinspiel auswärts beim Stand von 0:0 ausgekontert wurden (passierte beim Real 2014 und bei Barca 2015)
        b) trotz Überzahl im eigenen Strafraum billige Tore kassierten (2016 bei Atletico, in beiden Hinspielen gegen Real 2017 und 2018)
        c) zu wenig Tempo im Spiel nach vorne entwicklen konnten.
        Gerade Real ist in den letzten 3 Duellen gegen uns nun wirklich nicht als Ballbesitzmannschaft aufgefallen. Sie haben sich auch gerne auf Umschaltspiel verlegt und waren nur dann wirklich um Kontrolle bemüht, als sie es vom Spielstand her sein mussten.
        Die Protagonisten des Ballbesitzfußballs (Barca und Pep Guardiola) mussten sich in den letzten Jahren übrigens auch immer wieder von Mannschaften überrumpeln lassen, die auf schnelles Umschalten und gutes Verteidigen setzen. Barca hat bis auf den Titelgewinn 2015 international nicht mehr wirklich viel bewegt. Mit ManCity ist Pep jetzt auch schon zwei Mal an Teams gescheitert, die vor allem schnell nach vorne spielen und nicht unbedingt darauf versessen sind, das Spiel zu kontrollieren.
        Für mich muss eine Mannschaft auf internationaler Ebene drei Dinge können:
        1. schnell nach vorne spielen
        2. in der Abwehr sicher stehen, sowohl wenn man selbst agiert als auch wenn der Gegner das Spiel kontrolliert
        3. in Momenten, in denen es der Spielstand erfordert auch mal die Initiative zu ergreifen
        Auch wenn es viele anders sehen mögen: über weite Teile hat Bayern das gestern umgesetzt, zumindest die Punkte 1 und 2. Ich habe einige schnelle Angriffe gesehen und wenn man hier noch etwas an den Stellschrauben dreht, indem man mit Thiago einen Ballmagneten ins Mittelfeld stellt und mit Coman einen weiteren Außenspieler mit Tempo statt Ribery bringt und vielleicht auch noch James statt Müller als Zehner agieren lässt, dann wird man durch mehr Präzision und Tempo noch mehr Zug zum Tor entwickeln können. Ich habe gestern auch erstmals seit langer Zeit wieder eine Abwehr gesehen, die sich auf ihre Grundarbeit besonnen hat und bei Flanken nah am Mann stand, den Ball auch mal weghaute und griffig und bissig in den Zweikämpfen war. Wenn man das Elfmetergeschenk mal beiseite nimmt und festhält, dass irreguläre Abseitstore ab dem Achtelfinale wegen des VAR hoffentlich endlich Geschichte sein werden, muss man sagen, dass es schon einer absoluten Sahnekombination vonseiten Ajax bedurfte, um sich eine klare Chance zu erspielen, die dann ja auch mit dem 1:1 gekrönt wurde. Wenn man sieht, wie billig wir in den letzten Jahren Gegentore kassiert haben, auch auf höchster Ebene, dann war das auf jeden Fall ein Lichtblick.
        Wo es natürlich gestern hakte, war die Entlastung in manchen Phasen des Spiels, aber solange man hinten sicher steht, ist es mir lieber, dass der Gegner den Ball hat, als wenn man versucht, durch pseudomäßiges Ballgeschiebe ohne wirklichen Offensivdrang den Ball hin und herzuschieben, um Zeit von der Uhr zu nehmen und dann durch einen Fehlpass auf einmal in eine Kontersituation gerät. Wie sind denn die beiden Tore gegen Düsseldorf gefallen? Man wollte nicht mehr wirklich mit Druck nach vorne gehen und dann war der Ball weg und man lief in Konter. Das ist übrigens auch schon unter Pep öfters passiert. Ich denke da z.B. an das Spiel in Turin, als man 2:0 führte und mit einer Unkonzentriertheit Dybala zum 1:2 treffen ließ. So kann man auch trotz offensichtlicher Kontrolle Spiele vergeigen.
        Ich sage ja gar nicht, dass dies für alle Spiele die richtige Vorgehensweise sein muss. Gerade in der Liga wird man nicht darum umher kommen, wieder das Spiel zu machen und viel Ballbesitz zu haben. Aber international kann diese Spielweise noch für Freude sorgen, wenn man denn endlich diese leichten Fehler abstellen würde. Diese Fehler kann man aber beim besten Willen nicht als systemrelevant bezeichnen.

      3. Wem’s gefällt. Fußball muss letztlich unterhalten und das tut der derzeitige Ansatz – zumindest mich – nicht. Da verzichte ich lieber auf CL-Titel und schaue mir schlnes “Ballbesitzspiel” an. Aber das ist vielleicht eine Geschmacksfrage, die man auch anders sehen kann.

        Was ich nicht verstehe: Warum optimiert man eigentlich nicht das Verhalten/Positionsspiel bei eigenem Ballbesitz? Jetzt versucht man es mit einem Gegenentwurf und kassiert so viele Gegentore wie lange nicht. Auch ein Atletico oder Juve oder Real haben/hatten nicht per se weniger Gegentore als wir 2012-2017. Sie waren vielleicht auf dem Punkt präsenter als wir – aber das hat mit dem grundsätzlichen Ansatz nicht unbedingt was zu tun. Da bin ich der Auffassung, dass unsere Spieler – Ballbesitz hin oder her – eher ein Mentalitätsproblem hatten und haben.

