MUNICH, GERMANY - APRIL 20: Kingsley Coman of Bayern Munich battles for possession with Kevin Mohwald of Werder Bremen during the Bundesliga match between FC Bayern Muenchen and SV Werder Bremen at Allianz Arena on April 20, 2019 in Munich, Germany. (Photo by Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Bayern erkämpft sich Heimsieg gegen Bremen

Christopher Trenner 20.04.2019

Im Jahr 2019 war Bremen noch unbesiegt. Die richtige Raute holte in zwölf Spielen sechs Siege und sechs Unentschieden. Dementsprechend selbstbewusst reisten sie nach München.

Falls ihr es verpasst habt

Die ersten 45 Minuten

Der Twitteraccount des FC Bayern verbreitete die frohe Kunde: Corentin Tolisso saß zum ersten Mal nach sieben Monaten wieder auf der Bank der Münchner. Der französische Weltmeister soll zunehmend wieder an den Spielalltag herangeführt werden. Niko Kovač musste vor der Partie kurzfristig, aber wenig überraschend auf Mats Hummels (Oberschenkel) und James (Adduktorenprobleme) verzichten. Schon länger bekannt war der Ausfall von Manuel Neuer. Durch die Ausfälle rückte im Vergleich zur Vorwoche Sven Ulreich und Jérôme Boateng in die Startelf.

Auf der Gegenseite gab es bei Florian Kohfeldt nur einer nominelle Änderung im Vergleich zum 2:1 Heimsieg gegen Werder Bremen. Kevin Möhwald begann für Yūya Ōsako. Taktisch ergab sich eine 4-4-2 Formation mit einer flachen Doppelsechs, gebildet von Sahin und Maximilian Eggestein.

Bremen versuchte es in der Anfangsphase sehr variabel. Ergab es sich aus der Situation, pressten Milot Rashica und Max Kruse, unterstützt von zwei bis drei Mittelfeldspielern, bis auf Sven Ulreich drauf. Konnten sich die Münchner befreien, spielten die Bremer ein sehr abwartendes Mittelfeldpressing. Das 4-4-2 gab dabei viel Stabilität.

Die Bayern taten sich zunächst schwer mit der Bremer Spielweise und hatten selbst zu viele einfache Ballverluste durch ungenaues Passspiel und Stockfehler. Da Davy Klaasen und Möhwald auf den Außenbahn viel mit nach hinten arbeiten, gab es dort wenig Platz für die Flügelspieler der Bayern.

Chancen, wenn man die Abschlüsse so nennen will, gab es nur nach Fehlern der Bremer im Aufbau. Müller kam so aus halbrechter Position zum Schuss (21.). Serge Gnabry versuchte es mit einem Drehschuss nach einem Thiago-Lupfer, Jiri Pavlenka parierte exzellent (25.).

Robert Lewandowski hatte nur wenig Raum.
(Foto: Günter Schiffmann/AFP/Getty Images)

Optisch erarbeiteten sich die Bayern in dieser Spielphase ein Übergewicht, ohne sich nennenswerte Torchancen zu erspielen. Vieles blieb halbgut, was bis dato nicht reichte, um die Bremer in Verlegenheit zu bringen. So ging es mit einem 0:0 überpünktlich in die Kabine.

Die zweiten 45 Minuten

Ohne Änderungen auf beiden Seiten ging es in die zweite Halbzeit. Diese begann gleich mit mehr Tempo. Nach einer Halbfeldflanke von Joshua Kimmich kam Robert Lewandowski zum Abschluss. Doch Pavlenka blieb auch hier der Sieger (48.). Wenig später schoss Gnabry Miloš Veljković auf der Linie an (50.). Drei Minuten drauf traf Gnabry dann den Pfosten. Auch hier hatte Pavlenka seine Finger im Spiel. Weitere drei Minuten später scheiterte Lewandowski abermals am Bremer Keeper (56.).

In der nächsten Szene schwächte sich Bremen dann selbst. Veljković ging, bereits mit einer gelben Karte belastet, mit den Ellenbogen zuerst in das Kopfballduell mit Süle. Für den Abwehrspieler bedeutete dies die Ampelkarte.

Beide Trainer reagierten. Kovač ging mehr Risiko und brachte Leon Goretzka für Javi Martinez. Auf der anderen Seite komplettierte Sebastian Langkamp die Viererkette. Für ihn musste Möhwald weichen.

Fortan entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Bremen wollte das Unentschieden mitnehmen. Bayern ging auf den Sieg. Thomas Müller köpfte in der 70. Minute die bis dato größte Bayern-Chance knapp neben das Tor. Es war die letzte Aktion. Für ihn kam Franck Ribéry.

Eine Einzelaktion war der späte Dosenöffner. Niklas Süle wurde 20 Meter vor dem Tor der Bremer nicht angegriffen. Sein Fernschuss fälschte Klaasen unglücklich ab, wodurch der Ball an Pavlenka vorbei in den Kasten trudelte (76.).

Die Bayern blieben weiter am Drücker. Robert Lewandowski traf ebenfalls per Fernschuss die Latte (79.). Wenig später verzog der Stürmer aus elf Metern. Es war seine größte Chance.

Auf Seiten der Münchner kam noch Renato Sanches. Bremen brachte noch Claudio Pizarro ins Spiel. Spielentscheidend waren diese Wechsel nicht.

Am Ende reichte das Tor von Süle dem FC Bayern, den ersten Teil des Bremen-Doubles für sich zu entscheiden. Wie in vielen Spielen in dieser Saison taten sich die Münchner mit dem 4-4-2 der Gegner äußerst schwer. Eine individuelle Aktion rettet den Bayern den Sieg, die sich defensiv keine Fehler erlaubten und Werder nicht eine Torchance ließen.

Am Mittwoch kommt es dann zum Rückspiel in Bremen. Das Halbfinale des DFB-Pokals steht an.

Dinge die auffielen

Wenig Ideen

Der FC Bayern hatte keine Ideen, um das 4-4-2, später das 5-3-1 der Bremer zu knacken. Die Mannschaft von Kohfeldt deckte die Außenbahn geschickt zu und gab nur wenig Raum in den Zwischenlinien frei. Dadurch ergab sich die gefürchtete U-Formation im Aufbau. Die Folge waren viele Halbfeldflanken. Am Ende standen über 40 Flankenversuche.

Hier fehlte es der Mannschaft an Ideen, vom Start weg so eine gegnerische Formation zu bespielen. Den Siegeswillen kann man der Elf von Kovač nicht absprechen, aber nach wie vor ist das Team abhängig von Einzelleistungen oder eben Zufallstoren, wie beim 1:0 durch Süle zu sehen war.

Thiago

Wenn es einen Spieler gab, der Ideen (siehe Punkt 1) einbrachte, dann war es Thiago. Der Spanier ist das Bindeglied zwischen Abwehr, Mittelfeld und Angriff beim FC Bayern. 94% Passquote vermeldete die Statistik am Ende. Mit fünf Key-Pässen leitete er viele Angriffe direkt mit ein. Sehenswert war beispielsweise der Lupfer über beide Viererketten, bevor Gnabry in der 25. Minute zum Abschluss kam. Ansonsten präsentierte sich Thiago wie gewohnt defensiv stark. Mit geschickter Zweikampfführung und klugem Positionsspiel verhinderte er, dass sich Bremen entfalten konnte.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Da kann ich nicht ganz zustimmen. An Ideen fehlte es spätestens in der zweiten Halbzeit sicher nicht mehr, es fehlte nur die letzte Konsequenz. Der Zug zum Tor und der letzte Wille das Tor zu machen ging mir etwas ab.
    Über 90 Minuten einem Gegner wie Bremen keine Torchance zuzulassen, da kann man auf jeden Fall mal den Hut ziehen.

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    1. Die zweite Hz war offensiv strukturell fraglos besser als die erste. Das Tor selbst war glücklich, angesichts der ausgelassenen Chancen aber nicht unverdient. Da Bremen nicht viel nach vorne veranstaltet hat, weiß ich nicht recht, ob man da so Lobeshymnen anstimmen kann.

      1. Ich sag auch nicht, dass der Sieg unverdient war. Aber viele Chancen waren eher etwas zufällig herausgespielt bzw. durch Einzelaktionen eingeleitet. Weniger herausgespielt.

