MUNICH, GERMANY - FEBRUARY 20: Thomas Mueller (R) of Muenchen celebrates scoring the first team goal with his team mate Arjen Robben during the Bundesliga match between FC Bayern Muenchen and SV Darmstadt 98 at Allianz Arena on February 20, 2016 in Munich, Germany. (Photo by A. Hassenstein/Getty Images for FC Bayern)

FC Bayern München – SV Darmstadt 98 3:1 (0:1)

Zum zweiten Mal in dieser Saison traf der FC Bayern München in der heimischen Allianz Arena auf Darmstadt 98, bereits im Dezember waren die “Lilien” im Pokal zu Gast gewesen. Der Blick richtete sich dennoch schon mit einem Auge Richtung Champions League – am Dienstag wartet das Duell gegen Juventus Turin.

Im Fokus der Partie stand Neuzugang Serdar Tasci, der sein Debüt im Bayern-Trikot geben durfte. Die Wintererwerbung durfte sich gegen den Aufsteiger zum ersten Mal im Abwehrzentrum als Innenverteidiger präsentieren.

Falls Ihr es verpasst habt:

Pep Guardiola veränderte die Aufstellung im Vergleich zum 3:1 Auswärtssieg nur minimal. Thiago und Lahm wurden geschont. Für sie kamen, wie bereits erwähnt, Tasci und zusätzlich Coman zu Startelfeinsätzen. Durch die Hereinnahme von Coman standen abermals die fünf Offensivkräfte (Costa, Coman, Lewandowski, Müller und Robben) der Münchner versammelt auf dem Platz. Mit ihnen auf dem Feld hat der FC Bayern im Schnitt 30 Torschüsse pro Partie abgegeben.

Auf Seiten von Darmstadt 98 musste Dirk Schuster im großen Stil umstellen. Fünf Spieler fehlten wegen der fünften gelben Karte. Der Fokus der Lilien lag vor der Partie klar auf dem wichtigen Auswärtsspiel in Bremen in der kommenden Woche. Für Sulu, Niemeyer, Gondorf und Heller sowie Rosenthal (Bank) spielten auf Seiten von Darmstadt Garics, Junior Diaz, Sirigu, Holland und Vrancic.

Die Bayern begannen die Partie schwungvoll, fast schon hektisch, erspielten sich aber von Beginn an Abschlussmöglichkeiten. Bis zur ersten Halbzeit waren es alleine 15 Torschüsse.

FC Bayern 4-3-3 vs. Darmstadt 4-4-1-1/4-5-1Grundformationen: FC Bayern 4-3-3 vs. Darmstadt 4-4-1-1/4-5-1

Dabei zeigte sich die Offensive sehr variabel. Die Münchner bauten im Regelfall mit einem 2-3-4-1 das Spiel auf. Kimmich und Tasci bildeten die Abwehrzentrale. Die Außenverteidiger Alaba und Rafinha schoben wahlweise sehr weit mit auf, um die Außenbahnspieler Costa und Coman zu unterstützen. Im Regelfall wurden alle Angriffe aber über Vidal initiiert. Er alleine hatte in den ersten 45 Spielminuten 78 Ballaktionen. Am Ende waren es 163. Vidal war der Motor im Angriffsspiel der Münchner (4 Key-Pässe, 1 Torvorlage).

Nach einer Reihe von Chancen, in einer Phase, in der der Führungstreffer nur noch eine Frage der Zeit schien, leisteten sich die Bayern im Abwehrverbund eine Reihe an Fehlern, die Darmstadt 98 schlussendlich die Führung brachten. Diaz konnte eine Flanke von rechts in den Strafraum der Münchner schlagen, die Rafinha nicht hatte verhindern können. Tasci kam in der Mitte zu Fall und konnte sich fortan nicht mehr richtig gegen Wagner positionieren – Sirigu nutzte dies aus und konnte unbedrängt auf den Stürmer flanken. Alaba war zuvor zu weit eingerückt und konnte die Flanke deshalb nicht verhindern. Gleichzeitig hob er durch sein Herausrücken auf Sirigu das Abseits auf. Wagner konnte sich in der Folge mühelos gegen Tasci durchsetzen und köpfte an Neuer vorbei ein. Die Folge war die überraschende Führung der Darmstädter, für die im Endeffekt mehrere individuelle, aber auch kollektivtaktische Fehler beim Verteidigen von zwei Flanken verantwortlich waren (25.).

