Fortuna hält es mit den Bayern gegen Düsseldorf

Marc Trenner 24.11.2019

Falls ihr es verpasst habt

Hansi Flick wechselte sein Team auf zwei Positionen im Vergleich zu dem Spiel gegen Dortmund am vorletzten Wochenende. Auf der Linksaußen-Position rückte Phillipe Coutinho für Kingsley Coman in die erste Elf und Corentin Tolisso ersetze Leon Goretzka im Mittelfeld. Thiago musste sich wieder einmal mit einem Platz auf der Bank zufrieden geben. Realtaktisch im Spiel positionierten sich Gnabry und Coutinho eher zentral und überließen es Davies und Pavard, offensiv die Außenpositionen zu besetzen. Müller nahm keine feste Position ein, sondern bewegte sich relativ frei und ungebunden im letzten Drittel hin und her.

Friedhelm Funkel ließ sein Team im erwarteten 4-2-3-1 auflaufen. Matthias Zimmerman, Kaan Ayhan, Kasim Adams und Niko Gießelmann bildeten die Viererkette vor Zack Steffen im Tor. Die Doppel-Sechs bestand aus Adam Bodzek und Alfredo Morales und offensiv spielten Erik Thommy, Kapitän Oliver Fink und Dawid Kownacki (statt des defensiveren Markus Suttner) hinter Rouwen Hennings auf der Neun.

Die erste Hälfte

Düsseldorf hat die erste Halbchance des Spiels nach einem Ballverlust der Bayern, aber die Verteidigung der Münchner kann klären. Nach diesem frühen Schreckmoment gehört das Spiel komplett den Bayern. In der zehnten Minute legt Lewandowski eine Flanke von Gnabry ab für Müller, dessen Schuss knapp am Tor der Fortuna vorbeigeht. In der elften Minute spielt Thomas Müller eine kurze Ecke zu Kimmich, dessen flache Flanke zwar vom herbeieilenden Pavard knapp verpasst wird, was aber Torwart Steffen derart irritiert, dass Kimmichs Ball ungehindert ins Tor rollen kann. 0:1.

In der 18. Minute spielt Müller im Strafraum den Ball sehenswert mit der Hacke in den Lauf von Lewandowski, der sich zwar gegen seinen Verteidiger durchsetzen kann, dann aber mit einem flachen Linksschuss knapp das Tor verpasst. Kurz danach sieht Javi Martinez gelb für einen zu späten Einsatz gegen Kownacki (22. Minute). In der 24. Minute schlägt Pavard eine flache Hereingabe in Düsseldorfs Strafraum, die Coutinho nur knapp am Tor vorbeispitzelt. In der 27. Minute entscheidet sich Steffen dafür, Müller beim Abschlag den Ball direkt in die Füße zu spielen. Dieser spielt ihn weiter zu Gnabry, der mit einem überlegten Pass in den Rückraum Tolisso einsetzt, der kein Problem hat, Bayerns zweites Tor zu erzielen. 0:2.

In der 31. Minute spielt Lewandowski nach einem langen Lauf den linken Flügel herunter einen halbhohen Außenristpass auf Gnabry im Sechzehner, der ihn aber volley nur gegen den Pfosten schlagen kann. Düsseldorf wirkte jetzt von Minute zu Minute anfälliger und die Bayern erhöhten den Druck. Dies zahlte sich in der 34. Minute aus. Coutinho spielt den Ball nach rechts außen auf Pavard. Dessen flache Hereingabe auf Müller wird zwar von Düsseldorfs Verteidigung gestört, aber Müller schafft es noch, den Ball zu Gnabry abzulegen, der völlig frei unbedrängt einschieben kann. Nachdem der VAR sein Okay gibt (der Ball war verdächtig nahe an Müllers Arm), zählt das Tor und es steht 0:3.

Die zweite Hälfte

Beide Trainer schickten ihre Mannschaften unverändert zurück aufs Feld für die zweite Halbzeit. Nach einem missglückten Freistoß in der Bayern setzt Torwart Steffen Kownacki im Sturm ein, dessen Schuss Manuel Neuer aus seinem Tiefschlaf bis dahin erweckt, aber keine wirkliche Gefahr ausstrahlt. Aber Düsseldorf nahm diesen Anlass als Zeichen, jetzt etwas mehr Druck auf die Verteidigung der Bayern auszuüben. Im Ergebnis bleibt dies jedoch vollkommen ohne Effekt. Selbst wenn die Bayern mal nicht dauerhaft in Ballbesitz waren, wirkte es zu keinem Zeitpunkt so, als könnte hinten irgendetwas anbrennen.