        Und: Beides – also Ballbesitz in der Liga und Koner in der CL – gleichgut hinzubekommen, ist m.E. eine Illusion. Das wird nicht funktionieren.

      4. @Willythegreat…als erstes einmal ein Danke für die ausführliche Erklärung deiner Sichtweise.
        Wir sind da, dichter zusammen als es den Eindruck macht. In der Zeit unter Pep haben wir 23,18 und 17 Gegentore pro BL Saison kassiert. Am 14 Spieltag der jetzigen Saison haben wir ein Torverhältnis von 28:18. da sehe ich keine Defensive Stabilität.(Gestern 3Gegentore? bei defensiver Ausrichtung gg.Ajax?). Teams, die deiner Vorstellung eher entsprechen, wie Athletico Madrid oder Liverpool haben in den letzten Jahren die CL auch nicht gewonnen. Als C.A. übernommen hat, hatte er super Ansätze, das Dominanzspiel unserer Elf zu optimieren. Er wollte das Zentrum verdichten, schnelle vertikale Elemente einbauen und je nach Spielsituation auch mal dem Gegner den Ball überlassen. Ähnlich versucht es Kovac auch….um ein Optimum aus einer Mannschaft herauszuholen sollte man, ähnlich RM, variabel auf Spielstände und Spielsituationen reagieren können. Trotzdem gibt es Grundvoraussetzungen wie Passicherheit, Pressing, Positionsspiel,etc…die ich für unabdingbar halte. Was bringt es uns, einem Gegner wie Nürnberg im eigenem Stadion ohne Not Ballbesitz zu gewähren? Nichts. Solche Gegner müssen dominiert und auskombiniert werden. Wenn man alllerdings in der CL auswärts gewinnt, entsteht eine andere Situation. Dann ergibt es Sinn den Gegner im Rückspiel zu locken und auszukontern. Z.B RB Leipzig stößt mit dem Powerfussball gg. sehr Defensive Gegner oft an Grenzen….zudem braucht man einen Trainer, der innerhalb eines Spieles reagieren kann und verschiedene Systeme kennt und vermitteln kann. Das sehe ich leider bei Kovac zur Zeit (noch) nicht.

      5. @WTG
        Weil wir mit der Spielweise unter Pep gegen Real, Athletico und Barca (teilweise unglücklich) ausgeschieden sind, machen wir jetzt ein Downgrade auf eine Spielweise, die uns nichtmal mehr gegen Freiburg, Augsburg und Düsseldorf zum Sieg verhilft? Geil. Mir ist mein Porsche nicht mehr schnell genug, deswegen kauf ich mir jetzt einen Smart.
        Von welcher defensiven Stabilität sprichst du eigentlich? Unter Pep haben wir 23, 18 und 17 Gegentore bekommen-jetzt sinds nach dem 14. Spieltag schon 18. Und auch unter Pep gab es individuelle Fehler. In keiner Statistik ist der Absturz augenfälliger als bei den Gegentoren und du willst uns hier von gesteigerter defensiver Stabilität erzählen.

      6. Können wir vereinbaren, dass jeder der den Trainer gebetsmühlenartig kritisiert auch direkt den potentiellen Nachfolger und Spieler nennt, die uns wieder auf das allein gültige Niveau von 2013 ff heben.
        Ersatz für Boateng, RAV bzw. Top 6er, 2. Topstürmer wären aus meiner Sicht das Minimum. Von Backups für die Außenbahnen will ich noch gar nicht reden, die braucht man aber 2019 auch.

        Dieses Gegreine von wegen keine Weiterentwicklung etc. kann ich schon echt nicht mehr hören. Ja klar, er hatte jetzt etwas mehr als ein Vierteljahr Zeit, da muss aber halt auch mal geliefert werden. Der Einzug ins 1/8-Finale als Gruppenerster reicht da nicht, nein es muss auch mit dem alternden Kader eine Top-Performance an den Tag gelegt werden die die meisten Jungs vor 4-5 Jahren gebracht haben. Und zwar in der Regel die gleichen. Wie das funktionieren soll ist mir schleierhaft. Und seit Pep sind die Spieler auch nochmal 2,5 Jahre älter geworden.

        Also bitte: nennt Ross und Reiter und hört auf den möglichen Fehlern der Vergangenheit hinterherzuheulen. Wer machts ab Januar??? Und wenn ich da Ten Hag schonwieder höre. Der war doch schon da. Und ist mit der Truppe ja nichtmal erster in der Liga. Hat keine (alternden) Stars auf die er Rücksicht nehmen muss sondern nur junge Wilde, die sich für ganz Europa empfehlen wollen.

        Nagelsmann, ja das hätte Gesicht. Leider hat man das auch verpasst. Aber ich jage Kovac nicht zum Teufel, nur weil es mal 2 Monate nicht rund läuft. Aber wir das will kann das sicherlich noch lange tun, gehen wird er sowieso erstmal nicht. Wäre mir persönlich zu blöd monatelang die gleiche Platte zu spielen, aber bitte, wer keine anderen Sorgen hat…

      7. Es geht doch nicht um 2013. Wie lange braucht denn der durchschnittliche Trainer, bis etwas funktioniert? Wenn wir 75% der Leistung der letzten Rückrunde brächten, wäre doch schon alles gut. Mein Eindruck ist halt, dass der Trainer es nicht besser kann. Ob wir da nun ein Viertel- oder ein ganzes Jahr warten, wird letztlich kaum etwas ändern. Und bessere Spieler nur unwesentlich Abhilfe schaffen.