Auf der Gegenseite hatten die Münchner zwar eine Vielzahl an Chancen, scheiterten aber ein ums andere Mal am starken Mathenia (24.,45+1.). Im Zweifelsfall half auch die Latte für die Darmstädter noch mit, die aufopferungsvoll im 5-4-1 bzw. 6-4-0 komplett hinter dem Ball agierten und so den Münchnern wenig Raum zum Kombinieren gaben. Vor allem die Außenspieler Costa und Coman konnten so weitestgehend aus dem Spiel gehalten werden. Läufe hinter die letzte Abwehrlinie gelangen fast nicht. Erfolgversprechender waren eher schnelle Kombinationen aus dem Zentrum. Hier waren meist Robben, Müller und Lewandowski gut involviert, wenn sie es schafften, sich zwischen den zwei Ketten der Darmstädter zu positionieren und die teilweise starke Mannorientierung der Darmstädter in Unordnung zu bringen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig an der Partie. Die Bayern drückten weiterhin konsequent auf den Ausgleich und erzielten diesen postwendend in der 48. Minute durch Thomas Müller. Coman, dem eher wenig gelang, setzte an der Eckfahne gut nach und erzwang einen ungenauen Ball von Diaz. Die Klärung landete bei Rafinha, dessen Halbfeldflanke Thomas Müller fand, der nicht nur in dieser Situation als zweite Spitze agierte. Durch eine hervorragende Ballan- und mitnahme kam Müller zum Abschluss und traf. Der FC Bayern drückte nun weiter aufs Tempo. Hierfür brachte Pep Guardiola Franck Ribery und Juan Bernat für Tasci und Coman. Fortan bildete sich ein interessantes Pärchen auf der linken Seite: Robben, der in der zweiten Halbzeit meist im linken Halbraum unterwegs war, kombinierte immer wieder gut mit Ribery. Die Münchner erspielten sich vor allem über die linke Außenbahn fortlaufend gute Möglichkeiten. Nach einem Treffer von Lewandowski schien die Partie gedreht, doch Schiedsrichter Weiner und sein Gespann entschieden fälschlicherweise auf Abseits.

Ein paar Minuten später war es dann abermals Thomas Müller, der nach einer erneuten Halbfeldflanke, dieses Mal von Vidal von links, zum Abschluss kam. Müller, der den Ball mit der Brust annimmt und im Rückwärtsfallen Mathenia überwindet, erzielte seinen 17. Saisontreffer (71.). Ein Traumtor. Fortan öffneten die Darmstädter etwas ihre defensive Haltung und die Münchner kamen vereinzelt zu Konterchancen – eine solche nutzte Robert Lewandowski zum 3:1-Endstand (81.). Franck Ribery krönte sein Debüt mit einer Vorlage.

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Darmstadt verkaufte sich über weite Strecken sehr gut, konnte aber schlussendlich die Münchner nicht effektiv verteidigen. Diese müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig aus den eigenen Chancen gemacht zu haben. 36 Torschüsse wird Juventus Turin am kommenden Dienstag sicherlich nicht zulassen.

3 Dinge, die auffielen:

1. Halbglückliches Tasci-Debüt

53 Minuten lang durfte sich Serdar Tasci bei seinem Debüt im Trikot des FC Bayern präsentieren. Sein Auftritt war geprägt von Licht und Schatten. Im Spielaufbau konnte er sich bereits gut einfügen. Wie im Vorfeld seines Wechsels bereits zu lesen war, fiel auf, dass Tasci eine gute Ballbehandlung hat und über ein gutes Passspiel verfügt. 93% Passquote und ein guter langer Ball zeugen von geringen Anpassungensproblemen. Die 47 Ballkontakte, die der 28-Jährige bis zu seiner Auswechslung hatte, zeugen auch davon, dass Pep Guardiola ihn nicht verstecken wollte.