In der 63. Minute kam Ivan Perišić für Serge Gnabry ins Spiel. Seine Einwechslung macht sich fast sofort bezahlt, denn nur Sekunden, nachdem er aufs Feld gekommen war, spielte er eine passgenaue Flanke auf den Kopf von Lewandowski, dessen Kopfball Steffen gerade so parieren kann. Drei Minuten später wechselte auch Friedhelm Funkel das erste Mal. Kapitän Oliver Fink machte Platz für Markus Suttner. Nach einer missglückten Ecke der Düsseldorfer startet Bayern kurz darauf einen Konter über Coutinho und Lewandowski auf der linken Außenbahn. Lewandowski zieht zur Grundlinie und spielt einen halbhohen Ball vor das Düsseldorfer Tor. Müller schlägt ein Luftloch, aber hinter ihm wartet der mitgelaufene Coutinho und muss nur noch einschieben. 0:4 (70. Minute). Eine Minute später wechselt Flick Thiago für Tolisso ein.

in der 75. Minute zwang David Alaba Manuel Neuer zu einer unglücklichen Abwehr und kurzzeitig schien es, als ob die Fortuna ihren Ehrentreffer erzielt hätte, aber das Tor wurde wegen Abseits nicht gegeben. Nur eine Minute später nutzte Hansi Flick seinen dritten und letzten Wechsel, um Leon Goretzka für Joshua Kimmich einzuwechseln. Auf Düsseldorfer Seite kam dann Sobottka für Kownacki in der 79. Minute. In der 82. Minute spielt Suttner einen Ball in den Lauf von Hennings, der sich zwar gegen Alaba schönen durchsetzen kann, dann aber über das Tor verzieht. 5 Minuten später nimmt auch Friedhelm Funkel seinen dritten und letzten Wechsel vor und bringt Jean Zimmer für Erik Thommy. Zimmer hatte jedoch nicht mehr die Chance, noch signifikanten Einfluss auf das Spiel zu nehmen, das der Schiedsrichter rund 3 Minuten später pünktlich abpfiff.

Was uns aufgefallen ist

1. Müllers Comeback

Vielleicht liegt es nur daran, dass er wieder eine neue Chance erhält. Vielleicht liegt es auch daran, dass Flick Vertrauen in ihn setzt und ihn das auch spüren lässt. Vielleicht liegt es auch an den taktischen Anpassungen unter Flick. Was auch immer die Ursachen im einzelnen sein mögen, eins jedenfalls ist auffällig: Thomas Müller spielt wieder so wie der Thomas Müller der guten alten Zeit. Seit seiner Rückkehr zum Stammspieler ist er wieder zu einem echten Leistungsträger im Team geworden.

Obwohl er selber kein Tor geschossen hat, hatte er einen deutlichen Einfluss auf das Geschehen vor dem Tor. Er schien an jeder gefährlichen Situation der Bayern beteiligt zu sein. Es ist aber vielleicht noch wichtiger, dass er immer und überall zu finden war und ständig Präsenz zeigte. In der 57. Minute betätigte er sich sogar einmal als Abwehrspieler, als er einen Freistoß der Düsseldorfer über das eigene Tor klärt. Vielleicht ist er noch nicht ganz wieder der Weltklasse-Müller von früher, aber er zeigt, dass er einen Spiel immer noch seinen Stempel aufdrücken kann und dass er mit seiner Einstellung ein Spiel und seine Mitspieler entscheidend positiv beeinflussen kann. 

2. Flick macht alles richtig

Nach drei Spielen ist Flick immer noch ohne Punktverlust oder Gegentor. Einige seiner Anpassungen sind deutlich zu sehen und einfach nachzuvollziehen. unter seiner Leitung spielen die Bayern strukturierter und halten ihre Positionen besser. Davon profitiert ihr Passspiel, gerade im und um den Sechzehner herum. Gleichzeitig hat die Zahl der hohen Flanken abgenommen, ihre Effektivität sich aber erhöht. Weil die Bayern jetzt wieder stärker durch das Zentrum aufbauen und höher auf dem Feld Druck aufbauen, schaffen sie es, mehr Spieler in den Strafraum zu bringen, die mit gelegentlichen präzise geschlagenen Flanken erreicht werden können.

Flick scheint außerdem recht klare Vorstellungen von seiner präferierten ersten Elf zu haben. In der Verteidigung sind ihm zwar wegen Süles und Hernández’ Verletzung und Boatengs Sperre ziemlich die Hände gebunden, aber im Mittelfeld und im Angriff kann er im Prinzip aus dem Vollen schöpfen. Und da ist klar geworden, dass er im Mittelfeld Kimmich gegenüber Thiago bevorzugt und im Angriff auf Müller als den Spielmacher hinter und um Lewandowski herum setzt. Zwar bekommen auch Thiago und Coutinho ihre Spielzeiten, aber es wird spannend zu sehen sein, wie er die Stimmung im Kader in den nächsten Wochen managen wird, wenn die ersten Stars anfangen mit ihrer Rolle als Bankdrücker unzufrieden zu werden. Thiago wird diese Rolle momentan besonders schmerzen in Anbetracht seiner hervorragenden Leistungen in den letzten Jahren. Allerdings hat Flick bisher sowohl die Attraktivität des Spiels als auch die Ergebnisse auf seiner Seite. 

3. Nächster Halt Belgrad

Das Spiel gegen Düsseldorf wirkte wie eine gute Vorbereitungseinheit für die Begegnung gegen Belgrad: Auswärtsspiel gegen einen Underdog, der sich wahrscheinlich hinten reinstellen wird. Natürlich gibt es im Detail zwischen den beiden Begegnungen Unterschiede, aber grundsätzlich dürfte das, was die Bayern am Dienstag erwartet, relativ ähnlich zum Spiel gegen Düsseldorf sein.