      2. Bin ich bei Dir. Spielerisch wesentlich schwächer als in den letzten Spielen, in denen man schon bessere Ansätze gesehen hat.

        Ob es tatsächlich an der Sonne lag :D

      3. @Beobachter: Vielleicht weil wir Bremen vorne nichts veranstalten haben lassen.
        Das Tor war fraglos glücklich. Ich hab aber auch viele herausgespielte Sachen gesehen, die leider kläglich vergeben wurden. Gegen Mannschaften, die mit acht Mann am eigenen Strafraum stehen, ist durchspielen schwierig, da läuft es immer auf Flanken, Hereingaben von außen oder Distanzschüsse hinaus.

      4. @wohlfarth:
        “Gegen Mannschaften, die mit acht Mann am eigenen Strafraum stehen, ist durchspielen schwierig, da läuft es immer auf Flanken, Hereingaben von außen oder Distanzschüsse hinaus.”

        Das sehe ich persönlich anders.
        Klar ist Durchspielen in diesem Fall schwierig, aber es ist nicht unmöglich.
        Man kann gegen eine tiefstehende Mannschaft auch beispielsweise mit Doppelpässen oder geschickten Pässen in die Spitze vors Tor kommen und eine auf diesem Weg herausgespielte Chance sorgt in meinen Augen in der Regel für deutlich mehr Torgefahr als Flanken oder Distanzschüsse.

      5. Naja, es waren schon viele Halbfeldflanken. Das wurde zwar im HZ2 besser, aber da haben wir auch 30 Minuten in Überzahl gespielt. Da darf man dann auch mehr erwarten. Und das Tor war schon sehr glücklich. Aber das darf jetzt auch gerne mal auf unserer Seite sein. Spielerisch bleibt weiterhin erkennbar Luft nach oben – auch wenn es Werder Bremen war.

  2. Heimsieg! Viel Spaß im Biergarten.

  3. Vor einem halben Jahr hätte die Mannschaft Wege gefunden, in diesem Spiel Punkte liegen zu lassen. Big Points auf Basis einer konzentrierten Leistung. Das macht Mut. Auch wenn es Einzelaktion getrieben ist – wenn die Null steht, ist das immer ok.

    Nun läuft die Meiterschaft wohl auf das Leipzig-Spiel hinaus, wenn Dortmund nicht einbricht.

    PS Wieviele expected goals will Lewandowski diese Saison eigentlich noch sammeln (oder anders ausgedrückt: vergeben)? Schafft er noch die 40? Europas top Goalgetter, theoretisch. Aber hey, er spielt ja mannschaftsdienlicher.

  4. Vor einem halben Jahr hätte die Mannschaft Wege gefunden, in diesem Spiel Punkte liegen zu lassen. Big Points auf Basis einer konzentrierten Leistung. Das macht Mut. Auch wenn es Einzelaktion getrieben ist – wenn die Null steht, ist das immer ok.

    Nun läuft die Meiterschaft wohl auf das Leipzig-Spiel hinaus, wenn Dortmund nicht einbricht.

    PS Wieviele expected goals will Lewandowski diese Saison eigentlich noch sammeln (oder anders ausgedrückt: vergeben)? Schafft er noch die 40? Europas top Goalgetter, theoretisch. Aber hey, er spielt ja mannschaftsdienlicher.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. AntwortsymbolRoland Wohlfarth Seite 20.04.2019 - 18:20

      Erst mal gucken wie Dortmund gegen Freiburg spielt morgen. Habe durchaus die Hoffnung, dass die da zumindest zwei Punkte liegen lassen.

      1. Möglich. 4 Punkte Vorsprung wären durchaus hilfreich, in Anbetracht, wie stark Leipzig gerade ist. (hat sich Brazzo einmal diesen Konate angeschaut…? bevor ich mich ernsthaft mit einem 80-Mio-de-Ligt beschäftige..)

      2. Ja, Dortmund hat die Punkte morgen auch noch nicht geholt. Das ist auch meine Hoffnung. Aber bei dem Restprogramm wäre ein Vorsprung auch sehr hilfreich. Leipzig und Frankfurt werden für uns noch schwere Aufgaben in dieser Saison. Und wenn wir gegen Nürnberg oder Hannover etwas liegen lassen, dann haben wir den Titel eh nicht wirklich verdient – die sind schwach und punkten so wenig.

  5. Teile den Kommentar.
    Das wichtigste an diesem Spiel ist der Sieg.

    Heute muss man Kovac auch ein bisschen in Schutz nehmen.
    Erstaunlich das Boa Suele Gnabry einfach nicht auf ihn hoeren .

  6. Gut moeglich das es in unseren Spielen gegen RBL und SGE fuer unsere Gegner um nichts mehr geht.

    Gut moeglich das BVB mind 2 Punkte liegen laesst in Freiburg gegen S04 in Werder ……

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. scha bei freiburg war alleine die laufleistung gegen bayern so, dass 5 spieler von freiburg meht als 12 km gelaufen sind. gegen bvb hat nur 1! spieler gerade 12km geschafft…..

    2. Konnte man gestern gut beobachten, was los ist, wenn das Saisonziel erreicht ist.

  7. Auf der Gegenseite gab es bei Florian Kohfeldt nur einer nominelle Änderung im Vergleich zum 2:1 Heimsieg gegen Werder Bremen.

    Selbstbesiegung??

  8. Engagiertes Bayernspiel mit verdientem Sieg.

    In dieser heissen Phase der Saison sollte man mMn einfach mal die Kaffeesatzleserei einstellen und sich auf die Saisonziele konzentrieren! Krisensaison mit Double? Für mich ok. :-))

    Viele hier auf MSR scheinen verdrängt zu haben, dass weder unter Lattek, Gottmar, Jupp, noch Pep Gegener serienweise mit 6:0 verabschiedet worden sind. Wie wohl Alle mitbekommen haben, bin ich kein Kovac-Fan, aber Bremen ist/ war ein starker Gegner. Bleibt alle mal auf dem Teppich, bitte.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Gottmar 2001. 9 Niederlagen, 63 Punkte, Horrorsaison …

  9. Ok, das Wichtigste an diesem Spiel sind tatsächlich die drei Punkte! Spielerisch war es offensiv wenig überzeugend, einmal mehr wurde deutlich, dass gegen kompakt stehende Gegner die offensiven Abläufe nicht passen. Die Ideen fehlen und es wird auf den einen Geistesblitz und Glück gehofft! Gut, letztlich sind 40 Halbfeldflanken, x-mal festgelaufene Dribblings und zentrale Hereingaben auf “gut Glück” auch eine Art offensiver Struktur, aber man merkt, dass die Mannschaft weiterhin wenig Lösungen findet, wenn die Räume eng sind!
    Positiv zu anzumerken ist – im Gegensatz zur offensiven Ordnung – die Defensivstruktur, in der Kovac die Mannschaft geschult hat! Die Positionseinnahme und Raumaufteilung in der Verteidigung sind mittlerweile sehr gut, die Lücken werden klein gehalten, das Herausziehen gegen den zweiten Ball klappt hervorragend, wenn gleich das Gegenpressing in vielen Situationen noch besser aufeinander abgestimmt werden könnte! Für den Gegner ist trotzdem kaum noch ein Durchkommen!

    Aber die Balance zwischen Defensive und Angriff stimmt immer noch nicht! Noch immer wird der weite Schlag gesucht, geht der Ball zu schnell auf die Aussenstationen. Noch immer wird mit dem Ball am Fuss durch das Mittelfeld “gepflügt”, hingegen sind Doppelpässe und schnelle Kombinationen Mangelware. Sehr bedauerlich, wo doch gegen DO und Düsseldorf vielversprechende Ansätze dafür zu sehen waren!