        Aber gut, wenn man darüber nicht sprechen mag, dann lassen wir es doch einfach. Ich persönlich habe keine Lust dauernd das Gegreine über unfaire Gegenspieler, inkompetente Schiedsrichter und den Spieler X zu lesen, wenn für mich(!) klar ist, dass weit mehr als 50% der Misere am Trainer liegen.

      8. @Marco05: Ich hatte schon vor einiger Zeit Hasenhüttl vorgeschlagen. Aber weil anscheind im Verein die Verantwortlichen wie Du denken, darf Kovac noch weitermachen, auch wenn es ziemlich unrund läuft. Ansonsten wäre Hasenhüttl jetzt vielleicht bei uns Trainer. Ten Hag ist auch eine Option. Van Gaal auch. Van Bommel mischt auch gerade die Liga in den Niederlanden auf. Zidane wäre auch frei. Und man könnte es auch mal bei Tim Walter probieren. Also wenn man möchte, bieten sich Optionen. Einige davon sind sofort verfügbar. Andere vielleicht erst im Winter (gegen Ablöse), andere vielleicht auch erst im Sommer. ABER: ein inkompeter Chef sorgt nicht für Erfolge. Mir wurde in der Firma auch einmal eine recht junge Person in der Geschäftsführung vor die Nase gesetzt. Jeder konnte aber schnell sehen, dass diese Person inkompetent ist. Rate mal, wie akzeptiert diese Person war? Dabei hatte sie anfangs echt Kredit gehabt. Aber als klar war, die 95% der Ideen einfach Mist sind, hat die Person einen Mitarbeiter nach dem anderen verloren. Keiner ist der Person mehr gefolgt. Nach 1,5 Jahren stand dann der Rauswurf. Will sagen: Man kann noch eine Weile mit Kovac weitermachen. Aber es wird nicht besser werden, weil der FCB für ihn eben mindestens eine Nummer zu groß ist, da er die Anforderungen nicht erfüllt. In solchen Situationen ist eine schnelle Trennung besser als ein Immer-weiter-Probieren, weil zumindest alle in der täglichen Arbeit spüren, dass es eben doch nicht klappt. Damit blockiert man auf Dauer den Laden. Da wäre eine Alternative (und sei es auch nur bis zum Sommer, bis man dann ggf. jemanden (wie bspw. Zidane oder van Bommel) für länger bekommt) immer besser.

      9. @Marco05:
        Solange es Leute gibt, die meinen, es wäre richtig, ein Kontersystem einzuführen und es als das überlegene, endlich den großen Wurf versprechende System propagieren, werde ich nicht müde, auf die taktischen Defizite und Probleme hinzuweisen, die meines Erachtens diese System zu einem “Verlierer-System” machen, welches unseren FCB schwächt und weiter denn je vom großen Ziel, wieder einmal den CL-Titel zu gewinnen wegbringt.

        Und solange es Leute gibt, die Kovac für eine Trainer halten, der in der Lage sei, unseren FCB weiter zu entwickeln und zu Erfolgen zu führen, solange werde ich nicht müde, darauf hinzuweisen, dass er es NICHT ist, und welche Aspekte diese Einschätzung untermauern. Und Nico Kovac als Cheftrainer steht für das Konter-System, welches er bei uns umsetzen möchte, weswegen er erst recht ungeeignet als Trainer für den FCB ist!
        Ich bin allerdings auch ohne Weiteres bereit, anzuerkennen, wenn ich mich in ihm getäuscht haben sollte, und dafür dann auch entsprechende Worte finden.
        Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass ich mir im Moment überhaupt keine Gedanken um einen anerkennenden Text machen muss!

    3. Gegner vom Format von Ajax haben wir unter Pep schonmal 7:1 weggeschossen. Du kannst doch nicht Spiele gegen Barca, Real und Athletico mit Ajax vergleichen. Die Leistung wie gestern im Camp Nou und wir würden uns über ein 0:4 wie unter Klinsmann noch freuen.

      1. immerhin sind wir das erste mal seit 10 jahren in der CL-gruppenphase ungeschlagen! und wer war da nochmal trainer? genau: klinsmann. da freut man sich schon auf die KO-runde…

      2. @Olorin. Richtig. Und auch generell haben wir unter Pep weniger Chancen zugelassen und auch weniger Tore kassiert. Es werden immer nur die verlorenen HF in der CL genannt. Mir gehts aber auch um den Spaß am Spiel. Und es ist nunmal Fakt, dasnur die Mannschaft im Ballbesitz ein Tor erzielen kann. (Bzw. keins kassiert.)
        Ich verschließe mich damit absolut nicht der Einführung von schnellen, vertikalen Elementen als Option (aus einer kompakten Deckung) in bestimmten Konstellationen.(KO Spiele) Aber auf Grundlage einer guten Raumaufteilung sowie Passicherheit und Passgeschwindigkeit.

      3. Das Real, das Barca oder das Atletico von gestern? Sicher nicht. Bin mal gespannt gegen wen Ajax trifft. Wenn die das gleiche Spiel an den Tag legen wie gestern, dann wird es interessant. Ich fürchte nur, das werden sie nicht. Haben sie ja in der Gruppenphase auch nur 2x geschafft.

        Das Ajax von gestern hätten wir unter Pep auch nicht 7:1 weggeschossen. Haben wir ja damals in Pilsen, in Moskau und in Arsenal auch nicht gemacht (und in vielen anderen Spielen, das einzige 7:1 war in Rom damals). Also auch ein merkwürdiger Vergleich.