Boateng könnte wieder für Martinez in der Innenverteidigung auflaufen, Coman könnte wieder für Coutinho auf dem Flügel übernehmen. Aber die eigentliche Frage wird sein, wer neben Kimmich im Mittelfeld aufläuft. Wird es Goretzka sein, den Flick in den ersten Spielen bevorzugt hat? Wird es Tolisso sein, der jetzt ein Tor gegen Düsseldorf geschossen hat? Es ist wenig wahrscheinlich, dass Thiago in der Startelf stehen wird, weil seine Nominierung wahrscheinlich ein zu defensiver Ansatz für das Spiel sein dürfte. Wer auch immer spielen wird, die Bayern sollten mehr als in der Lage sein, Belgrad komfortabel zu schlagen und sich damit den Gruppensieg in Gruppe B vorzeitig zu sichern.

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— Oliver Kahn

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  1. Leck war das schöner Fußball, ich hätte es nicht für möglich gehalten, sowas jetzt schon wieder zu sehen. Und was Lena zur Zeit spielt, ist echt unglaublich. Ich schau echt viele Spiele in Europa und finde, wir haben diese Saison einen der 2-3 besten Spieler der Welt in unseren Reihen.

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    1. Ja stimme dir zu. Auch ohne Tor war Lewandowski unser bester Spieler auf dem Platz. Es ist halt wirklich langsam langweilig ihn immer wieder zu nennen, aber es ist nunmal so.

  2. Genial, wie Lewa sich da in der ersten Halbzeit mal gegen gefühlt die halbe Düsseldorfer Mannschaft durchgesetzt hat. Schade, dass er nicht getroffen hat, war mehrmals sehr knapp, hätte es ihm gegönnt. Der ist bestimmt in der Form seines Lebens im Augenblick. – Hab mir gestern auch das City-Chelsea-Spiel angeschaut, und City wirkte durchaus auch nicht immer sattelfest oder makellos im Pass-Spiel, aber die PL wird halt gehypt ohne Ende.

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    1. Sorry, sollte die Antwort zu dem Post von @Lukas sein.

    2. Lewy hat tatsächlich noch nie gegegen Düsseldorf getroffen. Also lieber diese Serie beibehalten und ab dem nächsten Spiel wieder in jedem mindestens ein Tor. ^^

      1. @kurt: +1 :-)

  3. Bin von Kimmich auf der 6 nach wie vor nicht 100% überzeugt.

    Die Ergebnisse sprechen gerade für diese Lösung, klar. Trotzdem wirkt er auf dem Platz defensiv oft einen halben Schritt zu spät, muss vieles mit extra Laufarbeit und Einsatz wettmachen. Nach vorne bringt er seine übliche Offensivleistung ein (Pässe, Flanken, Asissts). Spöttisch könnte man aber behaupten: die machte er auch als AV, ohne “Opportunitätskosten”.

    Seine Defensivwerte sind eine der schlechtesten aller 6er in der Liga (insbesondere Tackles, Klärungen, Interceptions). Das passt zum Bild, dass er optisch nicht wirklich einen Stabilisator darstellt, sondern eher wie ein voll aufgedrehtes Duracell-Häschen probiert, mit Händen und Füßen ein Spiel zu steuern.

    Meine These: er profitiert gerade davon, dass die beiden IV Alaba und Martinez aktiv nach vorne verteidigen und früh antizipieren können, was Kimmichs Arbeit erleichtert. Auch dass die Raumaufteilung unter Flick insgesamt deutlich besser ist, führt zu weniger auffälligen negativen Szenen seinerseits. Unter dem Strich ist es sicher noch ein langer Weg, ihn dauerhaft als 6er zu etablieren – wohlgemerkt sollte man dabei berücksichtigen, was man auf der Außenbahn dafür aufgibt – womit die Messlatte noch einmal höher liegt.

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    1. Sehr lohnenswertes Diskussionsthema, auf welcher Position Kimmich besser aufgehoben wäre, da es so viele Facetten zu beachten gilt, z.B. die z. Zt. auch nicht ganz unwichtige Frage, wie sich Flick sein übriges Mittelfeld à la longue so vorstellt. Und was passiert mit Davies, wenn Hernandez wieder fit ist (was dann auch wieder Auswirkungen auf Alaba hat etc. etc…)? Was besser funktionieren würde, kann ich nicht abwägen, aber mir sagt es mehr zu, wenn er auf der AV-Position spielt. Zusammen mit einem gut aufgelegten Gnabry könnte das, wenn da ein paar Dinge einstudiert würden (Passwege, Überlaufen usw.) recht quirlig werden.

    2. +1, sehe Kimmich und Thiago auch nicht als tauglich für ein CL-Halbfinale. MMn benötigt man immer einen “Staubsauger”, wie Martinez früher, oder Schweini / Khedira in der N11, Kante, Casemiro, Bousquets etc.

      Zwei spielerisch starke 6er sind genau so Wunschdenken, wie eine spielende 9 à la Götze etc. Klappt nur gegen schwächere Teams.

      1. Nur mal so als vorsichtige Frage: Hansi Flick war acht Jahre lang Co-Trainer der Nationalmannschaft, und das in einer Zeit mit herausragendem Fußball und entsprechenden Erfolgen. Haltet ihr es für denkbar, dass er mehr von dem Geschäft versteht als ihr?

    3. Die Serie der bescheuerten Überschriften hält an.
      Gänzlich unpassend, aber lag wohl vorbereitet in der Schublade und musste raus.