    Ich will nicht gleich unken, aber ich befürchte, dass Kovac in dieser Hinsicht eben doch nicht die nötige Offensivstruktur vermitteln kann, denn dazu muss man offensiv denken. Kovac denkt das Spiel aber augenscheinlich aus Defensive. Doch so schön es ist, hinten sicher zu stehen – wenn vorn die Chancen eher aus Einzelaktionen entstehen und kaum Zusammenspiel über drei, vier Stationen läuft, dann entstehen Spiele wie jetzt gegen Bremen, die gegen solche Mittelklasse-Teams für drei Punkte ausreichen, spätestens international aber reichlich Fragezeichen aufwerfen.
    Wenn es nicht gelingt, den Gegner gleich zu Beginn zu überrumpeln oder ein frühes Tor durch einen Standard zu erzielen, sodass der Gegner aufmachen muss, dann bleiben unsere Jungs spielerisch Vieles schuldig, und das ist sicherlich nicht in der mangelnden spielerischen Klasse zu begründen! Bei uns ist noch immer zu wenig Struktur vorgegeben, um Lösungen zu finden. Dabei sollte die Mannschaft in der Lage sein, im schnellen Pass-Spiel aus der eigenen Hälfte heraus nach vorn zu gelangen! Oder alle Mannschaftsteile hochzuziehen, und dann das Spiel breit zu machen, um dann auch durch schnelles Pass-Spiel längs der Abwehr den Gegner ins Laufen zu bringen. Dann ergeben sich zwangsläufig irgendwann Lücken, die genutzt werden können.
    Doch dazu benötigt es auch ein gutes OFFENSIVES Positionsspiel, welches aber noch immer kaum vorhanden ist.

    Wenn ich mir aber die offensiven Abläufe unserer internationalen Gegner anschaue, die mittlerweile durch schnelles Kombinationsspiel zum Erfolg kommen, dann sehe ich bei uns noch immer zu wenig offensive Struktur, um davon ausgehen zu können, nächstes Jahr in der CL weit zu kommen! Zwar wird bis dahin noch viel Wasser die Isar herunter fließen, aber zu denken, unter Kovac werden wir in der nächsten Spielzeit plötzlich mit schnellem Pass- und Positionsspiel auftrumpfen, fusst eher auf dem “Prinzip Hoffung” denn fassbarer Anhaltspunkte!

    Immerhin, die bestehende Offensivstruktur unseres FCB reicht gegen die Gegner in der Liga aus! Und so freue ich mich über drei Punkte und hoffe auf einen Stolperer der Schwatzgelben, um nach dem 34. Spieltag die siebte Meisterschaft hinter einander feiern zu können. Das wäre dann trotz allem eine herausragende und besondere Leistung, an der Kovac großen Anteil hätte.

    Antwortsymbol11 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Super Zusammenfassung.

    2. Was mir vor allem auch immer wieder auffällt (gerade vor der Schablone der KO-Spiele dieser Woche) ist das Tempo der Ballzirkulation. Uns gelingt es selten, den Ball mal schnell über mehr als 3 Stationen zu spielen. Meist wird die Kugel gestoppt oder auch erstmal geschleppt.

      1. Genau das ist es! Und das hat eben etwas mit Positionsspiel zu tun! Unsere Jungs können doch passen! Selbst scharf getretene Bälle über 20, 25 m kommen beim Mitspieler an, und die sind meistens auch in der Lage, den Pass dann auch anzunehmen!
        Die Grundlage für solch ein offensives Kombinationsspiel ist vorhanden!! Allein, es wird nicht genutzt, weil die Abläufe dafür nicht geschult werden, so wie es aussieht. Weil es eben nicht die Herangehensweise von Kovac ist!

    3. –“Doch dazu benötigt es auch ein gutes OFFENSIVES Positionsspiel, welches aber noch immer kaum vorhanden ist.”

      Der gestrige Gegner sieht das deutlich anders.
      Sahin:
      “Wenn sich Bayern in deiner Hälfte festsetzt, ist das seit der Guardiola-Ära unglaublich schwer, sich zu befreien. Sie lassen den Ball sehr gut laufen, haben ein gutes Positionsspiel und wir kamen nicht raus. Wir wollten mutig sein, waren das auch, aber kamen einfach zu selten raus.“

      1. Ich habe doch klar ausgedrückt, dass uns das offensive(!) Positionsspiel nicht gelingt! Hingegen stehen wir unter Kovac defensiv gut, auch weil das defensive(!) Positionsspiel gut funktioniert. Und genau das hat Sahin auch beschrieben!
        Ändert aber nichts daran, dass es offensiv eben nicht angemessen funktioniert! ob noch nicht, oder von vorn herein gar nicht geplant, kann ich nicht sagen, aber DAS es nicht passt, ist über die nun schon fast beendete Saison hinweg immer wieder deutlich geworden!

      2. @Osrig:
        -“Ich habe doch klar ausgedrückt, dass uns das offensive(!) Positionsspiel nicht gelingt! Hingegen stehen wir unter Kovac defensiv gut, auch weil das defensive(!) Positionsspiel gut funktioniert. Und genau das hat Sahin auch beschrieben!”

        Sahin hat beschrieben, wie der FCB Werder in deren Hälfte eingeschnürt hat. Für mich dreht es sich in der gegnerischen Hälfte um offensives Positionsspiel.
        Aber geschenkt.
        Wenn der FCB aufgrund von defensivem Positionsspiel auf 28 Torschüsse gekommen ist, soll es mir Recht sein. ;)

    4. Du sprichst das mangelnde Passspiel unserer Mannschaft an. Der letzte Spieltag der CL war dazu sehr lehrreich. Es gab deutlich zwei verschiedene “Passspielarten”. Die eine wurde vom spanischen FCB und von Ajax gespielt. Auf engstem Raum über Dreiecke. Sogar in der Anfangszeit als ManUnited mächtig Druck, machte war der “Befreiungsschlag” die Ausnahme. Die zweite wurde von den englischen Vereinen geführt. Passspiel auf den “freien” Mitspieler. Diese Art wird auch von unserem FCB bevorzugt. Und da liegt der Hase (Frohe Ostern) im Pfeffer, wenn der Gegner kein Platz zulässt.
      Die meisten von uns trauern ja der Pepzeit nach…,ich auch. Er war ja der Repräsentant dieser Spielweise. Das ist für mich die “Strategie”. Leider wird dieses Wort inflationär benutzt. Diese Strategie wird nicht vom FCB unter Kovac umgesetzt.
      Warum aber hat sich Pep von dieser Spielweise verabschiedet? Dazu braucht es Fähigkeiten. Die Spieler müssen mental sehr schnell sein und auch die technischen Fähigkeiten haben. Hier liegt auch der Irrsinn bei den inflationären Ablösesummen der englischen Liga.
      In der Englischen Liga wird auf “Kraft” gesetzt. Folglich werden solche Spieler bevorzugt. Armer Pep…
      Ich würde mich auf ein Endspiel FCB:Ajax freuen.

    5. Ich stimme dir bei Vielem zu was du schreibst. Besonders dass das offensive Positionsspiel zu wünschen übrig lässt und dass man unter Kovac gegen defensiv gut organisierte Mannschaften taktisch sehr begrenzte Mittel hat, ist auffällig. Die beiden Spiele gegen Liverpool waren da sozusagen ein Offenbarungseid, man hat offensiv so gut wie gar nichts zustande gebracht. Ich denke daher dass es für die Entwicklung nach dieser Saison eher schädlich ist, wenn man in dieser Saison mit Kovac den Meistertitel und womöglich noch den Pokal holt. Hoeneß wird sich darin bestätigt sehen, dass seine Entscheidung pro Kovac richtig war und man wird sich mit Kovac weiter von der internationalen Spitze entfernen. Sein Credo ist, dass Herz wichtiger ist als Taktik und das sieht man auch derzeit sehr gut am Bayernspiel. Ich würde mich zwar trotzdem über den ein oder anderen Titel in dieser Saison freuen, glaube aber dass ein Neuanfang mit einem besseren Trainer wesentlich sinnvoller wäre. Man hat seit Peps Abgang keine klare Spielphilosophie mehr. Ancelotti ist ja als Verwalter bekannt und auch Jupps Aufgabe bei seiner Rückkehr war die Saison zu retten und nicht etwas Neues aufzubauen. Aber bei beiden hat man in der CL epische Kämpfe gegen Real gezeigt und ist auch mit viel Pech ausgeschieden. Die Zeit nach Pep war Stillstand, derzeitkann man nur noch von Rückschritt reden.
      Ich traue es Kovac nicht zu, Bayern in den Kreis der besten Mannschaften Europas zurückzuführen, er ist taktisch einfach zu limitiert. Es graut mir bei dem Gedanken, dass man ihm Spieler für 200 oder 300 Millionen holt und ihm den Neuaufbau anvertraut…..