      4. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ajax noch viel reißen wird in der CL.
        Vor allem defensiv wirken sie doch ziemlich labil. Im Grunde kann es gestern nach 25 Minuten auch schon 0:3 stehen. Und das war schon zu der Zeit, als sie noch die Power zum attackieren hatten.
        Deshalb bin ich auch etwas überrascht, wie positiv sie hier gesehen werden.
        Gute Raumaufteilung, Positionsspiel? Klar, da waren schon Ansätze da, aber eben nicht mehr. Was soll das für eine Raumaufteilung bzw. Positionsspiel sein, wenn der Gegner permanent durch meine Abwehr marschieren kann?
        Ich glaube kaum, wenn wir so etwas spiegelverkehrt zuhause anbieten würden, dass wir ähnlich positiv darüber reden würden.

      5. @JO:
        Niemand hier hebt Ajax in den Himmel, gerade defensiv standen die Niederländer etwas wackelig und ließen einige Freiräume. Ihre Leistung hinsichtlich Zonenbesetzung, Kombinationsspiel und Dynamik darf man meines Erachtens aber zurecht loben!

        Und wie schon weiter oben berichtet:
        Das Ajax-Tor zum 1:1 war Dominanzfussball vom Feinsten! Unsere Abwehr durch hervorragendes Pass- und Positionsspiel derart in Unordnung gespielt, dass Lücken entstanden und diese Lücke dann genutzt!
        Perfekt!
        Auch, wenn es nur ein einziger Spielzug war – so stelle ich mir den Fussball auch bei uns vor!

      6. Strukturell fand ich Ajax auch ganz gut, @Osrig. Trotzdem bleib ich bei meiner Aussage, dass wir das unter Pep auch mit der zweiten Garnitur locker gewonnen hätten. Ajax profitiert (genau wie wir) davon, dass diese Gruppe die leichteste neben der Schalke/Porto-Gruppe war. Selbst in der heimischen Liga steht Ajax nur auf Platz 2 (hinter Eindhoven, die in einer etwas stärkeren Gruppe chancenlos waren). Wenn Ajax nicht das Glück hat, nach Porto gelost zu werden, ist das eine klare Kiste. Eine sehr unerfahrene Mannschaft und ehrlich gesagt seh ich da bei manchen auch nicht so die glanzvolle Karriere, wie sie momentan teilweise prognostiziert wird.
        Wir können froh und dankbar sein, dass das Losglück diese Hinrunde so kräftig auf uns gelacht hat wie nie zuvor. Wer allen Ernstes bezweifelt, dass wir vor wenigen Jahren viel mehr Chancen herausspielten und viel weniger zuließen, belügt sich einfach selbst, sorry. Und das liegt nicht nur, aber auch am Trainer.

      7. @Olorin:
        Ansichtssache. Für mich war Ajax gestern offensiv sehr stark. Wir konnten sie jedoch gut ausbremsen, weil die Defensive über weite Strecken gut funktionierte. Wenn man dafür Kontrolle opfern muss, dann bin ich dazu gerne bereit. Was hilft mir Ballkontrolle, wenn ich dann doch wieder den Gegner durch Böcke zum Toreschießen einlade oder nicht in der Lage bin, konsequent zu verteidigen. Ich halte hier mal dagegen. Ein Team wie Ajax hätte uns auch zu Pep-Zeiten richtig weh tun können, da sie das nötige Tempo und die nötige technische Klasse gehabt hätten, um auch mal in die Räume vorzustoßen, die hohes Pressing nun mal mit sich bringt. Vielleicht darf sich ManCity ja im Achtelfinale mit Ajax rumärgern. Vielleicht fegt ManCity ja dann auch so über sie hinweg, wie du es uns unter Pep zugetraut hättest. Ich denke eher nicht.

      8. Da bin ich ganz bei dir @Olorin! Ajax war keine Übermannschaft, und wird in der K.O.-Runde Federn lassen.
        Wir aber auch, weil unser System unter Kovac nicht passt, will man ganz oben mitspielen. Da sind wir uns denke ich einig!
        Bemerkenswert finde ich eben, dass Ajax bei allen ihrer gezeigten Schwächen eben auch diesen einen Angriff zum 1:1 fahren konnte, der für mich richtig Pep-like war!
        Dahinter steckte, wenn auch nur für ein paar Minuten, eine Offensivstruktur, die meiner Ansicht nach der richtige Weg ist, will man ganz nach oben! Unter Kovac werden wir das nicht zu sehen bekommen.
        Klar, unter Pep, der diese Struktur verinnerlicht hat und genau weiss, wie er Abläufe gestalten muss, hätten wir zu seiner Zeit Ajax von gestern ohne Probleme an die Wand gespielt. Deswegen bin ich ja mit der Art des Kovac’en Systems sehr unzufrieden. Und wenn ich an die mögliche Entwicklung unseres FCB unter Pep denke, wie sie verlaufen wäre, hätte er sich entschieden, bei uns zu bleiben, dann weiss ich nicht, ob ich zornig oder wehmütig werden sollte.

      9. @WTG:
        Ajax hat das 1:1 erzielt, als sich unsere Abwehr in einer Phase befand, in der sie durchaus gut in der Ordnung stand und keineswegs unsicher wirkte. Ajax gelang es da ganz Pep-like, durch perfektes Pass- und Positionsspiel unsere Abwehr in Unordnung zu spielen und diese Unordnung dann zum Torerfolg zu nutzen.