      1. Macht vor allem inhaltlich gar keinen Sinn, weil Glück nun mal wirklich kein entscheidender Faktor war.

    4. Kimmich auf der 6, das wird nix mehr. Eher gehobene Mittel- statt Weltklasse. Auf der AV Position super, seine Ambitionen in der Mitte kann er haben, aber nicht bei den Bayern, dafür fehlt es ein paar Pfunde. Das Problem bei den jungen selbsternannten Anführern ist häufig die Dissonanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

    5. Ich bin von Pavard rechts hinten absolut überzeugt und denke mal, dass wir mit ihm hinten um ein Vielfaches sicherer stehen als mit Kimmich. Beim Spiel gegen den BVB hat mich Hakimi sehr stark an Kimmich erinnert. Wegen seines Offensivdrangs und seiner Stärken im Spiel nach vorne, war er eigentlich immer ein Stück weiter vorne als der Rest der Kette. Bayern konnte deshalb jeden Ball, egal ob unter Bedrängnis oder nicht auf Coman spielen, weil der unendlich Platz hatte im Rücken von Hakimi. Das war mit Kimmich auf rechts eigentlich auch immer so. Gerade gute Gegner nutzen das aus. Natürlich ist Kimmich offensiv für einen Außenverteidiger außergewöhnlich stark und effektiv. Pavards Offensivqualitäten sind jetzt aber auch nicht so schlecht. Er kann diese Saison schon einige Torbeteiligungen vorweisen und seine Zuspiele von außen (egal ob scharfe Flachhereingaben oder Flanken, selbst aus dem Halbfeld) sind auch mehr als brauchbar. Er muss halt freigespielt werden, weil er kein Dribbler ist, aber das musste Kimmich im Regelfall auf außen auch. Im Gesamtpaket sehe ich Pavard auf Außen sogar stärker als Kimmich.

      1. Sehe ich genauso und deshalb ist die Kimmich RAV Diskussion auch endlich abgehakt.
        Javi macht übrigens einen überraschend souveränen Job auf IV.
        Alaba zeigt das wir unbedingt einen schnellen spielintelligenten IV brauchen damit wir insgesamt gesichert höher stehen können.
        Hoffe das Lucas das zukünftig genauso spielt.
        BTW wenn man sieht wie Hummels gerade so die bvb Abwehr organisiert dann kann man nur froh sein das er gegangen ist.

      2. Wen soll Hummels denn organisieren – Weigl oder Schulz? Jetz fehlt nur noch diese Komiker mit Alaba oder Martinez zu vergleichen.

    6. Ich kann die negativen Einschätzungen zu Kimmich auf der 6 nicht teilen. Dazu vielleicht einige grundlegende Hypothesen meinerseits:

      1. Nicht jeder 6er der klein und spielstark ist, ist zugleich schlecht im Zweikampf und kämpferisch nicht für das höchste Niveau geeignet. Oftmals geht die Bewertung eines Spielers mit einem gewissen Schubladendenken einher, das nicht immer angebracht ist: Entweder robust und zweikampfstark, oder technisch beschlagen.

      2. Das System von Flick ist kein sonderlich dankbares für Kimmich. Goretzka/Tolisso haben aktiv nach vorne geschoben und sich am aggressiven Pressing beteiligt, und Kimmich muss den Sechserraum mehr oder weniger alleine abdecken. Die Entscheidung, ob er aktiv nach vorne verteidigt oder sich im Notfall fallen lässt, ist schwierig und zugleich extrem wichtig für die gesamte Stabilität des Systems. Von der Bedeutung verlorener Zweikämpfe ganz zu schweigen.

      3. Die Sechs ist eine der anspruchsvollsten Positionen und benötigt entsprechend mehr Anlaufzeit. Es kann nicht erwartet werden, dass Kimmich nach 15 Spielen bereits konstant Weltklasseleistungen abruft, wie Xabi Alonso, Xavi oder Pirlo sie zu ihren besten Zeiten auf den Platz gebracht haben. Kimmich hat sich aber deutlich gesteigert und macht nicht mehr so viele Fehler wie zu Beginn seiner Versetzung auf die Sechs. Leider verfestigt sich oft bereits nach einigen Spielen eine Meinung, die anhand einzelner Aktionen selektiv bestätigt wird.

      4. Offensiv ist das zeitweise Weltklasse, was Kimmich spielt. Der Steilpass zum 2:0 gegen Dortmund unter Bedrängnis. Jedes Spiel sinnvolle und gute Spielverlagerungen. Zum Teil traumhafte Chipbälle hinter die Abwehr.

      5. Wie schon gesagt: Die Ergebnisse sprechen für sich. Unabhängig von der beobachtbaren oder statistisch signifikanten Leistung Kimmichs performt die Mannschaft aktuell auf höchstem Niveau. Das ist definitiv eine Mannschaftsleistung. Dennoch ist die Sechs offensiv wie defensiv eine sehr sehr wichtige Position. Spielt die Sechs schlecht, wird es mit einer souveränen und dominanten Leistung der Mannschaft schwierig.

      Hier noch ein super interessanter Artikel zur Bewertung von Spielern:

      https://thefalsefullback.de/2019/06/23/confirmation-bias-fussball-spielerbewertung/

      Ich glaube, der wurde sogar mal von miasanrot gepostet.