      1. Grauen? Wir haben gegen einen Gegner der dieses Jahr noch nicht verloren hat und immer mindestens ein Tor geschossen hat keine Torchance zugelassen und selbst 28 Schüsse abgefeuert (davon 17 innerhalb des Strafraums laut onefootball) und das ganz ohne offensiv-Konzept? Gewagte Außsage… Ich erinnere mal an Real die letzten Jahre (vor allem letztes Jahr). Die lebten von einer guten Defensive und der individuellen Klasse vorne. Desweiteren ist Pep in der Cl mal wieder gescheitert, das war bei ManCity – Tottenham Tag der offenen Tür auf beiden Seiten. Und bei welchen Trainer würde dir nicht das Grauen kommen? TenHaag? Sicher eine Überlegung wert, etwas Vorsicht sollte aber geboten sein, Bosz der bei Ajax ähnlich begeistert hat macht(e) in der Buli bei Leverkusen u. Dortmund trotz guten Voraussetzungen eher wenig drauß.

      2. Warum immer diese Schwarz-Weiss-Zeichnerei? Es ist doch sicherlich jedem, auch Kovac-Kritikern wie mir, klar, dass wir NICHT ohne jegliches Offensivkonzept antreten! Das behauptet auch niemand ernsthaft!
        Die Befürchtungen, die nicht nur ich hege, ist aber, das das bisherige Offensivkonzept gegen die großen europäischen Mannschaften in der CL nicht ausreicht, weil es zuwenig Lösungen anbietet gegen kompakt stehende und defensiv gut organisierte Gegner. Und auch Top-Mannschaften mit guten Offensivspielern können defensiv kompakt agieren!
        Es erfordert dann m.E. spielerische Lösungen durch schnelles Pass-Spiel, sei es aus der eigenen Hälfte, sei es um den gegnerischen Strafraum herum! Und dafür braucht es offensiv eine Grundordnung, die auf einem passenden Zonen- bzw. Positionsspiel beruht.
        Dieses Pass-Spiel fehlt aber weitgehend, obwohl unsere Spieler es auf den Platz bringen könnten, weil sie die Klasse dazu haben.

        Eine Mannschaft wie Bremen, die in der Liga letztlich Mittelmaß sind und im internationalen Vergleich auch weiter hinten einzuordnen sind, muss beherrscht werden und darf kein Stolperstein werden – und schon gar nicht darf aus einem Sieg über diese Mittelmaßtruppe geschlossen werden, es reiche auch gegen die europäische Spitze!
        Um nicht falsch verstanden zu werden: Bremen spielt keinen schlechten Ball, sie haben ein Konzept, können auch den Ball laufen lassen – aber in ihrer Gesamtheit reicht es im Moment noch zu nicht mehr als oberem Mittelmaß! Und das wiederum darf nicht unser Anspruch sein, weder national noch international! Und da ist für mich jedenfalls ein so zähes, wenig inspiriertes Spiel wie gegen Werden aufgrund der für mich unzureichenden offensiven Spielidee eher ein Alarmzeichen als ein Aspekt, der Zuversicht aufkommen läßt! Trotzdem freue ich mich über drei Punkte und einen Schritt näher zur Meisterschaft!

      3. Genau so ist es, auf den Punkt gebracht.
        Die Frage ist wieviel geht kaputt bis dann wieder dagegen gesteuert wird.
        Man darf auch nicht vergessen das UH ja Pep persoenlich vom FCB ueberzeugt hat.
        Ein großes Problem besteht doch auch darin das man junge bzw gute Spieler holen will die von der Spielphilosiphie dem Trainer dem Club ueberzeugt sind und nicht nur von der Kohle.

        Auch der Zickzack Kurs bzw die vielen wiederspruechlichen oeffentlichen Aeussereungen von UH und KHR sind nicht förderlich.

        UH wird irgendwann realisieren das sein Anachronismus uns nicht mehr weiterbringt.

  10. Ein gutes Beispiel wie wichtig Mentalität im Fußball ist. Die erste Halbzeit lethargisch und ohne Tempo. Die zweite viel besser. Mit Wucht und Wille. Und Dreieck hin, Dreieck her, zur Not machts auch ein dreckiger abgefälschte Fernschuß. So wird man Meister. Obwohl ein 15 Punkte Vorsprung für die Nerven nicht schlecht wäre :-)

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Ein dreieckiger Schuss :- )

  11. Auf dem Teppich bleiben ist das richtige Stichwort. Bremen war nicht umsonst bis gestern im Jahr 2019 noch unbesiegt. Am Ende war es dann kein souveräner aber sicherlich verdienter Sieg. Die Mannschaft hatte sich lange Zeit gelassen bis sie den Dosenöffner gefunden hat und letztlich zählen nur die 3 Punkte.

    Gestern war auch mal wieder richtig Druck spürbar. Punktverluste konnten wir uns nicht erlauben und die Erleichterung beim Führungstor war riesig. Ich bin sehr gespannt darauf ob Dortmund diesen Druck bis zum letzten Spieltag aufrecht erhalten kann und ob wir dem standhalten.

    Antwortsymbol22 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Manche hier haben offenbar einen fliegenden Teppich, von dem aus sie jedes Spiel in alle taktischen Details sezieren und dabei vergessen, dass realer Fußball oft anders läuft als auf dem Reißbrett geplant.
      Die wesentliche Aussage zum liefern wieder mal die “expected goals” Werte: die stehen bei 2.61 zu 0.13 … d.h. Bremen fand offensiv nicht statt und dass es nur 1:0 ausging, ist ein Problem, an dem Lewandowski, Müller & Co. arbeiten sollten.

      Mag ja sein, dass man das offensiv noch besser machen kann, aber es spielt dummerweise immer auch noch ein Gegner mit; und wenn der das sehr gut macht, stellt er einfach trotz der ominösen Dreiecke die Passwege zu, und dann musst du halt auf Dribblings oder lange Bälle ausweichen.

      1. Das ist nicht ganz richtig! Sicherlich bliebe immer der lange Ball oder ein Dribbling – mit dem deutlich höheren Risiko, den Ball dann zu verlieren und einen Gegenstoß zu bekommen.
        Besser wäre es, die von dir als ominös bezeichneten Dreiecke zu nutzen, sie zu variieren und durch einen schnell gespielten Pass den Gegner ins Leere laufen zu lassen. Wenn es einem Gegenspieler gelingt, einen Pass-Weg zuzustellen, hat meist der Spieler einen Fehler gemacht, der sich zustellen lässt, anstatt sich aus dem Deckungsschatten heraus zu bewegen, oder – besser noch – sich innerhalb seiner Zone so zu bewegen, dass er sich gar nicht erst zustellen lässt. Geht der Gegner in quasi Manndeckung, ergeben sich wiederum große Lücken, die sich von eigenen Spielern nutzen lassen.

        Immer kommt es aber auf das SCHNELLE Pass-Spiel an mit einer entsprechenden Dynamik in den Bewegungen. Gelingt das, gerät der Gegner ins Laufen und kann seine Kompaktheit nicht mehr halten. Die dann entstehenden Lücken können meistens viel einfacher genutzt werden, als es im Falle eines Anrennens gegen eine in der Ordnung stehende Defensive wäre.
        Wobei ich nichts gegen vereinzelt eingestreute lange Bälle oder “Laser-Pässe” habe, sie dienen genauso wie Standards der Variabilität und sorgen für zusätzliche Gefahr. Nur darf diese Herangehensweise maximal “Plan B” sein.

      2. @Osrig: Ich hab dich das schon mal gefragt, du bist mir die Antwort damals aber leider schuldig geblieben.
        Welchen Trainerschein besitzt du, bzw. in welcher Liga trainierst du?

      3. @Wohlfarth: Mich würde erstmal deine Einschätzung interessieren! Was meinst DU denn, auf welchem fachlichen Niveau ich mich bewege? ^^

      4. Bin mir da nicht ganz sicher. Du könntest sowohl ein arbeitsloser Bundesligatrainer sein, als auch ein Nur-Zuschauer der gerne über Taktik schwadroniert :-)

      5. @wolfarth: Was Osrigs sachkundige Kommentare angeht, kann man nur hoffen, dass Kovac sie liest!