Defensiv hatte Tasci gegen die über die schnellen Außen attackierenden Darmstädter immer wieder Probleme. Zum einen hatte er sichtlich mit der Umstellung zu kämpfen, im Bayern-Trikot zu verteidigen. Durch das extrem hohe Aufrücken der Münchner verändert sich das Anforderungsprofil an einen Verteidiger radikal, es kommt wesentlich häufiger zu Eins-gegen-Eins-Situationen. Hier verließ er sich weitestgehend auf Alaba. In den Kopfballduellen mit Wagner, der 8cm größer ist als Tasci, fehlte schlichtweg das Timing. In einer Szene foulte er Wagner, in der 25. Minute schlussendlich stimmte seine Position nicht und Tasci ermöglichte den Darmstädtern auch durch seinen Fehler die frühe Führung. Am Ende standen 56% gewonnene Zweikämpfe und zwei Fouls auf dem Datenblatt.

Unter dem Strich war es dennoch kein schlechtes Debüt, auch wenn jedem Betrachter klar sein sollte, dass Tasci wohl keine Option in der Champions League ist, sondern viel mehr Einsatzminuten in den englischen Wochen sammeln wird – wohl vorzugsweise in den Heimspielen, wie jetzt gegen Darmstadt.

2. Verbesserter Robben

Zehn Torschüsse gab der Niederländer gegen Darmstadt ab und zeigte sich, obwohl ohne direkte Torbeteiligung geblieben, deutlich formverbessert. Robben nahm aktiv am Bayernspiel teil und war stets Ausgangspunkt für Gefahr. Zwar gelang ihm nur ein Dribbling, dennoch zeigte Robben, wie ihm ein gutes Spiel auch ohne signifikante Sprint- und Laufduelle gelingen kann. Robben positionierte sich geschickt, zunächst im rechten Halbraum, im späteren Spielverlauf mit Ribery im linken Halbraum. Holland und Kempe hatten hier sichtlich Probleme, den Aktionsradius von Robben einzudämmen.

Das größte Problem von Robben ist in der jetzigen Saisonphase allerdings seine fehlende Torgefahr. So gut es bei Müller und Lewandowski im Abschluss läuft, so extrem pendelt die Effizienz von Robben in die andere Ecke. 22 Torschüsse gab Robben in dieser Rückrunde bereits ab – allesamt ohne Torerfolg. Auch in diesem Spiel war Robben wieder nah dran (24., 58.), blieb allerdings erneut ohne Treffer. Hier muss er dringend wieder an seine alte Form aus der Vorsaison anknüpfen, zumal Costa und Coman derzeit ebenfalls die Torgefahr etwas abgeht.

3. Comeback

Franck Ribery ist zurück in seinem Stadion. Zum ersten Mal seit fast einem Jahr stand der Franzose wieder auf dem Platz in der heimischen Allianz Arena. Die Stimmung im Stadion erreichte bei seiner Einwechslung den Siedepunkt. Ohne große Vorlaufzeit zog Ribery das Spiel wie in gewohnter Weise an sich und kreierte eine Vielzahl von Offensivaktionen mit. Alleine vier Chancen entstanden durch sein Mitwirken und zwei von drei Flanken fanden einen Abnehmer. Auch beim ersten Treffer von Lewandowski, der nicht gegeben wurde, hatte Ribery seinen Fuß im Spiel. Letztendlich krönte er sein gutes Comeback in der 83. Minute mit einem schönen Zuspiel auf Lewandowski.

Ribery und Robben harmonierten dabei gute 30 Minuten auf der linken Seite nach Belieben. Die Nummer 7 zeigte dabei, welche Rolle er in den nächsten Wochen und Monaten haben könnte. Ähnlich wie Mehmet Scholl im Spätherbst seiner Karriere könnte Ribery immer wieder für 30-45 Minuten Druck aufbauen. Gerade wenn der Gegner vorher schon von Costa und Coman müde gespielt wurde. Die Frage wird bloß sein, ob er sich mit dieser Rolle zufrieden geben wird.