  4. Zurecht hat Flick die Defizite und Unkonzentriertheiten in der zweiten Halbzeit angesprochen.
    Hoffentlich kann Flick den sich einschleichenden Schlendrian rechtzeitig ausklopfen sonst wird es in Zagreb ungemütlich.
    Tolisso hat mMn nicht gut gespielt obwohl Goretzka ja eigentlich gerade vorgemacht hat wie es geht. Er war oft zu weit von Kimmich und sich versteckt dadurch schlecht anspielbar.

    Hoffe das er das 4-3-3 beibehält und natürlich Kimmich auf der 6 belässt und davor Thiago mit Müller oder Coutinho in Zagreb.

    Es ist aber faszinierend zu sehen wieviel Spaß die Spieler haben und super dominanten offensiven Ballbesitzfussball spielen wo ihnen doch noch vor kurzem ein Moralapostel die Fähigkeiten abgesprochen hat.

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    1. Hatte bezüglich Tolisso eine ähnliche Wahrnehmung, der schien mir nicht recht zu wissen, wo er sich positionieren soll. Das Tor von ihm war aber erste Sahne.

    2. Hoffentlich fliegt die Mannschaft am Dienstag nicht nach Zagreb, sondern nach Belgrad :-)

      1. Yup auch gerade gemerkt

  5. Noch eins, wohlfarth hat es auch schon angesprochen: Bitte driftet NICHT in Richtung der grauenvollen Fußball-Beiträge in der SZ ab, von wegen “ach so witzig”. Das können nur noch Martin Schneider, Jonas B. oder Patrick S. selbst lesen, sonst niemand.

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    1. Okay manchmal wie bei dem Artikel ist die Überschrift nicht 100% passend. Aber generell finde ich eure Überschriften immer super! Bisschen Humor darf’s dann auch mal sein.

  6. In den letzten Wochen hat die Mannschaft indirekt eine Antwort darauf gegeben, welche Art des Fußballs der FCB spielen soll: dominanten Ballbesitzfußball. Das ist nun mal die Spielphilosophie, die zu dieser Mannschaft passt. Daher hoffe ich auch, dass man sich mit Pochettino nicht weiter beschäftigt.

  7. Habt ihr das 3. Ligaspiel gesehen und wie seht ihr vor allem die Spieler, die auch für die Profis in Frage kommen?
    Meine Meinung in Kurzfassung:
    Cuisance grauenhaft
    Mai solide
    Früchtl hervorragend

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    1. Der Singh verdient eine Chance bei den Profis. Hab ihn nun über längere Zeit beobachtet, auch live im Grünwalder. Jede halbwegs interessante Spielbewegung läuft über ihn. Alle reden über Davies, mit Recht … aber schaut Euch mal den Singh an, wie der sich bewegt, der Spielwitz, die Unbekümmertheit, erinnert mich an Scholl zu seinen besten Zeiten!

      1. Singh braucht mMn noch Zeit.
        Ich sehe bei ihm in fast jedem Spiel dasselbe Muster: 3-4 Ballverluste aufgrund fehlender Robustheit/Körperlichkeit, 1-2 herausrragende Pässe in die Spitze, 1-2 gefährliche Abschlüsse.

        Schwächen in Bereichen an denen man sehr gut arbeiten kann, Qualitäten in Bereichen die man schwer erlernen kann.

        Trotzdem halte ich ihn momentan noch für zu schwach für die Profis.

    2. @Peacemaker:
      Sehe ich genauso.
      Gerade Früchtl tut die 3.Liga gut. Da hat er wenigstens die Chance sich als TW auch mal zu beweisen.

      @Sandor:
      Der Vergleich mit Scholl ist ganz treffend, hat sich mir auch schon aufgedrängt. Wenn auch sicher noch nicht mit Scholl in seiner besten Zeit. Heute war das allerdings nicht sein Spiel.

    3. Von Cuisance bin ich auch Mega Enttäuscht.
      Das er Talent hat, war ja stellenweise zu sehen, seine Körpersprache und sein
      Auftreten waren aber zum Aufregen.
      Alleine wie er in der Schlussphase bei der Auswechslung vom Platz geschlichen ist,
      war für mich eine Unverschämtheit in der Situation.

    4. Cuisance:
      Gestern hat er nichts gezeigt, ABER das war das erste schwache Spiel von Cuisance für die Amateure und die Laufleistung hat gestimmt (oft erster im Pressing, dann wieder im Sechserraum oder eben auf Außen zu finden), dann wiederum waren die Dribblings schwach und
      das Verhalten nach der Auswechslung unschön.

      Früchtl:
      Volle Zustimmung. Was mir sehr gefällt ist Früchtls Präsenz. Ron-Thorben Hoffman ist auch ein sehr guter Torhüter, aber Früchtls Torwartspiel ist besser UND er hat eine Ausstrahlung an die RTH bisher nicht herankommt.

      Mai:
      Starker IV, unfassbar abgeklärt für sein Alter, Positionsspiel hervorragend, zweikampfstark, gute Spieleröffnung -> Zeit für den nächsten Schritt (Leihe?)