      6. @severalseasons: Ist Kovac im Besitz einer Trainerlizenz? Wenn ja, dann hat er sowas schon mal gelesen und gelernt. Genau wie abertausende andere.

      7. Bin auch regelmäßig überrascht mich welcher Selbstverständlichkeit und Arroganz Kovac Ahnungslosigkeit unterstellt wird. Jeder 08/15 Blog-Kommentierer würde das besser hinbekommen.
        Aber das ist kein Kovac-exklusives Problem, die Stammtischtrainer hat man ja immer. Wenngleich in dieser Saison extrem.

      8. @wolfarth, @marco05: Interessant nur, dass anscheinend auch nur die leiseste Kritik an Kovac kaum sachlich, sondern jeweils nur mit Kritik an den Kritikern beantwortet wird. Wo seht ihr denn Verbesserungen gegenüber den Vorjahren? Das einzige Pseudo-Argument, das man hier pro-Kovac immer wieder zu hören bekommt, besteht ja anscheinend darin, dass die Klubführung unfehlbar ist und deshalb auch die Entscheidung für den Trainer in Ordnung geht. Ich bin da kein Fundamentalist: sollte Kovac die Mannschaft auf ein akzeptables und ihrer Kaderqualität angemessenes Niveau führen können, dann soll’s mir recht ein. Er hatte jetzt eine ganze Saison dafür Zeit, und bei mir stellt sich nur das doofe Gefühl ein, dass wir keine großen weiteren Entwicklungsschritte mehr sehen werden. Da liegt der Hund begraben. Kovac sagte ja selbst, das Schwierige sei das Offenspiel, “dafür braucht’s Esprit” – so oder ähnlich hat er sich ausgedrückt und den Nagel auf den Kopf getroffen.

      9. @severalseasons: Wo hab ich bitte in diesem Kommentarverlauf einen Kovac-Kritiker kritisiert?
        Ich habe Osrig eine einfache Frage gestellt und auf deinen Einwurf festgestellt, dass, falls Kovac eine Trainerlizenz besitzt, er solche taktische Ausführungen schon stundenlang gepaukt hat.
        Kann es sein, dass hier einige etwas überempfindlich sind und Gras wachsen hören, wo gar keines wächst?
        Osrig hat übrigens auf meine Frage wieder nicht ausreichend geantwortet. Warum?

      10. @wohlfarth: Na, das “Schwadronieren” dürfte man ja zumindest als leise Ironie verstehen, aber bitte, mir liegt es wirklich fern, hier irgendjemandem zu nahe zu treten. Ich würde halt nur gerne hören, was an Osrigs Analyse inhaltlich falsch sein soll. Ich lasse mich gerne von besseren Argumenten überzeugen, nix für ungut… ;-)

      11. @Severalseasons:
        –“Wo seht ihr denn Verbesserungen gegenüber den Vorjahren?”

        Alle Angaben ohne Gewähr, aber ich hab kürzlich gelesen, dass der FCB bei Standardsituationen so gut ist, wie seit 2004/2005 nicht mehr.
        Und Matthäus hat heute (?) geschrieben , dass der FCB die zweitbeste Rückrunde der Vereinsgeschichte spielt.
        Nicht schlecht, wo Kovač doch so eine Pfeife ist, oder?

        Hier lernt man viel und dafür liebe ich Fussballforen.
        Ich hab dieses Wochende z.B. gelernt, dass das Einschnüren des Gegners vor dessen Strafraum nichts mit dem offensiven Positionsspiel zu tun hat. ;)

      12. @Tobi13: Sorry wegen des Tippfehlers, aber wir müssen uns wirklich nicht um Spitzfindigkeiten streiten oder selbstgerecht werden. Mir geht es um die QUALITÄT unseres Spiels, wie die Mannschaft sich “präsentiert”, wie es immer so schön auf Reporterdeutsch heißt. Und da sehe ich nunmal von der Spielanlage her, von den Pass-Staffetten, von den Laufwegen eine deutliche Verschlechterung, und ich glaube nicht, dass das alles nur an den Spielern liegen soll. – Darfst ja gerne anderer Meinung sein, aber dann möchte ich wirklich auch Gründe hören, die sich auf die ganze Spielanlage beziehen, wenn du meinst, wir spielen jetzt besseren Fußball als vorher, mon dieu!

      13. @Severalseasons:
        –” Mir geht es um die QUALITÄT unseres Spiels, wie die Mannschaft sich “präsentiert”, wie es immer so schön auf Reporterdeutsch heißt. Und da sehe ich nunmal von der Spielanlage her, von den Pass-Staffetten, von den Laufwegen eine deutliche Verschlechterung, und ich glaube nicht, dass das alles nur an den Spielern liegen soll.”

        Schräger Diskussionsstil.
        Du fragst nach Verbesserungen im Vergleich zu den Vorjahren.
        Dann werden dir Verbesserungen genannt, geht es dir plötzlich um was ganz anderes.

        –“Darfst ja gerne anderer Meinung sein, aber dann möchte ich wirklich auch Gründe hören, die sich auf die ganze Spielanlage beziehen, wenn du meinst, wir spielen jetzt besseren Fußball als vorher, mon dieu!”

        Ich hab nicht behauptet, dass wir besseren Fussball spielen. Wie kommst du darauf?

        Ist meiner Meinung nach aber auch, angesichts der Kaderstruktur, etwas viel verlangt.
        Unter Kovač laufen einige Sachen deutlich besser( z.B.Standards und Belastungssteuerung).
        Schauen wir, wie es weitergeht. ;)

    2. @Tobi13: Du siehst also eine spielerische/konzeptuelle Weiterentwicklung im Vergleich zur Vorsaison?

      1. @Severalseasons:
        — “Du siehst also eine spielerische/konzeptuelle Weiterentwicklung im Vergleich zur Vorsaison?”

        Das war nicht deine Frage. Du hast nach Verbesserungen gefragt. Ich habe dir Verbesserungen genannt.
        Du redest von Pseudoargumenten. Ich habe dir Argumente genannt.

      2. @Tobi13: Vielleicht hast Du übershen, dass ich schrieb “zur Vorsaison”, nicht: zur Hinrunde. Und dann sollte ich vielleicht klarstellen, dass es mir durchaus AUCH darauf ankommt, WIE die Mannschaft auftritt und spielt: manchen sind womöglich die nackten Ergebnisse wichtiger, das bleibt ja jedem unbenommen. Und die Bilanz sieht u.Umständen auch anders aus, wenn man nicht nur die Rückrunde berücksichtigt, Tor-und Punktverhältnis sagen ja auch etwas aus.
        Allen hier liegen die Bayern am Herzen, davon kann man schon ausgehen.

      3. @Severalseasons:
        –Vielleicht hast Du übershen, dass ich schrieb “zur Vorsaison”, nicht: zur Hinrunde.”

        Das stimmt nicht.
        Du fragtest nach Verbesserungen gegenüber den Vorjahren.
        Ich habe dir Verbesserungen genannt.

      4. @Tobi13: Poste hier nochmal meine Antwort auf Deinen letzten Beitrag, ist aus Versehen weiter oben gelandet. “Sorry wegen des Tippfehlers, aber wir müssen uns wirklich nicht um Spitzfindigkeiten streiten oder selbstgerecht werden. Mir geht es um die QUALITÄT unseres Spiels, wie die Mannschaft sich “präsentiert”, wie es immer so schön auf Reporterdeutsch heißt. Und da sehe ich nunmal von der Spielanlage her, von den Pass-Staffetten, von den Laufwegen eine deutliche Verschlechterung, und ich glaube nicht, dass das alles nur an den Spielern liegen soll. – Darfst ja gerne anderer Meinung sein, aber dann möchte ich wirklich auch Gründe hören, die sich auf die ganze Spielanlage beziehen, wenn du meinst, wir spielen jetzt besseren Fußball als vorher, mon dieu!” – Für mich ist es jetzt dann auch mal gut, hoffen wir auf ein tolles Spiel heute abend in Bremen! Auf geht’s!