FC Bayern München – SV Darmstadt 98 3:1 (0:1)
BayernNeuer – Alaba, Tasci (53. Bernat), Kimmich, Rafinha – Vidal, Coman (53. Ribery), Robben (81. Alonso), Müller (67. Vidal), Costa – Lewandowski
BankUlreich, Rode, Thiago, Götze
DarmstadtMathenia – Diaz, Rajkovic, Caldirola, Garics – Holland (87. Gorka), Jungwirth – Kempe, Vrancic (61. Rosenthal), Sirigu (73. Sailer) – Wagner
BankZaluska, Ivana, Platte, Stroh-Engel
Tore0:1 Wagner (26.), 1:1 Müller (49.), 2:1 Müller (71.), 3:1 Lewandowski (84.)
KartenGelb: Rafinha, Kimmich / –
SchiedsrichterWeiner (Giesen)
Zuschauer75.000 (ausverkauft)
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Leserkommentare
  1. ShatHippens

    War die Arena wirklich ausverkauft?In der zweiten Halbzeit war gefühlt die halbe Gegengerade leer….was war da los?Sonst muss ich sagen fehlt es mir Vorne die letzte Konsequenz…es dürfte von mir aus öfter mal die Brechstange (Distanzschuss) rausgeholt werden…sich komplett mit Hacke – Spitze in ein Defensivbollwerk zu tanzen ist schwer….sonst gilt die Regel..wer sie vorne nicht macht kriegt sie hinten rein…und so war es auch die ersten 45min…aber noch haben wir Moral und Mülldowski die treffen;)

    1. kurt

      Würde mich auch interessieren. Auch kurz vor Abpfiff war da schon die Hälfte der Plätze leer.

    2. Offiziell ausverkauft – Dauerkarten gelten ja immer als anwesend. Es war halt Darmstadt im Februar, bei erst Schneeregen dann Regen. Da kommt nicht jeder in die Allianz Arena.

      1. Alex

        Was dazu kam: der Regen kam fast senkrecht. Und zwsr direkt auf die Gegengerade – Unter- und Mittelrang. Da wurden viele mehr als nass.

      2. Stimmt, Alex. Da im Unterrang der Gegengerade ist man auf jeden Fall nass geworden.

      3. Kris

        Bei Spielbeginn war die Gegengerade voll. Im Laufe des Spiels wurde es einigen dort wohl zu nass Zudem gibts seit dieser Saison eine weitere Lounge (Säbener Lounge) für einen Teil der Plätze auf der Gegengerade, so dass deren Gäste erst mit Verspätung ais der HZ-Pause zurückkommen. …

  2. kurt

    Ribery macht Hoffnung. Was hab ich den vermisst.

    Robben völlig neben der Rolle. Klar, das war engagiert, aber was ist bitte mit seiner Entscheidungsfindung los? Viel zu langes Warten und grausige Abschlüsse. Für mich aktuell keiner für die erste Elf, aber allein vom Standing her wird er wohl gegen Juve auflaufen. Man hat ja eigentlich ständig das Gefühl “jetzt kommts”, aber dann scheitert er völlig ungewöhnlich an den Schüssen.

    1. Christopher

      Robben völlig neben der Rolle.

      So würde ich das nicht formulieren. Wie bereits geschrieben – ich denke “verbessert” trifft es ganz gut. Die Anzahl der Abschlüsse war mit zehn außergewöhnlich. Problem ist die Ungenauigkeit in einzelnen Abschlussaktionen. Vor 12-15 Monaten geht Robben mit zwei Toren aus so einem Spiel raus bzw. mit so einer Anzahl an Abschlüssen die er sich erspielt hat.

      1. Jo

        Robben wird von Spiel zu Spiel besser. Die Rolle heute hat er gut bis sehr gut ausgefüllt.
        Wenn man natürlich mal den allerletzten Abschluss abzieht. Ich hoffe es ist wie so oft bei Stürmern. Er braucht jetzt einfach mal ein, zwei Tore als Dosenöffner um die gewisse Leichtigkeit und Souveränität zurückzugewinnen.

      2. kurt

        Sollte man so auch nicht formulieren. Hab da wohl “von der Rolle” und “neben der Spur” zusammengewürfelt.