        Du bemängelst die hochgezogene Aufstellung im Dominanzsystem, und hoffst, durch eine Stärkung der Defensive wie unter Kovac, dem Gegner nicht mehr diese Räume zu bieten.
        Was bedeutet das? Du hast dann keine Offensivstruktur mehr, mit der Du eine geordnete Defensive beim Gegner auseinander spielen kannst! Stattdessen setzt Du auf Überraschungseffekte, so wie die vielen schwächeren Gegner in BuLi und CL, auf die wir treffen.
        Du bist also damit einverstanden, dass aus Angst vor Kontern ein System aufgehoben wird, welches grundsätzlich das Potiential bietet, selbst eine geordnet stehende Defensive auseinander zu spielen? Stattdessen soll auf genau diese Konter gesetzt werden, die nur dann zum Erfolg führen können, wenn der Gegner NICHT strukturiert in seiner Defensivordnung steht? Was er aber die meiste Zeit des Spiels ist und wenn nicht, sie meist schnell wieder einnehmen kann?

        Es wäre doch viel klüger, das funktionierende Pep-System weiter zu verbessern, und die Schwachstelle Konteranfälligkeit auszumerzen. Was meines Erachtens zum Schluss der Pep-Ära gut gelungen ist.
        Nur nebenbei angemerkt, es fallen auch Tore durch Standards, und durch individuelle Fehler kommt auch ein schwächerer Gegner zu Chancen. Das heisst doch nicht, dass deswegen das Pep-System an sich nichts taugt! Angst jedenfalls vor Kontern ist ein schlechter Ratgeber, wenn man sich deswegen auf das Niveau der schwächeren Gegner zurückbegibt.

      10. Vielleicht sollte man auch einmal konstatieren, dass Kovac – warum auch immer – auch in Spielen wie gestern eben nicht seine erste Garnitur auf dem Platz sehen will.
        Es war doch wieder offensichtlich, was ein Thiago und ein Coman da bewirken. In der ersten Hälfte ist ein Gnabry der beste Mann auf dem Platz, während man die linke Seite vergessen konnte. Nach seiner Auswechselung war dann auf der rechten Seite erst mal Pause
        Warum also nicht dieses Trio gemeinsam auf dem Platz.
        Das gesamte Angriffsspiel läuft mit den dreien sicherlich anders.
        Ein Ribery- bei all seinen Verdiensten- kommt eben auf der Außenbahn nicht mehr durch und liefert Ballverluste. Ein Müller auf rechts ist ebenso vertane Liebesmüh. Jeder weiß es, aber offensichtlich glaubt man es nicht. Man stelle sich vor – in der gestrigen Konstellation einen Thiago mit Goretzka in der Doppelsechs, einen Kimmich wieder auf rechts und mit Gnabry und Coman auf den Außenbahnen.
        Stattdessen wird immer eine Seite durch die Personalmaßnahmen mehr oder weniger lahmgelegt.
        Das macht natürlich das Verteidigen einfacher.
        Und dann nach der Winterpause noch einen James auf der Zehn, aber das wird vermutlich alles Wunschdenken bleiben. Was man mit schnellen Außenverteidigern UND schnellen Wingern so veranstalten kann, hat doch Frankfurt vorgeführt. Und die haben keinen Thiago.

        Trotz allem sollte man die Ergebnisse nicht zu schlecht reden.
        Real verliert das erste Spiel in Moskau mit 0:1 und statt sich zuhause rehabilitieren zu wollen, spielen sie da noch schlechter. Liverpool verschenkt den Gruppensieg durch ein Grottenspiel in Belgrad und kann sich beim Keeper bedanken, der in der letzten Minute gerade noch den Sieg zuhause festhält. Athletico verschenkt den Gruppensieg, was die italienischen Vertreter am letzten Spieltag abgeliefert haben, spottet jeder Beschreibung, Vor allem Inter verschenkt zuhause das AV. Und ob die Zuschauer gestern das Unentschieden von Barca zuhauuse so lustig fanden-ich weiß nicht.
        Ein Verein wie Liverpool hat seit die letzten 5 CL-Auswärtsspiele alle verloren.
        Bei den Anderen ist auch nicht alles Gold was glänzt.

        Insofern – wer weiß, was im Februar ist.

  15. Ich fand Brazzo im Interview mit Sky super….die Aussage, dass man so kurz nach dem Spiel nix sagen kann ist perfekt. Dann braucht er auch gar nichts zu sagen. Wie bisher…

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    1. Naja, immerhin hat er das Spiel nicht von Kovac in den Himmel gelobt, weil wir Gruppenerster geworden sind. Das ist schon mal ein Fortschritt. Dass er nach dem Spiel nicht direkt analysieren kann, überrascht mich nicht. Muss auch gerade nach so einem Spiel nicht unbedingt sein. Aber vor einem Spiel dürfte man schon einmal eine Einordnung der letzten Leistungen erwarten – und warum die Spiele so gelaufen sind wie sie gelaufen sind. Aber das kommt nicht – vermutlich, weil er so viele andere Dinge zu tun hat und anschieben muss, dass er für so unwichtiges Zeugs wie die Analyse der spielerischen Entwicklung einfach keine Zeit hat. Den Trainer in der Frage zu beraten, wäre ja auch zuviel erwartet von einem SpoDi.