      Rest:
      – Dajaku, Zylla:
      Anfangs ohne großen Impact, fast alle Dribblings verloren, wenig Torgefahr, mittlerweile gut eingebunden und ständige Gefahenherde, ein Tick fehlt noch um herauszuragen, aber der Trend spricht ganz klar für sie.
      – Will:
      Noch zu viele Fehler/Ballverluste, aber mit ansprechenden Anlagen – Kampfschwein (im positiven Sinne).
      – Wriedt, Kern, Welzmüller – die “Alten”:
      Führen die Mannschaft, spielen konstant auf hohem Niveau – starke Verpflichtungen.
      – Hoeneß:
      Vorbereitung: stark, Spielanlage: gut, In-Game-Coaching: mangelhaft.
      Das wurde gg 60 wieder sichtbar.
      Nach guter 1. HZ, hatte man mit Beginn der 2. HZ um das Gegentor gebettelt.
      Das war auch in anderen Spielen schon zu beobachten.
      Nach >15 Mins sollte ein Impuls vom Trainer kommen, wenn der Gegner durch Umstellungen so klar dominiert.

  8. Auch Düsseldorf 4:0 besiegt – das hatten wir auch schon schlechter.
    Und Flick stellt in der 2. Halbzeit Luft nach oben fest.
    Dabei sollte man aber folgendes nicht aus den Augen verlieren:
    Wann hat der FCB zuletzt in der Halbzeit 3:0 geführt? Und da geht dann auch mal schnell der Druck raus und es wird einen Gang zurückgeschaltet.Ist ja nichts Neues.
    Wieviele Taraiiningseinheit mit der kompletten Truppe hatte Flick bisher.
    Knappe zwei bis zum BVB-Spiel und in der Länderspielpause war dann der letzte immerhin schon am Donnerstag wieder zurück. Da sollte man mal die Messlatte der Veränderungen nicht zu hoch hängen.

    Das Spiel ist für die Fans wieder eher das, was man vom FCB gewohnt war: Dominanz.
    Es gibt mittlerweile im dritten Spiel nicht nur kein Gegentor sondern auch kaum Chancen für den Gegner.
    Trotzdem hakelt es an der ein oder anderen Stelle – aber das ist ja auch kein Wunder.
    Die Abwehr ist alles außer eingespielt und nicht nur die.
    Aber es gibt eben gravierende Unterschiede in der Struktur und ein Neuer brachte es eigentlich auf den Punkt, als er feststellte, dass es eben einfacher ist, wenn die Abstände zwischen den Spielern bei 10 bis 15 Metern und nicht mehr zwischen 20 und 30m liegen.
    Geben wir Flick einfach die Zeit, die ihm der Vorstand zugebilligt hat und verschieben eine erste Bilanz bis zur Winterpause.
    Ein Tabellenführer Gladbach, ein Tottenham mit Mourinho, ein überraschend starker SC Freiburg, ein nicht zu unterschätzender VfL Wolfsburg und Leverkusen warten auf den “anderen” FCB.
    Und dann kann man vielleichteine Prognose wagen.
    By the Way – Roter Stern wurde nicht vergessen!

  9. Harter Artikel heute in der SZ, zum Thema Trainerrochaden bei BVB und FCB.

    Zitat:

    “Und so müssen sich die beiden besten Teams der vergangenen Jahre dieselbe harte Wahrheit gefallen lassen: Beide, Bayern wie der BVB, haben einen Übergang an den nächsten gereiht, beiden haben den angemessen hochkarätigen Nachfolger für Guardiola (Bayern) bzw. Klopp/Tuchel (BVB) bis heute nicht gefunden – und damit Zeit verschenkt.”

    https://www.sueddeutsche.de/sport/bayern-dortmund-leipzig-trainer-1.4695626

    Antwortsymbol11 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Die Trainersuchgeschichte ist doch mittlerweile schon fast ein Running Gag – von der Charmeoffensive bis zur Verpflichtung eines Co-Trainers mit Hintergedanken.
      Wenn man das mal als Fakt so hinnimmt, muss man doch zu dem Schluß kommen, dass man zumindest von Seiten des Vorstands der Arbeit von Kovac trotz Double nicht wirklich getraut hat.
      Bleibt eigentlich nur die Hoffnung, dass man aus den letzten 3 Jahren etwas gelernt hat.

      Nur einfach ist die Situation nicht, weil man ja eigentlich wieder nur alles falsch machen kann.
      Verpflichtet man im Winter für die nächste Saison einen neuen Trainer und Flick startet in der Rückrunde richtig durch – wem soll man das denn dann noch vermitteln.
      Vertraut man Flick und er erfüllt die Erwartungen dann doch nicht – ja hätte man mal besser….
      Wartet man mit einer Trainerverpflichtung und es gibt im Frühjahr einen Leistungseinbruch – ja hätte man mal besser im Winder……
      Verpflichtet man im Winter einen Trainer und der erfüllt in der nächsten Saison die Erwartungen doch nicht – ja hätte man mal besser Flick….
      Und eine Garantie gibt es nun mal für keine Variante.

      1. Genau so ist es. Wie man ja auch mit kaum einem Trainer eine Erfolgsgarantie hat.

        Pep und Klopp liefern zwar bislang überall, verabschieden sich aber auch beizeiten wieder. Mourinho, Poch, Allegrini, Anc… mal klappt es, mal nicht. Auch Zidane funktioniert reloaded nicht so gut.

        Was man im Nachhinein aber schon sagen kann ist, dass es keinerlei Plan bezüglich der spielerishen Ausrichtung gegeben hat: Pep, Anc, Heynckes, Kovac – das war keine Linie erkennbar.