        Klar hat er nicht schlecht gespielt, aber im Vergleich zu seinem ersten Spiel nach der Verletzung (Köln wenn ich mich Recht erinnere), wo er genauso wie Ribery sofort da war und ja auch das 1:0 geschossen hat, ist das alles ziemlich behäbig. Er fackelt zu lange beim Abschluss, oder übersieht auch mal den Mann. (wobei das wohl das Los aller Torjäger ist, Lewy hätte bei seiner letzten Chance auch auf Franck rüberspielen müssen.)

        Und weils im ersten Post noch nicht so durchkam: Wie geil ist bitte Ribery? Erstes Spiel direkt 2 Vorlagen (eine fälschlicherweise aberkannt, sollte man auch nochmal betonen, sowas geht irgendwie immer unter, wenn die Bayern dann “trotzdem” gewinnen.) und Lewy als Knipser. Die Tore sahen aus wie aus den besten Gomez-Zeiten.

        Bitte unter der Woche mehr davon.

  3. chicago_bastard

    Ich hätte eine ausführlichere Betrachtung von Vidals Rolle interessant gefunden. Meiner Meinung nach hat er heute, wie schon in Augsburg, deshalb so stark gespielt weil er auf der 6 zum Einsatz kam und nicht auf der 8 wie meist in der Hinrunde. Was zu der Frage führt ob man mir ihm statt Alonso auf der 6 nicht besser fährt. Gerade gegen Augsburg hat mir das Zusammenspiel mit Thiago sehr gut gefallen, dass er zudem defensiv mehr abräumt als Alonso ist ohnehin klar. Und gerade mit der aktuellen Not-Abwehr wäre mir mit einem starken Abräumer wie Vidal auf der 6 gegen Juve deutlich wohler.

    1. Christopher

      Die Frage habe ich mir während des Spiels auch gestellt. Allerdings sind Darmstadt und Augsburg sicherlich nicht die Gradmesser, um die Frage Vidal oder Alonso auf der Sechs abschließend zu beurteilen. In Turin könnte es zudem auch eine Doppel-Sechs geben, wenn Pep Guardiola das Spiel wie gewohnt sehr konservativ angeht.

      1. Jo

        Da gab es offensichtlich mehrere die sich die Frage stellten. So macht Vidal auf jeden Fall den besten Eindruck und wirkt wie der Spieler den man sich vorgestellt hat.
        Ich hoffe da entwickelt sich nicht wieder so etwas wie die Schweinsteiger/Alonso Unverträglichkeit.
        Ggf. spielt Alonso auch in Turin neben Kimmich und Vidal bleibt auf der Sechs.

      2. teilzeit_fleu

        Ich hab Vidal vor allem in der ersten Halbzeit sehr schwach gesehen. Unnötige Ballverluste nach riskanten Pässen, schlechte Entscheidungsfindung, mangelnde Pressingresistenz, keine Kapazität mal jemanden aussteigen zu lassen. Da gefallen mir Thiago und Alonso deutlich besser. Gut, dafür dass er alleine war, war es ganz ok, aber insgesamt gibt mir Vidal immer noch Rätsel auf.

    2. Alex

      Hm, war das nur mein persönlicher Eindruck, oder hat Vidal nach der Einwechselung von Franck noch mal ‘ne Schüppe draufgelegt? Ich denke, damit er so eine Leistung bringt, hat man ihn geholt! Francks Zusammenspiel mit Robben hat mich schon fast ein bisschen wehmütig werden lassen ob der Tripple-Saison und des Leistungsniveaus in der Spitze, das uns momentan abgeht.

  4. chicago_bastard

    Haha, schöne Persiflage. Mal schauen ob von Effe auch noch was kommt.

  5. Lukas

    Der kann garnix der Typ!!