  16. “Es war vieles da, was ich mir von einer Top Mannschaft wünsche. Hohes Pressing, spielerische Lösungen, trainierte Spielzüge, gute Raumaufteilung, Ballbesitzfussball….im Grunde genommen ein schön anzusehendes Dominanzsystem.”, schreibt @Rainer in seinem Beitrag heute um 7 Uhr 33 und beschreibt damit genau die Spielidee, wie auch ich sie von unserem FCB sehen möchte!
    Richtiger Weise weist Rainer auch darauf hin: “Leider von der falschen Mannschaft”!

    Zu unserem Lieblingsverein und seinem jetzigen Trainer urteilt Christopher in seinem Text:
    “Es fehlt an einem taktischen Konzept, um eine Partie über Positionsspiel zu kontrollieren. Niko Kovač wählte einen defensiven, auf Umschaltspiel ausgerichteten Fußball, der geprägt ist von den Einzelleistungen der Offensivreihe.”

    Man muss sich das nochmal vor Augen führen:
    Der große FC Bayern, vor wenigen Spielzeiten noch unter den ganz Großen Europas und in allen Stadien gefürchtet, spielt jetzt ein defensives System, das anstatt auf strukturierten Spielaufbau auf Überraschungsmomente und individuelle Klasse setzt.
    Schlimmer noch: Dieses Defensivsystem war dergestalt angelegt, dass sich unsere Jungs teilweise sogar in 5er Abwehrkette in der eigenen Hälfte im und um den eigenen Strafraum positionierten und nach vorn auf die berüchtigten Nadelstiche setzten.
    Ist es denn zu fassen???

    Wir haben gestern ein System gespielt, mit dem mindestens drei Viertel aller Bundesligisten gegen uns antreten! Ein System, bei dem es darum geht, möglichst nicht ins offene Messer zu laufen und mit Glück einen Punkt mitzunehmen gegen einen als übermächtig erlebten FC Bayern. Es ist ein unansehliches System, dessen fussballerischer Glanz sich im kompakten Verschieben erschöpft und seine Spannung daraus zieht, ob die zwei oder drei Männer, die da mit und ohne Ball im Sprint 50 Meter Richtung gegnerisches Tor rennen, in der Lage sind, nach diesem Sprint den Ball im Tor unterzubringen.
    Nun ist Ästhetik immer persönliches Empfinden, und wer Spaß an dieser Art Fussball hat, mag sich darüber freuen! Ich kann es nicht!
    Zu dumm nur, dass dieses auf Konter ausgerichtete Defensivsystem kein Gewinner-System ist, es wird von jenen Teams gespielt, die nicht in der Lage sind, ein Spiel zu kontrollieren. Auch wenn man sicherlich über den Aspekt “Spielkontrolle” diskutieren kann, das System Kovac bleibt das System der Schwachen!
    Sicherlich werden in solchen System teuere Einzelkönner immer wieder einen Unterschied ausmachen, manchmal reicht auch ein Standard, aber wenn man in jedem Spiel auf diese individuellen Momente warten muss, dann wird man damit niemals bis ganz nach oben gelangen…es sei denn, man hat ganz, ganz viel Glück!

    Im Moment scheint es mir so, als ob auch in und im Umfeld unseres FCB die Einstellung vorherrsche, nachdem wir nun mehrmals gegen solche Defensivkünstler in wichtigen Spielen entscheidende Kontertore bekommen haben, müssten wir nun selbst solche Kontermannschaft werden, um endlich wieder ganz oben zu stehen. Das blendet aber die grundsätzliche Schwäche des Konterspiels aus, und übersieht zudem, dass auch das Dominanzsystem mit seinem Pass- und Positionsspiel noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung sein könnte, meines Erachtens auch nicht ist!

    Denn mir zeigt das Ajax-Spiel genau das auf: Das Ballbesitz- und Dominanzsystem ist nicht tot! Und mehr noch: Dominanzsystem geht auch ohne teure Stars! Das System muss nur gut geschult werden!

    Und damit bin ich wieder bei Kovac; und bei jenen beiden Herren, die augenscheinlich den von ihnen installierten Cheftrainer schützen, um den gemachten Fehler nicht eingestehen zu müssen, oder weil sie in ihrer Ignoranz gegenüber der Bedeutung von Taktik gar nicht erkennen, dass es ein Fehler ist, einen Trainer wie Kovac an die Seitenlinie unseren FCB zu stellen.
    Da heisst es dann: Solange die Ergebnisse stimmen, passt der Trainer! Nur werden die Ergebnisse eben nicht mehr stimmen, wenn wir auf ähnlich wie Ajax eingestellte, aber erfahrenere Teams treffen. Gegen die topbesetzten Granden in Europa brauchen wir ohnehin nicht zu erwarten, mit diesem System etwas zu reißem. Da brauchen wir Glück.