      5. Dann poste ich meine Antwort auch nochmal. ;)

        Severalseasons:
        –” Mir geht es um die QUALITÄT unseres Spiels, wie die Mannschaft sich “präsentiert”, wie es immer so schön auf Reporterdeutsch heißt. Und da sehe ich nunmal von der Spielanlage her, von den Pass-Staffetten, von den Laufwegen eine deutliche Verschlechterung, und ich glaube nicht, dass das alles nur an den Spielern liegen soll.”

        Schräger Diskussionsstil.
        Du fragst nach Verbesserungen im Vergleich zu den Vorjahren.
        Dann werden dir Verbesserungen genannt, geht es dir plötzlich um was ganz anderes.

        –“Darfst ja gerne anderer Meinung sein, aber dann möchte ich wirklich auch Gründe hören, die sich auf die ganze Spielanlage beziehen, wenn du meinst, wir spielen jetzt besseren Fußball als vorher, mon dieu!”

        Ich hab nicht behauptet, dass wir besseren Fussball spielen. Wie kommst du darauf?

        Ist meiner Meinung nach aber auch, angesichts der Kaderstruktur, etwas viel verlangt.
        Unter Kovač laufen einige Sachen deutlich besser( z.B.Standards und Belastungssteuerung).
        Schauen wir, wie es weitergeht. ;)

      6. Mit Verbesserungen meinte ich immer schon Verbesserungen der Mannschaft, ihres Spiels, habe ich auch oben extra angemerkt. Im Übrigen definierst nicht du, wie ich bestimmte Aussagen intendiert habe. DAS ist das einzig “Schräge”, was ich hier erkennen kann. Woran meinst Du, eine Verbesserung der Belastungsteuerung erkennen zu können? An der Zahl der Ausfälle oder Verteilung der Einsätze?

      7. @Severalseasons:
        –“Mit Verbesserungen meinte ich immer schon Verbesserungen der Mannschaft, ihres Spiels, habe ich auch oben extra angemerkt.”

        Was du “immer schon” meinst, kann ich nicht ahnen. Ich bin darauf angewiesen, was du schreibst.

        –“Im Übrigen definierst nicht du, wie ich bestimmte Aussagen intendiert habe.”

        Eigentlich gab es da nicht viel zu interpretieren. Deine Fragestellung war eindeutig.
        Es ist dann nur der Eindruck entstanden, dass dir die Antwort nicht passte und du deshalb schnell eine “So meinte ich das ja gar nicht “- Nebelkerze zünden musstest.

        –“DAS ist das einzig “Schräge”, was ich hier erkennen kann.”

        Ich nicht. Erklärung s.o.

        –Woran meinst Du, eine Verbesserung der Belastungsteuerung erkennen zu können? An der Zahl der Ausfälle oder Verteilung der Einsätze?”

        An der Anzahl der Ausfälle.
        Wann hat der FCB zuletzt so wenig mit muskulären Verletzungen zu tun gehabt?
        Und das mit einem Kader, der eins (oder sogar das?) höchste Durchschnittsalter der Liga hat.

        Schönes Interview mit Thiago.
        Besonders interessant für die Chefkritiker hier, dürften die Aussagen über die Einstellung der Mannschaft sein.

        http://m.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/fc-bayern/1904/Artikel/thiago-vom-fc-bayern-im-interview-ueber-kovac-guardiola-champions-league-dfb-pokal-dortmund.html

  12. @Systemrelevant…“Auf dem Teppich bleiben ist das richtige Stichwort. Bremen war nicht umsonst bis gestern im Jahr 2019 noch unbesiegt.“ Sehe ich genauso. Bremen hatte so gut wie keine Torchancen. Das war in Anbetracht des Pokalspiels schon mal Klasse.
    Die Bremer können m.M.n. Zuhause nicht genauso auftreten. Natürlich geht es offensiv viel besser. Beim Kombinationspiel und Torabschluss muss noch einiges passieren. Aber im Augenblick zählen nur Siege. Zudem spielen wir eine Serie, die seinesgleichen sucht. Für Fußball Ästheten sicherlich teilweise Magerkost. Aber wie hier schon einige Male geschrieben und gelesen
    Im Augenblick einfach Sch…egal. Ich will die Schwatzgelben nicht auf dem Borsingplatz jubeln sehen. (und Watzke Sprüche brauche ich schon mal gar nicht).
    Ich bin auch gespannt, wie Dortmund heute in Freiburg auftreten wird. Das wird kein Selbstlöufer

  13. Wie seht ihr das bzw.schätzt das eigentlich ein? Ist es eher ein Vorteil oder Nachteil, wenn es für Leipzig und Frankfurt um nichts mehr gehen sollte, wenn wir gegen sie spielen?? Ich tu mich da schwer: Auf der einen Seite könnten RB und die Eintracht bei bereits geschaffter CL-Quali befreit und ohne Druck aufspielen. Auf der anderen Seite könnte dann aber auch das letzte Quäntchen Konzentration fehlen.
    Sollte die CL-Teilnahme aber noch nicht gesichert und dann der Druck vorhanden sein, das ganz große Ding zu verpassen, sehe ich unsere erfahrenen Jungs schon im Vorteil.
    Blöd ist nur, dass Red Bull im Prinzip eh schon mit der CL planen kann und die Eintracht, sollte sie heute gegen die Wölfe gewinnen, ebenfalls mit einem Bein safe ist!
    Im Prinzip kann man also davon ausgehen, dass beide ohne Druck in die Partien gegen uns gehen. Bei solchen Spielen hat der BVB – meiner Meinung nach – einen großen Vorteil. Gegen uns will sicher jeder gewinnen, gegen den BVB haben die Kontrahenten noch lange nicht diese Einstellung….
    Wie auch immer, am Ende wird es bei dem einen Punkt Vorsprung bleiben, weil Dortmund in Bremen Punkte lässt und wir in Leipzig Remis spielen…

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    1. Ich sehe es als leichten Vorteil an, wenn es für Leipzig und Frankfurt um nichts mehr gehen würde, da sie nicht mehr volles Risiko und volle Pulle gehen würden. Insbesondere wenn wir in Führung gehen, werden die Gegner dann nicht mehr alles in die Waagschale werfen, um noch zu punkten. Andersherum könnte es für uns ein kleiner Nachteil sein, sollte Leipzig oder Frankfurt plötzlich in Front sein, denn sie würden dann weniger unter Druck stehen, die Punkte unbedingt einfahren zu müssen. Was dazu führen könnte, dass sie sich leichter mit der Verteidung tun könnten. Doch wie auch immer, es bleibt eine knappe Sache, und unsere Mannschaft fährt gut damit, jedes Spiel über die volle Distanz anzunehmen, die Partien ernst zu nehmen und sich nicht auf knappen Vorsprüngen auszuruhen.
      Grundsätzlich sehe ich DO in den letzten Spielen etwas in Front, da sie ihre Heimspiele gegen schwächelnde Knappen und bereits gesichterte Fortunen gewinnen dürften, in Bremen und Gladbach vermutlich auch nichts anbrennen lassen werden. Wenn, könnte ich mir ein Punktverlust der Schwatzgelben in Gladbach noch vorstellen, die bis zuletzt noch ein Fragezeichen bezüglich “Internationales Geschäft” stehen haben werden, ausserdem wird sich der eine oder andere vielleicht schon mal dem kommenden Fohlen-Trainer empfehlen wollen. Für stärker als DO halte ich Gladbach nicht, und so würden mich vier Siege der Ruhrpottler nicht wundern.
      Wir wiederum werden uns gegen Nürnberg und Hannover keine Blöße geben, hingegen wird es gegen Leipzig auswärts ein echter Härtetest, zumal die Messestädter mittlerweile auch defensiv gut organisiert stehen. Die Partie am letzten Spieltag könnte eine echte Wundertüte werden, von einem Kantersieg bis zu einer bitteren Niederlage wäre da alles möglich. In jedem Falle kann Kovac in diesen beiden Spielen unter Beweis stellen, dass er auch Spiele verbunden mit höchstem Druck für sich entscheiden kann.

    2. Klarer Vorteil.
      Wenn wir in Leipzig spielen werden die gesichert auf Platz 3 sein.
      Dh wir werden wenig Gegenwehr haben wenn wir so auftreten wie gegen BVB
      Wenn wir auftreten wie gegen Freiburg und Werder wirds schwierig.

      Gegen SGE Zuhause werden wir gewinnen so oder so.

      SGE werden dann alles verballert haben .