        Ich hoffe mal, dass das unter der neuen Führung besser gemacht wird und würde Flick sicher bis zum Saisonende behalten: Das wird jetzt nicht in 2-3 Spielen alles schlechter werden, und im Sommer ist der Markt besser.

      2. So ist es nun mal. Jedes unternehmerische Handeln, und das ist es, ist mit Risiken behaftet. Es bedarf einer Einschätzung und Bewertung seitens der Entscheider und danach wird gehandelt. Dies alles aus der Perspektive der Gegenwart. Natürlich ist man hinterher immer klüger. Aber wenn man einen klaren nachvollziehbaren und sauber bewerteten Entscheidungsprozess als Grundlage hat, muss man sich nachher nicht allzuviel vorwerfen. Die Zukunft ist niemals planbar.

      3. @Anton, Mehmet68 und Hibbs:
        Volle Zustimmung.
        Leider ist die Welt und auch MSR voll mit Menschen, die hinterher immer alles schon vorher gewusst haben.

      4. Na gut, wohlfahrt, so ist es halt und das wird sich auch nicht ändern.
        Allerdings hast du gerade im Fußball oft die Beispiele auch außerhalb des eigenen Vereins vor der Nase.
        Wenn die Mourinhos, Gardiolas und Zidanes dieser Welt im Lauf eines Jahrzehnts diverse Mannschaften trainieren, dann kann man zumindest einen gewissen Stil erkennen. Und wenn man sich auch mit der eigenen Mannschaft lange genug befasst hat, dann kann man zumindest erahnen, ob der Stil des Trainers X zur Mannschaft passen könnte oder ob der wirklich den ganzen Laden auf Links dreht, um seinen Stil durchzusetzen.
        Es gibt doch genug Beispiele, wo man sehen konnte, dass Trainer, die nicht von ihrem Stil abweichen können oder wollen, damit Schiffbruch erlitten haben. Wobei sich das Wort Stil nicht nur aber auch auf das bezieht, was auf dem Platz zu sehen ist.
        Und selbst erfolgreiche Trainer sind ja offensichtlich nicht davor gefeit, dass es eben in dem ein oder anderen Fall einfach nicht passt. Und in einigen Fällen war das auch absehbar.
        Und dann hast du dann auch mal den ein oder anderen, der das von Beginn an prophezeit hat und am Schluß recht behalten hat.

      5. @Hibbs
        Natürlich bedingt unternehmerisches Handeln oder jede Entscheidung in Führungspositionen auch in Sport Fehler.

        Aber eine guter Entscheider ist nicht nur der der in Summe mehr richtig als falsch entscheidet sondern insbesondere auch der der in der Lage ist eine eigene Fehlentscheidung frühzeitig zu erkennen und dann diese auch konsequent zu revidieren gegen sein eigenes Ego.

        So ein konsequentes Handeln widerspricht aber den menschlichen Naturell.

        Uli und KHR haben nun mal seit Ulis Rückkehr vieles falsch entschieden und nur selten frühzeitig korrigiert. Kovac und Salihamidzic können ja nichts dafür das andere die Fehlentscheidung treffen sie anzuheuern. Sie geben sicherlich ihr bestes nur ist das eben weit unter den FCB Ansprüchen.
        Hoffen wir das es ab jetzt besser wird.

    2. @Anton: Es gab auch schon VOR der Verpflichtung von Kovac viele warnende Stimmen, auch auf MSR.

      1. Und warum wohl? Viele verfolgen ja nicht nur den FCB.
        Und Frankfurt war ja auch schon oft ein “besonderes Pflaster” für den FCB.
        Man kannte das Frankfurter Spiel. Man kannte auch die ein oder andere Statistik.
        Man kannte die Vorgeschichte aus der kroatischen NM.
        Und da stellten sich eben viele die Frage – ob das wohl passt?
        Und viele waren eben der Meinung, dass das eben nicht passen wird.

        Aber was nutzen denn die warnenden Stimmen, wenn an verantwortlicher Stelle Entscheidungen so getroffen werden, wie sie getroffen wurden.

      2. Es gab auch vor der Verpflichtung von Klinsmann, van Gaal, Heynckes und Guardiola und allen anderen viele warnende Stimmen. Bestimmt auch auf MSR.
        Irgendeiner hat es immer gewusst und hat gewarnt und immer hat auch irgendeiner recht gehabt.
        Wie Anton sagt, es ist schwierig.
        Eine Garantie hast du bei keinem.

      3. Ich bin schon dafür, die Sache mit Kovac jetzt auch mal auf sich beruhen zu lassen. Man kann ja auch etwas daraus lernen, wenn ein Projekt nicht klappt. Das ist womöglich sogar die effektivste Weise. Wenn jetzt eine klarere Vorstellung entstanden ist, wie Fußball aussehen muss, wenn er das Prädikat “Bayern-like” verdienen soll, und welche Trainer dafür infrage kommen, das auch umzusetzen, dann können wir doch alle zufrieden sein. Einen Kandidaten holen, der sich durch eine andere Herangehensweise auszeichnet, und dann von ihm verlangen, er solle sich dem gefälligst anpassen bzw. sich umstellen, das – haben wir jetzt gesehen – wird nicht funktionieren. – Insgesamt gibt es in der Liga bis zur Winterpause so viele interessante Konstellationen (neuer Trainer bei uns, neuer Trainer womöglich bald bei Dortmund, stabiles Nagelsmann-Leipzig, BMG, LEV und Schalke auch gut dabei), da bin ich mal mächtig gespannt, welche Dynamiken sich da entwickeln werden.