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    1. Da bin ich voll bei Dir. Gegen die Nürnbergs, Freiburgs und Athens dieser Welt wird es reichen, weil der Unterschied dann einfach zu groß ist zwischen einem Kader der im Gesamtwert so viel zusammenbringt wie bei uns einzelne Spieler. Aber gegen die anderen Top5 aus dem oberen Tabellendrittel (Dortmund, Gladbach, Hertha) haben wir allesamt verloren, zweimal sogar zu null und mit insgesamt 8 Gegentoren. Spätestens wenn der Gegner also etwas besser ist und nicht ausschließlich durch den deutlich höheren Marktwert überflügelt werden kann, bekommen wir in dieser Saison Probleme. Warum? Weil eine Spielidee fehlt, die jenseits von offensiver individueller Qualität ansetzt. Und da wir dafür alleine auch nicht genug Geld haben (oder können wir uns 5 neue Mbappés, Comans etc.leisten?), wird es für uns schwierig, wenn nicht wieder mehr Wert auf Kombinationsfussball gelegt wird. Wer dafür ein besserer Trainer ist als Kovac haben wir gestern Abend zu sehen bekommen. Wenn wir also schon nicht Nagelsmann und Co. bekommen können, dann sollte man mal in Amsterdam anrufen.

      1. Wir haben gegen Freiburg 1:1 gespielt. Aber früher war alles besser….

    2. @Osrig…“Denn mir zeigt das Ajax-Spiel genau das auf: Das Ballbesitz- und Dominanzsystem ist nicht tot! Und mehr noch: Dominanzsystem geht auch ohne teure Stars! Das System muss nur gut geschult werden!“….so ist es. Aber dafür braucht es einen Trainer der das System versteht und vermitteln kann. Mal ehrlich, mit James, Thiago und jetzt Kimmich haben wir drei Spieler, die das System in der Zentrale spielen können. Was uns fehlt sind m.M.n wenige Bausteine, um wieder international mitmischen zu können.
      – einen spielstarken, schnellen IV
      – einen Backup für Alaba (schnell, ballsicher und defensiv stark, also einen Herausforderer)
      – einen Topmann für hinter rechts.
      – einen weiteren Topwinger (schnell, ballsicher und torgefährlich); sollte mit Davies, Coman und Gnabry reichen.
      – einen richtigen Backup für Lewa. ( evt. ein flexibler Mann der auch außen gut ist) Werner wäre toll.
      Also ca. 5 Spieler und ein System……….wahrlich Plan und umsetzbar.

      1. @Rainer: Ich sehe evtl. noch einen weiteren Winger als notwendig an. Bei Davies muss man erstmal abwarten, wie er sich nun in der Rückrunde macht. Und angesichts der Verletzungsanfälligkeit der anderen wäre da ein weiterer Spieler dann vielleicht sogar zwingend notwendig. Und je nachdem, was mit Rafinha geschieht, braucht es für ihn ggf. auch einen Ersatz. Aber das System…? Mir fällt da nur eine Idee zu ein, wie wir das in Zukunft bekommen können. Aber dafür bekomme ich hier ja jedes Mal Ärger, wenn ich einen neuen Trainer fordere. Oder siehst Du da Möglichkeiten, die ich nicht sehe?

      2. @Rainer: Da sind wir einer Meinung! Ich habe mir meinen Beitrag zwei mal durchgelesen, und trotzdem entging mir dann eine “Kleinigkeit”^^
        Ich habe vergessen, darauf hinzuweisen, dass ich Kovac NICHT für in der Lage halte, diese nötige Schulung des Dominanzsystems auch zu realisieren. Weil er mit diesem System nichts anfangen kann.
        Jetzt dürfte das aber klar sein^^

        Und ja, der Plan sollte realisierbar sein! Insbesondere, wenn man bis zu 200 Mio in die Hand nehmen will.

      3. “Und ja, der Plan sollte realisierbar sein! Insbesondere, wenn man bis zu 200 Mio in die Hand nehmen will.”

        Ich wundere mich wo diese 200 Mio herkommen, von denen so viele auszugehen scheinen.
        Unser bisheriger Transferrekord waren die überschlägig 120 Mio aus dem letzten Jahr. Davor haben wir meiner Erinnerung nach noch nie die 100 Mio-Grenze geknackt.
        Ich persönlich wäre schon ziemlich glücklich, wenn wir es auf 150 Mio bringen.
        Wenn man dann noch ggf. die 42 Mio für James und die 35 Mio für Pavard abzieht, wäre davon schon mal die Hälfte weg.
        Ich habe leider das Gefühl die nächste Transferperiode wird für so manche Frustration gut sein.

      4. Ich wüsste einen idealen backup für Alaba: Juan Bernat.

    3. Unterschreibe ich alles.

      Ansonsten: Es heißt immer noch “Dilettanten” und nicht “Dilletanten”. So viel Korrektur muss sein.

      1. Es war ein Witz mit dem Ajax Iv

    4. Nachdem ich mich langsam wieder abgeregt hatte, nach dem miesen Spiel, wollte ich hier einen Kommentar loswerden, aber ich kanns mir sparen, weil OSRIG hat schon alles geschrieben was ich sagen wollte.

      Vielleicht noch eine Zusammenfassung:
      Bayern hat keine Spielkultur mehr (“hinten reinstellen und auf Konter warten?, gegen Gegner wie Ajax?”).
      Ajax hat mir gefallen. Da war eine Spielkultur erkennbar. Die haben auch einen guten Trainer. Ten Haag. Bis vor kuzem hat der übrigens eine FC Bayern Amateur Mannschaft trainiert (“denn das Gute liegt so nah…”).
      Der FC Bayern lebt nur noch von einzelnen Genie-Geistesblitzen (gestern: Lewy).
      Alles was van Gaal, Heynckes, PEP aufgebaut haben, ist jetzt komplett verschwunden.
      Uli Hoeness ist es wichtiger, Ja-Sager zu engagieren, die nach seiner Pfeife tanzen. Die Ausnahmekönner trainieren lieber andere Vereine.