      Denke wir gewinnen in Leipzig und BVB lassen Punkte bei Werder.

      Thats it

    3. Prinzipiell ist es ja immer von Vorteil, wenn es für den Gegner um nichts mehr geht, weil er dann das Spiel nicht mehr ganz so ernst nehmen muss. Aber wir sind halt der FCB – und gegen den gewinnt jeder gern, weil es dann Ruhm und Ehre gibt. Das gilt für keine andere Mannschaft in der Liga. Deswegen sind alle gegen uns viel motivierter als gegen jeden anderen Gegner.

      Für uns ist es dann ein Vorteil, wenn wir das jeweilige Spiel extrem seriös angehen. Das müssen wir ja auch, weil es vermutlich noch um die Meisterschaft geht. Wenn wir dann in Führung gehen, dann lassen die Gegner vermutlich etwas nach, wenn es für sie um nichts mehr geht. Aber solange sie sich noch ausrechnen können, uns zu ärgern, werden sie noch ausreichend motiviert wird. Es wird also in den Spielen wichtig sein, gleich für klare Verhältnisse zu sorgen (spielerisch und am besten auch vom Ergebnis her). Dann wird es mit zunehmender Spieldauer sicherlich auch leichter. Ansonsten steigt der Druck bei uns dagegen an – und der Gegner kann es ja umso entspannter sehen und damit die notwendige Lockerheit haben, um uns (z.B. mit riskanten Konterversuchen oder Abwehraktionen) in Schwierigkeiten zu bringen.

    4. Schwierig zu beurteilen, ob die Drucksitutation eher Vor- oder Nachteile hat, kann unterschiedlich sein. Druck kann eine Mannschaft auch hemmen. (Angst essen Seele auf usw.). Die können jetzt halt befreiter aufspielen, was für uns ein Nachteil ist.

      Wegen der Motivation würde ich mir auch keine Gedanken machen, die können uns, dem meistgehassten Verein, die Meisterschaft versauen. Erinnert sei mal an 2000, wie die in Haching abgegangen sind als sie Leverkusen die Meisterschaft versaut haben und an 2001, wie die in Hamburg gefightet und gefeiert haben, als sie das vorläufige 1-0 geschossen haben.

  14. Bezüglich der letzten Spieltage sehe ich das ein wenig anders. Wenn Dortmund noch Punkte abgibt, dann in Bremen. Aber selbst mit einem Unentschieden können sie die Meisterschaft noch holen.
    Denn: Ich gehe davon aus, dass Leipzig auf Sieg spielen wird. Die haben noch ein paar Hühnchen mit dem FCB zu rupfen, wenn man daran denkt, wie die manche Spiele (noch) verloren haben. Entweder eröffnet sich dadurch dem FCB mehr Platz und Gelegenheiten, selbst als Sieger vom Platz zu gehen, oder Leipzig geht in Führung und ist an einer Demonstration der Stärke aus. Die Spieler dafür haben sie.
    Was Frankfurt angeht: Ich vermute, dass Gladbach, Hoffenheim und Leverkusen noch richtig Druck in deren Rücken aufbauen. Zumal die Eintracht heute kurz vor Schluss das 1:1 kassiert hat und sich deshalb nicht absetzen konnte. Mein Tipp: Um sicher in die CL-Quali zu kommen, muss Frankfurt in München noch punkten.

    In ein paar Wochen sind wir schlauer … ;)

  15. @severalseasons
    siehe oben (direktes Antworten anscheinend in meinem Browser nicht möglich).

    Mag sein, dass du in meinem Fall sogar recht hast. Aber es soll keiner behaupten ich hätte es nicht probiert. Die Kritik – sie mag zum Teil durchaus berechtigt sein – geht seit dem Tag der Verkündung von Kovac als Trainer.
    Genausowenig wie du die Entwicklung der Mannschaft nicht wahrnimmst nehme ich keine Entwicklung in der Kritik war. Es ist nahezu identisch zu dem, was wir ab September 2018 hier lesen durften.
    Da wird alles aber auch alles gebetsmühlenartig wiederholt.

    Ich für meinen Teil sehe keinen Anlass die Kritik ständig zu wiederholen, wenn die Rahmenbedingungen nicht anders werden. Insofern kann man scih 90% der Kritik schenken, aber es wird halt dennoch wieder und wieder wiederholt. Von daher bleibt ja fast nichts anderes als die Polemik mitzugehen.

    Wie soll Kovac denn entscheidende Dinge ändern, wenn die Situation nicht besser wird. Er setzt ja schon vermeintlich immer auf die stärkste 11 und es wird zum Teil auch gut umgesetzt. Funktioniert es in einzelnen Spielen wie gegen Werder nicht heißt es “wir haben kein Rezept”. Komischerweise hatten wir es gegen den BVB, gegen Wolfsburg, gegen Mainz undundun. Dann heißt es “ja, der Gegner war schlecht”.

    Soll das differenziert sein? Da geht es mMn NUR darum, gegen Kovac zu votieren. Auch ein Grund meiner Reaktionen. Freiburg war zuletzt der einzige Punktverlust und dennoch wird laufend gemeckert. Sicher kann man über das CL-Ausscheiden diskutieren, aber dann muss man auch seit 2014 über das CL-Ausscheiden diskutieren.

    Und dann sage ich dass Kovac die schwierigsten Voraussetzungen hat seit dieser Zeit. Pep wurde ein Triple-Sieger übergeben, ohne WM etc. Und er hat es auch nicht geschafft. Ins HF zwar aber so what? Das Ziel ist doch sowieso nur noch das Triple.

    Unterm Strich: es wird sich in dieser Serie nicht mehr viel ändern. Kovac wird die Schwankungen nicht in den Griff bekommen, wie auch? Geben wir ihm doch noch eine Saison Zeit alles in die richtigen Bahnen zu lenken. Ohne WM-Kater, ohne Hierarchieproblem, ohne Robbery, James und Sanches. Dafür mit frischen Leuten. Sollte danach keine mehr oder weniger signifikante Änderung eintreten, bin ich gern bereit nochmal sachlich drüber zu reden.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Danke für deine differenzierte Antwort. Ich hab absolut nichts, wirklich gar nichts gegen Kovac, der ist ein netter Kerl, übrigens auch relativ sprachgewandt, was uns in der Außendarstellung gut tut (auch wenn gewisse Aussagen eher unglücklich waren). Ich wünsch ihm wirklich Glück und Erfolg. Ich war von den ersten Spielen sehr angetan, aber danach kam der Einbruch und ich habe keine klare Linie mehr erkennen können. Zwischendrin, da hast Du ganz recht, gab es auch tolle Spiele, Du nennst einige davon, aber – ganz subjektiv – diese Steigerungen waren für mich nicht der Anfang von etwas, sondern eben vielleicht nur Ausreisser nach oben. Die Mannschaft spielt, abgesehen von verletzungsbedingten Änderungen, stur immer in der Formation, die zuletzt gewonnen hat, egal, gegen wen es geht oder wie die Ausgangslage ist, – solange, bis der nächste Rückschlag kommt. Ich versteh ja, dass Kovac von seiner Warte aus auf “Nummer Sicher” geht. Dieses Level und diese Ansprüche sind neu für ihn, aber es hat ihn doch auch niemand gezwungen zu unterschreiben. Am Anfang gab es viel Rotation, viel Wille, die Möglichkeiten des Kaders auszuschöpfen. Dann aufgrund von Verletzungen und schlechten Ergebnissen der Salto rückwärts in Gestalt der defensiven Ausrichtung, die uns nicht liegt, und seitdem immer nur ein Lavieren. Raffinesse sieht anders aus: die Feineinstellungen, die taktischen Nuancen in Bezug auf die jeweilige Aufgabe bei Beibehaltung einer erkennbaren Identität (also nicht wie das so gelobte Hinspiel in Liverpool!), das mia san mia, das vermisse ich. Besonders prekär und diffizil ist die Aufstellung des Mittelfelds, da gilt es, die richtige Balance zu finden, aber findest Du nicht auch, dass man doch die ganze Saison schon ziemliche Abstimmungsprobleme erkennen kann? Eine Spitzenmannschaft zeichnet sich aber doch hauptsächlich dadurch aus, die Pässe müssen sitzen, die Laufwege eingeübt sein usw. – Ich mag falsch liegen, ich mag mich irren, sollte er mich vom Gegenteil überzeugen können, umso besser, ich wäre der Erste, der das zugibt. Ich bin abergläubisch genug, keine Prognosen zu wagen, vor allem kein “die schießen wir aus dem Stadion” vor dem Spiel. Das überlasse ich gern den Fans von anderen Vereinen. Könnte mir dennoch vorstellen, dass es am Mittwoch gar nicht so schlecht laufen wird für uns…

    2. “Interessant nur, dass anscheinend auch nur die leiseste Kritik an Kovac kaum sachlich, sondern jeweils nur mit Kritik an den Kritikern beantwortet wird. Wo seht ihr denn Verbesserungen gegenüber den Vorjahren? Das einzige Pseudo-Argument, das man hier pro-Kovac immer wieder zu hören bekommt, besteht ja anscheinend darin, dass die Klubführung unfehlbar ist und deshalb auch die Entscheidung für den Trainer in Ordnung geht….”