  6. Osrig

    Also, Vidal fand ich auch, wie Robben, deutlich verbessert! Ob er aber auf der 6 besser ist, wage ich zu bezweifeln. Denn in unserem System geht es defensiv ja darum, den Gegner schon bei dessen Aufbau zu stören, was Vidal meiner Meinung nach wertvoller macht, wenn er weiter vorgezogen spielt. Ausserdem strahlt er Torgefahr aus, kann aus der zweiten Reihe draufhalten, und ist auch durchaus für die eine oder andere Pass-Kombination gut. Den Spielaufbau aus den hinteren Reihen können andere besser, Alonso und Boateng, auch Thiago und Badstuber sind da stärker. Tasci deutet in dieser Hinsicht auch schon sein Potential an. Auf jeden Fall ist Vidal einer, der sich nicht von einer härteren Gangart des Gegners beeindrucken lässt und dagegen hält. Das auf jeden Fall macht ihn schon wertvoll, da er in der Lage ist, den eroberten Ball auch gleich weiterzuverarbeiten.
    Ribery war derartig gut drinnen in der Partie, man hätte denken können, er sei nie verletzt gewesen^^
    Coman und auch Costa sehen doch ein bisschen blass aus gegen unseren “Filou”, ich hoffe, die beiden können von Franck lernen. Ach ja, wenn Götze jetzt noch schnell wieder ins Team findet, dann sind wir vorn richtig gut aufgestellt und müssen uns vor niemandem fürchten! Ich bin also durchaus optimistisch^^

  7. Marco05

    Tasci war leider genau so, wie ich ihn erwartet und in Erinnerung habe. Ich glaube auch nicht, dass es nur die Anpassung ist, die ihm fehlt, es ist schlicht die Klasse als Verteidiger. Vor Wagners Tor stellt er sich zweimal sehr ungeschickt an und konnte auch sonst keine Pluspunkte bei mir sammeln. Im Wesentlichen Sicherheitspässe beeinflussen die Quote nach oben. Zweikampfbilanz? Viel hat er nicht geführt. Für mich nach wie vor kein Transfer auf Dauer und schon gar nicht für internationale Aufgaben.

    Robben sehe ich eher wie @Kurt. Sehr umtriebig zwar, aber mörder ineffizient. Spielt fast immer zu spät ab (wenn er abspielt) und erstickt so selbst viele gute Möglichkeiten im Keim. Seine eigenen verdaddelt er seit Wochen fahrlässig. Gefällt mir aktuell überhaupt nicht. Das gute bei Robben ist, dass der Knoten meistens irgendwann platzt und dann auch die Effektivität wieder besser wird.

    Vidal habe ich auch nicht ganz so stark gesehen wie andere. Sehe es genau wie @Osrig. Finde ihn besser, wenn er höher positioniert ist, wo er aktiv aggressiv pressen kann und Torgefahr ausstrahlt, und dann bei Bedarf hinten aushilft. Allerdings im Vergleich zu den letzten Wochen doch verbessert, das sehe ich schon auch so.

    Wer mr auch (mal wieder) im Rahmen seiner Möglichkeiten nicht gefällt ist Alaba. Spielt einen sehr uninspirierten Part die letzten Wochen. Nach vorn macht er so gut wie gar nichts (entscheidendes). Hinten immer mal wieder mit Stellungsfehlern. Schießt regelmäßig 20m übers Tor. Hoffe das wird auch wieder besser.

    Und Rafinha darf für den Ellebogenschlag gerne Rot sehen, muss man leider auch erwähnen. Völlig unnötige und dämliche Aktion. Möchte nicht wissen, wenn wir 60 Minuten mit 10 Mann einem 0:1 hinterherrennen…

    Was mir sehr gut gefallen hat, war der Einsatz, der Kampf, die Leidenschaft der gesamten Truppe. 36 Torschüsse sind Rekord, die muss man erstmal abfackeln. Also die Mentalität stimmt jedenfalls. Spielerisch ist noch Luft nach oben.

    Schön dass Franck wieder da ist!!!

    1. kurt

      Also laut Süddeutsche hat Alaba das komplette Spiel allein gestaltet. Der wurde als Spielmacher extra betont. Man muss halt bedenken, dass er jetzt der Abwehrchef ist. Ist klar, dass er da nicht allzuviel nach vorne einbringen kann, aber hat das trotzdem immer mal gemacht. Würde ihn da jetzt nicht so kritisieren wie du. Im Grunde genommen ist er neben Neuer und Müller/Lewy aktuell unser wichtigster Mann.

      Die Schüsse übers Tor hat Vidal auch mal drin. Hatten Kroos oder Schweini aber auch. Ist mir lieber, als wenn man ständig versucht den Ball ins Tor zu tragen.