      4. @seasons
        Richtig denn das bringt jetzt nix mehr.
        KHR Kahn Hainer haben jetzt oft genug definiert welchen Fußball der FCB sehen will und vor allem haben auch die Spieler in jedem Statement zum Ausdruck gebracht wie wohl sie sich mit offensiv gedachten attraktiven dominanten Ballbesitzfussball fühlen.

        Idealerweise ziehen die entscheidenden Personen bei der Trainerwahl eben diesmal zum Wohl des FCB die richtigen Schlüsse.

  10. Warum eigentlich nicht mit Flick über das Saisonende weitermachen? Pochettino scheint ja eher ein Kovac x2 zu sein, Pep wird kaum verfügbar sein, Klopp nach der Denkmalsetzung in Liverpool noch weniger. Tuchel scheint menschlich bisher schwierig und wer bleibt dann noch? Zidane nach Rauswurf? Flick versteht sich vermutlich eher als Moderator, der den Individualisten das Grundgerüst an die Hand geben kann. Und das ohne das gewaltige Trainerego rauskehren zu müssen. Passt bisher hervorragend!

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    1. Flick ist als Cheftrainer ein Novize. Er hat mit einer Mannschaft, die ein schlechtes Gewissen hat, gegen drei schwache Gegner gewonnen. Bayern sollte mindestens bis März schauen wie das Geschäft weiterläuft. Es gibt positive Tendenzen. Mehr aber auch nicht. Vor allem sollte der FCB seine Strategie dahingehend ändern, dass die zweite Etage der Säbener Straße für beleidigte und schmollende Stars zur Sperrzone wird.

      1. Flick mag zwar Novize sein, aber er hat der Mannschaft schon jetzt eine ganz andere und viel besser passende Spielweise vermittelt. Gegen die Gegner, die wir jetzt mit 10:0 Toren geschlagen haben, hätten wir unter Kovac garantiert nicht gleiche Bilanz gehabt. Sicherlich ist jetzt noch nicht alles gleich wieder wunderschön, aber doch um Längen besser als in den Monaten zuvor.

        Und entscheidend bei den weiter oben diskutierten Fehlentscheidungen ist vor allem, dass man sie revidiert. Je schneller, desto besser. Ich habe auch schon dafür gesorgt, dass ein mir unterstellter Mitarbeiter in der Probezeit entlassen wurden, weil absehbar war, dass es nicht funktionieren wird. Das ist menschlich extrem schwer, weil beide Seiten dieses Gespräch nicht gerne führen. Aber in der Sache war es klar, dass es so besser ist.

        Und wenn es um die Frage geht, ob man das hätte vorher wissen können: Nein, natürlich nicht im jedem Fall. Genau deswegen musste ich ja auch selbst schon einmal zu einer solch drastischen Maßnahme greifen. Aber man muss schon genau prüfen, ob es denn auch passt. Manchmal täuscht man sich dann (leider). Aber mir war klar, dass es mit Klinsmann nicht klappen wird. Bei Heynckes war ich unsicher, aber nicht negativ gestimmt nach seinen Erfolgen zuvor (in Leverkusen). Bei van Gaal habe ich mich über die Verpflichtung gefreut, bei Guardiola auch. Bei Kovac war mir vorher klar, dass das sehr schwierig für ihn wird, weil er eben keine Referenzen hat, die ihn für den Fussball des FCB empfehlen. Und dass er keine gute Taktik für uns hatte, sieht man auch hier sehr schön: https://www.sportschau.de/fussball/championsleague/video-broich-und-polenz-wie-der-fc-bayern-unter-flick-den-gegner-stresst-100.html. Zudem hört man es ja auch zahlreichen Interviews der Spieler jetzt auch heraus.

  11. “Gegen die Gegner, die wir jetzt mit 10:0 Toren geschlagen haben, hätten wir unter Kovac garantiert nicht gleiche Bilanz gehabt. ”

    Ich schmeiss mich weg …

    Unter Kovac haben wir Dortmund 5-0 geputzt (und da war Dortmund in deutlich besserer Verfassung als vor zwei Wochen). In Düsseldorf haben wir unter ihm 4-1 gewonnen und in der CL Gruppenphase haben wir den Dritten mit 2-0 und den vierten mit 5-1 zuhause geschlagen.

    Wie kurz hier das Gedächtnis ist. Auch nach Kovac ersten Spielen herrschte Jubel, Trubel, Heiterkeit in der Mannschaft. Warte doch erstmal ein paar Monate ab, bevor Du wieder gegen Kovac nachtrittst weil ja unter Flick jetzt alles sooo toll ist.

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    1. Dass Du noch immer glaubst, dass die Mannschaft unter Kovac wirklich besser geworden wäre, zeigt einfach nur, dass Du den Fehler einfach nicht anerkennen willst. Mir aber auch egal. Nur solltest Du vielleicht auch mal die Ergebnisse gegen Düsseldorf und Dormund aus der Hinrunde heranziehen. Und wie sind die nochmal ausgegangen?

      1. Wart doch erstmal ab wie Flick in Dortmund und zuhause gegen Düsseldorf spielt :-)

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