      Ich argumentiere nicht, dass die Klubführung unfehlbar ist. Niemand ist unfehlbar.

      Aber: Ich habe eher das Gefühl, dass sich hier der ein oder andere Kritiker für unfehlbar hält, und es erstaunt mich doch immer wieder, wie hier sowohl die Klubführung als auch der Trainer als unfähig oder inkompetent bezeichnet werden.

      Und dann frage ich mich, warum eigentlich die Kritiker sich hier in einem Blog tummeln anstatt mit ihrem Fachwissen, dass sie meinen so fundiert von sich geben zu können, nicht selbst einen BL Verein managen bzw. coachen.

      Was mir hier bei vielen Kovac Kritikern eindeutig fehlt, sind Respekt vor unserer Klubführung und dem Trainer. Es ist eine Sache, hier in einem Blog theoretisch zu schwadronieren (so gut und durchdacht das auch sein mag) – aber in der Praxis sieht es dann wieder ganz anders aus.

      Glaubt hier tatsächlich jemand, dass der FC Bayern auf Dauer einen Trainer behält, der sich als ungeeignet erweist? Mir wäre da kein einziges Beispiel bekannt – im Gegenteil, es wurden Trainer gegangen obwohl sie erfolgreich waren (zB Magath).

      Es mag ja sein, dass sich der Ein oder Andere hier einen anders aufspielenden FC Bayern wünscht. Aber wir alle sollten respektieren und anerkennen, dass nicht WIR für diesen Verein die Verantwortung tragen. Und wenn unsere Vereinsführung der Überzeugung ist, es mal auf anderen Wegen als mit einem etablierten Star Trainer zu versuchen (insbesondere als der letzte Versuch mit Ancelotti in die Hose ging), dann sollten wir ihr das zugestehen und nicht gleich “Kreuziget sie!” rufen.

      1. Also ich für meinen Teil (als jemand, der gerne und viel Kritik äußert) respektiere die Vereinsführung durchaus. Und wenn man nur eine einzelne Aktion betrachtet (Verlängerung mit Robbery, Kovac als Trainer, Brazzo als SpoDi), dann gibt es dafür vermutlich auch immer gute Gründe. In Summe sind es halt viele Entscheidungen, die nicht sonderlich durchdacht oder glücklich wirken. Nach einem Sportdirektor wurde fast 1,5 Jahre gesucht – am Ende findet man dann eine Lösung, die nicht überzeugend wirkt (keinerlei Erfahrung als Trainer oder in anderer nennenswerter Funktion). Warum dauert so etwas so lange, wenn dann eine so kleine Lösung rauskommt. Bei der Trainersuche war es ähnlich. Es gab genug Zeit und einige attraktive Optionen (Tuchel, Nagelsmann). Am Ende wird es jemand, der bisher nicht für eine sonderlich offensive Spielweise steht noch große Erfahrungen mit großen Mannschaften hat. Bei Robben und Ribery ist seit Jahren erkennbar, dass sie verletzungsanfällig sind – und auch in der Vorsaison schon immer mehr “schwächere” Spiele hatten. Warum wird dann noch einmal verlängert? Aus Dankbarkeit wird gesagt. Aber Elber, Makaay und andere verdienten Spielern wurde neue Konkurrenz vor die Nase gesetzt und teilweise sind die Leute auch sehr kurzfristig verkauft worden. Wie gesagt: für jede einzelne Entscheidung mag es gute Gründe geben. Aber die Summe dieser Dinge, die häufig auch einfach dadurch entstanden sind, dass man Gelegenheiten nicht ergriffen hat als sie bestanden, irritieren. Ebenso die Sache mit der Übergangssaison. Warum sagt man das nicht zu Beginn der Saison, sondern erst, als es nicht so rund läuft. Die Summe macht es dann ja so merkwürdig. Und das ist auch das, was mir so “weh tut”. Ich habe den Verdacht, dass wir zuletzt einige Chancen verpasst haben. Wie auch eine konsequentere Kaderauffrischung. In Summe kommt dann eine sportliche Entwicklung raus, die besser hätte sein können. Die Kritik an der langen SpoDi-Suche oder auch an der mangelnden Kaderplanung habe ich schon hier und auch an anderen Stellen schon lange bevor diese Entwicklung sich auftat, kritisiert. Manche Dinge waren einfach vorhersehbar – und dann fragt man sich, warum es so kommen musste. Erst recht, wenn es dann nicht einmal vernünftig erklärt oder kommuniziert wird.

  16. Ich habe den Eindruck, “Kreuziget sie!” wird vielmehr von jenen gerufen, die jegliche Kritik an Kovac respektive Vereinsführung als Respektlosigkeit oder gar Majestätsbeleidigung ansehen!

    Wenn wir jene Momente unmittelbar nach einer “vergeigten” Partie ausser Acht lassen, lese ich nur sehr wenige Kommentare, in denen undifferenziert auf Trainer und Obere “eingedroschen” wird. Und ich finde, es werden sehr wohl die positiven Aspekte der Zeit unter Kovac gesehen, die es natürlich auch gibt! Die gute defensive Struktur der Mannschaft und die augenscheinlich verbesserte Trainingssteuerung seien hier beispielhaft noch einmal genannt.
    Es gibt aber eben – noch immer – jene Aspekte im Spiel, die gerade in taktischer Hinsicht verbesserungswürdig sind: Fehlende Balance zwischen Abwehr und Angriff mit unzureichenden spielerischen Abläufen in der Offensive, damit verbunden eine geringe Flexibilität, ja geradezu Ideenlosigkeit im Spiel gegen kompakt stehende Gegner.
    Diese Dinge sollen und müssen angesprochen werden, wenn Änderungen nicht ersichtlich werden, stillschweigendes Darüberhinwegsehen oder gar Bejubeln trotz klarer Mißstände ist meines Erachtens nicht der richtige Weg im Umgang mit Problemen.
    Grundsätzlich müssen die Dinge natürlich immer in Relation gesehen werden, und da müssen wir Kovac-Kritiker sicher auch aufpassen, nicht über das Ziel hinauszuschießen!
    Weder ist Kovac ein Depp und unfähig, noch sind die Spieler allesamt “Trantüten”, ein Rauswurf des Trainers erst recht auf der Zielgeraden ist unsinnig. Bei aller Anerkennung der in der Liga gezeigten Leistungen sind die spielerischen Problem allerdings für mich Grund genug, daran zu zweifeln, dass Kovac das Zeug hat, den FCB zurück in die europäische Spitze zu führen.
    Und in ähnlicher Weise äußern sich auch andere, die Kovac kritisch sehen!

    Auch wenn vermutlich niemand von uns bislang eine Bundesligamannschaft trainiert hat – ich jedenfalls habe es nicht – so haben viele von uns sich intensiver mit Taktikfragen auseinander gesetzt und selbst aus laienhaftem Blickwinkel ergeben sich Fragen, die bislang eben nicht beantwortet werden konnten. Wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln, und jedes Spiel gibt auch ein klein wenig Ausblick auf die Zukunft. Jetzt erst einmal Werder im DFB-Pokal!

  17. […] den nächsten beiden Spielen gegen Düsseldorf und Bremen fuhr man zwei Pflichtsiege ein und dann hatte man plötzlich am 31. Spieltag den Matchball auf dem […]

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