      1. Marco05

        Hmm, also bei aller Liebe, die Einschätzung kann man eigentlich nicht teilen (meine muss man auch nicht teilen, die Wahrheit liegt möglicherweise irgendwo in der Mitte). Bei Alaba ist es bei mir immer so, dass ich die unglaublichen Möglichkeiten sehe: herausragende Technik, unglaubliche Dynamik, super Schuß etc. Gemessen daran, bringt er mir zu wenig PS auf die Wiese. Jammern auf hohem Niveau womöglich, aber bei ihm setze ich halt einen anderen Maßstab an, als zB bei Bernat.

  8. Axel

    Sehr interessant zu beobachten – und zwar schon gegen Bochum, aber auch gestern – fand ich, wie wir lange Bälle auf große Angreifer verteidigen. Gegen Bochum sah es um Phillip Lahm rechts oft bedenklich aus, die Bochumer konnten drei, vier Mal zu Beginn gefährlich werden. Dass sich ein Verteider etwas absetzt, um weitergeleitete Bälle abzufangen, klappte dann immer besser. Was (für mich) aber mittlerweile erstaunlich gut funktioniert, ist, dass der direkt hinter dem Angreifer posititonierte Verteidger den größeren Gegner einfach ein wenig nach vorne schiebt und dadurch an den Ball kommt. Selbst deutlich kleinere Spiele gewinnen so immer wieder Kopfballduelle. Als Angreifer würde ich mich bei diesen Duellen öfter umwerfen lassen und auf Freistöße spekulieren. Aber da kommt Juve bestimmt auch sicher selber drauf.

    1. Jo

      Wie sagte das 1,68 m Kopfballungeheuer Berti Vogts schon vor Jahrzehnten zu solchen Mismatches:
      Ran an den Mann und dann zuerst hochspringen. Dann drückt er dich rauf und du ihn runter.

  9. Baldi

    Man könnte fast glauben, dass die Schidsrichter den Kampf um die Meisterschaft spannend pfeifen wollen. Ist zwar Quatsch, aber trotzdem verrückt was die pfeifen. Stellt euch den Krawall vor, wenn die so für den FC Bayern pfeifen würden …

    1. Pep

      jep, wenn man dann mitbekommt wieviel Glück und Schiri-wohlwollen der BVB hat. Heute wieder den unverdienten Sieg geschenkt bekommen. Unsere Jungs spielen jeden Gegner an die Wand, der sich nur hinten reinstellt/stellen muss, haben um die 30 Torschüsse, bekommen pro Spiel 2 Elfer nicht, gewinnen trotzdem alles, sind immer die eindeutig völlig überlegene Mannschaft….und werden trotzdem ständig kritisiert, bin ich stolz auf diese Mannschaft. Seit Guardiola spielt diese Mannschaft immer Vollgas, noch unter van Gaal wurde gegen schwache Gegner lustlos der Ball hin und hergeschoben und hat dann gerne noch einen Konter kassiert. Können die vielen Verletzungen auch damit zusammenhängen , dass Guardiola immer 100 Prozent verlangt?

  10. Da Bevorzugung des BVB durch die Schiedsrichter ist “sicher” Zufall, aber auch sehr offensichtlich.
    Medial werden diese krassen Fehleinscheidungen so gut wie garnicht diskutiert, im Gegenteil zu Kleinigkeiten rund um die Bayern.
    Da hilft nur: weiter siegen.
    Witzig ist schon, wie hitzig, trotzig und unreflektiert Bayer wegen des vorverlegten Freistoßpunktes reagiert.
    Haben die bei Kieslings Phamtomtor auch so reagiert?

    1. förb

      Ja. Das ist mir bei Völler auch aufgefallen. Hier durchdrehen und damals beim Phontomtor Schulter zucken und von Tatsachenentscheidung faseln… unmöglich der Typ und mittlerweile ne echte Schande als ehemaliger Fussballheld.

  11. […] verzichtete ziemlich überraschend auf Xabi Alonso und begann dafür wie am Wochenende gegen Darmstadt mit dem formverbesserten Arturo Vidal. Auch der zurückgekehrte Medhi Benatia blieb zunächst […]

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