      1. Uli Hoeness: “Und man wollte mir einen TUCHEL aufschwatzen!!”

        Man schaue sich die PSG- und die FCB-Spiele dieser Hinrunde an. Es ist ein Unteschied von mehreren Klassen erkennbar zwischen Tuchel und Kovac.

      2. Aber was sollte Tuchel auch zu so einem knausrigen Provinz-Verein wie dem FCB gehen. In Paris hat er volles Vertrauen und open-end Budgets, das macht doch tausendmal mehr Spass.

  17. @Herrispezial…leider nein.Das System ist wirklich das große Problem (@Osrig: Kein Gewinnersystem +1) Es wird ein Topwinger und ein Backup für Lewa benötigt, der auch z.B auchLinksaußen spielen kann.
    (z.B. Werner oder Martial) Bei Davies bin ich bei Dir was die Rückrunde betrifft heißt es abwarten. (toller Speed und gute Technik).

  18. Was geht eigentlich mit Boateng? Er erinnert mich seit dem Gewinn der Weltmeisterschaft immer mehr an Rick „Wild Thing“ Vaughn aus dem zweiten Teil der Filmreihe “Die Indianer von Cleveland”.

  19. Dieser Trainer ist weiterhin ein großes Geheimnis.
    Da äußert er sich vor dem Spiel über Thiago – froh, dass er wieder da ist: vor der Verletzung bester Spieler; usw – und dann sitzt der eine Stunde auf der Bank. Gottseidank ist Coman wieder fit, und was er wert ist, hat man ja gesehen – deshalb sitzt er auch die erste Stunde draußen. Ein Gnabry war in der ersten Halbzeit der beste Mann auf dem Feld. also wechselt man ihn als erstes aus – und schickt Müller auf seine “Lieblingsposition, auf die rechte Außenbahn.
    Ein Ribery – sagt man besser nichts dazu – aber spielt und spielt und gibt gestern den Fehlpasskönig.
    Ein Boateng ist in fast jedem Spiel für einen 11m gegen uns gut.

    Man hätte ja auch mal was ganz anderes versuchen können!
    Kimmich-Süle-Hummels-Alaba; Goretzka-Thiago; Coman-Müller-Gnabry; Lewandowski.
    Aber offenbar will er nicht zu viele schnelle Spieler gleichzeitig auf dem Platz haben.
    Vielleicht verliert er dann den Überblick!
    Und nachdem Ajax die Truppe fast eine halbe Stunde hergespielt hat, findet er, dass die Mannchaft das super gemacht hat.
    Er ist schon sehr speziell.

  20. Hallo,
    mich würde interessieren, wie ihr das Verhalten beim 1:1 seht!
    Ganz klar, wir sind absolut in keinen Zweikampf gekommen, geschweigedenn haben wir einen gewonnen und mit dem Ball was anfangen können.
    Aber ich sehe, mal wieder, Boateng’s taktisches Verhalten sehr kritisch:
    In der Szene sind wir gefühlt zu 8./9. um den eigenen Strafraum rum. 2-3 Mitspieler noch höher als Boateng, aber warum geht er aus der Kette und versucht den Spieler anzugreifen, der dann den Chip in den Strafraum spielt? Konsequenz war, dass Süle seinen Gegenspieler übernehmen musste, hier zu spät gekommen ist und der eigentliche Gegenspieler von Süle dann beim Querpass komplett freisteht.
    Hätte Boateng durch halten seiner Position hier etwas verhindern können oder war sein Verhalten eurer Meinung nach richtig?
    ich bin gespannt auf eure Einschätzungen!

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    1. Man könnte es sich ja einfach machen und sagen, da es eben ein Gegentor gab, wäre jedes alternative Verhalten besser gewesen.
      Aus der Situation heraus sehe ich da aber keinen größeren Fehler bei Boateng.
      In dem Moment stand der Chipspieler quasi auf Lücke, hatte einen freien Raum bis zur Linie vor sich. Wenn Boateng nicht hingeht und ihm der Ball in den Lauf gespielt wird, haben wir die gleiche Situation wie einen Moment später tatsächlich passiert. Ein Holländer zieht zur Linie, nur wäre da der hypothetische Gegenspieler noch weiter entfernt.
      Hätte das zu einem Tor geführt, würden wir jetzt über eben dieses fehlende Herausrücken debattieren.

      Wenn man hier von individuellem Verschulden sprechen möchte, sehe ich die Verantwortung bei Süle. Süle steht auf Höhe des Angreifers (sonst wäre es ja Abseits) und hat die Innenbahn. Da würde ich schon erwarten, wenn ich von einem Klassemann rede, dass er die dichthalten kann. Hätte er vielleicht auch, wenn er nicht so sehr damit beschäftigt gewesen wäre seine Hände hinter dem Rücken zu sortieren.

      Und mal davon ab: In der Sekunde in der die Hereingabe kam war ich völlig entspannt, weil ich fest davon überzeugt war Neuer fischt den Ball weg. Tja, auch das bleibt ein Thema dieser Hinrunde.

  21. […] League, they ceased their attack after their early goal and were satisfied with the draw. In the return match they lead twice yet still failed to get the win due to a 95th minute equalizer from the Amsterdam […]

  22. […] Doch letztendlich fehlte eine adäquate Reaktion und so entwickelten sich die Duelle mit Dortmund, Ajax und auch die Anfangsphase gegen Frankfurt zu hektischen Partien im Flipperautomaten. […]

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